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Wahre Verbrechen I Die Tote im Kofferraum T – Part 2

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By sonds1
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 Das erste war ih nicht geeignet für die Dat, dann hat er ein zweites gebracht, mit dem man er dann ihm die Kehle dem hol die Kehle durchgeschnitten hat und dann hat er sagt, jetzt soll sie gehen und drüber Stillschweigen bewahren, sonst passiert irgendwas Schlimmes und damit ist sie gegangen und was weiter war, weiß sie nicht. Adrien Eckard kann diesen unbekannten Mann nicht sehr gut beschreiben.

Ein Hagerer recht gut aussehender ungefähr 75 Amt 30 Jahre alt der denold anscheinend gekannt hat und der einen Daffelcode getragen hat. Tatsächlich setzt in Wien jetzt eine durch die Medien geschürte Suche nach dem Daffelcodemann ein. Gefunden wird er jedoch nicht. Die Ermittler sind misstrauisch.

 Sie halten Adrien Eart für eine Komplizien des Täters und die Polizei hat Lebensmittel ausholzgeschäft in der Wohnung von Adrien entdeckt. Außerdem finden die Beamten heraus, dass die junge Frau wohl plötzlich zu Geld gekommen ist, denn sie hat Gegenstände aus einem Pfandleihaus ausgelöst. Und dann hat ja einer der Inspektoren, ein Hofrat gestellt, äh ob sie das Licht abgedreht hat, wie sie aus dem Geschäft gegangen ist, wie der Daffelcode Mensch zu ihr gesagt hat, jetzt geh, ob sie das Licht abgedreht hat und sie sagt ja ja habe

ich abgedreht. Und der sagt, dann ist der Täter an allein im Dunkeln sitzen geblieben, dein großer Unbekannter. Und an dem Punkt hat sie gewusst, sie ist entlauft und ist zusammengebrochen. Adrienne Eckard gesteht den Mord. Sie habe ihn allein begangen. Den Daffelkotmann habe sie erfunden. Ich habe den Arold so gehasst.

 Ich wollte ihn länger schon umbringen. Sie hat es ja erzählt von frühen Vorfällen, wo sie ins Geschäft vom Hold gekommen ist, wo eine Prostituierte dort war und er wollte sie und die Prostituierte zu wider natürlichen Handlungen, wie das war ihr Begriff gemeinsam zwingen. Zur Vorbereitung des Mordes habe sie vor dem gemeinsamen Besuch im Weinlokal ein ungewöhnliches Tatwerkzeug im Hinterraum des Geschäfts vonold deponiert, einen Fleischwolf.

Und dann ist sie eben mit dem wieder ins Geschäft gegangen in der Nacht. Hat ihn erschlagen, hat ihn die Kehle durchgeschnitten in ihrem Zorn, weil sie ihn so gehasst hat und äh ist verschwunden und hat den Briantrink genommen. Bei späteren Verhören hat sie zugegeben, dass auch ihre finanzielle Note eine Holly gespielt hat und ein bisschen die Geldgear.

Eine 23-jährige, die 40 mal mit einem Fleischwolf auf einen Mann einschlägt und ihm dann die Kehle durchschneidet. Was sagt das über die Täterin aus? Für Frauen sind die Tatwaffen ja sehr untypisch. Normalerweise aufgrund der körperlichen Unterlegenheit gegenüber dem Mannes nutzen Frauen eher Vergiftungen als Mordwaffe.

Und hier ist es ja tatsächlich rohe Gewalt mit einem Fleischwolf und einem Messer. Das heißt, beides deutet eher darauf hin, dass es geplant war und dass es hier zu einem Overkill gekommen ist. allein aufgrund der 40 Schläge auf den Kopf und der Wahl der zweiten Mordwaffe. Adrienne Eckard stammt aus bürgerlichen Verhältnissen, doch offenbar ist das nicht die Lebenswirklichkeit, in der sie unterwegs sein will.

 Zunächst hat sie noch als Säuglingskrankenschwester gearbeitet, aber nicht lange, weil im Gegensatz zu den anderen Krankenschwestern war sie heute mehr an an de Kleidern und Fortgehen und echtlichen Unternehmungen interessiert. Danach konnte sie keinen Job mehr lange halten. Also es gab sehr sehr viele Jobwechsel drinnen und schlussendlich hat sie dann als Bardame gearbeitet.

Adrienne Ekard sagt aus, sie habe Johannold schon länger gekannt. Sie sei ein paar mal mit ihm ausgegangen. Er habe sie aber durch seine Plumpheit angewiedert. Vor dem Wiener Untersuchungsrichter widerruft Adrien Eckard Anfang 1953 ihr Geständnis und bringt als Täter einen italienischen Morphiumhändler namens Konstantin Bertini ins Spiel, dem Athold Geld geschuldet haben soll.

Der wurde dann auch von der Polizei gesucht und von der ganzen Wienerbevölkerung, aber es hat keinen Perdini gegeben. Er wurde nicht gefunden. Im März 1953 beginnt vor dem Wiener Landesgericht der Mordprozess gegen Adrien Eckard. Das Interesse der Öffentlichkeit ist riesengroß. zum Prozess also ganz viel Journalisten und Kameraleute erschienen auch aus dem Ausland und die restlichen Karten für die Bevölkerung, die wurden dann glaube ich auch am Schwarzhandel schon teuer gehandelt, damit die Leute überhaupt

reinkönnen. Während des Prozesses steht die Angeklagte von Anfang an unter Druck, was von den Medien damals kritisiert wird. Beim Prozess hat der Staatsanwalt also gleich sehr scharf angegriffen und interessanterweise war der Richter zur ADI so bös und hat also bei seinem richterlichen Verhör war eindeutig so voreingenommen gegen sie, dass die die die Journalisten einige Journalisten und die Leute gesagt haben, na so geht’s auch nicht und äh sich dann eher auf ihre Seite geschlagen haben.

Am 25. März 1953 fällt das Urteil gegen Adrien Eckard. Es gab dann äh am Schluss des Prozesses ein einstimmiges Urteil der Geschworenen, die sie für schuldig erklärt haben des meuchlerischen Raubmordes. Unterrichter hat sie zur Höchstrafe, also lebenslanger, schwerer Kerker mit Verschärfungen, das heißt ein Tag dunkelhaft im Jahr und so weiter verurteilt, was die Leute entsetzt hat.

