Wahre Verbrechen I Der Tote im verlassenen Haus T
Wahre Verbrechen I Der Tote im verlassenen Haus
Also die Schwierigkeit nach dem Auffinden des Leichnamens war zunächst einmal ihre Identität zu klären. Aufgrund einer Zeugenaussage ist bekannt, dass sie am Bahnhof ihr ankam, mehrere Personen um Hilfe bat. Und zwar konnte man auf den Aufzeichnungen sehen, äh, dass eine Person mehrfach an dem Parkhaus vorbeigeht und schließlich konnte man sehen, dass sich auf der unteren Ablage des Einkaufswagens ein weißes Bündel befand.
Die Essenermittlungen ließen einen Wagenatverdacht gegen einen 31-jährigen Mann aus Kaiserslaude zu. Am Abend des 14. Dezember 2020 machen Passanten in einer Seitengasse in Kaisers Lautern eine merkwürdige Entdeckung. Auf der Straße liegt etwas, das in weißes Material eingewickelt ist. Sie schauen genauer nach und finden die Leiche einer Frau.
Auch 5 Jahre später ist unklar, wer sie getötet hat. Zuständig für den Fall ist Kriminalhauptkommissarin Nicole Lutz. Der Leichnahm war komplett in ein weißes Bündel eingepackt. Als man das Bündel ausgepackt hat, konnte man erkennen, dass die Leiche mit einer auffälligen roten Chockinghose schwarzen Stiefeln als auch einer weißen Winterjacke bekleidet war.
Die Polizei vermutet ein Gewaltverbrechen. Aus der Spurenlage in der Gasse schließen die Ermittler, dass die Leiche hier nur abgelegt wurde. Aber wo ist der Tatort und wer ist die Tote? Noch in der Nacht veranlassen die Ermittler eine Obduktion. Also die Schwierigkeit nach dem Auffinden des Leichnahens war zunächst einmal ihre Identität zu klären, denn sie hatte keinen Ausweis und auch keine sonstigen persönlichen Gegenstände wie z.B.
ein Handy oder auch Gepäckstücke bei sich. Ähm, in solchen Fällen schaut man zunächst einmal gibt es entsprechende vermissten Meldungen in der näheren Umgebung äh, die auf diese unbekannte Person passen könnten. Doch es gibt keinen Treffer. Auch das markante Tattoo auf dem Unterarm des Opfers liefert keine relevanten Hinweise. Das Obduktionsergebnis bestätigt.
Die Frau wurde zwischen dem 11. und 12. Dezember 2020 durch stumpfe Gewalteinwirkung getötet. Zur genauen Todesursache möchte die Kripo aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen. Auch Kriminalhauptkommissar Mark Seiter ermittelt in dem Fall. Um die Herkunft der Toten zu klären, gibt er ein Isotopengutachten in Auftrag.
In einem Gutachten werden die Verhältnisse zwischen verschiedenen Isotopen, also beispielsweise Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff und dasucht. Diese sind je nach Region und Herkunstland vollkommen unterschiedlich und aufgrund von dieser Zusammensetzung kann festgestellt werden, aus welchem Land oder aus welchem Bereich, aus welcher Region die Frau gekommen ist.
Das Ergebnis: sie ist zwischen 30 und 50 Jahre alt und stammt sehr wahrscheinlich aus Osteuropa. Mit diesen neuen Erkenntnissen und einem Foto der getöteten wird jetzt eine europaweite Öffentlichkeitsverhandlung gestartet. Zwei Monate später, im Februar 2021 folgt dann der Durchbruch. Eine Frau aus Ungarn vermisst seit mehreren Monaten ihre Tochter Diana.
Ein DNA Abgleich bestätigt schließlich. Sie ist die unbekannte Tote aus Kaisers Lautern. Um die Ermittlungen zu unterstützen, stellt die Familie dieses Foto von Diana zur Verfügung. Bei der Verstorbenen handelt es sich um die Diana Bodi war zum Zeitpunkt des Todes 48 Jahre alt, kam aus Ungarn, aus einer kleinen Stadtz nach Deutschland.
Sie war in einer Pflegestelle in Stuttgart tätig, hat dort eine ältere Frau betreut und aufgrund von Differenzen, ihr wurde nachgesagt, dass sie Alkoholprobleme hatte, musste sie die Arbeitsstelle dort aufgeben und wurde dann weiter vermittelt zu einer Arbeitsstelle in Triersaburg. Im Jahr 2022 berichtet die ZF Sendung Aktenzeichen XY ungelöst über das Schicksal von Diana Bodi.
Ermittlungen im Umfeld der 48-jährigen ergeben, dass sie bereits in Stuttgart finanzielle Probleme hatte. Diana Bodi versuchte am 7. Dezember an einem Bankautomaten in Stuttgart Eidlingen mit ihrer EC-Karte Geld abzuheben. Sie bekam jedoch kein Geld, da ihr Konto offensichtlich nicht gedeckt war. Auf den neuen Job als Pflegekraft in Trier ist sie deswegen dringend angewiesen.
Die Kripo spricht mit der Arbeitsagentur, die die Anstellung vermittelt hat. Sie können rekonstruieren, dass Dianaabodi plante, am 11. Dezember mit dem Zug von Stuttgart nach Trier zu fahren. Das letzte Stück der Strecke will sie mit einem Regionalexpress zurücklegen. Da der Zug allerdings ca. 100 Minuten Verspätung hatte, befand sich Diana Bodi äh zu der Zeit, als sie in Tria ankommen sollte, tatsächlich jedoch erst am Kaiserslauterer Hauptbahnhof.
Nach heutigem Stand der Ermittlungen geht die Polizei von einem fatalen Irrtum aus. Die Altenpflegerin nimmt an, bereits am Zielort zu sein und steigt in Kaisers Lautern aus. Aufgrund einer Zeugenaussage ist bekannt, dass Diana Bodi, als sie am Bahnhof ihr ankam, mehrere Personen um Hilfe bat, insbesondere um deren Handy, um damit telefonieren zu können.
Sie war lediglich im Besitz eines E-Tickets, welches sich auf ihrem Handy befand. Allerdings war ihr Handyakul leär, weshalb sie dann vermutlich auch ihre Reise mit dem nächsten Zug nicht fortsetzen konnte. Nicole Lutz und Mark Seiter vermuten, dass die 48-jährige ab diesem Zeitpunkt ohne funktionsfähiges Telefon und ohne Bargeld in Kaisers Lautern festsitzt.
Darauf lässt vor allem ein weiterer Hinweis schließen. Auch kam es in der Nacht zum 12. Dezember zu einem Abheversuch am Geldautomaten im Hauptbahnhof, wo durch eine bislang unbekannte Person ähm versucht wurde, zweimal mit der EC-Karte von Diana Bodi Geld von ihrem Konto abzuheben, was sie jedoch nicht gelang.
