Wahre Verbrechen I Mord auf der Klassenfahrt I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Mord auf der Klassenfahrt I True Crime Dokumentation
Wenn die Opfer dann zu dem ihrem Geldversteck hingegangen sind, hat er sie dann mit Handkantenschlägen außer Gefecht gesetzt. Man ist sehr balz innerhalb der Polizei drauf gekommen, dass es sich hier scheinbar äh um eine einen gemeinsamen Täter handelt. Äh denn es ist auch die Vorgangsweise sehr sehr ähnlich gewesen immer.
Die Tat war äußerst brutal. Das Opfer wurde äh vor seinem Tod regelrecht gefoltert. Der Täter war offensichtlich also ungeheuer sadistisch veranlagt, äh obwohl er wie die Zeugenaussagen gesagt haben, relativ rähmlos aussieht. Im Jahr 1971 wird Wien von einer unheimlichen Mordserie erschüttert. Immer wieder werden ältere Menschen in ihren eigenen vier Wänden umgebracht.
Die Wohnungen sind durchwühlt und die Polizei findet kaum verwertbare Spuren. Wer ist der Täter, der die Ermittler monatelang in Atem hält? Der Journalist und Autor Philip Wagner begebt sich noch einmal auf die Spur des bis dahin spektakulärstenfalls der österreichischen Kriminalgeschichte. Es war der erste Fall eines Serienmörders in Wien nach dem Zweiten Weltkrieg, der auch durch die mediale Berichterstattung für großes Aufsehen sorgte.
Bei den Opfern handelt es sich um ältere Menschen, die heute großteils wehrlos waren. Und das sorgte für Angst in der Stadt. Die Masche des Täters ist immer gleich. Er bricht nicht in die Wohnungen der älteren Menschen ein, sondern er klingelt unter einem Vorwand an der Wohnungstür. Der Täter gab sich meistens als Mitarbeiter der Gaswerke aus, hat sogar angeblich einen fingierten Ausweis präsentiert und hat gesagt, er muss was kontrollieren oder es gibt einen Defekt und ist dann in die Wohnung der Opfer gegangen, hat sie dort alles zeigen lassen, hat dann wirklich dort auch
herumgearbeitet, hat das sehr glaubwürdig gemacht und hat dann den Opfern eine Rechnung ausgestellt. Ja. Und dort äh wenn die Opfer dann zu dem ihrem Geldversteck hingegangen sind, äh hat er sie dann mit Handkantenschlägen außer Gefecht gesetzt. Der Täter verletzt seine Opfer durch gezielte harte Schläge.
Im Herbst 1971 führen diese Schläge auf den Kehlkopf zum Tod von zwei Frauen. Eleonora Hauer, 85 Jahre alt und Rosa Schwarz, 66 Jahre alt. Die Überlebenden der Überfälle können den Täter kaum beschreiben. Einige sprechen sogar von zwei Tätern. Sie haben zum Teil auch mit Erinnerungslücken zu kämpfen gehabt infolge des Überfalls und es war also schwer äh wirklich brauchbare Hinweise auf den Täter zu erhalten.
Man hat nur gewusst, das ist ein eher korpulenter Mann aus Wien vom Dialekt her und äh dass er sich eben als Mitarbeiter der Gaswerke ausgibt. Im Museumschloss Schastein bei Linz befindet sich die größte kriminalhistorische Sammlung Österreichs. Ihr Gründer Harald Seieral erinnert sich an das Vorgehen des Täters, der als Mitarbeiter der Gaswerke absolut glaubwürdig erschien.
Er war offensichtlich sehr äh fachkundig, äh hat genau gewusst, wo muss er bei einer Gastärme arbeiten oder sonst was. äh und hat sich dadurch eigentlich ähäh hier ganz normal verhalten und es war nichts ungewöhnliches. Es ist ja auch damals noch die Abrechnung, sowohl die Stromrechnung als auch die Gasrechnung ist ja von eigenen Kassieren der Gemeinde Wien durchgeführt worden.
Äh, die haben sich allerdings normalerweise angekündigt. In den Wohnungen erbeutet der Täter Schmuck, vor allem aber auch oft Bargeld. An einigen Tatorten hinterläsßt der Unbekannte ein charakteristisches Merkmal. Immer wieder auf einem Kasten eine Zigarettenkippe. Äh, aber auch das war natürlich also sehr schwierig.
Das war eine allgemeine Marke und eine DNA Untersuchung, so wie das heute der Fall war wäre, hat’s damals natürlich noch nicht gegeben. Das Sicherheitsbüro gleicht die Fingerabdrücke des Unbekannten ab. Doch sie sind nicht in der Kartei. So kommt es am 25. Oktober 1971 zur nächsten Tat. Hier in der Kamberlandstraße im 14.
Bezirk in Wien lebte 1971 eine 86-jährige Frau. Sie war alleinstehend und bekam dann auch im Jahr 1971 Besuch von einem Gasmann. Ja, zumindest jemand, der sich dafür ausgab. Ja. Und wenig später kam es dann eben zu diesem verhängnisvollen Überfall. Josefa Vierlinger stirbt unmittelbar an den Folgen der stumpfen Gewalt, die der Täter gegen ihren Hals ausgeübt hat.
Diese Tat bringt der Polizei allerdings zum ersten Mal eine vielversprechende Zeugin, die den Täter gesehen hat. Eine Nichte des Opfers sah äh quasi ihre Tante gemeinsam mit einem jungen Mann sich sehr angeregt unterhalten. Er wurde so 25 bis 28 Jahre alt beschrieben, kompolent und wirkte sehr nett und freundlich.
Die Entzeugin entpuppte sich für die Polizei als regelrechter Glücksfall, denn sie hatte nicht nur ein photographisches Gedächtnis, arbeitete auch als Grafikerin und hat die Polizei bei der Erstellung eines Phantombildes eigentlich maßgeblich oder perfekt unterstützt. Äh sie brachte glaube ich sogar Bilder mit äh wo sie den Beamten dort zeigte, wie welche Haare der Mann hatte, wie die Gesichtsform ist und so konnte dank ihr wirklich das erste Mal ein gutes und brauchbares Phantombild des Täters erstellt werden.
Mit dem Phantombild des falschen Gaskassierers geht das Sicherheitsbüro an die Öffentlichkeit. Doch der entscheidende Hinweis bleibt zunächst aus. Im Herbst 1971 geht die unheimliche Serie weiter. Zwei weitere Frauen müssen sterben. Die 69 Jahre alte Aloia Meschmack und Gabriele Hammer, die in ihrer Wohnung im zwölft.
