Wahre Verbrechen I Die Spur des Killers I True Cri...

Wahre Verbrechen I Die Spur des Killers I True Crime Dokumentation T

Wahre Verbrechen I Die Spur des Killers I True Crime Dokumentation 

Tatsächlich hat denn auch die Auktion ergeben, dass er ertrunken ist, obwohl sich in der Badewanne kein Wasser befand. Peter Köhler war im Endeffekt eine äh Künstlerseele, hat irgendwie äh seine Kunst gemacht, hat sich von Auftrag zu Auftrag äh gehangelt. Da wurde dann heftig Alkohol getrunken, was auch dazu führte, dass die beiden Männer, die da wohl der Stasi zugehörten, dann so betrunken waren, dass sie wohl etwas mehr erzählt haben, als sie hätten erzählen sollen.

Berlin im Sommer 1986. Der Kunstmaler Peter Köhler wird tot in seiner Wohnung gefunden. Erträngt in der eigenen Badewanne. Die Spuren der Täter führen hinter die Mauer nach Ostberlin und zum Staatssicherheitsdienst. haben hier Stasienten auf westdeutschem Boden gemordet. Der Berliner Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner begibt sich noch einmal auf die Spur eines der geheimnisvollsten Cold Cases der Berliner Kriminalgeschichte.

Das Besondere an dem Fall ist einfach, dass es über die Dauer des Falles, der Jahr von 1986 bis 2011 zog, es quasi irgendwie in unterschiedlichen deutschen Staatskonstellationen und so weiter sich abgespielt hat. ähm erst eben noch mit der Mauer dann in der Zwischenphase nach dem Mauerfall dann nach der Wiedervereinigung, dass die Stasiunterlagenbehörde äh eine Rolle spielt und die Erkenntnisse da, also insofern auch sehr viele äh geschichtliche Verwicklungen, die da eine Rolle spielen, das ganze so spannend und außergewöhnlich machen.

Dienstag, 12. August 1986. Eine Nachbarin von Peter Köhler sorgt sich um den Maler. Er wollte sich eigentlich bereits am Vormittag telefonisch bei ihr melden. Sie geht zu seiner Wohnung in der Münchenerstraße, um nachzusehen. Sie hat sich dann den Hausmeister gewandt, von dem sie wusste, der hat einen Schlüssel zu der Wohnung von Peter Köhler.

 Gemeinsam sind die beiden dann in die Wohnung hineingegangen und haben dann eben die Leiche von Peter Köhler in der Badewanne gefunden. Das Opfer ist vollständig bekleidet und liegt auf dem Bauch. Es ist kein Wasser in der Badewanne. Besonders rätselhaft, denn die Leiche muss im Wasser gelegen haben. Tatsächlich hat den auch die Obtion ergeben, dass er ertrunken ist, obwohl sich in der Badewanne kein Wasser befand.

 Das war dann auch der einer der ersten Einheitspunkte dafür, dass es sich nicht um ein Unfallgeschehen oder ähnliches handeln würde, sondern dass hier jedenfalls wohl eher von Fremd Schulden auszugehen ist, denn irgendjemand muss ja das Wasser aus der Badewanne abgelassen haben. Auf dem Esstisch stehen leere Sektläser und zwei geöffnete Sektflaschen.

 Peter Köhler muss am Abend zuvor Besuch gehabt haben. Ursprünglich stammt der Maler aus Gosla. Er hatte sich als freischaffender Künstler in Berlin auf Illusionsmalerei und Restaurierungen spezialisiert. In der Kunstszene kannte man Köler als Poppainter Peter. In seinem Keys fiel er vor allem auch durch seinen poppigen Kleinbus auf.

  Peter Köhler war im Endeffekt Künstlerseele, hat irgendwie seine Kunst gemacht, hat sich von Auftrag zu Auftrag gehangelt, hat also kein festes Einkommen, sondern lebte in den Tag hinein in Schöneberg auch möglicherweise deshalb, weil er selbst Schrul war und in Schöneberg natürlich auch hier eine große Schulszene insgesamt ist.

Auch das Zuhause von Peter Köhler spiegelt sein künstlerisches Talent wieder. Jeder einzelne Raum wurde von dem Maler ganz individuell gestaltet. Für die Spurensicherung des LKA Berlin ist die unübersichtliche Wohnung allerdings eine Herausforderung. Auf der Gästetoilette finden die Ermittler dann versteckt zwischen Zeitschriften einen Zettel.

 Es ist eine Notiz von Peter Köhler an eine Freundin. Die letzte Botschaft des Malers zeigt, dass er bereits in großer Bedrängnis gewesen sein muss. Peter Küller schreibt, er sei noch mal aufs Klo geflüchtet. Außerdem erwähnt er einen Mann von einer Firma namens Malerei Mitte. Dieser Mann habe ihm gesagt, er solle seine guten Kontakte in die USA pflegen.

Denke nicht daran. Mache Schluss mit dem Angebot. Freiheit ist wichtiger. Ich habe Angst. Drück mir die Daumen. Ich glaube, die wollen mich umbringen. Wer waren die letzten Besucher des Malers? Die Ermittler der fünften Mordkommission befragen Freunde und Bekannte von Peter Köhler. Schließlich steht fest, die vielversprechendste Spur zu den Tätern führt nach Ostberlin.

Peter Küller hatte einen ziemlich großen bekannten Kreis, ist auch immer ziemlich freimütig mit seinen Angeboten umgegangen. Insofern hat er auch in dieser Konstellation erzählt, dass er da etwas an der Angel hatte, einen dicken Fisch an der Angel hätte, einen großen Auftrag aus Ostberlin, der da äh möglicherweise äh im Raum steht.

Stein des Anstoßes für diesen Auftrag war offenbar eine Begegnung im Sommer 1986. Wer ist ja nicht an Aufträgen interessiert? August 86 ist Peter Köhler dann von einem Mann angesprochen worden, der angeblich auf seinen bunten Bus aufmerksam geworden ist und der hat ihn dann versucht zu ködern mit dem mit der Aussicht auf zahlreiche Aufträge in Rostlin.

 Äh da stand die 750 Jahrfeier Berlins kurz vor der Tür im nächsten Jahr. Deshalb wäre so die Behauptung hätte einen großen Restaurationsbedarf gegeben und damit eben auch für Peter Köder die Möglichkeit wel zu verdienen. Der Mann sagt er habe Kontakte zu dem Ostberliner Betrieberei Mitte. jenem Betrieb, den Köhler auch in seiner letzten Nachricht erwähnte.

