Wahre Verbrechen I Mord unter Freunden I True Crim...

Wahre Verbrechen I Mord unter Freunden I True Crime Dokumentation T – Part 2

 Gleichzeitig bedeutete das natürlich für uns, es war jetzt sonnenklar, dass Lilli Marie sich in allerhöchster Lebensgefahr befand. Genau wie der kleine Luca wurde seine Mutter erdrosselt. Die elfjährige Tochter Lilli Marie ist dagegen unauffindbar. Die Ermittlungen führen Jens Habermann und seine Kollegen schnell ins persönliche Umfeld der Familie.

 Dabei helfen die Aussagen von zwei Zeuginnen, eine Mutter und deren Tochter. Sie waren es, die am Vormittag die Polizei alarmiert hatten. Vor allem die Aussage des Mädchens ist entscheidend. Es war befreundet mit Lilli Marie und war dort auf Schlafbesuch. Das Mädchen sagte aus, dass ein Mann in den frühen Morgenstunden in das Zimmer der Mädchen gegangen sei und dort Lilli Marie mitgenommen habe.

 Bei diesem Mann habe es sich um Maurice Gandelt, den derzeitigen Lebensgefährten von Stefanie L. Aus Angst habe sich die Freundin von Lilli Marie schlafend gestellt. Ihr passiert nichts. Ist Maurice G für die beiden Morde verantwortlich? Das Vorstraffenregister des 34-jährigen ist lang. Maurice G ist bereits als Kind polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem durch ein versuchtes Tötungsdelikt, im weiteren Verlauf auch durch andere Gewaltdelikte mit sexueller Komponente, was dazu führte, dass er sich über 12 Jahre im Maßregelvorzug in

Niersachsen befand. Was ist am Morgen des 16. Mai passiert? Weil Maurice G dringend tatverdächtig ist, sucht die Polizei nach ihm und seinem Auto. Schnell steht fest, der Wagen packt im Nachbarort Schneewerdingen vor einer obdachlosen Unterkunft, die aktuell leer steht. Hier bewohnte der 34-jährige ein Zimmer.

Maurice G. aus seiner Wohnung herausgekommen, hat sein Fahrzeug bestiegen und ist dann durch die Polizei festgenommen worden. Er ist dann aus seinem Fahrzeug herausgezogen und zu Boden gebracht worden und hat das Ganze widerstandslos über sich ergehen lassen. Zur wichtigsten Frage allerdings schweigt er.

 Wo ist Lilli Marie? Seit ihrem Verschwinden sind zu diesem Zeitpunkt knapp 9 Stunden vergangen. Hauptkommissar Habermann vermutet, das Mädchen befindet sich noch in der näheren Umgebung. Mit einem Kampfflugzeug der Bundeswehr wird in kürzester Zeit ein großes Waldgebiet zwischen dem Tatort Bispingen und dem Wohnort des Tatverdächtigen Schneewerdingen abgesucht.

Es war so, dass dieser Tornado in der Lage war, Wärmignaturen festzustellen, sodass dann diese Örtlichkeiten durch Polizeikräfte abgesucht werden konnen. Das Ergebnis war leider ernüchternd. Es führte nicht zum Auffinden von Delim Marie. Zwei Tage später, der 18. Mai, in einem Waldstück, rund 17 km von Bispingen entfernt, findet ein Firstster, ein totes Mädchen.

Es war natürlich so, dass uns das alle stark mitgenommen hat. Es war jetzt wieder ein totes Kind zu beklagen. Ich glaube, was schlimmeres gibt’s nicht. Gleichzeitig bedeutete das natürlich für uns, dass wir jetzt ganz schnell weitere Spurensicherungsmaßnahmen am Leichenfundort durchführen müssen. Schnell herrscht traurige Gewissheit.

Bei der Toten handelt es sich um Lilli Marie. Auch die Elfjährige wurde umgebracht. Das Mädchen war hier an einem Baum abgelegt worden. Es war teilkleidet und trug nur ein Kapuzent T-Shirt und war teilweise mit Laub bedeckt. Das Ergebnis der Obduktion offenbart grausame Details. Das Kind wurde sexuell missbraucht und anschließend erstickt.

Eine weitere Entwicklung bringt die Ermittlungen aber ins Stocken. Die Zeuginnen, die die Polizei gerufen hatten, ziehen ihre Aussage zurück. Bei diesen beiden Zeugnen hatte es sich gehandelt um die Schwester von Maurice G. Nichte. Beide Personen hatten ein sogenanntes Zeugnisverweigerungsrecht. Das bedeutet, dass sie verwandte Personen mit ihren Angaben nicht belasten müssen.

 Von diesem Recht haben die Zeugenden Gebrauch gemacht, sodass uns diese ersten belastenden Angaben für das weitere Verfahren zunächst nicht mehr zur Verfügung standen. Außerdem kann die Spurenlage am Tatort Maurice G nicht eindeutig als Täter überführen. Er und Stefanie L waren seit wenigen Monaten ein Paar. Mittlerweile wohnte er auch bei ihr, war nur selten in seiner eigenen Unterkunft.

Ein großes Problem war, dass der Beschuldigte Tatort berechtigt war. Er hatte sich ja bereits mehrere Wochen in dieser Wohnung aufgehalten, weil er da zusammen mit Stefanie L und der Familie lebte. Das führte natürlich dazu, dass er in dieser Wohnung auch zahlreiche Spuren, beispielsweise Fingerspuren und DNA-Spuren hinterlassen hatte.

Sogar seine DNA auf dem USB-Kabel mit dem Luca erdrosselt wurde, recht nicht aus, um ihn als Mörder zu überführen. Die Ermittler brauchen konkrete Beweise. Akribisch untersuchen Sie den Fundort von Lilli Marie. Ca. 70 cm neben dem Leichnamen des Mädchens lag auf dem Waldboden der Teil einer Spielzeugverpackung aus Pappe.

Kam die Verpackung zusammen mit dem Totenkind in den Wald? Fest steht bislang nur. Der Täter muss mit einem Auto gefahren sein. Auf dem Waldweg, der zum Leichenablageort von Lilli Marie führte, konnten wir mehrere Stellen finden, wo ein Fahrzeug aufsetzte und wir konnten auch ein schwarzes Plastikteil wie von einem Unterfahrschutz eines Fahrzeugs finden.

