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Wahre Verbrechen I Die Tote vom Hafen I True Crime Dokumentation T

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By sonds1
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Wahre Verbrechen I Die Tote vom Hafen I True Crime Dokumentation  

Wir waren gegen 6 Uhr morgens hier am Objekt. Die Angelika öffnete die Tür. Sie hat dann nach oben gezeigt und sagte Wilfrid wäre oben. Er macht einen wenig überraschten Eindruck. Ich war schockiert über diese Empathielosigkeit, wie sie das geschildert hat. Ja, ich bin ins Nebenzimmer gegangen, Fenster aufgerissen, frische Luft geatmet, dann habe ich einmal richtig gegen die Tür getreten.

 Insgesamt haben wir, ich meine, bis zu 3000 Frauen ermittelt, die Kontakt zu Wilfrid und Angelika über diese Anzeigen aufgenommen haben. Nach Bewertung dieser Lage wurde dann entschieden, dass jetzt das Haus komplett ausgeräumt wird. Die Frauen wurden erstmal psychisch gewaltig unter Druck gesetzt. Sie wurden äh geschlagen, sie wurden getreten.

 Also eigentlich das volle Programm von Mishalung und Gewalttätigkeiten, die man sich so vorstellen kann. 21. April 2016. In dieser Nacht bleibt ein Auto an einer Bushaltestelle bei Lenne in Südniedersachsen liegen. Zwei Personen steigen aus und stellen fest, der Wagen hat einen Motorschaden. Auf der Rückbank sitzt noch eine dritte Person, eine Frau.

Weil es ihr nicht gut geht, wird ein Krankenwagen gerufen. Damals als Notärztin vor Ort Annetta Eikert. Sie erinnert sich noch gut an diesen Einsatz. Die Patienten fühlte sich sehr kalt an. war sehr leicht bekleidet. Sie hatte nur ein T-Shirt an und was mir als sehr ungewöhnlich auffiel, war, dass sie auf gelben Sacktüten gesessen hat, komplett.

 Für mich schoss so durch den Kopf, da ist nicht mehr viel Leben drin. Die Frau wird schnellstmöglich in ein Krankenhaus gebracht. Doch zwei Stunden später ist sie tot. Ihr Name Susanne F. Weil die Todesursache unklar ist, wird ihr Leichnamen obduziert. In die Ermittlungen ist auch Kriminalhauptkommissar Norbert Freier von der Polizei Bielefeld involviert.

Welches Ausmaß dieser Fall noch annehmen wird, ist ihm damals noch nicht bewusst. Also, der Leichner wies zahlreiche Verletzung auf, unter anderem ein Schädelierentrauma durch stumpfe Gewalt. Äh, sie hatte massive Unterkühlung, Körpertemperatur von 28°, sie hatte Häatome am ganzen Körper, sie war komplett unterernährt, abgemagert und sie hatte eindeutige Fesselmarken im Bereich der Arme und Handgelenke aufzuweisen.

Susanne F ist gewaltsam zu Tode gekommen. Die Frau ist 41 Jahre alt, mehrfach geschieden, Mutter von zwei minderjährigen Kindern. Sie wohnte allein in Badgandersheim, knapp 26 km entfernt von dort, wo das Auto die Panne hatte. Was ist der Frau zugestoßen? Ins Visier der Ermittler rücken schnell die Personen, die gemeinsam mit der Toten unterwegs waren.

 Angelika und Wilfried Wehe aus Höchster. Zunächst tauscht sich Norbert Freier mit den dortigen Kollegen aus und macht eine auffällige Entdeckung. Und da gab es eine Verurteilung Ende der 90er Jahre von Wilfrid W. Wilfri W hat damals zusammen mit einer anderen Partnerin ebenfalls eine Frau schwerst misshandelt und da sagen natürlich ziemlich viele Parallelen zu dem jetzigen Fall.

Der Mann hat dafür eine mehrjährige Haftstrafe abgesessen. Könnte sich der Vorfall von damals wiederholt haben? Angelika und Wilfried Wohnhaft im Saatweg 6 Bosseborn, einem Stadtteil von Höchster. Das Ehepaar ist geschieden, lebt aber noch zusammen. Weil die beiden dringend tatverdächtig sind, werden sie festgenommen.

