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Wahre Verbrechen I Der Tote auf Gleis 7 T

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By sonds1
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Wahre Verbrechen I Der Tote auf Gleis 7 

Sie hat den Kollegen mitgeteilt, dass ihr Mann äh erschossen in seinem Schlafzimmer liegt. Sie selbst wirkte völlig aufgelöst. Das ist so außergewöhnlich, dass die Kollegen auch erst einmal überlegen mussten, was ist denn hier passiert? Es war so, dass die Leiche in einer großen Blutlache gelegen hat und ähm da wir auch gleich am äh bei dem ersten Überblick erkennen konnten, dass mehrere Schussverletzungen vorliegen mussten, äh war klar, dass der Täter brutal äh hier eine Hinrichtung vorgenommen hat.

Wir gehen davon aus, dass mit einer Waffe so wie diese hier vergleichsweise geschossen worden ist. Es ist eine Waffe des Kalibers 9 mm. Wir haben am Tatort 18 Hülsen vorgefunden und zwar auch äh 18 Hülsen des gleichen Kalibers und äh wir haben auch feststellen können, dass 18 mal auf das Opfer geschossen wurde.

Überall Blut und Patronenhülsen. Die Polizeifotos sind das erschütternde Dokument einer Hinrichtung. Ein Mann liegt erschossen in seinem Bett. Unzählige Kugeln haben seinen Körper durchsiebt. Für Kriminalhauptkommissar Axel Pütter aus Bochum bleibt diese Tat bis heute unvergessen. In der Nacht zum 15.

 August 2002 kam hier durch diese Tür eine junge Frau. Sie hatte ihren achtjährigen Sohn auf dem Arm und ist dann hier in die Wachräume der Kollegen der Polizei Witten gegangen. Sie hat den Kollegen mitgeteilt, dass ihr Mann erschossen in seinem Schlafzimmer liegt. Sie selbst wirkte völlig aufgelöst. Ermittler Axel Pütter und seine Kollegen versuchen die aufgebrachte Susanne S zu beruhigen und von der 37-jährigen weitere Informationen wie den Ort und den Ablauf der Geschehnisse zu erfragen.

Als die Ehefrau auf der Wache war, hat sie angegeben, dass sie des Nachts wach geworden ist, weil sie Geräusche wahrgenommen hätte, knallartige Geräusche. Ähm, sie äh ist dann in den Flur hinausgegangen und hat eine männliche Person dort gesehen, die sich äh aus Richtung des Schlafzimmers ihres Ehemannes entfernt hatte.

Während die Frau des Opfers das zu Protokoll gibt, ereignet sich ein weiterer dramatischer Zwischenfall auf dem Revier. Wenig später kam ein türkischer Mitbürger in diese Wache auch wieder hier durch diese Tür und hat nur noch ja wir durch die Gegend gerufen. Man konnte ihn nicht verstehen, er konnte sich nicht artikulieren, aber er war sehr auffällig gekleidet.

 Er hatte nur ein Nachthemd an und das war blut verschmiert. Hat der verwirrte Mann den Ehemann von Susanne S ermordet? Es herrscht Chaos auf der Polizeistation. Das ist so außergewöhnlich, dass die Kollegen auch erst einmal überlegen mussten, was ist denn hier passiert? Die Beamten machen sich auf den Weg zu der Adresse der aufgebrachten Frau.

Ermittler Axel Pütter erinnert sich. Es war so, dass die Leiche in einer großen Blutlache gelegen hat und ähm da wir auch gleich am äh bei dem ersten Überblick erkennen konnten, dass mehrere Schussverletzungen vorliegen mussten, äh war klar, dass der Täter brutal hier eine Hinrichtung vorgenommen hat. Bei dem Opfer handelt es sich um den 34-jährigen Familienvater Kai S.

 Die Ermittlungen ergeben, der blutverschmierte Mann aus der Wache ist nicht sein Mörder. Da er mit dem Auto vorgefahren ist, hat man das Kennzeichen überprüft, den Halter festgestellt, man ist zu der Halteranschrift gefahren und dort hat man drei Leichen vorgefunden in der Wohnung des äh Mannes und äh das war seine Ehefrau und seine beiden Kinder 5 und 2 Jahre alt, die erstochen worden sind und zwar mit einer Vielzahl von Stichverletzung wurden sie aufgefunden.

Hassan K ist psychisch krank und hat im Warn seine ganze Familie getötet. Mit dem Mord an KS hat er nichts zu tun. Dass sich beide Taten im selben Ort zurelben Zeit abspielten, ist lediglich ein schrecklicher Zufall. Im Mordfall von KIS untersucht die Spurensicherung jetzt akribisch den Tatort.

 Die Experten können eine Vielzahl an Hülsen sichern. Wir gehen davon aus, dass mit einer Waffe so wie diese hier vergleichsweise geschossen worden ist. Es ist eine Waffe des Kalibers 9 mm. Wir haben am Tatort 18 Hülsen vorgefunden und zwar auch 18 Hülsen des gleichen Kalibers und wir haben auch feststellen können, dass 18 mal auf das Opfer geschossen wurde, sodass feststeht, dass diese Waffe, eine Waffe dieser Art benutzt worden ist.

Und die Spurensicherung liefert Ermittler Pütter noch etwas, ein kleines rotes Gummistück. Dass dieses Detail später eine wichtige Rolle spielen wird, ahnt Kommissarpütter zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Die Ermittler analysieren nicht nur die Spuren, sondern auch die Situation am Tatort.

  Sie hoffen Hinweise auf ein mögliches Motiv zu finden. Nachdem wir den Tatort aufgesucht haben, äh stellten wir erst einmal fest, dass ähm eine Terrassentür geöffnet war und die Rolladen nicht äh vollständig herabgelassen waren. Ähm innerhalb des Hauses haben wir keine großartigen Kampfhandlungen gesehen. Kannte Kai es seinen Mörder etwa? Da im Haus nichts fehlt, scheint ein Raubmord ausgeschlossen zu sein.

 Gegenüber Ermittler Axel Pütter äußert seine Ehefrau jetzt einen dringenden Verdacht, wer der Mörder ihres Mannes sein könnte. Die Ehefrau hat angegeben, dass der Tatverdacht, den sie hegt, auf den Vater des Ermordeten gerichtet wurde. Und zwar teilte sie den Kollegen gleich mit, dass dieser im Besitz einer Schusswaffe sei und aufgrund dessen haben wir ein Sonderinsatzkommando geholt, weil wir bei Schusswaffen natürlich extrem vorsichtig sind.

