Wahre Verbrechen I Blut auf dem Flur T – Part 3
Sie sagte, er hätte über die Morde gesprochen und erwähnt, dass er mit der Gegend vertraut sei. Und es waren nicht nur durchschnittliche Klatschblätter, die diese Geschichten veröffentlichten. Selbst die New York Times hinterfragte Demings Verbindungen zu den White Chapel Morden. Das Problem ist, dass es nicht viel gab, was diese Behauptung stützte.
Die Mingsanwälte in Melbourne wehrten sich gegen die Behauptung, er habe gestanden, Jack the Ripper zu sein. Was die anderen Anschuldigungen betrifft, so sind diese schwieriger zu analysieren. Seine Bewegungen im Herbst 188 waren nicht gut dokumentiert. Wie ihr euch vielleicht erinnert, waren Deming und Marie Ende 1888 in Südafrika, aber er verließ Marie wochenlang.
Es wäre also möglich, daß Deming nach England reiste, die Frauen tötete und dann zu seiner Familie zurückkehrte. Doch die Zeitleiste ist nicht lückenlos dokumentiert. Jenseits dieser Spekulation gab es wenig, was Deming mit diesen schrecklichen Verbrechen in Verbindung brachte. Für Deming verbesserte die schlechte Presse seine Chancen vor Gericht nicht gerade.
Mitte April schien sein Bild in Stein gemeißelt. Er war ein Monster und diese verbreitete Wahrnehmung half seinen Aussichten vor einer Jury nicht. Die Verteidigung glaubte nicht, dass Deming einen fairen Prozess erhalten würde. Demings Anwälte stellten einen Antrag auf Verschiebung des Prozesses, um abzuwarten, bis die Presseberichterstattung abklingen würde.
Die Verantwortlichen sahen das anders und lehnten den Antrag ab. Demings Prozess würde in Melbourne fortgeführt werden. Die vorgelegten Beweise würden den Fall in die eine oder andere Richtung entscheiden. Demings Rechtsbeistand holte Ärzte für eine psychologische Beurteilung vor dem Prozess heran.
Die Mediziner baten um zusätzliche Zeit. Ein paar Wochen würden nicht ausreichen, um Demings psychische Verfassung zu ermitteln. Die Gerichte lehnten ihre Bitte ab. Ende April kam der Fall schließlich vor Gericht. Am ersten Tag kündigte Marshall Lyle aus Protest gegen die Ablehnung. Dieser Rückschlag für Deming störte den Staat nicht weiter.
Für die Staatsanwaltschaft war die Sache einfach. Deming hatte die Mittel und das Motiv Emily zu töten. Für sie sprachen die Fakten für sich selbst. Die Leiche von Demings erster Frau Marie war in einem ähnlichen Zustand wie die von Emily gefunden worden. Ihre Todesfälle waren zu ähnlich, um zufällig zu sein.
Darüber hinaus war Deeming unter falscher Identität von Melbourne nach Westen geflohen. Das erschien dem Gericht sicherlich wie ein Schulingeständnis. Die Verteidigung argumentierte dagegen, dass die Anklage ihren Fall auf nichts weiter als Indizienbeweise stützte, was in einem modern rechtlichen Sinne durchaus berechtigt ist. Die Staatsanwaltschaft hatte kein Ass im Ärmel, keine physischen Beweise, keine Tatwaffe und keine Augenzeugen.
Nichts außer den Umständen verband Deing mit dem Tatort. Sie argumentierten weiter, dass falls Deming die Tat begangen hätte, die Jur ihn als geistig unzurechnungsfähig einstufen müsse und er daher nicht schuldig sei. Deming spielte diese Rolle während des Prozesses überzeugend. Zeitungsberichte stellten Demings Verhalten im Gerichtssaal als zweischneidig da.
In einem Moment war er ruhig und gefasst, im nächsten laut und bombastisch. Deming trat sogar in den Zeugenstand und behauptete selbst wahnsinnig zu sein. Er sagte, dass psychische Erkrankung in seiner Familie lagen und dass beide Elternteile betroffen waren. Er behauptete als Junge zweimal in Anstalten eingewiesen worden zu sein und den Spitznamen Verrückter Fred getragen zu haben.
