News

Wahre Verbrechen I Die Tote vom Hafen I True Crime Dokumentation T – Part 2

person
By sonds1
chat_bubble 0 Comments

 Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Im Sommer 2014 machte es sich Katrina McGore für einen ruhigen Abend in ihrem Haus in Ferguson, Missouri gemütlich.

 Sie hatte beschlossen, sich eine Dokumentation über Serienkiller anzusehen. Aber anstatt es sich bei einer grausigen Geschichte gemütlich zu machen, war sie schockiert, ihr eigenes Haus im Fernsehen zu sehen. Das Haus im Ranch Stil, in das sie vier Monate zuvor eingezogen war, hatte eine finstere Vergangenheit. [räuspern] Sie lebte im Haus des Serienkillers Mor Travis, des sogenannten Videürgers von St.

 Lis, der bis zu 20 Frauen ermorderte. Mor Travis fesselte, folte und tötete seine Opfer in Katrinas Keller, wo oft auch das zweijährige Kind der Familie spielte. Bei den Ermittlung fanden die Behörden Pläne, die zeigten, dass Travis vorhatte, im Keller eine Folterkammer zu bauen, um seine Opfer länger zu quälen und den Todeskampf hinauszuzögern.

Die Dokumentation zeigte Tatortfotos von blutbefleckten Wänden und Teppichen in Katrinas Haus. Sie erkannte sogar den Esstisch und die Stühle wieder, an denen sie viele Male gegessen hatte. Die Möbel des Mörders wurden einfach mitvermietet. Völlig verängstigt rief Katrine sofort ihre Vermieterin an und bat aus dem Mietvertrag entlassen zu werden.

 Doch die Vermieterin zeigte sich hart und unnachgiebig. Die Vermieterin war die Mutter des Serienkillers. Hallo, mein Name ist Max Spalle und das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten und ich bin Diane Helscher. In jeder Folge tauchen wir ein in die Abgründe und den Wahnsinn von Serienkillern. Bevor wir starten, möchten wir uns ganz herzlich bei euch für all die vielen tollen Kommentare bedanken, die ihr uns jede Woche bei Spotify und Instagram hinterlasst.

 Das bedeutet uns wirklich viel. Und falls ihr den Podcast noch nicht abonniert habt, dann macht das doch am besten jetzt sofort, denn jeden Donnerstag erscheint eine neue Folge. Ihr könnt uns auf allen Plattformen wie Spotify, Apple oder Amazon Music kostenlos hören. Außerdem findet ihr uns auf Instagram unter Serienkiller_Podcast.

Dort bekommt ihr jede Woche die Ankündigung mit Bild zur neuen Folge. Heute sprechen wir über das Leben und die Verbrechen von Mor Travis. Ein Killer, der zwischen 2000 und 2002 schätzungsweise 20 Frauen im Raum St. Lis Missouri vergewaltigte, folterte und ermordete. Wie viele andere Serienmörder machte Travis gezielt Jagd auf Sexarbeiterinnen.

Diese Frauen gehören zu einer besonders gefährdeten Gruppe aufgrund ihrer stigmatisierten Arbeit. Ihre Familien wissen oft nicht, wo sie sich aufhalten und andere Sexarbeiterinnen scheuen davor zurück zur Polizei zu gehen, da ihre Tätigkeit illegal ist. Travis brachte diese Frauen in sein Haus und sperrte sie dann tagelang in seinem Keller ein, wo er sie folterte und dabei Videos drehte.

 Während diese Videos Travis ermöglichten, seine Verbrechen immer wieder in allen Details nachzuerleben, führten andere technologischen Fortschritte letztendlich zu seinem Untergang. Mor Travis war einer der ersten Serienmörder, der mit Hilfe des Internets gefasst wurde. Im ersten Teil werden wir uns ansehen, was wir über Mor Travis Kindheit wissen, seine lange problematische Geschichte der Unterbringung in Anstalten und seine ersten Opfer, die die Aufmerksamkeit von ganz St. Leis auf sich zogen.

Im zweiten Teil betrachten wir, warum der Fall von Ma Travis beispiellos war, weil Ermittlungen im Internet eingesetzt wurden, um den Serienmörder zu fassen. Aber bevor wir darauf eingehen, wie Technologie die Art und Weise verändert hat, wie Serienkiller agieren und gefasst werden, sollten wir uns ansehen, was Mory Travis dazu trieb, zu foltern und zu morden.

Mor Travis wurde am 25. Oktober 1965 in St. Louis, Missouri, geboren. St. Louis liegt am westlichen Ufer des Mississippi an der Grenze zum Nachbarstaat Illinois. Travis wuchs in der Sozialwohnungsanlage Carsquare, nordwestlich der Innenstadt von St. Louis auf. Er wurde auf dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung in einer Stadt geboren, deren Identität untrennbar mit der Abwanderung der weißen Bevölkerung und rassistischen Spannung verbunden war.

St. Louis war von einer unglücklichen Geschichte rassistischer Rassentrennungsgesetze im Wohnungswesen gezeichnet. Rassistische Einstellungen auf dem Immobilienmarkt machten es für schwarze Familien wie die von Maury Travis extrem schwierig. der Armut zu entkommen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Armut, Segregation und Einkommensungleichheit zur gewalttätiger Kriminalität führen.

1975, als Travis 10 Jahre alt war, zog seine Familie in ein Haus in Ferguson, Missouri, nördlich von St. Louis. Allen Berichten zufolge war Travis ein scheinbar ganz normaler Junge. Die Polizei konnte keine Hinweise auf Brandstiftung oder Tierquellerei finden, die oft als frühe Warnzeichen für Serienmörder gelten.

Seine Eltern ließen sich 1978 scheiden, da war Travis gerade 13. Eine seiner alten Nachbarin erinnerte sich an ihn als ruhigen, respektvollen Jungen, der manchmal ungefragt ihren Rasen mähte und ihr beibrachte, wie man eine elektrische Heckenschere benutzt. Ma Travis besuchte zwar die Mcueur High School, aber mehrere Mitschüler sagten, sie könnten sich nicht an ihn erinnern.

Die einzige Person, die sich noch an ihn aus seiner Teenagerzeit erinnert, ist Suannon. Englischlehrerin an der Mclure High. Travis war in ihrem Englisch Förderkurs für Schüler, die zuvor in Englisch durchgefallen waren. S Hannon beschrieb Travis als sehr ruhig und zurückgezogen, unglaublich still für einen Teenager.

