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Wahre Verbrechen I Der letzte Zeuge T – Part 2

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By sonds1
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Diese Nebenstraße kannten viele, die nach Solvang wollten, [räuspern] aber sie war dunkel und einsam. Als Jacqueline sich umschaute, wurde ihr mulmig. Th versicherte noch, es sei eine Abkürzung, doch sie glaubte ihm nicht. Er wustte. Jetzt oder nie. Thor hielt am Rand der verlassenen Straße an.

 Jacqueline wandte sich ihm zu. In diesem Moment zog Thor eine Kleinkaliberpistole und schoss ihr seitlich in den Kopf. Thors Ohren pfiffen. Alles war wie benebelt. Doch im selben Moment wusste er, diese Grenze war für immer überschritten. Es gab kein zurück mehr. Tor handelte rasch, um das viele Blut aus dem Auto zu entfernen. Er zog Jacquelns Leiche aus dem Fahrzeug und schleifte sie ins Gebüsch.

 Dort entkleidete er sie. Er verging sich an Jack Leans noch warmem Körper. Nachdem er seine Fantasien ausgelebt hatte, stieg er ins Auto und fuhr davon. Dieser eine Abend veränderte Thors Leben für immer. Doch das war erst der Anfang. Zunächst waren ihre Freunde nicht sonderlich beunruhigt über ihr Verschwinden, denn damals in Zeiten ohne Handys passierte es öfter, dass jemand für ein oder zwei Tage einfach verschwunden war.

 Alle hofften, dass Jacqueline bald wieder auftauchen würde. Während andere noch über Jacelines Verbleib rätselten, war Thor bereits auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Am 6. Dezember 1976 verließ Mary Anne Saris, eine 19-jährige Kellnerin, eine Arztpraxis in Isla Vista. Sie stellte sich an den Straßenrand und hielt den Daumen zum Trumpen raus.

Freunde und Familie berichteten später, dass Mary leidenschaftlich gern als Anhalterin unterwegs war. Für sie bedeutete das keine Gefahr, sondern viel mehr die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen und Zeit zu sparen. Mary steckte den Daumen heraus, um ein Auto anzuhalten. Als der Fahrer bremste, sah sie, dass es sich um einen Luxuswagen handelte.

 Vielleicht hatte sie heute wirklich Glück. Thor Christiansen beugte sich zu ihr und fragte, ob sie mitfahren wolle. Wie schon bei Jacqueline brachte Thor Mary in eine abgelegene Gegend. Als sie aus dem Fenster blickte, zog er die Pistole und schoss ihr in den Kopf. Anschließend zog er Mary aus dem Auto, entkleidete sie und missbrauchte ihre Leiche.

 Entdeckt wurde sie erst im Mai des folgenden Jahres. Eine Studie von Jonathan P. Rossman und Philip J. Resnick aus dem Jahr 1989 ergab. 68% aller Nekrophilen handeln aus dem Wunsch heraus, einen widerstandslosen, unkritischen Partner zu haben. Die Forscher gehen davon aus, dass häufig bereits im Kindesalter ein geringes Selbstwertgefühl entsteht.

 Im Fall von Thor wurde dies zudem durch den gewalttätigen trinkenden Vater noch verstärkt. Thors geringes Selbstwertgefühl raubte ihm jede Zuversicht. Ein Teufelskreis, der ihn unaufhaltsam immer weiter in den Abgrund zog, genauso wie sein zunehmender Alkoholmissbrauch. In Isla Wista machte sich allmählich angstbreit.

 Die Studierenden protestierten gegen Gewalt an Frauen, die mangelhafte Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr und das Risiko beim Trampen. Immer mehr von ihnen engagierten sich politisch. Eine dieser engagierten Studentinnen war die 21-jährige Patricia Lini. Sie war Schauspielerin, jonglierte, trat als Pantomimin auf und war in zahlreichen Gruppen aktiv.

Ihr Freund John sagte später im Fernsehen: “Mit ihrem Lächeln erfüllte Patty jeden Raum.” Niemand war überrascht, als Patty am 18. im Januar 1977 anbot, vermissten Plakate für die verschwundenen Frauen zu verteilen. Darauf waren die Fotos von Jacqueline und Mary sowie eine Telefonnummer für Hinweise abgedruckt.

Patty beschloss, die Plakate genau an der Kreuzung Patterson und Hollister anzubringen, wo Mary verschwunden war. Sie verabredete sich mit einer Theaterfreundin, die sie abholen sollte und tapezierte die Plakate an Masten, Verteilerkästen und Bushaltestellen. Nach getaner Arbeit wartete sie, doch niemand kam.

Paty hatte an diesem Abend noch Probe fürs Theater. Sie spielte die Wendy in Peter PN und wollte auf keinen Fall zu spät kommen. Sie streckte den Daumen raus. Vielleicht dachte sie, sie würde nur einsteigen, wenn der Fahrer vertrauenswürdig wirkte oder dass sie nur bei anderen Studierenden mitfahren würde. Wie auch immer, als Thor Christiansen an der Kreuzung hielt, stieg Patty ein.

Thor erklärte Patty er kenne eine Abkürzung zum Theater und bog von der Hauptstraße in Richtung Refugio Canyon ab. Wieder genau den Weg, den er auch schon mit Jacqueln Rook genommen hatte. Schon nach kurzer Fahrt hielt er an. Er zog die Pistole und schoss Patty in die Schläfe. Danach zog er Patty aus dem Wagen, entkleidete sie und schändete ihre Leiche.

Thor bemühte sich nicht einmal die Leiche zu verstecken. [räuspern] Er warf Pattys Rucksack aus dem Auto und fuhr davon. Dann sah er, dass noch Blut auf dem Autositz war. Thor hielt kurz an, wischte mit Servietten das Blut weg, warf diese aus dem Fenster und fuhr heim. Thor hies Christiansens drittes Opfer war die 21-jährige Patricia Lany.

 Er schoss ihr in die Schläfe und verging sich danach an ihrer Leiche. Weniger als vier Stunden später parkte eine Streifenpolizistin am Rande der Refugio Canyon Road, um eine Pause zu machen. Als sie aus dem Fenster blickte, entdeckte sie im Gras Pattys Leiche. Die Kriminalpolizei durchkämte anschließend das Gelände.

 Nicht weit von Patty fanden sie schließlich auch die Überreste von Jaceline Rooke. Die Polizei sicherte die Spuren und schnell entdeckten sie die blutigen Servietten, mit denen Tor das Blut beseitigt hatte. Den Ermittlerinen und Ermittlern gelang es darauf, einen Fingerabdruck zu sichern, doch in der Datenbank fand sich kein Treffer.

