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Wahre Verbrechen I Mord auf der Klassenfahrt I True Crime Dokumentation T – Part 2

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By sonds1
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 Nelson wollte Fraserberg so schnell wie möglich verlassen und hatte schon bald die Chance dazu. 1961 ging er mit 15 Jahren von der Schule ab und meldete sich zum Wehrdienst. Die ersten drei Jahre war er in Südengland stationiert, wo er im Catering Core der britischen Army zum Koch ausgebildet wurde. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlte sich Nelson in einer Gruppe willkommen und aufgehoben.

 Er kam gut mit dem straffen Militäralltag zurecht und blühte innerhalb kürzester Zeit auf. Bei der Army bekam eine Ausbildung, ein festes Einkommen und er konnte reisen. Außerdem lernte er Tiere zu schlachten. Eine Fähigkeit, die es ihm später leichter machte, seine Opfer zu zerstückeln. Nelson trank auch viel und schon bald war der Alkohol sein ständiger Wegbegleiter, der ihm vor allem dabei half, die Einsamkeit zu vergessen, die er aufgrund seines Doppellebens empfand.

Die ganze Army Zeit überhielt Nilson seine Homosexualität geheim. Die Folge war, dass er sich isoliert fühlte und dass es jedes Mal ein Kampf war, wenn er sich zu einem seiner Kameraden hingezogen fühlte. Um die Fassade aufrecht zu erhalten, wich Nielson auf Sexarbeiter und Männer außerhalb der Army aus, die er auf sein Reisen kennenlernte.

Seine sexuelle Störung zeigte sich aber erst 1965, als er im Nahen Osten stationiert war. Nilson war von der Idee eines bewusstlosen Körpers fasziniert und gab selbst manchmal vor, bewusstlos zu sein. Er legte sich häufig nackt vor einen Spiegel, sodass er seinen Kopf nicht sehen konnte.

 Dann betrachtete er den reglosen Körper und stellte sich vor, dass es der eines anderen Mannes war. Der ruhig darliegende Körper des vermeintlich anderen erregte ihn und er masturbierte immer wieder zu seinem eigenen nackten und kopflosen Spiegelbild. Im Laufe der Zeit veränderte sich Nelsons Fantasie, bis aus dem reglosen Körper ein toter Körper geworden war.

Nelson benutzte auch Make-up, um die Illusion zu verstärken, dass der Mann im Spiegel tot war. Er tupfte sich mit Talkum Puder ab und schminkte seine Lippen blau. In Nelsons Augen grenzte dieses Aussehen an körperliche Perfektion. Nelson beschränkte sich aber nicht auf die Privatsphäre seiner eigenen Vierwände.

 Er stellte auch Schlachtszenen mit seinen Kameraden nach, bei denen sie sich totstellen sollten. Wenn sie reglos auf dem Boden lagen, fotografierte oder filmte Nelson sie mit einer 16 mm Kamera. Nelson hatte über viele Jahre immer eine Kamera dabei. Die Fotografie war seine Art, Menschen in einem Zustand perfekter Unbewegtheit festzuhalten.

Sie waren wie einzelne Exemplare einer stetig größer werdenden Sammlung, wie aufgespießte Schmetterlinge in einem Schaukasten. Über seine Fotos konnte Nelson in eine Art Parallelwelt eintauchen, in der seine Lieblingsmotive immer bei ihm blieben. In der Realität haben sie ihn nur allzu oft wieder verlassen. Um das Jahr 1971, als Nelson Mitte 20 war, erhielt er einen Posten auf den Shetlandinseln.

Dort lernte er einen 18-jährigen Gefreiten kennen. Der junge Soldat und Nelson drehten viele Kurzfilme zusammen. In fast allen ist der Gefreite als Leiche zu sehen. Er entwickelte sich zu einer Art Muse für Nelson und Nilson verliebte sich hals über Kopf in den jüngeren Mann. Doch seine Gefühle wurden nicht erwidert. Der Gefreite war Hetero.

Nilson war traurig und frustriert. Er war es leid, sich immer wieder in Kameraden zu verlieben, nur um sich dann Wochen und monate lang mit Kummer, Frust und Schuldgefühlen herumschlagen zu müssen. Nach 11 Dienstjahren ließ Nelson sein Militärleben hinter sich. Nach einer Karriere bei der Army kam Nelson ein Job bei der Polizei wie ein logischer Übergang vor.

 Er zog 1972 nach London und fing an für die Metropolitan Police zu arbeiten. Als er nicht mal rund um die Uhr von anderen Soldaten umgeben war, hatte Nelson die Chance, sich ungestört und vor allem unbeobachtet in der Londoner Schulszene umzuschauen. Er zog die nächsten zwei Jahre durch die Gaybaster Stadt und hatte viele kurze und längere Affären.

 Nelson war endlich in einer Stadt, in der er selbst sein konnte, zumindest privat. Als er eines Nachts auf Streife war, leuchtete Nelson mit seiner Taschenlampe in ein Auto, in dem ein schwules Paar Sex hatte. Das war illegal und als Polizist war er verpflichtet, die Männer zu verhaften, aber er konnte es nicht. Sein Beruf und seine Identität waren wieder einmal in Konflikt geraten.

Dieses Mal entschied sich Nelson jedoch für seine Identität. Im Dezember 1973, kurz nachdem er die Männer im Auto überrascht hatte, verließ er die Metropolitan Police. 1974 trat Nielson eine neue Stelle im öffentlichen Dienst an. Es war ein Bürojob. Sein Sozialleben spielte sich zu dieser Zeit größtenteils in den Gaybars und Pups der Stadt ab.

 Er hatte aber schon bald genug von oberflächlichen One Night Stands und war bereit für etwas Festes. Dafür brauchte er aber erstmal jemanden, der bei ihm bleiben wollte. Nelson war 30, als er seinen ersten und einzigen langjährigen Freund David Gallicin kennenlernte. Ihre Beziehung war die intimste, die Nelson jemals hatte.

1975 zogen Nielson und David zusammen in einen netten Vorort im Norden Londons, wo sie eine Erdgeschosswohnung in der 195 Melrose Avenue mieteten. Das Paar war glücklich und es machte ihnen Spaß, die Wohnung einzurichten und im Garten zu arbeiten. Nils Spitznam für David war Twinkle. David nannte ihn Das. Kurz nach dem Einzug kauften sie sich auch einen Welpen, einen schwarz-weißen Border Colly Mischling, den sie Bieb nannten.

