Wahre Verbrechen I Der Killer aus dem Chat I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Der Killer aus dem Chat I True Crime Dokumentation
Über dies Wochenende hinaus hat man nichts von Judith gehört. Am Montag ist sie dann auch nicht zur Schule gekommen und das hat die Mitschülerin von Judith nervös gemacht, weil sie sagt, Judit ist sowas von zuverlässig und auch zielstrebig in ihrer in ihrer schulischen Ausbildung gerade. Sie würde nicht unentschuldigt fehlen.
Die Freundin wandte sich dann an die Mutter. Es gab mehrere Versuche, sie dann telefonisch äh zu erreichen. Die Mutter und der Vater sind dann zu ihrer Wohnung gefahren, haben versucht sie an der Wohnung anzutreffen, haben festgestellt, dass ihr Auto nicht da ist, so dass die Mutter zumindest davon ausgegangen ist, irgendwas stimmt hier nicht, irgendwas ist hier passiert, als man diese Weitläufigkeit der Spuren, die unterschiedlichen Thematiken, die diese Spuren betreffen oder Ermittlungskomplexe betreffen, aufkam,
auf jeden Fall verwundert. Das ist vieles, was absolutes Neuland auch für uns ist, Thematiken waren, mit denen wir uns noch nie auseinandersetzen mussten. Polizeiinspektion Nienburg Schaumburg bei Hannover. Kriminalhauptkommissar Christoph Burghard hat Dienst, als am 15. September 2015 eine vermissten Meldung eingeht.
Seit 3 Tagen fehlt von der 23-jährigen Judith T. jede Spur. Die Kollegin, die die vermissten Anzeige dann zunächst bearbeitet hat, hat weitere Informationen über Judit eingeholt und letztendlich auch eine Handyortung veranlasst. Diese ergab, dass Judit das letzte Mal am 12.09.2015, das war ein Samstag, ihr Mobiltelefon benutzt hatte.
Das Handy ist also seit drei Tagen nicht mehr in Betrieb. Das macht die Ermittler stutzig. Sie befragen die Nachbarn. Die Nachbarin erinnerte sich daran, dass Judit mit ihrem PKW zunächst in Begleitung einer jüngeren männlichen Person mit kurzen Haaren und Stiernacken war. Die Ermittler wenden sich an die Öffentlichkeit und suchen nach Judit, ihrem roten Fiat und dem Unbekannten Begleiter.
Daraufhin gibt es einen Hinweis auf den Reburger Stadtteil Lockum. Wir sind jetzt auf dem Marktplatz in Lockum. Der ist ziemlich gegenübergelegen vom Klosterlockum. Hier ist an dem Donnerstag zunächst der PKW festgestellt worden. Der stand hier ziemlich genau an dieser Stelle ordnungsgemäß abgeparkt, war verschlossen. Sofort untersuchen die Ermittler den roten Fiat auf Spuren ohne Erfolg.
Lediglich die DNA von Judit kann festgestellt werden. Der Parkplatz ist ein beliebter Ort, um eine Wanderung in den nahe gelegenen Klosterwald zu starten. Ist das ein Hinweis darauf, wo sich Judith befinden könnte? Nach der Beschreibung ähm ihrer Familie, ihrer Angehörigen noch Schulfreunde, war das war das schon typisch für Judit? Judit wurde als sehr Naturverbunden äh beschrieben, die auch die Entspannung in der Natur sucht gerade der Wald zog sie an.
Ist Judit im Lokumer Klosterwald? Hat sie sich verletzt und wartet auf Hilfe? Mittlerweile sind seit ihrem Verschwinden fünf Tage vergangen. Wir haben natürlich zunächst äh eigene Suchmaßnahmen hier veranlasst, unter anderem in Mentrailerhunden. Ähm diese suchen verliefen nicht erfolgversprechend.
Wir konnten diesen großen Bereich gar nicht äh im Detail äh durchkämmen durchsuchen, sodass äh bereits Planungen bestanden mit Hundertschaften in den darauffolgenden Tagen äh hier eine koordinierte Absuche durchzuführen. Während der Planung erreicht den Ermittler ein schockierender Anruf. Judits Vater ist selbstständig auf die Suche gegangen und hat tief im Wald die Leiche seiner Tochter gefunden.
Hier in diesem Bereich, an diesem Platz wurde Judit damals von ihrem Vater aufgefunden. Hier ist jetzt der unmittelbare Leichenfundort. Judit lag hier mit Ästen bedeckt. Die Äste waren in mehrfachen Schichten übereinander getragen. Der Leichnah der 23-jährigen ist unbekleitet, außer einer Sneakersocke am linken Fuß.
An der Toten selbst können zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Feststellungen gemacht werden. Aufgrund der feuchten, warmen Witterung, die in den Tagen zuvor geherrscht hat, ähm haben sich die Leichenveränderung haben die schnell fortgeschritten, sodass eine eindeutige Klassifizierung zur Todesursache ähm bzw. Hinweise, weitergehende Hinweise auf ein Sexualdelikt so bei der äußeren Leichenschau nicht zu erkennen waren.
Judits Leichnah wird zur Obduktion gebracht. der Spurensicherung fällt ein Platz in der Nähe des Auffindeorts ins Auge. Ca. 9 m in die Richtung entfernt, haben wir damals im Rahmen der Spurensicherung dann diesen Platz entdeckt, wo auf einer Fläche von 2 x 2 m ähm fahren und Graswops runtergedrückt, runtergetreten war, so wie das es aussah, als hätte dort eine Decke gelegen und haben wir dann bei der Absuche noch ein Bohrer, ein Centstück, ein Kaugummipapier und Zigarettenfilter aufgefunden.
Die Gegenstände werden sofort zur Untersuchung ins Labor geschickt. Witterungsbedingungen waren für DNA Spuren äußerst ungünstig. Es hatte viel geregnet. Ähm, die rühren Träger waren dadurch durchnäst, sodass die Erfolgsaussichten, DNA zu finden, doch eher gering zu bewerten waren. Die Spurensuche am Tatort ist abgeschlossen.
Judits Kleidung, ihr Handy und persönliche Dinge fehlen. Burg hat hofft, dass das Ergebnis der Obduktion Ermittlungsansätze liefert. Wir haben mitgeteilt bekommen, dass unter dem Fingernagel eine ähm DNA Spur zu finden ist, die aber soweit nicht aufgeschlüsselt werden konnte, dass ein ein weiterer Abgleich zielführend ist.
