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Die Epstein-Files: Die Jagd auf Ghislaine Maxwell | Folge 8/8 T

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By sonds1
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Die Epstein-Files: Die Jagd auf Ghislaine Maxwell | Folge 8/8 

Jeffre Jeffstin. Seitdem Jeffrey Stin im Juli 2019 verhaftet wurde, stellen sich sowohl die durch seine Gewalt betroffenen Frauen als auch die Behörden und die Presse eine ziemlich berechtigte Frage. Wo steckt eigentlich seine ehemals Ängste vertraute Gilene Maxwell? Schon ein paar Jahre zuvor war es still um sie geworden.

 Ihr Zaunhaus in New York City ist verkauft und ihre Stiftung zur Rettung der Weltmeere liegt auf Eis. Zwar ist sie noch ab und an auf Veranstaltung zu Gast, aber lange nicht mehr so oft wie früher. Sie scheint sich immer mehr zurückgezogen zu haben und seit der Verhaftung von Sstin ist sie so gut wie unauffindbar und das obwohl es auch gegen sie Vorwürfe gibt und obwohl sie der Schlüssel zum Fall Jeffrey Abstin sein könnte.

Es ist nichts Neues, das neben Apps, die auch Gelane Maxwell in den Fokus Ermittlungsbehörden gererät. Schon 2016 hatte die Appsen Anklegerin Virginia Jeffrey eine rechtliche Auseinandersetzung mit Maxwell. Die beiden haben sich zwar letztlich außergerichtlich geeinigt, aber es war da immer klar, dass Maxwille nicht nur eine Mitwisserin, sondern eine Komplizen von Stein gewesen sein könnte.

 Es hat Maxwell dabei wenig genützt, dass sie sich schon viel früher öffentlich von Jeffrey Abstin distanziert hatte. Der letzte offizielle Auftritt von ihm und Maxwille war sogar schon 2005, noch bevor er zum ersten Mal im Gefängnis saß. Allerdings muss der Kontakt der beiden auch nach dem öffentlichen Branch noch da gewesen sein.

 Einer der Anwälte vieler Betroffener schildert etwa, dass es gewesen sei, der Maxwells Rechtsbeistand bezahlt habe, als Frauen versuchten gegen Maxwille vorzugehen. Und dass sie zumindest von seinen Taten gewusst haben dürfte, ist damals ebenfalls schon bekannt. Allerdings scheint Maxwell schon im Laufe der ersten Ermittlung gegen Absin einen Entschluss gefasst zu haben, nämlich dass es für sie klüger wäre, sich wenigstens in der Öffentlichkeit von Abstin fernzuhalten.

Es gab ja schon in den 2010ern eine neue Welle von Vorwürfen gegen Sin. Das Konstrukt, dass er sich über Jahre aufgebaut hatte, begann schon Mitte der 2010er zusammenzubrechen. Und genau das scheint auch seine Freundin Maxwille erkannt zu haben. Es ist also wenig verwunderlich, dass Gelane Maxwille einige Zeit nach dem Rechtsstreit mit Virginia Jeffrey alle Zelte abgebrochen und sich schleunig aus dem Staub gemacht hat.

 Erst später wird bekannt werden, dass Maxwell seit 2017 viel herumgereist ist. Sie hat zwischen 2017 und 2020 allein 15 internationale Flüge gemacht. Flugreisen innerhalb der USA sind da noch nicht mehr mit eingerechnet. Maxwell war unter anderem in Japan, Qatar und in ihrer britischen Heimat unterwegs. Darüber hinaus wechselt sie in diesem Zeitraum mindestens zweimal ihren Wohnsitz und ändert ihre Handy und E-Mail Dataten.

 Wenn sie online etwas bestellt, dann immer unter einem anderen Namen. Schon vor Eps Verhaftung begreift sie wohl, was auf dem Spiel steht. Auch in Sachen Bankgeschäfte ist Maxwell ab 2016 ziemlich umtriebig. Es gibt ab diesem Zeitpunkt mindestens 15 verschiedene Bankcoten, die später direkt oder auf Umwegen zugeordnet werden können.

 Und diese Konten sind alle ziemlich gut aufgefüllt. Auf den kleinsten liegen ein paar hundert.000 Dollar, auf einem der größten Konten mehr als 20 Millionen. Immer wieder werden sechsstellige Summen zwischen diesen Konten hin und her geschoben. Nach ihrem Rückzug aus New York zieht Gilene Maxwille nach Manchester bei The Sea in der Nähe von Boston.

 Denn dort lebt Maxwells neuer Ehemann Scott Bergerson, den sie 2016 heiratet. Gemeinsam leben sie dort in einer Willa. Auch wenn ihre öffentlichen Auftritte weniger werden, lässt es sich Maxwell einen Monat vor Epsens Festnahme nicht nehmen, noch einmal in ihre englische Heimat zu reisen. Offenbar fühlt sie sich im Juni 2019 noch sicher genug, um sich Anfang des Monats mit ihrem alten Freund Prinz Andrew in Buckingham Palace zu treffen, wie die Venity Fair berichtet.

Zudem nutzt Maxwell ihren Aufenthalt für ihre Teilnahme in der Rally Cash and Rocket. Gemeinsam mit 80 weizeren mehr oder weniger prominenten Frauen raski Lane Maxwell für mehrere Zage in Rennautos durch die englische Landschaft. All das während in den USA das FBI und die Staatsanwaltschaft die Verhaftung von Jeffrey Abstin vorbereiten.

 Allerdings ist die Rally auch Gelanes Maxwells letzter öffentlicher Auftritt. Danach verschwindet sie aus gutem Grund, denn spätestens als Jeffreystein am 6. Juli 2019 verhaftet wird, drängen immer mehr Leute darauf, auch Gilein Maxwell unter die Lupe zu nehmen. Und wenn die Strafverfolgungsbehörden das erstmal nicht zu tun scheinen, wird eben die Presse aktiv.

 Ein Team der Daily Mail etwa reist bis nach Manchester bei The Sea, nachdem ein Zipp reingekommen ist, dass Maxwell sich dort noch aufhalten könnte. Elane Maxwell selbst bekommen die Fotografen den beschaulichen Ort nicht vor die Linse, dafür aber ihre Schwester Christine und ihren Mann Scott Burgerson beim Spaziergang mit einem Hund, der verdächtig nach dem aussieht, den Gilane Maxwell zuvor mal stolz herumgezeigt hat.

 Berguson dementiert gegenüber der Presse aber zu wissen, wo Maxwell stecken würde. In Manchester bei The Sea scheint sie damals nicht mehr zu sein. Heute geht man davon aus, dass sich Maxwell ab dem Zeitpunkt von Absens Verhaftung an verschiedenen Orten New England aufhält, also im äußersten Osten der USA.

