Wahre Verbrechen I Das Geheimnis der Mitbewohnerin T – Part 2
Darin mutmaßlich rund 22 000 Dmark. Umgekehrt waren noch einige Sachen am Tatort zurückgeblieben, also beispielsweise eine Tasche mit noch 16 000 Dmark, die auf dem Küchentisch lag, ein Jutobeutel, der als Geldbehältnis letztlich nicht erkennbar war. Das Auto, das ja auch einen gewissen Wert hatte, stand nach wie vor der Einfahrt und auch der Safe war zu diesem Zeitpunkt jedenfalls offensichtlich noch unberührt oder konnte jedenfalls bis daher noch nicht geöffnet werden.
Wusste irgendjemand, dass in dem Haus in Berlin Mariendorf viel Bargeld zu holen war? Hat jemand aus Peter Kreifelds Umfeld den Einbrechern einen Tipp gegeben? Peter Kreifeld arbeitete hart und er hatte dabei großen Erfolg. Nicht allen seinen Nachbarn im Watzmannweg hat das gefallen.
Die Beschreibungen von Peter Kreifeld gehen so ein bisschen auseinander. Seine Mutter beschreibt ihn nahliegenderweise als äh freundlich ihr zurückhalten bescheidend auch als sparsam. Ähm bei den Nachbarn war das Bild ein bisschen zwiespächiger. Also da gab es wohl dann doch einige, die ihm Protzerei vorgeworfen haben, weil er eben sein Mercedes immer nicht in die Garage gefahren hat, sondern demonstrativ auf der Straße hat.
stehen lassen, weil seine Frau mit äh teuren Pelzmänteln und Schmuck durch die Gegend gelaufen ist und äh das ein bisschen ja rotzig schnöselig von einigen der Nachbarn wahrgenommen wurde. Peter Kreifeld war in zweiter Ehe verheiratet, hatte sich aber auch von seiner zweiten Frau getrennt. Er lebte wieder allein in seinem Bungalo.
Dort machen Kripobeamte eine kuriose Entdeckung. Man fand nämlich eine Wanze in der Sprechmuschel seines Festnetztelefons. Damit ging erstmal bei den Ermittlern sämtliche Alarmglocken an, denn wir waren im geteilten Berlin und sofort dachte man natürlich, gab’s irgendwelche Stasiverbindungen, wurde er da bewusst ausgehäucht und so weiter.
hat sich dann allerdings relativ schnell geklärt, dass Peter Kreifeld selbst diese Wanze in seinem Telefon hat anbringen lassen, wohl in der Hoffnung ähm auf die Art und Weise irgendwie kompromettierendes Material gegen seine getrennt lebende Ehefrau zu bekommen und das dann in einer möglichen Scheidung zu verwenden. Und damals war ja auch quasi noch die Schuldfrage, wer ist an der Zurückung der Ehe dann tatsächlich schuldig? Noch eine sehr wesentliche gewesen für den Vortrag des Schaltungsverfahrens.
Die Teilung Berlins im kalten Krieg zieht sich auch durch die Familiengeschichte von Peter Greifeld. Während er und seine Mutter sich ein Leben in Westberlin aufbauen konnten, blieb seine Schwester im Ostteil der Stadt. Erst zum 75. Geburtstag der Mutter darf sie ihre Angehörigen besuchen. Eine besondere Tragik liegt natürlich sozusagen in der emotionalen Fallhöhe in diesen Tagen, weil es aufgrund des 75.
Geburtstages seiner Mutter seit Jahren endlich wieder ein Wiedersehen mit seiner Schwester gab, die in Ostberlin verblieben war und das also ein Ereignis war, das von langer Hand vorbereitet war, auf das irgendwie alle gefreut hatten und das dann aber direkt am 75. Geburtstag dann schließlich mit dem Auffinden der Leiche von Peter Kreifeld änderte.
Um 8 Uhr morgens nehmen Peter Kreifeld und seine Mutter die Schwester am damaligen Grenzübergang Bornholmerstraße in Empfang. Es ist Samstag, der 26. Juni 1982, der letzte Tag im Leben des Geschäftsmanns. Die drei sind noch mittagsessen gegangen. Dann hat sich Peter Kreifeld erstmal absentiert, um einfach in aller Ruhe noch mal sich um seine Friseurgeschäfte zu kümmern und so weiter.
Abends fuhr man dann auf das deutschfranzösische Volksfest und verbrachte da die Zeit. Auf dem Volksfest feiert die wiedervereinte Familie in den Geburtstag der Mutter hinein. In dieser Zeit erhält der Bungalo im Watzmannweg ungebetenen Besuch. Nachdem er die beiden Frauen abgesetzt hat, trifft Peter Kreifeld wieder allein gegen 0:30 Uhr zu Hause ein.
Er läuft den Tätern direkt in die Arme. War den Mördern klar, dass Kreifeld an diesem Samstag einen fünfstelligen Geldbetrag bei sich zu Hause aufbewahrte. Zumindest eine enge Mitarbeiterin wusste davon. Eine der Personen, die Peter Kreifeld zuletzt gesehen hatte, war seine Sekretärin.
Die ist am Abend noch bei ihm vorbeigekommen und hat ihm die Tageseinnahmen vorbeigebracht. Es hat sich dann im weiteren Verlauf der Ermittlungen auch herausgestellt, dass die Beziehung zu seiner Sekretärin wohl doch etwas enger war, ähm als man das irgendwie zunächst vermutet hat. Tatsächlich hat seine Ehefrau angegeben, dass er mit ihr ein Verhältnis gehabt habe, dass das aber alle wüssten, insbesondere auch der Ehemann der Sekretärin wusste.
Aber als die Polizei dann beim Ehemann der Sekretärin nachgefragt hat, was es mit diesem Verhältnis denn auf sich habe, wusste der tatsächlich leider nichts davon und hat dann erst durch die Polizei erfahren. Weder im Umfeld von Peter Kreifeld, Sekretärin, noch in seinem eigenen Umfeld kommt das LKA Berlin auf eine heiße Spur, die zu den Tätern führen würde.
Die Überlegung, dass sich hier in einem Tat im Umfeld abgespielt hätte, irgendwelche Rachemotive oder etwas ähnliches eine Rolle gespielt haben könnten, hat sich relativ schnell nicht bewahrheitet. Insofern war die wahrscheinlichste Ermittlungshypothese, dass es einfach wirklich ein zufälliges Zusammentreffen war.
