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Wahre Verbrechen I Die Tote im Schnee T – Part 2

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By sonds1
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Ungefähr zur gleichen Zeit, als Claudia in Behandlung kam, stellte ein Beratungslehrer fest, dass der neunjährige Danny unter einem Minderwertigkeitskomplex mit aggressiven Tendenzen und schlechter Impulskontrolle litt. Der Lehrer empfahl eine Therapie, die Danny helfen sollte mit seinen wachsenden Problemen umzugehen.

 Doch der Rat wurde ignoriert. Dann Leben ging also weiter wie zuvor und seine Eltern stritten sich oft, was den Alltag im Haus der Rowings zu einer einzigen Zähkrise machte. 1965, als Danny Elf war, stritten sich seine Eltern einmal so heftig, dass seine Mutter sich im Badezimmer einschloss. Es scheint, dass Claudia nur noch einen Ausweg aus dem Albtraum ihrer Ehe sah.

Während James gegen die Tür hämmerte, schnitt sie sich mit einer Rasierklinge die Handgelenke auf. Als es James schließlich gelang, die Tür einzutreten, stürmte er ins Bad und schrie weiter auf seine Frau ein, die blutend auf dem Boden lag. Der N sah alles mit an. Glaudia kam erneut ins Krankenhaus. Erlebnisse wie diese brachten Danny dazu, zu Alkohol und Drogen zu greifen, um den Stress und die Angst besser bewältigen zu können.

 Mit nur 11 Jahren entwickelte er ein ernsthaftes Alkoholproblem. Vielleicht um dem Terror zu Hause zu entkommen, begann Danny mit ungefähr 12 Jahren durch die nahegelegenen Wälder zu streifen. Er blieb stundenlang weg und masturbierte im Wald, während er sich vorstellte Menschen zu kontrollieren und zu ermorden. Es ist möglich, dass Danny’s aufkommender Wunsch nach sexueller Dominanz eine direkte Folge der Gewalt war, die er zu Hause erlebte.

 Viele Opfer von Kindes Misshandlungen haben später im Leben Gewaltfantasien. Es wird angenommen, dass der Mangel an Kontrolle, den Sie im Bezug auf Ihren eigenen Körper empfinden, ein entscheidender Faktor bei der Herausbildung solcher Fantasien ist. Als Danny älter wurde, nahm sein Bedürfnis nach Kontrolle zu. Mit 14 wurde er erwischt, wie er heimlich ein Nachbarsmädchen durchs Fenster beobachtete.

 Als James Rowling davon erfuhr, verprügelte er Danny. Diese Form des Voyurismus kann ein Vorbotel späterer Gewaltverbrechen sein. Der Kriminologieprofessor Dr. Scott Bon schreibt, dass das heimliche Beobachten dem Täter ein Gefühl von Macht gibt. Danny war seinem Vater hilflos ausgeliefert. Es scheint, dass er reagierte, indem er seinerseits danach strebte, Macht über andere zu erlangen.

Der ehemalige Ermittler Paul Holz nennt Voyurismus als eine von mehreren sozialen Hemmschwellen, die viele Gewaltverbrecher in ihren Entwicklungsjahren überwinden. Das Selbstvertrauen, das sie aus dieser Überwindung ziehen, kann zu dramatischen Eskalationen führen. Einbruch, stalking, sexuelle Übergriffe und wie in Danny Rowlingsfall Mord.

1971 hatte Danny Rowing genug. Er war inzwischen siebzehn und hatte sein ganzes bisheriges Leben unter den Mishandlungen seines Vaters gelitten. Er wollte nur noch weg, raus aus seinem Elternhaus und raus aus Schriefport Lusiana. Er hatte die Highchool zwar abgeschlossen, aber schien keine Pläne für eine höhere Ausbildung zu haben oder für die Zukunft allgemein.

 Am Ende entschied er sich fürs Militär. Es ist wahrscheinlich, daß seine unterdrückte Wut und seinen Hang zur Gewalt seine Entscheidung beeinflusst haben. 1971 bewarb er sich bei der Navy, aber viel durch die Musterung. Als seine erste Wahl wegfiel, versuchte er es bei der Air Force. Im Juni wurde er schließlich angenommen und war von nun an erm first Class Rolling.

 Damit war er seinem tyrannischen Vater zwar entflohen, es gelang ihm aber nicht, sein Leben in den Griff zu kriegen und Verantwortung zu übernehmen. Kurz nach seinem Dienstantritt geriet sein Drogenkonsum außer Kontrolle. Er soll allein mindestens 100 mal LSD genommen haben. Es dauerte nicht lange, bis seine Vorgesetzten merkten, was los war.

 Danny wurde wegen Drogenbesitzes und Befehlsverweigerung angeklagt. Ein Psychiater wurde zur Rate gezogen, der ihm eine undefinierte Persönlichkeitsstörung diagnostizierte. Nach der Untersuchung wurde Danny ehrenhaft entlassen. Danny wusste nicht wohin mit sich, also ging er zurück nach Schriefport und zog bei seinem Großvater ein.

 Kurz nach seiner Rückkehr hatte er eine Art religiöses Schlüsselerlebnis. Danny’s Glaubensfindung begann an einem Samstagabend, als er nach Hause zu seinem Großvater tramte. Ein Auto nach dem anderen ras an ihm vorbei, bis endlich jemand anhielt. Der Mann am Steuer, Brother Estes, fragte Danny, wo er hin wolle.

 Als Danny ihm die Adresse nannte, freute sich Brother Est. Seine Kirche, die United Pentecostal Church of Schreefport, war nur ein paar Straßen weiter. Als sie an der Kirche vorbeifuhren, fragte Estes, ob Danny hineingehen und beten wolle. Danny hatte so spät abends nichts anderes mehr zu tun, also stimmte er zu. Abgesehen von ein paar Kerzen und einem beleuchteten Messingkreuz, war es ziemlich dunkel in der Kirche.

 [japst] Danny war sofort fasziniert von dem Raum. Voller Ehrfeucht folgte er Brother Estis zum Altar. Dort knieten sie sich hin und beteten. In seinem Buch The Making of a serial Killer schreibt Danny Rowling, dass er in diesem Moment ein neues Gefühl von Frieden verspürte. Er sah Brother Estesis zu, wie er für ihn betete und war sich plötzlich sicher, seinen Pfad gefunden zu haben.

