Wahre Verbrechen 2026 I Das Geheimnis am Campingplatz T – Part 2
Probleme, die einige Viertel und Gemeinschaften bis heute belasten. In dieser sich wandelnden Landschaft wuchs Little auf. Wir wissen nicht viel über sein häusliches Leben bei seiner Großmutter, aber wir wissen, dass seine Bildung begrenzt war. Er besuchte nie die Highchool und seine Zeit an der örtlichen Junior High war von disziplinarischen Problemen und schwachen schulischen Leistungen geprägt.
Im Alter von sehn Jahren hatte Littles kriminelles Verhalten seine erste echte Konsequenz. Er wurde beim Diebstahl eines Fahrrads erwischt und in die Boys Industrial School in Lancaster, Ohio geschickt, früher als State Reform Farm bekannt. Jillan Lauren, die einzige Journalistin, die Little hinter Gittern interviewt hat, beschrieb seine Zeit in Lancas als brutal.
Aber über die disziplinarischen Praktiken der speziellen Einrichtung zu dieser Zeit ist wenig bekannt. Laut historischen Aufzeichnung hätte Little freien Zugang zum Schulgelände gehabt. Er hätte in einer Hütte mit mehreren anderen Jungen gelebt, nicht in einer Zelle. und er hätte eine Berufsausbildung in Schmiedekunst, Schneiderei, Tischlerei, Stenografie und einer Reihe anderer Handwerke erhalten.
Dennoch war Missbrauch in staatlich betriebenen Einrichtungen zu dieser Zeit weit verbreitet und ist es bis heute. Eine 2015 von der Annie EC Foundation durchgeführte Studie deckte systematische Misshandlungen in den Jugendstrafvollzugssystemen von 29 Bundesstaaten auf. Darüber hinaus berichten fast 10% der in staatlich betriebenen oder staatlich finanzierten Einrichtung inhaftierten Jugendlichen während ihres Aufenthalts sexuell missbraucht worden zu sein.
Allerdings sollten wir anmerken, dass unklar ist, ob und welchen Missbrauch Little selbst in Lancester erlitten hat. Selbst mit einer modernen Gefängnisreform sind die Rückfallquoten jugendlicher Straftäter in den Vereinigten Staaten durchweg schlecht. Dies wird größtenteils einer Kombination aus übermäßiger Bestrafung und Missbrauch zugeschrieben.
Junge Menschen, die in früh Alter inhaftiert werden, neigen folglich eher dazu, als Erwachsene Straftaten zu begehen. So war es auch bei Little. Irgendwann nach seiner Entlassung aus Lancaster überfiel er ein Möbelgeschäft. Er wurde erwischt und zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Haftzeit begann Little mit dem Boxen und entwickelte eine kräftige Statur.
Er fing auch an in seiner Freizeit zu zeichnen und seine Motivwahl deutete bereits auf seine zukünftige mörderische Besessenheit hin. Egal, ob er Zugang zu Stiften oder Farbe hatte, er zeichnete fast ausschließlich Frauen. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis 1964 zog Little nun Mitte 20 zu seiner Mutter.
Zu diesem Zeitpunkt lebte sie in Südflorida. Es war das erste Mal, daß sie in ihrem Zuhause Platz für ihren Sohn machte. Little hat nie viel öffentlich über seine Beziehung zu seiner Mutter als Erwachsener gesprochen, aber wir können davon ausgehen, dass er in ihrem Haus zumindest ein wenig Geborgenheit fand. Er lebte dort mit Unterbrechung fast 20 Jahre lang.
Little hatte eine Reihe von Gelegenheitsjobs in Florida, unter anderem als Stadtreiniger für das Miami Date County Department of Sanitation und später als Platzwart auf dem örtlichen Friedhof, aber er blieb nie lange imselben Job. Obwohl das Haus seiner Mutter in Florida fast zwei Jahrzehntelang seine Heimat war, verbrachte er Jahre damit, die Vereinigten Staaten zu durchqueren und überall Verbrechen zu begehen.
Bis 1975 war er 26 mal in el verschiedenen Bundesstaaten verhaftet worden. Seine Anklagen umfassten Ladendiebstahl, bewaffneter Raub, Anwerbung von Sexarbeiterinnen, Fahn unter Alkohol und Drogeneinfluss, schwere Körperverletzung eines Polizeibeamten und Vergewaltigung. Aus irgendeinem Grund wurde er für diese verschiedenen Vergehen jedoch nicht wieder ins Gefängnis geschickt.
Sein normadischer Lebensstil könnte verhindert haben, dass die Strafverfolgungsbehörden erkannten, dass Little ein Gewohnheitsverbrecher war. Erst 1976 mußte er sich wirklich für seine Taten verantworten. Im September jenes Jahres wurde der 36-jährige Little in Missouri wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Einbruch bei Pamela K. Smith verhaftet.
Sie war in der Gegend als drogenabhängige und gelegentliche Sexarbeiterin bekannt. Little traf auf Smith, als sie allein eine verlassene Straße entlang ging. Er bot ihr eine Mitfahrgelegenheit an. Sobald Smith auf dem Beifahrersitz saß, schlug Little ihr brutal ins Gesicht. Er zwang sie auf den Rücksitz, zog ihr die Kleider aus und fesselte ihre Hände mit einem Elektrokabel.
Wie durch ein Wunder gelang es Smith, die Autotür aufzutreten und in die Nacht zu entkommen. Sie rannte nackt mit hinter dem Rücken gefesselten Händen, bis sie ein Haus fand. Auf der Türschwelle des Fremden flehte sie weinend um Hilfe. Als die Polizei eintraf, beschuldigte Smith Little sie geschlagen, gewirkt und vergewaltigt zu haben.
Doch als die Beamten Little in seinem Auto nicht weit entfernt fanden, bestritt er die Vergewaltigungsvorwürfe und sagte: “Ich habe sie nur geschlagen.” Letztendlich wurde Little wegen eines geringeren Vergehens versuchter Schändung verurteilt und verbrachte nur drei Monate im Gefängnis. Dies könnte mit Smiths wahrgenommener eingeschränkter Glaubwürdigkeit als Zeugin zusammenhängen.
Sie hatte eine Vorgeschichte von Drogendelikten. Vielleicht war die Staatsanwaltschaft nicht bereit, ihrer Version des Überfalls zu glauben und zeigte sich bei der Strafempfehlung für Little nicht sehr engagiert. Nachdem Little seine Zeit in Missouri abgesessen hatte, kehrte er zu seiner nomadischen Lebensweise zurück.