Nilson liebte Bieb sehr und sie blieb bis an ihr Lebensende an seiner Seite. Nils und Davids Beziehung hielt aber nur bis 1978. Nicht zuletzt Nelsons Home Videos aus der Zeit gaben Aufschluss, woran das gelegen haben könnte. Auf den meisten dieser Filme sieht man Nelson oder David, wie sie im Garten arbeiten oder mit dem Hund spielen.

 Ganz normale Home Videos eben. Was aber auffällt, ist Nelsons stark kontrollierendes Verhalten. Oft hält David die Kamera, während Nelson ihm Anweisungen gibt und jedes Mal sofort sauer wird, wenn er auch nur den kleinsten Fehler macht. Auf den Home Videos kommt der wahre Dennis Nielson zum Vorschein. Arrogant und überkritisch.

dominierend und pingelig. Es war ein Verhalten, das mit dem des ruhigen und bescheidenen Beamten, den er in der Öffentlichkeit abgab, absolut nichts zu tun hatte. David wurde Nielsons andauernder Kritik und Überheblichkeit irgendwann übertrüssig, bis er es nicht mal aushielt. Irgendwann im Jahr 197 verließ David Nielson und ließ ihn mit dem Hund allein in dem Haus zurück, dass sie zu ihrem gemeinsamen zu Hause gemacht hatten.

 Die Trennung machte Nelson noch Jahre später zu schaffen. Nelsons Schock und Wut über die Trennung wichen eine Einsamkeit, die er später als unerträglichen Schmerz beschrieb. Er sollte jedoch schon bald Trost in seinen alten Fantasien finden. Dieses Mal jedoch wollte er sie wahr machen. Er wurde immer depressiver und versuchte sich mit Arbeit, One Night Stands und Alkohol abzulenken.

Am Ende des Jahres saß er an Weihnachten trotzdem allein in seiner Wohnung und erahnte schon, dass Silvester genauso trostlos an ihm vorbeiziehen würde. Am 30. Dezember war Nelson verzweifelt. Er konnte das neue Jahr nicht allein mit seinem Hund blieb einen Leuten. Er machte also seine übliche Runde durch die Paps, betrank sich und sprach mehrere Männer an.

Seine letzte Station war ein kleines Papp an der Ecke namens The Cricklewood Arms. An der Bar saß ein Teenager. Er trank Bier und war anscheinend allein. Er hatte den Barkeeper auf jeden Fall angelogen, was sein Alter anging, aber Nelson war schon viel zu betrunken, als dass er sich darüber noch irgendeinen Gedanken gemacht hätte.

 Er setzte sich auf den Hocker neben den Jugendlichen und stellte sich vor. Der Teenager sagte, dass er Stephen Holmes heiße. Steven Dean Holmes stammte aus Irland und war tatsächlich erst 14, als er Nelson begegnete. Er war ein rebellischer und beliebter Schüler, der gern Fußball spielte und laute Musik hörte.

 Musik war auch der Grund, warum er an diesem Abend in London war. Er kam gerade von einem Rockkonzert und wollte in Cricklewood Arms nur noch ein schnelles Bier trinken, bevor er wieder nach Hause fuhr. Und er hatte Glück. Der Barkeeper fragte nicht mal nach seinem Alter. Steven fühlte sich geschmeichelt, als Nelson ihn ansprach.

 Er fühlte sich sehr erwachsen mit seinem Bier und dem älteren Mann neben ihm, der sich mit ihm unterhalten wollte, als wären sie alte Kumpel. Vielleicht hatte er Nelson wahre Absichten durchschaut, aber auch Steven war nicht mehr ganz nüchtern. Eine lange Unterhaltung und mehrere Biere später luden Nelson den Jungen zu sich nach Hause ein.

 Dort könnten sie eine ganze Flasche Schnaps oder Whisky umsonst trinken. Steven war einverstanden. Als sie in Nielsens inzwischen ziemlich vernachlässigter Wohnung in der Melose Avenue ankamen, betranken sie sich fast bis zur Besinnungslosigkeit. Ein paar Stunden später fielen sie ins Bett und schliefen ein. Als Nilson am nächsten Morgen aufwachte, sah er den schlafenden Teenager neben sich.

 Er fragte sich, wie alt Steven wohl war und ließ seine Hand behutsam über seinen Körper gleiten. [räuspern] Dann wurde ihm klar, dass der Junge sofort gehen würde, wenn er aufwachte und merkte, dass er mit einem älteren Mann im Bett lag. Nelsons Herz schlug plötzlich schneller. Er musste Steven behalten. Nelsons Gedanken überschlugen sich.

 Er sah sich hektisch im Raum um, bis sein Blick an einer Krawatte hängen blieb, die auf einem Wäscheufen lag. Er griff sich die Krawatte und führte sie vorsichtig und das Stevens Hals entlang. In einer schnellen Bewegung setzte sich Nelson auf Steven und zog mit aller Kraft an der Krawatte. Steven war sofort hell wach.

 Er wandt sich und trat, bis sie beide aus dem Bett fielen, aber Nelson gab nicht auf, bis Stevens Körper schließlich erschlafte. Nelson sank neben Steven an die Wand und schnappte nach Luft. Sein Puls pochte laut in seinen Ohren, aber als er hinüber schaute, sah er, dass der Teenager immer noch atmete. Steven war nicht tot, er war nur bewusstlos.

Nelson verlor keine Zeit. Er ging in die Küche und füllte einen Plastikeimer mit Wasser. Der Teenager wehrte sich nicht, als Nelson seinen Kopf in den Eimer drückte und ihn ertränkte. Als der Junge tot war, zog Nilson seinen Oberkörper zurück und schaute ihn an. Steven sah nicht gequält oder schmerzerfüllt aus.

 Sein Gesicht war entspannt, fast schon friedlich. Wassertropfen sammelten sich an seinen kurzen braunen Locken, fielen nach und nach zu Boden. Es war das Schönste, was Nilson je gesehen hatte. Dann war plötzlich Blieb im Zimmer. Die Hündin schnüffelte an der Leiche und fing an zu bellen. Nilson scheuchte den Hund weg und wandte sich wieder der Leiche zu.

 Jetzt, wo Steven sein neuer Freund war, musste er sich um ihn kümmern. Er badete die Leiche und zog ihr frische Kleidung an. Es war Abend, als er den Toten wieder aufs Bett legte. Nilson sagte später, dass er gewusst habe, dass dieser Moment der Anfang vom Ende seines bisherigen Lebens gewesen sei. Er schrieb: “Ich hatte den Weg des Todes eingeschlagen und war plötzlich im Besitz einer neuen Art von Mitbewohner.