 Die Beamtinnen und Beamten blieben dennoch zuversichtlich, dass der Abdruck letztlich zu einer Festnahme führen würde. Jetzt, wo die Polizei gleich zwei seiner Morde untersuchte, bekam Thor Angst und musste einen klaren Kopf behalten. Alles hatte sich so schnell verändert. Noch vor drei Monaten hatte er kein einziges Verbrechen begangen und nun, nur drei Wochen nach seinem 19.

 Geburtstag war er bereits ein Serienmörder. Ausnahmsweise wollte Thor nicht allein sein. Vielleicht hatte er ja Angst davor, vor dem, was er sonst tun würde. Er rief also seinen alten Freund Gai an und fragte, ob er was trinken wolle. Sie holten sich zusammen Bier, fuhren ans Meer und schauten aufs Wasser. Während sie im Auto Alkohol tranken und Marihuana konsumierten, fuhr eine Streife des Sheriffs vorbei.

 Der Sheriff forderte sie auf, das restliche Bier auszuschütten und bat Thor den Kofferraum zu öffnen. Im Kofferraum lag eine braune Papiertüte mit Thors Kleinkaliberpistole. Als die Polizei nachfragte, erklärte Thor, das sei bloß fürs Übungsschießen. Eine 22er Pistole war in ländlichen Gegenden Kaliforniens nichts ungewöhnliches.

 Daher fand der Sheriff nichts Verdächtiges daran. Er nahm die Waffe an sich und ließ Thor und Gai jedoch mit einer Ermahnung gehen. Dieses Erlebnis war für Thor der berühmte Tropfen zu viel. Die Polizei kam ihm näher. Seine Festnahme schien unausweichlich. Er beschloß, die Stadt zu verlassen. Er packte das Nötigste und fuhr Richtung Norden.

 Er stoppte erst in Oregon, weit weg von Familie und alten Erinnerungen und vor allem den drei Morden. Anfang 1977 versuchte der 19-jährige Tor Nies Christiansen seiner Vergangenheit zu entkommen. Innerhalb von drei Monaten hatte er drei junge Frauen ermordet und sich an ihren Leichen vergangen. Während Polizei und FBI im Raum Santa Barbara nach dem Täter suchten, fuhr Tor Richtung Norden.

In Oregon wollte er ein neues Leben führen, weit weg von seinen Verbrechen. Er nahm einen einfachen Job auf einer Farm an, arbeitete hart, blieb für sich und fiel niemandem auf. Er verlor jede Menge Gewicht. Seine Muskeln wurden kräftiger. Das alles, um ein anderer Mensch zu werden, als der, der Kalifornien verlassen hatte.

 In Isla Vista kehrte langsam wieder der Alltag ein. Da keine weiteren Frauen verschwanden und die Polizei niemanden festnahm, gerieten Jacqueline Rook, Mary Saris und Patty Lanmählich in Vergessenheit. Zwar lagen die Fingerabdrücke in der Aerwatenkammer vor, doch sie führten zu keinem Treffer.

 Nach monatelanger Suche gab es keine Augenzeugen, keine Hinweise, keine Verdächtigen. Der Fall wurde zu einem ungelösten Fall. Nach fast zwei Jahren in Oregon fühlte Thor sich schließlich sicher genug, um endlich heimzukehren. Er packte die paar Habseligkeiten, die er noch hatte, und fuhr Richtung Süden. Seine Freunde und Familie erschraken, als sie ihn sahen.

 Thor war kaum wieder zu erkennen. Auch sein neues Auftreten verlie ihm Selbstbewusstsein. Er wirkte sicherer, vor allem im Umgang mit Frauen. Er öffnete sich nicht nur Frauen gegenüber. Auch zu den Eltern, von denen er sich in seiner Jugend entfremdet hatte, fand er erneut Kontakt. Sie holten ihn zurück ins elterliche Restaurant.

Nach außen hin schien Thor sich gebessert zu haben. In Wahrheit war er nur besser darin geworden, seine dunkle Seite zu verbergen. Er trank weiterhin und nahm Drogen. Seine Gewaltfantasien blieben jedoch bestehen. Schon bald nahm er wieder eine Tramperin mit. Carry Zolitz war Anfang 20, als Tor sie mitnahm.

 Er stellte sich freundlich vor und sagte, sie könne sich jede Strecke aussuchen. Doch dieses Mal war etwas anders. Zwischen den beiden stimmte die Chemie. Statt Carry an einen dunklen Highway zu bringen, lut tor sie zu sich nach Hause ein. Dort fragte er sie, ob sie seine Freundin werden wolle. Sie sagte ja. Laut Carry war Thor sehr sehr nett.

Carry verriet außerdem, dass Thor sexuelles Verlangen kaum zu stillen war. Sie hätten drei bis fünf mal täglich Sex gehabt, berichtete sie später gegenüber den Ermittlern. Vielleicht war auch diese Aktivität eine Methode, um seine Dämonen in Schacht zu halten. Wenn Thor nicht bei Carie war oder im Restaurant arbeitete, beschäftigte er sich möglichst viel.

 In stillen Momenten putzte er sein Auto gerade zu manisch. Seinem Freund Gai fiel besonders auf, wie außergewöhnlich gründlich der Kofferraum gereinigt wurde, kam das Gespräch darauf Victor schnell aus. Die Begegnung mit der Polizei im Jahr 1977 ließ Thor nicht mehr los. Jetzt zurück in seiner alten Heimat wurden seine Ängste vor einer Festnahme wieder stärker.

 Schließlich befand sich seine Pistole noch immer bei der Polizei. Vielleicht war das der Grund, warum Thor nun nach Los Angeles zog. Mehr als zwei Jahre lagen zwischen dem Mord an Patty Lan und Thors Rückkehr nach Kalifornien. Zwar konnte Thor seine Triebe kontrollieren, aber ganz los wurde er sie nie. Der Kriminologe Scott Bon schreibt, dass diese Abkühlphasen zwischen Taten typisch für Serienmörder sein.

 Sie tauchen meist dann wieder auf, wenn der unkontrollierbare Drang zu Morden zurückkehrt. Selbst verstehen Sie diesen inneren Zwang nicht, aber er ist unwiderstehlich. Tor suchte lange seinen zerstörerischen Drang mit Alkohol. Drogen und Arbeit zu betäuben. Nach dem Aufenthalt in Oregon wollte er ein normales Leben führen.

