Mord ohne Leiche – Der aufgeklärte Fall Karsten Manczak – Er bleibt jedoch verschwunden T
Mord ohne Leiche – Der aufgeklärte Fall Karsten Manczak – Er bleibt jedoch verschwunden

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, damit herzlich willkommen, ihr Lieben, auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Crime Time. Ich freue mich ganz toll, dass ihr diesmal auch wieder mit dabei seid und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mit meinem Kanal zufrieden seid, wenn ihr ein Abo hinterlassen würdet auf den Podcast Portalen oder auch auf YouTube.
Ja, das hilft mir als kleiner Creatorin sehr und es ist für euch vollkommen kostenlos. Ein Kommentar zum Algorithmus pushen oder auch so freut mich natürlich auch immer. Ja, ich weiß auch, dass viele von euch sich immer gerne mal aufgeklärte Fälle wünschen und der Fall, um den es heute geht, war auch immer mal wieder von euch gewünscht worden.
Und ja, wobei ich sagen muss, zu 100% wurde der heutige Fall nicht aufgeklärt, aber es gab eine Verurteilung, wonach der Fall eigentlich als geklärt zu betrachten ist. Aber fangen wir mal ganz von vorne an. Es geht heute um den Fall Carsten Mann. Carsten war im Jahr 2021 51 Jahre alt und lebte mit seiner Ehefrau, mit der er zu diesem Zeitpunkt ca.
25 Jahre schon zusammen gewesen ist in Großdören, was zur Gemeinde Liebenburg im Kreis Gosla gehört, in einem eigenen Häuschen. Auch hatte das Paar Kinder zusammen, die teils oder gänzlich auch noch zu Hause gelebt haben. Carsten war von Beruf eigentlich Tischl, arbeitete zum damaligen Zeitpunkt aber als Hausmeister im ca. 80 km entfernten Hannover.
Er spielte leidenschaftlich gerne Handball im Verein und war ein geselliger und aufgeschlossener Typ laut seiner Ehefrau Katrin. Für seine Kinder soll Carsten immer da gewesen sein und sie spielten auch eine große Rolle in seinem Leben. Und optisch für alle, die gerade kein Bild von Carsten sehen können, beschreibe ich ihn euch einmal kurz.
Er war 1,80 m groß, schlank, trug eine Brille und hatte kurze graue Haare mit einer beginnenden Stirnglatze. Am 13. April 2021, das war ein Dienstag, sollte eigentlich ein sehr aufregender Tag im Hause Manntag beginnen. Einer der Söhne von Karsten und Katrine hatte nämlich Führerscheinprüfung und war sicherlich schon ziemlich aufgeregt.
Als Karsten an diesem Dienstag aufgestanden ist, war aber noch alles ruhig. Er war nämlich der erste, der immer aufstand. Und die Kinder schliefen noch und seine Frau Katrin auch. Und Gasten stand schon immer gegen 4, 5 Uhr morgens auf, um sich dann auf dem Weg nach Hannover zu machen.
Immerhin hatte er ja auch gute 80 km vor sich. Als die Söhne und Katrin langsam aufwachen, wundern diese sich, aber, es war irgendwie alles ziemlich komisch. In der Küche lag noch ein Toast von Carsten, was er nicht gegessen hatte. Sein Handy lag im Haus, auch sein Portman sowie sein Dienstschlüssel für die Arbeit lagen zu Hause, nur er war nicht auffindbar.
Was auch noch komisch war, ist die Tatsache, dass Carsten den Arbeitsrucksack seines Sohnes mitgenommen hatte und seinen eigenen aber zu Hause ließ. Hatte er vielleicht so eine Eile am Morgen, dass es nicht einmal mehr für das Frühstück reichte und dann griff er sogar noch zum falschen Rucksack. Aber wieso hat er sein Handy und seinen Dienstschlüssel dann auch noch zu Hause gelassen? Nur sein Fahrzeug, ein VW Caddy, war weg.
Es machte also wirklich den Anschein, dass er zur Arbeit gefahren sein könnte. Die Familie ging auch nicht gleich vom Schlimmsten aus, aber komisch war die Situation definitiv. Da Carsten das Handy ja zu Hause liegen ließ, konnten sie ihn ja nicht mal erreichen. Auf der Arbeit konnte man ihn aber auch nicht erreichen.
Also schon eine insgesamt etwas ja bedrückende Situation. Den ganzen Dienstag über hörte man aber nichts von Carsten. Am Abend entdeckt einer der Söhne dann auf der Terrasse eine Blutlache, für die die Familie keine Erklärung fand. Da man von Carsten noch immer nichts hörte, entschied man sich dann dazu, doch lieber die Polizei zu informieren.
