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Wahre Verbrechen I Der Killer vom Seeufer I True Crime Dokumentation T – Part 5

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By sonds1
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 Niemand vermutete einen Mord. Offenbar hatten die Behörden keine Ahnung von Jordans Beteiligung. Dies war auch verständlich. Es gab schließlich keine unmittelbaren Hinweise auf die Anwesenheit einer weiteren Person in den Hotelzimmern der Opfer und die Todesfälle ereigneten sich im Abstand von etwa einem Jahr in verschiedenen Stäten.

Rückblickend waren die Ähnlichkeiten zwischen den Todesfällen von Mary und Barbara jedoch deutliche Hinweise auf Jordans sich entwickelndes Tatmuster. Beide waren indigene Frauen, beide waren als starke Trinkerinnen bekannt und beide wurden ohne äußere Verletzungen tot aufgefunden. Inzwischen hatte Jordan die Kunst des Tötens perfektioniert und war begierig auf sein nächstes Opfer.

 Doch es war ihm auch zu anstrengend, jedes Mal, wenn er eine Frau zu Tode trinken lassen wollte, ein Hotelzimmer zu buchen. Er brauchte einen einfacheren Weg, um mit seinen Opfern allein zu sein. Und er fand eine Lösung für dieses Problem. Während einem seiner zahlreichen Gefängnisaufenthalte hatte er eine Ausbildung zum Friseur abgeschlossen.

Durch lukrative Aktieninvestments gelang es Jordan genug Geld für einen eigenen Friseursalon anzusparen. Und so eröffnete er den Slokan Barbershop in der Downtown Eastzeit von Vancouver. Auch wenn der Laden heruntergekommen und schäbig war, freute sich Jordan über seinen eigenen Stützpunkt.

 vor allem darüber, daß er nicht mehr mühsam nach Hotelzimmern suchen musste. Stattdessen konnte er die Frauen direkt von der Straße vor seinem Laden mitnehmen. Eine dieser Frauen war die 29-jährige Mary Jones, die im Sommer 1982 das Pech hatte, Jordan zu begegnen. Mary war eine Ureinwohnerin, die nach dem Tod ihres Sohnes aus dem kanadischen Yukon geflohen war.

Vermutlich bot Jordan ihr die Möglichkeit, ihren Schmerz im Alkohol zu ertränken und sie folgte ihm bereitwillig in seinen Friseursalon. Am nächsten Morgen stand Jordan mit einem Telefon in der Hand über Marys leblosen Körper. In gespielter Panik rief er seinen Anwalt an und erklärte, er habe am Vorabend mit einer Freundin getrunken, die wohl zu viel gehabt habe.

Der Anwalt riet ihm, die Polizei zu rufen. Wenn es wirklich ein Unfall gewesen sei, habe er nicht zu befürchten. Jordan legte auf und blickte auf Mary, die mit dem Gesicht nach unten auf einer Schaumstoffmatratze lag. Natürlich war ihr Tod alles andere als ein Unfall. Ihr Blutalkoholgehalt betrug 7,6 Promille, was laut Gerichtsmediziner ausgereicht hätte, um eine Frau ihrer Statur zweimal zu töten.

 Es ist rätselhaft, warum die Behörden glaubten, dass sie freiwillig so viel trinken konnte. Bei drei Promille wäre jemand von ihrer Größe sicher schon bewusstlos geworden. Doch so schwer vorstellbar es war, dass Mary sich zu Tode getrunken hatte, so unwahrscheinlich erschien ein Mord. Soweit die örtlichen Behörden wußten, hatte noch nie jemand einen Menschen getötet, indem er ihn mit Alkohol betäubte. Die Vorstellung schien absurd.

Außerdem hatte der einzig plausible Verdächtige selbst die Polizei gerufen und wirkte aufrichtig verstört. Wenn Jordan schuldig war, warum sollte er sich selbst mit dem Verbrechen in Verbindung bringen? Es ergab keinen Sinn. Den Behörden war schlichtweg nicht bewusst, dass Jordan ein Meister der Manipulation war.

 Seine Darstellung als Mann, der zufällig neben einer Leiche aufwachte, war so überzeugend, dass die Ermittler offenbar nicht einmal sein Vorstrafenregister überprüften. Hätten sie das getan, wäre ihnen aufgefallen, dass Psychiater ihn bereits als Psychopathen mit Hang zur Unwahrheit eingestuft hatten. Ein wichtiges Merkmal, das häufig mit Psychopathie einhergeht, ist der Makiavellismus, eine Persönlichkeitseigenschaft, die durch extremen Egoismus gekennzeichnet ist.

Menschen mit makiavelistischen Zügen manipulieren andere rücksichtslos zu ihrem eigenen Vorteil, wobei sie sich fast immer der Täuschung bedienen. Laut einer Studie aus dem Jahr 1981, die im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht wurde, sind Menschen mit stark ausgeprägtem Machiavellismus deutlich bessere Lügner als andere.

Als Jordan schwor, Mary’s Tod sei ein bedauerlicher Unfall gewesen, glaubte man ihm. Die Behörden schlossen den Fall als Unfall ab und ließen ihn wieder ungeschoren davon kommen. Sein Talent zur Täuschung erklärt vielleicht auch, wie er eine Beziehung führen konnte, während er nebenbei mutmaßlich mordete. Im Jahr 1979 lernte er die 48-jährige Maria Elvira kennen und die beiden verbrachten eine angenehme Zeit des Kennenlernens.

 Doch kurz nach Beginn der Beziehung lief Mariaas kanadisches Visum ab und sie musste nach Südamerika zurückkehren. Obwohl Jordan Trost in den Armen der Sexarbeiterinnen fand, konnte er den Verlust nicht verwenden. Er schrieb Maria leidenschaftliche Liebesbriefe. Wie die Behörden, fiel auch sie auf seine Lügen herein und im Oktober 1983 heirateten die beiden.

