Wahre Verbrechen I Die Tote im Kofferraum T – Part 3
Er holte Josephina heraus und grub weiter. Er wollte das Loch so groß machen, dass beide Frauen hineinpassten. Danach vergewaltigte er beide seinen Geburtshaar. wie er es nannte, nahmen Garys Kopf langsam Gestalt an, aber es dauerte nicht lange, bis seine Pläne einen Dämpfer erhielten. Als Sandra Linsei abends nicht nach Hause kam, machte sich ihre Familie Sorgen.
Sie riefen bei ihren Freundinnen und Freunden an. Eine Freundin sagte, dass Sandra vielleicht bei Gary sei. Am Morgen des 30. November gingen Sandras Schwester und zwei ihrer Cousinen, also zu Gary und klingelten an der Tür. Gary öffnete nicht, aber er wusste, dass sie wiederkommen würden, wenn er nichts unternahm, um ihren Verdacht abzulenken.
[räuspern] Er ging also in den Keller und drückte Sandra einen Stift und einen Zettel in die Hand. Dann befahl er ihr eine Nachricht an ihre Familie zu schreiben. Sandra schrieb: “Liebe Mama, mach dir keine Sorgen. Ich werde anrufen.” Dann unterschrieb sie den Brief und schrieb die Adresse auf den Umschlag. Gary fuhr den ganzen Weg nach New York City, um den Brief einzuwerfen.
Sandras Familie sollte denken, dass sie weggelaufen war. Doch als Sandras Mutter den Brief erhielt, glaubte sie nicht, daß Sandra ihn freiwillig geschrieben hatte. Es paßte überhaupt nicht zu ihr auf eigene Faust die Stadt zu verlassen. Als sie zur Polizei ging, um ihre Tochter als vermiß zu melden, sollen die Beamten aber kaum reagiert haben.
Als der Officer den Brief sah, nahm er an, dass sie in Sicherheit war und nach Hause kommen würde, wenn es ihr passt. Aber Sandras Mutter beharrte darauf, daß sie noch einmal bei Gary nachhakten. Der Vorname sagte dem Officer nichts. Wenn er Garys Führungszeugnis gesehen hätte, wäre er wahrscheinlich sofort aktiv geworden.
Schließlich hatte Gary schon einmal eine Frau mit geistiger Behinderung entführt. Er war dafür sogar ins Gefängnis gekommen. Doch als der Officer Sandras Freundin zu Gary befragte, buchstabierte sie seinen Nachnamen falsch. Der angegebene Name hatte in der Datenbank keine Ergebnisse. Also räumte der Officer dem Fall weniger Priorität ein und unternahm kaum etwas, um die Suche nach Sandra voranzutreiben.
Gary traf derweil zusätzliche Vorkehrungen, um nicht gefasst zu werden. Er fing an, seinen Keller schaldig zu machen, damit man die Frauen nicht schreien hören konnte. Mehrere Wochen vergingen. Sandra und Josephina blieben den ganzen Tag angekettet. Gary ließ sie nicht duschen oder ihre Haare bürsten und als niemand kam, um sie zu retten, verloren sie endgültig den Mut.
Und Gary wurde selbstbewusster. Am 22. Dezember 1986 war er bereit nach einem weiteren Opfer zu suchen. Es war ein Montagnachmittag. Gary fuhr in seinem Cadillac durch die Stadt, bis er einer 19-jährigen Frau namens Lisa Thomas begegnete. Lisa entsprach den Profil aller Opfer von Gary. Sie war eine junge schwarze Frau mit niedrigem Einkommen.
Als sie Gary schickes Auto sah, winkte sie ihm zu, was sofort seine Aufmerksamkeit erregte. Er bremste und bot an, sie ein Stück mitzunehmen, wo immer sie auch hin wolle. Lisa stieg ein. Während der Fahrt flirtete Gary mit ihr. Er machte ihr Komplimente und fragte, ob sie mit ihm nach Atlantic City kommen wolle.