Bezirk ausgeraubt wurde. In der Nähe der Klinik in Wien Hitzing überfällt der Täter in der Nacht zum 12. im Februar 1972 dann gleich zwei Frauen. Die beiden Frauen konnten der Polizei zwei wichtige Hinweise auf den Täter geben. Nämlich zum einen war der Täter stark alkoholisiert und zum anderen hat eine Frau berichtet, dass er ihr ein paar Monate vorher als Gasmann begegnet ist.
Also sie erkannte ihn und das war natürlich für die Polizei ein wertvoller Hinweis, dass er zu der Serie gehört und ein Polizist hat dann überlegt, na ja, es ist relativ spät in der Nacht, es fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr, der Täter muss wahrscheinlich zu Fuß gekommen sein und nachdem er alkoholisiert war, hat man begonnen, lokale, Gaststätden, Heurigen zu überprüfen.
Der Polizist kontrolliert am Vormittag desselben Tages auch ein Cffeée in der Nähe der Klinik. Man zeigte einem Kellner das Phantombild und der Kellner gesagt: “Ja, den kenne ich und der sitzt im Nebenzimmer.” Bei dem Mann im Nebenzimmer handelt es sich um den 24 Jahre alten Harald Sassak.
Er wird an Ort und Stelle festgenommen. Er hatte sich auch schon ein paar Tage zuvor in diesem in diesem Café einquartiert in einem Zimmer und lebte dort. Man fand dann im Zimmer auch Beute aus früheren Raubüberfällen. Äh und es gab danach auch eine Gegenüberstellung äh mit einem der Opfer aus dem privaten Wohnheim und äh damit war der Fall eigentlich als geklärt und auf dem Weg ins Kommissariat begann Sassak bereits seine Taten zu gestehen.
Als besonders herausragend gilt bis heute die Leistung des Phantombildzeichners des Wiener Sicherheitsbür. Es gilt dieses Phantombilder ist eins der besten äh bekannten Phantombilder in dem Fall, wo man eben dann den Täter auch tatsächlich gefunden hat und sehr stark eine Übereinstimmung festgestellt hat. In Untersuchungshaft gesteht Harald Sassak eine ganze Reihe von weiteren Überfällen auf ältere Frauen und auch die einzige Tat, bei dem sein Opfer ein Mann gewesen ist.
Am 4. Oktober 1971 trifft Sasak auf den 79 Jahre alten Rentner Richard Langer. Harald Sasa lernte das Opfer in einer in einem Beisel, das ist ein wienerischer Ausdruck für eine Kneipe kennen und dort wurde auch reichlich Alkohol getrunken und danach wollte man offenbar in der Wohnung des Opfers weitertrinken.
Die Tat war äußerst brutal. Das Opfer wurde vor seinem Tod regelrecht gefoltert und was hinzukam, das Opfer wurde dann letztendlich mit seinem eigenen Gstock seiner Krücke erschlagen. Bei der Obduktion werden später 20 Rippenbrüche und eine Kehlkopfzertrümmerung festgestellt. Ob Sasak aus der Wohnung etwas entwendet hat, kann er später selbst nicht mehr sagen.
Wer ist der junge Mann, der seine Opfer der Art gequält hat? Harald Sassak wächst in Wien Meitling in geordneten bürgerlichen Verhältnissen auf. In den Vernehmungen beschreibt er seine Kindheit als glücklich. Fachwissen für seine späteren Taten hat er durch seine Berufsausbildung erhalten. Harald Sasa hat dann nach der Schule äh eine Lehre als Installateur begonnen und wurde eigentlich sowohl von seiner Familie als auch von den Nachbarn und Freunden immer sehr nett und hilfsbereit beschrieben.
Also er hat genau die richtige Linie gefunden, hat aber auch vom Fach was verstanden, hat gesagt, ja, ja, also da müssen wir Gas sparen und da können wir das und jenes machen, aber an und für sich war das also überhaupt ein geordneter Mensch aus der Sicht seiner Mitmenschen heraus. Und er hat aber genau gewusst, auf welche Bedürfnisse auch al heute Leute drauf ansprechen.
Diese Bedürfnisse lernt Harald Sassak nach seiner Zeit bei der Armee in einem anderen Beruf kennen. Bis 1969 arbeitet er als Altenpfleger in der Klinik in Hitzing in der Nähe seiner späteren Tatorte. Dort ist er eigentlich von Kollegen und auch von Patienten als sehr nett und höflich beschrieben worden. Es gab keine Probleme.
Er hat sich auch sehr aufopferungsvoll um seine Patienten gekümmert. Also, es ist eine wirklich geteilte Persönlichkeit gewesen. Dieser Harald Sassak war wie gesagt in seiner ganzen Umgebung eigentlich, außer dass er stark dem Alkohol zugesprochen hat, aber an und für sich war das ja so überhaupt ein geordneter Mensch in aus der Sicht seiner Mitmenschen heraus.
1969 lernt Harald Sassak seine spätere Lebensgefährtin Gelinde S kennen. Wenig später versäumt er es nach längerer Krankheit ein Attest in der Klinik vorzulegen und wird entlassen. Harald Sasack verliert äh seinen Job im Krankenhaus Le 1 und verliert damit auch ein wenig den Halt im Leben. Ja, er verfällt zunehmend dem Alkohol, treibt sich meist in lokalen und Likörstupen herum.
Die Rede ist, dass er dort mit unter so am Tag so sechs Flaschen Bier, acht Viertel Wein konsumiert, auch hochprozentiges und geht eigentlich keiner geregelenden Arbeit nach, sondern nur hin und wieder Gelegenheitsarbeiten und das bringt ih natürlich in finanzielle Schwierigkeiten über kurz oder lang. Harald Sassak beginnt sich mit Diebstellen und Überfällen über Wasser zu halten.
Schon bald gibt er sich zum ersten Mal als Mitarbeiter der Gaswerke aus. Schließlich lernt er noch den 29 Jahre alten Johann S kennen. Der Mann wird bei einigen seiner Taten zu seinem Komplizen kennengelernt haben sich die beiden offenbar in einer sogenannten Likörstube in Wien und dort offenbar bei gemeinsamen Konsum vom Alkohol hat man sich dann näher kennengelernt und hat dann gemeinsam diese Taten begangen.
