News

Wahre Verbrechen I Der Killer vom Seeufer I True Crime Dokumentation T

person
By sonds1
chat_bubble 0 Comments

Wahre Verbrechen I Der Killer vom Seeufer I True Crime Dokumentation

Auffällig war, dass eine so junge Frau plötzlich aus dem Nichts heraus aus ihrem Lebensumfeld verschwindet und auch keine Spuren hinterlässt. Das war für uns äh ganz entscheidend und das hat so ein komisches Bauchgefühl letztendlich auch erzeugt. Nach der Vernehmung von Christian war uns klar, entweder ist er ein sehr guter Schauspieler ähm oder ähm er hat tatsächlich nichts  mit dem Verschwinden von Imane zu tun und sie ist aus freien Stücken abgehauen.

Wir sind sogar äh bei dieser Gelegenheit auch durch den Garten gelaufen und wie sich später rausgestellt hat, sind wir im Grunde 2 bis drei m an dem vergrabenen Leichnam zu diesem Zeitpunkt vorbeigelaufen. Die Tragödie zeichnet sich im Grunde dadurch ab, dass die damals fünfjährige Tochter durch das Handeln der des Vaters nicht nur die Mutter verloren hat, sondern auch den Vater.

Flensburg, der erste Kriminalhauptkommissar Hauke Bahnsen ist hier Chef der Mordkommission. Am 25. Im September 2008 verschwindet in Winard in der Nähe von   Husum eine junge Frau. Knapp ein Jahr danach erstattet eine  Freundin vermissten Anzeige bei der Polizei. Bis zu dem Zeitpunkt war sie davon ausgegangen, dass eine vermissten Anzeige nur von Angehörigen erstattet werden könnte.

 durch ein privates Gespräch, aber mit einem Polizeibeamten ähm war sie aufgeklärt worden, dass jeder auch eine vermissten Anzeige erstatten kann und dass es dafür keines besonderen Verwandtschaftsverhältnisses bedarf. Die vermisste Imane R stammt ursprünglich aus Marokko. Imane war zu dem Zeitpunkt 25 Jahre alt und war verheiratet mit einem 24 Jahre älteren Mann.

 Sie hatte eine fünfjährige Tochter mit dem Mann zusammen und äh der Freundin war bekannt, dass es da Probleme in der Beziehung gegeben hatte. Der Ehemann wird später behaupten, seine Frau habe ihn wegen eines anderen Mannes verlassen. Niemand scheint Verdacht zu schöpfen. Die Umstände des Verschwindens erschienen irgendwie sehr seltsam.

 Der Freundin kam das alles komisch vor. Ähm zum einen, dass der Ehemann seine Frau nicht als vermisst gemeldet hatte. Er hatte das Sorgerechtsverfahren ähm betrieben und er hatte auch äh das alleinige Sorgerecht für die fünfjährigjährige Tochter erhalten. Imane jobt im Jahr ihres Verschwindens in einer Disco und in einem Hotel.

Es gab noch weitere komische Umstände. Imane hatte auch zwei Jobs und äh hatte sich auch dort nicht abgemeldet. Zudem hatte sie bei diesen beiden Arbeitsstellen auch noch Geld zugekommen und auch diesen Lohn hatte sie nicht abgeholt. Das  erschien etwas fragwürdig. Die Beamten der Polizei in Husum stehen vor einem Rätsel.

Hatte die junge Frau tatsächlich einen neuen Freund oder steckt hinter dem vermissten Fall möglicherweise ein Kapitalverbrechen?  Vorsorglich wird die Unterstützung in Flensburg angefordert. Nach ungefähr zwei Wochen ist den Kollegen in Husum klar gewesen, dass da größere Ermittlungen erforderlich sind, auch Auslandsermittlungen.

Die Mane stammte ja aus Marokko. Insofern waren auch Ermittlungen dort erforderlich und der Ermittlungsaufwand zeichnete sich als sehr umfangreich ab. Und deshalb hat man in USUM entschieden, uns den Fall hier bei der Mordkommission vorzustellen und wir haben dann nach kurzer Überlegung entschieden, auch diesen Fall zu übernehmen und in die Ermittlungen einzusteigen.

Kommissar Bahnsen wendet sich an das BKA, um mit der Familie von Imane in Marokko Kontakt aufzunehmen. Der Vater ist ein hochrangiger Offizier bei der marokkanischen Armee. Imanes Mutter früh verstorben, der Vater neu verheiratet. Offenbar war Imane mit den Lebensverhältnissen dort in Marokko nicht einverstanden, obwohl sie aus sozial geordneten Verhältnissen kam, aber sie fürchtete, dass sie von ihrem Vater zwangsverheiratet werden würde und zudem gab es ein schlechtes Verhältnis zur Stiefmutter.

Im Alter von 20 Jahren verlässt Imane Marokko und kommt nach Deutschland. Nach Angaben der Familie ist sie seither nicht mehr nach Marokko zurückgekehrt. Sie ist dann 2003 als Opermädchen nach Deutschland gekommen in den Kreis Renzburg Eckernfle zu einer Familie und dort wurde relativ schnell klar, dass Imane nicht nur hier ist, um die deutsche Sprache zu lernen, wie man das typischerweise von Opermädchen erwartet, sondern Imane hat auch kein Heel daraus gemacht, dass sie gerne in Deutschland bleiben würde und dies über den Kontakt

zu einem Mann. Sie suchte im Grunde einen Ehemann, um Deutschland bleiben zu können. Im Februar 2004, 10 Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland, lernt Imane auf einer Geburtstagsfeier, den 24 Jahre älteren Christian R. aus Winner bei Rusum kenne. Christian war einfacher Handwerker, hatte nur die Volksschule besucht und Imane äh hatte in Marokko das Gymnasium besucht.

 Es waren unterschiedliche Ebenen, auf denen sie sich intellektuell bewegt haben. Die haben eigentlich überhaupt gar nicht zusammengepasst, weder vom Alter her noch vom Intellekt. Trotzdem heiraten Immanu und Christian nur einen Monat, nachdem sie sich kennengelernt haben. Im Sommer 2005 wird dann eine gemeinsame Tochter geboren.

Die Rolle des Ehemannes von Imane war zu Beginn unserer Ermittlung noch vollkommen unklar. Es war unklar, ob er für sein für das Verschwinden von Imane verantwortlich ist oder nicht. Insofern haben wir ihn zunächst einmal aus den Ermittlungen herausgehalten und haben versucht uns ein Bild zu machen über andere Zeugen und über andere Kontaktpersonen.