Als sie sagte, dass sie für eine solche Reise nichts anzuziehen habe, fuhr er mit ihr zu Sears, gab ihr einen 50$ Schein und sagte, dass sie kaufen könne, was immer sie wolle. Lisa war hin und weg und nachdem sie ein paar Sachen gekauft hatte, stimmte sie zu, mit Gary nach Hause zu fahren. Als sie im Haus ankamen, schenkte Gary ihr ein Glas Wein ein, von dem sie sofort ohnmächtig geworden sein soll.
Sie hatte kurz vorher Allergietabletten genommen, die sich nicht mit Alkohol vertrugen. Als sie wieder zu sich kam, führte Gary sie ins Nebenzimmer und hatte Sex mit ihr. Doch als sie ihn danach fragte, ob er sie zum Haus eines Freundes fahren würde, stürzte sich Gary auf sie. Er packte sie am Hals und fing an, sie zu würgen.
Lisa versuchte ihn abzuwehren, aber er ließ sie nicht los. Stattdessen legte er ihr Handschellen an und führte sie in den Keller. Im Keller holte er Josephina und Sandra aus der Grube. Er stellte ihnen Lisa vor, als wäre sie ein neuer Gast bei einer Party. Dann schmierte er ihnen Sandwiches mit Erdnussbutter. Doch bevor er ihnen erlaubte zu essen, vergewaltigte er seine neueste Gefangene.
Er war fest entschlossen, nach weiteren Frauen zu suchen und Kinder mit ihnen zu zeugen. Um Silvester 1987 fuhr er also erneut los und kidnappte die 23-jährige Deborer Johnson Dudley, die er sofort zu den anderen Frauen in den Keller sperrte. Gut, zwei Wochen später traf er auf eine 18-jährige Sexarbeiterin namens Jaceln Askins.
Sie hielt Gary für einen ganz normalen Kunden und ging mit ihm nach Hause. Als sie im Haus waren, zeigte Gary ihr seine Videospielsammlung und sie begann eines davon zu spielen. Als Jaceln abgelenkt war, nahm Gary sie in einen Würgelgriff und brachte sie in den Keller. Gary war hochafreut, nun fünf Frauen unter seiner Kontrolle zu haben.
Seine Zufriedenheit zeigte sich aber vor allem in immer brutaleren Gewaltexzessen. Er schlug die Frauen mit einem Schaufelstil. Manchmal zwang er sie auch, sich gegenseitig damit zu schlagen. Gary wollte nicht, dass die Frauen sich untereinander verbunden fühlten und sich gegen ihn erhoben. Also versuchte er sie dazu zu bringen, sich zu hassen.
Das tatte auch, indem er immer eine von ihnen bevorzugte, meistens Josephina Rivera, weil sie am gefügigsten war. Sie hatte schnell herausgefunden, dass gehorsam überleben bedeutete. Gary manipulierte die Frauen auch, indem er eine und nur eine aussuchte, die ganz besonderes Essen bekam, wie Eiscreme oder chinesisches Essen.
Es funktionierte und schon bald waren die Frauen zu erschöpft, um Widerstand zu leisten. Aber selbst wenn die Frauen taten, was Gary von ihnen wollte, hielt ihnen das nicht davon ab, ihnen Gewalt zuzufügen. Im Februar wurde die 24-jährige Sandra Linsei nach über zwei Monaten Gefangenschaft krank. [räuspern] Sie hatte Fieber und mußte sich übergeben.
Gary war zunächst guter Dinge. Er glaubte, daß die Symptome ein Zeichen für eine Schwangerschaft waren. Seine Stimmung schlug jedoch um, als Sandra den Appetit verlor. Gary machte sich Sorgen, dass das Baby nicht genug Nahrung bekam. Er versuchte also Sandra zu zwingen, etwas Brot zu essen. Als sie sich weigerte, wurde er wütend.
Um ihr eine Lektion zu erteilen, hängte Gary eine ihrer Ketten an einen Balken an der Decke. Er ließ die junge Frau mindestens zwei Tage am Handgelenk hängen. Sandra überlebte die Folter nicht. Als Gary sah, dass Sandra gestorben war, reagierte er kühl und kalkulierend. Es schien ihm nicht leid zu tun, eine Frau zu Tode gefoltert zu haben.