Man hatte auch schon Krankenhäuser abtelefoniert, Freunde und Familie kontaktiert, Vereinsmitglieder, aber es gab keine Spur zu casten. Wenig später postet man die vermissten Meldung auch bei Facebook von Seiten der Familie aus. Am 13. April 2021 wurde also Carsten Mannak noch vermisst gemeldet. Am frühen Morgen des 14.
April fuhr ein Ermittler dann zur Familie nach Großdören. Kollegen vom Vortag hatten vor allem im Außenbereich, also auf dem Grundstück der Familie, Veränderungen festgestellt. Auf den Betonplatten fand sich ein größerer Blutfleck und sogar eine Schleifspur war zu erkennen, die über den Rasen ging bis zum Grundstückende Ende zur Fortuna Straße.
Und dort auf eine Art Podest fand sich dann auch noch die Brille von Carsten, die stark beschädigt gewesen sein soll. Manche Menschen können ja durchaus auch ohne ihre Brille Auto fahren. Karsten gehörte aber leider nicht dazu. Er war darauf angewiesen und sein Auto war ja aber trotzdem nicht auffindbar.
Was ist also geschehen? Die Polizei nahm den Fall sehr ernst. hinzukam, dass Carsten mal einen Herzinfarkt erlitten hatte und Blutverdünner nehmen musste. Auch darauf war er dringend angewiesen. Am selben Tag noch wurden zwei Ermittlungsteams aufgestellt. Die Spurensicherung sicherte im Garten und im Haus Spuren, die wichtig sein könnten.
In diesem Fall, wo man zu Anfang ja noch absolut nichts wusste. Auch wurden Mitarbeiter der Arbeitsstelle von Carsten befragt und Vernehmungen durchgeführt, aber auf der Arbeit kam nichts Neues herum, nur dass Carsten definitiv nicht dort gewesen ist. Man schrieb ihn sowie sein PKW zur Fandung aus, auch öffentlich.
In den Tagen darauf führte man auch Nachbarschaftsbefragungen durch und dabei gaben zwei Nachbarn Infos an die Polizei weiter. Ein Nachbar wollte am Tag des Verschwindens gegen 5 Uhr jemanden mit einer Taschenlampe im Garten der Familie gesehen haben. Eine Nachbarin gab dann noch an, einen ortsfremden PKW mit Braunschweiger Kennzeichen in der Nähe des Hauses gesehen zu haben und ihr eine unbekannte Person.
Im Ort kannte so ziemlich jeder jeden. Es fiel also schon auf, wenn dort ein ortsfremder PKW stand. Im Laufe der Woche stellte die Polizei dann auch fest, ganz sicher fest, dass das Blut auf der Terrasse, das von Carsten Manzer gewesen ist. Drei Tage nach dem Verschwinden am Freitag kam dann durch die Öffentlichkeitsfahndung auch ein Hinweis an die Polizei durch.
Der PKW von Carsten soll auf dem ehemaligen Expoelände stehen. Gearbeitet hat er dort aber nicht. Was macht der PKW also auf dem ehemaligen Expoelände und war das wirklich Carstens PKW? Die Ermittler fuhren noch am gleichen Tag dorthin, wo man den PKW vermutete. Er stand am Boulevard der EU gegenüber des holländischen Pavillons, abgeschlossen und vernünftig geparkt.
Das geschulte Auge der Ermittler konnte gleich von außen kleine Blutanhaftungen am VW Caddy feststellen. Auch in das Innere des Wagens konnten sie schauen, denn sie hatten von der Familie den Zweitschlüssel erhalten. Es hätte in diesem Fall ja auch sein können, dass ich etwas Schreckliches im Kofferraum befunden haben könnte.
Das war aber hier nicht der Fall. Auch fand man den Rucksack des Sohnes im PKW. Der PKW an sich wies aber auch keine Unfallspuren auf, denn auch Fahrerflucht mit Todesfolge wäre ja eine von vielen Möglichkeiten gewesen. Der Wagen wurde weitergegeben, um ihn spurentechnisch genau untersuchen zu können. Die Experten der Spurensicherung haben im Fahrerraum und im Kofferraum reichlich Blutspuren sichern können.
Vor allem mit dem Mittelluminol konnte man in den Polstern, vor allem aber der Rückbank des Caddys, dem Fahrersitz und dem Lenkrad, Blut wieder sichtbar machen. Spätere Tests ergaben auch hier, es war das Blut von Carsten und die Blutanhaftungen, die man jeweils fand, waren keine kleinen, sondern wirklich erhebliche Mengen, die auf einen ganz hohen Blutverlust schließen ließen.