 Die Stellen muteten frisch an, sodass wir eigentlich sicher waren, dass sie in Verbindung mit der Tat standen. Die Ermittler lassen den Wagen von Maurice G kriminaltechnisch begutachten. Es wurde natürlich auch von unten untersucht. Dabei war dann festzustellen, dass das Plastikteil vom Waldboden von diesem Fahrzeug stammte. Auf der Rücksitzbank fanden sich dann tatsächlich auch Blutanhaftungen, die bei einer späteren Untersuchung zweifelsfrei Lilli Marie zugeordnet werden konnten.

Auf einem der Sitze liegt außerdem ein Plastikteil. Es ist zweifelsfrei das Gegenstück zur gefundenen Spielzeugverpackung am Leichenfundort. Jens Habermann vermutet, daß ich das Teil irgendwo versehentlich verfangen haben muß und so vom Auto in den Wald gekommen ist. Das passende Spielzeugauto findet die Polizei in der Wohnung der Familie L.

 [räuspern] Spätere Gutachten bestätigen außerdem, Maurice G hat das Mädchen sexuell missbraucht. Was genau am Morgen des 16. Mai passiert ist, bleibt unklar. Der 34-jährige macht dazu keine Angaben. Was die Tötungsreihenfolge angeht, das kann man nicht mit aller Bestimmtheit sagen. Wir gehen allerdings davon aus, dass der Täter zunächst Stefanie L getötet hat, weil auch Stefanie L durch Bekannte und Freunde als durchaus wehrhaft beschrieben worden ist.

Wahrscheinlich erdrosselt Maurice Gchließend den Vierjährigen Luca und geht dann zu Lilli Marie. Auch die elfjährige tötet er noch in der Wohnung. Chatverläufe beweisen außerdem, dass die Tat geplant war. Schon am 10. Mai, 6 Tage vor dem Dreifachmord, wirkte er Stefanie L, ließ erst im letzten Moment von ihr ab und kurz danach stellte er zwei weiteren Frauen nach.

Eine der beiden war eine Joggerin, die hatte dann so getan, als würde sie mit der Polizei telefonieren. Erst dann hatte Mauris G von dieser Zeugin abgelassen. Eine letzte Frage bleibt. Was war das Motiv? Warum musste Familie sterben? Auffällig ist gewesen, dass Maurice G sich in der Vergangenheit offensichtlich immer weibliche Opfer ausgesucht hatte, die er dann wirkte.

 Wir sind uns sicher, dass das Motiv des Beschuldigten in seiner sexuellen Präferenz liegt. Dafür spricht insbesondere, dass hier alle drei Opfer erstickt worden waren und der Täter sich auch sexuell an Lilli Marie vergangen hatte. Ein halbes Jahr später startet am Landgericht Lüneburg der Prozess gegen Maurice G.

 Es wird ein schriftliches Geständnis verlesen. Fragen zu den genauen Beweggründen und ob seine krankhaften Würge und Gewaltfantasien etwas mit den Taten zu tun haben, bleiben unbeantwortet. Er gibt nur an, in einen Mordrausch verfallen zu sein. Der Mann wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

 Die Richter stellen außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Es ist Aufgabe der Polizei auch solche schwerwiegenden Fälle aufzuklären, um Angehörigen und Opfern gerecht zu werden. Dieser Fall war allerdings besonders schrecklich, weil hier eine komplette Familie ermordet worden ist. Eine Tat, die bis heute nachdenklich stimmt.

 Am Ende bleibt Hauptkommissar Habermann vor allem eines in Erinnerung, wie eine Familie völlig sinnlos ausgelöscht wurde. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.

Schizophrenie ist eine erschütternde Störung, die beeinflusst, wie eine Person denkt, handelt oder fühlt. Einige der laut Diagnostik an Statistical Manual of Mental Disorders Schizophrenie zugeschriebenen Symptome sind auditive und visuelle Halluzinationen, Bilder oder Geräusche, die aus dem Nichts erscheinen.

 Das häufigste davon ist das Hören von Stimmen. Bevor es als Krankheit klassifiziert wurde, wurden viele der Betroffenen als Besen angesehen, von dämonischen Geistern hypnotisiert, die Böses im Sinn hatten. Die Menschen fürchteten jene, die an dieser psychischen Krankheit litten, als Werkzeuge des Teufels. Natürlich wurde solch Aberglauben heute entlarft und hat einem echten Verständnis für die Krankheit Platz gemacht.

 Aber für diejenigen, die an dieser schrecklichen Krankheit leiden, können sich diese Dämonen sehr real anfühlen. Die Angst vor Dämonen hielt New York City ab 1976 fest im Griff. Eine Reihe grausamer und scheinbar zufälliger Morde erstreckte sich von Queens bis in die Bronx. Ein mysteriöser Angreifer hinterließ sechs Tote und entkam einer Fahndung mit über 300 Polizisten.

 Währenddessen hinterließ er kryptische und verstörende Notizen, in denen er behauptete, von Dämonen befehlig zu werden. Das war das Werk des Son of Sam, David Richard Berkowitz. Das ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Jeden Donnerstag erscheint eine neue Folge. Wenn ihr uns bei Spotify hört, abonniert uns jetzt, damit ihr keine Folge verpasst und lasst uns gern auch eine Bewertung da.

Vielen Dank. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Max Spalleck. Heute werden wir tief in das Leben von David Bkovitz eintauchen, auch bekannt als Son of Sam. Über ein Jahr lang terrorisierte Sam Paare und junge Frauen, die in Autos zwischen der Bronx, Queens und Brooklyn parkten. David Berkowitz ist ein faszinierendes Studienobjekt für Serienkiller.

Die Zahl der Leben, die er nahm, war gering. Doch er fesselte sowohl New York als auch die Nation mit seinem bizarren Verhalten und seinen Motiven. David oder Son of Sam, wie ihn die Medien nannten, war von 1976 bis 77 der Boogie Man des Big Apple. Er durchstreifte die Parks, die einsamen Gassen und Liebesnester der Stadt und schoss ahnungslose Paare mit einem Kaliber Bulldog Revolver nieder.

  Dann verschwand er in der Nacht. Keine Zeugen, keine Beweise, außer ein paar verstörenden, handgeschriebenen Briefen. Seine Briefe verspotteten und verhöhnten die Polizei. Er fragte, warum es so lange dauerte, ihn zu fassen. Er beschrieb selbst als Apostel einer dämonischen Gesellschaft und nach jedem Brief unterschrieb er mit: “Ich bin ein Monster. Ich bin son of Sam.

