Wahre Verbrechen I Der Tote auf Gleis 7 T – Part 2
Ihr Schrei tat er als hysterische Schockreaktion ab. Das Mädchen schüttelte den Kopf, aber bekam vor Schmerzen kein Wort heraus. Das Paar war skeptisch. Da änderte Brudos seine Taktik und sagte, dass ein anderer Mann das Mädchen angegriffen habe. Sie habe versucht, den Mann abzuwehren, als Brudos die beiden am Straßenrand gesehen habe.
Daraufhin sei der Angreifer über die Felder hinter der Farm geflohen. Das Paar war sich sicher, dass Brudos look. Er hatte seine Geschichte zu schnell und viel zu drastisch geändert. Wenig überzeugt fuhren sie mit Brudos und dem Mädchen ein Stück weiter zu ihrem eigenen Farmhaus. von woaus sie die Oregon State Police anriefen.
Als Brudos in gewahrsam war, gab er zu, das Mädchen verprügelt zu haben. Er habe ihr Angst machen und sie zwingen wollen, sich auszuziehen, um für Nacktfotos zu posieren. Er behauptete plötzlich von einer Kombination aus Jugendlicher Libiduo und seinem eigenen hitzigen Temperament überkommen worden zu sein.
Doch als die Polizei Brutos Auto durchsuchte, fanden sie eine ganze Kameraausrüstung im Kofferraum. Damit war klar, dass Brutus vorsätzlich gehandelt hatte. Bei der Durchsuchung von Brudos Zimmer entdeckten die Beamten schließlich seine Fotosammlung, Fotos von Frauen Unterwäsche und Schuhen und Nacktfotos von seiner Nachbarin.
Brudos behauptete, die Fotos nicht gemacht zu haben. Ein anderer Junge habe sie gemacht und ihn gezwungen, sie zu entwickeln. Aber die Polizei glaubte ihm nicht. Brudus wurde wegen Körperverletzung verhaftet. Mit 17 fiel Brudus trotz der Brutalität seiner Verbrechen und das Jugendstrafrecht. Er kam daher für kurze Zeit ins Paul County Juvenile Department.
Ein psychiatrischer Gutachter im Jugendgefängnis stellte jedoch fest, dass Brudos Probleme hatte, die weit über die eines typischen Jugendstraftäters hinausgingen. Er war nicht einfach nur ein Unruhestifter. Dieser junge Mann hatte etwas zutiefst beunruhigendes an sich. Der Gutachter ordnete Überstellung in die psychiatrische Abteilung des Oregon State Hospitals an.
Die Psychiaterinnen und Psychiater waren zunächst verblüfft über den starken Kontrast zwischen Brudos zurückhaltender Persönlichkeit und der bösartigen Natur seiner Verbrechen. Einer von ihnen betonte sogar, wie normal Brudos wirkte. Er schrieb: “Der Junge erweckt nicht den Einschein schwer psychisch krank zu sein.
Er kommt zum Gespräch und setzt sich niedergeschlagen hin, um mit großer Verlegenheit über sein Problem zu sprechen.” Dieses Problem, das der Psychiater erwähnte, war Brudos Besessenheit von Schuhen. Am Ende hieß es in seiner Diagnose Anpassungsreaktion in der Adolescenz mit sexueller Abweichung und Fetischismus. Trotz der Diagnose hielten die Ärzte und Ärztinnen Brudus keineswegs für einen hoffnungslosen Fall.
Nach ein paar Monaten Behandlung wurde er entlassen und im Herbst desselben Jahres war er zurück auf der Highchool, diesmal in Corvess, Oregon, südlich der Hauptstadt Salem. In der Schule tat sich Brudos vor allem in eher untraditionellen Wahlfächern wie Bühnentechnik und Elektrotechnik hervor. Seine stille Art machte ihn aber schnell zum Außenseiter ohne wirkliche Freundinnen oder Freunde.
Er versuchte immer wieder mal mit Klassenkameradinnen ins Gespräch zu kommen, aber die Mädchen fanden seine plumpe und verlegene Art irritierend und wollten nichts mit ihm zu tun haben. Im Frühling 1957 machte Brudos mit 18 seinen Highschool Abschluss als Jahrgangs letzter. Anschließend schrieb er sich für eine Weile an der Oregon State University ein, bevor er auf die Berufsschule in Salem wechselte.
1959 ging der 20-jährige Brudos zur Army. Seine Grundausbildung machte er an Fore Ort in Kalifornien und For Gordon in Georgia. Weil er ein Talent für Elektro und Kommunikationstechnik hatte, kam Brudus schließlich zum USA Army Signal Core. Und bei all den Stationen und Phasen, die er in diesen Jahren durchlief, schwählten seine dunklen Gelüste weiter.
Brudos vertraute sich mit einem paar seiner brutalen Fantasien dem Army Psychiater Captain Theodor J. Berry an. Schockiert und angewedert von dem, was er hörte, entschied Barry, dass Brudos nicht für die Armee geeignet war. 1960 wurde er entlassen und war gezwungen zu seiner Mutter nach Oregon zurückzugehen.
Eilen Brudos gefiel es gar nicht, dass ihr erwachsener Sohn plötzlich wieder bei ihr wohnen wollte. Anstatt ihn also ins Haus zu lassen, soll sie ihn gezwungen haben, im Schuppen zu schlafen. Die erneute Ablehnung durch die Mutter wirkte sich stark auf Brudos psychischen Zustand aus und es dauerte nicht lange, bis er dort weitermachte, wo er vor dem Gefängnis aufgehört hatte.
Er fing an Damenunterwäsche und Stöckelschuhe zu stehlen und er wurde wieder gewalttätig. Kurz nach seiner Rückkehr nach Oregon hatte Brudos etwas in Salem zu erledigen. Als er in der Stadt war, sah er eine hübsche junge Frau, die gerade auf dem Weg zur Arbeit war. Brudos folgte der Frau. Er bewegte sich schnell, aber leise und als sie nur noch wenige Schritte vor ihm war, machte er einen Satz nach vorne und packte sie im Genick.
Er drückte der Frau die Luft ab und hielt sie so lange fest, bis sie halb bewusstlos von überfiel. Als sie hilflos am Boden lag, stahl Brudos ihre Schuhe und rannte weg. Der Überfall gab Brudos einen solchen Kick, dass er kurz darauf eine weitere Frau in Portland angriff. Die Frau wehrte sich nach Leibes Kräften. Trotzdem gelang es Brudos mit einem ihrer Schuhe davon zu laufen.