 Mit Carry Unterstützung und einem Job bei seinem Vater. Doch der Wunsch, junge Frauen zu töten und sich an ihren Leichen zu vergehen, blieb bestehen. Er konnte nur eines verändern, den Ort, an dem er seine Opfer suchte. Los Angeles schien ihm ideal. Im Großstadtdschungel war das Risiko erwischt zu werden geringer.

Während Carry zu Hause blieb, zog Thor durch die Bars rund um Hollywood und sprach Frauen auf der Straße an, denen er Geld für Sex anbot. Eine davon war die 22-jährige Laura Benjamin. Nach kurzem Zögern ließ Laura, die vermutlich als Sexarbeiterin tätig war, sich auf die Fahrt ein. Als sie sich in Thors Gewalt befand, zog er die Waffe und schoss ihr in den Kopf.

Er fuhr mit der Leiche in die San Gabriel Mountains, nördlich von Los Angeles. Dort, neben einem Abflussrohr, verging er sich an Lauras Leiche. Anschließend reinigte er sein Auto und kehrte zu Carry zurück. Noch häufiger reiste Tor 1979 nach Los Angeles. Am 18. April ging die 24-jährige Lydia Pruston einen Gehweg in West Hollywood entlang.

 Ein Auto fuhr langsam neben ihr her. Lydia lächelte dem Fahrer zu, vielleicht um einen möglichen Freier auf sich aufmerksam zu machen. Das Auto hielt an. Lydia beugte sich zum Fenster. Thor fragte, ob sie heute arbeiten wolle. Lydia, die als Sexarbeiterin tätig war, erkundigte sich nach dem Preis. Nach kurzer Verhandlung gab Thor ihr 45$ und sie stieg ins Auto ein.

Thor gab an, ein Bauarbeiter zu sein. Er würde in Los Angeles Urlaub machen, doch Lydia ging nicht auf sein Small Talk ein. Sie nannte ihm die Adresse eines Hotels, in dem sie verkehren könnten. Doch Thor fuhr daran vorbei. Lydia muss gedacht haben, Thor sei nur nervös und gab ihm eine neue Adresse durch. Und wieder fuhr er daran vorbei.

Schließlich bogen sie ins Willenviertel in den Hollywood Hills ein. Lydia spürte, dass hier irgendetwas nicht stimmte. Die Straße windete sich. Links und rechts kamen Häuser. Lydia wurde unruhig. Alle Sinne waren angespannt. Während sie nach draußen schaute, hörte sie plötzlich einen Knall. Ihre Sicht verschwamm, die Ohren dröhnten.

 Lydia faßte sich ans linke Ohr und fühlte Blut. Sie begriff, daß sie angeschossen wurde, aber sie lebte. Instinktiv griff sie ins Lenkrad. Tor verlor die Kontrolle, das Auto schleuderte. Kaum stand es wieder, sprang Lydia heraus und rannte um ihr Leben. Blut lief ihr aus dem Kopf. Sie rannte auf die Lichter eines nahgelegenen Hauses zu.

 Hinter ihr quietschten Reifen. Ob Thor flüchtete oder sie verfolgte, wusste sie nicht. Sie lief um ihr Leben. Sie stolperte in den Vorgarten und hämmerte an einer Haustür. Als der Besitzer öffnete, brach sie sofort zusammen. Die Rettungskräfte wurden gerufen und Lydia kam sofort ins Krankenhaus. Dort wurde die Kugel aus ihrem Kopf entfernt und sie überlebte.

Einige Tage später verließ Lydia das Krankenhaus. Sie war auf einem Ohr taub und hatte einen Schädelbruch erlitten. Ob Tor wusste, dass Lydia das Attentat überlebt hatte, ist unklar. Vielleicht hätte er sie sonst verfolgt. Aber nachdem er ihr gezielt in den Kopf geschossen hatte, ging er wohl davon aus, dass sie tot war.

Doch jemand wie Thor Christiansen konnte Lydia nicht aufhalten. Schon kurz darauf war sie wieder im üblichen Milieu unterwegs. Ein paar Monate nach dem Angriff, am 11. Juli 1979 trang Lydia abends in der Bottomline Bar in Hollywood. Sie saß an der Theke, als sich plötzlich die Tür öffnete und der 21-jährige Thor Christiansen die Bar betrat.

Lydia duckte sich und drängte sich durch die Menge nach hinten. Einen Ausgang gab es nicht, aber sie entdeckte eine Telefonzelle. Dort rief sie die Polizei. Sie schilderte dem Notruf, dass sie kürzlich angeschossen wurde und nun der Täter direkt vor ihr saß. Lydia hatte Angst entdeckt zu werden, blieb aber am Telefon, bis die Polizei eintraf.

Mit großer Erleichterung beobachtete sie, wie die Beamten Tor abführten. Da ihr Fallähnlichkeiten zu den Morden im Islaista aufwies, arbeiteten die Ermittlerinnen und Ermittler aus LA und Santa Barbara nun gemeinsam an dem Fall. Im Santa Barbara Archiv fanden die Beamten die seit 1977 sichergestellte Pistole aus Thors Kofferraum ein ballistisches Gutachten ergab.

 Es handelte sich hierbei um die Tatwaffe aus den Islawister Morden. Auch den alten Fingerabdruck auf den blutigen Servietten nahm sie erneut unter die Lupe. Er stimmte mit Tors Abdrücken überein. Als die Nachbarn sowie seine Freundinnen und Freunde von dem Haftbeuffehl gegen Thor im Zusammenhang mit den Hitchheikermorden erfuhren, waren sie fassungslos.

Laut Los Angeles Times hielt Carry, seine Freundin, die örtliche Polizei für unfähig, den Fall angemessen zu behandeln und Thors Vater meinte, sie hätten den falschen erwischt. Doktors Schulfreund Guy blieb unerschrocken. “Erst habe er gezweifelt”, sagte er im Interview, aber dann sein zu viele Dinge auf einmal zusammengekommen.

Im Gefängnis am Tor Kontakt zu Sergeant Mike Kirkman auf, der 1977 an den Mautfällen gearbeitet hatte. Kirkman sei überrascht gewesen, fuhr aber dennoch ins Gefängnis, wo Thor ihm schließlich im Besucherraum alles gestand. Später erzählt Kirkman in einer TV Doku: “Tor wurde ein anderer Mensch, als er sprach.

 Der Blick wurde star, die Gesichtsmuskeln veränderten sich. Er sagte, die Mädchen hätten es verdient.” Thor erklärte, dass sich die drei ermordeten Frauen über sein Gewicht lustig gemacht hätten. Er zeigte keinerlei Reue und war überzeugt, im Recht zu sein. Dreist bat Thor Kirkman sogar noch um Hilfe, doch dieser war sich sicher, das Tor nicht zu helfen war.