Aufgrund des Zustands der Leiche sind weitere Ergebnisse aber schwierig. Man konnte dort nur mit Wahrscheinlichkeiten äh arbeiten und die Rechtsmedizin hat das eingeschätzt, dass ähm Tod durchsticken als wahrscheinlich anzunehmen ist. Auch ob es zu Abwehrverletzungen oder einem sexuellen Missbrauch gekommen ist, kann nicht mehr festgestellt werden.
Um einen exakten Todeszeitpunkt bestimmen zu können, werden Spezialisten beauftragt. Wir haben dafür die Rechtsmedizin Frankfurt mit einem Gutachten beauftragt, die anhand der MEN nachvollziehen konnten, dass die Liegezeit ca. 7 bis 8 Tage vorauffinden zu datieren ist. Damit ist bestätigt, Judit ist am Tag ihres Verschwindens dem 12.
September auch getötet worden. Doch von wem? Ermittler Christoph Burghard konzentriert sich auf die Rundumermittlungen zu Judits Lebenssituation. Dabei ist eines auffällig. Sie lebte in direkter Nachbarschaft zu verurteilten Straftätern. den jetzt hier vor der Wohnung, in der Judit damals zur Tatzeit gelebt hat, die hat sich hier in diesem Gebäude im Obergeschoss befunden.
Und interessanterweise das Maßre Vollzugszentrum findet sich hier in meinem Rücken. Da gegenüber kann man noch eine Gebäudecke erkennen, also in unmittelbarer Nähe zu Judits Wohnung. Ähm, das hat uns damals auch vor die Schwierigkeit gestellt, äh wie wir mit dem Maßregelvollzug umgehen. Auf jeden Fall war es eine Spur für uns, aber es war auch nicht richtig, pauschal von einem Generalverdacht auszugehen.
Burghard und seine Kollegen nehmen Kontakt zur Klinik auf, lassen sich eine Liste der Freigänge geben und fragen nach Auffälligkeiten zum Tatzeitpunkt. Doch keiner der Insassen gerät unter Tatverdacht. Die Ermittler konzentrieren sich auf die Auswertung von Judits PC und stoßen dabei auf ihren Verlobten. Ein Chris aus Köln.
Auch ihre Freunde berichten von dieser Fernbeziehung. Dieser Name Chris Chris aus Köln. Immer wieder tauchte der auf. Immer wieder war der bei den Zeugen aus Judits Umfeld Thema. Immer wieder hieß es das war da gibt es einen Chris. Chris aus Köln. Dieser Chris hat mit Julit mehrährige Beziehung gehabt. Julit war komplett vernaht in ihn, war schwer verliebt.
Judith hatte mit Chris aus Köln auf verschiedenen Social Media Kanälen gechattet. Lief diese Beziehung nur online oder auch im realen Leben? Alle wissen von Chris aus Köln nur über die Erzählung von Judit, aber ansonsten weiß man von ihm nichts. Die Accounts hatten wir, aber auch da waren die hinterlegten Daten nicht zielführend für uns.
Die weiteren Ermittlung verliefen verliefen im Sande. Das waren waren Fake Personalien, die dahinter lagen oder nicht existente Personen. Da kam schon so ein absolutes Merkwürdigkeitsgefühl auf, aber irgendwo auch das Gefühl, hier sind wir auf der richtigen Spur. Erneut kommt es zu einer überraschenden Wendung. dass sich äh ca.
eine Woche nach dem Auffinden von Julits Leichnamen eine Person hier in der Dienststelle meldete, telefonisch meldete, sagte, er sei Chris aus Köln, nannte auch ein einen Nachnamen dazu, gab an, dass er der Exfreund von Judith sei und äh Judith vor ca. Dre Monaten die Beziehung beendet habe. Chris gibt an noch zwei Tage für weitere Befragungen über die angegebene Nummer erreichbar zu sein.
Die Spur an sich muss man sagen, Chris aus Köln war für uns eine ganz heiße Spur, eine Beziehungstat, gerade wenn es der Verlassene Verlobte ist. Wir wussten aus den Chatverläufen, dass Judit die Beziehung ähm beendet hat und dass dann eine Beziehungstat vorliegen könnte. Von dem äh eifersüchtigen, ehemaligen Verlobten lag es natürlich nah und die hatte einen ganz hohen Stellenwert.
Die Nachverfolgung des Anrufs hat für die Ermittler höchste Priorität. Dann die Überraschung. Die Anschlussinhaberin ist eine Frau, die teilte uns dann mit, dass diese Telefonnummer ihrer Tochter gehören würde auf die Nachfrage, ob die Tochter denn einen Freund habe oder einen Bekannten habe, der Chris heißen würde, sagte die Mutter. Nein.
Was die Mordkommission zu dieser Tochter dann ermittelt, ist seltsam. eine Nadin, 36 Jahre alt, lebte damals in Krefeld und wir stellten dann fest, dass tatsächlich diese Nadin Chris aus Köln war. Nadin legt sich mit Chris aus Köln eine Fake Persönlichkeit zu, über die sie eine Beziehung mit Judith pflegt.
In dem Moment, als wir die Information zu Nadin hatten, war auch relativ schnell klar, äh dass sie dass sie ein Alibi hat. Der Fall wird immer rätselhafter. Er stellt die Ermittler vor viele Fragen. Das Ermittlerteam um Burgart steht wieder bei null. Im März 2016 nach äh mehrmonatigen Ermittlung waren sämtliche Ermittlungskomplexe, sämtliche Ermittlungsansätze nahezu abgearbeitet.
Wir haben uns dann hingesetzt und haben noch mal alles gegenlaufen lassen, gegengeprüft. Die Kollegin, die dann sich mit den Spuren noch mal befasst hat, stellte dann fest, dass ein Kaugummipapier, das auf dem Platz in unmittelbarer Nähe des Leichenfundenortes gefunden worden ist, offensichtlich gar nicht untersucht worden ist.
Die Spurenverpackung war unbeschädigt, das ist untypisch. bewussten, diese Spur ist auch zur Untersuchungsstelle eingeschickt worden und äh mussten dann feststellen, dass äh durch ein Versehen die Beauftragte Untersuchung nicht erfolgt ist. Das Papier wird umgehend noch mal eingeschickt und tatsächlich befindet sich eine DNA auf dem Papier.
Sie stimmt mit der DNA eines registrierten Straftäters überein. Jörg Edgar ein. Wir haben die Personen überprüft und stellten fest, dass es sich um ein Sexualstraftäter aus Nordwestdeutschland handelt, der zu einer Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt ist und zur Tatzeit und auch noch zu dem Zeitpunkt, als wir die Feststellung getroffen haben, eigentlich in der Sicherheitsverwahrung sitzen müsste und zwar genau in der forensischen Klinik, die hinter Judits Wohnung liegt.