Wenn er nicht gerade auf der Jagd nach neuen Opfern war, memte Brudos den normalen Typen von nebenan. Er bestand den Radiotechniker Test. der Federal Communications Commission und bekam einen Job bei einem Sender in Corvales. Brudos mochte den Job und er war gut darin. Er fand sich gut ins Radioteam ein, was eine komplett neue Erfahrung für ihn war.
Gleichzeitig sehnte sich Brudos nach weiblicher Gesellschaft, wenn auch nicht im partnerschaftlichen Sinne. Er wollte jemanden, den er zu 100% kontrollieren konnte. Eine Frau, die sich halten ließ. Ein Freund vom Radio stellte Brudos eine hübsche junge Frau namens Darcy vor. Darcy war 17, als sie den 23-jährigen Brudos kennenlernte.
Sie hatte große Rehaugen und dunkles Haar. Sie war attraktiv und hatte viele Dates. Für Brudos war aber am wichtigsten, daß sie ein gutes Mädchen war, ruhig, zurückgenommen und gehorsam gegenüber ihren Eltern. Darcy war niemand, der Autoritäten in Frage stellte und damit war sie genau, wonach Brudos gesucht hatte. Bei ihrem ersten Date war Darcy nicht besonders beeindruckt von Brudos.
Er war zwar groß und breitschultrig, sah insgesamt aber ziemlich durchschnittlich aus. Außerdem gingen ihm schon die Haare aus, obwohl er erst Anfang 20 war. Trotzdem fügte sich Darcy. Ein älterer Mann hatte sie um ein Date gebeten, also fühlte sie sich verpflichtet, die Einladung anzunehmen. Zu Brudos Glück hatten er und Darcy ihr erstes Date am Badesee.
Darcy liebte es schwimmen zu gehen. Sie war auch von Brudos Sinn für Humor überrascht. Er machte Witze und brachte sie zum Lachen. Und es dauerte nicht lange, bis die 17-jährige das Bild, das sie von dem massigen jungen Mann hatte, korrigieren musste. Brudos nahm Darcy derweil ganz anders war als andere Frauen.
Er fühlte sich nicht bedroht oder herausgefordert von ihr. Stattdessen hörte sie ihm zu, lachte über seine Witze und gab ihm das Gefühl, wichtig zu sein. Während Frauen in seinem Alter Brudos nie attraktiv gefunden hatten, war die sech Jahre jüngere Darcy leichter zu beeindrucken. Immerhin hatte Brudos schon einen echten Job und ging nicht mehr zur Schule.
Er verdiente sein eigenes Geld. Für sie war er eine attraktive Abwechslung zu ihrem behüteten und normalen Leben bei ihren Eltern. Das Eltern mochten diesen seltsamen jungen Mann, mit dem ihre Tochter ausging, jedoch nicht. Was Brudos für Das aber eher noch attraktiver machte. Die sonst so schüchterne und brave Teenagerin reizte es zu rebellieren.
Und Rudos half ihr gern dabei. Rudos gab sich als perfekter Gentleman. und trug seine Freundin auf Händen. Er war liebevoll, höflich und überschüttete sie mit Blumen und Komplimenten. Das junge Paar verbrachte seine gesamte Zeit zusammen, trotz der Einwende von Darcys Eltern. Entschlossen, ihre Beziehung zu festigen, hackten Bruders und Darcy einen Plan aus.
Ihre Theorie war, dass sie sofort heiraten dürften, wenn Darcy schwanger würde. Es funktionierte. 1962 verkündete Darcy, dass sie schwanger sei und 6 Wochen später heiratete das Paar. Als ihre Tochter Megan 1962 zur Welt kam, war sich Brudos sicher, dass Darcy nun für immer ihm gehören würde. Das Sexleben der beiden wurde größtenteils von Brudos dominiert.
Darcy war sexuell unerfahren, bevor sie ihren Mann kennenlernte. Es kam ja also nicht besonders komisch vor, dass er unbedingt Nacktfotos von ihr machen wollte. Brudos war wie besessen und verschoss einen Film nach dem anderen. Am Ende hatte er eine riesige Fotosammlung vom nackten Körper seiner Frau zusammen. Die Fotos waren eine Sache, aber es gab auch Dinge, die Darcy wirklich beunruhigten.
So verlangte Brudos z.B. hin und wieder, dass sie nackt auf dem Dreirad ihrer kleinen Tochter herumfuhr, während er Fotos von ihr machte. Manchmal zog er ihr auch einen Nylonstrumpf über den Kopf, wenn sie miteinander schliefen. Und bei allem, was sie taten, musste Darcy High Heels aus Lackleder tragen. Obwohl Darcy gehorchte, hatte sie selbst kaum Freude an den Sachen, die Brudos von ihr wollte.
Dazu sagte Brutus aber nur, dass das nun mal die Dinge sein, die Männer und Frauen füreinander täen. Dem hatte Darcy nichts entgegenzusetzen. Sie wusste es nicht besser. Abgesehen vom Sex, empfand Darcy die ersten paar Jahre als pures Familienglück. Sie fühlte sich beschützt und umsorgt, obwohl Brudos Probleme hatte, lange imselben Job zu bleiben.
Wenn er arbeitslos wurde, schien es ihm aber immer irgendwie zu gelingen, bei einem anderen Radiosender unterzukommen. Obwohl er eine gefügige Frau zu Hause hatte, die ihm jeden Wunsch erfüllte, schlich Brudos bald wieder durch die Straßen. Er nutzte jede Gelegenheit, um Unterwäsche von Wäscheleinen zu stehlen.
Und weil da sie genug damit zu tun hatte, sich um ihre kleine Tochter zu kümmern, fiel ihr gar nicht auf, dass ihr Mann immer öfter unterwegs war, vor allem nachts. Als Brudos geheimes Leben immer mehr Raum einnahm, wollte er seine Fetische noch stärker in die Ehe holen. Das sie sollte den ganzen Tag High Heels tragen, sogar bei der Hausarbeit.
Sie tat, was Brudos verlangte, auch wenn ihr abends die Füße, Knie und der Rücken weh taten. Doch auch wenn selbst Darcys Toleranz ihre Grenzen hatte und sie langsam die Geduld verlor, haben die damaligen Konventionen sie nicht einmal an Scheidung denken lassen. Die gesellschaftlichen Erwartungen an eine Ehefrau waren streng und hoch, was im Umkehrschluss bedeutete, dass viele Frauen viel mehr über sich ergehen ließen, um das traditionelle Familienbild zu wahren.