” Nelson betrachtete Stevens jungen Körper. Der Anblick erregte ihn. Er kniete sich hin, fing an zu masturbieren und ejakulierte auf den Bauch der Leiche. Dennis Nielson hatte endlich seine größte und lang gehegte Fantasie wahr werden lassen. Und ob er es wusste oder nicht, diese Fantasie war Nekrophilie. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich alles immer nur in Nelsons Kopf abgespielt.

Die nekrophilen Fantasien hatten Trost gespendet, vor allem in stressigen Situationen. Nachdem David sich von ihm getrennt hatte, war das Gefühl von Isolation und innerer Lehre aber so überwältigend, dass die alten Szenarien, die er in seinem Kopf durchspielte, nicht mehr den gewünschten Effekt erzielten. Als Nelson sich später mit Psychologen über diese Zeit unterhielt, sagte er, es wäre mit der ganzen Fantasienagerie einfach so weitergelaufen, wenn ich nicht in eine extrem schwere Krise geraten wäre. Es hatte sich so viel

Stress angestaut, dass das Ritual meinen privaten Bereich verließ und auf eine echte Person überging. Ich hatte meinen absoluten Tiefpunkt erreicht. Irgendetwas musste passieren. Nach dem Kampf mit Steven war Nielson erschöpft. Er legte sich ins Bett und schlief seinen Kater aus. Doch als er am nächsten Morgen mit klarem Kopf aufwachte, bekam er sofort Panik.

Er war sich sicher, dass gleich die Polizei vor seiner Tür stehen würde. Er wickelte Steven also so schnell er konnte in eine Gardine ein und löste ein paar Dielen vom Boden. Dann legte er die Leiche in den Zwischenraum. Nelson war schockiert über das, was er getan hatte. Was war über ihn gekommen? Er versuchte den Mord zu vergessen und sein Leben weiterzuleben.

Gleichzeitig wußte er, dass Steven direkt zu seinen Füßen lag. Nilson schwor sich, dass so etwas nicht noch einmal passieren würde, doch da lag er falsch. Mehrere Monate nach dem Tod von Stephen Holmes hatte sich die Polizei immer noch nicht blicken lassen. Es schien, dass Nelson wie durch ein Wunder mit dem Mord davon gekommen war.

 Doch obwohl er scheinbar nichts zu befürchten hatte, war er weiter fest entschlossen, sich nicht noch einmal so gehen zu lassen. Nilson glaubte, dass der viele Alkohol zu seinem Kontrollverlust geführt hatte. Er nahm sich also vor, von nun an weniger zu trinken, in der Hoffnung, dass es ihn davon abhalten würde, noch einmal jemanden umzubringen.

Er verhielt sich so unauffällig wie möglich und redete sich ein, dass es besser wäre, ein produktives Leben zu führen, als in einer Zelle zu verrotten. Knapp ein Jahr später hatte Nelson das Gefühl, sich endlich wieder im Griff zu haben. Sein 34. Geburtstag kam und ging und er war so einsam wie E und je.

 Er fing wieder an durch die Paps in der Gegend zu ziehen, sich zu betrinken und Männer anzusprechen. Am 3. Dezember 1979 lernte Nielson Kenneth Kendon kennen. Ken war ein 23-jähriger Student aus Kanada, der als Tourist in England war, um Verwandte zu besuchen. Er lernte Nielson beim Mittagessen in einem Papp kennen und die beiden verstanden sich auf Anhieb.

 Sie unterhielten sich über Fotografie und Musik. Ken war ein großer Rockfan. Nelson bot Ken an, eine Walkingtour mit ihm durch die Stadt zu machen. Er wollte ihm alle Attraktionen und spannenden Orte zeigen, so dass Ken ein paar gute Fotos machen konnte. Ken sagte zu. Die beiden Männer verbrachten den ganzen restlichen Tag in der Stadt.

 Als es dunkel wurde, stlug Nielson vor, in seine Wohnung zu fahren. Er habe eine super Plattensammlung. Während K im Wohnzimmer Musik hörte, kochte Nelson ihnen Hamond As. Sie tranken und unterhielten sich und töten der Hu. Nilson fühlte sich wohl in Kans Gesellschaft. Ken lachte über seine Witze und hörte interessiert zu, als Nilson ihm Geschichten aus der Army erzählte.

Zum ersten Mal seit der Trennung von David hatte Nelson das Gefühl gesehen zu werden. Der junge Mann schien ihn nicht nur zu akzeptieren, sondern auch zu verstehen. Und je länger Ken bei ihm war, desto mehr wollte Nilson, dass er blieb. Aber Ken konnte nicht lange bleiben. Sein Rückflug nach Kanada ging am nächsten Morgen und Nielson würde ein weiteres Weihnachtsfest allein verbringen müssen.

Ein vertrautes Gefühl stieg in Nilsons Brust auf und sofort fing sein Herz an zu rasen. Das Gefühl nackte und kratzte an ihm und jedes Mal, wenn er versuchte es wegzuschieben, kam es mit einem verführerischen Flüstern wieder, bis er eine Entscheidung traf. Plötzlich sagte Nelson, dass Ken unbedingt eines seiner Lieblingsalben hören müsse.

 Ohne auf eine Antwort zu warten, stand Nilson auf und suchte die Platte raus. Ken sollte sie sich mit Kopfhörern anhören. Nilson bestand darauf. Es sei wichtig, um alle Feinheiten mitzubekommen. Ken setzte sich also in den Sessel neben dem Plattenspieler und Nelson machte ihm einen neuen Drink fertig.

 Dann setzte Ken die Kopfhörer auf. Während Konzentriert Musik hörte, stand Nelson nur ein paar Schritte hinter ihm. Er zitterte. Dann griff er sich das Kopfhörerkabel und wickelte es Ken um den Hals. Er wirkte ihn, während er immer noch Musik durch die Kopfhörer hörte. Ken kämpfte um sein Leben und wehrte sich so gut er konnte, aber Nilson war stärker.

 Ein paar Sekunden später löste sich das Kabel aus der Anlage, so dass die Musik laut in der ganzen Wohnung zu hören war. Nelson ermordete Ken Okendon zu seinem Lieblingsalbum. Ein paar Minuten später lag Ken lebloser Körper auf dem beentpich, während Nelson prustend und schwitzend über ihm stand. Als er sich einigermaßen gefangen hatte, schenkte er sich noch einen Drink ein.

