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Wahre Verbrechen I Tödlicher Streit ums Sorgerecht T

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By sonds1
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Wahre Verbrechen I Tödlicher Streit ums Sorgerecht

ist dann sehr dynamisch aus diesem Fahrzeug rausgesprungen, gleich in Richtung seiner Frau gelaufen, hielt da schon die Pistole in der Hand. Als er sich wieder aufgerichtet hatte, stand Emina A quasi direkt vor ihm und er schoss ihr aus nächster Nähe einmal in den Kopf. Da lag eine junge Frau am Boden, die kleinen Kinder, alle im Alter zwischen 3 und 7 Jahren, um ihre tote Mutter drumrum.

Unser Fokus lag in dem Fall darauf, den Täter zu fassen. Und das war in dem Fall auch besonders wichtig, weil Anton Bea bewaffnet war. Er hatte eine Pistole, mit der hatte er schon geschossen. Wir mussten auch davon ausgehen, dass er weiterschießen würde und wir wussten vor allen Dingen nicht, was er vorhat.

Am 28. Mai 2018 wird in Salzgter Leben steht eine junge Frau auf offener Straße erschossen. Sie stirbt vor den Augen ihrer vier Kinder und ihrer Eltern. Oberstaatsanwalt Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft in Braunschweig kann sich gut an dieses brutale Verbrechen erinnern. Für das Opfer Emina A hatte der Tag eigentlich mit einem Hoffnungsschimmer begonnen.

 Vor dem Amtsgericht Tecklenburg hatte sie einen Prozess gegen ihren gewalttätigen Ex-Mann Anton B. gewonnen, indem es um das Sorgerecht für die vier gemeinsamen Kinder ging. Um 12:30 Uhr war ein Termin angesetzt in einer Sorgerechtsstreitigkeit. Es ging um die Kinder von Emine A und Anton B. Anton B und seine Frau lebten seit ungefähr 6 Monaten getrennt.

  Sollte Gewalttätigkeiten in der Ehe gegeben haben, auch gegenüber den Kindern. Und äh Emine A wollte allein für ihre Kinder zuständig sein, wollte allein entscheiden, wie sie aufwachsen, nicht unter dem Einfluss des Vaters. Und Anton B sah das ein bisschen anders. Er wollte insbesondere auch den Aufenthalt der Kinder bestimmen, wollte die Kinder wieder zu sich holen und wollte eben auch grundsätzlich das Sorgerecht gemeinsam mit seiner Frau ausüben.

 Die Frau wollte lediglich Besuchsrechte einräumen. Beide Parteien tragen dem Richter ihre Position vor und am Ende gibt es ein eindeutiges Urteil. Emine A erhält das Sorgerecht. Sie soll die Kinder behalten und großziehen. Anton B wird lediglich ein Besuchsrecht eingeräumt unter Aufsicht des Jugendamts. Damit war Anton B offensichtlich nicht richtig einverstanden, denn er äußerte noch während der Verhandlung bzw.

 kurz bevor die Verhandlung zu Ende war zu seiner Frau, das wirst du bereuen auf Albanisch. Es war eine Dummagein vor Ort, die das dann auch entsprechend gleich übersetzen konnte und ab dem Augenblick war im Prinzip auch so eine Art Angst in der Luft. Es war also für alle Teilnehmer dieser Verhandlung ein unangenehmes Gefühl.

 Man wusste nicht, was soll das jetzt heißen, was folgt danach? Und äh Emine A hat sich zunächst auch nicht getraut, wieder in ihr Auto zu steigen und nach Hause zu fahren, sondern man hat sich dann gemeinsam mit dem Richter entschieden, die Polizei zu rufen, weil man eben auch gesehen hatte, dass Anton B zwar den Gerichtssal verlassen hatte, sich aber noch vor dem Gebäude aufhielt und augenscheinlich darauf wartete, dass Imine A den das Gebäude verlässt und eben mit dem Auto irgendwie wegfährt.

Ein Streifenwagen begleitet das Auto von Emine A bis zur Autobahn. Als sicher ist, dass Anton B nicht folgt, kehrt die Polizei um. Emine A fährt weiter zu ihrer Familie nach Salzgitter Lebensteht. Dort hatte sie eine eigene Wohnung. Sie fuhr aber zunächst erstmal zum Haus der Eltern.

 Dort wusste ja die Familie, dass sie diesen Prozess hatte. Alle waren gespannt, wie das ausgegangen ist und deshalb waren auch alle erleichtert, als Semina A dann Heil dort wieder angekommen ist und davon berichtete, wie die Verhandlung gelaufen sei, dass ihr das Sorge und Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen worden ist und dass Anton B nicht entscheiden würde, wie die Kinder aufwachsen und äh wo sie sich aufhalten werden.

 Und inoweit war man dort eigentlich guter Laune. Äh genoss das gute Wetter vor dem Haus, hat er ein paar Stühle hingestellt. Ihr Ex-mann Anton B. Gericht auf Emine gewartet hatte, ist in der Zwischenzeit in seine Wohnung nach Westerkappeln gefahren. Voller Frust über die Entscheidung des Gerichts hält er sich hier für einige Zeit auf, ehe er einen fatalen Plan fasst.

Fakt ist, dass er sich gegen 16, 17 Uhr von einem Taxi abholen ließ und mit diesem Taxi nach Ostnerabrück zu einer Mietwagenfirma fuhr. Er war gut gekleidet. Der Taxifahrer ging davon aus, dass er einen Geschäftsmann fährt, weil Anton B einen Anzug trug und Anton B mietete sich dann in Osnabbrück einen Mietwagen und mit diesem Mietwagen begab er sich dann auf den Weg nach Salzgitter.

