Wahre Verbrechen I Der Tote auf Gleis 7 T – Part 3
Es gelang dem sonst so plumpen und verlegenen Brudos sich zu mehreren Blind Dates zu verabreden. Manchen Frauen war er jedoch suspekter als anderen. Eine Studentin rief nach ihrem Date mit Brudos bei Lieutenant Dory an. Sie erzählte ihm, dass sie den angeblichen Vietnamveteran in der Lounge ihres Wohnheims getroffen habe.
Dort hätten sie sich vor allem über ihr Studium unterhalten. Die Unterhaltung selbst sei nicht besonders spannend gewesen. Es hatte aber eine extrem bizarre Situation gegeben, die die Studentin seitdem nicht mehr losließ. Die junge Frau erzählte Dorothy, dass Brudos während des Dates plötzlich seine Hand auf ihre Schulter gelegt hatte.
Dann habe er angefangen, sie zu massieren. Noch seltsamer sei es geworden, als er sie gebeten habe, so zu tun, als ob sie traurig sei. Dann soll er sie aufgefordert haben, an die beiden Mädchen zu denken, die im Long Tom River gefunden wurden. Brudus sagte, das ist eine schreckliche Sache, die ihnen da passiert ist.
All das war schon unheimlich genug, aber Brudos legte nach. Bevor sie sich verabschiedeten, soll er die Studentin gefragt haben, warum sie zugestimmt habe, sich mit ihm zu treffen. Er fragte: “Woher wusstest du, dass ich dich zurück nach Hause bringe, anstatt dich zum Fluss zu fahren und zu erwirgen?” Die Beamten waren schockiert.
War das der Killer, nach dem sie suchtten? Dirty wollte wissen, wie der Mann aussah und die Studentin gab ihm eine genaue Personenbeschreibung. Groß, über 1,80 m kräftig mit kleinem Bauch, aber nicht dick. schüttere, rotblonde Haare und blasse Haut mit vielen Sommersprossen. Dorty notierte sich alles und bat die Studentin sofort die Polizei zu informieren, falls sich der Mann noch einmal meldete.
Es waren die Sommersprossen, die Brudos verrieten. Als Doroty Jim Stovell von dem Gespräch mit der Studentin erzählte, erinnerte sich Stovel an etwas. Es hatte mit der versuchten Entführung von Gloria Jean Smith zu tun. Nach dem Überfall auf den Bahnschienen hatte Smith ihren Angreifer als kräftig knapp 180 groß und sommersprossig beschrieben.
Damit hatte die Polizei nach Monaten eine erste brauchbare Spur. Und dann am 25. Mai 1969 erhielt die Studentin tatsächlich einen Anruf. Sie erkannte sofort Brudos stockende und zögerliche Stimme und zwang sich ruhig zu bleiben. Er fragte, ob sie zusammen eine Cola trinken und sich ein bisschen unterhalten wollten. Die Studentin sagte, dass sie sich erst noch die Haare waschen müsse.
Danach könnten sie sich aber wieder unten im Wohnheim treffen in 45 Minuten ca. Brudos war einverstanden. Die junge Frau legte auf und rief die Polizei an. Die Oregon State Police machte sich sofort zum Zugriff bereit. Mehrere Zivilbeamte gingen in der Lounge des Studentinnenwohnheims in Stellung. Kurz darauf kam ein Mann durch die Tür.
Er entsprach genau der Personenbeschreibung. Groß, kräftig und mindestens 30 Jahre alt. Jerry Brudos ließ sich nichts anmerken, als die Officer auf ihn zukamen. Und als sie anfingen Fragen zu stellen, antwortete er ruhig und gelassen. Er wohnte in Salem und sei nur hier, weil er den Rasen eines Freundes gemäht habe.
Der Freund sei gerade nicht in der Stadt und Brudos habe sich die Uninummer kurz anschauen wollen. Die Beamten wussten, dass er log, hatten aber keine rechtliche Grundlage für eine Verhaftung. Dafür kannten sie jetzt seinen Namen. Die Ermittler und Ermittlerinnen forderten Brudos Akte an und fanden heraus, dass er schon als Jugendlicher wegen sexueller Nötigung in Haft gesessen hatte.
Als sie weiter recherchierten, kamen immer mehr Hinweise ans Licht. So hatte Brudos zum Zeitpunkt der Entführung jedes Mal entweder in der Nähe der Orte gelebt oder gearbeitet, an denen die Frauen zuletzt gesehen wurden. Die Indizien reichten aus, um Brudos noch einmal zu befragen. Als die Beamten in seinem Haus waren, entdeckte Detectiv Jerry Frasier ein Stück Seil in der Garage.