Es gibt nicht viele bekannte Details über seine nächsten Jahre, aber im September 1982 war er wieder in Florida und auf der Jagd nach einem neuen Opfer. Irene Mons war eine 44-jährige Hotelwäscherei Arbeiterin. Eines Nachts saß sie auf der Motorhaube ihres Autos in einer Seitenstraße von Gainsville, als der 42-jährige Sam Little neben ihr anhielt.
Er stieg aus seinem Auto und ging auf Mons zu. Er fragte sie, ob sie mit ihm einen Trink nehmen wolle. Sie lehnte höflich ab. Dann drehte sich Little um und zeigte die Straße hinunter zu einer nah gelegenen Bar. Er fragte: “Was ist da los?” Mons erklärte ihm: “Es sei Willy May Hodgers Kneipe.
Er solle doch mal vorbeischauen.” Little willigte ein und ging hinüber. Drinnen versuchte er mit mehreren Frauen zu sprechen und fragte, ob sie mit ihm trinken oder tanzen wollten. Doch sie lehnten alle ab. Gerade als er dachte, er hätte keine Chancen, erblickte Little eine große Frau, die allein schwankend auf der Tanzfläche stand.
Patricia Ann Mount war Stammgast bei Willy May und sie war berüchtigt. Die 26-jährige war dafür bekannt, stark zu trinken, zu fluchen und Kämpfe anzuzetteln, die sie nicht gewinnen konnte. Erst am Vorabend war sie von der Polizei in Gainesville wegen Trunkenheit und Ruhestörung verhaftet worden. Patricia hatte zudem eingeschränkte geistige Fähigkeiten.
Ihr IQ lag berichten zufolge etwa bei 40 und sie war zwischen einigen örtlichen betreuten Wohneinrichtungen hin und her gewechselt. Das machte sie für Little zum perfekten Opfer in vielerlei Hinsicht höchst verwundbar. Little, der bereits angetrunken war, versorgte sie mit immer mehr Drinks, bis sie einigte, mit ihm zu gehen.
Irene Mons sah, wie das Paar am Ende der Nacht zu Littles Auto zurückging. Patricia war unsicher auf den Beinen und musste sich auf Littles stürzen. Er half ihr auf den Beifahrersitz und eilte dann um das Auto herum zu seiner Seite. Dann raste er davon in die Nacht hinein. Gegen Mitternacht, etwa 30 km entfernt im ländlichen Forest Grove brachte etwas im Wald die örtlichen Hunde zum bellen.
Mike Cran, ein Sheriff Deputy der Gegend, ging nach draußen, um seine eigenen Hunde hereinzurufen. Als er sich dem Zaun zwischen seinem Grundstück und dem Wald näherte, entdeckte er ein Licht zwischen den Bäumen. Crinses Frau, die zu ihm nach draußen gekommen war, konnte in der Ferne eine männliche Stimme rufen hören.
Einen Moment später war das Licht verschwunden. Die Hunde waren verstummt. Die Cran gingen wieder zu Bett. Bei Sonnenaufgang wurden die beiden von lautem Klopfen an der Tür geweckt. Zwei ortsansässige Farmarbeiter hatten beim Heuballen auf einem nahgelegenen Feld die Leiche einer Frau entdeckt. Sie war nackt, mit Blutergüssen überseht und hatte tiefe Kratzer am Hals.
Cran rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, nahmen sie die Fingerabdrücke der Frau auf. Schnell gab es einen Treffer. Es war Patricia Mount. Polizeiakten zeigen, daß sie erst zwei Nächte zuvor wegen Trunkenheit und Ordnungswidrigen Verhaltens verhaftet worden war. Jetzt war sie tot. Hier bei Serienkiller geht’s gleich weiter.
Als die Polizei begann nach Patricia Mörder zu suchen, hatte Little Florida bereits verlassen. Er fuhr entlang der Golfküste durch Alabama und weiter nach Mississippi. Doch schon bald verspürte er den Drang, eine weitere Frau zu finden. Eine weitere Patricia. Mörder wie Little neigen besonders dazu, zu Wiederholungstätern zu werden, da ihre Neigungen fast ausschließlich auf Fantasien beruhen.
Seine Morde könnten eine Form eines Rollenspiels gewesen sein, wobei seine Opfer als Ersatz für seine Mutter dienten, an der er sich rchen wollte. Doch laut dem Kriminalpsychologen Eric Hickey können Fantasien nie vollständig erfüllt oder befriedigt werden. Daher erzeugt der Akt des Tötens neue Gewaltfantasien und löst einen Teufelskreis aus.
Schon bald musste Little wieder töten. Wenige Wochen nach dem Mord an Patricia traf Little die 22-jährige Mindy Leissippi. Sie hatte einen schweren Weg hinter sich. Ihre Mutter starb, als sieben Jahre alt war und ließ sie in der Obhut eines gewalttätigen Vaters zurück. Schließlich lief sie weg und landete in Pasculer.
Laut ihrem Bruder kam die jugendliche Mindi, hauptsächlich Marihuana und Kokain. Sie begann auch als Sexarbeiterin ihr Geld zu verdienen. Samuel Little fand Mindy vor einem Waschsalon in Pasc Guler. Sie stand bei einer Gruppe junger Frauen, die meisten von ihnen Sexarbeiterinnen. Als Little mit seinem Auto vorbeifuhr, fragte er zunächst eine andere Frau aus der Gruppe nach einem Date namens Ctherine Cousins. Sie lehnte ab.
Sie war kürzlich von einem Mann geschlagen worden, der sie auf ähnliche Weise angesprochen hatte. Sie hatte kein Interesse mehr daran, Fremde zu treffen. Little war fasziniert. Sicher hatte der Mann einen Grund, sie zu schlagen. Hatte sie ihm etwas gestohlen? Mit einem Nicken in Richtung Mindy und einigen der anderen Frauen in der Nähe spekulierte er, dass sie wie der Typ aussah, der etwas klauen würde.
Little soll Cousins dann gesagt haben, er würde einige der Frauen in der Gruppe töten, wenn er die Gelegenheit dazu bekäme. Und wenn sie jemandem davon erzählte, würde er sie ebenfalls umbringen. Cousins konnte erkennen, dass Little Mental nicht gesund war, aber sie konnte nicht einschätzen, ob seine Drohung ernst gemeint war oder nicht.

