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Wer ermordete Gertrud S. aus Reichenbach im April 1988 ? – Cold Case T

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By sonds1
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Wer ermordete Gertrud S. aus Reichenbach im April 1988 ? – Cold Case

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crimetime auch wieder eingeschaltet habt. Ähm ich wollte mich ganz ganz lieb für die vielen Kommentare bedanken und dass diese große Update Folge mit den 12 Fällen in einer Folge euch so gut gefallen hat.

 Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich das auch noch mal wiederholen werde. Ähm allerdings muss ich natürlich dann in einigen Fällen auch erst wieder was tun, ehe man das dann in der Form noch mal wiederholen kann. Aber vielleicht könnte ich mir das so ein bis zweimal im Jahr vorstellen, denn es muss ja auch erstmal wieder genug Material für so eine Folge da sein.

 Aber ich fand es sehr schön, dass euch das ähm so gut gefallen hat. Das wollte ich mal ähm noch gesagt haben. Ja, heute gibt es einen sehr viel kürzeren Fall für euch. Ich bemühe mich aber auch längere und auch aufgeklärte Fälle in nächster Zeit wieder vorzustellen, weil ich weiß, viele von euch hören gerne auch längere Folgen und ich persönlich höre auch gerne längere Podcasts.

 ähm immer am liebsten, aber ich habe nicht immer genug Material teilweise für so lange Folgen. Und es gibt auch viele Fälle wie den Fall, den ich euch heute vorstelle, wo ich sehr wenig Material nur habe, aber euch das trotzdem eben dann mal vorstellen möchte, diesen Fall, weil ich es eben so wichtig finde, weil manche Fälle so mega mega unbekannt sind und trotzdem finde ich sollten die auch Gehör finden, weil da medial gar nichts mehr berichtet wird seit ganz ganz langer Zeit.

 Das ist auch in dem Mordfall Gertrud Schneider. So, da hat sich seit 2009 nur noch ganz ganz wenig getan, aber der Mord, der ereignete sich sogar schon im Jahr 1988. Gertrud Schneider starb mit 55 Jahren, sie war Bankangestellte und lebte mit ihrem Lebensgefährten und ihrem ältesten Sohn zusammen in einer kleinen Wohnung in Reichenbach an der Filz.

 Das ist ein kleiner Ort mit etwas über 8000 Einwohnern und hier könnte man meinen, jeder kennt jeden. Reichenbach an der Filz sagte mir persönlich jetzt gar nichts. Falls es euch ähnlich geht. Mal zur Einordnung liegt Reichenbach an der Filz im Landkreis Eslingen in Badenwürtemberberg ca. 25 km von Stuttgart entfernt. Am 22.

 April 1988 feierte Gert Rut ihren 55. Geburtstag im sogenannten Hasenheim in Hochdorf, auch im Kreis Eslingen. Und das Hasenheim war eine Vereinsgaststätte und dort hat Gertrud an ihrem Geburtstag auch ziemlich viel getrunken, wenn man den Aussagen von ihrem Lebensgefährten Glauben schenken mag und hat diesen dort auch ohne ihren ältesten Sohn und Lebensgefährten gefeiert, den Geburtstag.

 Denn der Lebensgefährte, der war am damaligen Freitag noch bis 21 Uhr arbeiten und danach soll er dann auch zum Hasenheim gefahren sein und die beiden, also Gerttrut und der Lebensgefährte, haben das Hasenheim dann um 23:45 Uhr verlassen. Es soll dann laut dem Lebensgefährten einen heftigen Streit gegeben haben, denn Gertrut wollte noch gar nicht nach Hause.

 Ihr Lebensgefährte gab später an, dass es aber nicht das erste Mal gewesen sei, dass solch ein Streit unter Alkohol passiert ist und die beiden fahren dann eine kleine Strecke zusammen mit dem Auto, aber Gertrud steigt dann plötzlich im Streit aus dem Wagen aus. Auch das sei nicht das erste Mal passiert. Und wenn solche Streitigkeiten vorlagen, kam sie sonst aber immer irgendwie nach Hause, oft wohl auch mit dem Taxi.

 Daher hat sich der Lebensgefährte jetzt nicht so große Sorgen gemacht. In dieser Nacht auf den 23. April 1988 kam Gertrut aber nicht nach Hause in die Siegenbergstraße und wenige Stunden später fand man dann auf einem Feld im Dreitannenweg in Reichenbach eine Frauenleiche. Ja, die Krip in Esslingen übernahmen dann die Ermittlungen und man konnte schnell feststellen, dass der Leichnam noch nicht lange auf dem Feld gelegen haben konnte.