Doch wie kann er dann zum Tatzeitpunkt im Wald gewesen sein? Wir haben natürlich auch gleich nachgeschaut, ob Jörg Edgar auf der Freigängerliste auftauchte. Das tat er nicht. Es hat bei uns für Verwunderung gesorgt, weil für uns nun erstmal nicht schlüssig zu erklären war, wie er denn am Tattag gegebenenfalls die Klinik verlassen haben könnte.
Daraufhin haben wir uns erneut an die Klinikseitung gewandt und haben diese Problematik thematisiert. Daraufhin wurde uns mitgeteilt, dass wir nach Freigängern gefragt haben. Freigänger ist ein feststehender Begriff, bezieht sich auf Patienten des Maßrielvollzuges, die mittlerweile außerhalb der Klinik leben und ähm lediglich zur therapeutischen Behandlung noch in den Kontakt mit der Klinik kommen, von dieser Klinik noch betreut werden.
Es wäre ein Unterschied zu Ausgängen, die Patienten haben und Jörg Edgar N hatte den Tag Ausgang und Ausgang ist eben eine Vollzugslockerung, die Patienten im Rahmen der Therapie zusteht. Jörg Edgar N wird festgenommen. In den Vernehmungen macht er keine Aussage. Ohne sein Geständnis kommt es nun zu einem langwierigen Indizienprozess.
Jörg en wurde im ersten Ermittlung im ersten Gerichtsverfahren wegen Totschlags zu 11inhalb Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Dieses äh Urteil wurde von BGH aufgehoben, sodass es zu einer zweiten weiteren Verhandlung kam, in der er freigesprochen worden ist. Im auch dieses Urteil wurde von BGH in dem Revisionsverfahren aufgehoben und äh es gab letztendlich jetzt im Jahr 2022 die Verurteilung wegen Mordes.
Er ist zu lebenslager Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Burkat und sein Team konnten nie genau rekonstruieren, wie Judit T getötet wurde. Ein Fall mit vielen Wendungen. Schlussendlich muss man sagen, dass wir froh waren, dass wir den tatsächlich verantwortlichen Täter identifizieren konnten.
Ähm, die Ermittlungen waren sicherlich in den Spurenkomplexen irreführend und verwirrend. Auch in der Ermittlungsarbeit sind uns Fehler unterlaufen, die wir im Nachhinein aufgearbeitet haben und nun versucht haben, auch unsere Strukturen im Nachhinein zu verbessern. Insgesamt sind wir froh, dass es hier zu einer mittlerweile rechtskräftigen Verurteilung des äh beschuldigten kommen es.
Ein extrem gefährlicher Straftäter konnte aus dem Verkehr gezogen werden. Der Fall ist insofern in der Wiener Kriminalgeschichte herausragend. Friedrich K. war als Zähne Gastronom in Wien eine Originalität. Hat die Gefahr offensichtlich unterschätzt. Für uns war klar, dass es sich hier nicht um ein Zufallsopfer gehandelt hat.
Auf Wienerisch gesagt, die Tat hat große Wellen geschlagen. Der Wohnpark Alter in Wien. Im Dezember 1985 warten hier zwei Männer auf ihr Opfer. Sie setzen einen Plan um, der für einen bekannten Wiener Gast wird tödlich endet. Hofrat Dr. Josef Siska leitete damals die Wiener Mordkommission. Der sogenannte Spitzbubenmord ist ihm gut im Gedächtnis geblieben, auch weil die Kripo ihn nicht auf klassische Weise gelöst hat.
Eine Besonderheit ist, dass in diesem Fall es zu Tricks reingekommen ist und zwar von beiden Seiten, sowohl von den Verdächtigen, die versucht haben, die Polizei auf eine falsche Spur zu lenken, als auch von der Polizei, die mit ungewöhnlichen Mitteln äh eine Falle für die Verdächtigen errichtet hat. Das Opfer ist der 42 Jahre alte Friedrich K.
198 ist er im Wienerstadtteil Nussdorf Geschäftsführer der stadtbekannten heurigen Gaststätte zu den drei Spitzbuben. Seinen Namen verdankt das urrige Weinlokal einem erfolgreichen Kabaretttrio, das regelmäßig vor Ort aufgetreten ist. Sie haben nicht nur äh Derbeitze erzählt, sondern sie haben auch Parodien auf Schlager gesungen, mit schlüpfrigen Texten versehen.
Es war alles so organisiert, dass im Volksmond dieses Lokal auch als sogenannte Humorbaracke bezeichnet wurde. Am 8. Dezember 1985 macht Friedrich K. nach Mitternacht zunächst die Abrechnung und legt anschließend die Tageseinnahmen des Lokals in einen Tresor. Um 2 Uhr morgens kommt er mit dem Auto zu Hause in der Tiefgarage des Wohnparks an.
Nachdem also Friedrich K. aus dem Auto ausgestiegen war, wollte er wie üblich die Schleuse zu seiner Wohnung, also zum Steigenhaus, benützen. Diese war aber durch einen Holzkeil blockiert, so dass er gezwungen war, eine andere Schleuse zu benutzen. Als er diese öffnete, sah sich zwei Männern gegenüber.
diese trugen Wollhaben und Skibrillen und waren dadurch maskiert. Einer der Männer hatte bereits ein Gewehr auf ihn gerichtet und im Anschlag. Der andere forderte die Herausgabe der Treschlüssel zu dem Lokal drei Spitzben. Friedrich K. denkt nicht daran, den Forderungen der maskierten Männer nachzugeben.
Er versucht mit den beiden Tätern zu sprechen, will sie so vertreiben. Das ist nicht gelungen, denn einer der Täter schlug mit dem Griff äh eines Kampfmessers auf seinen Kopf ein und fügte ihm mehrere blutende Wunden zu. Friedrich K blieb aber standhaft und der Mann mit dem Gewehr gab einen Schuss auf Aufforderung seines Komplizen ab, wobei äh das Projektil das Auge durchschlug und in das Gehirn eintrank, so dass Friedrich K.
auf der Stelle tot war. Ein Zeuge, der gerade nach Hause kommt, sagt später: “Er habe zwei flüchtende Männer gesehen.” Es handelte sich um eine nebelige Nacht und er hatte also keine klare Sicht, konnte aber erkennen, dass aus dem Gebäude zwei schämenhaft von ihm wahrnehmbare Männer herauskamen, hastigen Schrittes sich entfernen wollten und auch entfernt haben und einer davon einen langen Gegenstand, von dem er meinte, dass er mit einer Decke, mit einem Tuch, vielleicht sogar mit einem kleinen einen Teppich verhühlt war, mit sich getragen hat.
