Wahre Verbrechen I Die Frau im Kofferraum I True Crime Dokumentation T – Part 2
Sollte hier tatsächlich der Täter auf den Gehweg gespuckt haben, müsste sich hier auch seine DNA finden. Und nach ihr soll nun Harald Schneider vom Hässischen Landeskriminalamt in Wiesbaden suchen. Er gilt auf seinem Gebiet als Corifet, hat mit Hilfe der DNA-Analyse in ganz Deutschland schon weit mehr als 500 Mörder identifizieren können.
Was die Spurensicher dann machen ist, dass sie solche Wattetupfer nehmen, wie man sie üblicherweise in den Krimmis immer sieht. Diese Wattetupfer werden mit bisschen Wasser befeuchtet und dann versucht man diese Sekretspuren von der Oberfläche abzunehmen. Das kann, wenn man eine glatte Oberfläche hat, geht das relativ einfach.
finde das aber auf dem Terstad ist das relativ schwierig auch abzunehmen und man sammelt sich natürlich auch unmaßen an Dreck mit auf, also Schmutz, der dann letztendlich auch Müsser wieder äh abgereinigt werden muss, s dass wir halt einen vernünftig DNA Spruch bekommen. Auf dem Gehweg werden außerdem zahlreiche Zigarettenkippen gefunden.
Hat der Täter vor den Schüssen hier noch geraucht? Während Harald Schneider und sein Team im Labor die Zigaretten kippen und die Wattetupfer mit dem Speichel untersuchen, gehen bei der Mordkommission erste Hinweise zum Phantombild ein, das den Täter zeigen soll. Das Phantombild wurde dann veröffentlicht in den üblichen Medien äh heutzutage auch in den Social Media und daraufhin ähm wurden wir dann auf eine Person hingewiesen, die äh dort in Wiesbahn Biebrig auch aufenthältig ist und die dort auch bekannt ist als äh als
jemand, der ähm Drogen äh konsumiert ähm von von der Person her, von der Beschreibung hätte diese Person schon gut ins Bild passen können, sodass dann entsprechende Maßnahmen bezüglich dieser Person auch ergriffen wurden. Das heißt, man hat erstmal geschaut wo sich die Person aufhält, es wurden Verhandlungsmaßnahmen eingeleitet.
Zur Festnahme kommt es dann aber nicht. Der Mann kann gar nicht der Täter sein, denn nur 24 Stunden nach den Schüssen ist es den Spezialisten um Harald Schneider im hessischen Landeskriminalamt gelungen, aus dem Speichel eine DNA zu extrahieren, die auf einen ganz anderen Mann hinweist. Innerhalb von wenigen Stunden waren wir in der Lage, eine Vielzahl von DNA Spuren zu identifizieren.
Wir haben sie insgesamt, glaube ich, sieben verschiedenen Personen zugeordnet und was man dann üblicherweise macht, ist, dass man, wenn man keinen konkreten Tatverdacht hat, dass man diese DNA Profile durch die Datenbank laufen lässt. Also die sogenannte DNA Analysedatei, die eine Vielzahl von Profilen enthält von rechtskräftig verurteilten Straftn, aber auch von Spuren von anderen Tatorten.
Knapp 1,4 Millionen Datensätze sind mittlerweile in dieser Datenbank drin und da gab es einen Treffer zu einer Person und zwar von einer Spur, einer Sekretspur, die wir auf dem TE sichergestellt haben zu einer Person, die in der Datenbank eingestellt war wegen einem Raubdelikt. Das war der Benjamin G. äh der ist äh zum Tatzeitpunkt 26 Jahre alt gewesen.
Ähm keinen Schulabschluss, keine Berufsausbildung ähm und hat quasi von der Hand im Mund gelebt, hat von äh von einer karikativen Einrichtung eine Wohnung zur Verfügung bekommen, die gerade hier in der Nähe ist am Schlosspark, also zu Fuß nicht mal 5 Minuten entfernt. Ein Spezialeinsatzkommando wird alarmiert und stürmt die Wohnung des Verdächtigen. Doch Benjamin G. Hause.
Die Mordkommission um Ralf Möbus durchsucht die Räume. Diese Wohnung äh war in einem mäßig ordentlichen hygienischen Zustand. In dieser Wohnung haben wir zahlreiche Waffen, Waffenteile gefunden, auch Werkzeuge, die darauf schließen lassen, dass dort der Beschuldigte auch gerne an Waffen gebastelt hat. Wir haben dann noch weitere Substanzen gefunden, z.B.
Ammoniumnitrat, das ist ein Düngemittel, was man aber auch als Sprengstoff verwenden kann. So wie ganz interessant noch äh Löcher in der Wand oder in den Wänden viel mehr äh zahlreiche Löcher. Äh und ähm bei genauer Betrachtung haben wir festgestellt, das waren Einschusslöcher. Wir haben auch noch die Projektile dazu gefunden, also als wenn jemand dort äh ja in der Wohnung geschossen hat.
Die Kriminalpolizei ist sich nun sicher. Bei dem Schützen, der von einer Überwachungskamera in einem vorbeifahrenden Bus vor der Tat vor dem Kiosk gefilmt worden war, handelt es sich um Benjamin G. Es beginnt eine fieberhafte Suche, bei der auch die Öffentlichkeit eingeschaltet wird. Die Mordkommission veröffentlicht ein Foto des mutmaßlichen Todeschützen.
Es äh meldete sich ein junger Mann aus Wiesbaden und sagte, dass äh seine Mutter eine Beziehung mit Benjamin G. hat. Der junge Mann hat gesagt, dass der Benjamin G normalerweise nie dort übernachtet hat und äh nach der Tat ist er dann äh direkt am Dienstag auch noch am Tattag dort äh eingetroffen und hat dort die zwei kommenden Nächte übernachtet, was ungewöhnlich war.
Und äh zum Zeitpunkt der Meldung des jungen Manns war der Benjamin G. nicht mehr dort, aber hat seine Tasche dort zurückgelassen und zwar eine Anglertasche und darauf wies dann dieser junge Mann noch, dass diese Anglertasche sich noch in der Wohnung befindet. In der Tasche befand sich in einem Tuch eingewickelt ein Revolver und dieser Revolver war vollständig gefüllt mit sechs Patronen und aufgrund des Kalibers des Revolvers kam dieser auch als Tatwaffe in Betracht und das war wirklich eine scharfe Schusswaffe. Jetzt
ging es im ersten Angriff natürlich darum, die Waffe als Tatwaffe zu identifizieren. Wie macht man das? Wir haben zwei Möglichkeiten hier. Einmal wird die Waffe natürlich kriminaltechnisch untersucht im Hinblick auf die Ballistik, sodass wir gucken können, Patronen, die am Tatort oder Projektile, die am Tatort aufgefunden werden, die in den in den äh verletzten BZ in den getöteten Opfern nachgewiesen wurden, können abgeglichen werden mit der Waffe und konn das konnte eindeutig zugeordnet werden.
