Wahre Verbrechen I Die Tote im Schnee T
Wahre Verbrechen I Die Tote im Schnee

Gebäude hatte erheblichen Schaden genommen. Waren über 100.000 € bis das wieder repariert war. Alles. Es war hier irgendwas im Gange. Das konnte man sehen. Als sich die Vorgänger auf dem Schreibtisch stapelten und wir erkannten, dass wir mittlerweile 25 Brenner haben hier in dem Bereich, war uns klar, dass eine Serie und das ist ein und derselbe Täter.
Dann hatten wir zwei PKW Brände auch nicht nebeneinander standen die Fahrzeuge. Der Feuerwehrhauptmann sagte ja zu uns seiner Zeit, seitdem die in der Feuerwehr ist, brennt es hier laufend. Mehr als 30 Brände innerhalb eines Jahres und das in einem 2500 Einwohnerort. Wartenbüttel bei Braunschweig. 2013 wird hier ein Feuerteufel gesucht.
Wer ist es und was ist sein Motiv? Kommissar Holger Kunkel von der Kripo Braunschweig hat damals wegen der Brandserie ermittelt. Das erste Feuer gab es im Dezember 2012 am evangelischen Gemeindehaus von Wartenbüttel, zudem auch ein Kindergarten gehört. Alles sieht nach Brandstiftung aus. Auffällig war, dass äh der Täter oder die Täter Mülltonnen, die hinterm Haus standen, extra nach vorne in den Eingangsbereich gezogen haben, um die dort dann zu entfachen.
Das Gebäude hatte erheblichen Schaden genommen, waren über 100.000 1000 € bis das wieder repariert war alles. So wurde ich dann so sukzessive auf eine mögliche Brandserie hier aufmerksam in dem Ort. Das ist nicht der erste Brand der letzten Wochen. Etliche Containerbrände, ähm meist Epapiercontainer und Bekleidungscontainer, weil die recht gut brennen und die verteilten sich hier im Stadtkern, respektive Ortskern von Wartenbüttel äh in einem näheren Umfeld von Durchmesserkreis 500 m.
war kein Container mehr sicher. Die kleine Feuerwehr des Ortes hat reichlich zu tun. Kommissar Kunkel ist skeptisch. Es war absehbar, dass hier irgendwas läuft. Containerbrände haben wir in der Großstadt wie Braunschein jede Nacht etliche. Aber es war hier irgendwas im Gange. Das konnte man sehen. Holger Kunkels Befürchtungen bestätigen sich.
Es vergeht kaum eine Woche, in der es in dem kleinen Ort nicht brennt. Im Jahr 2013 werden zahlreiche PKW angezündet. Unter anderem sind davon auch Menschen betroffen, die dringend auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. So ist das z.B. der PKW der Schwer MS Krankenfrau in der Hansjürgen Straße abgefackelt worden. Ähm die arme Frau hätte sich von ihrer marginalen Rente nie ein neues Auto kaufen können oder auch ein gebrauchtes.
Da hat sie dann Gott sei Dank ein privater Spender bereit erklärt, ihr 14 000 € zukommen zu lassen. In Sommer und Herbst 2013 schlägt der Brandstifter in immer kürzeren Abständen zu. Meistens sind es Autos, die in Flammen aufgehen. Dann hatten wir zwei PKW Brände, auch dicht nebenander standen die Fahrzeuge und das war so augenscheinlich, dass derjenige, der sie anzündete, sich auskannte mit dem Fahrzeugen.
Es war seiner Zeit waren alte VW Modelle und Skoda Seat und Inesis auf dem Markt, die man halt mit dem Streich oder mit dem Feuerzeug entzünden konnte, weil eben so leicht brennbare Teile verbaut worden sind in den Autos. Immer wieder brennen in Wartenbüttel erneut Fahrzeuge. Als sich die Vorgänge auf dem Schreibtisch stapelten und wir erkannten, dass wir mittlerweile 25 Brenner haben hier in dem Bereich, war uns klar, dass eine Serie und das ist ein und derselbe Täter, da waren wir uns auch ziemlich sicher. Wir haben den Ort
dann hier massiv observiert. Wir waren dann in einer Mittlungsgruppe mit vier Leuten und auch das zivile Nastreifenkommando von Braunschweig fuhr hier regelmäßig mit Zivilwagenstreifung, ging Fuchstreifung, fuhr mit Fahrrädern Streife. Wir waren uns sicher, wir fangen den irgendwann. Große öffentliche Unruhe wegen der Brände bleibt in Wartenbüttel aus.
Wir haben in der Bevölkerung keine Verunsicherung stattge festgestellt. Ganz im Gegenteil, wir waren an einem Brandort PKW einer Schwestindeten, abgebrannt genau gegenüber. Wollten wir mal fragen, ob die Leute was gesehen haben und haben dort geklingelt. Am Tag nach dem Brand. Da hat die junge Frau, die die Tür aufmachte, angenommen, wir bringen ihre neue Waschmaschine.
Es schien keinen zu interessieren. Der Ort ist anonym geworden. Als Winter 2013 wieder ein Container brennt, kann die Polizei immerhin eine Fußspur sichern. Wir haben natürlich nach Spuren gesucht, wie Teufel, weil beim Brand verbrennen die meisten Spuren und wir hatten nicht viel.
Und dann tatsächlich, als hier im Hintergrund die Container brannten, einen ganz markanten Schuabdruck im Schnee, ganz spitzer Schuh. Und äh der schien als wenn er von unten mit Nägeln belegt war. Wir hatten also regelrecht eine Vie von ein Drückeln im Schnee, die aussahen wie Nägelköpfe. Wer steckt hinter der nichtenden wollenden Brandserie? Jemand aus dem Ort selbst.
Wir sind recht schnell davon ausgegangen, dass der Täter daher stammte, denn die abgefackelten Container, die lagen teilweise so versteckt in den Wohngebieten, das wä irgendein Vorstadtranderlehrer der durch die Straßen zieht und was abfackeln will zu umständlich gewesen bzw. die hätte gar nicht gefunden. In der Regel war es halt so, dass die Containerbrenne jetzt in der Zentralen Stadt so an den Hauptstraßen lagen oder in den Fußgängerzone, wo nachts was los ist.
Die Orte, an denen es brandte, waren abgelegen und auch die Uhrzeiten waren eben nicht die Zeiten, wo noch die äh Straßengänger, die Discogängerkneipenläufer unterwegs sind. Eine Versicherung lobt 5000 € Belohnung für Hinweise aus. Doch auch eine im Ort verteiltes Flugblatt bleibt ohne nennenswerte Resonanz.
