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Wahre Verbrechen I Der Killer vom Seeufer I True Crime Dokumentation T – Part 3

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By sonds1
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 Diese Menge hätte ausgereicht, um zwei kräftige Männer zu töten. Ein so hoher Giftwert schien keine versehentliche Überdosis zu sein. Vanessa Bner war wahrscheinlich ermordet worden und derjenige, der ihren Tod gemeldet hatte, war wahrscheinlich der Täter. Als die Behörden den Anruf zurückverfolgten, stellten sie fest, dass er von einem Zimmer im nahgelegen Marble Ark Hotel ausging, dass der Friseur Gilbert Paul Jordan gebucht hatte.

Die Polizei verhörte Jordan sofort, konnte ihn aber aus Mangel an Beweisen nicht anklagen. Inzwischen zögerten die Ermittler sogar Vanessas Tod als Mord einzustufen. Ein Mord durch Alkoholvergiftung erschien zu absurd, aber die verdächtigen Umstände konnten nicht ignoriert werden. Am Ende hieß es, Vanessa sei an einer Überdosis Alkohol gestorben.

Die Eltern von Vanessa Bner waren außer sich. Obwohl sie wussten, dass ihre Tochter als Sexarbeiterin arbeitete und Drogenprobleme hatte, betontten sie, dass sie nie viel getrunken hatte. Es sei ausgeschlossen, dass sie sich das selbst angetan habe. Wagners Eltern waren fest davon überzeugt, dass der anonyme Anrufer für ihren Tod verantwortlich war.

Sie drängten die Behörden Jordans Vergangenheit genauer zu untersuchen. Anfang November 1987 trafen sich schließlich Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichtsmediziner und mehrere forensische Pathologen, um eine Untersuchung von Jordans Vorgeschichte einzuleiten und ihn so schnell wie möglich zu überwachen. Während sie auf die Genehmigung zur Überwachung warteten, griff Jordan ein weiteres Opfer an.

Am 8. November traf Jordan die 53-jährige Adna Shade, eine indigene Frau vom Stamm der Cree zu. Im Gegensatz zu den früheren Opfern war Shade nicht für ihre Laster bekannt. Sie war in ihrer Gemeinde beliebt und half in ihrer Freizeit Sexarbeiterin aus den Problemvierteln wieder zur Schule zu gehen. Sie wohnte in einem Einzelzimmer im Beacon Hotel.

 Dort wurde sie am Morgen des 9. November leblos aufgefunden. Shade war unbekleidet und hatte einen Blutalkoholspiegel von 1,2 Promille. Obwohl niemand gesehen hatte, wie Jordan das Zimmer betrat, verdächtigte die Polizei den trinkfreudigen Friseur für ihren Tod verantwortlich zu sein. Die Spurensicherung fand seine Fingerabdrücke am Tatort, aber leider reichte das nicht für eine Anklage.

Den Rest des Novembers beobachtete die Polizei Jordan auf Schritt und Tritt. Sie beobachteten, wie er durch das Problemviertel streifte, sich mit einheimischen Frauen auf der Straße unterhielt und ihnen in Bars Getränke kaufte. Am Abend des 20. November traf Jordan Rosemary Wilson in einer Bar eines Hotels in Vancouver.

 Wilson hielt Jordan für einen Lehrer und fasste sofort Vertrauen zu ihm. Sie willigte ein mit dem harmlos aussehenden Friseur auf ein paar Drinks ins Balmoral Hotel zu gehen. Die Polizei folgte den beiden und bezog im Nebenzimmer Stellung. Die Ermittler drückten ihre Abhörgeräte an die Wand und belauschten ein verstörendes Gespräch.

Obwohl Wilson offensichtlich betrunken war, drängte Jordan sie weiter zu trinken. Die Beamten hörten ihn sagen: “Runter damit, Baby. $, wenn du es in einem Zug trinkst. Willst du noch ein? 50 $, wenn du es schaffst.” Solange Wilson noch sprach und bei Bewusstsein war, konnten die Ermittler nicht eingreifen, ohne ihre Position preisz zu geben.

 So mussten sie tatenlos zusehen oder zuhören, wie Jordan Wilson weiter mit Alkohol abfüllte. Es war unerträglich qualvoll, aber sie hatten strikte Anweisung, nur bei wirklicher Gefahr einzugreifen. Irgendwann wurde es still in Jordans Zimmer und die Beamten dachten, das Paar sei eingeschlafen. Sie begannen ihre Ausrüstung zusammenzupacken, um nach Hause zu gehen.

 Doch als sie die Tür zum Flur öffneten, stieß Wilson einen durchdringenden Schrei aus. Die Polizei stürmte in Jordans Zimmer, brachte Wilson in Sicherheit und raste mit ihr ins Krankenhaus. Nachdem sie sich erholt hatte, erfuhr Wilson, dass sie fast gestorben war. [räuspern] Obwohl sie sich kaum an die Nacht mit Jordan erinnern konnte, gab es einen Moment, der ihr doch in Erinnerung blieb.

 Trotz ihrer Gegenwehr hatte Jordan ihr eine Flasche Wodka in den Mund gesteckt und sie gezwungen, alles herunterzuschlucken. Er ließ ihr nicht einmal Zeit zum Atmen. Jordans böse Absichten waren offensichtlich, aber einer Frau Geld für Alkohol anzubieten, war nicht unbedingt strafbar. Als sie ihn nicht festnehmen konnten, kehrte Jordan auf die Straßen der Downtown Eastside zurück, um seiner tödlichen Sucht zu fröhnen.

In der folgenden Woche rettete die Polizei drei weitere Frauen vor Jordan. Beim letzten Einsatz fanden die Beamten ihn auf einer bewusstlosen Frau liegend. Er hielt ihren Hals fest, öffnete ihren Mund und schüttete Alkohol in ihren Rachen. Obwohl Jordan keine gewöhnliche Waffe in der Hand hatte, handelte es sich bei seiner Tat höchstwahrscheinlich um einen versuchten Mord.

 Laut Dave Grossman, einem Experten für Polizeipsychologie und Tötungspsychologie, ist Mord aus nächster Nähe die psychologisch verheerendste Art, ein Leben zu beenden. Grossman behauptet, dass manche Mörder intime Tötungsmethoden wählen, weil sie sie an Vergewaltigung erinnern und ihnen sexuelle Befriedigung verschaffen. In seinem Buch Onkilling führt Grossman aus, dass die Vorstellung von Sex als einem Prozess von Dominanz und Unterwerfung eng mit der Lust an der Vergewaltigung verbunden ist.

