Der perfekte Mord? | Der Fall John & Sandra Garner T
Der perfekte Mord? | Der Fall John & Sandra Garner
Bitte helfen Sie ihm. Fleht eine Frau am Telefon. Am anderen Ende ist der Notruf. Sandra Gana berichtet von einem maskierten Mann, der gerade ihren Ehemann erschossen haben soll. Wenig später treffen die Polizisten in einem Einfamilienhaus im texanischen Mayparl ein, in der Hoffnung, den Täter noch stellen zu können.
Doch in dem Haus befinden sich nur die Frau, die den Notruf abgesetzt hat und ihr toter Ehemann. Es ist der Beginn eines Falles, der dir mittler bald an allem zweifeln lässt, an der Tat, an den Zeugen, an ihrer eigenen Arbeit und an der Frau, die in dieser Nacht verzweifelt die Polizei gerufen hat. Dass ich zum Ausgleich zu der Arbeit für Insolito gern Sport mache, habe ich euch ja schon öfters erzählt.
Mindestens genauso wichtig wie Bewegung ist für mich aber auch mein Schlaf. Ich merke einfach immer mehr, wie viel Auswirkung das auf mich hat. Vor einiger Zeit war es mal wieder Zeit, die Matratze auszuwechseln. Es ist die 25 Flip von Emma geworden. Das lief von vorn bis hinten perfekt. Bei Emma sind kostenloser Versand und Abholung inklusive und das Beste ist, dass man 100 Nächte erstmal probe schlafen kann, um zu schauen, ob die Matratze auch wirklich passt.
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Beide arbeiten zu dieser Zeit für dieselbe Verpackungsfirma. Sandra lebt bereits getrennt von ihrem ersten Ehemann und zieht ihre zwei Kinder alle groß. John ist erst seit kurzem bei dem Unternehmen, doch die beiden verstehen sich auf Anhieb, trotz eines Altersunterschieds von 13 Jahren. Schon nach wenigen Monaten werden sie ein Paar.
John bemüht sich früh um ein gutes Verhältnis zu Sandras Kindern. Besonders mit ihrem Sohn West versteht er sich schnell sehr gut. Mit ihrer Tochter Andrea bleibt die Beziehung hingegen eher distanziert. Auch das Umfeld beschreibt die Beziehung als harmonisch. Freunde und Familie und Arbeitskollegen berichten später, dass Sandra und John ein verliebtes, aufgeschlossenes Paar gewesen sein, das sehr gut zueinander gepasst hätte.
Zwei Jahre nach ihrem Kennenlernen heiraten die beiden im Januar 2001 in Las Vegas. Die Ehe der beiden wirkt sehr glücklich und friedlich. Beruflich geht es für John Steilberg auf. Er wird zum Manager in der Firma befördert und arbeitet dort weiterhin gemeinsam mit Central. Unter seinen Angestellten geht er jetzt kompetent, freundlich und humorvoll.
Später berichten aber einige Kollegen, dass John auffällig hart mit seinen Mitarbeitern umgegangen sei. Besonders das Entlassen von Angestellten scheint ihm so berichten mehrere Mitarbeiter in gewisser Weise Freude gemacht zu haben. In geselligen Runden macht er manchmal Witze darüber, wie leicht es ihm falle, Leute zu folgen.
Und es gibt noch eine weitere dunkle Seite an John, die sich vor allem unter Alkoholleinfluss zeigt. John Nike danzu laut und unangenehm zu werden. Schon vor der Ehe hatte er Alkoholprobleme, die sich im Laufe der Jahre aber verstärkt haben. Dazu kommen depressive Phasen, in denen er antidepressiver nimmt. Trotz Johns Problem wirkt Sandra weiterhin glücklich an seiner Seite.
