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Wahre Verbrechen I Der Fluch der Familie I True Crime Dokumentation T – Part 3

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By sonds1
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Für jemanden wie Christie, der Stresssituationen immer übers Fremdgehen und später über Mord gelöst hatte, war die Situation untragbar. Es war unmöglich, in dem umgebauten Haus eine Affäre zu beginnen, und weil seine Frau überhaupt nicht mehr rausging, gab es keine Gelegenheit, einen Mord zu planen und auszuführen.

Der Druck strapazierte Christies, sowieso schon angeschlagene Psyche und Ende 1952 war er kurz vor dem Durchdrehen. Im Dezember wurde der Stress so schlimm, dass er seinen Job kündigte. Das war aber nicht die einzige impulsive Entscheidung, die er in diesem Monat traf. Christie konnte seine Frau schon lange nicht mehr ausstehen.

 Das hatte nichts mit dem Einzug der neuen Nachbarinnen und Nachbarn zu tun. Die Ehe langweilte ihn und seiner Ansicht nach beschwerte sich nur. Außerdem hatten sie schon seit überzehn Jahren keinen Sex mehr gehabt. Früher war Ethal aber wenigstens immer unterwegs gewesen. Sie ging einkaufen, traf sich mit Freundinnen und war einfach aktiv.

 Für Christie bedeutete das, dass er genügend Zeit für sich gehabt hatte. Er hatte seine Ruhe und konnte seinen eigenen Interessen nachgehen. Jetzt war sie aber die ganze Zeit zu Hause, was ihm unfassbar auf die Nerven ging. Christie hatte das Gefühl, dass seine Frau ihn davon abhielt, das Leben zu führen, dass er sich wünschte.

 Ein Leben, in dem er ungestört seine sexuellen und mörderischen Fantasien ausleben konnte. Gleichzeitig tat Ethal ihm Leid. Er hatte selber sein ganzes Leben mit verschiedenen Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen gehabt und wusste, was es hieß, zu leiden. Aber es gab eine Lösung, die ihnen beiden helfen würde.

 Er konnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Es ist nicht bekannt, was genau sich am 14. Dezember 1952 abspielte. Die einzige Quelle ist Christ bizarres Geständnis, dass er erst Jahre später ablegte. Er sagte, dass Evil an diesem Morgen aufgewacht sei und keine Luft bekommen habe. Er habe versucht, ihr zu helfen, aber nichts habe funktioniert.

 Christi zufolge wurde es immer schlimmer, bis Etel blau anlief. Da habe er begriffen, dass sie sterben würde. Er habe es aber nicht ertragen können, seine Frau leiden zu sehen. Also habe er sie erwirkt, um sie so schnell wie möglich zu erlösen. Es ist durchaus möglich, dass es wirklich so passiert ist. Angesichts Christ Vorgeschichte und der tiefen Verachtung für seine Frau, ist es jedoch viel wahrscheinlicher, dass er Evil einfach am Schlaf erwirkte.

Wie dem auch sei, als Etel tot war und es niemanden mehr gab, vor dem Christi sich rechtfertigen musste, fühlte er sich so mächtig und frei wie lange nicht mehr. Jetzt stand nichts mehr zwischen ihm und seinen Gelüsten, er war entschlossen, die Zeit, die ihm blieb, zu nutzen. Nachdem der 53-jährige John Christie auch seine Frauel umgebracht hatte, fühlte er sich frei und omnipotent, zumindest für eine Weile.

 Die Realität holte ihn spätestens dann ein, als ers Verschwinden erklären musste. Er schrieb mehrere Briefe an ihre Familie, in denen er behauptete, dass sie leider zu krank sei, um selbst zu schreiben. Er würde sich aber so gut er könne um sie kümmern. Seit Christie seinen Job gekündigt hatte, kam kein Geld mehr rein.

 Er verkaufte also Evils Sachen, um sich über Wasser zu halten. Christie musste sich aber immer noch um das Hauptproblem kümmern. Er wusste nicht, wo er mit Ethels Leiche hin sollte. Also legte er sie erst einmal unter die Dielen im Wohnzimmer. Dann reinigte er das Zimmer mit Desinfektionsmittel, vermutlich um den Geruch zu überdecken.