Im Februar 1980 begann der Prozess gegen Thor. Im Gerichtssaal schilderte er detailliert die Morde an Jacqueline Rook, Mary Saris und Patricia Lany. Offen gestand er auch den Mord an Laura Benjamin, deren Leiche nördlich von Los Angeles gefunden wurde. Lauras Leichnam blieb dort über einen Monat unentdeckt. Der Richter fragte Thor, warum er seine Opfer getötet und missbraucht habe.

 Thor antwortete, dass man es medizinisch zwar nicht nachweisen könne, er aber vermutlich wahnsinnig sei. bekannte sich schuldig und wurde im Juni 1980 zu lebenslanger Haft verurteilt. Einige Expertinnen und Experten vermuten, dass Thor noch mehr Opfer hatte. Während seines Oregon Aufenthalts verschwanden mehrere junge Frauen spurlos. Der forensische Psychiater Dr.

John M Stalberg versuchte Thor dazu zu befragen, doch dieser schwieg. Dr. Stalberg sagte danach, ich glaube, er ist für mehr verantwortlich, als wir ahnen. Thor sollte seine Strafe im berüchtigten Gefängnis von Falls verbüßen. Dort hielt er es jedoch nicht lange aus. Auch im Gefängnis blieb er ein Außenseiter, wie schon sein ganzes Leben lang.

Weniger als ein Jahr nach seiner Ankunft saß Thor allein im Hof, als sich ein Insasse von hinten näherte und ihm ein Messer in die Brust stach. Tor wurde auf die Krankenstation gebracht und starb am 30. März 1981. Sein Freund Ron brachte es auf den Punkt. Ich glaube, das ist das Beste, was hätte passieren können.

 Thor mußte nicht weiterleben. Vielen Dank, dass ihr auch heute wieder bei Serienkiller Mörder und ihre Geschichten dabei wart. Uns freut es immer sehr, dass ihr zuhört. Das nächste Mal erwartet euch wieder eine Doppelfolge bei Serienkiller. Ein Außenseiter wird zum Meest Man in America. Donald Pewi Gaskins verwandelt seine lebenslange Demütigung wegen seiner geringen Körpergröße in pure sadistische Mordlust.

Nach Jahren brutaler Gefängnisgewalt, in denen er bereits ein Häftling kaltblütig ersticht, laut der 35-Jährige ab 1968 wieder auf einsam Straßen ahnungslosen Anhalterinnen auf. Während er tagsüber als Dachdecker arbeitet, baut sich in ihm ein Druck auf, der schon bald in einer der grausamsten Mordserien der amerikanischen Kriminalgeschichte münden wird.

 Den Podcast Serienkiller Mörder und ihre Geschichten gibt’s jeden Donnerstag neu und ihr könnt ihn auf allen Plattformen kostenlos hören und abonnieren. Wenn euch der Podcast gefällt, lasst uns gerne eine Bewertung da. Euer Feedback bedeutet uns viel und hilft auch anderen uns zu entdecken. Mein Name ist Max Spalleck. Bis zum nächsten Mal bei Serienkiller und ich bin Diane Helscher.

Dieser Podcast ist werbefinanziert und kann deswegen kostenlos auf allen Plattformen angeboten werden. Wenn Sie in diesem Podcast Werbung schalten wollen, schreiben Sie uns gerne an. [email protected]. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bosepark Productions basierend auf einem Spotify Original.

Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Adam Bowand, deutsche Produktion und Redaktion, Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Alexander von Bagen, Julia Ilan, Amira Mustafa, Suolder und Chris Guse. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.

 Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Es war ein Juli 1960. Loy the Andre war auf dem Weg zur Bushaltestelle. Die Sonne brannte gnadenlos, obwohl es noch früh am Tag war. Es fühlte sich an, als würde ihr die Hitze mit jedem Schritt mehr Energie aus dem Körper saugen.

 Als sie sich zum zehnten Mal den Schweiß von der Stirn wischte, hielt ein Auto am Bordstein. Der Fahrer begrüßte sie mit einem Lächeln. Sie kannte [räuspern] den Mann. Es war ihr Kollege, der 30-jährige David Joseph Carpenter. Ein schlanker junger Mann mit Brille, mit dem sie nur selten sprach. Carpenter stotterte stark, aber es gelang ihm schließlich, Leis, zu fragen, ob er sie mit zur Arbeit nehmen solle.

 Er war eine willkommene Erlösung von der sängenden Hitze. Also sagte sie ja. Noch bevor sie die Tür schließen konnte, trat Carpenter aufs Gas. Er überholte alle anderen Autos und schlängelte sich halsbrecherisch durch den Verkehr und er raste. Lo geri noch mehr ins Schwitzen. Die Autofaher wies sich als wesentlich unangenehmer als das Warten in der Sonne.

 Panik bekam Leis aber erst, als sie nicht mehr genau wusste, wo sie waren. Als sie Carpenter fragte, wo er hin wolle, sagte er, dass er sich verfahren habe. Carpenter weigerte sich umzudrehen, egal was Leis sagte. Er hielt schließlich in der Nähe der Rasenfläche des Presidio Military Four in San Francisco. Bevor Leis reagieren konnte, stieg Karanter aus und ging ums Auto herum.

 Er riss die Beifahrertür auf und zog die hilflose Frau an den Haaren aus dem Wagen. Er warf sie zu Boden und holte ein Taschenmesser aus der einen und einen Hammer aus der anderen Tasche. Er zischte: “Ich habe da so eine komische Sexmacke. Tu was ich sag oder ich schneide dich auf. Hi, ich bin Diane Helscher. Und ich bin Mark Augustat.

 In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller oder einer berühmten Serienkillerin mit ihrem Leben, ihrer Psyche und ihren Taten. Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Parcast. In dieser Einzelfolge befassen wir uns mit dem Leben von David Joseph Carpenter, einem Serienkiller, der ab Ende der 1970er Jahre in der San Francisco Bay Area aktiv war.

Carpenter ermordete zwischen 1979 und 1981 mindestens 10 Menschen. Er überfiel seine Opfer meistens auf beliebten Wanderwegen in der Gegend, was ihm den Beinamen The Trailside Killer einbrachte. David Joseph Carpenter wurde am 6. Mai 1930 in San Francisco, Kalifornien, geboren. Er war ein schüchternes und introvertiertes Kind.

