Der schreckliche Mord und die Entführung der Anneli-Marie R. T
Der schreckliche Mord und die Entführung der Anneli-Marie R.

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr zu dieser neuen Folge auch wieder reingeschaltet habt auf meinem Kanal Lias Crimeime. Darüber freue ich mich sehr und ich würde mich noch mehr freuen, wenn ihr bei YouTube oder auf den Podcast Portalen mir ein kostenloses Abo daassen würdet.
Ihr dürft natürlich auch gerne eine Kanalmitgliedschaft abschließen. Das muss ich auch immer mal wieder erwähnen. Ähm ja, da würde ich mich natürlich auch sehr drüber freuen. Oder auch immer wieder gerne gesehen ein Kommentar für den Algorithmus. So wird der Kanal immer mehr Menschen, die uns noch nicht kennen oder meinen Kanal noch nicht kennen, vorgeschlagen.
Ja, jetzt kommen wir aber zum heutigen Fall. Der heutige Fall hat es in sich und deswegen hatte ich auch lange gezögert, ob ich euch diesen Fall überhaupt vorstellen soll, denn es ist ein junges Mädchen zu Tode gekommen bzw. ein Teenager. Sie war kurz vor ihrem 18. Geburtstag, aber wie sie zu Tode kam und weshalb? Das ließ mich irgendwie fassungslos zurück.
Natürlich lässt mich jeder Mord irgendwo fassungslos zurück, aber wenn es dann aufgeklärte Morde sind und man die Hintergründe dazu kennt, dann denkt man zumindest ich in dem Fall noch mal ein bisschen länger darüber nach. Ja, in dieser Folge geht es um Annelie Marie Risse. Sie wurde mit 17 Jahren getötet und es ist ein sehr sensibles Thema.
Deshalb habe ich wie gesagt ja so lange gezögert. Also, wenn ihr damit nicht so gut umgehen könnt, dann hört euch vielleicht lieber die nächste Folge wieder an. Aber ich würde sagen, wir beginnen jetzt mit der heutigen Folge. Annelie Mari Risse, die ich in dieser Folge mit Annelie abkürzen werde, wurde am 22.
Juni 1998 geboren, die jüngste von drei Geschwistern. Sie war die Tochter von Ramona und Uisse. Uwisse ist ein bekannter und erfolgreicher Bauingenieur und Bauunternehmer, der es schon zu einem beträchtlichen Vermögen gebracht hat. Annelie wuchs mit ihrer Familie in Robschütz in der Gemeinde Klipphausen auf im Landkreis Meißen in Sachsen.
Von ihrer Familie wird Annelie als ein lebensfrohes Mädchen beschrieben. Neugierig sei sie gewesen, sprachtentiert. Ein Mädchen, was nach dem Abitur sicherlich die Welt hätte erkunden wollen. Einen Sonnenschein laut ihrer Schwester. Sie war sehr musikalisch, spielte unter anderem Gitarre und ganz toll Klavier. Da habe ich mir Videos zu angesehen, wo man das hören konnte.
Das war wirklich ganz ganz toll und ihre Interessen waren also sehr sehr umfangreich und sie besuchte damals 2015 das Geschwisterscholgnasium in Nossen im Landkreis Meißen. Ein Jahr hätte Annelie noch bis zum Abitur gehabt. In den Ferien renovierte sie ihr Zimmer und kaufte mit ihrer Mutter neue Möbel. Bis zum 21.
August 2015 hätte Annelie eigentlich noch Sommerferien gehabt, aber es kam alles anders. An einem schönen Sommertag entschloss sie sich mit dem Familienhund Paula, einer Jagdhündin, noch eine Tour mit dem Rat zu machen. Soange habe sie das laut ihrer Familie auch noch gar nicht gemacht und man dachte, vielleicht trifft sie sich bei den Gassiunden vielleicht mit ihrem Schwarm, aber das ist wohl nicht so gewesen.
Vorher hat die Familie Annelie und ihre Eltern noch zu Abend gegessen. Das war kurz nach 18 Uhr und danach ist sie dann mit dem Jagdhund Paula losgefahren auf eine Runde, die sie wohl immer auf dem Feldweg gemacht haben oder unter anderem auf einem Feldweg eben, damit Paula da wahrscheinlich auch gut laufen konnte. Uweisse widmet sich dann am Abend vermutlich, weil es dann auch nicht mehr so heiß gewesen ist, gehe ich mal so von aus, der Gartenarbeit.
Er hat den Rasen gemäht und sein Handy hat er dann auf der Terrasse liegen lassen. Später, als er dann zurückkehrt auf die Terrasse, sieht er mehrere verpasste Anrufe seiner Tochter auf seinem Handy und dachte sofort, dass etwas Wichtiges gewesen sein muss, wenn seine Jüngste ihn anruft. Er rief also zeitnah zurück, aber am anderen Ende der Leitung nahm nicht etwa Annelie den Anruf an, sondern einen Mann.
Er sprach gebrochenes Deutsch, wobei es sich für den Vater von Anneli irgendwie komisch anhörte, so wie vorgetäuscht. Und der Mann äußerte dann am Telefon, dass sie Annelie festhalten würden und 1,2 Millionen Euro Lösegeld fordern. Overisse glaubt zunächst an einen blöden Scherz. Der Entführer am Telefon allerdings gibt klar zu verstehen, dass dies kein Scherz sei.