In diesem Zeitraum wurden Christ Handlungen viel verzweifelter und unüberlegter. Wahrscheinlich ahnte er, dass seine Tage in Freiheit gezählt waren. Wenn das der Fall war, ist es bezeichnend, dass er nicht versuchte zu fliehen. Stattdessen wollte er so schnell wie möglich weitermorden, bevor es zu spät war. Anfang Januar 1953 lernte Christie die 25-jährige Rita Nelson kennen, entweder in einem Caffée oder in ihrem Viertel, wo sie als Sexarbeiterin unterwegs war.

Wie die meisten von Christ’s Opfern hatte Reer kein einfaches Leben gehabt. Nachdem sie mit 14 die Schule verlassen hatte, war sie von Job zu Job gesprungen, ohne irgendwo Fuß zu fassen. Sie war auch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten, hauptsächlich wegen Bagatellelikten wie Diebstahl, Ordnungswidrigem Verhalten und Sexarbeit.

Im Januar 53 war Rita gerade schwanger. Es ist unklar, in welcher Beziehung sie zu Christiß er auch ihr anbot, eine Abtreibung durchzuführen. Am oder um den 16. Januar herum stand Rita bei Christie vor der Tür. Er ließ sie rein und führte sie in die Küche, wo er schon den Glaskrug mit dem Duftwasser und dem Gas aufgebaut hatte.

 Rit nahm mehrere tiefe Atemzüge und wurde bewusstlos. Christie vergewaltigte Rita, dann erwirkte er sie mit einem Seil. Nachdem er sie getötet hatte, versteckte er Ritas Leiche in einem Hohlraum hinter der Wand. Jetzt teilte Christie die kleine Wohnung schon mit zwei toten Frauen, Ethal und Rita. Mehrere von Reters Angehörigen meldeten sie sofort als vermisst.

 Es scheint aber, daß die Polizei ihr Verschwinden nicht ernsthaft untersuchte. Trotzdem hatte Christy Angst, daß man ihm auf der Spur war und er wollte unbedingt noch jemanden töten, bevor sie ihn erwischten. Knapp einen Monat später begegnete Christie der 26-jährigen Kathleine Maloney. Sie war mit 19 nach London gezogen und wie Reiter verdiente sie sich etwas mit Sexarbeit.

Sie trank auch sehr viel und verbrachte viel Zeit in Paps. Oft war sie so betrunken, dass sie aggressiv wurde und mehr als einmal in einer Gefängniszelle landete. Die genauen Umstände sind doch in diesem Fall nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass Christie Kathleine im Papp traf und sie mit nach Hause nahm.

 Als sie alleine in der Wohnung waren, betäubte er sie mit seiner bewährten Gas und Wassermethode. Nachdem er Kafflin vergewaltigt und erdrosselt hatte, setzte er sie auf einen Stuhl. in der Ecke des Zimmers. Dann schlief er ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Christie schon alle Vorsicht fahren lassen. Er war nicht mehr der geduldige und listige Killer, der seine Morde haar klein plante und hinterher seine Spuren verwischte.

 Er war schlampig geworden, gleichgültig sogar. Als Christi am nächsten Morgen aufwachte, hatte er vergessen, dass Chlen auf dem Stuhl in der Ecke saß. Er sammelte sich, stand auf und schob ihre Leiche zu Rita in den Hohlraum. Traurigerweise gab es in Kathleens Fall keine vermissten Meldung und wahrscheinlich wurde ihr Verschwinden überhaupt nicht untersucht.

Für Chrisie machte das aber kaum einen Unterschied. Er war panisch und erschöpft und seine Handlungen waren die eines Mannes, der sich kaum noch kontrollieren konnte, geschweige denn eine andere Person. Doch nachdem er Kathleine getötet hatte, mußte Christie die nächste Frau gar nicht lange irgendwo in der Stadt suchen.

 Dieses Mal kam sie zu ihm. Weil Christi kein Einkommen mehr hatte, beschloss er das zweite Zimmer in seiner Wohnung zu vermieten. Er pinnte also eine Anzeige an ein schwarzes Brett in der Gegend. Anfang März, knapp eine Woche nach seinem letzten Mord meldete sich Hectorina McLannon auf die Anzeige. Hectorina und ihr Freund, den wir an dieser Stelle Logan nennen werden, hatten kaum Geld, aber Christi war bereit, ihn in das Zimmer zu überlassen.