Diese Firma könne Köhler lukrative Aufträge für Restaurierungsarbeiten verschaffen. Tatsächlich kommt es zu mehreren Treffen in Ostberlin. Peter Köhler nutzt den Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße und trifft sich mutmaßlich mit zwei Männern. Sie bestellen ihn zu einem Haus in der französischen Straße, nur wenige hundert Meter entfernt und geben sich als Mitarbeiter der Malerei Mitte aus.

Angeblich soll sich hier dieser Malerbetrieb Mitte befunden haben, der sein Auftraggeber sein soll, befand sich aber tatsächlich nicht hier, weil stattdessen [schnauben] befand sich hier ein Büro der Kunst und Antiquitäten GmbH und die Kunst und Antiquitäten GmbH war ein Ableger der kommerziellen Koordinierung in der DDR, also ein Ableger einer Institution unter der Leitung von Alexander Schlag Kolotowski ähm die sich auf die Fahen geschrieben hatte, Antiquitäten, die noch in der DDR vorhanden waren, ähm zu versilbern quasi

anstelle von Deviesen mit Antiitäten einen sehr umfangreichen Handel zu betreiben. Wollen die Männer Peter Köhler dazu bringen, für die DDR, Antiquitäten und andere Wertgegenstände im Ausland zu veräußern? Fest steht, Peter Köhler ahnt zu diesem Zeitpunkt weder, dass die Männer gar nicht für die Malerei Mittearbeiten, noch dass der Betrieb tatsächlich gar nicht existiert.

  Peter Küller hatte irgendwie Beziehungen in USA, hatte auch die ganze Zeit überlegt, möglicherweise auch dauerhaft seinen Wohnsitz nach Charleston und Lisiana zu verlegen. hatte da auch schon ab und zu Aufträge vorgenommen und deshalb, so ist eben die Vermutung, hatte die Stin Interesse daran über Peter [schnauben] Köhler dann quasi ihre Kontuen.

Die Männer umwerben den Kunstmaler weiter und zeigen ihm zahlreiche historische Gebäude im Herzen von Ostberlin, wo Restaurierungen stattfinden sollen. Sie kommen mit ihm auch hierher zum Palais am Festungsgraben, dem damaligen Haus der deutschowsischen Freundschaft. Er war wohl auch beeindruckt von dem Arbeitsvolumen, das auf hinzu kommen würde.

 Bis dahin waren war er zwar durchaus immer beschäftigt, aber das war eher so eine Vita, dass sich von Job zu Job gehangelt hat und auf einmal gab es eben sozusagen die Möglichkeit wirklich mal gesichert äh eine große Menge Geld zu verdienen oder eben über Antiquitäten irgendwie an Geld zu kommen, auch mit der Option dann äh in die USA auszuwandern und das Geld dann da ausreichen würde.

 Also es war wohl so ziemlich der größte Auftrag, den er da bislang irgendwie in Aussicht hatte. Peter Köhler erklärt sich zu weiteren Treffen in Ostberlin bereit. Am 8. August 1986 führen die beiden Männer Köhler in das Nobellokal Garim aus. Damals ein bekannter Treffpunkt für DDR Prominenz und Stasigrößen. Nachdem man das Restaurant verlassen hatte, ist man wohl eine andere Kneipe weitergezogen und da wurde dann heftig Alkohol getrunken, was auch dazu führte, dass die beiden Männer, die da wohl der Stasi zugehörten, dann so betrunken

waren, dass sie wohl etwas mehr erzählt haben, als sie hätten erzählen sollen. Was genau da gesprochen wurde, war letztlich nicht klar. können wir nach wie vor nicht rekonstruieren. Es führte aber jedenfalls dazu, dass äh Peter Köhler dann tatsächlich Sorge hatte, wie es weitergehen könnte, auch irgendwie zwei Tage später in einem Brief an einen Bekannten geschrieben hatte, hätte da jetzt Sachen erfahren, die möglicherweise gefährlich für ihn werden könnten.

Trotz der Bedenken Peter Köhler hält an dem vermeintlichen Auftrag aus Ostberlin weiterhin fest. Bloß, ich habe eine panische Angst. Wir werden letztlich auch noch spekulieren können, was ih jetzt dazu veranlasst hat, äh da nicht die Reißleite zu ziehen, verschiedene Aspekte. Insgesamt war er ein relativ gutgläubiger Mensch, der vielleicht auch einfach noch darauf vertraut hat, dass es schon irgendwie noch gut gehen wird.

 Und wir haben auch Einhalspunkte dafür, dass tatsächlich äh die DDR schon in Vorleistung getreten war, dass also schon ein paar Antiquitäten dann bekommen hatte als Vorauszahlung für die späteren Aufträge und sich dann möglicherweise aufgrund dessen verpflichtet fühlte äh da bei der Stange zu bleiben. Eine Bekannte des Malers berichtet den Ermittlern.

 Die Männer aus Ostberlin wollen den Vertrag für die Restaurierungsarbeiten am 11. August 1986 in Kölers Wohnung in der Münchner Straße unterschreiben. Vermutlich am frühen Abend müssen die späteren Mörder hier eingetroffen sein. Die Theorie der Ermittler: Die Männer offenbarten Köhler an diesem Abend ihre wahren Absichten.

 Doch der Maler weigert sich in den USA Deviesen für die DDR zu beschaffen. Letztlich hat dann in diesem Gespräch Peter Köhler wohl kalte Füße bekommen. hat dann noch die Gelegenheit ähm genutzt, auf Toilette zu gehen und hat dann auf der Toilette einen Zettel hinterlassen, dass er irgendwie befürchtet, äh dass er hier möglicherweise sogar umgebracht werden könnte, dass er gerade Dinge erfahren hätte, die er nicht wissen sollte und dass er irgendwie in Gefahr sei.

 Ähm und wahrscheinlich ist dann eben kurz danach die Situation mit den beiden Männern eskaliert und er ist dann eben auch tatsächlich umgebracht worden. Der Zettel, den Peter Köhler bereits in großer Bedrängnis geschrieben haben muss und auf der Toilette versteckt hat, wird zu einem wichtigen Beweisstück. Fast alle wichtigen Spuren führen nach Ostberlin.

Die Ermittler rennen mit ihren Bemühungen im Sommer 1986 wortwörtlich gegen eine Mauer. Man kam da nicht weiter, man hatte da keine Kontakte, man hatte keinen Zugang. Man hat versucht z.B. über die Nachrichtendienste und so weiter so ein paar Informationen zu bekommen, um das ungefähr einzuschätzen, aber letztlich versandte das alles ähm an dieser Stelle und man kam nicht weiter.

