Wahre Verbrechen I Mord im Fahrstuhl I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Mord im Fahrstuhl I True Crime Dokumentation
Auffinden von Toten ist immer schrecklich. Für Außenstehende natürlich schrecklicher als für äh Polizeibeamte, die an Anblicke gewöhnt sind, aber an Anblicke von toten Kindern gewöhnt man sich nie. Nicole war nicht da und keiner hat das Mädchen weggehen sehen. Keiner von ihren mit Schülern, also mitmusizierenden Schülern und auch niemand sonst in der Musikschule.
Ein Stückchen weiter mir rechts in Richtung Bäume lag die Kleine mit einem Schuh noch bekleidet in Rückenlager. Man konnte an dem Kinder oberflächliche Verletzungen feststellen, sehr schnell, dass es sich um Tüttungsdelikt handelte, sprich um Erstickungsdod. Der damalige Mordkommissionsleiter, kann ich mich erinnern, begann seine Einleitung bei der Besprechung.
Wir haben hier ein totes Kind. Wir hatten vor drei Jahren hier schon mal ein totes Kind und wir müssen den Täter jetzt zwingend fangen. Zwingend und zügig, damit nicht noch mehr Kinder sterben müssen. Da erinnere ich mich auch nach 30 Jahren noch, als wäre es heute gewesen. Die Polizeifotos dokumentieren den Fund einer Kinderleiche.
Es sind die besonders grausamen Momente für Ermittler wie Secret Kruenbaum von der Kripo Duisburg. Hier an dieser Stelle wird die Leiche eines Kindes gefunden. Hier beginnt Kommissarin Grusenbaum mit ihren Ermittlungen. In den Sträuchern hing die Jacke von dem Kind. In einem Bereich, in einem Areal, unter Unterholz ein Schuh.
Ein Stückchen weiter mir rechts in Richtung Bäume lag die Kleine mit einem Schuh noch bekleidet in Rückenlager. Wenige Stunden zuvor eine Musikschule in Neukirchen. Die elfjährige Nicole geht hier zum Unterricht. Doch an diesem Nachmittag, es ist der 2. Dezember 1989, kommt sie nicht nach Hause. Die Mutter hat natürlich erstmal abgewartet, bis der Ehemann nach Hause kam, der ja an der Musikschule selber unterrichtet.
Und als er dann ganz überrascht war, dass seine Tochter nicht zu Hause angekommen ist, hat man natürlich das gemacht, was alle Eltern machen. Die Freunde abtelefonieren, bei Freunden aus der Musikschule nachfragen und nachdem dann alles negativ verlaufen ist, haben sich die Eltern relativ zügig auch an die Polizei gewandt. Noch am Abend geht bei der Polizei in Mörs die vermissten Meldung ein.
Mehrere Beamte machen sich auf die Suche nach Nicole. In einem nah gelegenen Waldstück finden Polizisten das Fahrrad des Mädchens. Das hat natürlich die gesamte Polizei alarmiert, weil da konnte man von Anfang an schon davon ausgehen, dass mit dem Mädchen irgendwas passiert sein musste. Und tatsächlich in den frühen Morgenstunden findet ein Spaziergänger die Leiche von Nicole.
Kommissarin Secret Grusenbaum und ihre Kollegen werden sofort zum Fundort gerufen. Auffinden von Toten ist immer schrecklich. Für Außenstehende natürlich schrecklicher als für äh Polizeibeamte, die an Anblicke gewöhnt sind, aber an Anblicke von toten Kindern gewöhnt man sich nie. So ist es auch im Fall von Nicole. Doch Kommissarin Krusenbaum und ihrem Team bleibt nichts anderes übrig, als eine professionelle Haltung einzunehmen.
Die Ermittler beginnen sich auf die Spuren zu konzentrieren. Man konnte an dem Kind oberflächliche Verletzungen feststellen, sehr schnell, dass es sich um Tüttungsselikt handelte, sprich um Erstickungsdod. Da gibt’s eindeutige Anzeichen für und man hat leichte Abwehrverletzungen an den Händen gesehen und auch Schrabbwunden an den Unterarmen.
Kommissarin Kruenbaum und ihre Kollegen müssen jetzt weitere Ergebnisse der Obduktion abwarten. In der Zwischenzeit machen sie eine fürchterliche Entdeckung. Drei Jahre vor dem Mord an Nicole wurde ein anderes junges Mädchen tot aufgefunden, fast an der gleichen Stelle. Auch dieses Mädchen blond, blauäugig, gleiche Statur wie die Nicole ist damals, es war die die Martina, die umgebracht worden ist, das Paradoxe oder für uns auch alarmierende war, dass der Ablageort dieser Kinderleiche nur 60 m vom Ablageort von Nicole war, s dass man
fast davon ausgehen musste, dass hier ein und derselbe Täter agiert haben müsste. Die elfjährige Martina verschwindet im Jahr 1986. Auch sie wird wenig später ermordet aufgefunden. Damals finden die Spurensicher ein auffälliges Seil. Es ist das Seil, mit dem Martina erdrosselt wurde. Wir haben damals versucht, die Herkunft dieses Polypropylensalz äh rauszukriegen.
Das ist uns bis heute nicht gelungen, weil es unter Umständen Massenware sein konnte. Und daher konnten wir die Herkunft dieses Seiles, also die tatsächliche Herkunft, wo der Täter das Seiles hatte, nie ermitteln. Der Mord an der elfjährigen Martina kann nie aufgeklärt werden. Umso mehr stehen die Ermittler jetzt nach dem Mord an Nicole unter Druck.
Als dann aber die Nicole umgebracht wurde und in der Tatbegehung und auch im Opfertypus Ähnlichkeiten waren und auch der Ablageort ähnlich gewählt war, ist uns dann doch ganz anders geworden, weil man ab da äh damit rechnen musste, dass hier ein Serientäter am Werk ist. Der damalige Mordkommissionsleiter, kann ich mich erinnern, begann seine Einleitung bei der Besprechung.
Wir haben hier ein totes Kind. Wir hatten vor drei Jahren hier schon mal ein totes Kind und wir müssen den Täter jetzt zwingend fangen, zwingend und zügig, damit nicht noch mehr Kinder sterben müssen. Da erinnere ich mich auch nach 30 Jahren noch, als wäre es heute gewesen. Kommissarin Sigret Grusenbaum und ihre Kollegen rekonstruieren die letzten Stunden in Nicole Leben.