Dann setzte er sich die Kopfhörer auf und hörte noch ein bisschen Musik, bevor er sich an die Arbeit machte. Als er ausgetrunken hatte, entkleidete er den Toten und legte ihn in die Badewanne. Er wusch ihn, trocknete ihn ab und legte ihn ins Bett. Den Rest der Nacht lag Nilson nur still neben Kans Leiche und streichelte sie.

Die nächsten zwei Wochen verbrachte Nelson damit, Kans Leiche regelmäßig zu baden und ihr jeden Morgen neue Socken und Unterwäsche anzuziehen. Nelson veränderte auch das Aussehen des Toten, so dass er eher seinem körperlichen Ideal entsprach. Nelson bevorzugte ein frisches und jugendliches Aussehen.

 Also rasierte er Kennzleiche und überschminkte kleinere Narben und Unebenheiten. Er benutzte Talkumper, damit die Leiche länger gut roch und um die blauen Flecken in seinem Gesicht und die Strangulationswunden an seinem Hals verschwinden zu lassen. Manchmal hätte er auch gern Lippenstift gehabt. Nachdem er die Leiche zurecht gemacht hatte, fotografierte Nelson sie mit seiner Polaroid Kamera.

 Er brachte die Leiche in verschiedene explizite Posen, bevor er sich schließlich sexuell missbrauchte. Nelson hatte zwar Sex mit den Leichen seiner Opfer, aber nie penetrativen. Er sagte, dass er davon abgesehen habe, weil die Toten, wie er sagte, zu perfekt und schön für das armselige Ritual des gewöhnlichen Geschlechtsverkehrs waren.

Milson führte auch Gespräche mit Kensleiche. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, setzte er Ken ans Kopfende des Tisches, aß sein Abendbrot und erzählte ihm, wie sein Tag war. Und wenn er ins Bett ging, legte er Ken neben sich, zog ihm die Decke und das Kinn und wünschte ihm eine gute Nacht. Bald darauf war Kenneth Okendons Verschwinden, aber schon überall in den Medien.

 Alle englischen Fernsehsender berichteten darüber und der Fall wurde täglich prominenter. Nilson verfolgte den Fall in den Abendnachrichten mit einem Drink in der Hand und Kans zurecht gemachter Leiche neben sich auf dem Sofa. Für Nielson war Kan aber nicht länger Ken. Er war ein Charakter aus Nielsens Fantasie, ein menschenähnliches Vehikel für all seine kranken Wünsche, Triebe und Sehnsüchte.

Kenneth Okendons Leiche war jetzt sein Spielzeug. Nilson löschte Stück für Stück Kans Identität aus. Nachdem er ihn getötet hatte, verbrannte er seine Kleidung und alles, was er bei sich getragen hatte. Er sollte nichts zurückbleiben, was an K Leben vor Dennis Nielson erinnerte. Ken Identität zu überschreiben, half Nielson auch dabei sich weniger schuldig zu fühlen und beziehungsähnliche Situationen mit seiner Leiche nachzustellen.

Und über mehrere Wochen war Kenneth Okendon Nielsons perfekter Begleiter. Bis das Unvermeidbare passierte, Ken Leiche fing an zu verwen. Als K Leiche Anzeichen von Verfall zeigte, war der Traum für Nelson vorbei. Die Liebe und Persönlichkeit, die er auf den Toten projiziert hatte, war mit einem Schlag verloren.

 Danach war Ken nichts weiter als eine sehr große Unannehmlichkeit. Wie Stephen Holmes vor ihm verschwand auch Kenneth Ackon kurze Zeit später unter Nelsons Dialen Fußboden. Tot, benutzt und vergessen. Ohne Ken an seiner Seite war Nilson gezwungen, sich der kalten Realität seiner Isolation und Schwermut zu stellen.

 Und je schlimmer seine Depression wurde, desto schwieriger wurde es mit der Einsamkeit fertig zu werden. Es war ein nur allzu vertrautes Gefühl, aber dieses Mal hatte er ein Heilmittel. Im Mai 1980, 5 Monate nach dem Mord an Kenneth Ackon, fuhr Nielson von einer Konferenz mit dem Zug zurück nach London, als er den 16-jährigen Martin Duffey kennenlernte.

Martin war schwul und vor vier Tagen von zu Hause weggelaufen. Er kam aus der Nähe von Liverpool und wollte per Anhalter nach London fahren. Als Nelson und Martin sich trafen, hatte sich Martin gerade einen zugigen Schlafplatz beim London Houston Bahnhof gesucht. Nilson sah, wie erschöpft und hungrig Martin war und bot ihm eine warme Mahlzeit bei sich in der Wohnung an.

 Martin dankte Nilson überschwänglich. Tagelang hatte er kaum etwas zu essen und keinen sicheren Schlafplatz gehabt. Er war dankbar, dass der freundliche Mann sich für ihn interessiert hatte. Martin Daffe entsprach genau Nelsons Opferprofil. Während ihm die sexuelle Orientierung der Jungen und Männer weitestgehend egal war, nahm er sie alle aus Paps oder von der Straße mit zu sich nach Hause.

Nach seinen ersten Morden hielt Nelson auch in anderen Gegenden Ausschau, um schneller an Opfer zu kommen, die niemand sofort vermissen würde. Junge Ausreißer, obdachlose Männer und Sexarbeiter waren ideal für ihn. ganz zu schweigen davon, dass es leicht war, sie unter dem Deckmantel des wohlwollenden Fremden in die Falle zu locken.

 Man musste ihnen nur ein bisschen Essen oder Alkohol versprechen. Diese Praxis brachte Nelson seinen Spitznamen ein. The Kindly Killer, der gütige Mörder. Als sie in der Wohnung ankamen, kochte Nelson Martin Abendessen und versorgte ihn mit Bier. Aber schon nach ein paar Flaschen überkam den Teenager die Müdigkeit.

 Er sagte, dass er immer wieder einnicke und fragte Nelson, ob es in Ordnung wäre, wenn er in seinem Bett schlafe. Nilson hatte nichts dagegen. Ein paar Stunden später betrat auch Nilson das Schlafzimmer. Es war stockel im Zimmer. Nilson schloss die Tür hinter sich und ging rüber zum Bett. Er war ganz leise, um Martin ja nicht zu wecken.