 Man vermutet, dass seine Introvertiertheit durch sein instabiles Elternhaus noch verschlimmert wurde. Davids Vater, Alwood Carpenter, war ein gewalttätiger Alkoholiker. Er war nur selten für seine Familie da, aber wenn er zu Hause war, beschimpfte und schlug er seinen Sohn. Carpenters Mutter, Francis war auf ihre Weise missbräuchlich.

 Sie war extrem kontrollierend und schrieb ihrem Sohn ganz genau vor, was er zu tun und zu lassen hatte. Obwohl er sich mit Händen und Füßen dagegen wehrte, zwang sie ihn Musik und Ballettunterricht zu nehmen. Er schämte sich jahrelang, dass er zum Ballett musste. Er fand es unmännlich und erniedrigend. Als kleiner Junge entwickelte Körper ein starkes Stottern.

 Er hatte sein ganzes Leben lang mit der Sprechstörung zu kämpfen, die ihn noch unsicherer und schüchternder machte. Es ist möglich, dass Carpenters Stottern mit dem Missbrauch durch seine Eltern zu tun hatte. Im Jahr 2009 wurde an der University of Wyoming eine Studie zum Thema durchgeführt. Darin heißt es: “Traumatische Erfahrungen in der Kindheit spielen nicht nur als Ursache für das Stottern eine wichtige Rolle.

Sie verschlimmern das Problem zusätzlich, weil sie eine Sozialphobie und damit verbundene Persönlichkeitsprobleme erzeugen. Dazu zeigte Carphenter in seiner Kindheit einige äußerst besorgniserregende Verhaltensweisen, die als Warnsignale für Psychopathie gelten. Der Psychiater J. McDonald hat drei Verhaltensmuster in der Kindheit identifiziert, die auf spätere kriminelle und sogar mörderische Tendenzen hinweisen können.

 Zur sogenannten McDonald Tri gehören Tierquellerei, Brandstiftung und Bettnessen. Carpenter hat Tiere gequält und versümmelt und er hatte anhaltende Probleme mit Bettnässen. Mit 14 begingen Carpanter sein erstes bekanntes Sexualverbrechen. Seine Jugendgerichtsaken wurden vernichtet, weshalb es kaum Detailinformationen über seine Straftaten gibt.

 Man weiß aber, dass sie so schwer waren, dass er vom Gericht ins Nap State Hospital überstellt wurde. Die Professorin für forensische Psychologie, Dr. Katherine Ramslin schreibt: “Carpenter war zum Teil vom Bedürfnis getrieben, Sex zu haben. Gleichzeitig stotterte er, was es ihm sehr schwer machte, Mädchen kennenzulernen und sich den gesellschaftlichen Konventionen entsprechend zu verhalten.

 Das Resultat war Frustration, Wut und das Gefühl von Demütigung. Es ist nicht bekannt, wie lange Carpenter in der Klinik blieb. Nach seiner Entlassung waren seine missbräuchlichen Neigungen aber immer noch da. 1947 kam der siebzejährige Carpenter in Jugendhaft, nachdem er seine acht und dreijährigen Cousons sexuell missbraucht hatte.

 In der Jugendstrafanstalt wurde bei ihm eine antisoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Die Harvard Medical School definiert die antisoziale Persönlichkeitsstörung als ein langjähriges Verhaltens. und Empfindungsmuster, das die Funktionsfähigkeit beeinträchtigt und Stress verursacht. Es ist bekannt, dass die Störung durch negative Umwelteinflüsse ausgelöst wird, vor allem wenn die Gemeinschaft oder erwachsene Personen mit Vorbildfunktion nicht unterstützend auf die betroffene Person einwirken.

 Menschen, die unter der Störung leiden, setzen sich regelmäßig über die Rechte andere hinweg. Sie neigen dazu zu lügen und zu betrügen, zu Reizbarkeit und zu aggressivem Verhalten. Dabei können diese Symptome zwar über die Anpassung der Lebensumstände reduziert werden. Die Störung selbst ist dagegen aber kaum noch zu unterbinden.

Nach der Diagnose saß Carpenter die volle Haftzeit in der California Youth Authority ab. Über die Zeit nach seiner Entlassung ist nicht viel bekannt. Man weiß aber, daß der 25-jährige im Herbst 1955 eine Frau namens Allen Hatel heiratete. In den Jahren danach bekamen sie drei Kinder zusammen.

 Ihre Ehe soll aber alles andere als harmonisch gewesen sein. Körpenters starker Sexualtrieb nahm auch im erwachsenen Alter nicht ab. Es wurde sogar schlimmer. Allen sagte, dass Carpenter bis zu dreimal pro Nacht Sex von ihr verlangt habe. In der Nachbarschaft hielt man Carpenter dagegen für einen freundlichen und sanftmütigen Typen.

 Er nahm einen Job bei einer Werbeagentur in der Gegend von San Francisco an und gab sich alle Mühe, seine dunkelsten Gelüste zu verbergen, bis er sich Mitte des Jahres 1960 nicht mehr zurückhalten konnte. Sein sympathisches Äußeres fing an, Risse zu bekommen. Eines Morgens im Juli entführte Carpenter seine Kollegin Loy die Andreid.

 Er brachte sie zum Präsidio, einem historischen Militärstützpunkt mit Park und Wohngebiet an der Nordspitzer San Franciscos. Das Pridio war damals aber noch eine aktive Militärbasis und Petrol Officer Wayne Hicks sah Carpenters Auto verdächtig schnell durch die Nachbarschaft fahren. Er fuhr Carpenter und Leus unauffällig hinterher und beobachtete sie aus sicherer Entfernung.

Nachdem Carpenter Louis auf den Rasen geworfen hatte, holte er ein Stück Wäscheleine aus der Tasche und fesselte ihre Hände. Dann ging er mit einem Taschenmesser und einem Zimmermannshammer auf sie los. Er fügte ihr mehrere Stichwunden zu und schlug ihr mit dem Hammer auf den Kopf. Als Hicks Leus schreien hörte, rannte er los.

 Er schrie Carpenter an, dass er aufhören solle. Ohne zu zögern, zog Carpanter daraufhin eine kleine Pistole und fing an auf Hig zu schießen. Doch er traf nicht und Hicks hatte genügend Zeit zurückzuschießen. Er traf Carpenter ins Bein und in den Unterleib. Carpenter krümte sich auf dem Boden zusammen. Er war außer Gefecht. Louis wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo sie dank einer fünfstündigen Notoperation gerettet werden konnte.