Er behauptete so oft umgezogen zu sein, um vor dem Geist seiner Mutter zu fliehen. Sie sei diejenige, die ihm ständig befahl zu töten. Außerdem gab er an Erinnerungslücken zu haben, Tage, an denen er sich nicht erinnern konnte, wo er war oder was er getan hatte. Er hatte keine Erklärung für diese Ausfälle, erzählte dem Gericht aber von seinen früheren Traumata und seiner Syphiliserkrankung.
Er argumentierte daher, dass er, falls er Emily getötet haben sollte, keine Erinnerung daran habe. Er triebigung noch weiter, indem er Emilys Charakter in Frage stellte. Er deutete an, dass Emily am Tod von Marie und den Kindern beteiligt gewesen sei. Er behauptete ohne nennenswerte Beweise, dass Emily zuvor verheiratet gewesen sei und ihr Mann noch lebe.
Deming sagte auch, ein Mann im Dorf sei mit 50 Pfund bezahlt worden, um Marie zu töten. Natürlich war Demings Geschichte über Emily völlig falsch. Es gibt keine Aufzeichnung darüber, dass Emily jemals zuvor verheiratet war und Demings Version der Geschichte hätte ihn ohnehin zu einem Komplizen bei Mares Tod gemacht. Deming dachte wahrscheinlich, seine Geschichte würde die Schuld von ihm ablenken, aber seine hinterhältigen Taktiken waren nicht wirksam.
Nach nur vier Tagen war der Prozess beendet. Deming gab eine letzte Erklärung ab, in der er bestritt ein Verbrechen begangen zu haben und behauptete, alle Zeugen seien nichts weiter als Lügner, die gegen ihn arbeiten würden. Sein Verteidiger Alfred Deacon hielt ein ausgewogeneres Schluss Player.
Er argumentierte, dass die Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei bewiesen habe, dass Deeming Emily ermordet hatte. Doch er fügte hinzu, falls die Jury glauben sollte, dass die inget habe, müsse sie auch zu dem Schluss kommen, dass er geistig krank sei. Die Staatsanwaltschaft schloss den Prozess mit einer Darstellung der Fakten ab und erläuterte, was ihrer Meinung nach in den Tagen vor Emilys Tod geschehen war.
Emily wollte vermutlich aus der Ehe ausbrechen. Deing hatte ihr ein wohlhabendes Leben versprochen, aber dieses Versprechen erschien mit der Zeit immer mehr wie eine Lüge. Anfangs war Deming charmant und liebevoll gewesen, doch nun erkannte sie, dass er manipulativ und gemein war. Er hatte ein hitziges Temperament und sie zweifelte an seiner angeblichen Erfahrung als Ingenieur.
Sie konnte anhand all der Gespräche, die sie ihn auf dem Schiff hatte führen sehen, erkennen, dass er sich das alles ausdachte. Er hatte keine Ahnung, wovon er sprach, aber bei Unwissenden kam er damit durch. Erst nachdem sie so viel Zeit mit ihm verbracht hatte, erkannte sie sein Muster aus Lügen und Betrug.
Am anderen Ende der Welt und ohne echte Familie fühlte sich Emily einsam. Alles, was sie tun konnte, war sich um ihre Zukunft zu sorgen und zu hoffen, dass sie bald nach England zurückkehren könnte. Es war Heiligabend und sie saß in der Badewanne, kaute nervös an ihren Nägeln. Es war eine schlechte Angewohnheit, aber es beruhigte sie.
Vielleicht würde der nächste Tag etwas Leichtigkeit bringen. Doch bei ihrem Ehemann konnte man nie wissen, wie die Dinge sich entwickeln würden. Sie waren erst seit ein paar Wochen in der Andrew Street 57 und sie konnte nur hoffen, dass es nicht mehr lange dauern würde. Während das Wasser in der Wanne schwappte und sie den Stress des Tages abwusch, hörte sie nicht, wie Deming sich mit einem großen Gegenstand in der Hand hinter sie schlich.