 Ich liebe die Jagd.” Während David Bkovitz damals behauptete, von Dämonen kontrolliert zu werden, wieder rief er später seine Geschichte von der Besessenheit. Seitdem haben sich seine Motive für die Morde ständig geändert. Er hat alles von Selbsthas über Pornografie bis hin zum Teufel und sogar Frauen im Allgemein verantwortlich gemacht.

 Bei ihm wurden Depression, antisoziales Verhalten und Schizophrenie diagnostiziert. Jeder dieser Faktoren könnte zu Berkovits Verwandlung vom geplagten Jungen zum theatralischen Serienmörder beigetragen haben. David Richard Berkowitz wurde am 1. Juni 1953 im Stadtteil Bronx in New York City geboren.

 Sein echter Name war jedoch Richard David Falco. Er wurde als Sohn einer verarmten jüdischen Frau namens Betty Broder geboren. Betty [räuspern] hatte ein hartes Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinschaft in der Bronx. Als sie begann sich mit einem Italiener namens Tony Falco zu verabreden, wurde sie von ihrer Gemeinschaft völlig gemieden.

Es schien, dass ihre Gemeinschaft nicht besonders begeistert davon war, dass sie jemanden außerhalb ihrer Gemeinschaft traf, teilweise aus Angst vor einer Konversion, besonders angesichts der kleinen jüdischen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotzdem heiratete Betty Tony, behielt aber ihre jüdische Identität bei.

 Die beiden eröffneten in Williamsburg Brooklyn einen Fischmarkt namens Falkus Fishmarket. Das junge Paar schien eine Zeit lang glücklich zu sein. Sie hatten sogar eine Tochter, Roselyn Falco, Davids ältere Halbschwester. Aber leider sollte ihre Liebe nicht von Dauer sein. Farkos Fischmarket geriet in Schwierigkeiten und das Geschäft ging langsam den Bach runter.

 Enttäuscht von dem, was aus seinem Leben geworden war, verließ Tony Fco seine Frau und Tochter. Das ließ die arme Betty allein, um das angeschlagene Geschäft zu führen. Nach dem Kampf schloss das Geschäft. Betty war auf sich allein gestellt. Ohne andere Optionen beantragte sie Sozialhilfe, um sich und ihre Tochter zu ernähren.

Trotz Tonys Flucht behielt Betty seinen Nachnamen. Sie brauchte ihn, um Leistung vom Sozialsystem zu erhalten, denn ohne diese wären sie und ihre Tochter verhungert. Glücklicherweise kam Rettung für Betty in Form von Joe Clean. Cleeman war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er nahm Betty und die junge Roseln auf und sorgte für sie. Es gab nur einen Haken.

Cleman war verheiratet. Allerdings wusste Joe’s Frau anscheinend von Betty und die beiden aßen sogar gelegentlich zusammen zu Abend. Es war wohl eher ein offenes Geheimnis. Doch auch wenn Cleman als Bettys Sugar Daddy fungierte, gab es immer noch einige Regeln. Die wichtigste war nicht schwanger zu werden. Trotzdem wurde Betty Ende 1952 mit Clemens Kind schwanger.

 Clemen war nicht sehr erfreut. Betty wollte das Kind behalten, aber Cleman nicht. Er mußte weiterhin den Anschein eines treuen Ehemanns waren, auch wenn der Rest seiner Familie wusste, daß er es nicht war. Ihre Auseinandersetzungen wurden so hitzig, dass Betty Cleeman manchmal körperlich angriff. Später behauptete Bkowitz, dass diese Negativität teilweise der Grund für seine Mordlust war.

 Er sagte: “Ich habe gelesen, dass sogar im Mutterleib das Kind beeinflusst werden kann. diese Art von Negativität. Ich glaube wirklich, dass sie einen tiefgreifenden Einfluss auf mich hatte. Sie machte mich anfällig für die dunkleren, negativeren Kräfte, die unsere Welt beeinflussen. Natürlich ist die Wurzel von Davids Wahnsinn nicht ganz so einfach.

 Studien haben gezeigt, dass Babys im Mutterleib auf die Negativität und Emotionen ihrer Mütter reagieren. Aber es gibt noch keinen direkten Zusammenhang, der antisoziales Verhalten geschweige den psychopathisches Verhalten verursacht. Clemon überzeugte Betty schließlich das Baby zur Adoption freizugeben. Durch einen Vermittler fand Betty eine nette jüdische Familie, Natt und Pearl Berkitz, ein Arbeiterpaar, ebenfalls aus der Bronx.

Zehn Tage später wurde David von den beiden adoptiert. Sie tauschten seinen Mittel und Vornamen und sie wurde aus Richard Falco, David Berkovitz. Betty gab Tony Falco als Vater an, um Cleman zu schützen. Sie blieb weitere 12 Jahre seine Geliebte bis Cleman 1965 an Krebs starb. Die Burkitzes nahmen David mit nach Hause und waren glücklich mit ihrem neugeborenen Baby.

 Doch David entpuppte sich als ziemliche Herausforderung. David war ein wildes Kind. Seine Schlafzeiten waren ungewöhnlich. Er wachte meistens um 4 oder 5 Uhr morgens auf, um zu spielen. Er holte seine Spielzeuge heraus und verursachte einen Lärm, der seine Eltern zwang aufzustehen und ihn wieder ins Bett zu schicken. David neigte auch zu heftigen Wutausbrüchen, warf Spielzeug und zerschlug verschiedene Gegenstände in Rage.

 Doch sobald er sich beruhigt hatte, war er eine Freude. Er sagte später: “Ich war ein wildes Kind.” Das stimmt, aber meine Adoptiveltern waren so geduldig und fürsorglich, ich gebe ihnen manchmal nicht genug Anerkennung dafür, wie viel sie mit mir durchmachen mussten. David war besonders eng mit seiner Adoptivmutter Pearl, die oft eine sanftere Seite zeigte, wenn sie ihn disziplinierte.

Und obwohl die BKO Witzers Schwierigkeiten hatten, ihren wilden Sohn zu kontrollieren, sorgten sie dafür, dass er viele Spielzeuge und genügend Zeit zum Spielen hatte. Ich war wirklich ein verwöhntes Kind, aber auf die beste Art und Weise. Als David älter wurde, entwickelten sich weitere Probleme.