Dann sprang er auf den schlafenden Jungen und kniete sich auf seine Arme. Martin hatte keine Chance. Nilson legte ihm ein Band um den Hals und zog so fest er konnte. Ein paar Minuten später war Martin tot und wie Stephen Holmes und Ken Okendon wurde er zuerst gebadet und dann für die Rolle des stillen Begleiters an Dennis Nielsons Seite zurecht gemacht.

In den Monaten nach Martins Ermordung suchte sein Vater verzweifelt nach Spuren seines vermissten Sohnes. Doch es sollte Jahre dauern, bis er erfuhr, dass auch Martin Dennis Nielson, dem Kindly Killer zum Opfer gefallen war. Das Jahr 1980 markierte eine Übergangsphase für Nelson. Der ehemals zögerliche Gelegenheitsmörder war dabei, sich in einen kaltblütigen und berechnenden Serienkiller zu verwandeln.

Und nach Martin Duffy war es nur eine Frage der Zeit, bis Nelson eine neue Leiche brauchte, mit der er Beziehung spielen konnte. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen.

Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast. Produziert in Zusammenarbeit mit Bosepark Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion: Wieb Geachter Winter Chris Guse, Suholder, Klii Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uter Kirschei und Daniel Nicolao.

Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Guarot. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.

Es war ein klarer kühler Tag Oktober 1981. Der englische Herbst zeigte sich in voller Pracht. In allen Rot, Braun und Goldtönen fielen jetzt die Blätter zu Boden und alle paar Tage gingen die Leute vor die Haustür, um sie zusammenzuhaken. Ein paar Kinder aus der Nachbarschaft, keines älter als 12, sprangen mit Anlauf in die Laubhaufen.

 Sie waren das einzig aufregende in ihrer Straße. Es war Samstag, der einzige Tag der Woche, an dem die Kinder nicht irgendwo sein mussten. Sie konnten machen, was sie wollten. Hauptsache, sie waren zum Abendessen wieder zu Hause. Halloween war nicht mehr lange hin und die Vorfreude war groß, aber heute war ihnen langweilig. Sie brauchten eine Mission.

Dann roch es plötzlich noch Feuer. Irgendwo brannte Holz. Feuer bedeutete Abenteuer. Also folgten die Kinder dem Geruch in die nahe gelegene Melrose Avenue. Als sie näher kamen, mischte sich ein anderer Geruch unter denen von feuchtem Holz und Blättern. Ein seltsamer Geruch. War es verbranntes Grillfleisch? Gummi vielleicht? Sie wollten genauer nachsehen.

Das Feuer brannte im Hintergarten eines älteren Hauses. Daneben stand ein Mann mit einer Schaufel. Er hatte ein spitzes, wieselartiges Gesicht. Die runde Brille auf seiner Nase entschärfte seine Züge kaum. Sein Unterhemd war dreckig, denn während hinter ihm das Feuer loderte, war er damit beschäftigt, Löcher zu grabben mitten auf dem Rasen.

Die Kinder stellten sich nebeneinander am Gartenzahn auf und sahen dem Mann beim Graben zu. Dann riefen sie zu ihm hinüber. Sie wollten wissen, was er da machte und ob er vielleicht Hilfe brauche. Dennis Nielson schaute hoch und sah, wie die Kinder ihn neugierig angften. Das war nicht gut.

 Er sagte, dass sie wegbleiben sollten. Der Rauch sei giftig. Dann sah er aus dem Augenwinkel, wie sich etwas aus dem Feuer löste und hinter ihm ins Gras rollte. Nelson drehte sich um. Vor ihm lag ein menschlicher Schädel. Hi, ich bin Diane Hilcher und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.

 Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. Heute befassen wir uns noch einmal mit den grausamen Morden des britischen Serienkillers Dennis Nielson, auch bekannt als The Kindly Killer. In Folge 1 ging es vor allem um Nelsons frühe Jahre, seine Kindheitstraum und seine starken Isolationsgefühle als Jugendlicher und junge Erwachsener.

Außerdem haben wir beleuchtet, wie Nielsens gestörtes Verlangen nach Gesellschaft ihn dazu brachte, seine ersten drei Morde zu begehen. In dieser Folge schauen wir uns an, wie sich Nelson von einem zögerlichen Gelegenheitsmörder in einen kaltblütigen und berechnenden Serienkiller verwandelte. Über die Jahre ermordete Dennis Nielson zwischen 12 und 15 Menschen, was seine Mordserie zu einer der schlimmsten in der Geschichte Großbritanniens machte.

 1978 hatte er aber gerade erst angefangen. Bei der Wahl seiner Opfer konzentrierte sich Nilson größtenteils auf die Londoner Schwulenszene. Er sprach gezielt Männer in Paps und Bars an und Luzie zu sich nach Hause ein. Noch bevor am nächsten Morgen die Sonne aufging, waren die Männer tot. Im Grunde war Nelson die sexuelle Orientierung seiner Opfer aber gar nicht so wichtig.

 Er ermordete sowohl Homo als auch heterosexuelle Männer und Jugendliche. Die meisten von ihnen waren Studenten, Ausreißer oder obdachlose Stadtstreicher. Nelson lockte sie mit dem Versprechen von Alkohol, einer warmen Mahlzeit und einem sicheren Schlafplatz in seine Wohnung. Seine Masche, sich als wohltätiger Retter in der Not auszugeben, brachte ihm den Spitznamen The Kindly Killer ein, der gütige Mörder.

Doch sobald Nelson die Wohnungstür hinter sich zuzog, zeigte sich sein wahres Gesicht. Er machte seine Opfer so betrunken wie möglich und tötete sie dann mit einer Kombination aus Strangulation und Ertränken. Der Mord an sich war für Nelson aber keinesfalls die Hauptmotivation. Für ihn war wichtiger, was danach passierte.

Nilson tötete nicht um desenswillen. Er tötete, weil er Gesellschaft suchte. Nach jedem Mord blieben die Leichen über Wochen an seiner Seite, manchmal sogar über Monate. Er badete, rasierte und schminkte die Toten, bis sie seinem Schönheitsideal entsprachen. Sie waren Requisiten für seine sexuellen Fantasien und natürlich Mitbewohner.

Wenn die Leichen anfingen zu verwen, ließ er sie unter seinem Dielenboden verschwinden. Er zerstückelte, verbrannte und zerkochte sie auch, was seine Wohnung über die Jahre in einen maden verseuchten Albtraum verwandelte. Der grausame Kreislauf aus Mord, nekrophiler Gesellschaft und Entsorgung wurde bald zu Nilssons hochgradig gestörter Leidenschaft.