Die Frau wusste, dass Ihr Konto leer war. Hat sie es dennoch versucht oder war es möglicherweise ihr Mörder? Bislang ist nur klar, kurze Zeit später ist die Frau tot. Auf der Suche nach neuen Ermittlungsansätzen wertet die Polizei auch sämtliche Überwachungskameras rund um den Fundort der Leiche aus. Tatsächlich liefern die Aufzeichnungen aus einem Parkhaus ganz in der Nähe einen entscheidenden Hinweis.
Und zwar konnte man auf den Aufzeichnungen sehen, dass eine Person mehrfach an dem Parkhaus vorbeigeht. Zunächst geht sie alleine dann mit einem Einkaufswagen und schließlich danach konnte man sehen, dass sich auf der unteren Ablage des Einkaufswagens ein weißes Bündel befand, welches dann genauso auch verpackt war, wie man die Leiche später an dem Fundort auch vorgefunden hat.
Die Ermittler sind sicher, dass es sich bei dem Bündel um den Leichnamen von Diana Bodi handelt. von wo die Person mit dem Einkaufswagen losgelaufen ist, äh bis sie dann eben das Parkhaus passierte äh und dann zum Fundort der Leiche hinlief, äh kann man nicht feststellen. Äh zwischen dem Parkhaus und dem Fundart liegen jedoch nur wenige 100 Met.
Die Aufnahmen entstehen in der fraglichen Nacht zwischen 21 Uhr und 23:30 Uhr. Alles passt zusammen. Doch wer ist die Person mit dem Einkaufswagen? Die ersten Ermittlungen ähm ließen einen Wagenatverdacht gegen einen 31-jährigen Mann aus Kaiserslaut entzu. Ähm es wurde Haftbefehl gegen den Mann erlassen.
Der Verdacht konnte gegen den Mann jedoch später nicht erhärtet werden. Zu wenige Indizien sprechen gegen den Verdächtigen. Bis heute steht für die Ermittler lediglich fest, die Person mit dem Einkaufswagen muss in Verbindung zu dem Verbrechen stehen. Ob es sich um einen dringen tatverdächtigen oder einen möglichen Komplizen handelt, kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.
Auch die Berichterstattung bei Aktenzeichen XY ungelöst ergibt keine neuen Hinweise. Anrufer können lediglich bestätigen, was die Polizei bereits weiß. Nach der Ausstrahlung meldeten sich tatsächlich neue Zeugen, darunter auch eine Frau aus den Niederlanden, die von einer Begegnung mit Diana Bodi am Kaiserslauterer Hauptbahnhof berichtete.
Demnach habe Diana Bodi mehrere Personen angesprochen und um ihr Handy gebeten. Insbesondere wollte sie ein Handy haben, vermutlich mit dem sie ihrer neue Arbeitsstelle Bescheid sagen konnte, dass sie sich verspätet. Wen hat das Opfer am Abend des 11. Dezember 2020 noch angesprochen hat sie den Täter selbst um Hilfe gebeten.
Keine 24 Stunden später wird sie getötet, auf einen Einkaufswagen geladen und wenige 100 Meter vom Bahnhof entfernt in einer Gasse abgelegt. Was in dem Fall so markant ist, ist eben äh die 30 Person, die den Leichnahen auf der unteren Ablage des Einkaufswagens transportierte, ohne äh offensichtlich Angst dabei zu haben äh von der Bevölkerung oder von irgendjemandem dabei entdeckt zu werden.
Zeugen, die die Person mit dem Einkaufswagen beobachtet haben, gibt es bislang keine. Nur die Aufnahme der Überwachungskamera hält fest, wie die 48-jährige von einem Unbekannten durch die Stadt transportiert wird. Also, das ist ein Fall, der einem nicht loslässt. Die Dame ist hier nach Deutschland gekommen, um hier zu arbeiten.
Sie wollte sich Geld verdienen, ihren Lebensunterhalt finanzieren und wurde dann hier getötet. Ähm, natürlich gehen immer wieder Hinweise ein, aber bis jetzt hatten wir leider noch nicht den erfolgversprechenden Hinweis, der uns zum Täter führt. Hauptkommissarin Nicole Lutz und ihre Kollegen werden weiter ermitteln, bis das Schicksal von Diana Bodi aufgeklärt ist.
Als die Polizei am Tatort eintraf, fand sie im Schlafzimmer einen männlichen Leichnahen vor. Der erste Schuss muss aus dem Bereich der Schlafzimmertür abgegeben worden sein. Die weiteren Schüsse sind dann aus einem näheren Bereich abgegeben worden. Es gab keine Kampfspuren. Es war offensichtlich nichts durchwühlt worden.
Maren M hat angegeben, dass sie am Morgen des Tattages zunächst nach Bremen gefahren sei, um Markus K vom Flughafen abzuholen. Danach habe sie ein Essen zubereitet. Maren M hat sich gegenüber dritten völlig anders dargestellt, als es der Realität entsprach. Es war ihr immer wichtig, bewundert zu werden, im Mittelpunkt zu stehen.
Ich habe auch noch nicht erlebt, dass jemand seinem Friseur im Vorfeld von der Tat erzählt. Im ersten Moment war das natürlich schwierig zu glauben. Ein Meerfamilienhaus im Norden von Osnerbrücke. An einem Nachmittag im Jahr 2008 alarmiert eine Frau die Polizei. Ihr Freund liegt leblos in der gemeinsamen Wohnung.
Sofort ist klar, der Mann ist Opfer eines Tötungsdelikts. Oberstaatsanwältin Katrin Krüger leitet damals die Ermittlungen. Als die Polizei am Tatort eintraf, fand sie im Schlafzimmer der Wohnung einen auf dem Bauch liegenden Leichnahen, einen männlichen Leichnahmen vor. Im Rücken wies der Körper zahlreiche Schussverletzungen auf.
Es handelt sich um Markus K. 38 Jahre alt. Er hat einen gut bezahlten Job als Manager. Erst wenige Stunden vorher war er von einer Geschäftsreise aus den USA zurückgekehrt. Nach der Untersuchung in der Rechtsmedizin steht fest, dass der Mann mit insgesamt acht Schüssen getötet wurde.
Sieben davon haben ihn in den Rücken getroffen. Die erste Verletzung hatte das Opfer im Bereich der vorderen rechten Flanke getroffen. Diese Verletzung war auch tödlich. Der erste Schuss muss aus dem Bereich der Schlafzimmertür abgegeben worden sein, weil sich unmittelbar neben der Tür in einem dort befindlichen Wäschekorb eine Patronenhülse fand.