Die Gripobraunschweig geht nun auch gezielt auf die freiwillige Feuerwehr im Ort zu. Zum einen wollten wir wissen, wer hatte das Löschfahrzeug besetzt, wer war mit am Einsatzort und zum anderen haben wir es leider oft erlebt, dass Feuerwehrleute in der Freiwilligen Feuerwehr als Brandstifter auftreten.
Und so waren wir in diesem Fall natürlich auch zum Feuerwehrhauptmann gegangen und haben mit ihm gesprochen und äh ihm war das peinlich, möchte ich sagen. Er redete da nicht gern drüber, aber er sagte letztendlich: “Seitdem dieer Feuerwehr ist, brennt es hier laufend.” Es geht um eine junge Frau, die erst seit kurzem bei der Feuerwehrwartenbüttel aktiv ist.
Geworben wurde sie von ihrem Freund, ebenfalls freiwilliger Brandschützer. Die Frau scheint den Ermittlern verdächtig. Das hat gereicht, dass wir ein Beschluss für die Telefonüberwachung bekam. Aber als wir das dann alles mal angehört haben und die Nebengeräusche haben, haben wir immer festgestellt, Mensch, die ist doch zu Hause.
Die junge Frau hat für die Brandstiftungen ein Alibi. Sie scheint als Täterin auszuscheiden. Dafür rückt aufgrund der Überwachung ihres Telefons ihr Freund Torsten We in den Mittelpunkt, der Mann, der sie für die Feuerwehr angeworben hatte. Wir haben durch die persönlichen Gespräche mit ihm immer über die äh Zeitleisten verstehen können.
Sie war zu Hause, er war ja unterwegs. Sie war zu Hause, er war unterwegs. Sie begann jedes Telefongespräch mit den Worten: “Wo bist du?” “Nicht hallo Schatz oder” oder “Hi oder” oder “Na, wie geht’s? Jedes Gespräch. Wo bist?” Nach weiteren Fahrzeugbränden Ende November 2013 setzt die Polizei Mantrailerhunde ein, die die Spur von Torsten We vom Tatort durch den halben Ort verfolgen.
Die dafür notwendigen Geruchsproben stammen aus seinem Spint bei der Freiwilligen Feuerwehr. Und in dem Spint entdecken die Beamten noch etwas Interessantes. In dem Spin fanden sich ziemlich spitze Herrenschuhe, die ein Noppenmuster in der Sohle hatten, das ähnlich von Nagelköpfen war und das war genau die Spur, die wir an den ausgebrannten Containern in der Mühenstraße gefunden haben.
Die Polizei ist nun ziemlich sicher, dass Torsten we der gesuchte Serienbrandstifter ist. Es fehlen nur noch kleine Bausteine. Einmal direkt hinter einer Schildtankstelle an der Bundesstraße ähm ist ein riesiges Strohlager äh entfacht worden und wir haben Kameraufnahmen aus der Tankstelle bekommen am nächsten Tag.
Einige Minuten vor dem Brand wurde Torsten We aufgezeichnet, wie er im Kassenbereich der Tankstelle ein Feuerzeug ausprobiert und es dann kauft. Kurz nach dem Feuer ist der 21-jährige wieder auf dem Überwachungsvideo der Tankstelle zu sehen, jetzt in Uniform. Wieder war er als einer der ersten am Brandort.
Die Polizei entschließ sich jetzt zuzugreifen. Wir haben zunächst seine Freundin abgefangen, als sie zur Arbeit wollte. haben sie in die Dienststelle verbracht und haben sie dort hochnotbe peinlich vernommen. Sie war also 6ch Stunden in der Büt und hat ausgepackt. Letztendlich hat sie dann eingeräumt zu wissen, dass er der Täter ist, denn diese markanten Schuhspuren an den Containern in der Mühlenstraße, die hatte sie auch gesehen und sie hat ihn drauf angesprochen.
Das ist doch dein Schuabdruck. Nein, nein, nein, nein. Habe ich gar nichts mit zu tun. Nun widmen sich die Beamten auch direkt Torsten weh. Er steht im dringenden Verdacht insgesamt 36 Brände gelegt zu haben mit einer Schadenssumme von mehr als einer halben Million Euro. Als wir ihn dann geholt haben, sind wir natürlich mit entsprechend Manpower hin mit Durchsuchungsbeschluss, haben die Hütte auf dem Kopf gestellt und er ist dann auch entsprechend angefasst und eingepackt worden, ne? Also nicht wie ein Kaugummiklauer, sondern wie ein
Verbrecher. Und äh das hat ihm wohl dann auch schon mal ein bisschen zugesetzt und zum Nachdenken äh verholfen. Und dann haben wir in der Dienststelle dann Faktor mit ihm geredet, ne? Und habtag, wenn du nicht ausbackst, gehst du in Haft bei der Vielzahl der Strafen. Flattermann Schweiß, er muss mal eine rauchen.
Dann ist er auf dem Balkon gegangen zum Quallen mit dem Kollegen. Dann ist er wieder gekommen, hat er ausgepackt und hat da rein Tisch gemacht. so wie was auch wollten. Letztendlich sind 21 Taten angeklagt worden. Eines der letzten Feuer, ein angezündetes Motorrad in einer Scheune auf dem Grundstück, auf dem Thorsten We selbst wohnte.
Untergem Vorwand macht er sich auf und geht raus auf den Hof. Und da habe ich sofort gerochen, hier brennt es. Hm, ist klar. Er wusste ja, wie das riecht. Nein, er ist dann tatsächlich in die Scheune gegangen und hat da Motorrad stand da und hat das entsprechend Benzin laufen lassen, hat das angezündet und dann ist er ins Haus gestürmt und hat sich als großer Brandentdecker und als Helfer in der Not wieder nach vorne projiziert, wie es bei vielen Brandorten wahrscheinlich gemacht hat.
In weiteren Vernehmungen zeigt sich, Thorsten We hat die Brände vor allem für seine Freundin, die Feuerwehrfrau, gelegt. Die hatte sich ja beschwert, hier ist ja nichts los. Warum habe ich denn nur diese scheiß Lehrgäng gemacht? Hat sich gedacht, da könnte ich ja mal ein bisschen nachhelfen. Und dann war er natürlich immer als erstes mit am Spritzenhaus und ist mit rausgefahren zu den Brandorten. Ist klar.
