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Wahre Verbrechen I Mord auf der Klassenfahrt I True Crime Dokumentation T – Part 3

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By sonds1
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 Danach wurde er heroinabhängig und landete schließlich auf der Straße. Nelson versuchte es mit seiner alten Wohltätigkeitsmasche. Er kaufte dem jungen Mann etwas zu essen und schlug vor zu sich nach Hause zu gehen, wo es warm war. Als sie in der Wohnung waren, schenkte Nelson ihnen ein Glas Rum ein und legte eine Platte auf.

 Sie unterhielten sich und hörten stundenlang Musik, bis Steven sich einen Schuss setzte und wegnickte. Als Nilson ihm den Strick um den Hals legte, sagte er mit lauter Stimme: “Oh, Steven, here I go again.” Dann erwirkte er ihn. Stephen Sinclair war Dennis Nielsons 15. Opfer. Es war alles wie immer gewesen und niemand hatte etwas gemerkt.

 Am Ende war es aber dieser Mord, der den Kindly Killer von London zu Fall bringen sollte. Nachdem Nelson den 20-jährigen Steven Sinkler getötet hatte, zog er ihn aus und badete ihn, so wie er es immer mit seinen toten Mitbewohnern machte. Doch als er anfing Steven auszuziehen, entdeckte er etwas, womit er nicht gerechnet hatte.

Die Unterarme des jungen Mannes waren mit Mullbinden umwickelt. Als Nelson die Bandagen entfernte, sah er, dass Steven tiefe Schnittwunden an den Handgelenken hatte. Es waren noch nicht verheilte Wunden von einem kürzlichen Suizidversuch. Nilson war etwas überwältigt von der bitteren Ironie von Stevens Tod.

 Er dachte an all die Schmerzen und Sorgen, die der junge Mann gehabt haben musste. Von dort aus war es leicht für Nilson, den Mord zu verklären, als eine Art Erlösung für eine arme gepeinigte Seele. Jetzt gab es nichts mehr, was Steven weh tun konnte. Tatsächlich soll Steven genau das zu dem Toten gesagt haben.

Die nächsten paar Wochen lebte Nelson in bizarrer Glückseligkeit mit der Leiche seines schönen jungen Gefährten zusammen. Er teilte das Bett mit ihm und unterhielt sich jeden Tag mit Steven, als würde er ihm antworten können. Es war ein friedlicher Zustand für Nilson. Er fühlte sich glücklich und erfüllt. Aber wie alle Toten zuvor fingen auch Nelsons neues Spielzeug irgendwann an zu verrotten.

 Und schon bald war Nilson gezwungen, sich auf grausame Weise von Steven Cinkclers Leiche zu verabschieden. Doch dieses Mal funktionierte es nicht, die Beweise für seine Verbrechen einfach zu zerstören und im Klo runterzuspülen. Schicksal und die Abflussrohre im Haus machten Nelson einen Strich durch die Rechnung. Die große Ansammlung menschlicher Überreste war zu viel für die Rohre in Cranley Gardens 23 und als dann noch die Leichenteile von Steven Sinclair hinzukamen, war es endgültig zu viel.

Die Abflussrohre in Nielsons Haus waren komplett verstopft. Die anderen Mieterinnen und Mieter waren wütend. Seit Tagen konnten sie nicht abwaschen und ihre Toilette benutzen. Amfang Februar 1983 trafen sich Nelson und seine Nachbarin und Nachbarinnen zur Krisenbesprechung. Sie wollten sich bei der Hausverwaltung beschweren.

 Nilson erklärte sich bereit, den Brief zu schreiben. Man kann nur spekulieren, warum Nelson die Beschwerde schreiben wollte. Vielleicht glaubte er, daß ihn sein Engagement weniger verdächtig machen würde. Vielleicht wußte er ins Geheim aber auch schon, dass das Spiel aus war. Den Brief zu schreiben könnte seine Art gewesen zu sein, die Niederlage anzunehmen und die Situation zu kontrollieren.

Ein gut geordneter Untergang sozusagen. Unabhängig von Nelsons Motivation erhöhte die Beschwerde an die Hausverwaltung auf jeden Fall das Risiko entdeckt zu werden. Und schon einen Tag später stand Nelson dem Mann gegenüber, der die größte Bedrohung von allen darstellte, dem Klemtner. Der Februar 1983 war ein bitter kalter Tag.

