Wahre Verbrechen I Mord unter Freunden I True Crim...

Wahre Verbrechen I Mord unter Freunden I True Crime Dokumentation T

Wahre Verbrechen I Mord unter Freunden I True Crime Dokumentation  

Diese Bewohner wurden in den Schätz praktisch entmenschlich. Man hat nur noch von die die Sau, die Hexe, das Biest gesprochen und irgendwann ist es dann soweit. Sie konnten diese Straftaten begehen. Ihre Hemmungen waren im Zuge dieser Gruppendynamik gefallen und es hat für sie auch was bedeutet, dass sie Macht ausüben konnten.

Ja, man hat ihnen sogar das Menschsein abgesprochen in dem dann in dem einen Chat die Täterin schreibt, ja, das ist schon ganz schöne Tierquäler, gell? Das das macht auch was, wo man dann denkt, nein, ihr habt da wehrlose Menschen verquält. Sie haben das genannt wegspritzen. Allein der Begriff, den finde ich fürchterlich, aber es trifft halt zu, wenn ich jemanden mit Insulinen versuche zu töten.

Es waren teilweise Auszüge dabei, ähm sinngemäß so Dinge, ähm man ist Herr überleben und Tod und wer uns nicht passt, wird entsorgt. gemeinschaftlich handelnd, heimtürkisch und aus sonstigen niedrigen Beweggründen einen Menschen getötet zu haben. In einem Altenheim in einer Kleinstadt in Rheinlandfalz kommt im Jahr 2015 der Verdacht auf, dass insbesondere pflegebedürftige Bewohner systematisch bestohlen werden.

 Die Polizei wird eingeschaltet. Ein Täter kann nicht ermittelt werden. Im großen ganzen war das ein gepflegtes Seniorenheim gewesen vom vom äußeren Anschein her. Hätte man da keinerlei Verdachtsmomente gehabt, dass es dort irgendwie zu solchen Delikten kommt oder dass da irgendetwas in der Schieflage ist. Im August 2016 wendet sich das Altenheim erneut an die Polizei in Neustadt.

Hauptkommissar Sebastian Sessig von der Kripo Ludwigshafen wird mit den Ermittlungen betraut werden. Ich habe erfahren, dass die Kollegen aus Neustadt vom Seniorenheim angerufen worden sind. wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass dort eine Bewohnerin verletzt worden ist. Zwei Mitarbeiter hätten das Ganze beanzeigt, hätten sich da der ähm Pflegedienstleiterin offenbart und damit geteilt, dass sie auch ein Video von der Tat haben.

 Die Frau hat sich damals dieses Video angeguckt und hat dann festgestellt, dass die eine Mitarbeiterin, die weibliche Beschuldigte auf dem Video zu sehen ist und äh dort mit Keksen auf eine Frau wirft. Gleichzeitig hat s aber auch festgestellt, dass dort zumindest irgendeine Person das ganze filmen muss und anhand des charakteristischen Räusperns oder Lachen hat sie dann ähm den jüngeren männlichen Beschuldigten benannt, der bei dieser Aufzeichnung auf jeden Fall dabei gewesen sein muss.

Die Aufnahmen sprechen für sich. Das Opfer kann nicht mehr befragt werden. Die Frau ist im Februar 2016 verstorben. Wenn man dieses Video sieht, die Frau schreien hört, das auf jeden Fall mitbekommen. Sie hat auch ähm auf diesen Bewurf reagiert. Sie hat geäußert, dass sie Schmerzen hat.

 Sie hat aufgefordert, dass die anderen damit aufhören sollen. Das hat sie in diesem Moment auf jeden Fall mitbekommen. Ja, auf dem Video zu sehen ist die 27 Jahre alte Celina M. Staatlich examinierte Altenpflegerin. Hinter der Kamera der 24 Jahre alte Danny L. Der als Pflegehelfer in dem Altenheim arbeitet. Ihre Handys werden beschlagnahmt.

 Bei der Auswertung stoßen die Beamten auf einen verstörenden Chat vom 29. Dezember 2015. Danny L arbeitet zu dieser Zeit in der Spätschicht auf der Pflegestation. Selina M ist zu Hause. Sie zittert, ist schon im Unterzucker. Nachladen. Hast gemessen? Ich lad nach. Noch 150 nachgeladen. Die bekomme ich noch weg. Schreib mir den Todeszeitpunkt.

 Auch wenn ich penn. Unser erster Mord. Jetzt verbindet uns endlich alles, bis wir zusammen sterben. Ich muss gucke, dass die weg ist heute Nacht. A weil am Tag nett weiß, was sie mit ihr machen. Zur Not Luft weg. Was? Kissen aufs Gesicht. Die Frage war natürlich in diesem Moment gewesen, ja, ist das Ganze noch Fiktion? Ist da wirklich irgendetwas passiert? Die nächsten Fragen, die man sich in diesem Moment auch als Ermittler stellt, wie ähm kann man eine solche Tat nachweisen? Ähm, wie kann ich rausbekommen, ob das Ganze reell ist, ob

das Ganze Fiktion ist? Was habe ich da für Möglichkeiten? Wenn man diesen kurzen Ausschnitt, den ich gesehen habe, gelesen hat, kann man ähm in die Richtung gehen. Ja, da könnte wirklich was passiert sein, aber es war in diesem Moment noch recht wage gewesen. Doch schnell ist klar, auf der Pflegestation von Danny L ist am 29.

Dezember 2015 tatsächlich eine demenzkranke Frau gestorben. Die ehemalige Chefsekretärin Giesel Tre alt. Ein Arzt bestätigt am nächsten Morgen einen natürlichen Tod. Der Leichnam wird eingeächert. Der Fall wird jetzt Oberstaatsanwältin Doris Bremy Metz bei der Staatsanwaltschaft Frankental vorgelegt. Sie leitet die Abteilung für Tötungsverbrechen.

Man liest es zunächst mal und denkt, es ist ja unglaublich. Sowas habe ich noch nie gelesen. Wir sind es ja als Staatsanwälte durchaus gewöhnt, dass die Leute im Zorn in der Aufregung mal rufen, sagen, schreiben, ich bringe dich um oder ähnliches. Und ich hatte eigentlich erwartet, dass wir uns in einer solchen Situation befinden bei den Chats.

 Aber der Art konkret, das hat mich zunächst mal als Staatsanwältin überrascht. Einen Tag nach der Tat tauschen sich Celina M und Danny L erneut über die vorangegangene Nachtschicht aus. Ging hat mich mal 5 Minuten gedauert. Ja, hast einfach Kissen auf. Sie hat die gezuckt und woher wusstest, dass sie dann wirklich tot ist? Ja, weil sie aufhörte zu atmen und Schleim aus dem Mund kam.