Er machte es sogar ziemlich deutlich, denn dann schrie Annelie im Hintergrund ins Telefon. Und dieses Schreien, das sei unglaublich gewesen, erzählt Uwe Risse später der Süddeutschen Zeitung. Und dieser Schrei oder dieses Schreien gegen kurz vor 20 Uhr ist das letzte Mal, dass er seine Tochter hören wird. Zu diesem Zeitpunkt wusste er das allerdings natürlich noch nicht.
Bei Nichtzahlung des Lösegeldes würde man Annelie nach Polen bringen, so der Entführer am Telefon. Das war der erste Anruf, aber dabei blieb es nicht. Uverisse berättht sich an diesem Abend sofort mit seiner Frau. Die verständigt dann ziemlich zügig auch die Polizei. Anneles Vater fuhr die Strecken in dieser Zeit ab, wo man sie vermuten könnte, die Gassi Strecke, die sie z.B.
immer mit dem Familienhund Paula genommen hatte. Auch versuchte er sie immer wieder telefonisch zu erreichen. Auf der Suche an der Gassi Strecke, einem Feldweg nahe der B101 am Schenkberg, wird Uisse dann fündig. Zumindest findet er Annelis Fahrrad und den Familienhund Paula und sperrte dann den Feldweg, der nur 1,5 km vom Zuhause entfernt lag, provisorisch ab.
In der Zeit, wo er sich noch draußen aufhält, ist das Landeskriminalamt schon bei den Risses zu Hause angekommen. Man nahm die Lage von Anfang an damals sehr ernst. Auch rief man Freunde Anneles an, aber niemand wusste, wer sie entführt haben könnte oder wo sie überhaupt sein könnte. Auch Anneles Schwester wurde informiert und fuhr sofort zu ihren Eltern.
In der Zeit, wo die Familie verzweifelt nach Annelie suchte, hielt diese sich in einem leeren Gehöft auf, ca. 10 km von ihrem Elternhaus entfernt, gefesselt an einen Stuhl, so wird es Norbert K. später berichten. Zuvor auf der Gassiunde mit Paula wurde Annelie überrascht. Ihr lauerten zwei Männer in einem Gebüsch zwischen dem Dorf Luga und der B101 auf einem Feldweg auf.
Sie hatten Annelie zuvor schon über Facebook ausspioniert und sie schon das ein oder andere Mal beobachtet. Dabei hatten die beiden Männer ETA und Kabelbinder dabei. Sie erhofften sich, dass Annelie von dem Eta bewusstlos wird oder zumindest regslos. Ihr erinnert euch vielleicht, ETA ist ja ein Mittel, was sehr sidierend wirken kann.
Also träufelt man das z.B. auf ein Taschentuch und drückt es der Person ins Gesicht und diese Person atmet es ein, dann kann die Person durchaus bewusstlos davon werden. Sie erhofften sich natürlich, dass Annelie von dem ETA bewusstlos wird oder zumindest regslos oder sich nicht mehr so gut wehren kann, aber dieser Plan scheiterte.
Annelie hat sich extrem gewährt gegen ihre beiden Entführer und die Betäubung mit dem ETA bzw. Sedierung funktionierte auch nicht. Der Plan, Annelie in den Kofferraum zu packen, konnte aufgrund dessen, weil sie sich so doll gewährt hat, nicht realisiert werden. Sie fesselten sie mit Kabelbindern und einer der beiden Entführer saß mit ihr auf der Rückbank im Auto auf dem Weg zu dem verlassenen Gehöft.
Beide Entführer Anneles trugen keine Masken. Annelie hat den beiden also genau ins Gesicht blicken können. Zurück bei der Familie Risse zu Hause erhielten diese eine Sprachmemo von den Entführern. Sie sagten Annelie sei nun in der Tschei angekommen und sollte das Lösegeld nicht bezahlt werden, würden sie ihre Tochter niemals wiedersehen.
Sie sollten das Geld bis zum Folgetag bereitten und Uisse setzte natürlich alles daran, das Geld aufzutreiben. In der Nacht auf Donnerstag, den 14. August 2015 war für die Eltern an Schlaf natürlich nicht zu denken. Die Gedanken kreisten immer nur um ihre Tochter, um das Lösegeld, um Angst natürlich auch ihre Tochter verlieren zu können.
Aber sie hatten auch Hoffnung, dass alles gut gehen würde, wenn das Geld denn schnell aufgetrieben werden könnte. Und diese Hoffnung hielt damals Uwe und Ramona Risse am Leben. Am Freitagmittag meldeten sich die Entführer erneut. Das Geld sollle nicht etwa in Bar irgendwo abgelegt werden, sondern per Überweisung auf ein ausländisches Konto, z.B.
in Malaysia übertragen überwiesen werden, aber die Entführer geben den Risses keinerlei Kontodaten. In der Zwischenzeit schafften sie es aber schon mal, das Geld die 1,2 Millionen Euro aufzutreiben. Die Hoffnung, dass jetzt alles gut ausgehen würde, nun wo man ja auch das Geld aufgetrieben hatte, war natürlich immer allgegenwärtig.