Und durch den Blutverdünner Makuma wurde das Ganze natürlich noch verstärkt. Es hieß nichts Gutes, da waren sich die Ermittler einig. Man ging nun nicht mehr von einem gewöhnlichen vermissten Fall aus, sondern schon von einem Verbrechen. Am Folgetag setzten die Ermittler in Hannover Personen und Leichenspürhunde ein, aber ohne Erfolg.
Man wies durch Plakate aber nochmals auf den Fall hin und checkte Überwachungskameras, die leider keine Spur liefern konnten. Carsten muß von jemanden wahrscheinlich schon tot längere Zeit mit seinem eigenen PKW transportiert worden sein. Nur wo ist seine Leiche und wie kam der Täter oder die Täter vom ehemaligen Expogelände wieder zurück nach Hause? Eines der vielen Fragen, die die Kripo nun hatte.
Es bildte sich die Mordkommission Fortuna, die zuvor nur eine reine Ermittlungsgruppe gewesen ist. 20 Leute beschäftigten sich jetzt rund um die Uhr mit dem Fall. Auch war nun auch das unbekannte Auto in Großdören von Wichtigkeit, dass die Nachbarin ja dort gesehen haben wollte. Sogar das Kennzeichen fiel ihr noch ein und man fand dann heraus, dass der Fiat, der dort in der Nähe parkte, durch eine Autovermietung von einem gewissen Martin G.
gemietet wurde und Carstens Familie kannte Martin G. sehr gut. Seit Karstens Verschwinden war er noch häufiger als sonst bei den Mannxs zu Hause, um zu unterstützen, zu kochen oder einfach zu helfen. Aber wenn es darum ging, Carsten zu finden, private Suchaktionen mitzumachen, war er weniger eine Hilfe. Auch wenn die Polizei mal wieder zu Befragungen ins Haus kam, verschwand Martin lieber.
Martin war ein guter Freund von Carsten und auch seine Frau kannte ihn sehr gut. Was Carstens Ehefrau am Anfang erst der Polizei nicht sofort erzählte, im späteren aber schon, warß sie und Martin G. seit einigen Jahren eine Affäre gehabt haben sollen. Diese wurde aber von ihrer Seite aus beendet, denn Martin wollte eine feste Beziehung zu Carstens Ehefrau und nach all den Jahren wollte sie aber ihre Ehe nicht auf Spiel setzen und ist bei Carsten geblieben. Martin G.
war Bundespolizist von Beruf. arbeitete unter anderem am Hannover und Braunschweiger Flughafen, war geschieden und Vater zweier Kinder, lebte alleine in seinem Haus in Ortfesen. Ortfesen gehört auch zur Gemeinde Liebenburg. Als man Martin anfangs als guten Freund der Familie auch vernehmen wollte, lehnte er dies erst einmal ab und er bat einen der Söhne der Familie Mann sag gewisse Dinge schon ca.
ein Jahr vor Carstens verschwinden, die da eben passiert sind. Doch bitte nicht der Polizei zu erzählen. Aber davon ließ sich Carston so nicht beirren. Er machte das trotzdem. Im November 2020 nämlich fand Carsten einen Zettel an seinem Auto. Das hat er natürlich dann auch alles der Familie erzählt. Es war eine Aufforderung an ihn zum Friedhof in Großdören zu kommen.
Ihm sollten dort Bilder übergeben werden, die Karstens Ehefrau mit einem anderen Mann zeigen sollten. Aufgefunden hat Carsten dort nur einen Brief mit Infos, aber keine Bilder. Welche Infos dieser Brief genau umfaßte, wurde nicht bekannt gegeben. Es wird aber, denke ich, wohl um die Affäre gegangen sein.
Auch sei er ein guter Freund habe in dem Brief gestanden. Karsten stellte an diesem Tag im November auch einen PKWfest, der ihm komisch vorgekommen ist und auch wieder ortsfremd war. Man konnte dann noch in den Ermittlungen feststellen, dass es wieder ein Mietwagen gewesen ist, den ja gerade mal wieder Martin G. an diesem Tag angemietet hatte.