Nach dem Mauerfall im November 1989 nehmen sich die Ermittler den Mordfall Köhler dann noch einmal vor. Trotzdem hatten wir die komplett bizarre Situation, dass es eben formal ja noch ein anderer Staat war. Das musste alles in einem formalen Rechtshilfeweg ablaufen. Das musste also immer quasi ähm über das Auswärtige Amt, über die Justizministerien und so weiter Auskunseruchen gestellt werden, die DDRbehörden gebeten werden, doch bitte für uns tätig zu werden.

 Und das war dann entsprechend auch trotz der ersten Eindrücke, die man gewonnen hat, dann in der [schnauben] Anfangsphase dann doch sehr zäh. Nach der Wiedervereinigung hofft die fünfte Mordkommission mit Hilfe der Stasiunterlagenbehörde weiterzukommen. Doch auch dort findet sich zunächst keine Spur, die zu den Mördern von Peter Köhler führt.

Im November 1991 stellen die Berliner Ermittler den Fall in der ZDF Verhandlungssendung Aktenzeichen XY ungelöst vor. Die Hoffnung Mitwisser aus der ehemaligen DDR könnten sich nach der Ausstrahlung melden. Es handelt sich ganz offensichtlich um Tarnahmen, die vermutlich der Stadt Es sind eine ganze Reihe von Hinweisen eingegangen.

 tatsächlich aber keine wirklich Zielführenden ähm die das irgendetwas zur Hellung des Sachins beigetragen hätten auffällig war und hat quasi zumindest so vom Bauchgefühl her äh diese Stasiese noch etwas verstärkt, dass dann als bei der Berliner Polizei die Hinweistelefone geschaltet worden sind, es eine auffällig hohe Zahl von Anrufen gab, in denen einfach nur geschwiegen wurde und aufgelegt wurde.

Dieses Aufkommen war wirklich außergewöhnlich, so dass man auch da letztlich die Vermutung hat, da sollten Leitungen blockiert werden oder etweige Hinweisgeber, die tatsächlich etwas zu sagen gehabt hätten, entmutigt werden, weil sie nicht durchgekommen wären oder ähnliches. Ein Anruf führt die Ermittler zurück zur Kunst und Antiquitäten GmbH, jenem DDRUnehmen in der französischen Straße, zu dem Peter Köhler damals bestellt wurde.

 Der Generaldirektor der Firma meldet sich mit einer Beschwerde, der den Eindruck hatte, dass er durch den XY Beitrag in ein falsches Licht gerückt worden sei, in Verbindung mit einem Mord gebracht worden sei, die Kunst und Antiquitäten GmbH und sich darüber sehr am Telefon emphört hat, auch darüber, dass man ihn nicht irgendwie schon vorher vernommen hätte.

Und das hat man dann auf jeden Falls Zeit danach geholt. Der hat dann auch ein bisschen was erklären können dazu, ähm, dass auch insgesamt aus der Kunst und Antiquitäten GMHs nur drei Leute, neben ihm noch zwei hochrangige Mitarbeiter gewesen sind, die überhaupt die Reisebefugnis gehabt hätten, also zum sogenannten Reisekader gehörten.

Der Generaldirektor und seine Mitarbeiter werden eingehend vom LKA Berlin überprüft. Als Täter im Fall Peter Köhler scheiden sie aus. In den nächsten Jahren wird der Mord an dem Kunstmaler zum Coldase. Material für einen DNA Abgleich wird an den Aerwaten nicht gefunden. 20 Jahre nach der Tat werden in den Unterlagen der Stasi Hinweise auf zwei Männer gefunden, die mit Peter Köhler zu tun gehabt haben könnten.

2009 kam tatsächlich einen Hinweis von der Stasiun Unterlagenbehörde, dass es eben zwei Personen Vater und Sohn gab äh die bei der Stasiät gewesen sind. Also insofern hat man sich die beiden genauer angeguckt, schien auch auf den ersten Blick zumindest sozusagen von äh der Nähe und so weiter dazu zu passen.

 Ähm war aber letztlich auch nicht zielführend. Das konnte dann auch nachvollzogen werden, dass die beiden zwar für die Stasi tätig waren, allerdings eben in einem komplett anderen Bereich und auch jedenfalls für solche Einsätze wie ähm eine Person in Westberlin zu ermorden dann tatsächlich nicht eingesetzt worden sind.

Die bislang letzte heiße Spur im Fall des getöteten Berliner Kunstmalers Peter Köhler erlischt. Vermutlich können Jahrzehnte nach der Tat nur noch Hinweise von Mitwissern zur Aufklärung führen. Im Anschluss an diese Geldübergabe war es dann so, dass es in eine in die Kammer geschupst hat.

 In der Kammer befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits ihr Ehemann schwerst verletzt. Die von dem Verstorbenen äh hat letztlich gezeigt, dass der Multiple Verletzungen hatte, äh Prellungen, Heimatome von oben bis unten im Prinzip. Letztlich und das ist ja das ist erstaunlich an dem Fall äh ist es ja so, dass die Männer, die haben sich zusammengetan in Rumänien in der festen äh Absicht jetzt äh Richtung Westeuropa zu fahren und dort äh einfach einzubrechen und wenn möglich ä nötig aus deren Sicht ä Gewalt anwenden. Und das war eigentlich

für uns ja was ganz was Neues. Man sagt, die ziehen jetzt los und äh starten da solche Serien. Bilder der bayerischen Polizei zeigen die Tatwerkzeuge eines Gewaltverbrechens. 2015 hat es ganz Süddeutschland in Angst und Schrecken versetzt. Markus K kostet es sogar das Leben. Roberto Rossi hat die Mörder bis ins Ausland gejagt.

 Für den Kriminalisten bleibt diese brutale Tat wie wenige andere Verbrechen in Erinnerung. Ganz prant von diesem Fall ist mir im Gedächtnis die Situation, die ich hatte äh als ich äh nach 5 Tagen Spurensuche das erste Mal den Tatort selber betreten konnte. Äh, vorher hatte ich nur Bildmaterial, aber dann im Original der Anblick, der bleibt mir sehr im Gedächtnis.

Es ist der 6. September 2015 in der kleinen Ortschaft Meiling im Landkreis Starnberg in Bayern. Ein Zeitungsausträger hört aus diesem Haus, das etwas außerhalb liegt, ein Wimmern und Klopfen. Der Mann ruft die Polizei und die Beamten machen vor Ort nun folgende Meldung an ihre Kollegen, dass das ganze Haus doch wüd ist, dass da offensichtlich Einbrecher zu Werke waren und äh ja es mit einem mit einer getöteten Person zu tun haben und einer schwerverletzten.

