Wahre Verbrechen I Die Spur des Killers I True Crime Dokumentation T – Part 3
Seit über zwei Jahren war er nicht gestört oder verdächtigt worden. Am 21. August durchstreifte er wieder die Straßen des Schlesischen Bahnhofsviertels. Am Nachmittag traf er auf die 35-jährige Marie Nietsche. Er sprach sie an und sie erzählte ihm darauf, dass dies ihr erster Tag wieder in Freiheit war, nachdem sie einen Monat im Moieter Gefängnis verbracht hatte.
Großmann bot an, ihr zur Feier des Tages ein Bier zu kaufen. Also gingen sie beide in einer der örtlichen Kneipen und tranken reichlich. Schließlich lud er sie in seine Wohnung ein. Und wie so viele Frauen vor ihr, kletterte Marie die knarrende Treppe hinauf und war glücklich, ein so wohltätig Mann begegnet zu sein.
Natürlich hatte sie keine Ahnung, dass dieser freundliche Fremde ein Killer war. Als sie in seiner Wohnung ankamen, bot Großmann Marie eine Tasse Kaffee an. Dann, als sie nicht hinsah, gab er ein feines Pulver in ihre Tasse. Es dauerte nicht lange, bis die Droge wirkte. Marie wurde schwindlig und sie brach zusammen.
Daraufhin warf Großmann sie wahrscheinlich wie so oft auf sein Bett, fesselte sie an das Bettgestell und vergewaltigte sie. Danach löste er wieder ihre Fesseln und zerrte sie in die Mitte des Raumes. Mit bloßen Händen schlug er immer wieder auf ihren Kopf ein, bis dunkles Blut seine Hände bedeckte.
Wie unzählige Male zuvor hielt er einen Moment inne, um auf sein neuestes Opfer hinabzustarren. Dann wurde es Zeit, seine teuflische Metzgerarbeit zu verrichten. [räuspern] Aber als er sich darauf vorbereitete, klopfte es plötzlich an der Tür. Es war die Polizei und sie sagten, dass sie ihm einige Fragen stellen wollten. Mit panischer rauer Stimme antwortete Großmann, dass es viel zu spät für ihn sei, neue Besucher zu empfangen und schlug vor, dass die Polizei einen anderen Mal wiederkommen sollte.
Aber die Beamten konnten die Angst in Großmanns Stimme hören und ließen sich nicht fortschitten. Mit einer plötzlichen Bewegung stürmten sie durch die Tür. Was die Polizei drinnen fand, war ein Bild des Grauens. Großmann saß in der Mitte des Raumes zusammengekauert auf dem Boden. In seinem Gesicht stand eine Mischung aus Wut und Terror.
Seine Arme waren mit Blut verschmiert und auf dem Boden zu seinen Füßen lag der leblose, geschundene Körper von Marie Nietsche. Danach ging alles sehr schnell. Großmann leistete keinen Widerstand. Er wurde sofort in Untersuchungshaft gebracht. Seine Kleidung immer noch feucht vom Blut. Nach seiner Verhaftung wurde Großmann mehrere Wochen lang verhört.
Die Ermittler waren überzeugt, daß er für die vielen zerstückelten Leichen verantwortlich war, die in den Berliner Wasserwegen gefunden worden waren, und sie wollten, dass er gestand. Jedoch erwies sich Großmann als schwieriger Fall. Nach einer Reihe von Verhören gab er nur zu, Marin Nietzsche und zwei andere Frauen getötet zu haben.
Aber die Polizisten waren überzeugt, dass sie nicht die ganze Wahrheit erfahren hatten. Die schwere von Maris Tod. Zusammen mit den Informationen der Nachbarn ließen die Ermittler vermuten, dass Großmann viele, viele Male getötet hatte. Und sie waren nicht die einzigen, die so dachten. Während die Staatsanwälte sich auf Großmannsprozess vorbereiteten, verbreitete sich der Fall des Schlechters von Berlin in der ganzen Stadt.
Ein Mann, der unzählige Frauen tötete und angeblich ihr Fleisch an örtliche Fleischverkäufer verkaufte. Diese Geschichte war grausam wie ein Kriminalroman und zugleich eine morbide Faszination für die Menschen. Großmanns Bekanntheit wuchs so sehr, dass Zeitung in anderen Ländern begannen über den Fall zu berichten.
Ein Blatt aus Washington DC schrieb über den Großmann, als wäre er ein Comicbösewicht, beschrieb ihn als den schlimmsten Enten der Geschichte und ein Biest in menschlicher Gestalt. Als die Verhandlungen im Juli 1922 begannen, waren alle Augen auf die Zeugenbank gerichtet. Mehrere von Großmannsopfern, die überlebt hatten, schilderten ihre Erfahrungen mit dem Schlechter.
Zusammen mit den Beweisen, die die Polizei bereits gesammelt hatte, schien das Schicksal des Schlechters besiegelt. Aber dann, [räuspern] nur wenige Tage nach Prozessbeginnen, fand ein Wachmann den 59-jährigen Großmann tot in seiner Gefängniszelle. Er hatte sich das Leben genommen, anstatt die Strafe abzuwarten, die ihm sicher gedroht hätte.
Sein plötzlicher Tod warf den Fall in einen bizarrenzustand der Schwebe. Die Aussagen seiner lebenden Opfer hatten Großmanns Ruf als gewalttätiges schreckliches Ungeheuer gefestigt. Aber ohne Angeklagten konnte es keine Verurteilung geben. Der Prozess blieb ohne Abschluss und trotzdem wollten die Behörden die Wahrheit ans Licht bringen.
In den Monaten nach dem abgebrochenen Prozess versuchte die Polizei alle Beweise zusammengutragen, die sie finden konnte. Leider erfolglos. Bis heute ist nicht klar, wie viele Frauen Karl Großmann ermordet hat. Die geschätzte Zahl variiert von einem Dutzend bis zu überhundert Frauen. Inzwischen erscheint es aussichtslos, dass der Fall jemals vollständig gelöst werden kann.
Großmann nahm dieses Geheimnis mit ins Grab. Mein Name ist Diane Helscher. Mein Name ist Mark Spalleck. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Georgia Hamston.
Deutsche Produktion und Präaktion Mickey Sitch, Fabio Lautenschläger, Luca Kaduck, Alexander von Bagen, Julia Ilan, Su Holder ist heute Abend auch da. Wo bist du, Su? Da oben auch. und der Mann, der heute Nacht nur 3 Stunden geschlafen hat, weil er diese wunderbaren Visuals gemacht [gelächter] hast. Vielen Dank, Chris Guse. Vielen, vielen Dank.
Danke schön, dass ihr hier wart.
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