Mordermittler Axel Pütter und seine Kollegen machen sich sofort auf den Weg zu den Verdächtigen. Sind Sie jetzt bereits auf einer heißen Spur? Das erste Gefühl, dass wir hatten bei der Vernehmung des Vaters, war so, dass wir ihm die Tat eigentlich nicht zutrauen konnten. Er wirkte total aufgelöst.

 Also erfuhr, dass sein Sohn äh getötet worden sein soll und dass sogar der Verdacht auf ihn gerichtet worden ist durch seine Schwiegertochter. Im Endeffekt äh haben wir ihn aber vernommen und er wiederum äh berichtete uns, dass seine Schwiegertochter da eher in Frage kommt und hat uns dann auch Hinweise darauf gegeben, dass äh sie wohl offensichtlich auch Verhältnisse mit anderen gehabt haben soll.

Jetzt drückt Susanne auf einmal in den Fokus der Ermittlungen. Doch wäre die Frau fähig, ihren Ehemann zu töten in Anwesenheit ihres Kindes? Pitter ermittelt und kann tatsächlich herausfinden, dass ein Mann namens Axel ein Verhältnis mit ihr hat. Susanne S beschuldigt plötzlich diesen Liebhaber des Mordes an ihrem Ehemann.

Die Ehefrau hat eine für uns äußerst komische, kuriose Aussage getätigt. Sie brachte äh ihren äh Liebhaber äh als Tatverdächtigen ins Spiel und zwar durch die äh Äußerung, dass äh sie ja den Täter innerhalb des Hauses gesehen habe. Und hier habe sie einen komischen Geruch wahrgenommen, einen Geruch, der äh nach dem Waschmittel ihres Liebhavers gerochen habe, so wie die Kleidung immer gerochen hat von ihm und äh damit brachte sie ihn quasi auch ins Spiel als äh mutmaßlichen Täter.

Ermittler Püttert steht vor einem Rätsel. Mittlerweile gibt es mehrere Verdächtige. Parallel lässt Pütter die Spuren sorgfältig untersuchen. Seine Kollegen aus dem Labor glauben, dass das kleine rote Gummistück vom Tatort aus einem solchen Haushaltshandschuh stammen könnte, den der Täter getragen hat. Unser Rekonstruktion nach ist der Täter durch die geöffnete Terrassentür ins Haus eingedrungen und hat dann im Eingangsbereich des Schlafzimmers auf das Opfer geschossen.

 Nachdem der Täter alle Schüsse des Magazins verfeuert hatte, ist der Verschluss hinten geblieben und es ist halt so, dass er dann nachladen musste. Er hat dann sicherlich ein volles Magazin genommen, ist weiter auf das Opfer zugegangen, hat das Magazin nachgeladen, hat dann äh wohl nicht darauf geachtet, dass der Handschuh in die Nähe des Verschlusses geraten ist.

 Als er dann nachgeladen hatte und äh der Verschluss wieder nach vorne ging, dürfte dieses Stück Schnipsel äh abgerissen worden sein und ist am Tatort von uns gefunden worden. Jetzt wird das Gummistück auf DNA Spuren untersucht und Pütter vernimmt den Liebhaber der Ehefrau. Er sagt folgendes aus: “Der Tatverdächtige hat zunächst einmal abgestritten äh am Tatort gewesen zu sein und gab uns an Alibi an.

 Äh er sagte uns, dass äh er mit seiner neuen Freundin zusammen geschlafen habe in einem Bett und er hätte die Nacht dort verbracht und ähm die Zeugin haben wir natürlich dann auch vernommen und äh sie bestätigte, dass er tatsächlich die ganze Nacht da gewesen wäre. Doch der 38-jährige Taxifahrer bleibt verdächtig.

 Er ist Besitzer einer scharfen Waffe, die kurioserweise verschwunden ist. Ptter ahnt, dass er jetzt ganz nah dran ist, den Fall zu lösen. Doch der Ermittler kann dem Verdächtigen nichts nachweisen. Aber er hat eine Vermutung, was ich in der Tatnacht abgespielt haben könnte. Wir haben uns natürlich vorgestellt, wie die Tat abgelaufen sein könnte und dementsprechend war uns eigentlich klar aufgrund der Spurenlage, dass die Ehefrau äh bewusst die Terrassentür geöffnet hat und auch die Rollade halb hoch gemacht hat, damit ihr Liebhaber da

auch als Täter ins Haus kommen konnte und dementsprechend auch die Tat ausüben konnte. Mit dieser Rekonstruktion konfrontiert beschuldigen sich Susanne S, die Ehefrau des Opfers und ihr Liebhaber jetzt gegenseitig. Eine wichtige Information erhält Ermittler Pütter dann aus dem Labor. Auf dem roten Gummistück kann die DNA des Liebhabers gefunden werden.

 Es ist endlich der entscheidende Durchbruch in diesem Fall. Pütötter hat nun ausreichend Indizien, damit der Taxifahrer und seine Geliebte vor dem Landgericht Bochum wegen Mordes angeklagt werden können. Das Motiv, sie wollten das Haus des Opfers verkaufen und gemeinsam ein neues Leben beginnen. Im Endeffekt hat der Richter geglaubt, dass es so gewesen ist, wie wir es äh dargelegt haben, dass nämlich die Tat geplant war von beiden und äh auch die Ehefrau den Mörder ins Haus gelassen hat, der dann äh die Tat ausgeübt hat.

Das hat der Richter auch entsprechend gewürdigt und hat beide zu lebenslänglicher verurteilt. 40 Jahre bei der Kripo haben Axelpötter gelehrt, dass bei der Ermittlung in einem Mordfall viele Wendungen möglich sind und dass die Täter nicht selten in der Familie des Opfers zu finden sind. Die Leiche wurde am 28.

 August 2004 von einer Familie aufgefunden. Die Fundstelle der Leiche lag etwa 150 m in den Wald. im Wald drin. Wir waren relativ schnell der Meinung, dass aufgrund äh des Tangers her gefunden worden ist und des Rings und der Kette, dass sich bei dem Opfer um eine weibliche Person handeln dürfte. Wir haben am Skelett des Opfers feststellen können, dass dieses zahlreiche Verletzungen aufgewiesen hat, die auf hingedeutet haben, dass auf sie mit einem scharfen Gegenstand eingestochen worden sein dürfte.

Bei der Obduktion ist festgestellt worden, dass im rechten Unterschenkel sich vier Schrauben befunden haben. Und so haben wir uns äh anhand zunächst einer Schraube äh auf die Suche des Herstellers gemacht in der Hoffnung, dass wir den Vertriebsweg verfolgen können und damit letztendlich das Opfer identifizieren können.