Sie bemerkte auch nicht, wie er näher kam und diesen Gegenstand auf ihren Kopf niedersausen ließ. Sie gab keinen Laut von sich. Die Ming blickte auf das Blut, das aus ihrem Kopf strömte. Das Wasser in der Wanne färbte sich purpurrot. Sie war bewusstlos, aber er wußte nicht, ob sie tot war.
Er mußte sicherstellen, dass sie nie wieder die Augen öffnen würde. Er griff nach einem Rasiermesser aus dem Badezimmer und kehrte zu Emily zurück. Er packte eine Hand voll ihrer Haare und legte ihren Kopf nach hinten. Er zog das Rasiermesser über ihren Hals. Das Blut floss schnell und es war rasch vorbei. Atemlos betrachtete Deming Emilys Körper, der Schlaf in der Badewanne hing.
Er musste seine Spuren beseitigen, bevor die Sonne aufging. Deming arbeitete unermüdlich daran, den Kamin auszuheben. Er versuchte leise zu sein, wusste aber, dass ihn jemand hören würde. Es spielte keine Rolle. Er würde verschwinden, sobald er fertig wäre. Bei Sonnenaufgang hatte Deming seine Arbeit beendet. Sie war nicht perfekt.
Der Beton drückte den Heizstein leicht nach oben, doch er bezweifelte, dass der Vermieter es bemerken würde. Als die Anklage ihren Fall abgeschlossen hatte, wurde die Jury zur Beratung geschickt und diese Beratung dauerte nicht lange. Deming wurde für schuldig befunden. Er wurde zum Tod durch erhängen verurteilt. Deming ließ seinen Rechtsbeistand umgehend Berufung einlegen, doch das erwies sich als erfolglos.
Er konnte dem Schicksal, das er sich selbst geschaffen hatte, nicht entkommen. Der Galgen wartete auf ihn und nun musste er seine Angelegenheiten regeln. Er schrieb mehrere Briefe und hinterließ seinen Besitz seinem Bruder Albert und anderen Familienmitgliedern. Trotz seiner Bemühungen schien er keine weiteren Tricks mehr auf Lager zu haben.
Das war das Ende. Er verbrachte seine letzten Tage damit, fieberhaft seine Biografie zu schreiben. Er wollte, dass die Welt sein wahres Ich und seine Geschichte kannte. Er würde dem Gericht nicht das letzte Wort darüber lassen, wie man sich an ihn erinnern würde. Laut Autor Gary Linell besuchte ihn während seiner Inhaftierung ein Pfarrer.
Während dieser Begegnung soll Deming gestanden haben und sagte, dass seine Mutter ihn dazu gedrängt hätte. Er sagte, ihr Einfluss auf ihn wuchs und wuchs immer weiter und er konnte es einfach nicht länger ignorieren. Alles entlut sich in einem Moment schrecklicher Gewalt und Emily starb. Da niemand sonst zu diesem Zeitpunkt im Raum war, konnte die Geschichte des Fahrrers nicht überprüft werden.
Natürlich fand dieser unbestätigte Bericht aber trotzdem seinen Weg in die Presse. Die Zeitungen druckten die Geschichte und überzeugten jeden, der noch unentschlossen war von Demings Schuld. Demings Bemühungen seinen Namen reinzuwaschen, schienen bedeutungslos. Er gestand nie offiziell, Marie, seine erste Frau und seine vier Kinder, getötet zu haben.
Noch wurde er oder jemand anders jemals für diese Verbrechen vor Gericht gestellt. Dennoch sind sich die Wissenschaftler und Historiker weitgehend einig, dass Deeming diese grausame Tat begangen hat. Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Gewalttaten waren zu offensichtlich, um sie zu ignorieren. Wenn er Emily getötet hatte, hatte er auch seine erste Familie getötet. So einfach war das.