Nach der Geburt der Tochter verschlechtert sich das Verhältnis der Eheleute Zusehens. Imane hat eine enge Freundin, die wie sie aus Marokko stammt. Für sie ist sie wie eine Tante. Sie wird zur wichtigsten Zeugin für Kommissar Ben. Sie hat uns beschrieben, dass Imane teilweise auch Angst hatte vor ihrem Mann.

 Sie hat beschrieben, dass es zu Gewalt gekommen sein sollte. Sie hat beschrieben äh, dass sie auch schon mal ihren Mann verlassen hatte für einige Zeit. Sie war 2006 im Frauenhaus gewesen in Renburg. Zunächst für eine Woche war dann wieder zurückgekehrt zu ihrem Ehemann. Und in 2007 hatte es noch mal eine Trennungssituation gegeben.

 Da ist nach einem Streit im März 2007 in ein Frauenhaus nach Heide gegangen und hat dort einige Monate gelebt. Ihre Tochter hat immer eine mitgenommen. Anschließend mietet sie eine eigene Wohnung, hat eine Beziehung zu einem gleichaltrigen Mann aus der Umgebung. Im März 2008 kehrt sie trotzdem zu Christian nach Winner zurück, weil es für die Tochter besser sei, wie sie ihrer Freundin sagt.

 Im August erhält sie schließlich eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis. Sie ist nicht an das Bestehen der Ehe geknüpft. Das Bild, das ich zeichnete, das war sehr ambivalent. Es gab unterschiedliche Ermittlungsrichtungen. Es gab eben Zeugen, die ausgesagt hatten, dass man durchaus in der Lage sei, ihre Tochter zurückzulassen und möglicherweise etwas Neues auf eigenen Beinen anfangen wollte.

 Sie hatte einen Tag vor ihrem Verschwinden am 24.09. auch Kontakt gehabt zur Diakonie in Husum und hatte dort ein Beratungsgespräch äh und auch dort hatte sie in den Raum gestellt, dass sie möglicherweise ähm ihr Kind zurücklassen würde und etwas Neues anfangen würde äh an einem anderen Ort. Alles spricht dafür, dass Imane sich jetzt endgültig von Christian trennen will.

 Die Ermittler beschäftigt insbesondere eine Frage. Hat Imane ihr neues Leben tatsächlich ohne ihre Tochter geplant? Es gab dann andere Aussagen von von Zeugen. Äh zum einen die Freundin und dann gab es aus ihrem Arbeitsumfeld ähm Leute, die wir vernommen haben, die uns auch bestätigt haben, dass Iman ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Tochter gehabt hatte und dort war vermutet worden, dass sie niemals ihre Tochter alleine lassen würde.

 Insofern ähm gab es kein klares Bild und ähm die ähm ja, der Grund für ihr Verschwinden war am Ende völlig offen. Am 16. Dezember 2009 wird Christian R. Mal in seinem Haus in Winhard vernommen als Zeuge. Für einen Anfangsverdacht reichen die Indizien nicht. In der Zeugenvernehmung am 16.12.2009 schilderte Christian uns, dass er Imane am 25.09.

2 2008 äh wie sonst üblich äh zu ihrer Arbeitsstelle der Diskothek in Husum gefahren hätte und dann auf einen Anruf äh gewartet hätte, so wie üblich. Ähm Imane hatte sich dann nach Schicht Ende morgens äh in dieser Diskothek dann bei ihm telefonisch gemeldet und er hatte sie dann regelmäßig dort abgeholt. Dieser Anruf war ausgeblieben angeblich an diesem 26.09.

Und am 27.09. will er dann von Imanes Handy eine SMS bekommen haben. Diese SMS, die er dort genannt hat, die konnte er uns auch auf seinem Handy zeigen. Sie war datiert auf den 27.09. Um 17:30 Uhr etwa. Für mich selbst kann ich sagen, zeichnete sich kein klares Bild ab. Ähm, das was Christian uns beschrieben hatte, das war für uns nicht zu widerlegen.

Also, er hatte sich in keine Widersprüche verwickelt und ähm wir hatten keine weiteren Ansatzpunkte dadurch gewinnen können ähm um jetzt einen Anfangsverdacht in irgendeiner Weise äh zu begründen. Ähm und insofern blieb eigentlich nur das schlechte Bauchgefühl. Hat Christian R. seine Frau auf dem Gewissen? Kommissar Ben will jetzt einen richterlichen Beschluss erwirken, um die immer noch aktiven Handynummern von Imane überwachen zu lassen und er will sich außerdem an die Öffentlichkeit wenden. Wir haben dann noch mal

versucht, alles zusammenzutragen, die ganzen Ermittlungsergebnisse und haben diese dem Gericht dargestellt, aber der Ermittlungsrichter sah sich nicht in der Lage ähm entsprechende Beschlüsse für eine Telefonüberwachung ähm für äh Imanes Handynummern ähm anzuordnen und auch eine Öffentlichkeitsfahnung äh wo wurde nicht angeordt.

 Mit dem Ergebnis mussten wir uns schweren Herzens zufrieden geben. Aber die Flensburger Ermittler geben nicht auf. Sie wollen weitermachen. Wir haben uns erstmal auf diese Richtung äh des Ehemannes konzentriert und haben da Hypothesen gebildet. Insofern als dass wir überlegt haben, was könnte geschehen sein? Hat er sie irgendwo zu Hause umgebracht und irgendwo hingebracht oder hat er sie beim Abholen von der äh Schicht, also von der Diskothek möglicherweise umgebracht äh und dann mit dem Fahrzeug irgendwie transportiert? Und dieses Fahrzeug ist

nachher für uns äh der äh Wendepunkt gewesen und der entscheidende Hebel, um noch mal anzusetzen. Zum Zeitpunkt des Verschwindens von Imane R fuhr Christian einen blauen Passat Kombi, Baujahr 1995. Der Wagen hat seither zweimal den Besitzer gewechselt. Mit Hilfe des Kraftfahrtbundesamts gelingt es, die aktuellen Halter in Husum zu ermitteln.

Ich habe dann Kontakt aufgenommen zu der jungen Familie, bin dortfahren, habe mit denen ein Gespräch geführt und die waren sehr verständig und äh das war den auch ein bisschen unheimlich. Äh, ich habe natürlich auch versucht klarzumachen, äh was das für einen Hintergrund hat und äh die Familie war aber sofort bereitwillig äh ja und hat uns dieses Fahrzeug dann zur Verfügung gestellt.

Kommissar Ben hat einen außergewöhnlichen Einfall. Er bittet seine Kollegen von der Hundestaffel um Hilfe. Für die Hundeführer eine Ehrensache. Hier kennt man sich eben. Seit einigen Jahren äh gibt es die Erkenntnis, dass äh man Hunde auch trainieren kann auf Leichengeruch. Ähm und bei der Landespolizei sind seit einigen Jahren entsprechend ausgebildete Leichenspürhunde vorhanden.

