Wahre Verbrechen I Der Mörder kehrte zurück I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Der Mörder kehrte zurück I True Crime Dokumentation
Die meisten Fehler werden nach der Tötung begangen, nicht vorher. Aber diese Suche ist natürlich bei dem vielen Zeug, was da rumliegt, die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Also, der Fall war deshalb außergewöhnlich, weil der Angeklagte äh kein Leben führt, wie wir es jetzt kennen. Mannheim Käfertal, 17. Februar 2012.
Die sonst sehr zuverlässige Krankenschwester Judith G. kommt nicht zur Arbeit. Ihre Chefin meldet sie als vermisst. Es stellt sich heraus, am Vorabend wurde der Hund von Judith G. angefahren. Dr. Reinhard Hofmann war damals der ermittelnde Staatsanwalt. Also die Ermittlungsbehörde habe zunächst erfahren, dass ein Hund in Mannheim Käfertal überfahren worden ist, totgefahren.
Und äh dieser Hund hatte ein Merkmal im Ohr, sodass man auf die Hundehalterin gekommen ist. Und man hat dann festgestellt, sie ist nicht da, sie ist nicht erreichbar. Am nächsten Morgen äh hat die Arbeitgeberin des späteren Opfers mitgeteilt, dass das Opfer nicht zur Arbeit gekommen wäre, äh was sehr ungewöhnlich sei, weil es eine äußerst zuverlässige Kraft ähm sei.
Und die Frau hatte äh Depressionen, das war bekannt auch bei der Arbeitgeberin. Deswegen ist man davon ausgegangen, dass es sein könnte, dass sie sich das Leben genommen hat. Und dann hat man versucht die Frau zu finden, weil man eben dachte, sie hat sich möglicherweise was angetan und hat den Hund freigelassen.
Deshalb hat die Polizei diese vermissten Meldung doch schon sehr ernst genommen. Gerichtsreporterin Angela Boll hat über das Vorgehen der Polizei in ihrem Podcast berichtet. Die Ermittlungen beginnen mit einer großen Suchaktion. Ein vermissten Fall ist im Grunde ein Verandungs Fall. Was macht man beim Verhandlungsfall, wenn man also ein Täter sucht? Und hier wird halt das potenzielle Opfer äh gesucht.
Jeder Mensch hat sogenannte Hinwendungsorte. Das war hier z.B. will die Hundewiese, da wusste man, da geht sie äh öfter hin. Die Polizei, sie hat ein Hubschrauber eingesetzt. Äh es waren äh rund um die Wiesen, wo sie immer mit ihrem Hund spazieren geht, ausführliche Suchmaßnahmen gestartet worden. Unter anderem waren auch Mailer eingesetzt.
Und äh der Hund, der nimmt nur lebende Signale, Gerüche auf, aber keine äh Toten. Nach der erfolglosen Suche konzentrieren sich die Ermittler jetzt auf den Freundeskreis der Vermissten. Es wurden äh Leute befragt aus ihrem Bekanntenkreis, wobei der Bekanntenkreis nicht sehr groß war und da haben sich ja dann auch bald die ersten Verdachtsmomente ergeben.
Doch noch bevor die Ermittler dem genau nachgehen können, wird Judit G am 23. Februar von einer Spaziergängerin gefunden. Die Leiche äh hat am Kopf zwei schwere Schläge abbekommen. Die Kopfkalotte war zerstört und es war ganz offensichtlich dann, dass diese beiden Schläge auf den Kopf mit einem hatten Gegenstand, dass die zum Tod geführt haben.
Damit ist klar, das ist kein Suizid, sondern das ist ein Kapitaldelikt. Die Auffindesituation der Leiche war eine besondere. Die Hände waren über dem Bauch gefaltet, sozusagen wie zum Gebet oder wie eine Leiche etwa im Saar liegt. Die Jacke war ausgezogen, die Schuhe waren ausgezogen und die Strümpfe, die lagen ordentlich zusammengelegt äh an der Seite und äh sie war vorsichtig abgedeckt worden mit Laub, aber alles mit einer gewissen Hingabe.
Man kann den Schluss ziehen, dass Täter und Opfer sich gekannt haben müssen. Äh denn normal wäre, wenn man sich nicht kennt, dass der Täter das Opfer einfach irgendwie liegen lässt oder grob verschart, aber nicht diese Art von auf Aufbereitung, Drapierung der Leiche und da war klar, da muss irgendwas gewesen sein.
Was war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar? Für mich als äh Journalistin war es eine Frage, wie das sein kann, dass jemand eine Person auf so brutale Weise tötet und äh sie danach dann äh fast schon liebevoll äh aufzubahen. Die meisten Fehler werden nach der Tötung begangen, nicht vorher. Ja, danach ist der Täter nicht mehr 100% im Besitz seiner geistigen Kräfte.
Und hier kommt natürlich sehr spezifisch äh dazu, dass ja eine Beziehung äh bestand und die Tötung ist ja auch hier eine Art von Bestrafung. Die Ermittler fokussieren sich jetzt auf Personen, die Judith G nahstanden. Zunächst wird ein 70-jähriger Mann befragt, dessen Ehefrau vom Opfer gepflegt worden war. Die Spur zu dem älteren Herrn erachte ich jetzt von vorne rein für nicht besonders ähm zielführend, weil sie haben einen Mann, der ist Mitte 70, hat eine zu pflegende Frau.
Ein Motiv ist zunächst mal überhaupt nicht ersichtlich. Ältere Personen begehen selten so ein Delikt. Und da ist natürlich diese andere Person, die in Betracht kommt, die jünger ist und ein etwas komisches Leben lebt nach den Zeugen Aussagen wesentlich verdächtiger. Der Verdacht fällt auf einen 50-jährigen Nachbar.
Er lebt in messiartigen Zuständen. Der hat außergewöhnlich gehaust, kann man fast sagen. Das war ein Einzelgänger. Äh, der hat sich auch schräg verhalten und ähm war überhaupt nicht in der Gesellschaft integriert. Äh er war ja dann auch psychisch krank, wie sich herausgestellt hat. Ähm, aber auch allein schon die Art, wie er gelebt hat, die war wirklich verstörend.
Judith G parkte ihren Wagen vor dem Haus des 50-jährigen, als sie arbeiten fuhr und das sollte Folgen haben. Und sie hat ihm aus Dankbarkeit, weil sie dort parken durfte, äh an Weihnachten paar Plätzchen Schokolade äh geschenkt und daraus hat er den Schluss gezogen, dass da vielleicht eine Beziehung in welcher Form auch immer äh denkbar wäre.