Die Waffe konnte eindeutig als Tatwaffe identifiziert werden. Dann haben wir nächsten Schritt ist natürlich für uns wichtig, wer hat denn diese Waffe abgefeuert? Deshalb ist es auch wichtig, da eine umfangreiche Spurensicherung an der Waffe zu machen. Da gibt es auch wieder mehrere Möglichkeiten, dass wir die Möglichkeit haben, DNA Spuren an dieser Waffe zu sichern.
Also in Form von Gebrauchsspuren, wenn man so eine Waffe halt nutzt. Ähm, wenn man die Waffe lädt, hinterlässt man sein DNAmaterial auch in den kleinsten Vertiefungen dieser Waffe und das lässt sich auch durch intensives Reinigen eigentlich nicht entfernen. Das heiß diese DNA-Spuren findet man eigentlich immer, aber neben DNA-Spuren findet man auch fast immer auch textile Mikrospuren, also Faserspuren.
Und das ist ein weiterer Baustein, den wir in der Kriminaltechnik zur Verfügung haben, dass wir neben der Reinen Analyse auch Faseruntersuchung durchfügen können. Und diese Faseruntersuchung konnten zeigen, dass wir an der Waffe Faserspuren festgestellt haben, die letztendlich auch der mutmaßlichen Tatkleidung zweifelsfrei zugeordnet werden konnten.
Die Wohnung des Beschuldigten wurde überwacht, genauso wie die Wohnung der Freundinnen. Das waren die bisherigen Bezugspunkte, die bisherigen örtlichen Bezugspunkte, die bekannt waren und wir haben natürlich dann gehofft, dass er dann irgendwann dort eintrifft, aufschlägt und dass wir ihn dann festnehmen.
Das wäre quasi nur eine Frage der Zeit gewesen. Es war dann mittlerweile der 23.12., Also einen Tag vor Heiligabend, äh kurz vor Mitternacht, äh da bin ich mit einem Kollegen dort nach Wiebrich noch mal gefahren. Da galt es einiges abzuklären mit den Kräften da vor Ort, also mit den Kollegen, die da äh die Überwachung durchgeführt haben.
Und wir haben dann dort im Nahbereich geparkt und da ging eine Person an uns vorbei, eine Person mit so einem so einem Kapuzpulli, ziemlich vermummt und wir haben dann uns erstmal angeschaut und gedacht, komm, den müssen wir mal kontrollieren. Und das haben wir dann auch getan. Das heißt, der ist äh an uns vorbeigegangen, wir sind ausgestiegen und haben ihn dann irgendwann angesprochen und er hatte sich dann umgedreht und dann haben wir festgestellt, dass es tatsächlich der Beschuldigte war, den wir auch vom vom Äußeren äh kannten. Also, es gab ja
schon Lichtbilder, also Fotos von dem äh Beschuldigten und dann haben wir ihn dann festgenommen aufgrund dessen, dass dass man ja überhaupt nicht wusste, was warum das geschah und ging es doch alles sehr schnell über die Bühne. Ich glaube nach drei Tagen war der Täter gefasst und obwohl man am Anfang nichts hatte und muss ich sagen meine Hochachtung.
Es war also gute Arbeit, sehr gute Arbeit von der hiesigen Polizei. Damals war so, dass wir dann äh ihn als Beschuldigten vernommen haben und äh hierbei hat man gemerkt, dass er äh nicht wirklich äh bereit war, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Er wusste, dass dass es im Prinzip sehr schwer werden wird für ihn da rauszukommen aus dieser Sache, weil wir hatten ja auch diese Waffe gefunden schon und die Speichelspur und da gab es verschiedene Spuren, die ihn schon sehr belasteten und er hat sich schon eingelassen zur Tat, aber er hat das
dann so beschrieben, dass eigentlich äh er das nicht gewesen wäre, sondern dass äh also nicht sein eigenes Ich, sondern dass er ihm das so vorkam, als würde er hinter sich her schweben und das ganze beobachten. Es hat mich sehr aufgewählt, innerlich und da schießen einen halt die schlimmsten Gedanken durch den Kopf und halt immer wieder die Frage, warum er das gemacht hat.
Er hat ja nicht nur meine Frau getötet, er hat mein Nerven schwer verletzt. Der hatte ja mal ein ganzes Leben hat er ja zugrunde gerichtet. Also, sie fragen, warum er die Tat begangen hat, das Motiv, das war natürlich auch von zentraler Bedeutung für uns, aber trotz intensiver Ermittlung konnen wir das Motiv nie wirklich klären.
So, äh es ist natürlich äh so, dass man sich fragen muss, wenn einer drei auf drei Menschen schießt, dass der doch irgendwie ein Motiv haben muss. Ja, das ist ja ungewöhnlich, wenn da kein Motiv vorliegt, aber ähm letztlich äh können wir das Motiv nicht nachvollziehen anhand der Ermittlungen und äh ähm alles weitere wäre Spekulation.
Da hat sich eigentlich vor Gericht zu gar nichts geäußert. Er hat mich über seinen Anwalt wohl mal um Entschuldigung gebeten, aber ist an mir abgeprallt. Ich denke verständlicherweise. 16 Sekunden, die das Leben von Bodoagner auf dramatische Weise verändert haben. Offenbar grundlos schießt Benjamin G. im Kiosk der Wagners um sich.
Er verletzt zwei Menschen schwer und tötet die Ehefrau des Kioskbetreibers, der bis heute mit den Folgen der Tat zu kämpfen hat. Ich habe also auch die ganzen Spuren beseitigt, die beim Überfall da entstanden sind und das hatten das war für mich also so ziemlich das letzte, was ich für meine Frau tun kann. So dachte ich mir das dachte ich und von daher kann ich heute den Kios wieder betreten, aber mich nicht sehr lange drin aufhalten.
