Wahre Verbrechen I Der Killer vom Seeufer I True Crime Dokumentation T – Part 2
Er hätte sie eine Weile festgehalten und dann hätte er sie getötet. Wir sehen das Profil eines sehr gefährlichen Mannes, der zum Serienmörder geworden wäre, wenn er nicht gestoppt worden wäre. Ich denke, Philip hätte niemals von sich aus aufgehört. Er hätte das getan, was die meisten von diesen Menschen getan haben.
Er hätte weitere Opfer auf dem Gewissen. Ich denke, er musste gestoppt werden. Von alleine hätte er niemals aufgehört. Philip W hat nie etwas zur Sache ausgesagt. Niemand weiß, wie lange er Emilie in seiner Gewalt hielt, bevor er sie tötete. Eine schreckliche Ungewissheit für ihre Familie. Am 28. Juni 2024 wurde Philip W zu lebenslanger Haft verurteilt.
Achtung, dieser Podcast behandelt Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt, auch gegen Minderjährige. Der Inhalt kann daher retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet.
Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Am Morgen des 30. Juli 1982 drehte sich der 50-jährige Gilbert Paul Jordan auf seiner schmutzigen Matratze um und blickte direkt in das Gesicht einer toten Frau. Anstatt zusammenzuzucken oder um Hilfe zu rufen, stand Jordan auf, streckte sich und ließ einen Blick durch den Hinterraum seines Friseursalons schweifen.
Er lächelte, als er die leeren Wodfaschen auf dem Boden sah. Nach einem kräftigen Schluck Wodka rieb er sich nervös die Hände und nahm eine betont ängstliche Haltung ein. Dann machte er mehrere kurze Atemzüge und versuchte wie jemand zu klingen, der durch den Fund einer Leiche traumatisiert ist. Als er sich bereit fühlte, griff Jordan zum Telefon und wählte die Nummer seines Anwalts, fest entschlossen, sich auch aus diesem Mord herauszulügen.
Hallo, ich bin Max Spallik und das hier ist Serienkiller, ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Spotify Original. In jeder Episode tauchen wir in die Gedankenwelt und den Wahnsinn von Serienkillern ein. Und mein Name ist Diane Helscher. Willkommen zu einer neuen Episode von Serienkiller, einer neuen Doppelfolge.
Diesmal werfen wir einen Blick auf Gilbert Paul Jordan. den Mörder, der auch als der trinkende Barbier bekannt wurde. Bei dieser Episode sprechen wir über Jordans frühere Alkoholabhängigkeit. Wir untersuchen auch, wie der Alkohol seinen unersättlichen Sexualtrieb, seine kriminelle Energie und sein Verlangen, Frauen zu töten, angeheizt hat.
In der nächsten Folge beleuchten wir Jordans tödliche Herrschaft als Vancouvers trinkfreudiger Barbier und untersuchen, wie seine einzigartige Vorgehensweise ihm half, mit Mord davon zu kommen. Abonniert Serienkiller am besten jetzt gleich, um keine Folge zu verpassen. Alkoholismus ist eine Krankheit, die die Menschheit seit Jahrhunderten plagt.
Heute leben weltweit schätzungsweise 107 Millionen Menschen mit einer alkoholbedingten Störung. Viele greifen zur Flasche, um durch den Tag zu kommen und können mit dem Trinken nicht aufhören, obwohl die Folgen verheerend sind. Bei manchen führt der Alkoholkonsum dazu, dass ganze Familien zerstört, Ehen beendet werden und er kann sogar lebensbedrohliche Krankheiten wie Leber versagen oder Krebs verursachen.
Für viele ist das der absolute Tiefpunkt des Alkoholismus. Doch für Jordan kam es noch schlimmer. Jordan war kein gewöhnlicher Alkoholiker, denn der Alkohol machte ihn nicht nur zu einem Schurken und Betrüger. Er trug auch zu seiner mutemaßlichen Mordlust bei. Gilbert Paul Jordan wurde im Dezember 1931 als zweites Kind von Jack und Winniefse in Vancouver British Columbia geboren.
Um seine Familie und insbesondere seinen älteren Bruder But zu schützen, weigerte sich Jordan stets öffentlich über seine Kindheit zu sprechen. Daher ist nur sehr wenig über seine frühen Jahre bekannt. Wir wissen, dass seine Eltern sich trennten, als Jordan und But noch klein waren und dass die Jungen bei ihrem Vater lebten.
Die Scheidung von Jack und Winnie Freed schien einvernehmlich verlaufen zu sein. Beide Eltern heirateten später wieder und trotz der räumlichen Trennung blieb Jordan seiner Mutter eng verbunden. Wenn wir das Leben eines Serienmörders betrachten, werfen wir oft einen Blick auf seine Kindheit.
Meistens können wir auf Momente von Missbrauch und Vernachlässigung hinweisen, die zur Entwicklung einer abnormalen und gewalttätigen Persönlichkeit beigetragen haben könnten. Im Fall von Jordan gibt es jedoch keine bekannten frühen Traumata. Sein Bruder Batt behauptete, er und Gilbert seien von ihren Eltern gleichermaßen geliebt und umsorgt worden.
Während Bart zugab, dass Gilbert ein seltsames und oft missverstandenes Kind war, betonte er aber auch, dass Jack und Winnie Freed nicht die Schuld daran trugen. But bestand außerdem darauf, dass Gilbert sich selbst sein größter Feind war. Er gab immer anderen die Schuld an seinen Problemen. Und Gilbert Paul Jordan hatte wirklich Probleme.
Um 1944 im Alter von 13 Jahren, brach er die Schule ab und kehrte nie wieder dorthin zurück. Kurz darauf begann er viel zu trinken, obwohl niemand weiß, was ihn dazu brachte. Sein Vater hatte keine Probleme mit Alkohol und seine Mutter war Zeitlebensabstinenz und duldete auch keinen Alkohol im Haus. Und doch betrachtete sich Jordan bereits mit sechn Jahren als vollwertigen Alkoholiker.
Auch wenn die Gründe für seinen frühen Alkoholismus schwer zu ergründen sind, so steht doch außer Frage, dass es sein Leben tiefgreifend beeinflusst hat. Es wäre jedoch zu kurz gegriffen, seine späteren Verhaltensaufälligkeiten nur auf seinen Alkoholismus zurückzuführen. Laut einer Studie von Dr.