Zeugenaussagen weisen darauf hin, dass sich der Verdächtige wohl mehr von der Frau versprochen hat. Schon bei der Vernehmung des älteren Herrn ähm hat dieser ahn gegeben, ähm als er mal auf dem Kaffee bei der Pflegekraft äh war, ist plötzlich ähm dieser Messi dazuekommen. Äh und der war dann geschuckt, dass sich ähm das das Opfer mit diesem älteren Herrn sozusagen abgibt.
War Eifersucht das Motiv? Die Ermittler haben einen Anfangsverdacht und bekommen einen Durchsuchungsbeschluss für das Anwesen des 50-jährigen in Mannheim Käfertal. Jeder Raum war vermüllt mit Sperrholz, äh mit Trageten, alles was normaler Menschen den Abfall tun würde, das lag bei ihm alles 1 m hoch, teilweise 2 m hoch.
Durch manche Räumlichkeiten ist man gar nicht äh hindurchgekommen. Es waren so kleine Gänge, Durchgänge, man, also man hat gesehen, welche Wege er genommen hat. Jetzt hat er sich so freigeräumt. Er hatte auch ziemlich viele Kuscheltiere, was auch noch mal ein bisschen schräg und unheimlich war. Und er hatte ja einen Aussichtspunkt auf seiner Fichte, die im Garten stand.
Dort konnte er hochklettern und von dort aus hat er die Leute beobachtet. Also vollkommen eigenartig. Was geht jetzt in seinem Kopf vor? Er denkt natürlich in dem Gerümpel finden die nichts. Ja. Doch tatsächlich finden die Beamten etwas. Ich sag mal Kommissar Zufall. Die haben diese Gleitungsstücke gefunden, eine Jacke, eine Hose und einen Handschuh.
und die hingen über einem Geländer. Also, die waren gut sichtbar, die waren zum Trocknen aufgehängt. Wäre besser gewesen, er hätte dies Dinge äh entsorgt, aber als, weil er ja ein Messi ist, hat er dieses Syndrom Sammelleidenschaft und nichts wird weggegeben. Deswegen denke ich, hat er die da zum Auslüften oder zum Trocknen aufgehängt.
Der äh Vortest auf Blut hat ergeben, dass es sich um menschliches Blut handelt und dann in so einem Fall wird ganz schnell abgeglichen, ist es Täterblut, Opferblut oder neutrales Blut? Und man hat dann ganz schnell äh festgestellt, dass es Blut an der Jacke vom Opfer ist. Günther S wird festgenommen. Was man natürlich noch sucht, das ist die Tatwache.
Aber diese Suche ist natürlich bei dem vielen Zeug, was da rumliegt, die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Und jetzt bei dieser zweiten Untersuchung, wo man sich natürlich auch mehr Zeit nehmen kann, ähm findet man Notizbücher, die sehr persönlich sind. Deswegen sind es juristisch Tagebücher. Der Mann hat also Tagebücher geführt, Eintragungen gemacht, äh Datum, Uhrzeit und dann kurz Notizen, die aber jetzt nicht sofort äh kenntlich waren.
Also, er hat keine vollen Sätze geschrieben, sondern er hat Abkürzungen verwandt. Er hat auch oft englische Begriffe verwandt, sodass man das alles erstmal äh übersetzen musste. war der Beschuldigte ja häufig auf die Fichte in seinem Anwesen geglettert ist und von dort aus die Umgebung betrachtet äh hat, hat er da immer geschrieben VK für Vorkommnis und FI Look, Fichte und sehen.
Er hat aber auch Einträge gemacht, die manchmal auch mit Fäkalsprache, wenn er so wütend war, äh hat er auch üble Ausdrücke benutzt und manchmal hat er sehr liebevolle Einträge gemacht. Das war auch sehr unterschiedlich sein Verhalten. Man kann verfolgen, dass er seit mehreren Monaten das Opfer best hat, dass er also ihre Lebensgewohnheiten ganz genau kannte, wann sie mit dem Hund abends noch mal rausgeht, von wann bis wann sie arbeitet, wo sie eventuell sonst hingeht, mit wem sie sich trifft, etwa mit dem älteren Herrn. Und das hat
er alles minutiös aufgeführt. Der Inhalt der Tagebücher offenbart: Zunächst nennt der Angeklagte Judit bei ihrem Namen. Doch dann verwendet er Schimpfwörter und schließlich nach der Tat nur noch ihre Initialien. Daraus kann man auch schlüssel ziehen zunächst positiv auf sie eingestellt. Dann wird er zurückgewiesen.
Dann wielt er mit der Zeit Aversionen gegen sie, entwickelt Eifersucht und dann kehrt Friede ein. Und man hat keinen Menschen mehr vor sich, sondern nur noch ein Leichnamen. Ja, und deswegen nur noch die Initialien. Der Täter wird wegen Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt. Er sitzt noch immer in einer psychiatrischen Einrichtung.
Ein Fall, der Staatsanwalt Hofmann immer in Erinnerung bleibt. Das war dann ihr erster freier Tag und den hat sie dann genutzt indem sie da ein Fahrrad, das hier das Schiff zur Verfügung stellte, hat sie genommen, hat sich ein bisschen schick gemacht. und ist von Dollach mit dem Fahrrad losgefahren. Er hat dann Antonella gepackt und den Körper hier reingeschleift und hier an dieser Stille, wo der Stein steht, fanden wir dann den Leichnamen.
Der Täter hat dann aus diesem Tragehängeln, dieser große Tasche, diesen Strick sich praktisch hergestellt und damit den Hals von Antonella an diesen Bäumen fixiert. Dann wandte er sich schon wieder ab und wollte eigentlich das Revier verlassen. D fragt der Kollege noch nach ihr, was was ist das Problem? Was ist denn passiert? Und dann fängt er an über eine junge italienische Frau zu sprechen, die er getötet habe damals in Karlsruhe vor über 20 Jahren im Schlusspik.
Fotos zeigen die Leiche der 25-jährigen Antonella B. Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei haben sie gemacht. Am 26. Juni 1987 im Karlsruhe Hartwald. Der Körper der jungen Frau ist übel zugerichtet. So wie es am Tatort aussieht, wurde sie gequält und anschließend erdrosselt. Im Hals von Antonella B.
steckt ein Holzpflock. Wolfgang Metzger ist Mordermittler bei der Krioklsruhe. Seine Suche nach dem Täter wird zur Jagd nach einem Phantom. Doch das ahnt der erfahrene Polizist noch nicht, als er an den Tatort kommt. Antonella lag abseits eines damals war es ein Art Trampelbad, aber es war äh da konnte man gut sehen, es war sogar eine Parkbank dort, wo die Leute sich hinsetzen und ausruhen konnten.