Wir haben in der Musikschule gefragt, wo sie gesehen worden ist. Niemand konnte was erzählen. Nicole war nicht da und keiner hat das Mädchen weggehen sehen. Keine von ihren mit Schülern, also mitmusizierenden Schülern und auch niemand sonst in der Musikschule. Obwohl niemand an der Musikschule etwas zum Verbleib von Nicole sagen kann, macht Kommissarin Grusenbaum hier dennoch eine wichtige Entdeckung.
Bei der Befragung des Hausmeisters fällt ihr etwas ins Auge. Aufgefallen ist direkt, als wir ankamen, ein Bchock Kombi vor der Tür. Ich wusste am in der Nacht davor hatte es geregnet. Es war sehr nass und sehr dreckig. Der Hausmeister hat mir dann erzählt, ich habe mit ihm gesprochen, er hätte der Mutter noch beim Suchen des Mädchens geholfen.
Er könnte aber keinerlei Hinweise geben, wo dieses Mädchen ist. Wie gesagt, mir war dieser bese Kombi vor der Tür aufgefallen, erstaunlich sauber gewaschen, obwohl er ja gesagt hatte, er wäre noch in der Nacht mit der Mutter rumgefahren, das Mädchen suchen. Für meine Begriffe hätte das Fahrzeug dann total dreckig sein müssen. Secret Krusenbaum kann sich nicht helfen, aber irgendwas an dem Mann kommt ihr verdächtig und seltsam vor.
Mir war der Mann komisch. SP guckte mich nicht an beim Sprechen. Er hatte einen angeborenen Sprachfehler. Das kam noch dazu. Er stotterte. Aber bei jeder Frage wich er meinen Blick aus. Er lief immer in andere Räume, zog wahllos Karteikästen auf, schob die wieder zu, ohne was rauszunehmen, schien total nervös und fahrig sodass mich das immens gestört hat, ohne dass ich aber sagen konnte, wieso mich das gestört hat.
Bei dem Hausmeister handelt es sich um den 30-jährigen Wilfried L. Hat er wirklich etwas mit Nicools Tod zu tun oder steigert sich die Kommissarin nur in ein Gefühl hinein? Die Kriminaltechniker schaffen konkrete Hinweise. Sie finden an Nicools Fahrrad Auffälligkeiten. An dem Rad waren eindeutige Beschädigungen.
Das Hinterrad war zerschnitten. Das war soweit zerschnitten, dass der äußere Reifen zerschnitten war und der Mantel innen drin auch ganz durch. So dass wir davon ausgegangen sind, dass dieses Fahrrad möglicherweise manipuliert worden ist vorher. Hat Nicols Mörder ihr Fahrrad manipuliert, damit das Mädchen nicht nach Hause fahren konnte? Ermittlerin Sigret Grusenbaum möchte das mit ihren Kollegen von der Polizei in MS besprechen.
Als sie die Polizeistation betritt, traut sie kaum ihren Augen. Hier, als wir das Haus hier betraten, ist genau am Treppenaufgang hier rechts hing ein Verhandlungsplakat, auf dem mit Phantombild nach einem Serienvergewaltiger gesucht wurde. Und dieses Bild sprang mir sofort ins Auge, weil ich hatte gerade den Hausmeister gesehen.
kam gerade von dem Hausmeister hier in dieses Polizeigebäude und ich habe zu meinem Kollegen gesagt, schau dir mal dieses Phantombild an. Das passt ja genau auf das Gesicht von dem Hausmeister. Doch auch wenn das Phantombild dem Hausmeister der Musikschule erschreckend ähnlich sieht, die Ermittler brauchen Fakten.
Auf dem Revier meldet sich eine Zeugin, die eine wichtige Beobachtung gemacht hat. Sie erzählte dann, dass sie an dem Nachmittag in der Musikschule war, hinter einem Pfeiler gestanden hat und auf ihren Sohn gewartet hat, den sie abholen wollte und beobachten konnte, wie die kleine Nicole vom Fahrradständer, vom Fahrradkeller oder vom Fahrradunterstand muss ich sagen, zurückkam in Richtung Musikschule zu dem Hausmeister ging, zu der äh Lobby von dem Hausmeister, mit dem Hausmeister sprach und mit dem Hausmeister zusammen die Musikschule verließt.
Aufgrund dieser Aussage vernimmt er mittlerin Grusenbaum Wilfried L. erneut. Er gibt zu, Nicools Fahrrad repariert zu haben, will aber mit dem Mord an dem Kind nichts zu tun haben. Doch noch während der Mann vernommen wird, lässt die Polizei die Tankstelle überprüfen, an der Hausmeister sein Auto gewaschen hat.
Dort machen die Ermittler in einem Mülleimer die entscheidende Entdeckung. Sie finden einen Haarreif, der genauso aussieht wie der, den Nicole am Tag ihres Verschwindens trug. Die Beweise sind erdrückend. Er hat das Kind ähm in einen Raum der Musikschule gelockt. Äh und in diesem Raum der Musikschule hat er sich an dem Kind vergangen.
Wie gesagt, der Vater als Professor arbeitete in dieser Musikschule und die Kleine hat gesagt, sie würde ihn an die Eltern verraten und das war der Grund für ihn äh das Kind umzubringen. wobei er letztendlich auch zugegeben hat, dass ihm das auch noch mal einen Kick gegeben hat, als er das Kind umbrachte. Wilfried L gesteht die Tat.
Er ist der Mörder der kleinen Nicole. Den Mord an der elfjährigen Martina 3 Jahre zuvor bestreitet er jedoch. Bis heute gilt dieser Fall als ungelöst. Vor dem Landgericht Klebewe wird Wilfried L. wegen Mordes angeklagt. Wilfried L. wurde vom Landgericht Klebe zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.
Das bedeutet, er hat erstmal keine Chance auf reinen Fuß zu kommen. Äh und wir hoffen auch, dass es tatsächlich so bleibt. Kommissarin Scret Krusenbaum hatte mit ihrer Intuition von Anfang an recht. Mit sorgfältiger Ermittlungsarbeit konnte sie den gefährlichen Täter schließlich überführen. Entweder sie wollen von zu Hause weg, Abenteuerlust oder es steckt wirklich was schwerwegendes darinter sprich eine Straftat, dass den was zugestoßen ist.
Die Leiche der Janine wurde sorgfältig untersucht und man hat dann im Prinzip neben der Fesselung mit Klebeband auch Paketklebeband im Gesichtsbereich der Chanin finden. Die Leiche wurde abgedeckt mit 30 Zweigen durch einen Jäger aufgefunden. Die Spurensuche vor Ort ergab, dass Sarina S durch mehrere Messerschiche tödlich verletzt wurde.