Ende des Jahres kamanter vor Gericht und wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt. Während er im Gefängnis saß, ließ sich seine Frau Allen von ihm scheiden. Mit einem Schlag verlor Carpenter das normale Leben, an dem er so lange gearbeitet hatte. Aber Carpenter kam überraschend gut mit seiner Inhaftierung zurecht und galt als vorbildlicher Gefangener.

 Er war sogar so gut, dass er 1969 wieder entlassen wurde, nachdem er nur sieben Jahre seiner ursprünglichen Strafe abgesessen hatte. Außerhalb der vier Zellenwände blieb sein vorbittliches Verhalten jedoch schnell wieder auf der Strecke. Nur ein knappes Jahr nach seiner Entlassung wurde der 39-jährige Körpenter wegen Entführung versuchter Vergewaltigung und Diebstahl verhaftet.

Er verbrachte weitere neun Jahre im Gefängnis von 1970 bis 79 und wieder wurde er wegen guter Führung entlassen und in eine Resozialisierungseinrichtung überstellt. Doch Carpenters gewalttätige Tendenzen hatten im Gefängnis weiter zugenommen. Er hatte sie nur hinter seinem höflichen und unauffälligen Äußeren versteckt.

Am Morgen des 19. August 1979 verließ Carpenter die Einrichtung und fuhr nach Maron County vor die Tore San Franciscos. Die Gegend war wegen ihrer Natur und ihrer wunderschönen Wanderwege beliebt. Und gerade als Carpenter im Park ankam, machte sich die 44-jährige Edder Kane auf den Weg, um etwas frische Luft zu schnappen.

Edderda Kane war eine Bankmanagerin und begeisterte Wanderin. Sie ging oft mit Freundinnen und Freunden auf Erkundungstour, aber an diesem Morgen war sie ganz allein. Edda packte ihr Auto am Fuß des Pfades und begann ihre Wanderung über den Mount Thermal Pis, auch bekannt als The Sleeping Lady. Die Route war besonders beliebt, weil man vom Berg aus über die ganze Bucht bis zur Golden Gate Bridge schauen konnte.

Edda blieb stundenlang weg. Als die Sonne langsam unterging, fing ihr Mann zu Hause an, sich Sorgen zu machen. Er rief bei der Polizei an, die sofort zu den Wanderwingen aufbrach. Die Polizisten und Polizistinnen suchten bis tief in die Nacht, aber konnten Edderda nicht finden. Das einzige, was sie fanden, war das Auto der 44-jährigen, das immer noch auf dem Parkplatz stand, wo sie es am Morgen abgestellt hatte.

Als die Polizei am nächsten Morgen weitersuchte, fand sie Edders komplett entkleidete Leiche knapp 1 km vom Parkplatz entfernt neben dem Wanderweg. Man hatte ihr mit einer Pistole vom Kaliber in den Hinterkopf geschossen. Einige Kreditkarten, ihre Sonnenbrille, $ in Bar und fast all ihre Kleidung waren verschwunden.

 Ihren Schmuck hatte ihr der Täter jedoch nicht abgenommen. Besonders überrascht war die Polizei über den Zustand der Leiche. Obwohl Edderda keine Kleidung mehr am Körper trug, war sie nicht sexuell missbraucht worden. Sie wurde in einer knienen Position gefunden, was darauf hindeutete, dass sie ihrem Hinrichtungsstil erschossen wurde.

Die Ermittler und Ermittlerinnen suchten die ganze Gegend ab und sprachen mit den Anwohnern und Anwohnerinnen, aber sie konnten nichts finden. Die Ermittlungen liefen nach kurzer Zeit ins Leere und es gab keinen neuen Spuren. bis ein paar Monate später ein ähnliches Verbrechen aufgedeckt wurde, nur ein paar Meter von dem Ort entfernt, an dem man Edder Kanes Leiche gefunden hatte.

Im März 1980 war die 23-jährige Barbara Schwarz auf demselben Wanderweg unterwegs. Zur Sicherheit hatte sie ihren Hund dabei. Nach ein paar Kilometern wurde Barbara von einem weißen Mann mit Baseball Cap angesprochen. Es war David Joseph Carpenter. Nachdem er die junge Wanderin unter einem Vorwand in ein Gespräch verwickelt hatte, zog er ein langes Schlachtermesser und starch ihr mehrmals in die Brust.

Eine andere Frau, die in der Nähe unterwegs war, beobachtete die Tat und schrie, dass Carpenter aufhören solle. Dann rannte sie los, um Hilfe zu holen. Als sie mit den Parkrangers wiederkamen, fanden sie Barbaras leblosen Körper an der Stelle, wo Carpenter auf sie eingestochen hatte. Auch sie war entkleidet worden und befand sich in einer knenden Position, ähnlich wie Edder Kane.

 Die Polizei suchte erneut das gesamte Areal ab, ohne Erfolg und die Zeugin hatte einen so schweren Schock, dass sie sich nicht gut genug an Carpenters Aussehen erinnern konnte, um eine brauchbare Personenbeschreibung abzugeben. Und so kamen die Ermittlungen auch in diesem Fall nach kurzer Zeit zum Erlegen. Die Ermittlerinnen und Ermittler hatten nur eine einzige Spur, eine blutverschmierte Zweistärkenbrille, die dem Täter entweder von der Nase oder aus der Tasche gefallen war.

 Eine kurze Recherche ergab, dass der Brillentyp in Gefängnissen ausgegeben wurde. Aber selbst als die Beamten mehrere Listen von ehemaligen Strafgefangenen und Männern auf Bewährung durchgingen, konnten sie niemanden finden, der als Täter in Frage kam. Carpenter flog also weiter unterm Radar. Der Sheriff wandte sich an den Psychologen Dr.

 Arrow William Mattis und bat ihn um eine Einschätzung des Falls. Basierend auf den rituellen Merkmalen der beiden Morde stellte Matthese auf, dass der Mörder höchstwahrscheinlich Souvenirs von seinen Verbrechen sammelte, fast wie kleine Preise. Doch auch mit dem psychologischen Profiling hatte die Polizei immer noch keine klaren Verdächtigen und steckte weiter in der Sackgasse.

Und dann 7 Monate später im Oktober 1980 schlug Carpenter erneut zu auf demselben Wanderweg. Das Opfer war die 26-jährige Ann Elderson. Sie verschwand, als sie eines Morgens auf dem Pfad joggen war. Ihre Leiche wurde ein paar Tage später gefunden. Sie war brutal vergewaltigt worden.