 Maria wusste, dass ihr Mann gerne trank, aber Jordan war es gelungen, das wahre Ausmaß seiner Sucht während der ersten Verabredung zu verbergen. Als Maria im Mai 1984 nach Kanada zurückkehrte, gab er sich keine Mühe mehr, seine Krankheit zu verschleiern. Er trank so viel, dass Maria ihn oft in einem erbärmlichen Zustand vorfand.

 Er weinte dann so heftig, dass er die Flasche nicht mehr an die Lippen führen konnte. Sie mußte ihn in diesen Momenten trösten und ihre zärtlichen Gefühle für ihren jungen Mann wandelten sich bald in Verbitterung. In den seltenen nüchternen Momenten war Jordan wieder der liebevolle Mann, den sie kannte, aber der Alkohol veränderte ihn.

 Er machte ihn traurig, böse und verführbar. Eines Nachts, im Oktober 1984 brachte Gilbert eine junge indigene Frau, nennen wir sie Beth, in die Wohnung, die er mit Maria teilte. Als Maria sie aufforderte zu gehen, weigerte sich BTH. Maria befahl der betrunkenen Frau das Haus zu verlassen und sich von ihrem Mann fernzuhalten. Beth schaute Jordan ungläubig an.

 Er hatte ihr verschwiegen, dass er verheiratet war. Er bestritt Marias Version und erzählte seiner Begleitung, dass seine Frau in Wirklichkeit nur seine Putzfrau sei. Als Beth dies hörte, wurde sie wütend und versuchte Maria mit einem Küchenmesser anzugreifen. Maria flüchtete ins Badezimmer und versteckte sich dort.

 Nach einer scheinbar endlosen Zeit wagte sie sich endlich wieder nach draußen. Als sie aus dem Haus schlich und um ihr Leben fürchtete, kam sie an ihrem Schlafzimmer vorbei, indem ihr Mann gerade Sex mit Beth hatte. In den folgenden Tagen bat Jordan Maria um Verzeihung. Er gab dem Alkohol die Schuld und behauptete sich an nichts mehr erinnern zu können.

Doch Maria blieb standhaft. Knapp 5 Monate nach ihrer Rückkehr nach Kanada reichte sie die Scheidung ein. Jordan bewältigte das Ende seiner Ehe wie alles in seinem Leben mit Alkohol. Fast jeden Abend betrank er sich im Rotlichtviertel von Vancouver oft in Begleitung von Frauen, die er für Alkohol und Sex bezahlte.

An einem Abend, im Dezember 1984, sprach der 52-jährige Jordan die 40-jährige Patricia Thomas an. Patricia war eine indigene Frau vom Stamm der Dididat und hatte eine kleine Tochter namens Joann. Sie war eine verletzliche Frau am Rande der Gesellschaft mit Alkoholproblemen. Also genau sein Beuteschema. Und sobald Jordan sie ins Visier genommen hatte, waren ihre Stunden gezählt.

In der nächsten Folge von Serienkiller geht es dann weiter mit Gilbert Paul Jordan. Wir werden uns weitere mutmaßlichen Morde des betrunkenen Barbiers ansehen. Werden erfahren, dass er anfängt, die Verbrechen selbst bei der Polizei anzuzeigen und werden auch hören, wie er schließlich auf frischer Tat ertappt wird.

 Abonniert jetzt den Podcast, um die nächste Folge nicht zu verpassen. Alle Folgen von Serienkiller, es sind schon über 200 davon, hört ihr kostenlos hier bei Spotify, bei Apple oder bei Amazon Music. Wenn ihr noch mehr True Crime von Bosepark Productions hören wollt, empfehlen wir euch den Podcast Sekten und Kulte im Namen des Bösen.

 Und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns immer über eine positive Bewertung von euch, denn so können wir immer ein bisschen besser verstehen, wie wir den Podcast noch besser für euch machen können. Mein Name ist Max Spalleck und mein Name ist Diane Helsche. Bis zum nächsten Mal.

Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Rosepark Productions basierend auf einem Spotify Original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Ellie Reed. Deutsche Produktion und Redaktion Mickit, Fabio Lautenschläger, Julia Ilan, Suolder und Chris Guse. Achtung, dieser Podcast behandelt Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt, auch gegen Minderjährige.

 Der Inhalt kann daher retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischen Belastungsstörung. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. In einer späten Novembernacht des Jahres 1987 führte der 55-jährige Gilbert Paul Jordan Rosemaryie Wilson in sein Zimmer im Balmoral Hotel in Vancouver.

Die Frau war nach einer durchzechten Nacht bereits alkoholisiert, aber das konnte Jordan nicht aufhalten. Er holte eine Flasche Schnaps hervor und drängte sie alles auszutrinken. Während Rosemaryie sich am Alkohol berauschte, berauschte sich Jordan an ihrer Hilflosigkeit. Es erregte ihn zu sehen, wie Frauen sich zu Tode tranken und Rose Marie war nicht mehr weit davon entfernt.

 Um ihr zu helfen, packte er sie am Hals, öffnete ihren Mund und schüttete ihr den Schnaps in den Rachen. Was Jordan nicht wusste, im Nebenzimmer waren Polizisten postiert, die direkt an der angrenzenden Wand saßen. Mit diversen Abhörgeräten an den Ohren verfolgten sie angewidert jede seiner Bewegung.

 Obwohl er weder eine Pistole noch ein Messer benutzte, hatte er definitiv eine tödliche Waffe und damit vergiftete Rosemary tödlich. Hi, ich bin Mark Spallik und ihr hört Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Wir berichten euch in diesem Podcast über die schlimmsten Serienkiller der Geschichten, über ihre Gedankenwelt und den Wahnsinn ihrer Taten.

Und mein Name ist Diane Helscher. Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil zu Gilbert Paul Jordan. auch bekannt als der trinkende Barbier. Wenn ihr den ersten Teil noch nicht gehört habt, empfehlen wir euch erstmal diesen zu hören. Alle Folgen findet ihr hier online in unserem Kanal. Serienkiller ist ein Podcast von Bosepark Productions nach einem Spotify Original.