Er wusste, wenn der Pieer kommt, der braucht er nicht mal drauf gucken und lesen. Er wusste, es ist eine Alarmierung und ist zum Spritzenus gerannt mit ihr. Dadurch immer schnell am Haus und mit auf dem Auto und mit draußen beim Löschen und agieren. Profilneurose, Sendungsbewusstsein, spielt ja alles mit rein. Bei der Feuerwehrwartenbüttel herrscht nach der Klärung der Serie große Betroffenheit.
Es ist im Grunde tragisch, ne? Da sind Männer und Frauen, die sehr gute Arbeit machen und sich in die Kurve legen und ihr Leben riskieren für andere. Und dann gibt es so ein paar Heinies, die mit ihrer Langweile nichts anzufangen wissen, gehen dann los und fackeln Container ab. Im August 2015 findet vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess gegen Torsten Wegen 21facher Brandstiftung statt.
Der Angeklagte wirkt schuldbewusst. So wie ich ihn dort sitzen und sah, äh hat er niedergeschlagenen Eindruck gemacht. Er wusste, dass er um Hares Beiter an einer Untersuchungshaft vorbeigegangen ist. Hätte sein Vater sich nicht bereit erklärt, ihm mitzunehmen, äh in einen anderen Ort weit weg vom Braunschweig, wäre er abgeflogen.
Und ähm er hat natürlich wahrscheinlich auch in der Gesamtakte eine Schadenszusammenstellung gesehen. Das dürfte bei einer halben Million gewesen sein. Sämtliche Sachscheen, das muss er irgendwann bezahlen. Aus so einer Nummer kommt man nicht raus. Da kann man nicht mit Privatinsolvenz kommen, weil Schicht Anrichte haben wir mit meinem Vermögen nichts zu tun.
Die bezahle ich und da wird er lange dran bezahlen. Die spannende Frage vor Gericht: Musste inzwischen 22-jährige Torsten Weh ins Gefängnis? Er hat zwei Jahre auf Bewährung gekriegt und äh eine Bewährungsauflage war auch, dass er regelmäßig nachweisen muss, dass er zur Arbeit geht und seine Lehrstelle, seine Lehre als Elektriker fortsetzt.
Wenn er da die Kurve gekriegt hat, ist das in Ordnung. Es hätte kein was genutzt, diesen dummen Jungen einzusperren. Nee, der soll seinen Job machen, soll ein vernünftigen Gesellenbrief machen. Es ist jetzt mehr als 10 Jahre her. Ich habe nie wieder was von ihm gehört, auch nicht zu der Zeit, als ich noch aktiv war. Denke, er hat die Kurve gekriegt.
Der Brandstifter von Warten Büttel, der seiner Freundin einen gefallen tun wollte. Er kam mit einem glimpflichen Urteil davon. Im Grunde hat man gleich gemerkt an diesem Tatort mit der anfänglichen Theorie eines unbekannten Einbrechers, der an dort in die Wohnung oder in dieses Häuschen eingedrungen ist, da stimmt was nicht.
Und wir haben hier aufgrund der Vielzahl der Verletzungshandlung mit Messer, Stichen und Schnitten einen sogenannten Overkill gehabt. Das heißt, der Täter hat weitaus mehr Verletzungshandlung gemacht, als notwendig werden, um seine Flucht zu ermöglichen. Am 21. November 2016 meldet sich ein Mann bei der Polizei in Berlin.
Am Telefon berichtet er, dass er seine Schwiegermutter tot in ihrem Haus in Berlin Möggelheim gefunden hat. Höchstwahrscheinlich umgebracht von einem Einbrecher. Kommissar Ingo Kel, Leiter der Berliner Mordkommission, übernimmt damals den Fall. Er erinnert sich noch gut an seinen ersten Eindruck beim Anblick des durchwühlten Hauses und an sein Gefühl, irgendetwas stimmt hier nicht.
Ein Straftäter, der rauben oder klauen will, der arbeitet zielorientiert. Das heißt, er macht am Tatort genau das, was er benötigt, um sein Ziel, nämlich das Finden von Wertgegenständen, Regel, Geld oder Schmuck, tatsächlich äh finden zu können, um sich zu bereichern und wiederzug gehen.
Das heißt, der macht nicht mehr als nötig, sondern nur das, was er wirklich braucht, um dieses Ziel zu verwirklichen. Wenn ich in einen Schrank reingucke, dann sieht das weitaus weniger unordentlich aus, als es sich vielleicht klein Fritzchen vorstellt. Wenn ich ein Kleiderstapel habe, dann fasse ich zwischen die Kleidungsstücke gegen und gucke, ob dort Geld oder Schmuck versteckt ist.
Aber ich reiße nicht den ganzen Stapel raus und lasse den dann in einem Stück runterfallen, weil was ist mir da jetzt geholfen? Dann weiß ich immer noch nicht, was dazwischen liegt. Äh weiterhin fiel z.B. auf, dass äh ähm in dem kleinen Wohnzimmer ähm eine Reihe von Schubladen geöffnet waren. Die waren alle gleich weit auf.
Die standen alle in einer in einer richtigen Galerie, in einer Blickfront, mehrere Schubladen gleich weit aufgezogen, malerisch und dann mal ein Stück Besteck rausgenommen, Löffel rausgelegt und ähnliches. Das war malerisch, aber nicht geeignet, dafür etwas zu finden, was ich mitnehmen will. Auch die Auffindesituation des Opfers passt nicht zur Theorie eines Raubüberfalls.
Die Beamten finden die tote Frau mit unzähligen Schnitt und Stichverletzungen in der Küche. Und wir haben hier aufgrund der Vielzahl der Verletzungshandlung mit Messer, Stichen und Schnitten einen sogenannten Overkill gehabt. Das heißt, der Täter hat weitaus mehr Verletzungshandlung gemacht, als notwendig werden, um seine Flucht zu ermöglichen.
Es macht keinen Täter, der nur zum Raum gekommen ist. Das heißt, eine solche Vielzahl an Verletzung zeigt mir im Zusammenhang mit der Veränderung des Tatortes, mit diesem vermeintlichen Durchsuchen, was kein echtes Durchsuchen ist, dass es dem Täter eher in der Situation möglicherweise um die Tötung des Opfers gegangen ist.
Und bei der Vielzahl, wie sagt man nennt das äh äh runden Overkill ist es in der Regel ein persönliches Motiv. Das heißt, nach unserer Erfahrung muss ich nicht einen unbekannten Einbrecher suchen, sondern eher in der Nähe des Opfers, weil wir etwas persönliches haben. Es ging persönlich gegen das Opfer. Opfer dieses sogenannten Overkills ist Marita K.
aus Berlin Mügelheim, zum Tatzeitpunkt 67 Jahre alt. Die Ermittler wollen noch am Tatort mit dem Mann sprechen, der die Leiche gefunden hat. Es ist der Schwiegersohn des Opfers, Dennis M. Doch der steht unter Schock und ist vorerst nicht vernehmungsfähig. Also beginnen die Beamten mit der Vernehmung der Tochter von Marita K. Der Lebensgefährtin von Dennis M.