Was sie jedoch feststellen konnte, war, dass Little es genoss, die Angst in ihren Augen zu sehen. Für Mörder wie Little ist das Einflößen von Angst ein Mechanismus der Kontrolle, ein wichtiger Faktor beim Ausleben ihrer Fantasien. La Dr. Gary Brooko vom New York State Psychiatric Center an der Columbia University war es für Little sehr wichtig, vollständige Macht und Kontrolle über seine Opfer zu haben.
Little erzählte der Journalistin Jillian Lauren später, dass er ein überwältigendes Bedürfnis verspürte, Frauen zu besitzen. Als sie nach dem Grund fragte, erklärte er, dass er sich an ihrer Hilflosigkeit ergötzte. Er sagte: “Alles, was ich je wollte, war, daß sie in meinen Armen weinten.” Als Lauren darauf hinwies, dass viele seiner Opfer tatsächlich geweint hatten, bevor er sie tötete und er sie trotzdem ermordete, antwortete er: “Na ja, da haben sie mich erwischt.
Vielleicht war es nicht alles, was ich wollte.” Als Katherine Cousins deutlich machte, dass sie nicht mit ihm mitgehen würde, verlagerte Little seine Aufmerksamkeit auf Mindy Lex. Während er Mindy erfolgreich ansprach, hatte Cousins keine Gelegenheit, sie davor zu warnen, nicht mit dem fremden Mann ins Auto zu steigen.
Mindy folgte Little zu seinem Wagen. Cousins wusste, dass Mindy in Gefahr war. Sie sprintete zu dem Hotel nebenan in dem Mindy mit ihrem Freund und ihrem Baby wohnte. Sie erzählte dem Freund, was passiert war und er rannte sofort zum benachbarten Parkplatz. Als er dort ankam, waren Littles Auto und Mindy Lapre nirgends zu sehen.
Tage vergingen und Mindys Freund hörte nichts von ihr. Schließlich ging er zur Polizei, um sie als vermisst zu melden. Zunächst nahm sie das Verschwinden nicht ernst. Mindy war eine Sexarbeiterin und der Vorfall wurde als Folge ihres risikoreichen Lebensstils abgetan. Diese Denkweise macht Sexarbeiterinnen viel anfälliger für Gewaltverbrechen.
Sie können sogar verhaftet werden, wenn sie Gewalt gegen sich selbst melden. Laut der Weltgesundheitsorganisation schafft die antagonistische Beziehung zur Polizei ein Klima der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Sexarbeiterinnen, was dazu führen kann, dass sie Ziel von Gewalt oder anderen Verbrechen werden, die gewalttätig enden können, wie z.B.
Diebstahl. Little wusste viel über Sexarbeiterin. Er kannte vermutlich ihre präkäre Beziehung zu den Strafverfolgungsbehörden. Und vielleicht war dies ein weiterer Faktor in seinem Opferprofil. Er machte Jagd auf einige der verletzlichsten der Gesellschaft, die sozioökonomisch ausgegrenzten wie Sexarbeiterinnen und die geistig beeinträchtigten wie Patricia Mount.
Er dachte, niemand würde sie vermessen. Am 4. Oktober 1982 entdeckte ein Mann, der den Rasen des Familienfriedhofs im nahegelegenen Goatier Mississippihte, Mindy La Price nackten Körper in einem wassergefüllten Graben. Es waren etwa zwei Wochen seit ihrem Verschwinden vergangen und ihr Körper war bereits stark verwest.
Die Polizei von Pasculer war nun unter Druck und suchte hastig nach Hinweisen in dem, was jetzt eine Mordermittlung war. Sie befragten Katherine Cousins und einige andere Sexarbeiterinnen, die am Tag von Mindy La Pres Verschwinden im Waschsalon anwesend waren. Cousins erzählte ihnen alles über Samuel Little und ihr seltsames Gespräch an jenem Abend.
Die Polizei erfuhr auch von anderen Sexarbeiterinnen, die Little zuvor in der Gegend angegriffen hatte. Hilda Nelson und Lila Mclein berichteten der Polizei, dass Little sie beide bei früheren Besuchen in Pascal Gul angegriffen und versucht hatte, sie zu erwürgen. Nelson traf Little ein paar Jahre zuvor im Juli 1980 vor einem Nachtclub.
Die beiden gingen zurück zu ihrer Wohnung, um Sex zu haben. Nelson erzählte der Polizei, daß Little, sobald sich die Tür hinter ihnen schloß, begann sie zu würgen. Dann schlug er sie mit einem Faustschlag bewusstlos. Als sie wieder zu sich kam, lag sie in ihrem eigenen Bett. Little auf ihr. Er wirkte und schlug sie immer noch.
Sie verlor erneut das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kam, war sie nackt, bis auf einen Schal um ihren Hals in ihrer Badewanne untergetaucht. Sie sagte, dass Little wiederholt ihren Kopf mit dem Schal aus dem Wasser zog, ihr ins Gesicht schlug und sie dann wieder unter Wasser drückte. Schließlich verließ Little aus unbekannten Gründen Nelsons Wohnung.
Vielleicht dachte er, er hätte sie getötet. Nelson wurde bewusstlos von ihren Eltern gefunden, die nichts von ihrem Doppelleben als Sexarbeiterin wussten. Laila Mclein erzählte der Polizei eine ähnliche Geschichte. Im November 1981 ging sie allein eine Straße in Pascul entlang, als Little in einem Kombi mit Holzverkleidung neben ihr hielt.
Er bat sie um ein Date im Austausch für $. Als Mclean in Littles Auto stieg, schlug er ihr auf den Hinterkopf. Er begann sie zu würgen, aber sie wehrte sich, kratzte und biss ihn. Sie versuchte zu entkommen, trat die Autotür auf, aber Little war schneller und zerrte sie zurück ins Fahrzeug. Als ein Passant auf einem Fahrrad sie bemerkte, erklärte Little ihre Notlage als Trunkenheit.
In einem Adrenalinschub warf sich McCain über den Beifahrersitz in den hinteren Teil des Fahrzeugs und flüchtete durch die hintere Tür. Nur mit Shorts und Flipflops bekleidet, sprintete sie mitten in der Nacht den Highway 90 entlang. Sie hörte nicht auf zu rennen, bis sie ihren Wohnkomplex erreichte, wo Nachbarn sie ins Krankenhaus brachten.
Mit den überzeugenden Geschichten von Mclein und Nelson in der Hand, bewegte sich die Polizei in Pasc Guler dazu, Little festzunehmen, aber aufgrund seines nomadischen Lebensstals hatten sie Schwierigkeiten ihn zu finden. Glücklicherweise war Lidl noch immer ein Berufsverbrecher. Er wurde wegen Ladeniebstahls in Pasculer festgenommen.