In der Berufungsverhandlung wird das Urteil auf 20 Jahre schweren Kerker reduziert. 14 Jahre bleibt Adrien Eckard schließlich hinter Gittern. 1967 kommt sie frei, ändert ihren Namen und taucht unter. Bis heute ist Adrien Eckard in Österreich bekannt als die Mörderin mit dem Engelsgesicht. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.

 Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Betty Heidnik stand mit dem Gesicht zur Küchenecke gewandt. Sie schluchzte. Ihr neuer Ehemann Gary hatte ihr befohlen, so lange dort stehen zu bleiben, bis sie ihre Lektion gelernt hatte. Es waren aber schon über zwölf Stunden vergangen und er verbot ihr immer noch sich zu bewegen.

Betty wusste jetzt, dass sie ihn niemals verärgern oder anzweifeln durfte. Sie sollte absoluten Gehorsam zeigen oder einen hohen Preis zahlen. Sie fühlte sich gefangen. Sie war so weit gereist von ihrem kleinen Häuschen auf den Philippinen bis nach Philadelphia. nur um einen anständigen amerikanischen Mann zu heiraten.

 Sie hatte geglaubt, ihr Leben würde sich in ein Märchen verwandeln, aber jetzt nur eine Woche nach der Hochzeit begriff sie, dass sie in einem Albtraum gelandet war. Betty hörte, wie Gary sich hinter ihr bewegte, wie er sie bewachte. Sie schauderte. Auf den Fotos hatte er so freundlich ausgesehen, sogar attraktiv.

 Aber wenn man ganz genau hinschaute, sah man schnell, daß er nicht das Gesicht eines Märchenprinzen hatte. Es war ein dämonisches Gesicht. Das Gesicht des absolut Bösen. Hi, ich bin Diane Hilscher. Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.

 Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. In dieser und der nächsten Folge geht es um Gary Heidck alias The Madman of Marshall Street. Wir werden uns heute vor allem mit der Zeit vor Heidnick erst Mord befassen. Eine Zeit, die von Gewalt und psychischer Erkrankung geprägt war. Es gab immer wieder Anzeichen, dass Heidnick das Potenzial hatte, anderen Schaden zuzufügen.

 Aber weder Ärztinnen und Ärzte noch seine Angehörigen oder die Polizei schafften es ihn rechtzeitig in eine andere Richtung zu lenken. In Folge 2 schauen wir uns an, wie Heidnik seine brutalen Morde plante, die die Bürgerinnen und Bürger von Philadelphia schon kurze Zeit später bis ins Mark erschütterten. Gary Michael Heidnick kam im November 1943 zur Welt.

Sein Vater Michael arbeitete als Maschinenschlosser und war im Stadtrat aktiv. Seine Mutter Allen war Kosmetikerin. Die Familie wohnte in einem ruhigen Arbeitervorort von Cleveland, Ohio. Der Alltag bei den Heidnicks war aber alles andere als harmonisch. Als Gary zwei Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden.

 Es war keine einvernehmliche Trennung. Michael und Allen machten sich gegenseitig für ihr Scheitern verantwortlich. Michael sagte, dass es an Alkoholsucht liege, während Allen Michael vorwarf, seinen Pflichten nicht nachzukommen. Nach der Scheidung lebten Gary und sein jüngerer Bruder Terry bei ihrer Mutter. Terry erinnerte sich später, daß Gary irgendwann in diesen frühen Jahren von einem Baum gefallen sei.

 Er habe eine schwere Kopfverletzung zugezogen, die zu einer permanenten Deformierung seines Schädels geführt habe. Danach sei er oft geärgert worden. Viele Kinder hätten ihn ausgelacht und Football Head genannt. Laut Gary Bruder veränderte sich seine Persönlichkeit nach dem Unfall. Er entwickelte eine grausame Ader, die er vorher in dieser Form nicht hatte.

Vorher liebte er es, die wilden Tiere zu füttern, die hin und wieder über ihr Grundstück liefen. Nach dem Unfall fing er plötzlich an, sie zu quälen. Er stellte ihn fallen und hängte sie an Stricken in die Bäume. Er prügelte sich auch viel öfter mit Terry und anderen Kindern aus der Nachbarschaft. Es ist möglich, dass der Unfall Gary ganzes restliches Leben beeinflusste.

Es gibt immer wieder Studien über den möglichen Zusammenhang von Kopfverletzungen in der Kindheit und einer späteren Neigung zu Gewalt verbrechen. So hat sich beispielsweise der Professor für klinische Neuropsychologie Dr. You Williams 2018 diesem Thema in einem Essay gewidmet. Williams schreibt, dass eine schwere Kopfverletzung die Entwicklung der Systeme im Gehirn stören kann, die die emotionale Regulierung kontrollieren, was wiederum zu Impulsivität und einem schlechten sozialen Urteilsvermögen führen kann. Diese Verhaltensprobleme

wurden mit zukünftigen Verbrechen und Inhaftierungen in Verbindung gebracht. Als Ergebnis kam Dr. Williams zu dem Schluss, dass diese Verletzungen mit einem früheren Inhaftierungsalter, einem erhöhten Gewaltrisiko und mehr Verurteilungen verbunden sind. In Heidsfall ist es aber auch möglich, dass sein gewalttätiges Verhalten eine Reaktion auf die instabilen Familienverhältnisse war.

Seine Mutter Allen nahmen Gary und seinen Bruder zwar nach der Scheidung zu sich, aber sie war Alkoholikerin und schaffte es einfach nicht, ihren Alkoholkonsum in den Griff zu kriegen. Nach ein paar Jahren gab sie die Jungen also in die Obhut ihres Vaters. Für die Brüder Gary und Terry wurde es dadurch aber nicht gerade besser.

 Michael Heidnick soll sehr streng gewesen sein und seine Söhne regelmäßig geschlagen haben. Er bestrafte sie auch mit gezielter Demütigung. So soll er Gary beispielsweise gezwungen haben, die nassen Laken aus seinem Schlafzimmerfenster zu hängen, wenn er nachts ins Bett gemacht hatte, so dass alle Leute es sehen konnten.

 Und wenn sein Vater wirklich wütend war, packte er seinen Sohn an den Knöcheln und hängte nicht die Laken, sondern Gary aus dem Fenster. Gary Bruder Terry berichtete von ähnlichen Misshandlungen. Wenn sie sich schlecht benommen hätten, habe ihr Vater ihnen eine Zielscheibe auf den Hosenboden gezeichnet und sie so zur Schule geschickt, damit ihre Klassenkameraden wussten, wo sie hintreten sollten.