Und so fügte sich Darcy weiter Brudos sexuellen Wünschen, genau wie dem nomadischen Lebensstil der Familie. Weil Brudos dauernd von Job zu Job sprang, musste die Familie immer wieder umziehen. Als ihr zweites Kind, ein Junge, auf die Welt kam, waren Brudos und Darcy schon 20 mal im Willam Wallyy umgezogen und Brudos war gerade mal 28.
Diese Jahre waren ein Spiegel von Bruders eigener instabiler Kindheit. Die vielen Umzüge waren aber nicht die einzige Gemeinsamkeit. Denn auch wenn er seine Kinder nicht offenschlecht behandelte, so wie seine Mutter ihn damals, war Brudos ihnen gegenüber distanziert und ahmte vielleicht eher die Haltung seines Vaters nach, der praktisch nie da gewesen war.
Und während sich Brudus immer weiter von seinen Kindern distanzierte, distanzierte sich Darcy immer weiter von Brudos. Emotional und sexuell. Sie war jetzt eine erwachsene und selbstbewusste Frau und war im Stillen immer misstrauischer geworden, was die Vorlieben ihres Mannes anging. Darcys Distanziertheit quälte Brudos.
Er behauptete sogar unter Migräne und Blackouts zu leiden, wann immer er das Gefühl hatte, dass sie ihm die Zuneigung entzog. Seine Verunsicherung brachte ihn dazu, immer öfter durch die Nacht zu streifen und noch mehr Unterwäsche und Schuhe zu stehlen. Das Herumschleichen und Stehlen war wie ein Pflaster, das Brudos Ängste, seine angebliche Migräne und seine aufgestaute Wut linde.
Aber immer nur für eine Weile. Um Darys Aufmerksamkeit zurückzugewinnen, verteilte er einmal im ganzen Haus Fotos, auf denen er in gestohlener Frauenkleidung zu sehen war. Doch als Darcy die Fotos fand, warf sie sie einfach weg, ohne ihren Mann je darauf anzusprechen. Darcy wollte mit Brudos nächtlichen Aktivitäten nichts zu tun haben.
Sie konnte sich aber auch nicht dazu durchringen, sich ihren immer größer werdenden Problemen zu stellen. Stattdessen konzentrierte sie sich mit absolutem Tunnelblick auf ihre mütterlichen Pflichten. Aber Darys Verleugnung änderte nichts am Verhalten ihres Mannes und Brudos jagte seinen Fantasien inzwischen immer öfter und vehementer nach.
1967 war Brudos mal wieder in Portland, wo er eine Frau sah, die ein ganz besonders anziehendes Paar Schuhe trug. Zuerst wollte er die Frau am helligten Tag an Ort und Stelle niederschlagen und die Schuhe stehlen, aber er riss sich zusammen. Stattdessen folgte er der Frau mehrere Stunden durch die Stadt.
Als sie in ihr Haus ging, merkte sich Brudus, in welchem Apartment sie wohnte. Er wartete, bis er sicher sein konnte, dass die Frau schlief. Dann brach er in die Wohnung ein und durchsuchte ihren Schrank nach den Schuhen, die sie den Tag über angehabt hatte. Doch die Frau wachte auf und sah sofort die dunkle massige Gestalt auf den Zimmerboden knien.
Bevor sie schreien konnte, war Brudos mit einem Satz aufs Bett gesprungen. Brudos wirkte die Frau, bis sie sich nicht mehr bewegte. Dann drehte er sie um und vergewaltigte sie. Nachdem er endlich von ihr abgelassen hatte, nahm er die Schuhe und ging aus der Wohnung. Diese Tat markierte eine Eskalation von Brudos. sexuellem Sadismus.
Er wollte seinen Opfern jetzt mehr nehmen als nur persönliche Gegenstände wie Schuhe oder Wäsche. Außerdem ist es möglich, dass seine Impulskontrolle durch einen Arbeitsunfall zusätzlich beschädigt wurde. Während der Arbeit bei einem Radiosender in Corvis schloss der 28-jährige Brudus verseedentlich ein unter stromstehendes Kabel an eine Klemme an, wodurch 480 Volt Strom durch seinen Arm und seine Brust gejagt wurden.
Der Schlag soll so stark gewesen sein, dass Brudos quer durch den Raum flog. Ein kleinerer Mann wäre vielleicht getötet worden, aber Brudos überlebte auf wundersame Weise. Obwohl der Unfall lebensgefährlich war, ging Grudos nicht zum Arzt. Dar protestierte, aber er wollte sich Patu nicht untersuchen lassen.
Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Es ist aber möglich, dass der Stromschlag zu einer Hirnverletzung führte. Und es gibt Studien, die Verletzungen dieser Art mit Soziopathie oder Psychopathie in Verbindung bringen. Brudus hatte vorher schon keine Empathie für seine Opfer gehabt, wenn er sie überfiel oder vergewaltigte.
Der Stromschlag könnte alles noch schlimmer gemacht haben. Nach dem Unfall näherte sich Brudos immer weiter dem Hauptmotiv seiner sadistischen Fantasien an. Ein unterirdisches Versteck, in dem er junge Frauen gefangen halten und seinen Willen unterwerfen konnte. Obwohl er sich manchmal vorstellte, auch seine Frau zur Gefangenen zu machen, tat er dar nie etwas an.
Er ersarte ihr das Schicksal seines ersten Opfers. Der 28-jährige Brudos traf die 19-jährige Enzyklopädieverkäuferin Linda Slawson auf der Straße vor seinem Haus. Er bat sie herein und führte sie in den Keller, den einzigen Bereich des Hauses, den Brudos Familie nicht betreten durfte. Der Autorin Ann R zufolge sagte Brudos: “Ich bin sehr daran interessiert, Ihnen ein paar Enzyklopädien abzukaufen.
Der Keller war dunkel und Linda war besorgt, aber als Brudos das sagte, horchte sie auf. Sie fühlte sich direkt wohler mit der Aussicht auf ein Geschäft [japst] und weil Brudos eine Tochter erwähnt hatte, versuchte sie ihn für eine Kinderbuchreihe aus dem Programm ihres Verlages zu begeistern.” Als Linda sich bückte, um Werbebroschüren aus ihrem Koffer zu holen, sagte Brudos, dass er mehr Licht machen wolle und trat hinter sie.
