Wahre Verbrechen I Niemand überlebte I True Crime Dokumentation T – Part 3
Es sah schlecht aus für Cream, aber sein schnell sprechend zigarrenpaffender Anwalt Alfred Astrude schob der Hebarme das Verbrechen in die Schuhe. Trud unterstellte, dass Hatti die Abtreibung durchgeführt hatte. Schließlich hätte ein so hochqualifizierter Chirurg wie Dr. Cream niemals so dermaßen gepfuscht. Hatty Mac war schwarz und sie war eine Frau.
Es war daher ein Kinderspiel für Trude, die komplett weiße und männliche Jury davon zu überzeugen, dass Männer wie sie selbst es sein aufeinander acht geben müssten. Sie müssten sich vor durchtriebenen und rachsüchtigen Frauen schützen. Damit hatte Trud die Jury in der Tasche. wurde schuldig gesprochen und verurteilt. Cream war schon wieder mit einem blauen Auge davon gekommen und nur drei Monate nach Mary Ann Forgners Tod beging er sein nächstes Verbrechen.
Diesmal war sein Opfer eine Sexarbeiterin namens Alan Stack. Stack hatte sich vertrauensvoll an Dr. Cream gewandt. Sie hoffte, dass er ihr unter der Hand mit einem Verhütungsmittel zur oralen Einnahme weiterhelfen konnte. Cream half der Frau gerne und machte sich sofort an die Arbeit seinen eigenen Chemiecocktail zusammenzurühren.
Die Hauptzutat strich nin. Dieselbe giftige Chemikalie, die ihn im Studium so fasziniert hatte. Allen Stack nahm die Pillen, die der Doktor ihr gegeben hatte und starb wenige Stunden später. Cream wurde auch wegen Allens Tod angeklagt, aber Alfred Trude gelang es erneut, die Jury davon zu überzeugen, dass das Arzt Neimittel, das sein Mandant verschrieben hatte, von einem Apotheker hergestellt worden war.
Cream wurde freigesprochen. Nach dem Freispruch hatte Cream endgültig das Gefühl, unverwundbar zu sein. Und weil seine Drogensucht immer mehr ins Geld ging, fing er an eigene Mittel herzustellen, von denen er behauptete, dass sie Epilepsie heilen könnten. Er gab Anzeigen in Lokalzeitungen auf und tatsächlich bissen einige Leute an.
Einer der Kunden war ein Barnarbeiter namens Daniel Stot. Einmal die Woche schickte Stot seine attraktive Frau Julia zu Cream in die Praxis, um seine Tabletten abzuholen. Wie so viele andere Julia Stot dem Scharm des Doktors. Sie begannen eine Affäre, von der Daniel Stot erst Monate später erfuhr. Als Stot Juliaforte, die Beziehung zu beenden, erzählte sie dem Doktor davon.
Cream hasste es, wenn ihm jemand Vorschriften machte. Er mischte St Pillen also kurzerhand eine extra Zutat bei und paar Tage später war er tot. Der Gerichtsmediziner stellte Epilepsie als Todesursache fest und legte den Fall zu den Akten. Aber Cream konnte nicht anders als sich einzumischen. Wie schon zuvor versuchte er jemand anderem die Schuld zuzuschieben.
Ohne er sichtlichen Grund ließ Cream dem Gerichtsmediziner per Telegramm einen Tipp zu kommen. Er glaubte, dass die Apotheker bei Bucken Reiner möglicherweise zu viel Strichnien in Stots Pillen gegeben hatten. Dots Leiche wurde noch einmal hervorgeholt und obziert und tatsächlich fand die Gerichtsmedizin Spuren von Strichnin in seinem Körper.
Genug, um drei erwachsene Männer zu töten. Aber woher wusste Cream davon? Cream hatte sich überschätzt und anstelle der Apotheker von Bucken Reiner wurde er wegen des Mordes an Daniel Stot angeklagt. Die Hauptzeugin der Anklage war niemand anderes als Julia Stot. Sie sagte, dass Dr.
Cream sie verführt habe und dass er sogar Witze darüber gemacht habe, ihren Mann zu töten. Dieses Mal hatte Cream nicht so viel Glück. Die Jury befand ihn für schuldig und der Doktor wurde zur Lebenslange Haft verurteilt. Es sah so aus, als ob seine Karriere als Arzt, Frauenheld und Mörder vorbei war. Aber so leicht wollte sich Dr. Thomas Cream nicht geschlagen geben.