Nach einer Weile heiratete Michael Heidnick erneut. Die Kinder fanden aber nur wenig Trost bei ihrer Stiefmutter Dorothia. Laut Gary interessierte sie sich nicht für Kinder. Er sagte, dass sie jedes Mal dafür gesorgt habe, daß sein Vater ihn noch öfter bestrafte. Natürlich machten sich diese Misshandlungen irgendwann bemerkbar.

 Auf die meisten Außenstehenden schien Gary wie ein ganz normaler Junge. Er war bei den Pfadfindern und trug Zeitungen aus. Einige Leute bemerkten jedoch, dass Gary zurückgezogener wirkte als andere Kinder in seinem Alter. Ein Kollege seines Vaters sagte, dass Gary nie zum Tanzen gegangen sei oder Sport gemacht habe wie die anderen Jungen.

 Er sei ein Einzelgänger gewesen. Als Teenager versuchten Gary und Terry sogar einmal von zu Hause wegzulaufen. Sie wollten nach Kalifornien, doch sie kamen nicht weit. Die Polizei griff die beiden auf und brachte sie zurück nach Hause. Kurze Zeit später meldete Gary Vater ihn an einer Schule in Virginia an. der Stunton Military Academy.

Gary ging zwei Jahre auf die Academy. Er machte sich gut dort. Seine Noten waren in Ordnung und er hielt sich aus Schwierigkeiten heraus. Doch dann verließ er die Schule plötzlich nach seinem Junior Jahr. Aus irgendeinem Grund ging er zurück zu seinem Vater und meldete sich an der örtlichen Highschool an. Man weiß nicht, warum Gary die Academy verließ.

 Als er wieder zu Hause war, bahten sich aber direkt neue Konflikte an. Er soll um diese Zeit durch die Aufnahmeprüfung der Westpoint Academy gefallen sein, was seinen Vater wohl sehr wütend machte. Aber Gary hatte genug. Er wollte sich nicht länger unterbuttern lassen und beschloß endgültig auszuziehen. Im Oktober 1961 brach er mit 17 Jahren die Highschool ab und ging zur Army.

Am Anfang schien Gary gut zurechtzukommen. Er wurde zum Sanitäter ausgebildet. Im Mai 196 wurde er nach Westdeutschland geschickt, wo er in Landstuhl im Militärkrankenhaus diente. Er war dort, um medizinische Unterstützung zu leisten, aber es dauerte nicht lange, bis er selbst gesundheitliche Probleme bekam. Gary sagte später, dass die Army in Deutschland Experimente mit LSD an ihm durchgeführt habe.

 Er habe darauf einen Nervenzusammenbruch erlitten. In seiner Personalakte gibt es keine Angaben über Versuche dieser Art. Es ist aber möglich, dass Gary die Wahrheit sagte. Die US Army führte während des kalten Krieges tatsächlich geheime Forschungen zu halluzinogenen Drogen an amerikanischen Soldaten durch. Die bekannteste Einrichtung dafür war das Edward Arsenal in Maryland.

Gary ging schließlich zum Arzt. Er l unter Schwindel, Kopfschmerzen, verschwommenem Sehen und Übelkeit. Der Arzt überwies ihn an einen Neurologen, der feststellte, dass Gary Anzeichen einer psychischen Erkrankung aufwieß, möglicherweise Schizophrenie oder eine schizzoide Persönlichkeitsstörung. Bald darauf wurde derjährige zurück in die USA beordert.

 Er kam ins Militärkrankenhaus von Welley Forge, Pennsylvania. Bei der Behandlung seiner psychischen Probleme wurde festgestellt, dass er neben anderen Symptomen auch Halluzinationen hatte. In der Zwischenzeit überprüfte ein Army Ausschuss Gary Fall und entschied, dass er ehrenhaft entlassen werden sollte. Damit war Gary Heightncks Militärkarriere nach nur 14 Monaten beendet.

Als er die Armee verließ, wurde Gary zuert arbeitsunfähig eingestuft, was bedeutete, dass er Anspruch auf den Höchstbetrag an monatlichen Leistungen hatte. Gary bemühte sich trotzdem einen Job zu finden. Im Februar 1964 zog er nach Philadelphia und schrieb sich an einer Krankenpflegeschule ein. Er schlooss die Ausbildung nach einem Jahr ab und arbeitete eine Weile in der mobilen Krankenpflege.

Mit seinem Einkommen und seinem Invaliden Geld konnte er genug sparen, um sich ein Haus zu kaufen. Seine psychischen Probleme machten es ihm aber schwer, ein normales Leben zu führen. In den nächsten Jahren versuchte Gary mehrmals Suizid zu begehen. Er nahm eine Überdosis Schlaftabletten und aß Rattengift.

 Er fuhr sogar mit seinem Motorrad direkt in einen entgegenkommenden Lastwagen. Er versuchte es auch mit passiveren Methoden. Während einer Untersuchung sah der Arzt, dass Gary sich einen C mit einer Schnur abgebunden hatte. Gary sagte, dass er Wundbrand verursachen wollte. Er hoffte, dass er sich ausbreiten und ihn umbringen würde. Garys unberechenbares Verhalten führte dazu, dass er die nächsten Jahre immer wieder in psychiatrische Kliniken eingewiesen wurde.

 Er entwickelte eine Reihe von Eigenheiten, wie z.B. selektiven Mutismus. Manchmal sprach er wochenlang kein Wort. Während dieser Zeit lebte Garys jüngerer Bruder Terry in Philadelphia. Wie Gary war auch er aufgrund einer psychischen Erkrankung aus dem Militär entlassen worden und wie Gary versuchte auch er immer wieder Suizid zu begehen.

Wenn es besonders schlimm wurde, versuchten sich die Brüder gegenseitig zu unterstützen. Sie konnten aber auch gleichzeitig die schlimmsten Feinde sein. Wenn der Streit einmal entflammt war, kam es schnell zu Gewalttaten. Im Dezember 1968 gerieten Gary und Terry in so einen Streit.