Dann schlug er Linda mit voller Wucht gegen die Schläfer. Sie fiel bewusstlos zu Boden. Brudus hatte die junge Frau mit einem Vierkant Holz bewusstlos geschlagen. Mit leiser Eile legte er das Brett beiseite und fühlte ihren Puls. Als er merkte, dass Linda noch atmete, wirkte er sie, bis ihr Genick brach.
Er ließ erst los, als er sicher war, dass sie tot war. Dann hörte er Schritte von oben. Bei all der Aufregung über seinen ersten Mord hatte Brud vergessen, dass seine Mutter da war, um auf die Kinder aufzupassen. Darcy war ausgegangen. Er musste die Leiche loswerden und zwar schnell. Er rannte die Treppe hinauf und drückte seiner Mutter einen 5 Dollar Schein in die Hand.
Sie sollte mit den Kindern Abendessen gehen. Ann Rel zufolge sollte sie nur kurz auf den Boden klopfen, wenn sie zurück waren. Brudus wollte nicht gestört werden. Als Brudos allein war, ging er zurück in den Keller. Dort zog er Lindas Leiche bis auf die Unterwäsche aus. Dann benutzte er Slawsons Körper wie eine Schaufensterpuppe. Er brachte sie in bestimmte Posen und zog ihr Oberbekleidung, Unterwäsche und Schuhe aus seiner Sammlung an.
Brudus wußte jedoch, daß er die Leiche nicht behalten konnte. Die Gefriertruhe im Keller war zu klein für einen ganzen Menschen. Er schnitt Slawson also den linken Fuß ab. Es war eine Trophäe, die man leichter verstecken konnte. Außerdem wollte er den Fuß für seine Schuhsammlung benutzen. Als seine Familie schlief, legte Brudos die Leiche ins Auto und fuhr nach Norden.
Gegen 2 Uhr morgens erreichte er die St. John Brücke, die über den Willam River nach Portland führte. Brudos tat, als hätte er einen platten Reifen und stellte ein Wagenheber unter die hintere Stoßstange. Mehrere Autos fuhren vorbei, aber niemand schien sich etwas bei dem Mann zu denken, der im Kofferraum seines aufgebockten Wagens herumwühlte, noch dazu auf dem Standstreifen.
Als die Luft rein war, band Brudos sein schweres Maschinenteil an Lindas Leiche. Dann trug er sie zum Brückengelände und warf sie in den Fluss. Brudus packte den Wagenheber ins Auto und fuhr nach Hause zu seiner Familie zurück. Darcy hatte keine Ahnung, dass ihr Mann gerade seinen ersten Mord begangen hatte.
Ein paar Tage später glaubten Lindas Kollegen und Kolleginnen beim Verlag, dass sie einfach nur gekündigt hatte. Schließlich war der Verkauf von Enzyklopädien nicht gerade lukrativ und Verkäufer und Verkäuferinnen neigten sowieso dazu, nie besonders lange zu bleiben. Erst als Linders Familie sie als vermisst meldete, begann die Polizei von Portland zu ermitteln.
Während Linders Leiche auf dem Grund des Willam Rivers lag, war ihr Fuß noch immer in Jerry Brudos Tiefkühltruhe. Erst als Brudos es langweilte, ihn in seinen High Heals zu fotografieren, warf er ihn auch in den Fluss. Der Kick des Mordes war aber immer noch da und Jerry Brudus war entschlossen, ihn schon bald wieder aufzufrischen mit einem neuen Opfer.
Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast. produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions.
Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion Wiebgeachter Winter Chris Guse, Suholder, Klii Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uter Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwatau. Vielen Dank an Julien Guarot.
Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Samstag, 10. Mai 1969. Es war ein guter Tag zum Angeln.
Der Himmel war zwar etwas grau und es sollte später noch regnen, aber die Schneeschmelze hatte den Long Tomm River in Oregon ordentlich ansteigen lassen und das Wasser war sauerstoffreich und frisch. Die Bedingungen für einen guten Fangen konnten nicht besser sein. Ein einsamer Angler ging durchs kalte flache Wasser und suchte nach einer guten Auswurfstelle.
Als er seinen Blick wandern ließ, sah er plötzlich etwas, etwas ungewöhnliches. Es war ein Schatten direkt unter der Oberfläche. Es war etwas Großes, größer als ein Fisch und zu hell für ein Stück Holz oder einen Stein. Es wippte aufen ab und bewegte sich mit der Strömung, als ob es im Grund feststeckte. Neugierig legte der Angler seine Route ins Gras.
Er wollte genauer nachschauen, aber die Strömung war zu stark, um tiefer reinzugehen. Da sah er einen Baum, der weit über den Fluss ragte, nur ein paar Meter von dem seltsamen Ding entfernt. Vorsichtig zog er sich den Ast entlang und schaute von oben ins schmige Wasser. Was er sah, ließ ihn vor Entsetzen und Ekel zurückschrecken. Es war eine Frau, blass wie ein Geist mit feinem langen Haar, das sich Träge in der Strömung wiegte.
Ihre Haut war grau, fleckig und aufgebläht. Sie musste schon länger tot sein. Es sah aus, als würde irgendetwas Schweres die Leiche in Position halten, wie ein Anker auf den Grund. Da wusste der Angler, dass das kein Unfall gewesen war. Hier war etwas viel unheimlicheres passiert, etwas Böses. Dabei konnte er nicht wissen, dass das Schicksal der Frau Teil einer noch viel größeren Sache war.
Sie war nur eines der bekannten Opfer des Serienkillers Jerry Brudos. Und schon bald tauchten auch die anderen in den Flüssen Oregons auf. Hi, ich bin Diane Hilcher und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.
Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. Heute geht es noch einmal um Jerry Brudos, einen Mörder Sadisten und Fetischisten, dessen grausame Verbrechen eine friedliche Gegend im Nordwesten der USA in Angst und Schrecken versetzten. In Folge 1 haben wir uns vor allem mit Bruders frühen Jahren befasst.
Wir haben über seinen Fetisch für Frauenkleidung und Schuhe gesprochen, über seine Jugendstrafen und seinen ersten Mord. In dieser Folge widmen wir uns Brudos Transformation in einen brutalen und gnadenlosen Serienkiller, den Schuh fish Slayer aus dem Willam mit Valley. Von außen betrachtet war der 29-jährige Jerry Brudos, ein ganz normaler Familienvater.