Im ersten Teil dieser Doppelfolge berichteten wir über Jordans früheren Alkoholismus, seinen unstillbaren Sexualtrieb und seinen Weg vom Kleinkriminellen zum mutmaßlichen Vergewaltiger und Mörder. Heute beleuchten wir Jordans tödliches Regime als trinkender Barbier von Vancouver und zeigen, wie das kanadische Justizsystem jahrelang daran scheiterte, ihn zu stoppen.

In der Nacht des 13. Dezember 1984 streifte der 53-jährige Jordan durch die Kälte eines Viertels in der Innenstadt von Vancouver. Ein Viertel, das als Skid Row bekannt ist. Dort lernte er Patricia Thomas kennen, eine 40-jährige Frau indigener Herkunft. Jordan lud sie in seinen Friseursalon ein.

 Sie willigte ein und freute sich auf einen alkoholreichen, aber lustigen Abend. Doch Jordan hatte etwas ganz anderes im Sinn. Nachdem er Patricia betrunken gemacht hatte, drängte er sie weiter zu trinken, füllte ein Glas nach dem anderen mit Wodka und ermunterte sie noch einen Schluck zu nehmen. Jedes Mal, wenn Patricia ohnmächtig wurde, rüttelte er sie wach und zwang sie noch mehr zu trinken.

Am nächsten Morgen drehte sich Jordan auf der Matratze in seinem Laden um und blickte in Patricias totes Gesicht. Er war nicht überrascht, während der 13. Dezember die schlimmste und letzte Nacht in Patricias Leben war, verlief der Abend für den trinkenden Balbier. Ganz normal. Vermutlich hatte er bereits mehrere Frauen mit Alkohol getötet.

 Jahre zuvor soll Jordan die 25-jährige Mary Jones am selben Ort und mit derselben Methode ermordet haben, ohne [räuspern] Konsequenzen. Aufgrund seiner bisherigen Erfolge wusste Jordan genau, wie er sich seine Freiheit sichern konnte. Wahrscheinlich rief er seinen Anwalt an und erzählte eine erfundene Geschichte.

 Er habe keine Ahnung, wie Patricia gestorben sei. Nach einer harmlosen Nacht sei er einfach neben ihrer Leiche aufgewacht. Diese Geschichte erzählte er auch der Polizei. Patricia Blutalkoholgehalt betrug erschreckene fünf promille. Eine Konzentration, die für fast jeden Menschen tödlich ist. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass sie an einer Alkoholvergiftung gestorben war.

Obwohl bekannt war, dass Mary Johnson zwei Jahre zuvor imselben Friseursalon auf ähnliche Weise ums Leben gekommen war, gingen die Behörden nicht von einem Verbrechen aus. Obwohl es kein Blut und keine Gewaltspuren gab, wirkte die Tat noch persönlicher und sadistischer als ein Mord mit Schusswaffe oder Messer.

Der örtlichen Polizei erschien ein Mord durch Alkoholvergiftung einfach zu absurd. Deshalb stuften die Behörden Patricias Tod als unnatürlich und unfallbedingt ein. Diese Entscheidung ist wahrscheinlich auf das psychologische Phänomen der Bestätigungsverzerrung zurückzuführen. Die Tendenz also Information zu bevorzugen, die die eigenen Überzeugungen und Werte bestätigen.

Der Psychologe Peter Wayon prägte 1960 den Begriff Confirmation Bias. Menschen neigen nicht nur dazu, bestätigende Informationen zu bevorzugen, sondern sie vermeiden es auch aktiv nach widersprechenden Beweisen zu suchen oder ignorieren diese sogar ganz. Die Bewertung von Beweisen kostet viel Energie und unser Gehirn sucht ständig nach Strategien, um Probleme zu lösen und Zeit zu sparen.

 Diese mentalen Abkürzung werden Heuristiken genannt. Sie helfen uns schnelle Entscheidungen zu treffen, können aber auch zu falschen Schlussfolgerung führen. Die Existenz der Bestätigungsverzerrung zeigt auch, dass unsere Wünsche einen echten Einfluss auf unsere Überzeugungen haben. haben wir erst einmal eine bestimmte Sichtweise entwickelt, ist es schwierig, diese zu ändern.

 So konnten die Ermittler auch nach dem Fund einer weiteren Leiche in Jordans Friseursalon nicht glauben, dass er zu einer solchen Tat fähig war. Aber es war schlimmer, als sie es sich hätten je vorstellen können. Mit dem Tod von Patricia Thomas erhöhte sich die Zahl seiner Opfer möglicherweise auf fünf und er konnte es kaum erwarten, ein sechstes hinzuzufügen.

Im Juni 1985 lockte er die 45-jährige Patricia Andrew zu einem nächtlichen Treffen in sein Wohnzimmer. Wie Jordans früher Opfer war auch Patre eine indigene Frau mit bekanntem Alkoholproblem. Er ließ sie vermutlich bis zur Bewusstlosigkeit trinken, weckte sie dann und zwang sie weiter zu trinken. Dies ging bis spät in die Nacht, bis Patricia ein letztes Mal die Augen schloss.

Am nächsten Morgen informierte Jordan erneut die Polizei über ihren Tod. Die Behörden stellten einen erschreckenden Blutalkoholwert fest. für den sie mindestens 1,2 l hochprozentigen Alkohol auf einmal hätte trinken müssen. Obwohl dies bereits die dritte Frau war, die in seinem Salon an einer Alkoholvergiftung starb, erschien den Behörden der Gedanke an Mord noch zu abwegig.

Sie glaubten weiterhin an einen unbeabsichtigten Selbstmord. Auch der Tod von Patricia Andrew wurde als unnatürlich und unfallbedingt eingestuft. Trotz des günstigen Urteils wußte Jordan, daß er mit dem Feuer spielte. Sollten weitere Frauen Tod in seinem Salon aufgefunden werden, würde er zweifellos verdächtigt werden.

