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Die Epstein-Files: Das Ausbeutungs-System | Folge ⅜ T

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By sonds1
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Die Epstein-Files: Das Ausbeutungs-System | Folge ⅜

 Jeffstreff Es ist November 1991. Wir befinden uns vor der Küste der Kanarischen Insel. Hier sind die Temperaturen auch am Ende des Jahres noch angenehm. Bei 20 bis 25° lässt es sich hier auch im Winter bestens aushalten. Sanfte Brisen, warmes Meerwasser zum Schwimmen und viel weniger zu risten als in den Sommermonaten.

 In diesen Tagen liegt Vor Teneriffa eine 57 m lange Yacht, die sofort zwischen den anderen Boten hervorsticht. Selbst wenn man vom Boten nicht viel Ahnung hat, ist es glas klar, dass dieses Schiff kein normales ist, sondern jemanden gehört, der richtig viel Geld hat. Z Gäste können auf dieser Yach übernachten, zusätzlich zu einer 15köpfigen Besetzung.

 Der Besitzer dieser Yacht nutzt es in diesen Tagen, um etwas Ruhe zu finden. Die braucht er auch dringend, nicht wegen seiner sieben Kinder zu Hause oder seinem anstrengenden Arbeitsalltag als Unternehmer, sondern weil die Dinge in den letzten Monaten eine ziemlich ungute Wendung genommen haben. Auf dem weißen Buch steht in goldenen Lättern der Name der Yach, Lady Gilane, benannt nach der Lieblingstochter des Besitzers.

Do schon bald wird ein anderer Name das Boot zieren, denn sein Besitzer Robert Maxwell wird von seiner letzten Fahrt nicht leben zurückkehren. Dass Robert Maxwell Ende 1991 ausspannen will, ist erst einmal nicht verwunderlich. Er hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Gerade erst hat er den von ihm gegründeten Verlag die Pergamon Press verkauft.

 Sovor hat er wiederum in den USA die New York Daily News gekauft. Das klingt eigentlich nach reichlich Geld auf dem Konto, sonst könnte man sich wohl kaum eine Yacht für mehrere Millionen Fund leisten und das Personal unterhalten, das einen damit herumfällt. Das Zuhause von Robert Maxwell liegt in England, genauer gesagt in Oxford.

Vielleicht denken viele von euch bei diesem Ortsnamstand an die prestigeträchtige Uni. Damit seid ihr auf der richtigen Spur. Das Haus, in dem die Familie Maxwell lebt, steht sogar auf dem Campus. Heute gehört Hickton Hall zur juristischen Fakultät eines Oxford Colleges. Damals werden die 53 Zimmer noch von den Maxwells bewt.

 Die Familie ist groß. Robert Maxwell und seine Ehefrau Elizabeth haben neun gemeinsame Kinder. Nach dem jüngsten hat Maxwell die Yach benannt, mit der er Ende 1991 unterwegs ist. Geleng. Medienberichten zufolge soll sie auch sein Liebling unter den Kindern sein. Robert Maxwell hat gut für sein jüngstes Kind gesorgt.

 Schon mit 14 Jahren durfte sie ein Praktikum in seinem Buchverlag machen. Ihre Mutter schreibt in ihrer Autobiografie über Gelane: “Sie sei das einzige der Kinder des Paares, das wirklich verwöhnt wurde. Das kommt vielleicht nicht von ungefähr. Nur drei Tage nach der Geburt von Gelane wurde einer ihrer älteren Brüder bei einem Autounfall schwer verletzt.

 Er lag mehrere Jahre im Kummer, bevor er verstarb. Ein anderes Kind der Maxwells starb als Kleinkind nach einer Krankheit. Die Überlebenden sieben Kinder bekommen zu Hause von ihrem Vaterlord Berichten eher Disziplin zu spüren als alles andere. Das schließt auch Gilane nicht aus. Trotzdem scheint sie sehr an Robert Maxwell zu hängen.

Wie gesagt, der Liebling ihres Vaters. Jetzt als Erwachsene ist Gilan als Beraterin für eines seiner Unternehmen eingestellt. Damals ist sie gerade etwa 30 Jahre alt. Robert Maxwell hat sogar eine Firma gegründet, die Gelane selbst leiten soll. ein Unternehmen, das Filmgeschenke vertreibt. Erst Anfang des Jahres hat Maxwell seine Tochter aus der englischen Heimat in Oxford in die USA geschickt, um dort zu arbeiten.

 Sofort hat sie an der Universität in Oxford Geschichte und Linguistik studiert. Eine Oxford Ausbildung war für die Maxwells und ihre Kinder das A&O. Auch Mutter Elizabeth hat sich dort ausbilden lassen und promoviert. Die Familie Maxwell ist auch über akademische Kreise hinweg bekannt, auch wenn dort alles angefangen hat.

 Robert Maxwell hat mit dem Pergamon Press einen bedeutenden Verlag für wissenschaftliche Literatur gegründet. Die Geschichte von Robert Maxwell ist in jedem Fall bemerkenswert. Seine nahe Verwandtschaft verloren in Ausschwitz. Er selbst kämpfte im Zweiten Weltkrieg. Danach ließ er sich in England nieder und stieg zu einem der erfolgreichsten Unternehmer überhaupt auf.

 Erst die Gründung des Pergamon Press, dann die Übernahme der britischen Mirror Zeitungsgruppe. Es folgt der Kauf von weiteren Unternehmen Israel und Osteuropa. Um auch in den USA Fuß zu fassen, hatte sich ein Team aus renommierten Beratern und Anwälten zusammengestellt, die ihm helfen sollten. Unter anderem die ehemaligen Senatoren Howard Baker und John Tower sowie der langjährige Republikaner Robert Keith Grey, der bei der Wahl 1980 für die Regan Bushkampagne tätig war.

 Ihr merkt auch hier wieder, es wurden ganz bewusst Kontakte in die Politik etabliert. Ähnlich werdet ihr es schon aus dem ersten Video aus der Reihe kennen, dass ich mit dem Aufstieg von Jeffrey Abstin beschäftigt. Ähnlich wie der spätere Komplize seiner Tochter soll auch Robert Maxville seine prominenten Bekanntschaften benutzt haben, um immer wieder neue Leute zu beeindrucken und in seinen Freundeskreis aufzunehmen.

Doch all dieser Glanz beginnt Ende 1991 abzublättern. Zunächst verbringt er auf seiner Yach einige Tage vor Madeira, ehe es weiter Richtung Tenariffer geht. Doch die Arbeit verfolgt ihn bis vor die kanarischen Insel. Erält mehrere Faxschreiben, die alle nicht sonderlich positiv sind, denn wie es scheint, befindet sich der Millionenschwere Maxwell in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.