 Das Eindringen eines Sexualorgans in den Körper des Opfers kann auf perverse Weise mit dem Eindringen einer Stichwaffe verglichen werden. Statt eines Messers benutzte Jordan eine Flasche. Er vollzog einen sehr intimen Akt, indem er einen unerwünschten Gegenstand in den Körper einer Frau zwang, nur um sie zu töten.

Der Anblick war erschütternd. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten sich die Ermittler nicht vorstellen, wie Jordan die Frau getötet haben könnte. Das änderte sich, als sie ihn auf frischer Tat ertappten. Plötzlich erschien ein Mord mit Wodka nicht mehr abwegig. Die Beamten brachten die Frau ins Krankenhaus und verhafteten ihn wegen Mordes an Vanessa Bagner.

Die Polizisten bemerken, dass Jordan sich keine Sorgen um seine Zukunft zu machen schien. Er wirkte sogar ziemlich arrogant. Sie vermuteten, daß er im Gefängnis mit seinen Taten pralen würde und deshalb setzten sie einen verdeckten Ermittler in den Gefangenen Transporter. Der Ermittler William Fulton machte sich bei dem Friseur beliebt, indem er vorgab, ein verbitter Krimineller zu sein, der nicht verstand, warum er verhaftet worden war.

 Auch Jordan fragte sich, warum er ins Gefängnis mußte. Schließlich hatte er bereits eine Erklärung zum Tod von Vanessa Bagner unterschrieben. Als die beiden in einer Zelle saßen, erzählte der verdeckte Ermittler Haber Polizisten sagen hören, sie hätten gerade einen Mann festgenommen, der zehn Morde begangen habe.

 Dann wandte er sich an Jordan und fragte: “Das bist du, oder?” Jordan grinste und antwortete: “Nun, so viele waren es meines Wissens. nicht. Offensichtlich wollte er William die Wahrheit darüber sagen, was in jeder Nacht geschehen war. Er wollte damit pralen, wie er Vanessa getötet hatte und damit davon gekommen war. Aber er war zu schlau.

 Immer wenn William sich dafür interessierte, wie Jordan Vanessa mit Alkohol getötet hatte, beharrte er darauf, dass sie es selbst getan hatte. Er behauptete sogar, er habe ihr die Flasche nicht in den Mund gedrückt, sondern versucht, ihr sie wegzunehmen. Als William die Glaubwürdigkeit seiner Aussage anzweifelte, zuckte Jordan mit den Schultern und sagte: “Sie haben nur meine Geschichte und ihre und tote Frauen sprechen nicht.

” Doch seine Worte hatten kein Gewicht mehr. Jordan wurde offiziell des Mordes angeklagt und ohne Kaution in Untersuchungshaft genommen. Als der Prozess im Oktober 1988 begann, befürchtete die Staatsanwaltschaft nicht genügend Beweise für eine Verurteilung zu haben. Deshalb wurde die Anklage gegen Jordan auf Totschlag herabgestuft.

Während des gesamten Prozesses blieb er ruhig und gefasst und zeigte keinerlei Reue für das Schicksal von Vanessa Bner. Er gab zu, Vanessa viel Alkohol verabreicht zu haben, übernahm aber keine Verantwortung für ihren Tod. Vielleicht hätte er versuchen sollen, das Gericht für sich zu gewinnen, denn am 21.

 Oktober verurteilte ihn der vorsitzende Richter zu 15 Jahren Haft. Der trinkfeste Friseur aus Vancouver war endlich von der Straße weg, aber er hatte nicht vor, lange hinter Gittern zu bleiben. Hier bei Serienkiller geht’s gleich weiter. Im Oktober 1988 wurde der 56-jährige Gilbert Paul Jordan wegen Totschlags verurteilt und erhielt eine 15-jährige Haftstrafe für den Tod von Vanessa Buckner.

Doch der trinkfreudige Friseur wollte nicht lange hinter Gittern bleiben. Jordan legte Berufung ein und seine Strafe wurde auf neun Jahre reduziert. Wegen guter Führung wurde er bereits nach 6 Jahren entlassen im Alter von 62 Jahren. Die Polizeibehörde und Bagners Eltern legten im August 1994 Ein Spruch ein, der jedoch ignoriert wurde.

 Als dies bekannt wurde, reagierte die Bevölkerung von Vancouver mit großer Empörung. Die Vancouver Sun veröffentlichte einen Leitartikel, indem die Befürchtung geäußert wurde, dass die Entscheidung Jordan freizulassen den Ruf der Bewährungskommission ruinieren könnte. The Province veröffentlichte einen Artikel, in dem indigene Frauen vor dem Raubtier gewarnt wurden.

Die Bewährungskommission verteidigte ihre Position damit, dass Jordan eine sogenannte einmalige legale Entlassung erhalten habe. Während er tagsüber ein normales Leben führen durfte, musste er die nächsten drei Jahre seine Nächte im Gefängnis verbringen. Außerdem durfte er kein Alkohol trinken.

 Ein einziger Verstoß gegen diese Auflagen hätten seine erneute Inhaftierung zufolge gehabt. Niemand außerhalb der Bewährungskommission glaubte, dass Jordan durchhalten würde. Eine Rückfall schien unausweichlich. Erstaunlicherweise gelang es Jordan zwei Jahre lang nicht gegen seine Bewährungsauflagen zu verstoßen. Dieses änderte sich jedoch am Sonntag dem 4.

 August 1996, als er nicht rechtzeitig zur Ausgangssperre in die Haftanstalt zurückkehrte. Mit dem Glockenschlag um Mitternacht wurde ein nationaler Haftbefehl erlassen. Jordan kam jedoch am darauffolgenden Montag von sich aus zurück. Er erklärte, dass er den Tod eines engen Freundes verkraften müsß und vor emotionaler Erschöpfung in seinem Auto eingeschlafen sei.

 Er machte einen nüchternen Eindruck und bestand einen Urintest, der bewies, dass er während seiner Abwesenheit keinen Alkohol getrunken hatte. Angesichts der negativen Testergebnis und seines vorbildlichen Verhaltens als Häftling entschieden die Vollzugsbeamten, dass es sich bei Jordans Abwesenheit um einen einmaligen Vorfall handelte und verhängten keine Strafe.

Im November 1997 endete offiziell Jordans Bewährungszeit. Mit dem Geld, dass er weiterhin durch Investitionen verdiente, eröffnete er einen weiteren Friseursalon in Aberts, einer Stadt etwa 70 km südstlich von Vancouver. Mehrere Monate lang verhielt sich Jorgen vorbildlich und schien tatsächlich einen Neuanfang geschafft zu haben.