Die Anteilnahme in der Wienergesellschaft ist nach dem Mord an Friedrich K. sehr groß. Er war allgemein beliebt, er war bekannt. Ähm viele Prominente äh kannten ihn, waren sogar mit ihm befreundet und die Anteilnahme an seinem tragischen Ende war enorm. Offenbar wurde Friedrich K. in der Tiefgarage gezielt in eine Falle gelockt.
Für uns war klar, dass es sich hier nicht um ein Zufallsopfer gehandelt hat, sondern eher einer das Opfer einer geplanten Tat äh geworden ist und zwar von Personen, die offensichtlich über sein ähm Lebensablauf äh seinen Tagesablauf bestens informiert waren. Als Dr. hier damals bei den Ermittlungen das heurigen Lokal des Mordopfers unter die Lupe nimmt, fällt ihm ein Foto an der Wand auf.
Es zeigt die gesamte Belegschaft der heurigen Wirtschaft. Ein junger Mann, der den Ermordeten gut kannte, sticht Siska besonders ins Auge. Und ich weiß nicht wieso, äh irgendwie interessierte [räuspern] mich dieser, weil ich der Meinung war, äh nur ein Insider konnte das Wissen haben, das Geld, wie und wenn es verstaut wurde, nämlich im Tresor, wer den Tresorschlüssel hatte und wer äh dann eben um 2 Uhr in der Früh nach Hause kam.
Ich habe einiges erfahren, dass das ein junger Mann ist, ein gewisser Robert T. damals 20 Jahre alt, der eigentlich keinen Beruf erlernt hatte, sondern für verschiedene Hilfstätigkeiten in dem Lokal äh Verwendung äh fand. Die Stelle im Heurigen hat Robert T. Mutter vermittelt bekommen. Sie arbeitet ebenfalls in dem Lokal. Er war ein Scheidungskind, das heißt, ist ohne Vater aufgewachsen.
Er hat einmal gesagt, ich hätte mir gewünscht, ich hätte auch so einen Vater gehabt wie den Friedrich K. Es gab auch gemeinsame Urlaube, also es war durchaus eine engere Beziehung. Robert T. kennt die Abläufe im Lokal und im Leben von Friedrich K. Außerdem hat er sich während seiner ersten Befragung eher verunsichert verhalten und er ähnelt von der Statur her einem der beiden Männer, die der Zeuge nach dem Mord aus dem Wohnpark herauskommen sah.
Siska besorgt sich einen richterlichen Beschluss zur Überwachung des Telefons von Robert T. Anschließend läßt er an die Presse durchsickern, daß der Spitzbubenmord so gut wie geklärt sei. Diese Meldung war sozusagen die Falle, die dazu geführt hat, dass am Tag des Erscheinens der Zeitung ein Freund, ein gewisser Roland B.
ähm den wir bisher nicht kannten und auch einen Zusammenhang nicht herstellen konnten, angerufen hat und er hat gefragt, was ist denn, dass du mich jetzt so zeitlich in der Früh störst, nicht aufwächst und der hat gesagt, du wir müssen dringend miteinander sprechen. Es ist etwas oder es ist das, was in der Zeitung steht. Wir haben das Gespräch abgehört und uns war klar, das kann nicht irgendeine Meldung der Zeitung sein, sondern etwas, was genau die zwei betrifft, etwas Wichtiges, etwas entscheidendes.
Geht es um den Mord an Friedrich K. Robert T. Und Roland B. Die wichtigste Frage während der Vernehmung: Besitzt einer von ihnen ein Gewehr, wie es bei der Tötung von Friedrich K. zum Einsatz gekommen ist? Zur Überraschung der Beamten gibt Roland B. freimütig zu, ein kurzläufiges Gewehr zu besitzen. Wir sind dann erst später darauf gekommen, dass er versucht hat uns damit zu blöffen.
Er hat nämlich wenige Stunden, bevor diese Einfnahme stattgefunden hat, dieses Gewehr M1 gekauft, um uns das als Beweis seines Waffenbesitzes vollkommen legal zu präsentieren. Er hat aber nicht damit gerechnet, dass wir auch eine Hausdurchsuchung bei ihm durchführen werden. Und wir haben dort eine Schachtel gefunden, eine lange Schachtel mit der Aufschrift Savage Stevens.
Und die Kriminaltechnik hat gesagt, genau ein solches Gewehr Kandidatwaffe gewesen sein. Die nächste Frage war natürlich: Na und wo ist diese Waffe? Wer einen Waffenkarton hat, wird ja auch die zügehörige Waffe haben. Roland B. gibt nach mehreren Befragungen schließlich zu, gemeinsam mit Robert T die Waffe und andere Tatutensilien in die Donau geworfen zu haben. Dr.
Josef Siska leitet im Januar 1986 die Suche nach den Gegenständen in dem eiskalten Fluss. mit Erfolg. Ein Polizeitaucher holt das Gewehr der Marke Savage Stevens wieder an die Oberfläche, womit die Beweisskette geschlossen war. Nicht nur das Gewehr, sondern auch das Kampfmesser, das die Täter oder der eine Täter verwendet hat, um auf den Friedrich K. einzuschlagen.
Wir haben die beiden Täter auch nach ihren Motiv befragt. Und es hat sich herausgestellt, dass sie beide ähm Fans von dem damals sehr bekannten Silvester Stellone und seinen Filmen Rambo 1, Rambo 2 und so weiter waren, als er einen Draufgänger ähm spielte, dem also Recht und Gesetz äh vollkommen egal ist.
Äh und sie haben dem nachgeeifert, er war ihr Idol. Sie haben sogar Bodybuilding betrieben, um äh eine Figur ähnlich dem Silvester Stellon zu haben. Sie haben sich ausgerüstet wie eben Silvester Stellone mit einem Überlebensmesser, Kampfmesser, mit einem Gewehr. Doch weshalb nahm Robert T. Tat ausgerechnet Friedrich K ins Visier? Ein Mann, der für ihn angeblich wie ein Ziehvater gewesen war.
Anlass war, dass sowohl sein Freund Roland B. mit ihren Leben nicht zufrieden waren. Sie wollten Geld, Geld und noch einmal Geld und hofften dieses im Tresor äh der drei Spitzbom zu finden, so dass sie sich dann eben entschieden haben, diese Tat zu begehen und dann, wie sie meinten, ein neues Leben zu beginnen.