Hatte er vielleicht dort schon vor, Carsten irgendetwas anzutun? In dem Brief, den Carsten am Friedhof auffand, stand auch eine Handynummer. Diese sollte dazu dienen, Infos auszutauschen. Die Nummer überprüfte man, die Person dazu, war aber ausgewandert und hatte ihren Ausweis gerade an dem Flughafen verloren, an dem Martin G.
gearbeitet hat. Auch fand man im Garten der Familie weit vor dem Verschwinden von Carsten schon ein Pfeil einer Handarmbrust mit einer Länge von ca. 15 bis 20 cm. Auch das kam der Familie im Nachhinein schon etwas komisch vor. Man nahm Martin G. Nun genau unter die Lupe, checkte seine Bankaccounts, sein PayPal Account, nahm eine DNA-Pe von ihm, Fingerabdrücke und musste ihn dringend vernehmen. Martin G.
schwieg aber gegenüber den Ermittlern. Man konnte feststellen, dass er von einer Firma in Österreich eine Armbrust und die dazug gehörigen Pfeile bestellte und es aber bei PayPal so aussehen lassen wollte, als habe ein Fremder über seinen Account die Ware bestellt, die er gar nicht haben wollte angeblich.
Dabei benötigte man unter anderem einen Ausweis, um diese Armbrust überhaupt bestellen zu können. Hier war also ganz klar, dass es sich hier nicht um ein Missverständnis handelte, sondern dass Martin G. das selber bestellt haben musste. Für die Ermittler rückte Martin G. jetzt immer mehr in den Fokus, s dass sie die Vernehmungen in dem Fall nun einstellten, da es einen Beschuldigten gab.
Auch fand man am Rucksack des Sohnes, den man ja im VW Caddy auffand, DNA Spuren von Martin G. Wie hätten diese dorthinkommen sollen, wenn er nichts mit der Sache zu tun haben wollte? In seiner Vernehmung nun als Beschuldigter, wickte er kühl und prüfte seine Vernehmung als Polizist im späteren ganz genau. Also, er hat wohl nicht viel gesagt, aber er prüfte das eben wirklich sehr genau. Am 18.
Mai 2021 wird Martin Gedan auch auf der Arbeit festgenommen. Er bekam einen Pflichtverteidiger zugewiesen und machte keinerlei Angaben mehr. Nur einen Brief schrieb er in der JVA an einen Freund. In diesem Brief gab er an, mit dem Fall nichts zu tun zu haben, Carsten nicht ermordet zu haben.
In der Zeit, wo man sich um die Ermittlungen kümmerte, wer für das Verschwinden von Carsten verantwortlich sein könnte, ließ man aber gleichzeitig nichts unversucht, ihn zu finden. Im Laufe der Zeit suchte man unter anderem in und um Hannover, besonders in dem Gebiet, wo man den VW Caddy im späteren auffand, also auch auf dem ehemaligen Expogelände nach einer Leiche.
Man durchsuchte viele Orte nicht nur in Hannover, unter anderem ein stillgelegtes Bergwerk, eine Biogasanlage in Liebenburg sowie auch das Gelände am Freibad, einen Teich im Harz. Auch suchte man intensiv in der Umgebung des Tatorts, also in Großdüren und Liebenburg. Auch eine Hubschrauberstaffel wurde eingesetzt, um größere Gebiete im Blick zu haben.
Mrailer und Leichenspürhunde wurden eingesetzt, Taucher, die in Gewässern suchten, was die Polizei aber alles unternahm. Und das war jetzt nur eine kleine Zusammenfassung von noch etlichen anderen Suchmaßnahmen. Sie sind leider daran gescheitert, Karsten zu finden. Für die Familie war das äußerst belastend.
Sie suchten selbst ja auch mit und hatten bei jeder Suche der Polizei natürlich Hoffnung, dass es diesmal soweit kommt und Carsten endlich gefunden wird. Man ging aber schon schnell davon aus, dass es sich hier nur noch um die Suche eines Leichtnamens ging. Wie die Polizei in ihren weiteren Ermittlungen auch feststellen konnte, kaufte Martin G.
wenige Tage nach Carstens Verschwinden zwischen dem 19. bis 23. April 2021 mit einem gemieteten weißen Transporter mit einem Anhänger bei Baumärkten in Gosla und Bad Harzburg ein. Dort wurden 16 Baustallmatten, 11 Rasengittersteine und 100 m Stacheldraht gekauft. Am 30. April 2021 wurde dann in Bitterfeld in Sachsenanhalt acht Baustellengitter und acht Betonfüße gekauft.
Abgeholt wurden diese Sachen laut einem Video, was der Polizei vorliegt, mit einem dunklen Kombi mit Anhänger. Was hatte Martin G vor seiner Festnahme mit diesen Dingen vor? Die Ermittler gingen davon aus, da der Beschuldigte ja keine Angaben zu seinen Einkäufen und Leihwagen machte, dass er wohl die Leiche von Carsten damit professionell verschwinden lassen wollte. Am 18.