Also dann geht sofort das Kopfkino, wie man so schön sagt, wieder los. Bodo Wagner hat den Kiosk nach der Tat verkauft. Für die Ermittler geht ein außergewöhnlicher Fall zu Ende. Bilder einer Überwachungskamera in einem vorbeifahrenden Bus und Speichel auf dem Asphalt haben zu dem Täter geführt. Nur das Warum kann nicht geklärt werden.
Der 26-jährige Benjamin G. wird in der Hauptverhandlung vor dem Wiesbadenerland gericht wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Er sitzt bis heute im Gefängnis. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.
Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Es war schon spät, als Kathy Ballis am 27. im Dezember 1958 in Bellmont aus dem Bus stieg. Nach einem langen Arbeitstag in der Innenstadt von Perth war die Mutter von drei Kindern ziemlich erschöpft und froh bald zu Hause zu sein.
Als die Rücklichter des Busses in der Ferne verschwanden, legte sich das Abenddunkel um die zierliche Frau mit den braunen Haaren. Kathy rechnete damit, dass ihr Mann, der 33-jährige Phil Ball, in ihrem grünen Van auf sie warten würde, aber die Straße war leer. Ihr Bus war zu spät gewesen.
Vielleicht war Phil also schon losgefahren, weil er die Kinder nicht so lange allein lassen wollte. Nachdem sie ein paar Minuten gewartet hatte, beschloss sie zu Fuß nach Hause zu gehen. Soweit war es ja nicht. Es gab aber nur wenige Häuser in der Gegend und keine Straßenlaternen. Also holte Kathy eine Taschenlampe aus ihrer Handtasche. Als Kathy einen halben Block gegangen war, hörte sie ein Auto hinter sich.

Sie drehte sich um. Vielleicht war es ja Phil, aber das verbeulte Handwerkeauto, das da auf sie zukam, war nicht ihr Van. Sie hatte es noch nie in der Gegend gesehen. Sie ging ein Stück zur Seite, um dem Fahrer Platz zu machen. Doch das Auto beschleunigte und als Kathy sich noch einmal umdrehte, sah sie, dass die Frontscheinwerfer auf sie zukamen.
Sie rannte los und sprang mit einem Satz auf eine kleine Weide neben dem Bürgersteig. Doch das Auto verfolgte sie weiter. Sie hörte den Motor aufhollen und rannte schneller. Doch es half nichts. Das Auto rammte Kathy mit hoher Geschwindigkeit, sodass sie fast 20 m durch die Luft flog. Als sie auf dem Boden aufschlug, schoss ein großer stechender Schmerz durch ihren Körper.
Ein paar Sekunden später hörte sie, wie der Fahrer ausstieg und auf sie zukam. Im Scheinwerferlicht erkannte sie den Umriss eines Mannes. Sie flehte ihn an. Lassen Sie mich nicht hier liegen, ich werde sonst sterben. Doch das schien den Mann gar nicht zu kümmern. Er lachte nur. Hi, ich bin Diane Helscher. Und ich bin Mark Augustat.
In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller oder einer berühmten Serienkillerin mit ihrem Leben, ihrer Psyche und ihren Taten. Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Parcast. Heute geht es um Eric Edgar Cook, einen australischen Serienkiller, der auch The Night Caller oder The Netlands Monster genannt wurde.
In dieser Folge werden wir uns vor allem mit Kcks frühen Jahren und seiner ebenso frühen Faszination für Einbruchsdiebstehle beschäftigen, die es ihm schwer machten zurück auf die gerade Bahn zu kommen. In Folge 2 geht es dann um Cooks brutale Mordserie, die acht Menschen das Leben kostete und das Leben vieler weiterer Menschen für immer zerstörte.
Manche Serienkiller sind extrem gut darin, ihr Umfeld zu täuschen. Immer wieder sagen Freunde und Freundinnen und Familienmitglieder, dass sie niemals damit gerechnet hätten und dass es gar nicht sein könne, dass ihr geliebter Freund oder Verwandter ein Mörder ist. Dabei hatte es vielleicht eine ganze Reihe Warnsignale gegeben, nur dass die Familie oder der Freundeskreis sie nicht erkannt oder zu deuten gewusst hatte.
Im Gegensatz dazu gibt es Mörder, deren gesamtes Leben ein einziges riesiges Warnsignal ist. Oft sind es Menschen, die nie Glück oder Erfolg im Leben hatten. Menschen, denen scheinbar nichts gelingen will und die keinen Ausweg aus ihrer Situation finden. Und dann gibt es noch solche, denen ein Ausweg geboten wird, eine Chance auf ein besseres Leben.
Aber aus welchen Gründen auch immer lassen sie diese Chance ziehen und unschuldige Menschen zahlen dann den Preis dafür. So ein Mann war Eric Edgar Cook und von klein auf schien das Leben kaum Gutes für ihn parat zu haben. Cook wurde 1931 als Sohn einer fürsorglichen Mutter und eines alkoholkranken Vaters geboren. Der Alltag im Kokaus war von Streit und Kälte geprägt und vom ersten Atemzug an schien Ericks Vater Vivian ihn zu hassen.
Vivian konnte den Anblick seines Sohnes nicht ertragen. Cook wurde mit einer Gaumenspalte und einer Hasenscharte geboren. Selbst nach der Korrekturoperation blieben Narben von der Nase bis zur Lippe zurück, die dafür sorgten, dass Eric lange unter sozialer Phobie litt. CKS Gaumenspalte führte auch zu einem leichten Sprachfehler, so dass es immer klang, als würde er nuscheln.
Das Resultat war, dass er sich oft von anderen Menschen fernhelt und sich selbst überlassen war. Das war aber immer noch besser als der Missbrauch, den er fürchten mußte, wenn sein Vater Vivian in der Nähe war. Als er größer wurde, schämte sich Cook immer mehr für sein Aussehen. Er gewöhnte sich an, den Kopf seitlich nach unten zu drehen, um sein Gesicht so gut wie möglich vor Blicken zu schützen.
Bei Fremden funktionierte das vielleicht. Gegen die Wut seines Vaters, konnte er damit aber nichts ausrichten. Viren wurde gewalttätig, wenn er getrunken hatte. Nach der Arbeit ging er oft direkt ins Papp, um seinen Lohn in Schnaps umzutauschen. Wenn er dann betrunken nach Hause kam, schlug er zu und meistens traf es seinen Sohn.