 Vermutlich, weil er wusste, dass dort die Eltern von Emina A lebten, die auch mal besucht hatte und das war für ihn die einzige Adresse, die er so in Selgit hatte. Inzwischen ist es 19 Uhr. Emine A sitzt mit ihren Kindern, ihrer Schwester und ihren Großeltern vor dem Haus auf einer kleinen Wiese. Das Wetter ist gut. Es ist ein warmer Sommerabend.

Die Kinder spielen, die Erwachsenen sitzen zusammen, teilen ihre Erleichterung, dass der Streit um das Sorgerecht ein Ende hat. Doch plötzlich biegt ein weißer Wagen in die Straße ein. Das Auto fährt mit hoher Geschwindigkeit direkt vor das Haus der Familie. Dann können Sie den Mann am Steuer erkennen.

 Das ist der Ex-Mann der Jungenfrau. Anton B. Parkte dann relativ schnell ein und brachte das Auto gar nicht zum Stehen, sodass es quasi noch nach hinten rollte und gegen ein weiteres Fahrzeug stieß, an dem dann auch Schäden entstanden. Und dann stürzte er mit einer Waffe in der Hand auf die Familie zu. Er hatte die Pistole quasi schon im Anschlag, als sich dann die Schwester von dem Mina und die Mutter auf ihn stürzten, weil die ahnten, dass das Ganze nicht gut ausgehen würde.

 Es kam dann zu einem Gerangel, alle drei gingen zu Boden und am Boden liegend schoss Anton B dann das erste Mal auf die Schwester von Mine A, traf sie im Hüftbereich, sodass die im Prinzip aus Gefecht gesetzt war. Er stieß dann noch die Mutter weg und als er sich wieder aufgerichtet hatte, stand A quasi direkt vor ihm und er schoss ihr aus nächster Nähe einmal in den Kopf.

Dann stieg Anton B im Prinzip genauso schnell wieder gekommen war, wieder in seinen Golf und vor davon und hinterließ halt im Prinzip eine, wenn man so will, ganz skurile Situation. Da lag eine junge Frau am Boden, die kleinen Kinder, alle im Alter zwischen 3 und 7 Jahren um ihre tote Mutter drumrum. Die schwerverletzte Schwägerin, Schwester von Emina A, äh lag dort ebenfalls am Boden.

 Die Mutter hatte sich dann aufgerappelt und dann ging es natürlich erstmal darum, äh zu schauen, wie kann man den Kindern diesen Anblick ersparen. Die Kinder wurden dann also aus dieser Situation herausgenommen. Die Polizei war längst benachrichtigt, weil auch Nachbarn die Schüsse mitbekommen hatten. Die Mutter von vier Kindern stirbt noch auf dem Rasen vor den Augen ihrer Familie.

Die Polizei sperrt den Tatort weiträumig ab. Die Schüsse haben die Menschen im Wohnviertel aufgeschreckt. Kriminaltechniker suchen rund um den Tatort nach Spuren. Über der Leiche von Emine A kniet die Mutter der jungen Frau, verzweifelt und voller Schmerz. Weil klar ist, wer die Schüsse abgefeuert hat, leitet die Polizei sofort eine Großverfandung nach Anton B.

Ein. Die Adresse des 38-jährigen ist schnell ermittelt. Zivilpolizisten bringen sich vor dem Wohnhaus in Stellung. Doch zunächst bleibt Anton B verschwunden. Es war ja nicht klar, wo Anton B nach der Tat hingefahren ist. Eine Möglichkeit war seine Wohnung. Die Polizei ist aber sehr, sehr schnell auch an die Wohnadresse in Westerkappeln gefahren.

 Man hat ihn da nicht angetroffen. Also, man hat geklingelt, geklopft, man hat gehört, da waren keine Geräusche. Man ist also davon ausgegangen, dass er vermutlich nicht in der Wohnung ist. Um sicher zu gehen, ist die Wohnung aber im Prinzip wenige Stunden nach der Tat schon komplett überwacht worden. Das heißt, es war klar, wer die Wohnung verlässt oder wer in die Wohnung will, wird von der Polizei gesehen und kann dann entsprechend auch kontrolliert und festgenommen werden.

 Äh, wir hatten uns parallel ja dann auch ähm um den Haftbefehl bemüht. Das heißt, es war klar, wer Anton B greifen kann, der muss ihn auch festnehmen. Als Anton B nach Hause kam, um vermutlich noch Sachen zu holen, die er für seine Flucht benötigt hat, stand vor dem Haus auch ein Zivilfahrzeug der Polizei.

 Für Anton B so nicht erkennbar und aus diesem Fahrzeug stiegen dann auch mehrere Männer, Polizeibeamte. Auch das war für Anton B in der Situation so nicht erkennbar und dann ging es im Prinzip ganz schnell, dass sich die Beamten auf Anton B stürzen, ihn zu Boden brachten, so dass er auch keine große Möglichkeit hatte zu sich zu wehren.

 Hat er auch nicht und er schilderte dann gleich bei der Befragung noch vor Ort, dass die Waffe, nach der die Polizei natürlich auch gezielt an ihm schon suchte, weil man ja davon ausging, dass er die bei sich führte, dass er die im Fahrzeug gelassen hatte, wo sie dann später auch sichergestellt werden konnte. Bei der Waffe, die anschließend im Handschuhfach entdeckt wird, handelt es sich um einen Revolver.

 Die zugehörigen Patronen werden ebenfalls in dem Mietwagen gefunden. Woher die Waffe stammt, kann allerdings nicht geklärt werden. Nach der Festnahme wird Anton B in den Räumen der Polizei befragt und er redet zur Überraschung der vernehmenden Beamten. Anton B hat sich tatsächlich zur Tat eingelassen. Das ist nicht selbstverständlich.

 Viele Beschuldigte schweigen auch. Anton B nicht. Anton B hatte den Drang zu erzählen. Das hat er später im Gericht dann auch noch mal gemacht. Er hat aber schon gegenüber der Polizei erzählt, dass er das alles so nicht gewollt habe, ähm dass im Prinzip alle anderen schuld sein und nicht er. Wenn die Familie ihn nicht angegriffen hätte, dann hätte er auch nie geschossen.