 Dabei schlug Gary seinem Bruder so hart mit einem Werkzeug auf den Kopf, dass die Wunde mit 16 Stichen genäht werden musste. Als Terry im Krankenhaus lag, kam Gary ihn besuchen. Terry beschimpfte seinen Bruder. Er habe ihn fast umgebracht. Gary antwortete mit ruhiger Stimme, daß er, wenn er ihn wirklich umgebracht hätte, nicht nur seinen Schädel eingeschlagen, sondern ihn auch in die Badewanne gelegt und seine Knochen in Säure aufgelöst hätte.

Aber trotz Gary Drohungen verzieht Terry ihm. Schließlich war sein Bruder einer der wenigen Menschen, mit denen er reden konnte, und umgekehrt. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Brüder den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen und auch ihre Mutter Allen hatten sie ewig nicht gesehen.

 Sie hatten nur einander, sonst niemanden. Und dann im Jahr 1970 beging ihre Mutter Suizid. Allen Heidnick litt l Krebs und beschloss irgendwann ihr Leben zu beenden, indem sie eine Flasche Quecksilberchlorid trank. Obwohl sie sich in den letzten Jahren fremd geworden waren, kümmerte sich Gary um ihre Einächerung. Die Asche verstreute er über den Niagara Fällen.

Danach fiel Gary in eine Depression. Er ging zurück in die Klinik, dieses Mal für einen längeren Aufenthalt. Er schien richtungslos zu sein, ohne Plan für die Zukunft. Einer der Ärzte notierte in seiner Akte: “Der Patient scheint den Rest seines Lebens hier verbringen zu wollen.” Gary sollte aber schon bald einen neuen Lebensinhalt finden.

 Kurz nach seiner Entlassung im Frühling 1971 ging Gary aus dem Haus, um einen Kaffee zu trinken. Als er den Kaffee geholt hatte, entschied er sich einfach weiterzufahren. Er fuhr den ganzen Weg nach Kalifornien bis zum Strand von Malibu. Dort hörte er plötzlich Gottes Stimme. Gott sprach zu ihm und befahl ihm, eine Kirche zu gründen.

Eine Kirche für Menschen mit geistiger Behinderung. Gary zweifelte keinen Moment an dem, was er da hörte oder zu hören glaubte. Er fuhr zurück nach Philadelphia und reichte die Satzung für seine Kirche ein, die er United Church of the Ministers of God nannte. Er und Terry gründeten die neue Kirsche im Oktober 1971.

Von da an trug Gary einen neuen Titel, Bishop Gary Heidnick. Als Religionsführer fand Gary etwas, was ihm die meiste Zeit seines Lebens gefehlt hatte. ein Gefühl der Kontrolle über andere und er mochte dieses Gefühl. Der Kirchensatzung zufolge hatte Gary das letzte Wort über die Auslegung der Bibel oder die Beilegung religiöser Streitigkeiten.

Als die Formalitäten geklärt waren, machte sich Gary an die Arbeit. Er hielt jeden Sonntag Gottesdienste für seine kleine Gemeinde. Fast alle von ihnen hatten geistige Behinderungen und die meisten konnten nicht lesen. Aber Gary verbrachte Stunden mit seinen Anhängern und Anhängerinnen und brachte ihnen bei, Kirchenlieder auswendig zu lernen.

Es ist möglich, dass Gary ein echtes Interesse daran hatte, anderen Menschen zu helfen. Sein neuer Lebensentwurf machte einige Leute, die ihn kannten, jedoch misstrauisch. Einer seiner Freundin nahm zunächst an, dass das Ganze eine Betrugsmasche war, um Steuern zu hinterziehen. Und tatsächlich schien Gary großes Interesse darin zu haben, mit der Kirche Geld zu verdienen.

Gary war schon immer von der Börse fasziniert gewesen. Er verfolgte den Aktienmarkt aufmerksam und lernte ständig dazu. 1975 eröffnete er mit Kirchengeldern ein Konto bei der Mary Lychbank. Gary erwies sich als kluger Investor und im Laufe der Zeit brachten seine Investitionen hunderttausende Dollar ein.

 Das Geld gehörte offiziell der Kirche, aber Gary behielt die vollständige Kontrolle darüber. Das Geld mag eine Motivation gewesen sein, aber es gab noch andere Gründe an Gary plötzliche Erleuchtung zu zweifeln, denn außerhalb der Gottesdienste war er nicht besonders fromm und sein Verhalten zeigte sogar, dass er immer noch eine gewalttätige Seite hatte.

 Er schienen ihm zu brodeln und wer, wenn es überkochte. Diese Seite von Gary zeigte sich auch im Umgang mit Linda und Robert Rogers. Die beiden hatten die obere Wohnung seines Hauses gemietet. Die Rogers wussten nicht, was sie von ihrem Vermieter halten sollten. Robert war schwarz und hatte das Gefühl, dass Gary Heutnck von populistischen Theorien über schwarze und weiße Menschen in Amerika besessen war.

 Er bekam immer wieder mit, wie Gary einen blutigen Bürgerkrieg zwischen Schwarz und weiß vorhersagte und rassistische Bücher von irgendeiner White Power Organisation las. Robert fand das seltsam, vor allem, weil Gary, der weiß war, fast ausschließlich schwarze Frauen zu daten schien. Gary’s Rassismus war aber nicht das einzig Besorgniserregende.

Zu dieser Zeit lebte Gary mit seiner Freundin Dorothy May Knight zusammen. Dorothy war eine schwarze Frau, die aufgrund einer geistigen Behinderung ein Großteil ihres Lebens in Pflegeeinrichtungen verbracht hatte. Robert Rogers hatte den Eindruck, dass Gary mit Dorothy zusammen war, weil sie eine Behinderung hatte.

 Tatsächlich ist es nicht ungewöhnlich für Sexualstraftäter. Nach Angaben des US-Justizministeriums werden Menschen mit geistiger Behinderung mehr als sieben mal häufiger Opfer sexueller Übergriffe. In einem Radiointerview von 2018 sagt die Sachverständige Nancy Taylor aus Pennsylvania dazu: “Die Opfer sind Menschen, die oft nicht sprechen können oder deren Sprache nicht gut entwickelt ist.

