News

Wahre Verbrechen I Blut auf dem Flur T

person
By sonds1
chat_bubble 0 Comments

Wahre Verbrechen I Blut auf dem Flur 

Eine Freundin von ihm hat ihn als vermisst gemeldet. Sie hat sich Sorgen gemacht. Sie hat versucht, den telefonisch zu erreichen und er ist nicht dranegangen. Als das Einsatz und Streifenteam die Tür geöffnet hat, lag Reiner D. Am Ende des Fluches in einer Blutlache. Smokey hatte viele Freunde. Er war hilfsbereit.
war, relativ vermögend. Dieser Schuabdruck wurde auch in allen anderen Räumen der Wohnung aufgefunden. Wir haben dann ein Foto von dem Schuhprofil vorgelegt, woraufhin er für uns
Er war, trotz dass er arbeitslos überraschend sagte, das sind ja meine. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Helmstedt in Niedersachsen, Dezember 2011. Der 42-jährige Reiner D.

verschwindet spurlos. Der Mann hat viele soziale Kontakte. Oft verbringt er die Abende in den Bars der Stadt. Weil er gerne raucht, wird er auch Smokey genannt. Kommissarin Katharina Boras von der Polizei Salzgitter rekonstruiert die ersten Stunden in dem vermissten Fall. Eine gute Freundin von Reiner D.

 Sorgen gemacht, weil er telefonisch nicht zu erreichen war. Sie war auch an seiner Wohnanschrift ähm und hat festgestellt, dass dort Licht in der Wohnung brannte. und er aber die Tür nicht aufmachte. Weil eine Notlage nicht ausgeschlossen werden kann, will die Polizei die Angaben der Frau vor Ort überprüfen. Die Beamten verschaffen sich Zugang zur Wohnung von Reiner D.

Als das Einsatz und Streifenteam die Tür geöffnet hat, lag Reiner D am Ende des Flures in einer Blutlache. Es war auch recht schnell klar, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt. Der Körper des Toten weist eine Vielzahl von Stichverletzungen auf. Im Flur der Wohnung sichern die Kriminaltechniker zahlreiche Blutspuren und Fingerabdrücke.

Sie führen zu einer ersten Theorie. Man ist davon ausgegangen, dass dort ein Messerangriff schon an der Tür stattgefunden hat und Reiner D sich nach hinten in den Hausflur retten wollte und dort am Ende zusammengebrochen ist, weil die Verletzungen zu schwer waren. Von der möglichen Tatwaffe fehlt jede Spur.

 Die eigenen Messer des Opfers scheiden aus. Dafür stoßen die Ermittler auf ein auffälliges Schuhprofil neben der Leiche. Dieser Schuabdruck wurde auch in allen anderen Räumen der Wohnung aufgefunden, sodass wir davon ausgehen mussten, dass es sich um ein und denselben Schuhabdruck handelt, der vermutlich auch vom Täter gelegt worden ist.

Hat der Täter in der Wohnung nach Wertgegenständen gesucht? Für die Ermittler ist ein Raubdelikt zumindest denkbar. Am Fundort werden zahlreiche Aervate sichergestellt und anschließend ins Labor geschickt. Um mehr über Smokey zu erfahren, befragt die Polizei zunächst das soziale Umfeld des gelernten Handwerkers.

Reiner D. viele Freunde. Er war hilfsbereit. Er war, trotz dass er arbeitslos war, relativ vermögend ähm durch seine Gelegenheitstätigkeiten. Ähm und er hat auch Geld verliehen an seine Freunde und hat das Geld dann aber auch wieder eingefordert. Könnte ihm das zum Verhängnis geworden sein? Laut Autopsiebericht führten insgesamt sieben Messerstiche zum Tod von Smokey.

Außerdem stammen sämtliche Blutspuren und Fingerabdrücke am Tatort vom Opfer selbst. Und die Obduktion liefert noch eine weitere Erkenntnis. Das Opfer hatte wenig Abwehrverletzungen, unterstützte unsere Theorie, dass er offensichtlich mit dem Angriff nicht gerechnet hat und er eventuell im Täter auch selbst die Tür aufgemacht hat.

Weitere Hinweise ergeben sich zunächst nicht. Auf der Suche nach einem möglichen Tatmotiv rekonstruieren die Ermittler die Stunden vor Reiner DS verschwinden. Zuletzt wurde der 42-jährige in einer Helmstädter Kneipe gesehen. Heute befindet sich dort ein Wohnhaus. Die kleine Kneipe war der Mittelpunkt für die Klicke von Smokey.

Diese Kneipe hat man fast täglich besucht. Er war dort von morgens an, hat zunächst Kaffee getrunken. Reiner D hatte die üblichen Kontakte an dem Tag. Da war nichts Auffälliges. Laut einer Mitarbeiterin der Kneipe hatte Smokey ihr kurz vor Verlassen des Lokals erzählt, dass er sich auf den Weg zu einem seiner Schuldner in die Stadt machen wolle, um Geld abzuholen.

Man konnte dann in der Folge ermitteln, dass Reiner D. tatsächlich auch zu dem gefahren ist und sich dort kurz aufgehalten hat, dann die Wohnung aber wieder verlassen hat und in seine eigene Wohnung gegangen sein muss. Hier wird er dann am Abend desselben Tages getötet. Die Spurenlage ist dünn. Nur eines steht zu diesem Zeitpunkt fest.

 Der Träger der Schuhe, der in der Wohnung zahlreiche Fußspuren hinterlassen hat, muss mit dem Mord in Verbindung stehen. Die Ermittler schauen sich das Schuhprofil genauer an. Wir haben dann erfahren, dass es sich um die Marke Lotto handelt und die ist nicht äh sehr häufig in Deutschland. Durch die Zeugen wurde übereinstimmt gesagt, dass Sven, der auch ein Bestandteil dieser Klicke gewesen ist, die Marke Lotto getragen hat.

Die Polizei überprüft den Mann. Sven S, damals 37 Jahre alt, ist arbeitslos und lebt ebenfalls in Helmstedt. Zum Tat Opfer hat eine besondere Verbindung. Sven und Smoky hatten eine gemeinsame Ex-Freundin. Mit dieser Ex-Freundin hatte Sven zwei Kinder. Smoky ist später mit ihr zusamm gekommen und hat sich auch rührend um die Kinder gekümmert.