Aber im Jahr 2014 erhält Sandra eine Diagnose, die alles verändert. Multiple Skrelose. Die chronische Erkrankung greift das zentrale Nervensystem an und ist nicht heilbar. Für Sandra ist das ein harter Schlag. John steht ihr bei, begleitet sie zu Arztermin, übernimmt Aufgaben im Haushalt und versucht sie zu entlasten. Doch Sandra fällt es schwer mit der neuen Realität umzugehen.
Einige Monate nach der Diagnose gesteht sie John, dass sie nicht mehr leben wolle und mit Suizidgedanken kämpfe. John ist schockiert, aber reagiert ruhig und verständnisvoll. Er sagt ihr, dass er ohne sie nicht leben könne. Nach einem langen Gespräch gewinnt Sandra neuen Lebensmut. In den nächsten Wochen verbessert sich sogar das Verhältnis zu ihrer Tochter Andrea.
Andrea hatte sich bisher mit der neuen Beziehung ihrer Mutter schwer getan, aber als sie sieht, wie sehr sich John bemüht und sich um Sandra kümmert, akzeptiert sie ihn als festen Bestandteil ihrer Familie. Im Jahr 2016 beschließen Sandra und John einen neuen Lebensabschnitt zu Beginn. Sie ziehen nach Map Pearl, einer kleinen Stadt mit etwa 1000 Einwohnern südlich von Dallas.
Dort kaufen sie ein großes Haus mit Garten und Pool, direkt gegenüber von Johns Eltern, zu denen Sandrine gutes Verhältnis hat. Ihr Sohn West, der bereits ausgezogen ist, wohnt ebenfalls in der Nähe. Sandra fühlt sich in der neuen Umgebung wohl. Sie ist von Familie umgeben und beginnt trotz gesundheitlicher Rückschläge wieder Lebensfreude zu entwickeln.
Sie geht mit den Hunden spazieren und wirkt fröhlich und stabil. Doch das Glück der Familie hält nicht lange an. Am 1. Januar 2018 feiern Sandro und John ihren 18. Hochzeitstag mit einem Abendessen zu Hause. John ist zu diesem Zeitpunkt 42 und Sandra 55 Jahre alt. Sandras Sohn West ist am frühen Abend zu Besuch und fährt gegen 19 Uhr wieder nach Hause.
Sandra und John verbringen den Rest des Abends gemeinsam und gehen gegen 21:30 Uhr schlafen. Doch in der Nacht geschieht etwas Schreckliches. Kurz vor 1 Uhr morgens ruft Sandra in panischer Stimme bei der Notrufzentrale an. Sie sagt, ein maskierter Mann sei ins Haus eingebrochen und habe zweimal auf John geschossen.
Sie befinde sich im Badezimmer. Höre, dass John noch atme, traue sich aber nicht hinaus. Der Täter habe ihr befohlen, bis 100 zu zählen, bevor sie Hilfe rufen dürfe. Trotz Sanders dramatischer Schilderung dauert es ganze 15 Minuten, bis Polizei und Notarzt am Haus eintreffen. Eine Verzögerung, die später scharf kritisiert wird.
Die Polizei geht mit gezogenen Waffen ins Haus, da sie davon ausgehen, dass der Täter sich noch vor Ort befindet. Doch im Gebäude treffen sie nur auf eine völlig aufgelöste Sandra. Im Schlafzimmer entdecken die Einsatzkräfte John. Er liegt blut überströmt im Bett. Der Notarzt stellt fest, dass sein Körper noch warm ist.
Mittlerweile ist er aber in seinen Verletzungen verstorben. Zum Zeitpunkt des Anrufs könne er noch gelebt haben. Die Polizei beginnt noch in der Nacht mit der Spurensicherung, allerdings mit fragwürdigen Methoden. Statt eines Forensic Teams werden erste Tatortfotos mit Handys von Polizisten gemacht. Währenddessen wird Sandra zur Polizeiwache gebracht.