 Die Minusgrade hielten die Bewohner und Bewohnerinnen von Cranley Gardens aber nicht davon ab, sich vor dem Haus zu versammeln, als der Dino Rod Techniker Mike Ctherine in den Abwasserschacht vor dem Gebäude stieg, um die mysteriöse Rohrverstopfung zu untersuchen. Schon als Mike den Gullideckel anhob, schlug ihm der Geruch von verfaultem Fleisch entgegen.

 Etwas stimmte hier nicht. Als er in die Kanalisation hinabstieg, bestätigte sich sein Bauchgefühl. In den Rohren, die zu 23 Cranley Gardens führten, steckte eine fleischig aussehende Masse. Kein Wunder, dass hier nichts mehr abfließen konnte. Mike wollte ein bisschen von der Substanz mit nach oben nehmen, um besser sehen zu können, was es war.

 Die Bewohnerinnen und Bewohner von Cranley Gardens scharten sich um Mike. Sie wollten sehen, was er gefunden hatte. Sie schauten und wichen entsetzt zurück. Im Tageslicht sah man sofort, dass es wirklich totes Fleisch war. Ob es von Menschen oder Tieren stammte, konnte Mike nicht genau sagen. Eines wusste er aber auf jeden Fall.

 Sachen wie diese waren nicht seine Baustelle. Er rief also seinen Chef an, der vorschlug am nächsten Morgen wiederzukommen, um eine umfassende Untersuchung durchzuführen. Dennis Nielson bekam Panik. Er war wütend auf sich selbst, weil er so nachlässig gewesen war. Natürlich verstopften die Körperteile die Rohre. Was hatte er dann gedacht? Er war so ein Idiot gewesen zu glauben.

 Er könne seine Verbrechen einfach wegspülen. Und jetzt saß er hier und bekam die Quittung für seine Dummheit. Nelson beschloss, alle menschlichen Überreste aus dem Abwasserschach zu holen und er musste es vornen Aufgang tun. Um Mitternacht stieg Nielson in den Schacht hinab und entfernte so viele Fleischdücke, wie er finden konnte.

 Er machte mehrere Tüten voll, die er überall in seiner Wohnung versteckte. Dann betrank er sich so lange, bis er endlich einschlafen konnte. Am nächsten Morgen kamen Mike Katherine und sein Chef, um sich die Rohre noch einmal genauer anzusehen. Dabei fiel Mike sofort etwas sehr Verdächtiges auf. Der Gullideckel sah aus, als wäre er in der Nacht bewegt worden.

 Und als er hinunterkletterte, sah Mike sofort, dass die Rohre gereinigt worden waren. Mike schaute in allen Rohren nach, ob noch irgendwo Reste von der fleischigen Masse zu finden waren. Und tatsächlich entdeckte er schließlich einen kleinen Klumpen, den Dennis und seine Eile übersehen hatte. Als Mike aus dem Gulli kletterte, hörte ein Nachbar, wie er zu seinem Chef sagte, dass die Abflüsse komplett leer gemacht worden sein.

 Der Nachbar ging zu den Klemtnern hinüber und erzählte ihnen mit leiser Stimme, dass der Mieter aus dem Dachgeschoss gestern ganz schön viel Lärm gemacht habe. Dennis Nielsen sei die ganze Nacht aufgewesen. Die Klemtner riefen die Polizei. Das kleine Stück Fleisch, das Mike in einem der Rohre gefunden hatte, wurde sofort ins Labor geschickt.

 Ein paar Tage später hatten die Beamten Gewissheit. Es waren menschliche Überreste. In den darauffolgenden Tagen machte sich Nelson auf das Schlimmste gefasst. Er wusste, dass sie ihn verhaften würden. Daran konnte er jetzt nichts mehr ändern und er war entschlossen, sich seinem Schicksal zu stellen. Als Nelson am 9.

 Februar 1983 das Büro verließ, soll er zu seinem Kollegen gesagt haben, wenn ich morgen nicht da bin, bin ich entweder krank, tot oder im Gefängnis. Nelson hatte recht. Detective Chief Inspektor Peter Jay und seine Officer warteten schon seit mehreren Stunden vor seinem Haus. Jay und seine Leute wollten Nelson festnehmen, sobald er von der Arbeit nach Hause kam.