Er schlug, guck, mit seinem Gürtel, mit Stöcken oder einfach mit der flachen Hand, meistens ohne jede Provokation. Manchmal schritt der Junge auch ein, um seine Mutter vor Vi Vivian zu beschützen, was dann nur mehr Schläge für ihn selbst bedeutete. Wie so viele häusliche Gewalttäter entschuldigte sich Vivian oft bei seiner Familie, sobald er wieder nüchtern war, aber nie bei Cuck.
Es schien, als wäre sein Sohn keine Entschuldigung wert. Und so fing der Junge an, sich in die Einsamkeit zu flüchten. Er zog stundenlang alleine durch die Gegend oder versteckte sich unterm Haus, nur um irgendwie wegzukommen. Der Schulstaat hätte eine Erleichterung für Cuck sein können. In der Schule war er weg von zu Hause und konnte sich mit anderen Kindern anfreunden.
Aber der schüchterne und stille Junge stieß auch im Klassenzimmer, vor allem auf Ablehnung. Die anderen Kinder machten sich über sein Aussehen lustig und wollten nicht mit ihm spielen. Manchmal schien es, als würde es besser werden. Dann erzählten sie ihm, wo sie am Nachmittag angeln gehen wollten.
Doch als Eric voller Vorfreude zum Treffpunkt kam, war niemand dort. Sie hatten ihn reingelegt. Und so blieb Cook allein zu Hause und in der Schule. Seine Freizeit verbrachte er damit, durch die Straßen zu streifen. Bei diesen langen und unbeaufsichtigten Ausflügen entdeckte er auch seine Freude am Stehlen.
Es waren nur Kleinigkeiten, hier und da mal ein paar Pants, nichts, was irgendjemandem aufgefallen wäre. Doch seine ersten Erfolge als Dieb gaben dem Jungen Selbstvertrauen und schon bald ließ er Sachen mitgehen, die die Leute sehr wohl vermissten. Als er sech war, flog er von der Schule, weil er einer Lehrerin die Handtasche gestohlen hatte.
Abgesehen von diesem Knick in der Schullaufbahn war Cuck ein ziemlich aufgewecktes Kind. Seine Noten an der neuen Schule konnten sich sehen lassen und auch wenn er keine Freundinnen oder Freunde hatte, schien ihm der Unterricht zu gefallen. Alles Gute in Cucks Leben schien es aber immer nur auf Zeit zu geben und als er das Jugendalte erreichte, zwang sein Vater ihn die Schule zu schmeißen und sich einen Job zu suchen.
Weil Vivir sein Einkommen sofort im nächsten PUA versenkte, musste Cooks Mutter Christine die Familie ernähren. Sie arbeitete als Köchin und Putzfrau, aber das Geld, das sie verdiente, reichte kaum, um über die Runden zu kommen. Also fing Cook an, Lebensmittel auszufahren. Seinen Lohn gab er sofort an seine Mutter weiter, die ihm ein kleines Taschengeld auszahlte.
Damit konnte er dann machen, was er wollte. Doch es war nicht viel, und so fing Cook auch wieder zu stehlen an, wenn er Hunger hatte oder ein paar Schellingen brauchte. Er stahl aber nicht nur aus der Not heraus. Als Cook in den Scarborrow Junior Life Saving Club eintrat, einem Rettungsschwimmerverein, schien er endlich ein paar Freunde zu finden.
Es war selten, dass er nicht sofort auf Ablehnung stieß und er wollte seine neuen Kameraden beeindrucken, sich ihren Respekt verdienen. Als das nicht so funktionierte, wie er es sich vorstellte, wollte er es zumindest so aussehen lassen, als würden sie ihn bewundern. Er stahl eine Armbanduhr aus dem Clubhaus und ließ sie gravieren, sodass es aussah, als hätte der Club sie ihm geschenkt, als Zeichen Anerkennung.
Doch wie bei der Handtasche einer Lehrerin, fällt es sehr schnell auf, wenn eine Armbanduhr verschwindet. Ein paar Tage später war klar, dass Cook die Uhr gestohlen hatte. Nachdem er die Uhr ihrem Eigentümer zurückgegeben hatte, wurde ihm nahgelegt, den Club zu verlassen. Der Diebstahl könnte ein Grund dafür gewesen sein.
Vor allem war Kuck aber ein miserabler Rettungsschwimmer. Er hatte seit Jahren unter plötzlichen Ohnmachtsanfällen gelitten. Die Ursache dafür kannte man nicht und meistens verlor er das Bewusstsein, wenn man bestenfalls besonders wach sein sollte, z.B. im Meer. Cook musste mehrere Male selbst von seinen Kollegen gerettet werden. Doch die Gefahren der australischen Küste mit ihren tosenden Wellen boten Cook ein Ventil für seine draufgängerische Ader.
Der Teenager merkte, dass er eine Vorliebe für besonders riskante Aktionen hatte und je mehr Publikum dabei war, desto besser. Es war eine hervorragende Möglichkeit, die Aufmerksamkeit und Bewunderung zu bekommen, nach der er sich so sehr sehnte. Nach seinem Rausschmiss aus dem Rettungsschwimmerclub suchte er also nach neuen Gelegenheiten, um große waghalsige Shows abzuziehen.
Dazu gehörte auch, von einer 15 m hohen Klippe in einen Fluss zu springen, während andere Jugendliche zuschauten. Als er aus dem Wasser kam, konnte er sich kaum auf den Beinen halten. Vier Tage voller Kopf und Nackenschmerzen später kam Cook ins Royal Perth Hospital. 1974 wurde er noch mal ins Royal Perth eingeliefert, nachdem er bei einem Fabrikjob eine Winde gegen den Kopf bekommen hatte.
Nur ein paar Monate später im Oktober kam er dann mit einem Schädelbruch in die Notaufnahme, den Vivien ihm zugefügt hatte. Cook schämte sich für seinen trinkenden und schlagenden Vater und sagte, daß er in eine Schlägerei geraten sei. In Wirklichkeit war Viven auf seinen Sohn losgegangen, weil der wie so oft versucht hatte, sich schützend vor seine Mutter zu stellen.
Kurz danach versuchte einen Kollege in der Fabrik Kuck mit dem Gesicht in einen Wassertank zu tauchen als Rache für einen blöden Streich. Doch leider rutschte er ab und schlug Cucks Kopf gegen die Metallkante des Tanks. Cuck ging bewusstlos zu Boden. Wir haben schon öfter über die Folgen gesprochen, die wiederholte Kopfverletzungen für eine Person haben können.