Er lebte in einem ruhigen Vorort in der Nähe von Portland, Oregon, zusammen mit seiner Frau Darcy und ihren beiden Kindern. Brudos arbeitete als Betriebstechniker bei einer Reihe lokaler Radiosender. Hinter dem unscheinbaren Äußeren war jedoch ein dämonischer Geist am Werk. Brutus hegte dunkle Fantasien, in denen es vor allem darum ging, Frauen zu fangen, sie unter der Erde einzusperren und schließlich zu töten.
Nach dem Mord stellt er sich vor, die Frauen als tote Modelle zu benutzen, als Schaufensterpuppen aus Fleisch und Blut, die er in alle möglichen Kleider und Schuhe stecken konnte. Diese Fixierung begleitete Brudos seit seiner Kindheit, als er anfing, die Schuhe und Unterwäsche der Nachbarinnen zu stehlen. Später brachte ihn seine Obsession dazu, Frauen zu überfallen, zu schlagen und zu vergewaltigen.
Nachdem er seine Nachbarin angegriffen hatte, kam Brudus seine zeitlang in psychiatrische Behandlung, wo er lernte, seine Impulse zu kontrollieren. Er hatte zwar immer noch sadistische Fantasien, aber er wurde besser darin, sie zu verbergen, auch als sie immer einnehbender und brutaler wurden. Doch dann, im Januar 1968 ließ Brudos seine kranken Fantasien wahr werden, als er seinen ersten Mord beging.
Er lockte die junge Enzyklopädieverkäuferin Linda Swanson in seinen Keller und erwirkte sie. Nach dem Mord warf er Lindas Leiche in den Willam River. Er behielt aber eine Trophäe. Er schnitt der Toten den linken Fuß ab, den er dann als eine Art Modellfuß für seine Sammlung gestohlene Highheills benutzte. Als Brudos seinen Fetisch an Linders abgetrenntem Fuß ausgelebt hatte, beschwerte er ihn mit einem Gewicht und warf auch ihn in den Fluss.
Doch als das letzte Andenken an seinen ersten Mord in den Fluten versank, walten Bruders Triebe wieder auf. Der Mord an Linda Swanson hatte seinen Appetit geweckt und alle Hemmungen weggewischt. Nur ein paar Monate später fand Brudos sein nächstes Opfer. Der Name der Frau war Jen Susan Whney. Sie war 23 und studierte an der University of Oregon.
Whney war groß und schlank. Sie hatte dunkle Haare und blaue Augen. Ihre Freundinnen und Freunde sagten, dass sie ein argloser und vertrauensseliger Mensch gewesen sei. Vielleicht manchmal sogar ein bisschen zu vertrauensselig, denn Susan war dafür bekannt auf ihrer 160 km langen Pendelstrecke zwischen ihrer Heimatstadt Mcmin und der Universität öfter Anhalter und Anhalterinnen mitzunehmen.
So auch am 26. November 1968. Es war ein Dienstag und Whitney hatte gerade ein paar Freundinnen und Leute aus der Schule in Eugene besucht, als sie auf der Interstate 5 nach McMinville fuhr. Irgendwo auf dem Highway verschwand die junge Frau jedoch. Als Whney nicht nach Hause kam, bekam ihre Familie Panik und sie stellten sich sofort eine Frage.
Wen hat sie mitgenommen? Ein paar Tage später durchsuchten Polizeibeamte ihre Wohnung und sahen, dass sich Briefe und Zeitungen vor der Tür stapelten. Später fand man Woodneys Auto verlassen auf einem Rastplatz östlich der Interstate 5. Der rotweiße Rambler war nicht beschädigt und sogar abgeschlossen. Als die Polizei das Auto aufbrach, fand sie weder Blut noch irgendwelche Anzeichen für einen Kampf.
Eine genaue Inspektion des Wagens ergab nur, dass er einen kleinen mechanischen Schaden hatte, der es schwer gemacht haben könnte, den Motor zu starten. Aber abgesehen davon waren die Beamten absolut ratlos. Es sah aus, als ob Jen Whney aus ihrem Auto gestiegen und einfach verschwunden wäre. Bald darauf bekam die Polizei jedoch einen Tipp in Form eines anonymen Briefs.
Der Brief war an Alby, Oregon abgeschickt worden, wo man Whitneys Auto gefunden hatte. Er war in fein säuberlicher Druckschrift geschrieben, so als ob der Verfasser versuchte seine oder ihre Handschrift zu verschleiern. Die Person behauptete auf dem Parkplatz gewesen zu sein, wo man Whitneys Auto gefunden hatte und deutete an gesehen zu haben, was ihr passiert war.
Lieutenant Robert White von der State Police wandte sich an die Öffentlichkeit und bat die Person, die den Brief geschrieben hatte, sich zu melden. Aber nichts passierte. Und bald erkannte White, dass die Informationen aus dem Brief wahrscheinlich einfach aus der Tagespresse standen. Trotzdem war irgendetwas mit dem Brief, dass das Interesse des Lutenants wegte.
Es ist möglich, dass Brudos selbst den Brief geschrieben hat. Manche Täter und Täterinnen treten anonym mit anderen in Kontakt, um sich bekannt oder interessant zu machen. Bei Mördern und Mörderinnen ist so ein Verhalten oft mit einem starken Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bewunderung zu erklären.
Sie wenden sich dann vor allem an die Personen, von denen sie glauben, dass sie am ehesten ihre wahre Genialität erkennen. Meistens sind das die Polizeibeamten, die [räuspern] in ihrem Fall ermitteln. Doch auch wenn nie abschließend geklärt wurde, ob Brudos tatsächlich der Verfasser war, so war er mit Sicherheit Jan Whneys Mörder.
Brudos war auf der Interstate 5 unterwegs gewesen und hatte Whney Rambler auf dem Parkplatz stehen sehen. Sie hatte anscheinend eine Panne. Er hielt an, um ihr zu helfen, aber sah sofort, dass sie nicht allein war. Zwei Männer saßen im Auto, die Brutos später als Hippis beschrieb. Brudus sagte der Polizei. Ich nahm an, dass sie sie mitgenommen hat und dass sie eine Panne hatten und nicht wussten, wie man sie reparierte.
Brudos bat an, das Auto zu reparieren. Er sagte, dass er dafür aber erstmal das nötige Werkzeug holen müsse. Sie fuhren also zu viert in Brudos Auto nach Salem. Als sie ankamen, ließ Brudos die beiden Männer am Straßenrand raus. Dann fuhren er und Whitney zu seinem Haus, um das Werkzeug zu holen. Als sie vor dem Haus parkten, sagte Brudos, dass Whney im Auto warten solle.