 Sie versucht alles, um unentdeckt zu bleiben. Bis zum 12. August 2019, zwei Tage nach dem Tod von Jeffreystein. Vielleicht kennt ihr das Sprichwort Hiding in Plaides, sich genau dort zu verstecken, wo jeder einen sehen kann. Zu einem Zeitpunkt, in dem die Medienaufmerksamkeit wohl kaum größer sein könnte, scheint genau das Gelane Maxwells Plan zu sein.

 Zumindest wenn man den Fotos glauben möchte, die in den Tagen darauf durch die Presse gehen. Am 12. August 2019 wird Gil Maxwell in einer Filiale des Burgerrestaurants in den Out fotografiert. Auf den Bildern ist zu sehen, wie Maxwell mitten im Außenbereich des Bürgerladens sitzt, mit einem Buch vor sich und nicht im entferntesten bemüht, sich zu verstecken.

 Zumindest sieht das so aus. Schon kurz nachdem die Fotos an die Presse kommen, werden nämlich berechtigte Zweifel laut. So sieht man im Hintergrund an einer Bushaltestelle etwa ein Poster für den Film Good Boys, das laut Aufzeichnung der zuständigen Werbefirma dort nie angebracht worden war. Es wird in jeglichen Artikeln unter Berufung auf die Fotos behauptet, Maxwille sei allein Essen gewesen.

 Es stehen aber zwei Becher vor ihr. Und die Metadaten von einem der beiden Fotos, das auf der Website der New York Post hochgeladen wurde, deuten darauf hin, dass das Bild ausgerechnet von einem Anwalt aus dem Raum Los Angeles bereitgestellt worden war, der mit Maxwell befreundet ist. Noch dazu besitzt dieser Anwalt wohl zufällig einen Hund, der genauso aussieht wie der, der auf einem der Schnappschüsse zu sehen ist.

 In jedem Fall sehen die Fotos meiner Meinung nach ein wenig zu sauber aus, zumal Geline Maxwell nach dem Rummel um die vermeintlichen Bürgerfotos wieder komplett von der Bildfläche verschwindet. Es gibt zwar Gerüchte, sie sei an der Südküste von Brasilien oder in London, aber einen konkreten Anhaltspunkt gibt es nicht. Selbst ihre Anwälte behaupten nicht zu wissen, wo Maxwell stecken würde.

 Sie hätten zu ihrer Mandantin nur E-Mailkontakt und es dauert tatsächlich gut ein weiteres Jahr, bis man Gelane Maxwell finden wird, auch wenn die Behörden schon länger daran arbeiten. Der Plan ist, Maxwell durch ihre Mobilfunkdaten zu ordnen. Da das über Staatsgrenzen innerhalb der USA passieren muss, sind allerdings ein paar Umwege nötig.

Zuerst erwirken Behörden in New York einen Beschluss, um GPS-Daten und historische Mobilfunkstanden für Maxwells Mobilfunkanschluss zu bekommen. So kriegt man raus, dass sie sich irgendwo New Hampshire aufhalten muss. Nur wo genau sie dort lebt, bleibt lange unklar. Also wird New Hampshire ein zweiter Beschluss erwirkt, mit dem das FBI ein sogenanntes Stingray Gerät benutzen kann.

 Dabei wird ein Gerät eingesetzt, das quasi wie ein Mobilfunkmast funktioniert. Allerdings ist es mobil und passt in einer Aktentasche. Mit diesem klein simulierten Mobilfunkmask kann man Mobiltelefone in der unmittelbaren Umgebung zwingen, sich mit ihm statt mit dem eigentlichen MAS zu verbinden. Und wenn diese Verbindung hergestellt ist, erfasst das Stingray Gerät den genauen Standort des jeweiligen Handys und vor allem die Identitätsdaten des registrierten Nutzers.

Es gibt zwar New Hampshire keinen Mobilfunkvertrag, der auf Gilane Maxwille zugelassen ist, aber das Alias Gmax ist eindeutig genug. Man hat Gilane Maxwell gefunden auf einem großzügigen Grundstück mit einem Haus mit vier Schlafzimmern und vier Badezimmern, indem man es sich bestens aushalten kann. Auf einer Website wird das Anwesen ziemlich überzeugend angepriesen.

 Dort heißt es, dieses atemberaubende individuell gestaltete Blockhaus ist ein wunderbarer Rückzugsort für Naturliebhaber, die sich zudem absolute Privatsphäre wünschen. Laut weiteren Immobilienwebsites wurde das Haus für etwa über eine Million US-Dollar verkauft. Maxwell soll das Anwesen im Dezember 2019 in Cash bezahlt haben, allerdings nicht unter ihrem Klarnamen, sondern über eine sorgfältig anonymisierte GmbH, wie es später heißen wird.

 Die Maklerin der Luxusimmobile teilte dem FBI mit: “Bi den Käufern habe es sich um ein Paar gehandelt. Beide hätten einen britischen Akzent gehabt und sich als Scott und Janet Marshall vorgestellt. Es ist unklar, bis sich bei diesem Scott um Maxwells Ehemann Scott Bergon gehandelt hat. So oder so hatte Maxwell Miles ein halbes Jahr lang ihre erwünschte absolute Privatsphäre auf dem Grundstück bis zum 2.

 Juli 2020, denn um 8:30 Uhr steht das FBI auf der Matte. In New York City liegt im Juli 2020 eine umfangreiche Anklage gegen Gelane Maxwell vor. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage in vier Punkten im Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Dazu kommen zwei weitere Anklagepunkte wegen meine Eid Maxwell bei früheren Aussagen unter Eid gelogen haben soll.

 Damit sind Aussagen gemeint, die sie während ihrer Befragung im Rechtsstreit mit der betroffenen Virginia Giffrey gemacht hat. Aber vorwiegend erhalten die Missbrauchsvorwürfe Aufmerksamkeit. Wie es in der Anklageschrift heißt, bezieht man sich hier auf Fälle aus der Zeit zwischen 1994 und 1997. In dieser Zeit habe Maxwell Jeffrey Abstens Missbrauch minderjähriger Mädchen unterstützt, ermöglicht und dazu beigetragen.

Eines in der Klage zunächst namentlich nicht genannten Opfer war erst 14 Jahre alt, als es von Maxwell und Sstin umworben und missbraucht wurde, wobei beide wussten, dass einige Opfer tatsächlich unter 18 Jahre alt waren. In der Anklageschrift wird skizziert, wie Maxwellstin dabei geholfen hat, minderjährige Mädchen zu groen, indem sie sich teilweise mit ihnen angefreundet und ihr Vertrauen erschlichen hat.