Sie gibt an am Tatort eine interessante Beobachtung gemacht zu haben. Der fiel auf, dass äh er äh unser äh also hier Lebensgefährte, unser Tatentdecker andere Schuhe anhatte, als er sonst üblicherweise in der letzten Zeit getragen hat. Und ähm sie hat ihn dazu auch gefragt und er sagte dazu: “Ja, die Schuhe haben mir die Polizeibeamten abgenommen, um sie zu vergleichen mit äh Spuren vielleicht am Tatort.
Wir hatten zu dem Zeitpunkt keine Schuhe.” Zwei Tage lang vernehmen die Beamten die Tochter von Marita K. Sie wollen mehr erfahren über das Verhältnis zwischen ihrer Mutter und dem Schwiegersohn und über die Person des Dennis M selbst. Es ist ein Mensch, der gerne großes darstellen würde. Er hat äh eine Bildermappe angelegt.
Er trat von sich selbst. Er äh wo er mit Ray Sonnenbrille möglichst cool soitzend Brille so rüber gucken, äh wie ein Schauspieler Reklame für sich gemacht hat äh und als Kompase beim Film auftreten wollte. Er hat äh wirklich, muss man auch wieder sagen, leinhaft äh eigene Urkunden einer Approbation von sich, das ja ein Doktortitel hat äh gefertigt.
Er hat Visitenkarten von sich gehabt, äh und äh es sollte alles groß aussehen. Er trat halt vermeintlich weltgewandt auf und berichtete dann also beim Kennenlernen die äh seine damalige Lebensgefährt war jünger, ich würde mal sagen, so ein bisschen lebensnaiv, hat ihm diese Geschichten geglaubt, hat zu ihm aufgeguckt und äh war also der Meinung jetzt so das gefunden zu haben, was sie sich eigentlich gewünscht hat.
Und dann traten aber immer gehäuft zu dem vermeintlich gelebten Lebensstil dieses neuen Lebensefährten Fragezeichen auf. Nämlich ich komme gerade an mein Konto nicht ran. Meine EC-Karte ist versehentlich gesperrt worden. Ich bin Opfer eines Diebstahls, eines Taschendiebstahls geworden. Deswegen komme ich momentan auch wieder nicht an mein Geld ran.
sodass der vermeintliche Liebemann mit Geld eigentlich immer sich anpumpen musste bei der Familie seiner Lebensgefährte. Und da wurde die Mutter immer äh misstrauischer und war dann von dieser Beziehung auch zunehmend nicht mehr angetan und begeistert. Dennis M rückt in den Fokus der Ermittler. Als die Spurensicherung dann noch sein Blut am Tatort nachweisen kann, ist für die Beamten der Fall klar.
Wir stellten dann fest, dass gewaschene Wäsche in einer Waschmaschine war mit Blutresten. Ja, das waren dann nun eben die äh Kleidungsstücke des Tatverdächtchen. Das heißt, er hat sich nach der Tat umgezogen. Er hatte Kleidung äh am Tatort, um mal so bei der Gartenarbeit zu helfen, um was anzuziehen, was anderes.
Die Sachen hat er angezogen, weil sie nicht beblutet waren und hat seine beblutete Kleidung äh in die Waschmaschine gesteckt von der Schwiegermutter. Nur zwei Tage nach dem Mord an Marita K wird Dennis M festgenommen. Er räumt die Tat ein, behauptet allerdings, er habe in Notwehr gehandelt. Doch die Spuren am Tatort in Mügelheim erzählen den Ermittlern und Kommissar Ingo Käxel eine andere Geschichte.
Ich äh gehe davon aus, dass der Tatverrächtige sich hier in einem Zeitraum herbegeben hat, wo er wusste, dass äh die Geschichtigte eine morgendliche Unternehmung hat und üblicherweise ihr Haus unverschlossen zurückgelassen hat. Das heißt, ich gehe davon aus, dass die ursprüngliche Absicht die gewesen ist, sich äh der vorerrschenden Geldknappheit ein wenig zu entleden, indem man guckt, ob man irgendwo was äh entwenden kann.
In diesem Zeitraum dürfte dann die Geschädigte unvorbereitet nach Hause gekommen sein, hat den Tatverdächel überrascht, der dort zu dem Zeitpunkt nichts in dem Haus zu suchen hatte und dann ist es zur Tat gekommen. Dennis M sticht auf sein Opfer ein. Anschließend entsorgt er die Tatwaffe, ein Messer in einem nahegelegenen See.
Die Beamten finden es dort, nur wenige Gminuten vom Tatort entfernt. Ist der Fall damit abgeschlossen? Nein. Die Tochter des Tatverdächtigen meldet sich bei der Polizei. Sie berichtet den Beamten vom vermeintlichen Selbstmord ihrer krebskranken Mutter ein paar Jahre zuvor. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat sie nun Zweifel an der bisher bestehenden Selbstmordtheorie.
Die Tochter sagte also auch bei dem Suizid jetzt rückwirkend, wenn sie sich anguckt, wie jetzt die Tatentdeckung gelaufen ist. Also ihr Vater war auch Tatentdecker der Suizidtat seiner Frau damals, drei Jahre zuvor. Ähm kommt ihr auch das ein oder andere komisch vor. 2013 ist es Dennis M. Der sich bei der Polizei meldet und völlig aufgelöst den angeblichen Selbstmord seiner Ehefrau meldet.
Er habe Ina M. In der gemeinsamen Wohnung in Berlin Tempelhof entdeckt. Sie habe sich erhängt. Sogar einen Abschiedsbrief gibt es. Ingo Käsel und seine Kollegen rollen den Fall rund um den Tod der damals 50-jährigen Ina M noch einmal auf. Die Bilder der Leiche zeigten, dass einfach die Leichenerscheinungen nicht zu einem stundenlangen Hängen geeignet waren. Das ist ganz einfach.
Die ähm Blut folgt der Schwerkraft, wenn der Kreislauf außer Kraft gesetzt ist. Das heißt, das hängt in sickert in die abhängenden, tiefer liegenden Körperpartilen. Und die Leichenbilder zeigten eins ganz klar, die Leiche hat nie gehangen, sie hat nur gelegen nach dem Tod. Und als nächstes wurde dann ähm das Bildmaterial betrachtet, äh was gemacht wurde von der ursprünglichen Auffindersituation.