Der Gedanke daran, daß es ungut ausgehen könnte, war auch einfach viel zu schlimm. Auch die Polizei und das Landeskriminalamt waren nicht untätig. Auch sie versuchten Kontakt zu den Entführern aufzunehmen. Schon am Tag der Entführung begann die Polizei damit, abr die Umgebung abzusuchen, unter anderem mit Spürhunden. Einer der Hunde schlug an einem abgelegenen Hof an.
Am Freitagmgen stürmte man diesen Hof schon mit dem SE, fand dort aber nichts. Auch befragte die Polizei natürlich Anwohner gerade aus dem Gebiet, wo man Annelie entführte. ob ihnen irgendetwas aufgefallen sein könnte. Und tatsächlich berichteten Anwohner von einem silbergrauen BMW, der in der Gegend häufiger gesehen worden sein soll, aber eigentlich nicht dorthin gehörte.
Am Sonntag, drei Tage nach der Entführung wenden sich Anneles Eltern mit einem offenen Brief an die Entführer, aber auch an ihre Tochter und wie sehr sie sie vermissen würden. Es kam dann auch noch ein sehr wichtiger Hinweis von einem Polizeibeamten, der aber nicht in der Sokomarie tätig war, wo es ja um die Entführung von Annelie ging, sondern ein Polizeibeamter aus Badenwürtemberberg hat sich gemeldet.
Er erinnerte sich daran, dass es einen Vorfall zwei Wochen vor Anneles Entführung gab, also ungefähr Ende Juli, wo ein Unbekannter versuchte Lidl und Kaufland zu erpressen. Auch er forderte 1,2 Millionen Euro auf ein Konto in Malta zu überweisen. Der damalige Erpresser, der sich Meer nannte, wollte eine Eherbombe hochgehen lassen.
Die Kontonummer für die 1,2 Millionen Euro sollte in der Zeitung erscheinen, aber auch das geschah ähnlich wie im Fall von Annelie nicht. Also eine Kontonummer wurde niemals durchgegeben und der Erpress hat sich irgendwann einfach nicht mehr gemeldet. Die Sokumarie verzeichnete dann einen Erfolg. Sie haben nämlich tatsächlich eine DNA Spur am Fahrrad von Annelie festmachen können.
Die Täter haben also nicht mal Handschuhe bei der Entführung getragen und die Soko hatte dann sogar noch mehr Glück, denn es ist ja nicht immer üblich, dass es dann auch so eintrifft. Die DNA fand sich sogar in der DNA Datenbank für Straftäter wieder und die DNA stammte von Markus B. einem mehrfach vorbestraften Mann, der unter anderem sogar schon wegen einem Sexualdelikt und Betrug sowie Brandstiftung verurteilt worden war.
Diese Information aber teilte man der Öffentlichkeit und ich glaube der Familie auch erstmal nicht direkt mit. Die Ermittler verunsicherte in dieser Zeit aber schon sehr, dass die Entführer so unvorsichtig gewesen sind. Keine Handschuhe, keine Maske, kein vorbereitetes Konto für die Zahlung der 1,2 Millionen Euro oder ein Ort, wo man das Geld hätte ablegen können.
Hatte man es hier also mit Leinen zu tun, die überhaupt nichts vorbereitet hatten und das mit Sicherheit zum ersten Mal gemacht haben. Auch konnte man einen Vergleich ziehen zwischen der Stimme des Lidlerpressers in Baden-Wütten wenige Wochen zuvor und dem Entführer Annelie und die Stimmen waren identisch. Man konnte beide Stimmen Markus B. zuordnen.
Am 16. August 2015, einem Sonntag führte man eine Telefonüberwachung bei Markus B. durch. Sein Handy konnten die Ermittler in Bayern ordnen. Er führte am Sonntagabend ein Gespräch mit einem Mann namens Norbert K. In diesem Gespräch machten sie sich mehr oder weniger lustig über den Fall Annelie und sprachen so miteinander, als würden sie diesen Fall überhaupt nicht kennen bzw.
nichts damit zu tun haben. Norbert K war im Vergleich zu Markus B. Bestraft. Er hatte bis dahin eine reine Weste. Um 19:15 Uhr finden die Ermittler dann auch den BMW, von dem die Zeugen gesprochen hatten. Er stand in Burgebach im Landkreis Bamberg in Bayern vor einem Einfamilienhaus. In der Nacht zum Montag, dem 17.
August 2015, wird dann in den frühen Morgenstunden Markus B. in Bayern festgenommen und auch Norbert K wird am gleichen Tag in Dresden festgenommen. Zeitnah wird auch ein Bauernhof in Klipphausen im Landkreis Meen gestürmt. Die Schwiegermutter von Markus B. Und auch er sowie seine Frau und beiden Kinder lebten bis vor kurzem noch dort, bis sie nach Bayern gezogen sind.
Dieser Hof stand nun zum Verkauf. Auf dem Hof selbst fand man Annelie aber leider nicht. Norbert K. Den man zeitnah zur Entführung befragte, legte dann aber ein Geständnis ab. Noch am Montag Nachmittag. Er raubte Familie Risse, also die ja letzte Hoffnung, Annelie könnte noch leben, vielleicht irgendwo von den Tätern zurückgelassen worden sein, aber das war ja leider nicht der Fall.