Er kam nach Hause, hat Einbrecher äh ertappt oder ähm die Einbrecher sind kurz nach ihm äh in das Haus eingestiegen. Jedenfalls kam es da zu diesem Zusammentreffen, das dann eskaliert ist. Die Ermittler konzentrieren sich nun auf das Diebesgut aus dem Haus von Peter Kreifeld. Neben dem Aktenkoffer mit Zahlenschloss, in dem sich mutmaßlich die Tageseinnahmen befanden, haben die Täter auch einen Hartschalenkoffer, eine Reihe von Pelzmänteln, einen Anhänger mit einer Uhr und ein sogenanntes Bettelarmband mitgenommen.
Man hatte eben die Überlegung, irgendwo müssen die wieder auftauchen, müsste umgesetzt werden. Also ist man an verschiedene Häuser herangegangen, hat also quasi Juweliäere befragt, hat auch in entsprechenden Zeitungen für Juweläere in Sarate geschaltet. Wer kennt diese Sachen, hat auch in Pelzfachzeitschriften in Sarate geschaltet, ist auch hier in Berlin zu Pelzgeschäften gegangen.
Letztlich allerdings blieb das erfolglos. Ähm, diese Sachen sind nicht wieder aufgetaucht. Ende Oktober 1982 stellt die Kripo Berlin den Mordfall Peter Kreifeld dann bei Aktenzeichen XY ungelöst vor. Auch hier stehen die geraubten Gegenstände im Zentrum der Fahndung. Ein Anruf nach der ZFSendung beschäftigt die Ermittler besonders.
Es gab einen anonyme Anruf dann ähm, wo jemand bezichtigt wurde, die Tat ausgeführt zu haben, bzw. zwei Leute auch beauftragt zu haben, Peter Kreifeld umzubringen. Das wollte jemand in einer Gaststätte in einer Kneipe irgendwie aufgeschnappt haben und gab das dann entsprechend weiter. Hat sich allerdings im Laufe der Ermittlungen, auch wenn dann die drei Personen erstmal als Beschuldigte geführt worden sind, als falsche Spur erwiesen, da war nichts dran und offensichtlich einfach nur ein Kneipengerüchte. Knapp ein Jahr nach dem
Verbrechen im Frühjahr 1983 führt eine neue Spur nach Dänemark. In Kopenhagen wird der Anführer einer Einbrecherbande festgenommen, die auch in Berlin aktiv war. Hat der Mann etwas mit dem Mord an Peter Kreifeld zu tun? Die Berliner Ermittler sind dann auch nach Kopenhagen sogar gefahren, haben den vernommen und er hat auch dann was denn aber auch wieder für seine Glaubwürdigkeit dann sprach tatsächlich den Zusammenhang zu einigen Einbrüchen dann gestanden und angegeben damit etwas zu tun gehabt zu haben. Aber eben in
dieser Konstellation Peter Kreifeld konnte er dann auch wiederum glaubhaft versichern, dass er damit nichts zu tun hatte und auch seine Gruppe nichts damit zu tun hatte. Insofern war noch diese Ermittlungsspur versiegt. Es gibt keine neuen Ermittlungsansätze. Der Mordfall Peter Kreifeld wird zum Codecase.
Im Jahr 1990 gibt es dann einen neuen Hinweis aus dem Gefängnis, wo ein Insasse etwas aufgeschnappt haben will, dass jemand anderes die Tat gestanden haben will. Auch das ließ sich letztlich nicht verifizieren und man kann auch in solchen Konstellationen nie ausschließen, dass das einfach quasi so eine Art Pseudohrungshilfe ist, um sich selber irgendwelche Haleichterungen zu verschaffen oder ähm sich Bonuspunkte zu verdienen, dann für die Frage der vorzeitigen Strafaussetzung oder ähnliches.
Auch die Auswertung der am Tatort sichergestellten Aerwate führt in diesem Fall nicht zum Erfolg. DNA Spuren, die man mit Tatverdächtigen abgleichen könnte, werden nicht gefunden. Insofern haben wir seitdem eigentlich keine zielführenden Hinweise mehr bekommen und auch was die sonstige Spurenlage betrifft, die Aerwate sind ausgewertet, was wir an Spuren haben, haben wir ausgewertet und es hat alles nicht dazu geführt, dass man hier irgendwie einen tatferigen hätte namenhaft machen können.
Im Sommer 1982 wurde der Berliner Geschäftsmann Peter Kreifeld von zwei unbekannten Einbrechern aus dem Leben gerissen. Bis heute sind seine Mörder nicht gefunden. Noch immer hoffen Polizei und Staatsanwaltschaft auf neue Hinweise und auf das mögliche Geständnis eines Mitwissers. Achtung, die Schilderung von Verbrechen in diesem Podcast sind teilweise explizit und können verstörend wirken.
Die Episoden enthalten Schilderung von Gewalt und sexuellen Übergriffen, die für manche Menschen traumatisierend sein können. Diese Folge enthält insbesondere Darstellung von Mord, häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden.
Der Inhalt kann retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Am 17. Dezember 1958 schloss der 31-jährige Glennon Engelman seine Zahnarztpraxis früher als gewöhnlich. Er sagte seiner Sprechstundenhilfe, daß er in die Innenstadt fahren wolle, um ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau zu kaufen, aber seine Gedanken waren weit entfernt von Weihnachtsstimmung.
Engelmann steuerte zielstrebig das Kunstmuseum in St. Louis an. Er war auf dem Weg, den neuen Ehemann seiner Exfrau James Bullock kennenzulernen. Allerdings hatte James keine Ahnung von dem Besuch oder von der geladenen Waffe auf dem Beifahrersitz. Als er am Museum ankam, fuhr er langsam zum hinteren Teil des Gebäudes.
Nach kurzer Zeit entdeckte er Bullock in seinem Auto. Das ahnungslose Opfer hatte die Anweisung genau befolgt. Mit einem finsteren Grinsen griff Engelman nach seiner Waffe und stieg aus. Das Gewehr hinter seinem Rücken versteckt ging er ruhig auf sein Ziel zu. Als Bullock Schritte hörte, drehte er sich zum Fenster.
Offenbar überrascht, Engelmann zu sehen, hatte er keine Zeit zu reagieren. Der Zahnarzt entsicherte seine Waffe und schoss ihm in die Schulter. Der Täter kiecherte in sich hinein. Er hatte seiner Frau noch kein Weihnachtsgeschenk besorgt. Aber Bullocks Ermordung würde ihm definitiv dabei helfen, etwas Passendes zu finden. Hallo, ich bin Mark Spalleck und das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten.
Ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original. und ich bin Diane Hilscher. Wir veröffentlichen jede Woche am Donnerstag eine neue Folge, in der wir die berüchtigsten Serienkiller der Welt beleuchten. Ja, und vielen Dank für die vielen Kommentare, die ihr uns hinterlassen habt.
Der Podcast ist, das wisst ihr, kostenlos, auf allen Plattformen verfügbar. Abonniert uns am besten, um keine Folge zu verpassen. In jeder Folge tauchen wir in die Gedanken und Vorstellungswelt von Serienkillern ein. Heute sprechen wir über Glen Engelman, der tagsüber als Zahnarzt arbeitete und nachts zum gnadenlosen Mörder wurde. In dieser Folge beleuchten wir die Ereignisse, die zu seinen ersten Morden führten.
Dabei werden wir sehen, wie er die Frauen in seinem Leben manipulierte, um sie in seine tödlichen Pläne einzubeziehen. In der nächsten Folge sehen wir, wie Engelmans Machenschaften immer wahnsinniger wurden. Er zögerte nicht jeden zu töten, der sich ihm in den Weg stellte. Das Leben steckt voller Widersprüche. Gute Menschen können schlechte Dinge tun und manchmal überraschen uns schlechte Menschen mit guten Taten.
Nehmen wir z.B. Glennon Anglemman. Er schien sich aufrichtig, um einige seiner Patienten zu sorgen und bot gelegentlich kostenlose Zahnbehandlung für Bedürftige an. [räuspern] Aber während Engelman einigen seiner Patienten Gnade zeigte, kannte er keine, wenn es um seine Opfer ging. Die Welt lässt sich zwar nicht einfach in gut und böse einteilen, aber man kann mit Sicherheit sagen, dass Engelman dem reinen Bösen so nahe kam wie möglich.
Engelman hatte eine überraschend normale und relativ stabile Kindheit. Er wurde 1927 in einem Arbeiterviertel von St. Louis Missouri geboren. Sein Vater Frank arbeitete als Eisenbahnarbeiter, während seine Mutter Enora sich um die vier Kinder kümmerte. Sie machte kein Geheimnis daraus, dass Glennon Engelmann ihr Lieblingskind war.
Als Jüngsten verwöhnte sie ihn ohne Unterlass. Schon früh stärkte sie sein Selbstbewußtsein und sporte ihn an bei all sein Unternehmung erfolgreich zu sein. Sie war überzeugt, dass er eines Tages große Erfolge erzielen würde. Sein Vater war eine andere Sache. Er war meist für sich. Wenn er nicht arbeitete, trank er und zu Hause überließ er seiner Frau das Feld.
Es störte ihn auch nicht weiter, daß sie dem Jüngsten die Meister Aufmerksamkeit schenkte. Obwohl Nora ihn für außergewöhnlich hielt, war er eigentlich ein durchschnittlicher Junge mit einem gewöhnlichen Aussehen und mittelmäßigen Noten. Nach seinem Abschluss wollte er Medizin studieren, aber seine Noten waren nicht gut genug.
Außerdem hatten seine Eltern nicht die Mittel für ein teures Universitätsstudium. Also entwickelte er einen anderen Plan. Mitte der 1940er Jahre trat er dem United States Army Aircore bei. Seine Zeit beim Militär hatte einen starken Einfluss auf ihn. Nach mehreren Jahren Militärdienst kehrte er als ein anderer Mensch zurück. Er ging als schwacher und zurückhaltender Mann zum Militär, möglicherweise aufgrund des übermäßigen Schutzes durch seine Mutter.
Nach seiner Rückkehr präsentierte er sich selbstbewusst, kämpferisch und aggressiv. Eine Studie aus dem Jahr 2012, die in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht wurde, zeigt, dass Persönlichkeitsveränderung mit der Zeit beim Militär in Verbindung gebracht werden können. Die Studie zeigt weiter, dass Militärrekruten weniger umgänglich waren als andere Mitglieder der Gesellschaft.
Der Militärdienst schien diese Eigenschaften zu verstärken. Männer mit militärischer Erfahrung schnitten bei Persönlichkeitstest in Bezug auf Umgänglichkeit schlechter ab als Zivilisten. Dies könnte Engelmanns Verhaltensänderung erklären. Vor seiner Zeit beim Aircore gab es keine Anzeichen für ein Trauma oder Aggression. Es ist also durchaus möglich, daß die Erfahrung im Militärdienst seine gewalttätigen Tendenzen auslöste.
Als Engelman um 1950 nach St. Louis zurückkehrte, hatte er ein hitziges Gemüt und ein gefährliches Temperament. Er geriet oft in Streit über die Probleme in seiner Nachbarschaft im Süden der Stadt. Er drückte seine Ansichten unverblüht aus. Er machte die Schwulenzähne und die schwarzen Bewohner für alle übel verantwortlich.
Trotz dieses Verhaltens fand er relativ schnell seinen Weg ins zivile Leben. Bald entschied er sich, seinen Traum von der Medizin doch zu verfolgen. Mit 23 Jahren begann er ein Studium der Zahnmedizin an der nahelegenen Washington University in St. Louis. Dank der Veteranförderung konnte er sich nun die renommierte Universität leisten.
Er war entschlossen, diese Chance zu ergreifen. Seine Mutter hatte immer große Träume für ihr Lieblingskind gehabt und nun schien er endlich seiner Bestimmung zu folgen. Neben seinem Studium interessierte sich Engelman besonders für Frauen. Er hatte wenig Erfahrung mit dem anderen Geschlecht und war, sagen wir mal, begierig auf weibliche Aufmerksamkeit.
Eines Tages traf er auf dem Campus Edner Ruth Ball, eine Pädagogikstudentin. Ed hatte eine liebenswerte Persönlichkeit und ein hübsches [räuspern] Gesicht. Engelman war sofort hin und weg. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und begannen miteinander auszugehen. Es dauerte nicht lange, bis er ihr einen Antrag machte.
Als er auf die Knie ging, sagte Edner ohne zu zögern ja und sie eilten buchstäblich zum Altar. Das Paar konnte die Finger nicht voneinander lassen. Je schneller sie den Bund fürs Leben schlossen, desto schneller konnten sie die Ehe vollziehen. Nach einer kurzen Verlobungszeit heirateten sie 1953. Seltsamerweise teilten die Frisch vermählten nie ein gemeinsames Zuhause.