Die Beamten des Sicherheitsbüros durchsuchen die Wohnung von Harald Sassak und seine Lebensgefährtin Gelinde S. Dabei werden dutzende Schmuckstücke sichergestellt. Diebesgut aus den zahlreichen Überfällen. Für die Ermittler stellt sich nun die Frage: Wusste Gerinde S von den Taten ihres Lebensgefährten? Gelinde S hat angegeben, dass sie von alledem nichts mitbekommen hat, denn Harald Sasak hat ja auch versucht den Schein zu wahnen.
Ja, er ist jeden Tag in der Früh weggegangen, wie wenn er heute zur Arbeit gehen würde und ist heute am Abend dann nach Hause gekommen. Harald Sassak legt dem Polizeigewahrsam weitere Geständnisse ab. Den Ermittlern gelingt es schließlich zu rekonstruieren, welche Überfälle [räuspern] Sassaks als Tötungsdelikte endeten. Letztendlich sind äh vier Taten übrig geblieben, die dann zum Tod der Opfer führten, äh wo man eben ihn auch wegen Mordes angeklagt hat.
Und es gibt drei weitere Daten, wo hal die äh Opfer so schwer verlässt sein, dass sie mit unter einige Monate später Monate später dann auch verstorben sind. Bei diesen drei Opfern handelt es sich um Eleonore Hauer, Gabriele Hammer und Aloia Meschmack. Unmittelbar durch die Gewalteinwirkung von Harald Sasak verstorben sind Roschwarz, Maria Abale, Josefa Vierlinger und Richard Langer, der von Sasak mit seinem eigenen Gstock zu Tode geprügelt wurde.
Am 22. Januar 1974 beginnt am Landesgericht Wien unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit der Geschworenen Prozess gegen Harald Sassak. Auch sein Komplize Johann S. Sassaks Lebensgefährtin Gelinde S stehen vor Gericht. Sie hat immer und auch vor Gericht dann immer wieder betont. Sie hat nichts äh mitbekommen.
Äh ganz hat es ihr das Gericht nicht geglaubt. Äh sie hat sechs Monat bedingte Haft erhalten auf Bewährung. Mehrere überlebende Opfer sagen vor Gericht gegen Harald Sasak aus. Sie berichten von der Brutalität, mit der der Täter vorgegangen ist. Sassak selbst leugnet in allen Fällen die Tötungsabsicht, gibt an bei den Taten stark alkoholisiert gewesen zu sein.
Es würde in der heutigen Zeit natürlich sehr stark berücksichtigt werden, ob er zum Zeitpunkt der da zurechnungsfähig war, was ja durch Alkoholisierung ausscheiden könnte. Aber insgesamt wird schon da genau unterschieden, weil vor allem äh wenn er äh ein Spiegeltrinker war und ständig getrunken hat, so äh ist es nicht so gewesen, dass er ständig ohne Bewusstsein und ohne Verantwortung gelebt hat.
Nein, nein, er hat schon sicher genau gewusst, was er tut. Anfang Februar 1974 fällt in Wien das Urteil. Harald Sassak wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hat dann im Gericht das Urteil auch sofort angenommen. Sein Kompliz Johannes S erhielt 18 Jahre Haft. Harald Sasack war eigentlich sowas wie ein Musterhäftling.
Er hatte kaum Kontakt eigentlich zu den anderen Haft saßen. Es gab eigentlich kaum Beschwerden über ihn und er hat auch nie einen Antrag auf bedingte Entlassung gestellt und deswegen hat er fast sowas wie einen Rekord aufgestellt. Er saß insgesamt 39 Jahre in Haft und ist danach in ein Pflegeheim überstellt worden und ist dann dort auch verstorben, komplett unabfällig.
äh und eigentlich vergessen. Die SE Leute haben d mit dem Megafon reingerufen. Hallo, was wollen Sie? Keine es kam keine Antwort. Das stellte sich heraus, dass ein Müllfahrzeug der Berliner Straßenreinigungsbetriebe oder der Müllabfuhr, die haben diesen Überfall beobachtet und haben sich mit ihrem großen LKW, mit dem Müll LKW so hingestellt, dass die Täter, wenn sie gewollt hätten, mit ihrem Wagen nicht mehr hätten, wegfahren können.
Also war unsere Überlegung, das war ein geplantter Banküberfall und der Plan ist nicht aufgegangen, die können nicht mehr fliehen und sind jetzt da drin. Und was machen die jetzt? Und nach einiger Zeit kam dann eine Frau raus, eine Frau, die als die als Geisel genommen wurde, eine Kundin und brachte einen Zettel mit.
Ich weiß doch genau, ich habe damals richtig körperlich geschwitzt vor Einstrung, weil es klar war, dass das wirklich sehr gefährlich ist und dass es auch schiefgehen kann und dass es wahrscheinlich auch Tote gibt. Klar war, dass sie Maschinenpistolen haben müssten, äh Schnellfeuergewehre, Pistolen und auch Handgranaten.
Die Bilder dokumentieren einen der dramatischsten Banküberfälle in der deutschen Kriminalgeschichte. Am 27. Juni 1995 haben Bankräuber in Berliner Süden über viele Stunden 16 Geiseln in ihrer Gewalt. Der damalige Berliner Polizeidirektor Martin Textor wird in den frühen Morgenstunden dieses Sommertages informiert.
Zu diesem Zeitpunkt ahnt er nicht, dass in dieser Fall noch viele Nerven kosten wird. Um 10:15 Uhr fuhr hier ein weißer Kombi vor und die vier Täter maskiert mit Overalls bis an die Zähne bewaffnet stürmten diese Bank. Vorerst ist die Lage für Ermittler Textor und seine Kollegen unübersichtlich. Zwar gibt es am damaligen Tatort heute keine Bank mehr, aber der Kommissar erinnert sich trotzdem noch sehr genau.
Die Täter sind reingegangen und sind nicht wieder rausgekommen. Warum sind die nicht rausgekommen? Ja, wollten die da drin bleiben oder konnten sie nur nicht mehr weg? Und es stellte sich heraus, dass ein Müllfahrzeug der Berliner äh Straßenreinigungsbetriebe oder der Müllabfuhr, die haben diesen Überfall beobachtet und haben sich mit ihrem großen LKW, mit dem Müll LKW so hingestellt, dass die Täter, wenn sie gewollt hätten, mit ihrem Wagen nicht mehr hätten wegfahren können.
Also war unsere Überlegung, das war ein geplantter Banküberfall und der Plan ist nicht aufgegangen, die können nicht mehr fliehen und sind jetzt da drin. Und was machen die jetzt? Schnell steht fest, in der Bank befinden sich neben den Tätern noch 16 Bankangestellte und Kunden. Texter und seine Kollegen gehen jetzt nicht mehr von einem normalen Banküberfall aus, sondern von einer Geiselname.