 Er hatte seine Süchte scheinbar im Griff und lebte als gesetzestreuer Bürger. Doch im Sommer 1998 fiel Jordan in alte Verhaltensmuster zurück. Am 23. Juni sprach er eine Frau in einem örtlichen Park an. Um ihre Identität zu schützen, nennen wir sie Susan. Jordan lud sie in seine Wohnung ein, wo er sie nach ihren Angaben gegen ihren Willen festhielt und sexuell missbrauchte.

Er wurde erneut inhaftiert und blieb dort bis zu seinem Prozess im Januar 2000. Susan war jedoch eine bekannte Heroinabhängige und Jordans Verteidiger stellte die Glaubwürdigkeit ihrer Anschuldigungen in Frage. Aufgrund ihrer unsicheren Aussage und des Allemeinen Mangels an Beweisen wurde Jordan vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen.

Erneut entzog sich Jordan der Justiz, indem er eine benachteiligte und ausgegrenzte Frau als Opfer auswählte. Da er wusste, dass die Gerichte stets zu seinen Gunsten entschieden, verstieß er weiterhin gegen seine Bewährungsauflagen. Im Juni 2000 wurde der 68-jährige Jordan angeklagt, einer Frau eine gesundheitsschädliche Substanz verabreicht und sie sexuell Missbrauch zu haben.

 Die Substanz war natürlich Alkohol. Ende Oktober wurde das Verfahren gegen Jordan jedoch eingestellt mit geringen Aussichten auf eine Wiederaufnahme. Der Staatsanwaltschaft fehlten schlicht die Beweise für eine Strafverfolgung. Nach fast vier Monaten untersuchungshaft wurde Jordan [räuspern] freigelassen. In dieser Zeit fanden die letzten Proben für ein neues Theaterstück mit dem Titel Die unnatürlichen und zufälligen Frauenstadt.

 Das Stück wurde von Marie Clem geschrieben und inszeniert. Nach der umfangreichen Berichterstattung über Jordan wollte Marie Clemens den Opfern eine Stimme geben. Alles indigene Frauen wie sie selbst. Das Stück wurde von der Kritik gefeiert und drückte Jordan erneut ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Als Reaktion darauf stimmte er seinem ersten persönlichen Interview mit einem Journalisten zu.

Jim Beaty porträtierte Jordan in der Ausgabe der Vancouver Sun vom 4. November und gab Einblick in die Persönlichkeit des notorisch verschlossenen Kriminellen. BTI schrieb, dass der ältere Täter während des Mittagessens in einem örtlichen Restaurant damit gepralt habe, dass er bereits 16 Gläser Wodka getrunken habe.

 Jordan schien kaum betrunken zu sein und bestellte ein paar Bier. Als diese keine Wirkung zeigten, bestellte er den teuersten Wodka der Bar. Grinsend erinnerte er Bea daran, dass die Zeitung die Rechnung übernehmen würde. Der Journalist wusste nicht, wie er reagieren sollte. Die Bedingungen für Jordans Freilassung untersagten ihm innerhalb der Stadtgrenzen zu trinken und sich mit Frauen zu treffen.

In der Hoffnung, Jordans Vertrauen zu gewinnen und so viele Informationen wie möglich zu erhalten, beschloss Jim Beaty den Verstoß zu ignorieren. Jordan weigerte sich jedoch ein Verbrechen zuzugeben. Die meisten Vorwürfe str ab oder verharmloste sie. Jedes Mal, wenn Beaty ihn mit dem Tod von Vanessa Bagner oder einer der anderen verstorbenen indigenen Frauen konfrontierte, beteuerte Jordan seine Unschuld.

 Er betonte, dass er alle Todesfälle selbst der Polizei gemeldet habe, als würde ihn das von jeder Schuld freisprechen. Er zeigte auch keine Reue gegenüber seinen Opfern. Ja, er betrachtete sie nicht einmal als solche. Für ihn waren die Frauen nur abhängige, die bekommen hatten, was sie verdienten. Während des Mittagessens schwankte Jordans Stimmung wie ein Pendel.

 In einem Moment schrie er wütend, wie man ihm nur einen Mord zutrauen könne. Im Nächsten saß er still da und wog seine nächsten Worte ab. Er weinte, lachte und starrte die Kellnerin anzüglich an. Sobald seine Hände zu zittern begannen, bestellte er das nächste Glas. Jim Beatys Interview mit Jordan zeichnete das düstere Bild eines Mannes, der nicht nur an schwerem Alkoholismus litt, sondern auch mehrere Persönlichkeitsstörung aufwies.

Auf die Frage nach seiner Zukunft zeigte sich Jordan unschlüssig. Er sagte, er werde entweder einen neuen Friseursalon eröffnen oder sich zu Tode trinken. Offenbar kämpfte er neben möglichen psychischen Problemen auch mit Depressionen. Das Verhältnis zwischen Depression und Alkoholismus ist komplex.

 Psychologen sind sich nicht einig, ob Depression zu Alkoholismus führen oder umgekehrt. Wenn der Patient Symptome sowohl einer psychiatrischen Störung als auch einer Abhängigkeitserkrankung aufweist, spricht man von einer Doppeldiagnose. In einem Artikel, der 1988 im Alcoholism Treatment Quarterly veröffentlicht wurde, schrieb Patreasher Rose Atia, dass der beste Weg zur Behandlung von Patienten mit einer Doppeldiagnose daran besteht, herauszufinden, was zuerst aufgetreten ist, die Sucht oder die Störung.

Unabhängig von der Reihenfolge wird den Patienten empfohlen, mit dem Trinken aufzuhören, da Alkohol jedes psychische Problem verschlimmern und neue auslösen kann. Die einzige nennenswerte Behandlung von Jordans Alkoholismus fand während seiner Haftstatt und fast jedes Mal, wenn er entlassen wurde, griff er sofort wieder zur Flasche.

Er trank weiter, obwohl er die rechtlichen Konsequenzen kannte. Sein betrunkenes Interview mit Jim Beaty zeigt, daß er mit zunehmendem Alter immer dreiste gegen die Regeln verstieß. Kurz nach der Veröffentlichung von Beatys Artikel wurde Jordan verhaftet, weil er mit dem Journalisten in einem Sperrbezirk getrunken hatte.

 Im Mai 2001 wurde der 69-jährige zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, gefolgt von einer strengen dreijährigen Bewährungszeit. Nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe wurde er im Februar 2002 aus dem Gefängnis entlassen. Keine zwei Wochen später wurde Jordan erneut festgenommen, weil er mit einer Frau in der Downtown Eastzeit von Vancouver Alkohol getrunken hatte.