Manchen Studien zufolge hat bis zu einer von vier Serienkillern mindestens eine schwere Kopfverletzung im Leben erlitten. Und im Jahr 2011 wurde eine Studie zum Gewaltniveau von Menschen durchgeführt, die Kopfverletzungen gemeldet haben. Daraus ging hervor, dass junge Menschen, die eine Art von Schädeltrauma erleiden, mit zunehmendem Alter einen Anstieg gewalttätiger Tendenzen feststellen.
Auch bei Cook könnten sich die vielen Kopfverletzungen negativ auf seinen Charakter ausgewirkt haben. 1948 meldete sich der 17-jährige jedenfalls erstmal bei den Citizens Military Forces an, heute bekannt als die Australian Army Reserves. Vielleicht dachte er, dass Krieg ihm eine weitere Gelegenheit bieten würde, seinen Wagemut zu demonstrieren.
Er war jedoch selber überrascht, wie sehr es ihm bei der Reserve gefiel. Die Disziplin, das Waffentraining, alles war genau nach seinem Geschmack und er war ein exzellenter Schütze. Schon bald wurde Cook zum Gefreiten befördert und obwohl er große Erfüllungen bei den CMF fand, reichte es ihm noch nicht. Er fing an rund um Perth in Häuser einzubrechen.
Vielleicht um sich zu bereichern. Vielleicht, weil er noch mehr Nervenkitzel suchte. Hauptsächlich war es aber nur eine Fortsetzung seines Zeitvertreibs aus Kindheitstagen, denn auch bei diesen Einbrüchen stahl er immer nur Kleinigkeiten, die kaum jemand vermisste. Manchmal wollte er jedoch, dass die Leute wussten, dass er da gewesen war und randalierte oder zündelte ein bisschen.
Bei manchen Leuten schlitzte er die Bettwäsche in den Schlafzimmern auf und zündete sie an. Das richtete zwar einigen Schaden an, aber er brannte nie ein ganzes Haus damit nieder. Kcks Einbruchserie dauerte gut ein Jahr. Die Polizei hatte Fingerabdrücke in den Häusern gefunden, aber es gab noch keine Verdächtigen.
Das änderte sich jedoch im März 1949. In diesem Monat brach der 18-jährige Cook bei Ivan Jelch und seiner Frau ein. Dabei machte er jedoch ein bisschen zu viel Lern und weckte Iven auf. Ivan erwischte Cuck im Badezimmer, wo der Jugendliche sich als betrunkener Nachbar ausgab, der einfach nur ans falsche Haus gestolpert sei.
Doch Ivon glaubte ihm nicht und packte ihn. Nach kurzem Gerangel konnte sich Cook befreien. Er rann aus dem Haus und verschwand in der Nacht. Aber das Ehepaar meldete den Einbruch und gab eine Tatterbeschreibung ab. Danach brauchte die Polizei nicht lange, um Eric Edgar Cook zu finden. Als sie seine Fingerabdrücke mit denen von den früheren Einbrüchen verglichen, schien Cooks Schicksal besiegelt.
Schon bald kam Cook regelmäßig zu den Gottesdiensten und Bibelstunden und er fand Freundinnen und Freunde in der Jugendgruppe der Gemeinde. Die Kehrtwende war extrem. Nachdem er der Kirche beigetreten war, lask so viel in der Bibel, dass seine Mutter sich Sorgen machte. Doch das war guck egal. Nach all den Jahren hatte er endlich einen Ort gefunden, an dem man ihn akzeptierte.
Er hatte Freundinnen und Freunde, die ihn mochten, wie er war und die nur das Gute in ihm sahen, wie ihr Glaube es von ihnen verlangte. Aber nicht nur das, er hatte auch endlich das Leben, von dem er immer geträumt hatte. Er spielte Tennis und Hockey, ging ins Kino und besuchte Bibelcamps mit anderen Jugendlichen.
Es schien, als hätten sich die Dinge für den unstten Teenager endlich gewendet. 1953 fand er einen Job als LKW-Fahrer bei den Metropolitan Markets in West Perth. Dort fiel ihm schnell eine junge Kellnerin auf. Cook lernte die 19-jährige Sarah Sally Leven im Juli 1953 kennen. Sowohl Sally als auch ihre Mutter waren angetan von dem 22-jährigen.
Er musste sich also nicht lange um ihre Hand bemühen. Das Paar heiratete im November und bekam im Mai seinen ersten Sohn. Ein Jahr später brachte Sally einen zweiten Jungen zur Welt. Es war der komplette Gegenentwurf zu Cooks eigener Kindheit. Der geprügelte Junge, der früher ein sozialer Außenseiter war, hatte plötzlich eine eigene Familie.
Er war von bedingungsloser Liebe umgeben. Mit der Geborgenheit kam aber auch ein ganzes Stück mehr Verantwortung. Die Familie musste ernährt werden und das war etwas, dass sie Kuck in der Grundausbildung bei der Reserve nicht beigebracht hatten. Es könnte am hohen Verantwortungsdruck gelegen haben.
Vielleicht war es aber auch einfach ein Teil seiner Natur. der bis dahin noch nie zum Vorschein gekommen war. Was auch immer der Grund war, Kuck ähnelte immer mehr seinem gewalttätigen Vater Vivian und ließ seinen Frust an seiner jungen Frau aus. Aber wie schon Cooks Mutter blieb Sally mit ihrem Mann zusammen. Hinzukam natürlich auch, dass man es als alleinstehende Frau in den 1950er Jahren noch einmal viel schwerer hatte als heute auch in Australien.
Und man hatte ja schon Glück, wenn man es überhaupt schaffte, sich gegen seinen Mann durchzusetzen und aus der Ehe herauszukommen. Kuck schien es aber gar nicht zu interessieren, was seine Frau machte und ob sie da war oder nicht. Er hatte andere Dinge im Sinn und fing wieder an zielos durch die Gegend zu ziehen. Es war eine Angewohnheit, die ihn seit seiner Kindheit begleitete.
Als kleiner hungriger Junge hatte er gehofft, dass Fremde ihm ein bisschen Essen oder Kleingeld schenken würden. Als Jugendlicher war er wahrscheinlich vor allem auf Nervenkitzel aus. Und dann, als er eine Familie hatte, sorgte die Kombination aus Trieb und finanzieller Notlage dafür, dass er wieder anfing in Häuser einzubrechen.