Und das wurde dann noch klarer, weil es ist eine Konstruktion gebaut worden, die dann so aussehen sollte, als ob sich darin die Frau erhängt hat. dieser Konstruktion, die äh gebildet wurde im äh Wohnungsflur äh der Wohnung ähm die ist in sich so unpraktisch und so gestellt, wie auch der Tatort drei Jahre später gestellt gewesen ist.
Ähm in dem einen Fall beim letzten Tatort sollte es so aussehen, als ob es ein Einbrecher war. Hier sollte es halt eben so aussehen, als ob es ein Suizid war. Und die Konstruktion war als solches kompliziert und komplett ungeeignet, um sich darin zu erhängen. Dann haben wir eine Nachstellung gemacht, indem wir exakt dasselbe Material und mich selber, der dasselbe Körpergewicht damals der Verstorbenen hatte genommen hat.
Und dann haben wir diese Konstruktion hat das Bildmaterials nachgebaut und äh ja, wie schon vorher angenommen, ähm es reißt auch einfach schlicht Strankmaterial, was dort verwendet wurde. Äh man hängt sich rein, es reißt durch. Es sollte aussehen wie ein äh Suizid, aber es war kein Suizid. Die ganzen Verdachtsmomente, die normalerweise bei der Polizei dann auftreten, die sind dann, weil jeder ist letztendlich Mensch, auch ein Ermittler, ist dann durch das Mitleid offensichtlich, dass man ihm gegenüber empfunden hat, ein kleines bisschen
überdeckt worden. Man hatte Mitleid mit ihm, der diesen Schicksalschlag hatte. Die geliebte Ehefrau hat sich jetzt suizidiert, sie hat sich erhängt und er bleibt zurück und hat gemeinsame Kinder mit ihr. Ähm, da sind die Alarmglocken nicht so angegangen, wie sie hätten angehen sollen, weil er hat die gesamten erste eingesetzten Kräfte davon überzeugt, dass er der mit leidenswerte Tatentdecker ist, der einen geliebten Menschen schwer verletzt und Tod gefunden hat.
Er wurde betreut, er wurde betuttelt, er wurde gehäufen und keiner hatte den Verdacht. Wie die Beamten herausfinden, wollte sich Ina M von ihrem Mann trennen, doch dazu kommt es nicht. Dennis M leugnet bis heute für den Tod seiner Ehefrau verantwortlich zu sein. Das Landgericht Berlin sieht das anders und verurteilt Dennis M drei Jahre nach der Tat wegen Totschlags.
Im Fall von Marita K. Dennis M. wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Im Urteil wird außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Für Mordermittler Ingexel bleibt dieser Fall etwas ganz besonderes. Ich finde es kriminologisch hochinteressant, wenn äh ein Täter ja fast klassisch versucht aus Auffinde Situation zu manipulieren und darzustellen.
Und ich habe immer wieder natürlich wir alle hier immer wieder Fälle, wo es so vorkommt, aber gleich in dieser Häufung und gleich bei mehreren Fällen und dann sich so durchziehend durch die ganze Geschichte ist es ungewöhnlich, dass man ähm diese diese Häufung von klassischem Theoriewissen innerhalb von einem Fall so geballt zu sehen bekommt.
Ich persönlich bin auch fest überzeugt davon, dass wenn ihr jetzt beim zweiten Mal mit diesem Darstellen, diesem weinerlichen, dieser Situation äh wieder davon gekommen wäre und er ein paar Jahre später wieder in eine ähnliche Notsituation gekommen wäre, dann hätte er wieder dasselbe, denselben Lösungsweg, nämlich dann zum Schluss die Tötung des Widersachers gewählt.
Tatjana, die Besonderheit dieses Falls ist jedenfalls, dass der Lebensgefährte ja quasi am Telefon live dabei war, äh als das geschehen ist. Sie war erstochen worden, also mehrere Messerstiche wie der Körper auf und zum Schluss eben auch tatsächlich noch einen Schnitt über die Kehle. Deshalb blb letztlich so als Hauptese, dass sich jemand mit dem Schlüssel Zugang zur Wohnung verschafft haben muss.
Diese Anrufe haben sich dann Rückverfolgen lassen und wir konnten eben feststellen, dass das Mobiltelefon von ihr kurze Zeit nach der Tat einen Tag später mit einer anderen neuen SIM-Karte neu aktiviert worden war und jetzt von einer Frau in Betrieb genommen wurde. Berlin 13. September 1999. Thomas, ein junger Schauspieler, kocht für seine Freundin und freut sich auf einen gemütlichen Abend.
Doch daraus soll nichts werden. Ja. Hallo. Hallo. Thomas, komm schnell hier. Es ist ein fremder Mann in meiner Wohnung. Tatjana, ich habe Angst. Komm schnell. Wo bist du denn? Zu Hause. Ja, wer ist denn da? Ich weiß nicht, ich kenne nicht. Wenig später ist die 31 Jahre alte Tatjana Cherneva tot, umgebracht mit mehreren Messerstichen.
Der Berliner Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner rekonstruiert die Ereignisse von damals. Thomas war verständlicherweise eine helle Aufregung, versuchte dann die Polizei zu verständigen und versuchte eben auch zu der Wohnung hier in der Georg Wilhelmstraße zu kommen. Thomas hatte dann das Problem, dass er nicht mit dem Auto herkommen konnte, weil er eingepackt war.
Hat sich dann kurzfristig auch in seiner Panik dazu entschlossen, das Ganze zu Fuß zu machen und ist in Mordstempo hierher gesprintet. Während sich mehrere Streifenwagen auf den Weg zur Wohnung im Stadtteil Halensee machen, rennt Thomas in Todesangst um seine Freundin mehrere Kilometer durch Berlin. Als er in der Georg Wilhelmstraße eintrifft, sind die Streifenbeamten bereits vor Ort er eingetroffen ist, trafik gerade schon die Polizei vor der Wohnungstür an, hatte seinen Schlüssel dabei und konnte dann die Polizei in die Wohnung
hineinlassen, wo man dann auch auf die Leiche von Tatjana stieß. Ähm, sie war ähm erstochen worden, also mehrere Messerstiche wie der Körper auf und zum Schluss eben auch tatsächlich noch einen Schnitt über die Kehle ähm an dem sie dann letztlich auch verstarb. Hinweise für einen Sexualdelikt haben sich nicht ergeben.