Gert Dom, die 2006 in der Fachzeitschrift Addictive Behaviors veröffentlicht wurde, zeigen frühe Alkoholiker ein höheres Maß an Impulsivität, Sensationslust und Aggressivität als Menschen, die erst später Alkoholabhängig werden. Untersuchungen des National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism zeigen jedoch, dass die Krankheit nicht die Ursache für enthemmtes Verhalten ist.
Tatsächlich zeigen fast alle Jugendlichen, die früh alkoholabhängig werden, schon lange vor dem ersten Glas, einen Mangel an Selbstkontrolle. Welche psychischen Probleme Gilbert auch immer gehabt haben mag, der Alkohol hat sie möglicherweise nicht verursacht, sondern nur verstärkt. Die Auswirkungen wurden auf jeden Fall immer deutlicher.
Unfähig, sich aus dem Teufelskreis der Abhängigkeit zu befreien, zeigte Jordan seltsame Verhaltensweisen, die seine Fähigkeit zu sozialen Interaktionen beeinträchtigten. Die anderen Jugendlichen kannten ihn als jemand, der jeden unter den Tisch trinken konnte. Aber das war auch schon alles. Richtige Freunde schien er nicht zu haben, geschweige denn eine Freundin.
Dies war besonders problematisch, da der Alkohol auch seinen unersättlichen Sexualtrieb anstachelte. Um seine Bedürfnisse zu befriedigen, hielt er sich häufig im Rotlichtviertel von Vancouver auf, wo er Sexarbeiterinnen antraf. Da es ihm schwer fiel, selbst Kontakte zu knüpfen, bezahlte er diese Frauen häufig für Sex.
Neben Alkohol und Sex experimentierte Jordan auch mit Drogen und Kleinkriminalität. Als 18-Jähriger wurde er wegen Autodiebstahls zu 12 Monaten Gefängnis verurteilt. Bis 1960 hatte er eine lange Liste von Straftaten angehäuft, darunter Körperverletzung, Einbruch, Heroinbesitz und Trunkenheit am Steuer.
Doch 1961 entwickelte er sich von einem Kleinkriminellen zu einer echten Bedrohung für die Gesellschaft. Im Frühjahr dieses Jahres entdeckten Polizeibeamte in Vancouver ein am Straßenrand geparktes Auto. Bei der Kontrolle fanden sie den 29-jährigen Jordan mit einem fünfjährigen indigenen Mädchen. Jordan wurde der Entführung beschuldigt, wobei in einigen Berichten auch von einer Vergewaltigung des Kindes die Rede war.
Darüber hinaus sind die Einzelheiten der Entführung unklar. Und was genau an jenem Tag in dem Auto geschah, bleibt im Dunkeln. Nach seiner Verhaftung wurde das Verfahren gegen Jordan eingestellt und er wurde nie für seine Taten verurteilt. Zwar entging er einer strafrechtlichen Verfolgung, doch schien ihn das Erlebnis stark zu prägen.
Im Dezember 1961 drohte er von der Alliance Gatebridge in Vancouver zu springen. Die Polizei wurde über den Stau informiert und machte sich auf den Weg. Vor Ort fanden sie einen betrunkenen Jordan, der am Geländer stand und drohte sich umzubringen. [räuspern] Die Polizei versuchte ihn zu überreden, herunterzukommen, aber er weigerte sich.
Schließlich riefen sie Gilberts langjährigen Anwalt zur Hilfe, dem es gelang, ihn in Sicherheit zu bringen. Nach dem Vorfall wurde er wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit angeklagt, doch sein rücksichtsloses Verhalten ging weiter. Bei der Gerichtsverhandlung einige Monate später begrüßte er den Richter mit dem Hitlergruß.
Jordan wurde der Missachtung des Gerichts für schuldig befunden und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Nach seiner Freilassung geriet der 31-jährige Jordan erneut mit dem Gesetz in Konflikt. Im Januar 1963 stand erneut vor dem Richter. Dem Gericht wurde berichtet, dass er im März 1962 zwei Frauen aus dem Armenviertel angesprochen und mit dem Versprechen von Alkohol in sein Auto gelockt hatte.
Sie fuhren eine kurze Strecke zum Cole Harbor, wo sie parkten und große Mengen Wodka aus Pappbechern tranken. Als der Frauen vom vielen Trinken übel wurde, stieg sie aus, um frische Luft zu schnappen. Zu ihrem Entsetzen schloss Jordan sofort die Tür, sperrte die andere Frau im Auto ein und fuhr mit Vollgas davon.
Er fuhr Richtung North Vancouver, wo er die Frau vergewaltigt haben soll. Anschließend stieß er sie auf die Straße und flüchtete mit den Handtaschen der beiden Frauen. Die Frauen erstatteten Anzeige und Jordan wurde wegen Diebstahls und Vergewaltigung angeklagt. Aus Mangel an Beweisen wurde er vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.
Da er jedoch immer noch im Besitz der Handtaschen war, wurde er wegen zweifachen Diebstahls zu zwe Jahren Gefängnis verurteilt. Jordan nutzte die Zeit hinter Gittern, weder zur Besserung noch zur Überwindung seiner Sucht. Nachdem er erfolgreich Berufung gegen das Urteil eingelegt hatte, verfiel er noch mehr dem Alkohol und entwickelte einen schier unstillbaren Hunger nach Sex.
Im Januar 1965 machte sich der inzwischen 33-jährige auf den Weg, um seine Laster zu befriedigen. Dabei lernte er die Telefonistin Ivy Rose Oswild kennen. Die 52-jährige Luke Jordan vermutlich in ihr Hotelzimmer in Vancouver ein, in der Annahme einen harmlosen Abend zu verbringen. Doch statt eines gemütlichen Absackers zwischen zwei Fremden nahm der Abend eine düstere Wendung.
Wahrscheinlich zwang Jordan sie dazu, immer weiter zu trinken. Vermutlich kam es zwischen ihnen auch zum Geschlechtsverkehr. Ob einvernämmlich oder nicht, werden wir nie erfahren, denn Ivy Rose Oswald wurde am nächsten Morgen tot und unbekleidet auf ihrem Hotelbett aufgefunden. Sie starb an einer Alkoholvergiftung.
Studien zeigen, daß Todesfälle durch Alkoholvergiftung meist ab einem Blutalkoholwert von über drei Promille auftreten. Oswells Wert lag bei erschreckenden 5,1 Promille. Jordan wusste, dass er sie zu viel hatte trinken lassen, aber er erkannte auch, dass es keine Beweise für ein Verbrechen gab.