Das Besondere an diesem Gummiteil war, dass etwa 6000 Audi 100 dieser Baureihe zur Überprüfung anstanden. Die Berliner Kollegen sind im Prinzip unter die gezeigten Audis äh förmlich drunter gekrochen, um nach diesem fehlenden Gummiteil zu suchen. Sommer 1986. Im Umkreis von Berlin und Brandenburg beginnt eine rätselhafte Mordserie.
Immer wieder verschwinden Mädchen und werden später misshandelt und ermordet aufgefunden. Besonderes Kennzeichen. Sie werden gefesselt, unter anderem mit diesem Klebeband. ist hier ein Serienmörder am Werk. Die Mordserie sorgt für unruhende Bevölkerung. Kriminalhauptkommissar Andrej Leisner hat an der Aufklärung dieser Fälle gearbeitet.
Jahrelang sind er und seine Kollegen dem Mädchenkiller auf der Spur. Der Mordermittler hat sich im Laufe der Jahre eine dicke Haut zugelegt. Taten wie diese lassen ihn nicht kalt, doch er muss dabei professionell bleiben. Ich kann nicht mit jedem mitstaben. Das geht nicht. Das kann man nicht. Da geht man krachen, da dreht man frei und es gibt genügend junge Kollegen, die äh mit solchen Druck nicht fertig werden.
Auch dieser Fall wird auch den erfahrenen Kommissar Leistner an seine Belastungsgrenze bringen. Alles beginnt in Kleinmachno bei Berlin. Eine 17-jährige Schülerin ist mit dem Fahrrad unterwegs. Sie verschwindet und Tage später wird ihre geschändete Leiche auf einer naheene Müldeponie gefunden. Die Tat wird zunächst nicht aufgeklärt.
5 Jahre später. Die 15-jährige Sarina S ist mit ihrer ein Jahr älteren Freundin Janine mit dem Zug unterwegs von Berlin Marzahn in Richtung Riets Neuendorf. Hier am Bahnhof Brand steigen die beiden Mädchen aus, wollen eigentlich den Vater von Sarina besuchen, der in der Nähe in einem Gasthof arbeitet. Zunächst war ja bekannt, dass die Mädchen durch Freunde abgeholt werden sollten mit dem Moped.
Die Freunde verspäteten sich aber und als sie hier ankam war, waren die beiden Mädchen bereits weg und die ersten Ermittlungen beschränkten sich logischerweise auf hier am Standort Rundummittlungen, die aber kein Erfolg brachten. Sarina und Janine sind wie vom Erdboden verschluckt. Einzig und allein eine ältere Dame erinnert sich an die beiden.
Doch wohin oder mit wem sie mitgegangen sind, weiß auch sie nicht. Der erfahrene Kriminalist Leistner weiß, wenn Teenager verschwinden, gibt es viele Möglichkeiten, was passiert sein könnte. Entweder sie wollen von zu Hause weg, Abenteuerlust oder es steckt wirklich was schwerwegenderes dahinter sprich eine Straftat, dass denen was zugestoßen ist.
Drei Tage vergehen und die Sorge um die beiden Freundinnen wächst und dann vier Tage später wird die Leiche von Janin von Spaziergängern in einem nahe gelegenen Waldstück entdeckt. Ihr Körper ist nackt und gefesselt. Es handelt sich eindeutig um einen Tötungsdelikt. Durch die Kriminalpolizei wurden sofort die Ermittlung aufgenommen und der Bereich des Fundortes wurde durch Kriminaltechnik weiträumig abgesucht und natürlich auch die Leiche der Jannen wurde äh sorgfältig untersucht.
Äh und man hat dann im Prinzip neben der Fesselung mit Klebeband auch Paketklebeband im Gesichtsbereich der Janin finden und sichern. Die 16-jährige Janine wurde erdrosselt. Das Paketklebeband, mit dem sie gefesselt und auch ihr Gesicht beklebt war, ist ein erster wichtiger Spurenträger. Man hat dann äh auf dem Paketlebeband äh aus dem Gesichtsbereich eine daktykskopische Spur, sprich ein Fingerabdruck sichern können.
Doch der Fingerabdruck ist nicht in der Polizeidatenbank gespeichert. Weiterhin finden die Ermittler einen Ohrring des Opfers und Autoreifenspuren. Okay, so machen wir das. Okay, danke. Aber all das bringt Leistner und sein Team nicht weiter und vor allem die Befürchtung, dass auch Sarina ermordet wurde. 7 Tage später wird der Mordermittler in dieses Faldstück gerufen.
Die schlimmsten Befürchtungen bestätigen sich. Hier liegt die nackte Leiche der 15-jährigen Sarina. Die Leiche wurde abgedeckt mit 30 Zweigen durch einen Jäger aufgefunden. Die Spurensuche vor Ort ergab, dass Sarina S durch mehrere Messerschiche tödlich verletzt wurde. Aber die Ermittler können bei der akribischen Absuche des Fundortes noch eine Entdeckung machen.
Sie finden diese kleine Gummikappe. Doch was ist das genau? Leer ermittelt, dass es sich um ein Kfzteil eines Audis handelt. Diese sogenannte Gummitülle äh diente als Schwellerentlüfter dieser Audi 100 der Baureihe 1982 bis 1984 und war im Prinzip an der Unterseite des Schwellers eingesteckt, um ansammelndes Wasser abfließen zu lassen.
Hat Kriminalhauptkommissar Leistner nun endlich eine heiße Spur? Das Besondere an diesem äh Gummiteil war, dass zu diesem Zeitpunkt im Bereich Berlin und Kotbus, wo wir den Täter vermuteten, äh etwa 6000 Audi 100 dieser Baureihe äh zur Überprüfung anstanden. Sage und schreibe 6000 Autos, die überprüft werden müssen.
Eine echte Herkules Aufgabe für Leistner und die Ermittler. Zu welchem der Fahrzeuge gehört das Gummiteil? Die Berliner Kollegen haben dann im Prinzip durch Aufsuchen der Fahrzeughalter äh die Liste abgearbeitet und äh sind im Prinzip unter die gezeigten Audis äh förmlich drunter gekrochen, um nach diesem fehlenden Gummiteil zu suchen.
Und dann bei der Überprüfung des Wagens 248 auf der Liste stoßen die Beamten auf dieses Fahrzeug, bei dem tatsächlich die Gummikappe fehlt. Ein Vietnamese hatte nur wenige Wochen zuvor den Wagen gekauft, allerdings nach den Morden. Wer war also der Vorbesitzer? Immerhin der Wagen trägt den Aufkleber Uw. Durch den Verkauf des Audis an diesen ausländischen Mitbürger wurde uns dann aber auch bekannt äh wer der Verkäufer dieses Audis war.