Am nächsten Tag kam er wieder und ließ sich taufen. In den Monaten darauf entwickelte sich Danny zu einem engagierten Kirchenmitglied. An Sonntagen brachte er Kinder und Menschen mit Behinderung mit einem Bus zum Gottesdienst. Er besuchte Pflegeheime, wo er Sangen und Gitarre spielte. Er verteilte Informationsblätter in der Innenstadt und in einem Jahr verkleidete er sich sogar als Osterhase.

In der Kirche lernte auch Ometha Ann Helco kennen. OTha eine attraktive Frau mit langen braunen Haaren. Sie fiel Danny sofort auf. Er hatte Gott darum gebeten, ihm eine Frau zu schenken. Und als er Omerha kennenlernte, war er sich sicher, dass seine Gebete erhört wurden. Oatha und Danny kamen zusammen und heirateten nur vier Monate nach ihrem ersten Treffen.

 Gut, ein Jahr später brachte Oatha eine kleine Tochter zur Welt. Doch wie schon Danny Eltern sollten auch er und Omerfa kein Glück in ihrer Ehe finden. Um seine Familie zu versorgen, fing Danny an in zwei Jobs gleichzeitig zu arbeiten. Es waren Aushilfsjobs und er verdiente nicht viel. Die Verantwortung wuchs dem 21-jährigen schnell über den Kopf und er fing wieder an zu trinken.

  Kurz darauf trat er aus der Kirche aus, wo er so viel dringend benötigte Stabilität gefunden hatte. Ohne seine Religion als moralische und spirituelle Stütze begann Danny seinem launischen und aggressiven Vater James immer ähnlicher zu werden. Sein Verhalten wurde so unberechenbar, dass Omatha Angst vor ihm bekam.

Er verschwand stundenlang, ohne zu sagen, was er machte und wann er wiederkommen würde. Als Oatha Danny eines Abends die Tür öffnete, standen zwei Polizisten neben ihm. Er war dabei erwischt worden, wie er heimlich eine Frau aus der Gegend durchs Fenster beobachtet hatte. Weil Danny Vater ebenfalls Polizist war, waren die Beamten einverstanden, ihn nicht mit aufs Revier zu nehmen.

 Sie bestanden aber darauf, ihn nach Hause zu begleiten, damit sie zumindest seiner Frau erzählen konnten, was passiert war. Dieser Vorfall war der Anfang vom Ende von Danny unds Ehe. In seinem Buch behauptet Danny, dass er zu dieser Zeit auch zum ersten Mal das Gefühl gehabt habe, von Dämonen und Geistern besessen zu sein.

 Seine Visionen sollen alle möglichen Formen angenommen und ihn jahrelang geplagt haben. Einmal sah er den, wie er schreibt, Schatten des Bösen, die Wand seines Schlafzimmers hochkriechen, wo er schwebte und nach seiner Seele griff. Später, als er einmal neben einem kleinen Friedhof parkte, erschien ihm der gesichtslose Geist eines Mannes in Querkerkluft.

Ein anderes Mal sah Danny ein UFO über einem Feld schweben, das blau pulsierende Lichtsignale abgab. Später sagte er, dass er all die grausamen Verbrechen auf Anweisung eines Däm verübt habe, der in seinen Körper gefahren sei. Wenn Danny damals wirklich Gespenster sah, dann schienen sie ihm jedoch vor allem eingeflüstert zu haben, nicht mehr zur Arbeit zu gehen, denn schon kurze Zeit später hing er nach der Kirche auch seine beiden Jobs an den Nagel.

Als Oatha nicht mehr weiter wusste, bat sie Danny Eltern um Rat. James Rowling reagierte, indem er zum Haus seines Sohnes fuhr und ihm ein Messer an die Kehle hielt. Der Vorfall ermutigte Danny nicht gerade, sich einen Job zu suchen und seine Ehe in den Griff zu kriegen. Er hielt ihn auch nicht davon ab, sich weiter in der Nachbarschaft herumzutreiben und heimlich Frauen zu beobachten.

Es dauerte nicht lange, bis Ometha Danny sagte, dass sie ihn verlassen wolle. Wie sein Vater schien Danny der Ansicht zu sein, dass Gewalt der beste Weg war mit der Situation umzugehen. Er hielt seiner Frau eine Waffe an den Kopf, bis sie sagte, dass sie bei ihm bleiben würde.

 Als Danny später herausfand, dass Omatha eine Affäre mit ihrem Exfreund hatte, verprügelte er beide und er bedrohte Omatha erneut mit seiner Pistole, um sie zu zwingen, bei ihm zu bleiben. Als ihr das nichts auszumachen schien, richtete er die Waffe gegen sich selbst. Diese Art von Drohung ist ein typisches Beispiel für die Art, wie Danny Rolling Menschen manipulierte.

Als die Androhung extremer Gewalt bei Omertha nicht zu wirken schien, tauschte er die Rollen und machte sich zum Opfer, um sie zu erpressen und ihr das Gefühl von Schuld zu geben. Taktiken wie diese werden immer wieder von missbräuchlichen Partnern angewandt, um die andere Person zu manipulieren. Oetha hatte Angst vor ihrem Mann.

 Sie wollte aber auch nicht verantwortlich für seinen Tod sein. Sie flehte ihn also an, die Waffe runterzunehmen. Kurze Zeit später reichte sie trotzdem die Scheidung ein und Danny zog zurück zu seinen Eltern. 6 Monate später wurde die Ehe geschieden. Nach der Scheidung arbeitete Danny als Fahrer für einen Papierhersteller.

Er belieferte Drockereien in drei Bundesstaaten. Bei einer seiner Touren fuhr er zu schnell um eine Kurve, hinter der sich einen Stau gebildet hatte. Er raste ungebremst in einen Van. Die Beifahrerin im Vanagen geschleudert und schlug auf dem Asphalt auf. Sie überlebte den Aufprall nicht. Ohne es gewollt zu haben oder es sich überhaupt bewusst zu machen, hatte Danny Rowling zum ersten Mal einen Menschen getötet.

Soweit bekannt ist, wurde Danny nie für den Unfall belangt, was aber nicht bedeutet, dass er spurlos an ihm vorüberging. Es ist wahrscheinlich, dass die Kollision und der Anblick der toten Frau ihn traumatisiert und seinen sowieso schon fragilen emotionalen Zustand verschlechtert haben. Kurz nach dem Unfall wurden Danny die Scheidungspapiere zugestellt.