 Travis, ruhige Art, könnte ein Zeichen für problematischere Verhaltensweisen gewesen sein. Forscher haben begonnen bei einigen Kindern das zu identifizieren, was als gefühllose und emotionslose Merkmale bekannt ist. Diese können einen Mangel an Empathie, Reue und Schuld umfassen, flache Emotion, Aggression und die Fähigkeit zu manipulieren.

Man geht davon aus, dass fast 1% aller Kinder gefühllose und emotionslose Merkmale aufweist. Der Zustand kann unbemerkt bleiben, da diese Kinder intelligent genug sind, soziale Signale nachzuarmen und ihren Zustand oft verschleiern können. Mehr als 50 Studien haben gezeigt, dass Kinder mit gefühllosen und emotionslosen Merkmalen im späteren Leben mit höherer Wahrscheinlichkeit zu kriminellen und Psychopathen werden.

 Doch diese Diagnosen bei Kindern sind ein relativ neues Phänomen und es ist unwahrscheinlich, dass dies in Travis Verhalten in den 60ern und 70er Jahren erkannt worden wäre. Im Alter von 20 schließt Travis 1985 die Highschool ab. Anschließend diente er zwei Jahre in der Army und arbeitete als medizinischer und zahnmedizinischer Assistent.

Wir wissen, dass er verschiedene Jobs bei Speditionsunternehmen annahm und sich auch freiwillig in einem örtlichen Pflegeheim engagierte. 1987, also mit 22 Jahren, schrieb sich Travis am Morris Brown College in Atlanta ein und lernte dort mit Computern umzugehen. Es war auch um 1987, als Ma Travis abhängig von Craig wurde und seine langjährigen Probleme mit dem Gesetz begannen.

Im März 1988 kam Travis während der Frühjahrsferien vom Morris Brown College nach Ferguson zurück. Innerhalb von 8 Tagen überfiel er fünf Schuhgeschäfte im Norden und Westen von St. Louis County, um Bargeld für seine Kokainsucht zu beschaffen. Travis wurde aufgrund der Beschreibung seines Fahrzeugs umgehend verhaftet.

Aber selbst der ermittelnde Beamte zeigte sich überrascht, dass ein so nettwirkender Junge zu solchen Verbrechen imstande war. Über seine Begegnung mit Travis sagte er später: “Ehr war respektvoll, ruhig und zurückhaltend. Er war nicht der typische Kriminelle.” Bereits mit 23 Jahren zeigte Mauray Travis jene oberflächliche Liebenswürdigkeit, die für Psychopathen charakteristisch ist.

 Travis bekannte sich am 19. Januar 1989 in fünf Anklagepunkten des Raubes und der bewaffneten kriminellen Handlung für schuldig. Er sagte aus, daß er eine Plastikpistole benutzt habe und unter dem Einfluss von Crack gestanden habe. Dies geschah auf dem Höhepunkt der Crackepidemie in den Vereinigten Staaten. Vor dem Fair Senting Acton 2010 behandelten Bundesgerichte 1 g Crack als gleichwertig mit 100 g Kokain.

 Diese Politik war unfair gegenüber der schwarzen Bevölkerungsgruppe. Die niedrigeren Kosten von Craig machten es in ärmeren Vierteln wie dem von Travis verbreiteter, während weiße Konsumenten aus der Mittel und Oberschicht eher zu Kokain in Pulverform griffen. Dies war besonders in St. Louis deutlich, einer Stadt, die von einer langen Geschichte der räumlichen Rassentrennung geprägt war.

 Die rassistische Voreingenommenheit gegen Crack Konsumenten verhinderte eine Behandlung der Sucht als Problem der öffentlichen Gesellschaft und begünstigte den Anstieg drogenbezogener Kriminalität. Bei der Strafzumessungsverhandlung überprüfte Richter Stephen Goldman Unterstützungsschreiben für Travis und bezeichnete die Raubüberfälle als eine charakterliche Entgleisung, die aus der Drogensucht resultierte.

Unter den Briefen befand sich einer des ehemaligen US-abgeordneten und mittlerweile verstorbenen William L. Clay auf Kongressbriefpapier. Darin schrieb er: “Ich kenne Mr. Travison seine Familie seit mehreren Jahren und ich bin der Meinung, dass er besondere Berücksichtigung verdient. Seit Januar 1988 hat sich Mr.

 Travis so verhalten, dass er keine Bedrohung für die Gesellschaft darstellt. Ich bitte also darum, dass ihmde und Bewährung unter der Bedingung gemeinnütziger Arbeit gewährt wird. Nach Travis Verhaftung wegen mehrfacher Morde gab Abgeordneter Clay natürlich an, erinnere sich weder an Mor Travis noch an seine Familie. Selbst mit mehreren Unterstützungsschreiben wurde Travis in allen fünf Anklagepunkten verurteilt.

 Richter Stephen Goldman verurteilte Maury Travis zu 15 Jahren Gefängnis, was einer milden Strafe von 3 Jahren pro Raubüberfall entsprach. Travis wurde am 5. Juli 1989 in das Farmington Correctional Center verlegt, etwa 115 km südlich von St. Louis. Zu diesem Zeitpunkt war erz Jahre alt. Er kam im Gefängnis nicht gut zurecht. Nach nur zwei Monaten nach Beginn seiner 15-jährigen Strafe schrieb er einen dreiseitigen Brief an den Richter und bat ihn seine Strafe zu überdenken.

Er schrieb: “Täglich und stündlich denke ich daran, mir das Leben zu nehmen. Die Bedingungen hier sind äußerst qualvoll. In meiner Zelle zu bleiben und mich fast jede Nacht in den Schlaf zu weinen wird nicht helfen. Diese ganze Situation ist schrecklich und gespenstisch. Wenn es nicht so einen fürsorglichen Zellengenossen gäbe, bin ich mir sehr sicher, dass ich bereits an meinem ersten Tag hier Selbstmord begangen hätte.

Der Brief beschreibt weiter Vergewaltigungen, beengte Lebensbedingungen und eine Verbreitung von Drogen. Travis bat darum, seine Strafe durch eine 120 oder 180 tägige Kurzhaft zu ersetzen. Schock incarceration oder schockhaft ist eine kurzfristige Haftstrafe, die einem militärischen Ausbildungslager nachempfunden ist.

 Sie richtet sich meist an gewaltlose Ehrstäter, die noch jung sind. Als Travis 1989 um diese Strafform bat, war das Konzept allerdings noch relativ neu. In seinem Brief schrieb er: “Sie, mein Herr, sind meine letzte Hoffnung. Bitte geben Sie mir eine weitere Chance in der Gesellschaft. Bitte.” Es ist unmöglich zu sagen, ob Travis bereits den Drang zu sexuellen Übergriffen und Mord verspürte, als er ins Gefängnis kam.