 Und er hat immer wieder darauf verwiesen, wie schwer er verletzt worden sei bei diesem Gerangel. Er hatte blaue Flecke äh gehabt. Es hätte ihm alles weh getan. Ähm, also das war wirklich so auch diese ganze Geschichte war total ich bezogen. Also der Schuss auf Emine oder auch auf die Schwester spielten quasi in seiner Erzählung gar keine Rolle, dass die Frau tot war.

 Das wurde zwar am Rande erwähnt und das ist ihm ja auch vorgeworfen worden, aber dazu hat er gar keine Stellung genommen, sondern es ging eigentlich nur darum, dass er angegriffen worden sei von der Mutter und von der Schwester Emines, dass er dort ähm verletzt worden sei mit Blutergüssen und dass deshalb die anderen Schuld hatten, dass das Ganze so eskaliert ist.

Anton B zeigt in den Vernehmungen keine Reue. Er stellt sich als Opfer da. Emine habe ihm die Kinder wegnehmen wollen. Die Ermittlungen der Polizei aber zeichnen ein ganz anderes Bild. Er war nicht der treusorgende Ehemann und Vater, der sich also da um die Kinder gekümmert hat. Er hat nicht gearbeitet.

  Er hätte also durchaus Zeit gehabt. Es war aber so, dass tatsächlich Imine A in den Haushalt gemacht hat, dass Emina A sich um die Kinder gekümmert hat, die in Kindergarten und zur Schule gebracht und auch wieder abgeholt, die sich so um den den Alltag gekümmert hat und Anton B, der hat so sein Ding gemacht und sein Ding, das war zunehmend mit religiösem Bezug.

 Er hat sich also, wenn man so sagen will, immer mehr für religiöse Themen interessiert. Manche sagen auch, hat sie sich ein bisschen radikalisiert. Der Bad wurde länger, truck manchmal auch islamische Gewänder, was eben vorher nicht so war. Er hat immer mehr darauf geachtet, dass auch seine Frau und seine Tochter Kopftuch tragen, was die eigentlich aus ihrer Herkunftsfamilie so nicht gewöhnt war.

Äh und er hat dann auch mit dem wenigen Geld, was die Familie zur Verfügung hatte, selber Reisen gemacht. Also er fuhr nach Mecca, ein halbes Jahr vor der Tat, war auch noch mal für einige Tage in Mecka auf einer Pilgerfahrt und ähm Emina A wusste im Prinzip nicht, wie sie die Kinder ernähren sollte, weil Anton B das Geld mitgenommen hatte und das war dann auch ein Grund, dass ich dann äh das Paar auch getrennt hat, dass Emina Adan gesagt hat, so will ich nicht mehr leben und ich möchte auch nicht diesen Einfluss von diesen radikalen Islamisten

auf meine Kinder haben. Und deshalb hat sie dann irgendwann die Sachen gepackt und ist in einem Frauenhaus nach Wolfenbüttel geflüchtet. Hans Christian Wolters bringt Anton B vor Gericht. Auch in der Verhandlung redet der 38-jährige nur über sich und seine Gefühle. Empathie oder Mitgefühl für das Opfer oder die Kinder hat er nicht.

Ich weiß nicht, ob er das selber für sich ausgeblendet hat, ähm weil er das in dem Augenblick vielleicht auch nicht bedacht hatte. ähm denn die Kinder waren da und die waren auch unmittelbar dabei. Und wie gesagt, das das sind Bilder, die man da so im Auge hat, wenn also da so eine junge Frau am Boden liegt und die eigenen Kinder auch kleine Kinder sind direkt dabei.

 Möglicherweise näheren die sich auch noch der toten Mutter an, weil sie ja gar nicht verstehen, dass die Mutter jetzt nie mehr aufstehen wird. Ähm, dazu hat er aber nie auch nur ein Wort gesagt, außer dass das alles so nicht stimmen würde. Die Kinder wären nicht da gewesen und er hat im Prinzip auch dies zu diesem Tatablauf konkret nichts weiter gesagt, warum er auf wen geschossen habe, sondern das war Schuld der anderen, die hätten ihn angegriffen und er hätte sich quasi nur verteidigt.

Anton B wird am Ende des Prozesses wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellt außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Ausschgebendes Merkmal für die besondere Schwere der Schuld war, dass hier neben niedrigen Beweggründen auch eine Heimtücke vorgelegen hat.

 Das heißt, der Anton B hat zwei Mordmerkmale verwirklicht und er hat auch mehrere Opfer gehabt. Der hat ja nicht nur auf seine Frau geschossen, auf die Emine, sondern eben auch auf die Schwester. Und all das sind eben so erschwerende Umstände, dass man sagen muss, das ist hier eben kein einfacher Mord. Das klingt ein bisschen komisch.

 äh ist aber im straffrechtlichen Sinne so, sondern das ist ein besonders schwerer Mord und für den muss man eben auch besonders bestraft werden und da reicht es eben nicht aus, dass man nur in Anführungsstrichen 15 Jahre mit Sicherheit verbüst, sondern da muss man länger verbüsten. Weil er den Sorgerechtsstreit gegen seine Exfrau verloren hat, löscht Anton B innerhalb von wenigen Sekunden das Leben der jungen Mutter aus.

Die traumatisierten Kinder der beiden leben heute bei den Angehörigen. Der Schütze Anton B muss für viele Jahre hinter Gitter. Er sitzt bis heute im Gefängnis. An diesem Tag hat er statt einen Fisch an der Angel eben einen menschlichen Fuß herausgefischt. War dementsprechend natürlich schockiert. Wir mussten davon ausgehen, dass es diesem Gewässer auch noch weitere Leichenteile verborgen sind.