 Die war körperlich schon weg und geistig auch. Also ist im Koma gewesen und du hast nur den letzten Ateming verkürzt. Das hat mit dem Kissen geklappt. Ja, war ein Kissen von ihr. Okay, cool, dass du das so konntest. Respekt. Muss ja, sonst wären wir am Arsch gewesen. Sind wir fies. Oberstaatsanwältin Bremz reichen die Chats aus.

 Sie leitet ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen Celina M und Daniel L ein. Und dann haben wir uns sehr schnell zusammengesetzt, um zu entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Es war auch ganz schnell klar, dass wir Haftbefehle erwirken wollen. Offenbar steckt ein dritter Pfleger mit den beiden unter einer Decke.

 Der 48 Jahre alte Michael K. Er kann erst später überführt werden. Vorläufig bleibt er auf freiem Fuß. Jetzt kommt Hauptkommissar Sebastian Sessig ins Spiel. Er soll die Ermittlungen leiten. Er lässt Celina M und Danielle L noch am selben Tag festnehmen. Die beiden Tatverdächtigen verweigern zunächst die Aussage.

 Doch am Abend überlegt es sich Daniel L noch einmal anders. Und ich weiß, das war in diesem Raum still gewesen. Er bewegt sich auf einmal, springt fast auf und sagt doch, ich mache Angaben. Und dann haben wir uns über den Fall unterhalten, der im Rahmen von diesem ersten Chat oder von diesem bekannten Chat ähm uns vorgelegen hat.

Er hat in der Vernehmung die Tat eingeräumt, hat auf Vorhalt der Chatprotokolle auch diese Tat eingeräumt, hat das Ganze dann so bestätigt gehabt, hat auch mitgeteilt, dass seine Chatpartnerin, die ähm weibliche Beschuldigte war, dass sie ihn da unterstützt hat. Und in diesem Moment war dann klar gewesen, dass diese Tat oder dieser Chat keine Fiktion war, dass es sich hier um eine reale Tat handelt.

Zwei erfahrene Ermittlerinnen der Kriminalinspektion Neustadt sollen die Auswertung der beschlagnahmten Handys übernehmen. Säsig setzt jetzt alles daran, die Tatumstände zu rekonstruieren und herauszufinden, ob es in dem Altenheim möglicherweise zu weiteren Verbrechen gekommen ist. So ein Mensch, der der lebt mit seinem Handy.

 Sie erfahren von diesem Menschen äh wie er lebt, wann er aufsteht, wann er frühstückt, was er frühstückt, was er für Vorlieben hat, ähm alles. Insofern haben sie ganz ganz viel in solchen Ermittlungen, was letztlich für das Verfahren eigentlich gar nicht relevant ist. Aber sie lernen diesen Menschen kennen und sie wissen, wann dieser Mensch lügt und sie wissen, wann dieser Mensch äh schlecht gelaunt ist, wann er Stress hat. Das lesen sie.

Sie lesen das Zwischenmenschliche irgendwann raus. Rund 1700 Chats mit teilweise bis zu 36 000 Mitteilungen müssen Natalie Reichel und ihre Kollegin lesen. Insgesamt weit über 200.000 Dateien. 7 Monate dauert es, bis alle elektronischen Datenträger ausgewertet sind. Meine Kollegin und ich, wir hatten zu keinem Zeitpunkt dieser Handyauswertung, in keinem Chat das Gefühl, dass hier Rollenspiele gespielt werden, dass das witzig sei oder oder man einfach nur irgendwas schreibt, was man da gar nicht tut. Und zwar von Anfang an klar, hier

geht’s um ein reales Geschehen. Das ist wirklich passiert. Und ja, das macht natürlich was mit einem und ich war sehr sehr froh und dankbar meine Kollegin zu haben, mit der ich mich in diesen Sachen auch austauschen konnte. Das Resultat der gründlichen Auswertung wird der Oberstaatsanwält hinvorgelegt. Bremajamz will es jetzt ganz genau wissen.

Das ganz wesentliche bei diesen Ermittlungen war die Auswertung der Chats. Und ich habe tagelang in meinem Dienstzimmer gesetzen und die Chats gelesen und mit sonstigen Erkenntnissen zusammengebracht. Ich habe daraus gelernt, dass zum einen die Verrohung der Sprache etwas sehr gefährliches ist und zum anderen erneut, was man eigentlich, wenn man Tötungsdelikte bearbeitet, häufig sieht, erneut gesehen, wie dünn die Haut ist, die uns vom Tier trennt, wenn man so möchte.

Zunächst geht aus den Chats eindeutig hervor, dass die drei Pfleger für die Diebstelle in der Pflegestation des Altenheims verantwortlich sind. Es zeigte, was für Persönlichkeiten diese drei Angeklagten sind. Sie sind in ihren Nachtdiensten losgegangen und haben das Einkaufstouren genannt und sie haben den Bewohnern Kleinbeträge 10 15 € weggenommen und sie haben das für sich verbrädt mit die brauchen das Geld sowieso nicht mehr und wir können es viel besser gebrauchen.

Aus den Dateien lässt sich auch deutlich die fortschreitende Radikalisierung der Täter ab 2015 ablesen. Es gab eine ganze Menge Fotos, die aus Sicht der Angeklagten Scherze darstellten. Also, man hat Bewohner offensichtlich g gegen deren Willen oder zumindest nicht mit deren Einverständnis, dass sie im Zweifel auch nicht mehr teilen konnten, mit fast nachütchen fotografiert und ähnliche Dinge gemacht.

 Da hätte man noch sagen können, schlechte Scherze. Dann hat man eine Bewohnerin als Hitler zurecht gemacht, hat das fotografiert, hat ihr also mit dem Lippenstift so ein Hitlerbärtchen gemalt und die Haare entsprechend frisiert, hat das fotografiert und das hat man dann im Chat kommentiert mit Hitler lebt. Man hat diese Frau in einer anderen Situation nass gespritzt und hat ihr dann auf die nassen Haare eine Scheibe Kochschinken und eine Scheibe Käse gelegt, hat das fotografiert und das wurde dann kommentiert mit dem Namen dieser Frau

ähm und dem Hinweis belegt, also wie ein Brötchen. Die Pfleger fotografierten ihre Opfer nicht nur in demütigenden Positionen. Sie filmen die Quellereihen auch und ergötzen sich in ihren Chats am Leid der ihnen, anvertrauten Menschen. Dann hat man Videos gemacht von einer Bewohnerin, der hat man einen Krug mit einer Flüssigkeit gegeben, die auch Apfelsaft hätte sein können. hat ihr das zu trinken gegeben.