Norbert K führte die Ermittler dann auch zu dem Bauernhof in Klipphausen und direkt daneben liegt ein Feld, wie oft ja üblich an Bauernhöfen angrenzend und auf diesem Feld findet sich dann in einer Grube verschart nackt der Leichnam von Annelie. Wenn eine Frau nackt aufgefunden wird, denke zumindest ich direkt immer daran und sicherlich einige von euch auch an ein Sexualdelikt.
Das wurde aber im späteren ausgeschlossen. Also Annelie scheint von den Tätern nicht missbraucht worden zu sein. Am Hals der 17-jährigen aber fanden sich deutliche Spuren von Gewalt. Durch die stattgefundene Obduktion im späteren wurde festgestellt, daß Annelie erstickte. Manche Berichte geben auch an, er drosselt als Todesursache.
Das hat aber den Hintergrund, Annelie soll unter einer Plastiktüte, die mit Kabelbindern zugezogen wurde, erstickt sein bzw. Weise da war auch noch ein Spanngurt im Spiel und deswegen kann man wahrscheinlich nicht wirklich sagen, ob sie jetzt an der Plastiktüte erstickt ist oder ja durch den Spanngot getötet wurde.
Und ähm ja, man hat auch wohl angegeben, dass der Todeskampf mehrere Minuten gedauert haben könnte. Auch starb Annelie nicht erst am Wochenende, sondern wohl schon am Freitag, einen Tag nach der Entführung. Und jetzt wird es ziemlich makaber, wie später bekannt wird, wird einer ihrer Entführer, Markus B. an genau diesem Tag, wo Anelie verstorben ist bzw.
getötet wurde, noch mit einem Freund auf einem Stadtfest gesehen, so als wäre nichts passiert. Ja, das muss man glaube ich auch erstmal sacken lassen. 1200 Beamte suchten und fahneten ja auch insgesamt nach Annelie und der Polizeipräsident, der der Öffentlichkeit bekannt machte, dass sie tot ist, war den Tränen nah und alle hofften natürlich auch das junge Mädchen noch Leben zu finden.
Und die Ermittler überbrachten dann an Lis Eltern die traurige Botschaft mit den Worten: “Wir haben leider keine gute Nachricht. Und ja, ich denke, da haben die Eltern sich bestimmt schon ähm ja denken können, was passiert ist. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie die sich in diesem Moment gefühlt haben. Nicht nur die Eltern, auch die Geschwister, die Freunde, alle, die Annelie so gekannt haben.
Für Familie Risse muss da wirklich eine Welt zusammengebrochen sein. Und bis zuletzt haben sie verständlicherweise ja auch gehofft, dass Annelie noch leben könnte. auch Freunde und Schulkameraden, die waren alle natürlich fassungslos und die Frage nach dem Warum war allgegenwärtig. Warum musste Annelie sterben? Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sterben musste, weil ihre Entführer so leichtsinnig gewesen sind, sich unmaskiert zu zeigen, unmaskiert und unvorbereitet in den Plan gegangen sind.
Anneles Eltern veröffentlichten unter anderem eine Traueranzeige. In dieser stand unter anderem unser Liebstes auf der ganzen Welt. Unser Baby, unsere Maus, unser Schätzchen, unsere kleine Klavierspielerin. Wir sind so unglücklich, gebrochen und ausgebrannt. Wir vermissen unser Kind so sehr. Ja, und dann wurde unter Anteilnahme von ca.
700 Menschen in der Dorfkirche in Sor Abschied von der 17-jährigen genommen am 29. August 2015. Aber nicht nur die Pfarrer fanden tröstende Worte, auch Anneles Schwester sprach auf der Trauerfeier und aufgrund der Vielzahl der Personen wurde der Gottesdienst auch nach draußen übertragen. Anneles Klassenkameraden ließen einen Stern für sie im Sternenregister aufnehmen.
Das finde ich wirklich eine sehr, sehr schöne Geste. In einem weißen Sag mit einem Blumenstrauß darauf wurde Annelie beerdigt. Auf ihrer Trauerfeier spielte Klaviiermusik und das Lied True Colors. Am Ende der Trauerfeier stiegen sehr viele weiße Luftballons in den Himmel. Für die Familie blieb nach der Trauerfeier aber keine Zeit, um den Tod ihrer Tochter in Ruhe verarbeiten zu können.
Wie bekannt wurde, wollte sich Markus B. nämlich gerade an diesem Tag der Beerdigung das Leben nehmen. Der Versuch scheiterte aber für den bevorstehenden Prozess am Landgericht Dresden hatten sich die Eltern dafür entschieden als Nebenkläger dem Prozess beizuen. Im Januar 2016 wurde Anklage gegen Markus B. Norbert K. erhoben. Der mittlerweile 40-jährige Markus B.
sollte Annelie laut Staatsanwaltschaft getötet haben. Der mitangeklagte Norbert K. Mittlerweile wurde erpresserischer Menschenraub mit Todesfolge zur Last gelegt. Dies wurde Markus B. auch noch zusätzlich vorgeworfen. Ein Mordverdacht konnte laut Anklagebehörde nicht aufrechhalten werden. Am 30.
