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Wahre Verbrechen I Der Mörder kehrte zurück I True Crime Dokumentation T – Part 3

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By sonds1
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 Sie kam zu dem Schluss, dass seine Schilderung nicht auf die Absicht schließen ließen, einer Frau Schaden zuzufügen. Die Polizei in Corning ließ ihn frei, forderte ihn aber auf, sich bei den örtlichen Behörden Schester zu melden. Er willigte ein und kehrte sofort nach Schester zurück, um sich den Beamten zu stellen.

 Er wurde wegen Körperverletzung angeklagt, bekannte sich aber nicht schuldig. Die Polizei ließ ihn unter der Auflage frei, sich während der laufenden Ermittlungen regelmäßig zu melden. Er flüchtete und fuhr weiter nach Sacramento. Der Vorfall mit Jessica schien Jasperson eine wichtige Lektion erteilt zu haben. Er hatte sie gehen lassen und sie hatte die Polizei direkt zu ihm geführt.

Diesen Fehler würde er kein zweites Mal machen. Keith Jesperson war bei weitem nicht so glücklich, wie er es sich wünschte. Er schien unter einem Mangel an Selbstwertgefühl zu leiden und fühlte sich oft unsichtbar. Seine Beziehung zu Martha verschlechterte sich von Tag zu Tag und er hatte das Gefühl, daß ihn nicht einmal mehr seine eigenen Kinder als Vater wahrnahmen.

 Er fühlte sich innerlich leer. Als ein zehnjähriger Sohn Jason im Oktober 1990 eine Gehirnerschütterung erlitt, beschloss Jasperson nach Washington zu ziehen, um näher bei seinen Kindern zu sein. Er und Martha zogen nach Spoke, wo er versuchte eine aktivere Rolle im Leben seiner Kinder zu spielen.

 Trotz seiner Bemühungen ein besserer Mensch zu werden, hatte er das Gefühl, dass ihn niemand wertschätzte. Seine Ex-Frau Rose hielt ihn für keinen guten Vater und Martha für keinen guten Partner. In seiner Vorstellung sah niemand den Menschen, der er wirklich war. Tatsächlich wurde ihm immer klarer, dass ihn niemand wahrnahm. Im Januar 1991 sah er in den Nachrichten, dass Levern Pavlinack und John Sosnownski für den Mord Antonia Bennet verurteilt worden waren.

 Aber er war nicht wütend, weil zwei Unschuldige im Gefängnis waren. Er war wütend, weil jemand anderes die Anerkennung für seine Tat erhielt. Wieder einmal war er übergangen worden. Danach war er überzeugt, dass es nicht schlimmer kommen konnte, aber da irrte er sich. Keith Jesperson und Martha arbeiteten früher als Fernfahrer, was bedeutete, dass sie oft zusammen auf langen Touren unterwegs waren.

 Ihre Beziehung war jedoch nicht immer harmonisch. Im Februar 1991 fuhr er einen Lastwagen durch Illinois. An einer Kontrollstelle in Rock Island, Illinois überprüfte die zuständige Beamtin seinen Namen im System und entdeckte einen offenen Haftbefehl. Sie alarmierte die Polizei und innerhalb von wenigen Minuten wurde Keith Jasperson wegen des Überfalls auf Jessica verhaftet.

Martha protestierte und behauptete, ihr Freund könne so etwas nicht getan haben. Doch als er ihr die Wahrheit gestand, brach sie in Tränen aus. Sie musste mit ansehen, wie er in Handschellen abgeführt wurde. Nach einigen Tagen in Haft wurde seine Anklage von einem Verbrechen zu einem Vergehen herabgestuft.

 Da eine Überstellung nach Kalifornien zu teuer gewesen wäre, ließen ihn die Behörden in Rock Island frei mit der Auflage, sich selbst beim dortigen Gericht zu melden. Als Keith Jasperson im Greyhound Bus zurück nach Spokan fuhr, konnte er sein Glück kaum fassen, wieder einmal dem Gefängnis entkommen zu sein.