Sie hat gewirkt, hat’s ausgespuckt. Man hat noch mal darauf bestanden, dass sie das trinkt. Und als sie dann fertig war mit dem Trinken und noch ein bisschen was drin war in dem Krug, hat man den Rest auf ihrem Kopf ausgeschüttet und das war urin. Hauptkommissar Sessig und sein Team fördern immer neue Misshandlungen zutage.

Die Fantasie der Peiniger scheint keine Grenzen zu gennen. Man hat eine weitere Bewohnerin dabei gefilmt, wie sie am Esstisch sitzt und hat ihr ihre Frisur verwuschelt. Sie war sehr schön zurecht gemacht in dieser Situation. Man hatte die Frisur verwuschelt und sie ist zu hören, wie sie sagt. Sie versteht gar nicht, warum man das jetzt macht.

Sie hat doch jetzt die Haare schön und sie hat doch auch alles gemacht und sie hat ihr Essen gegessen. Warum man denn das jetzt mache? Und dann guckt sie in die Kamera und sagt: “Seid ihr arme Menschenkinder.” Auch Kommissar Sessig kann die Bilder nicht vergessen. Ich muss sagen, wir wir standen beide vor diesem Bildschirm.

 Es war still in diesem Zimmer gewesen. Wir haben diese Videos angeschaut und ich muss sagen, es hat auf einen gewirkt. Ja, man hat sich überlegt, was was ist denn da passiert? Warum macht in diesem Moment ein Mensch so etwas mit einem anderen Mensch? Was was ist der Hintergrund? Warum passiert das? Vieles spricht dafür, dass die Antwort in der Persönlichkeit der Täter zu finden ist.

 Jeder für sich wäre möglicherweise unauffällig geblieben. Gemeinsam entwickelte sich in der Gruppe eine tödliche Dynamik. Wir haben es hier zu tun gehabt mit drei sehr selbstunsicheren Personen, die mit ihrem Leben in vielerlei Hinsicht nicht zufrieden waren. Beruflich hatte es nicht geklappt, äh in Beziehungen hatte es nicht geklappt und alle drei hatten eigentlich andere berufliche Vorstellungen gehabt.

Ähm, keiner hatte ein erfülltes Privatleben. Diese drei fanden sich nun zueinander und waren in der Position über schwache Menschen, die ihnen mehr oder weniger ausgeliefert waren auf einer Art Vertrauensbasis. Denn das ist es ja, was man im Pflegeheimen hat. Man vertraut darauf, dass man gut behandelt wird und diese Personen waren diesen drei Angeklagten ausgeliefert.

 Die konnten das machen. Von den Diebstellen über die Demütigungen und Messandlungen bis zu einem Mord ist das, wie es aussieht, nur noch ein kleiner Schritt. Anhand der Chats kann Obertaatsanwältin Bremer Metz die Entwicklung genau nachverfolgen. Wir fanden dann einen Chat ungefähr 7 Tage vor der ersten Tat, indem man sich gegenseitig darüber ausließ, wie furchtbar die Bewohner sein, wie viel Arbeit die machen würden.

 Es wäre alles ganz schlimm, ganz furchtbar, diese Biester, diese Säue. Und dann kommt sehr plötzlich von der weiblichen Beschuldigten der Satz: “Ich würde mit euch auch morden.” Darauf springt zunächst der männliche jüngere Beschuldigte an und sagt: “Prima, machen wir im übertragenen Sinne, ich bin dabei.” Und sie besprechen dann auch, wie man das wohl machen könnte und wer dafür in Betracht käme, insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese Bewohner altgebrechlich sind.

 und ja möglicherweise sowieso bald sterben, dass man also nicht wirklich Verdacht erregt, wenn die Person dann stirbt. 7 Tage nach diesem Chat erstickt Danielle die 87 Jahre alte Gise Late mit einem Kissen, nachdem er zuvor versucht hatte, sie mit mehreren Überdosen Insulin umzubringen. Es wird nicht der einzige Mord des Trios bleiben.

Glaube, es war Freitag, der 31. Dezember, bin mir nicht mehr ganz sicher, könnte auch der 30. gewesen sein. Meine Kollegin mit den Handy da saß, weil sie drauf gewartet hat, dass das System hochfährt und sagt zu mir: “Oh Gott, der andere hat auch gemordet und heiß er wie der andere hat auch gemordet.” Der Chat stammt vom 20. Februar 2016.

Lydia L ist 62 Jahre alt und pflegebedürftig. Sie gilt als fordernd und schwierig. Deswegen soll sie beseitigt werden. Der 48 Jahre alte Michael K hat Nachtschicht auf der Pflegestation. Daniel L gibt von zu Hause aus Ratschläge, wie er vorgehen soll. Da stand äh dann jetzt ähm tatsächlich Ei, dann musste ihr äh da noch was geben.

Geb ihr von dem und dem Insulin und ähm ja, das kriegst du schon hin. Ich meine, ich habe ja auch Vorarbeit geleistet, sagte dann der jüngere männliche Täter und der Ältere sagte dann ja. Ähm, aber da war jetzt schon zweimal der Notarzt da und äh ich versuche ja immer wieder und jetzt hat sie aber da kriegt sie wieder ähm wird sie wieder mit Zucker ernährt und so und das fällt ja auch irgendwann auf.

Im Chat heißt es schließlich Labida. Spritzt ihr noch zwei bis sechs mal einen aufgezogenen Penn, dass sie zur Übergabe tot ist. So, habe es gemacht. jetzt abwarten. Das dauerte auch. Das war also keine Sache von jetzt und sofort und innerhalb von dem Dienst, das hat funktioniert, sondern es dauerte dann auch tatsächlich ähm noch ein Tag länger.

 Die Frau wurde nicht mehr mit äh ins Krankenhaus verbracht, weil man gesagt hat, also wir pflegen sie einfach, sie kriegt ja jetzt wieder Zucker, die Werte müssen ja jetzt irgendwann wieder hochgehen. Ähm das brauchen wir nicht. Ja, [seufzt] und dann ist sie dadurch tatsächlich verstorben. Jetzt wird auch Michael K festgenommen.

Aus den Chats lässt sich später noch ein Mordversuch ableiten. Oberstaatsanwältin Bremier Metz reicht der ermittelte Sachverhalt, um Anklage zu erheben. Wir hatten sicher zwei Tote. Wir hatten eine weitere Person, von der wir sicher wussten, dass ihr Stoffe beigebracht worden waren. Sie hatte das überlebt, weil sie rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht worden war.