Für Markus K kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt in der Besenkammer. Seine Frau Irngard ist schwer verletzt. Sie wird sofort ins Krankenhaus gebracht und kann der Polizei von einem Überfall berichten. Die Frau konnte sich erinnern, dass ihr erster Kontakt zu den Tätern im Prinzip so aussah, dass äh sie im Bett lag, äh dort einen Vorschlag ins Gesicht bekam, ähm der Täter sie dann aus dem Bett gezerrt hat, zu Boden gebracht hat und ihr dort mehrere Fußritte verpasst hat.

Anschließend hat er nach Geld gefragt. Äh sie ist dann zusammen mit ihrem Peiniger ins Wohnzimmer gegangen in eine Kommode, zu einer Kommode und hat er letztlich dann dort äh Geld rausgeholt und ihm übergeben. Und im Anschluss an diese Geldübergabe war es dann so, dass er sie in eine in die Kammer geschupst hat.

 In der Kammer befand sie zu diesem Zeitpunkt bereits ihr Ehemann schwerst verletzt. Daraufhin sind die Eheleute sage und Schreibe mehr als 50 Stunden in der Besenkammer eingesperrt. Hier erliegt Markus K nach stundenlangem Todeskampf, seinen zahlreichen Verletzungen. Die Obduktion von dem Verstorbenen hat letztlich gezeigt, dass der also multiple Verletzungen hatte, äh Prellungen, Hematome von oben bis unten im Prinzip.

 Äh und es wurde also festgestellt, dass also mindestens zölf mal mit äh länglichen Gegenständen, also spricht, dass der Eisenstange benutzt worden ist und äh Gartenzorlatten benutzt worden sind. Die Tatwaffen können vor Ort sichergestellt werden. Die Arbeit der Kriminaltechniker dauert ganze 5 Tage und kann etliche Beweise hervorbringen.

Unter anderem wird festgestellt, dass Schmuck und Bargeld aus dem Haus entwendet wurden. Bei der Spurensicherung war es so, dass wir sowohl im Außenbereich als auch im Innenbereich äh Vielzahl von Spuren sichern konnten. Äh, das geht bei Fingerspuren, äh DNA also im ganzen Haus waren Blutspuren zu sichern. In der Zwischenzeit kann Irmgard K im Krankenhaus weitere Details rund um die Tat berichten.

 Dabei macht sie auch interessante Angaben, was einen Tag vor dem Überfall passiert ist. Die Frau konnte vom Vortrag erzählen, dass gegen 19 Uhr ein Mann mit äh einem Wasserkanister äh am Anwesen war und gefragt hat, ob er Wasser bekommt. Ihrem Eindruck noch war es so, dass der Mann am Gartenzorn dann letztlich ja komisch bzw.

 nach ihrem dafür halten verdächtig in den Garten geschaut hat. Bringt das die Ermittler auf eine entscheidende Spur? Zunächst muss Kommissar Rossi den kompletten Tathergang akribisch festhalten. Grundsätzlich ist es dann so, wenn wenn so ein Fall äh passiert, dann äh gibt’s natürlich entsprechende ja Meldeverpflichtungen und äh dann ist es im Prinzip so, dass ä Fall bundesweit dann an die Kriminalpolizeiinspektionen äh gesteuert worden ist äh mit der Bitte oder die Fragestellung, gibt’s ähnliche Fälle, wo sind ähnliche Fälle bekannt? Daraufhin erhält Roberto Rossi einen

Anruf von einem Kollegen aus Erlangen. Der wiederum macht ihn auf eine Ermittlung in Österreich aufmerksam. Die Kollegen in Irlangen wussten bescheid um den Umstand, dass die österreichischen Kollegen vom LKA in Niederösterreich an einer Bande dran sind. Äh, die haben also einen Rab eine Rabserie bearbeitet, äh wo es also mehrere äh Theat Delikte.

Sofort setzt sich Rossi mit den Behörden in Österreich in Verbindung. Tatsächlich handelt es sich offenbar um dieselben brandgefährlichen Täter. Ab jetzt arbeiten die Dienststellen zusammen. Rossi und sein Team starten eine großelegte Aktion, bei der alle Autofahrer auf einer Verbindungsstraße, die direkt am Tathaus liegt, zum Tattag befragt werden.

 Und tatsächlich findet sich dadurch ein aufmerksamer Bürger, der Autos fotografiert hat, weil sie ihm verdächtig vorkamen. So haben die Ermittler zwei Kennzeichen, die sie überprüfen können. Doch noch bevor das zu neuen Erkenntnissen führt, erhält Rossi aus Österreich die Erfolgsmeldung, dass die Bande festgenommen werden konnte.

 Es handelt sich um sieben Rumänen. Aufgrund ihrer gedrungenen Körpergröße werden die Männer die Froschbande genannt. Was wir von der Festnahme erfuhren äh war natürlich erste mal große Erleichterung äh weil wir hatten ja doch schon einen ziemlichen Druck ähm was das angeht. Äh und äh ja letztlich waren wir froh, dass wir die Mitteilung bekommen haben und wir waren uns eigentlich sicher, dass wir an den richtigen dran sind.

Noch in der Untersuchungshaft können auch die deutschen Ermittler die Verdächtigen vernehmen und sie erhalten Teilgeständnisse. Letztlich und das ist das erstaunliche an dem Fall ist es ja so, dass die Männer, die haben sich zusammengetan in Rumänien im festen im festen in der festen Absicht jetzt äh Richtung Westeuropa zu fahren und dort äh einfach einzubrechen und wenn möglich äh oder wenn nötig aus der Sicht äh äh Gewalt anwenden und Das war eigentlich für uns ja was ganz was Neues. Sagt die ziehen jetzt los und äh

äh starten da solche Serien. Im Fall Meiling eskaliert die Gewalt total. Markus K muss wegen 4500 € Beute sterben. Um die Männer vor Gericht zu bringen, ermitteln Rossi und sein Team weiter. Unter anderem können sie dieses Foto einer Überwachungskamera sichern. Es zeigt zwei der Täter nach dem Mord in Bayern auf dem Weg zurück nach Österreich an einer Raststätte.

