Tagesgeld – was die vielen Lockangebote gerade wert sind T
Tagesgeld – was die vielen Lockangebote gerade wert sind

Tagesgeld-Angebote zur WM. Fallen Tore, steigen die Zinsen. Das ist bei dem Betrag, den ich dort transferiere, auch gutes Geld, was man damit verdient. Es gibt bessere Geldanlage-Möglichkeiten als ein Tagesgeldkonto. Die gibt es, doch wer sein Geld ohnehin auf dem Konto liegen lässt, sollte gerade jetzt genauer hinschauen.
Es lohnt sich auf jeden Fall. Die Unterschiede im Markt sind gewaltig. Das Tagesgeld-Comeback: Wo Sparer jetzt 4% und mehr bekommen. Die Deutschen gelten als Sparweltmeister. Girokonto, Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld. Anlagemöglichkeiten gibt es viele. Tagesgeldkonto, Sie haben eins? – Ja, ich denke, ja. Wissen Sie, wie viele Zinsen Sie darauf bekommen? Null, meines Wissens. Das ist eigentlich unsinnig.
Ich könnte es auf dem Girokonto genauso gut haben. Wir haben Goldmünzen zu Hause, oder im Tresor. Da gab es die letzte Zeit auch eine schöne Rendite. Auch in dem Alter, wo wir das nicht mehr so brauchen. Wir tun das Geld ausgeben, was wir haben, fertig. Laut einer Studie aus 2025 haben 41 % ihr Geld auf einem Girokonto.
Auf Tagesgeldkonten sparen 32 % der Befragten, 28 % investieren in Immobilien, 26 % in Aktien. Der Wettbewerb um die Ersparnisse der Deutschen nimmt deutlich zu. Tagesgeldkonten rücken in den Fokus, erklärt Martin Faust von der Frankfurt School of Finance and Management. Sie sind im Vergleich zum Festgeld flexibel.
Sparer haben jederzeit Zugriff auf ihr Geld. Tagesgelder sind für Banken sehr attraktiv, weil man Gelder einsammelt von den Kunden. Diese Gelder kann man dann weiterverleihen an andere Kunden in Form von Krediten oder man verleiht sie auch an andere Banken. Dadurch verdient man einen schönen Ertrag. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, Neukunden zu gewinnen, um dann mit diesen Kunden auch andere Geschäfte zu tätigen.
Und v.a. Neukunden werden mit guten Zinsen umworben. Mit dem höchsten Zins am Markt stattete Chase, die Digitalmarke des US-Giganten JP Morgan. Ralf Wever von Verivox hat die Angebote gecheckt und ist sicher, dass der Wettbewerb um Spargelder gerade erst losgeht. Im Mai ist mit Chase eine neue Bank in Deutschland gestartet.
Die gehört zum amerikanischen Großbankkonzern JP Morgan und bietet Tagesgeldanlegern 4 % Zinsen, zumindest für die ersten 4 Monate. Danach greifen dann reguläre Bestandskundenzinsen, die mit 2 % ebenfalls relativ üppig ausfallen. Zum Zeitpunkt des Markteintritts war das mit Abstand das beste Angebot im Markt.
Inzwischen haben aber viele Wettbewerber nachgezogen, ebenfalls ihre Zinsen erhöht. Für Verbraucher bedeutet die neue Konkurrenz v.a. eines, bessere Chancen auf höhere Sparzinsen. Während die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen aktuell bei den bundesweiten Angeboten bei 1,44 % liegen, sind sie bei den Sparkassen und Volksbanken mit 0,39 % pro Jahr deutlich niedriger.
Angebote gibt es kaum. Wenn man Tagesgeldkonten anbietet, die höhere Verzinsung haben und die sogar vielleicht bewirbt, dann geht das zu Lasten des Gewinns. Man muss den Kunden mehr bezahlen. Man setzt hier auf die Trägheit der Kunden und hofft, dass die meisten Kunden auch bei geringeren Zinsen bei der Bank bleiben.
Und tatsächlich, viele scheuen den Wechsel. Noch nicht drüber nachgedacht, sage ich Ihnen ganz ehrlich. Aber dann haben wir unsere Bank, die uns berät. Wir sind ja hier vorne bei der Bank. Da bin ich seit über 30 Jahren. Allein die bürokratische Arbeit schreckt mich ab. Ich bin keine Wechslerin. Ich bin eine treue Ehefrau und insofern auch eine treue Kundin.
Was nützt das, wenn ich von Direktbank oder sonst was bekomme, die es hier gar nicht gibt. Wer den Wechsel scheut, verzichtet auf bares Geld. Wie viel Geld, zeigt eine einfache Rechnung. Ein Beispiel: Legt man 10.000 Euro auf ein Tagesgeldkonto bei der Sparkasse oder Volksbank mit niedrigen Zinsen an, erhält man durchschnittlich 39 Euro Zinsen.
Bei der Cosmos Direct sind es bei einem Zinssatz von 2,2 % 220 Euro Zinsen. Und bei Chase mit 4 % 400 Euro. Dieser Zinssatz ist allerdings zeitlich befristet und wäre mit einem erneuten Wechsel verbunden. Gerade beim Tagesgeld lässt man sich damit eine Menge Zinsen durch die Lappen gehen. Das ist völlig unnötig.
Denn man kann sein Tagesgeldkonto wechseln zu einer Bank mit höheren Zinsen. Ansonsten bleibt alles, wie es ist. Das Girokonto bleibt bei der bestehenden Hausbank. Allerdings lohnt vor einer Kontoeröffnung ein genauer Blick ins Kleingedruckte. Denn die attraktiven Zinssätze sind oft an Bedingungen geknüpft.
Bei Chase gilt der Aktionszins für 4 Monate. Anschließend sinkt er auf der Zeit 2 %. Die Noris Bank zahlt die 4 % sogar 6 Monate lang, verlangt dafür aber zusätzlich die Eröffnung eines Girokontos. Auch bei der Crédit Agricol ist ein Girokonto Voraussetzung. Zudem gilt der Zinssatz nur für Guthaben bis 10.
000 Euro und bis Ende Januar 2027. Danach greift aktuell ein variabler Zins von derzeit 2,2 %. Für Verbraucher heißt das, regelmäßiges Vergleichen lohnt sich. Über das Jahr gesehen sind es ganz grob 3 %, generell auf das Kapital, 3,5 % vielleicht, um den Dreh, die man für Zinsen hat. Die habe ich auf meinem normalen Konto nicht.
Daraus ist es eine gute Rendite. Denn auch wenn die Zinsen nach dem Aktionszeitraum fallen, werden sie anderswo für Neukonten wieder steigen, sind die Experten sicher. Der deutsche Markt ist der größte Markt in Europa. D.h. jede Bank, die wachsen möchte, auch jede holländische, französische oder amerikanische Bank, kommt um den deutschen Markt nicht herum.
Wir haben sehr hohe Anlagebeträge. Die Deutschen gelten auch als Sparnation. D.h. das Volumen, was man hier einsammeln kann, ist sehr groß. Man hofft hier auf entsprechende Geschäfte. Selten war es so einfach, ohne Risiko deutlich mehr aus seinem Geld zu machen. Wer die Zinsen vergleicht und notfalls das Tagesgeldkonto wechselt, kann mit wenigen Klicks mehrere 100 Euro zusätzlich im Jahr verdienen.