Vielleicht wollte er seine Trinkpartnerin in dieser Nacht gar nicht töten. Jedenfalls rief er selbst die Polizei und gab an, neben seiner Verabredung aufgewacht zu sein und sie tot aufgefunden zu haben. Angesichts der Beweislage glaubten die Behörden seine Geschichte und stuften Ivy Rose Oswells Tod als Unfall ein. Als Jordan als freier Mann aus dem Hotel wankte, wurde ihm eins klar.
Er hatte gerade entdeckt, wie man mit Mord davon kommt. Obwohl einige vermuten, er habe seinen ersten Mord genossen, war sich Jordan durchaus bewusst, dass seine Taten dem Ruf seiner Familie schaden könnten. Die Presseberichte über seine jüngsten Verhaftung waren für seine Eltern und seinen Bruder bereits zu viel.
Also zügelte er sein Verhalten ein wenig. Eine Zeitlang befriedigte er sein Bedürfnis nach Chaos und Aufregung mit Verbrechen, die nicht so abscheulich waren wie Mord. Zwischen 1966 und 1971 wurde er wegen Trunkenheit am Steuer, Autodiebstahl, Einbruch, Exhibitionmus und Körperverletzung verhaftet. Die Strafen für seine Vergehen waren mile.
Geringe Geldstrafen, Bewährung oder bestenfalls einige Wochen Gefängnis. Offenbar sahen die Gerichte in Jordan keine besondere Bedrohung. Auf sich allein gestellt, kehrte er ins Rotlichtviertel zurück, um seine sexuellen Gelüste zu befriedigen. Er nahm weiterhin die Dienste von Sexarbeiterinnen in Anspruch und missbrauchte wehrlose Frauen.
Dabei schien er nicht völlig gefühllos zu sein. 1971 begann der 40-jährige Jordan eine Beziehung zu der 46-jährigen Renona. Im Gegensatz zu den meisten seiner früheren Sexualpartnerin war sie geschieden und hatte nie als Sexarbeiterin gearbeitet. Vielleicht war das ja der Grund, warum sich die Beziehung so gut entwickelte und er sich halsüberkopf in sie verliebte.
Leider konnte ihn seine Liebe zu Renona nicht vom Fremdgehen abhalten. Er schlief regelmäßig mit Sexarbeiterinnen und beging eine Reihe von Sexualdelikten. Vermutlich wusste Renona nichts von Jordans verwerflichem Verhalten, denn Anfang 1973 willigte sie ein, ihn zu heiraten. Doch die Ehe stand von Anfang an unter keinem guten Stern.
Bereits im ersten Ehejahr wurde Jordan dreier Sexualdelikte überführt. Der erste Fall ereignete sich, als der 41-jährige eine Gruppe von Kindern zum Fernsehen nach Hause einlut und sich vor ihnen entblöße. 7 Monate später bemerkte er eine junge Frau am Straßenrand und hielt an. Sie erzählte ihm, dass ihr das Benzin ausgegangen sei und er bot ihr an, sie nach Hause zu fahren.
Die Frau stieg ein und Jordan fuhr eine lange, einsame Straße entlang. Irgendwann hielt er an und lud sie ein, mit ihm zu trinken. Als sie die Gefahr spürte und versuchte auszusteigen, verriegelte er die Türen. Dann öffnete er seine Hose und verging sich an ihr. Glücklicherweise kam ein anderes Auto vorbei, das der Frau die Chance zur Flucht gab.
Sie nutzte die Gelegenheit, entriegelte die Tür, rannte auf die Straße und schrie um Hilfe. Der andere Fahrer nahm sie sofort mit und brachte sie in Sicherheit. Jordans letzter Überfall im Jahr 1973 ereignete sich gegen Ende des Jahres. Nach dem Einkaufen entdeckte er eine junge Frau, die in der Eiseskälte auf ein Taxi wartete. Er bot der frierenden Frau an, sie mitzunehmen.
Er müsse nur kurz seine Einkäufe zu Hause lassen. Sie nahm das Angebot an und stieg ein. Zu Hause angekommen, half sie ihm die Einkäufe nach oben zu tragen. Zum Dank bot Jordan ihr heißen Gewürz an. Sie trank ihn aus und trank noch mehr. Schließlich war die Frau so betrunken, dass sie das Bewusstsein verlor.
Als sie Stunden später erwachte, stand er mit heruntergelassenen Hosen vor ihr. Jordan versuchte die junge Frau zum Sex zu überreden. Als sie sich weigerte, wurde er gewalttätig und verging sich an ihr. Als er damit fertig war, wartete sie, bis er eingeschlafen war, bevor sie aus seiner Wohnung floh. Was genau vor Gericht geschah, ist unklar, aber wir wissen, dass Jordan keine nennenswerte Strafe für seine Verbrechen erhielt.
Dies ermutigte ihn wahrscheinlich, sein gewalttätiges Verhalten fortzusetzen, ohne ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen. Jordans impulsive und aggressive Persönlichkeit beschränkte sich nicht auf wahllose Angriffe auf Fremde. Er soll auch Rinona während ihrer Ehe misshandelt haben. Sie wurde Ende 1973 einmal und 1974 zweimal ins Krankenhaus eingeliefert.
Nach einem Krankenhausaufenthalt Anfang 1974 stellten die Ärzte fest, dass ihr Ehemann im Krankenhaus Drohanrufe tätigte und die Entlassung seiner Frau verlangte. Glücklicherweise wurden seine Forderungen abgelehnt. Seine Frustration schlug schnell in Wut um. Da seine Frau außer Reichweite war, ließ Jordan seine Aggressionen wahrscheinlich an den Frauen der Umgebung aus.
Zu dieser Zeit verbüste er auch eine sechsmonatige Haftstrafe wegen früherer Gewalttdelikte. Ende September 1974 wurde er entlassen. Nur einen Monat später war Renona wieder im Krankenhaus. Aufgrund seines früheren Verhaltens gegenüber dem Krankenhauspersonal durfte Jordan seine Frau nicht besuchen. Also verkleidete er sich und schlich sich ins Krankenhaus, um sie herauszuholen.
Der Plan scheiterte klärlich. Das Krankenhauspersonal erkannte Jordan sofort und verhaftete ihn. Renona konnte ihre Genesung in Ruhe beenden. Vielleicht genau die Zeit, die sie brauchte, um neue Kraft zu schöpfen. Im Oktober 1975 fand Renona endlich den Mut, Jordan für immer zu verlassen.