Engelman lebte weiterhin bei seiner Mutter in Nora und Edna konnte sich nicht mit ihrer ungewöhnlichen engen Beziehung anfreunden. Also beschloss sie lieber im Studentenwohnheim zu bleiben, als bei ihrer Schwiegermutter einzuziehen. Eine Zeit lang schien es dem Paar gut zu gehen mit ihren getrennten Leben, aber sobald die anfängliche Verliebtheit abgeklungen war, zeigten sich erste Risse in der Beziehung.
Die beiden stellten fest, dass sie wenig gemeinsam hatten. Was sie verband, war ihr unstillbares Verlangen nach Sex. Engelman pralte oft vor seinen Freunden mit dem Sexdrang seiner Frau. Für ihn ging es nicht um Romantik. Es ging nur um seine eigene Befriedigung, sonst nichts. Obwohl Edner ihre intimen Momente scheinbar genoss, bleibt unklar, wie viel Freude sie tatsächlich daran hatte.
Eine Studie aus dem Journal of Cognitive Neuroscience aus dem Jahr 2011 untersuchte, wie sich der Anblick sexualisierter weiblicher Körper auf die männliche Wahrnehmung auswirkt. Die Forscher stellten eine verminderte Aktivität in dem Gehirnbereich fest, der dafür verantwortlich ist, einen anderen als Mensch wahrzunehmen.
Mit anderen Worten, je mehr ein Mann eine Frau sexualisierte, desto mehr sah er sie als Objekt. Dies schien auch bei Angelman und seiner Frau der Fall zu sein. Mit der Zeit wurde dies zu einem ernsthaften Problem. Als Engelman 195 seinen Abschluss machte, konnte er nicht einmal seinen Wunsch nach Edner ihre Beziehung retten.
Vorläufig ließen sie die Dinge laufen. Beide waren zu sehr auf ihre Arbeit konzentriert, um ihre Ehe zu retten. Bald darauf begann Edner ihre Karriere als Erzieherin und Engelman eröffnete eine Zahnarztpraxis. Die Praxis befand sich im Süden von St. Louis, nicht weit von dem Haus entfernt, in dem er mit seiner Mutter lebte. Nach allem, was man so hörte, war Engelman ein durchschnittlicher Zahnarzt.
Zusätzlich zu seiner mittelmäßigen Leistung verloh er sich oft in diskriminierenden Tiraden. Dennoch konnte er sich über Wasser halten, weil seine Behandlungen günstig waren und seine Patienten oft keine Alternative hatten. [räuspern] Er wollte der Gemeinschaft etwas zurückgeben und füllte häufig Karies, zog kariöse Zähne und linderte Zahnschmerzen kostenlos.
Dies erklärt wahrscheinlich, warum er trotz seiner mangelnden Fähigkeiten und seines unhöflichen Verhaltens einen treuen Kundenstamm hatte. Aber aufgrund seiner Großzügigkeit und der finanziellen Schwierigkeiten seiner Patienten verdiente er nicht so viel, wie er gehofft hatte. Obwohl er ein angenehmes Leben führte, strebte er nach mehr.
Während Engelman sich auf die Arbeit konzentrierte, wandte Ednerna ihre Aufmerksamkeit ihrer Beziehung zu. Sie hatte endgültig genug. Das Paar war seit fast dre Jahren verheiratet und lebte immer noch getrennt. Das mußte sich ändern. Anfang 1956 ließen sich Edner und Engelman im gegenseitigen Einvernehmen scheiden.
Zu diesem Zeitpunkt waren beide bereit für einen Neuanfang. Der Frisch geschiedene kehrte schnell zu einem ausschweifenden Lebensstil zurück. Obwohl er nicht besonders attraktiv war, machte er dies durch seinen natürlichen Scharmwett. Dank seiner anziehenden Persönlichkeit hatte er keine Schwierigkeiten, Sexpartnerin zu finden.
Nach einigen Wochen des Herumziehens traf er eine zierliche Blondine namens Eda. Nach einer stürmischen Romanze heirateten die beiden im April. Im Gegensatz zu Etna zog Ida bei Engelman und seiner Mutter ein. Doch die beiden Frauen gerieten sofort in Konflikt. Enora fand, daß ihre neue Schwiegertochter zu ungebildet für ihren Sohn war und leider schlug er sich bei Streitigkeiten immer auf die Seite seiner Mutter.
Eda war verletzt von der Verachtung ihrer Schwiegermutter und der Gleichgültigkeit ihres Mannes. Aber was ih noch mehr störte, war Engelmans ständiger Kontakt zu seiner Exfrau. Trotz ihrer kürzlich erfolgten Scheidung hatten Edner und Engelman ein überraschend gutes Verhältnis zueinander.
Wie sich hierausstellte, waren sie mehr als nur enge Freunde. Sie schliefen immer noch regelmäßig miteinander. Sie trafen sich heimlich hinter Idas Rücken oft in seiner Praxis. Es war jedoch nichts romantisches daran. Es schien eher eine zweckmäßige Beziehung zu sein. Immer wenn er Sex wollte, lud er Edner zu sich ein und wenn sie Geld brauchte, kam sie zu ihm.
Seit der Scheidung hatte Edner offenbar finanzielle Probleme. Ihre Geldsorgen führten schließlich dazu, dass Anglemman einen gefährlichen Plan entwickelte, den er ihr begeistert mitteilte. Als alleinstehende Frau konnte sie nun andere Männer kennenlernen. [räuspern] Vielleicht würde sie sogar wieder heiraten.
Als vorsichtige Frau wäre es klug, eine Lebensversicherung für den neuen Ehemann abzuschließen. Und wenn er durch einen Unfall sterben würde, nun, das würde eine ordentliche Entschädigungssumme bedeuten. Es wäre nur fair, wenn er als der kluge Berater für die Versicherungspolce einen Teil des Geldes erhalten würde. Obwohl Edner knapp bei Kasse war, kam ihr die Idee, einen Mord zu begehen, um schnell an Geld zu kommen, doch extrem vor.
Aber der Zahnarzt hatte seine Exfrau immer noch in der Hand. Irgendwie konnte er sie zu fast allem überreden, sogar dazu, seinem mörderischen Plan zuzustimmen. Jetzt mussten sie nur noch einen Mann finden, den sie in die Falle locken konnten. Die Inspiration für seinen Plan fand Engelmann in seinem Beruf. Er beschloß, einen Teilzeitjob als Zahnarzt bei Union Electric anzunehmen.