 Also beschloss er offenbar seine tödliche Sucht zu zügeln und wartete so lange wie möglich auf seinen nächsten Überfall. Am 24. September 1986 lernte Jordan die 38-jährige Welm Gibson kennen. Sie war eine Aboriginy Frau, die im Balmoral Hotel lebte, nachdem sie sich von ihrem Ehemann kennrennt hatte. Das Paar hatte sich wegen WMAS exzessivem Alkoholkonsum getrennt.

Am frühen Morgen rief Wärmer ihren noch Ehemann. Sie versicherte ihm, an ihrer Nüchternheit zu arbeiten und bat ihn, sie am nächsten Morgen abzuholen. Es war der Geburtstag ihres Sohnes und sie wollte ihm sein Geschenk persönlich überreichen. Welmar klang am Telefon nüchtern, also willigte Ken ein. Wäre Welma nie Jordan begegnet, wäre sie vielleicht die ganze Nacht nüchtern geblieben.

 Sie wäre ausgeruht, aufgewacht, hätte Ken in der Hotellobby getroffen und wäre in die Vorstadt gefahren, um ihren Sohn an seinem Geburtstag in die Arme zu schließen. Leider kam es anders. Die Einzelheiten der Nacht von Jordan und Wärmer liegen weitgehend im Dunkeln, aber am 25. September wurde sie tot in einem der Hotelzimmer aufgefunden.

Sie war von der Hüfte abwärts unbekleidet. Da das Zimmer von allen Spuren von Alkohol gesäubert worden war, lag der Verdacht eines Verbrechens nah. Aufgrund von WM bekanntem problematischem Umgang mit Alkohol und dem Mangel an Beweisen stuften die Behörden ihren Tod jedoch als Unfall infolge einer akuten Alkoholvergiftung ein.

Jordan war euphorisch. Er war erfolgreich mit einem weiteren Mord davon gekommen und der Rausch war absolut berauschend. Aber leider dauerte dieser Rausch nie lange an. Nach zwei Monaten brauchte Jordan einen neuen Kick. Er kehrte in die Slams von Vancouver zurück und lernte die 33-jährige Veronica Harry kennen.

Ob er sich unbesiegbar fühlte oder einfach nur nachlässig wurde, werden wir nie erfahren. Nach einem Trinkgelage mit Veronica lud er sie in sein Zimmer im Kliftenhotel ein und half ihr sich zu Tode zu trinken. Am Morgen des 19. November rief Jordan seinen Anwalt an und erzählte ihm eine vertraute Geschichte.

 Gemeinsam präsentierten sie der Polizei dieselbe Version, die Jordan schon mehrfach verwendet hatte. Veronica sei an einer Alkoholvergiftung gestorben, während er tief geschlafen habe. Unglaublich, aber die Polizei glaubte die tragische Geschichte und stufte ihren Tod als unnatürlich und unfallbedingt ein. Doch als die Trauergäste Veronica an ihrem Sark sahen, begannen sie zu tuscheln.

 Die Schnittwunden und blauen Flecken am ganzen Körper und in ihrem Gesicht kamen ihnen verdächtig vor. Leider wurden ihre Sorgen von den lauten Erinnerungen an Veronicas ausschweifenden Lebensstil übertönt. Es war klar, dass er etwas zustoßen würde, wenn sie in einer so gefährlichen Gegend trank. Veronica hatte den Tod sicher nicht verdient, aber für viele, die sie gut kannten, schien er die unvermeidliche Konsequenz ihres Lebenswandels zu sein.

Nach Aussagen lokaler indigener Gruppen hat Jordan genau auf diese eingeschränkte Sichtweise gesetzt. Um seine Freiheit zu sichern, wählte er verletzliche und marginalisierte Frauen aus, deren Fälle von der Polizei aufgrund ihrer ethnischen Herkunft und ihrer Trinkgewohnheiten weniger gründlich untersucht worden.

 [räuspern] Aus seiner Sicht interessierte sich die Polizei kaum für das Schicksal indigener Frauen und schon gar nicht für indigene Frauen mit Alkoholproblemen. Er war auch davon überzeugt, dass Freunde und Verwandte seiner sorgfältig ausgewählten Opfer ihren vorzeitigen Tod eher als einen längst überfälligen Unfall akzeptieren würden.

Jordan hatte offensichtlich an alles gedacht. Er hatte nicht nur die perfekte Mordmethode gefunden, sondern wusste auch, wie man das perfekte Opfer auswählt. Bis zur Nacht des 11. Oktober 1987, als Jordan annahm, dass die 27-jährige Vanessa Bagner wie alle anderen sein würde.

 Er war sich sicher, dass niemand sie vermissen würde. Doch als er Bagner in ihr Zimmer im Niagra Hotel folgte, machte er seine ersten Schritte Richtung Untergang. Sie lehrten mehrere Flaschen Wodka und Jordan verließ mehrmals das Hotel, um Nachschub zu holen. Wenn er zurückkam, fand er sie oft bewusstlos im Bett. In diesen Fällen weckte er Bagner und zwang sie noch mehr Alkohol zu trinken.

[räuspern] Er verging sich auch sexuell an ihr, wobei unklar ist, ob sie bei Bewusstsein war. Wahrscheinlich nicht, denn Jordan hatte Bckner mehr Alkohol eingeflößt als jeder anderen Frau zuvor. In den frühen Morgenstunden des 12. Oktober lner so sehr an einer Alkoholvergiftung, dass ihr schwarze Galle aus Nase und Mund lief.

Jordan spürte, dass Bagner nicht mehr lange leben würde und ließ sie allein sterben. Er kehrte in sein Hotel zurück und informierte anonym die Polizei über die Leiche im Na. Bei der Untersuchung stellten die Behörden einen Blutalkoholgehalt von über neun Promille fest. Mehr als das elfffache der Promillegrenze für Autofahrer.

 Diese Menge hätte ausgereicht, um zwei kräftige Männer zu töten. Ein so hoher Giftwert schien keine versehentliche Überdosis zu sein. Vanessa Bner war wahrscheinlich ermordet worden und derjenige, der ihren Tod gemeldet hatte, war wahrscheinlich der Täter. Als die Behörden den Anruf zurückverfolgten, stellten sie fest, dass er von einem Zimmer im nahgelegen Marble Ark Hotel ausging, dass der Friseur Gilbert Paul Jordan gebucht hatte.