In Polizeibegleitung ließ sie sich zum Flughafen bringen. Von dort aus wollte sie nach Kalifornien fliegen, in der Hoffnung, nie wieder ein Wort mit ihrem Mann wechseln zu müssen. In einem verzweifelten Versuch, sie in Kanada zu halten, meldete Jordan eine Bombendrohung gegen Rinonas Flugzeug. Die Behörden nahmen ihn sofort fest und klagten ihn wegen Gefährdung der Flugsicherheit an und Jordan legte erfolgreich Berufung gegen die Anklage ein.
Dies war ein weiterer juristischer Erfolg für ihn. Auch wenn er zeitweise hinter Gittern saß, seine Erfolgsbilanz bei Berufung war beachtlich. Immer wieder schien er harten Strafen zu entgehen, was ihn unbesiegbar machte. Doch 1976 musste Jordan feststellen, dass die Behörden ihn genauer im Auge hatten, als er dachte.
Hier bei Serienkiller geht’s gleich weiter. Die Staatsanwaltschaft beantragte ihn als gefährlichen Sexualstraftäter, im Englischen kurz DSO einzustufen. Nach kanadischem Strafrecht ist ein DSO, eine Person, die nicht in der Lage ist, ihre sexuellen Impulse zu kontrollieren und die mit hoher Wahrscheinlichkeit anderen Menschen Schmerzen, Verletzung oder andere Schäden zufügen könnte.
Mit diesem Status hätte Jordan auf unbestimmte Zeit inhaftiert werden können. Jordans Anwalt beauftragte Dr. Tibor Besser als Gutachter. M. Zeit Codirektor der psychiatrischen Notaufnahme des Vancouver General Hospital. Nach mehreren Gesprächen und psychologischen Tests kam er zu dem Schluss, dass Jordan zwar Anzeichen einer Psychopathie aufweise, aber nicht das Profil eines DSO erfülle.
Die Staatsanwaltschaft bestellte ihrerseits den Psychiater Robert Lad Whitman als Sachverständigen. Dr. Whman hatte Jordan bereits 1962 im Gefängnis untersucht und bei ihm eine antisoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Das DSM5 Klassifikationssystem für psychische Störungen, das von der American Psychiatric Association herausgegeben wird, definiert die antisoziale Persönlichkeitsstörung als eine Störung des Denkprozesses, die durch soziale Verantwortungslosigkeit und abweichendes oder kriminelles Verhalten gekennzeichnet ist.
Typische Merkmale sind Unaufrichtigkeit, Impulsivität, Aggressivität, Verantwortungslosigkeit und die Verletzung der Rechte anderer. All diese Verhaltensweisen gehen mit einem Mangel an Schuldbewusstsein einher, was auf einen Mangel an Empathie hindeutet. Menschen mit dieser Störung neigen zwar zu Gewaltverbrechen, sind aber durchaus therapierbar.
Nur wenn zusätzlich eine Psychopathie vorliegt, sind die Chancen auf ein normales Leben deutlich geringer. Da Jordan ein diagnostizierter Psychopath war, sah Dr. Whitman eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er in Freiheit anderen Menschen Leid und Schaden zufügen würde. Da sein Gutachten jedoch auf einer 14 Jahre alten Untersuchung beruhte, zögerte der Richter Jordan lebenslang einzusperren.
Die Staatsanwaltschaft protestierte mit der Begründung, er habe bei der Untersuchung nicht kooperiert und sich geweigert, mit ihrem psychiatrischen Team zu sprechen. Dr. Whmmans Einschätzung gab dem Richter zwar zu denken, doch obwohl er Jordan in der Vergangenheit als gefährlichen Sexualstraftäter einstufte, bezweifelte er, dass dies auch für die Zukunft gelte.
So konnte derjährige im November 1976 als freier Mann gehen. Er hätte hinter Gittern bleiben sollen, denn nur zwei Monate später wurde er in Cold Lake, Alberta wegen exhibitionistischer Handlung verhaftet. Ein Monat später beginn er ein weiteres schockierendes Verbrechen. Am 21. Februar 1977 besuchte Jordan das Alberta Hospital und nahm eine Patientin mit.
Laut Aussage eines nicht zugelassenen Psychiaters im Vorverfahren war die Frau, nennen wir sie Nora, 47 Jahre alt, hatte aber den Verstand eines Kindes. Jordan gab sich als Arzt aus und lockte Nora in sein Auto. Dann fuhr er zu einem Hotel in Edmonton, wo er sie vergewaltigte, schlug und ihren Schmuckstahl. Nach drei Tagen exzessiv Wodkonsum zwang Jordan Nora wieder ins Auto und fuhr Richtung Westen.
Irgendwann hielt er in einem Straßengraben an und versuchte erneut sie zu vergewaltigen. Bevor die Situation eskalieren konnte, bemerkten vorbeifahrende Polizisten das geparkte Auto und kontrollierten es. Als die Beamten in Jordans Auto leuchteten, fielen ihnen sofort die leeren Schnapsflaschen auf, die auf dem Boden lagen.
Außerdem sahen sie Prellungen und Kratze am Körper der Frau. Jordan behauptete, sie sei gestürzt, doch Nora widersprach. Jordan wurde verhaftet. Die Anklage lautete auf Entführung, Freiheitsberaubung mit sexueller Absicht, Vergewaltigung, Geschlechtsverkehr mit einer geistig Behinderten Diebstahl und Körperverletzung. Da ihm keine Kaution gewährt wurde, blieb er mehr als zwei Jahre in Haft, bis der Prozess im April 1979 begann.
Aufgrund ihrer Entwicklungsstörung durfte Nora nicht als Zeugin aussagen. Ohne ihre Aussage und mit nur wenigen physischen Beweisen war der Fall gegen Jordan deutlich schwächer. Am Ende wurde er von allen Anklagepunkten freigesprochen mit Ausnahme der Körperverletzung. Er wurde zu den 26 Monaten verurteilt, die er bereits in der Justizvollzugsanstalt Forz Sketchwin in Untersuchungshaft verbracht hatte.
Nach Abschluss des Verfahrens wurde Jordan freigelassen, ein fataler Justizirrtum. Im April 1979 wurde der 47-jährige Gilbert Paul Jordan nach über zweijähriger Haft entlassen. Nach seiner Freilassung erfuhr er zu seiner großen Freude, dass er genügend Kapital angespart hatte, um ein völlig neues Leben zu beginnen. Während seiner Haft hatte er von einem Verwandten eine kleine Erbschaft erhalten.