Und bei dieser Parkbank etwa wenige Schritte im im Getickig des Waldgebüsches lag sie am Boden auf dem Rücken angezogen. Jeans und Pullover. Ein schmaler dicht eingewachsener Waldweg. Antonella ist hier mit einem Fahrrad unterwegs. In Höhe einer Parkbank wird die 25-Jährige von ihrem Mörder ins Gebüsch gezogen.
Früher stand hier die Pikebank und Antonella kam wohl aus dieser Richtung geradelt. Er hat dann Antonella gepackt und den Körper hier reingeschleift und hier an dieser Stelle, wo der Stein steht, fanden wir dann den Leichen an. Der Täter muss lange ungestört gewesen sein.
Er hatte sogar Zeit, die Leiche mit einem Seil an zwei Bäume zu binden. Sie lag hier auf dem Rücken. Damals waren hier noch kleinere Bäume und von zwisch ihr Kopf lag zwischen zwei geschmalen Bäumen und er hat dann die Tasche hatte lange Henkel diese Henkel herausgenommen und zu einem längeren Seil verbunden und beginnend von einem Baumstamm das Seil ihr um den Hals gewickelt und an einem anderen Baumstand praktisch das Seil gespannt.
Das war die Situation, wie sie am Boden lag. Die Obduktion ergibt später, dass Antonella erwirkt wurde. Sie stirbt noch bevor sie ihr Mörder mit Seilen zwischen die Bäume spannte. Das brutale Vorgehen schockt auch die erfahrenen Beamten. Da sie sich hieraus erstmal keinen Reim machen können, versuchen die Ermittler zunächst mehr über das Opfer zu erfahren.
Antonella hatte damals keine Ausweispapiere, gar nichts dabei, nur eine große Plastiktasche und da drin war ein Streichholzschächtelchen mit der Reklame dieser Eisdiele und da wir gar nichts hatten und nicht wussten, was wir wie es weitergehen soll, denn wir wenn willst Frage, wenn ich weiß wie der Tote heißt.
Das ist mit unser erster Ansatzpunkt und es gilt die Tote zu identifizieren. habe ich den Joker gesetzt und bin mit meinem Kollegen rausgefahren zur Eisel nach Dollach. Stellte mich als Kriminalbeamter vor und dann fragte der Eisdielen Besitzer gleich, geht es um das Mädchen? Weil Antonella B als sehr zuverlässig bekannt ist, kommt es dem Eisdielenbesitzer komisch vor, als die 25-Jährige am Vorabend nicht nach Hause kommt.
Auf einer Polizeistation in Karlsruhe meldet er das Mädchen als vermisst und tatsächlich bei der Toten handelt es sich umeller B. Und so hatte dann das Opfer einen Namen und wir konnten dann anfangen mit unserer Arbeit an dem Abend schon und dann hat die Mordkommission in einer gewissen Stärke zusammengetreten und die Ermittlungen haben dann begonnen.
Antonella B war erst wenige Wochen zuvor nach Deutschland gekommen. Sie wohnte in der Wohnung des Eisdielenbesitzers. Das ist eine Eisdiele, wie man sie kennt im Erdgeschossen oben drüber eine Wohnung, wo die Besitzer oder die die Eisdialerfamilie wohnte und in dieser Wohnung war ein großes Zimmer für die Mädchen, dass es sich es teilten und die haben da gelebt, geschlafen und mit der Familie gegessen.
Von ihrem Umfeld wird Antonella als sehr fleißig beschrieben. Sie habe viel gearbeitet. Bis zum 26. Juni 1987 ihrem Todestag, da sie bis dahin schon vielmals Kolleginnen ausgeholfen hat oder für die eingesprungen ist an einem Feiertag oder einem Sonntag hat und der Chef zu ihr gesagt hat, duellen du kannst heute frei machen zu aller Überraschung eigentlich und das war dann ihr erster freier Tag und den hat sie dann genutzt äh indem sie da ein Fahrrad, das hier das Schiff äh zur Verfügung stellte, hat sie genommen, hat sich ein bisschen schick
gemacht und ist von Dlach mit dem Fahrrad losgefahren. Es ist der letzte Ausflug der jungen Italienerin. Wenig später trifft sie hier im Karlsruer Hartwald ihren Mörder. Ganz in der Nähe liegt das Karlsruher Wildparkstadion. An diesem Nachmittag gibt es dort ein großes Open Air Konzert.
Viele Fans wollen es sich aus dem benachbarten Schlosspark anhören. Die Sonne scheint, es ist Sonntag. Viele Familien, Radfahrer und Jogger sind unterwegs. Wolfgang Metzger und seine Kollegen sind sicher, irgendein Zeuge muss den Todeskampf von Antonella bemerkt haben. Hier im Schlossgarten hatten wir dann sehr, sehr viele Kollegen der Schutzpolizei eingesetzt mit der Aufgabe Joker zu finden, Spaziergänger, die sich hier aufgehalten haben an jenem Sonntag, um daraus wieder Zeugen zu gewinnen.
Aber leider hat sich niemand gemeldet. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Antonella B. hatte einen Holzpflock im Hals. Ihre Leiche war an zwei Bäume gefesselt. Handelt es sich hier um einen Ritualmord? Doch auch diese Ermittlungen laufen ins Leere. Monatelang gibt es keine neuen Anhaltspunkte.
Die eingerichtete Sonderkommission wird verkleinert. Doch dann meldet sich überraschend eine Zeugin, die von der Polizei eigentlich in einer ganz anderen Sache befragt wird. Sie hat dann auch geschildert, wie sie eigentlich wenige Stunden bevor Antonella mit dem Fahrrad dort vorbeifuhr, eben auf dieser Bank saß mit ihrem Hund und den Hund dort kämte und ein junger Mann sich zu setzte und sie angesprochen hat, der ihr, sag ich mal, als Frau ein bisschen unheimlich war.
Er war ihr nicht geheuer. Und mit dieser Zeug aussage, die die Frau machte, haben wir uns dann aber intensiv beschäftigt, weil wir eigentlich ahnten Mensch, das war er, das könnte er wirklich gewesen sein. Die Frau kann sich an das Gesicht des Mannes erinnern. Ein Phantombild wird angefertigt. Hunderte Männer werden vorgeladen, doch der Täter ist nicht dabei.