Mai 2016 begann dann vor dem Landgericht Dresden der Prozess gegen die beiden Angeklagten. Laut Anklage so Staatsanwältin Karin Dizze damals, war es Markus B. Der schon am Tag nach der Entführung eine Plastiktüte über den Kopf von Annelie zog und sie dann mit einem Spanngurt und Kabelbindern erdrosselte, um zu verhindern, dass Annelie die Entführer identifizieren könnte.
Norbert Kaso, die Anklage sei über die Tat seines Komplizen zwar entsetzt gewesen, habe ihn aber nicht davon abgehalten. Als Motiv für die Entführung nennt die Staatsanwältin massive Geldprobleme, vor allem von Markus B. Er sei durch den Kauf eines Hauses Zahlungsverpflichtungen von mehr als einer halben Millionen Euro eingegangen, die er nicht ansatzweise bedienen konnte.
Die Entführung sei von langer Hand geplant gewesen, aber äußerst diletantisch ausgeführt worden. Markus B. Opfer zunächst ausgespäht und sich mit den alltäglichen Gewohnheiten vertraut gemacht. Er habe schon Monate vorher Kabelbinder besorgt und Ether bestellt, um das Mädchen zu betäuben. Aber dann hätten die Entführer weder Masken noch Handschuhe getragen und hatten keine realistische Vorstellung davon, wie das Lösegeld denn übergeben werden sollte. Markus B.
machte vor Gericht keine Aussage, auch zuvor nicht und hat auch im Prozess weiter immer geschwiegen. Norbert K ließ durch seinen Verteidiger eine Erklärung verlesen, immerhin, die vom Anklagevorwurf aber erheblich abwich. Er räumte ein, durch das Fahren des Entführungsfahrzeugs Beihilfe zum erpresserischen Menschenraub geleistet zu haben.
In den Entführungsplan sei er aber nicht eingeweiht gewesen. Es sei kein finanzieller Vorteil für ihn verabredet gewesen und mit der Tötung Annelis habe er nichts zu tun. Norbert K wächst in Westberlin auf, um mal zu den Angeklagten zu kommen. Arbeitete im Grunewald als Forst und später bis 1990 im Blumenladen seiner Mutter.
Er führte mehrere Ehen und hat eigene Läden gehabt in Nord und Süddeutschland. Aber jedes Mal laufen die Geschäfte und Beziehungen nur ein paar Jahre gut und dann ist das wieder auseinander gegangen. Teilweise wurde er sogar als Heiratschwindler betitelt. 2005 zieht er von Willhemshafen nach Dresden, wo er eine Lehrerin heiratet und zwei Jahre später wieder geschieden wird.
Versucht sich Immobilienbereich unter anderem, aber am Ende lebt er dann von Harz 4. Er soll ca. 40.000 € Schulden haben. Er war der einzige, der im Prozess sowie auch zuvor in den Vernehmungen etwas mehr Klarheit in den Fall bringen konnte. Er erzählte seine Version der Geschichte. Annelie habe sich zum Beispiel so stark gewährt, dass bei der Entführung er dann doch mithelfen musste, anstatt nur den Fahrer des BMWs zu spielen.
Annelie soll an einen Stuhl gefesselt worden sein, in einem Schuppen auf dem Dreisehof in Lampersdorf. Er ist laut eigener Aussage aber nicht die ganze Zeit dort geblieben. Er soll am Freitagmittag aus seiner Dresdenner Wohnung wieder auf den Hof in Lampersdorf gekommen sein und da soll Annelie noch gelebt haben am Freitagmittag.
Sie soll aber schon eine Plastiktüte auf dem Kopf gehabt haben und war gefesselt und dann sei Markus B. Tat geschritten. Norbert K. Verteidiger war der Auffassung, man dürfe die Aussage seines Mandanten nicht verwenden. Er sei völlig übermüdet gewesen. Norbert K wollte Markus B. noch abhalten, aber dieser habe sich nicht wegstoßen lassen und wollte unbedingt, kann man denke ich mal schon so nennen, Annelie ermorden und nach dem Mord habe er ihn erstmal Getränke holen geschickt.
Ich glaube, das passt ziemlich zu dem Charakter von Markus B, der dann ja auch noch später dann auf ein Stadtfest geht, wo man wirklich schlucken muss und das einen fassungslos zurücklässt. Andererseits gab es aber auch Indizien dafür jetzt vor Gericht wieder, daß Norbert K nicht in der Scheune war, als es zur Tötung kam.
Ein Kassenbong und Zeugen sollen das bestätigt haben. Norbert K soll mehrfach allein mit Annelie auf dem Hof gewesen sein, hatte ja auch Chancen, sie zu retten, die er aber nicht genutzt hat. Und jetzt noch mal ein paar Details zum Haupttäter. Markus B. soll über eine halbe Millionen Euro verschuldet sein. Es hat dich ja eben schon mal kurz angerissen.
