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Wahre Verbrechen I Fall Eva H.: Die Spur des falschen Giovanni T

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By sonds1
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Wahre Verbrechen I Fall Eva H.: Die Spur des falschen Giovanni 

Es handelt sich um eine ausgesprochen hübsche junge Frau. Sie war sicherlich von den Männern sehr schwärmt. Nachdem man die Wohnung betreten hat, hat man im Schlafzimmer bereits die Eva gefunden. Sie hatte am ganzen Körper Stich und zahlreiche Schnittfunden. Die Befragung der Hausbewohner hat nun hoch interessant erbracht, dass aus der Wohnung der EVH lautes Geschrei zu hören war.

Wie wir drauf gekommen sind, hat sie auch aufgrund ihrer vielen Bekanntschaften die im Kalender eingetragen. Die Spurensicherung äh hat großes geleistet, indem sie einen blutigen Fingerabdruck auf diesen Lichtschalter feststellen konnte. Wien 1986 im Stadthal Penzing wird eine junge Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden.

Die 23-jährige EVH wurde umgebracht. Hofrat Josef Siska war langjähriger Leiter der Wiener Mordkommission. Ihm ist dieser Fall gut in Erinnerung geblieben. Die Besonderheit dieses Falles war für mich, dass ich wieder mal bestätigt hat, dass auch der Zufall oder man man will das Glück äh für einen Kriminalisten sehr wichtig ist.

 Man s das nicht belächeln. Im Gegenteil, das braucht man, um einen Fall aufzuklären. Die Ermittler sehen sich jetzt das Umfeld des Opfers näher an. Sie war sicherlich von den Männern sehr umschwärmt. Äh 23 Jahre alt stammt er aus Neulenkbach, das ist eine Kleinstadt ganz in der Nähe von Wien und stampte aus einer kinderreichen Familie.

 Sieben Geschwister hatte sie. Auch aus diesem Grund zieht EVH schon als junge Frau nach Wien, arbeitet dort als Angestellte. Sie ist weiterhin ihren Heimatort äh verbunden geblieben, was auch darin zum Ausdruck gekommen ist, dass äh sie praktisch jedes Wochenende, also Samstag, Sonntag, äh von Wien nach Neilenkbach gefahren ist und dort im Kreis ihrer Familie äh das Wochenende äh verbracht hat.

Umso beunruhigte ist Evas Vater, als sich seine Tochter an einem Februarwochenende 1986 weder bei ihm meldet, noch in Neulengbach vorbeikommt. Er hat sich echt Sorgen gemacht. Äh hat gedacht, sie wird vielleicht erkrankt sein oder andere Umstände hätten sie gehindert. Etwa zurelben Zeit, nämlich zum Wochenende, ist auch den Nachbarn in ihren Wohnhaus, das war ein Mehrparteienhaus aufgefallen, dass nicht nur die ganze Nacht, sondern auch bei Tag das Licht in der Wohnung der EVH gebrannt hat.

Zwei Tage später wird von hier aus die Polizei verständigt. Die Beamten fahren zur Wohnung von EVH in Wien Pensing. Die Wohnung war versperrt, man musste sie mit Gewalt öffnen und nachdem man die Wohnung betreten hat, äh sie hat nur aus zwei Zimmern Küchezimmer bestanden, hat man im Schlafzimmer bereits die Eva gefunden.

Sie war nur mit einem Pyjama begleitet, der war Blut durchdrängt, denn sie hatte am ganzen Körper Stich und zahlreiche Schnittfunden äh erlitten. Die Leiche von EVH wird obuziert. Der Gerichtsmediziner, den wir beigezogen haben, tippte darauf, dass der Tod schon einige Tage vorher eingetreten sein musste und dass äh die Vielzahl der Verletzungen auch dafür sprach, dass ein heftiger Abwehrkampf stattgefunden hat.