19 Jahre lang tappen die Ermittler im Dunkeln. Die Akte wird zwar nie geschlossen, eine heiße Spur gibt es aber auch nicht. Bis im Frühjahr 2015. Das Telefon in der Mordkommission klingelt. Am anderen Ende ein Ermittler aus der Schweiz. Er berichtet von einem betrunkenen Mann, der auf einer Basel Polizeistation aufgetaucht ist.
Und der Kollege hat sich halt jetzt bemüht, ihm weiterzuhelfen und sagt: “Aber sie Kriminalpolizei, die haben wir hier nicht, ist ein normales Polizeirevier.” Und dann wandte er sich derjenige schon wieder ab und wollte eigentlich das Revier verlassen. Da fragt der Kollege noch nach ihr, was ist das Problem? Was ist denn passiert? Und dann fängt er an über eine junge italienische Frau zu sprechen, die er getötet habe damals in Karlsru im Schloss gehabt.
Angetrieben von diesen Nachrichten fährt Wolfgang Metzger nach Basel. Der Mann, der dort in Gewahrsam sitzt, hat in seiner Aussage auch den Holzpflock erwähnt. Ein Detail, das bis zu diesem Zeitpunkt nicht an die Öffentlichkeit gedrungen war. Dass bei Antonella im Mund ein Stück Holz gefunden wurde, das war während der gesamten Ermittlungen ein Geheimnis.
Das haben wir niemals preis gegeben. Wir nennen das dann ein reines Täterwissen. In der Schweiz trifft Wolfgang Metzger auf den damals 48-jährigen Mann. Sehr schnell gesteht er den Mord an Antonella. Wolfgang Metzger nimmt ihn mit nach Deutschland. War mir unsicher, äh wie ich ihn einschätzen soll.
Er war hatte ganz Karl geschorrener Kopf. Er war schmal. Er wirkte nicht böse. Die beste waren nicht die waren nicht. Und trotzdem haben natürlich ihn überprüft. Kein Schnechauer. Zur Tatzeit lebte Paul H. In einer Einrichtung für schwererziehbare Jugendliche. Der damals 20-Jährige hatte am Tartag Ausgang. Wenige Tage nach dem Mord zieht der junge Mann zu seiner Mutter in die Schweiz.
Er gerätt deshalb nie ins Fadenkreuz der Ermittler. Fast 30 Jahre lang führt Paul Haar. ein ganz normales Leben. Doch irgendwann kann er wohl die Schuld, die er auf sich geladen hat, nicht mehr ertragen. Das sollte sich auch zeigen. war ein Fenster, das aufging, weil es im Moment schlecht ging, weil er Probleme hatte an der Arbeitsstelle, weil er getrunken hatte und weil er mit diesem mit diesem Bild im Kopf der Toten mit dem Holz im Mund, so hat er es gesagt, nicht mehr los wurde.
Und die diese Kombination an diesem Abend hat ihn dazu bewogen, ich muss mit jemand drüber sprechen. Paul H. landet vor Gericht, 29 Jahre nach dem Mord an Antonella. Ihr Vater und ihr Bruder treten im Prozess als Nebenkläger auf. Im Gerichtssal müssen Sie den Mord an der engen Verwandten noch einmal durchleben.
Sie haben es sich alles angehört. Sie waren still, betroffen und in manchen Dingen spürte man, dass sie nicht mit dem einverstanden waren, was der Angeklagte zu sagen hatte oder was der Anwalt im Gerichtssal zu den Geschehen sagte. Da waren sie manchmal ja äh nicht mit einverstanden. Das hat man dann schon gespürt.
Sie erwartet dann einfach auch eine gewisse Herde. Paul H. schildert vor Gericht, dass er Sex mit Antonella haben wollte. Er habe sie gepackt, gewürkt ins Gebüsch gezerrt, sie an zwei Bäume gefesselt und ihr einen Holzpfal in den Hals gerammt. So Brutalität seines Vorgehens schweigt Paul Har während des gesamten Prozesses.
Weil der Mörder zur Tatzeit erst 20 Jahre alt ist und außerdem nicht altersgemäß entwickelt, verurteilt ihn das Gericht nach Jugendstrafrecht. 6 Jahre muss Paul Hinter Gitter wurde ein Carabinier schossen. Da kann man sich vorstellen, dass das schon einen gewissen äh einen gewissen Erfolgsdruck auf die Karmiere ausübt, schon allein, weil es ein Kollege war, äh nicht ein, was sagen wir sag so, so ein normaler Mord, sondern ein kinierend.
Zum großen Fall wurde dieser dieser Banküberfall dann erst als man wusste, wer der Täter ist und dass er geflüchtet ist, ein Täter aus einem kleinen Südoler Dorf. Namen an, dass er höchstwahrscheinlich irgendwelche Helfelfer hatte und wir gingen fest davon aus, dass er in einem Umkreis von überschaubaren Umkreis äh sich aufhält.
Meran 12. Juni 1997, ein heißer Sommertag. An diesem Nachmittag kommt es in der Stadt zu einem Bankraub, der die Bevölkerung von Südtirol wochenlang in Atem halten wird. Der damals 43-jährige Kuno Tafusser hat an diesem Donnerstag Bereitschaftsdienst bei der Staatsanwaltschaft in Bozen, als er einen Anruf der Karabineri erhält.
Die Information, die ich bekommen habe telefonisch war Raubüberfall in Meran, Untermais. im Zusammenhang spät mit einem Mord. Äh das Mord ein Totter Schüsse, aber genaues wusste ich nicht. Ich bin dann sofort äh Nacht mir angefahren und habe dann versucht so schnell wie möglich alle Informationen zu bekommen von den Leuten, die den Beamten, die schon die schon dort waren.
Was genau passiert ist, erfährt der Ermittler erst nach und nach. Er geht zuerst an den Ort, wo der Tote aufgefunden wurde. Ein junger Mann in T-Shirt und Shorts liegt erschossen in einem Innenhof, nur wenige hundert Meter entfernt von der überfallenen Bank. Die Leiche lag nicht weit weg vom Gsteig von dieser Durchfahrtsstraße hier.
2 3 m innerhalb dieses äh Geländes hier. Er lag auf dem Bauch. äh was ja dahin was uns denken hat lassen, dass ein Handgemenge gab und der sich vorne vorne über gefallen ist und was nürlich war alles ziemlich blutverschmiert. Die Karabineri können den Toten schnell identifizieren. Es ist ein Kollege Candeloro Zamperini.