Ein paar Minuten später kam er zurück und sagte, dass seine Frau nicht zu Hause sei und die Tür abgeschlossen habe. Sie würden ein paar Minuten warten müssen, bis sie zurückkomme. Brudos setzte sich hinter Whney auf den Rücksitz und machte Small Talk mit ihr. Sie spielten sogar ein Spiel. Whney versuchte Brudus nur mit Worten zu erklären, wie man eine Schleife bindet, ohne es mit Gesten zu zeigen.
Als sie mitten in der Erklärung war, legte ihr Brudus plötzlich einen Ledergurt um den Hals. Er zog sie brutal über den Auto, sitzte sich nach hinten und wirkte sie zu Tode. Brudus trug die leblose Frau in den Keller, wo er angeblich Sex mit ihrer Leiche hatte. Wenn das stimmt, war es seine erste nekrophile Handlung.
Danach setzte er die Leiche aufrecht hin, zog ihr verschiedene Kleidungsstücke aus seiner Sammlung an und machte Fotos. Als er fertig war, entfernte er eine von Rneys Brüsten. Er wollte einen Formabdruck von der Brust nehmen, um sich einen Briefbeschwörer in Brustform zu gießen. Es gelang ihm jedoch nicht, das Material richtig zu mischen.
Frustriert entsorgte er daher die Leiche, wie er es schon mit Linda Slawson gemacht hatte. Er beschwerte sie mit einem alten Maschinenteil und warf sie in einen Fluss. Noch lange nach ihrem Tod untersuchte die Polizei das Verschwinden von Jan Whney. Für Lieutenant Robert White deutete die Art ihres Verschwindens aber auf etwas noch viel Unheilvolleres hin.
Und dann wurden seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Eine weitere Frau verschwand. Im Frühling 1969 wollte die 19-jährige Karen Sprinker die Ferien im Haus ihrer Eltern in Salem, Oregon verbringen. Doch am 27. März verschwand die junge Frau spurlos. Wie Jan Whney, Brudos zweites bekanntes Opfer, war Sprinker groß und dunkelhaarig.
Sie studierte im ersten Semester an der Oregon State University und kam aus einer wohlhabenden Familie. Ihr Vater war ein bekannter Tierarzt und auch Sprinker wollte nach ihrem ersten Abschluss Medizin studieren. Sie wurde zuletzt auf dem Weg zum Kaufhaus Mayern Frank in Salem gesehen, wo sie ihre Mutter im hauseigenen Restaurant zum Mittag treffen wollte.
Als Karen nicht kam, suchten ihre Eltern zunächst auf eigener Faust nach ihr. Sie fuhren die örtlichen Krankenhäuser und den Unicampus ab und riefen bei all ihren Freundinnen und Freunden an. Alles ohne Erfolg. Sie verständigten schließlich die Polizei und meldeten Karen als vermisst. Kurz darauf fanden die Beamten das Auto der Studentin auf dem Dach des Parkhauses von Mayer in Frank.
Wie bei Jen Whney war das Auto abgeschlossen und wies keinerlei Schäden auf. Die Polizei schaltete daraufhin eine vermissten Anzeige in den Lokalzeitungen von Salem und Umgebung. Neben einem Foto von Sprinker stand: “Haben Sie dieses Mädchen gesehen?” Zwei Highschool Schülerinnen aus Salem sahen Karens Foto in der Zeitung.
Als sie lasen, dass sie im Meer an Frank Parkhaus entführt wurde, erinnerten sie sich an eine seltsame Begegnung, die sie dort vor kurzem gehabt hatten. Sie riefen die Polizei an. Die Mädchen waren nach dem Shoppen zu ihrem Auto gegangen, als ihnen eine außergewöhnlich große Frau aufgefallen war, die sich im Schatten herumdrückte.
Sie war formell gekleidet, trug Absätze und Kleid und zog immer wieder nervös an ihren Nylonstrümpfen herum. Als die Mädchen ausparkten und zur Ausfahrt fuhren, schauten sie noch einmal genauer hin. Die Frau war gar keine Frau, sondern ein ziemlich großer und kräftiger Mann in Frauenkleidung. Ursprünglich hatte es Brudos gar nicht auf Karen Sprinker abgesehen.
Früher am Morgen war er durch die Innenstadt gefahren und hatte eine besonders attraktive Frau in Minirck und High Heels gesehen. Brudus folgt ihr bis zum Kaufhaus. Als er sie dort jedoch nirgends finden konnte, ging er enttäuscht zum Parkhaus zurück. Sein Plan war gescheitert, doch als er gerade ins Auto steigen wollte, sah er Karen Sprinker.
Ihr Outfit war nicht gerade ideal für Brudos. Sie trug ein grünes Sweatshirt mit passendem Rock und ganz normalen Schnürschuhen, aber sie war hübsch und hatte dunkle Haare, was Brudos gut gefiel. Er hatte eine Vorliebe für braunhaarige Frauen entwickelt. Er sah sich auf dem Parkdeck um. Sie waren allein.
Die Gelegenheit war einfach zu gut, um sie sich entgehen zu lassen. Brudus folgte Sprinker durch das dunkle Parkhaus. Er blieb dicht an ihr dran und dann, als sie die Tür zum Treppenhaus öffnen wollte, legte Brudos seine große Hand auf ihre Schulter. Erschrocken wirbelte Sprinker herum und schaute direkt in den Lauf einer Pistole.
Es war nur eine Spielzeugpistole, aber Brud sagte, dass er sie verletzen würde, wenn sie schreie. Sprinker gab sofort nach. Sie versicherte ihm immer wieder, dass sie ruhig bleiben werde. Er setzte Sprinker ins Auto und fuhr zu seinem Haus. Als sie ankam, war niemand da, genau wie er es mochte.
Darcy Brudos war inzwischen oft allein mit den Kindern unterwegs. Seit sie Fotos von ihrem Mann in Frauenkleidung gefunden hatte, verbrachte sie kaum noch Zeit mit ihm. und ging bei jeder Gelegenheit aus dem Haus. Brudus führte Sprinker in den Keller und vergewaltigte sie. Danach zwang er sie Kleider und Schuhe aus seiner Sammlung anzuziehen, während er Fotos von ihr machte.
Als alle Filme voll waren, band er Sprinker die Hände auf den Rücken und legte ihr einen Strick um den Hals. Den Strick führte er unter der Decke durch einen Flaschenzug. Dann zog Brutos mit aller Kraft am Seil. Sprinker trat um sich und zährte an ihren Fesseln, bis das Leben aus ihrem Körper wich. Brudos hatte sie erhängt.