Mit einem solchen Messer ist die 23-jährige umgebracht worden und der Täter hat aus der Wohnung des Opfers einen Schlüsselbund mitgenommen. Die Befragung der Hausbewohner hat nun hoch interessant erbracht, dass am 17. Februar aus der Wohnung der EVH lautes Geschrei zu hören war. Ein Streit. Natürlich hat man sich geärgert über die Ruhestörung, aber als bald kehrte Ruhe ein, gespenstige Ruhe.

 Man hat nichts mehr gehört, man hat sich daher auch nicht weiter engagiert, nicht etwa angeklopft und gefragt, was da los ist oder so. Aber jedenfalls, man hat es sich gemerkt, dass an diesem Abend, besser gesagt in dieser Nacht allerhand los war. Die Polizei geht davon aus, dass EVH ihren Mörder kannte. Die Beamten durchleuchten das Privatleben der 23-jährigen.

Bis einige Wochen vor ihrem Tod hatte sie einen festen Freund. Sie hat versucht, diese unglückliche Beziehung oder unglücklich geendete Beziehung als bald wieder zu vergessen und nachdem ja Februar Faschingszeit ist, hat sie also versucht, sich einerseits abzulenken unds in Vergnügen zu stürzen.

 Sie war also in Diskotheken, sie hat Bälle besucht, Karnevalsveranstaltungen besucht und äh war auch einer Bekanntschaft mit Männern. nicht abgenägt. Die Ermittler finden ein Notizbuch, in dem EVH ihre Verabredungen eingetragen hat. Wir haben das dann ein bisschen schnodrig Randwalender genannt und in diesem Rand Kalender fanden wir auch für diesen bewussten 17.

 Februar, den wir als Tatrag Tatzeitpunkt äh inzwischen fixiert hatten, eine Eintragung, nämlich die eines Männernamens Giovanni. Das würde jetzt natürlich darauf hinweisen, äh dass der Täter oder der Besucher zunächst einmal der dessen Besuch im Kalender vermerkt war, ein Italiener sein könnte. Nachbarn hatten EVH bereits zuvor einmal in Begleitung eines Giovanni gesehen.

Aus der Zeugenbeschreibung wird ein Phantombild erstellt. Aufgrund einer anderen Zeugenaussage wird es anschließend nochmals abgeändert. Klar ist, EVH und der Mann kannten sich schon vor ihrer Verabredung in der Tatnacht. Auf der Suche nach Giovanni nimmt die Polizei Kontakt zur Community in Wien auf. Dazu muss man sagen, dass es eigentlich zwei Communities gibt.

 Die eine, würde ich sagen, ist mehr konservativ und die andere ist mehr progressiv. Nicht, die waren alle sehr kooperativ. Das Problem ist, dass Giovanni ein Hifigkeitsname ist. Hof Siska und seine Kollegen gehen auch den anderen Namen im Kalender von EvaH nach. Einige von ihnen haben ein Alibi, andere nicht. Aber es gibt einen handfesten Beweis.

Der Täter hat den Lichtschalter in der Wohnung betätigt und blutige Spuren hinterlassen. Die Spurensicherung hat großes geleistet, indem sie einen Fingerabdruck asservieren konnte. Wir konnten daher aus der Vielzahl der jungen Italiener niemanden finden, dessen Fingerabdrücke mit dem einen vom Tatort äh übereingestimmt hat. für die Österichen.

Ein knappes halbes Jahr nach dem Mord wird der Fall in der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt. Auch hier wird nach dem unbekannten Italiener gesucht. Bekannt ist sein Vornamen und den hat das Giovanni wird folgendermaßen beschrieben. 25 bis 30 Jahre alt, 1,75 m bis 180 m groß, schlank, schwarze, leicht gewählte Haare, dunkle Augen, also ein südländischer Typ und der soll sehr gut Deutsch sprechen.

 Frage, wer kennt diesen Mann? Vielen Dank, Herr Konrad Hönz in der Schweiz. Zwar gehen nach der Sendung zahlreiche Anrufe ein. Der entscheidende Hinweis bleibt aber aus. Nächsten der Mord an der 23-jährigen EVH bleibt zunächst ungeklärt. Doch die Wienerpolizei gibt nicht auf und erhält 1995, 9 Jahre nach dem Verbrechen, einen überraschenden Hinweis.