In der Finanzpresse gibt es Gerüchte, Maxwell würde tief in Schulden stecken, die ihr nicht bezahlen können. Die Zeitung beobachtet, dass der Aktienkurs von Maxwells Unternehmen Maxwell Communications auf einmal auf wundersame Weise in die Höhe schießt. Gleichzeitig wurde kürzlich bekannt, dass Maxwell plant soll 49% seiner Anteile an der Mirror Group zu verkaufen.

 Nicht ohne Grund. Er musste zuletzt mehrere Gebäude der Zeitung Miro für insgesamt 166 Millionen Dollar per F. Das verträgt sich nicht gut mit dem Umstand, dass er die Sommeraber 91 gerne in Casinos verbracht haben soll, um dort in einer Nacht auch mal 2,5 Millionen Pund zu verzocken. In der Zeit vor seinem Yachturlaub hat er Geld zwischen seinen Unternehmen hin und her geschoben und parallel versucht Forderung von Banken, insbesondere Goldman Sex, nach Rückzahlung von Krediten abzuwähren.

Eigentlich hätte er am 4. November ein Meeting mit der Bank of England gehabt, die einige Fragen zu seinen verworrenen Finanzen hat. Doch dieses Meeting hat Robert Maxwell sausen lassen. Zudem sitzt ihm die Swiss Bank Corporation im Nacken, die berichten zufolge droht, sich an die Betrugsbekämpfungsbehürde zu wenden und ihn anzuzeigen.

 Das gesamte Imperium von Robert Maxwell wackelt in diesen Tagen gewaltig. Das Investment Banking Unternehmen Goldman Sex hat am 31. Oktober 91 ein Großteil seiner Maxwell Communications Aktien abgegeben. Dieser Verkauf soll am 5. November öffentlich gemacht werden. Wäre wahrscheinlich ein Auslöser für Aktienverkäufe weiterer Anleger.

Als all das über Robert Maxwell schwebt, chippet er in diesem Tag vor der Küste Grand Canarias auf seiner Yacht herum. Die traumhafte Kulisse kann seine angespannte Laune kaum verbessern. Am herrichtigten Morgen beschwert er sich um 4:45 Uhr am 5. November bei seinem Yachtpersonal. Die Temperatur in seiner Kabine passt ihm nicht.

Diese Beschwerde sind die letzten bekannten Worte von Robert Maxwell, denn wenige Stunden später wird man ihn nur noch tot aus dem Atlantik bergen können. Was an diesem Morgen des 5. November 1991 auf der Lady Gane passiert, ist bis heute nicht so ganz geklärt. Auch Maxwells Ehefrau Elizabeth weiß noch nicht, was los ist, als sie die Nachricht erreicht, dass ihr Ehemann von Bord gegangen ist.

Der Kapitän der Lady Gelane hat bei einem ihrer Söhne Kevin angerufen, um mitzuzilen, dass Robert Maxwell verschwunden sei. Sie macht sich sofort auf den Weg nach Gran Canaria. Sie wird dabei von einem Journalisten von Mirror begleitet. Während sie noch in der Luft sind, wird der Leichnam von Robert Maxwell im Atlantik entdeckt.

Als das Schicksal von Robert Maxwell bereits gewiss ist, kommt auch die jüngste Tochter der Familie Gilane Maxwell auf Gran Canaria an. Mehrere Personen können sich später daran erinnern, wie sie bei ihrer Ankunft förmlich zusammenbricht. Der Tod ihres Vaters trifft die junge Frau schwer. Da sie fließend Spanisch spricht, dürfte sie es sein, die sich um viele der Formalitäten rund um den plötzlichen Tod des Medienmoguls kümmert.

Der Leichnam musste mit einer Trage geborgen werden und dadurch sind einige Abschirfung am Leichnam entstanden. Das sind allerdings die einzigen Verletzungen, die bei einer Autopsie festgestellt werden. Damit muss es sowieso schnell gehen. Der Leichtam von Maxwell soll auf Wunsch seiner Familie schnellstmöglich einbalsamiert und zur Bestattung freigegeben werden.

 Inere Organe werden entnommen und für weitere Untersuchung aufs Festland geschickt. Auf dem Totenschein wird vermerkt, Maxwell sei an Herz und Lungenversagen gestorben. Ein späterer spanischer Autopsiebericht nennt Herzkrankheit und Ertrinken als mögliche mit Ursachen. Ein weiterer Obduktionsbericht wird in Israel angefertigt.

 Dort wird als wahrscheinlichste Todesursache ertrinken festgestellt. Es heißt alles weise auf einen unfreiwilligen Sturz ins Meer hin. Aus aller Welt trudeln Beileitsbekundung ein von der britischen Premierministerin, vom US-Präsidenten, vom Präsidenten der damaligen Sowjetunion. Wie gesagt, Robert Maxwell war eine mehr als bekannte Persönlichkeit im Medienwesen nach dem Weltkrieg.

 So gelingt es den Unterbliebenen auch kurzfristig zu organisieren, dass der Leichtam von Robert Maxwell nach Israel geflogen werden kann. Dort wird er unter großer Anteilnahme in Jerusalem beigesetzt. Sogar der israelische Premierminister ist anwesend. Wir beginnen unsere heutige Folge nicht ohne Grund mit dem plötzlichen Tod von Robert Maxwell, denn dieses Ereignis markiert einen Wendepunkt im Leben seiner jüngsten Tochter, die der ganzen Welt heute als verurteilte Sexualstraftäterin bekannt ist.

 Nach dem Tod ihres Vaters beschließt Gilane Maxwell fest nach New York City zu ziehen. Dort lebt auch ein Freund von ihr, einer der auch ihren Vater noch kannte. Ihr Vater hat den Kerl genau unter die Lupe genommen, als er herausbekommen hat, dass Gilane gern Zeit mit ihm verbrennt. Robert Maxwell hat extra seine beiden Bekannten Ace Greenberg und Jimmy Kane gefragt, was sie von diesem Typen halten.

 Greenberg und Kane kennen den jungen Mann, weil er früher einmal mit ihnen bei B Sterns zusammengearbeitet hat und Greenberg und Kane bürgen wohl für ihren Freund. Be Jeffrey Appen sei Gilane gut aufgehoben. Also kauft Gelane Maxwell im November 1991 Flugticket. Für 4000 geht es One way nach New York City. Schon am 24.