Einer der Staatsanwälte sagt, Maxwell habe die Betroffenen damit wissentlich in eine Falle gelockt. Die Anklageschrift entschlüsselt, wie und Maxwille vorgegangen sind, sobald diese Falle zugeschnappt ist. Maxwille habe dann versucht, Missbrauch für ein minderjähriges Opfer zu normalisieren, dem sie unter anderen über sexuelle Themen sprach, sich vor dem Opfer entkleidete, dabei war, wenn sich das minderjährige Opfer entkleidete und oder bei sexuellen Handlung zwischen dem minderjährigen Opfer und Epstin anwesend

war. All dies habe dazu beigetragen, die Opfer zu beruhigen, da eine erwachsene Frau anwesend war. Und wegen allldem steht am 2. Juni 2020 das FBI vor Gelane Maxwells Tür, auch wenn auf Klopfen und Klingeln erstmal niemand reagiert. Bei Ankunft der Behörden soll sich Maxwille zunächst im Haus versteckt haben.

Daraufhin wird die Tür kurzerhand aufgebrochen und Gilane Maxwille festgenommen. Bei einer Durchsuchung des Hauses findet das FBI eines von Maxwells Handys eingewickelt in Alufolie. Es wird davon ausgegangen, dass sie so ziemlich ineffizient versucht hat zu verhindern, dass das Handy durch die Strafverfolgungsbehörden geortet werden kann.

 Zeiten wird deutlich, dass Gelane Maxwell auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen werden möchte. Allerdings wohl nicht so dringend, als dass sie die nötigen Formulare komplett ausfüllen würde. Eigentlich muss sie für den Kautionsrag nämlich die ihr zur Verfügung stehenden liquiden Mittel angeben. Laut Staatsanwaltschaft tut sie das aber nicht.

 Sie führt zwar Konten bei einer englischen Bank mit Gesamtwerten von weit über 2 Millionen Dollar auf, allerdings verschweigt sie mindestens ein Schweizer Bankkonto mit einem Guthaben von etwa 4 Millionen Dollar. Wie die Staatsanwaltschaft festhält, liegt das nicht daran, dass dieses enorme Vermögen nicht existiert, sondern daran, dass sie versucht, es ist zu verbergen.

Eine Kautionsanhörung findet wegen der damaligen Pandemie digital statt. Bei dieser Anhörung dürfen auch zwei Betroffene aussagen, die die Anklage gegen Maxwell erst ermöglicht haben. Annie Farmer, die schon kennt, sagt selbst aus. Ein Staatsanwalt verliest außerdem die Aussage einer anonymen Betroffenen.

 Sowohl Annie Farmer als auch die zweite Betroffene schildern wie Gelen Maxwille viele Taten von Appin erst möglich gemacht hat und teilweise auch selbst daran teilgenommen hat. Zudem tragen auch Staatsanwälte ihre Argumente gegen eine Freilassung auf Kaution vor. Maxwell hat zwar ihren offiziellen Hauptwohnsitz in den USA und hat auch ein US-Pass, allerdings ist sie ja zuvor in Großbritannien aufgewachsen und geboren wurde sie in Frankreich.

 Da sie offenbar für alle drei Länder die nötigen Papiere hat, sieht die Staatsanwaltschaft eine erhöhte Fluchtgefahr oder wie die Staatsanwaltschaft es selbst zusammenfasst. Kurz gesagt, Maxwille verfügt über drei Pässe große Geldsummen, weitreichende internationale Verbindung und absolut keinen Grund in den Vereinigten Staaten zu bleiben, um sich der Aussicht auf eine lange Haftstrafe auszusetzen.

Dementsprechend entscheidet die Richterin, dass eine Freilassung von Maxwille gegen eine Kautionszahlung nicht vertretbar wäre. Maxwille muss also in Haft bleiben, bis ihr Prozess gemacht wird. Während sie bereits hinter Gittern ist, wird ein neuer Satz Dokumente freigegeben, die im Zusammenhang vom Rechtsstreit zwischen ihr und der Betroffenen Virginia Giffrey gesammelt wurden.

 Darunter sind unter anderem Flugprotokolle von Abstens Jet, Mails zwischen Abstin und Maxwille sowie Polizeiberichte über die Ermittlung aus den Jahren 2005 bis 2008. Von vielen Infos aus diesen Dokumenten habt ihr schon gehört. Damals ist für die Öffentlichkeit aber vieles Neues dabei. Während Maxwell auf ihren Prozess wartet, ist sie in einem New Yorker Gefängnis inhaftiert.

Berichten zufolge wird dort alle 15 Minuten geprüft, ob sie noch atmet. Nach dem vermeintlichen Freitod von Stein, mit dem wir uns in den letzten Folgen dieser Reihe beschäftigt haben, ist offenbar die Angst groß, dass auch Maxwell sich etwas antun könnte. Immer wieder beteert sie aber, dass sie sich auf keinen Fall etwas antun würde und das tut sie auch nicht.

 Stattdessen bleibt sie mehr als ein Jahr lang im Gefängnis, bis im Sommer 2021 der Prozess gegen sie beginnt. Am 29. November 2021 beginnt der Prozess gegen die damals 60 Jahre alte Gelane Maxwell. Der Fall wird in New York vor einer Jury mit z Geschworenen verhandelt. Die Staatsanwaltschaft hält die Anklage tatsächlich bewusst simpel aus einem einfachen Grund.

 Man legt die konkretesten Fälle vor, die sich neben am eindeutigsten auf Gelane Maxwell als Täterin konzentrieren. Das hat zwar zurfolge, dass einige Faktoren nicht vor Gericht verhandelt werden, etwa dass mit Maxwells Wissen womöglich Opfer an andere Männer vermittelte oder dass der Missbrauch mutmaßlich nicht nur in den USA stattgefunden hat, sondern auch im Ausland.

 Aber andererseits kann man sich durch die stringent gehaltenen Anklagepunkte eben ganz auf Maxwell konzentrieren und darauf sie möglichst lang hinter Gitter zu bringen. Je simpler die Anklage, desto weniger Schlupflöcher oder Raum für Widersprüche gibt es, von denen die Verteidigung profitieren könnte. Stattdessen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Maxwell eine angemessene Strafe bekommen wird.

Das Ziel ist es zu zeigen, dass Maxwell Appsien Complizien war und selbst eine Sexualstraftäter. Ihre Vorgehensweise soll verdeutlicht werden, indem die vier betroffenen Frauen, die in der Anklageschrift genannt wurden, selbst vorgerecht aussah. Und am 1. Dezember 2021 ist es soweit. An diesem zweiten Verhandlungstag stehen zum ersten Mal die Aussagen von Betroffenen im Vordergrund.