Stattdessen wollte er nur so schnell wie möglich die Leiche entsorgen und die Spuren verwischen. Aber Gary musste aufpassen. Sandras Familie hatte schon nach ihr gesucht und bei ihm vor der Tür gestanden und obwohl er versucht hatte, sie mit dem Brief aus New York abzulenken, wusste Gary, dass er der erste Verdächtige war, wenn man Centras Leiche finden würde.
Gary beschloss schließlich, die Tote mit einer Säge zu zerstückeln. Danach soll er die Leichenteile so gut es ging zerkleinert und sie seinen Hunden zu fressen gegeben haben. [räuspern] Den Schädel zerkochte er in heißem Wasser. Alles Übrige versuchte er im Ofen zu verbrennen. Das ganze Haus war vom Gestank der verbrannten Leichenteile erfüllt.
Die Frauen im Keller mussten würgen. Garys Nachbarinnen und Nachbarn hatten sein fragwürdiges Verhalten bis dahin immer ignoriert. Aber als sie den Gestank bemerkten, riefen sie die Polizei. Am 10. Februar klingelte gegen 17 Uhr ein Streifenpolizist bei Gary, um sich nach dem Geruch zu erkundigen.
Gary sagte, dass ihm einfach nur ein Braten verbrannt sei. Er wirkte ruhig und klar, so dass der Officer keinen Grund sah, ins Haus zu gehen und nachzuschauen. Er gab sich mit Garys Erklärung zufrieden und machte sich wieder auf den Weg. Er war sich plötzlich nicht mal so sicher, ob er mit der Sache durchkommen würde.
Die Frauen spürten seine Unsicherheit und Debora Datley, die rebellischste von Gary Gefangenen, machte sofort einen Plan. Sie wollte Gary mit einem Metallrohr bewusstlos schlagen. Sie hatten das Rohr in der Erde unter dem aufgerissenen Kellerboden gefunden. Sobald Gary ohnmächtig war, sollten die anderen Frauen Debora helfen, ihn anzugreifen.
Der Plan scheiterte jedoch, bevor Debora etwas unternehmen konnte. Josephina soll Gary gewarnt haben, um sein Vertrauen zu gewinnen. Sie hoffte, daß er sie zur Belohnung freilassen würde. Als Gary hörte, was Debor vorhatte, bestrafte er die Frauen auf unglaublich brutale Weise. Er durchdach die Trommelfälle der Frauen mit einem Schraubenzieher.
Er dachte sich, dass es schwieriger für sie sein würde, sich gegen ihn zu verbünden, wenn sie nichts hörten. Nur Josephina wurde verschont. Je mehr Schmerzen Gary seinen Gefangenen zufügte, desto mehr schien er es zu genießen. So schrecklich die ersten Monate ihrer Gefangenschaft auch waren, das Schlimmste stand erst noch bevor.
Gary schlug und vergewaltigte die Frauen täglich. Er terrorisierte sie auch mit Drohungen, dass er Stücke von Sandras Leiche in ihr Essen mischen würde. Im März 1987 ließ er sich eine neue Foltermethode einfallen. Er schnitt das Ende eines Verlängerungskabels ab und entfernte die Drahtisolierung. Dann steckte er das Kabel ein und folterte die Frauen mit Stromschlägen, wann immer ihm danach war.
Am Mittwoch dem 18. März entschied er, dass sie strenger bestraft werden müssten. Er zwang Debora, Lisa und Jacqueln sich in die Grobe zu setzen. Dann nahm er einen Schlauch und füllte das Loch mit Wasser. Als die Frauen zitternd und nass [räuspern] in der Grube saßen, bereitete Gary das Kabel vor. Dann drückte er die Dräte gegen die Metallketten, mit denen die Frauen in der Grube gefesselt waren.
Es ist auch möglich, dass er Josephina befahl, es zu tun. Sekunden später regte sich die 23-jährige Debora nicht mehr. Die anderen Frauen schrien, dass Gary sie getötet habe. Gary verspottete die Frauen nur, aber als er in die Grube schaute, sah er, dass Debora vornübergekippt war. Ihr Kopf war unter Wasser. Gary holte die Frauen aus der Grube und legte die leblose Debora auf den Boden.