August 2021, 3 Tage nach der Festnahme von Martin G. Bart man dann aber auch um Hinweise bei Aktenzeichen XY ungelöst bzw. in der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst um Hinweise. Man stellte den Fall als Studiofall vor. Dort erhoffte man sich Hinweise, von wem der blaue VW Caddy Carstens am Expogelände abgestellt worden ist oder ob er auf der Fahrt dorthin ja irgendwie besonders in Erscheinung getreten ist der Wagen.
Ob es etwas Auffälliges gab, was man vielleicht in diesem Zusammenhang beobachtet haben könnte und wie Martin G vom Expogelände wieder zurück nach Hause gekommen ist nach Liebenburg oder anderswohin. Das interessierte die Ermittler auch sehr, ob er vielleicht einen Fahrer hatte, der ihn zurückfuhr, ob er ein Taxi genutzt hat, wie es von Hannover aus für Martin G eben weiterging, aber das ließ sich nicht aufklären. Eine Taxifahrt aber schon.
Diese ging vom Bahnhof Salzgitter Ringelheim nach Großdören zurück und Martin G. ließ sich dann genau dort absetzen, wo er seinen Mietwagen abgestellt hatte. Den Taxifahrer konnte man ja ermitteln und somit auch die Strecke ganz genau per GPS-Daten nachvollziehen. Der angemietete Transporter bewegte sich mit den Baumaterialien, das konnte man auch feststellen, in einem 70 km Radius rund um Liebenburg.
und das macht die Suche eben so schwer, von der ich eben berichtet habe. In diesem Radius interessierte man sich, und so viel kann ich verraten bis heute für Auffälligkeiten, um Absperrungen, die schon lange dort errichtet worden sind, wo sich aber seit langer Zeit nichts mehr dran verändert hat oder auch um das Errichten einer Fakebaustelle.
Eventuell wurde dort der Leichnam vergraben. Dazu zählen die Orte Hannover, Braunschweig, Halberstadt, Göttingen, Liebenburg, aber natürlich auch alle kleineren Ortschaften drumherum. Das ist ein Gebiet, was wirklich sehr schwer zu überblicken ist, wo da vielleicht die Leiche von Carsten liegen könnte. Daher eine dringende Bitte bis heute bei Spaziergängen oder beim Wandern auf solche Dinge zu achten.
Es kann aber auch gut möglich sein, dass z.B. die Rasengittersteine dazu gedient haben können, den Leichnamen zu beschweren und dieser wurde dann in einem Gewässer versenkt. Hier war besonders die Region in Hannover interessant. Hier suchte man besonders Seen nah des Flughafens und Teiche.
Auch äußerten die Ermittler, dass es natürlich auch gut sein kann, dass die Baumaterialien teils dazu dienten, z.B. Wildschweine davon abzuhalten, den Leichnamen wieder freizulegen. Daher wurde eventuell eine Absperrung drumherum gebaut. Aber wo könnte diese sein? Gibt es sie überhaupt? Reine Spekulation. Aktenzeichen XY brachte den Ermittlern 30 Hinweise ein, aber keinen Durchbruch.
Im September 2021 wurde Anklage gegen Martin G. erhoben. Der Vorwurf: Heimtürkischer Mord aus niedrigen Beweggründen. Motiv soll Eifersucht gewesen sein. Er wollte den Platz von Carsten bei seiner ehemaligen Geliebten Carstens Ehefrau einnehmen. Ermordet haben soll er Carsten mit einer Schlag oder Stichwaffe.
Auch die Handarmbrust kommt in Frage. Für die Familie Mann war das Ganze übrigens ein richtiger Schock. Sie haben absolut nicht damit gerechnet, dass Martin G. für das Verschwinden von Carsten verantwortlich sein könnte. Auch Freunde schilderten Martin G. Zugewandten Menschen. Niemand hätte ihm solch eine Tat zugetraut, auch seine Kollegen bei der Polizei nicht. Am 24.
November 2021 begann dann die Hauptverhandlung vor dem Landgericht in Braunschweig. Außer Mord lauteten die weiteren Anklagepunkte Unterschlagung sowie Fälschung beweiserheblicher Daten. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten Martin Gfor am 13. April 2021 in den frühen Morgenstunden gegen 4:30 Uhr sich schon an dem Haus der Mannxs befunden zu haben und sich heimlich auf dem Gartengrundstück verborgen gehalten zu haben.