Außerdem gelingt es einen achten Mann ausfindig zu machen. Alles in allem die Teilgeständnisse, die Fingerabdrücke und viele Beweise mehr reichen für eine Verurteilung vor dem Münchner Landgericht. Also letztlich sind die Männer hier in München verurteilt worden zu Freiheitsstrafen, zuur lebenslänglichen Freiheitsstrafen in sechs Fällen und in zwei Fällen.

 Das waren also dann die Fahrer zu jeweils 13 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Hinzuommen ebenfalls hohe Haftstrafen in Österreich von bis zu 20 Jahren. Die Täter werden wohl kaum mehr auf freien Fuß kommen können. Auch Jahre nach der Tat bewegt Kommissar Rossi noch das Schicksal von Markus K. und seiner überlebenden Ehefrau. Ich wünsche der Frau alles alles Gute, dass es ihr dann jetzt irgendwann mal wieder besser geht, äh auch was zunächst einmal das körperliche angeht, aber insgesamt äh und vor allen Dingen das seelische Zustand, dass sich der wieder

bisschen bessert da. V alle Fälle. Selten hat Kommissar Rossi eine so eskalierende Gewalt gesehen. Er ist erleichtert, dass es gelungen ist, die kaltflütigen Täter hinter Gitter zu bringen. Der Anruf wurde von Anfang an sehr ernst genommen, weil die Eltern ihr Kind als sehr sehr pünktlich und sehr sehr zuverlässig beschrieben haben.

die lag in Bauchlage und hatte eben erhebliche Verletzungen am Kopf. Äh und es waren auch sichtbare Verletzungen am Hals vorhanden. Für mich persönlich äh war es äh ja eine ganz besonders schwierige Situation, äh weil ich selbst noch nicht allzu lange im Dienst war, auch vom Lebensalter her noch relativ jung war.

Im Zuge der Ermittlung ist sicherlich mal die eine oder andere Person enger in den Tatverdacht geraten, aber konkrete konkrete Hinweise gab es eigentlich nicht. Die Leiche einer getöteten 14-jährigen Schülerin. Fotos der Kripo Wolfsburg aus den 80er Jahren dokumentieren den grausamen Fund. Der damals junge Kommissar Michael Banser hat hier ermittelt.

 Damals ahnte er noch nicht, dass der Fall deutsche Kriminalgeschichte schreiben wird. Ja, es war damals äh ich war noch junger Polizeibeamter. Es war ein ja schockierender Anblick, ne, dieses dieses junge Mädchen da halt Tor zu sehen. Es ist der 18. Juli 1983. Die 14-jährige Kerstin We kommt an diesem Tag nicht nach Hause.

 Ihre Eltern machen sich Sorgen und melden die Schülerin als vermisst. Der Anruf wurde von Anfang an sehr ernst genommen, weil die Eltern ihr Kind als sehr sehr pünktlich und sehr sehr zuverlässig beschrieben haben, sodass von hier aus sofort die ersten Suchmaßnahmen koordiniert worden sind. Die Polizei Wolfsburg mobilisiert umgehend alle verfügbaren Helfer.

 Die ganze Nacht wird nach dem Mädchen gesucht. Am nächsten Tag finden die Beamten in einem Waldstück das vermisste Mädchen. Der nackte, übel zugerichtete Körper der 14-jährigen liegt tot im Gras. Das Mädchen war bei Auffinden unbekleidet. Sie lag in Bauchlage und hatte eben erhebliche Verletzungen am Kopf.

 Äh und es waren auch sichtbare Verletzungen am Hals vorhanden. Die Auffinde Situation ließ natürlich sofort den Schluss zu, dass es sich um einen Sexualdelikt handelt, denn der Leichnam war unbekleidet. Also von daher musste man zwingend von einem Sexualdelikt ausgehen. In der Nähe von Kerstin Wes Leiche wird auch ihr Fahrrad gefunden.

 Während Michael Banse und seine Kollegen unter Hochdruck nach dem Täter suchen, kommen aus der Rechtsmedizin die Ergebnisse der Obduktion. Kerstin wurde missbraucht und erwirkt. Auch eine Spermaspur konnten die Gerichtsmediziner sichern. Ein Schock für die Eltern. Doch auch. Der damals junge Ermittler hat so etwas bisher noch nicht gesehen.

Für mich persönlich äh war es äh ja eine ganz besonders schwierige Situation, äh weil ich selbst noch nicht allzu lange im Dienst war, auch vom Lebensalter her noch relativ jung war und äh es ist sicherlich schon belastende Situation. Die Ermittlungen verlaufen äußerst kompliziert. Der Täter hat am Tatort keine Spuren hinterlassen.

 Auch das Kleid, das Kerstin am Tag ihrer Ermordung trägt, bleibt verschwunden. Die Mordermittler entschließen sich, die Öffentlichkeit einzuschalten, um Hinweise auf den Mörder zu bekommen. Im Zuge der Ermittlung ist sicherlich mal die eine oder andere Person enger in den Tatverdacht geraten, aber konkrete konkrete Hinweise gab es eigentlich nicht.

Ein Jahr ergebnisloser Ermittlungen vergeht, als in der Nähe plötzlich wieder eine junge Frau verschwindet. Die 24-jährige Petra P aus Braunschweig hat am 26. Juli 1984 einen Zahnarzttermin, bevor sie ihre Eltern in Wolfsburg besuchen will. An dieser Bushaltestelle hätte sie ankommen müssen.

 Die Haltestelle Raststätte befindet sich in Wolfsburger Süden am Rande eines kleinen Waldes. Genau hier verliert sich Petras Spur. Für uns gab es zwischen den beiden Fällen Kerstin W und Petra Pallelen, die letztendlich auch darin begründet waren, dass eben diese Bushaltestelle, an der Petra P hätte ankommen müssen, nur wenige 100 Meter vom Tatort auf der anderen Straßenseite entfernt war.

sodass wir auch in diesem Bereich äh des Stadtwaldes großartige Suchaktionen gestartet haben. Die Ermittler haben den Verdacht, dass Petra P dem gleichen Unbekannten zum Opfer gefallen ist, wie die 14-jährige Kerstin W ein Jahr zuvor. Doch so sehr sich Ban und sein Team auch bemühen.

 Sie können Petra P nicht finden. Natürlich gingen wir davon aus, dass wir möglicherweise es mit einem Serienentäter zu tun haben, denn Parallelen in beiden Fällen waren ja durchaus vorhanden. Und was noch ganz deutlich war, dass es eh sich eben um die gleiche Tatzeit handelt. Es war wieder Sommer, es war waren wieder Schulferien und wir hatten hier in Wolfsburg, was hier für die Stadt Wolfsburg damals äh ein wichtiger Faktor gewesen ist, wir hatten wieder Werksferien.