Hier im Polizeipräsidium in Tempelhof wird umgehend ein Führungsstab eingerichtet. Von hier aus wird der Einsatz koordiniert. Martin Textor ist als Leiter dieser Kommandozentrale für den Einsatz verantwortlich. Ja, und da haben wir gewartet, dass die mit uns Verbindung aufnehmen. Das heißt, wir haben versucht da anzurufen.
Ist natürlich keiner ins Telefon gegangen. Die SE Leute haben da mit dem Megafon reingerufen. Hallo, was wollen Sie? Keine es kam keine Antwort. Und nach einiger Zeit kam dann eine Frau raus, eine Frau, die als die als Geisel genommen wurde, eine Kundin und brachte einen Zettel mit. Und auf dem Zettel stand in sehr schlechten Deutsch mit sehr vielen grammatischen und und Rechtsschreibfehlern.
Unsere Forderung Forderung über uns mit V. Die Polizei soll innerhalb von 6 Stunden einen Fluchtwagen, einen Hubschrauber samt Piloten und 17 Millionen Dmark bereitstellen. Und die Bankrankräuber drohen mit dem Tod der Geiseln sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Der damalige Einsatzleiter des Spezialeinsatzkommandos erinnert sich.
Ich habe schon viele Situationen erlebt. Ich war lange im Bereich der Spezialinheiten tätig, aber das ist schon eine besondere Situation, die man nicht vergisst. Und äh ich weiß doch genau, ich habe damals richtig körperlich geschwitzt vor Anstrennung, weil es klar war, dass das wirklich sehr gefährlich ist und dass es auch schiefgehen kann und dass es wahrscheinlich auch Tote gibt und äh das ist eine schon die härteste Situation, die sie haben können.
Während die Leitung der Kommerzbank über die extrem hohe Geldforderung informiert wird, gibt die Frau, die als Geisel die Forderung übermittelt hat, den Ermittlern erste Einblicke, was sich im Inneren der Bank gerade abspielt. Die Geisel war sehr aufgeregt. Sie hat also von einer wahren Horror äh Bewaffnung gesprochen, aber klar war, dass sie Maschinenpistolen haben müssten, äh Schnellfeuergewehre, Pistolen und auch Handgranaten.
Das hatte sie also alles so so beschrieben, dass so dass wir davon ausgegangen sind, ähm da können wir nicht einfach reingehen, dann gibt es da drin Blutbad. Martin Textor koordiniert mittlerweile den Einsatz von mehr als 700 Beamten. Doch er befindet sich in einer Zwickmühle. Zwar kann er das Leben der Geiseln nicht aufs Spiel setzen, aber die Forderungen einfach erfüllen geht auch nicht.
Was folgt, sind stundenlange Verhandlungen. Dann wollen die Geiselnehmer plötzlich, dass die Polizei die Metallabsperrungen vor der Bank entfernen soll, damit der Fluchtwagen direkt vor der Bank parken kann. Die Beamten flexen ganze Absperrungen weg und ahnen nicht, dass das Ganze nur ein Ablenkungsmanöver ist. Mittlerweile ist es 17 Uhr.
Das Ultimatum der Täter ist verstrichen. Sie drohen jetzt damit, einer Geisel ins Bein zu schießen. Das war ein ganz schlimmes Ultimatum. Die haben nämlich zu den Geiseln gesagt, wenn wir jetzt bis 17 Uhr das Geld nicht bekommen, dann werden wir einen von euch, eine Geisel in das Schaufenster setzen auf einen Stuhl fest festgebunden auf dem Schuh und werden vor den Augen in der Öffentlichkeit beide Knie zerschießen.
Und dann haben sie tatsächlich einen Bankestellten auf diesen Stuhl gesetzt und ihn da gefesselt und der war natürlich in Todesangst, kann man sich ja vorstellen. Als Einsatzleiter gerätt Martin Textor immer mehr unter Druck. Er beschließt, den Erpressern 5 Millionen Dmark anzubieten und so einen Teil der Forderung zu erfüllen.
In Plastiksäcken wird das Geld vor der Tür der Bank abgestellt. Nur in Badehose bekleidet fungieren SEK Beamte als Kuriere. Wir haben natürlich jetzt hier gehofft, jetzt kriegen wir wenigstens mal den ersten Eindruck von irgendeinem der Täter, aber kein Täter zu sehen, sondern der Bank, der stellvertretende Filialleiter musste aus der Bank rauskrabbeln an einem langen Seil.
Die konnten sie also jederzeit wieder wieder reinziehen und der musste die Säcke nach innen bringen. Ja, dann hatten sie also die ersten 5 Millionen und wir hatten immer noch keinen der Täter gesehen. Stunden vergehen, aber es passiert nichts mehr. Es scheint ruhig zu sein in der Bank.
Was machen die Täter dort? Immer wieder versucht die Polizei telefonisch Kontakt aufzunehmen. Fehlanzeige. Es ist mittlerweile 3 Uhr nachts, als die Beamten am Telefon den Filialleiter der Bank erreichen. Er hat ganz leise zu uns gesagt, wir haben die jetzt schon seit über eine Stunde nicht mehr gesehen und gehört. So.
Ja, was was macht man jetzt daraus? Also stehen die ihr könnt jetzt auch keinen sehen. Nein, hier oben ist keiner. Ja, was heißt hier oben? Na ja. Die sind ja immer teilweise nach unten gegangen in den in den Kellerbereich, wo die ganzen Safes sind und wo die ganzen Wertfächer sind und da unten haben die ja auch immer gekloppt und und offensichtlich Wertfächer Schließfächer aufgebrochen.
Es ist genau 3:50 Uhr, als sich Martin Textor für einen Zugriff entscheidet. Das SEK stürmt die Bank und befreit die Geiseln. Alle sind unverletzt. Nachdem die Geiseln in Sicherheit sind, begibt sich das SEK in die Bank und sucht nach den Tätern. Überall herrscht Chaos und Verwüstung. In den Waschräumen finden die Beamten die Waffen der Täter und im Keller über 200 aufgebrochene Schließfächer.
Martin Text kehrt mit uns noch einmal an den Originalschauplatz des Verbrechens zurück. Ja, wir sind jetzt hier in dem Originalkeller von der Bank. Die Bank gibt’s ja nicht mehr, deswegen sieht er jetzt hier anders aus. Als wir damals hier runter kamen, war es hier mehr oder weniger eine große Müllgrube.