 Er war viel größer als die meisten Kinder und wurde oft wegen seiner Größe und seines Gewichts ausgelacht. Zudem wirkte er sehr antisozial. Er wusste nicht wirklich, wie er mit Gleichaltrigen kommunizieren sollte. Das Verspotten trieb nur dazu, sich von anderen zu isolieren. Er hatte auch Schwierigkeiten, sich in der Schule zu konzentrieren.

David war in der Klasse ängstlich und unruhig. Die Lehrer dachten, etwas stimme nicht mit ihm. David glaubt heute, dass sein Verhalten auf ADHS zurückzuführen war. Eine Störung, die es Kindern und Erwachsenen schwer macht, sich richtig zu konzentrieren. Zu meiner Zeit gab es kein ADHS. Man war einfach ein Problemkind.

 Ich denke, das war wahrscheinlich ein weiterer Grund für meinen Abstieg in die Dunkelheit, als ich älter wurde. Ich konnte mich einfach nicht konzentrieren. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen ADHS und Schizophrenie. Es sind völlig unterschiedliche Störungen. Es ist jedoch möglich, beide gleichzeitig zu haben.

 Zudem führt keine der beiden Störungen dazu, dass man ein Serienmörder wird. Wahrscheinlicher ist, dass diese multiplen psychischen Störungen nur die Spitze des Eisbergs für einen bereits geplagten Geist waren. Wegen Davids unruhiger Natur schwenzt er auf die Schule. In einem Jahr verpasste er 46 Schultage. Trotzdem war David, obwohl er sich nicht konzentrieren oder in der Schule bleiben konnte, hoch intelligent.

 Als 1960 ein IQ-Test gemacht wurde, erzielte er überdurchschnittliche 118 Punkte. Er war damals 7 Jahre alt. Trotzdem brauchten Davids Eltern eine Möglichkeit mit ihm umzugehen. Also setzten sich Nett und Pearl Berkitz zwischen seinem sechsten und 7 Geburtstag mit ihrem Sohn zusammen und entschieden ihm die Wahrheit zu sagen oder zumindest eine Version davon.

Sie erzählten David, daß seine Mutter bei der Geburt gestorben sei und sein Vater ihn nicht versorgen konnte, so dass er zur Adoption freigegeben wurde. David war am Boden zerstört. Ich konnte es nicht glauben. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf. War ich ein schlechter Junge? Habe ich meine Mutter getötet? Warum ist das passiert? Lebt mein Vater noch? Will er mich zurück? Oder noch schlimmer hasst er mich? Dieses Schuldgefühl begleitete David den Rest seiner Kindheit und bis ins Erwachsenenalter.

Davids aggressive und wütende Reaktionen verstärkten sich, nachdem er erfahren hatte, dass er adoptiert war. Er begann noch mehr Schultage zu schwänzen und Mitschüler zu schikanieren. Seine Noten wurden schlechter. Die Lehrer wußten nicht, was sie mit ihm tun sollten. Sie trafen sich mit seinen Eltern und rieten ihn, ihn zu einem Kinderpsychologen zu bringen oder ihn aus der Schule zu nehmen.

 Das Paar entschied sich für ersteres. David wurde zu Dr. Soslof in New York City gebracht. In den nächsten zwei Jahren sprach David mit dem Psychiater und tatsächlich begann sich seine Noten zu verbessern. David gab später Dr. Soslov dafür Anerkennung, daß er ihm durch die Grundschule geholfen hat, sagt aber, dass die verpflichtende Therapie ihm langfristig nicht viel gebracht hat.

Ich denke, dass die Kinderpsychologie damals noch in den Kinderschuhen steckte. Dr. Soslov war eine wunderbare Frau, aber ich fühlte mich immer noch verloren und wütend. Tatsächlich schien David mit zunehmendem Alter immer wütender zu werden. Er spielte weniger draußen. Stattdessen versteckte er sich lieber unter seinem Bett oder in seinem Schrank.

 Und wenn er doch nach draußen ging, schikanierte er die Kinder, insbesondere die Kleineren. Hier zeigen sich einige Anzeichen antisozialen Verhaltens. Erstens isolierte er sich selbst und zweitens war er, wenn er mit anderen interagierte, meist übermäßig aggressiv oder gewalttätig. Könnte das ein weiteres Symptom von Schizophrenie sein? Schizophrenie beeinflusst zwar die Emotionen und kann eine Art Apathie hervorrufen, verursacht aber selten antisoziales Verhalten.

 Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits Schizophrenie entwickelt hatte. Schizophrenie entwickelt sich normalerweise erst in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter. Was auch immer in Davids Kopf vorging, es wurde schlimmer. In den frühen 60er Jahren wurde das Leben für den kleinen David Bkowitz immer schwieriger.

 Trotz der Besuche bei einem Kinderpsychologen in der späten Grundschule plagte Davids gestörte Psyche ihn weiterhin. Es half auch nicht, dass David zwischen 1961 und 1967 fünf Todesfälle aus nächster Nähe miterlebte. All diese Todesfälle waren Autounfälle. Der erste war ein kleines Mädchen, das von einem Auto erfasst und sofort getötet wurde.

 Dann sah er 1963, wie eine Mutter und ihre Tochter auf der Straße von einem Auto angefahren wurden. Die Mutter war sofort tot. Das kleine Mädchen starb später. Diese ständigen brutalen Zwischenfälle im Straßenverkehr zu beobachten, konnte für einen bereits geplagten Jungen nicht gesund sein. Das regelmäßige Miterleben dieser Greul mag David gegenüber Gewalt abgestumpft haben.

Ich dachte viel über den Tod nach, nicht nur über meinen eigenen, sondern auch über den anderen. Mit 11 Jahren begann sich etwas anderes bei David zu manifestieren. Er begann zu klagen, dass er Monster höre. David behauptet, dass er ab der Pubertät Stimmen in seinem Kopf hörte. Diese Stimmen waren abscheulich und böse, Monster und Dämonen, die ihn aufforderten, schreckliche Dinge zu tun.

Sie wollten, dass ich Dinge verletze. Tiere, Menschen. David versuchte sein Bestes, diese Monster zu ignorieren, aber die Stimmen waren unerbittlich. Es schlief jetzt oft im Bett seiner Eltern und hoffte, dass dies seine Angst lindern würde, aber er irrte sich. Die Stimmen quälten ihn über ein Jahr lang, bis David eines Tages einen Weg fand, die Stimmen zufrieden zu stellen.