Als Sprinker tot war, vergewaltigte Brudos ihre Leiche, so wie er es angeblich schon bei Jen Whney getan hatte. Er machte immer weiter und hörte auch nicht auf, als seine Familie nach Hause kam. Stunden später soll er zum Abendessen nach oben gegangen sein, bevor er zurück in den Keller ging und Sprinkers Leiche ein letztes Mal missbrauchte.
Danach schnitt er ihr die Brüste ab. Als Darcy und die Kinder schliefen, legte Brudos die Leiche ins Auto und fuhr zu einer Brücke am Long Tom River zwischen Corvalis und Eugene. Er erreichte die Brücke gegen 2 Uhr morgens. Nachdem er geparkt hatte, befestigte er ein schweres Motorenteil an der Toten und warf sie in den Fluss.
Der 30-jährige Jerry Brudos hatte mittlerweile einen klaren Modus operandi, von dem er selten abwich. Er kidnappte eine Frau, sperrte sie ein, vergewaltigte sie und zwang sie für Fotos zu posieren. Danach tötete er sie fast immer, vergewaltigte ihre Leiche und brachte den Körper in bestimmte Positionen wie bei einer Schaufensterpuppe.
Zum Schluss schnitt er der Leiche ein Körperteil als Trophäe ab und warf sie in einen Fluss. Aber nicht alle Entführungen liefen so, wie Brudus es sich vorstellte. Eines Nachmittags im April 1969 streifte Brudos über den Campus der Portland State University, als er eine junge Frau entdeckte. Es war die 24-jährige Sharonwood.
Sie kam gerade aus dem Geschichtsinstitut, wo sie in der Verwaltung arbeitete. Wood hatte einen stressigen Tag. Sie hatte zwei Kinder und war kurz davor, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen, mit dem sie 7 Jahre zusammen gewesen war. Zu allem Überfluss hatte sie auch noch eine Mittelhrentzündung und musste sich an die neuen Kontaktlinsen gewöhnen, die der Arzt ihr verschrieben hatte.
Zu den Sorgen wegen der Scheidung kam an diesem Tag also auch noch, dass sie schlecht hörte und schlecht sah. Brudos wusste natürlich nicht, wie verwundbar Wood war. Brudos ging Wood hinterher. Er blieb ihr dicht auf den Fersen, während er seinen Plan schmiedete. Es war mitten am Tag und der Kampus war voller Studentinnen und Studenten.
Er musste es klug anstellen. Als Wood zu einem abgelegenen Personalparkhaus ging, kamen ihnen immer weniger Leute entgegen. Es war kurz vor Kursbeginn und die Studierenden beeilten sich in ihre Räume zu kommen. Türen knallten, der Haltungen verstummten und ein paar Minuten später war Sharon Wood allein. Das dachte sie jedenfalls.
Wood spürte plötzlich ein komisches Kribbeln im Nacken. Sie hatte das Waage Gefühl, verfolgt oder beobachtet zu werden und ihr Instinkt sagte ihr, dass es keine gute Idee war, die dunkle Parkhaustreppe zu benutzen. Stattdessen bog sie scharf ab und ging auf einen gut beleuchteten Erdgeschosseingang zu. Sie wurde immer schneller und merkte, wie sich alles in ihr zusammenzog.
Als sie nur noch ein paar Schritte vom Parkhauseingang entfernt war, packte sie eine harte Hand an der Schulter. Sie drehte sich um und sahen die Augen von Jerry Brudos. Er starrte sie durchdringend an. Wood sprach später mit der Autorin Ann Rule über diesen Moment. Sie sagte, ich konnte das Böse spüren und wusste, dass ich sterben würde.
Brudos machte es genau wie zuvor. Er bedrohte Wood mit seiner Spielzeugpistole und sagte, dass er schießen würde, wenn sie schreie. Aber Wood hörte nicht auf Brudos und schrie so laut sie konnte. No Wood wich zurück, aber Brudus packte die zierliche Frau, riss sie zu Boden und nahm sie in einen Würgeleggriff.
Wood trat und schrie. Sie kämpfte um ihr Leben und als Brudos ihr den Mund zhielt, um ihre Schreie zu unterdrücken, bis sie zu. Brudos Hand fing an zu bluten. In ihrer Panik biss Wood noch fest dazu, bis ihr Kiefer verkrampfte. Brudus schrie vor Schmerz. Er griff Wood mit seiner freien Hand in die Haare und schlug ihren Kopf gegen den Betonboden immer und immer wieder mit aller Härte.
Aber Wood hatte sich festgebissen. Als Wood schon das Gefühl hatte, ohnmächtig zu werden, sah sie aus dem Augenwinkel ein Auto auf sie zukommen. Erst in diesem Moment öffnete sie ihren Kiefer und gab Brudos blutende Hand frei. Brudos hob schnell seine Plastikpistole auf und rannte davon. Da begriff Wood, dass sich das Motiv ihres Angreifers in den letzten Minuten geändert hatte.
Er wollte sie nicht mehr entführen. Er hatte sich nur noch aus ihrer Bissfalle befreien wollen. Als die Polizei kam, übersen die Officer die Parallelen zwischen dem Überfall auf Wur und dem Fall der Studentin, die vor ein paar Monaten auf mysteriöse Weise in einem anderen Parkhaus verschwunden war. Sharonwood war verletzt und stand unter Schock, aber sie lebte.
Damit war sie einer der wenigen Frauen, bei denen die Entführung fehlschlug und Brudus wußte, dass es sein Fehler gewesen war. Es war ihm nicht gelungen, sie zu überwältigen. Dieser Rückschlag trieb ihn dazu, schon am nächsten Tag nach einem neuen Opfer zu suchen, das Woods Platz einnehmen und sie vergessen machen sollte.
Ein 15-jähriges Mädchen aus Salem namens Gloria Jean Smith lief ein paar alte Bahnschienen in der Nähe ihres Hauses entlang, als Brudos aus seinem Versteck sprang. Es waren ihre eigenen blitzschnellen Reflexe, die das Mädchen retteten. Sofort, als sie den massiven Mann sah, schrie sie auf und rannte weg. Sie entkam Brudos um Haaresbreite.
Nach dem zweiten Fehlschlag war Brudos Tötungsdrang so stark wie nie. Am 23. April fuhr die 22-jährige Linda S zur nahgelegenen Lloyd Center Mall, um ein Geburtstagsgeschenk für ihren Freund zu kaufen. Die zierliche Frau fuhr einen hellroten VW Käfer, der Brudos sofort auffiel. Als Sen sechsten Etage des Mall Parkhauses aus dem Auto stieg, versteckte sich Brudos in einer dunklen Ecke und wartete, bis sie zurückkam.