 Er war am Boden zerstört und schon in der Nacht darauf schlich er wieder durch die Nachbarschaft. Immer wenn er gestresst war, fing er wieder an heimlich Frauen zu beobachten. Zwei College Studentinnen waren vor einer Weile in ein Haus gezogen, das nur ein paar Straßen von dem seine Eltern entfernt war.

 Danny hatte sie schon viele Male beobachtet. In dieser Nacht schlich er sich wieder in ihren Vorgarten und spähte durch die Fliegengittertür. Er wußte von seinen früheren Besuchen, dass eine der Frauen blond war. Die andere hatte braune Haare, wie seine Exfrau. Vom Garten aus konnte er die Braunhaarige auf der Couch beim Lesen beobachten.

 Da überkam es Danny plötzlich. Er wollte die junge Frau nicht mehr einfach nur beobachten. Er wollte ihr etwas antun. Im Schutz der Dunkelheit zog er sich zuerst die Schuhe aus und dann die Socken über seine Hände. Dann schlich er zur Veranda. Auf einer Stuhllehne fand er ein Putztuch, das er Maske benutzen wollte. Er nahm eine kleine Gartenforke, um zwei Löcher für seine Augen in das Tuch zu stechen.

 Dann bandte er es wie ein Bandana um seinen Kopf. Er benutzte die Gartenforke, um den Riegel der Fliegengittertür nach oben zu schieben und schlich sich ins Haus. Dann stürzte er ins Wohnzimmer. Die Frau war star vor entsetzen. Vor ihr stand ein 190 großer Mann mit Maske und einem scharfen Gartenwerkzeug in der Hand und er hatte ihr den Fluchtweg abgeschnitten.

Er zährte sie in eines das Schlafzimmer und zog ihr ein Sweatshirt übers Gesicht. Dann vergewaltigte er sie und rannte aus dem Haus. Als er zum Haus seiner Eltern zurücklief, warf er die Gartenforke in einen Graben. Ein paar Minuten später kam er seelenruhig durch die Tür geschlendert, als wäre nichts gewesen.

Und so blieb es auch, zumindest für Danny. Er wurde nie gefasst und gestand die Tat erst viele Jahre später. Es ermutigte Danny, dass er so leicht mit einer so schweren Straftat davon gekommen war. Er schämte sich aber auch ein wenig für das, was er getan hatte. In den Jahren darauf beging er viele weitere Verbrechen, bei denen er jedoch nie Frauen attackierte, die alleinstehend oder allein unterwegs waren.

 Stattdessen verübte er mehrere bewaffnete Raubüberfälle in Alabama, Georgia und Luana. Er schien es vor allem auf Win Dixy Supermärkte abgesehen zu haben, wo er jedes Mal mehrere hundert Dollar erbeuten konnte. Doch er konnte nicht für immer davon kommen. Im Mai 1979 wurde er verhaftet, nur wenige Stunden nach einem Wind Dixy überfall.

 Er gestand all seine früheren Raubüberfälle und wurde zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Danny brachte die nächsten 5 Jahre in verschiedenen Haftanstalten in Georgia und Alabama zu. Er unternahm mehrere Fluchtversuche, wurde aber jedes Mal wieder gefasst. Nach 5 Jahren wurde er 1984 entlassen. Er war inzwischen 30. Nach der Haft schien Danny jedoch nicht in der Lage zu sein, der Kriminalität den Rücken zu kehren.

 Ein Jahr nach seiner Entlassung überfiel er einen weiteren Supermarkt. Er wurde geschnappt und zu vier weiteren Jahren im Jackson County Gefängnis verurteilt. Zwei Jahre später, 1988 wurde er auf Bewährung entlassen unter der Bedingung, dass er Mississippi verließ und nach Schriefport zurückkehrte. Nachdem Danny wieder bei seinen Eltern eingezogen war, hatte er große Probleme, einen Job zu finden.

 Das könnte vor allem mit seinem Bewährungsstatus zu tun gehabt haben. Schließlich bekam er aber doch eine Anstellung in einem Restaurant, wo er mehrere Monate blieb, bis er am 4. November 1989 gefeuert wurde. Danny hatte drei Schichten hintereinander verpasst, ohne Erklärung oder Entschuldigung. Als der Manager ihn zur Rede stellte und feuerte, bekam er einen Wutanfall.

Er drohte den Manager und den Koch des Restaurants zu töten. Er hat seine Drohung nie wahr gemacht. Sterben sollte trotzdem jemand und zwar noch am selben Abend. Und anscheinend hatte er auch schon einen Opfer im Sinn. Es war eine junge Frau, die er schon eine Zeit lang gestalkt hatte. Die 24-jährige Julie Grissam war zu diesem Zeitpunkt schon extrem nervös, nachdem sie in den Tagen vor dem 4.

November eine Reihe seltsamer Anrufe erhalten hatte. Wie Danny Exfrau war Julie zierlich und hatte langes braunes Haar. Und wie die junge Frau, die Danny in den 70er Jahren vergewaltigt hatte, ging sie noch zur Uni. Sie studierte Marketing an der Lusiana State University. Nach einem Wechsel vom Campus in Spaton Rouge war Julie zurück zu ihrem Vater Tom nach Schriefport gezogen.

 Tom wohnte in der Bathine, gut 10 Minuten von Danny Elternhaus entfernt. An diesem Wochenende war auch Julies Neffe Shan im Haus. Sie wollten den Geburtstag des Achtjährigen bei seinem Großvater in Schriefport feiern. Am Tag ihrer Ermordung wollte Julie zur Hochzeitsfeier einer Highschool Freundin gehen.

 Sie hatte sich ein rotes Kleid für die Party besorgt, doch kam nicht mehr dazu, es anzuziehen. Gegen 18 Uhr an diesem Samstagabend schlicht Danny zum Haus der Grisams. Es ist nicht bekannt, was genau als nächstes passierte. Man geht aber davon aus, dass er es ursprünglich nur auf Julie abgesehen hatte. Aber weil Julie nicht allein im Haus war, lief der Überfall nicht wie geplant.

 Tom grillte Steaks im Garten hinterm Haus, während Sean im Wohnzimmer Fernsehen schaute. Auf der Suche nach Julie stag Danny Tom mehrmals in den Rücken und in die Brust. Der achtjährige Shan wurde einmal in den Rücken gestochen. Danach ging Danny von Zimmer zu Zimmer. Zwei Tage später, am Morgen des 6. November bekam Shan Mutter einen Anruf von der Schule, dass ihr Sohn nicht zum Unterricht erschienen sei.