Und schon bald darauf sollten seine dunklen Triebe über alles andere die Oberhand gewinnen und Kcksleben komplett ruinieren. Mitte des Jahres 1955 nach der Geburt seines zweiten Sohnes Stahl guck ein Auto, um einer jungen Frau zu einem Hockeyturnier ins zwei Stunden entfernte Bunberry zu folgen. Doch Cook hatte einen Unfall, bei dem er mehrere Knochenbrüche und Gesichtsverletzungen davon trug.
Er brach sich das Brustbein und das Knie. Gebrochene Knochen waren aber sein geringstes Problem. Er wurde wegen des Autodiebstahls angeklagt und kam erneut vor Gericht. Dieses Mal war Cook aber nicht allein im Gerichtssaal. Ein Freund von der South Perse Methodist Church war Rechtsanwalt und bot an ihn zu verteidigen.
Er sagte, dass Cook hart an seiner Rehabilitation gearbeitet habe und dass der jüngste Vorfall nichts damit zu tun habe, wer er wirklich sei. Doch der Richter sah das anders und verurteilte den 24-jährigen Eric Edgar Cook im September 1955 zu zwei Jahren Haft mit Zwangsarbeit. Nach dem Urteil kam ein Bekannter des Paares vorbei, um mit Sally zu sprechen.
Er war ein offizieller Justice of the Peace, ein Friedensrichter und bot der jungen Frau an, ihre Ehe annullieren zu lassen. Aber Sally lehnte das Angebot ab. Sie wollte ihren Mann nicht verlassen, wenn er gerade in einer Krise steckte. Sie glaubte, dass er eine zweite Chance verdient hatte, selbst wenn sie die einzige war.
Anscheinend hatte sie Hoffnung, dass er reformiert werden könnte. und als besserer Mensch aus der Haft kommen würde. Und so entschied sich Sally Cook auf ihren Ehemann zu warten. Cook saß seine Haftstrafe ohne besondere Zwischenfälle ab. Als seine Entlassung näher rückte, sagte Sally, dass sie und mehrere Freundinnen und Freunde aus der Kirche bereit seien bei Cooks Rehabilitierung zu helfen.
Es ist interessant, dass in der Gemeinde anscheinend alle wussten, wie Eric seine Frau behandelte. Trotzdem stellten sie sich hinter ihn und setzten sich für eine vorzeitige Entlassung ein. In Unterlagen, die der Stadt in Kucksnamen zugestellt wurden, wurde die häusliche Gewalt sogar explizit thematisiert. Alles war ganz genau für die Beamten dokumentiert, doch es hatte keinerlei Konsequenzen.
Wer in den 50er Jahren seine Ehefrau schlug oder vergewaltigte, hatte nichts zu befürchten. Nicht in Australien und sonst so gut wie nirgends auf der Welt. Das Gericht ignorierte also einfach, daß Cook ein missbräuchlicher Ehemann war und stimmte einer vorzeitigen Entlassung zu. Im Dezember 1956 war der 25-jährige wieder frei.
Der zuständige Sachbearbeiter fand es nur fair, dass der zweifache Vater pünktlich zu Weihnachten zu Hause bei der Familie sein würde. Es war das zweite Mal, dass Eric Cook die Chance bekam, sich als wertvolles und rechtschaffendes Mitglied der Gesellschaft zu beweisen. Und von außen betrachtet blieb die nächsten zwei Jahre tatsächlich alles ruhig im Kuckhaushalt oder so ruhig.
wie es eben sein kann, wenn man Zwillinge bekommt. Jetzt, wo sich Sally um vier kleine Kinder kümmern musste, brauchte sie jede Hilfe, die sie bekommen konnte. Vor allem, weil eines der Kinder eine geistige Behinderung hatte und mehr Betreuung brauchte als die anderen. Nach zwei Jahren ohne ihn wäre es eine große Erleichterung für Sally gewesen, Eric an ihrer Seite zu haben.
Die Betonung liegt dabei auf wäre. Denn interessierte sich nicht für seine Familie, nicht für seine Kinder und auch nicht für die Sorgen seiner Frau. Stattdessen zog er es vor, allein zu sein und sein Wohl in der Nacht zu suchen. Soweit bekannt ist, wusste Cooks junge Frau nie, was er machte, wenn er aus dem Haus ging.
Und wenn sie irgendetwas ahnte, dann wahrscheinlich nur, dass ihr Mann sie betrog. Und das tat er auch. Cook arbeitete hart unter der Woche und hatte wahrscheinlich das Gefühl, ein bisschen Zeit für sich verdient zu haben. Freitag und Samstagabends zog er also seinen besten Anzug an und ging raus in die Innenstadt. Sally ließ er mit den vier Kindern alleine zu Haus.
Wenn es sie interessierte, wohin er ging, behielt sie es für sich. Cuck duldete keine Fragen zu seinen Wochenendausflügen und so blieb ihr nichts anderes übrig, als geduldig zu Hause zu warten, während ihr Mann in die Nacht verschwand und erst zurückkam, wenn es hell wurde. Manchmal blieb Cook aber auch ein oder zwei Nächte lang verschwunden.
Es ist nicht bekannt, was er bei jeder dieser Solotouren machte, aber man weiß, dass er gern Bowen ins Kino oder einfach nur ins PU ging. war ein ziemlich normales Verhalten für einen jungen Gesellen. Das Leben eines Singles war ganz nach Kucks Geschmack, vor allem, wenn man dabei auch noch Single Frauen kennenlernte.
Die Scham über seine Narben im Gesicht und seinen Sprachfehler schien der Vergangenheit anzugehören. Cook war selbstbewusst und genoss seine Nächte auf der Piste. Doch der Spaß hörte nicht auf, wenn der Film vorbei war und die Frauen nach Hause gingen. Für Kuck ging es danach erst richtig los. Anstatt zu seiner Frau und seinen Kindern nach Hause zu gehen, zog Cook ein paar Handschuhe an und zog durch die Straßen von Perth.
Wie schon in seiner Jugend suchte er nach Häusern und Wohnungen, in die er einbrechen konnte. Die Handschuhe brauchte er, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Eine Lektion, die er damals als Jugendlicher gelernt hatte. Cook achtete auch darauf, sein markantes Gesicht so gut wie möglich zu verbergen. Aus dem ersten Haus, in das er einbrach, stahl er also jedes Mal einen Hut, den er die ganze Nacht lang aufbehielt und tief ins Gesicht zog.