Sie muss ihre Kleidung zur Untersuchung ausziehen und Fingerabdrücke abgeben. Gegen 2 Uhr morgens beginnt eine offizielle Vernehmung, die aufgezeichnet wird. Sandra berichtet, dass sie durch zwei laute Knallgeräusche geweckt worden sei. Kurz darauf habe sie Schießpulver gerochen und plötzlich sei ihr mit einer Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet worden.
Sie habe einen maskierten Mann in ihrem Schlafzimmer gesehen, größer als sie mit Kapuzen, Pulli und Jeans. Sandra erzählt, dass sie schreiend auf den Boden gefallen sei und den Mann angefleht habe, sie nicht zu erschießen. Der Mann habe ihr gesagt: “Was ich hier tun wollte, ist getan. Ich bin nicht gekommen, um dich zu erschießen. Er erklärt, daß er wegen John gekommen sei, weil dieser ihn gefeuert habe.
Er habe dadurch seine Familie, sein Haus und alles andere verloren. Anschließend habe er sie hochgezogen und Sandra erkannt, dass es sich um einen weißen Mann handelt, weil er keine Handschuhe getragen habe. Er habe Geld verlangt und sei mit ihr ins Büro zum Safe gegangen. Als sie das Licht einschaltete, habe sie ihm kurz in die Augen schauen können, woraufhin er die Waffe auf sie gerichtet und gedroht habe, sie zu erschießen, wenn sie noch einmal ansehe.
Sie habe ihm daraufhin das gesamte Bargeld aus dem Safe gegeben, nach eigenen Aussagen etwa 18 000 $. Der Mann habe sie dann ins Badezimmer gestoßen und ihr befohlen bis 100 zu zählen, bevor sie die Polizei rufen dürfe. Sandra habe die Anweisung befolgt und anschließend den Notruf gewählt. Die Befragung endet gegen 4 Uhr morgens.
Danach wird Sandra wieder nach Hause gebracht. Obwohl Johns Eltern direkt gegenüber wohnen, lehnt sie es ab, bei ihnen zu übernachten. Sie kehrt in ihr eigenes Haus zurück und sagt der Polizei bei der Verabschiedung: “Sie hoffe, der Täter komme zurück, denn dann würde sie ihn erschießen.” Am frühen Morgen wendet sich Sandras Sohn West direkt an die Polizei.
Er geht nicht zu seiner Mutter, sondern zur Polizeiwache und erklärt dort, dass er überzeugt sei, dass seine Mutter etwas mit dem Tod seines Stiefvaters zu tun habe. Er möchte keine Details nennen, fordert aber die Polizei auf seine Mutter genau zu überprüfen. Besonders merkwürdig erscheint ihm, dass die beiden Hunde des Hauses in der Nacht nicht angeschlagen haben.
Es sind zwei Wachhunde, die bei einem Einbruch normalerweise laut gebellt hätten. Die Polizei nimmt seine Aussage auf, bleibt aber vorerst zurückhaltend. Sandras Darstellung wirkte auf sie glaubhaft. Am nächsten Tag durchsuchen die Ermittler erneut das Haus, auch die Garage und beide Fahrzeuge. Im Haus entdecken sie über zehn Schusswaffen.
John hatte legal mehrere Waffen besessen, weshalb das zunächst nicht ungewöhnlich ist. Doch auffällig ist, dass die Waffen ungesichert im Haus verzeilt sind, unter dem Bett, im Schrank oder auf der Küchenablage. Und eine der Waffen fehlt. Sandras Revolver, ein Geschenk von John. Sie sagt, sie wüße nicht, wo die Waffe sei.
Die Polizei beschlagnahmt daraufhin sämtliche elektronischen Geräte, darunter Handys, Tablets und Laptops. Am nächsten Tag liegt das Ergebnis der Schmauchspurenuntersuchung vor. Sandra hatte an beiden Händen Schmauchspuren. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie geschossen hat, da die Spuren auch durch die Nähe zu den Schüssen oder durch Wiederbelebungsmaßnahmen an ihre Hände geraten sein könnten.
Es gibt keine eindeutigen Beweise, aber mehrere Indizien, die Zweifel an Sandras Unschuld aufkommen lassen. Drei Tage nach der Tat kommt ein weiteres belastendes Indizans Licht. Die forensische Untersuchung von Sandras Laptop bringt zwei Google Succhanfragen zum Vorschein, die sie nur vier Tage vor Johns Tod getätigt hat.

Die erste lautet: Wie tötet man jemanden im Schlaf? Und die zweite: 16 Wege jemanden umzubringen, ohne erwischt zu werden. Diese Funde werfen ein neues Licht auf den Fall, doch für eine Festnahme oder Anklage reichen sie der Polizei noch nicht aus. Wenige Tage nach der Entdeckung der verdächtigen Googlescuchfragen meldet sich Sandras Sohn Wes erneut bei der Polizei.
Dieses Mal mit einer konkreten Aussage. Er sagt, man sle Mustang seiner Mutter noch mal genauer ansehen. Wes gibt an Sandra habe ihm vor einigen Monaten erzählt, dass sie ihre Waffe meist im Auto aufbewahre. Die Polizei fährt daraufhin erneut zu Sand’s Haus, doch sie ist nicht zu Hause. Die Garage ist abgeschlossen. Die Beamten erfahren, dass Sandra sich gegenüber bei ihren Schwiegereltern aufhält.
Sie begeben sich dorthin und bitten sie, die Garage zu öffnen. Sandra reagiert ungehalten, verweigert den Zutritt und fordert die Polizisten auf zu verschwinden. Doch die Beamten haben mittlerweile einen gültigen Durchsuchungsbefehl. Sandra bleibt keine Wahl. Sie öffnet die Garage. Die Polizisten durchsuchen den roten Mustang und entdecken unter dem Beifahrersitz eine schwarze Plastiktüte.
Darin finden sie die vermisste Waffe, eingewickelt in nasse Handtücher und zusätzlich in einen Plastikbeel verpackt. Sandra bestreitet die Waffe, dort versteckt zu haben und sagt, sie wüsste nicht, wie sie ins Auto gelangt sei. Auch die Polizei fragt sich, ob es wirklich Sandra gewesen ist, die die Waffe dort platziert hat.
Der Einbrecher hätte es zeitlich und logistisch nicht geschafft. Aber wer hätte es sonst sein können, wenn es Handra nicht war? Manche vermuten, dass ihr Sohn Wes die Waffe platziert haben könnte, da er mit seinem Hinweis die Polizei überhaupt erst auf die richtige Spur gebracht hat. Doch da es sich dabei um eine reine Spekulation handelt, wird dem nicht weiter nachgegangen.
Die kriminaltechnische Untersuchung ergibt schließlich, dass die sichergestellte Waffe die Tatwaffe ist. Mit ihr wurde John erschossen. Man findet jedoch weder DNA Spuren noch Fingerabdrücke an ihr. Außerdem haben die Ermittler die Türgriffe des Fahrzeugs vergessen, auf Fingerabdrücke zu untersuchen. Trotz fehlender forensischer Beweise ist für viele Beteiligte, insbesondere Johns Familie, klar, dass Sandra etwas mit dem Mord an ihrem Mann zu tun haben muss.
Sie wird erneut zur Befragung vorgeladen, aber dieses Mal nicht mehr als Zeugen, sondern als offizielle Verdächtige. Das zweite Verhör verläuft deutlich konfrontativer. Die Ermittler konfrontieren Sandra direkt mit dem Vorwurf, sie habe ihren Ehemann erschossen. Sie bleibt bei ihrer bisherigen Darstellung.