 Besorgt versuchte sie mehrmals Julie oder Tom in der Bethlane zu erreichen. Um 8:30 Uhr wählte sie den Notruf. Die Polizei nahm die Sorgen der Mutter ernst und bat die Nachbarn und Nachbarinnen der Grisams nach der Familie zu sehen. Sie gingen durch einen kleinen Geräteraum ins Haus, der von der Garage abging.

 Als sie das Haus betraten, drehte sich ihnen der Magen um. Die Leiche des 55-jährigen Tom Grisson lag zusammengekauert vor der Hintertür. Sean lag mit dem Gesicht nach unten im Wohnzimmer und in einem der Schlafzimmer erwartete die Nachbarn und Nachbarinnen ein Bild wie aus einem Horrorfilm. Julie Grisams nackte Leiche hing zur Hälfte über einer Seite des Bettes.

 Der Mörder hatte sie mindestens dreimal in den Rücken gestochen, sie dann aber umgedreht, so dass sie mit dem Gesicht nach oben lag. Ihre braunen langen Haare waren kreisförmig um ihren Kopf herum ausgebreitet worden, wie ein zerzauster Heiligenschein vor dem weißen Bettlaken. Wie wir bereits von anderen Fällen wissen, gibt es meistens zwei Gründe, warum ein Mörder seine Opfer nach der Tat in eine bestimmte Position bringt.

Wenn er die Polizei verwirren oder auf eine falsche Pferte führen will, spricht man vom Staging des Tatorts. In Julie Grisams Fall sah es aber eher so aus, als hätte Danny Rowling ein sexuelles Motiv gehabt. Es schien ihm vor allem darum zu gehen, seine Lust zu befriedigen. Wenn die Leiche oder der ganze Tatort zu diesem Zweck bewegt oder verändert wird, spricht man von Posing.

Hinzukam, dass Julie Grissam mit gespreizten Beinen und ohne Unterwäsche auf dem Bett lag. Laut dem Kriminologen Arn Adlsteen bringen viele Täter ihre Opfer in Positionen wie diese, um sie zusätzlich zu erniedrigen. Die Nachbarinnen und Nachbarinnen alarmierten sofort die Polizei. Als die Beamten das Grissam Haus erreichten, sperrten sie das Grundstück ab und untersuchen den Tatort.

 Was sie fanden, war jedoch nicht besonders aufschlussreich. Julie hatte Bisswunden am Körper. Ihre Leiche war jedoch mit Essig abgewischt. worden, wahrscheinlich um DNA Spuren zu beseitigen. Außerdem hatte der Mörder sie mit Panzertape gefesselt, dass er später gründlich wieder entfernt hatte.

 Und das Haus war bei aller Brutalität der Morde überraschend ordentlich. Der Täter hatte nichts durchwühlt, verrückt oder zerstört. Es war auch nichts gestohlen worden. Der Polizei bot sich also ein ebenso komplexes wie verwirrendes Bild. Nach der Untersuchung sagten die Beamten, dass sie nach einem Mann suchten, der psychische Probleme und Ahnung von Tatorten habe.

 Die Obduktionen ergaben, dass alle drei Opfer mit einem Kampfmesser ermordet wurden, wie es die Navy und die Marines benutzten. Die Tatwaffe wurde jedoch nirgends gefunden. Die Nachbarinnen und Nachbarn der Grissams waren tief erschüttert von den Morden. Sie achteten von da an genau darauf, wer auf ihren Straßen unterwegs war. Die Tage vergingen.

 Alibis wurden überprüft, aber die Hoffnung auf eine schnelle Verhaftung schwand. Es schien als sei Danny Rowling mit den Morden davon gekommen und auch dieses Mal ermutigte es ihn. Er wusste jetzt, wie er die Polizei fernhalten konnte und er wollte mehr. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat.

Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Podcast. Produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers.

 Deutsche Produktion Wieb Geachter Winter Chris Guse, Suholder, Klii Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uter Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwatau. Vielen Dank an Julien Buirot. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.

 Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Christer Heut kam nie zu spät. Ihre Kollegen und Kolleginnen vom Allachua County Sheriffs Office wussten als sie am 27. August 1990 nicht zur Arbeit kamen, sagten sie also sofort beim Streifendienst Bescheid.

Ein paar Officer fuhren zur Christers Wohnung in Gainesville. Sie hofften, dass sie einfach nur vergessen hatte, sich krank zu melden. Doch als sich niemand auf ihr Klopfen meldete, befürchteten sie das Schlimmste und brachen die Tür auf. In der Wohnung war es seltsam still. Die Officer gingen zuerst langsam von Raum zu Raum und riefen Christers Namen.

 Als sie sahen, dass die Hintertür aufgebrochen war, liefen sie sofort zum Schlafzimmer. Im Schlafzimmer erwartete sie ein furchtbarer Anblick. Christer saß auf der Bettkante. Ihr Torso war vornüber zwischen ihre Beine gesackt. Sie war ermordet worden, brutal ermordet worden.

 Der Täter hatte ihr mehrmals in den Rücken gestochen, ihr den Bauch aufgeschlitzt und ihre Brüste verstümmelt. Das verstörendste war aber, dass er ihr den Kopf abgeschnitten hatte. Er stand auf einem Bücherregal gegenüber vom Bett. Die Beamten konnten den Anblick kaum ertragen und sie wussten sofort, der Gainsville Rapper hatte erneut zugeschlagen.

Hi, ich bin Diane Helscher. Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller oder einer berühmten Serienkillerin mit ihrem Leben, ihrer Psyche und ihren Taten. Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. Das ist unsere zweite Folge zu Danny Rowling, auch bekannt als The Gainsville Ripper.

  In Folge 1 ging es vor allem um Danny Rowlings Kindheit. Wir haben uns angeschaut, wie ihn die Misshandlungen und der emotionale Missbrauch durch seinen Vater in ein Leben voller Drogen, Alkohol und Gewalt getrieben haben. Heute befassen wir uns mit der Zeit nach Rowlings ersten brutalen Morden in Schriefport Lusiana und mit seiner Entwicklung zum Serienkiller, der im Mai 1990 als sogenannter Gainesville Ripper ganz Florida in Angst und Schrecken versetzte.

Der 35-jährige Danny Rowling forderte seine ersten Opfer anfang November 1989, als er drei Mitglieder der Grisam Familie in ihrem Haus ermordete. Die 24-jährige Julie Griss wurde erstochen und in eine Position gebracht, die darauf hindeutete, dass der Mörder sie zusätzlich erniedrigen wollte. Sie lag nackt mit gespreizten Beinen auf einem Bett.

