Wahre Verbrechen I Niemand überlebte I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Niemand überlebte I True Crime Dokumentation
Name ist Bent Isaga Nilson. Mein Name ist Bent Isaga Nielsen. Ich bin Kriminalhauptkommissar im Ruhestand. Ich habe viele Mordfälle bearbeitet. Ausgebildet wurde ich dafür vom FBI und von Scotland Yard. Nut saß hinter dem Lenkrad. Er sollte fahren und seine Frau saß neben ihm. Plötzlich tauchten neben dem Auto zwei maskierte Männer auf.
Einer von ihnen hatte eine Waffe und einer dieser Männer hat mindestens vier mal geschossen. Eine der Kugeln durchschlug das Fenster und trat in seinen Körper ein, direkt in sein Herz. Der Schuss hat ihn sofort getötet. Viele Menschen hat das beunruhigt. Mut und seine Frau waren sehr anerkannt. Die Polizei geriet unter großen Druck den Fall zu klären.
Dänemark, 19. Dezember 2004. Noch 5 Tage bis Weihnachten. Der Vietnamese Nut betreibt in Bogense mit seiner Frau dieses Schnellrestaurant. N war 45 Jahre alt im Jahr 2004. Er war verheiratet und hatte vier Kinder. Er lebte im kleinen Ort Bogense, wo er eine Grillbar gemietet hatte. Ihr Name war Texill, ein kleiner Laden, in dem er Hotdogs, Kaffee und Gebäck verkaufte.
Der Polizei war er unbekannt und im Ort war er als friedliebender Charakter bekannt und gemocht. An diesem 19. Dezember verlässt Nut nach Einbruch der Dunkelheit mit seiner Ehefrau das Restaurant. Es war eine kalte Nacht. Sie gingen zum Auto, das draußen geparkt war. Es war ein Ford Galaxy. Nut wollte losfahren und als er gerade anfuhr, näherten sich dem Auto zwei Männer und einer dieser Männer schoss.
Viermal schieß der Unbekannte auf das Auto. Zwei Kugeln durchschlagen die Windschutzscheibe. Eine von ihnen traf Nut direkt ins Herz. Einige Augenblicke später war er tot, aber das Auto rollte. bereits und fuhr tatsächlich noch 150 m weit, bevor er zum Stehen kam. Zu diesem Zeitpunkt war er schon tot. Seine Frau war natürlich verängstigt.
Die beiden Täter hatten sich bereits aus dem Staub gemacht. Sie liefen weg. So war die Situation, als die Polizei ankam. Ein toter Mann im Auto und eine verängstigte Frau. Für den vierfachen Familienvater Nut kommt jede Hilfe zu spät. Die dänische Polizei kann sich zunächst überhaupt nicht erklären, was hier genau passiert ist.
Sie hofft auf die Zeugenaussage von Nutz Ehefrau. Die Frau fühlte sich bedroht und war natürlich verängstigt. Es war dunkel und die Täter waren maskiert. Sie konnte eigentlich keine gute Beibung von den Leuten abgeben und sagte nur: “Zwei gestalten und dann peng! Peng und schießen.” Sie konnte nicht weiterhelfen. Einen Grund, ein Motiv konnte sie nicht liefern.
Sie wusste auch nicht, dass ihr Mann bedroht wurde. Die Kriminaltechniker müssen den Tatort akribisch absuchen, in der Hoffnung, hier Hinweise auf die Täter zu finden. Draußen fand die Polizei vier Patronen aus einer Pistole und sie fanden die Kuh in Nutz Körper. Also hatten sie forensische Beweise. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie eines Tages die Waffe finden würden, könnten sie sagen, ob diese Pistole die Tatwaffe war oder nicht.
Es gab also Spuren, aber nichts, was den Fall sofort lösen würde. Wurden die Täter auf der Flucht gesehen? Sind sie jemandem aufgefallen oder von Überwachungskameras gefilmt worden? Es gab damals keine Überwachungskameras in Dänemark, zumindest noch nicht so viele Kameras wie heute. Es gab wohl einen oder zwei Zeugen, die von einem BMW mit deutschem Kennzeichen erzählt haben, aber es war nicht so, dass man sich absolut sicher sein konnte, dass er etwas mit der Sache zu tun hatte.
Trotzdem veröffentlicht die Polizei dieses Bild eines dunkelblauen BMW Cabrius, um eventuell konkretere Hinweise zu bekommen. Außerdem beschäftigt die Ermittler die Frage nach dem Motiv für den Mord an Nut. Es war eine großelegte Untersuchung, ob es vietnamesische Gängster waren. Das Opfer war aus Vietnam.
Er war ein vietnamesischer Bootsflüchtling. Sie haben Vernehmungen durchgeführt. Mehr als 800 Leute wurden befragt. Allen Arten von Hinweisen wurde nachgegangen, Theorien aufgestellt. Könnte es organisiertes Verbrechen sein? Gibt es ein persönliches Motiv? Was ist mit seiner Frau? Hatte sie eine Affäre? Hatte er eine Affäre? War es ein eifersüchtiger Ehemann? Was für positive und negative Geschichten gibt es? Es gab eine riesige Untersuchung, aber sie führte zu nichts.
Vier Jahre vergehen ohne eine Spur. Bent Iscar Nielson kann die Frustration seiner Kollegen nachempfinden, aber manchmal hilft Kommissar Zufall. Einige meiner Kollegen haben einen Hinweis aus kriminellen Kreisen erhalten. Sie sollten sich einen deutschen Mann ansehen. Der Hinweis bezog sich auf den deutschen Harald T.
Er war als Mitglied der gefürchteten Rockergang Bandidos bekannt. Er sieht aus wie ein typischer Rocker. Ein Motorradfahrer. Riesig, groß, muskulös, Karl. Überall Tätowierungen, eisblaue Augen und ich denke, man kann sagen, dass er für viele Leute furchteinflößend aussehen dürfte. Er sieht aus wie viele der Biker, der Rocker. Sie können Leuten Angst machen mit ihrem Auftreten.
Er hat alle Vorurteile erfüllt, wie diese Leute aussehen. Harald T. rückt in den Ermittlungsfokus der dänischen Polizei. Und dann haben wir den Fall neu aufgerollt und gesagt, was ist mit diesem Typen? Ja, wir kennen ihn. Er ist Mitglied der Bandidos. Er ist deutscher Staatsbürger, aber er lebt seit vielen Jahren in Dänemark. Und dann zu dieser Zeit hat die Polizei das Auto gefunden.