Ein maskierter, fremder Mann sei in das Haus eingedrungen und habe John aus Rache erschossen, weil dieser ihn in der Vergangenheit gefeuert habe. Für manche Ermittler wirkt sie eiskalt, für andere spricht ihre Standhaftigkeit für ihre Glaubwürdigkeit. Am Ende lässt sich keine Antwort auf die Frage finden, ob Sandriner außergewöhnlich gute Schauspielerin ist oder die Wahrheit sagt.
Schließlich wird Sandra Gana verhaftet. Die Kaution wird auf 2 Millionen US-Dollar festgelegt. Eine Summe, die für sie unmöglich aufzutreiben ist. Sie muss für anderthalb Jahre in Untersuchungshaft. In dieser Zeit verliert sie den Großteil ihres sozialen Umfelds. Viele bekannte und frühere Freunde distanzieren sich.
Auch die Familie ihres Ehemannes wendet sich von ihr ab. Im September 2019 beginnt der Prozess gegen Sandra Gana. Im Gerichtssal wirkt sie von den langen Monaten in Haft gezeichnet. Die Staatsanwaltschaft präsentiert eine Reihe von Indizien. Die Schmachspuren an ihren Händen, die belastende Aussage ihres Sohnes West, die verschwundene und wieder aufgetauchte Tatwaffe sowie die Google Suchanfragen kurz vor dem Mords.
Auch ihre Weigerung, die Garage freiwillig zu öffnen, wird als verdächtig dargestellt. Die Verteidigung konzert, dass keines dieser Elemente als eindeutiger Beweisauge. Schmapuren können auch durch Nähe zur Schusswaffe oder Wiederbelebungsversuche auf die Haut gelangen. DNAspuren oder Fingerabdrücke an der Zartwaffe fehlen.
auch die Hinweise ihres Sohnes seien mit Vorsicht zu bewerten. Er habe schon unmittelbar nach der Tat seine Mutter belastet, ohne konkrete Beweise oder ein klares Motiv anzugeben. Ein besonders umstrittenes Element ist die Frage nach den Google Suchanfragen. Die Verteidigung bringt vor, dass West zum Zeitpunkt der Anfragen im Haus war.
Zu dieser Uhrzeit hätten Sandra und John üblicherweise bereits geschlafen. Es sei daher möglich, dass Wes die Suchanfragen gezätigt habe. Sandra selbst behauptet jedoch, dass sie aufgrund von Suizidgedanken gegoogelt habe, wie sie sich selbst umbringen könnte. Ein zentrales Element des Verfahrens ist die Frage nach dem Motiv.
Die Staatsanwaltschaft präsentiert kein klares Motiv, was in Texas rechtlich auch nicht erforderlich ist. Die Verteidigung argumentiert hingegen, es gäbe keinen erkennbaren Grund, warum Sandra ihren Ehemann hätte töten sollen. Freunde und Familienangehörige bestätigen, dass die Ehe als harmonisch galt.
Insbesondere na Sandras MS Diagnose sei das paar enger zusammengewachsen. Sandra selbst beteuert mehrfach, sie habe John geliebt. Im Gegensatz dazu weist die Verteidigung auf ein mögliches Motiv bei Sohn Wess. Er habe geglaubt, nach Johns Tod zu erben. Diese Annahme war jedoch falsch. John hatte West nicht in seinem Testament berücksichtigt.
Dennoch stellt sich die Frage, warum West so vehement und früh seine eigene Mutter belastet hat. Die Verteidigung stellt in Frage, ob West nicht selbst die Waffe im Auto und die Google suchen bewusst platziert hat, um den Verdacht gezielt auf seine Mutter zu lenken. W kann zunächst jedoch ein Adibi vorweisen.
Er sagt, dass er zu Hause Netflix geschaut hat und seine Streamingdaten bestätigen, dass der Dienst ab 20:30 Uhr durchgehend genutzt wurde. Doch später stellt sich heraus, dass die gespeicherten Uhrzeiten auf eine andere Zeitzone eingestellt waren. Das Alibi ist damit hinfällig. Aufgrund fehlender Beweise sieht man West dennoch nicht als Verdächtig an.