Dann soll der Angeklagte den völlig arg und wehrlosen Carsten Manzak nach draußen gelockt haben in den Terrassengartenbereich. Dort verletzte er ihn durch eine Schlag oder Stichwaffe. Dadurch, dass Carsten aufgrund seiner Herzerkrankung Makumaar einen Blutverdünner einnehmen musste, begann dieser erheblich zu bluten und verlor das Bewusstsein.
Währenddessen so die Anklage weiter, begab sich Martin G. Dann leise in das Wohnhaus der Mannxs und nahm den PKW-Schlüssel für den VW Caddy unter anderem an sich. Anschließend soll er dann den Caddy zur rückwärtigen Grundstückseite gefahren haben und lut den schwer verletzten Carsten Mannzack ein, den er zuvor bis zum Fahrzeug geschleift hatte und fuhr dann davon.
Angesichts der im Inneren des Fahrzeug festgestellten erheblichen Blutansammlungen, die Karsten Manzak zugeordnet werden konnten, bestehen keine berechtigten Anhaltspunkte mehr dafür, dass er noch am Leben ist. Der Angeklagte handelte in dem Bestreben nach dem Ableben von Carsten Manzer eine dauerhafte und offizielle Liebesbeziehung mit der Ehefrau des Getöteten eingehen zu können.
Sie und der Angeklagte führten seit 2016 eine geheime Beziehung, ohne dass die Frau Bereitschaft zeigte, ihren Ehemann zu verlassen. Diesen Zustand konnte der Angeschuldigte, der auch beabsichtigte, seine Geliebte zu Ehelichen, nicht länger hinnehmen und sah sich daher veranlasst, das Hindernis seinen besten Freund Kastenmann dauerhaft zu beseitigen.
Der Angeklagte ist nicht vorbestraft. Das war jetzt mal für euch die veröffentlichte Anklageschrift im Fall Manzak. Die weiteren Anklagepunkte waren ja Unterschlagung und Fälschung beweiserheblicher Daten. So soll Martin G. an einem nicht feststellbaren Tag zwischen der großen Zeitspanne vom 28. Dezember 2017 und dem 8.
November 2018 von einem Fluggast den Personalausweis an sich genommen haben. Diesen nutzte er später, um am 8. November 2018 sich in einem Hotel in Goslazuweisen. Außerdem schloss er am 28. Oktober 2020 unter der Vorlage des ihm an sich genommenen Personalausweises Insgetab einen Preaid Mobilfunkvertrag auf die Personendaten des eigentlichen Ausweisinhabers ab, um seine Identität zu verschleiern.
Er selbst wollte diese Mobilfunknummer nutzen. Ich werde euch nun, wie ich dies schon häufiger mal gemacht habe, die Prozessstage etwas zusammenfassen, ohne dabei direkt immer auf die einzelnen Prozesstage im Detail zu achten oder einzugehen. Aber ich versuche das Wichtigste rauszufiltern. Martin G.
wollte zu Beginn des Prozesses keinerlei Angaben zum Tatgeschehen machen. Er hatte zwei Verteidiger davon, einer sein Pflichtverteidiger. Es stand aber im Raum, dass er sich eventuell später noch äußern würde. Am zweiten Prozessstag berichteten Zeugen immer wieder vom Fiat 500, der in der Nähe des Wohnhauses der Familie gesehen wurde, der Wagen, der von Martin Ge angemietet worden ist.
Eine große Rolle in diesem Fall spielte natürlich auch die Ehefrau von Carston Katrine. Sie sagte am dritten Prozesstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus, da während ihrer Aussage zu sehr persönlichen und intimen Details kommen würde. Die Kammer stimmte nach Beratung zu, dass das möglich gemacht wurde, sodass ich euch über die Aussage von Katrinen Mannzag nichts berichten kann.
Auch die Söhne der Familie sagten aber an diesem Tag vor Gericht aus. Einer der Söhne berichtete vom Tag des Verschwindens den frühen Morgen des April, wie als erster ein mulmiges Gefühl hatte, dass irgendwas nicht stimmte. Er habe zuvor noch gehört, wie die hinteren Türen des Caddys zugingen, weil das Geräusch kannte er ziemlich genau und das muss so kurz vor 6 Uhr gewesen sein.
Auch dass sein Vater seinen Arbeitsrucksack vertauschte und den des Sohnes mitgenommen hatte, war absolut untypisch. In die Rucksäcke sahen nicht mal identisch aus. Zu Hause im späteren wartete dann auch Martin G. Während der Sohn sich auf die Suche nach seinem Vater machte. Die Sorge wuchs, als er das Blut unter anderem auf der Terrasse entdeckte.