Als er sah, dass sie wirklich tot war, wandte er sich den anderen Frauen zu und sagte: “Freut ihr euch nicht, dass es keine von euch war?” Gary wollte sich Deboras Tod so gut es ging zu Nutze machen. Er sah es als Chance, seine Kontrolle über die anderen Frauen zu verstärken. Er zwang Josephina ein schriftliches Geständnis über ihre Beteiligung am Mord an Debora abzufassen.
Er sagte zu ihr: “Wenn du zu den Kops gehst, werde ich das ja als Beweis benutzen, dass du Debby getötet hast.” Gary zwang die anderen Frauen Josephinas Geständnis als Zeugennen zu unterschreiben. Er war sich danach so sicher, dass sie sich nicht gegen ihn auflehnen würde, dass er ihr einige Freiheiten zugestand.
Er nahm ihr die Kette ab, gab ihr ein neues Shirt und neue Jeans und erlaubte ihr nach oben zu kommen. Von da an durfte sich Josephina frei im Haus bewegen. Gary tat, als wäre sie seine Freundin und vertraute ihr alles an. Er überlegte auch, was er tun würde, wenn man ihn erwischte. So wie er es sah, waren er und Josephina Komplizen.
Sie waren beide für Deboras Tod verantwortlich. Gary glaubte wirklich, dass Josephina nicht zur Polizei gehen konnte, ohne sich selbst zu belasten. Also zwanger sie ihm zu helfen, Deboras Leiche loszuwerden. Gary wickelte die Tote in eine Decke und legte sie ins Auto. Josephina sollte sich auf den Beifahrersitz setzen.
Sie hatte Angst, aber sie wusste, je mehr Gary ihr vertraute, desto größer waren ihre Chancen am Leben zu bleiben. Also stieg sie ins Auto. Sie fuhren gut 60 km in die Welle von New Jersey. Gary parkte an einer abgelegenen Stelle mitten in den Pinen Barons. Josephina passte auf das Auto auf, während Gary Deboras Leiche in den Wald warf.
Auf der Rückfahrt nach Philadelphia erzählte Gary Josephine, was er als nächstes vorhatte. Sandra und Debor waren tot. Er hatte zehn Frauen haben wollen, jetzt waren nur noch drei übrig. Es war höchste Zeit nach neuen Opfern zu suchen. Am nächsten Morgen fuhr Gary zu einer Sexarbeiterin, zu der er früher schon einmal gegangen war.
Ihr Name war Agnes Adams. Er hatte sie einen Monat zuvor für Oralsex bezahlt, aber anscheinend war Gary zu diesem Zeitpunkt nicht daran interessiert, sie zu entführen. Dieses Mal bot er ihr 30$ für Sex an und nahm sie mit zu sich nach Hause. Als Agnes sich nach dem Sex anziehen wollte, überwältigte Gary sie und brachte sie in den Keller.
Alles verlief ohne Zwischenfälle und Gary war guten Mutes in den kommenden Wochen noch weitere Frauen in seine Gewalt zu bringen. Josephina behielt Gary der Wahl genau im Auge. Sie wollte seine gute Laune ausnutzen. Am nächsten Tag fragte sie ihn, ob sie ihre Familie besuchen könne. Sie hatte ihn zu diesem Zeitpunkt schon längst überzeugt, dass sie nicht vorhatte zu fliehen.
Sie sagte, dass sie ihm eine neue Frau für den Keller mitbringen würde, wenn er ihr erlaubte, für ein paar Stunden das Haus zu verlassen. Gary war einverstanden. Er hatte ja immer noch ihr Geständnis als Versicherung und er war sicher, dass er die Frauen so eingeschüchtert und manipuliert hatte, dass ich keine mehr trauen würde, ihn auszutrecksen.
Am 24. März 1987 setzte Gary Josephina also in der Nähe ihres alten Viertels, ab. Bevor er wegfuhr, sagte er, dass sie um Mitternacht zu einem Tankstellenparkplatz in der Nähe kommen sollte. Er würde dort auf sie warten. Josephina sagte, dass sie auf jeden Fall da sein würde. Doch als Gary außer Sichtweite war, ging Josephina sofort zur Wohnung eines Exfreundes. Sein Name war Vincent.
Als er Josephina die Tür öffnete, stürzte sie in die Wohnung und erzählte ihm alles. Als Vincent hörte, was passiert war, wollte er seine Waffe nehmen und selbst nach Gary suchen. Aber Josephina überzeugte ihn, dass es besser war, die Polizei zu rufen. Sie gingen in eine Telefonzelle und wählten den Notruf.
Ein paar Minuten später saßen zwei Polizisten in Vincents Wohnung. Josephina erzählte ihn, was passiert war. Sie sagte, dass Gary noch drei weitere Frauen gefangen halte und dass sie Angst habe, dass er sie töten würde, wenn sie nicht zurückkäme. Die Officer starrten sie ungläubig an. Die Anschuldigungen wirkten zu grotesk, um wahr zu sein.
Doch als Josephina ihnen ihre Schirfwunden von den Ketten zeigte, waren sie bereit, der Sache nachzugehen. Josephina sagte, dass sie um 0 Uhr mit Gary auf einem Tankstellenparkplatz verabredet sei. Als sie an der Tankstelle ankamen, sahen sie Gary Cadillac. Er war allein im Auto. Die Officer zogen ihre Waffen und riefen Gary zu, dass er sofort aussteigen solle.
Gary stieg mit erhobenen Händen aus dem Auto. Obwohl die Polizisten ihre Waffen auf ihn richteten, schien er nicht wirklich beunruhigt zu sein. Er fragte, ob sie wegen der versäumten Unterhaltszahlungen an seine Exfrau Batty gekommen sein. Dann trat Josephina vor. Einem der beiden Officer zufolge zeigte sie mit dem Finger auf Gary und sagte: “Das ist er.
Er hat mich vergewaltigt und die beiden anderen Mädchen getötet. Die Officer verhafteten Gary und brachten ihn auf die Wache. In der Zwischenzeit waren noch weitere Beamte eingetroffen, um Josephinas Aussage aufzunehmen. Während sie ihre Geschichte noch einmal erzählte, wurde sie immer unruhiger. Sie wollte wissen, ob schon jemand beim Haus war, um nach den anderen Frauen zu sehen.
Es dauerte jedoch noch vier weitere Stunden, bis die Polizei den Durchsuchungsbefehl hatte. Und trotz Josephinas Geschichte war niemand von ihnen auf die Schrecken vorbereitet, die sie in Gary Heidnicks Haus erwarteten. Am Morgen des 25. März 1987 hielten mehrere Polizeiwagen vor Gary Heidnicks Haus.
Die Beamten brachen die Tür mit einem Rambock auf. Als sie das Haus betraten, stug ihnen eine so üble Mixtur aus fauligen Gerüchen entgegen, dass es ihnen die Sinne vernebelte. Es roch nach Tod und Verwesung und es war laut. Das Radio und der Fernseher schrien um die Wette und die Heizung lief auf Hochtouren. Als die Beamten in die Küche kamen, fanden sie mehrere Knochenstücke in einer Bratpfanne auf dem Herd.
Dann gingen sie runter in den Keller. Im Keller fanden die Beamten zuerst Lisa Thomas und Jaceln Askins. Sie waren an die Wand gekettet. Die Frauen schliefen noch und schreckten auf, als die Officer die Treppe herunterkamen. Einen Moment lang waren sie zu verwirrt, um zu verstehen, dass sie gerettet wurden.
Als sie begriffen, was geschah, wein sie und riefen: “Wir sind gerettet, wir sind gerettet.” Dann zeigten sie auf das Loch in der Mitte des Raumes, das mit einer Sperrholzplatte und Sandsäcken abgedeckt war. Als die Beamten die Holzplatte anhoben, fanden sie Agnes Adams. Agnes war völlig verängstigt, aber noch relativ wohl auf.
Sie war erst ein paar Tage im Keller. Die anderen beiden Frauen sahen dagegen erschreckend unterernährt aus. Ihre Hand und Fußgelenke waren wundeln. Sie wurden mit Bolzenschneidern von den Ketten befreit und ins Krankenhaus gebracht. Ihre Tortur war endlich vorbei, was aber nichts am Sticksal von Sandra Linze und Debora Dadley ändern konnte.
Sandras Mutter brach zusammen, als sie erfuhr, dass ihre Vermutung die ganze Zeit über richtig gewesen war. Sie hatte die Polizei gebeten, gegen Heidig zu ermitteln, aber anstatt sie ernst zu nehmen, hatten sie den Fall einfach zu den Akten gelegt. Als sie von Reporterinnen und Reportern dazu befragt wurde, sagte sie, sie hätten sie alle retten können.
Nachdem die Beamten das Keller verließ gefunden hatten, waren sie schon wesentlich engagierter. Nachdem sie Sandra Lindys sterbliche Überreste gefunden hatten, fing sie an nach weiteren Opfern zu suchen. Sie konnten nicht ausschließen, dass Gary schon seit Jahren mordete. In den [räuspern] nächsten Tagen durchsuchten sie Gary Grundstück in der North Marshall Street gründlich.
Sie hoben den Hintergarten mit Baggern aus und siebten die Erde. Sie durchsuchten auch das Grundstück in der Sedar Avenue, wo Gary vorher gewohnt hatte. Während die Behörden Gary’s Vergangenheit unter die Lupe nahmen und keinen Stein auf dem anderen ließen, blieb Gary im Philadelphia Detention Center.
Dort wurde er jedoch kurz nach seiner Verhaftung von einem Mitgefangenen angegriffen. Zu seiner eigenen Sicherheit wurde er daher auf die psychiatrische Station des Gefängnisses verlegt. Die Vorsichtsmaßnahmen konnten Gary aber nicht vor sich selbst schützen. Eine Woche nach der Festnahme versuchte er sich mit seinem Hemd im Waschraum zu erhängen.
Die Wachen retteten ihn, bevor es zu spät war, was bedeutete, dass Gary wegen Mordes vor Gericht gebracht werden konnte. Zunächst stellte sich aber die Frage, ob er überhaupt zurechnungsfähig war. Ein paar Tage nach dem Suizidversuch engagierte Gary den Rechtsanwalt Charles Peruto Junior.
Dieser übereilte sich, alles in die Wege zu leiten, um Heidnicks Unzurechnungsfähigkeit zu beweisen. Er fing an, indem er vor der Presse immer wieder betonte, dass Gary geisteskrank sei. Gary Verhalten bestätigte diese Aussage. Den Reportern und Reporterinnen fiel auf, dass Heidnick bei jedem öffentlichen Termin immer dieselben Sachen trug.
eine schmutzige Wildlederjacke mit Fransen und ein altes Hawaiihemd. Während dieser Auftritte wirkte er oft unbeteiligt und leer. Manchmal lief ihm sogar Speichel aus dem Mund. Das konnte aber auch daran liegen, dass ihm in der Haftho Dosen Torazin verschrieben wurden. Ein Medikament zur Behandlung psychotischer Störungen.
Die Anklage konnte nur hoffen, dass Garys seltsames Verhalten die Jury nicht so sehr beeinflussen würde. Wenn Gary für unzurechnungsfähig erklärt worden wäre, hätte er wahrscheinlich den Rest seines Lebens in einer psychiatrischen Klinik verbracht. Das wollte das Team des District Attorneys aber auf jeden Fall verhindern.
Sie wollten die Todesstrafe. Garys Medienpräsenz stellte ebenfalls eine Herausforderung dar. Sein Fall blieb tagelang in den Schlagzeilen, die Brutalität der Verbrechen, sein exzentrisches Verhalten, sein geheimer Börsenreichtum und die rassistischen Implikationen des Falls. Alles wurde in immer neuen Artikeln und Beiträgen ausgebreitet und besprochen.
[räuspern] Gary’s Anwalt argumentierte schließlich, dass es angesichts des Medienrummels unmöglich sei, eine unparteiische Jury zusammenzustellen. Er sagte, dass die Öffentlichkeit aufgrund der sensationalistischen Berichterstattung seinem Mandanten gegenüber voreingenommen sei. Kurz vor Prozessbeginn gab der Richter dem Antrag der Verteidigung daher statt, die Jury in einer anderen Stadt zusammenzustellen.