Einmal in gewahrsam ging der Staatsanwalt mit Mord und Körperverletzungsanklagen voran. Aber als er vor einer Grand Jury stand, war diese der Meinung, der Staat habe nicht genügend Beweise. Sie beschlossen, kein der Fälle zu verfolgen. Es schien, als wäre die Grand Jury nicht von den Aussagen zweier Sexarbeiterinnen bewegt worden.
Laila McCain sagte später, sie kümmern sich nicht um schwarze Prostituierte in Pascul. Obwohl er in diesen Anklagen entkam, konnte Little nicht einfach gehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Polizei in Florida einen Fall gegen ihn wegen des Mordes an Patricia Mount aufgebaut. Der Besitzer von Willy May Kneipe in Gainsville identifizierte Little.
Er war die letzte Person, mit der Patricia lebend gesehen wurde. Es gab einen nationalen Haftbefehl gegen ihn. Die Polizei von Pascal Guler schickte Little nach Gainsville, um sich der Justiz zu stellen. Und die Beamten in Florida hatten mehr als nur Zeugenaussagen. Sie hatten DNA Beweise.
Ermittler aus Gainsville hatten mehrere Haare von Mouns Körper sichergestellt. Sie verglichen sie mit Proben von Little. Leider war die DNA-Analyse Anfang der 80er Jahre ein äußerst neues Gebiet. Erst 1989 wurde sie erstmals erfolgreich für eine Verurteilung vor Gericht eingesetzt. Als Little 198 wegen des Mordes an Patricia Mount vor Gericht stand, konnten die Staatsanwälte daher nur eine qualitative Analyse der Haare vorlegen.
Im Grunde konnten sie lediglich sagen, dass die auf Patricias Körper gefundenen Haare optisch und strukturell Little zu gehören schienen. Die heutige Genauigkeit von DNA Beweisen konnten sie nicht liefern. Bei der Befragung des DNA Sachverständigen durch die Verteidigung räumte dieser ein, dass eine Haarübertragung auch möglich sei, wenn zwei Personen zusammenstoßen.
Letztendlich sprach die Jury Samuel Little vom Mord an Patricia Mount frei und er wurde erneut entlassen. Ermutigt durch sein Glück begab sich Little an die Pazifikküste und erreichte im Oktober San Diego, Kalifornien. Er hatte nicht vor, seine Mordserie zu verlangsamen. Er brauchte einfach neues Terran, einen Neuanfang.
Weg von den Ermittlern, die seine Pferde aufgenommen hatten. Eines Abends traf Little auf sein nächstes Opfer, Lori Barros. Sie ging allein eine verlassene Straße in der Innenstadt von San Diego entlang. Er bedrängte sie und zwang sie in sein Auto. Little fuhr Baris in ein abgelegenes Gebiet und stieß sie auf den Rücksitz.
Er befahl ihr, ihre Strumpfhose auszuziehen, fesselte damit ihre Hände und wirkte sie dann. Während des Angriffs verlor sie zweimal das Bewusstsein. Als er dachte, Barrow sei tot, warf er ihren Körper aus dem Auto. Ein Ermittler würde später sagen, er warf sie weg wie Müll. Baris meldete den Angriff der Polizei, doch da Little in der Gegend noch nicht aufgefallen war, gab es keine unmittelbaren Verdächtigen.
Doch im Oktober erwischten sie Little auf frischer Tat. Sie entdeckten sein neues Auto, ein Thunderbird, in einem verlassenen Stadtteil. Darin fanden sie ihn, wie er eine lokale Sexarbeiterin namens Tonjackson schlug und wirkte. Sie nahm ihn sofort fest und klagten ihn wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung an.
Erneut kam Little vor Gericht und wieder war die Jury von den Beweisen nicht überzeugt. Sie konnte sich nicht auf ein Urteil einigen. Um einen Prozessabbruch zu verhindern, bot der Staatsanwalt Little einen Deal mit reduziertem Strafmaß an. Er bekannte sich in zwei Fällen der Körperverletzung und in einem Fall der Freiheitsberaubung schuldig und wurde zu vier Jahren verurteilt.
Er verbüste jedoch nur eineinhalb Jahre dieser Zeit, bevor er im Februar 1987 auf Bewährung entlassen wurde. Nach seiner Entlassung floh Little 200 km nördlich nach Los Angeles. Seine Zeit hinter Gittern hatte seine Mordlust nur noch verstärkt. Im Juli 5 Monate nach seiner Entlassung fand Little sein nächstes Opfer, die 41-jährige Carol Alford.
Er erwirkte sie in einer Wohngegend nahe ihres Apartmentkomplexes im Stadtteil South Central. Sie war zudem brutal geschlagen worden. Es ist unklar, wie viele Leben Little in den nächsten Jahren nahm, aber zwei wurden eindeutig bestätigt. Er verfolgte und tötete die 35-jährige Audrey Nelson in einer anderen Gasse in Südla. Ihre geschundene und leblose Gestalt entsorgte er in einem Müllcontainer.
Etwa zur gleichen Zeit schlug und erwirkte er auch die 46-jährige Guadalupe Apodaka. Ihre Leiche wurde in einer verlassenen Gewerbegarage in einem abgelegenen Gebiet von Süd Los Angeles gefunden. Ein neunjähriger Junge kickte einen Fußball gegen die Seite des Gebäudes, als er durch eines der Fenster spähte und ein nacktes Bar Frauenbeine sah, das aus einer Türöffnung ragte.
Er schlug sofort Alarm. Little inzwischen in seinen 40ern tötete nun in kürzeren Abständen und mit höherer Frequenz. Es war ein ungewöhnliches Alter für einen Serienmörder, um an Grausamkeit zuzulegen. Christopher Agen, Professor für Soziologie und Recht an der University of Minnesota, stellt die These auf, dass die meisten Serienmörder den Höhepunkt ihrer Gewalt im Alter von 16 bis 18 Jahren erreichen und dann bis zu ihren Mitreern stetig abnehmen.
glaubt, dass das Alter das Haupthindernis für einen Mörder darstellt, da sie physisch weniger in der Lage sind, ihre Opfer zu überwältigen. Widl war jedoch ein geschätzter Boxer und selbst in seinem späten 40ern noch in guter körperlicher Verfassung. Ebenso spekuliert Agen, dass viele Mörder im mittleren Alter aufgrund wachsener Verantwortung in Beruf und Familie langsamer werden.