Heute gibt es den Bauernhof nicht mehr. Er wurde abgerissen. Wir waren gegen 6 Uhr morgens hier am Objekt. Ich habe geklingelt. Die Angelkw öffnete die Tür. Sie hat dann äh nach oben gezeigt und sagte, Wilfrid wäre oben. Ich bin da mit einem Kollegen nach oben gegangen. Wilfrid stand in Unterhose vor dem vor seinem Bett.

 Er macht einen wenig überraschten Eindruck und ließ die Maßnahmen über sicher gehen. Wurde Susanne F. In diesem Haus gefangen gehalten und zu Tode gequellt? Während in Höchster Bosseborn erste Durchsuchungsmaßnahmen starten, vernimmt Kommissar Freier Wilfried W. Der 45-jährige weiß jede Schuld von sich. Also auch die ganze Vorhaltung sagt er dann irgendwann, ich habe doch gar nichts gemacht.

 Das hat alles Angelika gemacht und der sagte mir dann, dass es ein Zettel gäbe, auf dem Angelika quasi ein Geständnis hinterlegt hätte. Der Zettel sollte auf einem Schrank im Wohnzimmer liegen. Und auf dem Zettel stand dann drauf: “Ich Angelika W. Habe Susanne an den Haaren gezogen, geschlagen, getreten, bespuckt, beleidigt.” Dass Wilfried W unschuldig ist, bezweifelt der erfahrene Ermittler, doch der Mann bleibt bei seiner Aussage.

Parallel werden Nachbarn in Bosseborn befragt. Sie berichten, dass noch weitere Frauen auf dem Hof waren, alle in einem desolaten Zustand. Der Kommissar spricht nun auch mit der 47-jährigen Angelikaw. Er konfrontiert sie mit den neuen Erkenntnissen. Sie taxierte mich, sie kämpfte mit sich, ob sie aussagen soll oder nicht.

 Da hat auch viel mit Vertrauen zu tun. Ich glaube, sie hät dafür sich eine Entscheidung treffen müssen. Und dann sagte sie: “Ja, es gibt ein zweites Opfer.” Annika Annika W. 33 Jahre alt, gelernte Hauswirtschafterin, gebürtig aus Nordheim. Angelika W erzählt nüütern, dass sie die Leiche der Frau in einer Kühltruhe eingefroren habe.

 Anschließend habe sie den Körper zerstückelt und im Ofen verbrannt. Ich war schockiert über diese Empathielosigkeit, wie sie das geschildert hat. Ja, ich bin ins Nebenzimmer gegangen, Fenster aufgerissen, frische Luft geatmet, dann habe ich einmal richtig gegen die Tür getreten, um so ein bisschen Emotionen abzubauen.

 Dann bin ich wieder rein und dann sind wir letztendlich auf die Einzelhalten eingegangen. Angelika Will reden an 10 Tagen und in über 60 Stunden legt sie bei Kommissar Freier ihre Lebensbeichte ab. Sie gesteht die Misshandlungen an Susanne F. Genau wie die Beteiligung ihres Ex-Mannes. Das mediale Interesse an dem Fall ist groß. Deutschlandweit spricht man über das Horrorhaus von Höchster.

 Wie viele Frauen wurden hier eingesperrt und gequellt? Walter Quante ist damals an den kriminaltechnischen Untersuchungen vor Ort beteiligt. Das Haus gleicht einer Müllkippe. Alles ist zugestellt und verdreckt. Wir mussten jetzt ja davon ausgehen, dass wir a jetzt nach der Leiche von der Annika oder Überresten von ihr suchen müssen und auch nach weiteren Leichen.

Nach Bewertung dieser Lage wurde dann entschieden, dass jetzt das Haus komplett ausgeräumt wird, dass praktisch jeder Gegenstand im Haus, der rausgeräumt wird, auch bewertet wird, ob er eine Relevanz hat und gegebenenfalls sichergestellt wird. Die Arbeiten dauern fast 2 Monate. Kriminaltechniker schneiden Heizöltanks auf, pumpen die Güllegrube leer, drehen jeden Stein um.

 Sagt Angelika W die Wahrheit oder hat sie wichtige Informationen ausgelassen? Das soll überprüft werden. Um mögliche Blut und DNA-Spuren der Opfer nachzuweisen, werden die Wohnräume zudem mit Luminol untersucht. Eine Chemikalie, die Blut wieder sichtbar machen kann, auch wenn es bereits weggewischt wurde. Dazu vermischt man das Luminol mit Wasserstoff Peroxid.