Wegen Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen wurde er zu einem weiteren Jahr Gefängnis verurteilt. Im August 2004 durfte der 72-jährige Jordan wieder in die Gesellschaft zurückkehren. Statt in Vancouver zu bleiben, wo man ihn erkannt hätte, reiste er rund 1450 km weiter östlich in die Stadt Swift Current in Sasatuan.

Jordan wohnte im York Hotel, wo er eine Frau namens Judy kennenlernte. Sie war angeblich eine langjährige Bewohnerin des Hauses und schwer alkoholabhängig. Die Einzelheiten ihrer gemeinsamen Nacht sind weitgehend unbekannt, aber Judy trank so viel, dass sie bewusstlos in ihrem Zimmer aufgefunden wurde und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Wie zuvor wartete Jordan nicht ab, ob sie überleben würde. Sobald sie das Bewusstsein verlor, verließ er Swift Current in Richtung Osten nach Winnie Pack. Er wußte, daß er damit gegen seine Bewährungsauflagen verstieß. Neben dem Alkoholverbot musste er auf Vancouver Island bleiben. Er ignorierte alle diese Auflagen.

Sobald die Behörden von seiner Flucht erfuhren, erließen sie einen landesweiten Haftbefehl. Etwa eine Woche nach seiner Freilassung fanden Polizeibeamte Jordan betrunken in einem Hotel in Winnie Pack und nahmen ihn fest. In den folgenden zwei Jahren verstieß er weiterhin gegen seine Bewährungsauflagen und verbrachte mehrere Gefängnisaufenthalte.

Im Juli 2006 verstarb Gilbert Paul Jordan vermutlich an den Folgen einer Leberzirose. Seinem Nachruf zufolge starb er friedlich im gesegneten Alter von 74 Jahren. Ein Privileg, das keinem seiner Opfer vergönnt war. Während die Frauen, denen er Leid zufügte und die er tötete, zweifellos unser größtes Mitgefühl verdienen, ist es wichtig zu erkennen, dass Jordan auch ein Opfer war.

Er litt an einer sehr realen und tödlichen Krankheit, die jahrzehntelang ignoriert wurde. Das kanadische Rechtssystem behandelte ihn lediglich als Straftäter und nicht als Süchtigen. Hätte das Gericht angeordnet, dass Jordan sich sowohl wegen seiner Alkoholabhängigkeit als auch wegen seiner psychischen Probleme in Behandlung begibt, hätte er vielleicht eine Chance auf Heilung gehabt.

 Stattdessen blieb er für immer in einem zerstörerischen Kreislauf gefangen und zerstörte das Leben der Frauen, mit denen er in Kontakt kam. Einige forderten regelmäßig, dass er in eine psychiatrische Einrichtung statt in ein Gefängnis eingewiesen werden sollte. Sie glaubten, dass er mit der richtigen Betreuung therapierbar sei. Natürlich ist es möglich, dass Gilbert Paul Jordan jenseits jeder Rehabilitation war, dass niemand ihn daran hätte hindern können, sein Leben und das Leben anderer zu zerstören.

Aber wir werden es nie wissen, denn niemand hat ihm die Möglichkeit und die Unterstützung gegeben, sich zu ändern. In einem Interview mit Jim Beaty im Jahr 2000 sagte Jordan über seine Zukunft: “Entweder ich gehe unter oder ich schaffe es.” Niemand warf Jordan einen Rettungsring zu und er ging unter mit voller Wucht und riss viele unschuldige Menschen mit sich.

Und damit schließen wir die Doppelfolge über den mörderisch trinkenden Friseur aus Kanada genannt The Booing Barber. Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn euch dieser Zweiteiler gefallen hat, dann freuen wir uns selbstverständlich, wenn ihr uns eine ja positive Bewertung z.B. bei Spotify hinterlasst. Beim nächsten Mal beginnen wir einen neuen Zweiteiler über eine der erschütternsten Mordserien des 19.

Jahrhunderts. Die brutale Partnerschaft zweier Männer, die unschuldige Opfer aus Habgier ermordeten und ihre Leichen an Mediziner verkauften. Mein Name ist Diane Hilcher. Bis zur nächsten Folge von Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Und mein Name ist Max Spall. Serienkiller ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original.

 Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Reed. Deutsche Produktion und Redaktion. Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Julia Ilan, Suholder und Chris Guse. Und wenn ihr mehr Lust auf True Crime Podcast vom Bosepark habt, dann sucht doch jetzt nach Sekten und Kulte. Ein Podcast über die schlimmsten Sekten der Welt.

 Jeden Montag  erscheint dort eine neue Folge und eine neue Folge Serienkiller kommt jeden Donnerstag, aber das wisst ihr ja. Bis dann,  tschüss.

Auffällig war, dass eine so junge Frau plötzlich aus dem Nichts heraus aus ihrem Lebensumfeld verschwindet und auch keine Spuren hinterlässt. Das war für uns äh ganz entscheidend und das hat so ein komisches Bauchgefühl letztendlich auch erzeugt. Nach der Vernehmung von Christian war uns klar, entweder ist er ein sehr guter Schauspieler ähm oder ähm er hat tatsächlich nichts   mit dem Verschwinden von Imane zu tun und sie ist aus freien Stücken abgehauen.

Wir sind sogar äh bei dieser Gelegenheit auch durch den Garten gelaufen und wie sich später rausgestellt hat, sind wir im Grunde 2 bis drei m an dem vergrabenen Leichnam zu diesem Zeitpunkt vorbeigelaufen. Die Tragödie zeichnet sich im Grunde dadurch ab, dass die damals fünfjährige Tochter durch das Handeln der des Vaters nicht nur die Mutter verloren hat, sondern auch den Vater.

Flensburg, der erste Kriminalhauptkommissar Hauke Bahnsen ist hier Chef der Mordkommission. Am 25. Im September 2008 verschwindet in Winard in der Nähe von Husum eine junge Frau. Knapp ein Jahr danach erstattet eine  Freundin vermissten Anzeige bei der Polizei. Bis zu dem Zeitpunkt war sie davon ausgegangen, dass eine vermissten Anzeige nur von Angehörigen erstattet werden könnte.

 durch ein privates Gespräch, aber mit einem Polizeibeamten ähm war sie aufgeklärt worden, dass jeder auch eine vermissten Anzeige erstatten kann und dass es dafür keines besonderen Verwandtschaftsverhältnisses bedarf. Die vermisste Imane R stammt ursprünglich aus Marokko. Imane war zu dem Zeitpunkt 25 Jahre alt und war verheiratet mit einem 24 Jahre älteren Mann.