Er brauchte aber eine Weile, bis er seinen Rhythmus fand. Seine ersten drei offiziell bestätigten Morde begingen Nilson zwischen 1978 und 80. Die Opfer waren der 14-jährige Stephen Holmes, der 23-jährige Student Kenneth Oakendon und der 16-jährige Ausreißer Martin Duffy. Nach jedem Mord hat Nelson versucht, seinen Tötungsdrang zu unterdrücken, aber spätestens nach dem Mord an Martin Daffy kannte er keine Hemmungen mehr.

Nachdem er Daffi im Mai 1980 getötet hatte, ging der 34-jährige Nilson am Montag darauf ganz normal zur Arbeit. Er hatte einen Bürojob im öffentlichen Dienst. Nilson hatte auch während seiner Jahre als Mörder praktisch keine Fehltage. Obwohl Nelson buchstäblich mehrere Leichen im Keller bzw. unter seinen Dielen hatte, warte er nach außen hin immer die Form.

 tagsüber arbeiten, abendsmorden. Das war seine Routine. Ein paar Monate, nachdem Nelson Martin Duffe getötet hatte, fing die Leiche an zu verwen. Als er mit Daffin nichts mal anfangen konnte, brauchte Nelson einen Nachfolger, einen neuen stummen Partner. Im August 1980 machte sich Nelson also erneut auf die Suche nach einem geeigneten Opfer.

Nelson lernte den 27-jährigen Billy Sutherland in einem Gaypub in Soho kennen. Billy war eigentlich heterosexuell und hatte eine Freundin und ein Kind in seiner Heimatstadt in Schottland. Er war zum Arbeiten nach London gekommen, aber einen Job in der Hauptstadt zu finden war schwerer als er gedacht hatte.

 Er fing also an sich mit Sexarbeit über Wasser zu halten. Billy merkte schnell, dass vor allem ältere Männer gern für eine Nacht mit einem gut aussehenden jungen Schotten bezahlten. Als Billy Dennis Nielson, also eines Abends einsam und traurig an der Bar sitzen sah, war er sich sicher, einen guten Kunden gefunden zu haben. Nachdem die beiden Männer ins Gespräch gekommen waren, schlug Nelson vor, ein bisschen durch die Bas zu ziehen.

 Ein paar Stunden später bereute er aber schon, den Schotten mitgenommen zu haben. Billy war aufdringlich und laut und folgte ihm stundenlang von einer Bart zur anderen. Als Nelson schließlich sagte, dass es jetzt Zeit sei, nach Hause zu gehen, bestand Billy darauf, mit ihm mitzukommen. [räuspern] Ohne es zu wissen, machte er es Nilson sehr, sehr leicht.

Nelson erwirkte Billy mit bloßen Händen, anders als seine vorherigen Opfer, die er alle mit einem Strick oder einer Krawatte getötet hatte. Nilson behauptete später, dass er Billy mit den Händen getötet habe, weil er, wie er sagte, so eine Plage gewesen sei. Als Billy tot war, badete und schminkte Nelson die Leiche, so wie er es schon bei den anderen getan hatte.

 Er behielt den Toten fast zwei Monate bei sich, bis es Zeit war, ihn zu entsorgen und einen Nachfolger zu suchen. Zwischen Oktober 1980 und April 1981 ermordete Nelson sieben Männer. Damit hatte sich die Zahl seiner Opfer in nur 6 Monaten mehr als verdoppelt. Es war eine Eskalation, die bewies, wie kaltblütig Nelson sein konnte.

Mit das Unheimlichste daran war vielleicht, dass Nelson sich später kaum noch an die Einzelheiten der Morde erinnern konnte, die er in diesen sechs Monaten verübte. Das Töten wurde so belanglos, dass er nur das Nötigste an Informationen über seine Opfer im Gedächtnis behielt. Sobald sie tot waren, waren es keine Menschen mehr für ihn.

Sie waren seine Spielzeuge. Im Oktober lernte Nelson als nächstes einen irischen Arbeiter in einem Papp um die Ecke kennen. Der Mann war Ende 20. Abgesehen davon wusste Nielson nur noch, dass er einen alten Anzug getragen und rauhe Hände gehabt habe. Er wurde sofort ermordet und als Ersatz für Billy Sutherland zurecht gemacht.

Sein nächstes Opfer tötete Nilson nur einen Monat später, im November 1980. Laut Nelson war der Mann ein Sexarbeiter wie Billy. Außerdem sei er schlank gewesen und das einzige Opfer, das nicht weiß war. An mehr konnte sich Nielson nicht erinnern. Keine drei Wochen später tötete Nelson sein siebtes Opfer, einen jungen obdachlosen Mann, den er am Bahnhof Sharon Cross kennenlernte.

Das einzige, was Nelson von diesem Mord im Gedächtnis blieb, war, dass der Mann kreisförmige Bewegungen mit seinen Beinen machte. als er ihn erwirkte, fast so, als würde er Fahrrad fahren. Sein achtes Opfer beschrieb Nelson später als einen langhaarigen Hippi Ende 20. Er wurde entweder im November oder im Dezember 1980 ermordet.

1981 setzte Nelson seine Mordserie ungebrochen fort. Als nächstes traf er einen 18-jährigen Jugendlichen, den Nelson in einem PU in Soho kennenlernte. Er nannte ihn nur den blauäugigen Schotten. Einen Monat später, im Februar 1981 tötete Nelson einen schlanken Iren Mitte 20, den er einfach nur Belfest Boy nannte.

Zwei oder drei Monate später fand Nielsons zehntes Opfer den Tod. Es war ein hartgesotener 20-jähriger Skinhead, der ganzen Körper tätowiert war. Eines seiner Tattoos blieb Nelson besonders in Erinnerung. Es war eine gestrichelte Linie um seinen Hals, auf der die Worte Cut here pranken. Nelsons Mordserie erstreckte sich über fast ein Jahr.

 Ab Herbst 1980 tötete er fast jeden Monat einen bis zwei Männer. Er schien seinen Trieben völlig freien Lauf zu lassen, ohne Angst vor Konsequenzen und völlig ohne Reue. Die lebenden Männer hatten nur den Zweck, ihm als neue frische Leiche zu dienen, als Gesellschaft für seine langen einsamen Stunden. Wenn Nilson Zeit mit einer Leiche verbrachte, tat er so, als wäre sie lebendig.