 Ihre langenbraunen Haare waren kreisförmig um ihren Kopf auf dem Laken ausgebreitet worden. Julies 55jähriger Vater Tom und ihr achtjähriger Neffe Sean wurden ebenfalls erstochen. Ihre Leichen wurden nicht nachträglich bewegt oder irgendwie positioniert, was dafür sprach, dass der Mörder es nicht direkt auf sie abgesehen hatte.

 Für Danny schien sie nicht mehr als Kollateralschäden gewesen zu sein. Opfer der Umstände. Man weiß nicht genau, wann es war, aber kurz nach den Grison Mord hat Referent Mike Hatzbeth bei sich in der Kirche gesehen. Die Kirche war nicht weit vom Haus der Grissamms entfernt und laut Hatzbet kam Danny eines Abends rein und hat sehr lange im Stillen gebetet.

 Der Reverend hatte das Gefühl, dass Danny Highi war. Er wollte ihn aber nicht stören. Wenn es stimmt, daß er nach der Tat lange in der Kirche war, könnte das ein Zeichen für die starke kognitive Dissonanz gewesen sein, die er empfunden haben muss. Es ist bekannt, dass Danny sehr religiös war. Wie in Folge 1 beschrieben, fand er mit 19 zum christlichen Glauben, als er bei seinem Großvater wohnte und ein Pastor ihn spontan mit in die Kirche nahm.

 Auch wenn er sich im Laufe der Jahre immer weniger in der Gemeinde engagierte, blieb er seinem Glauben treu. Und dieser Glaube stand natürlich im krassen Widerspruch zu seinen brutalen Trieben. Es kann daher sein, dass er diese beiden Bereiche innerlich scharf voneinander trennen musste. In der Psychologie wird dieser Prozess als Compartmentalization bezeichnet.

 Es handelt sich dabei um einen inneren Abwehrmechanismus, der es einer Person ermöglicht, gleichzeitig mehreren gegensätzlichen Gedanken oder Überzeugungen zu folgen. Indem Danny sein Bewusstsein in mehrere voneinander isolierte Bereiche einteilte, war er in der Lage, sich weiter als guter Christ zu sehen, während er gleichzeitig seine sadistischen Fantasien auslebte.

 Doch was auch immer in ihm vorging, sein christlicher Glaube hat ihn auf jeden Fall nie von etwas abgehalten. Er schien keine seiner Taten zu bereuen und auch nach den Grissam Morden machte er ganz normal weiter, als wäre nichts gewesen. Sein Leben war jedoch alles andere als entspannt.

 Er war arbeitslos und hatte große Probleme, einen Job zu finden, wahrscheinlich wegen seiner Vorstrafen. Die prekäre Situation führte dazu, dass er und sein Vater James immer öfter in Streit gerieten. An Heiligabend 1989 stritten Danny und James besonders heftig. Es wurde so schlimm, dass Danny wütend aus dem Haus ging und durch die Nachbarschaft streifte.

 Wie immer in Stresssituationen nutzte er die Dunkelheit, um heimlich Frauen in ihren Häusern oder Wohnungen zu beobachten. Als er zu einem Haus kam, indem er schon einmal eine Frau beobachtet hatte, während sie sich umzog, blieb er stehen, um zu schauen, ob sie zum Fenster kam. Als er sah, dass niemand zu Hause war, brach er ein und wartete auf sie.

 Er schaute fernsehen und bediente sich an ihrem Alkoholvorrat. Doch die Frau kam einfach nicht wieder. Nach einer Weile hatte Danny das Warten satt und machte sich frustriert auf den Heimweg. Zum großen Glück der Hausbesitzerin. In den Monaten danach war Danny immer wieder in der Nachbarschaft unterwegs, ohne jedoch gewalttätig zu werden.

Währenddessen war die Polizei weiter mit den Grissmorden beschäftigt, wo es aber kaum neue Hinweise gab. Es schien, dass Danny nicht zu befürchten hatte. Er blieb weiter bei seinen Eltern in Deckung und versuchte es so gut es ging mit seinem Vater auszuhalten. Doch im Mai 1990 eskalierte die Situation. In diesem Monat gerieten Danny und James in einen weiteren heftigen Streit.

 Nur dass dieses Mal keiner das Haus verließ, um sich zu beruhigen. Stattdessen holte James irgendwann seine Waffe und hielt sie Danny unter die Nase. Doch das beeindruckte Danny nicht mehr. Er war es mittlerweile gewöhnt, dass sein Vater mit Pistolen herumfuchtelte und er war entschlossen, sich nicht länger einschüchtern zu lassen.

 Als Danny auf die Straße rannte, pfiffen ihm die Kugeln um die Ohren. Sein Vater schoss von der Haustür aus auf ihn. Doch ein paar Minuten später kam er mit seinem eigenen 38er Revolver zurück und erwiderte das Feuer. Und im Gegensatz zu James zielte Danny sehr genau. Er traf seinen Vater in den Bauch und an der Stirn. Als James auf dem Küchenboden zusammenbrach, trat Danny noch mehrere Male auf ihn ein.

Dann schien er plötzlich zu begreifen, was er getan hatte und floh. Danny sprang ins Auto und fuhr Richtung Innenstadt. Er wusste, dass die Polizei nach ihm suchen würde, also ließ er das Auto beim Flughafen stehen und schlug sich zu Fuß ins Gebüsch. Er lief die ganze Nacht durch den Wald. Als er zum Haus eines Freundes kam, machte er halt und rief im Willis Nighton Hospital an, um sich nach seinem Vater zu erkundigen.

 Man sagte ihm, dass James noch lebe. Danny war erleichtert. Obwohl er schon immer eine schwierige und oft gewalttätige Beziehung zu seinem Vater gehabt hatte, merkte er jetzt, dass er nicht wirklich wollte, dass er starb. Aber Danny war klar, dass er nicht einfach so zurück nach Hause gehen konnte, selbst wenn sein Vater wieder auf die Beine kommen würde.

 Er setzte sich also ab und tramte von einem Start zum nächsten bis nach Kansas City, Missouri. Dort überfiel er zweimal den Westwood United Superstore. Er sagte zu den Kassierern, dass sie für ihn beten sollten. Dann fuhr er weiter Richtung Staatsgrenze. Seine nächste Station war Bulder, Colorado, wo ihm in den Bergen eine junge Frau über den Weg lief.