Und zwar war das dann letztendlich UW. Der 31-jährige lebt in Berlin, ist sogar ein angehender Justizbeamter. Ursprünglich stammt er aus der Gegend um die Leichenfundorte. Er ist jetzt dringend tatverdächtig und so werden seine Fingerabdrücke überprüft. Man hat ihn mit zur Dienststelle genommen und Vergleichsfingerabdrücke genommen, die dann sofort überprüft wurden und es ergab sich ein Treffer zu der Fingerabdruckspur von Janine G.
Sein Fingerabdruck findet sich auf dem Paketklebeband von Janins Leiche. Mit diesen Spuren konfrontiert behauptet UW, er habe Janine im Wald gefunden, dachte er könne ihr helfen und habe deshalb das Paketlebeband von ihrem Gesicht gezogen. So sei sein Fingerabdruck entstanden. Als er merkte, dass sie tot war, habe er das Klebeband wieder auf ihr Gesicht geklebt und sein Panik weggelaufen.
Der erfahrene Mordermittler Leisner glaubt ihm diese Version nicht. Hätte man das abgemacht, dann sieht man sehr deutlich die Rückstände der Schminke und beim Neu aufbringen wäre das nie möglich geesen, das genau in die gleiche Position zu bringen. Die Schminkrückstände auf dem Originalklebeband zeigen aber, dass es nicht abgelöst und wieder aufgeklebt worden sein kann.
Die Indizien gegen UW sind erdrückend. Die Reifenspuren stimmen überein, der Fingerabdruck auf dem Klebeband, das fehlende Gummiteil an seinem Auto. Dank der kriminalistischen Arbeit von Leisner und seinem Team wird UW vom Landgericht Korpus wegen Mordes in zwei Fällen angeklagt. UW hat sich in keinster Weise zu irgendwelchen Tatvorwurfen geäußert.
Das Gericht verurteilt UW im Januar 1994 3 Jahre nach den Taten wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe. Die Tatsache, dass er wegen Doppelmordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde, lässt natürlich Spekulationen zu, inwi weit er vielleicht noch für andere Haltungsverbrechen in Frage kommt, aber das ist spekulativ und äh ich bin ein Mann von Tatsachen.
Und weitere Tatsachen treten 9 Jahre später zutage. Ein erneuter DNA Abgleich beweist, UBW hat auch die 17-jährige Schülerin aus Klein Machno im Jahr 1986 ermordet. Er ist ein Serienkiller und wird erneut verurteilt. Dank Ermittler Andrej Leisner und seinen Kollegen können Taten wie diese auch Jahre später noch aufgeklärt werden.
Äh gravierende daran war, dass äh sie zwei Frauen gemeldet hatten, die äh an dem Tag ä Steinburch unterwegs waren und äh laute Hilferuf gehört hatten. haben sogar gesehen, dass eine nackte Person sich im Wald bewegt und haben dann einen Jogger angesprochen und dieser Jogger habe dann zu ihn gesagt: “Okay, fast nach Dienstag, das sind spielende Kinder.
” Etwa 20 m weg vom Weg äh Lucky Bgitar hier im Welt. Hier war damals eine Futtertonne, die jetzt nicht mehr da ist. Äh ja, sie lag hier beuchlings in ihrem eigenen Blut. Ja, das ist immer wieder aufs neue Herausforderung und darf nicht zur Routine werden. Tatort eines Verbrechens. Eine nackte Frauenleiche wird gefunden.
Sie ist nur mit Schuhen und Strümpfen bekleidet. Ein Ehepaar geht hier im Steinbruch von Nussloch am Ascher Mittwoch 1992 spazieren und alarmiert umgehend die Polizei. Ludwig Hilger wird in dem Fall ermitteln, der ihn emotional fast an seine Grenzen bringen wird. Er macht sich an diesem Feiertag sofort auf den Weg zum Steinbruch.
Die Informationen waren die, dass Spaziergänger der weibliche Leiche gefunden hatten, die nackt mit schwersten Schätelverletzungen in einem kleinen Welt im Steinbruch von Dusloch lag. Zunächst mal waren schon zwei Kollegen der Schutzpolizei, zwei Kollegen der Generalpolizei aus der Stille Wisloch vor Ort und äh ich bin mit vier Kollegen zusammen, also mit zwei Fahrzeugen äh zum Steinbrunloch gefahren von Heidelberg aus.
Die Polizei sperrt den Leichenfundort und die Umgebung ab. Allerdings gestalten sich die ersten Ermittlungen schwierig. Es war besonders daran, dass die äh Leiche nackt war, trug aber noch Schuhe und Strümpfe. Äh Kleidung der Leiche konnten wir keine finden. Äh auch nach Absuche des weiteren Bereichs äh konnten wir die Le die Kleidung nicht finden.
Das war das erste Aufwige. Eine Sonderkommission wird gegründet. Die Polizisten ziehen in die Räume der örtlichen Feuerwehr ein. Hier entsteht ihr Stützpunkt. Dann erhält Ludwig Hilger eine wichtige Information. Relativ schnell hat sich ein Kollege gemeldet, äh der einen vermissten Fall äh bearbeitet, ein Kollege vom deutigen Polizeiposten.
Und die Vermisstanzeige war bereits in der Nacht zuvor erstattet worden und zwar vom Arbeitgeber bzw. Kollegen. Sie war examinierte Krankenschwester und hätte Nachtdienst gehabt in einer Klinik in Heidelberg. äh und war zum Nachtdienstlich eingetreten. Bei der Vermissten handelt es sich um die 27-jährige Birgit H.
Sie wird als die Tote im Steinbruch identifiziert. Birgit H wurde erschlagen. Hilger und sein Team müssen jetzt mehr über die Lebensumstände der Frau herausfinden. Ermitteln in ihrem Umfeld. Ihr Gitar war examinierte Krankenschwester, sehr beliebt äh an der Klinik, an der sie arbeitete. Äh hatte relativ wenige soziale Kontakte, keinen festen Freund, äh war sehr naturverbunden, ging gerne spazieren und äh war bekannt, dass ich auch bei ihren Spaziergangen sehr gerne Musik hörte.
Die wenigen sozialen Kontakte von Birgit werden überprüft, ergeben aber keinen ersten Tatverdacht. Ermittler Lutwig Hilger spekuliert deshalb, ob sie ein Zufallsopfer geworden ist. Vorerst muss er die letzten Stunden in Birgits Leben rekonstruieren. Wir wussten dann zunächst mal, dass Birgitar an dem Vormittag zu Hause war.