 Ich hatte das nachher in der Hauptverhandlung als versuchten Mord angeklagt. Im Februar 2018 beginnt der Prozess gegen das Trio. Die Anklage lautet auf Diebstahl, Misshandlung Schutzbefohlener, Körperverletzung und Mord. Mir war durch diese Ermittlungen eines ganz klar. Ich will Ihnen nichts schenken. Was ich ihnen nachweisen kann, werde ich auch anklagen.

Und ich halte nur eine Strafe für Sachgerecht für alle drei. Und das ist lebenslange Freiheitsstrafe und besondere Schwere der Schulden. Oberstaatsanwältin Bremieramitz hat sich monatelang vorbereitet. Jetzt will sie dafür kämpfen, dass den Opfern Gerechtigkeit wiederfährt. Die drei Angeklagten zeigen keine Reuer.

Ich hatte zu keinem Zeitpunkt in der Hauptverhandlung den Eindruck, dass diese drei Personen verstanden hatten, was sie für grauenhafte Straftaten begangen hatten oder dass sie in irgendeiner Form bereuten, was sie gemacht haben. Wir haben in der Hauptverhandlung natürlich, wenn auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Bilder und Videos uns angesehen.

 Die Videos waren mit Tonspuren, auf denen man die Frauen, es waren ja fast nur Frauen, die ihre Opfer waren, auch reden und schreien hörte. Wir haben das in der Hauptverhandlung vorgespielt und in diesen Momenten haben die Angeklagten sich die Ohren zugehalten und die Augen geschlossen. Ich kann darin keine Reue sehen.

Am 26. Juni 2018 fällt das Urteil. Dreimal lebenslängig, dreimal mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Das macht eine vorzeitige Entlassung der Täter unmöglich. Ich habe ja ein großes Interesse daran, dass Leute, von denen ich denke, sie haben Straftaten begangen und ich kann sie ihnen nachweisen, auch zu überführen.

Und in speziell in diesem Fall, in diesem Fall hat es eine ganz ganz ganz große Rolle gespielt, die Gerechtigkeit für die Opfer. diese schlimmen Straftaten, diese zynische Einstellung, dieses menschenverachtende Vorgehen auch für die Opfer nicht ungestraft zu lassen. Doris Prima Metz, Sebastian Sessich, Natalie Reichel und die Beamten der Kriminalinspektion Neustadt haben alles gegeben, um die Täter eine gerechten Strafe zuzuführen.

Tick Suchaktionen durchzuführen nach der Leiche. Das war mit Sicherheit das Besondere an diesem Fall und dass es trotz allem auch von nölich nicht gelungen ist, die Leiche zu finden. Es war dann schon insofern für mich auch persönlich schon ein ganz merkwürdiges Gefühl jetzt hier an einen Fall zu geraten, der von vorne rein relativ unklar war und wo von den Ermbittlungsansätzen hier sehr viel getan werden musste.

Sie wurde als treusorgende Mutter beschrieben, die sehr stark an ihre Kinder fixiert war. Hier sit an einem Auffinderort eines Beweismittels und zwar fand man hier in diesem Hasenstall, der früher hier untergebracht war, ein Fachwerkanbau, einen roten Schuh, der Leni H eindeutig zugeordnet werden konnte als Spur und von daher war das ein entscheidendes Beweismittel.

Es ist wohl einer der mysteriösesten Mordfälle der deutschen Kriminalgeschichte. Ein Mord, bei dem bis heute jede Spur zur Leiche fehlt und bei dem ein Damenschuh eine entscheidende Rolle spielt. Kriminalhauptkommissar Gert Bornschein hat in diesem Fall ermittelt. Er kehrt mit uns zurück an den Ort, an dem vor Jahren alles begann.

Also das Besondere war natürlich auf jeden Fall, dass zunächstes ein reiner Vermisstenfall war, der sich erst pö pö als Verdacht des Tötungsdelsiktes darstellte und dass es dann sehr aufwendig war, a Zeugen zu ermitteln, b äh Zick Suchaktionen durchzuführen nach der Leiche. Das war mit Sicherheit das Besondere an diesem Fall und dass es trotz allem auch von Löich nicht gelungen ist, die Leiche zu finden.

Es ist der 18. September 1975 Brackenheim Badenwürttemberg. Erna Z meldet sich bei der Polizei. Sie macht sich Sorgen um ihre Tochter Leni. Die junge Frau ist seit vier Tagen nicht mehr nach Hause gekommen. Ja, wir haben dann praktisch alle Ansatzpunkte überprüft. Das sind insbesondere bekannte Verwandte, wo auch die Mutter entsprechend noch mal nachgefragt hat.

 Alles das war negativ, so dass wir davon aufgegangen sind, dass es hier mal ein vermissten Fall sich zumindestens handelt. Gert Bornschein hat gerade erst bei der Kripo in Halbron angefangen und ist einer der jüngsten unter seinen Kollegen. Für ihn ist der Fall Leniha der erste in seiner Laufbahn. Noch heute erinnert er sich daran, wie damals alles abgelaufen ist.

Es war dann schon insofern für mich auch persönlich schon ein ganz merkwürdiges Gefühl jetzt hier an einen Fall zu geraten, der von vorne rein relativ unklar war und wo von den Ermbittlungsansätzen hier sehr viel getan werden musste. Magdalene H. Von ihrer Familie und Freunden wird sie liebevoll Leni genannt.

 Seit ihrer Scheidung lebt sie wieder bei ihren Eltern. Mit 27 Jahren ist sie bereits Mutter von vier kleinen Kindern. Gert Bornstein und sein Team fragen in ihrem Umfeld nach den genauen Lebensumständen. Können Sie so herausfinden, wo Lenny H ist? Sie war eine lebenslustige junge Frau, hatte viele Bekannte und Freunde und hatte natürlich jetzt durch ihre zwei jüngsten Kinder ein sehr starkes Mutterbild.

 Sie wurde als treusorgende Mutter beschrieben, die sehr stark an ihre Kinder fixiert war. Dass diese Frau sich vielleicht selbst das Leben genommen hat, kann Bornschein aufgrund der Lebensumstände so gut wie ausschließen, aber er findet einen anderen Ansatzpunkt. Offenbar wurde die junge Frau vor ihrem Verschwinden auf einem Weinfest, das genau hier stattfand, mit ihrem Nachbarn gesehen.