Aus der Wohnung von Tatiana scheint auf den ersten Blick nichts gestohlen worden zu sein. Lediglich eine Schublade wurde geöffnet und durchwühlt. Später stellt sich heraus, der Täter hat das Festnetztelefon, das Handy der Toten und Tatjanas Rucksack mitgenommen. Aber wie ist der Täter in die Wohnung gekommen? Einbruchsspuren werden nicht gefunden.
Und auch die These, dass jemand über den Balkon eingestiegen ist, wurde schnell verworfen, weil der Balkon, obwohl es im ersten Stock ist, relativ hoch liegt, mehr als 3inh Meter Höhe. Ähm und außerdem liegt der Balkon straßenseitig. Das heißt, es wäre auf alle Fälle bemerkt worden in dieser Gegend, wenn da jemand auf einmal eingestiegen wäre.
Deshalb blb letztlich so als Hauptese, dass sich jemand mit dem Schlüsselzugang zur Wohnung verschafft haben muss, weshalb also auch dann wieder jemand aus dem Umfeld von Tatjana in Betracht kommt, entweder der Täter zu sein oder jedenfalls dem Täter Zugang zur Wohnung verschafft zu haben. Tatiana stammt aus Odessa und lernte dort Anfang der 1990er Jahre einen deutschen Geschäftsmann kennen.
Eva ist 1991 nach Deutschland gekommen zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten, mit dem sie dann auch insgesamt 6 Jahre langiert war. Als sie starb, war sie 31 Jahre alt, äh arbeitete in der Firma ihres damaligen Lebensgefährten und wird einfach von ihrem Bekannten und Freundeskreis als sehr fröhliche und zugängliche und sympathische Personen beschrieben.
Tatjana Schneeva lebt mit dem Geschäftsmann nicht nur 6 Jahre lang zusammen, sie arbeitet auch für ihn. Und auch nach Ende der Beziehung ist sie Buchhalterin in seiner Firma. Am 13. September 1999 ist sie bis 17 Uhr vor Ort. Sie war ganz normal im Büro. Das einzige, was dann gegen Ende des Tages auffällig war, dass sie entgegen ihre sonstigen Gewohnheiten das Büro grußlos verließ und sich auch nicht, wie sie sonst gemacht hat von ihrem Chef verabschiedet hat.
Das gab dann zumindest eben auch anders zu den Überlegungen, dass sie sich möglicherweise deshalb nicht verabschiedet hat, wenn man sich später im Verlauf des Abends noch einmal treffen würde. Gegen 17:30 Uhr trifft Tatjana an ihrer Wohnung in Berlin Halensee ein. Wie immer stellt sie ihren Firmenwagen in der Tiefgarage ab.
Eine Hypothese der Kripo: Der Täter ist zu dieser Zeit bereits in der Wohnung im ersten Stock und wartet auf das Eintreffen seines Opfers. Tjana telefonierte dann noch mit einer Freundin etwas länger. Man unterhielt sich, was sie am Abend noch vorhabe. Ähm sie berichtete davon, dass ihre Spülmaschine zu wiederholt mal kaputt ist und regte sich darüber etwas auf.
Und jedenfalls war sie am Abend wohl verabredet mit ihrem damaligen Lebensgefährten, einem Schauspieler namens Thomas. Um genau 18:3 Uhr kann Tatiana an ihren neuen Lebensgefährten einen letzten Hilferuf absetzen. Thomas verständigt zwar sofort die Polizei, kann das Leben seiner Freundin aber nicht retten. Polizei? Ja, hören Sie, meine Freundin hat mich gerade angerufen.
Ich wohl ein fremder Mann in der Wohnung. Wer hätte ein Motiv, die Frau derart grausam zu töten? Die erste Mordkommission des Berliner LKA nimmt die Beziehungen des Opfers ganz genau unter die Lupe. 6 Jahre lang lebt Tatjana mit dem Berliner Geschäftsmann Kurt K. Gemeinsam in der Wohnung in der Georg Wilhelmstraße.
Dann trennt sich das Paar. Jedenfalls scheint diese Trennung dann auch durchaus freundschaftlich gewesen zu sein. Also Tatjana konnte weiterhin in der Wohnung ähm die Kurk äh erworben hatte wohnen. Musste auch da keine Miete dafür zahlen. War auch nach wie vor weiterhin bei ihm in der Firma beschäftigt.
Man sah sich täglich ohne dass es da zu irgendwelchen Streitigkeiten oder ähnlichem gekommen wäre. Nach der Trennung von Kurt K genießt Tatjana ihr Leben als Single in Berlin, lernt neue Leute kennen. Abgesehen von ihrem Chef ist man dann auf zwei Männer gestoßen, ähm die sie zumindest regelmäßig getroffen hat. Das eine war ihr Klavierlehrer.
Ähm da war man in der Vernehmung dann relativ bald an dem Punkt festzustellen, dass da nicht mehr passiert ist, außer dass sie regelmäßig ihre Klavierstunden bei ihm genommen hat. Die haben auch nicht über Privates geredet. Es gab aber auch noch einen Englischlehrer ähm mit dem sie einen sehr intensiven Kontakt hatte und wo sich dann auch später herausgestellt hat, dass sie mit dem auch tatsächlich ein Verhältnis hatte, wohl eher so im Sinne einer und offbeziehung schon früher einmal ein Verhältnis gehabt und jetzt gerade zum Zeit zum Zeitpunkt der
Tötung wieder aktuell ein Verhältnis hatte. Zeitgleich hinterfragt Tatjana die Beziehung zu dem jungen Schauspieler, mit dem sie seit einigen Monaten zusammen ist. Ja, warte mal, da habe ich auch schon nachgeschaut. Tenfer scheint etwas mit der Beziehung gehadert äh zu haben. Es wurde jedenfalls im Rahmen der Hausdurchsuchung ein Entwurf eines Briefes äh gefunden, an dem sie auf wirklich sehr vielen Seiten, also fast 20 Seiten lang ist dieser Brief, quasi auch ihre Zweifel am an der Beziehung am Miteinander und so weiter schildert. Der
Brief ist nie abgeschickt worden. Also insofern wissen wir auch jetzt nicht, ob das äh quasi der Entwurf eines Trennungsbriefs ist oder ob das quasi eher äh Tagebuch ähnlich mal ich habe das für mich zu Papier gebracht, was ich eben vielleicht irgendwann mal sagen muss, äh einzuordnen ist aber jedenfalls so rundum harmonisch für den Rest des Lebens zusammen bleiben wirte das zu dem Zeitpunkt wohl nicht.