Auch die Theorie des maskierten Täters wird von der Polizei ausgeschlossen. Es gibt keine Einbruchspuren, keine fremde DNA, keine Hinweise auf einen Racheakt durch einen früheren Mitarbeiter. Zudem argumentiert die Staatsanwaltschaft, ein geplanter Zäter hätte seine eigene Waffe mitgebracht und nicht mit einer Waffe aus dem Haus des Opfers gemordet.
Die Staatsanwaltschaft bleibt bei ihrer Einschätzung, dass Sandra ihren Mann ermordet hat. Die Tatwaffe war Sandras eigene Waffe. Sie wurde in ihrem Auto gefunden und sie hatte Schmauchspuren an den Händen. Für sie ist der Fall eindeutig. Die Verteidigung weist mehrfach auf erhebliche Versäumnisse der Ermittler hin.
Die ersten Tatortfotos wurden mit privaten Handys gemacht und später nicht archiviert. Einige Beamte waren ohne Schutzkleidung im Haus, wodurch mögliche Spuren kontaminiert worden sein könnten. Der leitende Ermittler hatte vorher noch nie einen Mordfall bearbeitet und seine Fehler führten laut der Verteidigung dazu, dass die Ermittlungsergebnisse keinen großen Wert haben.
Nach einem Monat Prozessdauer, 25 Zeugen und 400 präsentierten Beweisstücken, zieht sich die Jury zur Beratung zurück. Nur 6 Stunden später steht das Urteil fest. Sandra Ghana wird freigesprochen. Der Freispruch basiert auf dem Grundsatz im Zweifel für die Angeklagte. Sandra bricht vor Freude in Tränen aus.
Johns Familie hingegen ist fassungslos. Für sie ist klar, dass Sandra schuldig ist. Sie können das Urteil nicht nachvollziehen. Zwei Tage nach dem Urteil wird Sandra sehr untersuchungshaft entlassen. Ihre Tochter Andrea und einige Freunde holen sie ab. Sandra kehrt in ihr altes Haus zurück, in dieselbe Straße, in der auch Johns Eltern wohnen.
Zu ihrem Sohn West hat sie seit der Tat keinen Kontakt mehr. In Interviews sagt Sandra später, dass sie inzwischen glaube, West sei der markierte Mann gewesen, der John erschossen hat. Wenn dem so gewesen sein sollte, bleibt die Frage offen, warum Sandra ihren Sohn nicht an seiner Stimme oder seinem Verhalten erkannt hat.
Manche vermuten, dass sie zu sehr unter Schock gestanden habe. Andere halten die Behauptung schlichtweg für unglaubwürdig. Der Fall bleibt bis heute ungelöst. Trotz zahlreicher Hinweise, Spuren und Aussagen konnte niemand für die Tat verurteilt werden. Auch wenn der Fall juristisch abgeschlossen ist, ist er für Johns Familie nicht geklärt und sie hoffen bis heute darauf, dass der Fall eines Tages noch mal neu aufgerollt wird.
Damit sind wir am Ende des heutigen Videos angelangt. Was glaubt ihr, wer John Ghana ermordet hat? War es seine Frau Sandra, sein Stiefsohn Wes oder ein unbekannter Einbrecher? Schreibt mir eure Meinung dazu gerne die Kommentare, damit unterstützt ihr auch gleichzeitig diesen Kanal.
Wenn ein Video kurz nach dem Upload viel Interaktion erhält, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch Leuten vorgeschlagen wird, die in Zulito noch nicht abonniert haben. Denkt auch daran, den Kanal zu abonnieren und die Glocke zu aktivieren. Wenn ihr mich noch mehr unterstützen wollt, abonniert mich gerne bei Patrick.
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Bis dahin, ciao Leute.