Das äh vermeintliche Opfer kommunizierte ab diesem Zeitpunkt nur mehr mittels SMS oder mittels Chats äh mit der Familie, was ebenfalls wiederum für die Familie ein zusätzlicher Verdachtsmoment war. Aufgrund des Spurenergebnisses und der entsprechenden Blutspuren müssen wir davon ausgehen, äh dass der Täter das Mordopfer in die in das Badezimmer bzw.

in die Badewanne verbracht hat und dann dort die Zerteilung des Leichnahens durchgeführt hat. 13. Januar 2024 im Norden von Wien verbringt ein Hobbyangler gemütliche Stunden am Marchfeldkanal. Sein Fang an diesem Tag wird die Polizei auf den Plan rufen. Er findet den abgetrennten Fuß eines Menschen. Oberst Gerhard Winkler leitet die Mordkommission beim LKA Wien.

Der Fund im Marchfeldkanal stellt ihn und sein Team vor großer Herausforderungen. In diesem Fall war doch relativ rasch klar, äh wenn er sich um einen abgetrennten Fuß handelt, dass eben die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass es sich je um einen Fremdverschulden handelt. Dieser Fuß wurde natürlich auch entsprechend zur gerichtsmedizinischen äh Obduktion verbracht und dort konnte so festgestellt werden, dass dieser Fuß mit einem äh scharfkantigen äh Instrument, vermutlich also mit einer Hacke äh abgetrennt wurde.

Wir mussten davon ausgehen, dass jetzt diesem Gewässer auch noch weitere äh Leichenteile verborgen sind. Ähm daraufhin äh kam es dann zum Einsatz von äh Polizeieinsatztauchern der Eco Cobra, die das Gewässer mehrmals durchsucht haben und einige Tage darauf konnte dann in diesem Gewässer äh auch noch der Kopf des Toten geborgen werden, sowie es eben auch Teile des Toroso und Rippenteile konnten ebenfalls noch geborgen werden.

 Es gelingt den Beamten etwa ein Viertel des Leichnahens aus dem Marchfeldkanal zu bergen. Der Rest des Körpers bleibt verschwunden. W es kommt nicht so oft vor, dass der Täter äh die Leiche zerteilt nach seiner Tat. Äh Gründe dafür ähm sind im Wesentlichen zwei. Auf der einen Seite äh klingt es jetzt wahrscheinlich ziemlich makaber, aber es erleichtert für den Täter den Abtransport der Leiche.

 Auf der anderen Seite erschwert es natürlich die Ermittlung hinsichtlich der Identität des Toten und das kann auch ein ein Motiv sein, warum auch so der Täter dann die Leiche zerteilt und auf möglicherweise auch auf verschiedene Orte ablegt. Vor allem die Obduktion des Kopfes bringt Oberst Winkler und seinem Team neue Erkenntnisse über den unbekannten Toten.

Vom Modus des Abtrennens her war so nach der Aussage des Gerichtsmediziners eher also von einer von einer leihenhaften Abtrennung äh auszugehen. Und im Zuge dieser Obduktion konnte festgestellt werden äh dass der Kopf mehrere äh stumpfe Verletzungen aufwies. Das heißt, also von der Todesursache her äh gingen wir dann davon aus, dass äh das Opfer äh mit einem stumpfkantigen Gegenstand erschlagen wurde.

 Das Wiener LKA vergleicht zunächst das Gesicht des Toten mit den aktuell vorliegenden vermissten Meldungen. Der Fund des Kopfes war natürlich für uns äh zur Identifizierung des Mordopfers äh besonders wichtig. da auf der einen Seite äh schon also mit dem bloßen Anschauen des Opfers und des Gesichtes hier in dazusammenhang festgestellt werden konnte äh mit einem äh laufenden bedenklichen Abgängigkeitsfall und im Zuge dann der weiteren Überprüfung sowohl des DNA Materiales als auch des Zahnstatuses konnte dann eindeutig die Identität des Mordopfers

gekehrt werden als handel sich hierbei um einen 45-jährigen iranische Staatsbürger, der so schon einige Jahre in Wien lebte. Payman N ist seit dem 15. November 2023 spurlos verschwunden. Seiner Familie fiel zunächst auf, dass er nicht mehr telefonisch erreichbar war. Das war also für ihn völlig unüblich, da für seine Familie also immer auf seinem Mobiltelefon erreichbar war.

 Das äh vermeintliche Opfer kommunizierte ab diesem Zeitpunkt nur mehr mittels SMS oder mittels äh Chats äh mit der Familie, was ebenfalls wiederum für die Familie ein zusätzlicher Verdachtsmoment war, denn das entsprach ihm nicht den Gewohnheiten. Die Ermittler nehmen das Zuhause des Vermissten unter die Lupe.

 Eman N lebte in einer Wohnung im Bezirk Hatzing. Es werden natürlich auch sämtliche äh umliegenden oder zu der Wohnung dazugehörigen Nebenräumlichkeiten auch durchsucht, wo so Dachboden und Keller. Aber bei dieser ersten Untersuchung konnte so grundsätzlich einmal nichts bedenkliches festgestellt werden, es in der Wohnung keinerlei Kampfspuren gab und auch auf den ersten Augenschein auch jetzt keine Spur in einer äh Gewaltanwendung gab.

Wurde Payman N aus seiner Wohnung gelockt und an einem anderen Ort umgebracht, fand dort auch die Zerteilung des Leichnamens statt, bevor der Täter ihn im Marschfeldkanal entsorgt hat. Die Angehörigen machen die Ermittler schließlich auf einen Freund des Opfers aufmerksam, der sich nach dem Verschwinden von Paymann in merkwürdig verhalten hatte, weil er eben der Familie äh diese Abgängigkeit oder die Gründe für diese Abgängigkeit klein reden wollte und auch immer versuchte ähm normale oder natürliche äh Gründe für die

Abgängigkeit äh zu schildern und dadurch macht er sich äh bei der Familie äh verdächtig und richtigerweise hat dann die Familie äh uns von der Grippo diese Verdachtsmomente auch angegeben und so kam dieser Freund dann relativ rasch in den Fokus unserer Ermittlungen. Der 39 Jahre alte SN K und Pman N hatten sich innerhalb der iranischen Community in Wien kennengelernt.