Wenig später wurde dann die Polizei eingeschaltet. Martin G. So der Sohn sei sehr präsent gewesen und habe der Familie Beistand zugesichert, war aber gleichzeitig sehr zurückhaltend und kaum aktiv. Von einem Freund und Polizisten habe er was ganz anderes erwartet. Auch verabschiedete er sich schnell, als er hörte, dass die Polizei kommen wollte.
Erst auf Bitten der Familie blieb er am 13. April 2021 mit dabei. Auf die Frage der Nebenklagevertretung, ob er noch daran glaube, dass sein Vater noch leben könnte, äußerte er, dass er keine Hoffnung mehr habe. Das Gefühl habe er schon sehr früh gehabt und es habe verstärkt. Je mehr Zeit verstrich. Der April habe alles verändert, besonders seine Mutter leide sehr so der Sohn.
Die Nachricht von der Verhaftung Martin Ges habe ihn sehr getroffen. Einen ganzen Prozesstag widmete man dem Leiter der Mordkommission. Einer der Verteidiger Martin G. Martin Nitschmann stellte zahlreiche kritische Fragen und stellte wiederholt Ermittlungsmethoden und dessen Ergebnisse in Frage. Laut Nitschmann passte die Aussage nicht, dass die Tat heimtükisch begangen worden sei.
Schließlich gab es zuvor ein Streitgespräch zwischen Carsten Manzack und Martin G. Außerdem warfen die Verteidiger den Ermittlern vor, daß diese einseitig ermittelt hätten und andere Optionen wie ein freiwilliges Untertauchen oder ein Suizid nicht ausreichend geprüft hätten. Auch ob es nicht ein anderer Täter gewesen sein könnte oder eine andere Tatwaffe als die Armbrust, z.B.
Ein Baseballschläger oder sowas, der bisher nicht gefunden wurde, sei nicht ausreichend ermittelt worden. Auch Videos von Bahnhof Hannover sei nicht angefordert worden und mittlerweile überspielt, die relevant hätten sein können. Auch so der Verteidiger sei man bei der Frage, ob der Angeklagte überhaupt in der Lage gewesen sei, den leblosen Karsten über das Grundstück bis zum Caddy zu schleifen, einfach davon ausgegangen sei, dass das möglich sei, also, dass er das körperlich geschafft hätte.
Nachgestellt hat man die Situation aber nie. Auch die Frage, warum drei Zeugenaussagen, die darauf hindeuten, dass Karsten Mannag am Nachmittag des Verschwindens und sogar zwei Wochen später noch gesehen worden sein soll, ist nicht weiter geprüft worden. Ein Zeuge wollte Carsten z.B. zwei Wochen nach seinem Verschwinden noch an einer Bushaltestelle in Blankenburg gesehen haben.
Der Mordkommissionsleiter erklärte daraufhin aber, dass man aufgrund der Spurenlage und der bis dahin erlangten Erkenntnisse von einer anderen Lage ausgegangen sei und annahm, dass sich die Zeugen täuschen würden. Dies und weitere Fragen, unter anderem, warum der Pfeil, der im Garten der Familie gefunden wurde, schon ein Jahr zuvor, nur anhand eines Bildes verglichen wurde, wieso kein Vergleichstück bestellt worden ist, war auch an diesem Tag eben präsent.
Also, man hat sich da wirklich auf jedes Detail gestürzt, will ich mal so meinen. Und die Verteidiger Nitschmann und Zot ließen auch an diesem Tag nichts unversucht natürlich die Unschuld ihres Mandanten irgendwie zu beweisen oder zumindest die Ermittlungen Zwanken zu bringen. Auch gab Mitchmann an, dass sein Mandant ja so langsam das Geld ausgehe.
Man sei bei Prozess Beginn von 10 Prozessstagen ausgegangen, dabei blieb es aber nicht. Und für Martin G sei das Ganze so finanziell bald nicht mehr tragbar. Der Prozess lief auch im April 2022 weiter. Die Verteidiger von Martin G. forderten im Laufe der Zeit in die Freilassung. Am 25. April 2022 forderten sie das.
Das Gericht leitete dann die Haftbeschwerde weiter, aber am 13. Mai 2022 wurde das abgelehnt. Also er kam nicht früher aus der Uhaft, also er wurde nicht eher aus der Uhaft entlassen. Der Prozess war ja auch noch fortlaufend und die Beweislage ja doch ziemlich erdrückend. Am 31. Mai 2022, also wenige Tage danach, ist dann im Fallkasten Mannag bei einem reinen Indizienprozess Mord ohne Leiche nannte man das, das Urteil gefallen.