Die weiteren Schüsse sind dann aus einem näheren Bereich abgegeben worden. Auch das konnte man an der Position der aufgefundenen Patronenhülsen feststellen. Warum wurde Markus K erschossen? Am helligten Tag mitten in einer ruhigen Wohnsiedlung. Und welches Motiv steckt hinter dieser kaltblütigen Tat? Einen Raubmord können die Ermittler sofort ausschließen.
Sie gehen davon aus, daß der Mörder nur ein einziges Ziel verfolgte, den Manager zu töten. Die Wohnung hat einen absolut ordentlichen und aufgeräumten Eindruck gemacht. Es gab keine Kampfspuren. Es war offensichtlich nichts durchwühlt worden. Es gab keine geöffneten Schubladen, keine geöffneten Schränke. Die Wohnungstür war völlig unbeschädigt.
Äh weder am Schloss noch am Türblatt ließen sich irgendwelche Beschädigungen feststellen. Auch an der Haustür finden die Kriminaltechniker keine Einbruchsspuren. Dass der 38-jährige seinen Mörder selbst hereingelassen hat, schließt die Polizei aus. Das Opfer trägt nur eine kurze Hose und ist sonst unbekleidet.
Die Umfeldermittlungen ergeben, niemals hätte der Manager so die Tür geöffnet. Hatte der Täter möglicherweise einen Schlüssel? Für Obertaatsanwältin Katherin Krüger ist diese Theorie am wahrscheinlichsten. Zunächst spricht sie deshalb mit der Person, die Markus K. gefunden hat, Maren M, seine Lebensgefährtin.
Seit 2005 sind die beiden ein Paar und wohnen zusammen. Maren M. Amorgen des Tartages zunächst nach Bremen gefahren sei, um Markus K. vom Flughafen abzuholen. Danach habe sie ein Essen zubereitet und habe sich im Anschluss daran mit ihrem Freund und Liebhaber Andres getroffen. Andres M. Mit dem 41-jährigen Industriearbeiter hat Marin seit einem halben Jahr eine Affäre.
Der Mann bestätigt, dass Marin und er sich am Tattag gegen 14 Uhr getroffen haben. Die Beziehung zwischen Marin und Markus dagegen ist zerrüttet. In ihrer Zeugenvernehmung erklärt die dreißigjährige, daß der Manager ihr gegenüber auch mehrfach handgreiflich geworden sei. Außerdem wusste Markus K. auch von der Liebschaft, hat sie aber toleriert.
Die Bankkonten des Paares werden überprüft. Hier offenbart sich der Grund für die zahlreichen Streitereien. Die Finanzermittlungen haben ergeben, dass Markus K. Maren M ein Darlehen von über 30.000 € gewährt hatte. Außerdem hat er ihr Vollmacht über ein Spesenkonto eingeräumt. Dieses Späenkonto hat sie ins Minus geführt. Die Vernehmung weiterer Zeugen deckt noch ein weiteres interessantes Detail auf.
Maren M hat sich gegenüber dritten völlig anders dargestellt, als es der Realität entsprach. So hat sie angegeben zu studieren. Sie hat angegeben aus reichem Hause zu stammen. Sie hat angegeben ein Stipendium in den USA erhalten zu haben und dass sie ein Millionenbe erwarte. All das ist gelogen.
Maren M hat keinen Job. Sie lässt sich ihren luxuriösen Lebensstil stattdessen von Markus K. finanzieren. 2008 erfährt der von dem Lügenkonstrukt. Während seiner Dienstreise schreibt er mehrere wütende SMS. Darin droht er, seine Freundin aus der Wohnung zu schmeißen. Sollte sie ihre Schulden nicht begleichen, könnten die finanziellen Probleme ein mögliches Tatmotiv sein? Eine zweite Zeugenaussage von Marin M lenkt die Ermittlungen aber zunächst in eine völlig andere Richtung.
Des weiteren hat sie berichtet, dass sich ein Mann mit mutmaßlich russischem Dialekt immer wieder nach Markus K. erkundigt habe, auch an der Wohnungstür geklingelt habe. Dieser Mann habe einen roten BMW mit rotem Kennzeichen gefahren und dieses Fahrzeug habe sie noch am Tattag auch in der Straße stehen sehen.
Außerdem habe Marin vor einigen Wochen einen Wohnungsschlüssel verloren. Seitdem habe sie das Gefühl, dass sich fremde Personen im Haus aufhalten. Ihre Aussagen hält die Polizei für wenig glaubhaft. Ermittlungen im Umfeld des Opfers bieten keinerlei Anhaltspunkte dafür. hat Maren M.
auch hier gelogen und eine falsche Ferte gelegt. Sie ist die einzige, die ein Motiv und einen Schlüssel für den Tatort hat. Konkrete Beweise für ihre Tatbeteiligung gibt es aktuell aber nicht. Dann allerdings meldet sich ein wichtiger Zeuge, der Friseur von Marin M. Der Friseur hat in seinen mehrfachen polizeilichen Vernehmungen zunächst angegeben, es würde einen Auftragsmord an Markus K. geben.
In dieser Vernehmung hat er geschildert, dass Maren M ihm schon Tage vor der Tat gesagt habe, dass Markus K. am 24. Juli getötet werden würde und dass Andres M auch mit dieser Tat zu tun habe. Eine abenteuerliche Geschichte. Hat Marin M tatsächlich Details über ihren Mordplan ausgeplaudert? Der Friseur erzählt noch mehr. Laut Maren M sollte ein russischer Auftragsmörder mit einer Kleinkaliberwaffe Markus K erschießen.
Mit einem vorher platzierten Schlüssel sollte er sich heimlich in die Wohnung schleichen. Zur gleichen Zeit würden sich die Auftraggeber Maren und Andris ein Alibi verschaffen, um den Verdacht von sich abzulenken. Jetzt ist es Aufgabe der Ermittler, diese Theorie zu überprüfen. Andres und Marin geben an, sich am Tattag in einem Imbis an einem Autohof in der Nähe von Osnbrück getroffen zu haben.
Zeugen haben uns bestätigt, dass Andris M und Maren M sich hier in sehr auffälliger Art und Weise verhalten haben. Sie haben miteinander herumgealbert und ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist, dass Maren sich nach der Uhrzeit erkundigt hat, obwohl sie unter einer großen Wanduhr stand und obwohl sie eine Armbanduhr getragen hat.
ist das Alibi tatsächlich nur vorgespielt. Auch alle weiteren Angaben des Friseurs werden jetzt akribisch überprüft. In seinen Vernehmungen nennt er noch einen weiteren Namen, Marina. Sie soll den Kontakt zum Auftragsmörder herstellen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass irgendwann der Ermittlungsführer mich kontaktierte und zwar war tatsächlich in den Verbindungsdaten des Telefons des Andres M eine Marina aufgetaucht.