Mit 12 Jahren begann David kleine Feuer zu legen, meist in Gassen, in dem er Müll und Streichhölzer verwendete. Mit jedem Feuer, das er entzündete, schienen die Stimmen weniger zu werden. Diese Stimmen waren wahrscheinlich Davids sich entwickelnde Schizophrenie. Zu den Symptomen der Schizophrenie gehören auditive und visuelle Halluzinationen.

Stimmen und Bilder erscheinen aus dem Nichts. Manchmal können diese Stimmen so überwältigend sein, dass sie ihren Empfänger hilflos machen. Leider sind sich nicht alle einig über eine genaue Ursache. Die meisten glauben, es ist eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren. Von der genetischen Seite her ist es möglich, dass jemand in einer Familie mit einer Geschichte von psychischen Krankheiten das Risiko weitergibt.

Umweltstudien haben mehrere Faktoren identifiziert. Das Leben in einer dichten urbanen Umgebung wie New York z.B. kann die Entwicklung der psychischen Krankheit fördern. Drogen und Alkoholmissbrauch kann das chemische Ungleichgewicht im Gehirn, das mit Schizophrenie verbunden ist, erhöhen. Ein weiterer Faktor sind prénatale Stressfaktoren.

In einer Studie von 2011 vermuteten Wissenschaftler, dass mütterliche Stressfaktoren und eine schlechte Nahrungsaufnahme mit einer geringen Entwicklung von Reelin im Gehirn eines sich entwickelnden Kindes verbunden sind. Reilin ist ein Protein, das bei den Zellinteraktionen im Gehirn hilft. Ein Mangel an diesen Proteinen kann zu psychischen Krankheiten und Störungen führen.

 Menschen mit Schizophrenie haben angeblich niedrige Reelinwerte in ihrem Gehirn, aber keine dieser Studien hat bisher eine Verbindung zwischen Wut während der Schwangerschaft und Schizophrenie bei Kindern hergestellt. Wahrscheinlicher ist, dass David bereits genetisch prädisponiert war und seine pränatale Situation es nur geringfügig verschlimmerte.

Im Jahr 1966 war David 13 Jahre alt. Laut jüdischer Tradition stand er am Rande des Erwachsenseins und war bereit für seine Baritzwaar, bei der er aus der Tora lesen und diesen Übergangsritus feiern würde. Leider war David bei diesem normalerweise freudigen Anlass mit Freunden und Familie allein. Er hatte keine wirklichen Freunde.

Das Alleinsein hat bei einem solchen Anlass seiner ohnehin schon geplagten Psyche sicher nicht geholfen. Es könnte seine Vorstellungen unerwünscht oder unattraktiv zu sein verstärkt haben. Wenigstens hatte der Junge noch seine Mutter, doch David hatte bemerkt, dass sie blasser und gebrechlicher wirkte. Es stellte sich heraus, dass Davids Adoptivmutter Pearl Berkowitz Brustkrebs hatte.

Vor Davids Adoption war sie in Remission gewesen. Bedauerlicherweise war der Krebs zurückgekehrt und viel aggressiver. David konnte es nicht verstehen. Was passierte mit ihr? Pearl war die engste Beziehung in Davids Leben gewesen. Die Mutter, die ihn trotz seiner Fehler liebte, hatte Krebs im Endstadium. Am 6.

 Oktober 1967 starb Pearl Berkwitz an Brustkrebs. David war am Boden zerstört. Er war einsamer als je zuvor. David verlor die Hoffnung. Er glaubte, dass Gott mit dem Tod seiner adoptivmutter auch einen Plan in Gang gesetzt hatte, ihn zu zerstören. Er wurde introvertierter und um die Sache noch schlimmer zu machen, kehrten die Stimmen zurück. David begann erneut Feuer zu legen, aber das Feuer allein reichte diesmal nicht, um die Stimmen zu besänftigen.

 Sie verlangten nach etwas mehr. David begann Kakalake zu fangen und verschiedene Wege zu finden, sie zu quälen. Manchmal ertränkte er sie in Klebstoff, manchmal fing er sie ein und setzte sie in Brand. Seine Gewalt beschränkte sich nicht nur auf Kakalaken. Er vergiftete auch nach und nach den Wellensittig seiner Mutter und mit jeder Gewalttat verstummten die Stimmen nur kurzzeitig, um dann umso fordernder zurückzukehren.

Das zeigt klare Anzeichen für die Entwicklung von Psychopathie. Aber während David sich auf den Tod kleiner Tiere konzentrierte, begann er auch über seinen eigenen Tod nachzudenken. Ihr müsst verstehen, ich hatte das Gefühl, dass das ganze Universum gegen mich war. Es war düster. Ich hatte keinen Glauben.

 Ich schien von Dämonen geplagt zu sein. Welche Hoffnung hatte ich? Wir machen jetzt eine kleine Pause. Einmal durchatmen, dann geht’s hier weiter. Davids Schulleben verschlimmerte sich rapide. Bis 1968 war er in der Highschool und seine Noten wurden in jedem Jahr schlechter. Er ging von durchwegs guten Noten zu mittleren und schließlich schlechten Noten über.

 Er schwänzte weiterhin den Unterricht und war mit 16 Jahren für 36 Tage im 10. Schuljahr abwesend. Außerdem bekam er auch ein Vorstrafenregister wegen kleinerer Vergehen wie Brandstiftung und dem Zerschlagen von Autoscheiben. Es schien, als wäre alles, was David tat, darauf ausgerichtet, sich selbst zu zerstören.

David deutete später an, dass er aufgrund von Selbsthas so handelte. Ich tat es aus Schuldgefühlen, Schuldgefühle darüber, dass ich dachte, ich hätte meine erste Mutter bei der Geburt getötet. Ich dachte, ich verdiene es nicht zu leben. Also versuchte ich unbewusst mich selbst zu sabotieren. In dieser Zeit entwickelte David eindeutig psychopathische Züge.

 Das Töten von Tieren ist kein Merkmal, das normalerweise bei Schizophrenie oder ADHS auftritt. Es ist mehr mit antisozialem Verhalten und mörderischen Tendenzen verbunden. Tatsächlich umfasst die Homicidal Tried die drei Merkmale, von denen viele glauben, dass sie auf die Entwicklung von Psychopathie hinweisen. Anhaltenes Bettnessen, das Len von Bränden und das Quälen von Tieren.

Die Homicidal Triad ist keine exakte Wissenschaft, aber es ist ein interessantes Muster. David zeigte zwei von drei Merkmalen. Glücklicherweise hielt Davids Vater nett ihn auf course und überzeugte ihn, die Schule so gut es ging zu beenden. [räuspern] Bis 1969 versuchte David mehr oder weniger sich zu bessern.