Von Tatjanas Trennungsabsichten wusste der Schauspieler nichts. Der letzte Anruf an ihn und seine verzweifelte Jagd durch Berlin können von den Ermittlern lückenlos nachvollzogen werden. Er scheidet als Täter aus. Auch Tatjanas Englischlehrer hat ein Alibi, das sich bei der Überprüfung als stichhaltig erweist. Eine weitere Idee, die man verfolgt hat, war, dass sie sich möglicherweise nach all den Jahren auch selbständig machen wollte, dass sie bereits schon Kontakte geknüpft hat.
Was ja sozusagen das Pfund war, mit dem sie beruflich wuchern konnte, waren ihre Kontakte nach Russland, dass sie schließend russische Besprach und da entsprechende Verbindungen hätte herstellen können. Wir haben allerdings keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass da außer äh ein paar ersten Kontakten jetzt tatsächlich irgendwelche Verbindungen bestanden hätten, die jetzt schon eine solche Tat irgendwie hätten rechtfertigen können.
Eine neue vielversprechende Spur erhalten die Ermittler dann über das Handy des Opfers. Es ist relativ schnell festgestellt worden, dass das Handy von Tatana Chne fehlte. Entsprechend wurde es dann aufgeschaltet als Ermittlung undhaltspunkt, also eine Telefonüberwachung darauf gegeben und wir stellten verschiedene Versuche, den Anrufbeantworter abzuhören fest.
Diese Anrufe haben sich dann Rückverfolgen lassen und wir konnten eben feststellen, dass das Mobiltelefon von ihr kurze Zeit nach der Tat einen Tag später mit einer anderen neuen SIM-Karte neu aktiviert worden war und jetzt von einer Frau in Betrieb genommen wurde. Da hat sich natürlich die Frage gestellt, wie ist die Frau in das in den Besitz von Fana Chelchneas Handy gekommen? Die Frau gibt an, das Handy von ihrem Mann erhalten zu haben.
Der behauptet wiederum, er habe es im Irish PU des Berliner Europa Centers gekauft unter der Hand von einem Blumenhändler, der mit russischem Akzent sprach. Wir hatten auch in dem PUA nachgefragt damals und da konnte sich niemand an einen russischen Blumenhändler erinnern und tatsächlich eher die Aussage, dass es üblicherweise da ein paar bengalische Rosenverkäufer gibt, die da regelmäßig vorbeikommen, aber an einen Russen konnte sich niemand erinnern.
Mit dem Zeugen fertigen die Ermittler ein Phantombild des unbekannten Rosenverkäufers an. Es wird in den lokalen Medien veröffentlicht, doch der Erfolg bleibt aus. Das LKA Berlin zeigt das Phantombild des Handyverkäufers schließlich auch in der ZF Sendung Aktenzeichen XY ungelöst. Der Mann ist 25 bis 30 Jahre alt, etwa 1,75 groß, normale Statur.
Er hat aschblondes, nackenlanges Haar und wird als Deutschschrosse mit entsprechendem Akzent beschrieben. Sein Name, der könnte Michael sein. Es war also quasi die Hoffnung, dass noch jemand sich melden würde, der quasi noch das letzte Brüsselstück mit beiträgt, um tatsächlich mal irgendeinen Tatverdacht zu erhärten.
Äh allerdings, wie eigentlich zu befürchten war, sind relativ wenige Hinweise eingegangen, weder bei Aktenzeichn noch bei anderen Verhandungssendungen, in denen äh damals zur Mithilfe aufgerufen wurde. Der Rosenverkäufer aus dem Europacenter bleibt verschwunden. Hat es ihn tatsächlich gegeben oder hat der neue Besitzer des Handys sich das Ganze nur ausgedacht? Es hat sich dann natürlich die Frage gestellt, ob der Ankäufer des Handys in irgendeiner Verbindung zum Umfeld von Tatjana Chat Schneewer stand.
Er selbst hatte das geleugnet, aber die weiteren Ermittlungen haben durchaus ergeben, dass er schon mal geschäftlich in Kontakt mit dem Chef von Patiana Teschneeber und früheren Lebensgefährten stand. Allerdings haben sich diese Verdachtsmomente nie so weit erhärtet, dass man einen konkreten Tatverwurf hätte benennen können.
So rückt Kurt K. Der langjährige Lebensgefährte von Tatjana Schne war stärker in den Fokus der Ermittlungen. Man hatte sich zum Zeitpunkt ihrer Tötung zwei Jahre zuvor getrennt. Sie durfte nach wie vor in dieser Wohnung wohnen. Äh aber letztlich blieb so ein bisschen dubios ähm ob das tatsächlich eine komplette Trennung war, ob nicht noch irgendwelche Gefühle mit dem Spiel waren, auch ob es er davon wusste, dass sie äh Beziehungen zu anderen Männern hatte und wie er damit umgegangen wäre.
Das alles blieb im Wagen und war damit natürlich auch ähm eine Überlegung, die als Tötungsmotiv hätte liegen können. War Eifersucht das Motiv für den Mord an Tatiana Schneev? Eindeutige Hinweise dazu gibt es nicht. Fest steht, Kurt K sucht die Nähe der Ermittlungsbehörden und er wirft ihnen öffentlich Untätigkeit vor.
Kurk trat insgesamt sehr vehement auf im Rahmen dieser Ermittlungen. Ähm er störte sich daran, dass der Täter noch nicht gefunden worden ist, hat auch sich regelmäßig erkundigt, was der aktuelle Ermittlungsstand ist und wollte dazu Informationen haben. Ähm hat auch selber eine Belohnung ausgelobt, hat auch Andeutung gemacht.
Wir können das mit seinen Mitteln auch selbst in die Hand nehmen. Schon kurz nach der Tat schaltet Kurtka eine große Anzeige in einer Boulevardzeitung. Er lobt eine Belohnung von 10.000 Dmark aus und fordert Hinweisgeber dazu auf, sich nicht nur bei der Mordkommission, sondern auch persönlich bei ihm zu melden. Und das hat auf andere Art und Weise dann noch mal zu Skepsis bei den Ermittlungsbehörden geführt.
Ähm, weil man sich eben auch dann die Frage stellte, so interessiert wie am aktuellen Stand der Ermittlungen ist, könnte das möglicherweise auch der Versuch sein, von einer eigenen Täterschaft oder Anstifterschaft oder ähnlichem abzulenken und auf die Art und Weise jedenfalls immer im Bild zu sein und im Blick zu haben, äh wie weit man eben möglicherweise auf der Spur sein könnte.