Laut Zeugen gab es hierüber aber keinen Streit. Die Ermittler befragen Sven. Er sagt aus, am Tattag nicht bei Reiner D gewesen zu sein. Sven S wurde auch zu den Schuhen der Marel Lotto befragt und hat angegeben, dass er die mal getragen hatte, die aber kaputt gewesen sind und er sie entsorgt habe. Bei einer Hausdurchsuchung werden die Schuhe nicht gefunden.

 Ein Alibi für die Tatzeit hat Sven nicht. Und der Reine Verdacht, er habe einmal dasselbe Schuhmodell besessen, rechtfertigt keine weiteren Maßnahmen. Die Polizei lässt den Fall daher ruhen, bis Kommissarin Katharina Boras den Coldase 9 Jahre später im Jahr 2020 neu aufrollt. Bei Durchsicht der Akten fällt ihr auf, dass einem Fundort sichergestellter Fußabtreter nie untersucht wurde.

 Sie schickt ihn ins Labor. Wir hatten dann einen Treffer in Form eines kleineren Bluttropfens auf dem Teppich und die DNA passte überein mit einem Zeugen, den wir damals auch schon befragt hatten und das war Gido F. Gido F ist ein Freund des Tatopfers. Könnte er auch Smokys Mörder sein? Die Ermittler konfrontieren den Mann mit den Vorwürfen.

 Doch für den Bluttropfen hat er eine plausible Erklärung. Er ist ebenfalls Handwerker gewesen und hatte die Erklärung, dass er durch seine aufgerissenen Hände eben dort Blut hätte verlieren können. Das passte auch zu dem Spurenbild, dass nur kleinere Blutantragungen auf diesem Teppich vorhanden sind und sonst in der Wohnung nirgendwo.

Guido F. scheidet als Täter aus. Die Kommissarin sucht nach neuen Ermittlungsansätzen und landet dabei bei einem alten Verdächtigen, dem möglichen Träger der Schuhe. Sie sprechen erneut mit Sven S, der ein solches Paar besessen haben soll. Wir haben Sven S dann ein Foto von dem Schuhprofil vorgelegt, woraufhin er ganz plötzlich und für uns überraschend sagte: “Geil, das sind ja meine Schuhe.

” Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Rund 9 Jahre nach der Tat gibt der Mann plötzlich zu, zum fraglichen Zeitpunkt in der Wohnung gewesen zu sein. Mit dem Mord will er aber nichts zu tun gehabt haben. Später hat Sven dann angegeben, dass er zwar am Tatort gewesen sei äh und Smoky tot vorgefunden hatte.

 Er habe dann aber sofort die Wohnung wieder verlassen. Die Angaben können so nicht stimmen, denn wir haben in der ganzen Wohnung ja seinen Schuabdruck gefunden. Sven ist überführt und muss sich vor dem Landgericht Braunschweig wegen Mordes verantworten. Warum Smokey sterben musste, bleibt ungeklärt. Der Angeklagte schweigt bis zum Schluss des Prozesses.

Ein mögliches Motiv, warum Sven Reiner umgebracht haben könnte. ist, dass er eifersüchtig darauf gewesen sein könnte, weil Smoki sich so gut mit seinen Kindern verstanden hat. Das Gericht verurteilt Sven wegen Mordes aus Heimtücke zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Die Indizienlage spricht dafür, dass er sein ahnungsloses Opfer bereits an der Haustür überrascht hat.

 Reiner D alias Smokey wird anonym beigesetzt. Katharina Boras ist froh, dass sie den Täter nach über 9 Jahren doch noch überführen konnte. Dass eine Tat aufgeklärt wird, auch vor allen Dingen nach der langen Zeit ist äh schon ungewöhnlich. Ich glaube, das hat man als Ermittler einmal in seinem Ermittlerasein und äh ja, das ist schon bewegend.

Der Junge lag begleitet, tot in der Bischung. Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass Gewalt auf den Hals ausgeübt worden war. Etwa ein Kilometer vom Fundert entfernt steckte ein Dreimanzelt in einem Holzstapel. Erst nachdem wir natürlich ein Hinweis auf den Sexualdelikt hatten und dann diese eindeutigen Faserspuren auf der Innenseite des Opfers nichts hatten, war klar, dass möglicherweise dieses Zelt vielleicht eine Rolle spielen könnte.

Wir haben eine Reihenuntersuchung gemacht an 1387 Personen und wenn sie das machen, dann haben sie natürlich die Hoffnung, dass sie natürlich die Person identifizieren, die die Spur gelegt hat, die die Tat begangen hat. Und wenn Sie dann nach 1387 Personen feststellen müssen, er ist nicht dabei, dann ist das schon ja zumindest für uns halt sehr enttäuschend gewesen.

 Und wir waren natürlich dann ziemlich niedergeschlagen. Ja, am 1. Juli 1996 wird in diesem Wald im Südhäischen Darmstadt die Leiche des damals 13-jährigen Sebastian M. gefunden. Mitarbeiter der Stadt finden den Jungen. Am Hals werden Würgemale entdeckt. Sebastian wurde brutal umgebracht. Zunächst gibt es keine Hinweise auf den möglichen Täter, bis der Fall auf dem Schreibtisch von Harald Schneider vom hessischen Landeskriminalamt landet.

 Schneider hat in den vergangenen 30 Jahren mehr als 500 Mordfälle in ganz Deutschland gelöst. Er kann Spuren an Tatorten sichtbar machen, an die zuvor niemand gedacht hat. An den Mordfall Sebastian M kann sich der DNA-Experte noch gut erinnern, denn die Polizei stand lange mit leeren Händen da. Sie haben einen unglaublichen Aufwand auf Seiten der Soko, die mit einer Vielzahl von Personen Hunderte von Ermittlungshinweisen abgearbeitet hat.

Wir haben eine Kriminaltechnik, ein unglaublichen Aufwand betrieben. Ob das jetzt Faseruntersuchung, DNA Untersuchung, ob das Daktisk Untersuchung sind. Wir haben in dem Fall noch zusätzlich eine DNA Reinuntersuchung gemacht, die noch mal ein zusätzlicher Mehraaufwand ist. an 1387 Personen und sie hoffen natürlich jeden Tag, er ist dabei, sie haben dann irgendwann ihren Treffer und am Ende stehen sie mit nichts da und ähm zumindest zunächst mit nichts da und ähm ja, da muss man natürlich auch bisschen Geduld haben und da muss man warten,

dass vielleicht dann doch irgendwann Kommissar Zufall hilft, diesen Fall zu klären. Es ist ein warmer Sommertag, der 1. Juli 1996, als die Leiche von Sebastian M in der Nähe der Bundesstraße 3 in einem Waldstück entdeckt wird. Heinz Steinmann ist damals bei der Mordkommission und als einer der ersten am Tatort.