Alles aufgebrochene Schließfächer, die hier an den Wänden standen. Müll auf dem Boden, Goldmünzen lagen hier rum. Doch eines finden die SEK Beamten nicht, die Täter. Sie sind wie vom Erdboden verschluckt. Stattdessen machen die Ermittler eine andere unglaubliche Entdeckung. Sie finden den Eingang zu einem unterirdischen Tunnel.
Na, wir haben uns alle angeguckt, haben gesagt, das das kann doch nicht sein. Wie sollen die denn in der Zeit jetzt den Fußboden aufgebrochen haben und da unten ein Loch gegraben haben und das Loch muss ja irgendwo hinführen. Sind die jetzt noch da unten und in 3 m Entfernung? Vorerst wagen sich die Polizisten nicht in den Tunnel hinein.
Sie befürchten unterirdische Sprengfallen. Die Beamten suchen zunächst die Umgebung ab, um den Ausgang des Tunnels zu finden. Dabei werden sie auf eine Garage aufmerksam, nur wenige Meter von der Bank entfernt. Die war deswegen auffällig, weil ein Fenster offen stand und weil die innen so mit so einer provisorischen Wandz versehen war.
Da konnte gar kein Auto drin stehen. Und tatsächlich hinter einem Holzverschlag finden die Beamten den Ausgang des unterirdischen Tunnels. Nachdem die Suche nach möglichen Sprengfallen beendet ist, traut sich einer von Textors Kollegen hinunter. Er findet einen äußerst professionellen Bau voror. Er mündet in einen Abwasserkanal. 50 m zurück. 30.
Hier haben sie den Tunnel gegraben bis hierhin und dann ging der Abwasserkanal hier am Straßen lang hinten zur Bank. Ein Bauwerk mit enormen Ausmaßen. Die Täter müssen monatelang daran gearbeitet haben. Doch ist das niemandem aufgefallen? Allein die Erdmassen, die bei der Tunnelgrabung entstanden sein müssen, hätten doch jemandem auffallen müssen.
Die Garage war angemietet von einem äh von einem, der so eine Auto Autowerkstatt, also so einer kleinen Werkstatt führte. Der hatte die angemietet und hat gesagt, er hat die aber die ganze Zeit gar nicht benutzt. Und dann ist er natürlich fragt worden, ja, aber ähm sie müssen irgendwas bemerkt haben, denn klar da, wenn man so ein Tunnel, da hat man ja Abrauben, also Sand, der muss ja irgendwo weggefahren werden.
Also da muss es doch Bewegungen gegeben haben. Es kann doch nicht sein, dass das kein Mensch bemerkt hat. Nee, also der hätte nicht bemerkt und ähm doch die Beamten glauben das nicht. Weil sich der Mann in Widersprüche verstrickt, holen sie sich einen Durchsuchungsbefehl für eine zweite Garage auf demselben Grundstück.
Sie gehört auch dem Verdächtigen. Und tatsächlich findet die Spurensicherung hier ein rotes Klebeband. Das gleiche, das auch zum Abkleben der Lüftungsrohre im Tunnel benutzt wurde. Die einzige Spur, die wir gefunden haben, war auf dem Klebeband, mit dem diese Frischluftrohre zusammengeklebt waren. Das war ein viertel Quadratzm Fingerabdruck eines Daumens der rechten Hand.
Das war ihr einziger Fehler und mit diesem Fehler haben wir den ersten Täter gehabt und der hat dann ausgesagt und dann hatten wir alle. Insgesamt kann die Polizei mit Hilfe der Aussage sechs Männer überführen. Sie werden vor Gericht zu Haftstrafen zwischen 6 und 13 Jahren verurteilt. Mittlerweile befinden sich alle längst wieder auf freiem Fuß.
Ein Teil der Beute konnte sichergestellt werden. Der Rest ist bis heute verschwunden. Dass dieser fast perfekte Kuh doch relativ schnell aufgeklärt werden konnte, ist für Martin Textop bis heute kaum zu glauben. Der Plan war schlichtweg genial. Also, ich habe keine Hochachtung vor vor Tätern, das sind Verbrecher, aber der Plan, wenn man sich mal so ins äh Tätergehirn reinversetzt, der war genial.
Für Martin Text ist damals wie heute entscheidend, dass alle Geiseln lebend aus dieser Gefahrensituation befreit werden konnten. Ein Teil des Tunnels der Bankräuber ist bis heute im Berliner Polizeimuseum ausgestellt. Ein Kollege der Kriminaltechnik hat mich gleich auf die äh Wohnungstür äh aufmerksam gemacht, dass dort Hebelmarken sind.
Man guckt in den Flur rein und dann geradeaus durch in das Schlafzimmer, wo man dort eine Person hat liegen sehen. Was ich natürlich tragisch finde, ist, dass ich mir vorstelle, dass da ein kleines Kind eine ganze Nacht mit seiner toten Mutter in einer Wohnung verbracht hat. Polizeiaurig in Niedersachsen, 19. September 2022, morgens 8:03 Uhr.
Es geht dieser Notruf ein. Notruf der Polizei. Wo ist der Einsatzort? Hallo in Aurig. Was ist passiert? Ich bin gerade nach Hause gekommen. Meine Frau liegt am Boden, überalles Blut und ich brauche sofort Hilfe. Der Rettungsdienst und Polizisten aus dem Einsatz- und Streifendienst werden zu dem Haus geschickt.
Doch die Einsatzkräfte können für die Frau nichts mehr tun. Sie informieren die Ermittler Petra Wilde und Jörg Lobbeck darüber, dass augenscheinlich ein Tötungsdelikt vorliegt. Zu dem Zeitpunkt damals wusste man nur, dass eben die Frau dort aufgefunden worden ist vom Ehemann und wir wussten auch ähm, dass der Ehemann noch vor Ort ist und die Polizeikräfte dort den Tatort absichern.
Allerdings war es so, dass ähm wir dort uns erstmal ein Bild machen wollten, um dann weitere Vorgehensweisen zu besprechen. Bei der Toten handelt es sich um die 20-jährige Türkin Chan. Dann haben wir uns die Wohnung angeguckt, die liegt im zweiten Obergeschoss. Ähm dann den Hausfluh hoch und dann stand die Wohnungstür offen.