Mit Hilfe [räuspern] eines Börsenmarklers investierte Jordan das Geld in Aktien. Doch das zusätzliche Geld förderte nur seine Sucht. Nach der erzwungenen Abstinenz im Gefängnis griff er sofort wieder zur Flasche und trank täglich etwa anderthalb Liter Wodka. Außerdem machte er wieder Jagd auf Frauen in Vancouvers Problemviertel Skid Row.
Irgendwann im Jahr 1980 lernte Jordan diejährige Mary Johnson kennen. Die genaue Art der Beziehung ist nicht bekannt, aber sie endete nicht gut für Mary. In der letzten Novemberwoche tätigte Mary einen beunruhigenden Anruf. Sie erzählte ihrer Schwergerin Lavana Gentrey, daß sie befürchte, jemand wolle sie umbringen.
Als Lavana nach Einzelheiten fragte, weigerte sich Mary mehr zu sagen. Lavana hielt Mary für etwas paranoid, denn auch ri sich wieder zu melden, falls sie sich wirklich in Gefahr fühlen sollte. Eine Woche später war Mary tot. Ihr lebloser Körper wurde im Hotel in Quebec mit einem alarmierenden Blutalkoholgehalt von 3,4 Promille aufgefunden.
Die Ermittler kamen schnell zu dem Schluss, dass sie an einer Alkoholvergiftung gestorben war, möglicherweise Selbstmord oder ein Unfall. Nur der Anruf bei ihrer Schwägerin sprach dagegen. Die Behörden hörten sich Levanas Geschichte an, wiesen ihre Bedenken aber schließlich zurück. Weder im Hotelzimmer noch an Marys Leiche gab es Hinweise auf ein Verbrechen.
Sie vermuteten, dass Levana durch den Tod ihrer Schwägerin verstört war und weigerte sich zu akzeptieren, dass Mary Selbstmord begangen hatte. Vielleicht um Lavanas Bedenken zu zerstreuen, erklärten die Behörden Marys Tod für unnatürlich und unfallbedingt. Leider mussten die Behörden weniger als 12 Monate später die gleiche Formulierung für einen weiteren Todesfall verwenden.
Im September 1981 wurde die 27-jährige Barbara Ann Paul tot im Glenard Hotel aufgefunden. Ihr Blutalkoholgehalt betrug 4,1 pro Mille. Einigen Berichten zufolge arbeitete Barbara zeitweise als Sexarbeiterin und war als Alkoholikerin bekannt. Die Polizei hatte daher keine Bedenken, ihren Tod als unnatürlich und unfallbedingt durch Alkoholvergiftung einzustufen.
Niemand vermutete einen Mord. Offenbar hatten die Behörden keine Ahnung von Jordans Beteiligung. Dies war auch verständlich. Es gab schließlich keine unmittelbaren Hinweise auf die Anwesenheit einer weiteren Person in den Hotelzimmern der Opfer und die Todesfälle ereigneten sich im Abstand von etwa einem Jahr in verschiedenen Stäten.
Rückblickend waren die Ähnlichkeiten zwischen den Todesfällen von Mary und Barbara jedoch deutliche Hinweise auf Jordans sich entwickelndes Tatmuster. Beide waren indigene Frauen, beide waren als starke Trinkerinnen bekannt und beide wurden ohne äußere Verletzungen tot aufgefunden. Inzwischen hatte Jordan die Kunst des Tötens perfektioniert und war begierig auf sein nächstes Opfer.
Doch es war ihm auch zu anstrengend, jedes Mal, wenn er eine Frau zu Tode trinken lassen wollte, ein Hotelzimmer zu buchen. Er brauchte einen einfacheren Weg, um mit seinen Opfern allein zu sein. Und er fand eine Lösung für dieses Problem. Während einem seiner zahlreichen Gefängnisaufenthalte hatte er eine Ausbildung zum Friseur abgeschlossen.
Durch lukrative Aktieninvestments gelang es Jordan genug Geld für einen eigenen Friseursalon anzusparen. Und so eröffnete er den Slokan Barbershop in der Downtown Eastzeit von Vancouver. Auch wenn der Laden heruntergekommen und schäbig war, freute sich Jordan über seinen eigenen Stützpunkt.
vor allem darüber, daß er nicht mehr mühsam nach Hotelzimmern suchen musste. Stattdessen konnte er die Frauen direkt von der Straße vor seinem Laden mitnehmen. Eine dieser Frauen war die 29-jährige Mary Jones, die im Sommer 1982 das Pech hatte, Jordan zu begegnen. Mary war eine Ureinwohnerin, die nach dem Tod ihres Sohnes aus dem kanadischen Yukon geflohen war.
Vermutlich bot Jordan ihr die Möglichkeit, ihren Schmerz im Alkohol zu ertränken und sie folgte ihm bereitwillig in seinen Friseursalon. Am nächsten Morgen stand Jordan mit einem Telefon in der Hand über Marys leblosen Körper. In gespielter Panik rief er seinen Anwalt an und erklärte, er habe am Vorabend mit einer Freundin getrunken, die wohl zu viel gehabt habe.
Der Anwalt riet ihm, die Polizei zu rufen. Wenn es wirklich ein Unfall gewesen sei, habe er nicht zu befürchten. Jordan legte auf und blickte auf Mary, die mit dem Gesicht nach unten auf einer Schaumstoffmatratze lag. Natürlich war ihr Tod alles andere als ein Unfall. Ihr Blutalkoholgehalt betrug 7,6 Promille, was laut Gerichtsmediziner ausgereicht hätte, um eine Frau ihrer Statur zweimal zu töten.
Es ist rätselhaft, warum die Behörden glaubten, dass sie freiwillig so viel trinken konnte. Bei drei Promille wäre jemand von ihrer Größe sicher schon bewusstlos geworden. Doch so schwer vorstellbar es war, dass Mary sich zu Tode getrunken hatte, so unwahrscheinlich erschien ein Mord. Soweit die örtlichen Behörden wußten, hatte noch nie jemand einen Menschen getötet, indem er ihn mit Alkohol betäubte. Die Vorstellung schien absurd.
Außerdem hatte der einzig plausible Verdächtige selbst die Polizei gerufen und wirkte aufrichtig verstört. Wenn Jordan schuldig war, warum sollte er sich selbst mit dem Verbrechen in Verbindung bringen? Es ergab keinen Sinn. Den Behörden war schlichtweg nicht bewusst, dass Jordan ein Meister der Manipulation war.
Seine Darstellung als Mann, der zufällig neben einer Leiche aufwachte, war so überzeugend, dass die Ermittler offenbar nicht einmal sein Vorstrafenregister überprüften. Hätten sie das getan, wäre ihnen aufgefallen, dass Psychiater ihn bereits als Psychopathen mit Hang zur Unwahrheit eingestuft hatten. Ein wichtiges Merkmal, das häufig mit Psychopathie einhergeht, ist der Makiavellismus, eine Persönlichkeitseigenschaft, die durch extremen Egoismus gekennzeichnet ist.
Menschen mit makiavelistischen Zügen manipulieren andere rücksichtslos zu ihrem eigenen Vorteil, wobei sie sich fast immer der Täuschung bedienen. Laut einer Studie aus dem Jahr 1981, die im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht wurde, sind Menschen mit stark ausgeprägtem Machiavellismus deutlich bessere Lügner als andere.
Als Jordan schwor, Mary’s Tod sei ein bedauerlicher Unfall gewesen, glaubte man ihm. Die Behörden schlossen den Fall als Unfall ab und ließen ihn wieder ungeschoren davon kommen. Sein Talent zur Täuschung erklärt vielleicht auch, wie er eine Beziehung führen konnte, während er nebenbei mutmaßlich mordete. Im Jahr 1979 lernte er die 48-jährige Maria Elvira kennen und die beiden verbrachten eine angenehme Zeit des Kennenlernens.
Doch kurz nach Beginn der Beziehung lief Mariaas kanadisches Visum ab und sie musste nach Südamerika zurückkehren. Obwohl Jordan Trost in den Armen der Sexarbeiterinnen fand, konnte er den Verlust nicht verwenden. Er schrieb Maria leidenschaftliche Liebesbriefe. Wie die Behörden, fiel auch sie auf seine Lügen herein und im Oktober 1983 heirateten die beiden.
Maria wusste, dass ihr Mann gerne trank, aber Jordan war es gelungen, das wahre Ausmaß seiner Sucht während der ersten Verabredung zu verbergen. Als Maria im Mai 1984 nach Kanada zurückkehrte, gab er sich keine Mühe mehr, seine Krankheit zu verschleiern. Er trank so viel, dass Maria ihn oft in einem erbärmlichen Zustand vorfand.
Er weinte dann so heftig, dass er die Flasche nicht mehr an die Lippen führen konnte. Sie mußte ihn in diesen Momenten trösten und ihre zärtlichen Gefühle für ihren jungen Mann wandelten sich bald in Verbitterung. In den seltenen nüchternen Momenten war Jordan wieder der liebevolle Mann, den sie kannte, aber der Alkohol veränderte ihn.
Er machte ihn traurig, böse und verführbar. Eines Nachts, im Oktober 1984 brachte Gilbert eine junge indigene Frau, nennen wir sie Beth, in die Wohnung, die er mit Maria teilte. Als Maria sie aufforderte zu gehen, weigerte sich BTH. Maria befahl der betrunkenen Frau das Haus zu verlassen und sich von ihrem Mann fernzuhalten. Beth schaute Jordan ungläubig an.
Er hatte ihr verschwiegen, dass er verheiratet war. Er bestritt Marias Version und erzählte seiner Begleitung, dass seine Frau in Wirklichkeit nur seine Putzfrau sei. Als Beth dies hörte, wurde sie wütend und versuchte Maria mit einem Küchenmesser anzugreifen. Maria flüchtete ins Badezimmer und versteckte sich dort.
Nach einer scheinbar endlosen Zeit wagte sie sich endlich wieder nach draußen. Als sie aus dem Haus schlich und um ihr Leben fürchtete, kam sie an ihrem Schlafzimmer vorbei, indem ihr Mann gerade Sex mit Beth hatte. In den folgenden Tagen bat Jordan Maria um Verzeihung. Er gab dem Alkohol die Schuld und behauptete sich an nichts mehr erinnern zu können.
Doch Maria blieb standhaft. Knapp 5 Monate nach ihrer Rückkehr nach Kanada reichte sie die Scheidung ein. Jordan bewältigte das Ende seiner Ehe wie alles in seinem Leben mit Alkohol. Fast jeden Abend betrank er sich im Rotlichtviertel von Vancouver oft in Begleitung von Frauen, die er für Alkohol und Sex bezahlte.
An einem Abend, im Dezember 1984, sprach der 52-jährige Jordan die 40-jährige Patricia Thomas an. Patricia war eine indigene Frau vom Stamm der Dididat und hatte eine kleine Tochter namens Joann. Sie war eine verletzliche Frau am Rande der Gesellschaft mit Alkoholproblemen. Also genau sein Beuteschema. Und sobald Jordan sie ins Visier genommen hatte, waren ihre Stunden gezählt.
In der nächsten Folge von Serienkiller geht es dann weiter mit Gilbert Paul Jordan. Wir werden uns weitere mutmaßlichen Morde des betrunkenen Barbiers ansehen. Werden erfahren, dass er anfängt, die Verbrechen selbst bei der Polizei anzuzeigen und werden auch hören, wie er schließlich auf frischer Tat ertappt wird.
Abonniert jetzt den Podcast, um die nächste Folge nicht zu verpassen. Alle Folgen von Serienkiller, es sind schon über 200 davon, hört ihr kostenlos hier bei Spotify, bei Apple oder bei Amazon Music. Wenn ihr noch mehr True Crime von Bosepark Productions hören wollt, empfehlen wir euch den Podcast Sekten und Kulte im Namen des Bösen.
Und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns immer über eine positive Bewertung von euch, denn so können wir immer ein bisschen besser verstehen, wie wir den Podcast noch besser für euch machen können. Mein Name ist Max Spalleck und mein Name ist Diane Helsche. Bis zum nächsten Mal.
Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Rosepark Productions basierend auf einem Spotify Original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Ellie Reed. Deutsche Produktion und Redaktion Mickit, Fabio Lautenschläger, Julia Ilan, Suolder und Chris Guse. Achtung, dieser Podcast behandelt Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt, auch gegen Minderjährige.
Der Inhalt kann daher retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischen Belastungsstörung. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. In einer späten Novembernacht des Jahres 1987 führte der 55-jährige Gilbert Paul Jordan Rosemaryie Wilson in sein Zimmer im Balmoral Hotel in Vancouver.
Die Frau war nach einer durchzechten Nacht bereits alkoholisiert, aber das konnte Jordan nicht aufhalten. Er holte eine Flasche Schnaps hervor und drängte sie alles auszutrinken. Während Rosemaryie sich am Alkohol berauschte, berauschte sich Jordan an ihrer Hilflosigkeit. Es erregte ihn zu sehen, wie Frauen sich zu Tode tranken und Rose Marie war nicht mehr weit davon entfernt.
Um ihr zu helfen, packte er sie am Hals, öffnete ihren Mund und schüttete ihr den Schnaps in den Rachen. Was Jordan nicht wusste, im Nebenzimmer waren Polizisten postiert, die direkt an der angrenzenden Wand saßen. Mit diversen Abhörgeräten an den Ohren verfolgten sie angewidert jede seiner Bewegung.
Obwohl er weder eine Pistole noch ein Messer benutzte, hatte er definitiv eine tödliche Waffe und damit vergiftete Rosemary tödlich. Hi, ich bin Mark Spallik und ihr hört Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Wir berichten euch in diesem Podcast über die schlimmsten Serienkiller der Geschichten, über ihre Gedankenwelt und den Wahnsinn ihrer Taten.
Und mein Name ist Diane Helscher. Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil zu Gilbert Paul Jordan. auch bekannt als der trinkende Barbier. Wenn ihr den ersten Teil noch nicht gehört habt, empfehlen wir euch erstmal diesen zu hören. Alle Folgen findet ihr hier online in unserem Kanal. Serienkiller ist ein Podcast von Bosepark Productions nach einem Spotify Original.
Im ersten Teil dieser Doppelfolge berichteten wir über Jordans früheren Alkoholismus, seinen unstillbaren Sexualtrieb und seinen Weg vom Kleinkriminellen zum mutmaßlichen Vergewaltiger und Mörder. Heute beleuchten wir Jordans tödliches Regime als trinkender Barbier von Vancouver und zeigen, wie das kanadische Justizsystem jahrelang daran scheiterte, ihn zu stoppen.
In der Nacht des 13. Dezember 1984 streifte der 53-jährige Jordan durch die Kälte eines Viertels in der Innenstadt von Vancouver. Ein Viertel, das als Skid Row bekannt ist. Dort lernte er Patricia Thomas kennen, eine 40-jährige Frau indigener Herkunft. Jordan lud sie in seinen Friseursalon ein.
Sie willigte ein und freute sich auf einen alkoholreichen, aber lustigen Abend. Doch Jordan hatte etwas ganz anderes im Sinn. Nachdem er Patricia betrunken gemacht hatte, drängte er sie weiter zu trinken, füllte ein Glas nach dem anderen mit Wodka und ermunterte sie noch einen Schluck zu nehmen. Jedes Mal, wenn Patricia ohnmächtig wurde, rüttelte er sie wach und zwang sie noch mehr zu trinken.
Am nächsten Morgen drehte sich Jordan auf der Matratze in seinem Laden um und blickte in Patricias totes Gesicht. Er war nicht überrascht, während der 13. Dezember die schlimmste und letzte Nacht in Patricias Leben war, verlief der Abend für den trinkenden Balbier. Ganz normal. Vermutlich hatte er bereits mehrere Frauen mit Alkohol getötet.
Jahre zuvor soll Jordan die 25-jährige Mary Jones am selben Ort und mit derselben Methode ermordet haben, ohne [räuspern] Konsequenzen. Aufgrund seiner bisherigen Erfolge wusste Jordan genau, wie er sich seine Freiheit sichern konnte. Wahrscheinlich rief er seinen Anwalt an und erzählte eine erfundene Geschichte.
Er habe keine Ahnung, wie Patricia gestorben sei. Nach einer harmlosen Nacht sei er einfach neben ihrer Leiche aufgewacht. Diese Geschichte erzählte er auch der Polizei. Patricia Blutalkoholgehalt betrug erschreckene fünf promille. Eine Konzentration, die für fast jeden Menschen tödlich ist. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass sie an einer Alkoholvergiftung gestorben war.
Obwohl bekannt war, dass Mary Johnson zwei Jahre zuvor imselben Friseursalon auf ähnliche Weise ums Leben gekommen war, gingen die Behörden nicht von einem Verbrechen aus. Obwohl es kein Blut und keine Gewaltspuren gab, wirkte die Tat noch persönlicher und sadistischer als ein Mord mit Schusswaffe oder Messer.
Der örtlichen Polizei erschien ein Mord durch Alkoholvergiftung einfach zu absurd. Deshalb stuften die Behörden Patricias Tod als unnatürlich und unfallbedingt ein. Diese Entscheidung ist wahrscheinlich auf das psychologische Phänomen der Bestätigungsverzerrung zurückzuführen. Die Tendenz also Information zu bevorzugen, die die eigenen Überzeugungen und Werte bestätigen.
Der Psychologe Peter Wayon prägte 1960 den Begriff Confirmation Bias. Menschen neigen nicht nur dazu, bestätigende Informationen zu bevorzugen, sondern sie vermeiden es auch aktiv nach widersprechenden Beweisen zu suchen oder ignorieren diese sogar ganz. Die Bewertung von Beweisen kostet viel Energie und unser Gehirn sucht ständig nach Strategien, um Probleme zu lösen und Zeit zu sparen.
Diese mentalen Abkürzung werden Heuristiken genannt. Sie helfen uns schnelle Entscheidungen zu treffen, können aber auch zu falschen Schlussfolgerung führen. Die Existenz der Bestätigungsverzerrung zeigt auch, dass unsere Wünsche einen echten Einfluss auf unsere Überzeugungen haben. haben wir erst einmal eine bestimmte Sichtweise entwickelt, ist es schwierig, diese zu ändern.
So konnten die Ermittler auch nach dem Fund einer weiteren Leiche in Jordans Friseursalon nicht glauben, dass er zu einer solchen Tat fähig war. Aber es war schlimmer, als sie es sich hätten je vorstellen können. Mit dem Tod von Patricia Thomas erhöhte sich die Zahl seiner Opfer möglicherweise auf fünf und er konnte es kaum erwarten, ein sechstes hinzuzufügen.
Im Juni 1985 lockte er die 45-jährige Patricia Andrew zu einem nächtlichen Treffen in sein Wohnzimmer. Wie Jordans früher Opfer war auch Patre eine indigene Frau mit bekanntem Alkoholproblem. Er ließ sie vermutlich bis zur Bewusstlosigkeit trinken, weckte sie dann und zwang sie weiter zu trinken. Dies ging bis spät in die Nacht, bis Patricia ein letztes Mal die Augen schloss.
Am nächsten Morgen informierte Jordan erneut die Polizei über ihren Tod. Die Behörden stellten einen erschreckenden Blutalkoholwert fest. für den sie mindestens 1,2 l hochprozentigen Alkohol auf einmal hätte trinken müssen. Obwohl dies bereits die dritte Frau war, die in seinem Salon an einer Alkoholvergiftung starb, erschien den Behörden der Gedanke an Mord noch zu abwegig.
Sie glaubten weiterhin an einen unbeabsichtigten Selbstmord. Auch der Tod von Patricia Andrew wurde als unnatürlich und unfallbedingt eingestuft. Trotz des günstigen Urteils wußte Jordan, daß er mit dem Feuer spielte. Sollten weitere Frauen Tod in seinem Salon aufgefunden werden, würde er zweifellos verdächtigt werden.
Also beschloss er offenbar seine tödliche Sucht zu zügeln und wartete so lange wie möglich auf seinen nächsten Überfall. Am 24. September 1986 lernte Jordan die 38-jährige Welm Gibson kennen. Sie war eine Aboriginy Frau, die im Balmoral Hotel lebte, nachdem sie sich von ihrem Ehemann kennrennt hatte. Das Paar hatte sich wegen WMAS exzessivem Alkoholkonsum getrennt.
Am frühen Morgen rief Wärmer ihren noch Ehemann. Sie versicherte ihm, an ihrer Nüchternheit zu arbeiten und bat ihn, sie am nächsten Morgen abzuholen. Es war der Geburtstag ihres Sohnes und sie wollte ihm sein Geschenk persönlich überreichen. Welmar klang am Telefon nüchtern, also willigte Ken ein. Wäre Welma nie Jordan begegnet, wäre sie vielleicht die ganze Nacht nüchtern geblieben.
Sie wäre ausgeruht, aufgewacht, hätte Ken in der Hotellobby getroffen und wäre in die Vorstadt gefahren, um ihren Sohn an seinem Geburtstag in die Arme zu schließen. Leider kam es anders. Die Einzelheiten der Nacht von Jordan und Wärmer liegen weitgehend im Dunkeln, aber am 25. September wurde sie tot in einem der Hotelzimmer aufgefunden.
Sie war von der Hüfte abwärts unbekleidet. Da das Zimmer von allen Spuren von Alkohol gesäubert worden war, lag der Verdacht eines Verbrechens nah. Aufgrund von WM bekanntem problematischem Umgang mit Alkohol und dem Mangel an Beweisen stuften die Behörden ihren Tod jedoch als Unfall infolge einer akuten Alkoholvergiftung ein.
Jordan war euphorisch. Er war erfolgreich mit einem weiteren Mord davon gekommen und der Rausch war absolut berauschend. Aber leider dauerte dieser Rausch nie lange an. Nach zwei Monaten brauchte Jordan einen neuen Kick. Er kehrte in die Slams von Vancouver zurück und lernte die 33-jährige Veronica Harry kennen.
Ob er sich unbesiegbar fühlte oder einfach nur nachlässig wurde, werden wir nie erfahren. Nach einem Trinkgelage mit Veronica lud er sie in sein Zimmer im Kliftenhotel ein und half ihr sich zu Tode zu trinken. Am Morgen des 19. November rief Jordan seinen Anwalt an und erzählte ihm eine vertraute Geschichte.
Gemeinsam präsentierten sie der Polizei dieselbe Version, die Jordan schon mehrfach verwendet hatte. Veronica sei an einer Alkoholvergiftung gestorben, während er tief geschlafen habe. Unglaublich, aber die Polizei glaubte die tragische Geschichte und stufte ihren Tod als unnatürlich und unfallbedingt ein. Doch als die Trauergäste Veronica an ihrem Sark sahen, begannen sie zu tuscheln.
Die Schnittwunden und blauen Flecken am ganzen Körper und in ihrem Gesicht kamen ihnen verdächtig vor. Leider wurden ihre Sorgen von den lauten Erinnerungen an Veronicas ausschweifenden Lebensstil übertönt. Es war klar, dass er etwas zustoßen würde, wenn sie in einer so gefährlichen Gegend trank. Veronica hatte den Tod sicher nicht verdient, aber für viele, die sie gut kannten, schien er die unvermeidliche Konsequenz ihres Lebenswandels zu sein.
Nach Aussagen lokaler indigener Gruppen hat Jordan genau auf diese eingeschränkte Sichtweise gesetzt. Um seine Freiheit zu sichern, wählte er verletzliche und marginalisierte Frauen aus, deren Fälle von der Polizei aufgrund ihrer ethnischen Herkunft und ihrer Trinkgewohnheiten weniger gründlich untersucht worden.
[räuspern] Aus seiner Sicht interessierte sich die Polizei kaum für das Schicksal indigener Frauen und schon gar nicht für indigene Frauen mit Alkoholproblemen. Er war auch davon überzeugt, dass Freunde und Verwandte seiner sorgfältig ausgewählten Opfer ihren vorzeitigen Tod eher als einen längst überfälligen Unfall akzeptieren würden.
Jordan hatte offensichtlich an alles gedacht. Er hatte nicht nur die perfekte Mordmethode gefunden, sondern wusste auch, wie man das perfekte Opfer auswählt. Bis zur Nacht des 11. Oktober 1987, als Jordan annahm, dass die 27-jährige Vanessa Bagner wie alle anderen sein würde.
Er war sich sicher, dass niemand sie vermissen würde. Doch als er Bagner in ihr Zimmer im Niagra Hotel folgte, machte er seine ersten Schritte Richtung Untergang. Sie lehrten mehrere Flaschen Wodka und Jordan verließ mehrmals das Hotel, um Nachschub zu holen. Wenn er zurückkam, fand er sie oft bewusstlos im Bett. In diesen Fällen weckte er Bagner und zwang sie noch mehr Alkohol zu trinken.
[räuspern] Er verging sich auch sexuell an ihr, wobei unklar ist, ob sie bei Bewusstsein war. Wahrscheinlich nicht, denn Jordan hatte Bckner mehr Alkohol eingeflößt als jeder anderen Frau zuvor. In den frühen Morgenstunden des 12. Oktober lner so sehr an einer Alkoholvergiftung, dass ihr schwarze Galle aus Nase und Mund lief.
Jordan spürte, dass Bagner nicht mehr lange leben würde und ließ sie allein sterben. Er kehrte in sein Hotel zurück und informierte anonym die Polizei über die Leiche im Na. Bei der Untersuchung stellten die Behörden einen Blutalkoholgehalt von über neun Promille fest. Mehr als das elfffache der Promillegrenze für Autofahrer.
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