 Anstelle von Angst und Frustration wegen seiner Beinahe Haft fühlte er sich unbesiegbar. Er glaubte sogar, er könne den Mord Antonia gestehen und trotzdem davon kommen. Bei einer Zwischenlandung in Livingston, Montana, ging er auf die Toilette, nahm sich einen Stift und an die Kabür schrieb er: “Ich habe Tonja Bennet am 21.

 Januar 1990 in Portland, Oregon getötet. Ich habe sie zu Tode geprügelt, vergewaltigt und es genossen. Ja, ich bin krank, aber ich habe es genossen. Andere wurden angeklagt und ich bin frei. Er war so gut gelaunt, dass er sein Geständnis mit einem kleinen Smiley unterschrieb. Dann stieg er wieder in den Bus und fuhr nach Hause. Obwohl er stolz auf seine Taten war, wusste er auch, dass seine Verbrechen ihn seine Familie kosten könnten.

 Eine Gefängnisstrafe würde bedeuten, dass er seine Kinder nie wiedersehen würde. Um seine mörderischen Gelüste zu zügeln, versuchte er in den folgendeninhalb Jahren sich mit gekauftem Sex zu befriedigen. Doch im Sommer 1992 merkte der damals 37-jährige Jasperson, dass einvernehmlicher Sex, auch wenn er hart war, nicht ausreichte.

 Er genoss die Angst seiner Opfer, aber die meisten Frauen hatten keine Angst vor ihm. Diejenigen, die Angst hatten, wehrten sich oft mit Waffen wie Pfefferspray. Er sehnte sich verzweifelt nach einem echten Opfer, jemanden, der ihn nicht kommen sah und sich nicht wehren konnte. Zu seiner Freude lief ihm genauso eine Frau über den Weg.

An einem heißen Sommermorgen überprüfte er die Bremsen seines Lastwagens auf der Interstate 15 in der Nähe von San Bernardino, Californian. Während er arbeitete, näherte sich eine junge Frau und bat ihn, sie mitzunehmen. Sie stellte sich als Claudia vor und erklärte, dass sie nach Phoenix wolle. Jesperson bot ihr bereitwillig an, sie mitzunehmen und lud sie in seinen Truck ein.

Kaum im Führerhaus versuchte er Claudia zu vergewaltigen. Sie wehrte sich, aber er wurde immer aggressiver. Nach mehreren Vergewaltigungen setzte er sich ans Steuer und fuhr weiter, als sei nichts geschehen. An der nächsten Raststätte wunderte sich Jasperson, warum Claudia nicht versucht hat zu fliehen.

 Er hätte es zwar auch nicht zugelassen, aber ihre Passivität verwirrte ihn. Erst als sie ihn nach Drogen fragte, verstand er ihre wahren Absichten. Als er sich weigerte, Claudia Drogen zu besorgen, reagierte sie mit einer Drohung. Sie verlangte sein ganzes Bargeld und drohte andernfalls dem Sicherheitspersonal der Raststätte von der Vergewaltigung zu erzählen.

Jasperson reagierte aggressiv auf die Erpressung. Er verriegelte die Türen, nahm eine Rolle Klebeband und fesselte Claudia an Händen [räuspern] und Füßen. Nachdem er sie niedergeschlagen hatte, fesselte er sie an die Wand der Schlafkabine. Er fuhr mit seiner jungen Gefangenen weiter.

 Nach etwa zwei Stunden hörte er Geräusche von hinten. Claudia hatte sich befreit und versuchte sich anzuziehen. Jesperson hielt den Wagen an, sprang nach hinten und fesselte Claudia erneut mit noch mehr Klebeband. Und dann begann er, was er sein kleines Todesspiel nannte. Er wirkte sie bis zur Bewusstlosigkeit und wartete, bis sie wieder zu sich kam.

Dieses perverse Spiel zeigt, dass Keith Jasperson ein sexuell sadistischer Mörder war, der es liebte, seine Opfer zu quälen. Der Autor Steven Jimmy Sch, der sich mit sexuell motivierten Serienmördern beschäftigt, ist davon überzeugt, dass der Besitzanspruch, die totale Kontrolle über das Opfer für die Psyche solcher Täter zentral ist.