In den Büros dort gab es sehr viele junge alleinstehende Männer, die perfekte Gelegenheit, einen neuen Partner für Edner zu finden. Bald hatte er sein Opfer im Visier. Während er dem 27-jährigen Angestellten James Stanley Bullock die Zähne putzte, beklagte dieser sich über sein erfolgloses Liebesleben. Der Zahnarzt täuschte Mitgefühl vor und schlug dann fast beiläufig vor, dass James doch seine Ex-Frau Edner treffen sollte.
Er versicherte ihm, dass zwischen ihnen alles in Ordnung sei. Obwohl Bullock die Situation etwas seltsam vorkam, ließ er sich mangelsal Alternativen drauf ein. Er stimmte zu, Edner wenigstens einmal zu treffen. Die beiden gingen mehrmals aus und die Treffen schien vielversprechen zu laufen. Nach ein paar Monaten machte Bullock ihr einen Heiratsantrag.
Edner hatte auf diesen Moment gewartet und sagte sofort: “Ja.” Nach Engelmans Anweisungen schloss sie kurz nach der Hochzeit eine Lebensversicherung über 64 000 US-Dollar für ihren neuen Ehemann ab. Nach heutigem Wert wären das mehr alstausend Euro. Der Zahnarzt war zufrieden und alles verlief so weit nach Plan und sein Opfer schöpfte keinen Verdacht.
Aber der nächste Schritt war entscheidend. Er musste einen wasserdichten Plan entwickeln, um Edners neuen Mann loszuwerden. Die Möglichkeiten erfüllten ihn mit Euphorie. In seinen Überlegungen traten seine diskriminierenden Ansichten in den Vordergrund. Er beschloss den Mord wie eine homosexuelle Begegnung aussehen zu lassen, die außer Kontrolle geraten war.
Er hoffte, dass die Polizei nicht zu gründlich ermitteln würde, wenn sie von dieser Annahme ausging. Homosexualität wurde damals noch weniger akzeptiert als heute. Mit diesem ausgeklügelten Plan war er bereit zum Angriff. Am Mittwochabend, dem 17. Im Dezember 1958 brachte Bullock die Weihnachtsbeleuchtung an seinem neuen Haus an.
Er war mit der Dekoration zufrieden und freute sich darauf, die Feiertage mit seiner Frau zu verbringen. Das frisch vermählte Paar genoss die Zeit, wünschte sich aber sehnlichst Kinder. Mit dieser Aussicht im Hinterkopf wollte er einen besseren bezahlten Job finden. Das Energieunternehmen zahlte nicht viel und auch Ednas Erzieherinnengehalt war bescheiden.
Also beschloss er abends Buchhaltungskurse zu belegen. Nachdem er die Lichterkette aufgehängt hatte, machte er sich auf den Weg. Vor seinem Kurs wollte er noch am St. Louis Artmuseum vorbeischauen. Dort sollte er sich mit einem Freund treffen. Mit einem letzten Blick auf seine Lichtinstallation stieg er ins Auto. Kurz darauf kam er im Museum an und wartete in seinem Auto.
Aber sein Freund tauchte nicht auf. Stattdessen bemerkte er überrascht, dass sich ihm einen Mann näherte. vermutlich Glennon Angelmann. Zunächst bemerkte er nicht das Kaliber 22 Gewehr in der Hand des Mannes. Doch als er nahe genug war, hob er seine Waffe und schoss. Bullock war schwer verletzt, aber noch am Leben.
Er schleppte sich zur Vorderseite des Museums. Mit leiser Stimme rief er um Hilfe. Engelmann verfolgte ihn mit erhobener Waffe. Bulock schaffte es, die belebte Hauptstraße zu erreichen, bevor er vor mehreren Passanten zusammenbrach. Engelman nährte sich und schoss ihm zweimal in den Kopf. Diese Schüsse waren tödlich. Engelman ließ die Leiche mitten auf der Straße liegen und eilte davon.
Erschien seltsamerweise unberührt von dem, was gerade geschehen war. Hier bei Serienkiller geht’s gleich weiter. Sein rücksichtsloses und grausames Verhalten entsprach seiner späteren Diagnose einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. Laut DSM5 zeigen Menschen mit dieser Störung oft pathologische Persönlichkeitsmerkmale wie Gefühllosigkeit und eine Tendenz zu gefährlichen, riskanten und potentiell selbstschädigenden Aktivitäten.
Dies passt zu Engelmans Verhalten an diesem Tag. Er hatte nicht nur angeblich eine unschuldige Person getötet. Mehrere Zeugen hatten die Tat sogar beobachtet, aber das schien ihn nicht zu stören. Als die Polizei am Tatort eintraf, war Engelman schon längst verschwunden. Sie fanden James Bullock tot auf, mit mehreren Schussverletzungen.
Zunächst vermuteten die Ermittler, dass ein verwirrter Liebhaber Bollock nach einer spontanen Begegnung getötet hatte. Der Parkplatz hinter dem Museum war ein bekannter Treffpunkt für die örtliche Kuire Community. Engelman hatte den perfekten Ort gewählt. Nach gründlicheren Untersuchung änderten die Beamten jedoch ihre Einschätzung.
Die brutale und gezielte Art des Verbrechens deutete auf einen geplanten Mord hin. Mit diesem Verdacht konzentrierten sie sich auf Bullocks Privatleben. Vielleicht hatte seine Frau einen eifersüchtigen, gefährlichen Expartner, der ihn tot sehen wollte. Also fiel ihr Verdacht auf Engelman. Am nächsten Tag brachten sie ihn zur Vernehmung auf die Polizeiwache in der Newsted Avenue, aber der Zahnarzt blieb ruhig.
Er hatte ein wasserdichtes Alibi vorbereitet. Er sagte den Beamten, daß er am Abend des Mordes Weihnachtseinkäufe für seine Frau gemacht habe. Nachdem er ein Geschenk für Ida gekauft hatte, hatte er mit ihr und einigen Freunden zu Abend gegessen. Seine Frau und seine Bekannten bestätigten diese Geschichte. Der leidender Ermittler Frank O’nil glaubte Angelmans Geschichte nicht, aber er hatte kaum Beweise, die sein Verdacht untermauerten.
Einige Tage später erhielt O’il jedoch den Hinweis, den er benötigte. Er fand heraus, daß Engelman kürzlich ein Gewehr mit einem Kaliber von erworben hatte, dieselbe Munition, mit der Bullock getötet wurde. Als die Beamten ihn damit konfrontierten, behauptete Engelman, er habe die Waffe seinem Schwiegervater lange vor der Tat gegeben.