 Das ist nicht nur speziell für den Prozess gegen Gelane Maxwille wichtig, sondern für das große Ganze, denn schließlich hatten Betroffene von Gewalt durch Jeffreystein bis dahin nie die Chance im Rahmen eines Strafprozesses eine Aussage zu machen. Das wurde Ende der 2000er durch den Deal zwischen und der Staatsanwaltschaft verhindert und 2019 dann durch seinen Freitod.

 Umso wichtiger ist dieser Tag nicht nur für die Klägerin im Maxwille Prozess, sondern für alle anderen Frauen, die unter den Machenschaften von ihr und gelitten haben. Die erste der vier Klägerin, die Aussagen darf, tritt unter dem Pseudonym Jane D auf. Sie schildert, dass der Missbrauch durch Epsin und Maxwille begonnen hat, als sie erst 14 Jahre alt war.

 Damals war sie im Interloken Artscamp in Michigan und wie im Laufe des Prozesses deutlich wird, gehörten Jeffreystein und Gidane Maxwille zu den Sponsoren dieses Sommerprogramms. Jane erinnert sich, dass sie im Sommer 1994 gerade mit Freundinnen ein Eisassaß, als eine Frau mit einem kleinen Yorkshire Terriia auf sie zukam. Das war Gelane Maxwell.

 Sie kam ins Gespräch und später gesellte sich ein Mann dazu. Das war Jeffrey Absty. Die beiden Erwachsene interessierten sich für Janes aufenthalt in dem Camp und erzählten ihr, dass sie Stipendien für talentierte Jugendliche vergeben würden. Als ich herausstellt, dass Jane damals in Florida wohnte, wo auch Stein einen seiner Wohnsitze hatte, ließen sich Abstin und Maxwille Janes Telefonnummer geben.

 Jane gab ihnen ihre Kontaktdaten und nach ihrer Rückkehr vom Cam riefenstin und Maxwille sie an und luden sie und ihre Mutter zum Tee ein. Offenbar hat selbst Janes Mutter keinen Verdacht geschafft, sondern war wohl der Auffassung, ihre Tochter hätte ihr einen glücklichen Kontakt für ihre spätere Karriere gefunden. Nach dem Kennenlernen im Umfeld des Sommercamps hätten Maxwell und Sin weiter ihr Vertrauen erschlichen. So berichtet Jane.

 Sie hatte damals das Gefühl, dass Maxwille sich aufrichtig Zeit für sie nehmen und sich um sie kümmern. Und anfangs hat sie das sehr genossen, wie sie erzählt. Immer wieder machten sie zu dritt Ausflüge, ging ins Kino oder shoppen. Doch diese scheinbar harmonische Stimmung ändert sich schlagartig, als begonnen hat, sie zu missbrauchen.

 Und nicht nur er. Jane D beschuldigt in ihrer Aussage auch Maxwell des sexuellen Missbrauchs. So fragt der Staatsanwalt etwa, was Maxwell in solchen Situationen üblicherweise getan hätte. Jane antwortet. Sie und andere begannen einfach sich auszuziehen. Jeffrey legte sich auf den Massagetisch und dann wurde das zu einer Orgie.

 Maxwell sei mehrfach dabei gewesen, als ihn sie im Alter von 14 Jahren missbraucht habe. Während ihrer Aussage bricht Jano mehrfach die Stimme weg, doch sie schafft es weiterzeden und von ihrem Missbrauchserfahrung zu berichten. Nur einen Tag später, am 2. Dezember 2021, muss sie noch einmal in den Zeugenstand.

 Dieses Mal stellt sie sich einem Kreuzverhör von Maxwells Verteidiger. Für die Anwälte der Angeklagten ist das oberste Ziel, das Erinnerungsvermögen von Jane D in Frage zu stellen und so ihre Kredibilität zu zerstören. Diese Taktik kennen wir schon aus den ersten Ermittlungen, die in den 2000ern gegen geführt wurden. Er ist damit durchgekommen, die Betroffenen als Aufmerksamkeitsuchende Jugendliche darzustellen und offenbar verfolgt Maxwille in ihrem Strafprozess etwa 15 Jahre später eine ähnliche Strategie.

Unter anderem wird bei Jane immer wieder nachgeburt, warum sie in früheren Befragung nur von Missbrauch durchin berichtet habe. Nie durch Gelane Maxfille. Die Verteidigung hat als Indiz ein Befragungsprotokoll aus 2019 dabei. Damals hat Jane Do gesagt, sie sei sich nicht mehr sicher, ob sie auch von Maxwell uns berührt worden sei.

 Jetzt in ihrer Zeugenaussage behauptet Jane das aber Felsen fest. Die Verteidigung sieht hier einen Widerspruch und fragt immer weiter, wie die Zeugin denn diesen Widerspruch erklären könnte. Jane sagt darauf immer wieder, ich weiß es nicht. Sie beginnt sogar zu weinen und auch das ist für die Verteidigung ein gefundenes Fressen.

 Die Anwälter erklären nämlich, die junge Frau habe schließlich Schauspielerfahrungen, impliziert ihr Auftritt vor Gericht sei nur eine weitere dramatische Rolle für sie. Die ganze Befragung ruft bei Prozessbeobachtern Verwunderung hervor. Allerdings gar nicht unbedingt, weil sich Jane Do an einiges nicht mehr gut erinnern kann.

 Unter den Zuschauern im Gerichtssal ist auch Wicky Watts, eine Journalistin, die ihr schon kennt. Sie erzählt später: “Im Zuschauerraum habe man sich viel eher gefragt, warum man die Zeuge nicht besser auf das Kreuzverhör vorbereitet habe. Dass nach jeder möglichen Inkonsistenz in Aussagen gesucht würde und dass diese dann ausgebreitet werden, sei schließlich normal bei einem Prozess.

” Aber so wie es Wiki W schildert, scheint die Zeugen nicht hinreichend auf so etwas vorbereitet gewesen zu sein. Was W verwundert, weil die Zeugin doch ihre ersten Aussagen beim FBI und damit bei einer Bundesbehörde gemacht hat. Es wirkt auf sie, als sei sie vor dem Prozess nicht wirklich gebrief worden, was da auf sie zukommen würde.

Auch wenn die Befragung von Jane auffwühlend ist, tritt auch die zweite Frau in den Zeugenstand. Sie wird unter dem Namen Kate vorgestellt. Auch sie gibt Angelane Maxwell 1994 kennengelernt zu haben. Allerdings nicht in den USA, sondern in Paris. Kate erzählt, sie sei am Anfang sehr beeindruckt von Maxwille gewesen.