Hatte ein VW Mitarbeiter etwas damit zu tun? Die Ermittler konzentrieren sich nun auf die Angestellten des Autokonzerns. Im Zuge der Ermittlungen sind äh viele Personen überprüft worden und äh sodass sicherlich auch Mitarbeiter aus dem VW-Werk sich haben äh Überprüfung unterziehen müssen.

 Äh aber in irgendwie einen engerener Kreis von Tatverdächtigen ist aber niemand geraten. Die Lage scheint aussichtslos. In ihrer Verzweiflung wenden sich Michael Banze und sein Team an das ZF. Durch eine Verhandlung in der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst hofft die Gripo Wolfsburg auf brauchbare Hinweise. Sie bearbeitet zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen.

 Einmal den Mord an einer 14-jährigen Schülerin, zum anderen das spurlose Verschwinden einer 24-jährigen Studentin. Mit allen bekannten Spuren werden beide Fälle in der Sendung aufgearbeitet. Auch die letzten Stunden im Leben der beiden getöteten werden rekonstruiert, um einen Hinweis auf den Täter zu bekommen. Und tatsächlich nach der TVstrahlung gehen bei der Kripo Wolfsburg unzählige Hinweise ein.

Am 14.1. 85 meldete sich eine Zeugin, die berichtete, dass im Nachgang an das Tötungsdelikt zum Nachteil der Kerstin Weh, dass sie einen jungen Mann beobachtet hat an den Folgetagen, der mit seinem Moer jeweils an diesem Tatort lang fuhr. Die Zeugin kennt den jungen Mann. Er arbeitet in dieser Behinderten Werkstatt.

 Es handelt sich um den 19-jährigen Günther K. Ban überprüft den Mann. Der junge Mann wurde von erfahrenen Kollegen hier aufgesucht und schon bei der ersten Befragung hatten die Kollegen so ein ungutes Gefühl, so das Gefühl, dass mit diesem jungen Mann irgendwas nicht stimmen konnte könnte, weil weil er sich auffällig verhielt.

 Der war auffällig nervös. Das seltsame Verhalten macht die Beamten stutzig. Sie nehmen Günther K. zur Vernehmung mit aufs Revier. Günther K hat den Mord gestanden, nachdem er zunächst äh von dem Geschehen gar nichts wissen wollte, dann Einzelheiten zugegeben hat und letztendlich die Tat im Detail tatsächlich gestanden hat. Offenbar hat der Tischlerle Lehrling aus sexuellen Motiven gemordet und dann passiert etwas, mit dem niemand gerechnet hat.

 Der Mann sagt aus, er habe auch die vermisste Studentin Petra P getötet. Original Tonaufnahmen aus seinem Geständnis. sagt, ne? Hat ich jetzt hier so wegenrecht erst hatte ich auch dann auch mal so gesagt, ich bringe mich um. Doch die Aussagen von Günther K decken sich nicht mit den Ermittlungsergebnissen.

 Immer wieder verstrickt er sich in Widersprüche. Gerade auch, weil er keinen Ort nennen kann, an dem er die Leiche versteckt hat, glaubt er mit Labanse, dass sein Geständnis frei erfunden ist. Ich glaube, es ist nicht ganz untypisch, dass dass äh solche Täter meinen, sie müssten dann auch noch mehrere Taten gestehen.

 Äh in der Literatur kann man sowas häufiger auch mal nachlesen, dass sowas schon vorgekommen ist. Es kann viele Gründe haben. Entweder wollte er sich wichtig tun oder den ermittelten Beamten ein gefallen tun oder das lässt da kann man letztendlich nur spekulieren. Wegen Mordes an Kerstin We wird Günther K zu 8 Jahren Jugendarrest verurteilt.

Was mit der verschwundenen Petra P geschehen ist, können Ban und seine Kollegen nicht aufklären. Sie wird 1989 für Tod erklärt. Doch 31 Jahre später sorgt ein Routineeinsatz in einer Wohnung in Düsseldorf für eine Sensation. Die Wohnungsmieterin, die ja eigenartige Angaben zu ihrer Person machte.

 Daraufhin sind diese Personaldaten überprüft worden und es stellte sich raus, äh, dass es sich um die ja Petra Pandelt, die eben zu diesem Zeitpunkt schon seit 31 Jahren vermisst gewesen ist. Die für tot erklärte Frau hatte sich all die Jahre versteckt und eine andere Identität angenommen. Für Michael Banse und sein Team einzigartiger Fall.

Das ist natürlich eine Konstellation, die ist absolut spektakulär äh und eben aus dem Grunde auch ganz ganz besonders in seinem polizeilichen Leben. Ich habe also meinen fast 40 Dienstjahren so etwas nie wieder erlebt. Durch hartnäckige Ermittlungen und einen kleinen Zufall kann Kommissar Michael Banse die Akte nun schließen.

 Doch vergessen wird er diesen Fall wohl nie. Achtung, die Schilderungen von Verbrechen in diesem Podcast sind teilweise extrem explizit und können verstörend wirken. Diese Folge enthält detaillierte Darstellungen von brutalen Morden, Tierquellerei und anderen gewalttätigen Handlungen, außerdem Schilderungen von Gewalt und sexuellen Übergriffen.

 Der Inhalt kann daher retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Diese Folge ist für sensible Personen ungeeignet und dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Natalia Ilenko aus dem Schlaf gerissen. Sie schaut aus dem Fenster.

 Der Himmel war noch dunkel und die Vögel waren noch nicht zu hören. Aber irgendetwas stimmte nicht. Sie konnte nur noch nicht genau sagen, was es war. Dann wurde es ihr klar, es war still in ihrem Haus, in der ukrainischen Stadt Dinpretrowsk zu still. Als sie auf den Flur trat, wusste sie warum.

 Ihre erwachsene Tochter Je Katharina war letzte Nacht nicht nach Hause gekommen. Die junge Frau hatte eine Freundin zum Abendessen eingeladen und angeboten, sie nach Hause zu begleiten. Obwohl sie unabhängig war, zeigte sie immer Verantwortungsbewusstsein. Sie hätte ihre Mutter informiert, wenn etwas dazwischen gekommen wäre. Natalia versuchte ruhig zu bleiben und überprüfte ihr Handy auf Nachrichten.