 Aber die Konfrontation mit den harten Bedingungen im Farmington Correctional Center hat ihm sicherlich nicht gut getan. Eine Studie von Psychologen der UCLA aus dem Jahr 1986 ergab, dass Männer, die gewalttätigem sexuellen Verhalten ausgesetzt waren, von einer stärkeren sexuellen Erregung bei Vergewaltigungen berichten als Männer, die dem nicht ausgesetzt waren.

Das Miterleben der sexuellen Gewalt, die Travis während der Inhaftierung beschrieb, hatte möglicherweise negative Auswirkung auf seine psychische Gesundheit. Eine Studie der Rodgas University zeigte, dass Gewalterfahrung während der Inhaftierung signifikant mit aggressiven antisozialen Tendenzen und emotionalen Belastung nach einer Entlassung zusammenhing.

Personen, die sowohl Zeugen als auch Opfer von Gewaltverbrechen waren, fanden sich am schlechtesten im Leben außerhalb des Gefängnisses zurecht. Aus einem Brief geht klar hervor, dass Maury Travis durch die Haftbedingungen belastet war. Es ist möglich, dass Travis nach 5 Jahren der Konfrontation mit Gewalt und Sexualverbrechen allmählich abstumpfte.

Gewalterfahrungen während der Haft können psychologisch schädlicher sein als Gewalt in anderen Umgebungen und Aggressionen sowie antisoziales Verhalten fördern. Die Inhaftierung könnte Travis psychologisch mehr geschadet als genutzt haben. In vielerlei Hinsicht war Maury Travis das Produkt eines Systems, das seine Bedürfnisse missachtete.

Er wuchs in einer armen segregierten Stadt auf, die durch die Crack Epidemie zerrüttet wurde und kam im Alter von 23 Jahren ins Gefängnis. Während diese Faktoren sicherlich nicht die Ursache seiner Psychopathologie sind, ist es nicht überraschend, dass sein besorgniserregendes Verhalten unerkannt blieb.

 Es ist jedoch auch möglich, dass Travis Briefe ein manipulatives Flehen war, um seine Strafen zu reduzieren. Menschen, die psychopathische Verhaltensweisen zeigen, sind Meister der Manipulation und es ist durchaus denkbar, dass er seine oberflächliche Liebenswürdigkeit einsetzte, um den Richter zu beeinflussen. Während seiner Haft arbeitete Travis in der Hausmeisterei und in der Küche des Farmington Correctional Centers.

 Gegen ihn wurden 13 Disziplinarverfahren eingeleitet, aber laut einem Sprecher des Missouri Department of Corrections war keines davon besonders schwerwiegend. Es ist nicht klar, ob sein Brief Einfluss auf das Strafmaß hatte, aber Mauray Travis wurde im Juni 1994 nach 5 Jahren und 3 Monaten Haft auf Bewährung entlassen.

 Er war 28 Jahre alt. Ma Travis zog in eine Doppelhaushälfte östlich von Ferguson. Reverend Linda Harrison lebte nebenan und sagte, sie habe nie Probleme mit ihm gehabt. Sie erinnerte sich, dass Travis sie im Keller erschreckte, als er die Treppe herunterkam. Er entschuldigte sich vielmals und summte von da an beim Betreten des Kellers, um seine Anwesenheit anzukündigen.

Obwohl Travis ein guter Nachbar war, kämpfte er mit seiner Cracksucht. Im Februar 1998 kehrte er ins Gefängnis zurück, weil er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Er saß ein Jahr und wurde erst im Januar 1999 entlassen. Danach kaufte er das Haus in der Fordrive in Ferguson. und arbeitete in verschiedenen Jobs als Kellner in St.

Louis. Travis wurde im November 2000 erneut wegen Drogenbesitzes verhaftet. Er verbüste vier Monate und wurde im März 2001 entlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt war Travis dreimal inhaftiert worden und hatte fast 7 Jahre hinter Gittern verbracht. Nach dieser Entlassung beging Travis Verbrechen, die die Schwere seiner bisherigen Straftaten bei weitem übertrafen.

 Er hatte mehrere Chancen erhalten, sich zu integrieren, aber stattdessen gab er einer wachsenden Mordlust nach und begann eine zweijährige Mordserie, die bis zu 20 junge Frauen das Leben kosten sollte. Bereits Ende der 90er Jahre begann Travis Sexarbeiterinnen mit nach Hause zu bringen und seine Interaktionen zu filmen.

 Er zeichnete auf, wie sie beide Crack rauchten und Sex hatten, bevor er sie gehen ließ. Aber anderen Frauen erging es nicht so glimpflig. Es ist nicht genau klar, wann Ma Travis seinen ersten Mord beging, aber er dokumentierte die Tat mit einem VHS Camcorder. Travis filmte sich selbst dabei, wie er seinen Gürtel um den Hals einer unbekannten nackten Frau wickelte.

 Er zog, wirkte sie, bis ihr Körper schlaff wurde. Sobald sie tot war, schwenkte Travis mit der Videokamera über ihren Körper und sagte: “Das ist der erste Mord, Nummer 1.” Sie war 19 Jahre alt. Name? Weiß ich nicht. Sie war nett. Die Polizei konnte dieses Opfer nie identifizieren und die Leiche wurde nie gefunden.

 Ma Travis beschriftete das Videoband mit Hochzeitstag. Er filmte eine Stunde und 26 Minuten von einer Hochzeitszeremonie als Tarnung, bevor er den Rest des Bandes verwendete, um die Vergewaltigung, Folter und Ermordung der Frau zu dokumentieren. Während er seine Opfer filmte, forderte Travis sie oft auf, bizarre Rituale durchzuführen.

Er zwang sie in weißer Kleidung zu tanzen oder Sonnenbrillen mit geschwärzten Gläsern zu tragen, damit sie nicht sehen konnten. Travis fesselte sie dann mit Seilen oder Handschellen und bedeckte ihre Augen mit Klebeband. Er schleppte sie in den Keller, wo er sie tagelang gefangen hielt. Anschließend kettete er sie an einen Balken und filmte sich dabei selbst, wie er sie sexuell misshandelte und mit einem Elektroschock erfolterte.

bevor er sie erwirkte. Aber Travis Qual beschränkte sich nicht nur auf körperliche Folter. Travis verspottete seine Opfer verbal, verlangte, dass sie ihn Meister nannten und beschimpfte sie wegen ihrer Cracksucht. In einer auf Video aufgezeichneten Szene sagte Travis zu seinem Opfer: “Ich verstehe dich nicht.