Die Polizei konnte das Gewehr nicht finden und ohne dieses wichtige Beweisstück waren und Nils Hände gebunden. Der ergebnislose Stand der Ermittlungen machte den Zahnarzt nur noch selbstbewusster. Je länger die Untersuchung ins Stocken geriet, desto mehr wuchs sein Ego. Schließlich hielt er sogar seine eigene Pressekonferenz ab.
Er bezeichnete die Polizei als inkompetent und beleidigte Bullock mit einer Reihe homophober Bemerkungen. Seine hasserfüllte Rede überraschte niemanden. Seine Patienten mussten jahrelang seine homophoben und rassistischen Tieraden ertragen. Dieses aggressive Verhalten könnte mit seiner antisozialen Persönlichkeitsstörung zusammenhängen.
Eine Studie aus dem Jahr 2021, die in der Fachzeitschrift Personality and Individual Differences veröffentlicht wurde, zeigte, dass Menschen mit psychopathischen Tendenzen eher zur Diskriminierung neigen. Dennoch erklärt das nicht seine bizarre Entscheidung, eine Pressekonferenz abzuhalten. Nach Engelmanns öffentlichen Äußerungen verstärkten die Ermittler ihre Bemühung, Bullock Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen.
Bei all der zusätzlichen Aufmerksamkeit schien es als könnte der Zahnarzt jeden Moment zusammenbrechen. Gleichzeitig wurde untersuch, ob nicht auch Edner möglicherweise in den Tod ihres Mannes verwickelt war. Die ausstehende Lebensversicherungszahlung machte sie misstrauisch. Doch schon bald stießen die Ermittler auf ein unerwartetes Hindernis.
Edner berichtete dem St. Leis Globe Democrat, dass die Behörden sie schikanierten. Kurz nach ihrem tränenreichen Interview zog sie wieder bei ihrer Familie in Kansas City ein. Die Polizei wollte nicht den Eindruck erwecken, eine trauernde Witwe zu schikanieren und stellte die Ermittlungen ein. Schon bald war Bullocks Tod vergessen.
Obwohl Engelman noch keinen Cent von der Versicherungssumme gesehen hatte, war er stolz auf seine Leistung. Er war mit einem Mord davon gekommen und genoß es, das Gesetz überlistet zu haben. Engelman genoss seinen tödlichen Plan fast so sehr wie Sex, aber nur fast. In den frühen 1960er Jahren, im Alter von 34 Jahren, begann er eine sexuelle Beziehung mit der 16-jährigen Nichte seiner Frau.
Sandy war vorübergehend bei ihrer Tante Ida Engelman und seiner Mutter eingezogen, um familiären Problemen zu entgehen. Es sollte ein kurzer Aufenthalt werden, aber der Zahnarzt hatte gefallen an ihr gefunden. Es ist unklar, wie Sandy die Situation empfand. Der Altersunterschied spricht jedoch Bände.
Es handelt sich definitiv um eine Missbrauchsbeziehung. Dennoch verbrachten die beiden viel Zeit miteinander. Ida war sich bewusst, dass ihr Mann sie betrog. Schließlich hatte er sie schon einmal betrogen mit seiner Ex-Frau Edner. Letztlich schöpfte sie Verdacht bezüglich seiner Beziehung zu Sandy und bestand darauf, dass ihre Nichte nach Hause zurückkehrte.
Aber Engelman wollte davon nichts hören. Um Ida zu beschwichtigen, schlug er vor, daß Sandy sich eine eigene Wohnung in St. Louis suchen sollte. Es gab jedoch ein kleines Problem. Der Zahnarzt konnte Sandys Umzug nicht allein finanzieren. Wenn er sie in seiner Nähe behalten wollte, brauchte er schnell mehr Geld. Zeit für einen weiteren tödlichen Plan.
[räuspern] In der Überzeugung, ein unternehmerisches Genie zu sein, hatte der Zahnarzt kürzlich seine Ersparnisse in ein Grundstück in Pacific, Missouri, etwa 55 km außerhalb von St. Lis investiert. Er hatte vor, eine Rennstrecke für Beschleunigungsrennen zu bauen. Er wollte seine Zeit zwischen der Zahnarztpraxis und der Rennstrecke aufteilen.
Autos wurden damals immer beliebter und die Investition schien ihm ein Kinderspiel zu sein. Außerdem würde Sandy dadurch einen Job bekommen. Seine Ex-Frau Edner war ebenfalls an dem Projekt beteiligt. Engleman wurde verdächtigt, ihren Ehemann James Bullock 1958 getötet zu haben. Als sie schließlich das Geld aus der Lebensversicherung erhielt, kam es gerade rechtzeitig, um Angelman seinen Anteil zu geben.
Sie investierte 20.000 der 64 000$ Auszahlung in Engelmanns Rennbahn, quasi als Bezahlung dafür, dass er Bullock losgeworden war. Um Arbeitskosten zu sparen, führten Engelman und seine Familie die meisten Bauarbeiten selbst aus. Gelegentlich benötigten sie Hilfe und stellten einen jungen Mechaniker Mitte 20 namens Eric Frey ein.
Je mehr Zeit Frey auf der Rennstrecke verbrachte, desto näher kam er und Sandy sich. Als der Zahnarzt die Funken zwischen den beiden bemerkte, befürwortete er die Romanze. Obwohl Engelman weiterhin mit Sandy schlief, war er nicht eifersüchtig auf Frey. Seine Gedanken kreisten nur um Geld. Leider verschlang seine angeblich brillliante Geschäftsidee schnell seine Finanzen, aber ihm wurde klar, dass sie, wenn Sandy Frey verführte, leicht einen weiteren Versicherungsabschluss tätigen und sich finanziell erholen könnten.
Wie erwartet begannen Frey und Sandy eine Beziehung und alles nahm seinen Lauf. Der Zahnarzt schlug vor, daß die beiden heiraten sollten und drängte Frey seiner Nichte einen Antrag zu machen. Der Mechaniker stimmte dem gerne zu. Sandy war jung und schön und Frey war bereit, sesshaft zu werden. Eric Frey und die 18-jährige Sandy gaben sich Ende September 1962 das Jahr Wort.
Schritt 2 war damit abgeschlossen. Im Hintergrund wieselman Sandy an, was nächstes zu tun war. Sie kannte seinen Plan und spielte bereitwillig mit. Sie hielt ihren Onkel wahrscheinlich für klug und geschäftstüchtig. Er würde sie niemals in die Irre führen. Auf seine Anweisung hin schloss Sandy eine große Versicherung für Frey ab, konnte aber die Prämien nicht bezahlen.