Die Vereinbarung hielt aber nur ein paar Tage. Dann sagte Christie, dass er sie raushaben wolle. Am 6. März ging Logan also los, um nach einer neuen Wohnung zu suchen. Doch sofort, nachdem er das Haus verlassen hatte, betäubte, vergewaltigte und ermordete Christie Hectorina. Dann versteckte er auch ihre Leiche hinter der Wand neben Rita und Kathleine.

Als Logan zurückkam, um nach seiner Freundin zu sehen, sagte Christie, dass sie nicht da sei. Sie sei rausgegangen. Er ließ Logan in seinem Zimmer, um zu beweisen, dass Hectorina weg war und machte ihm sogar einen Tee. Obwohl es ihm gelang, den jungen Mann zu täuschen, war die Aktion ein Wegruf für Christie.

 Bald es vielleicht nicht mehr nur ein verärgerter Freund, der an seine Tür klopfte, sondern die Polizei. Er beschloss, dass es Zeit war zu gehen. Am 20. März verließ Christie die Wohnung am Rillington Place, in der Hoffnung, den Behörden ein paar Schritte vorausz sein. Als Christi weg war, fand der Hausbesitzer schnell einen neuen Mieter, der sich sofort ans Renovieren machte.

Am 24. März suchte er sich eine Wand aus, an der er das Telefon hängen wollte. Als er zum Bohren ansetzte, merkte er jedoch, dass es gar keine richtige Wand war. Es war nur eine dünne Holzplatte. Der Raum dahinter war hohl. Er versuchte die Holzplatte wegzunehmen, um zu schauen, ob es einen Balken gab, an dem er das Telefon festmachen konnte.

Dabei machte er eine schreckliche Entdeckung. Er hatte Christ’s Leichenversteck gefunden. Als die Polizei kam, führte der Mann sie zu den Leichen hinter der Holzwand. Noch am selben Tag stemmten die Beamten die Bodendielen im Wohnzimmer auf und fanden auch die Leiche von Ethal Christi.

 Schon einen Tag später war die Nachricht von den Morden in allen Zeitungen. John Reginald Christi war über Nacht zum meist gesuchten Mann des Landes geworden. Als seine Verbrechen bekannt wurde, wohnte Christie in einer großen heruntergekommenen Pension in einem anderen Teil der Stadt. Doch als er sein Bild in der Zeitung sah, flüchtete er sofort und ließ seine spärrliche Habe zurück.

Er blieb die nächsten fünf Tage ständig in Bewegung und schlief jede Nacht woanders, doch er kam nicht weit. Er landete schließlich in Partney, nur 8 km von seiner alten Wohnung entfernt. Dort wurde er am Morgen [räuspern] des 31. März von einem Polizeibeamten entdeckt. Der Bobby verhaftete den verwahrlost aussehenden Killer und brachte ihn aufs Revier.

Christie gestand die Morde schon kurz nach der Festnahme, wenn auch er indirekt. Er behauptete, die Frauen in Notwerk getötet zu haben. Dass [räuspern] er ernsthaft glaubte, damit durchzukommen, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Als Christ im Juni begann, plädierten seine Anwälte auf Unzurechnungsfähigkeit. Sie sagten, daß Ihr Mandant krank sei und die Morde das Produkt eines gestörten Geistes sein.

Die Verteidiger gaben sich alle Mühe, aber es reichte nicht, um die Jury zu überzeugen. Nach einem viertägigen Prozess und etwas mehr als einer Stunde Beratung verkündeten sie ihr Urteil schuldig. Einen Monat später, im Juli 1953 starb Christi am Galgen. In den Jahren nach Christ Hinrichtung kamen Fragen zur Schuld von Timothy Evans auf.

 1965 wurde schließlich eine Untersuchung seines Prozesses eingeleitet. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass John Christi Baby Geraldine getötet hatte, nicht Timothy. Und so wurde Timothy zumindest für dieses Verbrechen eine posthume Begnadigung zugesprochen. Neben anderen Prozessen führte der Fall von Timothy Evans dazu, dass Großbritannien die Todesstrafe abschaffte.

Timothy Evans wurde schließlich 2003 von allen Vorwürfen freigesprochen, über 50 Jahre nach seinem Tod. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Hilcher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast, produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions.

Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion wieb Geachterwinter. Chris Guse, Suholder, Carli Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uta Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Buirot.

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