Zeugen bestätigen, dass der 34-jährige den fliehenden Bankräuber aufhalten wollte. Der Kavinier war dort. Das haben wir dann in der Frau gebracht in der Bank als Kunde, um irgendwan seine Bank äh Geschäfte zu erledigen und hatte äh wie wir bald darauf auch äh herausbekommen haben, seinen Sohn ein Kleinkind im Auto gelassen, weil das hätte ja nur äh einige Minuten dauern sollen, deshalb hat er das Kind im Auto gelassen und ist in die Bank rein.
Und das Kind wurde dann auch äh so so vorgefunden, wie es wie es wie er es hinterlassen hatte, nicht? Um 15:27 Uhr betritt der maskierte Bankräuber den Schalterraum. Er fordert die Angestellten in akzentfreiem Italienisch auf, ihm sämtliches Bargeld auszuhändigen. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, feuert er einen Schuss ab.
Eine Angestellte händigt ihm schließlich 10 Millionen Lierer aus. Ungerechnet rund 5000 €. Natürlich standen die Angestellten unter Schock. Äh ist auch verständlich. Äh, ich meine zu erstens mal ist es nicht ein tägliches Vorkommen ist, dass man äh ausgeraubt wird, dass ein ein Räuber in die Bank tritt und dann dass er noch schießt.
Der brutale Täter hat Spuren hinterlassen. Zur Flucht kann er ein Fahrrad benutzen, doch offensichtlich ist ihm dabei die Kette gerissen. So konnte der Karabiniere in Sivilien einholen und zu Fall bringen. Es kommt zum Handgemenge, bei dem der Räuber den jungen Polizisten erschießt. Der Täter flüchtet.
Tafusser und sein Team gehen davon aus, dass der Bankräuber noch ganz in der Nähe sein muss. Zurecht, wie sich herausstellen wird. Der Täter ist hier diese Straße entlang, ungefähr 200 m diese Kasernestraße runter und dort stand damals eine Scheune und in diese Scheune hat er sich äh versteckt äh und wir haben ihn dann eben nicht gefunden, weil er sich mit einer dreckigen und speckigen ähm Decke zugedeckt hatte.
Die Spürhunde der Polizei können den untergetauchten Bankräuber nicht wittern. Offensichtlich hatten die Hunde keine Chance, auch weil die Hundeführer sie nicht dranelassen haben, weil ja am Boden äh ziemlich viel Unrad Scherben und äh ja drehte verrostete Drehte gelegen sind und die hatten Angst, dass die Hunde sich verletzen.
Die kleine Scheune war uns zum Verhängnis und hat ihm zwei paar Tagen Luft verholfen. Unmittelbar nach dem Mord eilt Polizeireporter Arthur Oberhufer zum Tatort. Er merkt sofort, dass er es hier mit einem besonderen Fall zu tun hat, der ihn noch länger beschäftigen wird. Der Umstand, dass der Tote ein Karabinierere war, der hat natürlich dann dazu geführt, dass äh der der Staat sich angegriffen gefühlt hat.
Ein Karabiniere, der sein Leben opfert, weil er einen Bankhäuber stellen wird. Dann gelangt er sofort in den Märtierer Status und das hat den Fall von Nationaltragweite auch gemacht. Der Mörder von Candeloro Zamperini wird als sehr athletisch beschrieben. Er ist nahezu aus dem Stand auf den Bankschalter gesprungen und der Unbekannte hat nicht nur ein Fahrer zurückgelassen.
Beim tödlichen Handgemenge mit dem Karabiniere hat er außerdem seine Brille verloren. Die Brille war für uns ein wichtiges Indiz und zwar einmal, weil wir die Brille ziemlich eindeutig dem Täter zu geordnet haben. Zweitens war es eine Brille, eine Armani Brille nebenbei, ähm von der wir glaubten, dass wir daraus äh irgendwelche ähm, wenn wir an die Öffentlichkeit gehen, damit irgendwelche irgendwelche Ergebnisse erwarten können und haben diese Brille auch äh dann äh in den Zeitungen veröffentlicht mit äh fotografisch
veröffentlichen lassen. Und tatsächlich aufgrund der Veröffentlichung meldet sich eine Optikerin. Sie ist sicher, sie hat die Brille erst vor wenigen Monaten an einen jungen Mann verkauft. Natürlich sind wir sofort äh zu dieser Person hingefahren, die war im Trentino oder Nonsberg irgendwo. Ähm und die hat uns dann äh die die haben wir die Brille gebracht und sie gesagt, ja, das ist die Brille, die sie einem gewissen Florian verkauft hat.
Ich meine, dann hatten wir einen Namen. Wir haben dann äh die Person versucht völlig zu recherchieren. Wir wussten auch, dass er ähm ein Handwerker war, ich glaub Malermeister und dass er auch haben wir auch rausbekommen äh, dass er in vielen finanziellen Schwierigkeiten war. Und wenn man das alles so ein bisschen nebeneinander reit, dann war diese Person natürlich für uns sehr interessant, sagen wir mal so, und haben äh ganz gezielt wollen jetzt äh die diese Person auch zu rede zu Rede stellen.
Doch dazu wird es so schnell nicht kommen. Florian E wohnt in Laurein, einem 350 Einwohnerorf rund 50 km von Meran entfernt. Er ist Polizeibekannt und auch für die Medienvertreter kein unbeschriebenes Blatt. Die kriminelle Energie, die er in sich hatte, die zieht sich so wie ein roter Faden durch das Leben des jungen Mannes.
In seiner Jugend gab es ein traumatisches Ereignis. Da hat er einen Stadel in Brand gesetzt, dann gab es eine eine Autofahrt, wo ein eine Person ums Leben gekommen ist und so kleinere Vorfälle, Diebstehle. Man kann also sagen, dass dieser Mann schon die kriminelle Energie im Blut hatte.
Offensichtlich hat der 34-jährige aber auch eine andere Seite. Ja, die Menschen in Laurein haben ihn als sehr impulsiv beschrieben, als sehr jen jezornig. Gleichermaßen war er dann wieder hilfsbereit. Er hat den Menschen, die Hilfe brauchten, immer gehor geholfen im Dorf. So gesehen war er auch gut angesehen in seinem Dorf.
Staatsanwalt Kuno Tafuser schickt mehrere Einsatzkräfte nach Laurein, um zu überprüfen, ob Florian E tatsächlich für den Banküberfall und den Mord verantwortlich sein könnte. Was dann passiert ist, ist, dass er gemerkt hat, dass sich der Kreis um ihn irgendwo schließt und dann vor den Karabinieren, die eigentlich gar nicht ihn verhaften wollten, weil sie hatten ja kein kein kein Haffefehlen noch einfach abgehauen ist, was ja uns wiederum noch mehr bestärkt hat, das war hätte jemand keinen Grund abzuhauen.
Als die Beamten vor Florian Wohnungstür stehen, flieht der Mann durch eine Hintertür und kann untertauchen. Zum zweiten Mal ist es dem mutmaßlichen Bankrankräuber und Polizisten Mörder gelungen, seine Verfolker auszutricken. Inzwischen reichen die Indizien für einen Haftbefehl aus. Staatsanwalt Tafusser steht zunehmend unter Druck.
Als er immer mehr Ermittler nach Laurein schickt, entwickelt der Fall eine eigene Dynamik. Tag für Tag schwer bewaffnete Polizisten in dem kleinen Bergdorf. Die Presse Laurein wird geradezu belagert. Auch Journalist Arthur Oberrufer ist damals vor Ort. Es herrschte auch ein großes Unbehagen innerhalb der der Bevölkerung.
Das glaube ich hatte damit zu tun durch die brachiale Art und Weise, wie die Ermittler dieses Dorf regelrecht gestürmt haben. Das hat bei der Bevölkerung sehr viel äh Missmut ausgelöst und das hat wiederum dazu beigetragen, dass die Leute heimlich eigentlich gehofft haben, dass der junge Mann, dass er flüchten kann nach Südamerika oder wohin auch immer.
Die Medien nennen Florian E inzwischen nicht ohne Respekt den Rambo aus Laurein. Tatsache ist, dass der junge Mann mit seiner Flucht die Behörden, die Karabinier, die Polizeikräfte lächerlich gemacht hat. Das hat auch dazu geführt, zu einem Stimmungswechsel in der Bevölkerung. Dass er möglicherweise gemordet hat, scheinen viele zu vergessen.
In den italienischsprachigen Nachbargemeinden von Laurein werden sogar Flugblätter verteilt, in denen Florian E angefeuert wird, sich nicht zu stellen. Sympathisanten des gesuchten sprayen Ehre dem Florian eh auf eine Mauer. Dieser Stimmungswechsel innerhalb der Bevölkerung hat auch dazu geführt, dass die Behörden noch härter zu Werke gegangen sind, weil sie sich natürlich durch diese durch diese Stimmungsmache provoziert gefühlt haben und das hat eigentlich die Situation nur verschlimmert und das Klima noch noch ungünstiger gemacht.
Staatsanwalt Kuno Tafos erlässt trotzdem nicht locker und verstärkt den Druck der Einsatzkräfte. Er bleibt bei seiner Überzeugung, dass sich der Gesuchte irgendwo ganz in der Nähe versteckt hält. Wir sind davon ausgegangen, dass er sich eben äh wieder in seinen seinem Umfeld sich bewegt, weil dort fühlt er sich natürlich am besten und h hat auch am meisten äh Möglichkeiten, sich mit Leuten in Verbindung zu s zu zu setzen und auch äh Hilfe zu bekommen.
Ich meine, man muss ja überleben. Später wird sich herausstellen, dass der Ermittler recht behalten sollte. Florian E hält sich im obersten Geschoss dieses verfallenen Staadels versteckt. Hier hat er sich ein Lager eingerichtet. Trotz der großen Polizeipräsenz gelingt es ihm immer wieder, Kontakt zu seinem Bruder und seiner Freundin aufzunehmen.
Rund einen Monat lang bleibt Laurein im Ausnahmezustand. Doch am 10. Juli 1997 kommt für die Ermittler die lang erhoffte Wende. Kunotafosse ist gerade mit Kollegen in Rom auf einer Fortbildung, als ihn die Information erreicht. Florian E wurde gesehen von einem Tankwart. Jedenfalls hat er ihn erkannt kam ein Motorradfahrer in die Tankstelle, der danken wollte.
Der hat dann äh gedankt, hat den Helm auf, äh hat aber das Visier hat vielleicht den Fehler gemacht, das Visier zu äh öffnen. Der Tankfahrt kennt Florian eh von früher und weiß auch, dass er gesucht wird. Er war so intelligent, sich nichts anmerken zu lassen, hat ihn aber irgendwo in ein Gespräch verwickelt und gefragt, wo er des Weges sei oder so in der Art und der hat ih dann auch noch geantwortet.
Äh, das sind waren alles Zufälle, die sich dann auch bewahrheitet haben. Ja, ist auf dem Weg auf den Gardase äh paar Tage kaum war der Motorradfahrer wieder abgefahren, Richtung äh Süden, Richtung Trih also hat der der Dankwart die Kinereation des Ortes angerufen, gesagt, ich habe diesen Florian gerade bedient. Gemeinsam mit einem Kollegen macht sich Tafusser aus Rom sofort auf den Weg nach Südtirol.
Irgendwann wurden wir dann auch informiert, während wir noch wenn wir schon in der Nähe von Südol waren und wir auch informiert, dass Florian in Limone am Gardasee verhaftet worden war. Der 34-jährige sitzt auf einer Parkbank und liest gerade Zeitung, als er von patroulierenden Polizeibeamten entdeckt wird. Einer dieser Kinere hat sich dann von hinten dieser Person genähert, die auf Bank saß, hat sich zu ihm gesetzt und hat ihn praktisch festgenommen.
Er hat keinen Widerstand geleistet und hat sofort gesagt, ja, er ist der den den sie die Karibinere suchen. Es war eine große Erleichterung, das muss ich schon sagen. Doch noch steht nicht fest, ist Florian E tatsächlich für den Banküberfall und den Mord an Candeloro Zamperini verantwortlich? Staatsanwalt Tafuser hofft auf ein Geständnis.
Dabei erlebt er eine Überraschung. Er hat ziemlich bald den Raumfall zugegeben, äh hat von seinen Schwierigkeiten, finanziellen Schwierigkeiten gesprochen, die er irgendwo äh auf eine Erpressung zurückgeführte von der organisierten Kriminalität mit Wucherzinsen und so. Florian eh behauptet, dass er sich von ihm nicht näher bekannten kalabresischen Geldgebern Geld geliehen hat, dass er nebst Wucherzinsen wieder zurückzahlen sollte.
Zu dem Überfall auf die Sparkasse in Meran sei er deshalb regelrecht gezwungen gewesen. Und Florian Ege steht noch zwei weitere Überfälle auf eine Sparkasse in Bozen im Jahr zuvor. Staatsanwalt Tafusser geht der Spur von den Hintermännern in Kalabrien nach. Doch die Ermittlungsergebnisse können die Aussagen von Florian E nicht untermauern.