Was sagst du? Sag es deutlich.” Eine unbekannte Frau antwortete schwach: “Du bist der Meister, ich diene dir gerne.” Travis zwang sie diese Worte immer und immer und immer wieder durch ihre Schluchzer zu wiederholen. Teilweise wechselte sein Ton dramatisch. Er fragte sein Opfer sanft: “Tut es dir leid?” Die unbekannte Frau antwortete: “Ja.

” Und er erwiderte: “Was tut dir leid?” Sie murmelte alles und plötzlich wurde Travis wütend und schimppfte mit ihr, weil sie zu einem Mann ins Auto gestiegen war, den sie nicht kannte. Er fragte sie, ob sie ihren Kindern etwas sagen wolle, und die Frau sagte ihren Kindern, daß es ihr leid tue. Travis hakte nach, wer ihre Kinder großziehen würde.

 Seine Verachtung war deutlich und verstörend, als er ihr entgegnete, sie würde ihre Kinder nicht großziehen. Er sagte: “Du liegst hier auf dem Rücken und rauchst Crack. Du gehst morgen nicht nach Hause. Ich werde dich etwa eine Woche behalten. Es klingt schockierend, wie Morris Travis Frauen wegen ihres Crackkonsums beschimpft.

 Dabei l Travis doch selbst unter dieser Sucht. Er rauchte oft Crack mit seinen Opfern, bevor er sie fesselte. Menschen, die psychopathische Tendenzen haben, zeigen auch Eigenschaften von Narzissmus, da das überhühte Selbstwertgefühl eines Narzissten erschwert ist. ihm seine eigenen Fehler zu erkennen und führt zu Heuchelei. Dieses heuchlerische Verhalten könnte auch auf ein tief verwurzeltes Gefühl von Scham und Selbsthas Bezug auf seinen eigenen Drogenkonsum hinweisen.

 Indem er Frauen ins Visier nahm, die Crack rauchten, drückte Travis Wut über seine eigene Drogensucht aus. Am 1. April 2001, weniger als einen Monat nach Travis Entlassung aus dem Gefängnis, wurde Reverend Inuka Wangusi um 3 Uhr nachts von einem Anruf geweckt. Die Geistliche wusste sofort, dass es Alisa Greenweight war.

Alisa Greenweight hatte ein schweres Leben hinter sich. Sie l an einer Cracksucht und ging der Sexarbeit nach, einfach nur um ihre Sucht zu finanzieren. Reverend Mangusi wusste jedoch, dass sie nur einen Ausweg brauchte. Der Geistliche sagte, sie fühlte sich gefangen und sie wusste, dass das, was mit ihr geschah, falsch war, aber sie wusste nicht, wie sie da rauskommen sollte.

Reverend Mwangusi kannte Alisa Greenweight seit etwa einem Jahr durch ihre Gemeindearbeit und hatte die 34-jährige Mutter von zwei Kindern eingeladen, bei ihr zu wohnen. Bei diesem Anruf im April schien Alissa aufgeregt von einem Mann zu erzählen, den sie gerade getroffen hatte. Elisa wollte, dass der Geistliche mit diesem neuen Date sprach.

 Als der Mann am Telefon war, sagte er: “Sie waren wirklich sehr nett zu ihr, aber sie müssen sich heute Abend keine Sorgen machen. Sie ist bei mir und in Sicherheit.” Keine 9 Stunden später fand die Polizei Greenweights Leiche in einem Graben im Washington Parkviertel von East St. Louis, teilweise bekleidet und erwirkt. Von Elisa Greenweights Tod wurde mit nur vier Sätzen im Kriminalteil der St.

 Leis Post Dispatch berichtet. Es hieß dort: “Die Leiche einer nicht identifizierten Frau wurde am Sonntagnachmittag in einem Graben entlang der 60. Straße in der Cassiville Avenue in Washington Park entdeckt. Eine Autopsie ergab, dass die Frau erwirkt wurde. Das Opfer wurde als schwarz beschrieben.

 Mitte bis Ende 20, etwa 1,60 m groß und 50 kg schwer. Reverend Mwangusi kooperierte mit der Polizei, obwohl sie wusste, dass der Mann, mit dem sie am Telefon gesprochen hatte, wahrscheinlich Greenweights Mörder war. Sie kannte jedoch weder den Namen des Mannes, noch hatte sie zusätzliche Informationen. Dies ist leider üblich bei Verbrechen gegen Sexarbeiterin.

 Laut Eric Hickey, Autor von Serienkiller und ihre Opfer, sind Sexarbeiterinnen besonders anfällig für Serienmörder. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, müssen sie für potenzielle Kunden verfügbar und auffindbar sein. Weil es eine illegale und stark stigmatisierte Arbeit ist, gibt es weder Aufsicht noch Schutz für diese Frauen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sexarbeiterinnen Kunden annehmen, die sie nicht kennen. Oft fahren sie alleine mit ihnen in einem Auto an einen abgelegenen Ort. Daher zögert Mor Travis Opfer wahrscheinlich nicht in sein Auto zu steigen und mit ihm nach Hause zu fahren. Außerdem haben viele Sexarbeiterin keine Familie und leben ein eher unstätes Leben.

 Wie Jayd Series, Autor von Erneut Töten die Motivation und Entwicklung von Serienmord schreibt: “Manchmal wissen ihre Familien nichts von ihrem Beruf und können der Polizei keine Angaben darüber machen, wo sie sich zuletzt aufgehalten haben. Diejenigen, die Informationen haben, sind oft selbst in der Sexarbeit tätig und haben ein verständliches Misstrauen gegenüber den Behörden.

 Ses stellt fest, dass in Städten wie St. Lewis mit überlasteten und unterfinanzierten Polizeibehörden Verbrechen gegen Sexarbeiterin oft fälschlicherweise als geringere Prioritäten angesehen werden. Die stigmatisierte Natur ihrer Arbeit ermöglichte es Travis diese gefährdete Bevölkerungsgruppe praktisch ungestraft ins Visier zu nehmen.

 Die feministische Wissenschaftlerin Leonor Cuo weist darauf hin, dass es schwerwiegende Konsequenzen für die gesellschaftliche Vernachlässigung von Sexarbeiterinnen gibt. Sie schreibt: “Der Mangel an Aufschrei und Besorgnis, wenn solche Fälle in den Medien berichtet werden, ermutig diejenigen, die Frauen missbrauchen würden, Sexarbeiterinnen für Viktimisierung zu suchen.