 Äh wir haben zwei von diesen Hunden äh angefordert. Bereits die erste Absuche verläuft eindeutig. Im Kofferraum des VW Passat schlägt der Leichenspürhund an. Um ein objektivierbares Bild zu haben, haben wir einmal das Fahrzeug von Christian dorthinestellt und dann haben wir aus dem privaten Umfeld von einem Mitarbeiter der Dienststelle noch ein zweites Referenzfahrzeug daneben gestellt, um quasi Laborbedingungen herzustellen ähm mit einem Placebo, wenn man so will.

Bei der zweiten Absuche zeigt der Suchhund kein Interesse für den anderen Wagen. Im Kofferraum des ersten Fahrzeugs dann dieselbe Reaktion wie beim ersten Hund. Als dann die zweite Absuche stattfand, eine Woche später ähm war die Freude natürlich entsprechend groß und das ist dann für uns letztendlich auch der Einstieg gewesen wieder für Ermittlung.

Wir haben äh diesen Einsatz, diesen Hundeinsatz dokumentiert per Video und per Foto und haben das äh entsprechend akten gemacht. Und mit dem Ergebnis der äh Hundeabsuche sind wir dann noch einmal an die Staatsanwaltschaft herangetreten und die Staatsanwaltschaft und auch äh der Ermittlungsrichter haben nun tatsächlich auch einen Anfangsverdacht gegen den Ehemann von Imane gesehen.

Die Mordkommission erhält jetzt einen weitreichenden Durchsuchungsbeschluss für das Anwesen von Christian R. in Winard. Am 15. Juni 2010 schreiten die Ermittler zur Tat. Wir sind dort mit großem Gedeck sozusagen aufgetreten und äh wir haben natürlich zunächst einmal also den den Kontakt dann gesucht zu dem Ehemann, haben ihn aufgesucht, ähm hatten aber in der Hinterhand schon eine Einsatzhundertschaft, also Kräfte, mit denen wir graben können.

 Wir hatten noch mal die Leichenspürhunde mit dabei, um auf dem Grundstück eine Absuche durchführen zu können. Und es war also entsprechendes Equipment vorhanden. haben wir äh mit dem Christian natürlich auch suggeriert und klar gemacht, dass wir hier tatsächlich das Grundstück auf links drehen werden und das hat am Ende auch dazu geführt, dass er dann ähm ja nach einiger Vorrede ein Geständnis abgelegt hat.

Christian R sagt aus, er sei am 25. Februar 2008 mit seiner Frau in Husum in einer Gaststätte zum Abendessen gewesen. Auf dem Rückweg sei es dann passiert. Wir sind jetzt auf dem Weg, den Christian uns im Rahmen seines Geständnisses beschrieben hat. Hatte ja uns geschildert, dass es auf einer Rückfahrt von Husum an den Wohnort Winner zu einem Streit zwischen ihm und seiner Frau gekommen war.

 Er beschrieb ähm, dass er dann einmal austreten musste. Offen bleibt, ob Imane ihrem Mann von ihrem Plan erzählt hat, ihn endgültig zu verlassen. Christian Erre behauptet jedenfalls, den Wagen in diesem Seitenweg gelenkt zu haben. Hier an der Stelle ungefähr könnte das äh Drama seinen Lauf genommen haben.

Hier ist ein Maisfeld gewesen und äh nach dem Austreten hat er noch einige Maiskolben für das Kaninchen der Tochter gepflückt. Ähm davon sind ihm noch eine zu einige zu Boden gefallen. Dafür hat Imani ihn ausgelacht. Ähm, sie hat ihn dann weiterhin verhöhnt und soll ihn dann auch gestoßen haben und und getreten haben.

 Ähm und dann ist es letztendlich zur Eskalation gekommen. Christian ähm ist dann ähm ja ausgerastet sozusagen und hat nach einer Wäscheleine gegriffen, die dort im offenen Kofferraum gelegen hat. Diese hat er genommen und Imane um den Hals gelegt und hat zugezogen. Er hat dann beschrieben, dass sie ähm zusammengesagt ist, dass sie schwer geworden ist und äh dass er dann äh kurz darauf begriffen hat, was er getan hat.

 Ähm, er will sie dann in den Kofferraum gelegt haben, nachdem er begriffen hat, dass sie dass er sie getötet hat und dann ist er mit ihr nach Hause gefahren. Dort äh will er dann mit dem Fahrzeug rückwärts eingeparkt sein in die Garage. Ähm, dort äh will er dann den Leichnam rausgenommen haben und dann gab es eine Situation, die er beschreibt, die sicherlich auch glaubhaft ist.

 äh äh hat nämlich beschrieben äh nachdem er sie an den Boden äh auf den Boden gelegt hatte, ähm hätte es ausgesehen, als würde sie ihn auslachen. ähm und er hat sie dann äh oder den Leichtnah dann eingewickelt ähm und hat tatsächlich auch noch mal dieses Lächeln unterbunden, indem er ihr äh Krebklebeband um den Mund gewickelt hat und äh so eingewickelt ähm will er sie dann äh Gewächshaus vergraben haben.

Das Gewächshaus hatte Christian R. zu Beginn der Ehe für seine Frau gebaut. Sie hat dort Pfefferminze angebaut für einen Tee nach marokkanischer Art, den Imane gerne trank. Das hier haben wir jetzt das Gewächshaus. Hier sieht man schön die Minze. Ähm hier ist das Holzlager und äh dann dort anschließend, also hinter der Tür quasi ist der Leichenabellageort.

 Also dieses Holz, das überdeckt jetzt den Leichnarmen. Tatsächlich ist es so, das kann ich auch noch mal zeigen. Wir sind hier vorbeigelaufen. Als wir am 16.12. da gewesen sind, ähm hat er uns hier hinten aus dem Haus rausgeführt und wir sind hier schön durch den Garten gegangen und sind da direkt an ihr vorbeigegangen.

 Und das ist die neue Betonplatte, die der die er gegossen hat, die haben wir vorhin gesehen, ungefähr 4 cm stark, also nicht besonders stark, aber ausreichend, um da Holz drauf zu lagern. Jetzt sieht man hier, wie man wie die anfangen, den Beton wegzustemmen. So und da haben wir jetzt sich langsam vorarbeiten.