Basierend auf den Geständnissen der Täter lässt sich das Geschehen in der Tiefgarage des Wohnparks in der Nacht des 8. Dezember 1985 genau rekonstruieren. Es war so, dass Robert T. Äh die Waffe im Anschlag hielt und auch den Schuss abgegeben hat, aber erst nachdem sein Freund Roland B. im mehrfach energisch aufgefordert hat.
Schieß, schieß schieß durch endlich. Und ähm aufgrund der persönlichen Beziehung zwischen dem äh Robert T. Friedrich K. Verständlich, dass der zunächst einmal eine Hemmung hatte auf seinen ihm bekannten und befreundeten äh Mann zu schießen, aber er hatte schließlich doch getan. Nach dem österreichischen Strafgesetzbuch werden gleichermaßen der Täter als auch derjenige, der zu einer Tat anstiftet, bestraft.
Vor dem Landesgericht Wien werden beide Männer schließlich wegen des gemeinschaftlich begangenen Mordes und wegen versuchtem Raub zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Mord an dem Geschäftsführer des heurigen Lokals Die drei Spitzbuben. Das Bauchgefühl von Dr. Josef Siska hat zur Überführung der Täter entscheidend beigetragen.
Wir wurden damals seiner Zeit per Notruf verständigt, dass Bauarbeiter einen leblosen Körper im Wasser festgestellt haben. Sie sagte zu den Sanitätern äh die Wörter Scott, Tennessee und USA. Stiche wurden sehr massiv ausgeführt. Das heißt, das Messer ist vollständig in den Körper eingedrungen und hat dadurch erhebliche innere Verletzungen zurfolge gehabt.
Er hatte damals ein 19-jähriges französisches Opmä Mädchen überfallen und vergewaltigt und dem Opfer ist es damals gelungen, dem Täter das Messer zu entreisen und wegzuwerfen und zu flüchten. Es ist natürlich ein Wettlauf mit der Zeit, weil man zu dem Zeitpunkt ja davon ausgehen muss, dass der Täter wieder auftritt, möglicherweise weiterhin mordet oder vergewaltigt.
Das kompensiert die Ermittlungen, das bringt Druck in die Ermittlungen und und das ist jeder Ermittlungs wir haben da bedacht, den Täter möglichst schnell zu fassen. In den frühen 90er Jahren erschüttert ein Verbrechen ganz München. Eine junge Frau wird leblos in der ISA gefunden. Ihr Körper treibt im Wasser. Ekaalmittler Reiner Gröger hat versucht, diese Tat aufzuklären.
Er war dem Täter mehrere Jahre auf der Spur und obwohl er täglich mit solchen Verbrechen konfrontiert ist, sind ihm wenige so im Gedächtnis geblieben wie dieses. Für uns war es wichtig seiner Zeit, dass wir diesen Täter bald schnellstmöglich Ding festmachen, wenn wir davon ausgehen mussten, dass er möglicherweise weitere Taten begeht äh aufgrund der Vorgehensweise der Brutalität, die hier an den Tag gelegt wurde.
Und die Vergangenheit hat’s ja auch schon gezeigt, dass es meistens dann keine Einzelfälle sind. Sommer 1991. Am frühen Morgen des 20. August klingelt bei der Polizei das Notruftelefon. Wir wurden damals über die Einsatzzentrale Herr Notruf verständigt, dass Bauarbeiter, die hier im Bereich der Teil Kirchner Brücke arbeiten ausführen, einen leblosen Körper im Wasser festgestellt haben.
Die eintreffenden Helfer und Polizisten retten die junge Frau, die mit Messerstichen übersätt ist. Noch ist völlig unklar, was hier passiert ist. Doch die Bekleidungssituation der Frau lässt erste Schlüsse zu. Kleidungszustand war dergestalt, dass die Hose samt Slip nach unten gezogen war.
An der Begleidung selber konnten erhebliche Beschädigungen feststellen durch die Messereinstiche sowie erhebliche Blutspuren. Die Überraschung, die junge Frau ist noch am Leben. Es handelt sich um eine irische Studentin, Schinettet O. Bevor sie das Bewusstsein verliert, kann sie den Sanitätern noch etwas mitteilen. Sie sagte zu den Sanitätern äh die Wörter Scott, Tennessee und USA.
Ähm aber das sind ziemlich verwaschener Aussprache, so dass man das nicht genau verifizieren konnte, ob diese Worte in dem Kontext in dieser Reihenfolge gefallen sind. Während das 20-jährige Opfer umgehend hier in die Rineker Klinik gebracht wird, müssen die Beamten versuchen, diesen Namen in einen Kontext mit dem Verbrechen zu bringen.
Sie befragen hierzu die Gäste des Campingplatzes, auf dem auch Schinettet gewohnt hat. Dabei stoßen die Polizisten tatsächlich auf einen Mann namens Scott. Auffällig bei den Ermittlungen war natürlich, dass dieser Scott aus Tennessee, ob aus Tennessee tatsächlich stammen, wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht, tatsächlich auf diesem Campingplatz wohnhaft war und am Morgen, also am 20.08.
auch diesen Campingplatz zusammen mit seiner Begleiterin verlassen hatte. Die Beamten sind zuversichtlich, dass sie von diesem Mann wertvolle Informationen erhalten, wenn er nicht sogar etwas mit der Tat zu tun hat. Unterdessen versuchen Gröger und seine Kollegen mehr über die irische Studentin herauszufinden.
Die 20-jährige jobte den Sommer über in einem Biergarten am chinesischen Turm in München. Die Beamten befragen das Umfeld der jungen Frau, um mehr über sie in Erfahrung zu bringen. Sie war ein aufgeschlossener, lebenslustiger Mensch, immer Freude am Leben und begeistert äh Partys gefeiert. So wurde wurde sie uns durchgängig von allen, die sie kannten, vom Campingplatz zumindesten, aber auch von ihrer Familie beschrieben.
Während die Mordkommission eifrig ermittelt, kämpfen die Ärzte um das Leben der jungen Frau. Doch vergeben es. Einen Tag nach ihrem Fund verstirbt Schinett. Während der Obduktion der Studentin ergeben sich wichtige Anhaltspunkte für Gröger und seine Kollegen. Die Obduktion ergab mehrere Messerstiche im Brust und Rückenbereich.
Des weiteren konnte man Spermpuren am Opfer sicherstellen, die wir dann später auch eine Auswertung zuführen konnten. Die Stiche wurden sehr massiv ausgeführt, das heißt, das Messer ist vollständig in den Körper eingedrungen und hat dadurch erhebliche innere Verletzungen zurfolge gehabt. Die bisher einzige heiße Spur führt zu diesem Zeitpunkt in die USA zu einem Scott aus Tennessee.