 Die ältere Frau habe auf sie sehr kultiviert und elegant gewirkt. Also hat sie Maxwell ihre Telefonnummer gegeben und kurz darauf hat Maxwell sie zum T ihr Londonner Stadthaus eingeladen. Bei dieser Verabredung habe Maxwell dann von ihrem Freund Jeffreystein geschwärmt. Kurze Zeit später habe Maxwell sie angerufen und gesagt, dieser Freund sei gerade da und ob sie nicht Lust hätte spontan vorbeizukommen und mal kennenzulernen.

Kate sagt: “Dort angekommen habe Maxwille erzählt, wie stark Kate sei und dass Kate das mal demonstrieren und die mit Druck massieren soll.” Kate hat das auch gemacht. An diesem Tag passierte auch nichts weiter. Senin bekam mittendrin einen Anruf und Maxwell hat Kate zur Tür gebracht. Ein paar Wochen später habe Maxwell aber wieder bei Kate angerufen und gesagt, Absörurin habe abgesagt und dass sie doch vielleicht spontan einspringen könnte.

 Kate ging hin und berichtete, Maxwell habe sie die Treppe hinauf in ein Zimmer mit einem Tisch geführt. Dort habe auf sie gewartet. Maxwell habe Kate mit ihm alleinelassen und die Tür zugemacht. Dann habe sie missbraucht, wie Kate berichtet. Das habe sich in den folgenden Jahren so noch mehrmals wiederholt. Als dritte Betroffene sagt eine Frau aus, die unter dem Namen Caroline auftritt.

 Sie hat den Anfang der 2000er kennengelernt über Virginia Jeffrey. Das Pyramidenschema, mit dem Epsin vorgegangen ist, kennt ihr ja auch schon. Caroline erzählt, sie sei zusammen mit Virginia zu anwesen in Porn Beach gegangen. Dort seien sie von Gilane Maxwell in Empfang genommen worden. Maxwell habe zu Virginia gesagt, du kannst sie mit nach oben nehmen und jetzt zeigen, was sie zu tun hat.

 Und das habe Virginia dann auch getan. Caroline berichtet, sie sei danach noch mehrfach ohne Virginia zu Apps Haus zurückgegangen. Maxwell habe ihre Telefonnummer bekommen und angerufen, um Massagen zu vereinbaren. Caroline erzählt, sie seit zwischen ihrem 14. und 18. Lebensjahr über 100 mal bei Ein gewesen.

 Mehrere Male sei auch Maxwell während der Taten im Haus gewesen. Sie schätzt, dass Maxwell sie über 30 mal unbekleidet gesehen haben muss. Einmal als Caroline erst 14 war, sei Maxwell vor einer der Massagen reingekommen. Caroline erzählt, Maxwell habe sie bei dieser Gelegenheit an intimen Stellen berührt und gesagt, dass ich einen tollen Körper für Mr.

 Stin und seine Freunde hätte. Als letzte Betroffene sagt Annie Farmer aus. Ein Teil ihrer Geschichte haben wir schon ganz am Anfang dieser Reihe gehört, denn Anys Schwester Maria versuchte schon den 90ern die Behörden auf Sin aufmerksam zu machen. Das was Maria damals im Namen ihrer Schwester geschildert hat, erzählt Annie nun selbst vor Gericht.

 Sie berichtet, dass Maxwille ihr im Alter von nur 16 Jahren eine Nacktmassage gegeben habe. Farmer gab an Abstin Ende 1995 in seinem Anwesen Manhatten kennengelernt zu haben. Anys Schwester Maria Farmer arbeitete damals an einem Kunstprojekt für ihn. Am Tag ihres Kennenlerns habe Eps beiden Schwestern Karten für das Phantom der Oper geschenkt.

 Annie ging hin, um sie abzuholen. Sie sah Epsin ein weiteres Mal, als sie und Maria mit ihm ins Kino gegangen sind. Er saß zwischen den beiden Schwestern. Dabei streichelte er Farmas Hand und berührte ihren Fuß und ihr Bein. Im Frühjahr 1996 ludstin Annie dann für ein Wochenende auf seine Ranch in New Mexico ein.

 Sie sei erst etwas unsicher gewesen, aber mit Gelane Wexfell war auch eine Frau anwesend und das gab Annie ein Gefühl von Sicherheit. Auf der Ranch wurde beschlossen, dass Annie lernen sollte, Estin zu massieren. Annie erzählt, Maxwell habe ihr Anweisung gegeben, den sie gefolgt sei. Maxwell habe sie dann gefragt, ob sie selbst jemals eine professionelle Massage erhalten haben.

 Annie schildert weiter. Sie sagte, ich solle mich ausziehen und mich unter das Laken auf die Massage liege legen. Sie zog das Laken herunter, entblößte meine Brüste und begann meine Brust und meinen oberen Brustbereich zu massieren. Die Aussagen der vier Klägerin denken sich im Wesentlichen. Es gibt zwar wie etwa bei Jane D kleinere Widersprüche, allerdings wird ja auch über Dinge verhandelt, die teilweise mehr als 15 Jahre her sind.

 Und auch wenn die Erinnerung hinsichtlich kleiner Details wie einem Datum manchmal nicht stimmig ist, im Kern, wenn es um die eigentlich strafbaren Akte geht, sind alle vier Klägerinnen beharlich und ihre Aussagen passen zueinander. Unterstützend ist die Aussage von Sins ehemaligen Haushält Juan Lessi. Es liegt eine Mail vor, die Maxel an einen weiteren Mitarbeiter geschickt hat.

Darin beschwert sie sich, dass Juana Lessie Massagecremes nicht aufgeräumt habe. Vor Gericht erklärt er dazu, er habe nach Apstins Massagebesuchen üblicherweise aufgerütt, bis zu dreimal zäglich. Dabei legte er dann nicht nur Massageutensilien an ihren Platz zurück, sondern auch Sexspielzeuge und die wurden laut Juan Lessi in einem Korp in Gilane Maxwells Kleiderschrank aufbewahrt.

Alessi sagt weiterhin aus, oder Maxwell hätten ihn manchmal angewiesen, junge Frauen zu kontaktieren und abzuholen. Konkret erinnert er sich an zwei minderjährige Mädchen, die etwa 14 oder 15 Jahre alt zu sein schien. Zum einen Jane Do, die Maxwell nun als Klägerin gegenüber sitzt. Zum anderen Virginia Jeffrey.