Angesichts der grausamen Natur seiner Verbrechen rechneten sie damit, daß er gefährlich war und sich möglicherweise wehren würde. Was ihnen stattdessen begegnete, war vielleicht genauso erschreckend. Als Nelson durch die Haustür kam, fiel in Jay sofort sein Kassengestell und sein bescheidener Anzug auf.

 Er sah aus wie jeder andere Mann in London. Er war still, unauffällig und fügte sich sofort in seine jeweilige Umgebung ein. Er war der perfekte Killer und zu Jays Überraschung leistete Nilson so gut wie keinen Widerstand. Nachdem er kurz überrascht getan hatte, gab er zu, dass er wusste, warum die Polizei gekommen war und führte sie hoch in seine Wohnung.

 Als sie die Dachwohnung erreichten, hatte Jay schon den Geruch in der Nase, bevor Nelson die Tür öffnete. Nilson bot an, den Beamten zu zeigen, wo er die Überreste versteckt hatte. Jay lehnte ab. Der Gestank war einfach zu überwältigend. Nilson wurde verhaftet. Auf dem Weg zur Polizeistation wollte Jay wissen, wie viele Menschen er ermordet habe, ohne zu zögern, antwortete Nilson.

15 oder 16 seit 1978. Jake gefror das Blut in den Adern. Er hatte gerade einen der schlimmsten Serienkiller in der Geschichte Englands verhaftet. In den nächsten 30 Stunden legte Nilson ein umfassendes Geständnis ab, indem er jeden Mord bis ins kleinste Detail beschrieb. Für den 37-jährigen Nelson war es eine große Erleichterung.

 Er konnte sich endlich von der Last befreien, die er all die Jahre mit sich herumgetragen hatte. Später bezeichnete Nilson den Tag seiner Verhaftung als den Tag, an dem Hilfe kam. Nelson ließ nichts aus. Er zeichnete sogar Karten vom Grundstück in der Melose Avenue und zeigte den Detectives, wo er die Überreste seiner ersten Opfer versteckt hatte.

Einen Tag später machte sich ein Forensic Team in der Melose Avenue an die Arbeit. Die Ausgrabung dauerte mehrere Wochen. Am Ende fand man über 1000 Fragmente menschlicher Knochen. Bald darauf war Dennis Nielsons Name überall in den Schlagzeilen in England und auf dem europäischen Festland. Er wurde zu einer makabren Sensation, ein lebender Beweis für alle dunklen und niederträchtigen Dinge, zu denen die Menschheit fähig war.

Nelson zeigte sich weiter kooperativ und entgegenkommend gegenüber der Polizei. Das gleiche galt auch für die Staatsanwaltschaft. Aber trotz seiner Bemühungen seine eigene psychische Labilität in den Vordergrund zu stellen, bekam Nilson die Höchstrafe. Am 4. November 1983 wurde Nelson des sechsfachen Mordes für schuldig befunden.

 Er wurde zu lebenslange Haft mit der Möglichkeit auf Bewährung nach 25 Jahren verurteilt. An diesem Tag wurde Nelson zum Gefangenen B62006. Er verbrachte den Rest seines Lebens in verschiedenen Hochsicherheitsgefängnissen in England, wo er im Laufe der Jahre eine regelrechte Obsession für seinen eigenen Fall entwickelte.

 Er schrieb mehrere Aufsätze, Bücher und sogar eine Autobiografie, die jedoch von der Gefängnisleitung konfisziert wurde. Am 12. Mai 2018 wurde Nelson ins Krankenhaus gebracht, wo er sich einer Notoperation am Magen unterziehen musste. Dort starb er friedlich und bewusstlos im Alter von 72 Jahren an einem Blutgerinsel. Dennis Nielson verließ die Welt so, wie ihn die Leute bei der Arbeit und aus der Nachbarschaft gekannt hatten.

Still und unauffällig, ein ganz normaler Mann.  Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast.

 Produziert in Zusammenarbeit mit Bosepark Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion Wieb Geachter Winter Chris Guse, Suholder, Klii Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uter Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau.

 Vielen Dank an Julien Buirot. 

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