Es ist möglich, dass dieser fehlende öffentliche Protest es Travis leichter machte, weiter zu töten und bis zu 20 Frauen das Leben zu nehmen. Einschließlich seines nächsten Opfers Theresa Wilson. Wilson war eine Sexarbeiterin, die im Biden Stadtteil von St. Louis aufwuchs und als Kind oft abends von ihren Eltern alleinelassen wurde.

Lisa Young Gibson, eine Freundin aus Kindertagen, sagte, Wilson sei sehr eigensinnig gewesen, was oft zu Problemen führte. Während ihrer Highschoolzeit konsumierte Theresa allerdings keine harten Drogen oder Alkohol. Sie rauchte etwas Marihuana, aber nicht übermäßig. Im Alter von 17 Jahren wurde Wilson schwanger und verließ die Highchool, um sich um ihre Tochter Chesterty zu kümmern.

 Allen Aussagen zufolge war sie eine fürsorgliche Mutter. Lisa Young Gibson sagte, sie war eine absolut großartige Mutter. Sie war sehr aufmerksam, sehr streng mit ihr. Sie achtete darauf, dass sie immer gut angezogen war. Aber leider begann Wilson Craig zu konsumieren und rutschte in die Prostitution ab, als ihre Sucht sie finanziell ruinierte.

 Anfang der 90er Jahre ging sie am Broadway in Baden ihrem Gewerbe nach. Sie wurde mehrmals wegen Prostitution, Drogenbesitz und Diebstahl verhaftet. Ihre Tochter wartete oft an einer Ecke, während ihre Mutter sich mit einem Freier traf. Letztendlich wurde Chesterty Wilson in einem Kinderheim untergebracht, als sie etwa 10 oder 11 Jahre alt war.

 Für die meisten Menschen war Teresa Wilson unsichtbar. Bill Morrow hatte den Baden Bicycle Shop am Broadway seit 12 Jahren betrieben. Er hatte Wilson und andere Sexarbeiterin zu jeder Tages und Nachtzeit an seinem Geschäft vorbeigehen sehen und sie einmal eingestellt, aber nach nur einer Woche wieder entlassen müssen, als sie stahl.

Bill Morrow sagte, daß Theresa Wilson oft wochenlang verschwand, dann plötzlich wieder auftauchte und erklärte, sie sei im Gefängnis oder in einem Drogenentzugsprogramm gewesen. Daher machte sich niemand Sorgen, als die 36-jährige Wilson im Mai 2001 verschwand. In jenem Mai holte Maury Travis Theresa Wilson entlang des Broadway ab und brachte sie in sein Haus in Ferguson.

Travis fesselte Theresa Wilson und hielt sie in seinem Keller gefangen, wo er sie seelisch und körperlich quälte und dies mit seiner Videokamera aufzeichnete. Wie wir bereits hier bei Serienkiller besprochen haben, ist es nicht ungewöhnlich, dass Mörder Erinnerungsstücke an ihre Taten aufbewahren.

 Jeffrey D sammelte Teile der Schädel seiner Opfer und Harvey Glatman bewahrte Fotografien der Frauen, die er ermordete. Diese Trophäen können dem Serienmörder laut Dr. Eric Hicky als Anreiz dienen wiederzutöten. Doch das Besondere an Mor Travis Trophäen ist, dass sie nicht nur ein Andenken sind, sondern tatsächliche Aufzeichnung des Verbrechens selbst.

Unsere emotionale Reaktion auf Erinnerungsrückruf wird durch sensorische Stimulation verstärkt. Ein Serienmörder mag sich an die Ereignisse seines Mordes erinnern, aber das Betrachten von Bildern seiner Opfer kann diese Emotionen verstärken. Fortschritte in der Technologie ermöglichen es uns immer genauere Aufzeichnung unserer Erinnerung zu schaffen.

 Fotografien übertreffen mittlerweile die Genauigkeit von Illustrationen und Videos halten einen längeren Zeitraum mit Ton und Farbe fest. Je näher eure Erinnerung an der tatsächlichen Erfahrung ist und je mehr Sinne dabei involviert waren, desto leichter kann euer Gehirn sie abrufen. Als Ma Travis die Emotionen wiedererleben wollte, die er beim Foltern und Töten empfunden hatte, musste er nur sein Videoband abspielen.

Das Gefühl, dass er beim Zusehen empfand, während er verbal misshandelte, vergewaltigte, folterte und tötete, gab ihm weitaus mehr Befriedigung als eine Haarlocke oder ein Kleidungsstück. Wir sind eher Trophäen aus einer vergangenen Era des Serienmordes. Ein weiterer Grund für das Aufbewahren von Trophäen ist ein Gefühl der Kontrolle über ihre Opfer.

 Nicole Matt schreibt in ihrer Enzyklopädie des Mordes: “Eine Trophäe repräsentiert Macht über diese Person. Sie dient als Möglichkeit, die Erinnerung an das Opfer und die Erfahrung seines Todes zu bewahren. Die Art und Weise, wie Mor Travis diese Frauen zwang zu tanzen und Mantras zu wiederholen, die seine Dominanz bestätigen und sein Verlangen, dies immer wieder anzusehen, beweist auch ein Bedürfnis nach Kontrolle.

 Die Dokumentation dieser Kontrolle war ein weiterer Schritt in einem Ritual, das letztlich dazu diente, seine Macht zu zeigen. Letztendlich erwirkte Maury Travis Theresa Wilson. Ihre Leiche wurde in West Alton, Missouri, gefunden, nördlich von St. Louis zwischen den Flüssen Mississippi und Missouri, etwa 50 km von dem Ort entfernt, an dem er Alissa Greenweights Leiche abgelegt hatte.

Am 15. Mai 2001, also 45 Tage, nachdem Lisa Greenweights Leiche entdeckt worden war, fand die Polizei Theresas Leiche. Der Leichnam war völlig unidentifizierbar. Ermittlerin Jana Walters sagte, es gab nichts zu identifizieren. Es gab keine Kleidung, kein Ausweis, keine Handtasche. Niemand hatte eine vermisste Person gemeldet und die Leiche war so stark verwest, dass die Polizei keine Fingerabdrücke nehmen konnte.