Es gefiel ihm auch, seine potenziellen Einbruchsopfer in ihren hübschen Vorstadthäusern zu beobachten. Beim Essen, wie sie sich umzogen oder beim Sex. Kurksmethoden entsprachen ganz der typischen Vorgehensweise von Einbrecherinnen und Einbrechern. Laut Dr. Clar von der University of Portsmouth bereiten sich Einbrecher und Diebe auf ihre Verbrechen vor, indem sie das jeweilige Zielobjekt sehr genau beobachten.
Sie machen sich genaue Notizen zu den Tagesabläufen und Gewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner, um den perfekten Zeitpunkt für den Einbruch abzupassen. Dabei versuchen Sie jedoch weiter möglichst flexibel zu bleiben, falls mal jemand eine Tür oder ein Fenster offen lässt. und Cook war kein Anfänger.
Es ist daher wahrscheinlich, dass er viele erfolgreiche Einbrüche verübte, ohne je gefasst zu werden. Dabei verließ er sich vor allem auf seinen Instinkt und es funktionierte, zumindest für den Moment. Soweit bekannt ist, kam Cook bei den Einbrüchen, die er in den 18 Monaten nach seiner Entlassung verübte, immer ohne Gewalt aus.
Er war ein geschickter Dieb und ein Voyeur, aber bis dahin hatte er wahrscheinlich noch niemanden angegriffen. Das sollte sich jedoch bald ändern. Am 28. September 1958 schlich sich der 27-jährige Cuck in eine ruhige Seitenstraße und stahl eine Fordlimousine. Er kam gerade vom Haus einer jungen Frau, die er schon öfter beobachtet hatte.
Als sie nirgends zu sehen gewesen war, begnügte er sich mit einer Spritztour. Als Cuck spät abends durch die Straßen fuhr, entdeckte er die 26-jährige Nel Sneider. Nell hatte zwei Kinder und kam aus den Niederlanden. Sie war nach dem Zweiten Weltkrieg nach Australien gekommen. Nell war ein engagiertes Gemeindemitglied und sang im Kirchenchor.
Als KCK sie auf ihrem Fahrradsah, kam sie gerade von der Probe. Nell hatte irgendetwas an sich, dass Cooks Interesse weckte. Also folgte er ihr ein Stück. Man weiß nicht genau, was es war, aber die junge Frau schien Cook so zu triggern und wütend zu machen, dass er entschied, sie zu töten. Cook beschleunigte und hielt genau auf Nell zu.
Als er sie anfuhr, flog sie mehrere Meter durch die Luft und landete vor ihm auf der Straße. Cuck blieb nicht, um sich anzuschauen, was er getan hatte. Er raste davon und überließ Nell ihrem Schicksal. Ihr Fahrrad schleifte er bis zum Ende der Straße mit, bis es sich von der Stoßstange löste und er noch einmal drüber fuhr.
Die zweifache Mutter wurde kurze Zeit später gefunden. Ein anderer Autofahrer sah ihr kaputtes Fahrrad auf der Straße liegen und stieg aus, um zu schauen, ob etwas passiert war. Als er um die Ecke ging, fand er die schwer verletzte Nell. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und überlebte wie durch ein Wunder. Sie trug jedoch einen Schädelbruch.
einen leichten Hirnschaden und eine Epilepsie davon, die nie wieder wegging. Eric Cook verschwendete der Wall keinen weiteren Gedanken an sein Opfer. Er ließ das gestohlene Auto in der Nähe des Tatorts stehen und weil er wie immer Handschuhe trug, hinterließ er keinen einzigen Fingerabdruck. Er hatte nichts zu befürchten.
Nachdem er so mühelos mit einem brutalen Verbrechen davon gekommen war, schien er alle Hemmungen zu verlieren. Und nur ein paar Monate später, am 25. November, war Cuck wieder auf der Straße, wo er eher zufällig auf sein nächstes Opfer stieß. Wie Nelsne war die 15-jährige Mary Mcliot zur falschen Zeit am falschen Ort? Nur dass der Ort in diesem Fall ihr eigenes Bett war.
Als Cook nachts ins Haus der Mclearts einbrach, machte er ein bisschen zu viel Lärm. Er sah, wie Mary sich bewegte, als die Fliegengittertür ins Schloss knallte. Cook überlegte nicht lange, machte zwei große Schritte zum Bett und schlug dem Mädchen mit voller Wucht auf den Kopf. Dann rannte er aus dem Haus. Es ist nicht bekannt, womit Cook die 15-jährige bewusstlos schlug, aber sie hatte eine Gehirnerschütterung und einen Schädelbruch an der Schläfer.
Sie konnte sich an nichts erinnern und ihre Familie hatte nicht gemerkt, dass jemand im Haus gewesen war. Man ging also davon aus, dass sie einfach aus dem Bett gefallen war. Niemand kam auch nur auf den Gedanken, dass Fremdeinwirkung im Spiel sein könnte. Was die Mclearts und die Ärzte betraf, hatte es nie einen Einbruch gegeben.
Cook muss sich unantastbar gefühlt haben. Er war in der Lage, in Häuser einzubrechen und einfach wieder zu verschwinden, selbst wenn die Bewohner oder Bewohnerinnen zu Hause waren und nichts ahnend in ihren Betten schliefen. Es war ein geradezu berauschendes Machtgefühl und am Unboxing Day 1958 war er bereit für den nächsten Überfall.
An diesem Abend stahl Kck ein Handwerkerauto in Como und fuhr ein paar Kilometer nordöstlich nach Bellmand. Es war kurz vor Mitternacht, als er die 30-jährige Kathy Ballis am Straßenrand entdeckte. Kathy war auf dem Heimweg von ihrer Schicht in den Teestuben in der Innenstadt von Perth. Ihr Mann Phil hätte sie eigentlich vom Bus abholen sollen, doch der Bus hatte Verspätung gehabt und Phil war wieder gefahren, um die Kinder nicht so lang allein im Haus zu lassen.
Als Cuck die zierliche Frau im Dunkeln auf dem Bürgersteig sah, beschleunigte er und fuhr direkt auf sie zu. Kathy rannte auf eine Weide neben der Straße, aber sie hatte keine Chance. Guck, bog ab und fuhr sie mit voller Wucht an. Kathy wurde 20 m durch die Luft geschleudert. Sie erinnerte sich, dass Cook ausstieg, um nach ihr zu sehen.