Log seine Familie an, er würde eine hohe Erbschaft erwarten. Stamme aus einer wohlhabenden Familie. Der Jüngste von sechs Geschwistern beginnt nach der Schule eine kriminelle Laufbahn. Seine Frau lernt er in einem Hotel kennen, wo er Chefkoch gewesen ist. Er beging Versicherungsbetrug, Brandstiftung und so schreiben es einige Medien auch noch.
soll er sogar wegen eines Sexualdelikts vorbestraft sein. Er baute einen Bauernhof um, weshalb ihn gläubiger im Nacken saßen, aber auch seine eigenen Kinder damals 8 und 9 Jahre alt, soll Markus B. Gut behandelt haben. Seine Frau hat er nämlich betrogen und das wohl schon seit längerem.
Und die Kinder durften der Mutter nicht verraten, dass der Papa eben mit anderen Frauen verkehrte. Und ja, er hat die Kinder dann wohl so ein bisschen bedroht, damit sie bloß den Mund halten. Scheinbar waren die Kinder dann wohl auch dabei, wenn er diese Frauen getroffen hat. Markus B. Norbert K. lernten sich übrigens auf dem Bauernhof kennen, wo Bis vor kurzem vor der Entführung ja noch mit seiner Familie lebte und Norbert K half dort gelegentlich aus und kümmerte sich am Ende sogar um den Hund von Markus B.
den er dort einfach zurückgelassen hat. Also er scheint wirklich in vielerlei Hinsicht einfach ein kompletter Unmensch zu sein, wenn man das alles so hört. Eine der wichtigsten Aussagen vor Gericht, wie ich finde, sind auch immer die Aussagen von Gerichtsmedizinern oder Gerichtsmedizinerinnen, denn nur sie können uns ja Details geben, die auch sehr wichtig sind für eine spätere Verurteilung.
Im Prozess sagte der Gerichtsmediziner Uwe Schmidt aus und äußerte sich detailliert. Laut Schmidt wurde Annelie einen Tag nach ihrer Entführung am 13. August 2015 ermordet. Das hatte ich ja eben schon einmal kurz ähm angeschnitten. Er konnte sich aber nicht festlegen, ob Anelie jetzt an einem Kabelbinder oder Spanngurt den Erstickungstod fand, aber so sagt er, fand man bei der äußeren Leichenschau am Pfundort der Toten noch einen festgezurten Spanngurt an ihrem Hals.
Also Annelie lag tot dort mit diesem Spanngurt noch um ihren Hals. Also das muss ein Bild gewesen sein. Ich stell mir das so schrecklich vor. Und bei der späteren Untersuchung dann wurden dann aber unter diesem Spanngot eben noch die Kabelbinder gefunden. Allein die Vorstellung, es ist einfach nur schrecklich, was dieses Mädchen bloß erlebt haben muss.
Norbert K gab dann in einer früheren Vernehmung auch an, dass man es wohl erst mit einer Plastiktüte versuchte, sie umzubringen, aber Annelie hat dann ja noch geatmet. Nun verstehe ich auch, weshalb der Todeskampf mehrere Minuten gedauert haben soll. Man kann sich das ungefähr vorstellen, was da passiert sein muss. Ja, aber die Vorstellung ähm lässt mich wirklich sprachlos zurück, muss ich euch ehrlich sagen, weil das ist so ein junges Mädchen und wenn man dann wirklich so detailliert erfährt, was ihr zugestoßen ist, da fehlen mir echt die
Worte. Und Anneles Eltern hat das natürlich auch alles schockiert. Die hatten übrigens den Saal verlassen, als es um die letzten Minuten ihrer Tochter vor Gericht ging. Die kannten den Obduktionsbericht schon, wollten das aber alles nicht noch mal hören und das kann man natürlich mehr als nachvollziehen, weil so schreckliche Details als Eltern ertragen zu müssen, ähm ja, ist glaube ich nicht ohne Schaden wegzustecken.
Selbst mir fällt das ja schon schwer, ähm sich das so vorzustellen. Und auch die Apothekerin von der Markus B. Das ETA ausgehändigt bekam, sagte auch im Prozess aus, in der Apotheke, wo er das Mittel erhalten hatte, war er seit Jahren Kunde und Irene S. Die Apothekerin, erzählt, wie er in die Apotheke kam und auf einmal ETA verlangte, angeblich um seine Hühner zu betäuben, bevor er sie tötet.
Er müßse umziehen und könnte die Hühner nicht mitnehmen. Und die Apothekerin verlangte ein Rezept vom Tierarzt, aber der war im Urlaub und Markus B. ging dann zu seinem Hausarzt. Der hat sich aber auch geweigert, das Rezept auszustellen. Die Apothekerin recherchierte dann im Internet und stellte fest, dass ETA tatsächlich zur Betäubung von Hühnern verwendet wird und es gebe keine Rezeptpflicht, wie man das eigentlich ja so annimmt.
Also, ich hätte das jetzt auch so gedacht, aber der Käufer müsse sich ausweisen und werde auch registriert. Und danach bestellten sie dann 250 ml für ihn. Und ja, dann ähm ist es aber ja dazu gekommen, dass die Wirkung ja nicht eingetroffen ist und das ist wohl auf das warme Wetter zurückzuführen. Das ETA ist dann einfach zu schnell in der Luft verdampft und deswegen konnte man eben Annelie damit dann nicht betäuben.