Ein Mann möchte in der österreichischen Hauptstadt sein abgelaufenes Visum verlängern lassen. Routinemäßig werden ihm die Fingerabdrücke abgenommen. Dabei zeigt die Datenbank eine Übereinstimmung mit dem Abdruck des Mörders von EVH. Es stellt sich heraus, der Mann heißt gar nicht Giovanni, sondern Peter S.

 Er ist serbischer Staatsbürger. Wir haben ihm einvernomen und unter dem Eindruck dieses wichtigen Beweismittels hat ein Geständnis abgelegt. Der Streit hat äh insofern auch beigetragen, das Motiv ähm zu erhellen, als die Nachbarn äh sich erinnern konnten, dass eine Männerstimme bei dieser Auseinandersetzung immer wieder gerufen hat: “Ich liebe dich, ich liebe dich.

” Damit war für uns äh als Motiv Eifersucht gegeben. Diese Eifersucht konnte durchaus begründet sein, weil ja die EVH auch mit anderen jungen Männern in Kontakt gestanden ist. Aber warum genau hat sich Peta S als Giovanni ausgegeben? Dieser Täter hat daher gedacht, äh er mit seinem slawischen Namen hat vielleicht nicht eine solche Chance, die äh EVH für sich zu gewinnen, was er ja unbedingt wollte und was ja auch durch das mehrfache rufen Ich liebe dich, ich liebe dich zum Ausdruck gekommen ist, als er sich ihr dann mit dem

italienischen Namen als Giovanni vorgestellt hat. Sie ist auf den Trick hineingefallen und wir natürlich zunächst auch. Im Herbst 1995 wird Peter S. vom Landesgericht Wien wegen des Mordes an EVH zu 15 Jahren Haft verurteilt. In der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht wird die Strafe auf 18 Jahre erhöht.

Der Mord an der 23-jährigen EVH aus Wien Penzing. Hofrat Dr. Josef Siska ist sehr erleichtert, dass das Verbrechen doch noch geklärt werden konnte. Das waren schon, sage ich mal, Ermittlungen, die man jetzt auch nicht jeden Tag äh im im Alltag hat. Offensichtlich hatte ein Wachmann einen Einbruch in das Bodemuseum entdeckt.

 Äh unbekannte Täter sollten eine 100 kg Goldmünze entwendet haben und sich auf der Flucht befinden. Im Fall der Big Melef kann man wirklich sinbittlich davon sprechen, dass diese Münze eine eigene Gold DNA hat. in ich beziehe das insbesondere auf den Reinheitsgehalt. Es gab nur fünf Münzen dieser Art äh die diesen Reinheitsgehalt hatten.

Die Täter hatten natürlich auch durch Insider Informationen, dass eben dieses Fenster nicht mehr im Kreislauf drinne war und das war absolut tatbegünstigend. Aber auch hier gilt, dass man im Nachgang dann immer schlauer ist. Von der Big Maple haben wir nach dem Einbruch nie wieder ein Partikel gefunden. Acht, seine letzte Kontrollrunde durch die Ausstellungsräume.

Die innere Alarmsicherung des Museums schaltet er deshalb ab. ein Wachmann äh ja ins Visier äh gelaufen, der erst kurze Zeit äh dort in diesem Museum ähm angestellt war und der auch kurz nach seiner Anstellung schon einen auffälligen polizeilichen Vorgang äh hatte, weil er nämlich im Stadtgebiet äh äh unterwegs war und ich glaube, es kam damals auch zu einer Straftatte.

 Ist ebenfalls äh äh überprüft worden in einem Fahrzeug. Und da fand man also Pläne vom Bodemuseum und äh derjenige hat auch selber gesagt, dass er dort im Sicherheitsbereich äh tätig ist. Und als dann dieser Einbruch passierte, konnten sich die Kollegen, die diese Überprüfung gemacht haben, noch daran erinnern und haben uns als Fachdienststelle informiert.