 Die einzige Möglichkeit zur Identifizierung war eine Zahnprothese mit dem eingravierten Namen Wilson. Die Zahl der Leichen stieg weiter an und leider sollte dies auch so weitergehen. Das heißt, bis zu dem Zeitpunkt, als Mor Travis mehrere entscheidende Fehler machte und während diese Fehler ihn zwar nicht sofort ins Gefängnis brachten, alarmierten sie doch ganz St.

 Louis, als den Menschen nämlich langsam klar wurde, dass ein Serienmörder in ihrer Mitte war. Am 23. Mai 2001, 8 Tage nach dem Fund von Theresa Wilson tauchte eine weitere Leiche in East St. Louis auf. Die Tote wies Fesserlungs und Strangulationsspuren auf. Besonders auffällig war ein Reifenabdruck auf ihrem Bein.

 Der Mörder war mit seinem Auto über den Körper gefahren. Die Polizei identifizierte sie als die 46-jährige Betty James, eine weitere Sexarbeiterin. Etwa einen Monat später, am 29. Juni 2001 wurde eine weitere Leiche in West Alton gefunden, nur 5 m von der Stelle entfernt, an der Travis Teresa Wilson abgelegt  hatte.

Es war die 36-jährige Verona Thompson, eine Sexarbeiterin, die sechs Tage nach ihrem Verschwinden erwirkt aufgefunden wurde. Vier Sexarbeiterinnen waren innerhalb von nur zwei Monaten ermordet worden. Die Polizei richtete eine behördenübergreifende Einsatztruppe ein, bestehend aus Ermittlern der Illinois State Police, der City of St.

 Louis Homicide und des St. Charles County Sheriff’s Office. Beim Vergleich der Mordfälle zeigten sich mehrere Ähnlichkeiten, die Berufe und Arbeitsorte der Opfer sowie die Art, wie ihre Leichen abgelegt wurden, einschließlich Spuren von Fesslung und Folter. Man ging also davon aus, dass eine Person für alle vier Todesfälle verantwortlich war. St.

 Louis hatte einen Serienmörder. Als die Polizei eine Einsatzgruppe bildete und eine koordinierte Untersuchung startete, wäre es für Mauray Travis eine gute Zeit gewesen, sich zurückzuhalten. Stattdessen geriet er in einen riskanten häuslichen Streit, der drohte seine Verbrechen aufzudecken. Am 4.

 Juli 2001 meldeten Travis Nachbarn, dass sie eine nackte Frau schreiend aus seinem Hausrennen sahen. Die Polizei wurde gerufen. Travis wurde verhaftet, weil er die Frau angegriffen haben soll, die er eigenen Angaben zufolge in einem Club kennengelernt hatte. Doch Travis behauptete, dass sie ihn mit einem Getränk betäubt habe und er aufgewacht sei, während sie seine Brieftasche durchsuchte.

 Als er sie packte, rannte sie nackt aus dem Haus. Am Ende erstattete keiner von beiden eine Anzeige. Auch wenn man davon ausgehen könnte, dass Travis L gibt es Hinweise darauf, dass er ein ziemlich normales Sozialleben führte. Er hatte Freundin, arbeitete als Kellner in mehreren Restaurants und liebte es Autos zu reparieren.

Freundinnen und Kollegen sagten, dass sein schwarzer Mitsubishi Eclipse aus dem Jahr 2000 sein ganzer Stolz war. Kadisa May, eine Freundin aus Kindertagen, sagte wiederholt, daß Travis kein gewalttätiger Mensch war. Sie habe einmal gesehen, wie ein anderer Mann Travis in einer Bar schlug und Travis habe nicht zurückgeschlagen.

Diejenigen, die Travis kannten, waren überrascht zu erfahren, dass er zu Sexarbeiterinnen ging. Und tatsächlich hatte Travis während seiner Mordserie mehrere Freundinnen. Messy sagte, er stand normalerweise auf intelligente Mädchen. Die Mutter einer seiner Freundinnen sagte, sie hätte sich nie vorstellen können, dass er so jemand sei. Ein echter Dr. Jackel und Mr. Hy.

Sie sagte, er wirkte immer so glücklich, so entspannt. Er war der perfekte Gentleman. Dies scheint ein Muster unter Serienmördern zu sein. Menschen sind oft schockiert zu erfahren, dass eine Person, der sie vertrauten, zu solch schrecklichen Tatenfähig war. Viele Psychopathen nutzen eine oberflächliche Liebenswürdigkeit, die ihn dann hilft, soziale Kamäelons zu werden und das Erscheinungsbild eines normalen Lebens zu erzeugen, um ihre Verbrechen zu verschleiern.

Ma Travis Fähigkeit, Freundinnen und Jobs zu haben, gehörte letztendlich zu seiner Täuschung. Er wollte so normal wie möglichen, genau wie er als Kind seine Nachbarn davon überzeugte, ein normaler ruhiger Junge zu sein. Seine Nachbarn sagten alle, er führe ein ruhiges Leben. Man könne ihm beim Reinigen seiner Dachrinnen, beim Rasenmähen oder beim Arbeiten an seinem Mitsubishi Eclipse sehen.

 Dave Wooker, ein Arbeitskollege von Travis aus dem Restaurant des Mayfir Hotel in St. Lewis sagte: “Travis habe ihm sogar beigebracht, wie man sein Auto poliert.” Während er im Sommer 2001 im Restaurant arbeitete, gewann Wukwissentlich einen Einblick in Travis Doppelleben. Er erzählte Travis von einem Freund, dessen Auto gestohlen und später brennend in East St. Louis gefunden wurde.

 Wuka sagte später: “Ma sagte mir, dass East St. Lis ein guter Ort sei, um Dinge loszuwerden, weil es dort nicht viel Polizei gibt. Viele von Travis Opfern wurden im Gebiet von East St. Louis gefunden. Die Bevölkerung hatte viele leerstehende Gebäude und verwilderte Grundstücke zurückgelassen, auf denen dann Travis die Leichen entsorgte.

Travis Kommentar zeigt, wie die Polizei ein großes Stadtgebiet mit einem Budget für eine kleinere Bevölkerung überwachen musste. Es ist tragisch, aber nicht überraschend, dass es oft Wochen dauerte, bis die Polizei seine Opfer fand und dass viele Leichen nie gefunden wurden. Es war sehr riskant für Travis, einen Kollegen solche Informationen anzuvertrauen, aber seine Fehler häuften sich.

 Dies lässt sich wahrscheinlich auf das überhöhte Selbstwertgefühl zurückführen, das Narzissten und Psychopathen häufig haben. Travis war bereits mit mindestens vier Morden ungeschoren davon gekommen und er begann wahrscheinlich sich übermäßig sicher zu fühlen. Mit jedem erfolgreichen Mord wuchs wahrscheinlich sein Selbstvertrauen, bis zu dem Punkt, an dem Travis dachte, er könne nicht gefasst werden und nicht mehr so vorsichtig war wie zu Beginn seiner Mordserie.