Dieses Mal hatte sich Brudos jedoch etwas Neues überlegt und im Gegensatz zu Sharon Wood und Gloria Smith würde Linda S keine Chance haben, ihm zu entkommen. Als Säter mit ihren Einkaufstüten zum Auto ging, kam Brudus auf sie zu. Diesmal versuchte er es aber mit einer etwas anderen Taktik. Anstelle seiner Spielzeugpistole hielt er Sali einen gefälschten Security Ausweis unter die Nase und sagte, dass er sie wegen des Verdachts des Ladendiebstahls in Gewahrsam nehmen müsse.
Sagte, dass sie bestimmt nichts gestohlen habe und ihm alle Belege über ihre Einkäufe zeigen könne. Aber Brudos antwortete nur, dass sie trotzdem mit ihm zur Polizei nach Portland kommen müsse. S gab keine Wiederworte und folgte Brudos zu seinem Auto. Laut Brudos stellte sie keine Fragen, selbst als sie Portland längst hinter sich gelassen hatten und auf dem Weg nach Salem waren.
Brudos und S fuhren direkt zu Brudos nach Hause und als Brudos das Auto in die Garage fuhr, sagte S immer noch nichts. Es hätte für Brudos gar nicht besser laufen können. Sein Plan funktionierte wie am Schnürchen, bis es plötzlich überhaupt nicht mehr lief. Darcy, von der Brudos geglaubt hatte, sie sei mit den Kindern unterwegs, schlenderte auf die Veranda, als Brudos aus der Garage kam.
Er hob eine Hand und signalisierte Sally, die noch im Auto saß, sich nicht zu bewegen und keinen Ton von sich zu geben. Brudus behauptete später, dass Darcy Sally nicht habe sehen können. Er sagte also einfach zu ihr, dass sie zurück ins Haus gehen solle. Als sie sich dann aber beschwerte, dass das Abendessen schon fertig sei, gab Brudos nach.
Er sagte zu Darcy, dass er noch eine Minute brauche. Dann ging er zum Auto zurück und fesselte Sally mit einem Seil. Brudus ließ Sally allein im Auto, während er aß. Angeblich versuchte sie nicht zu fliehen und als Brudos aufgegessen hatte, ging Darcy aus dem Haus. Bevor sie ging, kam die Babysitterin, um den Rest des Arms auf die Kinder aufzupassen.
Das kam Brudos gelegen. Die Babysitterin ließ ihn immer in Ruhe, wenn er sich unten in seine Kellerwerkstatt einschloss. Als die Luft rein war, holte Brudos Sali aus dem Auto und führte sie in den Keller. Dort erwirkte er sie mit demselben Ledergurt, mit dem er schon Jen Whney getötet hatte. Erst in diesem Moment soll Sally sich gewährt haben.
Sie war Schwimmerin und sehr athletisch und trotz ihrer zierlichen Statur war sie durchtrainiert und stark. Am Ende konnte sie gegen Brudos rohe Brutalität aber nichts ausrichten. Als sie tot war, vergewaltigte Brudos ihre Leiche. Er war jedoch wütend, dass die scheinbar stille und fügsame junge Frau Widerstand geleistet hatte.
Dafür wollte er sie bestrafen. Brudos entkleidete die Leiche vollständig und hängte sie am Flaschenzug unter die Decke. Dann steckte er ihr links und rechts zwei Nadeln in den Brustkorb. Er verband die Nadel mit einem Stromkabel und steckte es in die Steckdose. Brudos hoffte, dass ihr Körper unter den Stromstößen zucken würde.
Zu seiner Enttäuschung versenkte der Strom die Haut aber nur leicht. Als Brudus keine Lust mehr auf die Tote hatte, band er wieder ein schweres Maschinenteil an der Leiche fest und warf sie in den Long Tom River. Brudos hatte jedoch keine Ahnung, dass Zis Leiche wieder hochkam. Zwei Wochen nach dem Mord an Linda S entdeckte ein Angler die Tote im Long Tom River.
Und nur zwei Tage später fand man auch die Leiche von Karen Sprinker. Sie lag nur 50 m weiter. Man hatte ihr die Brüste herausgeschnitten und die Wunden mit braunen Papiertüchern gefüllt. Als Lieutenant Jim Stovel hörte, dass zwei Leichen im Longom gefunden wurden, machten sich er und ein Debuty sofort auf den Weg.
Als sie an der Fundstelle ankamen, fielen ihnen sofort die Ähnlichkeiten zwischen den beiden toten Frauen auf. Beide waren mit Maschinenteilen beschwert worden und beide waren ungefähr gleich alt und von ähnlicher Statur. Die Obduktion ergab außerdem, dass beide Frauen erwirkt worden waren. Die Parallelen waren unübersehbar und Stovel wusste, dass noch mehr Frauen verschwunden waren.
Er vermutete daher, dass Linda Slawson und Jan Whney dasselbe Schicksal erlitten hatten wie Sprinker und Sally. Und sein Bauchgefühl sagte ihm, dass noch mehr Leichen unentdeckt in den Flüssen von Oregon trieben. Da wurde St schlagartig klar, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun haben mussten. Stoville und Lieutenant Jean Dority von der Oregon State Police einigten sich, die Ermittlungen gemeinsam zu leiten.
Als erstes ließen sie den Long Tom River absuchen. Es tauchten aber keine weiteren Leichen auf. Also setzten Sie die Suche woanders fort. Während die Ermittlungen weitergingen, fuhr Jerry Brudus aus der Zeitung vom Funter Leichen. Er genoss es, die Polizei im Dunkeln zu lassen. Er hatte die totale Kontrolle, ein Gefühl, nachdem er sich sein Leben lang gesehnt hatte.
Der Ego Boost brachte ihn dazu, waghalsiger zu werden und im Mai 1969 fing er an in den studierenden Wohnheimen der Oregon State University anzurufen. Er rief gezielt bei den Unterkünften für Studentinnen an und versuchte an Dates zu kommen. Er erzählte den Frauen, dass er Vietnamenveteran sei, in der Hoffnung, sie damit zu beeindrucken und es funktionierte sogar.
| Continue reading…. | ||
| « Prev | Part 1 of 3Part 2 of 3Part 3 of 3 | Next » |