Sie entschieden sich schließlich für Geschworene aus Pittsburg. Der Prozess begann im Juni 1988. Charles Peruto unternahm keinen Versuch zu leugnen, dass Gary seine Gefangenen gefoltert und ermordet hatte, aber er sagte, dass man ihn dafür nicht zur Verantwortung ziehen könne. Um das zu beweisen, rief er mehrere Psychiater Psychiaterinnen in den Zeugenstand.
Sie sprachen ausführlich über Gary psychische Krankheiten und seine Schizophrenie, die ihn seit Jahren begleiten würde. Weiter sagten sie, dass Gary unter Warnvorstellungen leide, die es ihm unmöglich machen würden, seinen Handeln zu kontrollieren. Die Anklage, die sich auf ihre eigenen Psychiater und Psychiaterinnen stützte, stimmte zu, dass Gary unbestreitbar psychisch krank sei.
dem Staatsanwalt zufolge war er aber im juristischen Sinne zurechnungsfähig, weil er wusste, dass das, was er getan hatte, falsch war. Ansonsten hätte er nicht so einen Aufwand betrieben, seine Verbrechen zu vertuschen. Gary hatte seinen Keller schallisoliert, damit man die Frauen nicht hörte. Er versuchte die Polizei von sich abzulenken, indem er Sandra Lindseys Briefe aus New York abschickte und er ließ die Leichen seiner Opfer verschwinden, um einer Entdeckung zu entgehen.
Seine Handlungen sprachen laut Staatsanwalt eindeutig dafür, dass er sich voll und ganz bewusst war, dass er gegen das Gesetz verstieß. Anfang Juli 1988 fällte die Jury ein Urteil. Sie befanden Gary des Mordes, der Entführung und der Vergewaltigung für schuldig. Nach allem, was die Opfer und ihre Familien durchgemacht hatten, waren sie erleichtert, aber auch überrascht, dass ihr Wunsch nach Gerechtigkeit gehört wurde.
Vor allem, weil es in den Händen einer weißen Jury gelegen hatte, einen weißen Mann zum Tode zu verurteilen. Gary wollte keine Berufung gegen seine Verurteilung einlegen. 1989 unternahm er jedoch einen weiteren Suizidversuch. Gegen dre Uhr morgens fanden ihn zwei Wachen bewusstlos in seiner Zelle. Er hatte seine Torzintabletten gehortet und sie dann alle auf einmal genommen.
Nach dem Suizidversuch lag er zwei Tage im Kom. Danach stand er wegen akuter Suizidgefährdung unter permanenter Beobachtung. Aber Gary wollte sterben, also reichte er einen Antrag ein, um seine Hinrichtung zu beschleunigen. Todesstrafenurteile unterliegen in Pennsylvania aber automatischen Berufungsverfahren, was bedeutet, dass ich der Prozess über Jahre hinziehen kann.
Davon wollte Gary aber nichts wissen. [räuspern] Er wollte so schnell wie möglich hingerichtet werden. Doch der Antrag wurde abgelehnt und sein Fall beschäftigte die Behörden noch acht weitere Jahre. Als das letzte Berufungsverfahren abgeschlossen war, wurde seine Hinrichtung für April 1997 angesetzt. Als der Termin näher rückte, kam es jedoch zu einer weiteren Verzögerung.
Gary 19-jährige Tochter Maxine meldete sich zu Wort. Maxine hatte ihren Vater nie kennengelernt, weil sie schon als Baby in eine Pflegefamilie gekommen war. Es kam ihr trotzdem falsch vor, seine Hinrichtung widerstandslos zu akzeptieren. Sie argumentierte, dass Garys Geisteszustand eine Hinrichtung nicht zulasse und reichte eine Klage ein, in der sie seine Begnadigung beantragte.
Nach zwei weiteren Jahren juristische Auseinandersetzungen bestätigte der oberste Gerichtshof von Pennsylvania Gary Urteil einstimmig. Damit war das Schicksal von Gary Heidnick endgültig besiegelt. Der 55-jährige starb am 6. Juli 1999 durch eine Giftspritze. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher.
Und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast. Produziert in Zusammenarbeit mit Bosepark Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers.
Deutsche Produktion wieb geachter Winter. Chris Guse, Suholder, Carli Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uta Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Buirot.
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