 Er ging sogar auf ein paar Dates mit Mädchen. Während viele ihn ablehnten, schaffte er es ein paar Dates zu bekommen. Doch David fühlte sich immer noch unerwünscht und unattraktiv. David hatte nur eine echte Beziehung und das war mit einem Mädchen namens Iris Gerhard. Für ihn war sie alles. Er baute sie in seiner Vorstellung auf und schuf eine aufwendige Fantasiewelt.

In Wirklichkeit betrachtete Iris ihn nur als Freund und nach einer Weile beendete sie die Freundschaft. David wurde nur noch wütender, besonders wenn es um Frauen ging. Die Unfähigkeit Realität von Fantasie zu unterscheiden, ist ein weiterer Aspekt der Schizophrenie. In Davids Kop war Iris wahrscheinlich seine Freundin und er konnte die Wahrheit von seiner eigenen Fantasie nicht unterscheiden.

Wir sehen hier auch sein verdrehtes Gefühl von Besitz oder Anspruch auf Frauen. David hatte in seiner Jugend beklagt, dass er unattraktiv sei, besonders für Mädchen. Hier baute er die Vorstellung auf, dass wenn ein Mädchen nett zu ihm war, sie seine Freundin sein musste. Iris die Freundschaft mit David beendete, war wahrscheinlich ein schwerer Schlag für sein Weltbild, indem er glaubte, ein Anrecht auf Iris Zuneigung zu haben.

 Das könnte tatsächlich der Beginn seines Hasses und seiner Verachtung für Frauen gewesen sein. Im Jahr 1970 zogen Net und David aus ihrer Wohnung in der Bronx nach Coop City. Dort heiratete Nett erneut eine Frau namens Mary. David mochte sie nicht besonders und hatte das Gefühl, daß sie Pearl ersetzte. 1971 machte David seinen Schulabschluss.

Er hatte sich zusammengerissen, erreichte einen Notendurchschnitt von 1,7 und fehlte nur 12 Tage in seinem letzten Semester. Danach überließ N David sich selbst und zog mit seiner neuen Frau nach Florida. Die beiden hielten über Briefe Kontakt. Im Sommer desselben Jahres trat David in die Armee ein.

 Er bestand die psychologischen und körperlichen Eignungstest und wurde in die Infanterie aufgenommen. David absolvierte das Grundtraining als E4 Spezialist oder korporal. Anstatt in den Kampf zu ziehen, wurde er am Ende seines Trainings Ende 1971 in Seul, Südkorea stationiert. Korea sollte eine Zeit des Experimentierens für David werden.

 Er probierte verschiedene Drogen wie Marihuana, Mascalin, Amphetamine und LSD aus. Dort hatte er auch seine erste sexuelle Erfahrung, die jedoch nicht sehr angenehm war. David ging in Seul während eines Urlaubs von der Basis zu einer koreanischen Prostituierten. Nachdem er Sex mit ihr hatte, infizierte er sich mit einer Geschlechtskrankheit.

Das schreckte ihn eine Weile vom Sex ab und verstärkte seinen Hass auf Frauen. Es ist interessant zu sehen, dass David viele der gleichen Erfahrungen teilt, die andere Serienmörder mit Frauen gemacht haben. Vor allem in dem Sinne, dass sie alle Frauen für ihr eigenes romantisches Versagen verantwortlich machen und glauben, dass dies ihn das Recht gibt, sie zu ermorden.

Verschiedene Studien debattieren darüber, warum so viele Serienmörder Frauen als Opfer haben. Ein gemeinsames Element neben dem Gefühl der Verachtung ist Kontrolle und sexuelle Erfüllung. David wollte mit Mädchen in Kontakt treten, wurde aber jedes Mal abgewiesen oder sah ein negatives Ergebnis. Gleichzeitig wissen wir, dass David auch diese obsessiven Kontrollfantasien entwickelte, in denen er glaubte, dass ein Mädchen, das nett zu ihm war, sein eigen war.

Als diese Fantasien zerstört wurden, begann David eine neue Art von Fantasie zu entwickeln, in der Frauen, die unerwünschten waren. Es half sicher auch nicht, dass seine Kameraden ihn unbaummherzig verspotteten. Sie nannten ihn den Wolf wegen seiner üppigen Körperbeharung. Das trieb David erneut dazu, sich zu isolieren.

David geriet in Schwierigkeiten. Manchmal weigerte er sich an Truppenübung teilzunehmen und er neigte dazu, unpünktlich zu sein. Einmal wurde er wegen Abwesenheit gemeldet, weil er den Bus zurück zur Kaserne verpasst hatte. Im Januar 1973 wurde David nach Fort Knox in Kentucky versetzt. Während seiner Zeit dort begann er, sich für die Baptistenkirche und das Christentum zu interessieren.

 Er entschied sich, eine neue Religion auszuprobieren und im Mai 1974 konvertierte er zum Christentum und wurde getauft. Ein Jahr später, im Juni 1974, wurde David ehrenhaft aus der Armee entlassen. Er kehrte nach New York City zurück, unsicher, was er tun sollte. Nach seiner ehrenhaften Entlassung aus der Armee versuchte David sich in ein paar Community College Kurse einzuschreiben, hauptsächlich um seinen Vater zu besänftigen.

 Aber das College schien ihm nicht zu liegen, also brach er bald darauf ab. David bekam einen Job als Wachmann bei einer Sicherheitsfirma namens IBI. Er wurde mit der Ausbildung und Arbeit mit den Hunden der Truppe beauftragt. Gleichzeitig nahm David auch einen zweiten Job als Taxifahrer an. Während er versuchte sich im geschäftigen New York zurecht zu finden, kehrten die Stimmen zurück.

Unfähig, das unerbittliche Geplappere in seinem Kopf zu beruhigen, begann er wieder Feuer zu legen. Diesmal verschafften ihm die Feuer nicht nur Erleichterung von den Stimmen, sondern er begann sogar Freude an den Stimmen zu finden. David legte ab September 1974 eine Serie von Feuern. Er führte ein Tagebuch über jedes Feuer, wann, wo und natürlich wie er sie gelegt hatte.