Zunächst erinnert sich der Kommissar, deutet nichts auf ein Verbrechen hin. Erst als die Leiche des 13-jährigen in die Gerichtsmedizin gebracht wird, macht man dort eine entscheidende Entdeckung. Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass Gewalt auf den Hals ausgeübt worden war.

 äh was dazu geführt hat, äh dass der Tod eingetreten ist. Das heißt, Würgen war Todesursache. Der 13-jährige Sebastian ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Heinz Steinmann und seine Kollegen rekonstruieren die letzten Stunden im Leben des Jungen. Sebastian lebt mit seiner Familie im rund 7 km entfernten Eberstadt in einer Wohnsiedlung. Von hier aus fährt er mehrmals pro Woche mit dem Rad nach Darmstadt zum Fußballtraining.

Das Trainingsgelände ist nur wenige Meter vom Leichenfundort entfernt. Heinz Steinmann findet heraus, dass Sebastian auch am Tag des Mordes hier war, gemeinsam mit seinem älteren Bruder. Sebastian war an diesem Tag bei seinem Sportverein. Das fand ein Sommerfest statt. Abends gegen 18 Uhr ist er nach Hause gegangen, kam dort an und stellte fest, ich habe ja den Schlüsselbund meines Bruders dabei.

 Äh der braucht den unbedingt und hat sich dann um 18 Uhr auf das Fahrrad gesetzt und ist noch mal nach Darmstadt gefahren und wollte dort ein Schlüssel Bruder bringen. Auf dem Weg dorthin hat er offensichtlich den späteren Täter getroffen und ist nicht mehr beim Sportverein angekommen. Sebastian hätte nur noch eine Brücke überqueren müssen, dann wäre er bei seinem Bruder gewesen.

 Doch kurz vor dem Übergang lauert der Täter dem 13-jährigen auf. Er passt ihn ab und bringt den Jungen um. Das Fahrrad von Sebastian wird nach der Tat an verschiedenen Stellen von Zeugen gesehen. Der Täter hat es vermutlich mitgenommen. Weil es am Leichenfundort keine Hinweise auf den Mörder gibt, wird die Kleidung, die Sebastian getragen hat, ansessische Landeskriminalamt geschickt.

Hier arbeitet der DNA Experte Harald Schneider. Er gilt als Chorifär, hat bundesweit schon hunderte Mordfälle gelöst. Schneider und sein Team suchen auf der Kleidung von Sebastian. zunächst nach Fremdfasern und zwar hat das eine Kollegin, der fiel auf bei der Untersuchung, dass auf der Innenseite des Opferslips massive Anhaftung von Fremdfasern vorhanden war, die man mit einem normalen ja Gebrauch einer Unterhose überhaupt nicht erklären konnte.

 Es bedeutete also zwangsläufig, dass der Junge irgendwann mal nackt war und sich im nackten Zustand Fremdfasern aufgesammelt hat und diese Fremdfasern dann auf die Innenseite der Unterwust übertragen worden sind. Was hat sich auf diesem Waldweg abgespielt? Wurde Sebastian hier von seinem Mörder ausgezogen? War es möglicherweise ein Sexualverbrechen? Harald Schneider und sein Team schauen genauer hin.

Wir haben den Slip auf Spermaspuren geprüft und haben massive Spermanhaftung im Bereich der Beinausschnitte, im Bereich des Afterbereiches, im Bereich des Schrittbereiches aufgefunden und die wir dann auch einer männlichen Person zuordnen konnten und damals mit den damaligen DNA Methoden halt ein sehr sauberes DNA-Pilieren konnten, von dem wir natürlich annehmen mussten, dass es tatrelevant ist.

Und während Schneider mit seinem Team die Kleidung untersucht, meldet sich bei der Polizei eine Frau, die eine interessante Entdeckung gemacht hat. Rund 1000 m vom Fundort der Leiche findet sie ein Dreimannzelt, versteckt in einem Holzstapel. Die Ermittler bauen es in den Räumen der Polizei auf.

 Innen drin wird eine Decke gefunden. Beides landet schließlich im Labor des Hessischen Landeskriminalamts bei Dr. Harald Schneider. Das spielte zunächst erstmal gar keine Rolle, weil man natürlich überhaupt nicht wusste, in welchen Zusammenhang steht an das Zelt. Erst nachdem wir natürlich ein Hinweis auf den Sexualdelikt hatten und dann diese eindeutigen Faserspuren auf der Innenseite des Opfers hatten, war klar, dass möglicherweise dieses Zelt vielleicht eine Rolle spielen könnte, weil unsere Faserleute sagten, also hier ist eine Decke in diesem Zelt, das passt

optimal zu unserem Faserkollektiv. Und was liegt da näher, dass man sich natürlich diese Decke auch mal gezielt noch mal nach Fremdspuren bzw. nach Spermerspuren, nach Blutspuren vom Opfer anguckt. Das haben wir gemacht und haben auch beides an der Decke im Zelt gefunden. Sebastian wurde also in diesem Zelt sexuell missbraucht und ermordet.

Schneider informiert Steinmann über den Treffer und die Experten sind sich schnell einig. Eine Reihenuntersuchung soll den Mörder überführen. Die Besucher des Sommerfests aus Sebastians Fußballverein, die Anwohner des Stadtteils und schließlich auch Gefängnisinsaßen, umliegender JVAs, die zum Tatzeitpunkt Freigang hatten.

 Sie alle wurden zur Speichelprobe gebeten. 1387 Personen, doch der Täter ist nicht darunter. Zwei Jahre vergehen. Der Fall ist nie vergessen, als in Deutschland ein neues Gesetz verabschiedet wird. Es erlaubt von nun an die DNA von Straftätern in einer Datei zu speichern, um sie mit anderen Fällen abgleichen zu können.

1998 wurde dann die sogenannte DNA Analysedatei etabliert in Deutschland und wir hatten dann die Möglichkeit dieses DNA Muster, was wir halt am Opferslab nachgewiesen haben, in einer Datenbank zu speichern. Die DNA des Unbekannten wird in die Datenbank gespeichert. Ist er möglicherweise inzwischen bei einem anderen Verbrechen aufgefallen? Die Ermittler stellen eine Suchanfrage und tatsächlich gibt es einen Treffer.