Engelmann musste also einen neuen Termin vereinbaren. Er änderte seine Strategie und schloss eine Gruppenlebensversicherung ab, die alle seine Mitarbeiter von Pacific Drag Strip einschließlich Frey einschloss. Jetzt mußte Engelman nur noch einen Weg finden, Frey zu töten und es wie einen Unfall aussehen zu lassen.
Während er seinen nächsten Schritt plante, setzte er natürlich auch seine Affäre mit Sandy fort. Ihre Vernunftsehe mit Frey hatte daran nichts geändert. Im Gegenteil, sie erregte Engelman nur noch mehr. Für ihn waren Sex und Verbrechen untrennbar miteinander verbunden. Beides gab ihm ein Gefühl der Macht und seine Sexualpartnerin waren oft direkt in seine Mordpläne involviert.
Eine Studie aus dem Jahr 2012, die in der Zeitschrift Biological Psychology veröffentlicht wurde, legt einen direkten Zusammenhang zwischen Geschlecht und Aggression nahe. Die Forscher fanden heraus, daß 20% der Neuronen, die während des Fortpflanzungsverhaltens aktiv sind, auch bei männlicher Aggression feuern.
Es ist möglich, dass diese kognitive Überschneidung zwischen Geschlecht und Gewalt dazu führt, dass Männer wie Engelman Aggression mit Sex in Verbindung bringen. Mit anderen Worten, der Plan Frey zu töten erregte Engelman wahrscheinlich sowohl sexuell als auch psychologisch. Kurz nach der Hochzeit von den beiden hatte er jedoch noch einen weiteren Grund für seinen finsteren Plan.
Das frisch vermählte Paar stritt sich ständig und oft wurde es handgreiflich. Frey soll Sandy herumgeschupst haben, was deutliche Spuren häuslicher Gewalt hinterließ. Engelman war wütend. Er hatte nicht mit einem so widerspenstigen Opfer gerechnet. Im Frühjahr 1963 eskalierte die Situation, als Sandy erfuhr, dass sie schwanger war.
Engelmann vermutete, dass das Kind von ihm war und drängte darauf, Frey früher als geplant loszuwerden. Er war bereit, zuzuschlagen. Am 26. September 1963 machten sich Frey und Sandy früher als sonst auf den Weg zur Arbeit. Angelman brauchte an diesem Tag Unterstützung für ein großes Projekt an der Rennstrecke und hatte alle Helfer zusammengetrommelt.
Während der Fahrt bat Sandy Frey anzuhalten. Vielleicht fühlte sie sich auf Grund ihrer Schwangerschaft unwohl. Es bleibt unklar, ob sie tatsächlich krank war, aber der Stop verschaffte Engelman wertvolle Zeit, um seine Falle aufzustellen. Als das Paar schließlich an der Rennstrecke ankam, begrüßte er sie mit einem Lächeln.
Seine Freunde und Geschäftspartner Nick Miranda und Jack Carter waren ebenfalls dort. Die beiden wußten angeblich von Engelmans Plan, Frey zu töten, dachten aber nicht, daß er ihn tatsächlich in die Tat umsetzen würde. Sie hielten ihn für einen Angeber, der mehr bellt, als dass er beißt. In Anwesenheit aller verkündete Engelman, dass er einen alten Brunnen auf dem Grundstück sprengen wolle.
Er erklärte, dass seine Nichten und Neffen manchmal in der Nähe spielten und er Angst habe, daß sie hineinfallen könnten. Engelmann und Frey sollten Dynamit am Rand des Lochs platzieren, während Miranda und Kater weiter entfernt an der Zündvorrichtung arbeiteten. Sandy sollte sich währenddessen im Schatten ausruhen.
Als Frey die letzten Sprengladungen anbrachte, trat Engelman einen Schritt zurück. Er hob die Hand und gab ein Zeichen. Frey war nur noch wenige Zentimeter von den Sprengsätzen entfernt. Kater musste nur noch das Dynamit zünden. Laut Zeugenaussagen ist nichts passiert. Engelman schaute zu Kater hinüber, aber sein Freund konnte es offensichtlich nicht durchziehen.
Vielleicht hatte er einfach nicht den Mumm für einen Mord. Engelman wollte nicht zulassen, dass die Feigheit seines Freundes seine Pläne durchkreuzte. Er bückte sich und hob einen schweren Stein auf. Ohne zu zögern, schlug er Frey damit auf den Kopf. Er sackte zusammen, war aber noch bei Bewusstsein. Engelmann stürzte sich auf ihn und packte ihn.
Er schleppte ihn zum Brunnen und warf ihn hinein. Frey kämpfte darum, sich über Wasser zu halten und schrie um Hilfe. Aber Engelman ignorierte ihn, bis sie schließlich das Dynamit doch noch entzündeten. Der Brunnen explodierte und Steine und Trümmer regneten auf die Gruppe herab. Als ich der Staub gelegt hatte, war die Brunnenöffnung vollständig verschüttet.
Eric Frey war darunter begraben unter meter hohen Trümmern. Nach der Explosion täuschte Angelman Besorgnis vor. Er rief nach Frey und forderte einen Krankenwagen an. Die anderen Mitarbeiter an der Rennstrecke kamen angerannt. Bei so viel Zeugen musste er seine Rolle perfekt spielen. Er kletterte in die Überreste des Brunns und begann wie wild zu graben.
Sandy hingegen näherte sich dem Unfallort ausdruckslos. In den ersten Augenblicken nach der Explosion konnte sie nicht glauben, dass es tatsächlich passiert war. Während die anderen Arbeiter versuchten Fre Leiche zu bergen, nahm Engelman seine Komplizen beiseite. Er sagte Miranda und Kater, dass sie sich ihre Geschichte gut überlegen müssten.
Wenn die Behörden fragen würden, würden sie einfach sagen, dass es ein unglücklicher Unfall war. Kurz darauf traf das Sheriffbüro des Franklin County ein. Als sie alle anwesenden befragten hörten sie immer dieselbe Version. Frey hatte versucht, den Brunnen in die Luft zu jagen und das Dynamit war zu früh explodiert. Die abgesprochene Geschichte schien Angelman und seine Helfer zu schützen.
Die Behörden stuften Fre als Unfall ein. Ja, sie erstellten nicht einmal einen offiziellen Bericht. Nachdem der erste Schock verflogen war, machte sich Sandy daran, die Früchte von Engelms genialem Plan zu ernten. Noch am selben Abend rief sie den Versicherungsagenten von Pacific Dragstrip an und reichte ihren Anspruch ein.