Es ist der 28. August 2004. Eine Familie ist mit drei kleinen Kindern in einem Wald bei Ratingen unterwegs, um Pilze zu sammeln. Gemeinsam streifen sie durchs Unterholz, als der zehnjährige Sohn ein paar Meter entfernt eine Entdeckung macht. An einer erloschenen Feuerstelle findet der Junge eine beinahe skeletierte Leiche eines Menschen.

Die Familie alarmiert die Polizei. Als einer der ersten trifft Gido Adler von der Düsseldorfer Mordkommission an der Fundstelle ein. Ich war seiner Zeit MK-leiter. Ich kann mich auch noch ziemlich gut an den Fall erinnern. Das war ein Sonntagnachmittag, als man mich alarmiert hatte und äh ich bin dann, um mir da auch einen Überblick zu verschaffen, direkt zum Tatort gefahren.

Es ist tatsächlich nicht unüblich, dass äh gerade Pilzsammler in versteckt gelegenen Gebieten eines Waldstückes Leichen entdecken, aber dieser Fundort war doch etwas außergewöhnlich. Zum einen haben wir feststellen können, dass die Leiche mit Astwerk abgedeckt gewesen ist und das ließ sich so auf den ersten Blick nicht dadurch erklären, dass Äste abgefallen sind oder durch Windverhältnis oder ähnliches.

 Es hat sich für uns dargestellt, als wäre die Leiche tatsächlich wahrscheinlich von Menschenhand abgedeckt worden. Darüber hinaus haben wir einen Bierkasten gefunden mit teils leeren, teils vollen Flaschen und noch eine Feuerstelle, die offensichtlich ähm vor nicht allzu langer Zeit entfacht worden ist. Darüber hinaus war auffällig, dass die Leiche fast völlig unbekleidet gewesen ist.

 Ähm sodass wir in der in der Gesamtschau davon ausgehen mussen, dass hier zumindestens natürlich zwei Personen vor Ort gewesen sind, möglicherweise auch mehr. Das ließ sich erstmal nicht beurteilen. Wir sind aber bei der ersten Beurteilung davon ausgegangen, dass es möglicherweise ähm eine Situation gewesen ist, äh die sich im Obdachlosen Milieu ähm begeben hat, dass ich hier ein ein Z d vi Leute zusammengetan haben mit einer Kiste wir in den Wald gegangen sind, um einfach zu feiern.

Die Leiche an der Feuerstelle im Wald ist zu einem Großteil verwest. Die Ermittler vermuten, dass sie schon seit einigen Monaten im Wald liegt. Möglicherweise haben sich hier mehrere Personen in einer kalten Frühjahrsnacht getroffen, um gemeinsam zu feiern, bis die Lage vielleicht irgendwann eskaliert ist.

Doch wer wurde in dieser Nacht augenscheinlich Opfer eines Verbrechens? Gido Adler von der Düsseldorfer Mordkommission will wissen, um wen es sich handelt. Doch am Tatort können keinerlei Hinweise gefunden werden, weder zur Identität des Opfers, noch zur Identität des möglichen Täters. Aufgrund der Gesamtsituation am Tatort hat sich ja letztendlich ähm haben sich wenig Hinweise drauf ergeben, um wenn es sich dabei handeln könnte.

 Wir waren uns relativ sicher, dass es eine Frau gewesen äh ist, aber weitere Informationen hatten wir nicht. Es gibt’s verschiedene Möglichkeiten einen Menschen zu identifizieren. Wir haben einmal die Fingerabdrücke, das ist hier weggefallen aufgrund der fortgeschrittenen Mumifizierung und Schalskeletierung. Dann gibt’s die Möglichkeit äh einen Menschen anhand eines Zahnstatus zu identifizieren.

 Auch das wäre hier schwierig geworden, weil die Verstorbene tatsächlich nur noch zwei Zähne hatte. Eine weitere Möglichkeit äh ist, wenn sich bei der Obduktion möglicherweise irgendwelche Hinweise auf medizinische Eingriffe finden in Form z.B. eines Herzschrittmachers oder irgendwelchen Implantaten. Und tatsächlich bei der Obduktion wenige Tage später finden die Pathologen der Gerichtsmedizin im Schienwein des Opfers vier Schrauben.

Ein erster Ansatz für Adler und die Mordkommission. Wir haben dann hier ein Krankenhaus aufgesucht, dem Chirurgen die Schrauben gezeigt und der konnte uns sagen, dass diese Schrauben genutzt werden, um einen sogenannten Targonnagel zu befestigen. Äh, der wird eingesetzt z.B. bei Operationen, um Knochenbrüche zu stabilisieren.

Letztendlich sind wir dann noch einmal ins Institut für Rechtsmedizin gefahren, haben mit den dortigen Rechtsmedizinern gesprochen und vor Ort konnte dann der Tagonagel expllantiert werden. Wir hten also jetzt vier Schrauben, wir hten einen Tagonagel jeweils mit Seriennummern und mit diesen fünf Daten sind wir noch einmal einen Hersteller herangetreten.

Jetzt ist klar, die unbekannte Tote muss sich irgendwann zu Lebzeiten das Bein gebrochen haben. Doch in welchem Krankenhaus wurde sie operiert? Adler und die Mordkommission finden mit Hilfe eines Zwischenhändlers heraus, dass die Kombination der Schrauben und des Nagels an ein Krankenhaus in Essen geliefert wurde.

Wir sind dann mit dem Krankenhaus in Kontakt getreten, hatten zunächst darum gebeten, dass Sie in eigener Zuständigkeit die Operationsberichte sichten. Uns wurde aber direkt zugesagt, sollte das nicht von Erfolg gekrönt sein, dass wir dann auch mit der Mordkommission vor Ort erscheinen könnten, um dann alle Operationsberichte und wir hatten uns dann die ab 199 Zeitpunkt, wo die Schrauben und der Nagel ausgeliefert worden waren, ausgesucht, dass wir diese Operationsberichte selber durchsuchen könnten, da wir nicht wussten, wie viel Arbeit

dabei auf uns zukommt, sind wir mit sechs Ermittlern der Mordkommission in das Krankenhaus gefahren, hatten aber relativ viel Glück. Schon 1998, also etwa 6 Monate nach Auslieferung von Schrauben und Nägel, hat eine Operation in dem Krankenhaus stattgefunden, bei der eine 30-jährige Patientin anfang Januar mit einem offenen Unterschenkelbruch eingeliefert worden ist.