 Und jetzt kommt gleich hier hat man haben wir schon den ersten Schuh oder die Hacke von dem Schuh zu sehen. Da hier ist noch mal ein bisschen deutlicher. Hier kann man aber ganz gut die Hacke sehen von dem von der Stiefelette oder von dem Stiefel. Hier sieht man die Rechtsmedizin beim Freilegen. Pö pö. 2011 findet vor dem Landgericht Flensburg die Verhandlung gegen Christian R statt.

 Tatvorwurf Totschlag. Der Ehemann von Imane ist Anfang 2011 nach mehreren Verhandlungstagen vor dem Landgericht in Flensburg zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden. Die Tochter ist zunächst in einer Pflegefamilie gewesen. Für kurze Zeit ist dann aber relativ zeitnah mit Einwilligung des Vaters zu der marokkanischen Freundin, zu dieser Nenntante von Imane gekommen und ist dort aufgewachsen.

Weit die Tochter ähm etwas von dem Urteil und von dem Gerichtsverfahren mitbekommen hat, kann ich nicht einschätzen. Ähm für mich ist nur klar, sie hat nicht nur die Mutter verloren, sondern anderen er auch den Vater, dadurch dass er in Haft gehen musste. Für Kommissar Hauke Bsen und seine Kollegen von der Kripo Flensburg ist es selbstverständlich bei Mordermittlungen immer alles zu geben.

Ohne die Hartnäckigkeit der Ermittler wäre dieser Fall vielleicht nie aufgeklärt worden. Deutschen Ermittlern ist ein Schlag gegen eine international agierende Bande von Cyberkriminellen gelungen. Ein großes illegales Rechenzentrum in einem alten NATObunker an der Mosel. Es geht um Drogen, Waffen und Kinderpornographie.

Dramentrabach an der Mosel. Der idyllische Ort wird zum Schauplatz eines der bislang größten Cybercrime Verbrechens in Deutschland. Wir fahren zum Cyberbunker, ein illegales Rechenzentrum, was Straftaten im Internet in aller Welt ermöglichte. Philip Haderdauer war an dem außergewöhnlichen Ermittlungsverfahren beteiligt.

 Der IT-Analyst arbeitet für das Dezenat Cybercrime beim Landeskriminalamt Rheinland Falz. Ich war zu dem Zeitpunkt das Zugriff 6 Monate bei der Polizei. Also meine Probezeit hatte gerade geendete und plötzlich war ich in so ein riesen Fall verwickelt. Das äh konnte man sich natürlich erstmal gar nicht vorstellen, nachdem man dort erste Details gehört hat.

Also eine Truppe von Leuten, die sich ein Bunker geholt hat, sich dort verschanzt und von dort aus Server für Cyberkriminelle bereitstellt. Tief unter der Erde stehen hunderte Server, auf denen illegale Websites gehostet werden. Philipader Dauer hat die Daten auf den Servern analysiert und hier viel Zeit verbracht.

Wenn man hier eine Anfahrt links den Hügel hochfährt, dann findet man dort den Zugang zum Bunker. Man sieht natürlich nicht so nur die Spitze des Eisbergs. Sind insgesamt fünf Stockwerke, die sich dann Untergrund bewegen. Der ehemalige NATObunker wurde früher von der Bundeswehr zur Erhebung von Wetterdaten genutzt.

 2012 steht das Gelände zum Verkauf. Einer der Interessenten ist der damals 54-jährige Hermann X. Der Niederländer beschreibt sich im Internet als Computerexperte mit großen Visionen. Ich habe mehr Ideen, als ich vermutlich in diesem Leben realisieren kann. Ich bin ein Schöpfer und kein Konsument. Er sieht sich selbst ähm einerseits so als Visionär, auch als Internetaktivist vielleicht ein bisschen.

 Ist auf jeden Fall eine Person, die Leute anzuziehen scheint. Der Bunkerliebhaber hat bereits in den Niederlanden zusammen mit Hackerfreunden ein unterirdisches Datenzentrum betrieben. Ich bin in einem atomwaffensicheren Bunker ansässig, der Cyberbunker. Ich erwarte nicht, dass bald der Dritte Weltkrieg kommt, aber es ist immer schön etwas Privatsphäre zu haben.

Dieses Rechenzentrum ist dann 2002 abgebrannt und da wurde dann auch ein Extasilabor im Nachhinein gefunden, von dem aber jede Kenntnis von sich wies. In Trabentrabach versucht Hermann X einen Neustart. 8 Tage vor dem Verkauf des Bunkers warnt das LKA Rheinlandfalz die zuständige Bundesbehörde.

Der künftige Besitzer könnte von dort aus Computerstraftaten begehen. Das war aber tatsächlich für die Behörde, die das dann verkauft hat, nicht eindeutig genug. Zudem hat wohl der das deutlich bessere Angebot gemacht, weil es gab auch andere Kaufteressenten. Für 450 000 € kauft Hermann X 2013 das 13 Hektar große Gelände mit Bunker und Verwaltungsgebäuden und zieht mit seinem dubiosen Team ein.

Was die Behörden zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, die Kunden des Cyberbunkers sind Kriminelle, die illegale Websites betreiben. Darunter auch Wall Street Market, damals der zweitgrößte Marktplatz im Darknet, auf dem tausende Händler Drogen, Schadoftware und gestohlene Daten zum Kauf anbieten. Er war einer der Betreiber der illegalen Plattform, Martin Frost.

 Mit Cybercrime hat er mehrere Millionen verdient. Scrupel hatte er damals nicht. Das Schlimme an dieser Szene ist Cybercrime, das fühlt sich nicht an wie ein Verbrechen. Das ist viel abstrakter vorm PC zu sitzen und irgendwie Cybercrime Straftaten zu begehen, als irgendwie in Park zu gehen und jemanden umzuhauen. Zum Zeitpunkt unserer Aufnahmen ist Frost noch auf freiem Fuß und wartet auf sein Revisionsverfahren.

 Vier Jahre lang war er Kunde des Cyberbunkers. Legale Hoster, die sperren dann die Webseiten, melden das natürlich auch und das passiert eben bei so Hostern wie dem Cyberbunker nicht. Da wird es komplett ignoriert. Ja, und die haben das Ganze genannt der No matter what Service. Also egal was ist, die Server bleiben online.

Auf seiner Internetseite wirbt der Cyberbunker mit einem besonderen Service. Das Rechenzentrum sei Bulletproof, also sicher vor dem Zugriff von Ermittlungsbehörden. Gehostet werde alles bis auf Kinderpornografie und Terrorismus. Rund 5000 € Mietkosten zahlt Martin Frost pro Monat für knapp 30 Server.

Der Kontakt war eigentlich sehr professionell aufgebaut, wie du es erwarten würdest von einem legalen Hoster, von einer legalen Firma auch. Das heißt, ähm man schreibt, wenn man z.B. Probleme hat, dann hast du einen Kundenberater, der dann z.B. eine Festplatte austauscht, wenn irgendwie Probleme gibt.

Dass eine Server in Deutschland stehen, ahnt Frost zu dem Zeitpunkt nicht. Beim Landeskriminallamt Rheinlandpalz werden 2015 verdeckte Ermittlungen gegen den Betreiber des Cyberbunkers eingeleitet. Mit Helikoptern und Drohnen wird das Gelände observiert. Doch von außen lassen sich nur wenige Informationen erlangen.

Man hatte natürlich gar keinen Einblick und dann wurde eben natürlich als nächstes an TK Maßnahmen gedacht, also Telefonanschlüsse ganz klassisch zu überwachen. Es ging ja auch vor allem darum zu beweisen, dass diese Infrastruktur bewusst für Straftaten zur Verfügung gestellt wird und das mit diesen klassischen Polizeimaßnahmen war einfach sehr schwierig, weil natürlich am Telefon wahrscheinlich wenig darüber geredet wird.

In den überwachten Telefonaten verwenden die tatverdächtigen Codewörter. Hallo, ich habe die Orangen gefunden. Erzähl mir mehr. Er hat 700 Orangenkisten bekommen und sie sind am richtigen Ort. Jetzt braucht er weitere 350 für eine volle Ladung. Immer wieder taucht bei den Gesprächen ein Name auf. Da gab es diesen Mr.

 Green, der wohl auch zu großen Teilen Anweisung auch erteilt hat, bei dem sich dann im Verlauf des Verfahrens rausstellt, dass es der George Schmitche ist. Und George Schmitche ist in Irland eine OK Größe, also ist dort bekannt für Drogenschmucke, auch viel Gewalt in dem Zusammenhang. Hermann X scheint in kriminelle Geschäfte verwickelt zu sein.

 Doch er verschanzt sich nicht etwa im Bunker, sondern lässt sich häufig in der Stadt blicken. Er geht zum Friseur, besucht Bars und Caffes. Auch Bürgermeister Patrice Langer fällt der dubiose Bunkerbesitzer immer wieder auf. Wenn er bei mir gegen vom vom meinem Büro geparkt hat, dann war dann sein X6 BNB dann da.

 Dann wusste man genau, der hat auch das Kennzeichen Boo, ne? Und dann hieß der Bobo ist wieder da und dann zog er mit seinem ja, wie soll man sagen, mit so einem Trench Code, der walte auch so mit seiner Mähne so parallel und seinem Atlatus liefer dann die Stadt und ja, war so ein bisschen komisches Gespannen an dem Moment, ne? Es gibt viele Gerüchte über Hermann X.

Langer sorgt sich, im Bunker könnte Cannabis angebaut werden. Er will Klarheit und nimmt Kontakt zum Bunkerbesitzer auf. Habe dann den guten Herrn angerufen und ich muss sagen, er war sehr bereitwillig. sagt: “Ja, kein Thema, kommen Sie gerne vorbei.” Eine Stunde später öffnet X dem Bürgermeister die Bunkertör und führt ihn durch die Stockwerke.

  Er darf jeden Raum betreten. Das war alles sehr offen. Wir haben auch dann über sein Geschäftsmodell gesprochen, dass er Datensicherung und ähnliches machen wollte und App Programmierung in Sicherheit sowieso. Ja, nur der Beigeschm war, was auf seinen Rechner lief, das konnte man natürlich nicht sehen, das wusste man nicht.

Zwar findet der Bürgermeister keine Hanfplantage, doch es bleibt das ungute Gefühl, dass sich in seiner Stadt Kriminelle angesiedelt haben könnten. Auch die Ermittler des Landes Kriminalamts Rheinlandpfalz wollen genauer wissen, was sich auf den Servern befindet. Observation Telekommunikationsüberwachung, da kommt man natürlich nicht an die Systeme ran, die ein eigentlich interessieren, die Server, die im Rechenzentrum stehen.

 Und deswegen hat man sich dann dazu entschlossen, eine Netzknotenüberwachung zu starten. Das LKA überwacht mit großem Aufwand den gesamten Datenverkehr, der in den Bunker reingeht und wieder rauskommt. Viele Daten sind verschlüsselt, doch die Ermittler stoßen auf etliche Straftaten. Es gab da Marktplätze für den Verkauf von Hacking Tools, von Drogen.

 Es gab dort ganz viel Fishingseiten. Es gab aber auch einfach Angriffe ähm, die dann ins Internet gefahren wurden auf potenzielle Unternehmen beispielsweise, wo man genau sehen konnte, diese Angriffe wurden von IP-Adressen oder Servern, die im Bunker gehostet waren, gestartet. Was die Ermittler nicht wissen, wer im Bunker hat welche Rolle, wer gibt wem Anweisungen? Um die internen Strukturen aufzuklären, wagt das LKA einen riskanten Schritt.

Sie hat auf ihrer Webseite tatsächlich so ein Voluntiersprogramm geschalten, dass jemanden suchen würden und das war natürlich dann die Gelegenheit, dort einen verdeckten Ermittler einzuschleusen. Harry, so der Deckname des Ermittlers, nimmt eine unbezahlte Stelle als Gärtner an.

 Er erlangt schnell das Vertrauen der Bunkerbande und erhält Einblick in ihre abstruse Welt. Die haben sich dann wahrscheinlich auch von anderen Mikronationen, die es jetzt so rauf gibt, inspiriert gesehen. Ähm und haben dann dort ihre eigene Republik äh gegründet mit ja verschiedenen Behauptungen, dass ihr NATOgelände sei, was verweist sei und deswegen können sie das jetzt beanspruchen, was auch immer und haben sich dann natürlich auch verschiedene Rollen gegeben, also verschiedene Ministerien zugewesen.

Problem. Als Gärtner hat Harry wenig Zugang zum Bunker selbst, doch das LKA hat noch ein Ass im Ärmel. Da eine Reinigungskraft gesucht wird, schlägt Harry seine vermeintliche Freundin Julia vor. Die Putzfrau wurde nicht größer kontrolliert und hatte dann natürlich Zugang zu allen Räumlichkeit und konnte sich dort frei bewegen.

Die verdeckte Ermittlerin macht Fotos von allen Räumen, von den Serverschränken, von Datenträgern und Passwortlisten. Etwa ein Jahr lang arbeiten Harry und Julia Undercover im Cyberbunker. Über 5 Jahre ermitteln LKA und Staatsanwaltschaft gemeinsam in dem Fall. Dr. Jörg Angerer leitet die Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koplens.

 Für ihn war die große Frage, wie kann ein Zugriff gelingen? Uns war lange im Vorfeld schon klar, dass man eine Anlage wie den Bunker nicht stürmen kann. Man kommt nicht ohne weiteres rein. Ähm der ist dafür gemacht, dass man nicht reinkommt. Es war uns also klar, dass wir mit einer Liste dafür sorgen mussten, dass die Täter beim Zugriff nicht im Bunker sind.

Allein schon deshalb, weil sonst die Gefahr besteht, dass man die Server abschaltet und wenn sie verschlüsselt sind, kommen wir nicht mehr an die Inhalte. Dem verdeckten Ermittler Harry gelingt es durch einen Trick, die kriminelle Bande aus dem Bunker ins Stadtzentrum zu locken. Deswegen hat sich Harder eine kleine Legende einfallen lassen und hat gesagt, sein Schwiegervater wäre gestorben und dadurch hätte ein gutes Erbel langt und da die Gruppe so sehr schätzen würde, würde sie gern zum gemeinsamen Essen einladen. Im September 2019 findet in

diesem Gasthof in Trabentrabach das Abendessen statt, das im Fall des Cyberbunkers die entscheidende Wende bringt. Hier am Ende war es n eine lange Tafel, dann gab’s hier noch mehrere kleinere Tische, an denen die Polizeikräfte saßen. An der Tafel saß die Gruppe selbst. Ja, hat der Hari dann noch ein Gruß vor an die Gruppe gerichtet, noch mal gesagt, er freut sich, dass sie alle zusammenkommen konnten und wenig später folgt in der Zugriff durch die getanten Polizeibeamten.

Während Hermann X und sieben weitere Beschuldigte im Restaurant festgenommen werden, findet zeitgleich die Ratia im Bunker statt. Der Bunker war leer und er ist nicht dafür gemacht, dass man ihn verlässt und abschließt. Das normal immer jemand drin, wenn er militärisch genutzt wird. Deshalb war es dann kein großes Problem in die Anlage zu kommen.

 Was man auf dem Bild sieht, sind die Einsatzfahrzeuge an dem Abend. Sobald die Gruppe den Bunker verlassen hat, haben wir die Anlage gesichert, damit keiner mehr zurückkommen kann. 650 Polizeikräfte sind in den Einsatz involviert. Hier gegenüber haben wir tatsächlich dann gewartet, alle in den Autos.

 Es war auch alles dunkel, muss man sich vorstellen. Es war kaum wahrzunehmen, wie groß dieses Gelände eigentlich ist. Ja, und dann ging es am Ende diese Auffahrt da hoch, bis man dann vor dieser Metalltür stand und sich wunderte, was ich dahinter jetzt alles verbergen sollte. Zum ersten Mal betreten Haderdauer und seine Kollegen den fünfstöckigen Bunker.

 Auf 5000 m² haben Hermann X und seine Komplizen gearbeitet und teilweise auch gewohnt. In der ersten Ebene gab’s z.B. eine Küche, ein Aufenhaltsbereich. Es gab Fitnessräume, die sich die Leute da angelegen haben. Also die aufwächsten Räume waren natürlich die vom Herrn, also allein sein Büro mit den acht Bildschirmen, von denen ich nicht glaube, dass jeder einzelne nötig war, auch mit so einer Leiste, in den er verschiedene Smartphones mit Apps laufen hatte.

 Hatte schon viel von einem Jim Spond Bürsewicht. Auch sein Schlafzimmer ist natürlich rausgestochen, komplett in schwarz gefärbt. Im dritten Untergeschoss finden die Ermittler die Serverräume. Sie zeigen das gesamte Ausmaß des illegalen Rechenzentrums. Insgesamt waren in dem äh Bunker, in dem Serverraum etwas über 400 Server installiert.

 Wir haben insgesamt im Cyberbunker zwei Petabyte Daten äh gesichert. Das sind etwa 2 Millionen GB Daten. Ähm, das war eine enorme Menge. Wir waren auch überrascht über die Größe. Wir hatten nicht mit so viel gerechnet. Auf den Servern finden die Ermittler entscheidende Beweise. Mindestens 240.000 Straftaten sollen über die Seiten gelaufen sein, die im Cyberbunker gehostet wurden.

  Es waren Seiten über die Betrug begangen wurden. Es waren sehr viele Seiten über die Drogengeschäfte begangen wurden und es war auch Kinderpornografie dabei, obwohl die Betreiber des Bunkers ähm das eigentlich ausdrücklich ausgeschlossen haben. Ab Oktober 2020 findet am Landgericht Trier das Verfahren statt.

 Vor Gericht leugnet der Hauptangeklagte Hermann X von den kriminellen Inhalten der Websites gewusst zu haben. Es war weiterhin dieses wir wussten von nichts und auch ein bisschen dieses okay der Stadt will er mir irgendeine Art von Exempel statuieren. Ich sehe mich eigentlich eher so als Aktivist für Freiheit im Internet und werde jetzt hier zu Unrecht für ein Schauprozess geladen.

Der Hauptangeklagte Hermann X und sieben Komplizen erhalten Freiheitsstrafen. Doch sie fallen geringer aus als vom Staatsanwalt erhofft. Der Hauptangeklagte ist zu 5 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden wegen Mitgliedschaften der kriminellen Vereinigung. Der von uns auch erhobene Vorwurf der Beihilfe zu den Haupttaten seiner Kunden, also insbesondere dem Drogenhandel, ähm hat das Landgericht nicht gesehen, sondern freigesprochen.

Begründung des Gerichts. Zwar hätten die Angeklagten generell gewusst, dass ihre Server für Straftaten genutzt werden, es konnte jedoch nicht eindeutig bewiesen werden, dass sie vorsätzlich Beihilfe zu konkreten Delikten wie Drogenhandel geleistet haben. Für Martin Frost, einen der Kunden des Cyberbunkers, geht es anders aus.

 Er wird wegen bandenmäßigen Drogenhandels zu 7 Jahren und 9 Monaten haft verurteilt. Inzwischen sitzt er seine Strafe ab. Für Staatsanwalt Dr. Jörg Angerer ist das gesamte Verfahren ein großer Schlag gegen Cybercrime. Wir haben einen extrem hohen Personalaufwand gehabt. Wir haben einen hohen Sachaufwand gehabt.

 Allein die Netzkunonüberwachung hat ein sechsstelligen Betrag gekostet, um die überhaupt machen zu können. Es war also ein außergewöhnliches Verfahren mit sehr, sehr viel Aufwand und von daher war natürlich ähm das Ergebnis, das eine Verurteilung gegeben hat, ein Erfolgserlebnis für uns ist ganz klar. Hermann X und seine Komplizen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.