Er setzte sie an den Tisch und führte lange einseitige Gespräche mit ihr. meistens während der Mahlzeiten. Er teilte auch das Bett mit den Toten und vollzog sexuelle Handlungen an ihnen. Im Herbst 1981 änderte sich Nelsons gewohntes Muster jedoch, als er sein zwölftes Opfer Malcolm Barlow kennenlernte. Nilson erinnerte sich genau an Malcolms Tod, weil er ihn fast nicht ermordet hätte.

Der 24-jährige Malcol Barlow hatte es nicht leicht gehabt. Nachdem er mit zum Vollweisen wurde, geriet sein Leben schnell außer Kontrolle. Er entwickelte sich in einen pathologischen Lügner und Dieb, der es nie lange bei einer Pflegefamilie aushielt, bis er schließlich obdachlos wurde. Malcol auch an einer psychischen oder neurologischen Krankheit.

 Am Tag, als Nelson ihn traf, sagte er, dass es Epilepsie sei. Als der 35-jährige Nelson Mitte September 1981 mit seiner Hündin blieb, spazieren ging, sah er Malcol zusammengekrümmt am Straßenrand stehen. Der junge Mann sah schwach aus, fast wie betäubt. Nielson blieb stehen, um zu sehen, was mit ihm war, als Malcolm plötzlich zu ihm hinüber rief.

Malcolm sagte, dass er gerade einen epileptischen Anfall gehabt habe. Nilson wollte den jungen Mann nicht einfach auf der Straße stehen lassen. Er fasste ihn also unter brachte ihn in seine Wohnung. Von dort aus rief Nilson einen Rettungswagen. Malcolm kam ins Krankenhaus und Nilson klopfte sich selbst auf die Schulter, weil er nach all den weniger schönen Sachen zur Abwechslung mal etwas selbstloses getan hatte.

Doch dann passierte etwas, womit Nelson nie und nimmer gerechnet hätte. Malcol kam zurück. Nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen worden war, klingelte Malcol bei Nielson, um sich für seine Hilfe zu bedanken. Nilson war überrascht, ihn zu sehen und bat ihn herein. Nilson machte ihnen Abendessen. Danach tranken die beiden Männer, bis Malcolm auf der Couch einschlief.

 Nilson war darüber alles andere als erfreut. Er hatte Malcolm auf einen Drink eingeladen, nicht auf ein Nickerchen. Sollte das der Dank für seine gute Tat sein, er musste Malcolm loswerden. Nilson erwirkte den jungen Mann mit einem Strick. Es war einfach. Schließlich hatte er inzwischen reichlich Übung. Malcolm Barow war sein zwölftes Opfer.

Die anderen Toten lagen unter den Dealen. Nilson ging na Platz aus und die Wohnung selbst drohte langsam ihn zu verraten. Überall waren Fliegen und immer wieder krochen Maden durch die Dielen. Die verwenden Leichen sonderten einen fauligen Gestank ab, der Nelson dazu zwang, mehrmals täglich Duftspray und Insektizide in der Wohnung zu versprühen.

Es wurde immer klarer, dass er sich irgendwann mit dem, wie er es nannte, Geruchsproblem auseinandersetzen musste. Bald darauf fiel auch den Nachbarinnen und Nachbarn der Geruch auf. Sie beschwerten sich beim Vermieter über den süßlichen Gestank aus dem Erdgeschoss und es dauerte nicht lange, bis Nelson eine Kündigung im Briefkasten hatte.

Er sollte die Wohnung in der Amos Avenue innerhalb weniger Wochen räumen. Natürlich war Nilson wütend, dass er raus musste. Der bevorstehende Umzug stellte ihn aber vor ein weitaus größeres Problem. Wohin mit all den Leichen? Einen Tag vor seinem Auszugstermin machte er sich also an die Arbeit. Später behauptete er sich fast bis zur Erblindung betrunken zu haben, um die schreckliche Aufgabe, die vor ihm lag, bewältigen zu können.

 Danach fing er an, die Dialen zu lösen. Er holte eine Leiche nach der anderen aus ihrem Versteck und zerstückelte sie auf dem Küchenboden, den er mit großen Müllsäcken ausgelegt hatte. Dabei kam ihm seine Army Ausbildung als Koch und Schlachter zugute. Er wusste, welche Körperteile am einfachsten zu entfernen waren und wo man schneiden musste, um schneller fertig zu werden.

Erst der Kopf, dann die Hände und Füße und zuletzt die Organe. Danach steckte Nelson die Leichenteile in Koffer und brachte sie in den Garten. Die Organe warf er über den Zaun, so dass Vögel und andere Tiere sie finden konnten. Manche Teile vergrub er, der Rest wurde verbrannt. Im Oktober war es nicht besonders verdächtig, ein Feuer hinterm Haus zu machen.

 Es war Herbst und es kam öfter vor, dass Leute Laub im Garten verbrannten. Nur der Geruch nach verbranntem Fleisch war ein Problem. Nelson warf also kurzhand noch ein paar alte Reifen ins Feuer, um den Geruch zu überdecken. Am nächsten Morgen war alles verbrannt und verschart. Als Nilson die Wohnung zum letzten Mal abschloss, hing der süßlich stechende Rauch immer noch schwer über den Häusern.

Als Nilson und seine Hündin blieb der Meros Avenue den Rücken kehrten, verabschiedete sich Nilson still von seinem alten Zuhause und den Leichen seiner vielen toten Gefährten. Er hoffte, dass der Auszug einen Neuanfang bedeuten würde. Einen Neuanfang ohne Morde. Ein Teil von Nelson wollte sein krankes Ritual endlich hinter sich lassen.

 Je länger er weitermachte, ohne erwischt zu werden, desto größer wurde seine Angst. Aus der Melos Avenue wegzuziehen, schien in diesem Moment seine beste Chance zu sein, mit seinem alten Leben Schluss zu machen. Sein neues Zuhause war eine Dachgeschosswohnung in Maswell Hill im Norden Londons Cranley Gardens Nummer 23. Die Wohnung war klein und hatte keinen direkten Garten zugangen.