 Und genau bei dieser Person sind der Nagel und die Schrauben mit den entsprechenden Nummern implantiert worden. Für uns war die Identität dann letztendlich geklärt. Es hatte sich bei der Frau um eine 30-jährige Essnerin gehandelt. Letztendlich haben wir aber noch ihre Eltern aufgesucht, bei denen eine DNAPE genommen, um tatsächlich eine Gewissheit zu haben, dass es sich bei der verstorbenen Person tatsächlich um die Person handelt, die im Krankenhaus in Essen operiert worden ist.

Bei der Toten im Wald handelt es sich um die 30-jährige Silvia P. aus Essen, Mutter von zwei kleinen Kindern. Der DNA Abgleich bringt die Gewissheit. Im Gespräch mit den Eltern erfahren die Ermittler, dass Silvia schon seit Jahren auf der Straße lebt. Wir haben dann mit den Eltern natürlich auch gesprochen und die hatten längere Zeit, nämlich schon seit 5 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter gehabt, eben aufgrund ihrer Lebensumstände.

Die Eltern konnten aber erstaunlicherweise berichten, dass etwa vor 5 Monaten, also so März, April, die Polizei aus Essen bei ihnen gewesen sei, weil eine vermissten Anzeige aufgegeben worden sein soll, hatte nämlich ein Bekannter die Silvia vermisst gemeldet. Er hat angegeben, dass er am 22. März mit seiner bekannten Frau P noch telefoniert habe und sie hätte dort angegeben, dass sie sich derzeit in einem Waldstück befnde mit einem Bekannten, nämlich mit ihrem damaligen Lebensgefährten, dem Stefan K.

Und habe ein Lagerfeuer gemacht und äh sie wolle ihm jetzt eröffnen, dass sie sich von ihm trennen wollte. Ja, das war natürlich für uns auch eine eine völlige Überraschung. Äh, aber die Fakten, die der Anzeigenerstatter genannt hat, korrespondierten völlig mit dem, was wir am Tat dort auch vorgefunden hatten, sodass wir sicher davon ausgehen äh mussten, dass der 22.03.

der letzte Kontakt, den Silvia P zu ihrem Bekannten hatte, auch ihr Todestag gewesen ist. Stefan K, ein ebenfalls obdachloser Mann aus Essen, saß mit Silvia P am Abend ihres Todes am Lagerfeuer im Wald. Doch ist der 38-jährige auch ihr Mörder. Wir haben dann natürlich geschaut, bei wem handelt es sich um den Stefan K.

Ähm, es war ein kriminalpolizeilich schon in Erscheinung getretener Mann, der unter anderem Körperverletzungsdelikte begangen hatte, auch unter Einsatz eines Messers. Letztendlich haben aber dann die weiteren Ermittlungen ergeben, dass ich Stefan K. in der Nacht nach seinem 38. Geburtstag am 31. Juli 2004 selber getötet hat, indem er vor eine Bahn gesprungen ist.

Stefan Kann nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden. Die Ermittler aber sind sich sicher, dass er Silvias Mörder ist. Gido Adler und seine Kollegen haben inzwischen auch eine Vorstellung, was sich in der Mordnacht am Lagerfeuer im Wald abgespielt haben könnte. Vor allem die letzten Minuten im Leben der zweifachen Mutter müssen schrecklich gewesen sein.

Letztendlich haben uns natürlich trotzdem gefragt, warum geht’s bei Menschen in den Wald? Machen da ein Feuer, trinken Kasten Bier. Ähm, wir gehen davon aus, dass letztendlich vielleicht sogar durch durch den Stefan K geplant worden ist, äh einen angenehmen Abend zu verbringen im Rahmen der Möglichkeiten.

 Äh, hat die Silvia dann dazu eingeladen, man hat ein Feuer entzündet, ähm Bier getrunken. Letztendlich ist es aber wohl dann durch Silvia ist dem Stefan eröffnet worden, dass sie die Beziehung beendet und dann dürfte aus unserer Sicht und das zeigt dann auch die Obduktion der Abend völlig eskaliert sein.

 Bei der Obduktion wurde nämlich festgestellt, nach deinem die Knochen soweit alle freigelegt worden sind, dass das Skelett massive Stich und Durchschnittverletzung aufgewiesen hat. Ist also mit einem scharfen Gegenstand wahrscheinlich wird’s ein Messer gewesen sein. Wir haben aber nichts gefunden. Ist massiv auf Silvia eingestochen worden.

 Es war für sie sicherlich in ihren letzten Lebensminuten eine unglaublich schreckliche Situation. Zumindestens lassen das die Rückschlüsse bei der bei der Ansicht des Skeletts zu. Der Fall hier war natürlich ähm völlig ungewöhnlich, ganz anders als vielleicht die meisten Fälle, weil wir hier ein natürlich ein getötetes Opfer hatten, aber auch der Täter war letztendlich tot, aber für uns war es wichtig, dass wir den Täter haben ermitteln können.

Ich glaube, jeder Mordermittler fühlt eine gewisse Schuldigkeit dem Opfer gegenüber, das auch letztendlich zu schaffen. Und die letzten Minuten von Silvia werden sicherlich ziemlich dramatisch gewesen sein und sie ist tatsächlich aus unserer Sicht bestialisch getötet worden, sodass wir uns da in der Pflicht gesehen haben und von daher war es für uns letztendlich doch ein erfolgreicher Fall, da wir uns sicher waren, dass Stefan Silvia getötet hat.

Hätte sich Silvia P nicht vor ihrem Tod das Bein gebrochen, wäre ihre Leiche vermutlich niemals identifiziert worden. Das Verbrechen bliebe ungeklärt. Stefan Kam offenbar nicht mit der Trennung und mit dem Mord an seine Lebensgefährtin zurecht und hat sich möglicherweise deshalb wenige Monate später umgebracht.

Der Fall Elfriede Blauenstein ist deshalb so spannend, weil es aus meiner Sicht nicht ein klares Motiv gibt. Das einzig ungewöhnliche an ihr war, dass sie eine Mordmethode entwickelt hat, aus der anfangs nicht einmal die Gerichtsmediziner schlau wurden. Man kann schon sagen, dass Frauen, wenn sie morden, tendenziell eher ähm zu Gift greifen.

Sie hat ihn in die Badewanne gesetzt und kalt und warm abgebaust. Er hat dann schon Lungenentzündung gehabt, da hat sie in offenen Fenster gesetzt. Die hat da, bevor sie ihn unter die Erde gebracht hat, noch sein Haus verkauft. Sie ist vor Gericht aufgetreten wie ein Superstar.