Im ersten Moment war das natürlich schwierig zu glauben. Da möchte ich keinen He draus machen. Es ist eine spektakuläre Wende, mit der niemand gerechnet hätte. Die Oberstaatsanwältin ist sich mittlerweile sicher. Markus K. Opfer eines Auftragsmordes geworden. Auch Marina S. passt ins Bild. Hat sie bei der Vermittlung eines Täters geholfen? Die Frau pflegte mit Andris gelegentlich sexuelle Kontakte.
Auch ihre Handydaten werden überprüft. Dabei stoßen die Ermittler auf eine weitere Person, den aus Russland stammenden Wadim S. Er ist bereits wegen diversen Delikten Polizei beekannt und er hat für den Tartag kein Alibi. Sein Arbeitgeber gibt an, dass er sich krank gemeldet hatte, aber gegen 14:30 Uhr war sein Handy in der Nähe des Tatorts eingelogt.
Ihrem Friseur gegenüber sprach Marin M. auch von einem russischen Täter. Es ist ein weiteres Indiz in der Ermittlungskette. Für Katrin Krüger ergibt sich jetzt folgendes Bild. Es handelte sich um Andres und Maren. Auf der einen Seite sowie Marina S und ihren Neffen war dem S auf der anderen Seite.
Die Polizei hat dann mit den Verbindungsdaten und den Geodaten einen zeitlichen und örtlichen Ablauf dargestellt, der alternativlos war und eigentlich auch keine Zweifel mehr am Ablauf des Tatgeschehens offen ließ. Weil Sie dringend tatverdächtig sind, werden alle vier Personen festgenommen. Zu den Vorwürfen schweigen sie. Was genau am 24.
Juli passiert ist, steht für die Ermittler dennoch außer Frage. Markus K. kommt an diesem Tag von seiner Geschäftsreise aus den USA zurück. Dass der Manager nach dem langen Flug müde ist, wollten die Täter ausnutzen. Jedes noch so kleine Detail des Auftragsmordes haben sie im Vorfeld geplant. Wie vereinbart holte Andres M war S von dessen Wohnort ab und beide fuhren nach Ostenbrück.
So, dann setzten sich Andres und Maren per SMS in Verbindung und das war für Maren das Zeichen, dass sie nun mehr die Wohnung verlassen sollte und beide sind dann unabhängig voneinander zu einem Autohof gefahren, um sich dort zu treffen. Mit einem vorher versteckten Schlüssel schleicht sich Wadim S in die Wohnung. Mit acht Schüssen erschießt er Markus K.
Der sich im Schlafzimmer aufhält. Zur gleichen Zeit verschaffen sich Marin und Andris ein Alibi im Imbis des Autohofs. Wer die Pistole organisiert hat, kann nicht abschließend geklärt werden. Bis heute wurde die Tatwaffe nicht gefunden. Im März 2009 startet der erste Prozess gegen Marin M und Andres M.
Vor Gericht kommen weitere Zeugen zu Wort. Marin hatte nicht nur ihrem Friseur, sondern auch anderen Leuten von den Mordplänen erzählt. Was hat sie dazu bewegt? Ihre Geheimnisse auszuplaudern. Sie hatte narzisstische Züge. Es war ihr immer wichtig, bewundert zu werden, im Mittelpunkt zu stehen. Letztendlich ist sie über ihre Persönlichkeit gestolpert, die es ihr nicht gestattet hat, Stillschweigen zu bewahren, sondern es war ihr offensichtlich ein Bedürfnis, diesen Plan, den sie für außerordentlich gut gehalten hat, flächendeckend zu
verbreiten. Und letztendlich hat sie uns damit alles an die Hand gegeben, was wir brauchten, um die Tat nachzuweisen. Auch ihren Liebhaber Andris hat die Frau belogen. Ihm hatte sie ebenfalls vorgegaukelt, eine reiche Erbin zu sein. Im Prozess kippt die Stimmung. Marin schiebt die Schuld auf ihren Liebhaber.
Der flüchtet sich in Ausreden. Das Gericht kommt zu dem Schluss. Das Motiv für die Tat sind die finanziellen Probleme von Marin gewesen. Sie hatte Angst, dass Markus K. ihr gegenüber handgreiflich wird, sollte sie ihre Schulden nicht begleichen. Andres wollte ihr helfen. Er hoffte sich davon aber auch finanzielle Vorteile.
Zwar war es war dem, der die direkten Schüsse abgegeben hat, aber ohne den Schlüssel, den er von Maren bekommen hat, hätte das nicht funktioniert. Und ohne, dass Anderes ihn zum Tatort gefahren hätte, hätte es auch nicht funktioniert. Und insofern war das ein arbeitsteiliges Handeln und das hat zu einer Verurteilung wegen mittäterschaftlichen Mordes geführt.
Marina S und Wardim S werden in einem zweiten Prozess angeklackt. Für den Auftragsmord sollte WIM 5000 € erhalten. Die zahlreichen Ausreden, die er im Verfahren präsentiert, überzeugen am Ende niemanden. Maren M, Andres M und Wim S werden zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Marina S.
Beihilfe 6 Jahre ins Gefängnis. Wer die ursprüngliche Idee für den Auftragsmord hatte, bleibt unbeantwortet. Für Katrin Krüger bleibt das Verfahren eines der spektakulärsten in ihrer beruflichen Laufbahn. Das eine ist, dass man natürlich ein Auftragsmord und die damit einhergehenden Ermittlungsschwierigkeiten nicht jeden Tag hat.
Ich habe auch noch nicht erlebt, dass jemand seinem Friseur im Vorfeld von der Tat erzählt und ich bin sehr froh, dass wir am Ende dank polizeilicher Ermittlungsarbeit, die wirklich hervorragend war, das lückenlos aufklären konnten. Bis zum Schluss hat niemand Verantwortung für den Tod von Markus K. übernommen.
Umso wichtiger für die Ermittler, dass alle Akteure in diesem Kriminalfall überführt werden konnten. Conetta Daniele war zur Tatzeit 1994 19 Jahre alt und machte eine Ausbildung zur Buchhändlerin. überzeugen Befragung wurde dann ein Zeuge ermittelt, der sie noch hier als Anhalterin stehend gesehen hat und es war auch der letzte Zeuge der Nacht.