 Danach hatte der Täter ihr in den Kopf geschossen, wieder wie bei einer Exekution. Nach dem Mord an Ann Elderson machte sich Panik im idyllischen Maron County breit. Es war offiziell ein Serienmörder, den die Presse The Trailside Killer nannte, ging um und der Terror, den er über die Gegend rund um San Francisco brachte, hat er gerade erst begonnen.

Im November 1980 besuchte Carpenter den Point Race National Seashore Park und er war nicht der einzige. Unter den vielen Leuten, die an diesem Tag auf den Wanderwegen unterwegs waren, war auch die 25-jährige Sha May. Sie wollte sich mit Freunden auf dem Parkplatz am anderen Ende des Pfades treffen.

 Als sie jedoch nicht auftauchte, riefen ihre Freunde die Polizei. Zwei Tage lang suchten die Polizistinnen und Polizisten den gesamten Wanderweg ab, bis sie einen grausamen Fund machten. [räuspern] Abseits des Weges fanden sie insgesamt vier Leichen im Abstand von knapp 800 m. Die erste Tote, die sie fanden, war Shana May.

 Der Mörder hatte sie ausgezogen und erschossen. Neben mir lag der verwene Körper der 22jährigen Diane OL, die einen Monat zuvor als vermisst gemeldet worden war. Der JN war vergewaltigt, stranguliert und mit mehreren Schüssen getötet worden. Die toten Frauen lagen nebeninander in einer flachen Grube. Ein Stück weiter den Weg hinunter fand man die Leichen von zwei weiteren vermissten Personen, Richard Sta und Cynthia Morland, die beide seit Mitte Oktober vermisst wurden.

St Morland waren ebenfalls mit Kopfschüssen getötet worden. Sie lag auf dem Bauch mit dem Gesicht nach unten im Gebüsch. Nach den Leichenfunden war die ganze Bay Area extrem nervös. Alles an den Morden, vor allem wie der Mörder seiner Opfer zurückgelassen hatte, machte den Leuten große Angst. Die forensische Psychologin Dr.

Katherine Ramsland schreibt darüber: “Jeder, der seine Opfer in eine bestimmte Pose bringt, versucht den Tatort auf die Reaktion der Personen auszuweiten, die zuerst am Tatort eintreffen. Der Täter will, dass sein Verbrechen etwas bestimmtes ausstrahlt, damit er sich noch einmal erhaben und mächtig fühlen kann, wenn er nur daran denkt.

” Carpentas Tatorte folgten einem bestimmten Muster. Er ließ die Leichen entweder in einer knienenden Position mit dem Gesicht nach unten oder in einer anderen unterwürfigen Haltung zurück. Nach den jüngsten Leichenfunden traute sich kein Mensch mehr auf die Wanderwege rund um San Francisco. Die Leute gingen sogar kaum noch aus dem Haus.

 Zum ersten Mal hatte die Polizei aber eine Spur, der sie nachgehen konnte. Die Pistolenkugeln, die bei den vier Point Race Morden benutzt wurden, waren die gleichen wie bei Annarn Elderson, Carpenters drittem Opfer. Die Polizei hatte das Gefühl, kurz vor einem Durchbruch zu stehen und beobachtete alle Wanderwege genau.

 Helikopter kreisten über den Bergen und suchten nach Spuren und Verdächtigen. Alle möglichen Leute meldeten sich freiwillig, die Wege zu sichern von Wanderclubmitgliedern bis hin zu den Marines. Manche Polizeistationen mobilisierten sogar ihre Pferdestaffeln für Patrouillen. Doch niemand konnte den Täter stellen. Nach sechs Wochen fühlten sich die ersten Anwohner und Anwohnerinnen wieder sicher genug, um wandern zu gehen, obwohl es kaum Fortschritte bei den Ermittlungen gegeben hatte.

In den Semesterferien von der UC Davis Universität durchschlossen die 21-jährige Allan Hansen und wir Freund Steven Hartel im Henry Cowell Radwood State Park Campen zu gehen. Nach seiner ersten Nacht im Freien ging das Paar am 29. März 1981 hoch zu einem Aussichtsturm. Dort lauerte ihn der dünne Mann mit Brille und Baseballkappe hinter den Bäumen auf.

Er hatte eine kleine Pistole dabei. Der Mann schließ sich leise an das Paar heran. Er sprach schnell mit tiefer Stimme und in knappen Sätzen. Er sagte zu Steven, dass er Allen vergewaltigen werde. Wenn Steven versuche ihn aufzuhalten, würde es tödliche Konsequenzen für sie haben. Steven und Allen wussten zunächst nicht, wie sie reagieren sollten.

 Erst als Carpenter seine Pistole zog, wusste sie, dass er es ernst meinte. Steven flehte den Fremden an, sie gehen zu lassen, aber Allen sah, dass der Mann nicht nachgeben würde. Allen ging auf den Mann zu und sah ihn direkt in die Augen. Sie sagte, er wird uns so oder so töten. Sekunden später war alles vorbei. Der Mann schoss Ellen zweimal aus nächster Nähe in den Kopf.

 Steven versuchte zu fliehen, aber er war nicht schnell genug. Carpentinter schoss ihn nieder und machte sich davon. Doch der sogenannte Trail Killer wurde nachlässig. Bei seinen vorherigen Morden war er mit großer Präzision vorangegangen. Er hatte genau darauf geachtet, wie er seine Opfer am Tatort zurückließ und dass sie auch wirklich tot waren.

Ein hastiger Mord wie dieser hatte nichts mehr mit Planung und Kontrolle zu tun, auch weil Carpenter sonst immer abgelegene und weniger belebte Wegabschnitte für seine Überfälle bevorzugt hatte. An diesem Tag wurde er dagegen von mehreren Zeugen und Zeugen gesehen. Die Leute gaben zu Protokoll, dass ihnen ein Mann in der Nähe des Aussichtsturms aufgefallen sei.

 Er sei in Richtung Ausgang gerannt. Alle Zeuginnen und Zeugen beschrieben ihn als glatzköpfigen Mann mit Brille. Er sei schlank und insgesamt ein eher unauffälliger Typ gewesen. Einer der wichtigsten Hinweise kam aber von einem zehnjährigen Mädchen. Es kam ihr komisch vor, dass Carpentar auf dem Parkplatz so gehetzt zu seinem Auto lief.

 Sie nahm sich also ein Stück Pappe und malte das, was sie sah, so gut sie konnte auf. Einen Mann, der in einem kleinen roten kastenförmigen Auto davon rast. Wirklich vernichten für Carpanter war aber die Aussage seines Opfers Stephen Hartle. Dank gutem Timing und größtem Geschick war es den Ärztinnen und Ärzten im Krankenhaus gelungen, sein Leben zu retten.