Die Polizei verhörte Jordan sofort, konnte ihn aber aus Mangel an Beweisen nicht anklagen. Inzwischen zögerten die Ermittler sogar Vanessas Tod als Mord einzustufen. Ein Mord durch Alkoholvergiftung erschien zu absurd, aber die verdächtigen Umstände konnten nicht ignoriert werden. Am Ende hieß es, Vanessa sei an einer Überdosis Alkohol gestorben.

Die Eltern von Vanessa Bner waren außer sich. Obwohl sie wussten, dass ihre Tochter als Sexarbeiterin arbeitete und Drogenprobleme hatte, betontten sie, dass sie nie viel getrunken hatte. Es sei ausgeschlossen, dass sie sich das selbst angetan habe. Wagners Eltern waren fest davon überzeugt, dass der anonyme Anrufer für ihren Tod verantwortlich war.

Sie drängten die Behörden Jordans Vergangenheit genauer zu untersuchen. Anfang November 1987 trafen sich schließlich Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichtsmediziner und mehrere forensische Pathologen, um eine Untersuchung von Jordans Vorgeschichte einzuleiten und ihn so schnell wie möglich zu überwachen. Während sie auf die Genehmigung zur Überwachung warteten, griff Jordan ein weiteres Opfer an.

Am 8. November traf Jordan die 53-jährige Adna Shade, eine indigene Frau vom Stamm der Cree zu. Im Gegensatz zu den früheren Opfern war Shade nicht für ihre Laster bekannt. Sie war in ihrer Gemeinde beliebt und half in ihrer Freizeit Sexarbeiterin aus den Problemvierteln wieder zur Schule zu gehen. Sie wohnte in einem Einzelzimmer im Beacon Hotel.

 Dort wurde sie am Morgen des 9. November leblos aufgefunden. Shade war unbekleidet und hatte einen Blutalkoholspiegel von 1,2 Promille. Obwohl niemand gesehen hatte, wie Jordan das Zimmer betrat, verdächtigte die Polizei den trinkfreudigen Friseur für ihren Tod verantwortlich zu sein. Die Spurensicherung fand seine Fingerabdrücke am Tatort, aber leider reichte das nicht für eine Anklage.

Den Rest des Novembers beobachtete die Polizei Jordan auf Schritt und Tritt. Sie beobachteten, wie er durch das Problemviertel streifte, sich mit einheimischen Frauen auf der Straße unterhielt und ihnen in Bars Getränke kaufte. Am Abend des 20. November traf Jordan Rosemary Wilson in einer Bar eines Hotels in Vancouver.

 Wilson hielt Jordan für einen Lehrer und fasste sofort Vertrauen zu ihm. Sie willigte ein mit dem harmlos aussehenden Friseur auf ein paar Drinks ins Balmoral Hotel zu gehen. Die Polizei folgte den beiden und bezog im Nebenzimmer Stellung. Die Ermittler drückten ihre Abhörgeräte an die Wand und belauschten ein verstörendes Gespräch.

Obwohl Wilson offensichtlich betrunken war, drängte Jordan sie weiter zu trinken. Die Beamten hörten ihn sagen: “Runter damit, Baby. $, wenn du es in einem Zug trinkst. Willst du noch ein? 50 $, wenn du es schaffst.” Solange Wilson noch sprach und bei Bewusstsein war, konnten die Ermittler nicht eingreifen, ohne ihre Position preisz zu geben.

 So mussten sie tatenlos zusehen oder zuhören, wie Jordan Wilson weiter mit Alkohol abfüllte. Es war unerträglich qualvoll, aber sie hatten strikte Anweisung, nur bei wirklicher Gefahr einzugreifen. Irgendwann wurde es still in Jordans Zimmer und die Beamten dachten, das Paar sei eingeschlafen. Sie begannen ihre Ausrüstung zusammenzupacken, um nach Hause zu gehen.

 Doch als sie die Tür zum Flur öffneten, stieß Wilson einen durchdringenden Schrei aus. Die Polizei stürmte in Jordans Zimmer, brachte Wilson in Sicherheit und raste mit ihr ins Krankenhaus. Nachdem sie sich erholt hatte, erfuhr Wilson, dass sie fast gestorben war. [räuspern] Obwohl sie sich kaum an die Nacht mit Jordan erinnern konnte, gab es einen Moment, der ihr doch in Erinnerung blieb.

 Trotz ihrer Gegenwehr hatte Jordan ihr eine Flasche Wodka in den Mund gesteckt und sie gezwungen, alles herunterzuschlucken. Er ließ ihr nicht einmal Zeit zum Atmen. Jordans böse Absichten waren offensichtlich, aber einer Frau Geld für Alkohol anzubieten, war nicht unbedingt strafbar. Als sie ihn nicht festnehmen konnten, kehrte Jordan auf die Straßen der Downtown Eastside zurück, um seiner tödlichen Sucht zu fröhnen.

In der folgenden Woche rettete die Polizei drei weitere Frauen vor Jordan. Beim letzten Einsatz fanden die Beamten ihn auf einer bewusstlosen Frau liegend. Er hielt ihren Hals fest, öffnete ihren Mund und schüttete Alkohol in ihren Rachen. Obwohl Jordan keine gewöhnliche Waffe in der Hand hatte, handelte es sich bei seiner Tat höchstwahrscheinlich um einen versuchten Mord.

 Laut Dave Grossman, einem Experten für Polizeipsychologie und Tötungspsychologie, ist Mord aus nächster Nähe die psychologisch verheerendste Art, ein Leben zu beenden. Grossman behauptet, dass manche Mörder intime Tötungsmethoden wählen, weil sie sie an Vergewaltigung erinnern und ihnen sexuelle Befriedigung verschaffen. In seinem Buch Onkilling führt Grossman aus, dass die Vorstellung von Sex als einem Prozess von Dominanz und Unterwerfung eng mit der Lust an der Vergewaltigung verbunden ist.