 Auf ihrer Website machen sie klar, das Projekt Cyberbunker ist für sie noch nicht beendet. Das war ja auch von dem Beteiligten oder Beschuldigten als Verurteilten äh so die Rede, wir machen das gleich wieder. Wir haben nichts falsch gemacht. Bleibt ja weiter den den ihr Standpunkt. Wir können hoffen, dass sie sich nie wieder so zusammenfinden, dass es keine Geldgeber, keine Geldquellen mehr gibt, die das finanzieren.

  Wer der künftige Besitzer des Bunkers sein wird, ist noch offen. Derzeit steht das Gelände erneut zum Verkauf. Ich denke, der Fall Emilie ist einer der aufsehen erregendsten Kriminalfälle, die es in Dänemark je gegeben hat. Wir sehen immer mehr Mordfälle, die so beginnen wie dieser.

 Ein junges Mädchen, sie war 17 Jahre alt, Emilie verschwindet. Sie ist ein ganz normaler dänischer Teenager. Ich denke, der Fall Emilie ist wichtig und er hat vielen Menschen Angst gemacht, weil junge Mädchen sehr sensibel und verletzlich sind. Wenn ich ihn mit einem der bekannteren Serienmörder vergleichen würde, dann wäre es Jeffrey Dam.

Der kleine dänische Ort Corseur. Rund 15 000 Menschen leben hier. Es ist der 10. Juli 2016, 4 Uhr morgens. Die 17-jährige Emilie hat mit ihren Freundinnen gefeiert und ist auf dem Heimweg. Sie und ihre Freunde kamen mit dem Zug. Sie waren die Nacht über ausgegangen. Es war früh Morgen und sie hatten etwas getrunken.

 Der Plan war vom Bahnhof aus mit dem Taxi nach Hause zu fahren, aber Emilie hatte sich über irgendetwas geärgert, also trennten sie sich am Bahnhof. Obwohl ihre Freunde sie noch gebeten haben, doch mit ihnen im Taxi zu fahren, wollte sie lieber nach Hause laufen, um frische Luft zu schnappen. Sie wollte den Kopf frei bekommen. Das war das letzte Mal, dass sie gesehen wurde, als sie hier vom Bahnhof weglief.

Dieses Foto einer Überwachungskamera zeigt Emilie am Morgen ihres Verschwindens. Anschließend ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Bent Isaga Nielsen ist Dänemarks Topxperte für Kriminalfälle. 2016 ist er Mordermittler bei der Staatspolizei in Kopenhagen und verfolgt Emilies Verschwinden von Anfang an. Sie entdeckten ein Bild von Emilie auf einer Überwachungskamera.

 Sie ist von hinten zu sehen, wie sie den Bahnhof verlässt. Fotos von einem Mann oder einem Täter gab es allerdings nicht. Was ist Emilie passiert? Ist sie bewusst ausgerissen oder ist ihr etwas Schreckliches zugestoßen? Es begann zuerst wie ein normaler vermissten Fall. Es hätte ja sein können, dass sie einfach freiwillig verschwunden ist.

 Später gab es viel Kritik an der Polizei, weil viele Leute der Meinung waren, die Polizei habe zu langsam eine Mordermittlung in Gang gesetzt. Viele Tage waren bis dahin vergangen. Das war ein großes Thema in Dänemark. Ich war mir absolut sicher, das muss ein Verbrechen sein, eine Entführung. Natürlich gibt es eine kleine Chance, sie Leben zu finden, aber als Tag um Tag vergingen, wurde diese Chance, na ja, es wurde jedem schnell klar, dass hier etwas absolut nicht stimmte.

 Das muss ein Mordfall sein. Überall wird nach Emilie gesucht, unter anderem auch mit mehrsprachigen Plakaten auf dänisch, Englisch und Deutsch. Auch über die Grenze hinweg in Deutschland wird die junge Frau gesucht. Doch Emilie bleibt verschwunden. 6 Monate vergehen. Weihnachten 2016. In einem Teich rund 65 km entfernt vom Ort ihres Verschwindens wird Emilias Leiche entdeckt.

Der Täter legte Gewichte auf den Körper, aber er kam trotzdem an die Oberfläche. Der Körper war in einem schrecklichen Zustand, natürlich nach so vielen Monaten, aber man konnte auch einige Dinge finden. Sie hatte beispielsweise Klebeband um ihren Mund und ihr Gesicht, was später in dem Fall eine große Bedeutung hatte.

An einem Baum wurde eine Plastiktüte gefunden mit Dingen, die in Verbindung mit dem Täter stehen könnten. Auch Charlotte Kppel verfolgt den Fall. Sie ist forensische Psychologin und unterstützt die dänische Polizei bei komplizierten Mordfällen auf der Suche nach den Tätern. Ich dachte, es gibt zwei Möglichkeiten.

 Es kann jemand sein, der das wirklich absichtlich getan hat, der nach einem Opfer gesucht und ein Opfer gefunden hat. Aber es kann auch jemand sein, der zu weit gegangen ist und es nicht absichtlich getan hat. Beide Möglichkeiten sind natürlich nicht in Ordnung, aber es sind zwei sehr unterschiedlich motivierte Täter, die wir hier suchen.

Ein Detail vom Leichenfundort ist auch für den Kriminalexperten Bent Isaga Nilson besonders irritierend. Als sie die Leiche 6 Monate später fanden, befand sich in ihrem Haar eine Art Spielzeugbürste, eine kleine Haarbürste, eine Spielzeugbürste im Haar der Toten Emilie. Was hat das zu bedeuten? Der Fall wird immer rätselhafter.

 Charlotte Kppel beschäftigt sich mit Fällen wie diesem. Sie weiß, um die Fantasien der Täter und ihrem Drang immer wieder ein Opfer in ihre Gewalt zu bringen. Einige von ihnen brauchen immer schneller die Art von Kick, den sie während eines Mordes bekommen. Manche brauchen dieses Erlebnis später. Einige nehmen beispielsweise Souvenirs nach dem Mord mit, ein Mädchenb, eine Bluse oder was auch immer sie mitnehmen und sie behalten das, was es auch immer sein mag.

Es könnten auch Haare oder sowas sein. Sie nehmen es mit nach Hause und das kann sie dann für eine Weile erfüllen. Die dänische Polizei ist alarmiert. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Emilies Mörder erneut zuschlägt. Monate später kann die Polizei ein Detail veröffentlichen, das Hoffnung macht, dass der Täter gefunden werden könnte.