Sie wollte die Auszahlung für den Tod ihres Mannes so schnell wie möglich erhalten. Der Versicherungsvertreter fand es äußerst ungewöhnlich, dass eine trauernde Witfe sich so früh um Geld sorgte. Am Telefon empfahl er Sandy sich für eine monatliche Zahlung anstelle einer einmaligen Zahlung zu entscheiden. Aber die junge Frau blieb hartnäckig.
Sie wollte das Geld sofort. Der Vertreter spürte, dass etwas nicht stimmte und informierte seinen Vorgesetzten über Sandys seltsames Verhalten. Die Versicherungsgesellschaft leitete darauf Finn eine Untersuchung zu Frey Tod ein. Engelman und Sandy handelten schnell. Sandys unbedachter Anruf und eine gründliche Untersuchung konnten alles ruinieren.
Die beiden zerstörten alle Beweise und ließen Freays Leiche einäschern, um die Autopsie zu verhindern. Die Versicherungsermittler nahmen von allen Mitarbeitern des Pacific Dragstrip Aussagen auf, aber wie die Polizei hörten sie überall dieselbe Geschichte. Soweit sie das beurteilen konnten, war Frey Tod ein großer Unfall gewesen.
Im Gegensatz zu den Beamten waren sie jedoch nicht überzeugt. Am Ende ihrer Untersuchung übergaben sie ihre Ergebnisse verschiedenen Strafverfolgungsbehörden, die jedoch nichts unternahmen. bleibt unklar, warum sie den Fall nicht weiter verfolgten. Obwohl die Polizei nicht eingriff, weigerte sich die Versicherungsgesellschaft Sandys Anspruch anzuerkennen.
Letztlich musste sie eine Klage einreichen, um an das Geld zu kommen. Einige Monate nach Frey Tod war die Versicherungsgesellschaft gezwungen, Sandy einen Check über den vollen Betrag von 000$ auszustellen. Innerhalb weniger Tage hatte sie 16 000$ in Pacific Dragstrip investiert. Wieder einmal hatte Angelman eine Gefängnisstrafe vermieden und wurde für seine mörderische Tat großzügig belohnt.
Aber selbst mit dieser neuen Finanzspritze war Pacific Dragstrip dem Untergang geweiht. Die Rennstrecke meldete 1964 Konkurs an. Als Engelman’s Nebengeschäft zusammenbrach, rückte Sandys Entbindungstermin näher. Sie beschloss für die Geburt nach Texas zurückzukehren. Im Januar 1964 brachte sie ein Mädchen zur Welt, das Engelman auffallend ähnlich sah.
Aber es scheint, als hätte Sandy eine Auszeit gebraucht. Im ersten Jahr kümmerte sich hauptsächlich ihre Familie um das Kind. In dieser Zeit reiste sie mit ihren Freunden quer durchs Land und gab dabei vermutlich den Rest des Versicherungsgeldes aus. Obwohl Sandy nicht mehr da war, war Engelman überzeugt, dass er der Vater des Kindes war.
Er wollte sich um seine Tochter kümmern. Aber wie Sandy hatte auch er sein ganzes Geld ausgegeben. Sein Konto würde bald leer sein. Sein Geschäftsvorhaben war gescheitert und die Zahnarztpraxis brachte nicht genug ein. Aber Mord zahlte sich aus. Er mußte also nur sein nächstes Opfer finden oder seine nächsten Opfer. Die mörderischen Betrügereien waren erst der Anfang.
Glennon Engleman war noch lange nicht am Ende. Ja, und vielen Dank, dass ihr auch in dieser Woche wieder dabei wart bei Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. In der nächsten Folge wird die Geschichte des grupellosen Zahnarztes Glennon Engelman noch erschreckender. Gemeinsam mit seiner geliebten Barbara schmiedet er einen teuflischen Plan, um sich das Erbe seiner ganzen Familie unter den Nagel zu reißen.
Doch seine Ex-Frau Ruth könnte ihm dabei einen Strich durch die Rechnung machen. Unseren True Crime Podcast Serienkiller Mörder und ihre Geschichten findet ihr kostenlos auf allen Streamingplattformen. Neue Folgen gibt’s jeden Donnerstag. Am besten je abonniert den Podcast jetzt, um keine Episode zu verpassen. Ach so und lasst uns gerne nette Bewertung da.
Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Max Spalleck. Bis zum nächsten Mal hier bei Serienkiller. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bosepark Productions basierend auf einem Spotify original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Mat Hartman. Deutsche Produktion und Redaktion Mickisch, Fabio Lautenschläger, Luca Kaduck, Alexander von Bagen, Julia Ilan, Suholder und Chris Gose.
Achtung, die Schilderungen von Verbrechen in diesem Podcast sind teilweise explizit. und können verstörend wirken. Diese Folge enthält explizite Beschreibungen von Morden, Gewalt, sexuellen Übergriffen und Missbrauch, die für manche Menschen traumatisierend sein können. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet.
Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Der Inhalt kann retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. An einem regnerischen Frühlingstag im Jahr 1979 saß der 52-jährige Glennon Englman gebeugt über einem Tisch in seiner Garage, gähnte und hantierte mit einem Gewirrf von Kabeln herum.
Er war erschöpft von einem langen Tag in seiner Zahnarztpraxis. Dennoch mußte er mit äußerster Präzision arbeiten. Einziger Fehler konnte zu einer Katastrophe führen. Vor Engemann lag ein Bündel Dynamit, acht Stangen. Er gab der Bombe den letzten Schliff. Ein Schliff, der weitaus stärker war als nötig.
Er wollte schließlich nur eine Person töten. Eine Person, die ihm lästig geworden war. Eine kleine Menge Dynamit hätte genügt, um sie für immer verschwinden zu lassen. Das war alles, was er brauchte, um Eric Frey, sein letztes Opfer in die Luft zu jagen. Aber dieses Mal wollte er seinem Ziel und seiner Familie eine Botschaft senden.
Niemand legt sich mit Glannon Angelman an und kommt damit davon. Hallo, ich bin Max Spallik und das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Ich bin Diane Helscher. Unser Podcast erscheint jeden Donnerstag und wird von Bosepark Productions produziert, basierend auf einem Spotify Original. Wir widmen uns den berüchtigsten Serienkiller der Welt und bieten euch spannende Einblicke in ihre Taten und die Hintergründe.
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