Die Epstein-Files: Das Ausbeutungs-System | Folge ⅜ T – Part 2
Ihr Anwalt sagt dazu, zu keinem Zeitpunkt während Leslylys Anstellung bei Estene hat sie sich jemals eines Fehlverhaltens schuldig gemacht und niemals wissentlich Reisevorbereitung für Person unter 18 Jahren getroffen. Ihr Job habe ausschließlich auf die üblichen Aufgaben einer Assistentin beschränkt. Sie wird zwar später von drei Betroffenen verklagt, doch die Klagen werden beigelegt bzw. fallen gelassen.
Adriana Ross soll ebenfalls für Absin gearbeitet haben seit 2002, als sie 19 Jahre alt war. Sie soll es gewesen sein, die vor der Hausdurchsuchung Mitte der 2000er dafür gesorgt hat, dass ein paar Festplatten aus dem Haus verschwinden. Viel mehr ist nicht bekannt. Sie hat sich öffentlich nie zu der Nazu ihrer Verbindung zuin geäußert.
Mehrere Betroffene berichten, dass sie dazu gebracht habe, mit Natja Makin Cover intim zu werden, die er wohl seine jugoslawische Sexsklave nannte. soll damit angegeben haben, sie im Alter von 15 Jahren ihrer Familie abgekauft zu haben. Das würde also bedeuten, dass Nadja selbstroffene war und ähnlich wie die Mädchen an den Highchools und Colleges von Pom Beach unter Druck oder Zwang zur Mitzäterin wurde.
Erstmals soll sie mit einem Visum in USA gekommen sein, dass ihr dank der Modelagentur M2 von Jean Luke Brunell ausgestellt wurde, den ihr schon aus Teil 2 dieser Reihe kennt. Als die zwischen 2008 und 2009 in Haft ist, steht Marking Kover auf der Besucherliste. Ganze 67 mal. Auch 2010 war sie noch an Sins Adresse in Pom Beach gemeldet.
Allerdings soll sie im selben Jahr versucht haben, ihn zu verlassen. 2012 hat sie einen Pilotenschein gemacht. Laut der New York Post soll sie auch eines von Steins Flugzeugen geflogen haben. Gegen sie wurde jedoch nie strafrechtlich ermittelt. Ihre Anwält äußern 2019 einmal, dass Marking Cover heute tief traumatisiert sein. Epsin habe auch sie als Missbrauchsopfer rekrutiert.
Es wird um Zeit gebeten, bis sie bereit ist, ihre Geschichte zu erzählen. Mittlerweile ist bekannt, dass sie gegenüber den Behörden bei späteren Ermittlung sehr kooperativ gewesen sein soll. Man könnte sie also vielleicht in die untere und wohl auch breiteste Kategorie dieses Pyramidenschemas einsortieren. Bei den Mädchen, die Selbstopfer von Epstin wurden und weitere rekrutiert haben.
Man kann sich kaum vorstellen, welchen Druck und welche Abhängigkeit die Betroffenen hatten. Und all dieser Druck ging nach bisherigen Erkenntnissen eben von Stein und Maxwille aus. Im Gegensatz zu den vier weiblichen mutmaßlichen Mitverschwörern gibt es eine Person aus Epsins Umfeld, die tatsächlich auch damals schon verurteilt wurde.
Allerdings nicht wegen einer Beteiligung an den Sexualdelikt, wegen den STI zwischen 2008 und 2009 im Gefängnis sitzt, sondern wegen eines Notizbuches. Denn am 3. November 2009 setzt sich ein Mann namens Alfredo Rodriguez mit einem weiteren Mann zusammen. Wie er glaubt mit einem Anwalt, der eine Betroffene von vertritt.
In Wahrheit handelt es sich um ein Undercover FBI-Agenten, der die gesamte Situation aufzeichnet. Denn im Monat zuvor hat sich ein Anwalt von einem Stein Opfer bei den Behörden gemeldet. Dieser Anwalt hat erzählt, er habe aus heiterem Himmel einen Anruf von Rodriguez erhalten. Dieser habe versucht, ihm ein Notizbuch zu verkaufen, indem sich angeblich weitere Informationen zu den Vorwürfen gegen Jeffrey Abstin befinden soll.
Rodriguez habe dieses Notizbuch, das selbst die Ermittler noch nicht gesehen haben, als den heiligen Gralimpin angepriesen. Der Anwalt hat dieses Angebot von Rodriguez direkt beim FBI gemeldet und er arbeitet weiter mit den Ermittlern zusammen. Der Anwalt tut vor Rodriguez so, als sei an dem Notizbuch interessiert.
Er würde einen Angestellten von ihm zu einem Termin vorbeischicken, um Details zu besprechen. Aber dieser Angestellte ist in Wahrheit der Undercover Agent vom FBI. Dem zeigt Rutzkrieges am 3. November 2009 Arglos ein kleines schwarzes Notizbuch, das er mitgebracht hat. In dem Buch würden die Namen, Adressen und Telefonnummern von prominenten Persönlichkeiten, möglichen Zeugen und hunderten weiteren mutmaßlichen Opfern aus New York, New Mexico und Paris stehen.