 Nilson hoffte daher, dass er schon allein dadurch gezwungen sein würde, mit dem Morden aufzuhören. Es war kaum möglich, hier eine Leiche zu verstecken, geschweige denn sie zu entsorgen. Und nachdem er die letzten 24 Stunden mit Zerstückeln, vergraben und verbrennen verbracht hatte, war er sowieso überzeugt, dass er nie wieder den Wunsch verspüren würde, eine Leiche bei sich zu haben.

 Die nächsten fünf Monate soll es Nelson ganz gut gelungen sein, die Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen, auch wenn es zweifellos ein Kampf war. Vor allem an Feiertagen meldete sich die alte Einsamkeit und Schwermut zurück. Trotzdem gelang es Nelson im Winter 1981 seinen 36. Geburtstag und die Weihnachtsfeiertage, ohne eine Leiche an seiner Seite zu überstehen.

Es dauerte aber nicht lange, bis Nelsons dünne Fassade Risse bekam. Im März 1982 ging der 36-jährige Nelson wie immer auf ein Feierabend B um die Ecke. Und obwohl er an diesem Abend nicht auf Gesellschaft aus war, kam er mit dem 28-jährigen John Howed ins Gespräch. John war groß, robust und maskulin im traditionellen Sinne.

 Eigentlich überhaupt nicht Nilssons Typ. Nilson bevorzugte glatt rasierte und er jugendlich wirkende Männer. Aber weil John Stammkunde im PUA war und sie sich schon eine Weile kannten, Nilson ihn auf einen letzten Drink in seine Wohnung ein. Im Laufe der Nacht wurde John jedoch immer betrunkener, bis er vorn überkippte und ohnmächtig auf Nelsons Bett fiel. Nelson war wütend.

sehr wütend und dann verlor er die Kontrolle. Er erwirkte John so wie er mal Barlo 6 Monate zuvor erwirkt hatte. Es war ein vertrautes Gefühl, ein befriedigendes Gefühl sogar. Nelson spürte förmlich, wie alle Dämme in ihm brachten und sein ganzer Körper von dem alten unbändigen Verlangen geflutet wurde. In den Monaten nach John Howlits Ermordung kämpfte Nielson gegen den Drang, noch einmal rauszugehen und zu töten.

 Er stürzte sich in die Arbeit und versuchte verzweifelt seine Gedanken von seiner Einsamkeit und der Leiche abzulenken, die in seinem Schrank verrottete. Doch nach einem knappen halben Jahr fühlte er, dass er aufgab. Im September 1982 traf Nelson den 27-jährigen Graham Allen am Picadilli Circus. Er sah sofort, dass er leichte Beute war.

 Graham war heroinabhängig und Nelson merkte, dass er high war, als er ihn ansprach. Außerdem war Graham heterosexuell, sodass Nielson sofort seine Taktik änderte, um ihn zu sich nach Hause zu locken. Das war nicht besonders schwer. Anstatt ihm Sex in Aussicht zu stellen, musste er Graham einfach nur eine warme Mahlzeit anbieten.

Eine Stunde später saß Graham an Nelsons Küchentisch und aß ein Omelett. Dann war Graham plötzlich tot. So kam es Nilson jedenfalls vor. Es war fast so, als wäre der Zeitabschnitt, der den Übergang vom Lebenden zum Toten Graham markierte, einfach ausradiert worden. Nilson sagte später, er habe einfach nicht erinnern können, was passiert sei.

Es war nicht sein erster Blackout. Über die Mordserie im Vorjahr sagte Nielson sogar, dass er sich an einige Opfer überhaupt nicht erinnern könne. Geschweige denn an die Morde. Beweisen ließ sich diese Behauptung nicht. Nach dem Mord teilte Nelson seine kleine Dachwohnung mit den Leichen von John Harl und Graham Allen, Opfer Nummer 13 und Opfer Nummer 14.

Ein paar Wochen später, als auch Grahams Körper zu verwen begann, stand Nilson vor einem Dilemma, das er schon vor Monaten vorausgesehen hatte. Er hatte keine Möglichkeit, die Leichen zu entsorgen. Nelsons neue Wohnung hatte keinen Durchgang zum Garten und keinen Zwischenraum unter den Dealen. Er musste sich also etwas anderes einfallen lassen.

Bis er eine Lösung gefunden hatte, wollte er die Leichen erstmal in die Badewanne legen. Er betrachtete ihre geschundenen und aufgedunsenen Körper und fragte sich, wie er sie unbemerkt aus der Wohnung schaffen sollte. Dann hatte er eine Idee, die Toilette. Er würde die Leichen einfach Stück für Stück das Klo runterspülen.

Das würde zwar Zeit kosten, aber es war allemal sicherer, als sie bei Nacht und Nebel nach draußen zu schleppen. Nilson machte sich also erneut daran, seine toten Mitbewohner zu zerstückeln. Er nahm ihnen die Eingeweide raus und tränte ihnen die Gliedmaßen ab. Dann schnitt er alles in kleine Teile und warf sie ins Klo.

Aber abgesehen davon, dass es mühsam war und lange dauerte, gab es noch ein weiteres Problem. Was sollte er mit den Köpfen machen? Doch auch dafür fand Nilson schnell eine Lösung. Er beschloss sie zu kochen. Durch das Kochen der Köpfe konnte Nelson sie leicht in kleine Stücke zerbrechen. Es war ein besonders ekelerregender Schritt im Entsorgungsprozess, aber ein notwendiger.

Stück für Stück spülte Nelson die Beweise für seine schrecklichen Verbrechen aus der Wohnung in die Kanalisation. Immer wieder drückte er den Hebel, bis nichts mehr von John Hall und Graham Allen übrig war. [seufzt] Und dann, als er alle Spuren beseitigt hatte, war er bereit für einen neuen Gefährten.

 Dieses Mal sollte es aber jemand sein, der genau sein Typ war. Im Januar 1983 nahm der 37-jährige Dennis Nelson die U-Bahn zum Leersquare. In der Gegend gab es viele männliche Sexarbeiter und man vermutet, dass Nelson es ursprünglich auf einen von ihnen abgesehen hatte. Stattdessen lernte er Steven Sinclair kennen. Der 20-jährige Steven war genau Nielsons Typ und das perfekte Opfer.

 Er war schlank und blass und hatte blond gefärbte Haare. Und trotz seiner taffenerscheinung mit Fokohila Frisur und Motorradjacke glaubte Nelson eine gewisse Verletzlichkeit in dem jungen Mann zu erkennen. Steven hatte eine harte Kindheit gehabt. Seine prägenden Jahre verbrachte er vor allem in heimen und psychiatrischen Einrichtungen.

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