Bei dem Mann handelt es sich um Dennis W. Hat er Insiderwissen seiner Arbeit im Museum an die Täter weitergegeben? Zwischenzeitlich bekommen die Ermittler auch Ergebnisse von der Spurensicherung. An einigen Gegenständen wurden DNA Spuren gefunden, die diesen Mitgliedern eines berüchtigten Berlange und sein Team suchen nun nach Verbindungen zwischen dem Wachmann Dennis W und den Clanmitgliedern Ahmed R. Und Wissam R.

Sie werden fündig. Eine Überzeugung, dass wir auf der richtigen Spur bei dem Insider waren, war dieser Ermittler in La ist sich jetzt sicher. Der Raub der Goldmünze kann aufgeklärt werden. Um an Indizien und Beweise zu kommen, verschärft er die Maßnahmen gegen die tatverdächtigen Männer. Da haben wir natürlich umfangreiche Überwachungsmaßgen.

Doch eines haben sie unterschätzt, das kriminalistische Knoche und seinen Kollegen. Peter hatte schon Angst, dass ihn jemand im Schlaf erschießt, ersticht, ihm was antut, weil hier jeder Zugang hatte. Ja, bisschen gebettelt, bisschen Flaschen gesammelt, Dosen. Wir haben ja mit einem Fahnungsplakat nach Zeugen insbesondere gesucht und haben gefragt, wer hat Peter Jmittelbar vor seinem Tod noch gesehen.

Also an dem Filmprojekt hat ihn sicherlich auch begeistert, dass nach ihm persönlich mal gefragt wurde, was bist du für ein Mensch? Ich hoffe schon, dass vielleicht Mitwisser, die sich damals nicht getraut haben oder aus irgendwelchen Gründen auch geschwiegen haben, mittlerweile zu der Einsicht gekommen sind, sich zu äußern.

Kassel Ende November 2015. An einem Montagmgen gegen 8:30 Uhr findet der Hausmeister einer Schule im Nebeneingang eine männliche Leiche. Bei dem Toten handelt es sich offenbar um einen Obdachlosen, der in seinem Schlafsack gestorben ist. So wie es aussieht, wurde der Mann umgebracht. Die Gripo sichert Spuren.

 Seine Identität steht schnell fest. Es ist der 53-jährige Peter Jannik. Für die Ermittler ist aufgrund der Spurenlage klar, der Fundort ist auch der Tatort. Der Kripo bietet sich ein schreckliches Bild. Der Obdachlose ist brutal erschlagen worden. Es ist so, dass wir schon am Tatort gesehen haben und das hat sich ja dann in der Obduktion im Nachgang bestätigt, dass hier mit massiver Gewalt auf den äh Körper von PeterJ. eingewirkt wurde.

 Ähm ob eine ein Täter oder mehrere Täter, das ist im Moment noch nicht klar. Damals arbeitet Dorothea Könige als Gemeinderereferentin im kirchlichen Dienst. Das Thema Obdachlosigkeit interessiert sie und die Frau beschließt 2013 einen Film zum Thema zu machen. So begegnet sie Peter Jannick, begleitet den Obdachlosen ein halbes Jahr lang mit der Kamera.

 Sein plötzlicher Tod ist ein großer Schock für sie. Ich war völlig entsetzt, überrascht, erschüttert, weil er war eigentlich ein sehr friedlicher Mensch, der jedem Streit aus dem Weg gegangen ist. Auf Konflikte hat er in der Weise reagiert, wenn es irgendwie ging, ist er ausgewichen, ist rückwärts gegangen. Ich könnte mir vorstellen, weil es hier sein Schlafplatz war oder so, dass er vielleicht geschimpft hat, gemeckert hat, wenn ihn jemand stört, wenn ihn jemand belästigt, aber mehr auch nicht.

Neben seinem Schlafsack befinden sich weitere persönliche Gegenstände. Er muss dort wohl schon länger kampiert haben. Die Ermittler können den Todeszeitpunkt auf Sonntagnacht eingrenzen. Eine elfköpfige Soko Schule wird gebildet. Wir haben ja äh mit einem Fahnungsplakat nach Zeugen insbesondere gesucht und haben gefragt, wer hat Peter Jmittelbar vor seinem Tod noch gesehen.