 Die beide Stoffe reagieren miteinander. Wenn man nun diese Lösung auf einen Bereich aufbringt, wo sich Blut befindet, beschleunigen Teile des Blutes diese chemische Reaktion und erzeugen ein bläuliches Licht. Normalerweise wird Luminol auf kleinen Bereichen versprüht. In Höchster greifen die Ermittler zu unüblichen Methoden, denn sie wollen das gesamte Haus überprüfen.

Und dazu haben wir dann ein Kompressor genommen und mit einer professionellen Sprühvorrichtung das Luminol fein vernebeln können, um so nach den entsprechenden Spuren zu suchen. An einem Heizungsrohr im Obergeschoss wird Blut von Susanne F. gefunden. Hier war sie nachts angekettet und in der Badewanne im Keller.

 Auch dort lag sie wochenlang, gefesselt an die Armaturen. Von anderen Opfern findet die Spurensicherung keine DNA mehr. Es ist bereits zu viel Zeit vergangen. Die zweite ToteW ist knapp ein Jahr in Höchster. Im August 2014 ist sie durch die Quälereien stark geschwächt. Angelika schildert in ihrer Vernehmung eine Unterhaltung mit dem Opfer.

In diesem Gespräch hat Angelika dann wohl gesagt, wenn du gehen willst, dann kannst du gehen, dann hau doch ab. Die Tür ist offen. Und dann hätte sich Annika wohl bis auf den Hof gequält, was gerade noch ging. Äh sie wurde teilweise von Angelika am Arm gestützt und dann hat Angelika ihr den Arm weggezogen und dann sagt Angelika, dann ist sie umgekippt und voll mit dem Kopf auf den Asphalt geklatscht. Das hat richtig gekracht.

Das waren Angelikas Worte. Sie schafft die Frau zurück ins Haus, kettet sie an die Badewanne. Am nächsten Tag stirbt Anw. Die Polizei vermutet, dass die vielen Misshandlungen zum Tode geführt haben. Angelika zerteilt die Leiche in der Waschküche und putzt danach gründlich. Die Leiche verbrennt sie im Ofen, tauscht das Gerät dann durch ein neues aus.

 Die übrig gebliebenen Knochenreste zermalt Angelika mit einem Mörser, vermischt sie mit Streusalz. Im Winter fährt das Paar mit seinem Auto durch den Kreis Höchster und verteilt die Asche. Auch an den Landstraßen sucht die Polizei nach Annika, zwei Jahre später aber vergeblich. Wir haben Leichenspielrunde eingesetzt in der Hoffnung, dass wir noch menschliche Überreste finden würden, die Angelika möglicherweise übersehen hat, aber die ganzen Maßnahmen verliefen negativ. Sie haben gar nichts gefunden.

Von Annika ist eigentlich gar nichts übrig geblieben. Angelikas Geständnis bestätigt aber, es waren weitere Opfer im Haus, die wieder freigelassen wurden. Über Kontaktanzeigen lockte das Ex-Paar sie nach Höchster. Verheiratet sind die beiden nur noch aufgrund finanzieller Vorteile. Eine Frau, die anonym bleiben will, hatte sich auf eine solche Anzeige gemeldet.

In den ersten Telefonaten wirkt Wilfried sympathisch, doch die Stimmung kippt schnell. Ich musste auch immer oder sollte immer für ihn erreichbar sein. Wähig war es mal nicht. Da war also gleich ein riesen Zirkus. Angelika hat dann gleich angerufen, du musst erreichbar sein zu jeder Tag und Nachtzeit. Das geht so nicht.

 Und hat mich da richtig rund gemacht. Beim ersten persönlichen Treffen schlägt Wilfried seltsamerweise direkt eine Verlobung vor. Mir ging es eigentlich alles ein bisschen zu schnell, weil was ja schließlich die erste Nacht war, wo wir uns oder ja gesehen haben persönlich. Äh das sagte ich ihm auch. Daraufhin ähm wurde er vom Verhalten etwas merkwürdig.

Also man merkt, das hat ihm nicht gefallen. Kam mir damals schon vom Bauchgefühl einfach. Ich hatte einfach so ein Bauchgefühl, dass ich das lieber lassen sollte, ne? Sie bricht den Kontakt ab. Das rettet ihr möglicherweise das Leben. Das Schema Täter ist immer gleich. Wilfried drängt auf einen schnellen Umzug nach Höchster, spricht direkt von Heirat.