Es war eine mehrere Zimmerwohnung. Insgesamt wirkte das aufgeräumt und im Schlafzimmer haben wir dann die Leiche gefunden oder gesehen. Die Frau lag mit dem Bauch auf dem Fußboden und im Schlafzimmer waren noch so ein paar Auffälligkeiten, die wir da auch festgestellt haben, dass dort beispielsweise Bekleidungsstücke vor dem Schrank lagen, zum Teil auch auf dem Leichnahen drauf, also als wenn jemand dort den Schrank durchwühlt hat.
Der Eindruck war, das ist eine sehr aufgeräumte, saubere Wohnung. Ähm ja, man hätte dort vom Boden essen können, die Küche aufgeräumt, das weiß ich noch, da lag stand ein Wasserglas, also so zum Trinken auf dem Tisch, das fiel auf, weil die Küche sonst komplett klinisch rein war. Äh und die Wohnung auch, die war komplett aufgeräumt.
Das fiel dann auf, dass nur in dem Schlafzimmer ähm ja, die der der Leichtnam lag und auf dem Leichtnahmen Kleidung äh so einfach als wenn ich mal so ein paar Sachen aus dem Kleiderschrank schmeiße. Bereits vor Ort können die Ermittler Würgespuren an der Leiche erkennen. Die anschließende Obduktion bestätigt das.
Also unsere ersten Informationen ähm von der Obduktion war, dass der Todeszeitpunkt um 22:15 Uhr ungefähr bis 4 Uhr nachts eingetreten sein müsste. Ähm es ist festgestellt worden, dass die Verstorbene einen Zungenbeinbruch erlitten hatte, dass äh Gewalt gegen den Hals stattgefunden hatte. Es waren Würgermale am Hals, aber auch Hematum und Kratzer am Bereich des Gesichts auch erkennbar gewesen.
Sie hatte keine Abwehrspuren an den Armen oder am Rücken und sie hatte eine Platzwunde an der Stirn erlitten, woraus sich dann auch erklärte, wo die Blutlache dann herstammte, weil sie aus dieser Wunde geblutet hatte. Während die Spurensicherung ihrer Arbeit macht, wird Chansus Ehemannia K befragt. Er gibt folgendes zu Protokoll.
Am Abend des 19. September sei er nachts gegen 1 Uhr nach Hause gefahren. Allerdings habe er seinen Haustürschlüssel vergessen und seine Frau habe auf Klingeln und Klopfen nicht reagiert, auch nicht auf seine Anrufe und ist dann zu seinen Eltern gefahren, die ja auch im Aurer Stadtgebiet wohnen, um dort zu übernackt dann ist er gegen 7:30 wieder zu seiner Wohnung gefahren, hat wieder versucht in die Wohnung reinzukommen, hat wieder geklingelt und geklopft, was übrigens auch von den Nachbarn, die diese Feststellung gemacht
haben bezüglich der Geräusche, dort auch gesehen wurden vor der Wohnung, ist aber dann nicht in die Wohnung gekommen, worauf er dann eben einen Ersatzschlüssel äh geholt hat, äh noch mal nach Hause zu seinen fahren, Eltern gefahren ist, wieder zur Wohnung gefahren ist, um dann dort äh dann seine tote Frau aufzufen.
hat die Tür aufgemacht und sie dann im Blute, wie er sagte, tot äh aufgefunden. Ähm und daraufhin habe dann eben auch die Polizei gerufen. Crk ist im Spielautomatengeschäft tätig. Er ist immer im Besitz von viel Bargeld. Er hält Geld auch für ein Motiv für den Mord an seiner Frau. Der arbeitet im Bereich der Spiotheken.
Dort würden sich auch Menschen aufhalten. Beispielsweise Drogen Junkys, die Geld gebrauchen könnten. Alle würden wissen, dass er über viel Geld verfügen würde. Wahrscheinlich wäre dann jemand in die Wohnung gekommen und habe versucht, das Bargeld zu entwenden und äh hätte hätten dann wahrscheinlich auf den Widerstand seiner Frau getroffen und deswegen wäre dann wahrscheinlich dann äh jemand gewalttätig geworden und hätte sie umgebracht.
Tatsächlich ist der Tresor im Kleiderschrank leer. CK gibt an, dass rund 40.000 € fehlen. Ein plausibles Mordmotiv. Doch eine Sache macht die Ermittler stutzig. Er hatte gesagt, dass 40.000 € etwa 40.000 1000 € aus dem Tresor fehlen. Er kommt aber nach Hause und hat letztendlich das haben wir eben wir haben das Auto überprüft, weil er sagt, er war ja unterwegs.
Er hatte ähm in in Bargeld über 15 000 € Schein dabei. 15 000 € Schein und 38 38 kg Münzgeld 10 und 2 € Münzen. Das war in vier Körben. Das sind etwa, ich sage mal durchschnittlich 5000 € 20.000 1000 € dabei. Warum soll ein Täter ihn nicht im Halfen steht, einfach mal äh ein rüberziehen, dann hat er dieses ganze Bargeld.
Warum geht er dieses Risiko ein, in diese Wohnung zu gehen? Das war kein äh das spricht gegen ihn. Petra Wilde fallen weitere Ungereimtheiten auf. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Partner leblos in der Wohnung liegt, schaue ich ja erstmal nach, ob ich ihm noch helfen kann. Und selbst wenn auch Blut äh am Tator so wie man es hier auch erkennen kann vorhanden ist, ist ja trotzdem die Möglichkeit vorhanden, dass derjenige noch lebt.
Aber nicht mal die Chance zu nutzen, den Körper herumzudrehen oder das Gesicht beiseite zu drehen, um zu schauen, ist da möglicherweise noch ein Regungszeichen vorhanden, um noch alles mögliche zu tun, äh um zu reanimieren. Es gibt auch Fälle, da reanimieren Menschen, obwohl die Leute schon verstorben sind. Ähm merken das aber auch so gar nicht.
Die versuchen einfach alles und hier habe ich überhaupt gar keine Ansätze gesehen, dass er es versucht hat. Sia K zeigt sich den Ermittlern gegenüber äußerst kooperativ. Er händigt ihn sogar von sich aus seine beiden Handys aus. Doch Wilde und Lobek lassen sich nicht blenden. Ich habe dann zu Herr Nobek gesagt, dass ich ein komisches Gefühl habe, dass eben halt der Mann äh heute Nacht an der Wohnung war, ausgerechnet wahrscheinlich zu einem Zeitpunkt in der Nähe des Todeseintritts seiner Frau äh nicht nach oben gegangen ist zur Wohnungstür. So
hat ich das jedenfalls verstanden. Und ähm dann hat Herr Lobek mir auch erzählt, wie er die Wohnung, den Zustand der Wohnung, die Auffälligkeiten in der Wohnung wahrgenommen. Die Hebelmarken, die offenbar nicht tauglich waren, um die Wohnungseingangstür aufzubrechen. Das waren dann schon so Auffälligkeiten. haben wir beide dann gesagt, es könnte vielleicht auch anders sein.