 Wer hat verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Und wir haben auch eine Vielzahl, einige Dutzend Anrufe, Hinweise in schriftlicher, auch mündlicher Form. Die Polizei will vor allem wissen, wo hat sich das Opfer zuletzt aufgehalten und wer hatte Kontakt zu dem Obdachlosen. Es wird eine Belohnung in Höhe von 3000 € ausgesetzt.

 Die Hinweise führen schließlich zu einer Gruppe von mehreren Jugendlichen. Sie soll sich nachts oft in der Nähe der Schule aufgehalten und auch Streit mit dem Opfer gehabt haben. Die jungen Männer geraten ins Visier der Ermittler und am Tatort wird eine DNA Spur gesichert. Sie wird mit der der Verdächtigen abgeglichen.

 Allerdings gibt es keinen Treffer. Auch Wohnungsdurchsuchungen ergeben nichts Neues. Die Ermittlungen gegen die Jugendlichen werden eingestellt. Peter Janniks Schwester vermutet bereits im Dezember 2015, kurz nach dem Verbrechen, dass es sich sehr wahrscheinlich um mehrere Täter gehandelt haben muss wegen des schweren Verletzungsbildes bei ihrem Bruder.

 Ich vermute, das war Jugendliche Menschen und einfach nach dem Disco viel betrunken getrunken und da hat jemand ihn geschlagen bis zum Tod und nach der Obduktion, ich habe ihm letztes Mal gesehen, das war furchbar. Er hat es sah furchbar aus. Wer hat Peter Jannik so zugerichtet? Und wer war der Mann zu Lebzeiten? Dorothea Königke lernt ihn etwa zwei Jahre vor seinem Tod kennen.

 In ihrem Film will sie das Problem Obdachlosigkeit sichtbar machen. Veröffentlicht werden soll der Film in einem Lokalsender. Die Filmemacherin fragt bei einem Sozialverein in Kassel an. Der Verein vermittelt den Kontakt zu dem Wohnungslosen. Er war von Anfang an eigentlich fröhlich interessiert, hat das so als willkommene Abwechslung gesehen, wollte da gerne mitmachen.

 Also an dem Filmprojekt hat ihn sicherlich auch begeistert, dass nach ihm persönlich mal gefragt wurde, was bist du für ein Mensch, was machst du? Das hat ihn schon gefreut. Einfach Kontakte, Zuwendung, Interesse. Klar, das ist was, was in seinem Leben nicht so viel vorkam. In dem Film spricht Peter Jannik offen über den Grund, warum er obdachlos wurde.

 1982 zieht er aus Polen nach Deutschland. Die Eltern und seine beiden Schwestern kommen später nach. Fast 20 Jahre arbeitet er bei einem Autohersteller und wird dann arbeitslos. Er rutscht ab in die Wohnungslosigkeit. Offensichtlich findet er auch in seiner Familie keinen Halt mehr oder bei Freunden. Aber sag also so seitdem meine Mutter und meine Vater ist gestorben und mein Bruder der meine Verlüter ist weg, ne? Mit meine beste Kump und so.

Dann bin ich so ausgerutscht. Ja, bisschen gebettelt, bisschen Flaschen gesammelt, Dosen. Jahrelang übernachtet Peter Jannik in Parks oder Unterbrücken. Bei seiner Familie lässt er sich kaum noch blicken. Eine eigene Wohnung und einen Job hat er nicht mehr. Dorothea Könige geht mit uns an den Ort, wo sich Peter in der Zeit der Dreharbeiten nachts aufgehalten hat, unter einer Brücke am Rand der Castler Innenstadt.

 Mehrere Monate bis in den Herbst hinein schläft er hier. Anwohner hatten ihm alte Matratzen und Kissen gegeben und da hat er sich ein ziemlich ansehnliches Schlaflager draus gebaut. Das blieb auch hier. Das musste den ganzen Sommer hier gelegen haben. Das war sein fester Schlafplatz. Die Brücke gibt ja Regenschutz, aber mehr auch nichts.