Im Spätsom 2001 Bien Travis einen schweren Fehler. Am 25. August 2001, etwa einen Monat, nachdem die Polizei die Leiche von Verona Thomson entdeckt hatte, wurde sein nächstes Opfer nackt und erwirkt aufgefunden. Die Leiche wurde als Yvon Cruise identifiziert, eine weitere Sexarbeiterin. Zwei Wochen später, am 8.

 Oktober 2001 fand die Polizei die Leiche von Branda Beasleay, die ebenfalls erwirkt und nackt auf einem Feld zurückgelassen worden war. Aber diese letzten beiden Morde unterschieden sich in einem wesentlichen Punkt von Travis früheren Tötungen. Auf beiden Leichen wurden Spermaspuren gefunden. Die DNA von Cru Beastley stimmte überein und bestätigte, was die Polizei vermutet hatte, dass ein Serienmörder für diese Verbrechen verantwortlich war.

Dies war ein eklatantes Versehen von Travis, führte aber nicht zu seiner sofortigen Verhaftung. Das Auffinden übereinstimmender DNA war ein großer Erfolg für die Ermittler, doch die Suche im Combined DNA Index System des FBI ergab keinen Treffer. Die nationale Datenbank wurde 1998 eingeführt und Mor Travis war wegen der Schuhgeschäftsüberfälle erstmals 1989 angeklagt worden, lange bevor Missouri begann DNA von verurteilten Straftätern zu sammeln.

Gerade als die Behörden die Existenz eines Serienkillers bestätigten, hörten die Morde plötzlich auf. Alle sechs bis 8 Wochen war eine neue Leiche aufgetaucht. Die Ermittelnden hatten erwartet bei Thanksgiving ein weiteres Opfer zu finden, aber nach Brenda Beasley trat plötzlich Ruhe ein. Die Polizei hatte mehrere Theorien, warum die Morde aufgehört hatten.

 Die Ereignisse des 11. September 2001 hatten die Stimmung des Landes drastisch verändert. Die Polizei hielt es für möglich, dass der Mörder sich beim Militär verpflichtet hatte. Die weniger aufregende Theorie war, dass der Mörder wegen eines anderen Verbrechens im Gefängnis saß. Und ja, tatsächlich ist die einfachere Erklärung oft die richtige. Am 29.

 November 2001 kehrte Maurice Travis ins Gefängnis zurück, weil er zum dritten Mal gegen seine Bewährungsauflagen wegen Drogenbesitz verstoßen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hätte Travis DNA gesammelt und in der nationalen Datenbank katalogisiert werden müssen. Seine DNA wäre eine Übereinstimmung mit der DNA gewesen, die auf den Leichen gefunden wurde, aber aus ungeklärten Gründen geschah dies nicht.

Die DNA-Sammlung ist ein unvollkommenes System. Eine [räuspern] Untersuchung des Forensic Magazine ergab, dass von tausenden Gefangenen keine DNA-Pe katalogisiert wurde. Es gibt viele Fälle, in denen Gefangene sich weigerten, DNA Proben abzugeben oder die Behörden, die Test aus logistischen Gründen nicht durchführten.

Er wurde im März 2002 entlassen, nachdem er etwas mehr als drei Monate verbüst hatte und kehrte in sein Haus in der Ford Drive zurück. Während Maury Travis im Gefängnis war, fand die Polizei drei weitere Leichen, aber sie waren seit Monaten tot, so lange, dass eine Identifizierung der Opfer nicht mehr möglich war.

Es ist nicht klar, ob Morris Travis seine Morde wieder aufnahm, nachdem er entlassen wurde. Angesichts der Tatsache, dass frühere Inhaftierung ihn nicht von Drogenkonsum oder Mord abhielten, ist es eine sichere Annahme, dass auch dieser dreimonatige Aufenthalt ihm keine Sinneswandlung beschte. Bis Mai 2002 war die Polizei in ihrer Untersuchung an einem Totenpunkt gelangt.

 Es hatte keine neuen Morde gegeben. Die Leichen waren nicht identifizierbar und Travis DNA hatte keine Übereinstimmung im System. Aber Bill Smith, ein Reporter für die St. Louis Post Dispatch, ließen die ungelösten Morde nicht los. Smith schrieb einen langen Artikel, der das Leben von Theresa Wilson porträtierte. Und dieser Artikel zeigte sie als Menschen, also ihre positive Beziehung zu ihrer Tochter und Freunden, ihre verzweifelten Versuche, die Cracksucht zu überwinden.

Dieser Artikel erschien am 19. Mai 2002 auf der Titelseite. Er zwang die Leser Travis Opfer als echte Menschen zu sehen, aber Maurry Travis genoss es, dass seine Verbrechen bekannt wurden. Als die Geschichte erschien, hatte Smith keine Ahnung, dass sein Bemühen, Empathie für die ermordeten Frauen zu wecken, eine Reaktion des Mörders selbst hervorrufen würde.

 Es war Smith Artikel, der Travis letztendlich aus dem Versteck jagte und zu seiner Verhaftung führte. Der Artikel sprach nämlich eine Seite seines Egos an, die er nicht ignorieren konnte. Travis Antwort hinterließ versehentlich eine Spur durch das Internet. Und nächste Woche werden wir genau dieser Spur folgen. Vielen Dank, dass ihr auch in dieser Folge wieder dabei wart.

In der nächsten Episode erfahrt ihr, wie Mor Travis selbst den Ermittlern die entscheidende Spur liefert. Im Mai 2002 entdeckt Detective Marshall Cley auf einem brachliegenden Grundstück einen gebleichten menschlichen Schädel und zwar genau dort, wo ein X auf einer Karte die Stelle markiert hatte. Diese Karte hatte Travis selbst an die Zeitung geschickt, nachdem der mitfühlende Artikel über seine Opfer erschienen war.

 Wenn ihr diesen Podcast noch nicht abonniert habt, dann tut das am besten jetzt, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten erscheint jeden Donnerstag mit einer neuen Folge. Ihr könnt ihn überall kostenlos hören und abonnieren. Und wenn euch der Podcast gefällt, dann freuen wir uns sehr über eine positive Bewertung von euch.