Es gab einen Hinweis, dass es ein sehr schlechtes Foto vom Bahnhof gibt. Es wurde im Bahnhof aufgenommen, wo es ein Kiosk gibt, an dem man Dinge kaufen kann. Aber man kann auch durch eine Glastür sehen. Dort erkennt man, dass zu einem sehr relevanten Zeitpunkt ein Auto draußen vorbeifährt. Es wurde daraufhin enorm viel getan, um dieses Auto zu identifizieren, weil zu dieser Zeit fahren nicht so viele Autos in der Gegend herum.

 Nachts in einer dänischen Kleinstadt. Die Polizei veröffentlicht das Überwachungsvideo in der Hoffnung auf brauchbare Hinweise. Die Bildqualität ist extrem schlecht, das Auto kaum zu erkennen. Dennoch gelingt es einem Experten den Wagen als Been Hyundai zu identifizieren. Sie haben eine Menge unternommen, um den Fahrer dieses Hyundai zu finden.

[räuspern] War eine Art Experiment, weil sie nicht absolut sicher waren, ob das alles etwas mit der Tat zu tun hat. Es ist das, was man als Lücke bezeichnet, die man schließen muss. Man muss sich sicher sein, selbst wenn es nur ein unschuldiger Zeuge ist, wir müssen den Fahrer dieses Autos finden. Hunderte Fahrer, hunderte Halter dieses Autotyps wurden befragt.

Was die Polizei nicht ahnt, unter den befragten Autofahrern befindet sich tatsächlich Emilias Mörder. Doch er verhält sich unauffällig und bleibt deshalb zunächst unentdeckt. Zwei Jahre sind seit dem Mord vergangen und die Polizei kommt einfach nicht weiter. Bent Isailson ahnt und befürchtet aufgrund seiner kriminalistischen Erfahrung, dass der Mörder nach neuen Opfern sucht.

Er war immer auf der Jagd nach neuen Opfern. Ich glaube, er war viele Male unterwegs. Aus irgendeinem Grund hat er zunächst niemanden mehr angegriffen. Aber ich glaube, er hat darüber fantasiert, damit er von diesen Fantasien zähren konnte. Doch ab und zu musste er seinen Fantasien nachgeben und dann hat er ein Mädchen oder eine junge Frau angegriffen.

Im Jahr 2018 versucht der Unbekannte ein 15-jähriges Mädchen zu kidnappen. Sie ging spazieren und telefonierte mit ihrer Mutter, als sie plötzlich in der Dunkelheit angegriffen wurde. Ihre Mutter hörte das mit, hörte ihre Tochter um Hilfe schreien und dann war plötzlich alles still. Sie entkamreifer, sie entkam.

 Er versuchte noch sie mit sich zu ziehen, aber sie schrie und sie kämpfte bis aufs Äußerste. So entkam sie und er rannte davon. An der Kleidung der 15-jährigen kann eine unbekannte männliche DNA Spur gesichert werden. Doch es gibt keinen Treffer in der Datenbank. Die Kollegen von Bent Isager Nielson kommen in dem Fall einfach nicht weiter.

Ernt, der gefährliche Mörder wird sich ein neues Opfer suchen. Und tatsächlich 2023 schlägt er wieder zu. Ein 13-jähriges Mädchen war mit dem Fahrrad unterwegs, hat Zeitungen ausgetragen. Dabei verschwand sie plötzlich. Ihre Eltern sagten natürlich, das stimmt etwas nicht. Sie war erst 13 Jahre alt und so wurde eine Suche gestartet.

Dieses Mal reagiert die Polizei sofort. In der Nähe seines Zuhauses wird das Fahrrad des Mädchens gefunden und ihr Handy und die Zeitungen, die sie austrug. Die Polizei geht sofort an die Öffentlichkeit. Es melden sich Autofahrer, die in der Gegend unterwegs waren und mit ihren Dashcamps andere Autos gefilmt hatten.

 Eines der Autos gehört dem 33ährigen Manager Philip W. Jahre zuvor war er zu Mord an Emilie befragt worden, weil er damals einen Hyundai fuhr. Ist der Mann der gefährliche Unbekannte? Die Polizei stürmte das Haus und fand das 13-jährige Mädchen. Es war am Leben. In einem Zimmer in diesem Haus war sie gefesselt und hatte schlimme Verbrechen über sich ergehen lassen müssen.

Schreckliche, schreckliche Dinge. Er hatte sie mehr als 24 Stunden gefangen gehalten. Philip B wird festgenommen wegen Entführung und Vergewaltigung einer Minderjährigen. Jetzt kommt auch im Mordfall Emilie nicht ins Dunkel. Diese Haarbürste, die Sie in Emilias Haaren fanden, passt in vielerlei Hinsicht zu Dingen, die man auf Philips Computer gefunden hat.

 Er hatte nach diesen kleinen Bürsten gesucht. Er hatte Interesse an Kinderhaaren und Bürsten. Es gab viele, viele Dinge, die sich fügten, als sie ihn fanden und sein Haus durchsuchten. Unter anderem eine Rolle Klebeband, deren Abrisskante exakt zu dem Streifen passte, mit dem Emilies Mund verklebt war.

 Als bekannt wird, dass der gutaussehende Manager der Mörder von Emilie und der Kidnapper einerjährigen ist, beschäftigt sich auch die forensische Psychologin Charlotte Kappel mit ihm. Das beängstigendste für mich, als ich zum ersten Mal ein Foto von ihm sah, war, wie normal er aussah und gar nicht furchteinflößend. Er hatte eine Persönlichkeitsstörung, die ihn dazu brachte, in sich selbst in seiner eigenen Fantasiewelt zu leben.

 Er hatte Fantasien, von denen niemand in seinem Privatleben eine Ahnung hatte, egal wie nah er ihm [räuspern] stand, weil er es wirklich gut verbergen konnte. Philip W hat Emilie umgebracht. Das wird im Laufe der Ermittlungen bewiesen und seine DNA passt zu der Spur, die an der Kleidung der beinahe entführten 15-jährigen gefunden wurde.

 Dass er die 13-jährige gekidnappt hat, darüber gibt es keine Zweifel. Schließlich wird sie unter seinem Bett gefunden. Bentager Ganelsen ist sicher. Wäre er nicht geschnappt worden, er hätte wahrscheinlich weitere schwerwiegende Verbrechen begangen. Wäre das 15-jährige Mädchen nicht entkommen, wäre das 13-jährige Mädchen nicht von der Polizei befreit worden, hätten wir das gleiche Muster wie im Fall Emilie gesehen.

Continue reading….
Part 1 of 5Part 2 of 5Part 3 of 5Part 4 of 5Part 5 of 5 Next »

You Might Also Enjoy

Leave a Response

Your email address will not be published. Required fields are marked *