Es gibt verschiedene Erklärungsansätze für die Besessenheit mit Feuer, abgesehen von dem offensichtlichen Einfluss der Stimmen in seinem Kopf. Robert Wrestler, Autor von Whoever Fights Monsters, sagte, dass die meisten Brandstifter das Gefühl mögen, dass sie für die Aufregung und Gewalt des Feuers verantwortlich sind, dass der einfache Akt des Zündens eines Streichholzes ein Gefühl der Kontrolle vermittelt.

 Dies könnte zu Davids Bedürfnis nach Kontrolle beigetragen haben. Während David heimlich Feuer legte, begann er auch nach seinen wahren Eltern zu suchen. Er erhielt Hilfe von dem Programm Alma, das adoptierten Kindern half, ihre Eltern zu finden und umgekehrt. Er war überrascht zu erfahren, dass auf seiner Geburtsurkunde sein echter Name nicht David Richard Bkowitz, sondern Richard David Falco war.

Mit dem Nachnamen Falco als einzigem Anhaltspunkt konnte er seine Mutter Betty ausfindig machen, die noch am Leben war. David konfrontierte seinen Vater telefonisch, der ihm die Wahrheit sagte, daß seine Mutter nicht gestorben war, sondern ihn aufgrund der Forderungen ihres Freundes aufgegeben hatte. David verstand nicht, warum seine Adoptiveltern über den Tod seiner leiblichen Mutter gelogen hatten.

 Seine ganze Welt hatte sich verändert. Er hatte seine Mutter nicht getötet, seine Schuldgefühle, seine Scham, alles eine Lüge. Er hätte nie etwas davon fühlen müssen. Während er sich schließlich mit seinem Vater versöhnte, machte er sich auf, seine leibliche Mutter zu finden. Im Mai 1975 traf er schließlich persönlich auf seine Mutter Betty Brother.

 Und trotzdessen, was die Boulevardblätter später schrieben, sagt David, dass das Wiedersehen glücklich war. Alle sagten, das Wiedersehen sei tragisch oder schrecklich gewesen. Nichts hätte weiter von der Wahrheit entfernt sein können. Es war glücklich. Wir waren glücklich. Ich hatte meine Mutter gefunden. Sie lebte. David stellte die Verbindung zu seiner Mutter wiederher und traf sogar seine Halbschwester Roseln.

 David hatte eine neue Familie. Aber leider durchlief er eine weitere dunkle Veränderung. Er hatte den Glauben an Gott verloren und er suchte nach neuen Wegen, um seine spirituelle Lehre zu füllen. Er wandte sich dem Okkultismus und Satanismus zu und erforschte Dämonologie aus aller Welt. Ich interessierte mich sehr für eine druidische Gottheit namens Saowin oder Samhein.

 Ich las sogar die satanische Bibel und andere Literatur, die Anarchie förderte, um das zweite Kommen Christi herbeizuführen. Und je mehr David sich in diese dunklen Künste vertiefte, desto mehr nahmen die Stimmen die Form dieser Dämonen an. Die Stimmen oder die Dämonen, die mich beeinflussten, verlangten nach Blut und hörten nicht auf, bis ich es ihnen gab.

Was wirklich in Davids Kopf vorging, wissen wir nicht. Ein Großteil seines Geredes über dämonische Besessenheit war wahrscheinlich sein Umgang mit der Manifestation seiner psychischen Krankheit. Diese Dämonen oder Stimmen waren seine eigenen dunklen innewohnenden Wünsche, die versuchten, die Kontrolle zu übernehmen.

 Man könnte sagen, dass er auf eine Weise besessen oder von Dämonen kontrolliert wurde, aber es waren die Dämonen der psychischen Krankheit. Kurz nachdem er seine Mutter und Halbschwester getroffen hatte, kündigte David seinen Job bei IBI und bekam im Juni 1975 eine neue Sicherheitsstelle am JFK Flughafen.

 Er wurde erneut mit der Ausbildung von Hunden betraut. Bald darauf wurde David von neuen Stimmen geplagt. Diesmal kam die Stimmen jedoch nicht aus seinem Kopf. David behauptete später, die Hunde hätten mit ihm gesprochen. Sie forderten ihn auf, schreckliche Dinge an Unschuldigen zu tun, ihnen ihr Blut zu bringen. David kündigte diesen Job im Herbst 1975 und nahm eine Stelle als Lüftungsarbeiter bei einer Klimaanlagenfirma an.

 Doch als der November nahte, wurden die Stimmen schlimmer. Die Dinge waren für David auf einem Allzeittief. Er hörte auf mit Betty und seiner Schwester Roseln zu sprechen. Er schloss sich den größten Teil des Monats in seiner Wohnung ein und begann an seine Wände zu kritzeln. Er schrieb seltsame Dinge an die Wände, wie in diesem Loch lebt der böse König.

 Töte für meinen Meister. Ich mache aus Kindern Mörder. Er schrieb auch an seinen Vater und sagte: “Es ist kalt und düster hier in New York. Die Welt wird immer dunkler. Ich fühle es mehr und mehr. Die Leute, sie entwickeln Hass gegen mich. Du würdest nicht glauben, wie sehr mich einige Menschen hassen.

 Viele von ihnen wollen mich töten. Ich kenne diese Leute nicht einmal, aber sie hassen mich trotzdem. Die meisten von ihnen sind jung. Die Mädchen nennen mich hässlich und sie stören mich am meisten. Es scheint, dass ich hier seine Gewaltneigungen weiterentwickeln. Wir wissen, daß er selbst nach der Armee Schwierigkeiten hatte, mit Mädchen zu flirten und mit ihnen zu sprechen.

 Hier scheint er in die Warnvorstellung zu verfallen, dass sie aktiv gegen ihn arbeiten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren alle seine Begegnungen mit Frauen negativ. Seine Mutter gab ihn bei der Geburt auf. Seine Adoptivmutter starb. Ablehnung durch seine Jugendfreundin Iris und die Geschlechtskrankheit durch eine Prostituierte in Korea.

 In seinem Kopf glaubte David, er sei ein Opfer und suchte Rache an dem Geschlecht, dass er für seine Probleme verantwortlich machte. Wenn er sie nicht kontrollieren konnte, würde er sie vernichten. Am 23. Im Dezember 1975 legte David sein letztes Feuer. Die Gesamtzahl der von ihm gelegten Feuer betrug nun 148. All diese Feuer verzeichnete er in seinen drei Tagebüchern.