Mein Name ist Diane Helscha und mein Name ist Max Spalleck. Bis zum nächsten Mal hier bei Serienkiller. Dieser Podcast ist werbefinanziert und kann deswegen kostenlos auf allen Plattformen angeboten werden. Wenn Sie in diesem Podcast Werbung schalten wollen, schreiben Sie uns gerne an. [email protected].

Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist ein Podcast von Bose Park Productions basierend auf einem Spotify Original. Diese Folge wurde im amerikanischen Original geschrieben von Carolyn Claraky. Deutsche Produktion und Redaktion Mickey Sit, Fabio Lautenschläger, Sebastian Schäfer, Julia Ilan, Suholder und Chris Guse.

Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mont, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet.

 Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Mar Cley war erst seit zwei Wochen Ermittlerin in der Abteilung für Gewaltverbrechen des St. Charles County Sheriffs Department. Am 25. Mai 2002 wurde sie für die Durchsuchung eines leerstehenden Grundstücks in West Alton, Missouri eingesetzt. An diesem Sommermorgen folgte sie zusammen mit den anderen Ermittlern einer gedruckten Karte, auf der ein X eine Stelle markierte.

 Doch statt nach einem vergrabenen Schatz zu suchen, suchten die Ermittler nach einer Leiche. Möglicherweise das 17. Opfer des Serienmörders Murray Travis, der Frauen in seinem Keller gefangen hielt, folte, vergewaltigte und erwirkte. Die polizeiliche Suche nach dem Serienmörder war nahezu ins Stocken geraten.

 Dann schickte Maury Travis, der Lokalzeitung einen Brief, der ihm zum Verhängnis werden sollte. Das anonyme Schreiben enthielt eine Karte zum Leichnamen seines angeblich 17. Opfers. Diese Leiche würde der Polizei zeigen, ob sie es mit einem bloßen Aufmerksamkeitssuchenden oder mit einem echten Serienmörder zu tun hatte. Marsha Corley sagte: “Als ich an jenem sonnigen Maiorgen dort ankam, war ich auf einen langen heißen Tag vorbereitet.

Während ich die Grasfläche zwischen der Braumgrenze entlang der ehemaligen Bahngleise und der St. Charles Street abging, bemerkte ich etwas, dass ich zunächst für einen ziemlich großen Pilz hielt, der im Gras lag. Es war ein gebleichter menschlicher Schädle. Hallo, mein Name ist Max Spalle und das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten, ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Spotify Original.

Heute tauchen wir tief in das Leben von Mor Travis ein, dem St. Leis Vide und ich bin Diane Helcher. Bevor wir beginnen, möchten wir uns ganz herzlich bei euch bedanken für all die Kommentare, die ihr Woche für Woche bei Spotify und Instagram hinterlasst. Es bedeutet uns wirklich viel, dass ihr so engagiert dabei seid.

Falls ihr den Podcast noch nicht abonniert habt, tut das gerne jetzt sofort. Eine neue Folge erscheint jeden Donnerstag und ihr findet uns auf allen Plattformen, also auf Spotify, Apple oder Amazon Music. und das komplett kostenlos. Und wenn ihr keine Folge verpassen wollt, folgt uns auf Instagram unter @serienkiller_podcast.

Dort bekommt ihr jede Woche die Ankündigung mit Bild zur neuen Folge. Morit Travis, auch The Video Strangler genannt, also der Videowürger, folterte, vergewaltigte und ermordete zwischen 2000 und 2002 bis zu 20 Frauen im Raum St. Missouri Travis wurde am 25. Oktober 1965 in St. Louis geboren.

 Bekannte, die sich an ihn erinnern, beschrieben ihn als einen unglaublich ruhigen Jungen. In Teil 1 haben wir erzählt, wie Travis Gefühlskälte in seiner Kindheit ein frühes Warnzeichen für psychopathische Verhaltensweisen gewesen sein könnte. Als Erwachsener wurde er von Crack abhängig. Und das war der Beginn. seiner Probleme mit dem Gesetz.

Travis kam viermal ins Gefängnis wegen Raubüberfällen und Verstößen gegen Bewährungsauflagen aufgrund von Drogenbesitz. 2001 nach seiner dritten Entlassung aus dem Gefängnis im Alter von 35 Jahren begann er damit Sexarbeiterin entlang des Broadway im Badenviertel von St. Leis anzusprechen. Manchmal ließ er die Frauen wiedergehen, nachdem sie gemeinsam Crack geraucht hatten.

 Doch viele dieser Frauen wurden nie wieder lebend gesehen. Travis filmte seine Interaktionen mit diesen Frauen, während er sie verbal erniedrigte und mit einer Elektroschockpistole folterte. Die Art der Videotrophäen ermöglichte es ihm, seine Verbrechen jederzeit wieder durchleben zu können. Er hielt diese Frauen tagelang in seinem Keller gefangen.

 Schließlich erwirkte er seine Opfer und entsorgte ihre Leichen auf überwucherten Grundstücken in East St. Lewis auf beiden Seiten des Mississippi. Im Sommer 2001 fand die Polizei etwa alle 5 bis 6 Wochen die Leichen genau dieser Frauen. Aber die Ermittlungen kamen ins Stocken, als Travis am 29. November 2001 erneut wegen Drogenbesitzes inhaftiert wurde.

 Im März 2002 im Alter von 36 Jahren wurde er wieder entlassen. Im Mai 2002 beschäftigten die ungelösten Morde Bill Smith, einen Reporter der Regionalzeitung St. Louis Post Dispatch noch immer. Die Polizei hatte neun Leichen geborgen, von denen drei so stark verwest waren, dass eine Identifikation nicht mehr möglich war.

Der Reporter Mr. Smith konnte die grausamen Taten nicht vergessen, denen die Sexarbeiterin ausgesetzt waren. Smith schrieb einen Artikel über die neu miteinander verbundenen Morde und zeichnete so ein ausführliches Portrait von Theresa Wilson, einer der ermordeten Frauen. Sein Artikel zeigte sie als mehr als nur eine Sexarbeiterin oder ein Mordopfer.

Smith sprach mit Freunden von Wilson und diese erzählten ihm von Wilsons liebevoller Beziehung zu ihrer Tochter und ihrem Kampf gegen die Drogensucht. Er schrieb: “Die Frauen wissen von Wilson und den anderen, die ermordet wurden. Sie wissen, was im nächsten Auto auf sie warten könnte. Es ist ihnen nicht egal.

Continue reading….
« Prev Part 1 of 3Part 2 of 3Part 3 of 3 Next »

You Might Also Enjoy

Leave a Response

Your email address will not be published. Required fields are marked *