Mir ist es eiskalt den Rücken runtergelaufen, weil natürlich wartet man da schon lange drauf. Man weiß, man hat eine tatrelevante Spur, man hat eine eindeutige Täterspur und in dem Augenblick war klar, dass wir jetzt hier den Täter, also den mutmaßlichen Täter natürlich identifiziert haben und das ist schon ein tolles Gefühl, ja, wenn man sowas erlebt und wir haben das ja nicht nur einmal, sondern haben das schon öfters, aber bei solchen spektakulären Tötungselekten ist es natürlich noch mal was ganz anderes.

Klar. Die DNA gehört zu einem Einbrecher, der in Berlin festgenommen wurde, Andreas T. Die Mordkommission lehrt ihn ins Präsidium nach Darmstadt ein und befragt ihn. Der Täter hat uns erzählt, er sei auf Sebastian gestoßen, haben ihn in sein Zelt gelockt. Dort habe er ihn gefesselt und geknebelt. Es sei zu den sexuellen Handlungen gekommen und äh danach habe er festgestellt, dass tot ist.

 Er sei davon ausgegangen, daß er durch das Knebeln erstickt sei. Als Sebastian damals in dem Waldstück ermordet wird, sitzt Andreas T. wegen verschiedener Einbrüche in einer Haftanstalt in der Nähe des Tatorts. Er ist Freigänger. Das Zelt, das nach dem Mord in einem Holzstapel gefunden wird, gehört ihm.

 Es diente ihm als Rückzugsort. Das Zelt müsste in diesem Bereich gestanden haben. Der Täter hat sich soweit eingelassen, dass er gesagt hat, während seiner Zeit als Freigänger hat er für sich eine Unterkunft gesucht und dafür hat er ein Zelt genutzt, das hier auch äh fest aufgeschlagen war. Damals kurz nach dem Mord rückte Andreas T.

 Freigänger bereits in den Fokus der Ermittler. Allerdings saß er zur angenommenen Tatzeit in seiner Zelle, zumindest laut Aufzeichnungen in den Haftbüchern. So viel er durchs Raster. Möglicherweise hatte die Obduktion einen falschen Todeszeitpunkt ergeben. Doch bis heute ist unklar, was genau damals schiefgelaufen ist.

 Auch im Prozess kann das nicht mehr geklärt werden, denn soweit kommt es nicht mehr. Kurz äh vor der Verhandlung wurde der Täter erhängt in seiner Zelle aufgefunden. war damals schon bekannt, dass er Suizid gefährdet ist, wurde aus diesem Grund zweistündig überwacht [seufzt] und bei einer solchen Kontrolle hatte er sich schon aufgehängten, konnte nicht mehr gerettet werden.

In einem Abschiedsbrief entschuldigt sich der Täter bei den Eltern von Sebastian. Details über den Mord gibt er nicht Preis. Sech Jahre nach der Tötung des 13-jährigen Jungen kann die Mordkommission die Akte für immer schließen. Es ist der erste Mordfall in Hessen, der mit Hilfe der 1998 ins Leben gerufenen DNA Datenbank gelöst werden kann.

Das ist wirklich die Ausnahme, das hatten wir so bisher auch noch nicht gehabt, äh dass dort äh so viele Dienststellen auch auf internationaler Ebene beteiligt waren. Da kann man wirklich sagen, da war der belgische Bürger zur falschen Zeit am falschen Ort. Der zweite Punkt, der diesen Fall so außergewöhnlich machte, war eben auch diese Menschenverachtung, die die Täter so gnadenlos an den Tag legten, für so geringe Geldmengen, ja, zwei Menschen zu töten.

Das war in dieser Intensität und in dieser Grausamkeit auch schon sehr außergewöhnlich und ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass es da möglicherweise noch ein drittes, viertes oder noch ein weiteres Opfer gegeben haben könnte. Neubrandenburg Mecklenburg Vorpommern 30. August 2004.

 Der 34-jährige Jörn S, verheiratet. Ein Kind fährt in seinen Handyshop, den er im Lindetalcenter betreibt. Für den ersten Kriminalhauptkommissar Olaf Hildebrand ist es der erste große Fall. Er war am Tag des Verschwindens ganz normal zur Arbeit gekommen. Er hatte sich dann in der weiteren Folge von seiner Angestellten verabschiedet.

 und ihr im Laufe des Nachmittages noch eine SMS geschrieben, dass sie sich um den Verschluss des Lens kümmern soll. Auch seine Ehefrau erhält an diesem Tag Textnachrichten. Brauche Zeit zum Nachdenken, da es mit uns nicht mehr so klappt. Melde mich die Tage bei dir und macht euch keine Sorgen. Ich bin auch auf der Autobahn in Richtung Stuttgart und suchen wir dann dort ein Hotel.

 Melde mich denn morgen früh bei Ihnen. Die Nachrichten kommen der Frau merkwürdig vor. Jörn S hat eine Schreibschwäche und schreibt nie so ausführliche Nachrichten. Da in den nächsten Tagen außerdem insgesamt 2000 € vom Geschäftskonto abgehoben werden, sperrt sie das Konto. Je mehr Zeit dann verstrich, desto größer wurden natürlich ihre Sorgen und sie machte sich Gedanken, wo sich ihr Mann aufhalten würde, wie es ihren Mann gehen würde und ja, das veranlasste sie dann sich zur Polizei zu begeben und eine vermissen Anzeige aufzugeben.

Braucht PNS wirklich eine Auszeit oder steckt etwas anderes dahinter? Für die Kollegen war die Situation zu dem Zeitpunkt eben auch nicht ja, ich sag mal so dramatisch. Es war ein erwachsener Mann. Er hatte kund getan, dass er seinen Lebensmittelpunkt woanders äh ja veranstalten wollte, sodass die Anzeige entgegengenommen worden ist.

 Die Daten wurden entsprechend eingetragen, aber man muss tatsächlich sagen, ja, viele weitere polizeiliche Maßnahmen sind zu dem Zeitpunkt auch nicht geschehen, auch nicht erfolgt. Am 17. September beobachten Zeugen, wie drei junge Leute an dieser Kreuzung in der Nähe von Neubrandenburg nach einem selbstverschuldeten Unfall das kaputte Fahrzeug zurücklassen.

Es ist ein weißer Renault Megan, gleiche Farbe, gleiches Modell wie das Auto von JN S. An dem Fahrzeug war ein ein Wiesbaden Kennzeichen angebracht. Es erfolgten dann zu diesem Unfall ja äh Ermittlungen. Man konnte im Zuge dieser Ermittlung feststellen, jawohl, das ist das Fahrzeug des äh vermissten, dieser vermissten Person.