Conetta Daniele wurde in einem Wahlstück 20 km südlich von Freiburg aufgefunden. Es hat sich immer wieder rausgestellt, irgendwann irgendwo gibt’s eine Lösung oder es kann sogar tatsächlich sein, dass ein Täter nach 30, 40 Jahre plötzlich seine Seele erleichtern will und die Tat besteht. Freiburg, Oktober 1994.
Eine junge Frau ist spät abends auf dem Weg nach Hause. Eine Woche später wird in einem abgelegenen Waldstück ihre Leiche gefunden. Wurde der 19-jährigen Conchetta Daniele das Trempen zum Verhängnis? In den Jahren zuvor hatte es in Freiburg bereits zwei ähnliche Fälle gegeben. In beiden Fällen wollten die jungen Frauen per Anhalter nach Hause fahren und wurden umgebracht.
Martin Sarao war früher Einsatzleiter bei der Freiburger Polizei. Der pensionierte Hauptkommissar hat sich für uns noch einmal mit dem Verbrechen befasst. Es war 1995 auch Thema in der ZDF Fernsehverhandlung Aktenzeichen XY ungelöst. leider vergeblich. Conchetta Daniele war zur Tatzeit 1994 19 Jahre alt und machte eine Ausbildung ähm zur Buchhändlerin in Freiburg, machte ihren Job wirklich mit Eifer und auch sehr zuverlässig äh und wohnte noch zur Tatzeit mit ihren Geschwistern bei den Eltern in Waldkirch ca. 15 km Nadli
von Freiburg. Am Sonntag den 23. Oktober 1994 ist Conchetta Daniele verabredet. Conchetta verbrachte zuerst Nachmittag mit einer Freundin und sie begab sich dann zusammen um 18 Uhr in den Stadtteil Weingart und besuchten dort zwei Freunde. Da blieben sie bis etwa 22 Uhr und begaben sich dann zu Fuß auf den Heimweg.
Sie gehen zunächst zu einer nahe gelegenen Bushaltestelle. Conchetta und ihre Freundin kamen dann zu Fuß hier an der Haltestelle Dorfbunnen an. Habe dann auf dem Fahrplan gesehen, dass der Bus tatsächlich etwas später fährt und habe dann versucht per Anhalter von hier wegzukommen, was er letztendlich dann auch gelangt.
Ein Autoheld. Drei Männer erklären sich bereit, die beiden jungen Frauen mitzunehmen. Sie fahren Conchetta Daniele und ihre Freundin bis zur Habsburger Straße im Freiburger Stadtteil Herdern. Die Wohnung der Freundin ist hier ganz in der Nähe. Wo genau müsst ihr hin? An der Haustür verabschiedet sich Cononchetta von ihr.
Also gegen 23 Uhr macht sich die 19-Jährige allein auf den Weg zur Bushaltestelle Tennenbacher Straße. Conetta kam dann hier an der Haltestelle wohl an, sah auch 23 Uhr bis 24 Uhr, geht eine Stunde bis der letzte Bus hier wegfährt. Also hat sie sich entschieden noch mal per Anhalter wegzukommen. überzeugen Befragung wurde dann ein Zeuge ermittelt, der sie noch hier als Anhalterin stehend gesehen hat in Fahrt Richtung Norden und es war auch der letzte Zeuge der Nacht.
Also so geht’s ja. Als Cononchetta Daniele am Tag darauf nicht beim Abendessen bei ihrer Familie dabei ist, ruft ihr Vater ihre Freundin an. Wo ist Nummer? Im Buch neben dem Telefon. Hallo. Ja. Guten Abend. Hier ist der Vater von Conchetta. Jennifer, bist du es? Ja. Guten Abend. Ist was mit Conchetta? Nein. Das heißt, ich weiß nicht wieso.
Wie kommst du denn drauf? Ich war heute Mittag mit ihr verabredet, aber sie ist nicht gekommen. Also dann ist sie jetzt auch nicht bei dir. Also ich rufe die Polizei an. Das ist mir nicht geheuer. Wenige Tage später dann der Schock. Aus dem vermissten Fall Conchetta wird ein Mordfall. Conchetta Daniele wurde etwa eine Woche nach ihrem Verschwinden in einem Waldstück 20 km südlich von Freiburg aufgefunden, wobei man dazu sagen muss, dass Fundort nicht gleich Tatort war.
Man konnte aber zumindest feststellen, ähm, dass sie Schnittverletzungen hatten und letztendlich erdrosselt wurde und der Finder war ein Pilzsammler. Die Spurensicherung am Leichenfundort gestaltet sich schwierig. In den Tagen zuvor hat es stark geregnet. Die Obduktion ergibt, vieles spricht dafür, dass Conchetta in einem geschlossenen Raum umgebracht wurde, beispielsweise in einem Fahrzeug oder in einer Wohnung.
Die Kripo Freiburg hat nur wenige Ansatzpunkte. Am Tatort können Handschellen sichergestellt werden. Sie haben eine besondere Verriegelung. Ein weiterer Ansatzpunkt sind die Hausschlüssel von Conchetta. Sie sind seit dem Verbrechen verschwunden. Die Aufmerksamkeit der Ermittler richtet sich auch auf die jungen Männer, die Conchetta und ihre Freundin mitgenommen hatten.
Da vorne kön ist Cononchetta ein weiteres Mal zu Ihnen ins Auto gestiegen? Gehen wir mal ein Kaffee trinken. Mit den Angaben der Freundin werden Phantombilder der Männer aus dem Auto erstellt. Die Veröffentlichungen in den regionalen Medien bleiben ohne Erfolg. Kommen die Männer eventuell gar nicht aus dem Raum Freiburg? Die Polizei ist nach dem Mord an Conchetta Daniele besonders alarmiert.
Der Fall erinnert die Ermittler an zwei weitere Morde an Anhalterinnen. Ingrid Kar im Jahr 1983 und Angelika Stle im Jahr 1985. Die 24-jährige Kellnerin Ingrid Karra arbeitet in einem Lokal in der Freiburger Innenstadt. In der Nacht auf den 20. April 1983 verschwindet sie auf ihrem Weg nach Hause ins Freiburger Umland.
Ein Jahr später wird in einem Wald 15 km südlich von Freiburg ihre Leiche gefunden. Die 17-jährige Angelika Stekle wird in der Nacht auf den 16. Juli 1985 getötet. Die Schülerin wird zuletzt in der Nähe des Freiburger Martinstores gesehen. Auch sie wollte kurz nach Mitternacht nach Hause ins Freiburger Umland trampen.