In diesem Moment ließ sich Danny ein weiteres Mal von seinen niedersten Impulsen leiten. Später behauptete er nur einer seltsamen Stimme in seinem Kopf gefolgt zu sein. Ein körperloser Dämon habe ihm befohlen, die Frau an Ort und Stelle auf dem Wanderweg zu vergewaltigen. Und genau das versuchte Danny auch.

 Als die Frau sich wehrte, schlug Danny ihr das Gesicht blutig. Verzweifelt und voller Angst flehte die Frau ihn an, sie gehen zu lassen. Und anscheinend funktionierte es. Danny ließ die Frau los und sie konnte entkommen. Kurz danach setzte er seine Irrfahrt fort. Er tramte zurück nach Kansas City und machte sich von dort aus auf den Weg nach Florida. Am 22.

 Juli erreichte er Sarasota. Dort späte er sofort mehrere Häuser aus. Am 5. August entschied er sich schließlich für die Wohnung der 30-jährigen Janet Frake. Er wartete, bis Janet weggefahren war. Dann stieg er durchs Schlafzimmerfenster ins Haus ein. Er ignorierte Janets fauchende Katzen und wartete auf ihre Rückkehr. Als Janet zurückkam, packte Dennis sie und bedrohte sie mit einem Messer.

 Er trug eine schwarze Skimaske. Nachdem er sie überwältigt hatte, benutzte er Panzertape, um sie zu fesseln und ihr den Mund zuzukleben. Zuerst dachte Janet, dass ihr jemand einen geschmacklosen Streich spielen wollte. Doch als sie merkte, wie viel Wut von dem Einbrecher ausging, wusste sie, dass sie in ernsthafter Gefahr schwebte.

 Sie versuchte sich an ein paar Sachen zu erinnern, die sie aus Dokumentationen und True Crime Büchern kannte. Janet wusste, dass es nicht helfen würde, ihren Angreifern noch wütender zu machen. Sie bemühte sich also so gefasst wie möglich zu bleiben, während Danny sie vergewaltigte. Als er sagte, dass er die ganze Nacht weitermachen würde, hatte sie eine Idee.

Sie bot ihm ein kaltes Bier an und fragte, ob er eine Pause machen wolle. Da entspannte er sich sofort und seine Wut ging etwas zurück. Janet schaltete schnell und gab ihm das Bier zusammen mit einem Glas. Sie hoffte, dass er Fingerabdrücke auf dem Glas hinterlassen würde. Fingerabdrücke fand man später leider keine, aber nach der Vergewaltigung erlaubte Danny Janet alleine duschen zu gehen.

 Als er nicht hinsah, nahm sie schnell ein frisches Handtuch und ging damit einmal über ihren ganzen Körper, bevor sie unter die Dusche stieg. Dann versteckte sie das Handtuch in der Hoffnung, dass man es auf DNA Spuren untersuchen könnte. Als sie sich später an den Abend erinnerte, sagte sie, er dachte, er hätte die Kontrolle, aber in Wirklichkeit war ich diejenige, die die Situation kontrollierte.

Später am Abend, als er sie fragte, ob er die Skiaske abnehmen könne, sagte sie, dass er es nicht tun solle. Sie wolle sein Gesicht nicht sehen. Janet dachte sich, dass er sie eher töten würde, wenn sie wüsste, wie er aussah. Gegen 1:30 Uhr nachts sagte sie zu Danny, dass er jetzt besser gehen solle. Er sagte, wenn die Umstände anders wären, könne er sich vorstellen, mit ihr auszugehen.

Dann verabschiedete er sich und bat sie 10 Minuten zu warten, bevor sie die Polizei rief. Zwei Sekunden später war er in der Nacht verschwunden. Janet war geschockt und schwer traumatisiert, aber sie lebte. Im August fuhr er weiter nach Gainsville. In der Heimatstadt der University of Florida lebten das ganze Jahr über viele Studentinnen und Studenten.

 Als Danny in die Stadt kam, zogen gerade die neuen Erstsemester in die Studentenwohnheime und Mietshäuser. Die vielen Studentinnen und Studenten in den Läden, Restaurants und Bars lösten eine riesige Wut in Danny aus. Woher diese Wut kam, ist nicht bekannt, aber er sagte später, dass um diese Zeit eine schreckliche dämonische Stimme zu ihm gesprochen habe.

 Dieselbe, die ihm schon seit Jahren plagte. Inzwischen hatte Danny der Stimme sogar einen Namen gegeben, Gemini. Laut seinem Buch The Making of a serial Killer gab Gemini die Befehle, wann immer er ein Verbrechen verübte. Und nach dem Mord an den Griss im Jahr zuvor schien Danny bereit für die nächste Blutat zu sein. Es war noch dunkel, als Danny am Morgen des 24.

 August 1990 ein Fahrradstahl und durch Gainsville fuhr. Er war komplett in schwarz gekleidet und praktisch nicht zu sehen. Er hatte sich eine blaue Sporttasche um die Hüfte geschnallt. Darin war alles, was er für seinen nächsten Mord brauchte. Nachdem er eine Weile gefahren war, fielen ihm die Williamsburg Village Apartments ins Auge.

 Er lehnte das Fahrrad gegen eine Wand und holte ein paar Lederhandschuhe und eine Skimaske aus der Tasche. Er zog sich die Maske über den Kopf und ging leise die Treppe hinauf. Als er die Wohnung mit der Nummer 113 erreichte, blieb er stehen. Er brach das Schloss mit einem Schraubenzieher auf. Dann zog er sein Jagdmesser und ging in die Wohnung.

 Im Wohnzimmer fand er die 17-jährige Christina Powell schlafend auf der Couch. Er überlegte einen Moment, dann ging er weiter zur Treppe. In einem der oberen Zimmer schlief Sonja Larson in ihrem Bett. Danny klebte der 18-jährigen mit Isolierband den Mund zu und erstar sie. Als sie tot war, schlich er zurück ins Wohnzimmer.

 Christina Paul hatte nichts gehört. Blut überströmt weckte er Christina und sagte, dass er ihr nichts tun würde, wenn sie tat, was er verlangte. Dann zog er sie auf den Boden, vergewaltigte und erstarch sie. Als sie tot war, vergewaltigte er sie ein weiteres Mal. Nachdem er die Wohnung verlassen hatte, ließ er das Isolierband verschwinden, mit dem er seine Opfer geknebelt hatte.