 Kennzeichen war zuvor an anderer Stelle entwendet worden, passte ursprünglich gar nicht an dieses Fahrzeug äh dran. Da hat man dann äh ja feststellen können, dass mit diesem Fahrzeug ein Tankbetrug auch in Austrille stattgefunden hatte. Zu diesem Tankbetrug wurden die Überwachungsbilder der Tankstelle hinzugezogen und auf diesen äh Bildern konnte man eine Person erkennen, ja, die sich zwar nicht offensiv in Richtung Kamera bewegte, aber man konnte sehen, dass es sich dabei nicht um die vermisste Person handelt. Der Benzindiebstahl ist

nicht die einzige Spur, die weitere Hinweise auf die Hintergründe des Verschwindens von JN S liefern wird. Man hatte sich das Fahrzeug angeguckt, man hatte auch im Kofferraum ja Blutspuren festgestellt, so dass das eine Situation war, ja, die schon aufmerksam machte, also wo man dann sagte, das könnte ja doch nicht mit rechten Dingen zugeben.

Aber reicht das undeutliche Überwachungsbild, um den Betrüger zu ermitteln? Und was hat er mit dem Verschwinden von Jören S zu tun? Und da gab es tatsächlich Kollegen, die diese Person trotz dieser ja relativ ungünstigen Einstellung erkennen konnte. Hintergrund war da, dass diese Person auch in der Vergangenheit schon mit anderen Straftaten sehr häufig in Erscheinung getreten war und das versetzte dann den Kollegen in die Lage, ja, ihn auch tatsächlich namentlich zu benennen.

Es handelt sich um Stefan K. Er ist der Polizei nur Brandenburg ziemlich gut bekannt. Kann er das Verschwinden von J S aufklären? Na, unser Vorteil war, dass sich der Stefan K offensichtlich zu dem Zeitpunkt ziemlich sicher war, dass er nicht mit irgendeiner Straftat in Verbindung gebracht werden würde.

 Er hatte sich hier auch im Stadtgebiet Neubrandburg frei bewegt und in in so einer Situation war es dann äh gewesen, dass Kollegen ihn erkannt haben, die wussten, dass wir ihn dringend suchen und die haben ihn dann auch tatsächlich festnehmen können. Ja, wir haben ihn konfrontiert mit dieser ganzen Geschichte und auch drauf hingewiesen, dass er ja mit einem Fahrzeug unterwegs war, mit einer von einer Person, die schon seit länger Zeit vermisst ist.

 Er hat uns dann aus heutiger Sicht wissen wir das eine Geschichte erzählt, in der er da einen vermeidigen Mittäter benannte, den äh Sven S. M. Dazu hat er angegeben, dass beide Kontakt gesucht haben mit dieser vermissten Person und dass es dann in der weiteren Folge zu einer Auseinandersetzung kam und der Mittäter, sein Kumpel, dieser Sven s, offensichtlich den Vermissten getötet hat.

 Er selber wäre zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unmittel über anwesend gewesen. Er könnte zum Ablaufen nicht viel sagen und ja, erschob im Prinzip die gesamte Schuld eben auf seinen äh ja Mittäter, diesen Sven s. Jetzt ist den Ermittlern klar, dass sie es mit einem Tötungsdelikt zu tun haben. Sven und Stefan K hatten bereits gemeinsam mehrere Straftaten begangen und zusammen im Gefängnis gesessen.

 Sie haben John S in eine Falle gelockt und Sven hat ihn angeblich umgebracht. Doch der Beschuldigte ist zunächst nicht auffindbar. Wurde er gewarnt? Wir konnten ermitteln, dass er sich über Parchim nach Hamburg bewegt hat. Unter anderem fanden da euch eine Telefonüberwachung statt. Äh wussten wir, dass er für einige Tage in Hamburg untergekommen war.

 Es war damals so gewesen, dass wir festgestellt haben, dass er sich eine Pizza bestellt hat, bei diesem Pizzalieferanten auch seine Adresse angegeben hatte, wo er sich zu dem Zeitpunkt auffielt. Das haben wir den Hamburger Kollegen mitgeteilt und ja darum gebeten, die Kollegen beauftragt, diese Festnahme vor uns dort zu vollziehen.

Mit den Hinweisen der neu Brandenburger Kollegen stürmt ein mobiles Einsatzkommando der Hamburger Polizei die Wohnung, in der Sven sich aufhalten soll. Ich kann mich noch erinnern, dass die Situation nicht ganz einfach war für die Kollegen. Das war ein ja Objekt, was auch ziemlich schwierig, ich sag mal, zu überwachen war und äh ja, schwer einzusehen.

 Letztlich war es leider so, dass er unmittelbar vor der geplanten Festnahme aus einem Fenster der Wohnung entkommen konnte. Und als die Kollegen dann in der Wohnung eintrafen, konnte man feststellen, jawohl, er hat sich ja aufgehalten. Er selber war aber zu dem Zeitpunkt leider nicht mehr da. Im Zuge der Ermittlung konnten wir dann feststellen, dass er sich aus Hamburg abgesetzt hat und zwar weiter in Richtung Holland.

 In Holland hat er dann auch ja eine weitere Person kennengelernt. Äh das war der Iran B. Den kannte er auch aus äh Aufenthalten in diversen Justizvollzugsanstalten. Wir haben festgestellt, dass er sich mit dieser Person durch Holland bewegt hatte. Offensichtlich immer auf der Suche ja nach Geld. Äh und so wussten wir auch oder haben wir dann auch in Erfahrung bringen können, dass er dort einen Überfall begangen hatte auf eine junge Frau.

 Und zwar war es da so gewesen, dass man die junge Frau mit einem Messer bedroht hatte, äh gezwungen hatte, ihre Pin Preis zu geben und gemeinsam mit der Frau sei man dann oder ist man dann zu einem Geldautomaten gegangen und hatte mit ihrer Geldkarte ja Geldbeträge abgehoben. Die Fandung nach den beiden Schwerkriminellen Sven S.

 Und Iran ergibt, dass sie in einem gestohlenen PKW bis nach Belgien gefahren sind. Was die Ermittler da noch nicht ahnen, sie werden auch hier einen Menschen töten. Sonntagabend, 8. November 2004. Die Gesuchten sind in dieser belgischen Wohngegend auf der Suche nach einem neuen Opfer. Sie treffen auf den bekannten Lokalpolitiker Ton de Breu.