 Das Eindringen eines Sexualorgans in den Körper des Opfers kann auf perverse Weise mit dem Eindringen einer Stichwaffe verglichen werden. Statt eines Messers benutzte Jordan eine Flasche. Er vollzog einen sehr intimen Akt, indem er einen unerwünschten Gegenstand in den Körper einer Frau zwang, nur um sie zu töten.

Der Anblick war erschütternd. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten sich die Ermittler nicht vorstellen, wie Jordan die Frau getötet haben könnte. Das änderte sich, als sie ihn auf frischer Tat ertappten. Plötzlich erschien ein Mord mit Wodka nicht mehr abwegig. Die Beamten brachten die Frau ins Krankenhaus und verhafteten ihn wegen Mordes an Vanessa Bagner.

Die Polizisten bemerken, dass Jordan sich keine Sorgen um seine Zukunft zu machen schien. Er wirkte sogar ziemlich arrogant. Sie vermuteten, daß er im Gefängnis mit seinen Taten pralen würde und deshalb setzten sie einen verdeckten Ermittler in den Gefangenen Transporter. Der Ermittler William Fulton machte sich bei dem Friseur beliebt, indem er vorgab, ein verbitter Krimineller zu sein, der nicht verstand, warum er verhaftet worden war.

 Auch Jordan fragte sich, warum er ins Gefängnis mußte. Schließlich hatte er bereits eine Erklärung zum Tod von Vanessa Bagner unterschrieben. Als die beiden in einer Zelle saßen, erzählte der verdeckte Ermittler Haber Polizisten sagen hören, sie hätten gerade einen Mann festgenommen, der zehn Morde begangen habe.

 Dann wandte er sich an Jordan und fragte: “Das bist du, oder?” Jordan grinste und antwortete: “Nun, so viele waren es meines Wissens. nicht. Offensichtlich wollte er William die Wahrheit darüber sagen, was in jeder Nacht geschehen war. Er wollte damit pralen, wie er Vanessa getötet hatte und damit davon gekommen war. Aber er war zu schlau.

 Immer wenn William sich dafür interessierte, wie Jordan Vanessa mit Alkohol getötet hatte, beharrte er darauf, dass sie es selbst getan hatte. Er behauptete sogar, er habe ihr die Flasche nicht in den Mund gedrückt, sondern versucht, ihr sie wegzunehmen. Als William die Glaubwürdigkeit seiner Aussage anzweifelte, zuckte Jordan mit den Schultern und sagte: “Sie haben nur meine Geschichte und ihre und tote Frauen sprechen nicht.

” Doch seine Worte hatten kein Gewicht mehr. Jordan wurde offiziell des Mordes angeklagt und ohne Kaution in Untersuchungshaft genommen. Als der Prozess im Oktober 1988 begann, befürchtete die Staatsanwaltschaft nicht genügend Beweise für eine Verurteilung zu haben. Deshalb wurde die Anklage gegen Jordan auf Totschlag herabgestuft.

Während des gesamten Prozesses blieb er ruhig und gefasst und zeigte keinerlei Reue für das Schicksal von Vanessa Bner. Er gab zu, Vanessa viel Alkohol verabreicht zu haben, übernahm aber keine Verantwortung für ihren Tod. Vielleicht hätte er versuchen sollen, das Gericht für sich zu gewinnen, denn am 21.

 Oktober verurteilte ihn der vorsitzende Richter zu 15 Jahren Haft. Der trinkfeste Friseur aus Vancouver war endlich von der Straße weg, aber er hatte nicht vor, lange hinter Gittern zu bleiben. Hier bei Serienkiller geht’s gleich weiter. Im Oktober 1988 wurde der 56-jährige Gilbert Paul Jordan wegen Totschlags verurteilt und erhielt eine 15-jährige Haftstrafe für den Tod von Vanessa Buckner.

Doch der trinkfreudige Friseur wollte nicht lange hinter Gittern bleiben. Jordan legte Berufung ein und seine Strafe wurde auf neun Jahre reduziert. Wegen guter Führung wurde er bereits nach 6 Jahren entlassen im Alter von 62 Jahren. Die Polizeibehörde und Bagners Eltern legten im August 1994 Ein Spruch ein, der jedoch ignoriert wurde.

 Als dies bekannt wurde, reagierte die Bevölkerung von Vancouver mit großer Empörung. Die Vancouver Sun veröffentlichte einen Leitartikel, indem die Befürchtung geäußert wurde, dass die Entscheidung Jordan freizulassen den Ruf der Bewährungskommission ruinieren könnte. The Province veröffentlichte einen Artikel, in dem indigene Frauen vor dem Raubtier gewarnt wurden.

Die Bewährungskommission verteidigte ihre Position damit, dass Jordan eine sogenannte einmalige legale Entlassung erhalten habe. Während er tagsüber ein normales Leben führen durfte, musste er die nächsten drei Jahre seine Nächte im Gefängnis verbringen. Außerdem durfte er kein Alkohol trinken.

 Ein einziger Verstoß gegen diese Auflagen hätten seine erneute Inhaftierung zufolge gehabt. Niemand außerhalb der Bewährungskommission glaubte, dass Jordan durchhalten würde. Eine Rückfall schien unausweichlich. Erstaunlicherweise gelang es Jordan zwei Jahre lang nicht gegen seine Bewährungsauflagen zu verstoßen. Dieses änderte sich jedoch am Sonntag dem 4.

 August 1996, als er nicht rechtzeitig zur Ausgangssperre in die Haftanstalt zurückkehrte. Mit dem Glockenschlag um Mitternacht wurde ein nationaler Haftbefehl erlassen. Jordan kam jedoch am darauffolgenden Montag von sich aus zurück. Er erklärte, dass er den Tod eines engen Freundes verkraften müsß und vor emotionaler Erschöpfung in seinem Auto eingeschlafen sei.