Die Polizei findet den Mann, doch er kann durch einen Blutabgleich ausgeschlossen werden und auch sonst keine Hinweise geben. Die Beamten rekonstruieren jetzt den letzten Abend in Schinetts Leben. Wir haben die Zeiten so rekonstrieren können, dass äh die Schmitten nach ihrer Tätigkeit im Wirgarten am chinesischen Turm ähm anschließend zusammen mit Bekannten und Arbeitskollegen hier in das diesem PUA gegangen ist, sich dann noch einige Zeit aufgehalten hatte und dann gegen 24 Uhr 0:30 Uhr den PAU verlassen hatte und dann Richtung Gisellerstraße,
U-Bahnstation Giselerstraße gelaufen ist und von dort dann nach Hause fuhr oder fahr wollte Schin fährt ca. eine halbe Stunde mit der U-Bahn, bis sie aussteigt. Kommissar Gröger rekonstruiert. Also die Schinit kam gegen 1 Uhr nachts mit der U-Bahn in der an der Station Teikirchen hier an, ist dann den Weg zunächst hier rauf gelaufen und dort auf Höhe der Zentrallstraße rechts eingebogen.
Und ähm man sieht es jetzt schlecht. äh im Hintergrund des Kios, der damals ziemlich eingewachsen war, da ist der Täter das erste Mal auf sie gestoßen und da hat er sie dann überfallen und niedergeschlagen hat sie dann überzeugt davon, ob der Überfall ob den jemand mitbekommen hatte und ist anschließend mit ihr Messer am Hals bedrohen in der Bedrohungslage da hochgelaufen über die Brücke und hier auf den dieser Hochweg nach unten gegangen.
Er vergewaltigt sie, sticht auf sie ein und lässt sie einfach liegen. Nachdem der Täter verschwunden ist, muss ich die schwerverletzte Frau ins kalte Wasser der Isa geschleppt haben, bevor sie erschöpft zusammenbricht. Trotz intensivsten Ermittlungen kommt die Münchner Polizei Schinz Mörder nicht auf die Spur.
Die Beamten wenden sich an die ZDF Sendung Aktenzeichen XY ungelöst. als erstes mit einem Verbrechen, dass die Grippo München seit fast einem Jahr große Rätsel aufgibt. Das beginnt schon damit, dass das Opfer eine irische Studentin zwar noch gelebt hat, als sie gefunden wurde, dann aber bevor die Polizei mit ihr sprechen konnte, im Krankenhaus gestorben ist.
Die Grippe hatte in dieser Sache zahllose Spuren verfolgt bis in die Vereinigten Staaten, leider bisher ohne Erfolg. Dennoch hat sie die Hoffnung mit Hilfe unserer Zuschauer heute weiterzukommen, denn der Täter hat dem Opfer einige Gegenstände geraubt, die irgendwo noch existieren müssten. Vor allem die Schmuckstücke, die der Täter möglicherweise als Trophäe mitgenommen hat, könnten die Zuschauer der Sendung eventuell wiedererkennen und die Beamten so auf die Spur des Mörders führen. Doch auch diese Hoffnung erfüllt
sich nicht. Es ist natürlich ein Wettlauf mit der Zeit, weil man zu dem Zeitpunkt ja davon ausgehen muss, dass der Täter wieder auftritt, möglicherweise weiterhin mordet oder vergewaltigt. Ähm, das kompensiert die Ermittlungen, das bringt Druck in die Ermittlungen und und das ist jeder Ermittlungsbeamter bedacht, den Täter möglichst schnell zu fassen.
Doch es vergehen noch mehr als 10 Jahre, bis es in dem Fall der getöteten irischen Studentin neue Anhaltspunkte gibt. Ende der 90er Jahre ist es endlich möglich, mit der DNA-Analyse Spuren besser zuzuordnen. Ermittler Reiner Gröger nimmt sich den Fall noch einmal vor. Wir haben die gesamte Opferbegleitung einer neuen äh kriminaltechnischen Untersuchung zugeführt und dabei ist es uns gelungen, aus dem Slip des Opfers eine DNA Spur zu extrahieren, die wir dann in die Datenbank des Bundeskriminalamtes entsprechend einspeisen konnten.
Das Vorhaben bleibt ohne Erfolg, ein erneuter Rückschlag für Gröger und sein Team. Allerdings wird jeder neue Eintrag der DNA Datenbank mit der Spur aus Schinetz Unterwäsche verglichen. Ein Jahr später ist uns dann eine Treffermitteilung zugegangen. Das heißt, es gab eine Person, die ist eingestellt worden in dieser Datenbank, bei der diese Spur übereinstimmte.
Äh im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten wir dann eine Person namens René L identifizieren. Der 38-jährige Ren aus Bremer Hafen ist kein unbeschriebenes Blatt. Immer wieder wird der Mann auffällig. Gröger informiert seine Kollegen vor Ort. Es ist Vorsicht geboten. RL ist bereits Meerhach polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen verschiedenster Gewaltdelikte und zudem hatte er drei große Hunde.
Einer einer der Hunde ist ein sogenannter Kampfhund gewesen und zudem wussten wir nicht, ob er bewaffnet ist. Und aus Eigensicherungstechnischen Gründen haben wir damals das Sondereinsatzkommando bei der Festnahme hinzugezogen. Der Verdächtige lässt sich widerstandslos festnehmen, will mit der Tat aber nichts zu tun haben.
Ermittler Reiner Kröger ist das, der den Mann persönlich aus Bremerhafen abholt. Wird er ihm ein Geständnis entflocken können. Dem er die Tat leugnete und das Kennverhältnis abgestritten hatte, haben wir ihn noch mal die Beweismittel während der Fahrt eröffnet. darelegt, dass wir eine DNA Spur haben, äh sein DNA Profil mit der identisch ist und nach einigen Überlegungen und Fragen Fragestellungen unsererseits der Täter letztendlich die Tat eingeräumt.
Mordermittler Reiner Gröger hat nach 12 Jahren endlich den Mörder von Schinettet gefasst. Der Mann gesteht und macht sogar Angaben zu seinem Motiv. Er hat sich so dargestellt, dass er an dem Abend sehr alkoholisiert war und zunächst nicht mehr gewusst haben will, warum er das genau gemacht hat und was wie vorgefallen ist.