Doch dort kommt sie nie an. Anfang 1986 wird hier südlich von Freiburg Angelika Stles Leiche gefunden. Ist der Mörder der beiden jungen Frauen auch für den Tod von Concetta Daniele verantwortlich? Für die Kripo ergibt sich in den Monaten nach dem Auffinden von Conchettas Leiche keine heiße Spur. Na, bei dem Fall waren sowieso schon von Anfang an sehr wenige richtige Ermittlungsansätze vorhanden und innerhalb eines Jahres kam leider keine neue mehr hinzu, sodass man sich dann entschieden hat, sich an Aktezeichen XY
ungelöst zu wenden und zwar mit dem Hintergrund, dass die regionale Veröffentlichung kein Ergebnis brachte, aber zur Tatzeit fand Freiburg ein Volksfisch statt die Freiburger Herbstmess und dann hat man sich damit versprochen mit der Veröffentlichung, dass man vielleicht damit noch Besuche aktivieren kann, die sich vielleicht daran erinnern könnten.
Nicht immer, meine Damen und Herren, aber relativ oft ist unsere Sendung für die Kripo so etwas wie der letzte Versuch, ein Verbrechen doch noch aufzuklären. Das ist auch in dem Fall so, den wir Ihnen jetzt für die Kripo Freiburg vorstellen. Die Kripo hofft bei XY Zeugen zu finden, die Conchetta Daniele noch kurz vor ihrem Verschwinden gesehen haben könnten.
beispielsweise an der Freiburger Bushaltestelle, an der sie versucht hat zu trampen. Auf die Sendung selber gab es etwa 100 Hinweise, aber vorzugsweise auf die Handschellen oder Handschließen äh mit besonderer Verschluss, aber man hat dann festgestellt, dass es doch eine gewisse Massenware ist und somit hat auch die Sendung nicht zu einem Durchbruch geführt, die zum Täter geführt hätte.
Auch auf die gezeigten Phantombilder der Männer, die Conchetta und ihre Freundin am Tatabend zunächst mitgenommen hatten, gibt es keine entscheidenden Hinweise. Es war tatsächlich so, dass Jahre später konnte man alle drei, die praktisch die Konchetta mitgenommen haben, als Anhalterin, ähm ermittelt werden.
Und das Ergebnis war dann so, dass die zwar von diesem Suchauff wussten und auch um die Umstände, aber einfach mit der Polizei nichts zu tun haben wollten. Es schien aber aufgrund der Ermittlungen, was man hatte, wusste als Täter aus. Der Fall Conchetta Daniele ist nach wie vor ungeklärt. Das Delikt als solches ist natürlich ein grausames Delikt und ähm auch die Tatweise und diese Modusand Gesamtbild äh bleibt natürlich all in Erinnerung auch den ermittelten Kollegen damals äh und geht auch nicht aus dem Gedächtnis
raus. Man versuchte ähm dann äh Jahre später äh mit neuschen kriminaltechnischen Methoden einfach die alten Aerwaten noch ein mal rauszuholen, um noch mal vielleicht auf den Ansatz zu kommen. Für allerdings leider nicht zum Erfolg. Trotzdem gibt es immer wieder Bemühungen das Verbrechen zu klären, dass Freiburg Mitte der 1990er Jahre so verunsichert hat.
Es hat sich immer wieder rausgestellt, irgendwann irgendwo gibt’s eine Lösung oder es kann sogar tatsächlich sein, dass ein Täter nach 30, 40 Jahre plötzlich seine Seele erleichtern will und die Tat gesteht. Der Mord an der 19-jährigen Conchetta Daniele im Jahr 1994. Ist der Täter ein Serienmörder, der in Südbaden sein Unwesen getrieben hat.
Möglicherweise wäre die Klärung eines der Verbrechen der Schlüssel zu den beiden anderen Morden. Eva Kötz war zur Tatzeit 1997 26 Jahre alt, studierte in Freiburg Biologie. Eva Götz kam aus Landau hier am Freibacker Hauptbahnhof um 21:08 Uhr an. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde Eva Götz um 21:20 Uhr in dieses Fahrzeug gezerbt in den Kastenwagen und aus Freiburg heraus entführt.
Er hatte unter anderem Betäubungsmittel dabei, dann Fesselungswerkzeug. Der Täter hatte tatsächlich an Tatort DNA Material hinterlassen. Würde der Täter noch mal in irgendeiner Art straffällig werden, würde das zu einem Treffer führen. Freiburg im Januar 1997. Eine junge Frau verschwindet auf dem nach Hauseweg.
Am nächsten Morgen wird 80 km entfernt ihre Leiche gefunden. Was ist mit Eva Götz geschehen? Martin Saarau war früher Einsatzleiter bei der Freiburger Polizei. Der pensionierte Hauptkommissar hat sich für uns noch einmal mit dem Verbrechen befasst. Eva Götz war zur Tatzeit 1997 26 Jahre alt, studierte in Freiburg Biologie.
Eva Götz lebte in einer Studentenwohngemeinschaft in Freiburgtern und besuchte an dem Wochenende ihre Eltern in der Pfalz. Am Sonntag den 26. Januar 1997 fährt die Studentin abends von Landau aus mit dem Zug zurück nach Freiburg. Für den ersten Teil der Strecke bis Karlsruhe gibt es einen Zeugen. Ist was? Eva Güz kam aus Landau hier im Freiburger Hauptbahnhof um 21:08 Uhr an.
Sie bemerkte dann beim Rausgehen aus dem Bahnhofsgebäude, dass sie ihre Regokarte für den öffentliche Personen Nahverkehr zu Hause vergessen hatte und hat sich dann entschlossen, den Fußweg bis nach Hause eineinhalb Kilom etwa von hier aus zu Fuß zurückzulegen. Der Heimweg der jungen Frau führt vom Hauptbahnhof aus durch den Stadtteil Herdern und damit auch durch die Stefan Meiererstraße.
Gegen 21:20 Uhr werden Anwohner, Hilfeschreier oder Schreier einer Frau von der Straße her, begaben sich dann auf die Straße, haben nachgeschaut, aber nichts festgestellt. Auffällig war nur ein Kastenwagen, wo eine Person dran stand. Dieser cremefarbene Kastenwagen war kurz danach dann verschwunden. Das Kennzeichen des Fahrzeuges war schwarz mit weißer Schrift.
Das waren Fahrzeugkennzeichen, die früher gerne in Polen oder in Frankreich verwendet wurden. Wahrscheinlich ist die Biologiestudentin um diese Uhrzeit in den alten Kastenwagen gezerrt und entführt worden. Der Täter muss die 26-Jährige in dem Wagen über die B31 in Richtung Schwarzwald verschleppt haben. Spätere Ermittlungen ergeben, dass er die junge Frau mit Chloroform betäubt und gefesselt hatte.