 Er will gerade sein Auto parken. Da kann man wirlich sagen, da war der zur falschen Zeit am falschen Ort und äh genau dieses Opfer überwältigten dann beide, schlugen es zu Boden, fesselten es und verbrachten es dann in den äh Kofferraum seines Fahrzeuges. Ziel war es eben auch gewesen, nicht nur an Barmittel zu kommen, sondern auch ja, dass das Auto des Opfers äh an das zu gelangen, auch in der Absicht äh ihre Fluchtfahrzeuge zu wechseln, um ihre Spuren zu verwischen.

An der holländischen Grenze erpressen sie die Bankpin ihres Opfers und heben anschließend 500 € ab. Es war dann so gewesen, dass im Zuge der ganzen Maßnahmen und der Erpressung der Pinnummer ja das belgische Opfer offensichtlich die beiden Täter auch unmaskiert sehen konnte und ja, dadurch äh wuchs dann bei den beiden Tätern der Plan da Sorge für zu tragen, dass es eben keine Wiedererkennung gab.

 Und so war es dann leider, dass sich der Sven dazu entschloss eben auch ja dieses Opfer zu töten. In der Nacht fahren sie gemeinsam mit Ihrem Opfer an den Strand in Katweig an See in den Niederlanden. Der Plan war gewesen, das Opfer, ja, man muss das so sagen, in die Nordsee zu treiben in der Absicht, dass er dann dort ertrinken würde.

Der Plan ging nicht auf. Das Opfer kam natürlich wieder in Richtung Ufer zurück und der Sven S ja fasste dann den Entschluss mit einem mitgeführten Messer ein Halsschnitt zu setzen beim beim belgischen Opfer, um ihn dann auch so zu töten. Am nächsten Morgen wird am Strand die Leiche von Thun de Breu gefunden.

 Ab jetzt sind auch die holländischen Ermittler hinter den beiden Tätern her. Sonntag, 14. November 2004. Eine Woche zuvor hatte die niederländische Polizei den deutschen Fahendern den Hinweis gegeben, dass Sven S und Iran in einem gestohlenen belgischen Audi A4 auf dem Weg nach Mecklenburg Vorpommern sind. Bei erster Gelegenheit schlägt ein Spezialinsatzkommando zu.

Nach einer rasanten Verfolgungsjagd, bei der sieben SEK Fahrzeuge und der Audi zu Schrott gefahren werden, gelingt es Sven und Iran T festzunehmen. Nach seiner Verhaftung wurde uns der Sven S auch zugeführt. Wir wollten natürlich unbedingt mit ihm sprechen, denn es war ja immer noch unklar, wo befindet sich Jörn S.

 Wir hatten überhaupt gar keine Anlasspunkte über den Leichen Ablageort und wir waren natürlich gespannt äh wie sich der Sven dazu positionieren würde, ob er überhaupt mit uns sprechen würde, welche Angaben er uns gegenüber machen würde und ja, es kam dann zur Vernehmung und zu unserer großen Überraschung äh war er dann auch tatsächlich bereit, Angaben zu machen, äh wo er den Leichnamen des Jörn S abgelegt hatte.

Noch am gleichen Abend fahren die Ermittler mit Sven in ein Waldstück bei Lingen in der Nähe der holländischen Grenze. Dann kamen wir an eine Stelle, wo es dann wohl offensichtlich bei ihm Klick gemacht hatte. Er sagte halt stopp, hier kann ich mich noch erinnern. Hier waren wir gewesen.

 Und von da an war er dann sich sehr sicher und und konnte dann zielgerichtet tatsächlich äh die Stelle anfahren, wo dieser Leichenablageort gewesen ist. Hildebrand Kollegen von der Kriminaltechnik können die Leiche bergen. Wir konnten dann auch vor schon feststellen, dass es dort Verletzungsbilder gab, die uns der Sven geschildert hatte, als er uns eben angegeben hatte, wie er den Jen S zu Tode gebracht hatte.

Sven sagt aus, dass Sandy B, Freundin des Dritten Tatverdächtigen Stefan K, das Opfer in seinem Handyshop kennengelernt hatte. Um sie zu beeindrucken, hatte der Mann behauptet, dass er über viel Geld verfüge. Er wollte sich mit Sandy B treffen. Als die das Sven und ihrem Freund Stefan K erzählt, fassen sie den Plan, Sandy als Lockvogel einzusetzen, um Jörn S auszurauben.

Am 30. August lädt Sandy Jörn zu sich in die Wohnung ein. Ich kann mich noch erinnern, dass man so ganz kurz stutzte, als man sah, er kam dort mit seinem, na ja, ich sag mal so ein etwas einfacheren Renault an. Man war der Auffassung, er müsste da mit einem hochwertigen Fahrzeug kommen, so wie er sich daag der Sandy dargestellt hatte.

Es war ganz kurz die Rede davon, den Plan möglicherweise abzubrechen, aber man entschloss sich dann ja, man hatte sich schon vorbereitet, man hat sich schon drauf eingestellt, den Plan dann doch durchzuziehen. Der Jörn S traf in der Wohnung ein. Man schlug sofort mit einem Schreckschussrevolver mit dem Griffstück auf seinen Kopf, verursachte dadurch auch ja schwerste Verletzung. Der Jörn S ging zu Boden.

Man nutzte ja diese Situation, diese Hilflosigkeit von dem Jören S auch, ich sag mal, gnadenlos aus. Man erpresste die Pinnummer von ihm, man nahm seine Geldkarte. Wenn es sagt aus, während das Opfer schwer verletzt und gefesselt am Boden liegt und um sein Leben kämpft, holt sein komplize Stefan Kar eine Flasche Shampo um den gelungenen Überfall zu feiern.

Für die Fesselung von dem S hatten die beiden auch unter anderem Paketlebeband genutzt. Zum einen hatten sie seine Hände gefesselt, zum anderen hatten sie aber auch das Paketlebeband genutzt, um ja seinen Kopf zu umwickeln und letztendlich durch diese Situation kam es dann eben auch dazu, dass der Jen S, ja, man muss schon sagen, qualvoll erstickte.

Sven wird vor dem Landgericht Neubrandenburg zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Auch Stefan K muss lebenslang hinter Gitter. Candy B wird wegen Beihilfe zum Mord zu 7 Jahren jugendhaft verurteilt. Ihre Ante muss in den Niederlanden für 8 Jahre ins Gefängnis.