Doch nicht nur das, in dem Gespräch erzählt Rodriguez auch, er habe mal gesehen, wie Gelane Maxwell eine große Computerdatenbank mit Bildern und Infos junger Mädchen angelegt haben. Darin befanden sich laut Rodriguez nackte Mädchen aus Schweden, aus Rumänien, aus der Tschechoslowakei, aus Brasilien.
Alle minderjährig, alle junge Mädchen. Sie waren Teenager, sie trugen Zahnspangen. Ein selbst habe zusätzlich zur Computerdatenbank das Notizbuch ausgefüllt, dass der ahnungslose Rodriguez nun einem verdeckten Ermittler vor die Nase hält. 000 $ würde er haben wollen, dann würde er das Notizbuch übergeben, sagt er. Als der Undercover Agent fragt, warum er das Notizbuch nicht einfach der Polizei gegeben hat, sagt Rodriguez, er habe Angst gehabt.
Er habe befürchtet, würde ihm weh tun oder ihn sogar verschwinden lassen, sollte das Notizbuch der Polizei übergeben. Also habe er es bei sich behalten. Kurz nach diesen Aufnahmen wird Rodriguez wegen Behinderung der Justiz festgenommen. Er hat 2004 und 2005 auf Appsdienst anwesend Pom Beach gearbeitet, also in genau dem Zeitraum, in dem SS zahlreiche der Verbrechen begangen haben soll, die ihm zur Lass gelegt wurden und für die er 2008 letztendlich kaum rechtliche Konsequenzen bekommen hat.
Rodriguez beschreibt seine Rolle in dieser Zeit als eine Mischung aus Butler, Chauffeur, Koch und Haushaltskraft. Schon im Januar 2007 wurde Rodriguez im Zuge der Ermittlung gegen STIN befragt. Er hat dabei einiges eingeräumt, unter anderem, dass er manchmal nach Sins übergriffen Sexspielzeuge aufgeräumt und sauber gemacht hat.
Weiterhin hat er berichtet, am Pool von Stein unbekleidete Mädchen gesehen zu haben. Außerdem will er gewusst haben, dass Senin Sex mit Minderjährigen hatte und gibt an auf Computern in Abstins Haus Kinderpornografie gesehen zu haben. In jedem Fall war Rodriges während dieser Ermittlung also ein wichtiger Zeuge. Während seiner Befragung wurde er auch dazu angehalten, jegliche möglicherweise belastenden Materialien vorzulegen.
Aber das kleine schwarze Notizbuch hat er für sich behalten und darin sieht die Justiz jetzt eine Behinderung ihrer Arbeit. Die Begründung, hätte man das Notizbuch schon damals gehabt, hätte man damit als Beweismütte womöglich mehr gegen Abstin erreichen können. Denn in dem Buch befanden sich ja Namen potenzieller Zeugen und weiterer Betroffener, mit denen die Polizei noch nicht gesprochen hatte.
Alfredo Rodriguez wird zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Damit erhält er übrigens genau dieselbe Gefängnisstrafe wie sein ehemaliger Chef, wobei der ja sogar schon nach 13 Monaten, anstatt nach 18 Monaten wieder rauskommt. Nach dem ersten Uhrzeit gegen Jeffrey Abstin zeigt sich seine beste Freundin Gelane Maxwell in der Öffentlichkeit nicht mehr so oft mit Ein wie zuvor.
Stattdessen wendet sie sich gemeinnütziger Arbeit zu. So gründet sie 2012 etwa eine Mehrschutzorganisation. Auch wenn diese nicht sehr viel bewirkt, zumindest wenn es darum geht, das zu tun, was sie auf dem Papier tun sollen, die Meere zu schützen. In anderen Belangen könnte die Firma durchaus einen Nutzen gehabt haben.
Es gibt Spekulation, dass die Organisation, wie die Berliner Zeitung schreibt, lediglich als diplomatisches und logistisches Schutzschild für Operationen jenseits der Küstenwachen dient. Es ist nämlich so, dass 2012 im Gründungsjahr von Maxwells Organisation Terra von der Kela werft HD eine Yach ausgeliefert wird. Die Plan B.
Laut Medienberichten ist der Käufer Maxwells ehemaliger Partner Ted Wit. Maxwell soll dabei geholfen haben, die Yachtplan B zu einer Art schwimmender Basis auszubauen. Wenn man das Wort Yacht hört, denkt man vielleicht an eine kleine schnittige Sportjacht. Die Plan B ist allerdings 75 m lang und verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz und angeblich auch über einen sogenannten Moonpool.