 Die Hose der Frau war heruntergezogen und der Verdacht eines Sexualdelegts lag somit natürlich schon ja recht nah. Erst einmal zumindest. Der Fundort der Leiche war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Tatort. Schleifspuren gab es keine. Etwas abseits fand man dann auch einen Geldbeutel mit 200 Dmarkt, darin Ausweisdokumente und somit war dann schnell klar, dass es sich bei dem aufgefundenen Leichtnah um den von Gertrud Schneider gehandelt hat.

 Sie wurde also entweder an ihrem 55. Geburtstag makabererweise oder kurze Zeit später den Tag drauf eben dann in der Nacht ermordet. Nur ein Kilometer hat sie vom Tatort entfernt gelebt. Also sie hat es gar nicht mehr weit gehabt eigentlich. Die Ermittler befragten auch recht rasch den Sohn von Gertrut, der noch zu Hause lebte.

 Sie hatte wohl mehrere Kinder, aber der Älteste lebte eben noch zu Hause, sowie auch der Lebensgefährte. Der Lebensgefährte gab dann an, er habe am Morgen festgestellt, dass seine Partnerin noch immer nicht zu Hause angekommen war. Der Sohn will dann Anrufe getätigt haben, um seine Mutter irgendwo ausfindig zu machen und soll sie auch gesucht haben, aber hatten eben keinen Erfolg mit der Suche und mit den Anrufen.

 Und auch erzählte man den Ermittlern, dass es Streit gegeben habe am Geburtstag und da wurden diese natürlich hellhörig und gerade Gertruds Sohn soll sich immer wieder in Widersprüche verwickelt haben. Er selbst war am Geburtstag der Mutter, so sagt er ja, nicht auch in der Gaststätte, um zusammen zu feiern. Nein, er war in einem anderen Lokal und habe dort auch getrunken und könnte sich auch nicht mehr an alles erinnern.

 Der Verdacht gegen Gertroo erhärtete sich erst einmal, als Ermittler an seiner Jacke dann auch noch Blutspuren fanden, aber diese, so sagt er damals, habe er sich auf der Arbeit zugezogen. Die Ermittler haben diese Jacke dann natürlich mitgenommen und an einen Labor geschickt zur Prüfung, ob es nicht das Blut von seiner Mutter sein könnte und er somit Gertrud ermordet haben könnte.

 Ja, und Gertruds Leichnah wird der weil natürlich auch in die Rechtsmedizin überstellt und obziert. Es wird festgestellt, dass sie erdrosselt worden ist, vermutlich sogar mit ihrem eigenen Halstuch. Und auch wenn am Tatort vieles dafür sprach, konnte man eine Vergewaltigung nicht feststellen, aber man hat ein Schamhaar eines Mannes gefunden und auch Spermer am Bein von Gertrot.

 Aber eine Vergewaltigung konnte eben die Rechtsmedizin nicht feststellen. Auch ein wenig komisch, aber es ist halt ähm dann eben im Endeffekt so gewesen. Vielleicht wurde da auch etwas versucht, was dann nicht ausgeführt wurde zu Ende. Das ist ja auch möglich. Auf jeden Fall ist diese Spermaspur und dieses Haar von dem Mann eine der wichtigsten Spuren im Fall von Gertrud Schneider.

 Gertrzon und alle ihren nachhstehenden Personen gaben damals auch eine Haarprobe ab, aber eine DNA-Analyse war zum damaligen Zeitpunkt 1988 natürlich noch nicht möglich. Die Polizei vernimmt in den Folgetagen nach dem Mord ungefähr 100 Zeugen und eine Zeugin gab an, um 0:30 Uhr Gertrud Schneider begegnet zu sein, nahe des Dreit Tannenwegs.

 Und der Dreitannenweg ist eine Abkürzung zur Siegenbergstraße, aber das konnten eigentlich nur Ortskundige wissen. Die Zeugin wollte aber nicht Gertrud gesehen haben, sondern kurze Zeit später auch ein Motorradfahrer, der dann wohl in diesen drei Tannenweg gefahren sein soll. Ist er vielleicht Gertrud begegnet? Die Annahme ist schon sehr wahrscheinlich.