In diesem Bereich zwischen Blubberg und Geisingen wurde ein Kastenwagen auch in dieser Nacht mehrmals gesehen. Zuletzt um 2:30 Uhr an der L185 Uhr bei Live Verdingen. Am nächsten Morgen gegen 8:40 Uhr kommt ein LKW-Fahrer an der Stelle vorbei. Er findet dort eine junge tote Frau. Ihr Mörder hatte sich keine Mühe gegeben, die Leiche zu verstecken.
Ihre Schuhe lagen in einem Büsch direkt neben der Leiche und es kam dann aufgrund eines Narrendreffens die Idee, dass eventuell die Tat im Zusammenhang mit dem Narrentreffen stehen könnte, was ich allerdings später als Druchspur herausstellte. Die teilweise entkleidete Frau trägt eine schwarze Kortjacke mit roter Schleife und einen blau creme gemusterten Winterschalen.
Die Identität der Toten bleibt zunächst unklar. Sie hat keine Ausweispapiere bei sich. Unter der Leiche hat man einen Handzettel mit einem Handtermin für einen Augenarzt äh gesehen oder gefunden und konnte dann über den Arzt herausfinden, dass eine Eva Götz an diesem Tag einen Augenarzttermin ausgemacht hatte.
Die letztliche Identifikation stand fand dann mit den Bewohnern der Wohngemeinschaft statt, die über die Bilder von der Leiche mitteilten, dass es sich um Eva Götz handelte. Wie die Polizei feststellte, wurde die Frau Götz missbraucht, misshandelt und letztendlich erstickt. Doch wie kommt das Mordopfer Eva Götz von Freiburg zum 80 km entfernten Fundort im Schwarzwald? Die Polizei stellt einen Zusammenhang mit den Schreien in der Stefanmeierstraße in Freiburg und den Sichtungen des ominösen Kastenwagens her.
Es war an mehrer Stelle davon die Sprache von einem cremfarbenen beigfarbenen Kastenwagen. Das Modell exakt weiß man nicht. Es entspricht etwa in einem Peugeot J7 oder ähnliches Modell sehr heruntergekommen. Die Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt hat, der sein Opfer hier bei Leibverdingen abgelegt hat.
Der Täter hatte tatsächlich an Tatort DNA Material hinterlassen, sodass man den Abgleich machen konnte mit der vorhandenen DNA Datei. Hat aber nicht zu einem Ergebnis geführt. Auf die Spur des Mörders der 26-jährigen könnten auch Gegenstände von Eva Götz führen, die verschwunden sind. Ein Leinenrucksack, ihre Brille, ihre Geldbörse und ein auffälliges rotes Biologielehrbuch.
Möglicherweise befinden sich an diesen Dingen Spuren des Täters. Das sind meistens Gegenstände, die ein Täter eventuell mit nach Hause nimmt als Trophäe, um die Tat später noch mal für sich nachvollziehen oder nacherleben zu können. Die Kernfrage: Warum hat der Unbekannte in dem auffälligen Kastenwagen ausgerechnet Eva Götz entführt? Kannte er sie möglicherweise? Die ermenden Polizeibeamter von der Kriminalpolizei gingen davon aus, dass der Täter zielgerichtet den Opfer gesucht hat und sich sehr gut vorbereitet hatte auf die Tat. Eva Götz
war auf ihrem nach Hauseeweg einfach zum falschen Zeitpunkt am falscher Ort und damit ein sogenanntes Zufallsopfer so trauriges auch klingen mag. Viele Jahre bleibt der Mordfall ein Cold Case. Inzwischen ist die Kripo Rottweil für die Ermittlungen zuständig. Im Januar wird das Verbrechen in der ZFSendung Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt.
Andreas Reichert von der Kripo Rottweil richtet dabei auch einen Appell an mögliche Mitwisser. Und zwar liegt der Fall nun ziemlich exakt 26 Jahre zurück. Es ist für uns denkbar, dass ich der Täter in diesem Zeitraum jemanden anvertraut haben könnte oder zumindest Andeutungen dahingehen gemacht hat. Sollte es solche Personen geben, die über dieses Wissen verfügen, dann bitte ich Sie sich bei der Polizei zu melden.
Glauben Sie jetzt mal ganz generell, dass der Mord an Eva Götz die erste Tat dieses Mannes war oder dass er vielleicht vorher nachher in irgendeiner Form noch mal zugeschlagen hat? Nein, wir gehen davon aus, dass der Täter bereits im Vorfeld Frauen belästigt haben könnte. Wir suchen deshalb Zeuginnen, die damals in der Freiburger Gegend aus einem Kastenwagen heraus in verdächtige Art und Weise angesprochen oder bedrängt wurde.
Tatsächlich gehen nach der Ausstrahlung aus dem Raum Freiburg auch Hinweise von Frauen ein, die damals belästigt wurden. Insgesamt überprüft die Kripo Rottweil fast 500 neue Spuren. Doch der Mann, der 1997 das mutmaßliche Entführungsfahrzeug gesteuert hat, kann nicht ermittelt werden. Auch seine am Tatort festgestellte DNA ist zwischenzeitlich nicht wieder aktenkundig geworden.
Doch die Kri gibt die Hoffnung nicht auf, dass der Mord an Eva Götz doch noch geklärt werden kann. Da hat den A-Material vom Täter, egal welcher Art, äh die in die Datei eingespeist wird oder in die Datenbank. Und sollte der Täter noch mal irgendwie in Erscheinung treten, ähm kann man darüber hinaus diesen Fall klären.
Und der Täter selbst, das hat solche Fälle auch schon gegeben, ähm dass die nach Jahren, Jahrzehnten eine Art Lebensbreichter ablege. Das Verbrechen an der 26-jährigen Biologiestudentin Eva Götz aus Freiburg. Sie fiel im Januar 1997 in die Hände eines kaltblütigen Mörders, der ein Zufallsopfer kidnappen und missbrauchen wollte.
Die Feuerwehr konnte den Brand noch löschen und die haben dann eben in der Dachgeschosswohnung eine männliche Leiche gefunden. Trotzdem konnten wir relativ zügig dann mit Fotos von der Leiche dann den Wesiakpin als Opfer identifizieren. Also die Gerichtsmedizin sagt, es waren mindestens zwei Schläge eben auf den Kopf und das mit einem stumpfen Gegenstand.
Ein unmittelbarer Nachbar hat vor dem Haus einen silbernen Kombi stehen sehen und davor eine Person, die irgendeinen Karton in den Kofferraum getragen hat. 26. März 2020. Die Feuerwehrbadbe rückt zu einem Brandus. Anwohner hatten Rauch in einem Haus in der Bahnhofstraße gemeldet. Was als normaler Löscheinsatz beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Kriminalfall.