 Angelika gibt sich als seine Schwester aus. 2011 ist das erste Opfer auf dem Hof. Wer hierher kam, dem wurde grausames angetan. Die Frauen wurden erstmal psychisch gewaltig unter Druck gesetzt. Sie wurden geschlagen, sie wurden getreten, sie wurden mit Zigarettenkipf verbrannt, sie wurden mit Bügeleisen verbrannt. Sie waren teilweise nachts angekettet.

 Sie mussten in in Katzenklos ihre Notf verrichten. Sie durften die Toiletten nicht benutzen. Also eigentlich das das volle Programm von Mishandlungen und Gewaltätigkeiten, die man sich so vorstellen kann. Insgesamt haben wir, ich meine, bis zu 3000 Frauen ermittelt, die Kontakt zu Wilfrid und Angelika über diese Anzeigen aufgenommen haben.

Fünf davon kommen nach Bosseborn. Zwei von ihnen überleben das Matyrium nicht. Von anderen erprummen. Die banalsten Dinge werden durch Quellereien bestraft. Die Täter lassen ihre Opfer außerdem zahlreiche Zettel schreiben. Auf ihnen steht, dass sie selbst an allem schuld sind. Ich kann mich an Zettel erinnern von Susanne jetzt nemäß.

 Ich habe Wilfrid geärgert, ich habe mich nicht an Regeln gehalten und [räuspern] ich wollte, dass Angelika mich bestraft. Den beiden war natürlich klar, dass das irgendwann aufliegen kann und die wollten sich ganz einfach absichern auf eine dermaßen stumpf Art und Weise, die natürlich nicht funktionieren kann. Wer ist das Paar, das zu solchen Tatenfähig ist? Wilfried macht auf den Kommissar einen wenig intelligenten Eindruck.

 Er hat sich jahrelang mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten. Angelika kommt aus einem strengen Elternhaus. Als sie Teenagerin ist, stirbt ihr Vater. 1999 lernen sich die beiden kennen und heiraten. Wilfried misshandelt seine Frau. Sie trägt schlimme Verletzungen davon. Die Ehe gilt als gescheitert. Die Frage, warum eine dritte Person ins Haus geholt wird, beschäftigt auch den Ermittler.

Ich glaube, dass Wilfred in irgendeiner Form gespielt haben wollte, zu welchen Zwecken auch immer und er eigentlich relativ schnell das Interesse an diesen Frauen verloren hat. In der ersten Phasen war Wilfrid derjenige, der dann eben auch aggressiv geworden ist, misshandelt hat, geschlagen hat, aber Angelika hat diesen Part immer mehr übernommen, weil sie einfach wusste, wie Wilfrid tickt und was Wilfrid erwartet.

Der Prozess startet im Oktober 2016 am Landgericht Paderborn. Das Paar ist angeklagt wegen Mordes durch unterlassen und wegen gefährlicher Körperverletzung in mehreren Fällen. Ist einer der beiden der Haupttäter oder tragen beide gleichermaßen Schuld? Angelikas Anwicht erklärt, sie habe die Frauen ins Haus geholt, um sich selbst zu schützen.

 Wilfrieds Verteidiger behauptet, Angelika sei die Strippenzieherin. Es ist vollkommen unstreitig, dass sie es gewesen ist, die die Frauen jeweils gequält hat und sie versucht jetzt Gründe zu finden, warum es dazu gekommen ist. Und da ist es halt sehr praktisch, wenn man sagt, ich hatte Angst vor eigenen Misshandlungen, dass er tatsächlich die Rolle eines Opfers annimmt, der hier mit Tränen erstickter Stimme von Misshandlungen zu seinem Nachteil berichtet, die ihm meine Mandantinzugefügt haben soll.

 Das war schon starkes Stück. Über zwei Jahre zieht sich der Prozess. Die Schicksale aller Opfer werden nochmals rekonstruiert. Auch das von Susanne F. Nur drei Monate war sie in Höster. Die Täter behaupten, dass sie die Frau nachts mit dem Auto in ein Krankenhaus fahren wollten. Chatverläufer aus Handys lassen für die Polizei aber einen anderen Rückschluss zu.