 Also sie hat sie extra die Haare neu machen lassen und war elegant gekleidet, hat ein goldenes Kreuz in die Kamera gehalten für die Boulevardzeitung. Als Person eigentlich nicht sehr ungewöhnlich. Das einzig ungewöhnliche an ihr war, dass sie eine Mordmethode entwickelt hat, aus der anfangs nicht einmal die Gerichtsmediziner schlau wurden, nämlich, dass sie mit Euglukon, einem Antidiabetesmittel, ein Blutzuckersenkenden Mittel und einem Antidepressivum es geschafft hat, Menschen zu Tode zu bringen und das dann so geschickt getant hat und rechtzeitig

die Rettung angerufen, dass man ja nicht darauf gekommen ist, wie diese ohnehin alten Leute und nicht gesunden Leute gestorben sind. Viele Menschen haben versucht die Psyche der Serien der Fall Elfriede Blauenstein ist deshalb so spannend, weil sie keine klassische Serienmörderin ist. Es ändert sich der Opferdypus, was sehr untypisch ist für Serienmörder, genauso wie die Tatwaffe.

 Und das macht schon sehr besonders, dass hier eine Entwicklung und tatsächlich mehrere Motive auch erkennbar sind. Die Wachau in Niederösterreich. Knapp 100 km westlich von Wien in Rossatz antwortet der pensionierte Postbeamte Alois P. im Jahr 1995 auf die Kontaktanzeige in einer Zeitung. Suche einsamen Mann, der sich nach einer häuslichen Witwe Pensionistin 62 1662 sind nichttaucherin, Autofahrerin, keine Kinderwohnung vorhanden, Ortswechsel möglich.

 Und da hat sich da alles begedacht, es wäre doch interessant. Die Anwarnung funktioniert. Schon bald taucht die Wiener Witwe Elfriede Blauensteiner regelmäßig beim 76-jährigen Aluis P auf. Die Einheimischen reagieren misstrauisch und es ist heute trotzdem Provinz und man ist immer ein fremder, wenn man hinkommt noch dazu, wenn eine Frau mit aufdupierten blondierten Haaren dort auftaucht und sich als die große Dame mchen dann schon gemunkelt, dass also die Blaunsteiner eine Erbschleicherin ist, weil der Wallneffe und eine Schwester des Verstorbenen gesagt haben,

da stimmt was. Das Testament kann nicht stimmen und haben dann Anzeige erstattet. Es hat dann einen berechtigten Verdacht gegen die Frau Blaunsteiner gegeben, weil ja der Alosp nicht so schwer krank war, dass man vermuten hätte müssen, dass er bin zwei Monaten tot ist. Die Polizei beschließt das Telefon von Elfriede Blauensteiner zu überwachen.

Und da hat man sie eben abgehört, wie sie mit ihrem Anwalt gesprochen hat. Ich darf zitieren. Ich war ja so gescheit und habe nur wenig Wasser in die Wanne gelassen. Nicht zu warm und nicht zu viel Wasser. Zum Glück hat er nichts geschluckt, weil dann hätten die gesagt: “Aha, Wasser in der Lunge.

” So ist er eben in der Badewanne gestorben und kein Mensch hat was dazu getan. Und das war für die Polizei dann Grund genug weiter zu ermitteln. Die Leiche von Alois P kommt in die Gerichtsmedizin. Als es dann zur Obduktion gekommen ist, hat man eben im Toten festgestellt, dass da größere Spuren von Euglukon, also von diesem Antidiabetes Blutzuckersenk Mittel vorhanden sind und hat dann weiter ermittelt.

Wie sich herausstellt, hat Elfriede Blauensteiner ihrem eigentlich gesunden Partner das Euglukon. Sie hat ihn in die Badewanne gesetzt und kalt und warm abgebaust. Er hat dann schon Lungenentzündung gehabt, da hat sie in offenen Fenster gesetzt im Winter mit nassen Handtüchern zugedeckt, so dass er heute sehr krank und sterbenskrank geworden ist und tot war bald.

 Da gehört schon etwas dazu, Menschen in ihrem Verfall ähm nicht nur zu beobachten, sondern die sind bewusst herbeizuführen und dann auch noch sehr bewusst äm nach einer heißen Dusche die Fenster aufzumachen, die eiskalten Tücher aufzulegen und zuzuschauen, wie jemand unterkühlt, Bewusstsein verliert und dann trotzdem den richtigen Moment unter Anführungszeichen zu erkennen, die Rettung zu rufen, dass er nicht zu Hause verstirbt.

 und dass es somit unauffällig bleibt. Das heißt, da ist schon sehr sehr viel Planung und sehr sehr viel Strategie dahin. In diesem Haus im fünften Wiener Gemeindebezirk wohnt Elfriede Blauensteiner. Hier wird sie auch festgenommen. Blaunsteiner wird aus der Schule geblaudert und hat gesagt, sie hat schon so und so viel Männer um die Ecke gebracht und in jenseits befördert.

 Und dann hat man sich eben näher mit ihren früheren Opfern befasst. Der erste war ein Pensionist namens Otto R. Den hat sie liebevoll Fatili genannt und hat ihn und seine Frau eigentlich zu sich in die Wohnung genommen. Die Frau ist dann aus wahrscheinlich natürlicher Ursache verstorben. Der Rentner Otto R.

 stirbt 1986 und Elfride Blauensteiner erbt. Lange Zeit wird eine natürliche Todesursache angenommen. In Otter hat sie dann, das war ihr erster Versuch und sie hat geschaut, ob das gelingt, mit diesem blutzuckersenkenden Mitteleuglukon ins Jenseits befördert und das war eben ein Erfolg ihrer Mordmethode. Elfriede Blauensteiner ist verheiratet.

 Sie lebt mit ihrem Ehemann Rudolf in einer Wohnung desselben Hauses in Wien Margareten. 1992 stirbt auch er. Den Verdacht, dass sie in Ehemann den Rudolf Blunsteine umgebracht hat, hat sie selbst erweckt und erhärtet, weil sie beim Verhör gesagt hat, ich habe ihn erlöst. Der hat er nicht mehr ins Bett gemacht.

 Äh Rudolf Blaunsteiner war nur 52 Jahre alt zum Zeitpunkt seines Todes war Epileptiker und sie hat ihn glaube ich 6 Jahre lang mit diesemlukon gequält, bis er heute nicht abrupt, sondern nach und ist immer kränker geworden und war dann halt einfach tot. Wenige Monate später gibt es die nächste Tote im Haus in der Margaretenstraße.

Dieses Mal trifft es Franziska K. Die Franziska K war ihre Nachbarin und die sich die Blauensteiner auch liebevoll gekümmert hat. und sie heute auch mit Euklukon umgebracht hat und da hat sie dann den Verhörbeamten erzählt, ja, bei ihr war es schwierig, weil sie war so eine Naschkatze, da hat sie die Dosis erhöhen müssen, bis sie endlich erledigt war.