Im Gegensatz zu Massenmördern empfinden sexuelle Serienmörder echte Befriedigung beim Töten. Sie können das Erlebnis in vollen Zügen genießen und fühlen sich unbefriedigt, wenn es zu schnell vorbei ist. Je länger sie das Überleben ihrer Opfer hinauszögern können, desto mächtiger fühlen sie sich. Als Keith Jasperson mit Claudia fertig war, lag ihr lebloser Körper vor ihm.

In diesem Moment spürte er, daß die Macht, die er in den Händen hielt, wirklich übernatürlich war. Obwohl er wusste, dass er sich schuldig fühlen sollte, wollte er nur eines wieder töten und zwar bald. Doch zunächst musste er die Leiche beseitigen. Er fuhr rund 110 km in die kleine Wüstenstadt B in Kalifornien.

Dort schleifte er Claudia in eine mit Büschen bewachsene Schlucht und versteckte sie unter Steppengras. Dann machte er sich wieder auf den Weg, lebte sein Leben und wartete auf die nächste Gelegenheit zuzuschlagen. Das Warten sollte nicht lange dauern. Hier bei Serienkiller geht’s gleich weiter. Etwa ein Monat, nachdem er Claudia getötet hatte, wurde Jasperson auf einer Rassstätte in Turlock, Kalifornien, von einer Blondine in einem roten Pullover angesprochen.

 Sie sprang in seinen Truck und fragte, ob er mit ihr feiern wolle. Er antwortete, er sei zu müde und bat sie zu gehen. Ein paar Stunden später, er schlief tief und fest, öffnete sich die Beifahrertür und die Frau in Rot kletterte in die Fahrerkabine. Jesperson war außer sich. Er hatte ihr unmißverständlich gesagt, sie solle ihn in Ruhe lassen.

 Das würde sie noch bereuen. Er warf sie aufs Bett und begann sofort sie zu würgen. Eigentlich wollte er sie nicht sofort töten, aber plötzlich hörte sie auf zu atmen. Jasperson war noch frustrierter. Er konnte mit diesem Opfer nicht spielen und wußte nicht mal ihren Namen. Die ganze Sache kam ihm wie eine Verschwendung vor und jetzt musste er auch wieder eine Leiche loswerden.

Er fuhr etwa 130 km Richtung Süden und lut die Frau hinter einem Café in Fresno, Californien, aberfahrt nahm er sich vor, sich beim nächsten Mal mehr Zeit zu nehmen. Im November 1992 hielt er an der Raststätte Burns Brothers in Wilsonville, Oregon. Er hoffte eine Sexarbeiterin namens Laur Pentlin zu treffen. Tatsächlich fand er sie.

 Jesperson lud sie in seinen Lastwagen ein, wo sie über eine Stunde lang Sex hatten. Danach verlangte Pantland 80$ für ihre Dienste. Jesperson protestierte. Der übliche Preis betrage nur 40 $, aber Pentland beharrte darauf, da sie doppelt so lange geblieben sei und deshalb doppelt so viel verdient habe.

 Als er weiter über den Preis diskutierte, drohte sie die Polizei zu rufen. Jesperson sah rot. Er hasste es, wenn Frauen versuchten, ihn einzuschüchtern und sagte zu Pantland, sie habe gerade einen großen Fehler gemacht. Er schlug ihr in den Nacken und wirkte sie. Als sie das Bewusstsein verlor, beugte er sich über sie und flüsterte: “Du bist die vierte, die ihr Glück mit mir überstrapaziert hat und jetzt, jetzt bist du tot.

” Eine Stunde lang triebliches Spiel. Als sie schließlich ihren letzten Atemzug tat, befriedigte er sich und setzte sich wieder ans Steuer. Es dauerte nicht lange, bis er den perfekten Ort für die Leiche gefunden hatte. Jesperson fuhr nach Salem, Oregon und hielt auf dem Parkplatz eines Sportgeschäfts.