Hauptkommissar Florian Angelkorte von der Polizei Hagen leitet die Ermittlungen. Die Feuerwehr konnte den Brand noch löschen und die haben dann eben in der Dachgeschosswohnung eine männliche Leiche gefunden und die eine erhebliche Kopfverletzung aufließ. Der Leichnam war von ganz vielen Bettdecken geschützt, sodass der Leichnam wirklich gut erhalten war, trotz des großen Brandes.
Die Ermittler vermuten, der Unbekannte ist nicht durch die Flammen gestorben, sondern wurde umgebracht. Vieles deutet auf stumpfe Gewalteinwirkung hin. Doch wer ist das Opfer? Es waren zwei männliche Personen in dem Haus gemeldet. Äh, trotzdem konnten wir relativ zügig dann mit Fotos von der Leiche dann den Wesi Akpina als Opfer identifizieren.
Wesia Akpina kommt ursprünglich aus der Türkei. Dort betreibt er ein kleines Bistro. Doch der 49-jährige träumt von einem Neuanfang in Deutschland. 2018 wagt er den Schritt. Er spart jeden Cent, verkauft sein Kaffee und zieht nach Nordrheinwestfahl. Und mit diesem Geld ausgestattet hat er sich hier diese Immobilie gekauft, wo eben im Erdgeschoss ein Imbis drin ist und oben drüber zwei Mietwohnungen.
Er selbst zieht ins Dachgeschoss des Hauses. Das erste Stockwerk vermietet er. Den Imbis möchte Wesia Agina renovieren, um ihn später neu zu eröffnen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Schon bei der ersten Untersuchung der Leiche macht Kommissar Angelkorter eine interessante Entdeckung. Als Ermittler hat man eigentlich direkt gesehen, dass der Tote nicht an dem Abend getötet worden sein könnte.
Also die Leiche wies schon wirklich Vollniserscheinung auf. Das hat dann auch die Gerichtsmedizin bestätigt, die gesagt haben, der wird zwei bis drei Tage vorher getötet worden sein. Zum Zeitpunkt des Brandes ist Wesia Akpina also schon länger tot. Offenbar ist der Täter später noch einmal zurückgekehrt, um Feuer zu legen und so Spuren zu beseitigen.
Wir hatten Brandsachverständige vor Ort und die konnten zwei unterschiedliche Brandbeschleuniger nachweisen, sodass es für uns sehr wahrscheinlich ist, dass der Täter das Opfer getötet hat und vielleicht schon da versucht hat einen Brand zu legen. Und als das dann nicht geklappt hat und dass der Täter die Täterin das bemerkt hat später, hatte er es dann eben zwei Tage später noch mal versucht.
Doch auch dieses Feuer ist schnell gelöscht. Die Obduktion des fast unversehrten Leichnames bestätigt. Wesia Akpina starb an massiver Gewalteinwirkung. Vermutlich wurde er im Schlaf erschlagen. Von der Tatwaffe fehlt jedoch jede Spur. Also, die Gerichtsmedizin sagt, es waren mindestens zwei Schläge eben auf den Kopf und das mit einem stumpfen Gegenstand.
Wir als Mordkommission vermuten, dass es sich z.B. um eine Art klein größeren Hammer handeln könnte. Das würde zu den Renovierungsarbeiten passen. Dabei halfen dem Opfer oft billige Arbeitskräfte. Kannte Wesia Akpina seinen Mörder? Dafür spricht, dass es keine Einbruchsspuren gab. Dennis Bosco Jun ist der Neffe des Verstorbenen.
Er lebt in der Nähe von Badlaspe. Von Anfang an steht der 43jährige in engem Austausch mit der Polizei. Wo ich den auch hier identifizieren sollte, war ich geschockt. Ich konnte das gar nicht glauben, dass er ermordet wurde sozusagen und dann in Brand gesetzt wurde, ne? Der hatte eigentlich wenig Kontakt zu Personen gehabt.
Äh war eigentlich selbst äh ein eigenständiger Typ. hatte einen kleinen Job gehabt als Pizzaleferant. So finanzierte sich der 49-jährige seinen Lebensunterhalt. Sonst ist nur sehr wenig über ihn bekannt. Seine Ehefrau ist nicht mit nach Deutschland gekommen. Kinder gibt es nicht. Auch der Neffe hatte nur sporadischen Kontakt zu seinem Onkel.
Ja, es ist eben schwierig dann Hintergründe zu einem Mord zu ermitteln, wenn man wenig soziale Kontakte hat, wenig Menschen hat, die wirklich sagen können, was das Opfer den ganzen Tag gemacht hat. Zum Zeitpunkt seines Todes hatte Wesia Akpina deutlich über zwei Promille im Blut.
Laut seiner Familie ging er zwar hin und wieder in Gaststätten, Alkohol habe dabei aber nie eine Rolle gespielt. Auch in seiner Wohnung finden sich keine Flaschen mit hochprozentigem. Irgendwo und mit irgendwem muß er sich an diesem Abend aber betrunken haben. Für die Ermittler ein Rätsel. Es war eben Coronazeit und eigentlich hatten alle Gaststätten alle Kneipen zu und wir wissen bis heute nicht, wo das Opfer diesen Alkohol an dem Abend, wo es gestorben ist, konsumiert haben könnte.
Ein mögliches Motiv findet Kommissar Angelkorte, als er sich die Kontobewegungen von Phesia Akpina ansieht. Kurz vor seinem Tod hob er insgesamt 14 000 € ab, vermutlich um eine neue Heizung zu bezahlen. Und dieses Bargeld konnte auch nicht aufgefunden werden. Das einzige Tatmotiv, was eins sein könnte, wäre tatsächlich dieser Bargeldbetrag in Höhe von 14 000 €.
Ansonsten haben wir keinerlei Hinweise auf ein anderes Tatmotiv. Die Heizungsreparatur wurde nie durchgeführt und auch nicht bezahlt. Dass das Geld in der Wohnung rückstandslos verbrannt ist, hält die Polizei für unwahrscheinlich. Auch die Geldbörse und das Handy des Verstorbenen bleiben verschwunden. Am Tag seines Todes half ein Verwandter dem späteren Opfer noch beim Renovieren.
Um 20 Uhr verabschiedete er sich. Und vielen Dank noch mal für deine Hilfe. Schon gut. Wer meld dich einfach, wenn du mich wieder brauchst. Ja. Was danach geschah, ist unklar. Doch dann meldet sich ein Zeuge bei der Mordkommission, der in der Nacht eine interessante Beobachtung gemacht hat. Ja, ein unmittelbarer Nachtbar hat vor dem Haus einen silbernen Kombi stehen sehen und davor eine Person, die irgendeinen Karton in den Kofferraum getragen hat.
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