Also da hat man dann schon die Beamten haben dann auch nach dem Verhör gesagt, sie haben nie so eine kaltherzige Person gesehen und gehört wie die Blauensteiner. Manchmal sind es auch Gelegenheitsopfer. Also gerade die Frau, die aus diesen typischen Männertypus rausfällt, die Nachbarin, das war halt einfach eine Gelegenheit, um leicht Geld zu kommen.

Ja, die haben sich gut verstanden. Ja, das war eine nette Nachbarin, die war sehr gut gläubig und sie hat sich hier einfach als Unterstützung und Pflege angeboten. Auch nach dem Tod von Franziska K. erhält Elfriede Blauensteiner als Alleinerbin Geld und Sparbücher ihres Opfers. Offenbar ist es das Hauptmotiv der Witwe Hargear und sie benötigt das Geld auch dringend.

Sie war spielsüchtig. Sie hat also insgesamt glaube ich 14 Millionen Schilding und das ist doch 1 Million Euro heute umgerechnet im Casino verspielt. Sie hat zwar behauptet sie hat eine dortsichere Methode am Holettisch zu gewinnen, aber es dürfte halt doch nicht gelungen sein. Also es wurde auch kein Geld mehr aufgefunden.

Das war weg. Das Interessante war, dass der Friedrich D sich auf Insert gemeldet hat, wo dringestanden ist, wenn ein Mann eine teusorgende Frau und Kameradin sucht, soll er sich bei ihr melden. Also, das hat ihn dann leider das Leben gekostet. Friedrich D. W der erste, der sich auf eine Kontaktanzeige gemeldet hat von ihr.

 ist auch ziemlich schnell von ihr behandelt worden, sie oder bevor sie ihn unter die Erde ihr Journalisten, die die Schmutzlawine über mich geschüttet hab, ihr habt ja aus einem Jahr ein Nein und aus einem Nein ein Jahr gemacht. Sie ist vor Gericht aufgetreten wie ein Superstar. Also sie hat sie extra die Haare neu machen lassen und war elegant gekleidet, hat ein goldenes Kreuz in die Kamera gehalten für die Bouvardzeitung.

Sag ich wasche meine Hände in Unschuld. Gleichzeitig hat sie aber in allen Interviews sagt, also es wird ja jetzt ihr Fall verfilmt und sie hofft, dass der Spielberg den Film machen wird und die Lest T so ihre Rolle spielen. Was draus geworden ist, war die Christiane Hörbcker in Film die Gottesanbeter hin, der ziemlich gefloppt ist.

Also zu dem Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung deuten weder Mimik noch Körpersprache auf irgendein Schuldbewusstsein hin. Ganz im Gegenteil, also man sieht sie auch oft äm sehr entsetzt auch mit den Medien sprechen, dass sie sie als schwarze Widme bezeichnen und dass sie ihr Schuld vorgeben und sie hatte ja die Männer nur erlöst, sie hat ja nur Gutes getan und sie möchte auch als das wahrgenommen werden.

 So, sie drängt ja auch von sich aus mit ihrem Idealbild von sich in die Medien, um ihre Geschichte hier zu erzählen. Im März 1997 verurteilt. Er hatte das Testament von Alois B gefälscht. Es konnte ihm aber nur in dem einen Fall Alosp nachgewiesen werden, dass er da mitgewirkt hat. Bei dem Inserat, auf der sich der ALSB gemeldet hat, war sogar die Adresse des Anwalts angegeben.

 Er wurde höchstwahrscheinlich mit Geld dafür entlohnt, dass er das Testament verälscht. In den Folgejahren versuchen die Ermittler Elfriede Blauensteiner weitere Morde nachzuweisen. Mehrere Exhumierungen werden angeordnet. In einigen Fällen hatte die Frau ihre Opfer schnell nach deren Tod einäschern lassen.

 2001 wird Blauensteiner in Wien auch noch wegen der Morde an Franziska K. Friedrich D schuldig gesprochen. Die Profilerin Sandra Krempelberg ist überzeugt davon. Die Mordserie wäre weitergegangen, wenn Elfriede Blauensteiner nicht verhaftet worden wäre. Ja, also ich glaube schon, dass davon auszugehen ist aufgrund der m Opfermasse in dem kurzen Zeitraum.

 dass dies ähm weitergeführt werden würde. Also das Ergebnis stand schon im Vorergrund, dass ähm sie ihr Idealbild hier leben kann und alle, die dies nicht teilen oder nicht ausreichend wertschätzen ähm oder auch ihrer Spielsucht im Weg stehen, aus dem Weg geräumt werden. Die nächste Kontaktanzeige nach dem Tod ihres letzten Opfers hatte Elfriede Blauensteiner bereits vorbereitet.

Man kann natürlich psychologisieren, man kann, wenn man auf ihre Kindheit und Jugend zurückgeht, sie sind armen Verhältnissen aufgewachsen. Was aber viele andere Leute auch sind, das ist Chaos. Sie hat einen Männerhas gehabt, weil sie wahrscheinlich von ihren Ehemännern und sonstigen Männern schlecht behandelt wurde, zumindest das geglaubt hat, aber das Hauptmotiv war Geldgeer.

Der Fall Elfriede Blauensteine ist deshalb so spannend, weil es aus meiner Sicht nicht ein klares Motiv gibt. Ja, das würde auch erklären, dass sie einfach auch ihren den Opfertypus geändert hat. Ja, man kann sich anschauen z.B. dass ähm Geld sicher ein Motiv war. Ein gewisser Männerhas oder ein gewisser Sadismus ist nicht von der Hand zu weisen.

Eine eisgolte Soziopathin also nicht das geringste Mitgefühl für ihre Opfer gehabt. Das erkennt man schon an der Mordmethode und hat nur gefunden, die machen eh nur Dreck und gescheiter, wenn sie weg sind. Elfriede Blauensteiner verbüst ihre Haft in Schwarzau in Niederösterreich, als bei ihr ein Hirntumor festgestellt wird.

Sie hat ein Interview gegeben kurz vor ihrem Tod, als sie schon krank war und da hat sie im Journalisten gesagt, es sagt mir eigentlich keiner, was ich genau habe, aber vielleicht ist es auch gut so. Ich weiß bestimmt, wenn ich abtrete, dann werde ich ein Engel. Im November 2003 stirbt die schwarze Witwe an den Folgen ihrer Erkrankung.