Ein weiterer Zeuge, aber nur ein Ohrenzeuge, will in den Zeitraum sogar zwei Motorräder gehört haben. Das andere kam wenige Minuten oder vielleicht auch nur Sekunden später. Die Zeugin beschrieb den Motorradfahrer als sehr jung, kaum älter als 18 bis 20 Jahre. Er soll einen weißen Helm getragen haben und eine schwarze Motorradjacke, eine Jeans und weiße Schuhe.

 Das Motorrad soll eine rote Geländemaschine gewesen sein. Die Ermittler gaben an, es könne sich da durchaus um eine Honda MTX Maschine gehandelt haben. Die Kripo prüft in dieser Zeit alle Motorradfahrer, die vom Alter und Wohnort in Frage gekommen sein könnten, aber weiter kam man nicht, zumindest vorerst nicht.

 Im Labor wird wenig später festgestellt, dassß das Blut an der Jacke von Gertrutz nicht ihres gewesen ist. Also, das konnte man schon mal ausschließen. Auch stellte man im späteren fest, als dann die Möglichkeit der Überprüfung gekommen war, dass das Schamhaar und die Spermaspur nicht dem Sohn oder Lebensgefährten zuzuordnen gewesen sind.

 Das passierte natürlich einige Zeit später, auch wenn der Verdacht so nah lag und der Sohn lange Zeit sogar hauptverdächtiger gewesen ist, so schied er aus. Auch überprüfte manzig weitere Personen, die Gertrud nah gestanden sind, sowie auch alle Motorradfahrer, die auf die damalige Beschreibung gepasst haben. Bis heute geht die Kripo in Esslingen davon aus, dass der Mörder Gertrod sich in Reichenbach an der Filz sehr gut auskannte.

 Entweder hat er dort selbst gelebt zur damaligen Zeit oder hatte früher Bezüge zu dem Ort, oder vielleicht lebte er auch im Nachbarort und kannte sich deswegen doch relativ gut dort aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist er damals dann eben im Dreitannenweg auf die betrunkene Gertrud getroffen. Vielleicht gab es dann einen Streit und dieser endete dann tödlich.

 Die Kripo bezeichnet den Fall als rätselhaft. Dem kann ich irgendwo auch nur zustimmen. Da man seit 1988 in diesem Fall nicht weitergekommen ist, entschied man sich dann viele Jahre später den Mord bei Aktenzeichen XY ungelöst vorzustellen. Genauer gesagt war das am 21. Oktober 2009. Hauptkommissar Lottmann stellte den Fall in der Sendung vor.

 Auch die mögliche Maschine, die Honda MTX wird den Zuschauern präsentiert und 16 Hinweise gingen nach der Sendung bei der Kripo in Eslingen ein. Die meisten betrafen Männer, die 1988 solch eine Maschine besaßen. Daraufhin überprüfte man auch einige Männer. Der Fall blieb aber ungeklärt und ich finde es sowieso bemerkenswert, dass man von so einem jungen Täter ausgeht und ob die Zeugin wirklich so schnell dazu im Dunkeln das wirklich erkennen konnte, dass es sich um so eine junge Person auf der Maschine gehandelt hat, vielleicht

sogar zwei, wenn man dem Ohrenzeugen glauben schenken mag. Wie alt jetzt der andere Motorradfahrer gewesen sein mag, das äh konnte man ja leider nicht feststellen, wenn es denen überhaupt gegeben hat. Und da fährt ein Motorradfahrer dann nachts durch einen verlassenen Weg und trifft auf Gtrud und dann hat er sofort im Sinn ein Sexualverbrechen zu begehen.

 Natürlich ist das möglich ähm dass es so gewesen ist, aber er konnte ja nicht mal im Endeffekt wissen, dass da gerade eine Frau sich auf diesem Weg aufhält, aber vielleicht hat er dann gedacht, er nutzt jetzt seine Chance. Ich selbst empfinde den Fall wirklich auch sehr rätselhaft, wie ich ja gerade schon sagte, weil so manches für mich einfach nicht ganz so zusammenpasst, aber es mag natürlich trotzdem so passiert sein.