Wenn die Ermittler recht behalten, bestünde die Gefahr, dass CK flüchten würde. Das reicht der Staatsanwaltschaft für einen Haftbefehl. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen erfahren Wilde und Lobek mehr über die Beziehung des Ehepaares. SIA und Chanzo waren zwangsverheiratet worden und er war derjenige, der aus der Beziehung heraus wollte.
Er hatte seit längerem bereits eine Freundin, von der er Chanzo auch berichtet haben soll. Wir haben dadurch ein Bild äh dieser beiden Personen bekommen, wie er tickt zu seiner Freundin, auch die Freundin zu ihm, was sie vorhaben. Und äh daraus kam auch hervor, ähm dass er seine Frau unbedingt verlassen will.
Doch dieser Fakt ist nur ein Indiz und kein Beweis dafür, dass er etwas mit dem Tod seiner Frau zu tun haben könnte. Die Auswertung der Handys von SIA bringt den Ermittlern dann aber doch einen Durchbruch und zwar unter anderem mit Hilfe seiner Fitnessapp. Spätestens dann aber hier äh war er am 19.09.
Bereits ähm ist er dann vom Hafen zum ähm zum Tatort gefahren, ist dort ausgestiegen, dann ist er zwei Stockwerke hochgegangen und wir wissen, dass er vom Auto zum Haus 2 Minuten 32 Sekunden benötigt hat, die Etage in 23 Sekunden hochgegangen ist und in der Wohnung 6 Minuten und 4 41 Sekunden gewesen ist.
wissen, dass er dort mit seiner Freundin noch zuvor telefoniert hat und dann können wir hier nachempfinden, welche Bewegung hier stattgefunden haben und am Ende hier, dass er dann wieder das Haus verlässt z etwa 2:16 Uhr bis 2:23 Uhr, dann geht er nämlich zurück zum Auto und fährt dann mit den anderen Daten vergleichen zu sein Wohnung seiner Eltern.
Petra Wilde, Jörg Lobeck und ihre Kollegen haben durch ihre intensive Arbeit akribisch nachgewiesen, dass CRK zur Tatzeit am Tatort war. Auch die Auswertung der Spurensicherung zeigt, am Tatort gab es keine Fremd DNA. Auch das sehen die Ermittler als Beweis für seine Täterschaft. CIA wird vor dem Landgericht Aurig angeklagt.
Der Prozess begann im März 2023. Im April, am 25. April, weiß ich noch, hat er dann in seiner Vernehmung gestanden, seine äh Frau, sag ich mal, umgebracht zu haben. Allerdings habe er die Tat nicht geplant. Sie sei im Affekt passiert. Aus taktischen Gründen behauptet er am Tatabend unzählige Dosen dieses Gintonic an Tankstellen gekauft und getrunken zu haben.
Doch auch das kann anhand von Überwachungsvideos widerlegt werden. Das waren lediglich vier Stück, zu wenig für einen Aussetzer und Alkoholeinfluss. Er ist zusammen mit einer Körperverletzung, das war eine häusliche Gewalt, die sich im Vorfeld noch zugetragen hatte, wegen Totschlags zu 9 Jahren und 7 Monaten haft verurteilt worden. Auch die Ermittler Petra Wilde und Jörg Lobek können mit dem Urteil den Fall endlich abschließen.
Dieser Fall für mich war besonders, dass äh Herr K ähm letztendlich seine Beweismittel für sein Alibi uns präsentiert hat und wir aufgrund seines seiner seines Alibis ihm beweisen konnten, dass es ganz anders gewesen ist. Das ist insbesondere auch dieser Fitness App geschuldet. Das war schon besonders. Erstmal ist da schon so eine so eine Anspannung fällt von einem ab.
Das ist schon mal eine riesenerleichterung. Da fällt ein so ein Stein vom Herzen und ja sind wir natürlich erstmal zusammengekommen und haben uns ausgetauscht unds dann auch ein Stück weit gefreut, dass das so gekommen ist. Wilde und Lobck, ein Team, das sich perfekt ergänzt durch akribische Arbeit und kriminalistische Intuition.
Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Februar 1983. Es war ein beißen kalter Tag in Muswell Hill.
Die Straßen des Stadtteils im Londoner Norden waren schneebedeckt und ruhig. Es war ein friedliches Bild, ein Bild, das ich kein bisschen mit Peter Jays rasendem Herzschlag vertrug. Der Scotland Yard Detectiv und seine Officer beschatteten das Haus in Cranley Gardens 23 jetzt schon seit zwei Stunden, seit 16 Uhr.
Sie waren ausgerückt, nachdem sie einen ziemlich verstörenden Anruf erhalten hatten. Ein Klemtner, der wegen eines verstopften Abflusses gekommen war, hatte etwas grauenvolles in der Abwasserleitung darunter gefunden. Und jetzt waren Jay und seine Leute hier, um den Mann zu fassen, der dafür verantwortlich war. Es war jetzt fast 18 Uhr.
Die Sonne ging unter. Jay und die anderen Officer gingen zur Tür und betrachteten die Lobby des Metshauses. Während sie warteten, versuchte Jay sich vorzustellen, was für ein Mann wohl gleich durch die Tür kommen würde. Er wappnete sich. Es war ein seltsames Gefühl, irgendwo zwischen gespannter Erwartung und Furcht.
Dann hörte er plötzlich den Schlüssel im Türschloss. Der Mann war schlank, trück eine Brille und einen schlichten Anzug von der Stange. Mr. Ordinary. In Anbetracht dessen, was er getan hatte, sah Dennis Nelson fast schon verstörend normal aus. Detectiv Jay kam gleich zur Sache. Er sagte Nelson, dass sie gekommen sein, um über den Abfluss in seiner Wohnung zu sprechen.
Nilson fragte: “Seit wann interessiert sich die Polizei denn für die Abflüsse der Leute?” Jay sah demn direkt in die Augen, seit menschliche Überreste die Abflüsse verstopfen. Hi, ich bin Diane Hilcher. Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.
Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. Heute befassen wir uns mit den Morden des britischen Serienkillers Dennis Nelson, auch bekannt als The Kindly Killer. In dieser Folge geht es vor allem um Nilsons traumatische Kindheit und sein isoliertes Leben als Erwachsene, das seine Mordfantasien immer weiter vorantrieb, bis sie blutige Realität wurden.
In der nächsten Folge konzentrieren wir uns dann auf seine Mordserie, die von Mord zu Mord immer weiter eskalierte, bis Nelson schließlich verhaftet und verurteilt wurde. Zwischen 1978 und 1983 logte der Serienkiller Dennis Nielson ahnungslose junge Männer in seine Wohnung, wo er sie mit einer Mischung aus Strangulation und Ertränken tötete.
Es waren aber nicht Nelsons Tötungsmethoden, die ihn so berüchtigt machten, sondern das, was er mit den Leichen machte. Nilson behielt die Leichen seiner Opfer bei sich. Er benutzte sie als menschliche Requisiten, um Gesellschaft zu haben und für sexuelle Handlungen. Wenn er genug von ihnen hatte, zerstückelte er sie auf viele grausame Weisen.
[schreien] Nelsons Methoden verwandelten seine Maden verseuchte Wohnung in ein buchstäbliches Horrorhaus. Wegen der Ähnlichkeiten ihrer Verbrechen wird Nelson auch häufig als der englische Jeffrey Dammer bezeichnet. 5 Jahre gelang es Nilson unbemerkt zu morden und seine Opfer verschwinden zu lassen, bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1983.
Am Ende hatte er 12 Menschen getötet. Manche gehen auch von insgesamt 16 Jungen und Männern aus. Die hohe Zahl der Opfer machte Nelsons Mordserie damals zu einer der verherrensten in der Geschichte Großbritanniens. Aber wie hat Dennis Nelson ein so groteskimleben aufrechterhalten? Und was treibt jemanden dazu, zu tun, was Nelson tat? Die Antwort darauf liegt tief in der Vergangenheit verborgen, an der zerklüfteten Küste der Nordsee.
Dennis Andrew Nielsen kam 23. November 1945 in der kleinen schottischen Fischerstadt Fraserberg zur Welt. Seine Mutter Betty White war eine religiöse schottische Frau und sein Vater Olaf Magnus Nielsen war ein ehemaliger norwegischer Soldat. Olaf war ein Alkoholiker, der sich kaum für seine Familie interessierte.
Er war die meiste Zeit betrunken und ließ sich kaum zu Hause blicken. Als Nilson 4er Jahre alt war, verließ seinen Vater die Familie endgültig. Von da an war Nilson Senior kaum mehr als ein Name auf Dennis Geburtsurkunde. Nachdem Olaf sie sitzen gelassen hatte, zog Mary mit Dennis und seinem älteren Bruder Olaf Junior zu ihren Eltern.
Während Betty ihren Kindern gegenüber stets kühl und distanziert war, gefiel es Dennis bei seinen Großeltern besonders gut. Sie waren fürsorglich und liebevoll. Später sagte Nielson einmal, dass die ersten paar Jahre bei den Großeltern die glücklichsten seines Lebens gewesen sein. Vor allem zu seinem Großvater Andrew White entwickelte der kleine Dennis eine sehr enge Bindung.
White war ein stolzer Fischer. Er verbrachte gern Zeit mit seinem Enkel und Dennis blickte zu ihm auf. Die beiden gingen stundenlang am Strand spazieren und der junge Nielson war fasziniert von Andrews Geschichten über das Meer und die Seefahrt. Doch die kurze Zeit des Glücks war mit einem Schlag vorbei, als Andrew White mit 62 Jahren in einem Herzinfarkt starb.
Es passierte an Halloween 1951. Man fand den Tod auf seinem Boot, das führerlos vor der Küste trieb. Der Tod seines Großvaters war ein schwerer Schlag für Nilson und gleichzeitig ein Omen für all seine zukünftigen Beziehungen. Nilson war gerade mal 6 Jahre alt und noch nicht mit dem Konzept von Leben und Tod vertraut gemacht worden.
Niemand sagte dem kleinen Jungen, dass der Mann, den er so geliebt hatte, die einzige Vaterfigur in seinem Leben, niemals zurückkommen würde. Stattdessen fragte man ihn nur, ob er seinen Großvater sehen wolle. und führte ihn in die Küche, wo der Tote aufgebart war. Später sagte Nelson, dass ihm dieser Moment wie kein anderer aus seiner Kindheit in Erinnerung geblieben sei.
In Nelsons jungen Gedanken war sein Großvater damals aber nicht tot, sondern eher in einem Zustand vollkommenen Schlafs. Nelsons Begriff von Liebe war sein ganzes junges Leben von seinem Großvater geprägt und auf ihn konzentriert gewesen. Jetzt hatte sich diese Liebe in eine Leiche verwandelt. Das Bild von seinem toten Großvater im Sarg blieb Nelson immer präsent.
Und schon bald nahm der Tod in seinem Bewusstsein eine Gestalt an, die zu gleichen Teilen furchtbar und schön war. Der Tod des Großvaters stürzte den Sechsjährigen in eine unendlich tiefe Einsamkeit. Er fand danach nie wieder einen Menschen, den er auf gesunde Weise lieben konnte. Nelsons Bruder schikanierte ihn häufig und seine Mutter Betty zeigte ihm nur selten Zuneigung.
1954 zog die kleine Familie bei der Großmutter aus und Betty heiratete erneut. Nelsons Stiefvater hieß Adam Scott. Er war ein schüchter, aber verlässlicher Arbeiter. In den Jahren darauf brachte Betty noch vier weitere Kinder zur Welt und hatte kaum Zeit für Nelson. Nelson zog sich aus dem Familienleben zurück und hatte kaum Freunde während seiner Kindheit.
Als Jugendlicher war er schlacksig und unbeholfen. Er wurde in der Schule gemobbt, weil seine Mitschüler und Mitschülerinnen ihn für seltsam und feminin hielten. [räuspern] Die größeren Jungen lauerten ihm im Park auf, stießen ihn zu Boden und nannten ihn immer wieder Hen, was schottischer Slang für junge Frau ist.
Nelson merkte früh, daß er sich eher für Jungen als für Mädchen interessierte. Er wusste, dass seine Vorliebe nicht der Norm im Ort entsprach und seine Gefühle verwirrten und verunsicherten ihn. Vor allem aber machte er sich Sorgen. Ein religiöser Haushalt in einem kleinen schottischen Kaff in den 50er Jahren war kein guter Ort für einen jungen schwulen Mann.
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