Hier stellt sich halt die Frage zum Tatzeitpunkt, gab es diesen Hirntumor schon? Hatte der schon Auswirkungen? Weil das was wir halt wissen, Hirnore können sehr wohl persönlichkeitsverändernd agieren, können sehr wohl auch ähm das äh Schuld oder Moralzentrum des Hirns beeinflussen. Und diese Frage wird immer zu einem Grad offen bleiben.

Die schwarze Witwe Elfriede Blauensteiner. Drei Morde konnten ihr nachgewiesen werden, doch vieles spricht dafür, dass es tatsächlich noch mehr waren. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.

Winter 1968. Es war ein kalter und regnerischer Januarabend in Aloa, Oregon, einem Vorort von Portland. Die 19-jährige Linda Slawson ging eine schwach beleuchtete Straße hinauf. Sie kam nur langsam voran. Ihr Koffer war einfach zu schwer. Sie war aus Rochester, Minnesota nach Aloa gekommen auf der Suche nach Sonne und dem entspannten Leben an der Westküste.

 Was sie stattdessen fand, waren endlos lange graue Tage und einen Sackgassenjob als Enzyklopädieverkäuferin. Als Linda die nächste Straßenlaterne erreichte, legte sie eine Verschnaufpause ein. Sie holte noch einmal den Zettel raus, auf dem die Adresse eines potenziellen Käufers notiert war. Ein Regentropfen verschmierte die Tinte.

 Verdammt, war es Nummer 1541 oder 14:51? Die Häuser sahen alle gleich aus. Als Linda schon aufgeben und nach Hause fahren wollte, sah sie einen Mann. Er war groß und breitschultrig. Er stand ein paar Häuser weiter im Vorgarten und winkte ihr zu. Es war unwahrscheinlich, dass es Lindas Kunde war, aber das war ihr jetzt egal.

 Sie wollte aus dem Regen raus. Der Mann bat Linda herein und führte sie in eine Kellerwerkstatt. Seine Frau und seine Kinder seien oben erklärte er. Sie könnten ziemlich laut sein und er wolle sich an einem ruhigen Ort unterhalten, nur sie nicht gestört würden. Linda zögerte zunächst. Der Mann war groß, aber eigentlich sah er harmlos aus und er schien ihr wirklich eine Enzyklopädie abkaufen zu wollen.

 Sie brauchte das Geld. Eine Enzyklopädie reichte für eine ganze Monatsmiete und die Familie des Mannes war ja oben und würde sie hören, falls etwas passieren sollte. Sie folgte dem Mann also in den Keller und kam nie wieder heraus. Hi, ich bin Diane Hilcher und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.

 Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Parcast. Heute geht es um Jerry Brudos, einen Mörder. Sadisten und Fetischisten, dessen grausame Verbrechen eine friedliche Gegend im Nordwesten der USA in Angst und Schrecken versetzten. Jerry Brudos, der auch The Schue Fetish Slayer und The Lust Killer genannt wurde, tötete zwischen 1968 und 1969 mindestens vier Frauen im US-Bundesstaat Oregon.

 Er ist vor allem dafür bekannt, die High Heels und die Unterwäsche seine Opfer getragen zu haben. In dieser Folge werden wir uns mit Brudos frühen Jahren in seiner Entwicklung vom Kleinkriminellen zum sexuellen Sadisten befassen und mit seinem ersten Mord. In Folge 2 gehen wir dann näher auf seine anderen Morde ein und auf die vielen entlarfenden Beweise, die Brudus schließlich für den Rest seines Lebens ins Gefängnis brachten.

Jerry Brudos kam als Jerome Henry Brudos in Webster South Dakota zur Welt. Die Weltwirtschaftskrise hatte den Arbeitsmarkt in ländlichen Orten wie Webster schwer getroffen. Brudos verzweifelter Vater Henry beschloss daher mit seiner Frau und den zwei Kindern nach Oregon in die Willamette Valley Region zu ziehen, dem industriellen Zentrum des Bundesstaates.

Es war eine instabile Zeit für die Brudos und auch nach der Great Depression blieben die Arbeitsplätze knapp. Henry Bruders Arbeitssuche zwang die Familie ständig von einer Stadt im Valley zur nächsten zu ziehen. Henry hatte oft zwei Jobs gleichzeitig, um die Familie über Wasser zu halten. Das bedeutete, dass er die Erziehung seiner beiden Söhne fast ausschließlich seiner Frau überließ, die sehr reizbar gewesen sein soll.

Eilene Brudus zog ihren älteren Sohn Larry, dem Zweitgeborenen Jerry vor. Für sie war Larry schon der perfekte Sohn. Danach hatte sie unbedingt ein kleines Mädchen gewollt. Als sie stattdessen Jerry bekam, ließ sie ihn sofort spüren, dass sie mit ihm nichts anfangen konnte. Sie soll ihn regelrecht gehasst haben für etwas, wofür er überhaupt nichts konnte.

Dem Kriminologen Scott Bon zufolge morden manche Serienkiller aus einer tiefen Angst vor Zurückweisung heraus. Diese Angst hat ihre Wurzeln nicht selten in der Beziehung, die seit ihrer Kindheit die wichtigste für sie ist, die Beziehung zur Mutter. Jemand, der als Kind müterliche Ablehnung erfährt, kann zu einer Person heranchsen, die aktiv versucht, die Menschen zu vernichten, die sie an ihre Mutter erinnern.

Im Klartext bedeutet das, dass die Frauen getötet werden, bevor sie die Gelegenheit haben, die Person zurückzuweisen. Jerry Brudos Beziehung zu seiner Mutter ist aber nur ein Teil eines viel komplexeren Profils eines zukünftigen Serienmörders. Den Kern seines Tötungsdranks bildete auch eine frühe Faszination für Damenbekleidung und Accessoires, insbesondere hochhackige Schuhe und Unterwäsche.

Als Brudos 5 Jahre alt war, spielte er auf einer Müllkippe in der Nähe des Hauses, wo er ein paar alte Stöckelschuhe aus Lackleder fand. Er nahm die Schuhe mit nach Hause und trug sie wann immer er konnte, bis seine Mutter sie fand. Eine schimpfte fürchterlich mit Jerry und zwang ihn die High Heels wegzuwerfen.

Die Bestrafung durch die Mutter verwandelte ein paar Schuhe plötzlich in ein verbotenes Tabu, was die High Hills für Jerry noch viel interessanter machte. Anstatt sie also wegzuwerfen, versteckte er sie und trug sie nur noch heimlich. Als Eilen ihren Sohn ein zweites Mal mit den Schuhen erwischte, hatte sie einen schrecklichen Wutanfall.