 Trotz der überzeugenden Aussagen will die Verteidigung weiter daran arbeiten, die Glaubhaftigkeit der Frauen zu untergraben. Am 17. Dezember, nachdem alle vier Klägerinnen ausgesagt haben, ruf die Verteidigung als Zeugin Elizabeth Loftus auf, eine Psychologin und ehemalige Hochschulprofessorin. In ihrer Forschung hat sich Loftus intensiv mit dem menschlichen Gedächtnis und insbesondere der Glaubwürdigkeit von Augenzeugenberichten auseinandergesetzt.

Loftes sagt, sie habe die Existenz falscher oder implantierter Erinnerung bewiesen. Ihre Studien haben gezeigt, dass Teilnehmer, wenn man ihn etwas oft genug suggeriert, manchmal eine Erinnerung entwickeln können, die sie für echt halten, aber die nicht real ist. Die Studie, auf die LES sich dabei oft bezieht, ist allerdings eine, die sich nicht auf Missbrauchserfahrung bezieht.

 In der Gruppe von Teilnehmern wurde für die Studie erzählt, dass ihre Eltern den Forschern berichtet hätten, sie hätten sich als Kinder mal in einem Einkaufszentrum verlaufen. Einige Teilnehmer berichteten daraufhin tatsächlich von Erinnerung an dieses Ereignis, obwohl die Forscher dieser Erinnerung erfunden hatten und die Eltern ihnen von so etwas nie berichtet haben.

 Durch ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse ist Lofus zur Expertin geworden, die in Strafprozessen als Sachverständige aussagt. Und das soll sie nun eben auch für Gelane Maxwell machen. Ihre Aufgabe in diesem Prozess ist logisch. Die Verteidigung hofft, dass Elizabeth Loftus die Richter davon überzeugen kann, dass auf die Aussagen der Klägerin kein Verlass sei.

 Bei aller fachlichen Kompetenz sei hier angemerkt, dass Loftus durchaus umstritten ist, auch unter anderen Wissenschaftlern. Nicht zuletzt, weil ihr Auftreten bei Strafprozessen nahezu immer dazu da ist, um Personen, die als betroffene Aussagen, ihre Betroffenheit abzusprechen. Ihre Motivation begründete Loftus einmal damit, es sei besser zehn Schuldigen Freiheit als einen Unschuldigen im Gefängnis zu lassen.

 Sie hat unter anderem als Expertenzeugin oder als Beraterin für die Verteidigung von Angeklagten wie OJ Simpson oder HW Weinstein ausgesagt. Es ist für sie also nichts Neues in einem kontroversen Prozess auszusagen. Loftus erzählt der Jury von Experimenten, in denen es ihr und ihren Kollegen gelungen war, Versuchsteilnehmern falsche Erinnerung einzupflanzen.

 Sie beschreibt das so: “Selbstraumatische Erlebnisse können nachträglich durch Suggestionen beeinflusst werden. Falsche Erinnerungen können sehr lebhaft und detailliert sein. Die Menschen können von ihnen überzeugt sein und emotional darauf reagieren, obwohl sie falsch sind.” Das passt zu dem zweiten Strang von Maxwells Verteidigungsstrategie, nämlich dass die vier Betroffenen nur hoffen würden, sich durch einen Prozess gegen Maxwille finanziell zu bereichern.

 Die Verteidigung wirft den Frauen vor, sie hätten von der Berichterstattung überst mitbekommen und darüber, dass ein Teil seines Vermögens nach seinem Tod für die Entschädigung seiner Opfer verwendet werden soll. Also hätten die Frauen jeweils eine Geschichte über Gelane Maxwell erfunden, um ihre Ansprüche auf Entschädigung aus dem Stinfond zu untermachen.

 Dabei hätten sie die Gelegenheit genutzt, dass die Behörden ein Verfahren gegen Maxwille anstrebten und gehofft, wenn sie helfen würden, Maxwell hinter Gitter zu bringen, würden sie Geld aus Epsdienst Nachlass bekommen. Der Unterbewusstsein hätte sich die Anschuldigung gegen Maxwille also zurecht gebogen, um an Geld zu die Hauptstrategie von Maxwille und ihre Erklärung dafür, dass vier Frauen unabhängig voneinander ähnliche Vorwürfe gegen sie erheben.

 Als Elizabeth Loftus gefragt wird, ob es denn üblich sei, dass das menschliche Gehirn sich mit Aussicht auf Geld falsche Erinnerung ausdenken kann, antwortete sie: “Mir sind keine Studien dazu bekannt, aber nach meinen Recherchen ist das durchaus plausibel. Laut Loftos mag das plausibel sein, aber es gibt keine wissenschaftliche Evidenz dafür.

 Dafür eine Menge entsprechender Vorurteile gegen Frauen, die sich trauen gegen wohlhabende Männer vorzugehen. Allerdings ist diese Strategie nicht nur eine, die auf solchen Vorurteilen aufbaut. Sie lässt sich auch ziemlich solide von den gut vorbereiteten Staatsanwälten widerlegen. Zum einen argumentiert Maxwells Verteidigung selbst damit, dass bereits alle eine Entschädigung aus Appsienst Nachlass erhalten hätten.

 Nun würden sie sicherlich hoffen, von ihren Aussagen finanziell weiter profitieren zu können, wenn sie, wie die Anwältin es nennt, übertreiben würden. Eine Staatsanwältin weiß darauf hin, dass das doch ein Widerspruch in sich ist, denn die Frauen haben ja eben schon jeweils Geld aus den Opferfonds bekommen und wurden finanziell entschädigt.

 Wäre es diesen Frauen wirklich nur ums Geld gegangen, wie es dargestellt wird, hätten sie nicht den nervenibenden Weg vor Gericht gehen müssen. Denn wie gesagt, eine finanzielle Entschädigung hatten sie bereits. Mit dem Prozess gegen eine wohlhabende Frau wie Maxwell gehen sie stattdessen alle ein persönliches und finanzielles Risiko ein, zumal die Betroffenen rechtliche Schritte gegen sich selbst riskieren würden, wenn sie jetzt vor Gericht und unter Eid falschaussagen machen würden.

 Und auch auf psychologischer Ebene ist das mit den falschen Erinnerungen deutlich komplexer. Wie eben schon gesagt, bezieht sich Elizabeth Loftus oft auf eine Studie, in der Leuten eingeredet wurde, sie hätten sich als Kinder mal in einem Einkaufszentrum verlaufen. Ich denke, wir können uns einig sein, dass das etwas anderes ist, als eine Erinnerung daran, im Teenagealter sexuell missbraucht worden zu sein oder etwas ähnlich traumatisches erlebt zu haben.