Während die Staatsanwaltschaft sogar die besondere Schwere der Schuld beantragte, so hatten die Verteidiger einen Freispruch gefordert. Letztendlich wurde Martin G. dann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen verurteilt, ohne die besondere Schwere der Schuld festzustellen.
Gegen das Urteil wurde seitens der Verteidiger Revision eingelegt. Diese wurde im späteren aber nicht stattgegeben. An dem Urteil hat sich also nichts geändert. Für die Polizei und Staatsanwaltschaft ist die Akte Carsten Mann nun geschlossen. Es wird also keine Ermittlungen mehr geben. Aber bereits im August 2022 suchte die Familie von Carsten weiter nach sterblichen Überresten und hat eine Belohnung in Höhe von 5000 € damals ausgelobt für Hinweise, die zum Auffinden der sterblichen Überreste führen würden.
Es wurden noch immer wieder Succhaaktionen besonders 2022 und 23 organisiert. Angehörige, Freunde und Helfer organisierten immer Widersuchktionen. In die Beschreibung packe ich euch auch mal ein paar Links dazu. Vielleicht möchte sich ja auch mal jemand heute noch anschließen, sollte es noch Suchaaktionen geben. Aber das ganze gleicht wirklich, finde ich, nach dem Suchen nach einer Nadel im Heuhaufen, da das Gebiet, was möglich sein könnte, einfach sehr weit reicht.
Es kommen so viele Orte in Frage, möglicherweise sogar Gewässer und die Leiche könnte stark beschwert worden sein und vielleicht so nie gefunden werden. Also, es ist wirklich äußerst tragisch, was da in diesem Fall passiert ist. Besonders auch, weil Martin G sich ja nicht äußert, um wenigstens den Kindern der Familie es zu ermöglichen, zu trauern, wenn er vielleicht mittlerweile, so könnte ich mir gut vorstellen, gegen Katrin M vielleicht nicht mehr so wohlgesonnen sein könnte. Katrin M.
Wollte sich öffentlich auch nur zu Succhaaktionen äußern, nicht zu der Ehe oder dem Prozess und schon lange nicht zu der Affäre mit Martin G. Ich denke, sie selbst würde rückblickend das Ganze wahrscheinlich auch gerne ungeschehen machen, aber ja, es konnte ja niemand ahnen, dass das so einen Ausgang nimmt.
Die Kinder sind in diesem Fall diejenigen, die mir wie immer am meisten leid tun. Und auch wenn die Verteidiger von Martin G Zweifel an dem Mord gehabt haben, so sehe ich es wie die Ermittler. Die Beweise gegen ihnen sind erdrückend und es konnte so viel nachgewiesen werden, so dass ich ehrlich gesagt keine Zweifel daran habe, dass Martin G.
Karsten Manzak getötet hat. Und was ja auch noch dazu kommt, es soll sein bester Freund gewesen sein. Er hat nicht nur ihn getötet, um an die Ehefrau, sage ich mal, heranzukommen. Nein, er hatte eine gute Freundschaft mit Carsten, aber hat schon Jahre zuvor scheinbar geplant, ihn zu töten.
Hat ihm also noch den guten Kumpel vorgespielt. Das finde ich in diesem Zusammenhang wirklich auch noch mal äußerst pitätlos und ähm einfach nur schrecklich. Wie sieht ihr das eigentlich, ihr Lieben? ist der Fall von Carsten Manzer für euch jetzt aufgeklärt, auch wenn es ein Prozess, ein sogenannter Mord ohne Leiche gewesen ist.
Meint ihr Martin G hat wirklich seinen vermeintlich besten Freund getötet? Ich wollte euch diesen Fall schon lange mal vorgestellt haben und ich sagte es glaube ich zu Anfang schon. Es war immer mal wieder auch ein Zuschauervorschlag von euch. Also, bin ich da bitte jetzt endlich nachgekommen? Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat.
Ähm, ja, schreibt mir gerne mal eure Gedanken zu dem Fall in die Kommentare, auch gerne ein Kommentar für den Algorithmus. Mich würde wirklich mal interessieren, was ihr über diesen Fall denkt. Über ein Abo freue ich mich auch immer sehr. Es ist kostenlos und hilft mir wirklich sehr weiter. Und ja, jetzt verabschiede ich mich.
Bleibt sicher, ihr Lieben, bleibt gesund und wir hören uns zu einer nächsten Folge. Bis zum nächsten Mal ihr Lieben. Eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. He.