Aber Little, der weder einen festen Job noch eine Familie hatte, war nie gebunden. Er hatte also keinen Grund aufzuhören. Doch mit jeder Leiche, die Little in Los Angeles zurückließ, konnten die Ermittler mehr wertvolle Beweise sammeln und analysieren, die schließlich zu seiner Verhaftung führen würden. Als [räuspern] DNA-pile ihren Weg in Gerichtssele in den gesamten Vereinigten Staaten fanden, hinterließ Samuel Little an jedem Tatort Spuren von sich selbst.
Er hinterließ seine DNA, als er auf das Hemd ejakulierte, das auf Guadalup Apodakas Körper zurückgelassen wurde. Als Audrey Nelson um ihr Leben kämpfte, kratzte sie Hautzellen unter ihre Fingernägel. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das DNA-Pil des Täters mit der nationalen Datenbank abgeglichen werden würde.
Als die Polizei in Südkalifornien ihm auf den Fersen war, Flow Little nach Texas, ein frisches Jagdrevier. Er landete in Odessa, im äußersten Westen des Bundesstaates. Die heiße und staubige Ölstadt war die Heimat der 38-jährigen Denise Brothers. Wie viele von Littles anderen Opfern war Denise eine alleinerziehende Mutter.
die vom Pech verfolgt wurde. Ihre beiden Jungen lebten bei ihren eigenen Eltern. Sie selbst war zu Heroinabhängig, um sich angemessen, um sie zu kümmern. Denise hatte mit 15 einen gewalttätigen Mann geheiratet. Als sie sich endlich aus dieser Beziehung befreien konnte, fiel sie schnell in die Arme eines anderen Mannes, der sich schließlich mit Heroin und Sexarbeit in Berührung brachte.
In der Nacht ihres Todes durchquerte Denise ein ödes Stück des Industriegebiets von Odessa, zwischen dem Motel, in dem sie lebte, und dem Motel, in dem ihr Zuhälter wohnte. Laut dem, was Little schließlich der Journalistin Jillian Lauren erzählte, schaffte es Denis nur einen halben Block weit, bevor er sie ansprach. In seinem typischen Stil fuhr er in dem Auto, dass er in jenen Tagen fuhr, einem weißen Cadalac neben ihr her.
Denise stieg unaufgefordert in sein Fahrzeug ein und die beiden machten sich sofort auf den Weg, um Drogen zu kaufen. Little behauptete, er habe ihr eine große Menge Crack Kokain und Heroin gekauft. Dann kehrte sie zu dem Hotel zurück, in dem Denises Zuhälter wohnte und konsumierten die Drogen gemeinsam mit ihm. Little behauptete, der Zuhälter habe Denise dann mit ihm allein gelassen, damit sie die Rechnung durch Sex begleichen konnte.
Doch zunächst bot Little an, Denise zu zeichnen. Er sagte zu Jillian Lauren, ich sagte ihr, ich könnte sie so hübsch zeichnen wie Vanch. Little war fest davon überzeugt, ein idätisches und fotografisches Gedächtnis zu haben, die Fähigkeit, sich visuelle Informationen sehr detailliert zu merken. Es ist wahrscheinlich, dass selbst seine frühen Portraits auf realen Frauen basierten, denen er begegnet war.
Seine späteren Zeichnungen waren es mit Sicherheit. Das Zeichnen realer Frauen stellte einen beunruhigenden Widerspruch dar, wie die Journalistin Jillian Lauren hervorhob. Wie konnte Little die tiefe Absicht aufbringen, die nötig war, um Frauen zu zeichnen und sie dennoch als völlig entbärlich zu betrachten.
Der klinische Psychologe und Forscher Gary Brook fand heraus, dass Serienmörder intensiv visuelle Menschen sind und dass es nicht ungewöhnlich für sie ist, eine Art künstlerisches oder kreatives Produkt in Bezug auf ihre Verbrechen zu erstellen. der behauptete, der Akt könnte eine Möglichkeit sein, die Fantasie, die den Mord inspiriert hatte, wieder zu erleben oder zu verlängern.
Er sagte: “Sie leben diese Fantasie immer und immer wieder aus und versuchen sie in ihrem Kopf immer perfekter zu machen.” Denise lehnte es höflich ab, für ein Portrait zu posieren. Stattdessen kehrte sie zu Littles Fahrzeug zurück. Er fuhr den Wagen in eine verlassene Gasse und verlangte Oralsex. Als sie er sich darauf vorbereitete, packte Little Denise an der Kehle und warf sie auf den Rücksitz.
Er warf seinen eigenen Körper auf ihren und machte sie hilflos und bewegungsunfähig. Dann legte er eine Hand um ihren Hals. Während Denise gegen sein Griff kämpfte, masturbierte Lidl mit seiner freien Hand. Bald war Denise tot und Little war wieder einmal befriedigt. Doch dieses Gefühl der Befriedigung war flüchtig.
In den nächsten zehn Jahren und darüber hinaus würde Little weiterhin Frauen jagen. Und trotz zahlreicher Zusammenstöße mit dem Gesetz wegen Anklagen wie Drogenbesitz und Diebstahl und mehr würde er der Polizei weiterhin durch die Finger schlüpfen. Erst 2012, also 18 Jahre nach dem Tod von Denise Brothers, würde eine Detektivin aus Los Angeles namens Mit Roberts beginnen, die Puzzleteile zusammenzusetzen und ihr eigenes Portrait von Amerikas produktivsten Serienmörder zu zeichnen.
Nächste Woche werden wir die Schritte von Detektiven Roberts nachverfolgen, als sie das landesweite Ausmaß von Littles Verbrechen aufdeckt. Wir werden auch dem Texas Ranger James Holland folgen, als er Little dazu inspiriert, sich an einige seiner grausamsten Taten zu erinnern. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original.
Diese Folge wurde im amerikanischen geschrieben von Jake Flanigan. Deutsche Produktion und Redaktion Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Julia Ilan, Suholder und Chris Guse. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.
Im Februar 1994 fuhr Detective Sergeant Snow Robertson von der Polizei in Odessa, Texas mit seinem Streifenwagen auf das leere Grundstück in der Van Street 2700. Er war zu dem sonnenverbrannten Industriegebiet im Westen von Texas beordert worden, nachdem die Polizei einen Anruf von einem aufgeregten LKW-Fahrer erhalten hatte.