Er versuchte alle Spuren zu beseitigen, die ihn mit dem Verbrechen in Verbindung bringen könnten. Als die Eltern von Christina und Sonja sie zwei Tage später nicht erreichen konnten, riefen sie bei der Polizei an und baten sie nach ihnen zu sehen. Am 26. August trafen die Beamten bei der Wohnung ein und brachen die Tür auf.

 Sie fanden sofort die Leichen der beiden Teenager. Der Täter hatte sie in sexuelle Posen gebracht und Christina die Brustwarzen abgeschnitten. Der oberste Gerichtsmediziner von Gainesville, Dr. William Hamilton sagte damals zu den Ermittlern und Ermittlerinnen, dass der Killer gerade erst angefangen habe, wer auch immer er sein mochte.

Nur 9un Stunden später wurde die Polizei zu einem anderen Haus gerufen. Die 18-jährige Christa Heut lebte 3 km von Christina und Sonja entfernt. Auch sie studierte an der University of Florida. Christ Kolleginnen und Kollegen hatten die Polizeizentrale alarmiert, als sie nicht zur Arbeit gekommen war. Sie arbeitete als Büroangestellte im County Sheriffs Department und hoffte eines Tages Kriminaltechnikerin zu werden.

Als die Beamten Christers Wohnung erreichten, fanden sie ihre Leiche im Schlafzimmer. Wie Christina und Sonja war sie nachträglich in eine explizit sexuelle Pose gebracht worden. Dieses Mal war der Täter aber noch weitaus drastischer vorgegangen. Der NY hatte Christer vergewaltigt, getötet und verstümmelt.

 Danach hatte er ein Bücherregal aus einer anderen Ecke der Wohnung geholt, nur um ihren abgetrennten Kopf darauf abzulegen. Der damalige Staatsanwalt Rod Smith sagte, dass es dem Killer anscheinend gefalle, eine große Inszenierung aus dem Tator zu machen. In der letzten Folge haben wir schon darüber gesprochen, wie Danny Julie Grissams Leiche auf dem Bett positioniert hatte.

 Er brachte auch sie in eine eindeutig sexuelle Pose, um sie nach ihrem Tod zusätzlich zu erniedrigen und zu entwürdigen, was für einen extremen Hass auf Frauen sprach. Gleichzeitig hatten alle seine weiblichen Opfer lange braune Haare, genau wie seine Exfrau. Es wurde daher gemutmaß, dass Danny die Wut auf seine Frau Omatha an anderen Frauen ausließ, die Ometha vom Typ her ähelten.

Er brachte auch seine nächsten Opfer nach ihrem Tod in explizit sexuelle Positionen. Im Vergleich zu allen anderen Morden war das, was er mit Christer Heute machte, aber noch einmal besonders verstörend. In einem Artikel aus dem Journal for the American Academy of Psychiatry and Law erklärten die Autoren und Autorinnen, dass die Morde selbst zwar oft Teil des Erregungsmusters der jeweiligen Täter waren.

 Es war aber meistens das darauffolgende Posing der Leiche, das ihren sexuell devianten Fantasien entsprach. Schon früh in seiner Pubertät gehörte das Kontrollieren und Töten von Menschen zu Danny Masturbationsfantasien. Mit seiner Entwicklung vom Vergewaltiger zum Sexualmörder wurden diese Fantasien wirklichkeit und sie wurden von Tag zu Tag brutaler.

Wie schon gesagt, machte Danny später den Gemini Dämonen für seine Taten verantwortlich. In Wirklichkeit wird er aber wahrscheinlich nur seinen eigenen dunkelsten Impulsen gefolgt sein. Was auch immer der Antrieb war, er hatte innerhalb weniger Tage drei brutale Morde begangen. Bis das Wintersemester an der University of Florida begann, war es nicht mal mehr eine Woche und es sprach sich schon herum, dass möglicherweise ein Serienkiller auf dem Campus unterwegs war.

Doch die Nachricht verbreitete sich nicht schnell genug. Noch während die Polizei Christer Heohnung absperrte, war Danny schon wieder unterwegs. Am Morgen des Mordes an der jungen Studentin überfiel er eine First Union Bank und entkam mit einer Tasche voller Bargeld. Nachdem zwischen Danny ersten Verbrechen teilweise mehrere Jahre gelegen hatten, schien es jetzt, als würde er sich in eine Art Blutrausch hineinsteigern.

Am nächsten Tag wurden zwei weitere Opfer gefunden. Die 23-jährige Tracy Pauls und der ebenfalls 23-jährige Manuel Manny Taboda. Sie waren seit ihrer Kindheit befreundet gewesen. Danny erstarr beide in ihrer gemeinsamen Wohnung. Tracys Leiche lag auf dem Boden im Flur. Auch ihr Körper war nach ihrer Ermordung in eine bestimmte Pose gebracht worden.

Manny wurde in seinem Bett getötet und danach nicht noch einmal bewegt oder irgendwie positioniert. Wie bei Danny erste Mord schien ihm Manny einfach nur im Weg gewesen zu sein. In erster Linie hatte er es auf die junge Frau abgesehen. war keine 72 Stunden her, dass Christina Paul und Sonia Larson tot aufgefunden wurden und plötzlich ermittelte die Polizei von Gainsville in fünf Mordfällen gleichzeitig.

Als die Nachricht vom Mord an Tracy und Manny die Runde machte, fingen die Leute an, um ihre eigene Sicherheit zu fürchten. Vor allem Manny Tod machte allen klar, dass niemand sicher war. Egal, ob Mann oder Frau. Die jährliche Mordrate der Stadt war damals normalerweise im einstelligen Bereich.

 Es war also mehr als verständlich, dass viele nach fünf Morden in drei Tagen in Panik gerieten. Viele Studentinnen und Studenten packten ihre Sachen und fuhren direkt wieder zurück nach Hause. Gut, 700 von ihnen verließen die University of Florida für immer. Während die Studierenden die Stadt verließen, kamen Journalistinnen und Journalisten aus den ganzen USA nach Gainswille.

 Danny war ein landesweites Nachrichtentha und es dauerte nicht lange, bis die Medien ihm einen reißerischen Namen verpassten. The Gainsville Ripper. Der Medienrummel und die Panik führten zu wilden Spekulationen und Gerüchten. Manche Leute waren sich sicher, dass der Ripper ein Pizzabote war. Andere beharten darauf, dass er ein Polizist sein musste.