Da gab es Zeugen, die kannten die Leni H. von ihrer Jugend an und haben eindeutig identifiziert, dass die LH zusammen mit dem Cord S an diesem Abend zwischen 22 und 24 Uhr in Festzelt an einem ganz bestimmten Tisch gesessen waren. Vielleicht kann Nachbar Kurt S den Ermittlern weiterhelfen. Bornschein will von ihm wissen, was sich an diesem Abend genau abgespielt hat.

 erklärte er sei mit ihr unterwegs gewesen am Abend zu einer Wohnungsbesichtigung im Nachbarort und habe sie dann wieder nach Hause gebracht. Verfahrer ist er gegen 21:30 Uhr abgeliefert und seitdem wisse er nichts mehr von ihrem Verbleib. Er selbst sei alleine unterwegs gewesen und könnte sich nicht erklären, wo sie verblieben sei.

 Wahrscheinlich sei sie bei ihrer Schwester oder bei einer Freundin. Auf dem Weinfest sei er mit Leni nicht gewesen. Das beteuert er mehrmals. Doch Zeugen können auf dieser Originalskizze sogar den Tisch einzeichnen, an dem er mit Leni gesessen haben soll. Dabei warte für uns ganz klar, dass Kur einfach die Tatsache leugnete, zusammen mit der Frau H unterwegs gewesen zu sein.

Kurt S wird erneut befragt. Er gibt sich äußerst unkooperativ, weist alle Anschuldigungen von sich. Sein gesamtes Wesen bereitet den ermittelnden Beamten Schwierigkeiten. Er war ein Typ, der irgendwie schon, möchte ich mal so formulieren, sehr leihenhaft gezeichnet war von einer sehr schwierigen Jugend, möchte ich mal sagen.

 Soziale Verhältnisse waren sicher nicht positiv für ihn, der durch wechselnde Arbeitsstellen geprägt war, insofern etwas unsteht von daher und zum einen sehr misstrauig und verschlossen auf mich jetzt wirkte. Kurt S besitzt einen kleinen Bauernhof direkt neben Lenis Elternhaus und er ist der Polizei bereits von anderen Straftaten bekannt.

 Doch all das reicht nicht aus, um ihn in Zusammenhang mit Lenis Verschwinden zu bringen. konnten natürlich zunächst keinen Beweis liefern und mussten überlegen, ob nicht doch einen vermissten Fall vorliegt und daraufhin hat man ja auch alle Kontaktpersonen überprüft und auch die Adresse der Schwester, um festzustellen, wie weit tatsächlich eine anderer Verbleib der LH möglich gewesen sein könnte und es war überall nicht der Fall. Sie war nirgends aufgetaucht.

Langsam zweifelt der damals junge Ermittler Gert Bornschein an den Aussagen von Kurt S. Nachdem er sich in Widersprüche verstrickt, erwirgt Bornschein einen Durchsuchungsbefehl für den Bauernhof von Kurt S. Die Beamten durchkämmen auch den Hasenstall und sie trauen ihren Augen nicht. Hier sind wir an einem Auffinderort eines Beweismittels und zwar fand man hier in diesem Hasenstall, der früher hier untergebracht war, in einem Fachwerkanbau, einen roten Schuh, der Leni H eindeutig zugeordnet werden konnte als Spur und

von daher war das ein entscheidendes Beweismittel. Den außergewöhnlichen Schuh trug Leni am Tag ihres Verschwindens. Kurt S wird festgenommen und aufgrund des Fundes jetzt als Verdächtiger vernommen. Zunächst hat er gesagt, er wis nicht, wie der Schuh dortinkommt und auf Vorhalt, man hat auch eine Fingerspur gesichert an diesem Schuh.

 Als man ihm dann folgt, man habe auch Fingerspuren an diesem Schuh gesichert, hat er eingeräumt, den Schuh in dieser Nacht, als er nach Hause gekommen sei, gegen 4 Uhr im Hasenstall versteckt zu haben. Er habe ihn in seinem Auto gefunden und warum er das getan hat, ja, er hatte gedacht wegen seiner Frau, wenn die den Schuh sieht im Auto und so weiter.

 Also hat er dann im Hasenschall den Schuh versteckt, aber wie der in sein Auto gekommen ist, das wisse er nicht. Hat man ihm das damals geglaubt? Das hat man ihm, ich persönlich habe es ihm nicht geglaubt. Deshalb wird jetzt auch das Auto von Kurt S beschlagnahmt und kriminaltechnisch untersucht. Der Verdächtige nimmt sich einen Anwalt.

Strafverteidiger Norbert Winger übernimmt den Fall. Heute ist er im Ruhestand. Dennoch wird er diesen Mandanten nie vergessen. Er hat äh den Schuldvorwurg, die Begehung eines Mordes weit von sich gewen. Er hat auch keinen Totschlag gestanden und deswegen musste ja auch die Beweisaufnahme so umfangreich durchgeführt werden und es musste auch mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass die Leni tot ist.

Hat sich Mordermittler Bornschein getäuscht? Ist er auf der falschen Pferte? Nochmals suchen alle verfügbaren Polizisten nach Leni H. Würde man ihre Leiche finden, könnte man vielleicht auch Hinweise auf ihren Mörder sichern können. Wir haben in diesem Bereich zahlreiche Steinbrüche, Müldeponien, Klärbecken, Gewässer durchsucht, Waldstücke durchsucht und hier insbesondere in dieser Kläranlage, die seiner Zeit noch in Betrieb war.

 Hier hatten Zeugen in der Nacht zwischen Mitternacht und morgens um 4 Uhr ein ähnliches Fahrzeug stehen sehen wie der tatsw. Deswegen war uns wichtig auch in diese Anlage hier gründlich zu durchsuchen. Leider fand sich vom Opfer keine Spur. Leni H wurde erst nach vier Tagen als vermisst gemeldet. So lange hätte Kurt Es Zeit gehabt, um die Leiche zu verstecken.

 Warchein glaubt, dass der Mörder Leni nahen Umkreis verschwinden lassen wollte. Es war Nacht und äh der war mit Sicherheit nicht ganz nüchtern, würde ich mal ansetzen. Und äh ob ich mit einer Leiche da stundenlang durch die Gegend fahre, so schätze ich ihn sicher nicht ein, sondern ich denke, dass der Täter schnell versucht hat, die Leiche zu entsorgen so schnell wie möglich, zumal er sich in diesem Bereich sehr gut auskannte.

Doch auch das sind nur Vermutungen. Leni könnte überall sein. Gert Kempf ist zum damaligen Zeitpunkt ein junger Journalist. Für die Lokalzeitung Heilbronner Stimme berichtet er auch über das Verschwinden von Leni H. Ich war jahrelang Gerichtsreporter gewesen, hab also unzählige Fälle mitgemacht.