 Aufgrund der geistigen Behinderung neigen die Leute dazu, ihnen nicht zu glauben und zu denken, dass sie grundsätzlich nicht glaubwürdig sind. Aus diesen Gründen sieht ein Täter hier eine sichere Gelegenheit, Menschen zu missbrauchen. Für Gary war es auch eine Gelegenheit, sein Überlegenheitsgefühl zu stärken. In einem der vielen psychiatrischen Berichte, die im Laufe der Jahre erstellt wurden, schreibt der Arzt, dass Gary sich schnell von Frauen bedroht fühlt, die er intellektuell und emotional für ebenbürtig hält. Gary

braucht ständige Zustimmung und Selbstvergewisserung, dass er ein intelligenter und wertvoller Mensch ist. Aber während Gary sich nach Anerkennung und Respekt sehnte, war er nicht in der Lage, sie anderen zu geben. Linda Rogers sagte, dass Gary Dorothy beschimpft und geschlagen habe. Er habe sie sogar hungern lassen.

 Linda und Robert versuchten zu helfen, aber wussten nicht, wie sie Dorothy beschützen sollten. Sie hatten Angst, sich mit ihrem reizbaren Vermieter anzulegen. Zurecht. Im Herbst 1976 geriet Gary mit Linda einen Streit. Um sich zu rechen, schaltete er den Rogers den Strom ab. Als Robert in den Keller gehen wollte, um nach den Sicherung zu schauen, war die Kellertür verschlossen.

Robert ging raus und stieg über ein offenes Kellerfenster ein. Als er drin war, stand ihm plötzlich Gary gegenüber. Er hatte auf ihn gewartet und er war bewaffnet. Gary hatte ein Gewehr und eine Pistole dabei. Er sagte, dass er Robert erschießen und der Polizei erzählen werde, dass er einen Einbrecher gefasst habe.

 Und noch bevor Robert reagieren konnte, hob Gary die Pistole und schoss. Die Kugel streifte Roberts Wangenknochen knapp unter dem linken Auge. Robert war starr vor Schreck, aber er war nicht schwer verletzt und so gelang es ihm schließlich, Gary zu überreden, ihn gehen zu lassen. Robert zeigte Gary wegen Körperverletzung an, aber aus irgendeinem Grund wurde die Anklage fallen gelassen.

 [räuspern] Gary musste sich nie für die Tat verantworten. Anscheinend wollte er die Sache aber so schnell wie möglich vergessen machen, denn kurz nach dem Vorfall verkaufte er das Haus. Als die neuen Eigentümer das Grundstück besichtigten, waren sie schockiert darüber, wie dreckig es im Haus war.

 Überall lagen Müll, Pornos und leere Patronenhülsen herum. Im Keller fanden sie aber noch etwas viel seltsameres. Jemand hatte ein großes Loch in den Betonboden gegraben. Es war knapp einen Meter tief und gerade breit genug, dass eine Person hineinpasste. Sie fragten sich, was um alles in der Welt Gary mit dem Loch vorgehabt hatte, aber das Loch war leer, also füllten sie es auf, machten es zu und vergaßen es.

Gary Verhalten nahm währenddessen eine noch verstörendere Wendung. Nachdem er das Haus verkauft hatte, zog er mit einer anderen Freundin zusammen. Ihr Name war Anget Davidson. Wie Dorothy war Anginette eine schwarze Frau mit einer geistigen Behinderung. Sie konnte weder lesen noch schreiben. Das machte sie zu einem leichten Opfer für Gary, der ihr ganzes Leben zu kontrollieren schien.

Irgendwann im Jahr 1977 wurde Angette schwanger. Gary weigerte sich monatelang sie in ärztliche Behandlung zu lassen, bis ihre Familie die Polizei rief. Jeanette ging mit ihrer älteren Schwester zum Arzt einen Monat vor dem Geburtstermin. Bei der Untersuchung kam heraus, dass Angonette während ihrer Schwangerschaft nur zweieinhalb Kilo zugenommen hatte, weil Gary sie auf eine strenge Diät gesetzt hatte.

Trotz der Mishandlung brachte Angette im März 1978 ein gesundes Mädchen zur Welt. Das Baby kam aufgrund der Behinderung der Mutter und Gary psychischen Problemen sofort in staatliche Obhut. Gary tobte vor Wut. So wie Gary es sah, gehörten Anget und das Baby ihm. Niemand hatte das Recht, sie ihm wegzunehmen. Nachdem die Behörden ihm seine Tochter weggenommen hatten, ließ sich Gary etwas Neues einfallen, um Kinder zu bekommen.

Im Mai fuhren er und Angette zum Sellings Grove Center in Harrisburg, Pennsylvania, wo Angetts Schwester Alberta wohnte. Alberta hatte eine noch stärkere Behinderung als Angette und war nicht in der Lage alleine zu leben. Gary und Angette besorgten einen Tagespass, der es Alberta erlaubte, die Einrichtung für einen kurzen Familienbesuch zu verlassen.

Aber sie kamen nicht zurück. Als sie auch am nächsten Morgen immer noch nicht da waren, fing die Heimleitung an, sich Sorgen zu machen. Als Alberta eine Woche später immer noch nicht zurückgekehrt war, fuhren die Betreuer und Betreuerinnen zu Gary’s und Angetts Wohnung in Philadelphia in der Hoffnung, sie dort zu finden.

Gary öffnete die Tür. Er sagte, dass er Alberta eine Busfahrkarte gekauft und sie zurück nach Harrisberg geschickt habe. Dann ließ er die Salencegrove Leute rein, damit sie sich vergewissern konnten, dass sie wirklich nicht mehr dort war. Tatsächlich fanden sie die Frau nirgends, aber sie glaubten trotzdem nicht, dass Gary die Wahrheit sagte.

Sie beschlossen daher am nächsten Tag zurückzukommen, diesmal mit der Polizei. Die Beamten durchsuchten das ganze Gebäude. Sie gingen auch durch die Keller. Sie fanden Alberta schließlich in einem leeren Lagerraum im hinteren Teil des Hauses. Sie zitterte vor Angst. Als sie ihre Pflegerin und Pfleger aus dem Center sah, lief sie zu ihnen und klammerte sich an sie.

 Sie wollte sie nicht mehr loslassen. Eine ärztliche Untersuchung ergab eindeutig, dass Alberta vergewaltigt worden war. Der 34-jährige Gary Heidnick wurde daraufhin im Juni 1978 verhaftet und wegen einer ganzen Reihe Verbrechen angeklagt, darunter Entführung, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und rechtswidrige Zurückhaltung.