Am folgenden Tag waren Davids innere Dämonen extrem unberechenbar. Sie verlangten nun nach Blut, speziell von jungen Frauen. Also verließ David seine Wohnung in der Barns Avenue und fuhr nach Coop City in der Nähe seiner alten Wohnung. Dort stalkte er Frauen stundenlang, bis er eine einsame Frau auf einem Parkplatz eines Lebensmittelgeschäfts bemerkte.

Er näherte sich ihr von hinten. Die Stimmen verlangten nach ihrem Blut. David starch ihr mit einem Jagdmesser in den Rücken. Die Frau schrie, was David erschreckte, und er floh. Ein paar Stunden später trieb die 15-jährige Michelle Forman in die Enge. Sie war auf dem Heimweg, als David sie überfiel.

 Er stach sechs mal auf sie ein, darunter einmal in den Kopf. Wieder schrie das Mädchen, was David erneut zur Flucht veranlasße. Trotz der sechs Messerstiche überlebte Michelle. Danach ging David zu einem Imbis, um sich einen Mitternachtssnack zu holen und die Stimmen lobten ihn. David fühlte sich gut. Hier sehen wir, wie er letztlich seinen inneren Dämonen personifiziert nachgibt.

Der Rausch des Zustechens muss sich für ihn wie ein Dopinschub angefühlt haben. Endlich hatte er Kontrolle über das Leben und den Tod der Frauen, die er tötete. Und das war nur der Anfang. Danach begann David immer öfter auszugehen. Obwohl er behauptet, niemanden mehr angegriffen zu haben, stalkte er unzählige Frauen.

 Während er dies tat, fantasierte er darüber, wie er sie töten würde. Ich wollte ihn nicht weh tun. Ich wollte sie nur töten. Hier sehen wir die Kulmination von allem. Sein Selbsthass, Schuldgefühle, antisoziales Verhalten, Schizophrenie. Alles nähert seine dunkle Psychose. Jetzt, da er seinen dunkleren Impulsen nachgab, konnte er endlich seine Frustration an denen auslassen, die ihm seiner Meinung nach das meiste Unrecht getan hatten. Frauen.

 Indem er Frauen angriff, konnte er mit seiner eigenen sexuellen Frustration umgehen, während er einzigartige Kontrollfantasien auslebte. Sie hatten ihn immer abgelehnt und jetzt konnte er. entscheiden, ob sie leben oder sterben. Seine Triebe würden nicht länger im Schatten warten. Dies war die Geburt von Son of Sam. Danke, dass ihr dabei wart.

 Ja, nächste Woche werden wir weiter in das Leben von David Bkowitz eintauchen, während er seinen einjährigen Mordrausch begann und wie seine dämonische Persona son of Sam geboren wurde. Wir werden auch sehen, wie David schließlich gefasst wurde, wie sein Leben im Gefängnis verlief und welche Aussagen er über seine evangelikale Wiedergeburt machte.

Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bosepark Productions basierend auf einem Spotify Original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Michael Pind. Deutsche Produktion und Redaktion Mickey Sitic, Fabio Lautenschläger, Julia Ilan, Suholder und Chris Guse. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.

 Der Inhalt kann deswegen vor allen Dingen auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Wir alle haben Wünsche. Sei es der Moment der Flucht, der Romantik oder sogar der Rache. Sie können so unschuldig oder dunkel sein, wie wir es wünschen. Natürlich handeln wir selten nach diesen Begierden, besonders nach den Dunkleren, aber was wäre, wenn wir es täten? Was wäre, wenn wir diesen nächsten großen Schritt machen und unsere dunklen Begierden zur Realität werden ließen? Für David Bkowitz, einen 24-jährigen

Mann, der in New York City lebt, war dies die Realität. Von klein auf l David unter Schizophrenie, antisozialem Verhalten und Depressionen. Als David älter wurde, fiel es ihm immer schwerer, diesem Drang zu widerstehen. Stimmen in seinem Kopf drängten ihn, seine dunklen Begierden auszuleben, zu jagen und zu töten.

 Schließlich gab David 1975 nach. Getrieben von einem Gefühl des Anspruchs und Wut auf Frauen startete David eine einjährige Mordserie von 1976 bis 77. Mit einer 44er Magnum jagte David junge dunkelhaarige Frauen in den New Yorker Stadtteilen Bronx, Queens und Brooklyn. Aus dem Schatten heraus schlich er sich an die Autos seiner Opfer auf abgelegenen Straßen und Parks heran.

 Er verwandelte ihre Autos in Serge, indem er immer wieder in ihre Fahrzeuge schoss, bis alle tot waren. Nach jedem Angriff schlüpfte David zurück in die Schatten und hinterließ kryptische Nachrichten. Er forderte die Polizei heraus, ihn zu fassen. David erzählte der Polizei, dass ihn dämonische Stimmen in seinem Kopf antrieben.

 Dies versetzte New York bald in einen Würgriff des Terrors. Zum ersten Mal in Davids Leben fühlte er sich als habe er die Kontrolle über die Welt um ihn herum. Hier konnte er die Menschen von New York durch Angst beherrschen. [schnauben] In dieser dunkel gewordenen Realität war er, der Son, der 44 Killer. Hi, ich bin Diane Helscher und ich habe eine kleine Bitte.

 Wenn ihr uns bei Spotify hört, lasst uns doch eine fünf Sterne Bewertung für Serienkiller da. Das ist nur ein kleiner Klick, der uns aber sehr hilft. Vielen lieben Dank und vergesst nicht uns zu abonnieren, dann verpasst ihr auch keine neue Folge. Ich bin Max Spalleck und heute setzen wir unsere Untersuchung des 44 Kaliber Serienmörders von New York, David Berkovitz, auch bekannt als Son of Samford.

David Berkovit war nicht immer ein Mörder, aber er war ein Mann, der an mehreren psychischen Krankheiten litt und eine turbulente Kindheit hatte. Geboren in eine arme Familie wurde David zur Adoption freigegeben und von den Adoptiveltern Natt und Pearl Bkowitz aufgezogen. David zeigte früh Anzeichen von antisozialem Verhalten wie Selbstisolierung durch Morobbing, Brandstiftung und Tierquellerei.

Im Alter von 7 Jahren wurde David erzählt, dass er adoptiert wurde und fälschlicherweise, dass seine Mutter bei der Geburt gestorben sei. Dies lastete schwer auf ihm. und triebass und Wut. Trotz des Besuchs eines Kinderpsychologen wurden seine psychischen Erkrankungen nie besser und bald verschlimmerten sich seine Symptome des antisozialen Verhaltens.

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