Er fiel ihm auf, weil es ganz besondere Knoten hatte. knen, die zu den Fesselmalen auf der Haut der Leichen passten. Die Polizei hatte immer noch nicht genügend Sachbeweise, um Brudos wegen der Morde zu verhaften. In einer perfekten Welt hätten sie ihn einfach so lange beschatten können, bis er einen Fehler machte. Aber dafür war keine Zeit mehr.
Brudus wusste jetzt, dass gegen ihn ermittelt wurde und konnte jeden Moment fliehen. Am 28. Mai 1969 versuchten die Beamten es noch einmal und beantragten Durchsuchungsbefehle für beide Autos der Brudos. Weil Brudos die Autos jedes Mal gründlich gereinigt hatte, fanden sie zwar nichts, aber es reichte, um Brudus aufzuschrecken. Zwei Tage später, am 30.
Mai meldete sich das Beschattungsteam vor Brudos Haus bei Stowel und Dority. Sie sagten, dass die ganze Familie das Haus verlassen habe und in nördlicher Richtung auf der Interstate 5 unterwegs sei. Zufälligerweise hatten die beiden Lieutenants am selben Morgen einen Haftbefehl wegen Bruders Überfall auf Gloria Jean Smith erwirkt.
Starwill und Dorty mussten schnell sein. Sie durften Brudos nicht über die Grenze nach Washington oder garkommen lassen. Die Stay Trooper gaben eine Suchmeldung für das Auto der Bruders heraus und fanden die Familie ein paar Stunden später auf der Interstate 5. Als die Polizei das Auto anhielt, saß Darcy am Steuer.
Die Kinder saßen auf der Rückbank. Brudos war im ersten Moment nirgends zu sehen. Doch als Dorty mit seiner Taschenlampe in den Kofferraum leuchtete, erkannte er eine große Gestalt, die sich unter einer Decke versteckte. Dorty sagte nur: “Sie sind verhaftet. Kommen Sie aus dem Auto raus.” Bei der Vernehmung versuchte Stowall es mit der Goodcop Methode.
Er fing klein an und brachte Bruders dazu erstmal nur über die Art von Frauen zu sprechen, zu denen er sich hingezogen fühlte und über sein Interesse an Damenschuhen. Danach redeten sie über Rudos Kindheit und seine ersten kleinen Diebstelle. Als Brudos sich sicher fühlte, sprudelten die Geständnisse nur so aus ihm heraus.
Wie aus dem Nichts gab er zu, Linda Slon bewusstlos geschlagen zu haben, als sie ihm Bücher verkaufen wollte. Im Laufe des Verhörs gestand Brudos auch die Morde an Jan Whney, Karen Sprinker und Linda Sally. Am 4. Juni 1969 wurde der 30-jährige Jerry Brudos wegen Mordes an Karen Sprinker angeklagt. Brudos plättierte auf Unzichtungsfähigkeit.
Eine psychiatrische Untersuchung ergab jedoch, dass er einen überdurchschnittlich hohen IQ besaß und absolut zurechnungsfähig war. Am 27. Juni wurde Brudos wegen Mord des ersten Grades an Jan Whney, Linde und Karen Sprinker angeklagt. Das Gericht verurteilte ihn zu drei aufeinander folgenden lebenslangen Haftstrafen.
Das Leben im Gefängnis war nicht einfach für Bruders. Abgesehen davon, dass er von der Außenwelt und seiner Familie getrennt war, hatte er immer wieder Probleme mit anderen Gefangenen. Zwischen 1969 und 71 soll er mehrere Male angegriffen und sexuell missbraucht worden sein. Bis 1977 setzten seine Anwälte alles daran, seine Verurteilung vor staatlichen Berufungsgerichten aufzuheben.
Die letzte Berufung wurde am 25. Mai 1977 abgelehnt und 1999, als der 60-jährig Brudus erstmals die Möglichkeit hatte, auf Bewährung entlassen zu werden, wurde sein Antrag wegen der Schwere seiner Verbrechen abgelehnt. 7 Jahre später, am 28. März 2006 starb Jerry Brudos im Alter von 67 Jahren an Leberkrebs. Zum Zeitpunkt seines Todes war er der Strafgefangene mit der längsten verbüsten Haftzeit im Oregon Department of Corrections.
Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast. Produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers.
Deutsche Produktion Wiebgeachter Winter. Chris Guse, Suholder, Klii Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uter Kirschei und Daniel Nicolau. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Buirot.
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