Es war ja der Faschingsdienstag. Äh, dass sie eine Stunde lang etwa bis 13:45 Uhr mit ihrem Auto unterwegs war. Wo sie war, konnten wir nicht ermitteln. äh und hat hat sich dann bis 14 Uhr den äh Faschingsumzug angeschaut und danach zu Fuß das Haus verlassen. Das waren die ersten Erkenntnisse. Die Polizei geht mit diesen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit.
Daraufhin melden sich Zeugen, die Birgit an jenem dritten März hier im Steinbruch gesehen haben. Sie hatte dort einen Drachen steigen lassen. äh gravierende daran war auch und äh deswegen ist auch dieser Fall für mich keiner kein gewöhnlicher oder kein Ortfall äh der herkömmlichen Art, dass äh zwei Frauen gemeldet hatten, die äh an dem Tag im Steinbuch unterwegs waren und äh lauter Hilferuf gehört hatten.
haben sogar gesehen, dass eine nackte Person sich im Wald bewegt und haben dann einen Jogger, der zum gleichen Zeitpunkt dort unterwegs war, angesprochen und dieser Jogger habe dann zu ihn gesagt: “Okay, fast Dienstag, das sind spielende Kinder, die machen Fastnachtscherz, was dann alle drei verander hat weiterzulaufen.
” Äh, sie haben die Tat gehört. Birgit H. Könnte vielleicht noch leben, hätten die Zeugen auf die Hilferufe anders reagiert. Heger will den Mord an ihr unbedingt aufklären, hat aber bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Anhaltspunkte auf einen Täter. Der Ermittler stellt jetzt eine Anfrage an die nahgelegene psychiatrische Einrichtung.
In deren forensischer Klinik sind unter anderem gefährliche Straftäter untergebracht. Das psychiatrische Zentrum Lautbaden äh war sehr kooperativ, hat uns sofort auf Anfragen ein eine Liste mit denjenigen äh zusammengestellt, die nach Strafgesetzbuch und UBG Unterbringungsgesetz äh und dort untergebracht waren und die an diesem Tag Freigang hatten.
Der Leiter der forensischen Abteilung dort hat uns auch explizit auf zwei Patienten aufmerksam gemacht, äh die eher von der Vorgeschichte der Straftaten, die sie begangen hatten, äh durchaus für ein potenzielle Täter halt hielt. Beide Freigänger werden nach ihrem Tagesablauf am Tattag gefragt. Sie stehen Rede und Antwort.
Einer von ihnen ist Joachim W. war überhaupt nicht nervös. Äh er äh erzählte aus freien Stücken. Er redete auch sehr gerne äh über sich und sein Leben. Äh aber mit der Tat wollte er nichts zu tun haben. Das bestritt er wehementend. Von beiden Männern wird jetzt die Kleidung genaustens untersucht. Auch das Fahrrad, mit dem Joachimwe unterwegs war, wird unter die Lupe genommen.
Was mir gut in Erinnerung geblieben ist, war hier an der Heizung stand das Fahrrades Jahim W, das wir am 7.03 dritten beschlagnamend hatten und äh kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, als der Kollege, der das Fahrrad gebracht hatte, äh sich das anschaute und sagte: “Am Sattel ist Blut.” Die Ermittler entdecken nicht nur Blut am Sattel des Fahrrads, sondern auch am Schutzblech.
Außerdem finden sie Blut an den Schuhen von Joachimwe und es melden sich Zeugen, die ihn im Bereich des Steinbruchs gesehen haben. Doch der wegen versuchter Tötung vorbestrafte Mann leugnet, trotz der erdrückenden Indizien. Ludwig Hilger ist ein erfahrener Vernehmer und hat seine eigene Strategie, einen Tatverdächtigen zum Reden zu bringen.
Ich muss zwar dem äh Täter oder Beschuldigen gegenüber äh zeigen, dass ich für für ihn Verständnis habe, aber das war in dem Fall und ich habe es auch getan, aber das war in dem Fall gelogen. Ich hab gespürt äh dass es ein Mensch war, der wie er selbst sagte körperliche Wärme und Zuneigung nie erlebt hat.
Ich habe ihn in den Arm genommen, habe gesagt, mir kann es erzählen. Und dann hat er es erzählt. Joachim Weg gesteht dem Ermittler, wie die Tat genau ablief. Zuerst beobachtet er Birgit beim Drachensteigen, dann spricht er sie an und sagt ihr, dass er Sex mit ihr haben will. Aus Angst befolgt sie seine Anweisungen. Ich habe dann sie aufgefordert, sich auszuziehen und diese Aufforderung wäre sie dann auch äh ohne Gegenwer nachgekommen, hätte sich ausgezogen.
Er berichtet, dass sie die Strümpfe angelassen hätte und dann die Schuhe wieder angezogen hätte. So, aber den Rest der Kleidung hätte sie abgelegt. Noch bevor er so seine Worte äh dazu kam. jetzt zu sagen, dass sie sich auf den Waldboden legen soll, sein dann diese Spaziergängerinnen gekommen und äh wir gehit habe Hilfe gerufen und äh um diese Hilferufe zu erstiegen, hätte er dann sie zunächst gewürkt.
Ihr sei es aber gelungen, äh die Hand wegzuschlagen und dann hätte er einen Ast genommen und sie schlagen. Nach seinem Geständnis führt Joachimwe die Ermittler im Wald zu einem Fuchsbau. Dort hat er Birgits Kleidung und den Drachen versteckt. Joachim We wird wegen Mordes zu 13 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.
Im Gefängnis schreibt er ein Buch über sein Leben und seine Straftaten, bevor er in der Haft stirbt. Im Buch beschreibt er auch den Mord an Birget. Kommissar Hilger ist darüber noch heute empört. Soweit ich informiert bin, äh wollte er offenbar sich als Opfer in diesem dieser Biografie darstellen und nicht als Täter.
Das Schicksal von Birgit H. und ihr sinnloser Tod berühren Ludwig Hilger noch heute. Dann hat sie gesehen, dass die Geschädigte Beuchlings im Bett liegt, ein paar Kissen auf ihrem Kopf und die hat natürlich dann gefragt: “Oh Gott, was ist hier passiert?” Die Frau, die im Schlafzimmer anwesend war, hat gesagt, die schläft nur und ist dann aus der Wohnung geflüchtet.
Man hat dann recht schnell festgestellt, dass es natürlich kein das kein natürlicher Tod war, sondern dass die Frau D offensichtlich ja durch die Kissen erstickt worden ist. Also es war laut Obduktion so ein sogenanntes weiches Ersticken hat wohl stattgefunden. Das Abkleb der Leiche dient dazu, dass man alle äh alle Mikrospuren, die sich so auf der Leiche, auf der Kleidung, auf der Haut befinden, sichert.
Und zwar der hat die Klebefolie Methode den Vorteil, dass eben alles, was an Mikrospuren da lose aufliegt durch das Abkleben auf die Klebefolie übergeht. Wir können den Narspuren finden. Den Arspuren kann man ja sehr gut zuordnen. Wir können Faserspuren finden, die uns Hinweise auf Täterkleidung geben oder sonstige bei der Tat verwendete möglicherweise textile Gegenstände.
Man kann Haare finden, man kann Tierhaare finden. Also, gibt’s viele Möglichkeiten. Am 22. Januar 2021 wird in Frankfurtsachsenhausen die Leiche der 100 Jahre alten Maria D entdeckt. Die Seniorin liegt regungslos in ihrem Bett, als ihre Pflegerin vom Einkaufen zurückkommen. Angelika Schwetz vom Häserischen Landeskriminalamt gehört damals zum Ermittlerteam.
Sie ist Expertin für Faserspuren und war schon an der Klärung zahlreicher Tötungsdelikte beteiligt. Schwetz kann sich noch gut an die Ereignisse erinnern, die sich in der Altbauwohnung am Mainufer abgespielt haben. An dem Morgen des 22. Januar ist ähm die Pflegerin der Geschädigten morgens her früh bei ihr gewesen.
Hat sie gebadet, hat ihr Frühstück gemacht und ist dann weggegangen, um eine weitere Kundin zu versorgen, eine weitere Patientin zu versorgen und wollte noch einkaufen gehen. Als sie gegen 11 Uhr in die Wohnung der Geschädigten zurückkehrte, hörte sie Geräusche im Schlafzimmer, wo auch die Frau D. sich befunden hat zu dem Zeitpunkt.
Die Zeugin geht ins Schlafzimmer und überrascht eine fremde weibliche Person, die am Schreibtisch dort äh Unterlagen durchwühlt. Die äh Geschädigte lag zu dem Zeitpunkt ähm auf dem Bett, ein paar Kissen auf ihr drauf und die Zeugin ganz aufgeregt natürlich, oh Gott, was ist hier passiert? Was ist mit ihr? Die äh ja, die Unbekannte sagt, die schläft nur und flüchtet daraufhin aus der Wohnung.
An der Wohnungstür kommt es noch zu einem kurzen Gerangel zwischen der Pflegerin und der unbekannten Frau. Doch die kann sich losreißen und unerkannt entkommen. Als die Polizei in der Wohnung des Opfers eintrifft, wird klar: Die Hundertjährige Maria D wurde Opfer eines brutalen Verbrechens. Man hat dann recht schnell festgestellt, dass es natürlich kein kein natürlicher Tod war.
sondern dass die Frau D offensichtlich ja durch die Kissen erstickt worden ist. Also es war laut äh Obduktion so ein sogenanntes weiches Ersticken hat wohl stattgefunden und ja Glas war von Fremdverschulden auszugehen und ähm ja die Zeugin hat dann die Unbekannte, die sie gesehen hat, die natürlich im hohen Maße tatverdächtig war, auch beschrieben.
Hat sie beschrieben mit äh ja etwa 30 Jahre alt, blonde Haare, eine Bömmelmütze, rosa Shirt, weiße Weste, schwarze Hosen. Mehr hat sie nicht sagen können. Und äh ja, das waren dann die Informationen, die die Polizei zu dem Zeitpunkt hatte. Aufbruchspuren an der Wohnungstür werden nicht gefunden. Und da das Opfer Bettlegericht war und die Tür nicht selbst hätte öffnen können, gehen die Ermittler davon aus, dass die Täterin einen Schlüssel zur Wohnung hatte.
Genau. Es gab keine Aufbruchsporen sodass man davon ausgehen konnte, dass ja die Person, die da sich Zutritt verschafft hat, über einen Schlüssel verfügt hat und ähm da die Geschädigte halt von mehreren Pflegediensten ähm ja versorgt worden war die letzten Monate und Jahre wohl, ja, war man halt schnell recht schnell.
Ja, hatte dann mal den Verdacht auf ja Mitarbeiter von Pflegediensten gerichtet, also weibliche Person mit Zutritt zur Wohnung und ja, der die Verdachtsmomente gingen dann halt recht schnell in die Richtung Mitarbeiterpflegedienst. Am Tatort kann die Spurensicherung zunächst nichts Auffälliges entdecken. Die Täterin hat nichts hinterlassen, was die Ermittler auf ihre Spur bringen könnte.
Deshalb werden sehr schnell die Experten des häserischen Landeskriminalamts eingeschaltet. und weil am Tatort keine fremde DNA gefunden wird, hofft die Mordkommission, auf die Textilexpertin und auf Faserspuren der Täterbekleidung. Der Tatort war ja eine Wohnung, eine größere Wohnung, meh mehrere Zimmer, wobei der direkte Tatort, der eigentliche Tatort war das Schlafzimmer, wo ja die Geschädigte in ihrem Bett tot aufgefunden worden ist.
Äh wie üblich solchen Fällen wurde die Leiche erstmal abgeklebt. Das heißt also, die komplette Leiche wurde mit Klebefolien bedeckt. Klebefolien wurden durchnummeriert. Äh das dient der Sicherung von Mikrospuren, also Faserspuren, DNA Spuren. Dann wurden die äh Gegenstände, die sich im Bett befunden haben, gesichert. Im Rahmen der Obduktion wurde auch die Opferkleidung gesichert.
Also, wir haben ja eine ganze Menge an Untersuchungsmaterialien gehabt, wo eben nach tatrelevanten Spuren dann zu suchen war. Bei der Suche nach Fasern, die die Täterin hinterlassen haben könnte, gehen die Spezialisten des Landeskriminalamts systematisch vor. Sie wissen, dass Maria D in ihrem Bett erstickt wurde. Deshalb beginnen Sie genau dort mit der Suche.
Also grundsätzlich Priorität haben immer die die Folien von der nackten Haut. Wenn wir Folien von der nackten Haut haben, wissen wir, dass die Faserspuren oder Spuren grundsätzlich, die auf der nackten Haut gefunden werden, natürlich nicht lange da sein können. Also die Spuren auf der nackten Haut sind die, die nach dem letzten Waschen üblicherweise angetragen werden.
Also diese Folien von der nackten Haut haben für uns grundsätzlich Priorität und in dem Fall natürlich alles, was aus dem Bereich des Oberkörpers war, wo eben tatbezogen ein Kontakt stattgefunden haben musste. Wir wussten ja auch, dass die Auffindesituation der Geschädigten derart war, dass Kissen auf ihrem Kopf lagen lagen.
Also die geschädigte hätte Bäuchlings im Bett gelegen und es lagen wohl drei oder vier Kissen auf ihrem Kopf. Also wussten wir die Täterin, man ist ja davon ausgegangen, dass diese Frau war, die Täterin muss also irgendwie diese Kissen auf ihr Kopf gelegt haben. Das heißt also für uns Priorität hatten zum einen die nackte Haut, die Oberbekleidung der Geschädigten und eben auch diese Kissen.
In den Hochsicherheitslaboren des Hessischen Landeskriminalamts suchen die Experten Millimeter für Millimeter auf den Folien nach Täterspuren. Sisifusarbeit. Doch am Ende werden Schwetz und ihr Team tatsächlich fündig. Vier fremde Faserspuren können an den Kissen und auf der nackten Haut der Leiche gesichert werden.
Eine blaue Faser, die zu einer Arbeitshose gehören könnte, eine Acrylfaser, die vermutlich von einem Schal stammt, eine Viskosefaser, wie sie in Schmucksäckchen vorkommt und eine Baumwollfaser, die zu einem T-Shirt mit schwarzem Aufdruck gehören könnte. Doch stammen die Fasern tatsächlich von der Täterin? Wenn ich Faserspuren am Opfer habe, muss ich natürlich gucken, stammen die vielleicht vom Opfer selbst.
Ist ja nahliegend, dass das, was an der Haut und an der Gleidung und im Bett vom Opfer gefunden wird, aus dem Haushalt des Opfers selbst stammt. Das heißt, also wir sind mit der Kripo vor Ort gefahren, haben uns in der Wohnung des Opfers umgeschaut, haben geschaut, was ist da für Gleidung, was hat die geschädigte Vergleidung dahingen, ist das möglicherweise der Spurengeber? Dann haben wir gesagt geschaut, ähm da gibt’s ja ein Wohnzimmer, es gab ein Esszimmer, was für Fasern kommen da auf den Stühlen vor. haben uns im Schlafzimmer auch noch
mal umgeschaut, gibt’s da noch irgendwas äh was auffällt bzw. was als Spurengeber in Frage kommen? Und das haben wir alles abgeprüft. Das waren natürlich sehr intensive, sehr aufwendige Nachforschungen und Untersuchungen, aber im Endeffekt hat sich dabei herausgestellt, diese Fasertypen, die uns da aufgefallen waren, kamen im Haushalt des Opfers nicht vor.
Die Fasern hat also vermutlich die Täterin während des Mordes verloren. Doch anders als bei einer DNA-Spur, die in der Datenbank des Bundeskriminalamts mit registrierten Straftätern abgeglichen werden kann, brauchen die Faserspezialisten, den mutmaßlichen Täter oder die mutmaßliche Täterin, um gefundene Spuren mit der entsprechenden Kleidung vergleichen zu können.
Genau das passiert bereits wenige Tage nach dem Verbrechen. Die Polizei hat eine ehemalige Pflegerin ermittelt, auf die die Beschreibung der unbekannten Täterin passt. Es handelt sich um Pegie A, eine 41-jährige Frau, die bis vor kurzem mit der Pflege von Maria D. Doch die Frau streitet alles ab. Alle Hoffnung ruht nun auf Angelika Schwz.
Irgendwann sind wir dann informiert worden, dass es eine beschuldigte Person gibt oder eine tatverdächtige Person, die der Tat beschuldigt wird. Und ähm es gab auch ein Haftbefehl für diese Person und ähm die Kollegen vom K1 haben uns dann gebeten, dass wir mit äh vor Ort kommen in die Wohnung der Beschuldigten, um eben nach Faserspuren zu gucken.
Die Idee war natürlich, finden wir Tatkleidung zum einen und die Idee war auch, dass wir bei der Gelegenheit so das Faserumfeld in dieser Wohnung noch mal überprüfen, um zu schauen, welche Faserspuren kommen eben im Umfeld der Beschuldigten vor. Und tatsächlich, die Textilspezialisten finden einen passenden Schal und eine Arbeitshose, die zu den Faserspuren in der Opferwohnung passen.
Zur Viskose Faser aber und zur Faser des T-Shirts mit schwarzem Aufdruck finden Sie keine passenden Kleidungsstücke. Doch so schnell geben die Spezialisten nicht auf, denn sogar ohne Kleidungsstücke können sie herausfinden, ob ein solches T-Shirt irgendwann einmal in der Wohnung der Beschuldigten war.
Dazu gibt’s mehrere Möglichkeiten. Man kann Möbelstücke abkleben. Das heißt also irgendwelche Örtlichkeiten, wo sich die Bewohner sehr häufig aufhalten. Das ist der Couch vom Fernseher in der Regel. Das sind irgendwelche Stühle am Esstisch. Das können auch ähm wir können auch Schrank Schränke ihnen abkleben, wo sagen, okay, wenn das der Gegenstand da mal aufbewahrt worden ist, können wir da auch noch Spuren finden.
Das heißt, also wir haben schon mehrere Möglichkeiten nach Spuren eines Kleidungsstücks zu suchen, welches sich jetzt zum jetzt nicht mehr in dem Haushalt befindet. Die Experten des Landeskriminalamts finden die Fasern des T-Shirts tatsächlich, beispielsweise auf der Couch. Und auch die Fasern des Schmucksäckchens werden gefunden.
Ein Schmucksäckchen, das möglicherweise dem Opfer gehörte und von Peggy A nach der Tat mit in ihre Wohnung genommen wurde. Die Schlinge um die mutmaßliche Täterin zieht sich langsam zu. Textilien sind ja sehr vielfältig am Markt. Das heiß gibt’s in ganz vielen Farb und Modell und Materialvarianten und dann zeigt uns im Prinzip die Erfahrung, dass diese dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich vier Fasertypen zufällig irgendwo finde, die woanders auch zufällig finde, diese Wahrscheinlichkeit ist ist verschwinden gering. Dazu ist die Vielfalt einfach zu
groß, dass das schon ein sehr starkes Indiz ist, wenn ich tatsächlich vier unterschiedliche Fasertypen habe, die ich zum im einem Haushalt habe und im anderen Haushalt auch noch. Alle vier Fasern vom Tatort werden auch in der Wohnung der Beschuldigten gefunden. Doch es kommt noch besser. Direkt nach dem Verbrechen hatte die Polizei Kameraufnahmen ausgewertet, die rund um den Tatort zu finden sind.