Und in den Köpfen seiner Zeitgenossen war das eine klare Tatsache. Kein Prozess konnte daran etwas ändern. Am 23. Mai eskortierten Werter Deming zur wartenden Plattform. Vor ihm stand das Gerüst seines Todes, doch das fesselte seine Aufmerksamkeit nicht lange. Nein, die große Menschenmenge, die sich versammelt hatte, zog seinen Blick auf sich.
Er wußte, daß sein Fall weltweit bekannt geworden war, aber dies brachte alles in den Fokus. Die große Menge von fast 100 Personen verhöhnte ihn. Sie wollten Gerechtigkeit. Langsam stieg er die Stufen hinauf. Innerhalb weniger Momente würde er verschwunden sein. Wenn er wirklich von seiner Mutter geplagt worden war, würden diese Gedanken bald aufhören.
[räuspern] Um 10:1 Uhr fiel Deming durch die Plattform und hing dort, bis sein Herz aufhörte zu schlagen. In den darauf folgenden Jahren wuchs Demings Legende, während die Menschen sich weiterhin fragten, was ihn dazu getrieben hatte, seine engsten Vertrauten zu töten. gab keine Antworten. [räuspern] Obwohl Deming seine letzten Tage damit verbracht hatte, seine Autobiografie zu verfassen, vernichteten die Behörden kurz nach seinem Tod die einzige Kopie.
Sie glaubten nicht, dass Deming das Recht hatte, seine Version der Geschichte aus dem Jenseits zu erzählen. Es würde keine Rehabilitation seines Charakters geben. Er war ein Mörder, das war alles. Am Ende begrubben die Polizisten Deeming auf dem Gelände des Old Melbourne Gaul. nicht weit von den Überresten eines der berüchtigtsten Verbrecher Australiens, Nat Cli.
Ähnlich wie bei seinen Opfern, die er in den Böden ihrer Häuser eingemauert hatte, hatte Deming kein Mitspracherecht, wo er zur Ruhe gebettet wurde. Im Laufe der Jahre wurden die Überreste von Deming und weiteren hingerichteten an andere Orte überführt, als das Old Melbourne Gaul für andere Zwecke umgestaltet wurde. Er hatte sein Vermächtnis über ein Leben voller Täuschung und Verbrechen aufgebaut.
Sein Tod besiegelte dieses Erbe in Blut. Vielen Dank, dass ihr auch in dieser Folge wieder dabei wart. In der nächsten Woche erwartet euch eine besonders düstere Geschichte, die selbst im Schatten der glitzernden Filmmetropole Los Angeles für Entsetzen sorgte. Wir tauchen ein in die erschütternde Mordserie des Skid Row Stabbers, der Ende der 1970er Jahre gezielt die schwächsten der Gesellschaft ins Visiernahm.
Während andere Serienmörder die Schlagzeilen dominierten, terrorisierte dieser Killer die Obdachlosen mit brutalen Messerstichen und verstörenden satanischen Botschaften. Die überforderte Polizei begann einen verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit, während der selbsternte Luther sein grausames Spiel mit den Ermittlern trieb.
Serienkiller Mörder und ihre Geschichten könnt ihr jeden Donnerstag überall dort hören, wo es Podcasts gibt. Natürlich kostenlos. Am besten abonniert ihr den Podcast gleich, damit ihr keine neue Folge verpasst. Wir freuen uns auch immer über eure guten Bewertung. JAP Max Spalleck, ich bin Diane Helcher und wir hören uns nächste Woche wieder hier bei Serienkiller.
Dieser Podcast ist werbefinanziert und kann deswegen kostenlos auf allen Plattformen angeboten werden. Wenn Sie in diesem Podcast Werbung schalten wollen, dann schreiben Sie uns gerne. Die Adresse ist [email protected]. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original.
Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Robert Tyler Walker. Deutsche Produktion und Redaktion. Mikisic, Fabi Lautenschläger, Luca Kaduk, Alexander von Bagen, Julia Ilan Zuh Holder und Christopher Guse
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