Als Robertson eintraf, hatten seine Männer das Grundstück bereits abgesperrt. Gelbes Polizeiband umgab einen Bereich, in dem ein großes Gebilde lag, das von einer Plane bedeckt war. Der Detectiv beugte sich hinunter und wabnete sich innerlich, bevor er die Abdeckung wegzog. Darunter kam das Gesicht einer Frau zum Vorschein.
Ende 30 mit schmutzig blondem Haar. Denise Brothers, eine lokale Sexarbeiterin. Die Polizei von Odessa kannte sie gut. Angesichts der Blutergüsse um ihren Hals vermutete Robertson sofort ein Verbrechen. Er ging den Tatort alleine ab, fotografierte jeden Zentimeter und markierte jedes mögliche Beweisstück. Er stöpte Plastiktüten über Denise Brothers Hände, legte sie in einen schwarzen Leichensack und hob sie vorsichtig in den Leichenwagen.
Detective Robertson verbrachte die nächsten Wochen damit, Beweise zu sichten. Er befragte Verdächtige, Denise Brothers Zuhälter und verschiedene Freunde, aber es ergaben sich keine vielversprechenden Spuren. Als letzten Ausweg gab er die Details von Brothers Tod in das Violent Criminal Apprehension Program, kurz The Cap ein, eine FBI Datenbank für ungelöste Mordfälle, Vergewaltigungen und Übergriffe.
Snow Robertson hatte erst an der Oberfläche einer düsteren Entdeckung gekratzt. Denise Brothers war nur eine von dutzenden Sexarbeiterinnen, deren grausame Tode sich über tausende von Kilometern und mehrere Jahrzehnte erstreckten. Doch sie alle führten zurück zu einem Mörder, Samuel Little. Hi, ich bin Diane Helscher.
Gebt uns gerne eine Bewertung und abonniert uns, damit ihr keine Folge verpasst. Und ich bin Max Spalle und das ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Heute setzen wir die Geschichte von Samuel Littleford, der vermutlich für die Morde an mindestens 96 Frauen verantwortlich ist, was ihn zu einem der schlimmsten Serienmörder der amerikanischen Geschichte macht.
Letzte Woche haben wir Samuel Littles Hintergrund erforscht und seinen unheimlichen Werdegang vom Kleinkriminellen zum Serienmörder verfolgt. Diese Woche werden wir uns damit befassen, wie die Ermittler Jahrzehnte später Littles Spur Aufnahmen, sich mit Strafverfolgungsbehörden im ganzen Land zusammentaten und ihn schließlich der Gerechtigkeit zuführten.
Im Jahr 1994 hatte der 54-jährige Samuel Little in einem gierigen 20-jährigen Mordfeldzug Dutzende von Frauen erwirkt und getötet. Seine Taten hinterließen eine Spur von Leichen quer durch die Vereinigten Staaten. Obwohl sein erstes bestätigtes Opfer erst 1982 entdeckt wurde, behauptete Little, er habe bereits in den 1970er Jahren mit dem Morden begonnen.
Von Florida über New Orleans bis Ohio suchte Little nach verwundbaren Frauen, die in wirtschaftlich eher schwachen Städten und innerstätischen Vierteln lebten. Einige waren Sexarbeiterin, viele Drogenkonsumentin und eine beträchtliche Anzahl waren People of Color. Doch alle Opfer von Little lebten in einer Zeit, in der es schon ausreichte, einer dieser drei Gruppen anzugehören, damit ihr Verschwinden von den Ermittlern kaum bemerkt wurde.
Und das war kein Zufall. Laut dem Soziologen Juang Lee und der Psychologin Sasha Reed sind sich Serienmörder oft der Ökologie der Gewalt in den Gebieten, in denen sie operieren bewusst. Dr. Lee und Reed definieren dieses Konzept als das Ökosystem, das eine Gewalttat umgibt. Bei jedem Verbrechen gibt es mehr als nur den Täter und das Opfer.
Es gibt auch Zeugen, Eingreifende und Ermittler. Ein erfolgreicher Serienmörder berücksichtigt oft diese verschiedenen ökologischen Elemente bei seinen Verbrechen. Deshalb zielen sie auf marginalisierte Frauen ab, die in illegalen Gewerben wie Sexarbeit oder Drogenätig sind oder daran teilnehmen. Mörder wissen, dass diese Personen weniger geneigt sind, Übergriffe zu melden.
Noch wichtiger ist jedoch, dass sie wissen, dass die Polizei weniger dazu neigt, ihrem Verschwinden nachzugehen, weil sie einen risikoreichen Lebensstil führten. Dies gilt umso mehr in Gebieten, in denen Diskriminierung weit verbreitet ist. Deshalb tötet Little oft Sexarbeiterinnen in den Südstaaten. Wo auch immer er mordete, folgten nur wenige oder gar keine Konsequenzen.
Und das machte Little nur noch dreister. Littles bevorzugte Methode Frauen zu jagen folgte einem ziemlich konsistenten Muster. Wo auch immer sein unstehter Lebensstil ihn hinführte, suchte er typischerweise sofort nach seiner Ankunft das örtliche Rotlichtviertel auf. Dort inspizierte er die Gegend, manchmal über mehrere Tage hinweg.
Er plauderte mit Einheimischen und sogar mit einigen der dort arbeitenden Frauen. Die ganze Zeit über bewertete sein kalter berechnender Verstand seine potenziellen Opfer. Er ermittelte, wer am verwundbarsten war, am leichtesten zu isolieren und zu töten. [räuspern] Waren Sie Einzelgängerin? Hatten Sie eine Vorgeschichte mit der örtlichen Polizei? Waren Sie drogenabhängig? In anderen Fällen, wenn sich eine gute Gelegenheit bot, tötet er Little einfach das Tötenswegen.
Jede Frau, unabhängig davon, ob sie eine Sexarbeiterin oder Drogenkonsumentin war, kam in Frage. Er konnte auf ein potenzielles Opfer stoßen, während sie allein von der Arbeit nach Hause ging oder betrunken mit Freunden in einem Club war. Er fuhr dann neben ihr, in welchem Auto er auch immer gerade unterwegs war, und lud sie zu einem Date ein.
Wenn die Frau das Pech hatte zu Little ins Auto zu steigen, fuhr er sie in einen verlassenen Teil der Stadt, meist eine Gasse oder einen leeren Parkplatz. Dort hielt er das Auto an, schlug sein Opfer brutal auf den Kopf und warf seine schlaffe Gestalt auf den Rücksitz. Sobald sie in seinen Fäng war, erdrosselte Little seine Opfer.