Wir haben dann auch Hausdurchsuchung gemacht in Süditalien und haben äh haben wirklich ähm sehr tiefgreifende Ermittlungen gemacht, aber es ist nie was herausgekommen, wo man sagen kann, ja, da gibt’s einen ganz konkreten Zusammenhang und nebenbei muss ich sagen, das entschuldigt ja nicht, es entschuldigt weder den Raubüberfall noch den Mord.
Viele Bewohner von Laurein und alle, die bisher auf Florianes Seite gestanden haben, müssen sich an den Gedanken gewöhnen. Einer der ihren ist ein eiskalter Verbrecher. Diese David gegen Goliat Konstellation, die ihm viel Sympathien eingebracht hat, die ist dann eigentlich sehr schnell verschwunden, als man die ersten seine ersten Aussagen im Verhör gehört hat oder praktisch, dass man als man erfahren hat, wie er eigentlich wie wie kalt wie kalt er auf diese Tat reagiert hat. Florian E muss sich wegen Mordes,
drei Banküberfällen und unerlaubtem Waffenbesitz vor Gericht verantworten. Er wird zu einer Haftstrafe von insgesamt 33 Jahren verurteilt. Sie wird später auf 25 Jahre reduziert. Für mich war dann der Fall abgeschlossen. Er wurde verurteilt. Ich hatte beruflich gesehen zumindest eine Genugdung, weil ich glaube, dass ich dass das, was geschehen ist auch sei es vom vom von der ermittlungstechnisch, aber auch prozestechnisch richtig war und dem recht entsprechend war.
Für Kuno Tafusser waren die Ermittlungen in diesem Fall mit die schwierigsten seiner Karriere. Heute befindet sich der Verurteilte im offenen Vollzug. Beim Blick in die Tonne äh waren ein abgetrennter Fuß und ein Teil eines Beines äh zu sehen. Jeden Tag kam eigentlich eine neue Schreckensnachricht.
Wir haben jetzt eine Al gefunden mit Blut des vermutlich des Opfers, wie sie es auch später herausellte. Und man hat sich dann jedes Mal gedacht, mein Gott, was wir da noch alles an folder Werkzeug gefunden. Wir haben einen Elektroschoker gefunden mit der DNA des Opfers. ähm was uns äh eben äh veranlasstet zu glauben, dass sie hier außer Gefecht gesetzt wurde und dann äh entgleidet wurde und somit in einer Situation sich absolut wehrlosen Situation befunden hatte, in der der Täter mit ihr machen konnte, was er wollte.
Vollchen. Im April 2006 wird die 73-jährige Regina G. von ihrem Lebensgefährten als vermisst gemeldet. Bei der Durchsuchung des Hauses machen die Beamten im Keller eine Entdeckung. Jetzt ziehen die Polizisten ihren Kollegen Karl Erhard von der Kriminalpolizei Würzburg hinzu. Unterwegs hat man dann erfahren, okay, es ist in dem Kellerraum äh und es sind leichen Teile und dann fängt man natürliches es Denken an.
Äh wer wer kommt in Frage? Ist es jemand von der vom Umfeld, von der Familie, Bekanntschaft, ähm Zufalls Zufallstäter oder was was ein Überfallinbruch, das alles geht einem im Kopf rum. Doch Kommissar Erhard kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, was ihn in dem Haus in Volkach tatsächlich erwarten wird. Wir gingen die Treppe runter in den Keller des Anwesens und äh fanden in dem Raum, der direkt der Kellertreppe gegenüber war, äh mehrere Wassertonnen vor.
Die Tonne, die am an direkt an der Wand stand, war abgedeckt mit einem schwarzen Deckel, den ich zur Seite nahm. Und äh beim Blick in die Tonne äh waren ein abgetrennter Fuß und ein Teil eines Beines äh zu sehen. Selbst für den erfahrenen Ermittler ist dieser Anblick schockierend. Noch wissen Karl Erhard und seine Kollegen nicht, ob es sich bei der Leiche tatsächlich um die vermisste Regina G handelt.
Die Tronne wird samt Inhalt in die Rechtsmedizin nach Würzburg gebracht. Hier können die Experten die Leiche identifizieren. Das ist tatsächlich Regina G und das Obduktionsergebnis könnte schlimmer nicht sein. Die Leiche weist hunderte Verletzungen unterschiedlichster Art auf. Ermittler Karl Erhard empfindet nach, was die Frau erleiden musste.
Ihm liegt alles daran, den Fall aufzuklären und den verantwortlichen Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Als nächstes wird das Umfeld von Regina G. unter die Lupe genommen. Die Frau ist zweifache Witwe und hat einen neuen Lebensgefährten. Vier leibliche Söhne und einen Stiefsohn, mit dem sie unter einem Dach lebt. Der Stiefsohn wurde bei der Polizeiinspektion als Zeuge vernommen.
Er hatte dort ausgesagt, dass er zur fraglichen Zeit äh nicht vor Ort war bzw. seine Stiefmutter äh eben auch nicht mehr gesehen hatte. hat sich ein Zufallstäter Zutritt zum Haus von Regina G verschafft, als sie dort alleine war. Die Spurensicherung macht sich an die Arbeit und fördert täglich neue Grausamkeiten ans Licht.
Die Kollegen haben sehr, sehr akribisch gearbeitet und äh jeden Tag kam eigentlich eine neue Schreckensnachricht. Wir haben jetzt eine Al gefunden mit Blut des vermutlich des Opfers, wie sich auch später herausstellte und man hat sich dann jedes Mal gedacht, mein Gott, was wird da noch alles an folder Werkzeug gefunden.
Zur gleichen Zeit werden weitere Umfeldbefragungen durchgeführt. Auch der Lebensgefährte der getöteten Regina G wird vernommen. Hierbei stellte sich heraus, dass ähm die äh Ermordete ein Telefonat am Abend ihres Todes führte mit ihrem Lebensgefährden und darin angegeben hatte, sie hatte gerade den Stiefson getroffen und würde sich an diesem Abend noch mal mit ihm treffen.
Dies dies hatte zurfolge, dass wir die Aussage des Stiefsohnes in Zweifel zogen, da er sich eben widersprüchlich dazu geäußert hatte. Farald G. Der Stiefsohn, macht sich durch seine Falschaussage verdächtig. Er wird vorläufig festgenommen und vernommen. Es kam auch ein Anwalt natürlich dazu und er machte eigentlich keine Angaben zur Sache, was es ein gutes Recht ist.