In einem Hafenbecken, weit entfernt vom damaligen Tatort wird ein versenkter BMW gefunden. Ein BMW, wie er in der Mordnacht gesehen worden war und er kann Harald zugeordnet werden. Jetzt setzen ihn die Ermittler unter Druck. Sie machen den Fund des Autos öffentlich. Und dann haben sie angefangen Harald zu überwachen.
Sie überwachten sein Telefon und bei einem Gespräch sagte er etwas Dummes. Als er herausgefunden hatte, dass die Polizei dieses Auto gefunden hatte, sagte er: “Sie hätten das alles schon längst erkennen müssen. Warum haben sie es noch nicht herausgefunden, als wir damit rumgefahren sind?” Er offenbarte also, dass er etwas von der Sache wusste.
Das war genug für die Polizei, ihn festzunehmen unter dem Verdacht nut umgebracht zu haben. Harald gibt an, mit seinem Schwager einen Überfall verübt zu haben, der aus dem Ruder gelaufen sei. Nutz Tod sei eine Art Unfall gewesen. Er gibt auch Preis, wo sich die Tatwaffe befindet. Hier ist ein Bild von einem kleinen See in Thürsland, im Norden von Jüdland.
Hier wurde die Pistole viele Jahre später gefunden. Harald hatte sie in diesen See geworfen. Das ist die Waffe. Wie Sie sehen können, sie ist rostig, lag ja auch vier Jahre im Wasser. Es ist eine 9 mm deutsche Neuhausen. Das dänische Gericht verurteilt Harald wegen Mordes zu 16 Jahren Haft. Es sei erwiesen, dass Nud nicht aus Versehen getötet wurde, sondern ermordet wurde, da er Haraldte Geld schuldete.
Bent Isaga Nilson weiß um die Erleichterung bei den Angehörigen nach einem solchen Schuldspruch. Seine Familie, seine Frau und seine vier Kinder, sie wollten wirklich antworten auf das, was passiert ist. Davon habe ich gelesen. Es war eine große Erleichterung in diesem Fall, dass die Geschichte ein Ende hatte.
Und das ist eigentlich einer der Hauptgründe, warum die Aufklärung von schweren Verbrechen und Morden so wichtig ist. Nicht so sehr die strafrechtlichen Folgen, sondern die Tatsache, den Angehörigen Antworten auf Fragen zu geben, ihnen die Chance zu geben, wieder ein Leben zu bekommen. Das war und ist auch für Ermittler Bernt Isager Nielsen und seine Kollegen immer die Motivation für ihre nervenibende Arbeit.
Der erste Eindruck war ähm, dass der Fall vermutlich sehr sehr schwierig wird. Die geschädigte lag am Boden in Rückenlage. Man konnte auf den ersten Blick erkennen, dass ein Elektrokabel, was wohl von einer Schreibmaschine stammte, um ihren Hals gewickelt war. Unter den Fingernagelproben sehen wir halt Sekretspuren.
Das kann sein Speichel, das kann sein Nasensekret, weil wenn jemand erwirkt wird, wenn jemand erdrosselt wird, wie im vorliegen Fallen, versucht derjenige sich natürlich irgendwie zu befreien und fast dabei dem Täter in Mund und Nase. An den Fingernagelproben haben wir dann ein eindeutiges DNA Muster einer männlichen Person gefunden und da war uns eigentlich klar, dass wir hier eine tatrelevante Spur haben.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ein kurzes Zucken durch ihn ging, was mich im Grunde genommen dahingehend veranlasstete, dass ich gesagt habe, hier sind wir auf dem richtigen Weg, jetzt haben wir den Täter. Kassel, 4. Juni 1982. Anita G. 33 Jahre alt, liegt tot in ihrer Wohnung. Ihr Lebensgefährter hat die Leiche der jungen Frau gefunden.
Seine tote Freundin liegt im Arbeits- und Schlafzimmer. halbnckt brutal umgebracht. Jahrzehntelang kann der Fall nicht gelöst werden, bis er auf dem Schreibtisch von Harald Schneider landet. Der DNA-Eserte vom Hessischen Landeskriminalamt hat in den vergangenen 30 Jahren mehr als 500 Morde in ganz Deutschland gelöst.
Polizisten aus dem ganzen Land rufen ihn an, wenn nichts mehr geht, denn er kann Spuren an Tatorten sichtbar machen, an die zuvor niemand gedacht hat. An den Mordfall Anita G kann sich Schneider noch sehr gut erinnern. Als ich den Fall damals übernommen habe, ähm waren die Ausgangsvoraussetzung erstmal denkbar schlecht. Die wesentlichen Spuren, die Abstrichproben sind damals wohl im Rahmen der Erstuntersuchung durch ein Rechtsministerinstitut vernichtet worden, so dass wir aufgrund der Aktenlage erstmal keine große Hoffnung hatten, diesen Fall zu lösen.
Es ist Freitag, 17:30 Uhr, als der Lebensgefährte die Leiche der jungen Mutter findet. Er alarmiert die Kasseler Polizei. Sein Notruf landet bei Volker Führer. Er ist damals beim Kriminaldauerdienst und als erster am Tatort. Die Geschädigte lag am Boden in Rückenlage. Man konnte auf den ersten Blick erkennen, dass ein Elektrokabel, was wohl von einer Schreibmaschine stammte, um ihren Hals gewickelt war.
In der Brust der Frau steckt ein Messer. Anita G. Die Mutter von zwei kleinen Kindern wurde brutal umgebracht. Die Mordkommission befragt die Nachbarn und bekommt einen wichtigen Hinweis. Ein Mann wurde dabei beobachtet, wie er kurz nach der Tat das Haus verlässt, unter dem Arm eine Tasche. Er wird als Versicherungsvertreter beschrieben und steigt in einen Mercedes.
Wegen der Art und Weise, auf die Anita G. sterben musste, glaubt die Mordkommission, dass der Täter nicht zum ersten Mal zugeschlagen hat. Routinemäßig werden deshalb auch Gefängnissaßen überprüft. Gibt es Sexualverbrecher, die zum Tatzeitpunkt Freigang hatten? Man hat entsprechend die Listen der Justiz von Zusanschalt überprüft und ist dann auch dabei auf eine Person gestoßen, die wegen Sexualdelikten dort eingesessen hat.
Es ist der Versicherungsvertreter Walter G. Verurteilt wegen sexueller Übergriffe und Vergewaltigung. Walter G. hat am Tag des Mordes Freigang und er war mit einem Mercedes unterwegs. Doch Walter G hat ein wasserdichtes Alibi. Seine Frau und seine Eltern wollen mit ihm zur Tatzeit zusammen gewesen sein. Wie seinerzeit von den Angehörigen, spricht der Ehefrau und den Eltern angegeben worden ist, hat man sich in einer 50 km vom Tatort entfernten Kleinstadt aufgehalten.