In diesem Fall äh spielten die äh entsprechenden Finanzermittlungen äh sowohl des Mordopfers als auch des Datverdächtigen tatsächlich eine große Rolle. Äh weil im Zuge eben der Konteröffnungen des Mordopfers äh mussten wir feststellen, dass vom Mordopfer äh beträchtliche Zahlungen an den Datverdächtigen ergingen.

 Äh so wurden also eben vom äh Konto des Mordopfers insgesamt 21 000 € an den Datverdächtigen äh überwiesen und das war natürlich jetzt schon auch ein entsprechendes Datenmotiv äh für uns. Und so kam also der Datverdächtigkeit dann immer mehr in den Fokus unserer kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Sinan K hatte Payman n in Aussicht gestellt, mit ihm als Investor ein Transportunternehmen gründen zu wollen.

Also zunächst ä hat der Tatverdächtige ein Fahrzeug äh angekauft von dem äh Geld. Im Zuge dann der weiteren Ermittlungen mussten wir feststellen, dass diese ganzen Behauptungen hinsicht eines Geschäftsmodells ähm einfach sich in Luft aufgelöst haben und der Datverdächtig auch offenbar niemals vorgehabt hat, ein gemeinsames Unternehmen mit dem Mordopfer zu gründen.

Die Ermittler lassen Sinan K nicht mehr aus den Augen und sie werten seine Handydaten vom 15. November des Vorjahres aus, dem Tag des Verschwindens von Pman N. So mussten wir feststellen, äh dass es hier doch sehr eindeutige Überschneidungen gibt, äh sowohl mit der Wohnung des Mordopfers als auch dann mit Kontaktadressen äh des Datverdächtigen, wo sich also einer Zeit nach der Abgängigkeit äh sich zumindestens das Handy äh des Mordopfers befunden hat.

 Sinan K wird vorläufig festgenommen. In den ersten Vernehmungen gibt er zu, dass er Pman N um das Geld für die angebliche Transportfirma betrogen hat. So ist er mit seiner Freundin mehrmals auf Urlaub gefahren in sehr hochpreisigen Hotels. Hat sich dann auch ähm ein entsprechendes hochpreisiges Fahrzeug auch für diesen Urlaub ausgebraucht.

 Also kurz zusammengefasst kann man sagen, dass er das Geld eigentlich für seinen eigenen Lebensstil verbrast hat. Sinan K gibt schließlich zu, dass er sich am 15. November mit Payman N in seiner Wohnung getroffen hat. Dabei sei es umgezahltes Geld gegangen. Ein Streit zwischen den Männern sei dann eskaliert. Die Ermittler glauben Sinank diese Variante allerdings nicht.

Im Zuge unserer Ermittlungen und insbesondere auch überprüfung äh des Kontos des Datverdächtigen äh konnten wir doch feststellen äh dass er am Tag äh des Treffens schon also vorher äh in einem Bauhaus eben die Tatwaffe, einen Ladthammer gekauft hat und eben diesen diese Datwaffe schon zu diesem Treffen mitgenommen hat.

 Also das Treffen fand schon offensichtlich vom Täter mit dem Vorsatz äh statt, denn das Mordopfer sprechend dann auch offenbar zu töten und äh zumindestens hier schon also Gewalt auszuüben. Sinan K leugnet weiter, vorsätzlich gehandelt zu haben, aber er verrät den Ermittlern, dass er den Hammer nach der Tat in einem Baustellenfahrzeug entsorgt hat.

Und als die Ermittler dann diese Adresse und aufgesucht haben, konnten sie so feststellen, dass dieser LKW tatsächlich noch äh unbewegt war und sie konnten bei der Durchsuchung dann der Ladefläche tatsächlich die Tatwaffe diesen Ladhammer auch noch feststellen und sicherstellen. Glück für die Ermittler, das Baustellenfahrzeug war mehr als zwei Monate lang nicht in Benutzung.

 Nach dem Geständnis von Sinan K ist klar, die Tat hat sich in der Wohnung von Pman N zugetragen. Die wird jetzt von der Tatortgruppe des Wiener LKA noch einmal komplett auf den Kopf gestellt. Im Vorzimmer werden nun doch großflächige Blutinhaftungen gefunden, aber auch mikroskopisch kleine Blutspuren, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.

 Sowohl im Vorzimmer als auch im Badezimmer konnten entsprechende äh Bluth Spuren des Mordopfers festgestellt werden. Aufgrund dann dieser dieses Spurenergebnisses und der entsprechenden Blutspuren äh müssen wir davon ausgehen äh dass der Täter das Mordopfer in die in das Badezimmer bzw. in die Badewanne verbracht hat und dann dort äh die Zerteilung des Leichtnamens durchgeführt hat.

 Anschließend hat der Täter mutmaßlich versucht, sich selbst und sein Werkzeug im Waschbecken zu reinigen. Entsprechende Blutspuren können im Luminolverfahren wieder sichtbar gemacht werden. dass er die Leiche zerteilt hat, bestreitet Sinan K in weiteren Befragungen wie und hat sich es hier äh berufen, dass es eben zum einen die Tat von der albanischen Mafia beauftragt wurde und zum anderen dann auch für die Zerstückelung der Leiche und den Abtransport der Leiche die albanische Mafia verantwortlich war.

 Äh diese Angaben wurden natürlich von uns entsprechend überprüft, aber im Zuge der Ermittlungen gab es keinerlei Hinweis, dass es also so noch andere an der Tat beteiligte Mittäter es gegeben hätte. Das heißt, also die Tat wurde tatsächlich also nur vom Tatverdächtigen ausgeübt. Die Richter am Landesgericht Wien glauben Sinan Kar seine Geschichte von der albanischen Mafia ebenfalls nicht.

Und im Zuge eben des umfangreichen Prozesses äh konnten dann die von uns ermittelten äh Beweislage auch entsprechend eindeutig bewertet werden. Und so wurde also der Täter zu einer Strafe von 20 Jahren unbedingter Haft verurteilt. Die Leiche aus dem Marchfeldkanal. Der Zufallsfund eines Anglers löste aufsehenregende Ermittlungen aus, die Gerhard Winkler und sein Team erfolgreich abschließen konnten.

Hatten hier mit einem Fall zu tun, indem ein 39-jähriger junger Mann, der geschädigte Philip F. im April 2023 Tod in einer Wohnung aufgefunden wurde und zwar ohne offenkundiges Fremdverschulden. Das Besondere hieran war, dass wir eine unheimlich schwierige Beweis und Indizienlage hatten und ähm relativ schwierig aufklären konnten aus ganz vielen verschiedenen Indizien, Puzzelteilchen, was dem Tod des geschädigten Philip vorausgegangen war.

Die meisten Zeugen, die wir vernommen hatten aus dem ganzen Umfeld, haben gemauert, die haben nicht die Wahrheit gesagt, bewusst auch gelogen, auch zum Preis einer Falschaussage und es war unheimlich schwierig, alles dann quasi festzustellen, wie die Tat abgelaufen ist und es dann schließlich zum Tod gekommen ist.

Hamburg Stals Hob. Philip F. Kommt von einer Kneipentour nicht nach Hause. Seine Lebensgefährtin hört nachts zwar Geräusche in der Wohnung, aber am nächsten Morgen fehlt von Philip F jede Spur. Auch der Laptop der Frau ist verschwunden. Richterin Jessica Körner muss sich später mit diesem Fall beschäftigen.

 Sie kennt die Ermittlungsergebnisse der Polizei bis ins kleinste Detail. Die Polizei hat in diesem Fall einen anonymen Anruf bekommen und zwar von einem anonym Hinweisgeber, dass angeblich in einer Wohnung in einem Hochhaus in Steils Hob eine Leiche liegen solle und dem ist man nachgegangen und hat dann tatsächlich in dieser Wohnung die Leiche des geschädigten Philip F gefunden.

 Die Polizei findet die Leiche in einer Wohnung in diesem Plattenbau zugedeckt auf einem Sofa. Im Wohnzimmer spuren einer wilden Partynacht. Wie ist der 39-jährige gestorben? Und zwar nicht durch offenkundiges Fremdverschulden. Da lag da einfach tot und hatte Schaumsekret vor dem Mund. Das deutet darauf hin, dass der möglicherweise eine Überdosis an Betäubungsmitteln genommen hat.

Allerdings handelt es sich nicht um die Wohnung von Philip F. sondern um die von Igor G. Er lebt dort zusammen mit einem gewissen Milenko Igor G und Milenko K haben dabei angegeben, sie wissen überhaupt nicht, wie der Geschädigte verstorben sei. Man habe sich in der Kneipe getroffen, dort nette Stunden miteinander verbracht, gemeinsam Alkohol und Kokain konsumiert.

Das habe man dann später auch in der Wohnung des Igor G, in der ja auch Milenko K wohnte, fortgesetzt und plötzlich habe sich der Geschädigte schlafen gelegt und sei irgendwann verstorben. Wie wüssten sie überhaupt nicht. Der Körper des Toten wird in der Rechtsmedizin untersucht. Es wird dann eine umfangreiche toxikologische chemisch toxikologische Untersuchung vorgenommen.

 Blut wird untersucht, Haare werden untersucht und da hat man halt bei dem geschädigten hier im Blut Rückstände von Metadon gefunden, auch das Abbauprodukt von Metadon und äh hohe Dosen von Kokain und auch Alkohol, auch Kokaylen was darauf hindeutet, dass eben Kokain und Alkoholzeitgleich konsumiert wurden. Und da kann man ja über einen Zeitraum von 3 Monaten zurückverfolgen, was die jeweiligen Konsumenten alles Intus haben.

 Und da hatte er eine ganz geringe Dosis von Metadon nur in der in den Haut darauf hin, dass er halt kein langjähriger Metadonkonsument war oder dass eben einen über längeren Zeitraum bereits genommen hat, sondern dass er halt nur ganz ganz geringe Dosis aufgenommen hatte und auch überhaupt gar keine Toleranzentwicklung hatte, was das Metadon anbelangt.

Der Stoffmethadon rückt in den Fokus der Ermittler. Was genau Metadon ist und wie es wirkt, kann der psychiatrische Gutachter Dr. Christoph Lenk beschreiben. Meton ist ein Medikament aus der Gruppe der Opiate, also der Abkömmlinge von Morphin, Morphium und Methadon wird in aller Regel zur Heroinubstitution eingesetzt.

 Also jemand ist schwer heroinabhängig, möchte im Endeffekt von dem Suchtstoff wegkommen, schafft das aber nicht. Das heißt, die Sucht bleibt bestehen. Das heißt, man gibt ihm einen Ersatzstoff, der kontrolliert abgegeben wird, hat den Vorteil, dass die Beschaffungsproblematik wegfällt und dass es ein kontrolliertes Arzneimittel ist.

 Das heißt, es gibt keine Zusatzstoffe, keine Giftstoffe, keine Streckmittel oder ähnliches. Metadon muss von einem Arzt verschrieben werden, damit es an die Patienten ausgegeben werden kann. In manchen Städten gibt es bestimmte Zentren dafür. Philip F hat kein Metadon verschrieben bekommen. Metadon hat genau die gleichen unerwünschten Wirkungen wie Morphin.

 Das heißt, wenn ein Mensch, der nicht an die Einnahme eines Opiates gewöhnt ist, eine hohe Dosis von Morphin oder auch Methadon einnimmt, dann würde er, wenn die Dosis ausreichend ist, daran versterben. Also man hört irgendwann auf zu atmen, weil dieses Präparat auch den Atemantrieb lähmt und man dann eben im Endeffekt daran verstirbt.

Wurde Philip F doch umgebracht? Die Beamten ermitteln im Umfeld des Toten. Er wohnte ebenfalls in Steh Hope, nur wenige Straßen vom Tatort entfernt. Die Anwohner hier sind multikulturell. Die meisten verfügen über wenig Einkommen. Drogenprobleme findet man hier oft. Steils Hob ist in Hamburg als sogenannter sozialer Brennpunkt bekannt und es ist ähm geprägt durch Wohnhaussiedlung, Hochhaussiedlung und hat aber dazu nebenbei eine geradezu dörfliche Atmosphäre.

 Also, man kennt sich mindestens vom sehen und weiß eigentlich auch relativ viel übereinander. Und der geschädigte Philip F. lebte dort mit seiner Lebensgefährtin der Zeugen K. Die ähm einige Jahre älter war als er. Er war als alten und Krankenpfleger tätig, war unheimlich beliebt, weil er sehr offen war und fröhlich, ein freundlicher, hilfsbereiter, Zeitgenosse.

Die Ermittler befragen die Lebensgefährtin, um mehr über das Opfer und seine Lebensgewohnheiten zu erfahren. Als eine Art Ventil ausgelöst durch seinen Beruf als alten und Krankenpfleger, der ja auch sehr belastend ist, hatte er die Angewohnheit in so regelmäßigen Abständen feiern zu gehen.

 Dann machte er Kneipentouren und hatte dann auch Probleme, die zu beenden und wieder nach Hause zu kommen. und seine Lebensgefährtin, die passte so ein bisschen auf ihn auf, weil sie wusste, da war auch sehr labil und sorgte dafür, dass er auf diesen Kneipentouren weder Bargeld, jedenfalls nicht in in höheren Summen, sondern nur wenig Bargeld, wenn überhaupt dabei hatte und auch seine Bankkarten nicht, damit er halt nicht, weil er eben großzügig war, hilfsbeweit war, immer allen Leuten was ausgab.

Wurde ihm seine Großzügigkeit zum Verhängnis? Die Beamten wollen wissen, mit wem Philip F. kurz vor seinem Tod zu tun hatte. Sie setzen VMänner ein, die bekommen Hinweise auf eine Kneipe. Mittlerweile ist sie geschlossen. Philip F. soll sich hier mit drei Männern intensiv unterhalten und die Kneipe anschließend verlassen haben.

Die Polizei kam schließlich auf die drei Angeklagten Milenko K. Igor G und Ali A, weil es in steils hob aufgrund dieser dort vorherrschenden dörflichen Atmosphäre eine allgemeine Gerüchtelage gab. Möglicherweise dazu konnten wir keine sicheren Feststellung treffen, aber wir hatten Anhaltspunkte dafür sogar ausgelöst durch die Angeklagten selbst, die zum Teil in dieser Kneip goldene Mitte, wo sie regelmäßig verkehrten, damit pralten, dass es zu so einem Tatgeschehen gekommen wäre, das nämlich dem geschädigten Philip F. etwas in das

Getränk gemischt worden sein soll, um ihn auszunehmen und zu berauben. Milenko K und Igor G stehen bei der Polizei als Bewohner der Tatortwohnung ohnehin auf der Liste der Verdächtigen. Doch welche Rolle spielt Ali A in der Geschichte? Ali A ist zu der damaligen Zeit substituiert worden mit Metadon.

 Der war angebunden an eine Ambulanz in Wbeg und bekam dort regelmäßig Metadon als Substitution verabreicht. Die Angeklagten vermuteten wohl, dass ihr Opfer Philip F. Vermögend ist. Es gab in Steilzop ein Gerücht ausgelöst durch den geschädigten Philip F. Selbst, der nämlich einige Zeit vor der Tat wiederholt erzählt hat, dass er angeblich geerbt habe und über ein Vermögen von etwa 100.

000 1000 € verfüge. Tatsächlich stimmte das gar nicht, aber das müssen, so war unser Rückschluss, die Angeklagten irgendwann mitbekommen haben, dass möglicherweise eben der geschädigte Philip F über Geld verfügt und ja, da wollten sie ihn ausnehmen. Die drei Tatverdächtigten werden festgenommen.

 Zeugen, die an diesem Abend in der Kneipe waren, werden befragt. Doch die Polizei stößt auf eine Mauer des Schweigens. Die anderen Zeugen aus dem Umfeld dieser Kneipe, goldene Mitte, in der sich eben auch die Angeklagten häufiger aufgehalten haben, haben durchweg bis auf eine einzige Zeugin gemauert. Wir haben alle falsch ausgesagt.

 Angeblich wissen sie nichts mehr, können sich an nichts erinnern. Was in der Kneipe passiert, das bleibt in der Kneipe. Also so eine Art Ehrenkodex in Anführungsstrichen. Was da ist, das sagt man nicht. Unter uns steilern haut man kein in die Pfanne, da sagt man nicht aus. Und das war unheimlich schwierig hier, das alles zu rekonstruieren, was hier abgelaufen ist.

Am 15. Dezember 2023 beginnt die Hauptverhandlung. Richterin Körner und ihre Kammer tragen Puzzelstück für Puzzelstück zusammen. Kontoauszüge und Handydaten helfen Ihnen dabei, den Fall zu rekonstruieren. Die Angeklagten Igor G. Milenko und Ali A hatten irgendwann den Plan gefasst, den geschädigten Philip F.