 Nach über 20 Jahren beschäftigt der Fallkommissar Olaf Hildebrand noch immer. diese Menschenverachtung, die die beiden Täter so gnadenlos an den Tag legten für so geringe Geldmengen, ja, zwei Menschen zu töten, das war in dieser Intensität und in dieser Grausamkeit auch schon sehr außergewöhnlich. Ich kann mich beispielsweise auch da daran erinnern, dass der es davon sprach in seiner Vernehmung, dass er im Rahmen der ersten Tötung äh von dem Jörn S ja noch so gewisse Hemmung äh verspürte bei der Tötung des belgischen Staatsbürgers. Da ging ihm das so sagte

er wortwörtlich schon sehr leicht von der Hand. Und ich kann mir tatsächlich vorstellen, wenn es da nicht zur Ermittlung, zur Festnahme gekommen wäre, dass es da möglicherweise noch ein drittes, viertes oder noch ein weiteres Opfer gegeben haben könnte. Wegen der Geldgier anderer mussten zwei Familienväter sterben.

 Sven S, Send B und Iran T sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Stefan K befindet sich weiter in Haft. Achtung, die Schilderung von Verbrechen in diesem Podcast sind teilweise explizit und können verstörend wirken. Die Episoden enthalten Schilderungen von Gewalt und sexuellen Übergriffen. Diese Folge enthält detaillierte Beschreibungen von Mord, Gewalt und Kindesmissbrauch.

 Der Inhalt kann daher retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Alfred Spadding aus Winter, einem Vorort von Melbourne in Australien, wusste nur wenig über das junge Paar, das nebenan wohnte.

 Sie waren erst seit zwei Wochen dort und er war noch nicht zum Abendessen eingeladen worden. Er sah die beiden kommen und gehen, doch das war schon alles an Interaktion mit ihnen. Und daher dachte er sich auch nicht viel dabei, als er am späten Heiligabend 1891 Geräusche von Metall, das auf Metall schlägt, aus ihrem Haus hörte. Es klang fast so, als würde jemand an der Wasserleitung arbeiten.

Er erklärte es sich als einfache Hausarbeit, trotz der seltsamen Uhrzeit. Vielleicht hatten sie ein unerwartetes Problem mit den Rohren. Es erschien ihm kaum wichtig, bis Anfang März, als Spedding beobachtete, wie Detektive an dem nun verlassenen Haus ankamen und die Leiche einer jungen Frau, bedeckt mit Betontrümmern, zum Vorschein kam.

Hallo, ich bin Max Spalle und ich begrüße euch zu Serienkiller Mörder und ihre Geschichten und ich bin Diane Helcher und das hier ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original. Wir veröffentlichen jeden Donnerstag neue Episoden und die sind kostenlos auf allen Podcast Plattformen verfügbar.

 Vielen Dank für eure vielen Kommentare ähm, die ihr uns ja wirklich jede Woche schreibt. In jeder Folge tauchen wir ein in die Gedankenwelt und den Wahnsinn der berüchtigtsten Serienkiller der Welt. Abonniert unseren Podcast, um keine neue Folge zu verpassen. Genau, dies ist die erste von zwei Episoden über Frederick Deming, einen Engländer, der sein Leben damit verbrachte, durch die Welt zu ziehen und verschiedene Handwerke zu erlernen.

 Doch dieser charmante Mann hatte ein heftiges Temperament und diejenigen, die ihm am nächsten standen, zahlten den Preis dafür. Heute decken wir Demings Verbrechen auf und die Ermittlungen, die ihn zur Strecke brachten. In der nächsten Folge dann werden wir tiefer in Demings Kindheit und seine verstörenden Behauptung über seine Psyche eintauchen.

Am 3. März 1892 beschloss John Stanford, ein örtlicher Metzger und Vermieter, einige Geschäfte zu erledigen. Eine Frau wollte einer seiner Immobilien in der Andrews Street 57 besichtigen. Ein vorheriger Mieter, ein stämmiger Engländer mit dickem roten Schnurrbart, den Stanford als Mr.

 Dreune kannte, war plötzlich verschwunden, nachdem er Mitte Dezember einen Mietvertrag für das Haus unterschrieben hatte. Stanfords potenzielle Nachmieterin kam bei dem hübschen zweistigen Gebäude an und Stanford führte sie hinein. Er zeigte ihr das Haus, aber irgendetwas stimmte nicht. Stanford nahm einen fauligen Geruch wahr.

Die Besucherin beschwerte sich nicht allzu sehr, aber auch sie bemerkte ihn. Beide vermuteten, es könnte ein Nagetier in den Wänden oder im Kriechraum verändert sein. Ein solches Problem ließe sich schnell beheben. Ihre Reaktion änderte sich, als sie das zweite Schlafzimmer im Obergeschoss betraten.

 Stanford bemerkte, dass der Kamin etwas aufgewölbt war und der Heizstein nach oben drückte. Das war seltsam. Mr. Drune und seine Frau hatten Stanford nichts von Veränderungen erzählt, die sie am Haus vorgenommen hatten. Sie waren ohne jegliche Mitteilung verschwunden. Unter normalen Umständen hätte er sich nicht darum gekümmert, dass sie eigene Renovierung durchgeführt hatten, aber eine Rezessionsphase stand bevor und er brauchte Mieterinnen und Mieter.

Und dieser Geruch kombiniert mit dem Kamin war ein Problem. Also rief er seinen Immobilienmakler an, damit dieser sich die Sache ansehen konnte. Der Makler traf kurze Zeit später ein. Er und Stanford näherten sich dem Kamin und stellten fest, dass der Verwesungsgeruch stärker wurde. Der ausgebollte Heizstein schien die Ursache zu sein.

Beide packten je eine Seite und hoben ihn an. Sie sahen frisch gegossenen unebenen Beton. der bereits Risse bekommen hatte. Bei genauerem Hinsehen entdeckten sie eine übelriechende Flüssigkeit, die aus diesen Spalten sickerte. Stanford verließ schnell das Gebäude und rief die Behörden. [räuspern] Sergeant Patrick Olaflin von der Polizeibehörde Melbourne betrat am Nachmittag das Haus.

 Er nahm sofort den unverkennbaren Geruch des Todes wahr. Mit jedem Schritt wurde der Gestank schlimmer. Olaflin betrat das zweite Schlafzimmer und Stammfort zeigte auf den Kamin. Olaflin sah auch die schmutzige Flüssigkeit. Nun musste er nur noch graben, um die Quelle zu entdecken. Die Gruppe brach langsam den Beton auf und entdeckte langes braunes Haar und dann die Oberseite von etwas, das wie ein Schädle aussah.

Und sie gruben weiter. Stück für Stück kam sie der Lösung dieses Rätsels näher. Nach mehreren Stunden Arbeit legten sie eine Schulter frei, einen Arm und dann Beine. Als sie schließlich aufhörten zu graben, lag vor ihnen der Körper einer Frau in Embryonalstellung, bekleidet mit einem blutbefleckten Nachthemd.