Manchmal vergewaltigte er sie auch. Wenn er sie nicht sexuell missbrauchte, masturbierte er, während er sie wirkte. was ihm den grausamen Spitznamen The Stroke and Choke Killer einbrachte. Der Mord an Denise Brothers im Jahr 1994 war ein typisches Beispiel für Littles Vorgehensweise. Brothers war eine Sexarbeiterin in Odessa, Texas, die unterwegs war, um ihren Zuhälter zu treffen, als Lidl mit seinem Auto neben ihr hielt.
Er nahm sie mit und die beiden konsumierten in den nächsten Stunden reichlich Drogen. Am Ende hielt sich Little jedoch an seine übliche Routine. Er fuhr Brothers in eine verlassene Gasse, schlug sie, warf sie auf den Rücksitz und erwirkte sie. Dann entsorgte er ihre Leiche auf einem leeren Parkplatz und verließ die Stadt.
Von diesem Parkplatz nahm Detective Snow Robertson DNA Proben von Brothers Leiche und gab sie in das VCAP System ein. Sie blieben über ein Jahrzehnt lang unbeachtet und ungeprüft. In der Zwischenzeit setzte Little seine Mordserie fort. Über Littles Aktivitäten in den Jahren unmittelbar nach dem Mord von Denise Brothers ist nicht viel bekannt.
Aber die Polizei konnte bestätigen, dass er in den nächsten eineinhalb Jahrzehnten mindestens zwei weitere Frauen tötete. Er ermordete die 40-jährige Daisy Mguire aus Homa Lusiana im Jahr 1996, nur 2 Jahre nach der Tötung von Denise Brothers und dann, fast ein Jahrzehnt später, im Jahr 2005, ermordete er die 46-jährige Nancy Stevens in der Nähe von Tiupelo, Mississippi.
Angesichts dessen, was wir über Samuel Littles Gewohnheiten wissen, hat er in diesem Zeitraum höchstwahrscheinlich noch viele weitere unbekannte Opfer getötet. Erneut zahlte sich Littles Fähigkeit aus, ein System der Diskriminierung und Ungerechtigkeit auszunutzen. Frauen, die er möglicherweise getötet hatte, fielen wahrscheinlich durch die Maschen.
Ihr Verschwinden wurde nie untersucht oder vielleicht nicht einmal bemerkt. Doch Jahre später kam Littles scheinbar unsichtbares Leben als Mörder zu einem abrupten Ende. 2012, 18 Jahre nachdem der texanische Detective Snow Robertson Littles DNA in VCAP eingegeben hatte, nahm ein anderer Ermittler die Spur wieder auf. Mit Roberts war eine erfahrene Mordermittlerin, die sich jahrelang in der Hierarchie des LAAPD hochgearbeitet hatte.
Als Frau in einer Abteilung, die lange als Männerdomäne galt, kämpfte Roberts jahrelang gegen Widerstände an. Doch sie erwies sich als scharfsinnige Ermittlerin mit einem Talent dafür Zusammenhänge zu erkennen, die selbst einigen ihrer erfahrensten männlichen Kollegen entgingen. 2012 erhielt das LAAPD ein Zuschuss vom National Institute of Justice, um DNA Beweise aus ungelösten Fällen zu untersuchen.
Roberts schloss sich dem Team an. Die Stadt Los Angeles hatte tausende von Akten ungelöster Fälle, die die Regale ihres Archivs füllten. Viele davon stammten aus den 1980er und 90er Jahren einer Zeit, in der die Kriminalität im gesamten Großraum sehr hoch war. Für Roberts war der Berg scheinbar richtungsloser Fälle jedoch eine spannende Herausforderung.
Sie war fest davon überzeugt, dass die Familien dieser Opfer Antworten verdienten und sie widersprach der in Strafverfolgungskreisen gängigen Meinung, dass die Untersuchung der Todesfälle von Menschen mit riskanten Lebensstilen eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen sei. Roberts stürzte sich halsüberkopf in die Arbeit und ließ hunderte von DNA Profilen durch WCAP laufen.
Eine zeitaufwendige und meist ergebnislose Aufgabe. Doch an einem Morgen im April 2012 hatte Roberts Erfolg. WCAP hatte positive Ergebnisse im Rückstand ungelöster Fälle des Lapd identifiziert. DNA Spuren aus den Morden an zwei Frauen aus Los Angeles. Audrey Nelson und Gudalupe Apodaka wurden mit Samuel Little in Verbindung gebracht.
Seine DNA war ursprünglich nach dem Angriff und versuchten Mord an einer anderen Frau in San Diego 1984 registriert worden. Nelson und Apodaka waren Sexarbeiterin, die Ende der 1980er Jahre in der Gegend von South Central in LA tätig waren, bevor Erdrosselung getötet wurden. Little hinterließ DNA auf Apodakas Körper in Form von Ejakulat.
Die Proben von Nelson stammten von Hautzellen, die unter ihren Fingernägeln gesammelt wurden. Mit Roberts war sich ziemlich sicher, dass sie einen Serienmörder identifiziert hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass das genetische Material jemand anderem als Samuel Little gehörte, lag bei zu 450 Trillionen. Aber das war immer noch kein eindeutiger Beweis.
Eine DNA Übereinstimmung bewies nur, dass der Verdächtige und das Opfer irgendwann körperlichen Kontakt hatten. Und da Nelson und Apodaka Sexarbeiterin waren, hatten sie zum Zeitpunkt ihres Todes wahrscheinlich mehrere DNA Profile an ihrem Körper. Die genetischen Beweise allein würden nicht ausreichen, um jemanden wegen Mordes zu verurteilen.
Also holte sich Roberts Verstärkung in Form eines Partners, Detektiv Rodrigo Amador. Amador war ein erfahrener Mordermittler, der dafür bekannt war, dass er bei rätselhaften Verbrechen nicht locker ließ. Und obwohl Amador wie Roberts sicher war, dass Samuel Little ihr Täter war, mussten sie ihn erst finden, um es zu beweisen.
Roberts durchforstete Littles Vorstrafenregister und bemerkte ein Reihe von Bagatellikten, die in Städten im ganzen Land begangen wurden. Sie erkannte, dass Little ständig umherzog. Er blieb nie lang an einem Ort. Die Wahrscheinlichkeit, dass er noch in LA war, tendierte gegen null. Um seinen aktuellen Aufenpalsort zu ermitteln, erstellten Roberts und Amador ein Dossier über Little.