 Sie hatte eine fünfjährige Tochter mit dem Mann zusammen und äh der Freundin war bekannt, dass es da Probleme in der Beziehung gegeben hatte. Der Ehemann wird später behaupten, seine Frau habe ihn wegen eines anderen Mannes verlassen. Niemand scheint Verdacht zu schöpfen. Die Umstände des Verschwindens erschienen irgendwie sehr seltsam.

 Der Freundin kam das alles komisch vor. Ähm zum einen, dass der Ehemann seine Frau nicht als vermisst gemeldet hatte. Er hatte das Sorgerechtsverfahren ähm betrieben und er hatte auch äh das alleinige Sorgerecht für die fünfjährigjährige Tochter erhalten. Imane jobt im Jahr ihres Verschwindens in einer Disco und in einem Hotel.

Es gab noch weitere komische Umstände. Imane hatte auch zwei Jobs und äh hatte sich auch dort nicht abgemeldet. Zudem hatte sie bei diesen beiden Arbeitsstellen auch noch Geld zugekommen und auch diesen Lohn hatte sie nicht abgeholt. Das erschien etwas fragwürdig. Die Beamten der Polizei in Husum stehen vor einem Rätsel.

Hatte die junge Frau tatsächlich einen neuen Freund oder steckt hinter dem vermissten Fall möglicherweise ein Kapitalverbrechen? Vorsorglich wird die Unterstützung in Flensburg angefordert. Nach ungefähr zwei Wochen ist den Kollegen in Husum klar gewesen, dass da größere Ermittlungen erforderlich sind, auch Auslandsermittlungen.

Die Mane stammte ja aus Marokko. Insofern waren auch Ermittlungen dort erforderlich und der Ermittlungsaufwand zeichnete sich als sehr umfangreich ab. Und deshalb hat man in USUM entschieden, uns den Fall hier bei der Mordkommission vorzustellen und wir haben dann nach kurzer Überlegung entschieden, auch diesen Fall zu übernehmen und in die Ermittlungen einzusteigen.

Kommissar Bahnsen wendet sich an das BKA, um mit der Familie von Imane in Marokko Kontakt aufzunehmen. Der Vater ist ein hochrangiger Offizier bei der marokkanischen Armee. Imanes Mutter früh verstorben, der Vater neu verheiratet. Offenbar war Imane mit den Lebensverhältnissen dort in Marokko nicht einverstanden, obwohl sie aus sozial geordneten Verhältnissen kam, aber sie fürchtete, dass sie von ihrem Vater zwangsverheiratet werden würde und zudem gab es ein schlechtes Verhältnis zur Stiefmutter.

Im Alter von 20 Jahren verlässt Imane Marokko und kommt nach Deutschland. Nach Angaben der Familie ist sie seither nicht mehr nach Marokko zurückgekehrt. Sie ist dann 2003 als Opermädchen nach Deutschland gekommen in den Kreis Renzburg Eckernfle zu einer Familie und dort wurde relativ schnell klar, dass Imane nicht nur hier ist, um die deutsche Sprache zu lernen, wie man das typischerweise von Opermädchen erwartet, sondern Imane hat auch kein Heel daraus gemacht, dass sie gerne in Deutschland bleiben würde und dies über den Kontakt

zu einem Mann. Sie suchte im Grunde einen Ehemann, um Deutschland bleiben zu können. Im Februar 2004, 10 Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland, lernt Imane auf einer Geburtstagsfeier, den 24 Jahre älteren Christian R. aus Winner bei Rusum kenne. Christian war einfacher Handwerker, hatte nur die Volksschule besucht und Imane äh hatte in Marokko das Gymnasium besucht.

 Es waren unterschiedliche Ebenen, auf denen sie sich intellektuell bewegt haben. Die haben eigentlich überhaupt gar nicht zusammengepasst, weder vom Alter her noch vom Intellekt. Trotzdem heiraten Immanu und Christian nur einen Monat, nachdem sie sich kennengelernt haben. Im Sommer 2005 wird dann eine gemeinsame Tochter geboren.

Die Rolle des Ehemannes von Imane war zu Beginn unserer Ermittlung noch vollkommen unklar. Es war unklar, ob er für sein für das Verschwinden von Imane verantwortlich ist oder nicht. Insofern haben wir ihn zunächst einmal aus den Ermittlungen herausgehalten und haben versucht uns ein Bild zu machen über andere Zeugen und über andere Kontaktpersonen.

Nach der Geburt der Tochter verschlechtert sich das Verhältnis der Eheleute Zusehens. Imane hat eine enge Freundin, die wie sie aus Marokko stammt. Für sie ist sie wie eine Tante. Sie wird zur wichtigsten Zeugin für Kommissar Ben. Sie hat uns beschrieben, dass Imane teilweise auch Angst hatte vor ihrem Mann.

 Sie hat beschrieben, dass es zu Gewalt gekommen sein sollte. Sie hat beschrieben äh, dass sie auch schon mal ihren Mann verlassen hatte für einige Zeit. Sie war 2006 im Frauenhaus gewesen in Renburg. Zunächst für eine Woche war dann wieder zurückgekehrt zu ihrem Ehemann. Und in 2007 hatte es noch mal eine Trennungssituation gegeben.

 Da ist nach einem Streit im März 2007 in ein Frauenhaus nach Heide gegangen und hat dort einige Monate gelebt. Ihre Tochter hat immer eine mitgenommen. Anschließend mietet sie eine eigene Wohnung, hat eine Beziehung zu einem gleichaltrigen Mann aus der Umgebung. Im März 2008 kehrt sie trotzdem zu Christian nach Winner zurück, weil es für die Tochter besser sei, wie sie ihrer Freundin sagt.

 Im August erhält sie schließlich eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis. Sie ist nicht an das Bestehen der Ehe geknüpft. Das Bild, das ich zeichnete, das war sehr ambivalent. Es gab unterschiedliche Ermittlungsrichtungen. Es gab eben Zeugen, die ausgesagt hatten, dass man durchaus in der Lage sei, ihre Tochter zurückzulassen und möglicherweise etwas Neues auf eigenen Beinen anfangen wollte.

 Sie hatte einen Tag vor ihrem Verschwinden am 24.09. auch Kontakt gehabt zur Diakonie in Husum und hatte dort ein Beratungsgespräch äh und auch dort hatte sie in den Raum gestellt, dass sie möglicherweise ähm ihr Kind zurücklassen würde und etwas Neues anfangen würde äh an einem anderen Ort. Alles spricht dafür, dass Imane sich jetzt endgültig von Christian trennen will.