 Es war keine einzige eingegangen. Ihre Sorge wuchs, als sie in ihre Schuhe schlüpfte und sich einen Mantel über den Schlafanzug warf, bevor sie nach draußen ging. Sie erstarrte auf der Straße. Drei Frauen standen um eine dunkle, zusammengekauerte Gestalt herum, die nur wenige Meter entfernt lag. “Das musste ein Albtraum sein”, sagte Natalia zu sich selbst.

 Sie konnte unmöglich wach sein. Aber als sie näher kam, wurde ihr klar, dass sie nicht träumte. Die reglose Gestalt ähnelte ihrer Tochter fast, nur bewegte sie sich nicht und ihr Kopf, er sah seltsam aus und war voller Blut. Hallo, mein Name ist Max Spalleg und ich begrüße euch zu Serienkiller Mörder und ihre Geschichten.

 Dieser Podcast wird von Bose Park Productions produziert und basiert auf einem Spotify Original. Wir veröffentlichen neue Folgen jeden Donnerstag. Vielen Dank übrigens für eure zahlreichen Kommentare und ich bin Diane Helscher. Unser Podcast befasst sich mit den berüchtigsten Serienkillern der Welt und ist kostenlos auf allen Podcast Plattformen verfügbar.

 Abonniert uns, damit ihr keine neue Folge verpasst. Heute befassen wir uns mit dem beunruhigenden Fall der ukrainischen Serienmörder Victor Sayenko und Igor Soprunuk. Sie ermordeten innerhalb eines einzigen Monats 21 Menschen. Wir werden untersuchen, wie die tödliche Verbindung zwischen Zayenko und Zuprunuk durch ihre gemeinsamen Phobien gestärkt wurde und wie ihre Grausamkeit im Teenageralter eskalierte.

 Außerdem werden wir darüber sprechen, wie Ihr brutalster Mord im Internet viral ging. Jeder hat Ängste und das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Unser Kampf oder Fluchtinstinkt kann uns auf potenzielle Bedrohung aufmerksam machen und uns Zeit geben entsprechend zu reagieren. Aber manche Ängste sind nützlicher als andere.

 Wenn wir älter werden, lernen die meisten von uns zwischen Monstern unter dem Bett und echten Gefahren zu unterscheiden. Allerdings lernt nicht jeder mit Angst auf gesunde Weise umzugehen und wenn diese Bewältigungsmechanismen unkontrolliert bleiben, können sie destruktiv werden. Manchmal kann ein ganzer Teil der Gesellschaft von intensiver Angst und Paranoia erfasst werden.

 Dies war in den 1980er Jahren der Fall, als der jahrzehntelange kalte Krieg seinen Höhepunkt erreichte. Die ODSSR befand sich in der Endphase ihres Zusammenbruchs. Die ständige Bedrohung durch einen Angriff der USA ließ langsam nach, aber das Leben der Sowjetbürger blieb hart. Lebensmittel waren knapp und die Ressourcen begrenzt.

1986 wurde die Nation von einer Katastrophe erschüttert. Dutzende Menschen starben bei einer verheerenden Explosion im Kernkraftwerk Ternobyl in der Ukraine. Die Auswirkungen hatten weitreichende physische und psychische Folgen für die Bevölkerung. Victor Sayenko und Igus Soprunuk wurden zwei Jahre später in diese Welt hineingeboren.

Sie kam 1988 im Abstand von nur einem Monat in Dnipro zur Welt, das damals noch Dnipro Petrowsk hieß und eine der größten Städte der Ukraine war. Während des kalten Krieges war Denipro Petrowsk ein wichtiges Zentrum für die Weltraum und Verteidigungsprogramme der UDSSR. Nach der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991 blieb die Stadt ein Industriezentrum.

Für Jungen wie Sayenko und Suprunuk, die aus wohlhabenden Familien stammten, war es ein lebendiger Ort zum aufwachsen. Sayengos Vater arbeitete als Anwalt, während Suprunniuks Vater Testpilot bei einer staatlichen Fluggesellschaft war. Er kannte sogar Leonid Kutschmer persönlich und hatte ihn schon mal als Passagier in seinem Flugzeug.

 Kutschmer war Ingenieur und wurde später der zweite Präsident der Ukraine. Obwohl Suproniuk noch ein kleiner Junge war, spürte er wahrscheinlich, dass sein Vater in einflussreichen Kreisen verkehrte. Dennoch hatte Soponio gewisse Ängste. Vor allem die Höhenangst machte ihm zu schaffen. Diese Gefühle waren ihm wahrscheinlich peinlich.

 Er wollte vielleicht selbstbewusst und stark wirken wie sein Vater. Vielleicht versuchte er deshalb seine Ängste zu verbergen, indem er Adolf Hitler zu seinem Idol machte. Zroniuk verkündete jedem, der es hören wollte, seine Bewunderung für Hitler. Es erfüllte ihn mit Stolz, dass er genau wie Hitler am 20. April Geburtstag hatte.

Die UDSSR war eine der wichtigsten verbündeten Mächte bei der Niederlage Naziutschlands im Zweiten Weltkrieg gewesen. Offene Bewunderung für Hitler war daher in der Ukraine gesellschaftlich inakzeptabel. Aber das war Suprunuk egal. Er fühlte sich von Hitler und den nationalsozialistischen Ideen angezogen. Wahrscheinlich übernahm er auch die Idee, dass manche Menschen weniger wert sein als andere.

 Es ist möglich, dass dieser Glaube ihn aufgrund seiner eigenen Ängste ansprach. Seit dem Zweiten Weltkrieg wird über den vermeintlichen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Ängsten und rechtem Nationalismus diskutiert. Obwohl wirtschaftliche Unsicherheit nicht der einzige Faktor ist, zeigen Untersuchungen, dass fremdenfeindliche Einstellungen in Rezessionszeiten zunehmen.

 Deutschland wurde von der Weltwirtschaftskrise hart getroffen, was zu Wut und Frustration in der Bevölkerung führte. Die Nazis erkannten dies und nutzten die weit verbreitete wirtschaftliche Angst zu ihrem Vorteil. Sie brandmarkten Juden und andere Randgruppen als Parasiten, die für die Probleme des Landes verantwortlich sein. Obwohl Soprunnuk in privilegierten Verhältnissen aufwuchs, könnte diese Botschaft ihn angesprochen haben, dass nicht er selbst für seine Ängste verantwortlich sei, sondern andere.

Diese Einstellung kam bei seinen Mitschülern gut an. Vermutlich auch wegen seiner nationalsozialistischen Ansichten hatte er in den ersten Schuljahren kaum Freunde. Er war jedoch nicht ganz allein. Suproniuk war in derselben Klasse wie Saenko und sie waren beide imselben Viertel aufgewachsen.