Um das darzulegen, stellen die Staatsanwälter eine Studie vor, bei der ebenfalls versucht wurde, den Teilnehmern eine falsche Erinnerung einzupflanzen, nämlich, dass sie einmal einen reckzahlen Einlauf bekommen hätten. Keine der 20 Teilnehmer hat nach diesen Versuchen geglaubt, sich an so etwas erinnern zu können.

 Damit wird Loftus um Kreuzveruhör konfrontiert und sie räumt ein, dass es bei dieser Studie eben nicht gelungen ist, die falschen Erinnerung einzupflanzen, anders als bei ihrem Einkaufszentrum Versuch. Es sind einfach zwei völlig unterschiedliche Dinge. Und genau das ist hier der Punkt. Das Beispiel aus der Studie, die die Staatsanwaltschaft vorstellt, ist invasiv und wird vom Gehirn auch so registriert, vielleicht sogar als traumatisch.

 Und genau deshalb so die Implikation ist es in der Studie nicht gelungen, falsche Erinnerung an so ein Prozedere einzupflanzen. Das wird weiter verstärkt, als eine der Staatsanwältinnen Loftus ins Kreuz vorher nimmt. Sie fragt Loftus, ob es richtig ist, dass Menschen dazu neigen, sich an den Kernen oder das Wesentliche von traumatischen Ereignissen zu erinnern. Lftes bejahrt das.

 Sie bejaht auch, dass es passieren kann, dass Menschen einige der nebensächlichen Details eines traumatischen Ereignisses vergessen können. Auf die Frage, aber die Kernerinnerung in ein traumatisches Ereignis bleiben stärker, nicht wahr? Sie antwortet, dem stimme ich wahrscheinlich zu. Und die Kernerinnerung der Betroffenen sind für die Jury überzeugend genug.

Später werden Experten sagen, dass Maxwell sich mit dieser Diskreditierungsstrategie keinen gefallen getan hat, denn das war im Grunde alles, was sie vorweisen konnte. Es gab keine anderweizigen Entlastung, keine Zeileingeständnisse, keine plausible Begründung oder Entschuldigung für das, was geschehen ist, nicht einmal ein Versuch davon, den Gyane Wexwille selbst entscheidet sich nicht zu ihrer Verteidigung auszusagen.

 Stattdessen kommt von ihr nur folgendes: “Euer Ehren, die Staatsanwaltschaft hat ihre Anschuldigung nicht zweifelsfrei bewiesen. Daher besteht für mich keine Notwendigkeit auszusagen. Das Gericht sieht das gänzlich anders. Es gibt nur einen Anklagepunkt, indem die Jury die Anschuldigung gegen Maxwell als nicht zweifelsfrei bewiesen erachtet.

 Die Verleitung einer minderjährigen zu reisen zur Ausübung illegaler sexueller Handlung. Das ist allerdings eben auch ein sehr spezifischer Anklagepunkt. In allen anderen fünf Anklagepunkten lautet das Urteil gegen Gilane Maxwell allerdings schuldig wegen Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, Verschwörung zur Verleitung von Personen unter 17 Jahren zu reisen im zwischenstaatlichen Verkehr mit der Absicht illegale sexuelle Handlung vorzunehmen.

 Verschwörung zum Transport von Personen unter 17 Jahren im zwischenstaatlichen Verkehr mit der Absicht illegale sexuelle Handlung vorzunehmen. Förderung einer Person unter 17 Jahren mit der Absicht, illegale sexuelle Handlung vorzunehmen sowie Verschwörung zum Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung von Personen unter 17 Jahr.

Geline Maxwille ist mit dem Ausgang ihres Prozesses natürlich alles andere als zufrieden. Noch bevor das Strafmaß verkündet wird, versucht sie im Frühjahr 2022 eine Neuverhandlung zu erwirken. Ihr Argument: Einy, hat nach dem Prozess gegen Maxwille angegeben, als Kind Missbrauchserfahrung gemacht zu haben, das vorher aber nicht offengelegt.

Deshalb sei die Jury nicht zu einem unparteiischen und fairen Urteil in der Lage gewesen. Die zuständige Richterin weiß diesen Antrag von Maxwell jedoch zurück. Stattdessen bekommt Maxwell eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren, dazu noch einmal 5 Jahre auf Bewährung. Außerdem muss sie eine Geldstrafe in Höhe von 750 000$ zahlen.

 Da Maxwell zum Zeitpunkt ihrer Verurteilung bereits 60 Jahre alt ist, ist es möglich, dass sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen wird. Es sei denn, sie überzeugt mit guter Führung, dann könnte sie schon mit Ende 70 rauskommen. Und am 28. Juni 2022 sagt Gelane Maxwell zum ersten Mal überhaupt etwas oder er greift zumindest das Wort.

 Allzu viel Substanz hat ihr Statement nämlich nicht. Ich empfinde tiefes Mitgefühl für alle Opfer in diesem Fall. Ich erkenne auch an, dass ich dafür verurteilt wurde, Jeffrey Abstin bei der Begehung dieser Verbrechen geholfen zu haben. Und trotz der vielen hilfreichen und positiven Dinge, die ich in meinem Leben getan habe und auch weiterhin tun werde, weiß ich, dass meine Verbindung zur Epsin und dieser Fall mich für immer und dauerhaft in Verruf bringen wird.

 Jeffreystein hätte hier vor ihnen allen stehen sollen. Er hätte schon vor all den Jahren vor ihn stehen sollen. Er hätte 2005 vor ihn stehen sollen. Erneut 2009 und noch einmal 2019. Die Schmerzen, die sie ertragen mußten, tun mir leid. Es ist immerhin so etwas wie eine Entschuldigung. Ein Eingeständnis der eigenen Schuld sieht allerdings anders aus.

 Im Prinzip sagt Maxwill ja nur, dass sie es bereut, sich mitin abgegeben zu haben, weil sie dadurch nun schlecht da steht. Und wenn sie sagt, dass es hätte sein sollen, der vor Gericht steht, stellt sie es letztlich so da, dass sie nur der Sündenbock für Sins Verbrechen ist. Im Sommer 2022 wird Maxwille in ein anderes Gefängnis verlegt, das FCI Teller Hessi im US-Bundesstaat Florida.

Dieses Gefängnis gilt als sogenanntes Low Security Prison. Zuvor hatten sich ihre Anwälte schon mehrfach über die Haftbedingung beschwert unter den Mexel in einem Gefängnis in Brooklyn untergebracht gewesen ist. Laut ihm haben sie dort beinah so hausen müssen, wie Dr. Hannibal leckte in das Schweigen der Lämmer.