Julias Stot sollte dafür bezahlen, was sie ihm angetan hatte und zwar mit ihrem Leben. Im Gefängnis verschlechterte sich Creams Zustand zusehens. Seine Drogensucht wurde schlimmer. Die Drogen ließen seine Haut faltig werden. Er hatte gelbe Augen und schütteres Haar. Cream war wütend auf die Frauen, die auf so schändliche Weise sein Vertrauen missbraucht und seinen Ruf ruiniert hatten.
So sah er es jedenfalls. Seine Geliebte Julia Stot hatte gegen ihn ausgesagt und ihnen diese Lage gebracht. Creams Wood richtete sich aber auch gegen zwei seiner Opfer, Kate Gardener und Flora Brooks. Seiner Auffassung nach hatten sie ihm keine Wahl gelassen. Sie hatten ihn regelrecht dazu genötigt, das zu tun, was er getan hatte.
Es war doch ihre eigene Schuld, dass sie tot waren. Creams Frauenhas soll im Gefängnis immer schlimmer geworden sein. Der Autor Angus McLarenst. Creams Verbrechen waren mit einer allgemeinen Frauenfeindlichkeit verknüpft in einer Zeit, in der Frauen öffentlichkeitswirksam nach mehr Autonomie strebten. Es würde also ins Bild passen, dass Creams Misognie so weit ging, dass er die Frauen in seinem Leben eher umbrachte, als ihnen auch nur ein Quänchen Selbstbestimmung zuzugestehen.
geschweige denn sie gleichberechtig zu behandeln und ihnen Kontrolle zu geben. Mit seiner Verurteilung war ihm die Kontrolle dann aber komplett entzogen worden von Julias Stotz. Und so schmte Cream jahrelang in stiller Wut in seiner Zelle, besessen von einem einzigen Gedanken, Rache. Sein Wunsch nach Vergeltung brachte ihn dazu, alles zu tun, um eine baldige Freilassung zu erwirken.
Und tatsächlich, 10 Jahre nach seiner Verurteilung wurde der 41-jährige Cream begnadigt. Als Cream aus dem Gefängnis kam, soll er sofort einen Privatdetektiv engagiert haben, um Julias dort ausfindig zu machen. Die monatelange Suche blieb jedoch erfolglos. Julia war nirgends zu finden. Cream blieb schließlich nichts anderes übrig, als seine Rachepläne aufzugeben und weiterzuziehen.
Wütend und frustriert versuchte Cream erneut seinem ruinierten Ruf zu entkommen. 1891 kehrte er in die englische Hauptstadt London zurück. Nachdem er sich im Stadtteil Lambth niedergelassen hatte, eröffnete Cream eine Praxis gegenüber vom St. Thomas Medical Hospital. Er gab sich unter dem neuen Namen Thomas Neil, MD, als Residenzarzt des Krankenhauses aus.
Ungefähr zur gleichen Zeit machten auch Gerüchte über einen Mörder namens Jack the Ripper die Runde. Seit 188 war Jack the Ripper in White Chapel und anderen Londoner Stadtteilen aktiv. Seine Opfer waren ebenfalls Frauen, die meisten von ihnen Sexarbeiterinnen aus der Gegend. Die Polizei glaubte zeitweise, dass Jack the Ripper eine medizinische Ausbildung hatte, weil er bei seinen Morden mit geradezu chirurgischer Präzision vorging.
Thomas Cream und Jack the Ripper töteten ihre Opfer aber auf sehr unterschiedliche Weise. Jack the Ripper lockte die Frauen als vermeintlicher Kunde in dunkle Gassen. Dort schnitt er ihnen die Kehle durch und ließ ihre verstümmelten Leichen mitten auf der Straße liegen. Creams Morde waren lange nicht so ein Spektakel.
Und doch, beide Mörder konzentrierten sich auf denselben Opfyp und hatten ähnlich brutale und frauenfeindliche Tendenzen. Und auch nach seinem Umzug hörte Cream nicht auf. Er soll sich sehr für die Rippermorde interessiert haben und ließ sich anscheinend auch von ihnen anspornen. Im Oktober 1891 kam eine 19-jährige Sexarbeiterin namens Alan Nelly Dunworth zu ihm in die Praxis. Cream flirtete mit ihr.
und fragte, ob sie ihn später auf einen Drink im Wellington PU begleiten wolle. Stunden später stolperte Allen scheinbar betrunken allein aus dem PUA. Eine Freundin sah sie und begleitete sie nach Hause. Als sie im Bett lag, bekam sie Krämpfe und ihr Zustand verschlechterte sich rapide.
Es gelang ihr noch ihrer Vermieterin zu sagen, dass sie einen Drink von einem Arzt angenommen habe. Ein Drink mit einem Hauch von weißem Pulver. Die Frau starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Obduktion ergab, dass sie eine sehr giftige Chemikalie zu sich genommen hatte. Es war Creams bevorzugte Mordwaffe strich nien. Wie immer reichte es Cream aber nicht einfach nur mit dem Mord davon zu kommen.
Er liebte es das Schicksal herauszufordern. Ein paar Tage später schrieb er also einen Brief an den Gerichtsmediziner. Darin behauptete er Beweise vorlegen zu können, die sie zu Allen Donorths Killer führen würden. Als Gegenleistung verlangte er die enorme Summe von 300.000 Pfund. Der Gerichtsmediziner lehnte das Angebot natürlich ab und übergab den Brief, der mit Arian unterschrieben war, der Polizei.
Nur wenige Tage später schlug Cream erneut zu. Dieses Mal traf es die 27-jährige Matilda Clover. Clover war gezwungen als Sexarbeiterin zu arbeiten, um ihren zweijährigen Sohn zu versorgen. Mitda Verabredung mit einem Stammkunden, den sie nur als Fred kannte. Nach dem Sex gab Freddy ein paar Tabletten, die gegen Geschlechtskrankheiten helfen sollten.
Gegen 3 Uhr morgens wurden die Leute im Haus von Matildas Schrein geweckt. Als sie in ihr Schlafzimmer eilten, sahen sie, dass die Frau sich unter Krämpfen in ihrem Bett wand. Sie war von ihrem eigenen Erbrochenem bedeckt und hatte Schaum vor dem Mund. Der herbeigerufene Arzt konstatierte, dass Clover an einer Alkoholvergiftung gestorben sei.
Es gab keine Obduktion und Clovers zweijähriger Sohn wurde zur Adoption freigegeben. In Wirklichkeit hatte aber Fred alias Dr. Neil Cream die junge Frau mit Strichnin getötet. Im Frühling des nächsten Jahres hatte Cream ein neues Opfer ins Auge gefasst. Es war eine Sexarbeiterin namens L. Harvey Cream Lud Harvey auf ein gutes Glas Wein ein.
Danach wollten sie sich eine Show in der Oxford Music Hall ansehen. Als sie beim Wein saßen, sagte Cream zu Harvey, dass er ihr ein paar Pellen mitgebracht habe, die ein bisschen Farbe in ihr blasses Gesicht bringen würden. Auf dem Weg zur Music Hall sagte Cream, dass sie die Tabletten jetzt sofort nehmen solle. Aber Harvey traute Cream nicht.
Sie kannte die Geschichten von Jack the Ripper und fand das Verhalten des Doktors verdächtig. Auf keinen Fall würde sie irgendwelche Pillen nehmen, die ihr ein wildfremder Kunde in die Hand gedrückt hatte. Stattdessen tat Lou nur so, als würde sie die Tabletten schlucken und behelt sie heimlich in der Handfläche.
Dann sagte Cream plötzlich, dass er vergessen habe, im Krankenhaus nach einem Patienten zu sehen. Er versprach, sie gegen 23 Uhr in der Music Hall zu treffen und sie nach Hause zu begleiten. Als er weg war, warf L Flser. Lou wartete die ganze Nacht, aber Cream kam nicht und Cream rechnete damit, das nächste Mal von der Frau zu hören, wenn sie schon lange tot war.
Doch Lou Harvey lebte. Cream wusste davon aber nichts und genoss das Gefühl, ein weiteres Mal unbemerkt gemordet zu haben. Und wenn es nach ihm ging, sollte Lou Harway lange nicht sein letztes Opfer gewesen sein. Ein paar Wochen später, am 11. April 1892 schien es Cream nicht mehr zu reichen, nur eine Frau zu töten.
Die 21-jährige Alice Marsh und die 18-jährige Emma Shriivel waren als Sexarbeiterinnen in der Stanford Street unterwegs. Cream stellte sich auch ihnen als Fred vor und machte ihnen ein Angebot, dass sie nicht ablehnen konnten. Er wollte für den ganzen Abend mit ihnen bezahlen, mit ihnen beiden. Die Frauen nahmen Cream mit nach Hause.
Als sie gegessen, getrunken und Sex gehabt hatten, öffnete Cream seine Tasche und bot Alice und Emma seine kleinen weißen Pillen an. Gegen 2:30 Uhr, als Cream schon längst weg war, halten Schmerzensschreie durchs Haus. Die Frauen wussten, dass sie vergiftet worden waren und ihre Vermieterin rief sofort die Polizei.
Alice und Emma starben auf dem Weg zum St. Thomas Hospital. Cream hatte zwei Frauen in einer Nacht getötet. Danach war sich die Polizei sicher, dass ein neuer Mörder in London umging. Eine umfassende Untersuchung der Lambh Giftmorde wurde eingeleitet und wieder konnte Cream nicht anders als mit dem Feuer zu spielen.
Er pralte in aller Öffentlichkeit damit, Emma Shrivel und Alice March gekannt zu haben. Eines Abends wurde Cream in einem Social Club, einem New Yorker Detective namens John Hayes, vorgestellt. Hayes war in der Stadt, um sich auf einer Stelle bei Scotland Yard zu bewerben. Die beiden unterhielten sich lange über den Giftmörder von Lambth und tauschten Theorien aus.
Nach einer Weile machte Cream aber den Fehler Details zu erwähnen, die noch gar nicht öffentlich bekannt waren, wie z.B. dass Matilda Clover war an Strich Nin und nicht an einer Alkoholvergiftung gestorben war. Außerdem erwähnte Cream die ganze Zeit ein Mordopfer, von dem Hayes noch nie zuvor gehört hatte. Blue Harvey Cream nahm Haynes sogar mit zu der Stelle am Temseufer, wo er Lou Hary stehenelassen hatte.
Er sagte, dass er glaube, dass der Mörder Lou dort die Pillen gegeben habe. Als Haes fragte, wo Have gestorben sei, erwähnte Cream das Oxford Theater. Hayes war so irritiert von der Unterhaltung, dass er einem Inspektor von Scotland Yard davon erzählte. Die Polizei fing daraufhin an, Cream zu beschaken.
Ein Inspektor forderte seine Polizeiakte aus Chicago an und sah, dass er schon einmal wegen Mordes verurteilt worden war. Danach waren sich die Beamten sicher. Sie hatten den Giftmörder von Lambh gefunden. Cream wurde im Juni 1892 verhaftet. Die Geschichte war auf allen Titelseiten. Kurze Zeit später wurde er wegen Mordes an Allen Dunworth, Emma Schrivel, Alice Marsh und Matilda Clover sowie des versuchten Mordes an Lou Harvey angeklagt.
Die Menschenmenge gröhlte und but, als der Mörder in Handschellen vom Holloway Prison zum Gerichts geführt wurde. Cream lächelte trotzdem. Er schien jede Minute zu genießen. Vielleicht glaubte er auch dieses Mal davon zu kommen. Erst als die Anklage ihrer Hauptzeugin aufrief, verschwand das Grinsen aus seinem Gesicht.
Lou Harway betrat den Zeugenstand und Cream sah aus, als hätte er einen Geist gesehen. Harvey erzählte dem Gericht von dem Spaziergang am Themsefer und davon, dass Cream sie zwingen wollte, ein paar kleine weiße Pillen zu schlucken. Am 21. Oktober zog sich die Jury zur Beratung zurück. Nach nur 10 Minuten verkündete sie ihr Urteil. Dr.
Thomas Neil Cream war in allen Anklagepunkten schuldig. Richter Hawkins verurteilte Cream zum Tod durchhängen. Die Hinrichtung sollte knapp einen Monat später stattfinden. Am 15. November 1892 versammelte sich eine Menschenmenge vor dem Newgate Prison. Die Menschen wollten sich die Hinrichtung des Giftmörders von Lamberth nicht entgehen lassen.
Als der Hanker James Billington Cream nach seinen letzten Worten fragte, soll er laut Billington tatsächlich genau drei Wörter gesagt haben. I am Jack. Wahrscheinlich waren Creams letzte Worte am Ende nicht mehr als ein letzter Versuch, sich irgendwie interessant zu machen. Cream konnte unmöglich Jack the Ripper sein, da die ersten Rippermorde schon im Jahr 188 begangen wurden, als Cream in Illinois in Haft saß.
Während die Identität von Jack the Ripper also weiter im Dunkeln bleibt, war sehr schnell klar, wer sich hinter dem berüchtigten Giftmörder von Lambth verbar. Dr. Thomas Neil Cream. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher. Und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen.
Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast. Produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion wiebachter Winter. Chris Guse, Suholder, Klii Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uter Kirschei und Daniel Nicolau.
Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Boirot.
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