Dort ist der Wohnsitz der Eltern gewesen und hat zusammen Kaffee getrunken. Etwas anderes können die Beamten nicht beweisen. Walter G scheidet als Täter aus. Es gibt keine weiteren Ermittlungsansätze. Der Fall wird auf Eis gelegt. 25 Jahre später, im Jahr 2007, nimmt sich Volkerführer den Fall wieder vor und erholt den DNA-Experten des Landeskriminalamts in Wiesbaden mit dazu. Harald Schneider.
Führer hofft, dass der Spezialist den Mörder überführen kann. Der erste Eindruck war, dass der Fall vermutlich sehr, sehr schwierig wird. Der Grund war relativ einfach. Wir hatten den Hinweis, dass es sich hier bei vermutlich um Sexuald handelt und bei Sexualdelikten sind natürlich die gynäkologischen Abstriche natürlich für uns ganz entscheidend.
Diese waren aber im Zuge der ersten Untersuchung im Jahr 1982 83 schon komplett verbraucht worden, so dass die nicht mehr zur Verfügung stand und dann werden solche Fälle in der Regel sehr sehr schwierig, weil dann muss man im Hinblick auf Mikrospuren gehen, auf latente DNA-Spuren, also nicht sichtbare DNA-Spuren und das macht die Untersuchung dann meistens sehr sehr aufwendig.
Doch die Tatwaffe, das Messer, das der Täter Anita G in die Brust gerammt hat und das Elektrokabel der Schreibmaschine liegen nicht mehr in der Ererwatenkammer. Nur das rote T-Shirt, das Opfer damals trug, ist noch da und eine Fingernagelprobe, die während der Obduktion genommen wurde. Mit damaligen Methoden konnten keine Fremdspuren wie z.B. Spermer entdeckt werden.
Doch Schneider lässt sich davon nicht beeindrucken. Tatsächlich hinterfragen wir das natürlich, weil wir aus ganz vielen Altfällen, die wir parallel dazu bearbeitet haben in den gerade in den Jahren von sag mal 2008 bis 2012 hatten wir so viel Erfahrung mit Altfällen, ähm wo wir immer mal wieder gesehen haben, dass obwohl die Obduktionsbefunde alle negativ war, dass wir dann tatsächlich an den Abstrichproben oder an den Kleidungsstücken noch ähm sehr gute auswertbare Sekretspuren, sprich Spermaspuren, Speichelspuren, ähm
nachweisen konnten, so dass wir auch in dem Fall eine große Hoffnung hatten, dass wir noch an der Kleidung des Opfers oder an den Fingernagelbrum des Opfers entsprechende Spuren finden. Das T-Shirt wird aus der Aerwatenkammer in die abgeschotteten Labore des häischen Landeskriminalamts gebracht. Hier haben nur Schneider und sein Team Zutritt.
Der hochsensible Bereich, in dem Gegenstände von verschiedensten Kriminalfällen untersucht werden, soll nicht mit fremden DNA-Spuren verunreinigt werden. Hier wird nun auch das T-Shirt von Anita G unter die Lupe genommen. Eine Mitarbeiterin aus Schneiders Team nimmt sich das Kleidungsstück vor undsucht es unter dem Mikroskop und es dauert nicht lange, da werden die DNA-Aytiker fündig.
An zwei Stellen entdecken die Spezialisten sogenannte Mischspuren. Das heißt, wir hatten eine Mischung zwischen Sekret von der Geschädigten und dem DNA-Ananteil des Spermails, also diese eine sogenannte Mischspur von zwei Personen und ähm die konnte halt entsprechend aufgelöst werden. Wir konnten sehen, dass es da ähm DNA-Ananteile gibt, die wir eine Person zuordnen können.
Wir haben das damals unbekannte männliche Person A genannt. Anschließend untersuchen die Experten den Fingernagel des Opfers, der asser aserviert wurde. Auf ihn setzen die Ermittler große Hoffnungen, denn Anita G wurde auch gewirkt. Fingernagelb sind bei derartigen Gelegten für uns immer sehr, sehr wichtige Spurenträger.
Zum einen, wenn jemand erwirkt wird, wenn jemand erdrosselt wird, wie im vorliegenden Fall mit einem Kabel einer elektrischen Schreibmaschine, dann versucht derjenige sich natürlich irgendwie zu befreien. Dabe kann er den gegenüber kratzen. Das ist das, was wir auch häufig sehen, dass dann unter den Fingernägeln auch richtige Hautfetzen noch vorhanden sind.
Das kommt vor. Tatsächlich aber viel viel häufiger sehen wir halt unter den Fingernagelproben Sekretspuren. Das kann sein Speichel, das kann sein Nasensekret, weil der das Opfer versucht sich zu befreien und fasst dabei dem Täter in Mund und Nase. Das Team von Schneider nimmt den Fingernagel im Labor unter die Lupe.
Er wird Stück für Stück abgesucht und tatsächlich finden die Ermittler eine Spur, aus der sie die DNA gewinnen können. Wir hatten zunächst erstmal diese Spur an dem roten T-Shirt, das war ja so eine sogenannte Mischspur und an den Fingernagelproben haben wir dann ein eindeutiges DNA Muster einer männlichen Person gefunden und das passte natürlich in seiner Kombination zu unserer Mischspur, die wir auch am T-Shirt gefunden haben und da war uns eigentlich klar, dass wir hier eine tatrelevante Spur haben.
Am T-Shirt und unter den Fingernägeln von Anita G wird also die DNA des mutmaßlichen Täters gesichert. Das Ergebnis wird in der Analysedatei mit registrierten Straftätern abgeglichen. Es gibt einen Treffer. Es ist die DNA von Walter G. Versicherungsvertreter, der schon damals in Verdacht stand, Anita G. getötet zu haben.
Harald Schneider informiert Volker Führer über den Treffer und der nimmt den 51-jährigen fest. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass nachdem ich Walder G sagte, dass wir von der Mordkommission in Kassel sein, ein kurzes Zucken durch ihn ging, was mich im Grunde genommen dahingehend veranlasstete, dass ich gesagt habe, hier sind wir auf dem richtigen Weg, jetzt haben wir den Täter.
Walter Gt zu, das spätere Opfer doch gekannt zu haben. Anita G. wohnte damals in einem Mehrfilienhaus in einem Stadtteil von Kassel. Walter G war an diesem Freitag offenbar tatsächlich als Versicherungsvertreter unterwegs. Die Polizei vermutet, dass Walter G davon ausging, dass die damals 33-Jährige allein in ihrer Wohnung lebt.