 Ihr Kopf schien aufgebrochen zu sein. Olaflins Herz wurde schwer. Es war der schlimmst mögliche Fall, Mord. Nachdem die Leiche vollständig geborgen war, schickte Olaflin sie in die Leichenhalle. Ein Gerichtsmediziner stellte fest, dass die Frau zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen sein musste. Obwohl der Körper etwas verwäst war, hatte der Beton ihn gut konserviert.

Die Todesursache war offensichtlich. Sie hatte einen großen Schädelbruch am Oberkopf und einen tiefen Schnitt an der Kehle, der quer über ihren Hals verlief, fast Ohr zu Ohr. Nach Abschluss der Obduktion leiteten die Behörden in Melbourne eine Untersuchung zum Mord an der Frau ein. Sie setzten ihre besten Männer auf den Fall an.

 Detective Henry Corsey und Sergeant Bill Conedine. Das Duo machte sich an die Arbeit, um den Mörder zu finden. Die beiden Ermittler begaben sich zum Tatort in der Hoffnung, etwas zu finden, das die Identität des Verdächtigen Preis geben könnte. Corse und Conedin kamen an einem leeren Haus an. Einige Reporter hatten sich draußen versammelt und hofften auf Informationen für ihre Stories.

Die beiden bahnten sich ihren Weg durch die Menschenmenge in der Andrew Street 57 und bemerkten, dass der scheußliche Geruch größtenteils verschwunden war. Sie verschafften sich einen Überblick über das kleine Haus. Abgelaufene Lebensmittel lagen herum und Rußhaufen waren in den Kaminen zurückgelassen worden.

Es schien, als hätte der ehemalige Bewohner sämtliche nützliche Informationen vernichtet, bevor er verschwand. Da sie kaum Beweismaterial fanden, begamen sich die Ermittler nach oben. Detectiv Corsey bemerkte einen Blutfleck, nicht größer als ein 2 € Stück, auf dem Boden in einem Dezimmer. Ein paar Meter weiter entdeckten sie einen weiteren Blutstreifen und eine Haarsträhne.

Auf der anderen Seite des Raumes stand eine Waschschüssel zum Baden. Ein größerer Blutfleck war am Fuß der Wanne zu sehen. Er war verblasst, so als hätte jemand versucht, ihn zu reinigen. Corsey und Conedin fanden auch mehrere Fingerabdrücke an der Waschschüssel, doch die Forensik und die Fingerabdrucktechnologie waren in den 1890er Jahren noch nicht vollständig entwickelt.

 und auch nicht weit verbreitet. Obwohl die Detektive viele Beweise fanden, war zu jener Zeit nur wenig davon nützlich. Nach stundenlanger Suche verließen die Ermittler das Haus und obwohl sie die Ergebnisse rund um den Mord nun besser verstanden, waren sie der Ergreifung des Täters nicht näher gekommen. Glücklicherweise waren sie nicht die einzigen, die daran interessiert waren, herauszufinden, was geschehen war.

Kurz nachdem die Ermittler gegangen waren, ging Alfred Spading, der Nachbar von nebenan zum Haus hinüber. Er wusste jetzt, dass die Geräusche, die er am Heiligabend gehört hatte, viel unheimlicher waren, als er zunächst angenommen hatte und er wollte antworten. Ohne dass ihn jemand beobachtete, betrat Spadding das Haus.

Er schlurfte durch das Haus und betrachtete die Überbleibsel aus dem Leben seiner Nachbarn. Er konnte kaum begreifen, wie etwas so schreckliches so nah an seinem Zuhause geschehen konnte. Und noch schlimmer, er hatte einen Teil davon gehört. Sein Blick wanderte über jeden Zentimeter des Hauses.

 Dann fiel ihm der Küchenkamin auf. Spadding stocherte neugierig in der Asche. Seine Finger waren ruß verschmiert, als er etwas Festes berührte, ein halb verbranntes Stück Papier. Er hielt es vor seine Augen und erkannte einen Teil eines Schriftstücks, auf dem stand: “Mr. Albert Williams erbittet höflich die Ehre der Gesellschaft von zu einem geselligen Abend im Allen Commercial Hotel Rainhill Mittwoch, den 10. August 1891.

  Williams. Das war also der Name dieses Mannes. Hätte er mit seinem Nachbarn gesprochen, hätte er das vielleicht schon früher gewusst. Vorsichtig nahm er diesen wichtigen Hinweis an sich und machte sich auf den Weg zur Polizeiwache. Bei seiner Ankunft übergab Spedding verlegen das Beweisstück. Für die Ermittler erwies sich der Hinweis als unschätzbar wertvoll.

 Sie hatten nun ihren Mann, zumindest seinen Namen, eines seiner Pseudonyme, Albert Williams. Im März 1892 kamen die Ermittler in Melbourne einem Mordfall auf die Spur. Sie hatten die Leiche einer Frau gefunden, die unter Zementschichten im Kamin ihres Hauses in Winzer begraben war. Nun suchten sie nach ihrem Mörder.

Bisher hatten sie einen Namen und eine Beschreibung. Albert Williams. Er war etwa 1,70 m groß, stämmig gebaut, hatte helles Haar und einen roten Schnurbart. Am wichtigsten war, dass er einen britischen Akzent hatte. Doch obwohl ihnen das einen Anhaltspunkt gab, brauchten sie noch mehr Informationen, um ihn aufzuspüren.

Sie begannen damit mit Stanford, dem Vermieter, zu sprechen. Er erzählte ihn, dass das Paar seit Ende Dezember 1891 nicht mehr gesehen worden war. Außerdem hatte der Ehemann den Nachnamen Dreun angegeben. Falsche Namen waren im späten 19. Jahrhundert nicht ungewöhnlich und es schien, als hätten sie einen gefunden, den sie in der Hinterhand behalten konnten, um Williams aufzuspüren.

Als nächstes veröffentlichte die Polizei eine Beschreibung von Williams und machte sich daran, Hinweisen nachzugehen. Mit den Informationen von Stanford, dem Vermieter, wussten die Behörden, dass Williams vor dem Mord nur zwei Wochen in dem Haus gewohnt hatte. Das gab ihnen eine bessere Vorstellung von den Bewegungen des Paares.

Continue reading….
Part 1 of 3Part 2 of 3Part 3 of 3 Next »

You Might Also Enjoy

Leave a Response

Your email address will not be published. Required fields are marked *