Auch Markus Bes Ehefrau und seine Schwiegermutter wurden vor Gericht vernommen. Seine Ehefrau sagte vor Gericht, er konnte gut reden. Sie hatte damals bereits die Scheidung eingereicht. Er soll laut Frau und Schwiegermutter immer sie damit beruhigt haben, dass es ja bald eine Erbschaft geben würde. Auch gehöre seiner Familie ein Grundstück in Stuttgart in bester Lage.
Auch das war eine Lüge. Erst durch die Ermittlungen erfahren die beiden Frauen, dass Markus B. Leben eine Lüge gewesen ist. Am Ende der Vernehmung hat Anneles Vater Uwerisse noch eine Frage an die Ehefrau. Er fragte sie, wie verkraften das ihre Kinder? Die Frau blickt dankbar zu Anneles Eltern, aber bekommt kein Wort raus und schüttelt nur traurig den Kopf.
Markus B. schaut seine Frau währenddessen nicht einmal an. Schon in einem früheren Verfahren hat ein Psychiater von extremen Machtdemonstrationen gesprochen, mit denen er sein berufliches Versagen dann kompensiere. Der Gutachter im Aneli Prozess sah neben geltungsbedürftigen Persönlichkeitszügen vor allem ein unkritisches Selbstbild, aber keinen schuldminderen Narzissmus, also eine Schuldminderung aufgrund von psychischen Erkrankungen gab es in Markus B. Fall nicht.
Laut Ermittlern, so wurde im Prozess deutlich, googelte Markus B. Erst nach der Entführung, wie man Lösegeld überweisen könnte. Die ganze Nacht zu Freitag soll er damit verbracht haben. Im Suchverlauf finden sich aber auch schon andere Begriffe wie ersticken durch Plastiktüte oder Autogase. Und jetzt wird es wirklich wieder makaber.
Noch am selben Tag, wo Annelie verstorben ist oder besser gesagt umgebracht worden ist, führt er einen Makler und mehrere Kaufinteressenten über den Hof, wo er kurz zuvor erst ein 17-jähriges unschuldiges Mädchen tötete. Der Hof gehörte ja seiner Schwiegermutter und er übernahm aber die Verhandlungen und ging später, wie ich ja eben schon sagte, auf ein Stadtfest, als wäre nichts gewesen. Am 5.
September 2016 verkündete Richterin Birgit Dwiegand das Urteil gegen die beiden Angeklagten. Beide Angeklagte sind schuldig des Mordes in Tateinheit mit erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge, aber das Strafmaß unterscheidet sich bei den beiden Tätern deutlich. Norbert K bekommt eine achteinhalbjährige Haftstrafe. Markus B.
hingegen wurde zur höchstmöglichen Strafe verurteilt. Das ist die lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld. Für uns war es nicht hinnehmbar, wenn sie nach 15 Jahren aus der Haft entlassen werden würden, so Richterin wie Gand. Aber warum haben sich die Strafen so dermaßen unterschieden? Das lag daran, so die Richterin, dass die Angeklagten völlig unterschiedliche Rollen gehabt haben.
Markus B. daran hatte das Gericht keinerlei Zweifel war der aktive Part in diesem Gespann gewesen. Er fasste den Plan zur Entführung. Er spähte das Opfer aus. Er besorgte die Tatmittel, zerrte das Mädchen vom Fahrrad, fesselte es, brachte es ins Auto, führte die Erpresseranrufe und erfasste den Entschluss Annelie zu töten und setzte diesen auch um.
Norbert K legte zwar nicht selbst Hand an, aber er wußte bei Zeiten von der Absicht seines Komplizen und hatte nach Überzeugung des Gerichts auch ein eigenes Interesse an Anließ tot. Er hatte Markus Bia darauf hingewiesen, dass sie sonst jederzeit auffliegen könnten, die beiden, da sie nicht maskiert gewesen sind.
Die Richterin ist davon überzeugt, daß Norbert K. den Mord hätte verhindern können. Auch half Norbert K zudem bei der Beseitigung Anneles Leichnams. Strafrechtlich wertete das Gericht die Tat von ihm als Mord durch unterlassen und dafür sieht das Gesetz milderungsmöglichkeiten vor. Hier wäre eine Höchtstrafe von 15 Jahren vorgesehen.
Aber da Norbert K mithilfe bei der Aufklärung geleistet hat, verdiente er sich eine Strafmilderung. Dax er aber angab, von der Tötung gar nichts mitbekommen zu haben, wertete das Gericht als unglaubwürdig. Auch hatte er sich bis zu seinem 62. Lebensjahr nie etwas zu Schulden kommen lassen, was natürlich auch berücksichtigt wurde. Für Markus B.
gab es keine mildernden Umstände. Ein Leben, das seit der Jugend auf Lügen aufgebaut war, so die Richterin. Besonders schwer wiege das unermessliche Leid, dass er nicht nur Annelie, sondern auch der Familie und auch seiner Familie zugefügt habe. Die beiden Angeklagten nahmen das Urteil regungslos entgegen. Die Staatsanwaltschaft legte auch erst Revision gegen das Urteil ein, nahm aber dann im späteren den Antrag doch zurück.