 November 1991 sitzen Gilane Maxwell und Jeffrey Absty nebeneinander im Plaza Hotel in New York City. Robert Maxwell ist zu diesem Zeitpunkt seit 19 Tagen tot. Dass dieses Hotel damals Donald Trump gehört, ist an diesem Abend nur ein zweitrangiges Thema und hat sich hierfür eine Trauerfeier für Robert Maxwell versammelt.

 Eines der Tickets, die 500$ kosten, musste sich vermutlich als Begleitung der Tochter nicht kaufen. Zu Lebzeiten war Robert Maxwell selbst des öfteren Gast im Plaza Hotel. auch während er von 1953 an 8 Jahre lang vom FBI observiert wurde. Das FBI hatte ihn beobachtet, weil er damals Kontakte zu amerikanischen Atomwissenschaftlern in geheimen Forschungszentren unterhielt, wie man damals befürchtete, im Auftrag der Sowjetunion.

1961 wurden die Ermittlung gegen ihn allerdings ergebnislos eingestellt. Erst nach seinem Tod wurde durch Veröffentlichung von Unterlagen bekannt, dass Maxwille wohl tatsächlich mit dem KGB zusammengearbeitet hat. Ebenso wie mit den Geheimdiensten anderer Länder. Das berichtet im Jahr 2000 der britische Guardian.

 1991 wird allerdings erst einmal etwas ganz anderes Publik. Etwa ein Monat nach dem Tod von Robert Maxwell kommt heraus, dass der Verleger vor seinem Tod einen heftigen Betrug begangen haben soll. Um seine Unternehmen aufrecht zu erhalten, hat er die Pensionsfonds der Mitarbeiter geplündert, vor allem die des Mirror Verlags, der ihm gehörte.

 Laut Medienberichten geht es um eine Summe von insgesamt 460 Millionen Pfund. Demnach soll Maxwell das Personal um bis zu 70% ihrer betrieblichen Altersvorsorge gebracht haben. Um seinen Tod ranken sich zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien. Nicht zuletzt, weil Gelane Maxwell selbst 97 in einem Interview gesagt hat, sie glaube, ihr Vater sei ein Mord zum Opfer gefahen.

 Erst zwei Wochen vor seinem Tod soll sich Robert Maxwell mit Privatdetektiven getroffen haben. Denen soll er erzählt haben, jemand sei hinter ihm her. Robert Maxwell soll einige potenziell Verdächtige namentlich genannt haben. Einen konkreten Verdacht hatte er aber offenbar selbst nicht. Zuletzt soll er aus Paranoia sogar die Büros seiner eigenen Mitarbeiter verwandt haben.

Auch wenn man in diesem Fall wohl gar nichts mehr ausschließen kann, denke ich persönlich allerdings, dass ein Freitod angesichts des ganzen Ärgers der Maxwell bevorstand ziemlich plausibel ist. Es wird geschätzt, dass seine Unternehmen zum Zeitpunkt seines Todes etwa mit mehr als 2 Milliarden Dollar in den Miesen steckten.

 Diese Summe ist wohl unter anderem zustande gekommen, weil er sich Ende der 80er 3,35 Milliarden Dollar geliehen hat, um den Verlag McMillan zu kaufen und sein Imperium zu erweitern. Der Tod und der Postumen Niedergang von Robert Maxwille sind gelesagt ziemlich unrühmlich. Trotzdem gelingt es seiner jüngsten Tochter Gelane weiterhin in der High Society zu bleiben und sie versucht so gut es geht den Namen ihres Vaters reinzuwaschen.

Ein Jahr nach seinem Tod sagt sie der Venity fair, er war kein Gunner. Für mich ist ein Dieb jemand, der Geld stielt. Glaube ich, dass mein Vater das getan hat? Nein, ich weiß nicht, was er getan hat. Offensichtlich ist etwas passiert. Hat er es in seine eigene Tasche gesteckt? Ist er mit dem Geld davon gelaufen? Nein, und das ist meine Definition eines Gauners.

Anstatt davon zu laufen, ist Robert Maxwell allerdings eben im Meer gelandet und dort ums Leben gekommen. Und das Geld, das aus den Pensionsfonds verschwunden ist, ist weg. Zwei ihrer Brüder, Kevin und Ien, werden später zwar wegen ihrer Rollen, den Geschäften ihres Vaters vor Gericht gestellt, aber sie können sich erfolgreich gegen Bezugsvorwürfe verteidigen.

Stattdessen kommt ein Fond der britischen Regierung für immer in 100 Millionen der veruntreuten Pensionen auf. Robert Maxwells Witwe Elizabeth behauptet, sie habe von den Machenschaften ihres Mannes auch nichts gewusst. mehr noch. Sie seien wahrheit die einzige, die ihre Pension von der Mirror Group verloren habe und stünden nun wie ihre Kinder vor dem finanziellen Ruin.

In einem Interview 92 betont sie im Bezug auf ihre jüngste Tochter Gilane ganz explizit: “Sie habe ebenfalls nichts, kein Geld, keine Treuandfonds, keine Gelder irgendwo.” Das widerspricht allerdings Berichten, wonach Gilane nach dem Tod ihres Vaters etwa 80.000 Pfund jährlich aus einem Treuernfond aus Lichtenstein beziehen soll.

Am ersten könnte man das noch damit erklären, dass für so wohlhabende Leute wie die Maxwills 80.000 Pfund vielleicht gleichbedeutend mit nichts sind. Die Lane Maxwell gelingt es in New York neu anzufangen. Schon bald werden sie und Jeffrey Abstin offiziell ein paar. Wie lange sie sich vorher gekannt haben, ist bis heute nicht ganz klar.

 Aus den Fils, die kürzlich veröffentlicht wurden, geht hervor, dass sie sich laut STIN selbst durch gemeinsame Freunde kennengelernt haben sollen. Stein hat demnach auch berichtet, er habe Maxwell aus einer dunklen Phase herausgeholfen. Damit ist vermutlich die Zeit nach dem Tod ihres Vaters gemeint. Stein behauptet weiterhin, er habe Maxwell dabei geholfen, in der Geschäftswelt Fuß zu fassen und ihr auch finanziell ausgeholfen.

 Maxwell habe ihm seine finanzielle Starthilfe aber später zurückgezahlt. Andere Dokumente aus neu released Appsfalls zeichnen wiederum ein etwas anderes Bild. In den FS befinden sich nämlich auch FBI Aufzeichnungen von Gesprächen mit einem ehemaligen Geschäftspartner der Maxwells. Dieser behauptet, Robert Maxwell habe vor seinem Tod seinen Sohn Kevin angeleitet, Kontakt zu Stein zu suchen, damit Abstin den Maxpills helfen könnte, um die angeschlagenen Finanzen der Familie wieder in Ordnung zu bringen.