Aber Gary verbrachte die Monate vor Prozessbeginn nicht im Gefängnis. Stattdessen wurde er zur psychologischen Behandlung ins Veterans Hospital eingeliefert. Als er dann im November vor Gericht musste, waren viele der schwerwiegendsten Anklagepunkte fallen gelassen worden, weil Alberta als nicht kompetent erachtet wurde gegen ihren Peiniger auszusagen und die Staatsanwaltschaft war der Ansicht, dass sie ohne ihre Aussage keine Chance hatte, die Anklagen durchzubringen.

Richter Charles Miracii verurteilte Gary aber wegen drei weniger schwerer Vergehen Eingriff in das Sorgerecht einer eingewiesenen Person, Gefährdung anderer und Freiheitsberaubung. Gary wurde zu einer Gefängnisstrafe zwischen vier und sieben Jahren verurteilt. Richter Mirachi sagte aber auch, dass er ihn zu einer längeren Haftstrafe verurteilt hätte, wenn es in seiner Macht stünde.

 Er sagte wörtlich, dass er etwas Böses und gefährliches in dem Angeklagten erkenne und dass er befürchte, dass es noch schlimmer werde. Er hatte recht. Gary wurde in die State Correctional Institution in Greater Ford, Pennsylvania, überstellt. Etwa zur gleichen Zeit musste er sich mehreren psychologischen Untersuchungen unterziehen. Aufzeichnungen zeigen, dass er intelligent war.

 Sein IQ lag bei mindestens 130, was einer Hochbegabung entspricht. Aus denselben Akten geht aber auch hervor, daß er höchst manipulativ, unsicher und verwirrt war. Dr. Wayne C. Bloodchert war einer der Psychiater, der Gary kurz vor seiner Verurteilung untersuchte. Er schrieb, dass er Gary für extrem gefährlich halte.

 Er sehe eine hohe Wahrscheinlichkeit für schwere oder sogar bizarre Straftaten gegen relativ hilflose Mitglieder der Gemeinschaft. Dr. Bludget sagte, dass er hoffe, dass sein Gutachten ein Warnsignal sei und jemanden in der Strafjustiz dazu zwingen werde, Gary besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Doch das passierte nicht.

 Gary kam ins Gefängnis und verschwand im grauen JVA Alltag. Ein Justizbeamter sagte später, dass man Gary leicht übersehen konnte, weil er die meiste Zeit schwieg. Etwa dreßig Monate lang sprach er so gut wie gar nicht, nicht einmal mit den Ärzten, die zu seiner Behandlung geschickt wurden. Als die Werter fragten, was mit ihm los sei, schrieb er auf einen Zettel, dass der Teufel ihm einen Keks in den Hals gesteckt habe.

Gary fing erst wieder an zu sprechen, als ihm mitgeteilt wurde, dass man ihm seine Rechte als Elternteil aberkennen würde, damit seine Tochter zur Adoption freigegeben werden könne. Jerry war wütend und sagte, dass er seine Tochter besuchen und sie unterstützen wolle. Am Ende wurden ihm seine Rechte trotzdem aberkannt.

Während Dr. Blatchet sich vor allem um die Gefahr sorgen machte, die Gary für andere darstellte, wurde im Gefängnis auch noch einmal deutlich, wie suizidal er war. Er versuchte mehrmals Suizid zu begehen. Einmal zerbrach er sogar eine Glühbirne und schluckte die Scherben. [räuspern] Er wurde immer wieder zur psychiatrischen Behandlung in staatliche Krankenhäuser eingewiesen, weil die Gefängnisleitung befürchtete, dass er sich selbst verletzen würde.

Nach vier Jahren wurde Gary aus der Haft entlassen. Seine Bewährung war davon abhängig, dass er weiter stationär im Veterans Hospital in Cozsville, Pennsylvania behandelt wurde. Als er dort ankam, sahen die behandelnden Ärzte und Ärztinnen aber keinen Anlass für einen längeren Aufenthalt. Er blieb nur dre Wochen.

Am 12. April 1983 wurde Gary aus der Klinik entlassen und durfte nach Hause. Er hatte aber inzwischen keine Familie oder Freunde und Freundinnen mehr, die ihn empfingen. Seine Mutter war tot. Mit seinem Vater sprach er nicht mal und er und sein Bruder Terry hatten sich auseinandergelebt. Es war also niemand da, dem auffiel, dass Garys Verhalten noch viel dunklere Züge annahm.

Nach seiner Entlassung kaufte Gary ein Haus in der North Marshall Street im Norden Philadelphias. Es ist nicht klar, ob er zu dieser Zeit arbeitete, aber er sagte den Leuten oft, daß er Professor an der University of Pennsylvania sei. Ihm gefiel, wie das klang. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er von seiner Erwerbsunfähigkeitsrente lebte, obwohl er durch seine Investitionen für die Kirche eventuell immer noch Zugang zu mehreren hunderttausend Dollar hatte.

 Mit diesem Geld kaufte er einen Rolls-Royce, einen Cadilac, einen Lincoln Continental und andere Luxusautos. Er benutzte die Autos und das Geld, um Frauen zu beeindrucken. Die meisten davon hatten eine geistige Behinderung. Er fuhr zu einem Fastfood Restaurant in der Nähe des Elvin Institute, einer gemeinnützigen Einrichtung für Menschen mit Behinderung.

 Dort drückte er sich stundenlang herum und wartete darauf, daß Frauen aus dem Institut ins Restaurant kamen. Die Nachbarinnen und Nachbarn sagten, dass Gary manchmal gleich zwei oder drei Frauen für Gruppensex mit nach Hause brachte. Das allein reichte Gary aber noch nicht, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Er wollte anscheinend immer noch möglichst viele Kinder in die Welt setzen.

 Aus welchem Grund auch immer. Viele Kinder zu zeugen könnte für Gary ein weiteres Zeichen für Potenz, Männlichkeit und seine rechtmäßige Oberhauptstellung gewesen sein. Gary schien von Statussymbolen dieser Art geradezu besessen zu sein und er suchte sie überall. Kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis fing er an mit einer jungen Frau von den Philippinen zu schreiben. Ihr Name war Betty Disto.

 Sie und Gary hatten sich über eine Briefreundschaftsbroschüre kennengelernt. Die nächsten zwei Jahre umgarnte Gary Batty per Post und hin und wieder am Telefon. Er erzählte ihr, daß er ein Geistlicher sei und eine Frau suche. Batty hielt ihn für den idealen Partner und im September 198 besorgte sie sich ein Visum und flog in die USA.