Schließlich werden CODK und andere wichtige Zeugen des Falls zur Speichelprobe gebeten. Ein DNA-Treffer bleibt aus. In ihrem letzten Telefonat sagte Tatiana aber auch, sie würde den Mann in ihrer Wohnung nicht kennen. Daraus entwickelte sich dann die nächste Hypothese, dass eben möglicherweise jemand beauftragt worden ist, den sie nicht kannte, ähm äh die Tat, die Tötung vorzunehmen.
Auch mehr als 20 Jahre später gibt es noch immer keinen Treffer in der DNA Datenbank oder andere Spuren, die die Theorie von einem Auftragsmord untermauern. Insofern bleiben auch die Ermittlungshypothesen letztlich offen, dass es irgendwie eine Tat aus dem persönlichen Nahfeld war, erscheint wahrscheinlicher ähm aber auch eher sozusagen aus einem Bauchgefühl der Ermittler heraus als tatsächlich irgendwie belastbar.
Der letzte Hilferuf von Tatjana Sheschne im September 1999. Noch immer hoffen LKA und Staatsanwalt den Täter fassen zu können und sei es dadurch, dass er selbst sein Gewissen erleichtert oder ein möglicher Mitwisser. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.
Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Die Abendluft warm, aber der 23-jährige Danny Rowling hatte nichts als Eis im Herzen. Er ging durch die ruhigen Straßen des Wohnviertels seine Eltern und versuchte nicht an das zu denken, was gerade passiert war.
Seine Frau Omha hatte Nägel mit Köpfen gemacht. Ihre Ehe war tot. Ometha hatte ihm alles genommen, sogar seine Tochter. Es war gut möglich, dass er keine der beiden jemals wiedersehen würde. Dann Fingernägel bohrten sich in seine Handflächen, als er seine Hände zu Fäusten ballte. Gott hatte ihm Ometha geschenkt und sie hatte entschieden, dass das nichts bedeutete.
Nach einer Weile kam Danny an einem Haus vorbei, das erkannte. Es war nur ein paar Straßen vom Haus seiner Eltern entfernt. Zwei junge Studentinnen wohnten dort. Danny kannte sie gut, allerdings nicht persönlich. Er hatte sie nachts beobachtet vom Garten aus durchs Fenster. Die eine Studentin war blond, die andere hatte braune Haare.
Der Gedanke an die Braunhaarige erinnerte ihn sofort an Omaths langes kastanienbraunes Haar. Es war damals mit das erste, was ihm an ihr aufgefallen war. Danny ging vom Bürgersteig runter auf das Haus zu. Die Nacht war sehr warm und die Haustür der Frauen stand offen. Eine Fliegengittertür war alles, was sie von Danny trennte.
Er war jetzt nahe genug dran, um alles zu sehen. Die Braunhaarige erkannte ihren Namen nicht, saß auf der Couch und las. Als er da stand und ihr zusah, wurde er plötzlich von rasender Wut gepackt. Es reichte ihm nicht mehr, die Frau nur zu beobachten. Er schlich näher ans Haus heran. Meter für Meter, Schritt für Schritt. Auf dem Weg zur Haustür hob er ein scharfes Gartenwerkzeug auf.
Hi, ich bin Diane Helscher. Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller oder einer berühmten Serienkillerin mit ihrem Leben, ihrer Psyche und ihren Taten. Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. Heute geht es um Danny Rowing, alias The Gainsville Ripper.
Im August 1990 beging Danny Rowling fünf schreckliche Morde, die die Stadt Gain will. Florida in Aufruhe versetzten. [räuspern] In dieser Folge befassen wir uns mit Rowings Kindheit und dem Missbrauch durch seinen Vater James. Wir werden uns anschauen, wie ihn sein unstehtes Leben dazu brachte, nach einigen kleineren Straftaten seine ersten schockierenden Morde zu begehen.
In Teil 2 geht es dann um Rollings M Serie, die die University of Florida in Angst und Schrecken versetzte, die einem Hollywood Blockbuster als Inspiration diente und die Rolling den Namen The Gainsville Ripper einbrachte. Danny Vater, James Rowling wollte nie Kinder haben. Doch kurz nachdem Mcludia im Jahr 1953 geheiratet hatte, erzählte sie ihm, dass sie schwanger sei.
Die Ehe war keine glückliche. Einem Nachbarn zufolge soll James einmal gesagt haben, dass Liebe Quatsch sei. Der Nachbar zitierte James später mit den Worten: “Liebe ist, wenn jemand etwas von jemandem will. Es gibt keine Liebe.” Und es schien als ob er wirklich meinte, was er sagte. Der 22-jährige James verachtete Claudia und schlug sie die ganze Schwangerschaft über.
Aus unbekannten Gründen schlief er auch immer mit einem Messer unterm Kissen. Claudia fragte nie warum, vielleicht aus Angst, dass die Frage ihren launischen Ehemann wütend machen würde. James war kurz vor der Hochzeit aus dem Koreakrieg nach Louisiana zurückgekehrt und hat möglicherweise an einer posttraumatischen Belastungsstörung gelitten.
PTBS ist eine psychische Erkrankung, die bei Menschen auftreten kann, die Zeugen oder Zeuge eines traumatischen Ereignisses wurden oder selbst darin involviert waren. Dazu gehören beispielsweise Naturkatastrophen, Terroranschläge, schwere Unfälle, personale Gewalt und Krieg. Zu den Symptomen von PTBS gehören Reizbarkeit, Ängste, Wut und emotionale Taubheit.
Es ist möglich, dass James Rowling an einigen oder sogar all diesen Symptomen litt, was eine Erklärung für seine Gewaltausbrüche und das Messer unter seinem Kissen sein könnte. In den USA war PTBS unter Veteranen damals aber noch kein Thema. Erst Jahre später nach dem Vietnamkrieg wurde die Krankheit einer breiten Öffentlichkeit bekannt und unter ihrem heutigen Namen definiert.
Nach dem Koreakrieg war es dagegen noch unwahrscheinlich, dass irgendjemand James Verhalten mit seiner Armeezeit in Verbindung gebracht hätte. Auch die Geburt ihres Sohnes änderte nichts an James Verhalten. Im Gegenteil, er schien nichts als Hass für Danny zu empfinden, als er im Mai 1954 zur Welt kam. Schon als Baby war Danny physischem und emotionalem Missbrauch ausgesetzt.
Als er gerade mal ein Jahr alt war, schlug sein Vater ihr Mutter in mehrerer Hinsicht. 1963 blieb Danny in der dritten Klasse sitzen, weil er zu oft krank gewesen war. Offenbar hat Claudia ihrem Mann davon nichts erzählt, aus Angst vor einem Wutanfall. Sie hatte einen Nervenzusammenbruch und musste ins Krankenhaus.
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