Der Mörder geht durchs Treppenhaus hinauf in den zweiten Stock zur Wohnungstür des späteren Opfers. Er klingelt und Anita G öffnet arglos die Tür. In der Vernehmung hat er sich noch etwas weiter eingelassen und das sagte, dass es zu einem Kontakt zwischen ihn und dem Opfer gekommen ist. Es hat ein sogenanntes Petting stattgefunden.
Auf einen Vergewaltigungsversuch wollte er sich jedoch nicht einlassen. Walter G will die getötete kaum berührt haben. Der sexuelle Kontakt sei nur kurz gewesen und vor allem einvernehmlich. Die Spuren, die Harald Schneider daraufhin bei einer zweiten Untersuchung des T-Shirts sicherstellt, passen allerdings nicht zu dieser Darstellung.
War es zunächst nur das Ziel überhaupt erstmal eine Fremdspur zu finden, ging es jetzt darum, ähm das ganze Nachthemt einfach mal zu überprüfen, wie viel Spuren finde ich denn da dran? Und dabei ist uns aufgefallen, dass neben diesen Spuren, die wir ursprünglich mal identifiziert haben, noch eine Vielzahl kleinere Spuren an dem T-Shirt waren und zwar an der Vorderseite und an der Rückseite.
Das heißt, wir sind wir hatten insgesamt mehr mehr als 40 verschiedene Spuren, von denen wir, sag mal, Hinweise hatten, dass sich hierbei um Spermer handeln können und an 23 Spuren konnten wir eindeutig die DNA Muster des Beschuldigten nachweisen, also praktisch über das komplette Nachthemtemp verteilt, so dass wir ähm diese Spurenlage mit den Einlassung des Beschuldigten auf keinen Fall mehr erklären konnten.
Das heißt, es muss eine andere Erklärung dafür geben. Hat sich das Opfer wie von Walter G behauptet tatsächlich nicht gewährt? Hat sich Anita Gega freiwillig mit ihm eingelassen? Schneider sucht nach einer Erklärung und für ihn gibt es nur eine Antwort, die er später auch dem Gericht präsentieren wird. Das ist natürlich im Rahmen einer Kampfhandlung möglicherweise entstanden sein können.
Also stellen sich vor, sie haben entsprechende Sekretspuren an ihren Händen und sie kämpfen mit dem Opfer, das Opfer wehrt sich, dann ist klar, dass man mit seinen Händen natürlich solche Spuren halt auch übertragen kann und dann natürlich auch an die Vorder und an die Rückseite des T-Shirts, auf die Innenseite, auf die Außenseite des T-Shirts.
Also somit war das die Spurenlage an dem T-Shirt zumindest aus meiner Sicht auch mit einer Kampfhandlung, mit einer, sag mal, unfreiwilligen sexuellen Handlung erklärbar. Auch unter den Fingernägeln von Anita G wurde DNA des Täters gefunden. Passend dazu und zur Überraschung der Ermittler macht die damalige Ehefrau von Walter G jetzt eine neue Aussage.
Von dem Alibi, das die Frau ihrem Ehemann gegeben hatte, ist jetzt keine Rede mehr. Und sie erklärte, dass ihr seiner Zeit schon aufgefallen sei, dass ihr Ehemann, als sie gemeinsam zu Bett gegangen sind, im Bereich der Brust Grasspuren aufwies. Sie habe ihn daraufhin auch angesprochen und er habe ihr erklärt, er sei in eine Hecke gestürzt, wobei er sich diese Verletzungen zugefügt habe.
Der Mord an der zweifachen Mutter aus Kassel ist aufgeklärt. Walter G muss sich 27 Jahre nach der Tat vor Gericht verantworten. Er wird zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Für das Gericht gibt es keine Zweifel. Walter G hat die damals 33-Jährige mit einem Elektrokabel bis zur Bewusstlosigkeit gewirkt. Danach hatte ihr das T-Shirt hochgeschoben und ein Messer in die Brust gerammt, um zu verdecken, dass er sich zuvor sexuell an Anita G. vergangen hatte.
Mit der Hilfe von Harald Schneider und dem Team des Hessischen Landeskriminalamts konnte die Kassler Mordkommission Um Volkerführer, den Mörder von Anita G, nach fast drei Jahrzehnten zweifelsfrei überführen. Der Tatort sah aus wie ein Schlachtfeld. Die Leiche war sehr, sehr übel zugerichtet. Sie wies mehrere Messerstiche auf, die man trotz des vielen Blutes schon erkennen konnte.
Am Tatort haben wir Blutspuren gefunden, die aufgrund der Lage auf jeden Fall vom Tter stammen mussten. Des weiteren haben wir ein benutztes Kondom gefunden mit Sperma innen drin und wir haben in blutgelegte Schuh Fragmentspuren gesichert. Wir konnten schon ziemlich sicher sein, dass dieses Schlüssel etui nicht dem Opfer zuzuordnen war und wenn etwas am Tatort gefunden wird, das nicht zum Opfer gehört, ist man schon sehr euphorisch.
Wir sind mit Kräften einer Einsatzhundertschaft hier durch Münster Straßen gezogen, haben an 43 000 Privatobjekten die Schlüssel ausprobieren lassen. Bei einer solchen Tat ist es immer sehr wichtig, möglichst schnell den Täter zu fassen, weil es ist keine klare Beziehungsdaten, sondern bei diesen Fremdtätern besteht jederzeit die Gefahren, dass er sofort wieder zuschlägt.
Ein Polizeivideo aufgenommen kurz nach der Ermordung einer Frau. Der Tatort ist verwüstet, überall Blutspuren. Aufnahmen, die Hauptkommissar Ulrich Buxs gemacht hat. Er war einer der ersten Ermittler am Ort des Verbrechens, das am 30. Mai 1996 verübt wurde. Der Tatort sah aus wie ein Schlachtfeld. Es war sehr, sehr viel Blut, gerade in dem eigentlichen Tatzimmer.
Eine Wohnsiedlung am Stadtrand von Münster. In diesem kleinen Studio arbeitet die Prostituierte Lydia S. Sie ist allein, wenn sie ihre Freie empfängt und das soll am 30. Mai 1996 ihr Todesurteil sein. Die Leiche war sehr, sehr übel zugerichtet. Sie wies mehrere Messerstiche auf, die man trotz des vielen Blutes schon erkennen konnte.
Das Opfer trug aber auch schon wieder normale Unterwäsche, sodass wir davon ausgehen konnten, dass es nach dem Geschlechtsakt zur Tötung gekommen ist. Mordermittler Ulrich Buxs nimmt alles mit einer Videokamera auf. Die Matratze am Tatort ist komplett mit Messerstichen übersätt. Die Einstiche in der Matratze waren sehr tief.
Die ging bis ins Lattenrost hinein. Wir hatten letztendlich eine komplette Durchstiegstiefe bis 14 cm, wobei das äh die Matratze selber schon 12 cm hatte. Diese Stiche ließ auf eine unheimliche Wucht schließen, denn so einfach kommt man nicht selbst mit einem Scharfenmesser durch eine Matratze durch. Die Obduktion der Leiche ergibt, das Opfer hat mehr als 80 Messerstiche.
Lydia S ist verblutet. Die Tatortufnahmen dokumentieren, dass die Wohnung der Prostituierten komplett durchwühlt ist. Was könnte der Täter hier gesucht haben? Es sah so aus, als ob der Täter nach Bargeld gesucht hat oder auch andere Sachen vom Tatort entwendet hat, denn die Spuren, die dort waren, war sehr, sehr eindeutig.
Mordermittler Ulrich Buuchs und seine Kollegen krempeln die ganze Wohnung um. Der Mörder von Lydia S hat ungewöhnlich viele Spuren hinterlassen. Am Tatort haben wir Blutspuren gefunden, die aufgrund der Lage auf jeden Fall vom Tter stammen mussten. Des weiteren haben wir ein benutztes Kondom gefunden mit Sperma innen drin und wir haben in blutgelegte Schuh Fragmentspuren gesichert.
Die Spurenlage war eigentlich ausgezeichnet, sodass ich eigentlich gute Hoffnung war, den Täter sehr schnell finden zu können. Dass Bux und seine Kollegen noch Jahre an diesem Fall arbeiten werden, ahnen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Im Gegenteil, damals macht sie ein weiterer Fund optimistisch. Hinter dem Bett der Ermordeten können sie ein ETI mit drei Schlüsseln sichern.
Wir konnten schon ziemlich sicher sein, dass dieses Schlüssel etui nicht dem Opfer zuzuordnen war und wenn etwas am Tatort gefunden wird, das nicht zum Opfer gehört, ist man schon sehr euphorisch. Das Etuiso ist sich ermittlerbuck sicher, gehört dem Mörder und wird den Beamten auf seine Spur bringen. Einer der Schlüssel gehört zu solch einem Motorroller für kurze Strecken.
Deshalb glaubt Buchs muss der Täter aus der Nähe stammen. Die anderen Schlüssel sehen aus wie Haustürschlüssel. Das bringt Buchs auf eine Idee. Wir hatten die Annahme, dass der Täter aus Münster kommt und haben von dem Schlüssel 100 Schlüssel nachmachen lassen. Sind mit Kräften einer Einsatzhundertschaft hier durch Münster Straßen gezogen, haben an 43 000 Privatobjekten die Schlüssel ausprobieren lassen, wobei bei sechs Objekten die Schlüssel tatsächlich passten.
Allerdings waren das dann ausgeleierte Schlösser, sodass wir bei den weiteren Überprüfungen diese Person als Tatverfläge zunächst ausschließen konnten. Die aufwendige Aktion führt zu nichts. Ein Tiefschlag für Bux und sein Team. Doch der Kommissar ist sich immer noch sicher, dass ihn das Schlüssel zum Mörder führen wird.
Er recherchiert, wer das ETI hergestellt hat und wo es überall verkauft wurde. Wir konnten über den Händler ermitteln, dass von diesem ETUI 68 000 Exemplare von Hong Kong nach Europa importiert worden sind und in dem relevanten Zeitraum davon schon 43 000 verkauft wurden. Wir konnten auch über die Kundendaten dieser Bezieher verfügen, sodass wir versucht haben, alle Bezieher aufzusuchen und herauszufinden, wer tatsächlich noch im Besitz dieses fraglichen Etois ist oder wer es eben halt nicht mehr hat.
Niemand der überprüften Inhaber kommt als Täter in Frage. Aufgrund des Spurenbildes glaubt Bux, der Täter könnte schon einmal polizeilich in Erscheinung getreten sein. Aber auch alle Straftäter, die er überprüft, haben ein Alibi oder kein Motiv. Buck steht unter Druck. Er weiß, der Mann, dem er auf den Fersen ist, ist brandgefährlich.
Bei einer solchen Tat ist es immer sehr wichtig, möglichst schnell den Täter zu fassen, weil es ist keine klare Beziehungsdaten, sondern bei diesen Fremdtätern besteht jederzeit die Gefahren, dass er sofort wieder zuschlägt und je eher man so einen Täter aus dem Verkehr ziehen kann, desto besser ist es. Seit dem Mord an Lydia S mittlerweile eineinhalb Jahre vergangen.
Im Jahr 1998 ist die Forschung dann endlich soweit, DNA Spuren zuordnen zu können. Als Books die DNA vom Tatort in die neue Datenbank einspeist, gibt es aber keine Übereinstimmung zu anderen Taten oder einer Person. 5 Jahre später eine spektakuläre Wende. Aufgrund mehrerer Sexualstraftaten wird dieser Mann festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt.
Und tatsächlich seine DNA stimmt mit der am Tatort gefundenen überein. Er ist derjenige, den Ermittlerbucks jahrelang gesucht hat. Der Mann war ein jetzt 24-jähriger äh junger Mann aus einer normalen Familie, hatte auch Geschwister, lebte noch zu Hause bei seinen Eltern und Geschwistern. hatte allerdings vorher schon äh 5 Jahre in Haft gesessen wegen einem sehr brutalen Überfall auf eine Joggerin, die er dann auch äh im Halsbereich schwer verletzt hatte.
Das Opfer hat sich damals totgestellt oder ist so ihm letztendlich entkommen. Für diese Tat äh hat er wie gesagt 5 Jahre eingesessen und eine Woche nach seiner Haftentlassung hat er diese neue Tat hier Münster hingelegt. Also schon ein sehr sehr extrem schneller Rückfall. Der 24-jährige ist ein gefährlicher Wiederholungstäter.
Nach seiner Festnahme gesteht er die Tat und fertigt eine Skizze des Tatablaufs an. Beschreibt er mit Labs, wie er Lydia es getötet hat. Die Tat selber fing zunächst hier auf dem Bett an und verlagerte sich dann, als das Opfer angegriffen wurde, hier zunächst Richtung Fenster. Danach ging es zur weiteren Raumseite hin.
Sie versuchte zur Tür zu gelangen, um dort äh zu entfliehen, aber er zog sie zurück. Und hier schließlich in dieser Endlage vor dem Bett kam die letztendlich massiven tödlichen Stiche, sodass das Opfer dann an Orter Stelle dort verblutet ist. Das Chaos in der Wohnung entstand also durch die Tat selbst, nicht weil der Täter etwas gesucht hatte.
Dieses Sterben von Lydia S gehörte zu sein Fantasien. Er hatte also durchaus diese Fantasien Personen zu fesseln, aber auch dabei dann zu töten. Rulich hat er nicht gezeigt, sondern man konnte wieder sehen, dass die Tat wie in einem Film bei ihm ablief und er letztendlich schon wieder sich an dieser Tat ergötzte.
Nach dem Mord flieht der Täter, fährt mit dem Zug zurück nach Böhnen, seinen 60 km entfernten Heimatort. Hier findet Kommissar Bux endlich auch die Haustür, zu der der Schlüssel vom Tatort passt. 7 Jahre nach dem Mord kann Ulrich Bucks den Täter 2002 vor Gericht bringen. Bern S wurde damals zur Lebenslang Freiheitsstrafe verurteilt.
Er hat anschließende Sicherungsverwahrung bekommen. Er sitzt also heute noch in Sicherungsverwahrung ein. Gott sei Dank. Denn Ulrich Buxs kloppt nach wie vor. Der Täter ist extrem gefährlich. Die Tochter war sich relativ sicher, dass diese Nachricht vom Handy ihrer Mutter nicht von der Mutter selbst geschrieben wurde.
Die Schulkinder konnten beobachten, wie ein Mann eine Frau bedrängt geschlagen hatte, getreten hatte und sie dann offensichtlich mit Gewalt in auf dem Beifahrersitz eines Autos zerrte. Möchte raus. Nein, nein, nein. Die Handys von Frau Sanwachschi sendeten keine Daten mehr. Entweder waren sie ausgeschaltet oder zerstört worden.
Frau Savashi hatte ihren Bruder gegenüber geäußert. Ich habe ab sofort keinen Bruder mehr. Oktober 2014. In Cassel wird eine 40-jährige Frau vermisst. Es handelt sich um Metapsazi, eine Türkin, die schon lange in Deutschland lebt, zusammen mit ihrer 18-jährigen Tochter. Die wundert sich darüber, daß ihre Mutter nicht von der Arbeit nach Hause kommt.
Der Wagen der Vermissten steht vor dem Haus, obwohl sie damit eigentlich immer ins Büro fährt. Die Tochter meldet ihre Mutter als vermisst. Oberkommissar Horst Caesar leitet die Ermittlungen und stößt schnell auf ein vermeintliches Lebenszeichen der Frau. Der Tochter war aufgefallen, dass sie von dem Handy ihrer Mutter eine WhatsAppnachricht am gleichen Tag erhalten hatte.
Ihre Mutter war in äh Wort und Schrift der deutschen Sprache sehr gut. Diese Nachricht war in schlechter deutscher Sprache verfasst. Die Tochter war sich dann relativ sicher, dass diese Nachricht vom Handy ihrer Mutter nicht von der Mutter selbst geschrieben wurde. Metab arbeitet bei der Ausländerbehörde im Rathaus von Kassel.
Am Morgen ihres Verschwindens meldet sie sich auf dem Anrufbeantworter krank. Die Tochter hatte sich diese Nachricht dann auch angehört und sie war sicher, dass die Stimme ihrer Mutter zittrig und verängstigt klang. Die Tochter meinte auch ein Schluchzen zu hören. Wurde Metapser Waschzi dazu gezwungen, unterzutauchen? Die Ermittler finden nichts, was auf ein freiwilliges Verschwinden schließen lässt.
Die Polizei verhandelt nun öffentlich nach der Vermissten. Daraufhin melden sich zwei Kinder. Die Schulkinder sind auf dem Weg zur Schule hier am Wohnhaus vorbeigekommen und konnten beobachten, wie ein Mann eine Frau bedrängt geschlagen hatte, getreten hatte und sie dann offensichtlich mit Gewalt in ein auf dem Beifahrersitz eines Autos zerrte.
Der Verdacht liegt nah, dass die 40-jährige gewaltsam entführt wurde und der Verdacht erhärtet sich. als eine Freundin der Vermissten bei der Kripo eine Zeugenaussage macht. Und die beiden Handys in ihrer Vernehmung gab sie an, dass Frau Savatschi ihr gegenüber mehrfach geäußert habe, dass sie große Angst vor ihrem ältesten Bruder habe.
Dieser würde nicht tolerieren, dass sie einen verheirateten Liebhaber hatte und er hat nicht toleriert ihre westliche Lebenseinstellung, ihre frei selbstbestimmtes Leben. Wirtlich habe sie in einem Fall zu ihrer Freundin gesagt, irgendwann liege ich tot in der Ecke. Hat der eigene Bruder etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Metab und ihr Bruder besitzen beide jeweils zwei Handys. Host Caesar lässt sie orden.
Wo haben sich die beiden am Tag des Verschwindens aufgehalten? Die Handyfunkzellen werden überprüft. Jedes eingeschaltete Handy logt sich immer in dem nächsten Funkmasten ein. Äh über den Provider werden diese Daten über einen gewissen Zeitraum gesichert und man kann sie abrufen. Mit einem Suchlauf kann man dann nach bestimmten Handynummern suchen.
Die Ortung ergibt: METS Handys und auch die von ihrem Bruder sind an besagtem Morgen vor der Wohnung in Kassel eingelogt. Dann bewegen sich alle vier Mobiltelefone knapp 30 km weiter südlich in ein Waldstück neben der Autobahn. Zwischen etwa und am Vormittag können sie hier noch nachgewiesen werden. Alle vier Handys verblieben dann für ca.
eine Stunde in dieser Funkzelle im Bereich dieses Waldstücks. Die Handys von Frau Savaschi nach dieser Stunde sendeten keine Daten mehr und entweder waren sie ausgeschaltet oder zerstört worden. Die Handys wurden auch nie gefunden. Die Handys des Bruders bewegen sich hingegen weiter Richtung Südhessen. Doch wo ist Metap? Die Ermittler vermuten, dass sie sich noch in dem Waldstück befindet.
Ein Großaufgebot an Polizeikräften sucht nach der Frau in der Hoffnung, sie lebend zu finden. Doch Metapsa wascht sie bleibt verschollen. Im Visier der Ermittler ihr Bruder, der in Offenbach lebt. Die Polizei vermutet, er hält die Schwester irgendwo gefangen. Die Gripo observiert ihn. Als er wieder Richtung Kassel fährt, hofft Horst Caesar, daß der Mann sie ungewollt zur Schwester führt.
Doch daraus wird leider nichts. Wir entschlossen uns dann zur Festnahme, um ihn direkt nach einem Versteck von Frau Savashi zu befragen, um sie noch lebend, möglichst lebend zu befreuen. Kurz vor der Wohnung seine Eltern stoppt die Kripo den Mann. Kommissar Caesar fordert ihn auf zu sagen, wo er Metab versteckt hält.
Er war aber völlig abgeklärt und kühl und sagte nur: “Suchen Sie gefälligst meine Schwester.” Auch auf der Dienststelle nochmals intensivst befragt, äußerte er ja er immer nur ganz ruhig. Suchen Sie meine Schwester. Ich habe meiner Schwester nichts getan. Der 51-jährige arbeitet als leitender Angestellter in einer Chemiefirma.
Auch dort wird jetzt. Am Tag vor Metaps Verschwinden leih sich vor Ort einen weißen VW Caddy. Ist er damit zur Wohnung der Schwester gefahren? Die Polizei sucht nach Zeugen und tatsächlich es meldet sich eine Frau. Sie hat den Wagen auf der Autobahnauffahrt gesehen. Die Beifahrertür hätte sich geöffnet, seit dann wieder zugezogen worden und der Ky ist mit hoher Geschwindigkeit auf die Autobahn aufgefahren.
Das hat natürlich den Verdacht ergeben, dass es sich um das Tatfahrzeug handelte und dass Frau Savaschi in der Autobahnaufahrt einen Fluchtversuch untern unternommen hatte, der ihr misslang. Die Beobachtung der Zeugin fällt genau in die Zeit, in der die Geschwister laut Handyortung unterwegs sind und auch die Fahrtrichtung stimmt.
Die Autobahn verläuft Richtung Süden, also zu dem Waldstück hin, indem sich die Spur von Metap verliert. Und noch etwas verstärkt den Verdacht, dass der Caddy etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte. Mitarbeiter der Chemiefirma hatten beobachtet, wie der Beschuldigte vor der Rückgabe des Fahrzeuges den Laderaum des Kettys intensiv reinigte.
Das war ungewöhnlich, weil das gemäß an der Position in der Firma überhaupt nicht seine Aufgabe war. Wollte der Bruder Spuren im Caddy beseitigen? Die Kripo nimmt den Wagen genau unter die Lupe. Dabei wurden für das bloße Auge nicht mehr sichtbare Blutspuren und auch Haare festgestellt, die konnten anhand von DNA-Analysen eindeutig Frau Savaschi zugeordnet werden.
Ein Mord wird immer wahrscheinlicher. Doch wo ist Metaps Leiche? Am Nachmittag ihres Verschwindens war der Bruder laut seinen Handydaten in einem Kleingarten in Wiesbaden, stundenlang. Das Grundstück gehört dem Schwiegersohn des Verdächtigen. Die Polizei sucht den Garten mit Leichenspürhunden ab. In einer äußeren Ecke, fast schon am Zaun, dann die traurige Gewissheit.
Metab ist tot. Der weibliche Leichnah wurde dann in Rückenlage mit den Händen nach vorne gefesselt, vorgefunden, ca. 80 cm tief vergraben. Metab wurde mit zwei Schüssen in die Brust getötet. Im Garten finden die Ermittler eine Schubkarre. Der Bruder hatte sie in einem Baumarkt in Offenbach gekauft, bezahlt mit der Firmenkreditkarte, einen Tag vor dem Verschwinden seiner Schwester.
Die Schubkarre wurde natürlich sichergestellt und spurentechnisch untersucht. Dabei wurde DNA Material, Blut und auch feine Haare äh vorgefunden. Diese Sachen konnten alle eindeutig raus, was sie zugeordnet werden. Das letzte Puzzleteil in der langen Indizienkette. Der Bruder muß ich 2015 wegen Mordes vor dem Landgericht Castle verantworten.
Metabs Tochter Jaren ist Nebenklägerin. Sie sieht ihren Onkel Mehmet auf der Anklagebank wieder. Schon ein bisschen komisches Gefühl, aber ich versuche halt stark zu bleiben für meine Mutter. muss halt für sie kämpfen, dass er wenigstens die gerechte Strafe kriegt, weil was er angetan hat, das ist einfach unmenschlich.
Mit im Gerichtssal Kommissar Caesar. Mit Hilfe von Zeugen wird der Tatablauf rekonstruiert. Drei Tage vor Metaps Verschwinden kommt der Bruder zu ihr in die Wohnung. Er ist wütend, daß sie nicht zu einem Familienfest kommt und lieber Zeit mit ihrem Freund verbringt. Der Bruder soll vor Zorgen gebt haben, soll sie beschimpft haben.
Er hat dann auch den Liebhaber aus der Wohnung verwiesen, man kann sagen, ihn aus der Wohnung geschmissen und es kam zum Streitgespräch zwischen ihm und seiner Schwester. Als er dann die Wohnung wieder verließ, sagte Frau Savassi noch zu ihm: “Ich habe ab jetzt keinen Bruder mehr.” Daraufhin leit sich der Bruder in seiner Firma den Caddy.
Er fährt nach Cassel und zwingt Metab vor ihrer Wohnung gewaltsam ins Auto. Auf der Autobahnaufahrt versucht sich die Frau vergeblich zu befreien. Sie will aussteigen. Das erklärt auch die Beobachtung der Zeugin, die die Tür des Caddys auf und wieder zugehen sieht. Der Bruder steuert den Wald an, fesselt seine Schwester und erschießt sie.
Wohl eine Reaktion darauf, dass sie sich von ihm abgewendet hatte. Das Tröpchen, was das fast zum Überlaufen gebracht hat, war die Äußerung seiner Schwester in der Wohnung. Ich habe ab sofort keinen Bruder mehr. Der Beschuldigke Oberhaupt der Familie. Er war der Bestimmer und er hat sich letztendlich gekränkt gefühlt, wollte es seine persönliche Ehre wiederherstellen.
Der Indizienprozess dauert 3 Monate. Für Tochter Jahren ist es vor allem eine Belastung, dem Mörder der eigenen Mutter gegenüberzusitzen. Ich habe mich nur die ganze Zeit geekelt. Ich habe mir dann nur gedacht, meine Mutter hat dieses Gesicht zuletzt gesehen bitte Platz. Das Gericht verurteilt mir mit es zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
Die besondere Schwere der Schuld wird festgestellt. Er habe den Mord an seiner Schwester konsequent durchgeplant. Vor Gericht hat er bis zum Schluss geschwiegen. Kommissar Caesar, seit drei Jahren pensioniert, beschäftigt dieser Fall bis heute. Ich war natürlich darüber betroffen, dass eine junge lebenslustige Frau, die noch viel vor hatte in ihrem Leben, sterben musste, nur weil sie ihr Leben so gestalten wollte, wie sie sich das vorgestellt hatte.
Ganz persönlich habe mich betroffen gemacht, dass ich der Tochter von Frau Savasti immer versprochen hatte, dass ich ihre Mutter bestimmt Leben finden würde. Dieses Versprechen konnte ich dann ja leider nicht halten. Und dennoch, Kommissar Horst Caesar hat immerhin einen kaltblütigen Mord aufgeklärt und den Bruder von Metaps Waschzi hinter Gitter gebracht.
Hallo, mein Name ist Max Spalleck. Mein Name ist Diane Helscher. Und mein Name ist Sebastian Kaufmane. Am 18.12. Bühne in Berlin im wunderbaren Kino Babylon. Wir haben mit euch zum Jahresende etwas ganz besonderes vor. Serienkiller und Sekten und Kulte an einem Abend. Also, wir lesen zwei Folgen live für euch.
Im Hintergrund auf der großen Leinwand werden die Folgen bebildert. Danach können wir gemeinsam Fotos machen und zusammen einen True Crime Abend in Berlin zum Jahresausklang erleben. Das Kino Babylon ist ein wunderbarer Ort dafür. Mitten in Berlin perfekte Atmosphäre, vor allen Dingen, wenn es dunkel im großen Saal 1 wird.
Für uns ist es immer etwas ganz besonderes, euch live zu treffen und für euch eine Folge zu lesen. Am 18.12. im Kino Babylon Berlin Serienkiller und Sekten und Kulte live. Die Karten dafür gibt es ab sofort im Vorverkauf. Den Link findet ihr hier in den Shownotes. Holt euch jetzt euer Ticket. Wir freuen uns auf euch.
Ah, und grüßen wir den Max Spalleck. Das wäre dann ja ich. Ja. Bis zum 18.12. in Berlin. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.
Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. An einem milden Oktobernachmittag 1994 spielten die neunjährige Abonywes und ihre Cousine vor dem Haus ihrer Familie in Milwaukee. Abonys Nachbarin, eine ältere Frau, ging mit ein paar Müllsäcken auf sie zu.
Sie bot den Mädchen 50 Cent pro Sack, wenn sie diese Müll bringen würden. Die beiden halfen gerne. Nachdem sie die Säcke durch eine Gasse geschleppt hatten, hatte Ebeny Schwierigkeiten, den schweren Deckel des Müllcontainers anzuheben. Doch mit Hilfe ihrer Cousine schafften die beiden es schließlich, ihn zu öffnen.
Plötzlich zuckten zwei Beine in die Höhe. Die Mädchen waren so entsetzt, daß sie nicht einmal schreien konnten. Sie starrten nur voller Furcht auf das Bild, das ich ihnen bot. Im Container lag der geschundene und verstümmelte Körper der 32-jährigen Karen Kill Patrick. Nur zwölf Stunden zuvor war sie dem North Strangler von Milwaukee zum Opfer gefallen.
Hallo, ich bin Max Spallik und das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Spotify Original. In jeder Episode tauchen wir in die Gedankenwelt und den Wahnsinn von Serienkillern ein. Heute beschäftigen wir uns mit der Geschichte von Walter E Alice. Mein Name ist Diane Helscher.
Ihr könnt Episoden von Serienkillermörder und ihre Geschichten kostenlos auf allen Plattformen wie Spotify, Apple oder Amazon Music hören. Danke für die Kommentare, die ihr uns in den sozialen Netzwerken schreibt. Auf unserem Instagram Account Serienkiller_Podcast bekommt ihr jede Woche die Ankündigung der neuen Folge.
Falls ihr den Podcast noch nicht abonniert habt, macht das am besten jetzt gleich. Über 20 Jahre lang terrorisierte Walter Allis seine Nachbarschaft und blieb dabei weitgehend unentdeckt. Er war vor allem unter seinem Spitznamen bekannt, Milwaukee Northside Strangler. Walter E. Alice wurde 1960 in der von Armut geprägten Stadt Holmes County, Mississippi geboren.
Über seine frühe Kindheit ist wenig bekannt. Doch bereits in jungen Jahren zog er mit seinen Eltern Leroy und Matty sowie der ganze Familie von Mississippi nach Milwaukee. Die Familie Alice zog zum Ende der sogenannten Great Migration um, jener Zeit in der rund 6 Millionen Afroamerikaner aus dem ländlichen Süden in die Großstädte des Nordens und mittleren Westens zogen.
Städte wie Detroit, Chicago und Pittsburg wurden bessere Arbeitsmöglichkeiten und waren weniger von den Rassentrennungsgesetzen geprägt als der Süden der USA. Der nördliche Teil der Stadt, in dem die Familie Alis sesshaft wurde, war überwiegend von Schwarzen bewohnt. Trotz aller Anstrengungen, die Kriminalität in diesem Viertel einzudämmen, galt es als Zufluchtsort für Drogenhändler und Sexarbeiterinnen.
Es machte sich einen Namen in seiner Nachbarschaft. Schon in jungen Jahren war er für sein aufbrausendes Temperament und seine Aggressivität bekannt. Eine Nachbarin namens Vna Jordan wuchs in derselben Straße wie die Familie Alice auf. Sie erinnerte sich daran, dass Alice als Jugendlicher oft auf andere Nachbarkinder losging und sie verprügelte.
Seine Wutausbrüche waren heftig und kaum vorhersehbar. Es ist möglich, dass Alice mit einer Störung der Impulskontrolle lebte, der sogenannten intermittierenden explosiven Disorder Kurz IED. Menschen mit IED zeigen oft intensive Verhaltensausbrüche auf, die im Vergleich zum Auslöser völlig übertrieben sind. Diese Ausbrüche führten mit unter zu körperlichen Verletzungen anderer und dies war häufig der Fall.
Andererseits könnte er auch einfach ein gewöhnlicher Schlägertyp gewesen sein, einer, dem seine Eltern erlaubten, sich unbehelligt auszutoben. Rückblickend fragte sich, wie Anna Jordan, warum keine Erwachsenen eingriffen, als Alice gewalttätig wurde. Nach der Psychologin Mary Selamia projizierten Schläger ihre eigene Scham und Unzulänglichkeiten auf die Verletzlichkeit ihrer Opfer.
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