 Das Paar ist unterwegs nach Bad Gandersheim, wo Susanne noch eine Wohnung hat. Ich vermute, dass die beiden Susanne in ihre eigene Wohnung verbringen wollten, damit sie dort stirbt und möglicherweise erst nach Wochen, Monaten gefunden wird. Die Autopanne auf dem Weg dorthin wohl ein Zufall. Angelika und Wilfried Weh werden im Oktober 2018 verurteilt.

 Er zu 11, sie zu 13 Jahren Haft. Die Richter werden die Taten als Mord durch unterlassen und versuchten Mord. Die Angeklagten hatten zuvor eine Entschuldigung vorgetragen. Wie ernst sie gemeint ist, bleibt fraglich. Norbert Freier hatte vor allem von Angelika W einen anderen Eindruck. Ich habe sie mal gefragt, was meinen Sie, wie sind die Frauen zu Tode gekommen? Da sagte sie mir wegen schlechter Haltung, die sind mehr als Tiere, als Haustiere betrachtet worden als als Menschen.

Ich habe sie gefragt, ob ihr das leid tut. Da fragte sie, was sollen wir leid tun? Da habe ich gesagt, vielleicht, dass die Frauen zu Tod gekommen sind. Nee, da habe ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht. Die waren ja auch selber schuld. Die Frage nach dem Warum können auch zahlreiche psychologische Gutachten nicht vollständig klären.

 Angelika W sitzt in Haft. Wilfried W kommt zunächst in eine Psychiatrie, wird später in den Maßregelvollzug verlegt. Für ihn beschließt das Gericht 2023 außerdem Sicherungsverwahrung. Es ist ein Fall, den der mittlerweile pensionierte Kommissar wohl nie vergessen wird. In Erinnerung bleiben natürlich die massiven Misshandlungen und Grausamkeiten, den die Frauen ausgesetzt waren und diese ganze Brutalität äh, die man eben nicht als als normal bezeichnen kann, das ist auch im Leben eines Mordermittlers schon außergewöhnlich gewesen.

Hat sie Ärger mit der Familie, wo sie nicht mehr nach Hause traut? Oder gibt’s schulische Probleme äh, die sie veranlassen, alle Zelte abzubrechen? Oder gibt’s Beziehungsprobleme, die Sie veranlassen jetzt zu sagen, ich baue mir vollkommen neues Leben auf, ich gehe weg hier. Es wurden einzeln verpackt aufgefunden der Kopf der verstorbenen, Rumpfoberteil, Rumpfunterteil, Oberschenkel jeweils getrennt, Unterschenkel getrennt und die Arme äh der Geschichten.

 Alle diese Teile waren einzeln teilweise mehrfach verpackt gewesen. Ich komme nicht über den Sachverhalt oder über die Tatsache hinweg. Mit der Anja hat vor ein paar Wochen noch das gemeinsame Bett geteilt und jetzt macht er macht er sie kurz kleinen erschigen Kopf ab. Polizeibeamte und Leichenspürhunde. Diese Fotos der Kripo Magdeburg dokumentieren den Fund von menschlichen Körperteilen, alle samt abgetrennt mit einer Kettensäge.

Kriminalhauptkommissar Gerhard Bene ist mit dabei, als die Leichenteile gefunden werden. Bis heute ist er entsetzt darüber. Das Teil mit einer Kettensäge ist doch sehr abartig, um sagen zu pervers. Magdeburg. Die 21-jährige Anja H. macht hier eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin.

Die junge Frau führt ein ganz normales Leben, wohnt hier mit ihrem Freund, hat eine nette Klicke. Doch im Oktober 2005 verschwindet Anja urplötzlich. Es war der Vater, der im Polizeier Quetlenburg äh eine Anzeige erstattet hat, dass seine Tochter eben weg ist und ja keinen Kontakt mehr zu ihr hat. Ob die Lage um Anja H ernst ist, ist zu diesem Zeitpunkt kaum einzuschätzen.

Vorsichtshalber befragen er mit Labene und seine Kollegen Anjas Freunde und ihren Lebensgefährten Mike F. Er wurde ja zu Beginn der vermissten Sache auch befragt und er gab dort an Anja am 10.7.2005 2005 in den Morgenstunden am Universitätsplatz in Magdburg ausgesetzt zu haben, weil sie wollte zu ihrem Ausbildungsplatz und Mike F wollte zum Arbeitsamt, um da eine Nachfrage zu stellen.