Ähm sein Verhalten war schon auffällig für mich. Ähm, er war sehr gelassen, extrem ruhig und ähm ja, hat eigentlich mehrfach so den Munsch geöert, möchte jetzt eigentlich heim, was das überhaupt soll und ob man Kaffee haben kann, aber viel mehr hat er hat er eigentlich nicht gesprochen. Die Ermittler glauben, Harald G.
könnte als Täter in Frage kommen, zumal nun immer deutlicher wird, dass die Beziehung zwischen ihm und seiner Stiefmutter von Streitigkeiten geprägt war. Wir haben nur erfahren, das Verhältnis war wohl sehr angespannt und äh das Mordopfer hat auch zu äh später von uns gehörten Zeugen gesagt, irgendwann bringt er mich um.
Und ähm sie hatte auch äh geschildert äh war im Karten mal mit einer Axt und hat dabei auch gerufen, ich erschlag dich oder ich bringe dich um. Also irgendwie war da ein Hass und eine Wut schon seit geraumer Zeit mit Sicherheit vorhanden. Mittlerweile werden weitere Beweise gefunden, die für die Täterschaft von Harald G sprechen.
So wird ein Beleg gefunden, dass der Mann kurz vor der Tat einen Häxler gekauft hatte. Offenbar wollte er die Leiche vernichten, was aber misslangt. Noch dazu wird im Keller ein benutztes Kondom mit der DNA von Harald G entdeckt. Außerdem die DNA seiner Stiefmutter. Offenbar hat er sie auch vergewaltigt. Karl Erhard und sein Team können die Tat in den Kellerräumen nun rekonstruieren.
Wir haben einen Elektroschocker gefunden mit der DNA des Opfers. ähm was uns äh eben äh veranlasstet zu glauben, dass sie hier außer Gefecht gesetzt wurde und dann äh entgleidet wurde und eben an diese Vorrichtungen im Tatzimmer, die wir fanden, ja, angebracht wurde. man muss es leider so ausdrücken und somit in einer Situation sich absolut wehrlosen Situation befunden hatte, in der der Täter mit ihr machen konnte, was er wollte.
Aufgrund der Beweise wird der damals 51-jährige Harald G. Landgericht Würzburg wegen Mordes angeklagt. Hier äußert er sich über seinen Anwalt zum Tatgeschehen und gibt folgendes zur Protokoll. Gegen Ende der Verhandlung kam dann die Einlassung, dass der Angeklagte die Frau G niedergeschlagen hätte, nachdem sie auf in Wüden losgegangen sei und ähm sie dann am Boden bewusstlos am Boden lag, aber er der Meinung gewesen sei, sie sei tot.
So und alles, was er dann im Anschluss gemacht hat, habe er in der Meinung begangen, dies an einer Toten zu tun. Gutachten beweisen aber, dass das Opfer ganz offensichtlich lebte, weshalb der Täter auch den Mund seiner Stiefmutter verklebte. Und so wird Harald G wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die besondere Schwere der Schuld wird festgestellt.
Also, das Motiv wurde auch in der Verhandlung deutlich. Er wurde äh verurteilt äh wegen äh Sexualmt und Verdeckungsmod. Ähm, das warerkündig sicher sein Motiv, äh, das eben an der Person, die er so gehasst hatte, durchzuführen. Karl Erhard beruhigt es, dass der Mörder bis heute im Gefängnis sitzt, doch nur solange ihn die Gutachter nach wie vor auch als gefährlich einstufen und das Gericht es dabei beläst.
Für mich ist es bei so einer grausamen Tat, wo einem Menschen ins Leben genommen wurde, das Angehörige ins Unglück gestürzt hat, schon äh schwer vorstellbar, dass so eine Person wieder in Freiheit ein normales Leben führt. Also habe ich ein Problem damit. Seit einigen Jahren ist Karl Erhard pensioniert.
Die Verbrechen, die er bearbeiten musste, stecken ihm dennoch unter der Haut. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörung retraumatisierend wirken. Der 14-jährige Keith Jasperson wischte sich die Tränen von den Wangen, als er den Steg zum Atlantik hinunterlief.
Doch die sanften Wellen des Ozeans konnten seine Wut nicht besänftigen. Eigentlich sollte der Ausflug nach Vogo entspannend werden. Ein erholsamer Familienurlaub für alle. Doch wie so oft hatte sein Vater wieder einmal alles verdorben? Er sah sich um, ob ihm jemand aus der Familie gefolgt war, aber er war allein.
Gut so, dachte er. Er hasste sie. Er wollte niemanden sehen. Am Ende des Stegs entdeckte er einen Haufen Fischernetz und versuchte seinen massigen Körper darunter zu verstecken. Mit 14 war er schon fast 1,80 m groß und wog beinahe 90 kg. Es war nicht einfach, aber irgendwie gelang es ihm, sich unter den Netzen zusammenzurollen.
In der Dunkelheit lauschte er den Pletschern des Wassers und ließ seinen Gedankenfreien Lauf. Er stellte sich vor, er sei das Monster aus der schwarzen Lagune, jenes prähistorische Seeungeheuer aus einem Film, den er vor Jahren gesehen hatte. Mit dieser Vorstellung wuchs die Wut in seinen Adern.
Er wollte sich nicht mehr verstecken, er wollte Rache. Hallo, mein Name ist Max Spalleck. Willkommen zu einer neuen Folge von Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Jeden Donnerstag gibt es eine neue Episode, in der wir die Gedankenwelt und den Wahnsinn von Serienkillern eintauchen. Serienkiller ist ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Original von Spotify und ich bin Diane Helscher.
Vielen Dank an dieser Stelle für all die Kommentare, die ihr uns in der Spotify App schreibt. Wir lesen sie alle und freuen uns sehr, dass euch dieser Podcast so gut gefällt. Wenn ihr den Podcast woanders hören wollt, geht das natürlich auch auf Apple, Amazon Music oder dieser z.B. Heute und in der nächsten Folge untersuchen wir den Fall von Keith Jasperson, auch bekannt als der Happy Face Killer.
In dieser Folge konzentrieren wir uns auf seine schwierige Beziehung zu seinem Vater, die ihn zu einem gefühllosen Mörder machte. Im zweiten Teil wird es dann um Jesperons Karriere als Serienmörder gehen, wie er seine Opfer ermordete und wie er überhaupt zu seinem berüchtigten Spitznamen Happy Face Killer kam. Es mag seltsam erscheinen, Serienmörder als Opfer zu betrachten, aber viele von ihnen sind tatsächlich Opfer einer ungesunden und schädlichen Umwelt.
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