Annelis Eltern hatten auf die Höchstrafe für beide Männer gehofft und für sie waren die Prozesstage verständlicherweise Schwerstarbeit und in bestimmten Situationen verspürten sie auch unbändige Wut und die Lust handgreiflich zu werden. Jedoch passierte das nicht. Anneles Eltern haben sich unheimlich zusammengerissen und ich denke, jeder kann die Gedanken, handgreiflich werden zu wollen, in diesem Fall absolut verstehen.
Ich zumindest kann es nachvollziehen. Und Anfang 2016 gründeten Anneles Eltern die Annelie Marie Stiftung und durch diese Stiftung soll Lebensfreude, Kreativität und Leidenschaft für Musik und Sprachen, die Annelia auch so geliebt hat, bewahrt bleiben. Die Stiftung unterstützt Jugendliche in der Region in genau den Dingen, die Annelie auch so geliebt hat.
Ich werde euch den Link zu der Stiftung auch mit in die Quellenangaben packen. Annelie wurde auf dem Familiengrab bestattet und auf ihrem Grabstein steht: “Deine Würde ist unantastbar, entführt, gefoltert, ermordet, für immer unfassbar, du fehlst.” Auch steht eine lebensgroße Statue, die Annelie darstellen soll neben ihrem Grab.
Diese wurde in liebevoller Arbeit unter anderem von einem Steinmetz gefertigt. Im Sommer gab Overwisse übrigens noch mal ein Interview 10 Jahre nach dem Mord an seiner Tochter. 10 Jahre sind vergangen, aber die Zeit halte längst nicht alle Wunden. Es tut nach wie vor weh, sagt Overisse. Festzustellen, dass es für das eigene Kind keine Zukunft gibt, kein Studium, keine Familie. All das tue sehr weh.
Oft sei es auch das Leben so ihr Vater, das neue Wunden aufreiße, etwa bei der Hochzeit der besten Freundin von Annelie oder ihrem Geburtstag. Vor 10 Jahren suchte sich die Familie auch professionelle Hilfe, um die Trauer zu bewältigen. Auch der Austausch als Familie mit Freunden oder Bekannten habe gut getan, sagt er.
Auch wird in einem Interview gefragt, wie er damit zurechtkme, daß Norbert K. seine Strafe ja bereits abgesessen hat. Er versuche nicht zu oft darüber nachzudenken. Das klinge vielleicht romanhaft, schmunzelt er, aber die gegenseitige Liebe als Ehele und zu unseren Kindern hat es uns ermöglicht, das zu ertragen.
Auch die Wut, die damals auf beide Täter da gewesen ist, sei nach wie vor präsent, auch wenn es ein unerträglicher Gedanke ist, dass einer jetzt auf freiem Fuß ist. Ja, das hat Overisse unter anderem in einem der Interviews gesagt. Die werde ich euch auch alle verlinken. Wenn ihr mögt, könnt ihr euch die natürlich auch mal dann in Gänze durchlesen.
Ja, also was die Familie mitgemacht hat und dass man ja auch nicht ähm Annelie am Ende helfen konnte. Man hat das Geld ja sogar aufgetrieben und trotzdem konnte man sie nicht retten, weil die Entführer einfach ja, um es mal deutlich zu sagen, so dumm gewesen sind, das Ganze nicht richtig vorzubereiten, weil wenn sie maskiert gewesen, hätten sie Anel ja irgendwo freilassen können, das Geld auf irgendein Konto hätte überwiesen werden können und dann hätten die sich ins Ausland absetzen können oder was auch immer, aber Aneli wäre am Leben
geblieben, aber schon alleine der Gedanke einen Menschen entführen zu wollen aufgrund von Geldproblemen. Ja, ihr könnt euch vorstellen, den kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich denke, das können die wenigsten Menschen, weil was auch eine Entführung alleine schon mit einem Menschen macht, das ist unsagbar schlimm.
Und was Annelie in ihren letzten Minuten erlebt hat oder vielleicht auch gedacht hat, das möchte ich mir überhaupt nicht ausmalen. Ähm, ein wirklich absolut schrecklicher Fall. Gut, jetzt im Fall von Maria Bögeral ist es ja ähnlich abgelaufen. Da ist sie ja leider auch zu Tode gekommen, obwohl man das Geld aufgetrieben hatte.
Und ähm ja, ein genauso schrecklicher Fall, den werde ich euch auch in kommender Zeit mal vorstellen. Das war auch ein vielfacher Wunsch von euch. Ja, ihr Lieben, das war jetzt so der Fall der Entführung von Annelie Marie Risse. Dürft mir wie immer zu dem Fall einen Kommentar schreiben, wenn ihr mögt, auch gerne für den Algorithmus.
Ich freue mich immer auch über ein Däumchen nach oben oder ähm ja, ein kostenloses Abo oder wer mag, auch eine Kanalmitgliedschaft. Damit unterstützt ihr meinen kleinen ähm Kanal wirklich sehr. So, ihr Lieben, ähm ich wünsche euch jetzt eine gute Nacht oder einen schönen Tag, je nachdem, wann ihr das jetzt gerade gehört habt, obwohl es natürlich wirklich harte Kost gewesen ist und ja, bleibt sicher, ihr Lieben, bleibt gesund. Bis zum nächsten Mal, eure Lia.
Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen.