Wahre Verbrechen I Der letzte Zeuge T
Wahre Verbrechen I Der letzte Zeuge

Hier im Wald haben mitten auf dem Weg zwei verbrannte menschliche Körper gelegen, direkt nebeneinander. Wir konnten draußen vor Ort die ganze Situation überhaupt nicht einordnen. Hier sind zwei Personen verbrannt, aber was ich hier tatsächlich ereignet hat, das ließ sich an der Spurenlage nicht ablesen.
Das Ergebnis der Sektion war, dass beide Personen durch Rauchgasvergiftung zu Tode kam, spricht, sie sind im Feuer verstorben. Im Ergebnis dieses Einsatzes, dieses Luminos, muss mir feststellen, dass diese Wohnung sehr massiv mit Blut verunreinigt war, aber im Nachgang jemand mit vielem Mühe versucht hat, diese Wohnung zu reinigen.
Dann im Verlauf der Ermittlung, die relativ zügig vorangeschritten sind, hat der ganze Fall eine Dimension erhalten, was in den ganzen Jahren, nicht bei der Mordkommission war, für mich einmalig war und deshalb ist do Fall, die auch immer in Erinnerung bleiben wird. Diese Bilder der Polizei Brandenburg dokumentieren den Fund von zwei bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen.
Dieses Verbrechen erschüttert im Jahr 2004 ganz Brandenburg und stellt die Mordkommission zunächst vor ein großes Rätsel. René Brömer ist zum damaligen Zeitpunkt stellvertretender Leiter der Mordkommission. Mit uns kehrt er an den Ort zurück, an dem alles begann. Wenn ich heute an diesen Doppelmord zurückdenke von 2004, dann bleibt mir immer Erinnerung dieser Gewalt, mit der die Täter gehandelt haben.
Solche Situationen hatten wir bis dato noch nicht gehabt und ich kann mich auch nicht erinnern, dass wir sowas danach noch mal hatten. Es ist der 20. Mai 2004 im idyllischen Kuort Buco, als bei der Leitstelle der Polizeidirektion Frankfurt Oder ein Notruf eingeht. An Himmelfahrt 2004 hat ein Bürger hier angerufen, der teilte mit, dass er mit seiner Lebensgefährtin in dem Waldgebiet hier unterwegs war zwischen Buko und Dsdorf Münchberg und dass er dort zwei verbrannte Personen gefunden hat.
Die Fundzeugen dachten eigentlich zunächst, da hätte irgendjemand vielleicht Schaufensterpuppen verbrannt, aber als sie sich dann der Brandstelle näherten, haben sie festgestellt, dass es sich tatsächlich um Menschen gehandelt hat. Umgehend wird bei der Polizei Frankfurt oder eine 20köpfige Mordkommission gebildet, bei der Kriminalhauptkommissar Ren Brümmer die stellvertretende Leitung übernimmt.
Ein Großaufgebot der Kripo macht sich umgehend auf den Weg zum Fundort, um sich einen Überblick zu verschaffen. Hier im Wald haben mitten auf dem Weg zwei verbrannte menschliche Körper gelegen. Direkt nebeneinander, zwischendrin noch ein Schaufelblatt. Wir konnten draußen vor Ort die ganze Situation überhaupt nicht einordnen. Hier sind zwei Personen verbrannt, aber was sich hier tatsächlich ereignet hat, das ließ sich an der Spurenlage nicht ablesen.
Brümmer lässt die verbrannten Leichen umgehend in der Rechtsmedizin untersuchen. Bereits nach kurzer Zeit können die Toten vom Waldweg identifiziert werden. Wir hatten bei den Leichen Dinge gefunden, die für die Identitätsverstellung möglicherweise hilfreich sein konnten. Eine der Leichen hatte am Unterarm ein Tattoo.
Man konnte nicht erkennen, was es war, möglicherweise eine Art Fabelwesen. Mit diesem Bild konnte man in die Öffentlichkeit gehen. Die andere Leiche wiederum, die hatte mehrere Ringe an ihren Händen, was für einen Mann auch sehr auffällig war. Wir haben dann im Prinzip die umliegenden Dörfer mit einmittlern abgegrast und haben über nachgefragt, wer kennt diese Person, die solche Tattoos bzw.che bzw.
solche Ringe getragen haben? Parallel sind wir mit diesen Informationen auch noch an die Medien gegangen. Bereits nach kurzer Zeit stehen die Identitäten der verbrannten Leichen fest. Es handelt sich um den 34-jährigen Mike J, der aufgrund vergangener Straftaten mit seinen Fingerabdrücken in der bundesweiten Datenbank registriert ist.
Bei der zweiten Leiche handelt es sich um Roland K. Er lebt in BKO und wurde von Einwohnern identifiziert. Bei der weiteren rechtsmedizinischen Untersuchung werden auch die Todesursachen festgestellt. Mike J und Roland K sind lebendig verbrannt. Das Ergebnis der Sektion war, dass beide Personen durch Rauchgasvergiftung zu Tode kam.
spricht, sie sind im Feuer verstorben. Bei einer der beiden äh Verstorbenen fand sich noch eine Schädelbruchverletzung am Hinterkopf, was darauf schießen ließ, dass die Person im Prinzip äh vorhin hinten einen Schlag gegen den Kopf erhalten hat. Der Bericht aus der Rechtsmedizin lässt nun keinen Zweifel mehr an einem Kapitaldelikt zu.
Mike Jott und Roland K wurden umgebracht. Das am Tatort gefundene Schaufelblatt passt zur Wunde an Roland Kars Hinterkopf und ist als Tatwaffe ein wichtiges Puzzelstück in diesem noch undurchsichtigen Fall. Der Mordermittler und sein 20köpfiges Team müssen unbedingt mehr über die Lebensumstände der beiden Toten herausfinden und befragen ihr Umfeld.
Wir haben daraufhin überprüft, wer dieser Roland K sein kann und wo diese Person wohnt und unsere Kollegen sind dann dort hingefahren und haben diese Wohnung geöffnet und sich die Wohnung angeguckt und kam dann im Ergebnis zu dem Schluss, dass ich hier einen Geschehen ereignet haben muss, was mit dem Verbrennen der Leichen im Zusammenhang zu sehen ist.
Bei der näheren in Augenscheinnahme der Wohnung von Roland K finden die Ermittler überall Blutspuren, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten. Brümmer lässt das Haus genauer untersuchen. Hierbei wird das ganze Ausmaß der Brutalität deutlich. Wir haben dann eine konzentrierte Spurensuche und Sicherung der Wohnung durchgeführt und dabei fanden wir unter anderem Glasschplitter, die darauf hinedeutet haben, dass hier eine Bierflasche kaputt gegangen ist.
Wir fanden auch eine handelsübliche Schere mit Bluthaftung und diverses Blut in der Toilette im Bad der Wohnung. Wir haben dann auch noch eine Chemikalie zum Einsatz gebracht, die nennt sich Luminol und die reagiert fluorescierend auf rote Blutkörperchen. Und im Ergebnis dieses Einsatzes, dieses Luminos muss mir feststellen, dass diese Wohnung sehr massiv mit Blut verunreinigt war, aber im Nachgang jemand mit vielen Mühe versucht hat, diese Wohnung zu reinigen.
In den weiteren Befragungen der Nachbarschaft stellt Brümmer fest, der Homosexuelle Mike J hat seit kurzem hier bei Roland K. gelebt. Ob die Männer sich in einer Liebesbeziehung befanden, ist unklar. Dennoch erhält Brümmer einen entscheidenden Hinweis. Hier hat eine Feier der Nachbarschaft stattgefunden und äh zu dieser Feier kamen dann vier Personen hinzu.
Zwei dieser Personen haben sich dann dabei unterhalten über den Mike Jott, der hier bei dem Roland K eingezogen ist. Der sollte ihrer Meinung nach wegen Vergewaltigungs und Haft gesessen haben und im Zuge des Trinkens unterhelt man sich halt weiter und kam dann zu dem Schluss, dass es ein Vergewaltiger sei und man jetzt dort hinübergehen würde, um ihm zu zeigen, wie man mit Vergewaltigern Bucko umgeht.
Tatsächlich saß Mike J im Gefängnis allerdings wegen anderer Straftaten. Brümmer fandet jetzt nach den vier Unbekannten von der Nachbarschaftsfeier. Michael G. Freund Silvio K. können durch Zeugenbefragungen identifiziert werden. Im weiteren Verlauf der Ermittlung stoßen die Kriminalbeamten auch auf den 35-jährigen Thorsten S.
Und den erst 19-jährigen Thomas Z. Alle vier Männer sind für die Polizei keine Unbekannten. Michael G. Silvio K und Torsten Swan hinrechen. Polizeilich bekannt. Also sie haben eine ganze Vielzahl von Delikten begangen, unter anderem Körperverletzungsdelikte, Eigentumsdelikte und Verkehrsdelsdelikte. Thomas Z selbst ist nur einmal wegen dem kleineren BTM Delikten Erscheinung getreten.
Zu ihnen lag ansonsten nichts weiter vor. Ihre kriminelle Vergangenheit und die eindeutigen Äußerungen auf dem Nachbarschaftsfest lassen die vier Männer in den Mittelpunkt der Ermittlungen rücken. Brümmer und sein Team müssen die Männer schnellstmöglich ausfindig machen. Wir hatten keine alle Informationen, wo sich die Beschuldigten aufhalten konnten.
in ihren Wohnungen wahnsinnig anzutreffen. Und im Hinblick auf ihre Gefährlichkeit haben wir ein Sondereinsatzkommando und ein mobiles Einsatzkommando angefordert, die dann mit ihren Mitteln die Suchmaßnahmen nach unseren Beschuldigten durchgeführt hatten und sie konnten dann relativ schnell in Müncheberg, also mehrere Kilometer weg von Boko in einem Ort in einer Wohnung gemeinsam festzunehmen und uns am Mittler überwegen.
Die vier Tatverdächtigen werden sofort getrennt, um keine Absprachen treffen zu können und kommen in Untersuchungshaft. Hier werden sie nacheinander zu den Vorwürfen befragt. Silvio K hat von Anfang an die Aussage verweigert. Alle anderen drei haben äh Aussagen getätigt. Wir waren es dann auch sicher im Zuge der Aussagen, dass wir auch die richtigen Täter festgenommen hatten.
Die Aussagen an sich waren aber sehr Stück weit oberpflichtig. Also, man beschrieb dort ein Geschehen, was äh für uns schwer zu begreifen war, dass man deshalb letztendlich bei Personen töten musste. Nach und nach erfahren Brümmer und seine Kollegen alle Einzelheiten zur Tat. Besonders der 19-jährige Thomas Z.
Kooperativ und hilft dem damals 30-jährigen Ermittler Brümmer jenen Tag des 17. Mai 2004 zu rekonstruieren. Die vier Männer haben die Wohnung betreten und mit dem Betreten hat der Silvio K sofort gewaltsam auf das Opfer eng gewirkt durch Faustschläge zunächst. Dann ging es weiter mit Tritte mit Stkappenschuhe gegen Oberkörper und Kopf.
Der Michael EG hat dann mitgemacht. Das Opfer wurde gegen den Schrank geschlagen zu Boden geworfen. Man versuchte dann auf das Opfer mit dem Messer einzustechen. Man schlug eine Bierflasche gegen den Schädel. Bierflasche ging kaputt. Mit dem Bierflaschenhals stag man in die Magengegend und drehte dann ein Flaschenhals.
Man versucht die Ellenbogen zu brechen, Fußgelenk zu brechen. Man urinierte auf das Opfer. Roland K muss alles mit ansehen. Ihm versichern die Männer aber zunächst, dass ihm nichts passiert. Nach diesem Matyrium wickeln die Männer den schwerverletzten Mike Jott in einen Teppich ein und fahren mit ihm und Roland K in ein nahe gelegenes Waldstück.
Thomas Z bleibt zurück und soll die Wohnung säubern. Torsten S gab in der Vernehmung an, dass er während der Fahrt sogar gespürt hat, wie der am Kofferraum befindlich und noch im Teppich eingewickelte Mike J sich bewegt hatte. Er spürte halt so ein Pressen von hinten vom Kofferraum aus an die Rücksitzwand. In diesem Waldstück steigen die Täter aus und übergießen Mike J mit Benzin.
Roland K. versucht jetzt erstmals einzugreifen. Er droht den Männern die Polizei zu rufen. Daraufhin schlagen sie ihn mit dieser Schaufel nieder, übergießen auch ihn mit Benzin und zünden beide Männer an. Je mehr Details hinzugekommen sind, desto mehr waren wir auch von diesem ganzen Geschehen beeindruckt.
Wir haben ja damit gerechnet, dass sich eine Gewaltstraftat in der Wohnung geeignet hat. Wir haben auch damit gerechnet, dass es eine massive äh Gewaltstraftat war, weil letztendlich sind ja im Zuge dessen noch zwei Menschen zu Tode gekommen, aber dass sich hier eine so der Art heftige Gewaltstraftat letztendlich ereignet hat, wo bei der zwei Personen hauptsächlich gehandelt hatten, auch oftmals wechselseitig so immer weiter sich aufputschen.
Man trinkt, man schlägt, dann tauscht man die Rollen und man sich halt immer weiter in so einer Gewaltspirale befindet. Das war für uns erschreckend gewesen. Vor dem Landgericht Frankfurt Oder werden die Haupttäter Michael G. und Silvio K zu einer lebenslangen Haftstrafe mit Anerkennung der besonderen Schwere der Schuld verurteilt.
Silvio K verstirbt 2013 den Haft eines natürlichen Todes. Thorsten S bekommt eine Freiheitsstrafe von 7inhalb Jahren und Thomas Z wird durch das Jugendstrafrecht zu einer Haftstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Auch heute denkt Ren Brümmer noch oft an dieses beispiellos brutale Verbrechen. 2 3 m hier ins Gewisch rein lag dann der Leichnahm.
Er stammt doch aus dieser Gegend hier. Wir wissen aus seiner Vergangenheit, dass er tatsächlich Bezüge zum Drogenmiljö hatte. Aus der Öffentlichkeit kamen verschiedene Hinweise, aber keine, die uns irgendwie zum Täter geführt hätten. Tatsächlich ist unsere Erkenntnis, dass er eigentlich in den Waffenhandel, in den illegalen Waffenhandel einsteigen wollte.
Rüderstoorf bei Berlin, Mai 2022. Drei Freunde sind auf der Suche nach Dominik F. Seit zwei Tagen ist der 27-Jährige spurlos verschwunden. Sie finden ihn tot in einem Waldstück nah der Autobahn A10. Dominik F. wurde mit vier Kopfschüssen getötet. Die Kriminalpolizei Frankfurt Oda übernimmt den Fall. Der erste Kriminalhauptkommissar Mike Zimmermann leitet die Ermittlungen.
Nachdem die Zeugen die Polizei informiert hatten, dass sie den Leichnamen gefunden hatten, führten sie uns an diese Stelle. Unmittelbare Nähe von der Autobahn und 2 3 m hier ins Gebüsch rein lag dann der Leichnahmen. Man hat gesehen, dass er einen Go geschlungen hatte, dass die Hose etwas heruntergezogen war, wahrscheinlich vom Transport und dass er offensichtliche Kopfverletzungen hatte.
Mit diesen Gurten wurde Dominik zum Fundort transportiert. Wurde er an einem anderen Ort getötet? Mit dem Luminolverfahren gelingt es den Ermittlern großflächige Blutspuren des Opfers sichtbar zu machen. Alles spricht dafür, dass Dominik F in unmittelbarer Nähe erschossen wurde. Wir haben weiterhin feststellen können, dass er ansonsten keine weiteren Gegenstände bei sich hatte, wie zum Beispiel das Handy oder dergleichen.
Wir haben dann zum Fund dort der Leiche auch die Rechtsmedizin hinzugezogen und die Rechtsmedizin hat uns dann gesagt, dass der Zeitpunkt seines Verschwindens, also der 11.5, auch zeitnah mit dem Todeszeitpunkt zusammenhängt. Dominik F. lebte in dieser Wohnsiedlung in Rüdersdorf, nur knapp 500 m vom Leichenfundort entfernt.
In der Kleinstadt war der junge Mann kein Unbekannter. Er hat dort jahrelang mit Drogen gedialt. Tatsächlich stammte Dominik aus diesem Ort aus Rüderdorf, ist ja auch hier groß geworden, hat hier auch seine Drogenkarriere, wenn man so will, begonnen und nach unseren Erkenntnissen auch mehr oder weniger beendet.
Wir wissen, dass er noch Drogen konsumiert hat, aber wir haben keinerlei Angelspunkte dafür gefunden, dass er noch irgendwie mit Drogen gehandelt hätte. Wir wissen aber, dass er auch nach einer Verurteilung im Zusammenhang mit Drogen sich komplett gewandelt hatte. der war junger Vater, hat sich intensiv um seinen kleinen Sohn gekümmert und hat auch wieder Kontakt zu der Mutter des Sohnes.
Äh und eigentlich war alles auf einem guten Weg. Diese Drogenkarriere von Dominik erhöht den Ermittlungsaufwand für Kommissar Zimmermann und sein Team. Wir haben dann also an angefangen, uns das nähere und das weitere Umfeld des Opfers anzuschauen, um dadurch eventuell auf den Täter zu stoßen. Äh, das hat bedeutet, dass wir zahlreiche Zeugenvernehmungen gemacht haben, auch wiederkehrende Zeugenvernehmungen.
Äh, auch mit seinem engeren Freundeskreis sind dann viele Zeugen zusammengekommen. Am Ende waren es um die 70 Zeugen, die wir gehört haben. Ähm, wir haben eine Sonderkkommission gebildet, weil der Täter nicht gleich offensichtlich für uns war und haben dann mit der Sonderkommission, die zwischenzeitlich 30 Mitarbeiter hatte, ähm die Ermittlung nach dem unbekannten Täter aufgenommen.
Das Interesse von Kommissar Zimmermann gilt zunächst den drei Freunden, die tagelang nach Dominik F. gesucht hatten. Einer von ihnen, Lukas S, hatte eine besonders enge Beziehung zum Opfer. Der Lukas war tatsächlich der Fahrer für den Dominik, allerdings nicht im Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten.
Dominik selbst hatte keinen Führerschein, hatte auch kein Auto, so dass der Lukas ihn tatsächlich überall hingefahren hat zur Ausbildung, zur Arbeit, zu anderen Treffen, zum Friseur teilweise, äh zu anderen Freunden. Damit hat er ihnen hingefahren und hat ihn dann auch später wieder abgeholt. Teilweise waren sie auch zusammen unterwegs, aber wie gesagt, nicht im Zusammen mit kriminellen Aktivitäten.
Lukas S kannte die Lebensgewohnheiten von Dominik F. Und erkannte sich in Rüdersdorf aus. Vieles spricht dafür, dass die Ablagestelle von einem ortskundigen Täter gewählt wurde. Lukas S bleibt nicht nur deshalb zunächst im Visier der Ermittler. Da er widersprüchliche Angaben machte und immer wieder machte, war ihr nie ganz bei uns aus dem Fokus.
Also er hätte auch gut einer der Täter sein können, wie wir von zu Anfang dachten, aber dann im Laufe der Ermittlung haben wir seine Aussagen bestätigen können. Lukas Es gibt an Dominik am Tag seines Todes noch einmal lebend gesehen zu haben und zwar als er in das Auto eines Bekannten gestiegen sei. In das Auto von Sascha K.
Wir konnten feststellen, dass sich Sascha K und Dominik F aus der Zeit bei der Forellen Aufzuchtsanlage kannten, wo äh Dominik eine Zeit lang Sozialstunden geleistet hat. Ähm von seit dieser Zeit kannten sich die beiden. Es war ein, ja, man kann schon sagen, freundschaftliches Verhältnis zu der Zeit, wo sie sich regelmäßig dort gesehen haben.
Dann hatten sie allerdings eine Zeit lang auch gar keinen Kontakt, soweit wir wissen. Laut Zeugenaussagen sollen sich Dominik und Sascha K kurz vor der Tat wieder häufiger gesehen haben. Kommissar Zimmermann sieht sich Sascha K nun genauer an. Wir haben dann Sascha K aufgeklärt, haben ihn uns angeschaut und festgestellt, dass er auch im Internet präsent war und dann auch in Facebook, dass er Jäger war, passionierter offen war und dass er also auch Waffen hatte.
Als Jäger kennt Sascha K die Waldgebiete rund um Rüdersdorf sehr gut. Bei den anderen Jägern ist der 41-jährige allerdings nicht besonders angesehen. Er hatte eine besondere Art Tiere zu töten, nämlich mit Kopfschüssen. Und das sehen die Jäger nicht so gern. Deshalb durfte er auch in einem bestimmten Jagdgebiet nicht mehr jagen.
Und er hat im Freundeskreis und Bekanntenkreis eben auch damit geprotzt, dass er Tiere auf brutale Art und Weise tötet. Sascha K wird bei der Kriminalpolizei Frankfurt Oda als Zeuge vernommen. Kommissar Zimmermann konfrontiert ihn mit der Aussage von Lukas S, der ihn am Abend der Tat in Rüdersdorf gesehen haben will. Und da erzählt er uns, dass er an diesem Tag auf gar keinen Fall in Rüderdorf gewesen wäre, ginen Fall ein Treffen mit dem Opfer hatte und dass er zu Hause gewesen wäre und da sogar noch ein Foto gepostet hätte auf Facebook. Das haben
wir dann auch gefunden. auch die Zeiten konnten wir dann zuordnen und dann haben wir uns natürlich näher mit Sascha befasst und mussten dann feststellen anhand der weiteren Ermittlung und Auswertung, dass sein Handy sehr wohl in Rüdersdorf geortet wurde. Also definitiv war ja in Rüdersdorf und dann definitiv sich auch mit unserem Opfer getroffen.
Gegen Sascha K wird Haftbefehl erlassen. Der Jäger ist wegen Verstößen gegen das Waffenrecht vorbestraft. Deshalb erfolgt die Festnahme an seinem Wohnort durch ein Spezialeinsatzkommando. In der Wohnung von Sacha finden die Ermittler tatsächlich mehrere Gewehre und Pistolen. Doch nicht nur das. Bei der Durchsuchung seiner Wohnanschrift dann im Zusammenhang mit der Festnahme von Sascha K haben wir festgestellt, dass er tatsächlich so einen kleinen Alligator und eine Schlange in der Wohnung hatte in einem Terrarium.
Das hat er auch zum Teil im Internet schon gepostet. Auch das Auto von Sascha K wird sichergestellt und auf Spuren untersucht. Unser Zeuge hatte ja beschrieben, dass Sascha K und Dominik F in dem Fahrzeug der Sascha K davon gefahren sind. Das heißt also, dass wir in dem Fahrzeug auch Spuren von unserem Opfer vermuteten.
Das hat sich dann auch so bestätigt. Imp Fahrzeug haben wir dann gefunden Schmauchspuren, also von äh das Impfahrzeug geschossen worden ist und wir haben an verschiedenen Stellen Blut, DNA Spur unseres Opfers im Fahrzeug gefunden. Also damit war auch klar, dass tat dieses Fahrzeug auch Tatfahrzeug gewesen ist und die Tötung wahrscheinlich im Fahrzeug stattgefunden hat.
Unsere Version war ja, dass der das Opfer im Fahrzeug getötet und dann später zum Ablagort transportiert worden ist. Blutspuren des Opfers finden die Kriminaltechniker außerdem an einer Pistole des Kalibers 22 mm dieser Schaka gehört. Mit Industriegurten, die später neben der Leiche gefunden werden, wurde Dominik F. zum Ablageort transportiert.
Kommissar Zimmermann erfährt, dass diese Gurte von Sascha KS Arbeitsplatz stammen. Dort wurden sie gestohlen. Der Sascha K hat dann uns auch gesagt, dass wir in der Wohnung das Handy finden werden vom Opfer. Hat uns auch gesagt, wo es liegt. Was dann natürlich für uns ein weiteres Beweismittel gewesen ist zu sagen, okay, Sascha K ist mit hoher Wahrschein Täter.
Im Gespräch mit Kommissar Zimmermann erklärt Sascha K, er habe mit Dominik 11 getroffen, weil er ihm helfen wollte, einen Waffendeal abzuwickeln. Tatsächlich ist unsere Erkenntnis, dass er eigentlich in den Waffenhandel, in den illegalen Waffenhandel einsteigen wollte. Er wollte diese Waffen, eine wollte er gerne für sich selbst haben, um sich zu schützen und die andere Waffe wollte er gerne gewinnt weiterverkaufen.
Es sollten Revolver der Marker Magnum sein. Wie wir dann ermelden konnten, war, dass der Sascha K äh der ihn diese Waffen besorgen wollte oder vermutlich angeblich besorgen wollte, denn tatsächlich äh haben wir keine Beziehungen belegen können, dass Sascha da wirklich hätte rankommen können. War der Waffendeal eine Finte, um Dominik 11 in den Wald zu locken? Hatte Sascha K auch das Geld für die Revolver abgesehen? Dominik F.
schlechte Zeiten bei seiner Großmutter Geld gebunkert. Sie konnte uns nicht sagen, wie viel es war. Wir gehen davon aus, zwischen 3000 und 3500 € die er dort für schlechte Zeiten bei ihr gebunkert hatte. Die hat er kurz vor der vor dem vereinbarten Treffen mit Sascha K abgeholt. In den weiteren Vernehmungen passt Sascha K seine Aussagen stets an den Wissensstand der Kripo an.
Schließlich gibt er zu beim Mord an Dominik 11 dabei gewesen zu sein. Der Täter sei aber ein anderer, das Mitglied einer Rockergang. Tatsächlich ähm sollte das ein Rocker der HS Angels gewesen sein. Angeblich hätten ihn zwei Rocker der HS Angels Tage zuvor aufgesucht. Und diese Geschichte hat ja auch durchgezogen, dass am Ende auch diese Verabredung am 11.05. mit dem Dominik F.
auf Betreiben des Rockers zustande gekommen wäre, weil die halt klären wollten, warum und wie der Dominik F noch mit Drogen handeln würde. Die Gripo hat keinen Hinweis darauf, dass Dominik F noch immer mit Drogen handelte. Doch Sascha K bleibt dabei. Aus Angst vor dem Rocker habe er seine eigene Pistole mit zu dem Treffen genommen.
Dort hat es wohl geregnet nach seiner Aussage. Ähm der Rocker müsste also im Regen gestanden haben. Äh als sie dann dort eintrafen, sind noch mal ca. 5 Minuten vergangen. Ehe der Rocker dann sauer und ein bisschen nass ins Auto stieg und zwar hinten links ins Fahrzeug von ähm Sascha. Dann hätte es eine Auseinandersetzung, eine verbale Auseinandersetzung gegeben.
Der Rocker hätte dann auch die Waffe von Sascha K gefunden. Mit der hätte er dann tatsächlich auch im Laufe dieser Auseinandersetzung den Dominik erschossen. Hätte dann auch die Waffe in Richtung von Sascha gehalten und da sollte es dann einen Kolbenklemmer oder ein Klemmer gegeben haben, so dass er ihn nicht auch noch erschießen konnte.
Das war die Geschichte von Sascha. Am leichen Fundort und im Auto werden keine Spuren einer weiteren Person gefunden. Die DNA von Sascha K wird dagegen an beiden Orten gesichert. Wir haben in sämtlichen Rockerkreisen ermittelt, solche Personen existiert in unseren Graden nicht. Ob die überhaupt existiert sei dahingestellt.
Es konnte jedenfalls keinen Beweis dafür erbracht werden, dass diese Person existiert. Am Landgericht Frankfurt OD beginnt im April 2023 der Mordprozess gegen Sascha K. Die Richter glauben die Geschichte von dem unbekannten Rocker nicht. Unsere Erkenntnisse sind tatsächlich darauf hingelaufen, dass es sich wirklich nur ums Geld handelte.
Die Freundschaft zwischen Sascha K und Dominik F war nie so eng, dass sie wirklich enge Freunde gewesen könnte man kann es nicht als solches bezeichnen. Äh und dass es dem Sascha K tatsächlich lediglich ums Geld ging. Sascha K hatte ja war ein Privatinsolvenz und der hatte darüber hinaus den jungen Gesellen Abschieds einer seiner engsten Freunde ausgestattet und finanziert und dafür hätte das Geld möglicherweise gereicht, aber nicht für die Insolvenz.
Sascha K wird für den Mord an Dominik F. zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht ist überzeugt. Sascha K hat den Freund in eine tödliche Falle gelockt. Sascha hat verstanden nach außen hin den Guten, den Zuverlässigen und den Freund zu memen. Und tatsächlich ist er aber der Täter und hat jemanden umgebracht aus seinem Freundes Bekanntenkreis.
Das ist schon ziemlich krass solche Persönlichkeit in einer Person. Wegen rund 3500 € musste Dominik F sterben. Eine kaltblütige Tat, die Kommissar Mike Zimmermann und sein Team aufklären konnten. Es gab am 11. November 2017 eine Vermisenanzeige und Vermissenanzeige bedeutet erstmal, das ist noch kein Ermittlungsverfahren.
Man geht noch nicht von einer Straftat aus. Dabei stieß man eben auch darauf, dass es eine Reihe von Finanzgeschäften gab, in der verstrickt gewesen sein soll, die nicht ganz vertrauensfüig war. auf einmal plötzlich sei es natürlich herausgeplatzt, dass er einen anderen Menschen getötet habe. Der Zeuge selbst hat das erstmal gar nicht für voll genommen.
Man hat Gleichenspürhunde eingesetzt, also Hunde, die dann eben nicht auf die Ortung von Menschen, sondern speziell auf Leichengeruch getrimmt sind und die haben dann eben in der Wohnung auch angeschlagen. Berlin, Herbst 2017. Der Investor und Unternehmer Helmut R. verschwindet spurlos. Ist er untergetaucht oder sind ihm undurchsichtige Geschäfte zum Verhängnis geworden? Der Berliner Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner hat sich intensiv mit dem Fall befasst, der als gewöhnliche vermissten Sache beginnt und dann immer
vielschichtiger wird. Das Spannende an dem Fall ist, letztlich sozusagen der Umstand, dass es nie eine Leiche gab und dann sich aber immer weiter Ungereimtheiten ergeben und auf einmal aus dem vermissten Fall dann eben doch ein Kriminalfall wird und sich die ganzen einzelnen Puzzelstücke wirklich akribisch zusammensetzen zu einem Gesamtbild.
Am 11. November 2017 erscheinen mehrere Personen bei der Berliner Polizei. Sie melden den 42 Jahre alten Helmut R. Als vermisst. Sein Mitbewohner gibt an, ihn zum letzten Mal am Bahnhof Zo gesehen zu haben. Etwa drei Wochen zuvor hätten die beiden dort noch gemeinsam eine Currywurst gegessen. Der Mitbewohner hat ausgesagt, dass Hermut R vorhatte ähm sich mit anderen Personen zu treffen zu Sex mehrige Sexreise.
ähm äh Helmut er soll homosexuell gewesen sein, ähm auch entsprechende Kontakte gehabt haben und insofern war auch nicht ungewöhnlich, dass ab und zu auch mal für mehrere Tage dann unterwegs war. Ähm, hier war dann eben aber das Auffällige, was auch die Bekannten und den Mitbewohner auf dem Plan gerufen hat, dass er jetzt schon seit 20 Tagen weg war und man nicht wusste, wo er ist und wann er wiederkommt.
2017 lebte hier in der Bregenzerstraße in Melin Charlottenburg Hermut R einer Dreizimmerwohnung war damals 42 Jahre alt wird von seinen Freunden als insgesamt sehr freundlich mit leicht autistischen Zügen beschrieben, also auch dann zeitweise etwas zurückgezogen lebend, aber insgesamt offen und freundlich jemand mit dem man gerne Zeit gehabt hat und gerne Zeit verbracht hat.
Die Kripo Berlin ermittelt zunächst in alle Richtungen, stellt aber recht schnell fest, Helmut R war in zwielichtige Geschäfte verwickelt und der Lebenslauf des Unternehmers weist einige Unstimmigkeiten auf. Dabei stieß man eben auch darauf, dass es eine Reihe von Finanzgeschäften gab, in der verstrickt gewesen sein soll, die nicht ganz vertrauenswürdig war, dass er tatsächlich einen etwas aufgebauchten Lebenslauf hatte, sich eben auch quasi als Absolvent eines Eliteinates ausgegeben hat, angeblich als Investment Broker für die Deutsche Bank tätig war.
Tatsächlich hat er auf die Art und Weise auch geschafft, obwohl nichts davon stimmte, äh dass wohl Leute ihm Geld anvertraut haben und in irgendwelche Geschäfte, die er vermitteln wollte, investiert haben. Und das dürfte allerdings dann im Nachhinein gesehen eher eine Art Schneeballsystem, das irgendwann auch hätte explodieren können gewesen sein.
Einen weiteren wichtigen Hinweis erhalten die Ermittler von einem Freund von Helmut R. Die beiden waren kurz vor Helmut R. Verschwinden gemeinsam in der Türkei. Vor dieser Reise hätte der Freund Helmut R. einige wertvolle Uhren zur Verwahrung anvertraut. Da ist man dann sozusagen seit der Polizei dann das erste Mal etwas skeptischer geworden, denn der Freund hat auch eine seiner Uhren, das stellt s sich dann noch später heraus, dass tatsächlich seine Uhr war, dann tatsächlich bei einem Pfandleier in der Auslage gesehen und
sich dann natürlich die Frage gestellt, wie diese Uhr dahinekommen sein könnte und entsprechend auch die Rückschüsse gezogen, dass das möglicherweise gegen den Willen von Helmut R geschehen ist. In der Wohnung von Helmut R werden die wertvollen Uhren des Freundes nicht gefunden.
Das Fandhaus, in dem der Zeuge eine der Uhren gesehen haben will, befindet sich in Charlottenburg Wilmersdorf. Die Ermittler erkundigen sich nun dort, aber auch bei weiteren Leihäusern. Es waren zwei Uhren, die die Fandhäuser gegeben worden sind. Eine Rolex Yachmaster im Wert von knapp 3000 € etwa und eine Preling Super Ocean im Wert von etwa 2000 €.
Bei der Rolex war es so, dass sie zuinen schon am 11. drüber verfendet worden sein soll, dann einiges Zeit später erstmal wieder ausgelöst worden sein soll und dann wieder sofort erneut verfendet worden sein soll für 2800 €. Auch die Breitling wurde in einem Leihaus verfendet, während der Freund und Helmut gemeinsam im Türkeiurlaub waren.
Da sich zu dieser Zeit beide Uhren in der Wohnung von Helmut R befunden haben, gibt es nur eine Person, die in dieser Zeit Zugriff auf sie hatte. Über diese Pfandhäuser konnte dann festgestellt werden, dass derjenige, der die verpfendet hat, auch vor allem gerade erneut wieder verpfendet hat, dann eben der Mitbewohner von Helmut er war. Bei dem Mitbewohner handelt es sich um den 46 Jahre alten Ferdi B.
Er wohnte schon seit geraumer Zeit bei Helmut R als Untermieter. Die nächste Auffälligkeit war dann, dass auch ein Ring und eine Kartieruhr von Helmut R verfindet worden sind und dass es sich dabei um Gegenstände handelte, die zum einen tatsächlich Helmuter selbst gehörten und zum anderen beides Gegenstände waren, die eigentlich nicht aus der Hand gab, sondern eben ständig bei sich trug.
Und auch diese beiden Schmuckstücke sollen von Ferd B dann in die Frhäuser gegeben worden sein. Ferd B hatte genaue Kenntnis von den Geschäften seines Vermieters. Helmut R hatte ihn angeheuert, um ihn bei der Verwaltung einer Immobilie zu unterstützen. Er hatte eine Gewerbeimmobilie in Wuppertal und hatte dann FB damit beauftragt, die Immobilienverwaltung für ihn zu übernehmen.
Damit hatte FDB dann auch Zugriff auf die Mietkonten für diese Immobilie und insgesamt stand man in einem relativ engen Austausch, bei dem dann FDB von Helmut R auch darüber informiert wurde, was da noch so an Geschäften am laufen ist. Die Ermittler des LKA sehen sich nun die Handydaten des vermissten Helmut R genauer an.
Dabei machen sie eine überraschende Feststellung. Am 25. Oktober wurde das Handy in der Wohnung von Helmut R ausgeschaltet. Drei Tage, nachdem Ferdi B ihn angeblich zum letzten Mal am Bahnhof Zo lebend gesehen haben will. Im Zuge dessen stellt sich dann eben auch heraus, dass die Simkarte von Helmut Air äh einige Tage vor diesem 25.
Oktober dann durchaus noch aktiv war, aber auch nicht in dem Handy von Helmut R, sondern den Handy von Ferd B und deshalb in dem Handy von Ferd aktiv war, weil offensichtlich für Online Banking Aktivitäten entsprechende Tanz angefordert sind, was dann wieder die Spur aufmachte, dass möglicherweise eben Ferd B irgendwelche Bankaktivitäten getätigt hat, sich Gelder überwiesen hat vom Konto von Helmut R.
Das waren erstmal vier Überweisungen am Abend des 19. Oktober. Das ging um 17:33 Uhr los mit den Überweisungen. Um etwa 9:30 Uhr äh tauchte dann die SIM-Karte wieder im Handy von Helmut A und eben in diesem Zwischenzeitraum von 4 Stunden wurden insgesamt 22 000 € an Überweisungen angestoßen. Es gab noch weitere Überweisungen in der Folgezeit.
Das ging bis Mitte Dezember sogar, also auch noch weit über den Zeitpunkt hinaus, als bereits die vermissten Anzeigen erstattet worden waren von den Bekannten und auch von Ferd. Ähm und auch da sind noch mal insgesamt 25 000 € an Ferd B geflossen. Mitte Dezember 2017 sind die Konten von Helmut R so gut wie leer geräumt. Die Ermittler nehmen Ferd B und sein bisheriges Leben nun ganz genau unter die Lupe.
Ferd B war 46 Jahre alt, deutscher und türkische Staatsangehöriger Familienvater hatte in seinem früheren Leben eine ähm eigentlich ganz vielversprechende äh Karriere hingelegt. also bei der Bundeswehr als Berufssoldat ähm und hat dort auch wirklich ähm hervorragende Beurteilungen bekommen, hat sich dort als künftige Führungskraft äh prädestiniert.
FDB hat sich dann gegen die Bundeswehr entschieden, hat eine eigene Kneipe aufgemacht, eine Gaststätte aufgemacht, da auch sehr viel privates Geld hineinvestiert und hatte dann allerdings mit dem Vorhaben kein Glück. Das dauerte etwa 8 Monate und der Barple Pleite hatte insgesamt 200 bis 300.000 1000 € an die Wand gefahren, musste Privatinsolvenz anmelden und das war in seinem Leben dann offensichtlich der Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber
Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. An einem kühlen Abend, im Januar 1977 rauschten die Autos durch eine belebte Kreuzung nahe der Gemeinde Isla Vista in Kalifornien.
Patini, eine aufgeweckte 21-jährige Studentin der UC Santa Barbara, holte tief Luft und näherte sich der Straße. In ihren Händen hielt Patty einen Stapel vermissten Plakate. Als sie zu einem Laternenfahl an der Ecke trat, blickte sie auf die Bilder der beiden vermissten Frauen. Sie sahen ihr zum Verwechseln ähnlich.
Patty schüttelte den unangenehmen Gedanken ab, zog eine Rolle Klebeband heraus und begann damit, die Plakate aufzuhängen. Sie wollte [räuspern] nicht länger als nötig an dieser Kreuzung bleiben. An genau diesem Ort war vor sechs Wochen eine der Frauen verschwunden. Nachdem die Plakate hingen, wartete Patty einige Minuten.
Eigentlich sollte eine Freundin sie abholen und zu einer Theaterprobe fahren, aber es war weit und breit, niemand zu sehen. Patty zuckte mit den Schultern, sie konnte nichts weiter tun. Sie ging an den Straßenrand und streckte den Daumen heraus. Sofort, als hätte das Auto nur auf sie gewartet, hielt ein Wagen an. Patty sah hinein.
Ein junger Mann mit blauen Augen und blonden Haar lächelte sie an und lud sie ein. einzusteigen. Während der Mann wieder in den Verkehr einfädelte, betrachtete Patty die Plakate in ihren Händen und fragte sich, wer wohl als nächstes verschwinden würde. Hallo, ich bin Max Spalle und das ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten.
Ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Spotify Original. In jeder Folge tauchen wir ein in den Wahnsinn und die Abgründe von Serienmördern. Heute erzählen wir euch die Geschichte von Thor Nies Christiansen, der auch als der Hitchheiker Killer bekannt wurde. Und mein Name ist Diane Helscher. Bevor wir heute richtig starten, vielen Dank noch mal für die vielen Kommentare, die ihr jede Woche bei Spotify und auf Instagram hinterlasst.
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Heute geht es um die Mordserie von Thor Nies Christiansen. Zunächst schauen wir uns an, wie aus dem ruhigen blonden Jungen ein unberechenbarer Mörder wurde. Danach werfen wir einen Blick auf die Ermittlung, die zu seiner Festnahme führten und hören die Geschichte der Frau, die seine Taten überlebt hat. 1963 kamen der fünfjährige Tor Nies Christiansen und seine Eltern Anna Marie und Nies Christiansen in die USA.
Die Familie war aus Dänemark ausgewandert auf der Suche nach besseren Perspektiven in der blühenden US-Wirtschaft. Nach ihrer Ankunft an der Westküste entschieden sie sich, das kalifornische Städtchen Solvang zu ihrer neuen Heimat zu machen. Der Umzug ergab Sinn. [räuspern] Sollang wurde einst von Däninnen und Dänen gegründet und gilt als die dänische Hauptstadt Amerikas.
Man sprach dort dänisch. Fachwerkhäuser und Windmühlen erinnerten an die alte Heimat. Die Eingewöhnung fiel Tor dadurch leichter. Thors Eltern verschwendeten keine Zeit und eröffneten ein Restaurant mitten im Ort mit echter dänischer Küche. Das Lokal wurde praktisch über Nacht zum Erfolg.
Genauso etwas hatten die Einwohnerinnen und Einwohner, die stolz auf ihre Wurzeln waren, vermisst. Der Erfolg brachte Wohlstand für die Familie, genau wie sie es sich erhofft hatten. Tor wuchs behütet und finanziell abgesichert auf. Es fehlte ihm an nichts. In der Grundschule galt Thor als Musterschüler. Der blauäugige blonde Junge war nicht nur klug, sondern auch auffallend höflich und brav.
Die Lehrkräfte zählten ihn zu den Besten seiner Klasse. Doch etwa in der sechsten oder siebten Klasse fiel Thors Freunden auf, dass er sich veränderte. Er war nicht mehr der stille, nette Junge von früher. Beim Basketballspielen und auch bei anderen Spielen rastete er plötzlich aus und warf den Ball weg, so dass die anderen hinterherlufen mussten.
In der True Crime Doku Born to Kill erzählt Thors Kindheitsfreund Ron. Thor war einfach kein netter Mensch. Erst war alles in Ordnung, aber dann rastete er plötzlich aus, wurde gemein und richtig fies. Ron erinnerte sich außerdem daran, daß Thor damals anfing, kleinen Tieren Leid zuzufügen. Er hatte ein Schmetterlingsnetz bekommen, aber schon bald fand er es langweilig, nur Insekten zu fangen.
Stattdessen fing er jetzt Spatzen und Ochsenfrösche. Mit großer Sorgfalt befestigte Thor Knallkörper an den gefangenen Tieren, zündete die Lunte an und sah zu, wie sie in die Luft flogen. So verstörend Tors Verhalten auch war, könnte es auf Kindheitstraumat zurückzuführen sein. Ein Freund berichtete, dass Thors Vater ein harter Alkoholiker war, der Tor auch ohne ersichtlichen Grund schlug.
Oftmals entwickeln Kindern in solchen Familien fche Mechanismen im Umgang mit Gefühlen. Studien wie Risikofaktoren für erwachsene Kinder von Alkoholikern, von Kathy W Hall und Raymond E. Webster zeigen. Wer mit einem alkoholsüchtigen Elternteil aufwächst, erlernt häufig keine angemessene Strategie für den Umgang mit Wut oder Angst.
Und wenn Thors Vater ihn grundlos anschrie oder schlug, musste Thor ständig Angst haben, Fehler zu machen. Daraus konnte sich ein dauerhafter Stresszustand entwickeln, aus dem Thor dann ungesunde Bewältigungsstrategien ableitete, etwa indem er seine Wut an Tieren auslebte. Daneben ist es möglich, daß Thor eine unerkannte psychische Erkrankung hatte, die sich durch die familiäre Belastung nur noch verschlimmerte.
Anstatt in einem unterstützenden Umfeld aufzublühen, geri Tor in einem dysfunktionalen Haushalt immer weiter auf die schiefe Bahn. Um sich vielleicht von seinem tristen Alltag abzulenken, begann Thor selbst Alkohol zu trinken. Ron, sein Freund, erzählte später, dass Thor ihm in der siebten Klasse sein erstes Bier gab.
Während Ron an dem warmen, bitteren Getränk nippte, trank Tor seines in einem Zug aus, als wäre das für ihn ganz selbstverständlich. Bis zum Beginn der Highchool war Alkohol für Thor längst Alltag und ergriff immer häufiger auch nach anderen Drogen. Thor verlor jegliche Kontrolle. Nicht zuletzt, weil seine Mutter Anna Maria sein Verhalten tolerierte oder sogar förderte.
Sie verwöhnte ihn, vielleicht aus Schuldgefühlen wegen des Verhaltens ihres Mannes oder weil sie ihrem Sohn einfach gerne etwas schenkte. Zu Tors 16. Geburtstag bekam er einen neuen Audi. Außerdem legte Anna Marie immer wieder einen 20 Dollar Schein auf Thors Kommode. Sobald der verschwunden war, tauchte ein Neuer auf.
Ein niemals end Kreislauf. Das Geld wurde selten für harmlose Vergnügen ausgegeben. Ein weiterer Freund Guy berichtete in einem Fernsehinterview: “Als erstes besorgten wir uns immer eine Flasche Scotch.” und Thor hatte bereits vor dem Unterricht kräftig daraus getrunken. Natürlich wirkte sich allors Noten aus.
Aus dem einst braven Jungen war ein junger Mann geworden, der mit Drogen und Alkohol zu kämpfen hatte. Thor schwenzte immer öfter die Schule. Seine Leistung nahm ab. Auch der Kontakt zu seinen Mitschülerinnen und Mitschülern wurde für ihn immer schwieriger. Außerdem nahm Thor deutlich zu und war zu schüchtern, um mit Mädchen zu sprechen.
Sein Freund Norman berichtete später, wie sehr Tor unter Ablehnung litt, egal, ob diese tatsächlich vorhanden war oder er sie nur so empfand. Nach und nach zog er sich immer mehr zurück. Während die anderen am Strand waren oder auf Partys ging, saß Tor meist allein im Auto, rauchte Gras und trank.
Hier in seinem Auto mit Blick aufs Meer begann Tor sich zunehmend verstörenden Fantasien hinzugeben. Er war wütend auf die Welt um sich herum und auf das chaotische Verhältnis zu seinen Eltern. In seinen Gedanken stellte er sich vor, die absolute Kontrolle zu haben, indem er Sex mit den Leichen junger Frauen ausübte. Jack Pamant erklärt in Bausteine der Nekrophilie, daß die Ursachen für diese Störung komplex sind, aber oft aus einem tiefen Bedürfnis nach Annahme entstehen.
Eine tote Partnerin kann niemanden mehr emotional verletzen. Vielleicht suchte Thor eben diese bedingungslose Unterwerfung. Um diese Gedanken zu verdrängen, trank Thor noch mehr. Doch die dunklen Fantasien wurden dadurch nur noch stärker. Seine Stimmung war so gedrückt, daß ihn seine Freunde Trübsaal Christiansen nannten, und der Spitznam trieb ihn nur noch weiter in die Isolation.
In der Mitte des letzten Schuljahres brach Thor die Highchool ab. Tagsüber arbeitete er an einer Tankstelle, pumte Benzin und schraubte an Autos. Nachts fuhr er durch die Gegend auf der Suche nach einsamen Plätzen, an denen er trinken konnte. Dabei verschlug es ihn auch nach Islaista. Isla Vista, rundig km von Solwan entfernt war ein idyllischer Küsten.
Hier lebten viele Studierende der University of California Santa Barbara, die das entspannte Leben am Meer genossen. Man fühlte sich hier sicher. Viele kannten sich persönlich und in den 1970er Jahren war es völlig normal, auch spät abends noch draußen unterwegs zu sein oder per Anhalter zu fahren. Was niemand wusste, der 18-jährige Tor Christiansen lauerte bereits im Schatten.
Etwas brachte Thor dazu, nicht länger allein an abgelegenen Orten zu warten, sondern durch die belebten Straßen der Collegestadt zu fahren. Er beobachtete die jungen Frauen auf dem Weg zu ihren Verabredungen und stellte sich vor, wie sie tot am Straßenrand lagen. Doch statt sich gegen diese Vorstellung zu wehren, begann Tor sie zuzulassen.
An einem kalten Novembertag 1976 konnte Thor seinen Trieben nicht länger widerstehen. Er fuhr die Küste entlang, bis er den Rand von Islaista erreichte. An einer belebten Kreuzung entdeckte er schließlich eine junge Frau, die am Straßenrand stand. Jacqueln Rook war eine 21-jährige Studentin an der UC Santa Barbara und sie galt als Leidfigur unter ihren Komelitonnen.
An diesem Tag war Jackeln in der Stadt unterwegs gewesen. Auf dem Heimweg hielt sie wie so oft den Daumen zum Trampen raus. Das war damals üblich und galt als sicher. Lange musste sie nicht warten, bis ein Auto anhielt. Jackline schaute in den Wagen. Thor wirkte zwar etwas ungepflegt, aber er hätte genauso gut ein Student aus dem Strandort sein können.
Jackeln schöpfte keinen Verdacht gegen Thor. Sie öffnete die Tür und stieg ein. Während der Fahrt führte Thor belanglosen Small Talk. Er prallte gerne bei Fremden mit dem Restaurant seiner Eltern und mit seinem Auto. Dabei hoffte er, dass Jackle nicht bemerkte, wie er plötzlich vom Highway in Richtung Refugio Canyon abbog.
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