 ähm auszunehmen und haben angefangen auf den ja als gutmütig und eher durchsetzungsschwach bekannten Geschädigten einzureden und haben ihn dann auf irgendeine Art und Weise veranlasst, Geld zu überweisen und zwar mittels seines Handys, das er dabei hatte, zwei Kontoweisungen vorzunehmen auf das Konto des Angeklagten Ali, zweimal ungefähr in Höhe von 700 € und 20 Minuten nach den jeweiligen Überweisung ist der Angeklagte Ali zum Geldautomaten in der Nähe gegangen und hat Teilbeträge dort abgehoben.

Da das Vorgehen klappt, versuchen die drei Täter es erneut auf diese Methode. Dieses Mal in der Kneipe zur goldenen Mitte. Und da war eine bestimmte Bedienung an dem Tag da. Die hat bei der Polizei auch noch falsche Angaben gemacht und nicht komplett ausgesagt. Bei uns in der Hauptverhandlung dann allerdings schon.

Und die Zeugen hat unter anderem auch gesagt, dass der eine Angeklagte ihr danach gedroht hätte und gesagt hätte, sie solle aufpassen, was sie bei der Polizei sage, sie können ihn ja in den Knast bringen. Die Bedienung sagt aus, dass die drei Männer auf Philip F eingeredet ihn regelrecht bedrängt hätten. Sie hat ihm dann auch noch gesagt, Mensch, du darfst das auf keinen Fall machen.

 Gib bloß nicht deine Bankdaten heraus. Und er hat dann gesagt, ich habe schon paar mal meine PIN falsch eingegeben auf seinem Handy. Das ist jetzt gesperrt. Konfliktsy, wie er war, konnte er sich nicht offen widersetzen und nicht sagen: “Lasst mich mal in Ruhe, ich mache nicht mehr mit, sondern er hat dann lieber heimlich die Pin paar mal falsch eingegeben, sodass sein Kontozugang quasi gesperrt war.

” So und deswegen hat man dann den Plan entwickelt, so jetzt nehmen wir ihn mit in die Wohnung und dort verabreichen wir ihm heimlich Metadon. Was anschließend passiert ist, dazu machen die Angeklagten widersprüchliche Angaben. Der Angeklagte Ali hat gesagt, er weiß gar nicht, wie überhaupt Metadon in das Blut des Geschädigten gekommen sei, von ihm jedenfalls nicht.

 Währenddessen aber die Angeklagten Igor G. Milenkoka sagten der Angeklagte Ali habe ihn später berichtet, dass er mit dem Geschädigten freiwillig Metadon konsumiert habe. Unter diesen Umständen würde es sich um einen sogenannten Konsumunfall handeln. Daran glaubt das Gericht aber nicht. Nachdem die Angeklagten den Geschädigten dann schließlich in der Wohnung aufgefunden hatten und festgestellt hatten, der ist tot, hat niemand von ihnen einen Krankenwagen gerufen, auch nicht die Polizei, was nahe gelegen hätte, wenn man einem Konsum man einem

Konsumfall ausgegangen wäre, aber keiner hat die irgendjemanden Rettungskräfte informiert, sondern sie haben ihn dann noch zugedeckt mit einer Decke, ja, und sind dann relativ schnell dazu übergegangen, sich an ihm zu bereichern, indem man eben die Armbanduhr die er ums Handgelenk trug an sich nahm, seine sein Personalausweis und eben sein Handy, mit dem man dann weitere Transaktion vornahmen, um sich zu bereichern und um an Geld zu bekommen und ähm eben auch den Wohnungsschlüssel, um dann eben später in die Wohnung zu gehen und dann

weitere Wertgegenstände dort an sich zu nehmen. Sie transferieren Geld über den PayPal Account des Opfers. Sein Konto ist gesperrt. Aus der Wohnung entwenden Sie diverse Elektronikgeräte und Handys. Die erbeuteten Gegenstände haben die Angeklagten dann schließlich verkauft. Hochwahrscheinlich ebenfalls in der Kneipe goldene Mitte.

 Das haben wir tatsächlich auch herausbekommen, dass sowohl das Samsung Handy des Geschädigten als auch das in der Wohnung erbeutete iPhone schließlich verkauft wurden an zwei weitere Zeugen. Die haben uns allerdings auch nicht die Wahrheit gesagt, wie das nun von Statten gegangen ist, haben auch da gelogen und Geschichten erfunden, dass das zufällig gewesen wäre und so weiter.

Juristisch spannend bleibt die Frage: War es ein Konsumunfall, also eine unbeabsichtigte Überdosis? oder wurde Philip F das Metadon heimlich untergejubelt? Wir konnten schließlich anhand der ganzen Indizien, die wir herausbekommen haben, rekonstruieren, dass der geschädigte Philip F zwar großzügig war und ähm mit den Angeklagten auch Alkohol und Kokain konsumiert hat.

 Allerdings war ausgeschlossen, also ausgeschlossen aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur, dass er freiwillig Metadon genommen hätte. Das ist dermaßen gefährlich, das war ihm auch bewusst. Niemals hätte er das getan. Das Gericht ist sicher, dass die drei Angeklagten über die Gefahren von Metadon Bescheid wussten.

 Allen voran Ali, der selbst Metadonkonsument war. Also alle wussten, wenn wir dem geschädigten Philip F, der ja, wie sie auch wussten, zuvor schon Alkohol und Kokain konsumiert hatten, dem noch Metadon beimischen, dann kann der natürlich daran versterben und das haben sie belegend in Kauf genommen und insofern haben wir den Eventualvorsatz, der ausreicht hier in diesem Fall ähm für die Annahme eines Mordes.

 Die Kammer verurteilt alle drei Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge  zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, die sie derzeit absitzen müssen.

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