Auf den Bildern der Überwachungskamera einer U-Bahnstation werden sie tatsächlich fündig. Hier ist Pegy A zu sehen. Minuten nach der Tat. Auf den Fotos von der O-Bahn haben wir gesehen, dass eine dunkle Winterjacke mit großen Fellkragen getragen worden ist. Wir haben gesehen, welche Schuhe sie trägt, welche Hose sie trägt.
Also eine dunkle Hose und dunkle Schuhe, eine dunkle Mütze. Und was auch sehr interessant war, sie hat eine Handtasche bei sich gehabt, die auch sehr auffallend war. Eine schwarze Handtasche mit zum Teil golden Kettenriemen. Und mit diesem Wissen ist man natürlich in der Wohnung noch mal schauen gegangen, finden wir diese fraglichen Kleidungsstücke in der Wohnung.
Es war so, dass wir die Jacke nicht gefunden haben. Es gab zwei andere Jacken der Beschuldigten, die allerdings nicht zu den Aufnahmen von der U-Bahn gepasst haben, sodass wir sagen konnten, das ist auf keinen Fall die Kleidung vom Tattag. Äh, die Mütze konnten wir nicht finden, die Schuh konnten man nicht finden.
Allerdings ist in ihrer Wohnung die Handtasche in der Küche aufgefunden worden, welche der Handtasche vom Tattag dann doch sehr ähnlich sah, sodass man davon ausgehen konnte, dass es die Handtasche, die die Beschuldigte am Tattag mit sich geführt hat. Im Endeffekt war das ja das einzige, wo wir sicher sagen konnten, das ist das, was sie an dem Tag dabei hatte.
Alles andere war mit der gewissen Unsicherheit behaftet oder wir hatten es überhaupt nicht. So, dass wir gesagt haben, okay, wir schauen noch mal in der Tasche innen, ob wir da die Fasern, die wir ja wussten, von denen wir ja wussten, dass sie eine gewisse Relevanz haben, ob wir diese Fasern auch in dieser Handtasche finden.
Ja, wir haben dann Folienabzüge der Handtasche innen angefertigt, haben die untersucht und haben tatsächlich alle vier relevanten Fasersorten zum Teil in größerer Anzahl in dieser Handtasche aufgefunden. Die Experten sind sich jetzt sicher, die Fasern, die am Opfer gefunden worden waren, stammen von PGA. Die 41-jährige wird angeklagt und auch die Richter sind vom Gutachten der Expertin Angelika Schwz überzeugt.
Die Fasern in dieser Kombination beweisen, dass Peggy A zur Tatzeit am Tatort war und dass die ehemalige Pflegerin die Mörderin sein muss. Bei so einer Verhandlung wird natürlich das wird natürlich die komplette Indizienlage auch die Ermittlung der Polizei w natürlich mit berücksichtigt. Äh, da gab es natürlich neben den Faserspuren ein paar andere Verdachtsmomente, das ist ganz klar, zur fraglichen Zeit am fraglichen Ort.
Diese ganzen Geschichten sind natürlich auch überprüft worden. Und im Endeffekt hat das Gericht auch sich sehr intensiv äh mit dem Gedanken oder mit der Fragestellung befasst. Äh können wir wirklich ausschließen, dass diese Spur nicht von Monaten vorher sind? Es wurde also auch nachgefragt, auch Überzeugenbefragungen, wie war die Situation, wie oft wurde gewaschen, äh wer hat die Bettwäsche gewaschen und diese ganzen Geschichten.
Das hat das Gericht also sehr umfangreich geprüft und ist schließlich zu dem Schluss gekommen, ja, die beschuldigte ist es gewesen, also die Angeklagte ist schuldig zu sprechen und die wurde dann auch letztendlich zu lebenslangehaft verurteilt. Die Richter sind überzeugt davon, dass PGA als ehemalige Pflegerin des Opfers wusste, dass in der Wohnung etwas zu holen ist.
Mit einem Schlüssel, den sie vermutlich selbst nachgemacht hatte, geht sie in das Haus des Opfers. Sie erstickt die Frau mit Kissen und durchwühlt die Schränke. Dabei wird sie überrascht und flüchtet. Angelika Schwz und ihr Team klären den Fall unter dem Mikroskop. Winzige Fasern überführen die Mörderin von Maria D.
PGA wird vom Landgericht Frankfurt zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sie sitzt bis heute im Gefängnis. Hallo, mein Name ist Max Spalleck, mein Name ist Diane Helscher und mein Name ist Sebastian Kaufmane. Am 18.12. Bühne in Berlin im wunderbaren Kino Babylon. Wir haben mit euch zum Jahresende etwas ganz besonderes vor.
Serienkiller und Sekten und Kulte an einem Abend. Also, wir lesen zwei Folgen live für euch. Im Hintergrund auf der großen Leinwand werden die Folgen bebildert. Danach können wir gemeinsam Fotos machen und zusammen einen True Crime Abend in Berlin zum Jahresausklang erleben. Das Kino Babylon ist ein wunderbarer Ort dafür.
Mitten in Berlin perfekte Atmosphäre, vor allen Dingen, wenn es dunkel im großen Saal 1 wird. Für uns ist es immer etwas ganz besonderes, euch live zu treffen und für euch eine Folge zu lesen. Am 18.12. im Kino Babylon Berlin Serienkiller und Sekten und Kulte live. Die Karten dafür gibt es ab sofort im Vorverkauf.
Den Link findet ihr hier in den Showotes. Holt euch jetzt euer Ticket. Wir freuen uns auf euch. Ah, und grüßen wir den Max Spalleck. Das wäre dann ja ich. Ja. Bis zum 18.12. in Berlin. Achtung. In diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.
Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Wenn man von New York City nach Osten fährt, erreicht man die Küste. GG Beach, Oak Beach und Jones Beach liegen auf den Inseln vor der Südküste von Long Island.
Die Strände sind durch den Ocean Parkway verbunden, eine lang gestreckte Schnellstraße. Doch im Jahr 2010 verband diese Autobahn nicht mehr nur die Strände miteinander. Sie wurde zum Schauplatz eines mysteriösen Mörders. Der Long Island Killer soll zwischen 10 und 16 Menschen getötet haben, möglicherweise bereits seit 1982.
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