 Er machte einen nüchternen Eindruck und bestand einen Urintest, der bewies, dass er während seiner Abwesenheit keinen Alkohol getrunken hatte. Angesichts der negativen Testergebnis und seines vorbildlichen Verhaltens als Häftling entschieden die Vollzugsbeamten, dass es sich bei Jordans Abwesenheit um einen einmaligen Vorfall handelte und verhängten keine Strafe.

Im November 1997 endete offiziell Jordans Bewährungszeit. Mit dem Geld, dass er weiterhin durch Investitionen verdiente, eröffnete er einen weiteren Friseursalon in Aberts, einer Stadt etwa 70 km südstlich von Vancouver. Mehrere Monate lang verhielt sich Jorgen vorbildlich und schien tatsächlich einen Neuanfang geschafft zu haben.

 Er hatte seine Süchte scheinbar im Griff und lebte als gesetzestreuer Bürger. Doch im Sommer 1998 fiel Jordan in alte Verhaltensmuster zurück. Am 23. Juni sprach er eine Frau in einem örtlichen Park an. Um ihre Identität zu schützen, nennen wir sie Susan. Jordan lud sie in seine Wohnung ein, wo er sie nach ihren Angaben gegen ihren Willen festhielt und sexuell missbrauchte.

Er wurde erneut inhaftiert und blieb dort bis zu seinem Prozess im Januar 2000. Susan war jedoch eine bekannte Heroinabhängige und Jordans Verteidiger stellte die Glaubwürdigkeit ihrer Anschuldigungen in Frage. Aufgrund ihrer unsicheren Aussage und des Allemeinen Mangels an Beweisen wurde Jordan vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen.

Erneut entzog sich Jordan der Justiz, indem er eine benachteiligte und ausgegrenzte Frau als Opfer auswählte. Da er wusste, dass die Gerichte stets zu seinen Gunsten entschieden, verstieß er weiterhin gegen seine Bewährungsauflagen. Im Juni 2000 wurde der 68-jährige Jordan angeklagt, einer Frau eine gesundheitsschädliche Substanz verabreicht und sie sexuell Missbrauch zu haben.

 Die Substanz war natürlich Alkohol. Ende Oktober wurde das Verfahren gegen Jordan jedoch eingestellt mit geringen Aussichten auf eine Wiederaufnahme. Der Staatsanwaltschaft fehlten schlicht die Beweise für eine Strafverfolgung. Nach fast vier Monaten untersuchungshaft wurde Jordan [räuspern] freigelassen. In dieser Zeit fanden die letzten Proben für ein neues Theaterstück mit dem Titel Die unnatürlichen und zufälligen Frauenstadt.

 Das Stück wurde von Marie Clem geschrieben und inszeniert. Nach der umfangreichen Berichterstattung über Jordan wollte Marie Clemens den Opfern eine Stimme geben. Alles indigene Frauen wie sie selbst. Das Stück wurde von der Kritik gefeiert und drückte Jordan erneut ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Als Reaktion darauf stimmte er seinem ersten persönlichen Interview mit einem Journalisten zu.

Jim Beaty porträtierte Jordan in der Ausgabe der Vancouver Sun vom 4. November und gab Einblick in die Persönlichkeit des notorisch verschlossenen Kriminellen. BTI schrieb, dass der ältere Täter während des Mittagessens in einem örtlichen Restaurant damit gepralt habe, dass er bereits 16 Gläser Wodka getrunken habe.

 Jordan schien kaum betrunken zu sein und bestellte ein paar Bier. Als diese keine Wirkung zeigten, bestellte er den teuersten Wodka der Bar. Grinsend erinnerte er Bea daran, dass die Zeitung die Rechnung übernehmen würde. Der Journalist wusste nicht, wie er reagieren sollte. Die Bedingungen für Jordans Freilassung untersagten ihm innerhalb der Stadtgrenzen zu trinken und sich mit Frauen zu treffen.

In der Hoffnung, Jordans Vertrauen zu gewinnen und so viele Informationen wie möglich zu erhalten, beschloss Jim Beaty den Verstoß zu ignorieren. Jordan weigerte sich jedoch ein Verbrechen zuzugeben. Die meisten Vorwürfe str ab oder verharmloste sie. Jedes Mal, wenn Beaty ihn mit dem Tod von Vanessa Bagner oder einer der anderen verstorbenen indigenen Frauen konfrontierte, beteuerte Jordan seine Unschuld.

 Er betonte, dass er alle Todesfälle selbst der Polizei gemeldet habe, als würde ihn das von jeder Schuld freisprechen. Er zeigte auch keine Reue gegenüber seinen Opfern. Ja, er betrachtete sie nicht einmal als solche. Für ihn waren die Frauen nur abhängige, die bekommen hatten, was sie verdienten. Während des Mittagessens schwankte Jordans Stimmung wie ein Pendel.

 In einem Moment schrie er wütend, wie man ihm nur einen Mord zutrauen könne. Im Nächsten saß er still da und wog seine nächsten Worte ab. Er weinte, lachte und starrte die Kellnerin anzüglich an. Sobald seine Hände zu zittern begannen, bestellte er das nächste Glas. Jim Beatys Interview mit Jordan zeichnete das düstere Bild eines Mannes, der nicht nur an schwerem Alkoholismus litt, sondern auch mehrere Persönlichkeitsstörung aufwies.

Auf die Frage nach seiner Zukunft zeigte sich Jordan unschlüssig. Er sagte, er werde entweder einen neuen Friseursalon eröffnen oder sich zu Tode trinken. Offenbar kämpfte er neben möglichen psychischen Problemen auch mit Depressionen. Das Verhältnis zwischen Depression und Alkoholismus ist komplex.

 Psychologen sind sich nicht einig, ob Depression zu Alkoholismus führen oder umgekehrt. Wenn der Patient Symptome sowohl einer psychiatrischen Störung als auch einer Abhängigkeitserkrankung aufweist, spricht man von einer Doppeldiagnose. In einem Artikel, der 1988 im Alcoholism Treatment Quarterly veröffentlicht wurde, schrieb Patreasher Rose Atia, dass der beste Weg zur Behandlung von Patienten mit einer Doppeldiagnose daran besteht, herauszufinden, was zuerst aufgetreten ist, die Sucht oder die Störung.