 Hab über Jahrzehnte hinweg alle Schwurgerichtsprozesse mitgemacht, aber mir ist kein Fall so in Erinnerung wie dieser Fall. Während die Suche nach Leni in vollem Gange ist, wird in der Bevölkerung darüber spekuliert, was mit der jungen Frau passiert sein könnte. Der Journalist Gert Kemp erinnert sich. Es gab wirklich sehr viele Gerüchte damals, also ob sie in der Nachtbar untergetaucht war oder ähnliches, ne? Dann kam das Gerücht auf, dass sie äh beerdigt werden sein sein sollte und einem anderen Sarg liegen sollte.

 Äh wurde behauptet und dann kam das berühmte Gericht auf. Äh, sie sei von einem Bären verfüttert worden. Die Medien reißen sich um die Geschichte. Ein Mordopfer, das an einen Bären verfüttert worden sein soll, das wäre wohl einzigartig. Doch wie sie später herausstellt, handelt es sich auch hier nur um ein Gerücht.

 Um Hinweise auf Lenis Aufenthaltsort zu bekommen, gehen die Ermittler mittlerweile auch ungewöhnliche Wege. Wir sind ja so weit gegangen, dass man zum Schluss sogar einen bekannten äh Vertreter der des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psych Hygiene hinzugezogen haben. war der Professor Bänder damals in Freiburg, der uns dann noch mittels einem bekannten Hellseäher versucht hat zu helfen und sagt, der hatte immer mal wieder Erfolg bei der Suche nach Leichen.

 Auch in diesem Fall wurde der eingesetzt, aber ein Erfolg trat nicht ein. Noch während die Suche nach Leni H läuft, bekommt Hauptkommissar Gert Bornschein interessante Untersuchungsergebnisse von der Kriminaltechnik. Es geht um das Auto von Kurt S. Dann wurde ja das Fahrzeug, wie man so schön sagt, auseinandergenommen. Man hat also gründlich versucht Spuren zu suchen und zu sichern in diesem Bereich und wurde auch entsprechend findig, indem man sowohl im als auch am Fahrzeug Blutspuren sichern konnte.

Des weiteren waren Haarspuren, Erdspuren und Maginalsekret, die an Spurenlage eine Rolle spielten. Dort vorhanden. Konfrontiert mit der neuen Spurenlage behauptet C, er habe ein Reh überfahren. Damit sei das Blut an seinem Wagen zu erklären. Doch die Kriminalbiologen können diese Aussage widerlegen. Das Blut stammt eindeutig von Lini H.

 Die Beweise und Indizien reichen jetzt für eine Anklage wegen Mordes und das, obwohl die Leiche von Leniha immer noch nicht gefunden wurde. Und der Prozess am Landgericht Heilbron sorgt für weitere Schlagzeilen. Also, ich habe dann die Kamera gezückt und wollte ihn den Herrn Angeklagten fotografieren und als er meine Kamera sah, ich sofort losgesprungen und auf mich gesprungen und mir ging es nur drum, die teure Kamera Schwabe wie man ist, die teure Kamera zu verteidigen und die Justizwachtmeister kam mir zu Hilfe,

weil er sich an mich geklammert hat. Der Prozess wird zum Spektakel zieht unzählige Schaulustige an. Kur schweigt beharlich, 110 Zeugen reden aber. Der Prozess dauert 2 Jahre. Am Ende sind es die erdrückenden Indizien, die dazu führen, dass der Mann 1977 zu 14 Jahren Haft verurteilt wird. nicht wegen Mordes, aber wegen Totschlags.

Ich habe die Verurteilung so aufgenommen, dass ich äh dem Angeklagten empfohlen habe, so schnell wie irgendwie möglich gegen das Urteil Revision einzulegen. Und wir haben natürlich auch in der Revision versucht, hier äh Erfolg zu haben, was uns allerdings nicht gelungen ist. Der Bundesgerichtshoff hat in einem 20seitigen Urteil die Revision der Verteidigung zurückgewiesen.

Kurt Sitzt seine Haftstrafe ab und ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Bis heute gibt er nicht Preis, was in jener Nacht des 15. September 1975 wirklich geschehen ist. Ja, selbstverständlich hat mich das persönlich mitgenommen. Ich äh habe natürlich kein Verständnis dafür, dass die Mutter von Kindern äh hier vermisst ist, ums Leben gekommen ist eventuell und dass äh jemand, der vielleicht mehr sagen könnte, hier von seinem Schweigerecht gebraucht hat.

 Das hat mich schon mitgenommen. Das Leni Haar hinterlässt ihren Mann und vier Kinder. Sie werden nie erfahren, was mit ihrer Mutter, was mit der Ehefrau passiert ist. Ich denke, für Angerge ist es immer besonders schmerzlich, wenn sie keine Bezugspunkte haben, wo sie ihre Lieben gedenken können.

 Also im konkreten Fall, da gibt’s keine Grabstelle, keine Gedenkstelle, sondern das Opfer ist einfach spurlos verschwunden und ich denke, dass es für Angehörige sehr schmerzlich ist. Kurt S ist nach seiner Entlassung zunächst nach Nordhessen gezogen und wenig später untergetaucht. Leni Haiche wurde nie gefunden. Uns fehlt natürlich nach wie vor die Leiche des Opfers und wir wissen auch bis heute nicht exakt genau, wo sich der Tat dort befunden hat.

 Das ist so ein Rest äh wo die Sache nicht ganz befriedigend verlaufen ist. Gert Bornstein wird ihn nie vergessen, seinen ersten Fall. Der Kriminalgeschichte schrieb und bei dem bis heute jede Spur zur Leiche fehlt. Der Fall des Verschwindens von Karl Josef Wirt ist für mich der mysteriöseste Fall meiner Berufskarriere. Er hat in ganz Deutschland eigentlich Familie, in die er fest eingebunden war und aus dem Grunde war es für ihn auch vollkommen atypisch, dass er sich über so einen langen Zeitraum bei niemandem seiner Familie

meldete. Der Neffe rief damals bei der Polizei an und gab den Kollegen gegenüber an, dass er auf einen Karton gestoßen sei. Dann wurden zwei Paar Arbeitshandschuhe in dem Karton aufgefunden und auch ein Arbeitsoverall. Auf diesen konnten wir schon vor Ort rötliche Verfärbungen erkennen, die für uns aussahen wie Blutspuren.

[glocke] Reinberg in Nordrheinwestfalen. Im Januar 2019 wird Karl Josef Wirz hier letztmalig gesehen. Familie und Freunde vermuten zunächst, dass er schon bald zurückkehren würde. Als sein Bruder aber auch nach sechs Monaten nichts von dem 72-jährigen hört, meldet er ihn als vermisst.