 Der Informant soll dem FBI erzählt haben, dass Kevin Maxwell Abstien zwischen 1988 und 90 kennengelernt habe. Der Maxwell Sohn habe dann begonnen, große Geldsummen auss Welt in seine eigene zu transferieren. Dassin für wohlhabende Geschäftspartner Finanzdeals abgewickelt und Geld aufgetrieben hat, wissen wir ja schon aus Folge 1 dieser Serie.

 Dass er das möglicherweise auch für die Maxwells getan haben soll, war allerdings bis zur Veröffentlichung der neuen Falls unbekannt. Der ehemalige Geschäftspartner soll dem FBI weiterin erzählt haben. Kevin habe dann und seine Schwester Gane miteinander bekannt gemacht. Nach dem Tod von Robert Maxwell habe Kevin mit seiner Schwester und eine Vereinbarung ausgehandelt.

Diese Behauptungen widersprechen dem, was Gelane Maxwille selbst über ihr Kennenlernen behauptet haben. Kevin Maxwille hat die Version des Zeugen als absolut unwahr zurückgewiesen. Letztendlich müssen wir hinter diesem Punkt gerade also noch ein großes Fragezeichen setzen. Fakt ist, dass Maxwell und Ein Anfang der 90er immer wieder als Paar auftreten.

 Sie tauchen unter anderem 1992 gemeinsam auf einer Party auf dem Anwesen von Donald Trump auf. Allerdings ist es ein offenes Geheimnis, dass es mit der Treue nicht so genau nimmt. Aber dass er auch etwas mit anderen Frauen hat, scheint Maxwell nicht zu stören. Ganz im Gegenteil, wie die Welt Jahre später erfahren wird.

1993, zwei Jahre nach dem ersten öffentlichen Auftritt von Epsin und Maxwell als Paar, gibt es eine interessante Anzeige in einer Yogazeitschrift. Im Yogaajournal wird eine Privatlehrkraft für Yogastunden gesucht. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle in New York, um eine Privatperson zu unterrichten.

 Der Job beinhaltet fantastische Goodies wie etwa große Reisen. Interessierte sollen sich unter der angegebenen Telefonnummer bei einer gewissen Miss Maxwille melden. Die Nummer führt direkt zum Büro von Jeffrey Abstin. Dieses Jobangebot mag auf den ersten Blick etwas merkwürdig, aber harmlos wirken. Und vielleicht war es das auch.

Aber wie wahrscheinlich das ist, muss jeder selbst bewerben. Wenn ihr Folge 2 schon angesehen habt, wisst ihr ja, was die Jahre später Mädchen und Jungfrauen angetan hat, die als vermeintliche Masseurin in sein Haus gelockt wurden. Auch daran soll Gilane Maxwell maßgeblich beteiligt gewesen sein. Schon 1994 melden die Schwestern Annie und Maria Farmer Abstein und Maxwell bei den Behörden.

 Sie beschuldigen nicht nur, sondern auch explizit Maxwell wegen ihrer Übergriffigkeit. Man geht heute davon aus, dass damals um 1994 herum das startet, was in den Ermittlungen den 2000ern münd, von denen ihr in Folge 2 mehr hören könnt. Allerdings kommt auch hier abermals keine Gerechtigkeit zustande. Anfang der 90er verbringt Maxwille immer mehr Zeit an verschiedenen Wohnsitzen, auch in dem Haus in Porn Beach in Florida, über das wir in Folge 2 dieser Reihe ausführlich gesprochen haben.

 Aber sie bekommt auch ein eigenes Haus. Im Jahr 2000 zieht sie in ein 650 quadratmet großes Townhous in New York City. Es ist nur ein paar Blocks von Apps Menschen entfernt und hat rund 5 Millionen US-Dollar gekostet. Bezahlt wurde das Tahaus von einer anonymen GmbH. Diese hat ihre Anschrift allerdings an derselben Adresse wie Büros des Unternehmens J. Sstin and Co.

Der Käufer wurde von einem langjährigen Anwalt von Herrn STIN vertreten. Wer für das Zaunhaus aufgekommen ist, sollte also ziemlich klar sein. Was bei diesem Fall immer wieder verblüfft ist, wie viel man eigentlich schon die ganze Zeit gewusst hat. Versteht mich nicht falsch. Ich glaube, niemand hätte mit dem Ausmaß des Ganzen rechnen können, aber wesentliche Elemente, die heute in den Nachrichten als Breaking News besprochen werden, sind auch in Pressearchiven aus der damaligen Zeit zu finden.

 Es ist ein bisschen, als wären viele Puzzleteile die ganze Zeit da gewesen. Nur konnte oder wollte niemand sie zu einem großen ganzen zusammensetzen? 2001 wird z.B. in der britischen Presse über die Freundschaft zwischen Maxwille und dem damaligen britischen Prinzen Andrew berichtet. Der Evening Standard bringt einen großen Artikel zu der kuriosen Dreierkonstellation heraus.

 Wie es darin heißt, soll Prinz Andrew gleich acht mal mit Maxwell im Urlaub gewesen sein. Im Februar 2000 gibt es demnach gemeinsam mit Maxwell einen Aufenthalt im Mar Lago Club und einen anschließenden Ausflug nach New York City zu einer Modenshow. Im März werden die beiden zusammen bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung gesehen.

 Im Monat darauf in New York City. Im Mai 2000 gibt es abermals einen Tripp zu Maxwille sowie einen Florida Aufenthalt mit Maxwille. Im Monat darauf nimmt Andrew Maxwell zu einer Veranstaltung auf Schloss Winser mit. Im Herbst sind die beiden wieder zusammen New York. Im Dezember 2000 lassen sie das Jahr auf dem Land Sandringham ausklingen, Maxwells Geburtstag zu feiern.

 Im Januar 2001 fliegen sie gemeinsam nach Thailand. Schon in diesem Pressebericht 2001 wird erwähnt, dass Maxwell Andrew auch mit ihrem langjährigen Partnerstin bekannt gemacht habe. Bei fünf der Reisen warst ebenfalls dabei. Zudem war Andrew in seinem New Yorker Haus zu Gast. Es heißt auch, Maxwell würde verzweifelt versuchen, Abstin dazu zu bringen, sie zu heiraten.

 Aber wie ein anonymer Freund der beiden zitiert wird, genießt die Gesellschaft schöner Frauen. Ihm ist die Gesellschaft von Gilane auf andere Weise wichtig. Sie organisiert sein Sozialleben. In einem Artikel des Evening Standard heißt es damals über Andrew. Der Palast würde sich Sorgen über den Einfluss von Sin und Maxwille auf ihn machen.

 Eine anonyme Quelle wird Volk zitiert. Er gerät außer Kontrolle. Er zieht sich sogar an wie ein 25-Jähriger mit Jeans und Blazer. Wenn er früher aus dem Ausland zurückkam, war er smart. Mittlerweile trägt er kaum noch eine Krawatte. Er hat damit begonnen, sich von einem Mädchen massieren und Pediküre geben zu lassen.

 Er reist sogar mit einer eigenen Massagelie ins Ausland. Also bitte, wie gesagt, das sind alles Puzzlesstücke, die man damals wahrscheinlich noch gar nicht zusammensetzen konnte. Aber heute, da wir über den Komplex rund um Stein wissen, ist es faszinierend zu sehen, wie viele Informationen schon jahrelang bekannt war und auch wie viel damals schon in der Presse gerätselt und gemutmaßt wurde.

 etwa darüber, wie Stine eigentlich an sein Vermögen gekommen ist oder wie Maxwell sich nach den Mega Schulden ihres verstorbenen Vaters noch ihren Lifestyle finanzieren kann oder darüber, was genau da eigentlich los ist zwischen dem mysteriösen Finanzunternehmer Epstein und der Tochter des Verlags Moguls Maxwell. Dass die Beziehung zwischen den beiden keine herkömmliche monogame Partnerschaft ist, steht schon damals zwischen den Zeilen vieler Berichte.

 Auch wenn Maxwell laut dem eben zitierten Artikel ja andere Wünsche hat. Passend dazu wird man später ein Worddokument finden, dass sie im Oktober 2002 verfasst haben soll. Darin steht folgendes: Jeffrey und Gilane sind seit 11 Jahren ein Paar. Entgegen der landläufigen Meinung sind sie selten getrennt. Ich sehe sie fast immer zusammen.

 Jeffrey und Gilane haben viele gemeinsame Interessen und viel Spaß miteinander. Beide sind sehr neugierig und wisbegierig. Sie wuchs in mitten von Wissenschaftlern und in einem akademischen und geschäftlichen Umfeld auf. Jeffrey und Gilane ergänzen sich sehr gut und ich kann mir den einen ohne den anderen nicht vorstellen.

 Sie sind nicht nur ein großartiges Paar, sondern auch beste Freunde. Auch wenn das Dokument in der dritten Person geschrieben ist, man vermutet, Maxwille selbst hat hier die Geschichte von sich und aufgeschrieben oder die Geschichte, wie sie sie gern hätte. Die Beziehung zwischen den beiden ist deutlich weniger rosig und konventionell, als es in dieser Prosa Fantasie dargestellt wird.

STIN selbst sagt 2003 in einem Interview mit Venity Fair, Geline Maxwell sei seine beste Freundin. Die Journalistin Wicky World bemerkt schon damals, dass Gilane ST ganzes Leben zu organisieren scheint. Damit liegt sie richtig, wie mit vielem anderen auch. Ehemalige Angestellte ausdiens Villa and Pombe Beat beschreiben Maxwell später als eine Art Lady des Hauses.

 Sie soll das Personal beaufsichtigt, sich um die Finanzen gekümmert und insgesamt alle möglichen Termine koordiniert haben. Sie hat unter anderem ein 58 seitiges Dokument mit Auflagen für das Hauspersonal von STIN erstellt und soll etwa nur reden, nachdem man angesprochen wurde und Augenkontakt mit Sin vermeiden.

 Daneben hat sie die Konten für die Haushalte gepflegt. Diese waren sogar auf ihren Namen angemeldet. Maxwells ehemalige Assistentin sagt später aus, sie habe den Eindruck gehabt, die eigentliche Liebesbeziehung zwischen ihr und Senin sei schon um 2000 herum vorbei gewesen. Maxwell hat danach auch andere Männer gedatet, unter anderem Ted Wade, Milliardär und Mitgründer von Gatewayight Computers.

Trotzdem blieb sie an Appsdienst seit, wie wir heute wissen, nicht als Partnerin, sondern als Komplize. Die weiterhin bestehende Verbundenheit lässt sich auch anhand von Kontoauszügen ablesen. Zwischen 1999 und 2007 soll Epsin insgesamt 30 Millionen Dollar in Konten von Gilane Maxwell überwiesen haben.

 Die merkwürdige Beziehung zwischen der beiden ist trotzdem keine Einbahnstraße, denn STIN mag das Geld haben, aber Gilane Maxwille hat durch die Verlagskarriere ihres Vaters Kontakte. Und wenn ihr Folge 1 dieser Videoreihe gesehen habt, dann wisst ihr schon, wie wichtig es für Appen war, ein Netzwerk zu pflegen. Diese Gewohnheit hat offenbar auch Gilane Maxwille beherzigt.

 Den damaligen Prinzen Andrew kannte sie z.B. noch aus Studienzeiten in Oxford. Durch ihre Freundschaften hältstein mal wieder Zugang zu einem ganz neuen Personenkreis, auf den er seinen Einfluss mutmaßlich ausüben kann. In vielen Berichten und Dokus wird es so dargestellt, als sei Gelane Maxwille quasi in SDens Bann gezogen worden, dass sie von ihm in dieses Netz aus Missbrauch und Ausbeuzung hineingezogen wurde und am Ende schlimmste Dinge getan hat, um ihm zu gefallen.

 Ich bilde mir nicht ein, nach meiner Recherche und dem, was ich euch hier erzähle, irgendetwas besser zu wissen. Am Ende waren wir alle nicht dabei und können nur die Bruchstücke zusammensetzen, die es bis an die Öffentlichkeit geschafft haben. Aber ich denke, dass diese Darstellung ziemlich verharmlosend ist. Sie schreibt Gelane Maxwell eine beinah passive Rolle zu und die hatte sie ganz und gar nicht, sonst wäre sie nicht zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt worden.

 Dem Urteil gegen Maxwille werden wir uns in einer späteren Folge widmen, aber ich halte es für wichtig zu bezonen, dass schon früh auch gegen die Lane Maxwell Vorwürfe wegen Übergriffen erhoben wurden. Schon Mitte der 90er hat Maria Farmann ihren Aussagen berichtet, Maxwell habe sich mit Stein gemeinsam an ihr vergangen, auch wenn das hinterher in den FBI Akkten nicht aufgezaucht ist.

Und es gibt auch in den 2000ern eine Betroffene, die Maxwells Rolle in Stein System ganz deutlich betont. Wie ihr in der zweiten Folge gehört habt, wird Jeffrey Abstin 2008 erstmals verurteilt wegen Anstiftung zur Prostitution und das obwohl schon damals ersichtlich war, dass viel mehr hinter der Sache steckt.