 Im Schutz der Dunkelheit hief der er Pentls Leiche über den 2 m hohen Zaun und ließ sie in einen Laubhaufen fallen. Jesperson begann sofort sich ein Alibi zu verschaffen, indem er von verschiedenen Rastplätzen entlang seiner Route im Büro anrief. Er tauschte auch die Matratze in seinem LKW aus, um mögliche forensische Beweise zu vernichten.

 Dann wurde ihm klar, dass er einen Gang zurückschalten musste. Das Töten machte ihm Spaß, aber es war es nicht wert, seine Kinder zu verlieren und sein Leben zu zerstören. Nach Pantlin schwor er sich, ein für alle mal mit dem Töten aufzuhören. Im März 1993 traf Keith Jesperson eine Frau, die ihn sein Versprechen vergessen ließ. Auf einer Raststätte in Corning, Kalifornien, traf er eine junge Frau namens Cindy.

 Er bot ihr an, sie nach Sacramento mitzunehmen. Nach etwa 65 km hielt er an einer verlassenen Rassstätte, wo die beiden einvernehmlichen Sex hatten. Doch als Cindy danach zärtlich wurde, brachen seine gewalttätigen Impulse durch. Er überwältigte Cindy und vergewaltigte sie. Dann begann er sein tödliches Spiel.

 Er wirkte sie bis zur Bewusstlosigkeit immer und immer wieder, bis sie schließlich nicht mehr aufwachte. Achtlos warf er ihre Leiche auf einen Steinhaufen und fuhr etwa 320 km bis nach Gilroy, Californien, wo er anhielt und tief und fest schlief. Während Keith Jasperson über seinen fünften Mord triumphierte, nagte etwas an ihm.

 Niemand schien zu bemerken, dass ihr ein Serienmörder sein Unwesen trieb. Er wollte berühmt werden wie Ted Bundy oder John Wayne Gy. Also beschloss er zu handeln. Er begann Briefe zu schreiben. Zuerst an das Gericht in Washington County und dann an die Zeitung The Origonian. Darin beschrieb er die Morde Antonia und Cindy mit Details, die nur der wahre Täter kennen konnte.

 Er unterzeichnete mit seinem charakteristischen Smiley. Er wartete vergeblich. Seine Briefe wurden nicht veröffentlicht. Es gab keine Pressemitteilungen. Diese Missachtung frustrierte ihn zutiefst. Und wenn Keith Jesperson frustriert war, wollte er töten. Der 39-jährige befand sich in einem Zwiespalt. Einerseits wollte er Anerkennung für seine Verbrechen, andererseits versuchte er nicht mehr zu töten.

 Über ein Jahr gelang ihm das auch. Doch Ende 1994 bot er einer jungen Frau an einer Raststätte in Tampa, Florida eine Mitfahrgelegenheit an. In dieser Nacht vergewaltigte und tötete er sie. Obwohl sein sechster Mord dem bekannten Muster folgte, schien er weniger persönlich zu sein. Er konnte sich nicht einmal an den Namen des Opfers erinnern.

Dennoch entsorgte er die Leiche routiniert und verschaffte sich ein Alibi. Auch wenn ihm der Mord keine wirkliche Befriedigung verschaffte. Einige Monate später, im Januar 1995, lernte er in einem Hotel in Spokan Washington die 21-jährige Angela Sir Britzcan. Nach ein paar Drinks an der Bar verbrachten sie eine Nacht mit Sex und Zimmerservice in seinem Zimmer.

Anschließend begleitete Angela ihn auf seiner Reise nach Osten. Sie wollte einen Exfreund in Indiana besuchen. Während der Fahrt vertraute Angela ihm an, dass sie möglicherweise schwanger sei, aber den Vater nicht kenne. Sie plante in Indiana sofort mit ihrem Ex zu schlafen, um ihm das Kind unterzuschieben.

 Keith Jasperson hasste es, wenn Frauen Männer ausnutzten. Angela verärgerte ihn zusätzlich, weil sie ihm keine Ruhe gönnte. Anstatt seine Schlafpausen zu respektieren, döste sie nur während der Fahrt vor sich hin und weckte ihn ungeduldig nach ein paar Stunden. Während der Fahrt wurde er immer müder gereizter, und als sie dann Nebraska erreichten, platzte ihm der Kragen.

An einer Raststätte hielt er an und sagte, er wolle schlafen. Als sie zu jammern begann, nahm er sein [räuspern] Klebeband und verschloss ihren Mund. Dann fesselte er ihre Hände über ihrem Kopf. Nach mehreren Vergewaltigung begann er sein tödliches Spiel. Er wirkte Angela bis zur Bewusstlosigkeit, wartete auf ihr Erwachen und wirkte sie erneut.

 Beim vierten oder fünften Mal sei sie gestorben. Er ließ sich mit dem Mord Zeit, aber sein grausames Spiel war noch nicht zu Ende. Da er mit Angela im Hotel in Washington gesehen worden war, musste er diesmal besonders sorgfältig vorgehen, um die Leiche zu beseitigen. Mitten in der Nacht zog er Angelas Leiche unter seinen Lastwagen. Er befestigte sie mit dem Gesicht nach unten unter dem Fahrzeug.

Kilometer schleppte er Angelas Leiche, dann hielt er an, um das Ergebnis zu begutachten. Als er unter den Lastwagen kroch, war er zufrieden. Die Leiche war nicht mehr zu identifizieren. Nachdem er Angelas verstimmelte Überreste in einen Graben geworfen hatte, fuhr er weiter. Er hatte Mühe, seine Gefühle zu kontrollieren.

Einerseits war er stolz wieder mit einem Mord davon gekommen zu sein, aber andererseits ekelte ihn sein anhaltender Tötungsdrang. Obwohl nicht bekannt ist, ob Keith Jasperson jemals eine psychische Störung oder eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde, deutet sein Verhalten auf narzisstische Züge hin.

Narzissten zeigen oft ein extremes Selbstbewusstsein, das den Eindruck eines gesunden Selbstwertgefühls vermittelt. Psychologische Studien nach Sigmund Freud und Heinz Kohut belegen jedoch das Gegenteil. Die Grandiosität von Narzissten dient als Abwehrmechanismus, der ein schwaches Ego und tiefe Selbstverachtung verbirgt.

Während die meisten Narzissten kaum Empathie für andere empfinden können, entwickeln einige die Fähigkeit, sich selbst zu bemitleiden. Ohne geeignete Therapie können Narzissten diesen Punkt nur schwer überwinden. Sie wissen nicht, wie sie sich auf gesunde Weise beruhigen können und greifen oft auf Laster zurück, um sich besser zu fühlen.

 Für Keith Jasperson bedeutete das mord, auch wenn er dadurch nicht geheilt wurde. Im März 1995 ertrank der 39-jährige förmlich in Selbsthas und wusste nicht, wer damit umgehen sollte. Nicht einmal ein bekanntes Gesicht konnte ihn aus dieser Lebenskrise reißen. Als er seine Ex-Freundin Julie Winningham in einer Raststätte in Oregon entdeckte, war sein erster Impuls sich zu verstecken.

 Die beiden waren vor anderthalb Jahren einige Monate zusammen gewesen, aber ihre Beziehung endete wegen Untreue. Doch die 41-jährige Julie bemerkte ihren Exfreund, bevor er verschwinden konnte. Sie umarmte ihn herzlich und kurz darauf schliefen sie miteinander in seinem Lastwagen. Danach blieb sie einfach. Als er wieder auf Tour ging, saß Julie neben ihm.

Er hatte gehofft, dass Julie sich seit der Trennung weiterentwickelt hatte, aber er musste schnell feststellen, dass sie immer noch die gleiche Person war wie vor einem Jahr. Sie lebte von seinem Geld, flirtete mit anderen Männern und trank und rauchte Marihuana im Übermaß. Nach 5 Tagen hatte er genug von ihr.

Eines Nachts, nachdem sie Sex hatten, bat sie ihn um 000 $, um ein paar Strafzettel wegen Trunkenheit am Steuer zu bezahlen. Als er sich weigerte, wurde sie wütend. Julie drohte allen ihren Freunden zu erzählen, dass er sie vergewaltigt habe, wenn er ihr das Geld nicht gebe. Keith Jasperson spürte die vertraute Mischung aus Wut und Erregung in sich aufsteigen.

 Erwirkte Julie bis zu Bewusstlosigkeit. und fesselte ihre Arme und Beine mit Klebeband. Dann fuhr er weiter, fest entschlossen, die Nacht durchzuhalten. Doch irgendwann stoppte er den Lastwagen und vergewaltigte sie. Laut Keith Jasperson tat Julie so, als würde sie es genießen. Vielleicht in der Hoffnung, dass ihre Fügsamkeit ihr die Freiheit bringen würde, aber er hatte nicht die Absicht, sie gehen zu lassen.

Er spielte dann sein Todesspiel und wirkte Julie drei oder viermal, bevor er ihr einen tödlichen Schlag gegen den Hals versetzte. Dann fuhr er den Highway 14 entlang und hielt auf der Washington Seite des Columbia River Gorge an, dem Fluss, in dem er Tonja Bennet geworfen hatte. Er schleifte Julies Leiche die Böschung hinunter, bedeckte sie mit Unkraut und kletterte zurück in sein LKW, wo er zu weinen begann.

 nicht aus Trauer über den Mord an seiner Ex-Freundin, sondern aus Angst, verhaftet zu werden. Viele Menschen hatten ihn in der vergangenen Woche mit Julie gesehen, noch mehr kannten ihre gemeinsame Geschichte. Kurz überlegte er Julies Leiche in einen abgelegeneren Ort zu bringen, aber er verwarf den Gedanken wieder. Inzwischen schien Keith Jasperson bereit, den Albtraum zu beenden, aber er konnte sich nicht zu einem Geständnis durchringen, zumindest noch nicht.

Einige Wochen später erhielt er einen Anruf von einem Spediteur. Der Disponent teilte ihm mit, daß seine nächste Ladung auf dem Messegelände in Las Cruises, New Mexico, auf ihn warte. Als Jasperson fragte, um was für eine Fracht es sich handle, sagte der Disponent, er wisse es nicht. Jesperson wurde misstrauisch.

 Die Disponenten wußten immer, was ihre Fahrer zu transportieren hatten. Trotz seiner Bedenken fuhr er zum Messegelände. Obwohl das Gelände verlassen wirkte, wurde er sofort von Polizisten umringt, als er aus dem Auto stieg. Sie teilten ihm mit, dass er ein Verdächtiger im Mordfall Julie sei und nahm ihn mit auf die Wache.

Fünf lange Stunden verhörten die Ermittler Keith Jasperson wegen Julie. Obwohl er beunruhigt war, wurde er nicht in Untersuchungshaft genommen. Das bedeutete, dass die Behörden wahrscheinlich keine ausreichenden Beweise für seine Schuld hatten und er wusste das. Also spielte er den Unschuldigen. Seine Strategie ging auf.

 Da er kein Geständnis ablegte, ließen die Beamten ihn gehen, machten aber deutlich, dass sie ihn im Auge behielten. Sie nahm DNA Proben und Fingerabdrücke. Als er in die Nacht hinausfuhr, wusste er, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie ihn verhaften würden. [räuspern] Er dachte an Selbstmord und suchte nach einem Ausweg.

 Er schrieb sogar einen Brief an seinen Bruder Brad, indem er seine Verbrechen gestand. Dann entschied er, dass er auch der Polizei ein Geständnis ablegen könnte, was ihm wahrscheinlich die Todesstrafe einbringen würde. Ein makaberer Gewinn für beide Seiten. Also rief Keith Jasperson im März 1995 die Behörden an und gestand den Mord an Julie Winningham.

Obwohl er nur den Mord an Julie gestand, begann er während der Untersuchungshaft Pressestatements vorzubereiten. Darin gestand er weitere Morde und nannte die Tils, die nur der Täter kennen konnte. Er genoss es, endlich mit seinen Verbrechen pralen zu können und hielt sich mit Details nicht zurück. Seine Offenheit verschaffte ihm den ersehnten Ruhm.