Unabhängig von der Reihenfolge wird den Patienten empfohlen, mit dem Trinken aufzuhören, da Alkohol jedes psychische Problem verschlimmern und neue auslösen kann. Die einzige nennenswerte Behandlung von Jordans Alkoholismus fand während seiner Haftstatt und fast jedes Mal, wenn er entlassen wurde, griff er sofort wieder zur Flasche.

Er trank weiter, obwohl er die rechtlichen Konsequenzen kannte. Sein betrunkenes Interview mit Jim Beaty zeigt, daß er mit zunehmendem Alter immer dreiste gegen die Regeln verstieß. Kurz nach der Veröffentlichung von Beatys Artikel wurde Jordan verhaftet, weil er mit dem Journalisten in einem Sperrbezirk getrunken hatte.

 Im Mai 2001 wurde der 69-jährige zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, gefolgt von einer strengen dreijährigen Bewährungszeit. Nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe wurde er im Februar 2002 aus dem Gefängnis entlassen. Keine zwei Wochen später wurde Jordan erneut festgenommen, weil er mit einer Frau in der Downtown Eastzeit von Vancouver Alkohol getrunken hatte.

Wegen Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen wurde er zu einem weiteren Jahr Gefängnis verurteilt. Im August 2004 durfte der 72-jährige Jordan wieder in die Gesellschaft zurückkehren. Statt in Vancouver zu bleiben, wo man ihn erkannt hätte, reiste er rund 1450 km weiter östlich in die Stadt Swift Current in Sasatuan.

Jordan wohnte im York Hotel, wo er eine Frau namens Judy kennenlernte. Sie war angeblich eine langjährige Bewohnerin des Hauses und schwer alkoholabhängig. Die Einzelheiten ihrer gemeinsamen Nacht sind weitgehend unbekannt, aber Judy trank so viel, dass sie bewusstlos in ihrem Zimmer aufgefunden wurde und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Wie zuvor wartete Jordan nicht ab, ob sie überleben würde. Sobald sie das Bewusstsein verlor, verließ er Swift Current in Richtung Osten nach Winnie Pack. Er wußte, daß er damit gegen seine Bewährungsauflagen verstieß. Neben dem Alkoholverbot musste er auf Vancouver Island bleiben. Er ignorierte alle diese Auflagen.

Sobald die Behörden von seiner Flucht erfuhren, erließen sie einen landesweiten Haftbefehl. Etwa eine Woche nach seiner Freilassung fanden Polizeibeamte Jordan betrunken in einem Hotel in Winnie Pack und nahmen ihn fest. In den folgenden zwei Jahren verstieß er weiterhin gegen seine Bewährungsauflagen und verbrachte mehrere Gefängnisaufenthalte.

Im Juli 2006 verstarb Gilbert Paul Jordan vermutlich an den Folgen einer Leberzirose. Seinem Nachruf zufolge starb er friedlich im gesegneten Alter von 74 Jahren. Ein Privileg, das keinem seiner Opfer vergönnt war. Während die Frauen, denen er Leid zufügte und die er tötete, zweifellos unser größtes Mitgefühl verdienen, ist es wichtig zu erkennen, dass Jordan auch ein Opfer war.

Er litt an einer sehr realen und tödlichen Krankheit, die jahrzehntelang ignoriert wurde. Das kanadische Rechtssystem behandelte ihn lediglich als Straftäter und nicht als Süchtigen. Hätte das Gericht angeordnet, dass Jordan sich sowohl wegen seiner Alkoholabhängigkeit als auch wegen seiner psychischen Probleme in Behandlung begibt, hätte er vielleicht eine Chance auf Heilung gehabt.

 Stattdessen blieb er für immer in einem zerstörerischen Kreislauf gefangen und zerstörte das Leben der Frauen, mit denen er in Kontakt kam. Einige forderten regelmäßig, dass er in eine psychiatrische Einrichtung statt in ein Gefängnis eingewiesen werden sollte. Sie glaubten, dass er mit der richtigen Betreuung therapierbar sei. Natürlich ist es möglich, dass Gilbert Paul Jordan jenseits jeder Rehabilitation war, dass niemand ihn daran hätte hindern können, sein Leben und das Leben anderer zu zerstören.

Aber wir werden es nie wissen, denn niemand hat ihm die Möglichkeit und die Unterstützung gegeben, sich zu ändern. In einem Interview mit Jim Beaty im Jahr 2000 sagte Jordan über seine Zukunft: “Entweder ich gehe unter oder ich schaffe es.” Niemand warf Jordan einen Rettungsring zu und er ging unter mit voller Wucht und riss viele unschuldige Menschen mit sich.

Und damit schließen wir die Doppelfolge über den mörderisch trinkenden Friseur aus Kanada genannt The Booing Barber. Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn euch dieser Zweiteiler gefallen hat, dann freuen wir uns selbstverständlich, wenn ihr uns eine ja positive Bewertung z.B. bei Spotify hinterlasst. Beim nächsten Mal beginnen wir einen neuen Zweiteiler über eine der erschütternsten Mordserien des 19.

Jahrhunderts. Die brutale Partnerschaft zweier Männer, die unschuldige Opfer aus Habgier ermordeten und ihre Leichen an Mediziner verkauften. Mein Name ist Diane Hilcher. Bis zur nächsten Folge von Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Und mein Name ist Max Spall. Serienkiller ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original.

 Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Reed. Deutsche Produktion und Redaktion. Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Julia Ilan, Suholder und Chris Guse. Und wenn ihr mehr Lust auf True Crime Podcast vom Bosepark habt, dann sucht doch jetzt nach Sekten und Kulte. Ein Podcast über die schlimmsten Sekten der Welt.

 Jeden Montag  erscheint dort eine neue Folge und eine neue Folge Serienkiller kommt jeden Donnerstag, aber das wisst ihr ja. Bis dann,  tschüss.

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