Hat aber dann eingestanden, dass er sechs haben wollte und wie er sie dann an wie sie wie die Schinne dann ihm vorbeigegangen ist, hat er letztendlich den Entschluss gefasst, dass er sie jetzt vergewaltigt. Daraufhin ist er umgedreht und ihr hinterher hat sie überfallen und damit nicht genug. Völlig überraschend gesteht René L ein weiteres Sexualverbrechen.
Er hatte damals ein 19-jähriges französisches Opädchen überfallen und vergewaltigt und dem Opfer ist es damals gelungen, dem Täter das Messer zu entreisen und wegzuwerfen, so dass er keinen Zugriff mehr auf das Messer hatte. Und im Fortlauf ist es ihr ebenfalls gelungen zu flüchten. René L wird 2003 vor dem Münchner Landgericht angeklagt und wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.
Nicht nur für Ermittler Reiner Gröger ist das ein beruhigendes Gefühl, diesen gefährlichen Mann hinter Gittern zu wissen. Ich glaube, das war auch äh nicht letztendlich nur was äh was ähm für mich äh von Bedeutung war, dass er verurteilt wurde, ähm sondern auch für die vor allem für die Eltern, die dann nach so langer Zeit ähm entsprechende vielleicht, wenn man so sagen kann, Genugtunung äh oder die gerechte Strafe für den Täter dann wahrnehmen konnten.
Dank des Fortschritts der DNA-Analyse und der Zusammenarbeit von Polizei, Rechtsmedizin und Justiz konnte auch dieser Cold Case gelöst werden, der dem Kriminalistengrüger so viele Jahre keine Ruhe ließ. Sie war manchmal auch sehr dickköpfig und stur, aber sie konnte auch anders sein. Sie konnte auch liebevoll sein. A wollte zu einer Freundin nach Großburg Wedel und da hatte vor eigentlich auch gesagt, dass sie dann abends wieder zu Hause sei und das war dann aber das letzte Mal, dass Ulla und ihre Mutter sich dann gesehen haben.
Man hat es eigentlich nicht so richtig geglaubt. Also mein Vater, der war total fertig. Das war ein 16-jähriger und der soll laut Zeugenangaben diesen roten Pullover von Ula getragen haben. Interessant war halt, dass man diese Person mit diesem Pullover gesehen hat, als Ola schon als vermisst gehalt. 23. Januar 1985.
An diesem Abend kommt die fzehnjährige Ola Lilienal aus Isannh nicht nach Hause. Knapp zwei Wochen später finden Spaziergängerinnen ihre Leiche in einem Waldstück. Olla wurde umgebracht. 39 Jahre sind seit dem vergangen. Bis heute ist Ihr Schicksal ungeklärt. Polizeikommissarin Annabelle Vater von der Cold Case Einheit Hannover ist seit 2022 zuständig für den Fall und rollt ihn noch einmal auf.
Also es war ja dann an dem 23. Januar, als quasi Ulla gemeinsam mit ihrer Mutter auch das Haus verlassen hat. Ulla wollte zu einer Freundin nach Großburg-Wedel. Ja, es war so, dass sie gemeinsam noch zur Bushaltestelle gegangen sind. Die war auch unweit von dem Wohnhaus. Man hat sich dann verabschiedet. Und Ulla hatte vor eigentlich auch gesagt, dass sie dann abends wieder zu Hause sei.
Und das war dann aber das letzte Mal, dass Ulla und ihre Mutter sich dann gesehen haben. Die 15-jährige lebt mit ihrer Familie im kleinen Ort Isanhagen bei Hannover. Sie ist das sechste von insgesamt acht Kindern und besucht eine Berufsschule. Berbel Schfler, ihre ältere Schwester ist damals 21 Jahre alt und wohnt nicht mehr zu Hause.
Mit ihr versteht sich die Teenagerin besonders gut. Ulla war sehr eigenwillig. Sie hatten auch ja ihren eigenen Kopf gehabt. Sie war manchmal auch sehr dickköpfig und stur, aber sie konnte auch anders sein. Sie konnte auch liebevoll sein und von daher muss ich sagen, ja, sie wollte halt eigenen Weg gehen, ne? Mit dem Bus fährt die Schülerin in den Nachbarort Großburgwedel.
Dort hat sie einen großen bekannten Kreis und will eine Freundin besuchen. Die wohnt in einer Stiftung der Kinder und Jugendhilfe. Heute ist in dem Gebäude unter anderem eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung untergebracht. Dort ist man dann aufs Zimmer gegangen, hat Musik gehört, hat Kleidung anprobiert, hat dann auch noch zusammen zu Armbrot gegessen und von dort aus ist Olle dann weitergezogen.
Wo sie hin will, erzählt sie nicht. Hatte die Jugendliche noch andere Pläne für diesen Abend? Mit wem hat sie sich möglicherweise getroffen? Bis heute kann die Polizei diese Fragen nicht eindeutig beantworten. Olas Freund hat ausgesagt, dass sie oder noch mal in der Stadt gesehen haben möchte in der Fußgängerzone von Großburg-Wedel, aber eher aus der Entfernung, also von der gegenüberliegenden Straßenseite.
Und deshalb ist für uns der letzte gesicherte Aufenthaltsort von Ulla auch die Stiftung. Danach verliert sich ihre Spur. Dass die Schülerin für einige Tage durch die Gegend zieht, war durchaus typisch. Deshalb sucht Berbelschäfler ihre Schwester zunächst auf eigene Faust. Aber Ola bleibt verschwunden. Am 2.
Februar, etwa eine Woche später, wendet sich die Familie schließlich an die Polizei. Am gleichen Tag machen Spaziergänger in einem Waldstück nah Großburgwedel eine merkwürdige Entdeckung. Im Gebüsch finden sie verschiedene Kleidungsstücke und hat sich halt gewundert, ist näher rangegangen, hat dann gesehen, dass da diverse Kleidungsstücke lagen, also eine Hose, einen Pullover, so ein bisschen verstreut, jetzt nicht versteckt, relativ offen.
Man hat diesen Fund dann dokumentiert, da man den aber noch nicht in irgendeiner Art und Weise zuordnen kann, hat man es dann einfach dabei belassen. Tage später na dem Fundort der Kleidung finden Spaziergängerinnen die Leiche eines jungen Mädchens. Es ist Ola Lilienal. Man kann nicht sagen, dass da irgendeiner äh nicht geweint hat.