Eine Brieffreundin Sandra London veröffentlichte seine detaillierten Briefe online und erregte damit die Aufmerksamkeit der Medien. Mit Sandras Hilfe richtete Keith Jasperson eine Website ein und kommuniziert mit der Öffentlichkeit und den Medien. Seine Beiträge schwankten zwischen Pralerei mit seinen Morden und völliger Leugnung.

 Nach zahlreichen Beschwerden schaltete AOL die Seite ab, doch das änderte nichts. Er hatte eine Fangemeinde und die Menschen wollten mehr über den sadistischen Mörder wissen. Seine Korrespondenz mit den Medien erwies sich sogar als hilfreich. Zwischen 1994 und 95 arbeitete er mit Journalisten zusammen, um Levern Pavlinek und John Sosnownski des Mordes an Tonja Bennet zu entlasten.

 Tonjas Handtasche war nie gefunden worden und er führte die Reporter zu dem Bromberstrauch, wo er sie 1990 versteckt hatte. Das bewies, dass er der wahre Mörder war und brachte Levern und John die Freiheit. Anscheinend hatte Keith Jasperson gehofft, diese Geste würde ihn bei seinem bevorstehenden Prozess in ein besseres Licht rücken, aber er hatte sich getäuscht.

 Im November 1995 wurde er wegen Mordes an Julie Winningham zu lebenslanger Haft verurteilt. In weiteren Verfahren wegen anderer Morde wurden zusätzliche lebenslange Haftstrafen ohne Bewährung verhängt. Keith Jasperson verbüst seine Strafe derzeit in der Justizvollzugsanstalt von Oregon. Jahrelang kämpfte Keith Jasperson mit dem Wunsch berühmt zu werden, wohlwissend, daß seine Entdeckung ihn ins Gefängnis bringen würde.

 Er sehnte sich verzweifelt nach Anerkennung und Mord war für ihn der letzte Weg, sie zu bekommen. Selbst nach seiner Verurteilung konnte Jasperson nicht aufhören, die Presse zu kontaktieren und über das Internet mit seinen Fans zu kommunizieren. Eine Zeit lang signierte er T-Shirts mit seinem charakteristischen Happy Face.

und verschickte sie an seine Anhänger. Doch Ruhm ist vergänglich und das Interesse der Menschen erlahmte. Heute ist er weitgehend vergessen. Wie ein Graffiti auf einer Toilettenwand ist Jesperson mit der Zeit verblasst. Das war die Doppelfolge über den Serienmörder Keith Jasperson, auch bekannt als der Happy Face Killer.

In der nächsten Folge berichten wir euch dann von Gilbert Paul Jordan, auch bekannt als The Booing Barber, der betrunkene Friseur. Er war ein Serienmörder in Vancouver, Kanada, der Alkoholismus und psychologische Manipulation nutzte, um Frauen oft indigene Abstammung und sozial benachteiligt zu töten, indem er sie zwang, tödliche Mengen Alkohol zu trinken, während er sich als harmloser Gastgeber oder Begleiter ausgab.

Alle Folgen von Serienkiller Mörder und ihre Geschichten findet ihr kostenlos hier auf Spotify und überall dort, wo ihr am liebsten Podcast hört. Es sind mittlerweile schon über 200 Folgen für euch online. Abonniert jetzt Serienkiller, um keine Folge zu verpassen. Und wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns immer über eine positive Bewertung.

 Mein Name ist Max Spalleck und mein Name ist Diane Helscher. Bis zum nächsten Mal. Serien Killer Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bosepark Productions basierend auf einem Spotify Original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Ellie Reed, deutsche Produktion und Redaktion, Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Julia Ilan, Suholder und Chris Guse. Und hier noch ein Hinweis.

Falls ihr noch mehr True Crime von Bosepark hören wollt, dann sucht jetzt nach Sekten und Kulte im Namen des Bösen 

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