 Seitdem fehlt von dem Spielwarenhändler jede Spur. Heute steht sein Geschäft leer. Aktuell ermittelt Kriminalhauptkommissar Guido Bauersachs von der Polizei Duisburg in diesem Fall. Karl Josef war zum Zeitpunkt seines Verschwindens Spielwarenhändler hier in Reinberg, 72 Jahre alt, wohnhaft mit seiner Ehefrau in Mörs.

 Äh er hat im ganz Deutschland eigentlich Familie, in die er fest eingebunden war und aus dem Grunde war es für ihn auch vollkommen atypisch, dass er sich über so einen langen Zeitraum bei niemandem seiner Familie meldete. Um den Mann schnellst möglich zu finden, befragt die Polizei sein näheres Umfeld. Laut seiner Verwandtschaft ist der 72-Jährige körperlich fit und arbeitet täglich in seinem Laden.

 Die Aussagen des Bruders liefern der Polizei einen ersten Anhaltspunkt. Die Ermittlung ergaben, dass der Karl Josef sich mit seinem Spielwagengeschäft in der Insolvenz befand, sein Spielwagengeschäft auch inzwischen an einen Neffen abgegeben hatte und er in seinem eigenen Spielwagengeschäft im Grunde als Angestellter tätig war und dort auch mit der Abwicklung dieser Insolvenz auch immer noch beschäftigt war und das ihm scheinbar sehr große Sorgen macht.

Könnten die finanziellen Schwierigkeiten eine zu große emotionale Belastung für den Ladenbesitzer gewesen sein? Nach diesem Hinweis ist ein Suizid zumindest denkbar. Um diesen Ermittlungsansatz zu überprüfen, rekonstruiert die Polizei die letzten Stunden vor Karl Josefs Verschwinden.

 Dafür sprechen sie auch mit seiner Frau. Die Ermittlung bei der Ehefrau ergaben dann, dass sie den Morgen sein oder den Tag seines Verschwindens als ganz normalen Tag beschrieb. Äh man hat zusammen gefrühstückt, Karl Josef hat dann seine Sachen gepackt und zuletzt gesehen wurde Karl Josef dann in seiner Firma im Spielzeug wahenladen von einer Angehörigen.

Große Sorgen macht sich seine Frau damals nicht, denn im Laufe des Tages meldet sich ihr Mann per SMS. Am späten Abend ging dann eine Nachricht von Karl Josefs Handy ein. Mach dir bitte keine Sorgen, mir geht es soweit gut. Ich bin auf dem Weg nach Süddeutschland. Ich brauche etwas Zeit für mich. Er erklärt, dass er auf unbestimmte Zeit in ein Haus der Stille, eine Art Kloster gehen wolle.

 Einen Ort nennt er dabei nicht. Der 72-jährige ist gläubig. In der Vergangenheit hat er laut seiner Partnerin bereits ähnliche Auszeiten genommen. Im Haus fehlen zudem Karl Josefs Schreibmaschine und Fotos seiner Frau. Aus diesen Gründen entschließt sie sich gegen eine vermissten Anzeige bei der Polizei. Da davon ausgegangen werden musste, dass er sich tatsächlich in einem Kloster oder aus der Stille affällt, bestand für die Polizei später kein Handlungsbedarf mehr und bei einem Erwachsenen auch immer davon ausgegangen werden muss, dass ein Erwachsener sich aufhalten

darf, vor will und auch verschwinden darf. Ende 2019 lässt die Polizei daher die Ermittlungen ruhen, doch außer der letzten SMS kommt kein weiteres Lebenszeichen. Rund vier Jahre später nimmt der vermissten Fall eine unerwartete Wendung. Mittlerweile führen zwei Neffen von Karl Josef den Spielzeugladen. Sie haben ihn nach der Insolvenz übernommen.

Einer der beiden meldet sich jetzt mit einem interessanten Hinweis. Der Neffe rief damals bei der Polizei an und gab den Kollegen gegenüber an, dass er im Spielwahengeschäft Aufräumarbeiten durchgeführt hat und dabei auf einen Karton gestoßen sei, äh in welchem sich Gegenstände befinden, die klar mit dem Verschwinden von Karl Josef zu tun haben könnten.

Die Ermittler nehmen die Lagerhalle des Betriebs in Augenschein. Während der Karton absolut unauffällig neben zahlreichen anderen Kisten im hinteren Teil der Halle steht, ist sein Inhalt wesentlich brisanter. Bei der ersten Ansicht fielen uns die Schreibmaschine und die Fotos auf, die Karl Josef nach dem bisherigen Ermittlungsstand eigentlich mitgenommen haben sollte, nachdem er vermisst gemeldet wurde.

Die Polizei findet auch mehrere Überweisungsträger, darauf zahlreiche Unterschriften des Vermissten. Wurde hier die Schrift von Karl Josef Wirz geübt, um sich finanziell an ihm zu bereichern? Eingelöst wurden sie nie, doch damit nicht genug. In dem Karton wurden zwei Paar Arbeitshandschuhe aufgefunden und auch ein Arbeitsoverroll.

 Auf diesem Arbeitsoverall konnten wir schon vor Ort rötliche Verfärbungen erkennen, die für uns aussahen wie Blutspuren und äh da lag der Verdacht nahe, dass diese von Karl Josef stammen können. Wurde der Mann Opfer eines Verbrechens? Weil das nicht mehr auszuschließen ist, wird eine Mordkommission eingerichtet. Kommissar Gido Bauersachs übernimmt die Leitung.

 Er lässt den Karton untersuchen. Overall und Arbeitshandschuhe können keiner konkreten Person zugeordnet werden. Die Blutspuren allerdings stammen eindeutig von Karl Josef Wirz. Wie ist die Kiste in das Lager gekommen und wer hatte Zugang? In diesem Zusammenhang werden auch die beiden Neffen des Vermissten überprüft. Unsere Ermittlung in der Familie ergaben dann im Rahmen der Vernehmung, dass wir keinen Familienörigen als Tter ausschließen können.

 Wir haben aber auch keine Beweise dahingehend, dass wir sagen können, einer der Familienangehörigen ist dringend tatverdächtig. Viele Fragen bleiben offen. Eines ist für den Kommissar aber sicher. Der Besitzer der Kiste muss mit der möglichen Tat in Verbindung stehen. Doch auch hier kommt Kommissar Bauersachs nicht weiter. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass die Person, dem der Karton, der der Karton gehört, auf jeden Fall Zugang zu den Lagerräumlichkeiten gehabt haben muss.

Die Personenzahl allerdings einzuschränken, die jetzt vier Jahre lang dort gewesen sein könnte, war unten in dieser Zeit zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich und ist derzeit immer noch Gegenstand der Ermittlung. Was könnte dem 72-jährigen zugestoßen sein? Auch die Theorie, dass er sich vielleicht doch in einem Kloster aufhält, will der erfahrene Ermittler noch einmal überprüfen.