Sie und Gary heirateten drei Tage nach ihrer Ankunft. Aber schon nach kurzer Zeit fand sich Betty in einem kompletten Albtraum wieder. Eine Woche nach der Hochzeit erwischte sie Gary mit drei anderen Frauen im Bett. Er erzählte ihr, daß ih in Amerika nun einmal so funktionieren würden.

 Er sagte, dass er immer mit anderen Frauen schlafen würde, aber sie soll erle glücklich schätzen, weil er sich für sie als Ehefrau entschieden habe. Als Betty protestierte, schlug Gary sie und zwang sie 14 Stunden in der Ecke zu stehen. In den nächsten Monaten wurde es noch viel schlimmer. Gary schlug und vergewaltigte Betty.

 Er zwang sie auf dem dreckigen Boden zu schlafen und ließ sie hungern. Manchmal musste sie auch zuschauen, wie er Sex mit anderen Frauen hatte und Gary machte immer weiter, bis Betty merkte, dass sie schwanger war. Da wusste sie, dass sie Garys Missbrauch nicht länger über sich ergehen lassen konnte. Mitte Januar 1986 warf Betty ihren Pass und ein paar Kleidungsstücke in eine Tasche und versteckte sie in den Büschen vor dem Haus.

 Dann sagte sie zu Gary, dass sie einkaufen gehe. Doch als sie draußen war, holte sie die Tasche und flüchtete in ein Frauenhaus. Zwei Wochen später erwirkte Betty eine Schutzanordnung, die es dem inzwischen 42jährigen Gary untersagte, sie in irgendeiner Weise körperlich zu schlagen, zu belästigen oder zu bedrohen. In ihrem Antrag erklärte sie, dass Gary, indem er sich als Bischof bezeichne, seine Machtposition ausnutze, um Frauen zu verführen.

Betty zeigte Gary bei der Polizei an. Die Staatsanwaltschaft erhob daraufhin Anklage gegen Gary wegen Vergewaltigung durch den Ehepartner, Sittlichkeitsvergehen und Körperverletzung. Doch am Tag der Anhörung kam Betty nicht. Vielleicht hatte sie zu viel Angst. Da das ganze Verfahren auf ihre Aussage fußte, wurde die Klage fallen gelassen.

Im September 1986 brachte Betty einen Jungen zur Welt und sorgte sofort dafür, dass Gary nicht an sie herankam. Gary konnte nichts tun. Er fühlte sich ein weiteres Mal um sein vermeintliches Recht auf eine Familie betrogen. Doch damit sollte jetzt Schluss sein. Er würde bekommen, was er wollte, egal auf welchem Wege.

 Zwei Monate später schlug er zu. Es passierte in der Nacht vom 26. November 1986. Eine 25-jährige Sexarbeiterin namens Josephina Rivera stand an einer Straßenecke in der Nähe von Northeast Philadelphia und hielt nach Kundenausschau. Es war kalt und während sich Josephina zitternd die Arme rieb, hielt ein strahlend weißer Cadilac neben ihr.

 Gary Heidnick saß am Steuer. Er winkte sie heran. Gary machte Josephina Komplimente. Er sagte ihr, dass sie wie Diana Ross aussehe. Dann bot er ihr 20$ an und sie stieg zu ihm ins Auto. Gary fuhr zum nächsten McDonald’s und bestellte Kaffee. Dann fragte er Josephine, ob sie mit zu ihm kommen wolle. Josephina ging nicht gern zu Kunden nach Hause.

 Sie wäre lieber im Auto geblieben. Aber sie hatte drei Kinder und war alleinerziehend. Sie brauchte das Geld dringend. Also stimmte sie zu. Als sie Gary’s Haus in der Marshall Street betraten, war Josephina schon nicht mehr wohl bei der Sache. Es war ein seltsamer Ort. An den Wänden in der Küche klebten Penni und im oberen Stockwerk waren einige der Wände mit ein und 5 Dollar Scheinen beklebt.

Trotz ihres mummigen Gefühls begleitete sie Gary ins Schlafzimmer. Wie versprochen zahlte er ihr die 20$. Dann legten sie sich ins Bett und hatten Sex. Als sie fertig waren, stand Gary auf, um sich anzuziehen. Josephine drehte ihm den Rücken zu und bückte sich nach ihrer Jeans.

 Als sie wieder hochkam, fühlte sie Garys Hände an ihrem Hals. Bevor sie reagieren konnte, drückte er zu. Gary wirkte sie. Doch dann, als ihr schon langsam schwarz vor Augen wurde, ließ er sie plötzlich wieder los. Als sie wieder einigermaßen bei Sinnen war, befahl Gary ihr aufzustehen und ihre Hände hinter ihren Rücken zu legen. Josephine tat, was er sagte.

 Dann fühlte sie das kalte Metall von Handschellen an ihren Handgelenken. Gary schob die völlig verängstigte Frau die Treppe hinunter und dann noch eine bis in den Keller, wo er sie zu einer alten Matratze führte, die unbezogen auf dem Boden lag. Dann griff er in einen Karton und holte ein paar Schalldämpferklammern heraus, die eigentlich für Auspuffrohre von Autos bestimmt waren.

 Er legte Josephina die Klammern um die Knöchel und zog die Schrauben fest. Dann nahm er eine lange Kette und befestigte ein Ende an den Klammern und das andere an einem Rohr, das unter der Decke entlang lief. Josephina war gefangen. Sie konnte sich nicht bewegen und niemand würde sie schreien hören. Und eine Sache machte ihr mehr Angst als alles andere im Raum.

Das große Loch im Betonboden. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast, produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions.

Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion Wieb geachter Winter. Chris Guse, Suholder, Carli Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uta Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Boirot.

Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Gary Heidnick öffnete die Champagnaflasche und verteilte den Inhalt auf fünf Becher.

Er sah zu, wie die Frauen die Drinks hinunterstürzten. Seinen eigenen Becher rührte er nicht an. Er trank nicht so gern Alkohol. Feiern wollte er aber trotzdem. Er glaubte, dass zwei seiner Frauen, Josephina und Sandra schwanger waren. Nach dem Champagner gab es Essen aus dem China Restaurant. Gary deckte den Tisch.