 Die Ermittler beschäftigt insbesondere eine Frage. Hat Imane ihr neues Leben tatsächlich ohne ihre Tochter geplant? Es gab dann andere Aussagen von von Zeugen. Äh zum einen die Freundin und dann gab es aus ihrem Arbeitsumfeld ähm Leute, die wir vernommen haben, die uns auch bestätigt haben, dass Iman ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Tochter gehabt hatte und dort war vermutet worden, dass sie niemals ihre Tochter alleine lassen würde.

 Insofern ähm gab es kein klares Bild und ähm die ähm ja, der Grund für ihr Verschwinden war am Ende völlig offen. Am 16. Dezember 2009 wird Christian R. Mal in seinem Haus in Winhard vernommen als Zeuge. Für einen Anfangsverdacht reichen die Indizien nicht. In der Zeugenvernehmung am 16.12.2009 schilderte Christian uns, dass er Imane am 25.09.

2 2008 äh wie sonst üblich äh zu ihrer Arbeitsstelle der Diskothek in Husum gefahren hätte und dann auf einen Anruf äh gewartet hätte, so wie üblich. Ähm Imane hatte sich dann nach Schicht Ende morgens äh in dieser Diskothek dann bei ihm telefonisch gemeldet und er hatte sie dann regelmäßig dort abgeholt. Dieser Anruf war ausgeblieben angeblich an diesem 26.09.

Und am 27.09. will er dann von Imanes Handy eine SMS bekommen haben. Diese SMS, die er dort genannt hat, die konnte er uns auch auf seinem Handy zeigen. Sie war datiert auf den 27.09. Um 17:30 Uhr etwa. Für mich selbst kann ich sagen, zeichnete sich kein klares Bild ab. Ähm, das was Christian uns beschrieben hatte, das war für uns nicht zu widerlegen.

Also, er hatte sich in keine Widersprüche verwickelt und ähm wir hatten keine weiteren Ansatzpunkte dadurch gewinnen können ähm um jetzt einen Anfangsverdacht in irgendeiner Weise äh zu begründen. Ähm und insofern blieb eigentlich nur das schlechte Bauchgefühl. Hat Christian R. seine Frau auf dem Gewissen? Kommissar Ben will jetzt einen richterlichen Beschluss erwirken, um die immer noch aktiven Handynummern von Imane überwachen zu lassen und er will sich außerdem an die Öffentlichkeit wenden. Wir haben dann noch mal

versucht, alles zusammenzutragen, die ganzen Ermittlungsergebnisse und haben diese dem Gericht dargestellt, aber der Ermittlungsrichter sah sich nicht in der Lage ähm entsprechende Beschlüsse für eine Telefonüberwachung ähm für äh Imanes Handynummern ähm anzuordnen und auch eine Öffentlichkeitsfahnung äh wo wurde nicht angeordt.

 Mit dem Ergebnis mussten wir uns schweren Herzens zufrieden geben. Aber die Flensburger Ermittler geben nicht auf. Sie wollen weitermachen. Wir haben uns erstmal auf diese Richtung äh des Ehemannes konzentriert und haben da Hypothesen gebildet. Insofern als dass wir überlegt haben, was könnte geschehen sein? Hat er sie irgendwo zu Hause umgebracht und irgendwo hingebracht oder hat er sie beim Abholen von der äh Schicht, also von der Diskothek möglicherweise umgebracht äh und dann mit dem Fahrzeug irgendwie transportiert? Und dieses Fahrzeug ist

nachher für uns äh der äh Wendepunkt gewesen und der entscheidende Hebel, um noch mal anzusetzen. Zum Zeitpunkt des Verschwindens von Imane R fuhr Christian einen blauen Passat Kombi, Baujahr 1995. Der Wagen hat seither zweimal den Besitzer gewechselt. Mit Hilfe des Kraftfahrtbundesamts gelingt es, die aktuellen Halter in Husum zu ermitteln.

Ich habe dann Kontakt aufgenommen zu der jungen Familie, bin dortfahren, habe mit denen ein Gespräch geführt und die waren sehr verständig und äh das war den auch ein bisschen unheimlich. Äh, ich habe natürlich auch versucht klarzumachen, äh was das für einen Hintergrund hat und äh die Familie war aber sofort bereitwillig äh ja und hat uns dieses Fahrzeug dann zur Verfügung gestellt.

Kommissar Ben hat einen außergewöhnlichen Einfall. Er bittet seine Kollegen von der Hundestaffel um Hilfe. Für die Hundeführer eine Ehrensache. Hier kennt man sich eben. Seit einigen Jahren äh gibt es die Erkenntnis, dass äh man Hunde auch trainieren kann auf Leichengeruch. Ähm und bei der Landespolizei sind seit einigen Jahren entsprechend ausgebildete Leichenspürhunde vorhanden.

 Äh wir haben zwei von diesen Hunden äh angefordert. Bereits die erste Absuche verläuft eindeutig. Im Kofferraum des VW Passat schlägt der Leichenspürhund an. Um ein objektivierbares Bild zu haben, haben wir einmal das Fahrzeug von Christian dorthinestellt und dann haben wir aus dem privaten Umfeld von einem Mitarbeiter der Dienststelle noch ein zweites Referenzfahrzeug daneben gestellt, um quasi Laborbedingungen herzustellen ähm mit einem Placebo, wenn man so will.

Bei der zweiten Absuche zeigt der Suchhund kein Interesse für den anderen Wagen. Im Kofferraum des ersten Fahrzeugs dann dieselbe Reaktion wie beim ersten Hund. Als dann die zweite Absuche stattfand, eine Woche später ähm war die Freude natürlich entsprechend groß und das ist dann für uns letztendlich auch der Einstieg gewesen wieder für Ermittlung.

Wir haben äh diesen Einsatz, diesen Hundeinsatz dokumentiert per Video und per Foto und haben das äh entsprechend akten gemacht. Und mit dem Ergebnis der äh Hundeabsuche sind wir dann noch einmal an die Staatsanwaltschaft herangetreten und die Staatsanwaltschaft und auch äh der Ermittlungsrichter haben nun tatsächlich auch einen Anfangsverdacht gegen den Ehemann von Imane gesehen.

Die Mordkommission erhält jetzt einen weitreichenden Durchsuchungsbeschluss für das Anwesen von Christian R. in Winard. Am 15. Juni 2010 schreiten die Ermittler zur Tat. Wir sind dort mit großem Gedeck sozusagen aufgetreten und äh wir haben natürlich zunächst einmal also den den Kontakt dann gesucht zu dem Ehemann, haben ihn aufgesucht, ähm hatten aber in der Hinterhand schon eine Einsatzhundertschaft, also Kräfte, mit denen wir graben können.