 Der Kommissar sucht nach Spuren, die der Vermisste in den letzten vier Jahren selbst hinterlassen haben könnte. Und dabei ist aufgefallen, dass also weder seine Kontokarte benutzt wurde, äh es wurde sein Personalausweis nirgendwo mehr genutzt. Auch in einem Kloster muss man sich ordnungsgemeldes anmelden, mitgültigen Personalausweiser und so weiter.

 Ähm das als also ein langfristiges Verschwinden über diesen Zeitraum von dann über vier Jahren in Klöstern in Deutschland nicht möglich ist. könnte tatsächlich ein Verbrechen hinter seinem Verschwinden stecken. Dagen sprachen natürlich zunächst die Chatverläufe, die er mit seiner Ehefrau noch gehabt hat, sodass wir uns dann gefragt haben, sind diese Chats überhaupt von Karl Josef selber verfasst worden oder kommt vielleicht auch in Betracht, dass jemand sein Handy genutzt hat? Um das zu überprüfen, lässt der Kommissar die Chatverläufe mit Hilfe

eines sogenannten linguistischen Gutachens untersuchen. Bei dieser speziellen Methode werden Texte von Sprachforensikern auf bestimmte Merkmale hin analysiert. Und in dem Fall war es so, dass die Nachrichten, die nach seinem Verschwinden geschrieben wurden, eben nicht vom Stil, von der Wortwahl und auch von der Interpunktion mit dem übereinstimmen, wie er früher geschrieben hat.

 Es stützte natürlich unsere Theorie, dass äh Karl Josef nicht mehr am Leben ist, sondern dass vorgetäuscht werden soll. Er sei noch am Leben. Ob jemand Karl Josefs Verschwinden tatsächlich nur vorgibt, lässt sich nicht abschließend klären. Ein Detail hätte die Ermittlungen in diesem Zusammenhang erleichtern können. Kurz nach dem Verschwinden wird das Auto des Vermissten auf einem Parkplatz in der Nähe seines Ladens gefunden.

 In der damaligen Annahme, das Karl Josef zurückkehrt, übergibt die Polizei den PKW den Angehörigen. Sie verkaufen ihn. Heute vermutet der Kommissar, dass sich in dem Opel Hinweise befinden könnten. Der wäre für uns natürlich wichtig in den Ermittlungen, denn im PKW könnten sich Spuren befinden. Wo sich der PKW heute befindet, können wir nicht sagen.

Nach dem Wagen wird heute weltweit gefandet. Rund um den Parkplatz hofft Gido Bauersch auf eine letzte heiße Spur. Unsere letzte Hoffnung war auch nach vier Jahren, dass wir mit Hilfe von Leichenspürhunden die Leiche von Karl Josef 4 im Bereich des Parkplatzes finden. Leider konnten wir mit Hilfe der Leichenspürhunde keine weiteren Hinweise erlangen.

Nach Jahren bleibt weiterhin völlig offen, was mit Karl Josef Wirz passiert ist. Dass dieser Fall die Polizei so lange beschäftigen würde, hätte der Ermittler nicht erwartet. Der Fall des Verschwindens von Karl Josef Wirt ist für mich der mysteriöseste Fall meiner Berufskarriere. Ich bin optimistisch, dass wir durch weitere Hinweise den Fall Karl Josef Wirts [schnauben] aufklären können.

 Insbesondere für die Familie hoffe ich, dass die endlich Klarheit hat, was mit Karl Josef im Januar 2019 passiert ist. Gido Bauersch und sein Team setzen alles daran, die rätselhaften Umstände, um Karl Joseph Wirtzverschwinden, doch noch aufdecken zu können. Das allererste, was die Polizeibamen in der Wohnung festgestellt haben, war der leblose Junge in seinem Zimmer.

Stefanie war unter zahlreichen Textilien und Kleidungsstücken versteckt worden. Es war tatsächlich so, dass uns das überrascht hat, jetzt hier einen weiteren Leichnah zu finden. Gleichzeitig bedeutete das natürlich für uns, es war jetzt sonnenklar, dass Lilli Marie sich in allerhöchster Lebensgefahr bewand. Das Mädchen sagte aus, dass ein Mann in den frühen Morgenstunden in das Zimmer der Mädchen gegangen sei und dort Lilli Marie mitgenommen habe.

Ein großes Problem war, dass der Beschuldigte Tatort berechtigt war. Er hatte sich ja bereits mehrere Wochen in der Wohnung aufgehalten. Bispingen in Niedersachsen, 16. Mai 2021. Am Vormittag setzt eine Frau einen Notruf ab. In einer ruhigen Wohngegend soll sich ein Verbrechen ereignet haben. Die Polizei findet die Leiche des vierjährigen Luca in einem der Häuser.

 Polizei Hauptkommissar Jens Habermann von der Inspektion Heidekreis ist damals in die Ermittlungen involviert. Das allererste, was die Polizeibamen in der Wohnung festgestellt haben, war der leblose Junge in seinem Zimmer unter einem Kinderhochbett auf einer Matratze. Leichn wies Anzeichen einer Gewaltanwickung gegen den Hals auf.

Neben dem toten Kind finden die Ermittler ein USB-Kabel. Die weiteren Untersuchungen bestätigen den ersten Verdacht. Luca wurde mit diesem Kabel erdrosselt. Aber wo ist der Rest der Familie? In dieser Wohnung wohnten Stefanie L. Mit ihren beiden Kindern Lilli Marie und Luca. Die Kinder waren 11 und 4 Jahre alt und in den letzten Wochen vor der Tat wohnte dort auch derzeitige Freund von Stefaniel.

  Weil nicht auszuschließen ist, dass die anderen Bewohner ebenfalls in Gefahr sein könnten, leitet die Polizei sofort Suchmaßnahmen ein. Dabei haben wir zunächst insbesondere Nachbarschaftsbefragung durchgeführt und so versucht Hinwendungspunkte zu ermitteln, die wir dann anschließend auch aufgesucht und abgesucht haben.

Zur gleichen Zeit begutachten Kriminaltechniker den möglichen Tatort. Akribisch arbeiten sie sich Meter für Meter durch die Wohnung und machen einen furchtbaren Fund. Die 35-jährige Mutter liegt tot im Schlafzimmer. Stefanie war unter zahlreichen Textilien und Kleidungsstücken versteckt worden. Es war tatsächlich so, dass uns das überrascht hat, jetzt hier einen weiteren Leichnahmen in der Wohnung zu finden.

Continue reading….
Part 1 of 3Part 2 of 3Part 3 of 3 Next »

Related Articles