Er genoss es, die Frauen dabei zu beobachten, wie sie ungläubig auf die Pappboxen mit den Nudeln starrten. Jetzt sahen sie, wie großzügig er sein konnte, wenn sie es verdienten. Die Frauen aßen schweigend. Niemandem war danach, sich zu unterhalten. Abgesehen vom Radio, daß Gary unbedingt anlassen wollte, war nur das Rasseln der Ketten zu hören, die die Frauen um die Hand und Fußgelenke trugen.

 Ketten, mit denen sie gefesselt waren. Es war ein furchtbares Geräusch. Es verfolgte sie in ihren Träumen. Eine ständige Erinnerung an ihre Gefangenschaft. Es war ein Geräusch, dem sie nie mehr entkommen sollten. Hi, ich bin Diane Hilcher. Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.

 Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. Das ist die zweite Folge zu Gary M. Heidck, alias The Madman of Marshall Street. Letztes Mal haben wir über Heidx Kindheit die Trennung seiner Eltern und seine massiven psychischen Probleme gesprochen. Nach mehreren Psychiatrie und Gefängnisaufenthalten war er besessen von dem Gedanken, so viele Kinder wie möglich zu zeugen.

 Und 1986 schmiedete er schließlich einen Plan, um seine Obsession in die Realität umzusetzen. Heute sprechen wir darüber, wie Gary mehrere Frauen entführte und sie in seinen Keller verließ. sperrte. Er wollte sie gefangen halten und vergewaltigen, damit sie schwanger wurden. Es dauerte jedoch nicht lange, bis sein grausamer Plan eine tödliche Wendung nahm.

Am 27. November 1986 versammelten sich die meisten Amerikanerinnen und Amerikaner um einen reichgedeckten Tisch. und mit ihren liebsten Thanksgiving zu feiern. Der 43-jährige Gary Heidnick gehörte nicht dazu. Grund zu feiern hatte er aber trotzdem. Er hatte gerade den ersten Schritt seines dunklen Plans vollendet und alles war völlig reibungslos verlaufen.

Er hatte die 25-jährige Sexarbeiterin Josephina Riviera mit in sein Haus in Philadelphia genommen und sie überwältigt. Danach hatte er sie in den Keller gebracht und angekettet. Josephina glaubte, daß sie sterben würde, aber Gary hatte andere Pläne mit ihr. Nachdem er sie gefesselt hatte, ging er zur Mitte des Raumes.

 Dort hatte er den Beton aufgerissen und eine Grube ausgehoben. Die völlig verängstigte Frau konnte nur fassungslos zuschauen, als er eine Schaufel nahm und das Loch noch größer machte. Gary redete mit Josephina, während er grub. Er sagte, daß er Kinder haben wolle. Viele Kinder. Er erklärte Josephina, dass er schon mal eine Familie gehabt habe, aber dann habe sich das Start eingemischt und sie ihm weggenommen.

Gary war immer noch wütend über diese Ungerechtigkeit. Er sagte, dass die Welt ihm diese Kinder schuldig sei. Er wollte insgesamt zehn Frauen in seinem Keller einsperren und jede einzelne schwängern. Er sagte zu Josephina: “Wir werden eine große, glückliche Familie sein.” Gary schien von der Idee besessen zu sein, eine Schar von Untergebenen zu haben, über die er herrschen konnte.

eine Gruppe von Frauen und Kindern, die völlig von ihm abhängig waren. Josephina war schnell klar, dass sie einem Wahnsinnigen in die Falle gegangen war. So einfach wollte sie sich aber nicht ergeben. Als Gary wieder nach oben gegangen war, schaute sie, wie weit ihre Fesseln reichten. Josephina zog an der Kette und kam bis zu einem der Kellerfenster.

Auf dem Boden lag ein alter Billiardkö, der lang genug war, um das Fenster zu öffnen. Nachdem sie es aufgedrückt hatte, zog sie sich an der Fensterbank hoch und schaffte es zur Hälfte nach draußen. Weiter kam sie nicht. Die Schelle um ihr Fußgelenk hielt sie zurück. Sie fing an zu schreien in der Hoffnung, dass jemand kommen und ihr helfen würde.

Aber es gab so viele Raubüberfälle und andere Gewaltverbrechen in der Gegend, dass es nichts Besonderes war, wenn irgendwo jemand schrie. Niemand reagierte, außer Gary. Er kam die Treppe hinunter und zog Josephina zurück in den Kellerraum. Er warf sie auf ihre Matratze und schlug so lange auf sie ein, bis sie schrie, daß sie es nicht länger ertragen könne.

 Dann stieß er sie in die Kuhle. Das Loch war zu klein für sie. Sie musste den Kopf auf die Brust legen und die Beine anziehen. Aber das kümmerte Gary nicht. Er deckte das Loch mit einer Sperrholzplatte ab, die er mit mehreren Säcken Erde beschwerte. Josephina weinte vor Angst und Schmerzen.

 Gary schaltete das Radio ein, um ihr Schluchzen zu übertönen. Dann ging er wieder nach oben. Er plante bereits seine nächste Entführung. Die 24-jährige Sandra Linsei war ein leichtes Opfer, weil sie Gary schon kannte und ihm vertraute. Centra besuchte das Elvin Institut, eine gemeinnützige Einrichtung für Menschen mit Autismus und geistiger Behinderung.

Gary trieb häufig in der Nähe des Gebäudes herum, um Frauen zu treffen. Nachdem Sandra Gary kennengelernt hatte, ging sie oft in seine Gottesdienste. Gary hatte 1971 eine Kirche gegründet, die United Church of the Ministers of God. Sie stimmte schließlich zu, mehrmals mit ihm zu schlafen, wobei nicht klar ist, ob sie wirklich die Fähigkeit hatte, ihre Zustimmung zu geben.

 [räuspern] Sie wurde sogar schwanger von Gary, aber kümmerte sich kurz darauf selbst um eine Abtreibung. Als Gary davon erfuhr, botra an, damit er sie erneut schwängern konnte. Sie lehnte ab. Für Gary war die Sache damit aber nicht erledigt. Wenn Centra es nicht gegen Geld machen wollte, dann würde er sie eben zwingen. Am 29.

 November, ein paar Tage, nachdem Gary Josephina in seinen Keller gesperrt hatte, fand er Sandra in der Nähe ihrer Wohnung. Sie kaufte gerade ein paar Sachen in einem Eckladen. Er überredete sie mit, zu ihm nach Hause zu kommen. Als sie im Haus waren, packte Gary die junge Frau und zwang sie in den Keller hinunter, wo Josephina immer noch in der Grube gefangen war.

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