Als sie ihn anflehte, sie nicht auf dem Feld allein zu lassen, lachte er nur und fuhr weg. Wie Nel Sneider hatte Kathy Glück, dass sie rechtzeitig gefunden wurde. Ein paar Häuser weiter hörten die Leute ihre Schreie und riefen einen Krankenwagen. Kathy wurde ins Krankenhaus gebracht und überlebte, schwer verletzt.
Als der gestohlene Wagen am nächsten Tag gefunden wurde, konnte die Polizei wieder keinen einzigen Hinweis auf den Täter finden. Kathys Mann und die Leute, die sie gefunden hatten, wurden befragt, aber schnell als Verdächtige ausgeschlossen. Danach liefen die Ermittlungen ins Lehrer. Doch Eric war noch lange nicht fertig.
Nur einen Monat nach dem Angriff auf Cathy Ball schlug er ein weiteres Mal zu. Am 29. Januar 1959 besuchte der 27-jährige Cook seiner Frau im Krankenhaus in Subako City im Westen von Perth. Sally hatte gerade ihr fünftes Kind zur Welt gebracht, was Cook für einen guten Grund zum Feiern hielt. Alleine natürlich.
Nachdem er das Krankenhaus verlassen hatte, ging er auf ein zwei Bier in ein PAU im nah gelegenen Wembley. Als er ausgetrunken hatte, verließ er das P und ging raus in die Nacht. Cook ging durch die ruhigen Straßen von Westperth und hielt immer wieder an, um sich unauffällig Häuser anzuschauen. Hinter einem Mietshaus stahl er einen Messer, das an einer Schnur an einem Fahrradlenker hing.
Nachdem er noch ein Stück gegangen war, erreichte er die Cityw Flats. Er sah, dass in einer der Erdgeschosswohnungen das Fenster offen stand, weit offen. Es war fast wie eine Einladung. Es war kurz nach Mitternacht, als Kuck durch das Fenster in die Wohnung stieg. In einem der Zimmer fand er die 33-jährige Kosmetikerin Pnina Bergman.
Sie schlief schon. Cook sah, dass sie allein im Bett lag und dass sie nackt war. Ihr Freund, der bekannte Radiomoderator Fotus Hauntis, war früher am Abend zu Besuch gewesen, aber nach ihrem Date wieder nach Hause gefahren. Wie Mary Mcgliert hörte Pnina Cook ins Zimmer kommen und drehte sich auf die Seite.
Als sie aufwachte, sprang Cook zu ihr aufs Bett und stach mit dem Messer auf sie ein. Pnina kämpfte um ihr Leben und versuchte KCK vom Bett zu drücken. Es gelang ihr sich in seinem Gesicht festzukrallen und ihm den Mund und die Wangen aufzukratzen, bevor sie schließlich die Kraft verließ. Als die Frau sich nicht mehr bewegte, verließ Cook auf schnellstem Wege das Gebäude.
Er mühte sich nicht mit dem Fenster ab und ging einfach durch die Wohnungstür, ohne sie hinter sich zuziehen. Man weiß nicht genau, ob Cuck in dieser Nacht gezielt darauf aus war, jemanden zu töten. Es schien ihm erst in den Sinn gekommen zu sein, als er zufällig das Messer fand. Wie viele Einbrecher hat er seinen Plan spontan geändert, als sich neue Möglichkeiten auftaten, aber jetzt musste er die Beweise loswerden.
Auf dem Heimweg stach er mit dem Messer mehrmals in den Boden, um Pnas Blut von der Klinge zu entfernen. Dann warf er das Messer in einen Gulli und schließ sich nach Hause. Als Eric Cook am nächsten Morgen damit beschäftigt war, sich Erklärungen für die Wunden in seinem Gesicht zu überlegen, kam Ninas Freund Fotus Hunters auf dem Weg zur Arbeit an ihrer Wohnung vorbei.
Als er sah, dass ihre Tür offen stand, ging er rein, um nachzusehen. In der Wohnung fand er Pninas leblosen Körper auf dem Wohnzimmerboden. Die alleinerziehende Mutter hatte offenbar noch gelebt, als Kook die Wohnung verließ und sich vom Bett ins Wohnzimmer geschleppt, um Hilfe zu rufen. Vergeblich. Ein paar Tage später war der blutige Mord in aller Munde.
Die Medien stürzen sich auf die Geschichte und vergaßen auch nicht zu erwähnen, dass die unverheiratete Frau nackt war und am Abend ihrer Ermordung von ihrem Freund besucht wurde. Die Polizei befragte Fotos zum Mord, aber Nachbarn, die gesehen hatten, wie er Pninas Wohnung verlassen hatte, bestätigten seine Aussage.
Doch obwohl er als Verdächtiger ausgeschlossen wurde, war die vorherrschende Meinung in der Stadt, dass der Freund der Mörder war. Dabei spielte auch Rassismus eine Rolle. In einem Land, das sich nur schwer mit seiner neuen multikulturellen Politik anfreunden konnte, überraschte es kaum, dass einem griechischen Einwanderer die Schuld gegeben wurde.
Beweise hin oder her. Cook sah wahrscheinlich aus der Ferne zu, als sich die Öffentlichkeit geschlossen gegen den ehemals beliebten Moderator stellte. Sie hatten einen Sündenbock gefunden. Cook konnte das nur recht sein. Und während Fotos Hunters mit dem Tod seiner Freundin und den öffentlichen Anfeindungen fertig werden musste, entschied sich Cook es erst einmal ruhig angehen zu lassen.
Für den Moment. Ganz aufhören wollte er aber nicht. Er wollte es noch einmal mit dem Morden versuchen. Schließlich verdiente alles, mindestens eine zweite Chance. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher. Und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen.
Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast. Produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion Wiebgeachter Winter Chris Guse, Suholder Kli Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uta Kirschei und Daniel Nicolao.
Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Buirot. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.
In den frühen Morgenstunden des 27. Januar 1963 begannen überall in Perthone zu klingeln. Die Sonne war gerade erst aufgegangen, doch die Nachricht verbreitete sich schon wie ein Lauffeuer. Ein Amokläufer war in der Stadt unterwegs. Polizeibeamte riefen bei ihren Familien an. Sie sagten, dass sie die Türen abschließen und von den Fenstern wegbleiben sollten.
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