 Die meisten tippten aber auf einen Arzt. So oder so war klar, dass man niemandem mehr trauen konnte. Die Einheimischen kauften die Waffenläden leer. Die Leute taten alles, um sich zu Hause sicherer zu fühlen. Und so verwandelte sich Gainesville buchstäblich über Nacht von einer friedlichen Unistad in eine Brutstätte der Angst und der Paranoia.

Sady Darnell war damals Public Information Officer bei der Polizei von Gainsville. Sie erinnerte sich, dass sie die Bevölkerung ermahnte, in Ruhe ihre Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, dass sie aber nichts überstürzen sollten. Dabei habe sie die ganze Zeit gegen ihr Bauchgefühl gekämpft, den Leuten zu sagen, dass es wahrscheinlich besser wäre, Gainsville für eine Weile zu verlassen.

Danels Kolleginnen und Kollegen steckten derweil bis zum Hals in den Ermittlungen. Sie untersuchten die Morde und die Spuren von den Tatorten sehr genau und stellten alle Gemeinsamkeiten heraus, die eventuell Aufschluss über das Wesen und Profil des Täters geben konnten. Als sie z.B.

 die Breite und Tiefe der Stichwunden verglichen, war schnell klar, dass alle Opfer mit derselben Waffe getötet wurden, einem Jagdmesser mit knapp 18 cm langer Klinge. Bei einigen Opfern fanden sie auch Klebstoffreste auf der Haut. Das deutete daraufhin, dass der Täter seine Opfer wahrscheinlich mit Klebeband fesselte und das Klebeband später wieder entfernte, bevor er den Tatort verließ.

Dieses bewusste Beseitigen von möglichen Beweismitteln verriet dem Ermittlerteam, dass sie es wahrscheinlich mit einem erfahrenen Täter zu tun hatten oder mit einem, der sich mit Tatorten und Spurensicherung auskannte. Dabei war die Sorgfalt, mit der der Ripper die Tatorte aufräumte, auf einer Stufe mit der Art und Weise, wie er die Morde inszenierte.

Vor allem im Fall von Christer Heut sah es so aus, als ob er eine klare Botschaft nach außen senden wollte. Staatsanwalt Rodsmith glaubte, dass der Mörder Christ enthauptet und verstümmelt hatte, um einen möglichst großen Schockeffekt zu erzeugen. Vor allem natürlich für die Personen, die Christas Leiche fanden.

 Gleichzeitig hielt es Smith auch für möglich, dass der Gainsville Ripper auf Schlagzeilen aus war. Er wollte ein Star werden. Nur ein Jahr zuvor war in Florida einer der bekanntesten Serienkiller aller Zeiten hingerichtet worden, Ted Bundy. Wenn man die Verhaltensmuster der beiden Mörder vergleicht, kommen viele Parallelen zum Vorschein.

Wie Bandy brach Danny Rowing bei College Studentinnen in Florida ein. Nachdem er sich Zutritt zu ihren Wohnungen verschafft hatte, schlug, vergewaltigte und ermordete er seine Opfer, genau wie Bandy es getan hatte. Die Polizei fürchtete, dass sie bald noch viele weitere Leichen finden würde, wenn der Mörder es wirklich darauf anlegte, Ted Bundy Konkurrenz zu machen.

Schließlich hatte Bandy mindestens 30 Frauen in sieben Bundesstaaten getötet. Als sich Rodsmith später an die fieberhafte Suche nach dem Gainsville Ripper erinnerte, sagte er, dass es für die Beamten wie eine große Bewährungsprobe gewesen sei. The Test of their Generation, wie er es nannte. Und sie hatten gerade erst angefangen.

Die Polizei von Gainsville stellte eine Taskforce zusammen, die sofort die Ermittlungen aufnahm. Die Beamten begannen mit einer gründlichen Untersuchung der Tatorte. Insgesamt wurden über 18 000 Spuren gesichert. Darunter waren auch Spuren von Spermer, die an den Leichen und in den Wohnungen von Christina Powell und Christer Heut gefunden wurden.

 Diese Spuren bestätigten zunächst einmal, was die Ermittler und Ermittlerinnen bereits vermutet hatten. Beide Frauen wurden vom selben Täter ermordet. Doch selbst nach der Untersuchung blieb die Identität des Rippers ein völliges Rätsel. Die DNA Spuren waren erst dann wirklich von Nutzen, wenn man sie mit einem Tatverdächtigen abgleichen konnte und die Liste der Verdächtigen war erschreckend lang.

Es wurde also ein extra Team zusammengestellt, das jeden einzelnen Verdächtigen befragte. Nach der Befragung mussten die Männer eine DNA Probe abgeben. Auf der verdächtigen Liste gab es einen Mann, für den sich die Polizei besonders interessierte. Sein Name war Edward Humfrey. Humfrey war 18 Jahre alt und hatte imselben Mietshaus gewohnt wie Tracy Pauls und Manny Tabuada.

Humfrey war bekannt für sein seltsames und gewalttätiges Verhalten. Er trug häufig Tarnkleidung und wurde mehrmals mit einem Messer gesehen. Während er als einer der Hauptverdächtigen im Ripper Fall galt, wurde er wegen Körperverletzung in einem anderen Fall festgenommen, der nichts mit den Studentinnen Morden zu tun hatte.

Nachdem Humfreys Kaaution auf eine Million Dollar festgesetzt wurde, waren sich viele Leute sicher, dass die Polizei den Mörder gefasst hatte. Doch die Beamten wussten, dass der bloße Verdacht nicht reichte. Sie mussten Beweise vorlegen. Bei der Durchsuchung von Humfreys Wohnung konnten sie jedoch nichts finden, was auf eine Verbindung zu den Rippermorden schließen ließ.

Auch der DNA Test war negativ und damit war klar, der Gainsville Ripper war noch immer auf freiem Fuß. Die Polizei behielt ihre neuen Erkenntnisse für sich. Sie wollte die Aufregung in der Öffentlichkeit so klein wie möglich halten. In der Zwischenzeit plante Danny Rowling sein nächstes Verbrechen. Nachdem er Tracy und Manny getötet hatte, versteckte sich Danny im Wald.

 Er schlug sein Zelt auf, spielte Gitarre und sang selbst geschriebene Kirchenlieder. Und er nahm seine widersprüchlichen Gedanken mit einem kleinen Diktiergerät auf. Ein paar Tage nach den Mord versuchte die Polizei Danny anzuhalten, als er sich gerade mit einem anderen Landstreicher unterhielt.

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