 Ist nach allen Seiten offen und Peter hatte schon Angst, dass ihn jemand im Schlaf erschießt, ersticht, ihm was antut, weil hier jeder Zugang hatte. Auch in dem Film berichtet er über Kriminalität, die er erlebt hat. Darunter auch direkte Angriffe. Manche die haben mich auch beklaut mein Essen und so. Die haben wir auch sogar Lassack geklaut.

 Da da waren zwei Türke und eine deutsche Mann. Die haben dem Container hier gebracht mit Pappe, mit Papier und die haben das alles mit Benzin oder mit mit Spiritus gegossen. Ich habe gedacht, ich muss ins Krankenhaus mit den schwarze Dampf, ne? Beginnen die Milton, weil das ist alles in Damag mich gekommen. Die drei Männer flüchten unerkannt.

Haben sie etwas mit der späteren Tat zu tun? Vor allem nachts sind Obdachlose nicht selten Gewalt ausgesetzt. Dorotea Könnecke hat durch ihre soziale Tätigkeit oft mit Wohnungslosen zu tun gehabt und mitbekommen, wie sie sich versucht haben zu schützen. Ich sehe es immer wieder, dass Obdachlose z.B.

 in größeren Gruppen gemeinsam übernachten, wo es breite Dächer gibt, dass da 5 seben Leute auf Abstand, dass sie sich nicht gegenseitig belästigen legen, aber doch auf Höweite, wenn was wäre, könnten sie sich helfen. Oder aber die Einzelgänger, die sich heimliche Plätze suchen, die keinen verraten. Peter Jannik hat sein Lager im November 2015 wohl schon mehrere Tage unter dem Dach des Schuleingangs, bis er hier seinem oder seinen Mördern begegnet.

Heute erinnert am Tatort eine Gedenktafel an das Verbrechen. Der 53-jährige wurde im Schlaf brutal aus dem Leben gerissen. Er hatte zwar eine Biografie mit Brüchen, aber er war dennoch voller Wünsche und Träume. mein Wass es eine Frau zu finden und will mir am meisten Wohnung zu binden. Er hat sich schon einsam gefühlt und hat dann auch Leute eingeladen, um nicht einsam zu sein, dass natürlich seinen Schutzraum wieder aufgebrochen hat.

 Da konnte halt an nette Leute oder an Leute, die ihn bestohlen haben, geraten. Polizei und Justiz haben bis heute keine weiteren Anhaltspunkte, wer Peter Jannik getötet haben könnte. Aktuell werde nicht ermittelt. Die Akte bleibe aber nicht komplett geschlossen. Sollten sich neue Anhaltspunkte ergeben, so die Staatsanwaltschaft, würden die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Sein Tod bleibt weiter ungeklärt. War es Hass auf Obdachlose oder blinde Gewalt ohne Sinn? Aufgrund der Spuren am Tatort steht wohl fest. Peter Jannik wurde heimtürkisch umgebracht, ohne dass er sich wehren konnte. Demnach war es Mord und Mord verjrt nie. Ich hoffe schon, dass vielleicht Mitwisser, die sich damals nicht getraut haben oder aus irgendwelchen Gründen auch geschwiegen haben, mittlerweile zu der Einsicht gekommen sind, sich zu äußern, dass sie Aussagen, da würde ich wirklich alle drum bitten, die da

irgendwas wissen. Ist für mich schon irgendwie so ein Riss im Gerechtigkeitsgefühl, dass da ein Menschenleben ausgelöscht wurde und man die Täter leben ihr Leben weiter. So finde ich eigentlich unerträglich, wäre sehr wichtig, dass das aufgeklärt wird. Dorothea Königer hat Peter Jannik zugehört und ihm durch ihre Arbeit als Filmemacherin auch ein Stück Lebensmut gegeben.

 Für sie war er nicht einfach nur ein Obdachloser, sondern ein Mensch mit Hoffnungen und Träumen, der am Ende grausam sterben musste.

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