 Wir hatten noch mal die Leichenspürhunde mit dabei, um auf dem Grundstück eine Absuche durchführen zu können. Und es war also entsprechendes Equipment vorhanden. haben wir äh mit dem Christian natürlich auch suggeriert und klar gemacht, dass wir hier tatsächlich das Grundstück auf links drehen werden und das hat am Ende auch dazu geführt, dass er dann ähm ja nach einiger Vorrede ein Geständnis abgelegt hat.

Christian R sagt aus, er sei am 25. Februar 2008 mit seiner Frau in Husum in einer Gaststätte zum Abendessen gewesen. Auf dem Rückweg sei es dann passiert. Wir sind jetzt auf dem Weg, den Christian uns im Rahmen seines Geständnisses beschrieben hat. Hatte ja uns geschildert, dass es auf einer Rückfahrt von Husum an den Wohnort Winner zu einem Streit zwischen ihm und seiner Frau gekommen war.

 Er beschrieb ähm, dass er dann einmal austreten musste. Offen bleibt, ob Imane ihrem Mann von ihrem Plan erzählt hat, ihn endgültig zu verlassen. Christian Erre behauptet jedenfalls, den Wagen in diesem Seitenweg gelenkt zu haben. Hier an der Stelle ungefähr könnte das äh Drama seinen Lauf genommen haben.

Hier ist ein Maisfeld gewesen und äh nach dem Austreten hat er noch einige Maiskolben für das Kaninchen der Tochter gepflückt. Ähm davon sind ihm noch eine zu einige zu Boden gefallen. Dafür hat Imani ihn ausgelacht. Ähm, sie hat ihn dann weiterhin verhöhnt und soll ihn dann auch gestoßen haben und und getreten haben.

 Ähm und dann ist es letztendlich zur Eskalation gekommen. Christian ähm ist dann ähm ja ausgerastet sozusagen und hat nach einer Wäscheleine gegriffen, die dort im offenen Kofferraum gelegen hat. Diese hat er genommen und Imane um den Hals gelegt und hat zugezogen. Er hat dann beschrieben, dass sie ähm zusammengesagt ist, dass sie schwer geworden ist und äh dass er dann äh kurz darauf begriffen hat, was er getan hat.

 Ähm, er will sie dann in den Kofferraum gelegt haben, nachdem er begriffen hat, dass sie dass er sie getötet hat und dann ist er mit ihr nach Hause gefahren. Dort äh will er dann mit dem Fahrzeug rückwärts eingeparkt sein in die Garage. Ähm, dort äh will er dann den Leichnam rausgenommen haben und dann gab es eine Situation, die er beschreibt, die sicherlich auch glaubhaft ist.

 äh äh hat nämlich beschrieben äh nachdem er sie an den Boden äh auf den Boden gelegt hatte, ähm hätte es ausgesehen, als würde sie ihn auslachen. ähm und er hat sie dann äh oder den Leichtnah dann eingewickelt ähm und hat tatsächlich auch noch mal dieses Lächeln unterbunden, indem er ihr äh Krebklebeband um den Mund gewickelt hat und äh so eingewickelt ähm will er sie dann äh Gewächshaus vergraben haben.

Das Gewächshaus hatte Christian R. zu Beginn der Ehe für seine Frau gebaut. Sie hat dort Pfefferminze angebaut für einen Tee nach marokkanischer Art, den Imane gerne trank. Das hier haben wir jetzt das Gewächshaus. Hier sieht man schön die Minze. Ähm hier ist das Holzlager und äh dann dort anschließend, also hinter der Tür quasi ist der Leichenabellageort.

 Also dieses Holz, das überdeckt jetzt den Leichnarmen. Tatsächlich ist es so, das kann ich auch noch mal zeigen. Wir sind hier vorbeigelaufen. Als wir am 16.12. da gewesen sind, ähm hat er uns hier hinten aus dem Haus rausgeführt und wir sind hier schön durch den Garten gegangen und sind da direkt an ihr vorbeigegangen.

 Und das ist die neue Betonplatte, die der die er gegossen hat, die haben wir vorhin gesehen, ungefähr 4 cm stark, also nicht besonders stark, aber ausreichend, um da Holz drauf zu lagern. Jetzt sieht man hier, wie man wie die anfangen, den Beton wegzustemmen. So und da haben wir jetzt sich langsam vorarbeiten.

 Und jetzt kommt gleich hier hat man haben wir schon den ersten Schuh oder die Hacke von dem Schuh zu sehen. Da hier ist noch mal ein bisschen deutlicher. Hier kann man aber ganz gut die Hacke sehen von dem von der Stiefelette oder von dem Stiefel. Hier sieht man die Rechtsmedizin beim Freilegen. Pö pö. 2011 findet vor dem Landgericht Flensburg die Verhandlung gegen Christian R statt.

 Tatvorwurf Totschlag. Der Ehemann von Imane ist Anfang 2011 nach mehreren Verhandlungstagen vor dem Landgericht in Flensburg zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden. Die Tochter ist zunächst in einer Pflegefamilie gewesen. Für kurze Zeit ist dann aber relativ zeitnah mit Einwilligung des Vaters zu der marokkanischen Freundin, zu dieser Nenntante von Imane gekommen und ist dort aufgewachsen.

Weit die Tochter ähm etwas von dem Urteil und von dem Gerichtsverfahren mitbekommen hat, kann ich nicht einschätzen. Ähm für mich ist nur klar, sie hat nicht nur die Mutter verloren, sondern anderen er auch den Vater, dadurch dass er in Haft gehen musste. Für Kommissar Hauke Bsen und seine Kollegen von der Kripo Flensburg ist es selbstverständlich bei Mordermittlungen immer alles zu geben.

Ohne die Hartnäckigkeit der Ermittler wäre dieser Fall vielleicht nie aufgeklärt worden. Deutschen Ermittlern ist ein Schlag gegen eine international agierende Bande von Cyberkriminellen gelungen. Ein großes illegales Rechenzentrum in einem alten NATObunker an der Mosel. Es geht um Drogen, Waffen und Kinderpornographie.

Dramentrabach an der Mosel. Der idyllische Ort wird zum Schauplatz eines der bislang größten Cybercrime Verbrechens in Deutschland. Wir fahren zum Cyberbunker, ein illegales Rechenzentrum, was Straftaten im Internet in aller Welt ermöglichte. Philip Haderdauer war an dem außergewöhnlichen Ermittlungsverfahren beteiligt.

 Der IT-Analyst arbeitet für das Dezenat Cybercrime beim Landeskriminalamt Rheinland Falz. Ich war zu dem Zeitpunkt das Zugriff 6 Monate bei der Polizei. Also meine Probezeit hatte gerade geendete und plötzlich war ich in so ein riesen Fall verwickelt. Das äh konnte man sich natürlich erstmal gar nicht vorstellen, nachdem man dort erste Details gehört hat.

Also eine Truppe von Leuten, die sich ein Bunker geholt hat, sich dort verschanzt und von dort aus Server für Cyberkriminelle bereitstellt. Tief unter der Erde stehen hunderte Server, auf denen illegale Websites gehostet werden. Philipader Dauer hat die Daten auf den Servern analysiert und hier viel Zeit verbracht.

Wenn man hier eine Anfahrt links den Hügel hochfährt, dann findet man dort den Zugang zum Bunker. Man sieht natürlich nicht so nur die Spitze des Eisbergs. Sind insgesamt fünf Stockwerke, die sich dann Untergrund bewegen. Der ehemalige NATObunker wurde früher von der Bundeswehr zur Erhebung von Wetterdaten genutzt.

 2012 steht das Gelände zum Verkauf. Einer der Interessenten ist der damals 54-jährige Hermann X. Der Niederländer beschreibt sich im Internet als Computerexperte mit großen Visionen. Ich habe mehr Ideen, als ich vermutlich in diesem Leben realisieren kann. Ich bin ein Schöpfer und kein Konsument. Er sieht sich selbst ähm einerseits so als Visionär, auch als Internetaktivist vielleicht ein bisschen.

 Ist auf jeden Fall eine Person, die Leute anzuziehen scheint. Der Bunkerliebhaber hat bereits in den Niederlanden zusammen mit Hackerfreunden ein unterirdisches Datenzentrum betrieben. Ich bin in einem atomwaffensicheren Bunker ansässig, der Cyberbunker. Ich erwarte nicht, dass bald der Dritte Weltkrieg kommt, aber es ist immer schön etwas Privatsphäre zu haben.

Dieses Rechenzentrum ist dann 2002 abgebrannt und da wurde dann auch ein Extasilabor im Nachhinein gefunden, von dem aber jede Kenntnis von sich wies. In Trabentrabach versucht Hermann X einen Neustart. 8 Tage vor dem Verkauf des Bunkers warnt das LKA Rheinlandfalz die zuständige Bundesbehörde.

Der künftige Besitzer könnte von dort aus Computerstraftaten begehen. Das war aber tatsächlich für die Behörde, die das dann verkauft hat, nicht eindeutig genug. Zudem hat wohl der das deutlich bessere Angebot gemacht, weil es gab auch andere Kaufteressenten. Für 450 000 € kauft Hermann X 2013 das 13 Hektar große Gelände mit Bunker und Verwaltungsgebäuden und zieht mit seinem dubiosen Team ein.

Was die Behörden zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, die Kunden des Cyberbunkers sind Kriminelle, die illegale Websites betreiben. Darunter auch Wall Street Market, damals der zweitgrößte Marktplatz im Darknet, auf dem tausende Händler Drogen, Schadoftware und gestohlene Daten zum Kauf anbieten. Er war einer der Betreiber der illegalen Plattform, Martin Frost.

 Mit Cybercrime hat er mehrere Millionen verdient. Scrupel hatte er damals nicht. Das Schlimme an dieser Szene ist Cybercrime, das fühlt sich nicht an wie ein Verbrechen. Das ist viel abstrakter vorm PC zu sitzen und irgendwie Cybercrime Straftaten zu begehen, als irgendwie in Park zu gehen und jemanden umzuhauen. Zum Zeitpunkt unserer Aufnahmen ist Frost noch auf freiem Fuß und wartet auf sein Revisionsverfahren.

 Vier Jahre lang war er Kunde des Cyberbunkers. Legale Hoster, die sperren dann die Webseiten, melden das natürlich auch und das passiert eben bei so Hostern wie dem Cyberbunker nicht. Da wird es komplett ignoriert. Ja, und die haben das Ganze genannt der No matter what Service. Also egal was ist, die Server bleiben online.

Auf seiner Internetseite wirbt der Cyberbunker mit einem besonderen Service. Das Rechenzentrum sei Bulletproof, also sicher vor dem Zugriff von Ermittlungsbehörden. Gehostet werde alles bis auf Kinderpornografie und Terrorismus. Rund 5000 € Mietkosten zahlt Martin Frost pro Monat für knapp 30 Server.

Der Kontakt war eigentlich sehr professionell aufgebaut, wie du es erwarten würdest von einem legalen Hoster, von einer legalen Firma auch. Das heißt, ähm man schreibt, wenn man z.B. Probleme hat, dann hast du einen Kundenberater, der dann z.B. eine Festplatte austauscht, wenn irgendwie Probleme gibt.

Dass eine Server in Deutschland stehen, ahnt Frost zu dem Zeitpunkt nicht. Beim Landeskriminallamt Rheinlandpalz werden 2015 verdeckte Ermittlungen gegen den Betreiber des Cyberbunkers eingeleitet. Mit Helikoptern und Drohnen wird das Gelände observiert. Doch von außen lassen sich nur wenige Informationen erlangen.

Man hatte natürlich gar keinen Einblick und dann wurde eben natürlich als nächstes an TK Maßnahmen gedacht, also Telefonanschlüsse ganz klassisch zu überwachen. Es ging ja auch vor allem darum zu beweisen, dass diese Infrastruktur bewusst für Straftaten zur Verfügung gestellt wird und das mit diesen klassischen Polizeimaßnahmen war einfach sehr schwierig, weil natürlich am Telefon wahrscheinlich wenig darüber geredet wird.

In den überwachten Telefonaten verwenden die tatverdächtigen Codewörter. Hallo, ich habe die Orangen gefunden. Erzähl mir mehr. Er hat 700 Orangenkisten bekommen und sie sind am richtigen Ort. Jetzt braucht er weitere 350 für eine volle Ladung. Immer wieder taucht bei den Gesprächen ein Name auf. Da gab es diesen Mr.

 Green, der wohl auch zu großen Teilen Anweisung auch erteilt hat, bei dem sich dann im Verlauf des Verfahrens rausstellt, dass es der George Schmitche ist. Und George Schmitche ist in Irland eine OK Größe, also ist dort bekannt für Drogenschmucke, auch viel Gewalt in dem Zusammenhang. Hermann X scheint in kriminelle Geschäfte verwickelt zu sein.

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