 Ich hoffe nur, man hat sich nicht nur auf ein Motorrad oder eine sehr junge Person versteift. Es könnte ja auch sein, dass das Motorrad gar nichts mit dem Fall zu tun hatte und der Motorradfahrer sich extra nicht gemeldet hat, weil er vielleicht Angst hatte, später als Täter zu gelten. Jedoch denke ich, die Kripo, die kam einfach nicht weiter und hat dadurch jede Chance genutzt, Hinweise zu erhalten und hat dann eben auch gesagt, dass es eben ein Motorradfahrer gewesen sein könnte, der Gerrot Schneider ermordet hat. Das Wichtigste im Fall von

Gerrut Schneider ist bis heute natürlich die DNA-Spur, aber solange in der DNA Datenbank für Straftäter der Mann nicht eingetragen ist und er sich ja niemanden anvertraut und sich dann auch somit niemand bei der Polizei meldt als Mitwisser z.B. Ja, wird es wohl sehr schwer werden, diesen Fall einmal aufzuklären.

 Ich schätze, dass der Fall seit der Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY29 wieder ein Cold Case sein dürfte. Ja, und dass ich jetzt somit nicht mehr viel tut. Und ich denke, der Lebensgefährte und auch die Kinder von Gertrud und ihre Familie will ja mit Sicherheit bis heute wissen, wer sie damals umgebracht hat.

 Und der Sohn wurde ja ausgeschlossen und war ja mal Hauptverdächtiger. Deswegen denke ich, dass es dem Sohn bestimmt auch sehr daran gelegen ist, dass diese Sache aufgeklärt wird und man dann eben weiß, wer die Mutter wirklich ermordet hat. Denn nicht selten ist es auch in manchen Fällen so gewesen, dass es z.B. wie jetzt ja auch im Fall von Gerrot Schneider eine DNA Spur gab.

 Die hat den Sohn ja entlastet, aber es trotzdem immer noch Leute geben, die behaupten, das ist bestimmt trotzdem der Sohn gewesen, wie auch immer. Und wenn es dann jemand gibt, der verurteilt wird am Ende und ähm ja die gerechte Strafe erhält für den Mord an Gerut, dann ist der Sohn ja somit wirklich raus aus dem Schneider.

 Aber es ist der sowieso, das will ich damit nicht sagen, aber bestimmt konnte der sich trotzdem noch einiges anhören und ähm ja, ich denke, das ist wirklich nicht so einfach gewesen damals. Und bis heute, wie gesagt, ist der Mord an Gertrud ja ungeklärt geblieben und ich bin mal gespannt, ob der irgendwann vielleicht im Sinne einer Cultase Einheit auch noch mal aufgerollt wird und wir da noch mal in den Medien was drüber lesen werden.

Manchmal habe ich euch Fälle vorgestellt und eine Woche später war es dann soweit und es gab neue Schlagzeilen. Das ist natürlich immer das Beste, aber in vielen Fällen muss man ganz ehrlich sein, kommt das leider in der Form nicht vor. Ja, ihr Lieben, kanntet ihr den Fall Gertrut Schneider? Dann schreibt es mir doch gerne mal in die Kommentare oder vielleicht könnt ihr euch an den damaligen Aktenzeichen XY ungelöst Beitrag ja noch erinnern.

 Ähm ja, aber ich denke, der Fall dürfte vielen wirklich unbekannt sein. Mir zumindest war es auch. Und heute gab es auch nur ein Titelbild oder gibt es nur ein Titelbild bei Instagram sowie auch auf YouTube, weil man eben zu dem Fall ähm auch nicht viele Bilder hat, die ich euch jetzt zeigen könnte. vom Opfer sowieso nur ein ja schwarz-weißbild in nicht ganz so guter Qualität, aber mir ist es immer wichtig, dass ich auch die Gesichter zeige, denn ähm diese Menschen haben heute keine Stimme mehr und ähm ja, ich bin dann quasi diejenige mit

meinem Podcast ähm die dann diesen Menschen, die so brutal ums Leben gekommen sind, teils ähm ja noch mal eine Stimme gibt. So, ihr Lieben, das war’s jetzt aber für heute. Die Folge ist nicht besonders lang, ich weiß, aber trotzdem danke, dass ihr wieder mit dabei seid, dass ihr zugehört habt und euch Zeit genommen habt.

 Und ich wünsche euch jetzt eine gute Nacht, einen schönen Tag oder ja, genießt das Wetter draußen, aber es ist ja herrlich im Moment und ja, bleibt sicher, bleibt gesund, ihr Lieben. Bis zum nächsten Mal, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. He.

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