Nach der Operation konnte Steven zwar nicht sprechen, aber er wollte trotzdem so schnell wie möglich helfen. Dank seiner Mimik und Handzeichen waren ein Detectiv und ein Zeichner in der Lage, ein Phantombild des Täters zu erstellen. Der Mörder trug eine Baseballkappe, eine Brille und er war schlank. Die Skizze wurde veröffentlicht und in mehreren Lokalzeitungen abgedruckt.

Sofort danach erhielt die Polizei einen Tipp über ihre Telefonhotline. Eine Frau aus der Gegend hatte den Mann auf dem Phantombild erkannt. Sie sagte, dass er David Carpenter heiße und dass sie ihn vor ein paar Jahren auf einer Kreuzfahrt kennengelernt habe. Sie konnte sich an seinen Stattern erinnern und an seine ungelenkten Flirtversuche ihr und ihrer Tochter gegenüber.

Das Problem war nur, dass es zu viele David Carpenters in der San Francisco Bay Area gab, so dass die Polizei nicht sofort einen Verdächtigen ausmachen konnte. Die Phantomzeichnung blieb aber weiter im Umlauf und die Beamten hofften, daß sich noch weitere Personen mit genaueren Informationen bei ihnen melden würden.

Doch auch Carpenter selbst las die Zeitungen und er wusste, wie brenzlich es für ihn wurde. Er veränderte also schleunigst seinen Kleidungsstil und ließ sich einen Bart stehen. Er hoffte auch, dass sein neues und stabileres Leben ihn weniger verdächtig machen würde. Er wohnte inzwischen wieder bei seinen Eltern und hatte einen festen Job als Lagerarbeiter.

Als verurteilter Sexualstraftäter auf Bewährung hatte Carpenter es schwer gehabt, einen Job zu finden. Es war ihm gesetzlich untersagt, an einem Ort zu arbeiten, an dem auch Frauen beschäftigt waren. Der neue Lagerjob ließ ihn als respektablen Mann erscheinen, der versuchte seinen Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

 Carpenter hatte seit langer Zeit mal wieder das Gefühl, normal zu wirken. Nur mit Männern zusammenzuarbeiten wirkte sich aber in keinster Weise auf seine kranken und brutalen Fantasien aus. Und so dauerte es nicht lange, bis ihm die Druckerei im Nebengebäude ins Auge fiel, die zurelben Firma wie das Lager gehörte.

 Dort arbeiteten mehrere Frauen. Eine von ihnen war die 20-jährige Heather Roxan Scax. Skax hatte erst vor kurzem die Highschool abgeschlossen und Carpenter hörte, dass sie auf der Suche nach einem Auto war. Am 1. Mai 1981 sprach Carpenter die junge Frau an. Sie war sehr freundlich und er fühlte sich sofort zu ihr hingezogen.

 Carpenter sagte, dass er von ihren Autoplänen gehört habe und behauptete, einen guten Deal bei einem Händler in der Nähe gesehen zu haben. Er bot Heather an, sie rüberzufahren und sich das Auto mit ihr anzuschauen. Während des Gesprächs betonte Carpenter mehrmals, dass SCX am besten allein mit ihm hinfahren sollte. Er sagte, dass es das Beste sei, niemandem etwas über den Deal und den Standort des Autohändlers zu verraten oder mit wem sie dorthin fahren würde.

Sk nahm das Angebot an und die beiden fuhren los. Doch Carpenter wusste nicht, dass Skacks doch jemandem von ihrem Trip erzählt hatte. Ihr Freund traute Carpenter nicht über den Weg. Er war ein älterer komischer Kollege, der sich viel zu sehr für die 20-Jährige zu interessieren schien.

 Nur um sicherzug gehen, sagte er zu Heather, dass er sie bei der Polizei als vermisst melden würde, wenn sie bis 19 Uhr nicht wieder zu Hause sei. Und Heather kam nicht nach Hause. Ihr Freund wählte den Notruf. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Sie wollten als erstes herausfinden, wer Heather zuletzt gesehen hatte.

 Sie befragten Heathers Freund und die Leute aus der Druckerei und dem Lager und alle nannten denselben Namen. David Joseph Carpenter. Als die Beamten bei David Carpenter klopften, waren sie sofort in höchster Alarmbereitschaft. Der Mann, der ihn da die Tür öffnete, sah dem Phantombild vom Trailside Killer verblüffend ähnlich. Schon sein Name hat er sie aufhorchen lassen.

 David Carpenter war genau der Name, den sie von einer Frau an der Polizei Hotline bekommen hatten. Der letzte verräterische Hinweis stand mitten in der Einfahrt. Die Detectives schauten sich Carpentas Auto sehr genau an. Es war ein kleiner roter kastenförmiger Fiat, genau wie die zehnjährige Zeugin vom Parkplatz ihn gezeichnet und beschrieben hatte.

Die Beamten wendeten sich an Carpenters Bewährungshelfer, der sich sehr gut vorstellen konnte, dass sein Klient etwas mit Heathers Verschwinden zu tun haben könnte. Sie gingen auch noch einmal ihre eigenen Akten durch, aus denen eindeutig hervorging, dass Carpenters Name und Profil versehentlich aus den Verdächtigen Listen der Trailside Morde gestrichen worden waren.

Die Polizei brachte Carpenter aufs Revier. Sie wollten wissen, in welchem Verhältnis er zu Heathers Gegs stand, aber er weigerte sich zu antworten. Als die Detectives ihm Druck machten, soll er angeblich so stark gestottert haben, dass er überhaupt nicht mehr sprechen konnte. Das Verhör dauerte mehrere Stunden.

Dabei ging es auch um Carpenters Familie und seine Kindheit. Als er den Beamten von früher erzählte, klang er bitter und hasserfüllt. Er erzählte ihnen von den Ballettstunden, zu denen seine Mutter ihn gezwungen hatte. Einer der Detectiv sagte, dass auch er Kind Tanzunterricht bekommen habe. Er ist ganz still da und sagte gar nichts mehr.

 Dann stand er plötzlich auf, ging in die Mitte des Raumes und fing an zu tanzen. Er vollführte mehrere Ballettpositionen und nannte jede einzelne laut beim Namen. Erste, zweite, dritte und so weiter. Carpenters Antworten waren noch verdächtiger. Er log die Detectives oft unverhohen an oder verschwieg ihnen wichtige Einzelheiten. So wollte er ihnen beispielsweise nicht sagen, wo er sich an den Tagen der Trailzeitmorde aufgehalten hatte.

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