 Ihre Wege hatten sich jedoch erst in der Grundschule gekreuzt. Oberflächlich betrachtet waren die beiden Jungen wie Tag und Nacht. Suproniuk war zurückgezogen, isoliert und neigte zu Wutanfällen. Er war dafür bekannt, sich mit Klassenkameraden zu streiten. Sayenko hingegen war ein Musterschüler, genau wie sein bester Freund Alexander Ganzer.

Aber als Sayenko und Alex zu Pronjuk trafen, entstand eine ungewöhnliche Verbindung zwischen den dreien. Trotz seiner nach außen zur schauestellten Arroganz und seiner einflussreichen Familie brodelte Suprunuks innere Unruhe unter der Oberfläche. Er vertraute seinen neuen Freunden seine vielen Sorgen an.

 Dabei stellten er und Zenko fest, dass sie beide unter Höhenangst litten und Angst davor hatten, von anderen angegriffen zu werden. In den folgenden Jahren wurden die drei Jungen zu Freunden. Sie waren dankbar einander gefunden zu haben, aber ihre Ängste blieben. Mit der Zeit wurde Sopronuk immer frustrierter über sich selbst, weil er sich so schwach fühlte.

Es musste ein Ende haben, sofort. Er verkündete seinen großen Plan, vermutlich als sie noch im frühen Teenageralter waren. Er hatte im Internet nach Möglichkeiten gesucht, Phobien zu überwinden und schließlich eine Lösung gefunden. Seinen Recherchen zufolge war die Konfrontationstherapie der beste Weg.

Die Konfrontationstherapie basiert auf der Idee, dass wir dazu neigen, Dinge zu vermeiden, die uns Angst machen. Um diese Unsicherheit zu überwinden, müssen wir uns unseren Ängsten in einer sicheren und kontrollierten Umgebung stellen. Ja, und dieser letzte Punkt ist entscheidend.

 Suproniuk und seine Freunde hatten für ihr Experiment keine kontrollierte Umgebung. Sie hatten auch keine professionelle Unterstützung. Alles was sie hatten, war das Internet und einander. Sie fanden ein 14stöckiges Wohnhaus und eines Nachmittags kletterten er und Sayenko ganz nach oben und stiegen auf den Balkon.

 Dann kletterten sie über das Geländer. Mit schweißnassen Händen klammerten sich die Jungen an die Metallstange. Sie sammelten sich innerlich und blickten auf die Stadt hinunter, die sich unter ihnen ausbreitete. Sie standen stundenlang da, starrten in die Tiefe und stellten sich ihrer Angst. Zwischen ihnen und einem 45 m tiefen Abgrund in den Tod war nichts.

 Als sie schließlich wieder hineinging, fühlten sie sich wie neugeboren, unbesiegbar. Sie erzählten Alexander Ganzer, begeistert von ihrer erfolgreichen Konfrontationstherapie und wie auch er davon profitieren könnte. Ganzer litt unter einer anderen Phobie als seine Freunde. Er hatte extreme Angst vor Blut.

 Schon der Gedanke daran ließ ihn in Ohnmacht fallen. Sayenko erklärte, dass die Lösung einfach sei. Ganz müsse nur daran gewöhnen, Blut zu sehen. Viel Blut. Die Teenager wussten bereits genau, wie sie das anstellen würden. Sie wussten von einem Waldgebiet am Rande der Stadt, in dem streuende Hunde herumstreiften. Niemand würde es bemerken, wenn ein paar von den Hunden verschwanden.

Anscheinend entwickelten die Jungen in dieser Zeit zum ersten Mal eine Vorliebe für Gewalt. Supunyuk, Sayenko und Gansza fingen mehrere streunende Tiere ein. Sie quälten und töteten die Tiere und hängten ihre Kadaver an Bäume. Was als Konfrontationstherapie begann, hatte sich zu etwas wahrhaft bösartigem entwickelt.

 Der therapeutische Zweck war längst in Vergessenheit geraten. Das Trio vergoss Blut nun ausschließlich aus sadistischem Vergnügen. Aber sie begnügten sich nicht damit zu töten. Ihr Sadismus geht Hand in Hand mit einer tief verwurzelten Menschenverachtung. Mit dem Blut der Tiere malten sie Hakenkreuzer an die Wände und ließen sich lächelnd neben den grausamen Szenen fotografieren.

Der Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Mord ist gut dokumentiert. Weniger erforscht sind die psychologischen Auswirkungen auf Kinder, die Zeuge von Tierquälerei werden. Eine Studie der Taside University im Vereinigten Königreich aus dem Jahr 2016 hat sich mit diesem Phänomen befasst. Die Forschenden konzentrierten sich auf Rumänien, wo tausende sträunende Tiere auf den Straßen leben.

 Aufgrund ihrer großen Zahl gelten diese Tiere als Ungeziefer und werden offen misshandelt oder sogar getötet. Die Studie ergab, dass junge Menschen in der Region durch das Mitleben von Tierquälerei abstumpfen. Insbesondere jungen, die Tiermissbrauch beobachten, zeigten weniger Empathie. Andere Studien zeigen, dass dies später zu aggressivem Verhalten führen kann.

 Nach dieser Logik ist es wahrscheinlich, dass die Tierquälerei Sayenku, Suprunuk und Gansa gegenüber Gewalt im Allgemeinen abstumpfte. Bald richtete sich die Boshaftigkeit der Freunde auch gegen Menschen. Mit 17 soll Suprunuk einen Jungen aus der Nachbarschaft verprügelt und sein Fahrrad gestohlen haben. Suprunuk verkaufte das gestohlene Fahrrad an Zenko.

 Nach dem Vorfall wurden beide von der Polizei verhört, konnten jedoch einer Anklage entgehen. Gerüchten zufolge konnten ihre einflussreichen Eltern dabei eine Rolle gespielt haben. Kurz darauf beendeten die drei Jungen ihre Schulausbildung. Sayenko schien von seiner Begegnung mit den Behörden tief beeindruckt gewesen zu sein, denn er schien entschlossen, sich zusammen zu reißen und sich zu bessern.

Vielleicht wollte er seine Eltern stolz machen. Zu diesem Zweck schrieb er sich als Teilzeitstudent an einem Institut für Metallurgie ein und arbeitete neben seinem Studium als Sicherheitsmann. Suproniuk hingegen zeigte kein Interesse an einer persönlichen Weiterentwicklung. Er war die meiste Zeit arbeitslos und verdiente sich etwas Geld als nicht lizensierter Taxifahrer.

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