 Während die nach seiner Verurteilung in seine halbwegs Haft geht, scheint das dem Ruf von Geline Maxwell nicht weiter zu schaden. Über den Kontakt, den sie und möglicherweise nach seiner Verurteilung hatten, ist noch nicht viel bekannt. Doch es gibt Hinweise darauf, dass wieso vieles auch das Verhältnis vonin und Maxwille weiterlief.

 In 2009 sollsin etwa 25 000$ in ein Familienmitglied von Maxwille überwiesen haben. An El Seckel, den Ehemann von Gelanes Schwester Isabelle. Von dem Geld soll er mutmaßig ein Team von Hackern zusammenstellen, um negative Infos über Appsin auf Wikipedia und Google zu entfernen. Und dieser Job läuft wohl über einen längeren Zeitraum.

Noch am 6. November 2010 schickt El Seckel eine Mail anstein mit dem Betreff Hacking Wiki again. Einen Monat später zuvor schreibt der Appstein, er habe sich um die Ergebnisse der Googlemaschine geküpft. Wenn man Abstein und Pedophile sucht, tauchen keine Artikel mehr zu seiner Verurteilung und den Vorwürfen auch.

 In einer anderen Mail aus 2009 deutet Stein an, dass Maxwells Schwester Isabelle selbst sowie eine weitere Schwester Christine ebenfalls Zahlung von ihm erhalten haben. Zumindest vermerkt er in seiner E-Mail Isabelle Maxwell not paid, Christine Maxwell not paid. Ebenfalls 2009, als die noch in seiner quasi Haft ist, bekommt er eine Mail von einer Nonprofit Organisation namens Blue World Alliance.

 Die Organisation bittet ihn um eine Spende in Höhe von 10 Millionen Dollar. Die Präsidentin dieser Organisation ist damals Isabel Maxwell. Aus den bislang veröffentlichen Mails lässt sich allerdings nicht schließen, ob Apps diese Zahlung auch wirklich gezätigt hat. Auf Medienanfrage wollte sich Isabel Maxwille 2026 nicht äußern. Im Jahr 2009 selbst hat Jeffreysi neben Geldanfragen aus seinem Bekanntenkreis noch ganz andere Probleme.

 Eines, das ihn mit Unterbrechung bis zu seinem Tod 2019 begleiten wird. Denn wenn Männer wie Epsil ein Problem mit einem haben, dann mit mutigen Frauen und viele von ihnen lassen sich von den eher erfolglosen Versuchen die in den 2000ern juristisch zu belangen nicht unterkriegen. Am 1.

 Mai 2009 geht in Süd Florida eine Klage ein. Sie wird unter einem anonymen Namen eingereicht. Jane D Nummer 102. Heute weiß man, dass sich hinter diesem Pseudonym Virginia Jeffrey verbirgt. Der Angeklagte ist Jeffrey Stein. Das zugehörige Dokument beginnt mit dem, was damals schon bekannt ist, aber von der Justiz nur geringfügig anerkannt wurde.

Nach derzeitigem Wissens und Glaubensstand hat der Angeklagte eine sexuelle Vorliebe für minderjährige Mädchen. Er hat einen Plan, ein Komplot oder ein Unternehmen ins Leben gerufen, durch dass er Zugang zu unzähligen, schutzbedürftigen und relativ wirtschaftlich benachteiligten minderjährigen Mädchen erhielt.

 Diese Mädchen sexuell missbrauchte, belästigte und oder ausbeutete und ihn anschließend Geld gab. Der Angeklagte nutzte seine Ressourcen und seinen Einfluss auf schutzbedürftige minderjährige Mädchen, um sich systematisch sexuell an ihnen zu vergehen. Es wird weiter das Schneeballsystem aufgeführt, von dem ich euch in Folge 1 erzählt habe, wie Els ihn seine eigenen Geschädigten dazu gebracht hat, immer neue Mädchen zu ihm zu bringen.

 In dem Dokument heißt es, die jüngsten Betroffenen seien 12 Jahre alt gewesen und eine der Betroffenen wird Jen Giffrey beschließt 2009 zur Rechenschaft zu ziehen. Derina Giffrey ist 15 Jahre alt, als sie im Sommer 1998 kennenlernt. Sie arbeitet an einem Ort, dessen Namen ihr alle kennt. Mara Lago, Donald Trumps Residenz, auf der sich auch ein Spa.

 Sie hat den Job über ihren Vater bekommen, der als Hausmeister dort gearbeitet hat. Die folgenden Abläufe stammen aus den Aussagen, die in Virginia Jeffreys Klage aus dem Mai 2009 vermerkt sind. Sie hat diese Angaben über die Jahre immer wieder wiederholt und unter Eid bestätigt. Virginia wurde im Sommer 98, also während ihrer Arbeit auf Mara Lago von einer Frau angesprochen.

 Diese Frau war Gilane Maxwell. Maxwell hat sie gefragt, ob sie Lust hätte, eine richtige Ausbildung zur Masseurin zu machen, dabei eine Menge Geld zu verdienen. Sie habe einen Bekannten, bei dem das möglich sei. Maxwell sprach natürlich von STIN und noch am selben Abend hat Virginia Vater die Teenagerin im Haus von abgesetzt.

Maxwell hat die beiden Empfang genommen und versprochen sich später darum zu kümmern, dass Virginia sicher nach Hause kommt. Da Maxel aus dem Umfeld von Mara Lago stammte und eine erwachsene sympathische Frau war, hatte Virginia Vater offenbar kein schlechtes Gefühl, sie dort zurückzulassen. Virginia ging also mit Maxwille ins Haus und lernte dort Epstein kennen.

 Dieses Zusammentreffen verlief nach einem ähnlichen Muster, wie es die Betroffenen Mitte der 2000er schon geschildert hatten. Was als eine angebliche harmlose Massage angefangen hatte und ausgemacht war, wurde ein sexueller Übergriff. Virginia berichtet, dass sowohl Abstin als auch Maxwille sich an diesem Abend an ihr vergangen haben.

 Danach bekam sie Bargeld und wurde von einem von Angestellten nach Hause gefahren. In den zwei Wochen danach wurde Virginia jeden Tag zum Haus von Stein zitiert, wo sich die Übergriffe wiederholten. Senin sagte Virginia, sie solle ihren Mara Lago Job kündigen und stattdessen für ihn arbeiten. So könne sie viel mehr Geld verdienen und ihn auch auf Reisen begleiten.

Hier muss man kurz etwas einschieben. Ich weiß, dass viele Leute sich immer fragen, weshalb eine geschädigte Person zum Täter zurückkehrt, aber genau darum haben sich Epsin und Maxwille ihre Opfer eben in wirtschaftlich schwächeren Verhältnissen gesucht. Genau wie viele andere der Geschädigten hatte Virginia eine furchtbare Kindheit und Jugend.

In ihrer 2025 erschienen Autobiografie berichtet sie von sexuellen Missbrauch im Kindesalter durch ihren Vater, Vernachlässigung durch ihre Mutter, ein Aufenthalt in einer Jugendanstalt, in der mentale Gewalt an der Tagesordnung war und weiteren Missbrauch durch gleichaltrige und ältere Männer im Teenageralter.

Übergriffe auf sie und ihren Körper waren also traurigerweise immer ein Teil von Virginia Leb. In ihrem Buch erklärt sie sehr nachvollziehbar, wie das eben dazu führte, dass sie die Übergriffe von Epsin und Maxwell Ende der 90er über sich ergehen ließ. Für sie wurden die beiden zu so etwas wie Elternfigur.

 Sie kam ja aus einer dysfunktionalen Familie und wurde von klein auf von Missbrauch begleitet. Also willigte sie ein ihren Job auf Mara Lago zu kündigen und wurde so von dem Geld abhängig, dass Epstin ihr nach den sexuellen Übergriffen zahlte. Und so konnenstein und auch Maxwille, die Virginia in ihrer 2009 Klage als Mitzäterin beschreibt, sie immer gefügiger machen und ausnutzen.

 Es ist laut Virginia Maxwell gewesen, die zahlreiche Nacktfotos von ihr gemacht hat, viele davon in anzüglichen Posen. Mindestens eines dieser Fotos soll auch 2005 schon bei der Hausdurchsuchung bei in Porn Beach gefunden worden sein. Virginia berichtet auch 2009 schon, dass da noch viele andere junge Frauen und Mädchen gewesen sein, von denen viele kein richtiges Englisch sprachen.

 aus Tschechien, der Türkei oder Asien. Und sie erzählt, dass nicht nur Estin und Maxwell übergriffig geworden werden, sondern auch Epstens Male Pierce, wie es in der Anklage heißt. Mitglieder von Königshäusern, Politiker, Akademiker, Geschäftsmänner sowie persönliche oder geschäftliche Bekanntschaften von SSI. Teilweise ereignete sich der Missbrauch in Steinens House in Porn Beach, aber auch auf Reisen, entweder an seinem Privatjet, auf seiner berüchtigten Insel oder in Ferienunterkünften.

Die meisten dieser Übergriffe ereigneten sich, als Virginia zwischen 15 und 17 Jahre alt war. Dass sie den Großteil der Zeit minderjährig war, müssen Maxwell und Epsin auch gewusst haben. Sie haben sogar gemeinsam mit Virginia ihren 16. Geburtstag gefeiert. Erst im Alter von 19 Jahren gelang Virginia die Flucht.

 Ein hatte sie für einen Massagekurs nach Thailand geschickt. Von dort flog Virginia aber nicht zurück in die USA, sondern auf eigene Faust nach Australien, wo sie ab 2002 lebt. Dort gelang es ihr vor Abstin unterzutauchen bis 2008. Daher hielt sie plötzlich mehrere Anrufe von Abstins Agenten, wie es in den Dokumenten heißt.

 Sie löcherten sie mit Fragen über die Vorwürfe, die es damals gegenstin gibt. Ob Virginia wüsste, wer die Mädchen sein, die nun zur Polizei gingen, ob sie mit einem der Mädchen Kontakt habe und ob sie selbst planen würde, ebenfalls eine Anzeige gegen SIN zu erstatten. Das machte Virginia nachvollziehbarerweise richtig Angst. Sie war quasi am anderen Ende der Welt, hat sie ihre Nummer gewechselt und trotzdem hatten Abstins Leute sie gefunden.

Aus Angst versprach sie 2008 nicht gegen Abstin auszusagen. Doch nun, ein Jahr später reicht sie in Florida eine Klage ein. Die konkreten Vorwürfe lauten Nötigung und Verführung minderjähriger zur Prostitution oder zu sexuellen Handlung. Beförderung einer Minderjährigen mit der Absicht, sie zu strafbaren sexuellen Handlung zu verführen.

 Reisen mit der Absicht, sich an illegalen sexuellen Handlung zu beteiligen. Nötigung und Verführung zur Prostitution oder zu sexuellen Handlung. sexuelle Ausbeutung von Kindern, Transport von visuellen Darstellungen, also Bild oder Videomaterial minderjähriger, die an sexuell eindeutigen Handlung beteiligt sind, Transport von Kinderpornografie sowie Beteiligung an einem Unternehmen zur Ausbeutung von Kinder.

 Ziel dieser Klage, die Virginia Giffrey im Mai 2009 einreicht, ist ein Prozess vor einer Jury. Noch am selben Tag fertigen die Behörden eine Vorladung für Jeffrey Abstin an. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Am 11. Mai melden sich und seine Anwälte mit einem Schreiben zurück.

 Virginia Giffrey hat ihre Klagia anonym eingereicht als Jane D 102. Allerdings willst zunächst erzwingen, dass die Anonymität für den weiteren Verlauf des Verfahrens aufgehoben wird. Virginia Giffrey ist nicht die einzige Frau, die noch mal eine Klage gegen Abstin einreicht. Doch trotzdem ist das noch nicht der Punkt, an dem die Dimension der Machenschaften herauskommen werden.

 Neben ihm erhält auch Gelane Maxfil im September 2009 eine Vorladung. Die wird ihr überreicht, als sie gerade die Clinton Global Initiatives Conference verlässt. Sie soll über ihre Rolle bei den Anschuldigungen gegenstein befragt werden. Im Februar 2010 sollen Gerichtsverhandlungen stattfinden. Doch der Fall landet damals nicht vor Gericht, denn am 17.

 November 2009 erklärt sich bereit 500.000 000$ an die Klägerin zu zahlen. Im Gegenzug erklärt sich Virginia Jeffrey bereit, Epstein und alle anderen Personen oder Einrichtungen, die als potenzielle Beklagte hätten einbezogen werden können, freizustellen, zu entlasten, in Frieden und für immer in Ruhe zu lassen. Die Klage, die sie gegen eingereicht hat, wird damit fallen gelassen.

Die Vereinbarung bezieht sich auf rechtliche Schritte in den USA, einschließlich möglichen Schadensersatzansprüchen. Jeffreystein selbst soll diesen Deal orchestriert haben und ganz genau darauf geachtet haben, dass nicht nur er selbst gedeckt wird, sondern auch alle anderen Personen, den Virginia etwas vorwerfen könnte.

Dafür versprichtstein Virgenas Recht auf Anonymität zu waren und nie mehr Kontakt zu ihr aufzunehmen. Virginia Jeffrey ist nicht die einzige, die solch eine außergerichtliche Vereinbarung mit Stein trifft. Die Porn Beach Post berichtet 2009 von mindestens vier solcher Vereinbarung von jungen Frauen, die sexuelle Gewalt vorgeworfen haben.

 Vielleicht klingt das für einige erst einmal unverständlich, aber die Porn Beach Post weiß in ihrem Artikel damals auf etwas Entscheidendes hin. quasi endlose finanzielle Mittel, um sich A zu verteidigen und B, um den Klägerinnen Druck zu machen. Schon in Teil 1 der Serie haben wir gehört, wie Stein in Mitte der 2000er mutmaßlich Privatdetektive eingesetzt hat, um nicht nur den Klägerinnen, sondern auch ihren Familien und der Polizei auf den Zahn zu fühlen oder sie sogar zu bedrohen.

 Und 2009 scheint ähnliches passiert zu sein. Ne Artikel heißt es weiter: Appsiens Privatdetektive hätten Freunde, Exfreunde, Familiemmitglieder und Arbeitgeber der Mädchen und Frauen befragt, die gegen ihn eine Klage einreichen wollten. All das, um Dinge zu finden, die die Klägerin diskreditieren könnten.

 Das hat schon im Fall Mitte der 2000er geklappt, als Apps ihn in etwa Online Post von dem Mädchen, die ihn beschuldigt hatten, benutzt hat, um sie schlecht dastehen zu lassen. Auch die Anwälte von Stein scheinen wieder gut dabei zu sein. Einer von ihnen soll eine der Klägerin 8 Stunden lang ausgefragt haben über drei Abtreibungen, die sie hatte, über ihr eigenes Sexualverhalten und über die Natur des Verhältnisses mit STI.

 Eine Richterin, die das Vorverfahren beaufsichtigt, tadelt Epstins Anwälte für dieses Verhalten auch. Sie hebt hervor, die Anwälte von Stein werden angewiesen, wiederholt zur Befragung zu unterlassen und es wird von Ihnen erwartet, dass Sie sich in einer verantwortungsvollen und professionellen Weise verhalten, wie es Mitgliedern der Anwaltskammer gebührt.

 Zudem weiß einer der Anwälter der Geschädigten zurecht daraufhin, dass eine außergerichtliche Einigung wenigstens irgendwo in der Nähe eines Eingeständnisses liegt. Obwohl es gegen Elsin in den Jahren zuvor dutzende konkrete Vorwürfe gab, kam er ja ohne richtiges Gerichtsverfahren und mit einer kurzen Lachsenhaftstrafe davon.

Für einige der Frauen wirkt so eine Einigung vielleicht wie die einzige Chance auf eine Anerkennung dafür, dass sie tatsächlich misshandelt hat. Wir werden in einer der nächsten Folgen noch weiter über Virginia Jeffrey und andere Betroffene sprechen, denn ihre Geschichte und ihr Kampf um Gerechtigkeit sind nach 2009 noch nicht vorbei.

 Stattdessen wollen wir an dieser Stelle noch einmal auf das System rund um den Missbrauchskomplex eingehen. In Folge 2 haben wir ausführlich über das Pyramidenschema in diesem Fall gesprochen, darüber wie Betroffen unter Druck selbst weitere Opfer rekrutiert haben. Aber dieses Pyramidenschema in sich ist nur Bestandteil eines größeren Pyramidensystems, dass wir uns an dieser Stelle einmal anschauen sollten.

 Vorab, es werden gleich Namen von Personen genannt, die bis heute nicht wegen eines Verbrechens in diesem Zusammenhang angeklagt oder verurteilt worden sind. Hinweise auf ihre Beteiligung gehen aus den Berichten der Betroffenen hervor. In diesem Fall ist aber nicht immer zwischen Schwarz und weiß Täterin und Opfer zu unterscheiden.

 Genau das ist einer der Faktoren, die die Sache so komplex machen. Erinnert ihr euch noch daran, dass in seinem Deal 2008 erwirkt hat, dass allen potenziellen Mitverschwörern Immunität gewährt wird? Konkret geht es dabei um vier Frauen. Sarah Kellen, Leslie Grof, Adriana Ross und Nadja Makin Kov. Die New York Times erklärt das System um und mit diesen potenziellen Mitverschwörern als eine Art Hierarchie.

Oben der Hierarchie stehen demnach Jeffreystein und Gilane Maxwell. Mehrere Geschädigte haben erklärt, dass Maxwell im Grunde das Rekrutierungsnetzwerk geleitet hat. Sie hat demnach das System entwickelt, mit dem junge Frauen und Mädchen in das Epsnetz gelockt werden sollten. Hilfe habe sie dabei von der Frau gehabt, die laut der Times in der Hierarchie direkt unter Maxwell steht.

Sarah K. Sie wird später in mehreren Gerichtsverfahren beschuldigt. Sie habe Verabredung zwischen den Geschädigten und in seiner Willen Pom Beach koordiniert. Einer von STINS Piloten beschreibt sie später als eine Art Assistentin für Maxwille. Laut Polizeiberichten pflegte sie eine Adressdatenbank mit den Namen und Handynummern aller Mädchen, die für vermeintliche Massagen in sein Haus gelockt hat.

Viele Betroffene berichten außerdem, es sei Sarah Kellen gewesen, die die Mädchen in Epstins Haus in Empfang genommen und zu ihm gebracht habe und dass es Kellen war, die ihn am Ende ihr Bargeld gegeben hat. Einige erzählen, Kellen und Maxwell hätten ihn Tipps gegeben, wie sie die vermeintlichen Massagen angehen sollen.

 Sarah Kellen hat 2002 angefangen bei Stein zu arbeiten. In einem Artikel der Porn Beach Post wird ins Spiel gebracht, dass Kellen ab da im Grunde Maxwells alte Rolle im Umgang mit den Betroffenen übernommen hat. Allerdings gibt Kellen auch an, Selbstopfer von Epsin und Maxwell gewesen zu sein. Sie sei während ihrer Tätigkeiten für ihn regelmäßig missbraucht worden.

Zudem wird oft der Name Lesr Grof genannt. Sie ist damals die Assistentin von Stein. Wie sie selbst der Polizei 2005 erzählt hat, hat sie einen Terminkalender gemanaged und für ihn Telefonate entgegengenommen und koordiniert. Mindestens eine Betroffene sagt später aus, Leslie Gro habe außerdem Fahrt und Unterkunft für die betroffenen Mädchen organisiert.

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