Darüber können theoretisch Tauchboote unbemerkt ins Wasser gelassen oder an die Yacht gezogen werden. Laut der Berliner Zeizung wird unter den Ermittlern heute die Theorie diskutiert, ob es zur Sins Insel womöglich gezahnte Unterwasserzugänge gab. Also die Möglichkeit, kleine Tauchboote unter der Wasseroberfläche direkt auf die Insel zu schleusen.
Das wäre im Zusammenhang mit der 2012 gekauften Plan B-Jacht mehr als so interessant. Denn wenn es stimmt, dass diese Yach über einen Moonpool verfügt und es auch stimmt, dass es Unterwasserzugänge für kleine Tauchboote gab, dann ergibt sich so die Möglichkeit, Personen auf die Insel zu bringen, ohne sich vor Grenz, Pass oder Zollkontrollen verantworten zu müssen.
Selbst für viele der Flüge, die SI mit Privatjets getätigt hat, gibt es ja Passagierlisten, auch wenn viele vermutlich weibliche Personen dort nur mit Initialen auftauchen. Eine maritime Infrastruktur könnte ermöglicht haben, selbst das zu umgehen. In dem Artikel wird allerdings auch eingeräumt, dass es in den bisher veröffentlichten Unterlagen keine Beweise für die Existenz eines solchen Systems gibt.
Andere sehen in der Gründe von Maxwells Meeresrettungsstiftung einfach den verzweifelten Versuch, ihren Namen reinzuwaschen. Fakt ist, dass Teram zwischen 2013 und 2017 keinen einzigen Dollar an Fördermitteln auszahlt, für eine kleine Organisation ziemlich hohe Verwaltungskosten verursacht hat und keine konkreten Beispiele für erfolgreiche Meeresschutzprojekte vorweisen konnte.
Wenn sie nicht gerade für Terra auf Konferenzen zu Gast ist, ist Maxwell weiter in der High Society unterwegs. Sie besucht die Oscar Party von Venity Fair, lässt sich mit Elan Musk ablichten, besucht die Hochzeit von Präsidentchter Chelsea Clinton und treibt sich in der Verlagsbranche herum. Neben der Mehrschutzorganisation gründet sie 2012 noch ein Unternehmen, die Elmex Enterprise Limited.
Als einzige Direktorin und Sekretärin ist jeweils Gelane Maxwell angegeben. In den Unterlagen des britischen Handelsregisters wird Maxwell als Einwohnerin des Vereinigten Königreichs geführt mit einer Meldeadresse in Salesbury. Die für das Unternehmen angegebene Adresse befindet sich in London. Allerdings ist Elmax Enterprise Limited ein nicht handelndes Unternehmen, das Nettovermögen ein Pfund beträgt.
Dem finanziellen Wohlstand von Maxwell tut das aber offenkundig keinen Abbruch, denn trotz ihrer Nähe zur Appsen bewegt sich Gelane Maxwell Anfang der weiter in den besten Kreisen, so als wäre nichts gewesen. Die Vorwürfe von Virginia Giffrey, die sich schon außergerichtlich mit Sin geeinigt hat, hat sie öffentlich zurückgewiesen. mehr noch.
Sie hat die Betroffene eine Lügnerin genannt und das hat Folgen, denn 2015 reicht Virginia Jeffrey deshalb eine Defamierungsklage gegen Maxwell ein und ab hier beginnen sich die Dinge schneller zu bewegen als zuvor. Ein kleiner Ausblick, ein Jahr darauf, 2016 wird das Traunahaus von Gilane Maxwille in New York City plötzlich verkauft.
Der Wert der Immobilie hat sich inzwischen verdreifacht. Als Verkäufer ist eine Adresse eines Büros von Jeffrey Abstin angegeben. Zuvor waren an dieser Adresse Büros von einem Unternehmen von Jeffrey Abstin gemeldet. Sie zieht sich aus der High Society der Stadt zurück. Ihre Anwälte behaupten, selbst sie wüssten nicht genau, wo ihre Mandantzen gerade wohnen würde.
Irgendwo in London heißt es. Elane Maxwell verschwindet von der Bildoberfläche, allerdings nur vorerst, denn hier fängt der lange Weg zur Gerechtigkeit an. Um genau diesen Weg zur Gerechtigkeit soll es in den nächsten Folgen gehen. In Folge 4 werden wir darüber sprechen, wie es 2019 dazu kam, dass Jeffrey Abstin erneut festgenommen und angeklagt wurde.
In dieser dritten Episode haben wir erstmals über die familiären Hintergründe von Gilane Maxwell gesprochen und näher auf das Netzwerk geschaut, dass sie gemeinsam mit Appen mutmaßlich gebildet hat. Wenn diese Folge Informativ für euch war, dann lasst gerne ein Like oder ein Abo. Wie euch sicherlich vorstellen könnt, kosten die Folgen dieser Serie wahnsinnig viel Zeit in der Produktion.
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Bis dahin, ciao Leute
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