Man hat es eigentlich nicht so richtig geglaubt. Also, mein Vater hat sich denn gleich zurückgezogen ins Schlafzimmer. Der war total fertig. Umgehend beginnt die Polizei mit der Spurensicherung. Mit Hilfe der alten Akten rekonstruiert Annabell Vater 39 Jahre später die damaligen Ermittlungen. Das sogenannte Brillegehege, ein Waldstück bei Großburgwedel, ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Die Leiche wurde in der Nähe eines Parkplatzes abgelegt und man hat sie dann ähm so ein bisschen abseits vom Weg in einem Graben liegend gefunden, unbekleidet und dann konnte man noch recht schnell feststellen, dass sie erdrosselt wurde. Die Tatwaffe, ein roter Netzstrumpf. Kriminaltechniker stellen ihn am Leichenfundort sicher.
Weil das Mädchen entkleidet ist, kann ein mögliches Sexualdelikt bis heute nicht ausgeschlossen werden. Konkrete Spuren, die darauf hindeuten, finden sich aber nicht. 1985 gab es in Deutschland noch keine Analyseverfahren, die mögliche DNA Spuren feststellen konnten. Die Obduktion der Leiche lässt dennoch wichtige Schlüsse zu.
Es war so, dass Ola tatsächlich an dem Tag ihres Verschwinds, an dem Abend auch noch verstorben ist. Und dadurch, dass dieser Zeitrahmen relativ klein gefasst werden konnte, war das für uns natürlich ganz wichtig. Kurz nach dem Besuch bei ihrer Freundin muss die Schülerin auf den Täter getroffen sein.
Schnell steht außerdem fest, die Kleidung, die im Wald gefunden wurde, gehört zweifelsfrei Ola. Am Abend ihres Verschwindens trug sie ein rotes Sweatshirt und genau das bringt knapp einen Monat nach dem Mord einen möglichen Tatverdächtigen ins Spiel. Das war ein 16-jähriger auch Bewohner, einer dieser Stiftung, wo sich Ulla sehr viel aufgehalten hat und der soll laut Zeugenangaben diesen roten Pullover von Ola getragen haben.
Interessant war halt, dass man diese Person mit diesem Pullover gesehen hat, als Ola schon als vermisst galt und wahrscheinlich auch schon verstorben war. Der Ermittlungsdruck in diesem Fall ist besonders hoch. Ein Kind wurde getötet. Die Polizei nimmt den Jugendlichen vorläufig fest und befragt ihn zu den Vorwürfen. Die Person hat im Rahmen der Vernehmungen dann verschiedene Versionen genannt, wie er an den Pullover gekommen sein könnte.
Hat dann eine Zeit lang auch abgestritten, dass überhaupt im Besitz dieses Pullovers war und ja, hat sich so ein bisschen Widersprüche verstrickt und ähm deswegen war es für uns auch ganz schwierig zu sagen, welche dieser Version jetzt dann tatsächlich der Wahrheit entsprochen hat. Die Zeugenaussagen allein reichen nicht aus, um den Anfangsverdacht zu erhärten.
Der Teenager aus der Stiftung wird freigelassen. Aus heutiger Sicht bewertet die Polizei den Jungen nur noch als Zeugen und nicht als möglichen Täter. Olas Oberteil allerdings gibt immer noch Rätsel auf. Das Problem mit dem Pullover ist halt, dass es verschiedene Zeugenaussagen gibt, wo, wann und wie dieser Pullover letztendlich noch mal gesehen wurde nach dem Verschwinden von Ulla und er wurde dann letztendlich auch unweit des Leichenfundortes dann auch entdeckt und das hat für uns natürlich die Ermittlung auch erschwert, weil wir nicht sagen
konnten, wann war dieser Pullover wo. Die Medien berichten ausführlich über den Fall. Nicht alles, was gedruckt wird, entspricht der Wahrheit. Dennoch entsteht so ein neuer Ermittlungsansatz. Aufgrund eines Zeitungsartikels hat sich dann damals ein Zeuge bei der Polizei gemeldet, der ausgesagt hat, dass er einen Jugendlichen vor dem Mord an Ulla mit einem roten Netzstrumpf gesehen haben will.
Und das war für uns natürlich interessant, weil Ulla mit einem roten Netzstrumpf erdrosselt wurde. Auch dieser Teenager lebte in der Wohneinrichtung in Großburgwedel. Die Polizei vernimmt ihn letztlich ohne Ergebnis. Problem war halt, dass wir quasi nur diese Zeugenaussage hatten und wir auch nicht belegen konnten, dass es wirklich der Netzstrumpf war, mit dem Ulla erdrosselt wurde.
Ob dieser Jugendliche mit der Tat in Verbindung stehen könnte, lässt sich nicht abschließend klären. Viele Fragen zu Olas Tötung bleiben unbeantwortet. Eine Vermutung zum möglichen Tatablauf gibt es allerdings. Dadurch, dass dieses Waldstück hier doch etwas außerhalb gelegen ist, ist es für uns recht wahrscheinlich, dass der Täter ein PKW besessen haben muss.
Es ist natürlich auch nicht ganz klar, obla per Anhalter gefahren ist und dann quasi bei ihrem Täter ins Auto gestiegen ist oder ob es sich einfach um jemand aus ihrem Umfeld gehandelt hat, der ein PKW besessen hat. Der Täter hätte sich auch ein Auto leihen und ohne Führerschein fahren können, aber damals sind alle Ermittlungsansätze ausgeschöpft.
Der Fall Ola Lilienal bleibt ungeklärt, ganze 35 Jahre lang. Doch Mord verjrt nicht. 2020 rollt die Coldase Einheit der Polizei Hannover den Fall noch einmal neu auf. Seit 2022 ist auch Annabelle Vater im Team. Der wichtigste Anhaltspunkt für die Ermittler, die Aerwate von damals. Mit neuen Analysetechniken werden Olas Kleidung und die Tatwaffe der rote Netzstrumpf erneut auf mögliche DNA Spuren untersucht.
Anerwaten, die damals gesichert wurden, konnten jetzt tatsächlich auch noch DNA Spuren nachgewiesen werden. Inwi weit die aber natürlich mit der Tat in Verbindung gebracht werden können, ist bislang noch nicht klar. Aktuell gibt es tatsächlich neue Ansätze, die überprüft werden. Dazu will sich die Kommissarin aber noch nicht äußern.
Auf der Suche nach weiteren Zeugen wendet sie sich auch an die Öffentlichkeit. So wurden im Dezember Plakate in Großburg-Wedel aufgehängt und Flyer an mehr als 11000 Haushalte verteilt. Für relevante Hinweise ist eine Belohnung von 5000 € ausgeschrieben. Auch wenn es noch so unwichtig erscheint, kann das für uns halt dieses eine Puzzleil sein.
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