 Außerdem habe man ihr den Zugang zu Trinkwasser verwehrt und mit Maden infiziertes Essen gegeben. Eine andere Insassin habe außerdem gedroht, Maxwell umzubringen und angedeutet, jemand habe ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Obwohl die Bedingungen Teller Hessi wohl besser sind, hat Maxwell trotzdem weiter Ärger.

 Eine Anwaltskanzlei, die an der Verteidigung von Maxwell beeiligt war, verklagt sie ihren Ehemann und ihren Bruder, weil das Honorar der Kanzlei wohl nie vollständig bezahlt wurde. Maxwell habe wohl nach ihrer Verhaftung ihren Bruder beauftragt, die Anwaltskosten zu bezahlen. Das habe er jedoch nur zeilweise gemacht. Trotzdem findet sie Anfang 2023 die Zeit für ein Interview aus dem Gefängnis, allerdings nur zu ihren eigenen Bedingungen.

Geline Maxwells erstes Interview aus dem Gefängnis wird über einen Videocall geführt. Es ist zwar auch eine Produzentin dabei, neben der sitzt allerdings einer von Maxwells Brüder, der hauptsächlich die Fragen stellt. Unter anderem wird Maxwille während des Gesprächs gefragt, ob sie glaubt, dass sein Leben wirklich freiwillig beendet habe.

 Wie auch hinterbliebene sagt Maxwille, dass sie glaube, dass er ermordet worden sei. Auf die Frage, was der größte Fehler in ihrem Leben gewesen sei, sagt Maxwell, sie wünschte, sie hätte Epstin nie getroffen. Sie habe nie gewusst, was für ein schrecklicher Mensch er gewesen sei. und die Bekanntschaft zu ihm habe letztlich ihr Leben ruiniert.

Zu guter Letzt teilt sie auch noch gegen Virginia Giffrey aus. Das heute berühmte Foto, das die damals erst 17 Jahre alte Virginia neben Maxwell und Prinz Andrew zeigt, seien fake. Dafür habe Gilane Maxwille Beweise. Leider fragt ihr Bruder nicht nach, was für Beweise das sein soll und sie legt auch keine vor.

Für eine Psychologin aus Porn Beach, die mehrere Opfer von Epsilon und Maxwille betreut, ist dieses Interview aus dem Gefängnis nur ein Versuch von Maxwell irgendwie die Kontrolle zu behalten. Dazu passt ja auch, dass ausgerechnet ihr Bruder einen Großteil der Fragen stellt. Das Interview ist nicht Gelane Maxwells einziger Versuch, ihren Ruf wiederherzustellen.

Sie versucht über mehrere Instanzen hinweg Berufung gegen ihre Verurteilung einzulegen. Allerdings ist sie damit nicht erfolgreich. Das Urteil gegen sie bleibt ebenso bestehen wie ihr Strafmaß. Erst Ende 2025 ist sie sogar bis vor den Supreme Court gezogen. Sie versucht dabei sich auf den umstrittenen Pal beziehen, den Jeffrey Abstin Ende der 2000er mit der Staatsanwaltschaft in Florida ausgehandelt hatte.

 Aber der Deal wurde in Florida gemacht und wird vom Supreme Court deshalb nicht als relevant für Maxwell erachtet. Ihr Prozess fand ja ohnehin in einem anderen Bundesstaat in New York statt. Trotzdem ist der Name Gelane Maxwell weiterhin oft in den Medien und das aus gutem Grunde, denn während ihres Prozesses hat sie ja nicht ausgesagt.

Niemand weiß, welche Kenntnisse oder Information sie vielleicht noch zuin oder seinen Machenschaften haben könnte. Darum ist es wenig verwunderlich, dass Maxwell am 24. und 25. Juli 2025 unter Ausschluss der Öffentlichkeit befragt wird von niemand geringerem als Tod Blanch. Er ist damals der stellvertretende US-Justizminister und hatte Trump im Jahr zuvor während seiner Strafprozesse erfolglos verteidigt.

 Während der Befragung erklärte Maxwell gegenüber Todd Blanch Präsident Trump habe in ihrer Gegenwart nie etwas verwerfliches getan. Laut dem Fernsehsender MCNBC soll Maxwells damalige Anwalt nebenbei ein guter Freund von Branch sein. Auch Maxwell und Trump kennen sich schon seit Jahrzehnten. Trump war schon ein Bekannter von Maxwells Vater.

 Trump soll sich Ende der 80er mit Gelin Maxwell angefreundet haben. Danach wurden die beiden immer wieder bei verschiedenen Veranstaltungen abgelichtet. Mit Virginia Giffrey soll Maxwell mindestens eine betroffene von Absens Machenschaften in Trumps Marlago kennengelernt haben. Schon 1997 hat eine New Yorker Zeitung berichtet, dass Maxwell Trump einige ihrer attraktiveren Freundin vorgestellt habe, etwa die damals 20-jährige Nuska de Giorgio.

 In dem Artikel aus 1997 heißt es: “Nach ihrem Treffen flog Trump, Frau Maxel und das Model in den Süden in den Sunshine State, die drei gemeinsam ein schönes Wochenende verbrachten. Als sie nach New York zurückkehrten, bezog Nuska eine von Donald Trumps zahlreichen Wohnungen dort. Später 2019 hat de Giorgio selbst als betroffeneminfall ausgesagt.

 Während einer Anhörung nach Sins Tod sagte sie vor Gericht aus, dass sie jahrelang vergewaltigt und sexuell missbraucht habe. Dassin und Trump eine Vorgeschichte miteinander haben, ist ja hinreichend bekannt und wird gerade beinah täglich besprochen. Dass er auch zu Maxwell eine schon seit den 90ern dokumentierte Verbindung hat, gerät jedoch oft in den Hintergrund.

nicht jedoch für den eben schon erwähnten Sender MCNBC, denn als der vom Gespräch zwischen Maxwell und Tod Blanch im Sommer 2025 berichtet, merkt der Sender noch etwas Interessantes an, nämlich, dass Maxwell unmittbar nach dem Gespräch mit Todd Blanch abermals das Gefängnis wechselt und in einer Einrichtung mit deutlich entspannteren Sicherheitsbestimmungen verlegt wird, in eine, die laut dem Sender eigentlich gar nicht dafür gemacht sei, Sexualstraftäterin zu beherbergen, denn von Tessy aus geht es für Maxwell

nach Brian. in Texas in das Federal Prison Camp. Praktischerweise leben laut MCMBC auch mehrere Verwandte von Maxwille in der Nähe. Dieses neue Gefängnis zählt wohl zu den Einrichtungen mit der niedrigsten Sicherheitsstufe im Bundesgefängnissystem mit begrenzten oder gar keinen Umzäunung, Unterbringungen, Schlafseelen und einem relativ geringen Personalinsassenverhältnis.

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