 Sie schrie auf Jerry ein und zwang ihn dabei zuzusehen, wie sie die Schuhe verbrannte. Laut dem Journalisten Lars Larson speicherte Brudos diesen Vorfall als Botschaft extremer Missbilligung von Seiten seiner Mutter ab. Er lernte und verinnerlichte, dass es als Junge falsch und unanständig sei, High Hills zu tragen. Aber auch dieses Mal sorgte Eilines Reaktion nur dafür, dass Jerry’s Faszination für Frauenschuhe zunahm.

Schuhe und die damit assoziierte Wut seiner Mutter spielten eine große Rolle bei Brudos sexueller Entwicklung. Kurz nachdem Eilen Brudos High Heills verbrannt hatte, versuchte er sich neue zu besorgen. Als eine junge Freundin der Familie eines Tages ein Nickerchen machte und ihre Schuhe dabei anbehielt, versuchte Brudos sie ihr von den Füßen zu ziehen.

Sie wachte auf und erschrag, als sie sah, dass sich der Junge an ihren Füßen zu schaffen machte. Sie gab ihm einen Tritt und schickte ihn aus dem Zimmer. Es war eine weitere prägende Ablehnungserfahrung, die in Brudus Bewusstsein unmittelbar mit Schuhen verknüpft war. Später, als Brudos schon ein Teenager war, zog die Familie nach Grs Pass, Oregon.

 Ihre neuen Nachbarn und Nachbarinnen hatten mehrere Töchter und Brudos stahl sich immer wieder in ihre Schlafzimmer, um mit ihrer Kleidung zu spielen. Sein Fetisch wuchs und weitete sich auf BHs, Unterhosen, Mieder und andere Kleidungsstücke aus. Schon bald reichte es Brudos aber nicht mehr, die Sachen nur heimlich zu borgen. Er wollte sie besitzen.

 Er fing also an Frauenkleidung zu stehlen, meistens von Wäscheleinen in der Nachbarschaft. Nach einer Weile hatte er eine stattliche Sammlung, die er sorgfältig vor den wachsamen Augen seiner Mutter versteckte. Wir wollen an dieser Stelle noch einmal unterstreichen, dass das bloße Tragen von Kleidung, die in einer Gesellschaft mit einem bestimmten Geschlecht assoziiert wird, natürlich kein Anzeichen für ein krankes oder kriminelles Wesen ist.

 Das waren auch in Brudos Fall allein seine sexuellen Gewaltfantasien, die er später in die Tat umsetzte. Diese Gewaltfantasien hatten immer dasselbe Motiv. Das Opfer war jedes Mal eine junge Frau, die Brudos in einem unterirdischen Tunnel oder in einer Grube gefangen hielt. Dort musste sie dann alles tun, was Brudos von ihr verlangte.

Brudos hegte diese Fantasien seine ganze frühe Jugend über, bis er ihnen nicht mehr widerstehen konnte oder wollte. 1955 beging er im Alter von 16 Jahren sein erstes Gewaltverbrechen. Er hatte einer 18-jährigen Nachbarin die Unterwäsche gestohlen. Das Mädchen stand damals im Zentrum von Brudos brutalen Fantasien.

 Eines Tages ging er zu ihr und sagte, dass er mit der Polizei zusammenarbeit, um den Dieb zu fassen. Brudus lud das Mädchen zu sich nach Hause ein, um die Details mit ihr zu besprechen. Dabei achtete er darauf, einen Abend zu wählen, an dem seine Eltern und sein Bruder unterwegs waren. Als das Mädchen vor der Tür stand, rief ihr Brudus aus dem ersten Stock zu, dass sie reinkommen und zu ihm nach oben kommen solle.

 Ein paar Sekunden später stand sie in seinem Zimmer. Dort stürzte sich Brudos auf sie. Er trug eine Maske und hatte ein Messer in der Hand. Er bedrohte das Mädchen und sagte: “Zieh dich aus oder ich schneide dich auf.” Das Mädchen wusste sofort, dass es Brudos war, der sich hinter der Maske versteckte. Er war schon als Teenager groß und stämmig.

 Sie musste nicht sein Gesicht sehen, um ihn zu erkennen. Zittern tat sie, was Brudos wollte und legte ihre Kleidung ab. Als sie völlig nackt war, holte Brudos eine Kamera heraus und befahl ihr zu posieren, während er sie fotografierte. Als der Film voll war, rannte Brudos aus dem Zimmer. Das Mädchen zog sich schnell wieder an und floh.

 Als sie die Treppe herunterkam, lief sie Brudos direkt in die Arme. Diesmal war er jedoch unmaskiert und tat so, als hätte er das Haus gerade erst betreten. Er gab sich verwirrt und erschrocken. Brudus behauptete, dass ein Fremder ihn im Schuppen eingesperrt habe und dass es ihm eben erst gelungen sei, sich zu befreien.

 Er fragte das Mädchen, ob sie jemanden auf dem Grundstück gesehen habe. Völlig verängstigt schüttelte sie nur stumm den Kopf und lief aus dem Haus. Das Mädchen meldete den Vorfall erst Monate später bei der Polizei. Bis dahin glaubte Brudos mit seinem ersten Verbrechen davon gekommen zu sein. Der Erfolg ermutigte ihn, es noch einmal zu versuchen und noch brutaler zu werden.

Im April 1956 war der 17-jährige Jerry Brudos für sein junges Alter schon ein gefährlicher Krimineller. Einige Monate nach dem Angriff auf seine 18-jährige Nachbarin nahm er eine junge Anhalterin im Auto mit. Auf dem Weg fing er plötzlich an mit ihr zu sprechen, als würden sie sich kennen und als hätte sie vorgehabt, sich mit ihm auf ein Date zu treffen.

Sein Verhalten war bizarr und bedrohlich und es wurde noch schlimmer, als Brudos plötzlich beschleunigte und immer weiter aus der Stadt herausfuhr. Als das Mädchen Panik bekam, parkte Brudos in der Einfahrt einer verlassenen Farm. Dann zerrte er die Jugendliche ohne ein Wort zu sagen aus dem Auto und fing an auf sie einzuschlagen und ihre Kleidung zu zerreißen.

 Ein vorbeifahrendes Paar hörte das Mädchen schreien, das inzwischen zusammengekauert auf dem Boden lag. Als sie den massigen Brudos über ihr sahen, fuhren sie in die Einfahrt und schnitten ihm den Fluchtweg ab. Als sie aus dem Auto stiegen, um Brudus zur Rede zu stellen, sagte er, dass das Mädchen während der Fahrt aus dem Auto gefallen sei.

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