Sie notierten seine Decknamen Samuel McDaniel, Samuel Mcdowell, Willy May Clifton, Willy Lewis. Dann durchkämten sie immer wieder Polizeiakten und zogen weitere Verhaftungen unter seinen angenommenen Namen hervor. Sie fanden Einträge in Texas, Lusiana, Florida, Ohio. Es schien kein Ort zu geben, an dem Little kein Verbrechen begangen hatte.
Er war wie ein Geist überall und nirgendwo zugleich. Während sich die Akten über Littles kriminelle Vergangenheit auf ihrem Schreibtisch stapelten, wurde Roberts immer wütender. Neben den typischen Ladendiebstahl und Einbruchsdelikten gab es Dutzende von Anschuldigungen und Verurteilungen wegen gewalttätiger sexueller Übergriffe, die über seine gesamte Akte verstreut waren.
Und dennoch war Little Jahrzehnte später immer noch auf freiem Fuß. Roberts wurde klar, dass Little nicht auf der Flucht war. um sich vor dem Gesetz zu verstecken. Er musste es einfach nicht. Das System erlaubte ihm jahrzehntelang vor aller Augen zu vergewaltigen und zu morden fast ohne Konsequenzen. Little hatte keinen festen Wohnsitz, kein auf seinen Namen zugelassenes Auto.
Roberts Vorgesetzter wollte ein Pfandungsplakat veröffentlichen, doch sie befürchtete, dass Little für immer verschwinden würde, wenn er herausfände, dass die Polizei nach ihm suchte. Doch gerade als sie die Hoffnung aufgeben wollte, fand Roberts eine Spur. Ein offener kalifornischer Haftbefehl wegen Drogendelikten gegen Little aus dem Jahre 2007.
Auch wenn sie 5 Jahre zu spät dran waren, war es immer noch die frischeste Spur, die sie hatten. Sie klammerten sich daran. Der Bezirksstaatsanwalt von La County stimmte zu, Little auszuliefern, aber die Abteilung war zu dünn besetzt, um Ressourcen für einen unbewiesenen Mordvoll aufzuwenden.
Wenn Roberts ihn zurück nach Kalifornien holen wollte, musste sie ihn selbst finden. Noch kurz darauf stieß die Abteilung für Raub und Tötungsdelikte des LPD auf einen unerwarteten Hinweis. Sie entdeckten, dass Lidl seine staatlichen Sozialversicherungszahlung über eine vorausbezahlte Walmart Karte erhielt. Als Roberts die Unterlagen der Karte überprüfte, stellte sie fest, dass diese zuletzt in einem Walmart in Louisville, Kentucky benutzt worden war.
Es war der Durchbruch, auf den sie monatelang gehofft hatten. Doch es gab ein Problem. Louisille lag weit außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Lapd. Also kontaktierten Roberts und ihr Partner die US Marshall Fugitive Task Force, eine Eliteeinheit der Bundespolizei, die sich auf die Verfolgung von Gewaltverbrechen über Staatsgrenzen hinweg spezialisiert hat.
Als Roberts anrief, wurde ein Team nach Kentucky entsandt. Im September 2012 spürten die Marshalls Little in der Waside Christian Mission auf, einer obdachlosen Unterkunft in Louisville. Sie befand sich in einem unscheinbaren roten Backsteingebäude, ein paar Blocks südlich des Ohio River. Um kein Risiko einzugehen, stürmten sie schwer bewaffnet die Unterkunft.
Doch das war nicht nötig. Im Inneren fanden die Marshalls heraus, daß ihr gewalttätiger Serienmörder ein wackeliger alter Mann war. Samuel Little, inzwischen 72 Jahre alt, war kränklich, übergewichtig und hatte Atembeschwerden. Er sah kaum aus wie jemand, der für den Tod von Dutzenden von Frauen verantwortlich war.
Doch objek. Little war noch immer ein Mörder und die Marshalls trafen alle Vorsichtsmaßnahmen, als sie ihn aus seiner Unterkunft eskortierten. Es war ein seltsames Bild. So viele schwer bewaffnete Beamte, die einen gefesselten und keuchenden alten Mann aus einer obdachlosen Unterkunft führten.
[räuspern] Doch obwohl Little nicht in der Verfassung war, sich zu wehren, gab er nicht auf. Ihn aufzuspüren war der einfache Teil gewesen. Ihn zum Reden zu bringen war eine ganz andere Sache. Nach seiner Auslieferung nach Kalifornien saß Little schweigend im Gefängnis. Er weigerte sich mit irgendjemandem zu sprechen. Little glaubte, dass er in wenigen Tagen wieder frei wäre, wenn er der Polizei keinen Anhaltspunkt lieferte, genau wie er es schon so oft vorher getan hatte.
Während Little auf seinen Prozess wegen des Drogendelikts in Kalifornien wartete, sammelte Roberts fieberhaft Beweise, um ihn wegen Mordes anzuklagen. Sie und Amador gaben wochenlang weitere Akten in das WCAP System ein, in der verzweifelten Hoffnung, eine Übereinstimmung zu finden. Roberts wusste, dass es noch mehr Frauen gab, die nur darauf warteten, entdeckt zu werden.
Alles was sie tun musste war sie zu finden und sie sollte recht behalten. Hier bei Serienkiller geht’s gleich weiter. Im November 2012, also 7 Monate, nachdem sie ihre Ermittlung gegen Samuel Little begonnen hatte, gab es einen weiteren Treffer. Littles DNA wurde am BH und an den Fingernägeln einer Frau namens Carol Elford gefunden. Genau wie Audrey Nelson und Guadalupe Apodaka war Carol 1987 in South Central LA erwirkt worden.
Es war genau der Durchbruch nach dem sie gesucht hatten. Die Tatsache, dass Littles DNA an den Körpern von drei Frauen gefunden wurde, die ims selben Jahr und im selben Teil von Los Angeles getötet wurden, war mehr als nur ein Indiz. Es war ein Beweis, den ein Richter und eine Jur nicht ignorieren konnten.
Es war ein Muster, eine Vorgehensweise. Endlich stimmte die Staatsanwältin von Los Angeles, Beth Silverman zu, Mordanklage gegen Samuel Little zu erheben. Roberts war erleichtert, doch sie wusste, dass ihre Arbeit noch lange nicht beendet war. Es reichte nicht aus, Little vor einen Richter zu bringen. Das war ja schon einmal geschehen und er hatte sich trotzdem aus den Fängen der Justiz gewunden.
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