Die Tage vergehen und dann gibt es plötzlich ein Lebenszeichen von Anja. Ihre Freunde erhalten eine SMS. Es ist bei einem Zeugen eine E-Mail angekommen, eine SMS angekommen, in der scheinbar Anja gefragt hat, ob sie ihren neuen Freund einen gewissen Robert mitbringen kann. Äh keiner aus dem Freundeskreis kannte einen Robert aus dem Umkreis von Anja.

Dennoch, es gab dazu keine Vorbehalte, warum soll sie nicht ihren neuen Freund mitbringen? Im Freundeskreis ist bekannt, dass Anja und Mike Beziehungsprobleme hatten. Die SMS stimmt die Freunde erst einmal positiv. Der erfahrene Ermittler Gerhard Bene sieht das aber kritischer. Man muss da immer im Hinterkriff behalten, eine SMS von den ang von der angeblich vermissten Person kann jeder schreiben, der ein Besitz dieses Handys ist.

 Also ist es keine Garantie äh dass es wirklich von der vermissten Person kommt. Doch konkrete Anhaltspunkte, dass nicht Anja selbst diese SMS geschrieben hat, hat er mit Labne auch nicht. Es gibt tatsächlich viele Möglichkeiten, was mit Anja passiert sein könnte. Hat sie Ärger mit der Familie, wo sie nicht mehr nach Hause traut oder gibt’s schulische Probleme, die sie veranlassen, alle Zelte abzubrechen? oder gibt’s Beziehungsprobleme, die sie veranlassen jetzt zu sagen, ich baue mir vollkommen neues Leben auf, ich gehe weg

hier. Äh letztendlich sind übergeblieben eigentlich nur die Beziehungsprobleme. Dem muss Kommissar Bene auf den Grund gehen und ein Umstand fällt ihm ins Auge. Anjas Freund Mike lebt weiterhin in der Wohnung, die Anjas Eltern bezahlen, benutzt all ihre Sachen und scheint nicht besonders besorgt um sie. Ich denke nicht, dass er unter der Situation gelitten hat, dass Anja weg war.

 Ich meine, in den Befragungen, die auch durchgeführt wurden, war das nicht so erkennbar, aber aus den Ermittlungen, [seufzt] die wir da geführt hab aus der anderen Vernehmungen des Bekanntenkreises, haben wir schon erfahren, dass als eigentlich Mike egal war, was Anja zur Zeit macht, wo sie ist, wo sie sich aufhält. Gerhard Bene kommt das komisch vor, doch Anjas Eltern zerstreuen diese Zweifel.

Sie sind von Mike F begeistert. Sie glaubten schon in ihn den Schwier zu sehen und gewährten ihm deshalb auch weiterhin auch nachdem Anja bereits weg war die Vorteile, die er aus der gemeinsamen Beziehung hatte. Sprich, er durfte das Auto weiterzen, er durfte den Rechner nutzen, die Eltern haben auch noch eine ganze Weile die Wohnungsmiette bezahlt.

 Also für sie war er der richtige Mann. Anja. Anja bleibt verschwunden. Wochen und Monate vergehen. Bene und seine Kollegen tappen völlig im Dunkeln. Sie wenden sich an die ZDF Sendung Aktenzeichen XY ungelöst. Hoffen dadurch auf neue Erkenntnisse. Doch die Hoffnung wird nicht erfüllt. Es kommen keine neuen Hinweise.

 Der Kommissar wird das Gefühl nicht los, dass Anjas Lebensgefährte etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte. Er war der letzte, der Anja ha lebend gesehen hat. Er war der einzige, der sich aus dem engeren Freundineskreis überhaupt nicht für den Aufenthaltsort von Anja interessierte. Er war auch der einzige, der aus einer unbekannten aus einem unbekannten Aufenthalt der Anja seine Vorteile ziehen konnte.

2007 nach zwei Jahren akribischer Ermittlungen um Anjas Verschwinden steht für die Staatsanwaltschaft Magdeburg fest, es handelt sich hier um ein Verbrechen. Deshalb leitet sie ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Totschlag ein. Das ermöglicht den Beamten auch Durchsuchungsbefehle zu erwirken. Unter anderem auch für das Haus und das Grundstück von Mikes Eltern.

 Es handelt sich um ein riesiges Waldgrundstück. Die Eltern informieren ihren Sohn über die bevorstehende Spurensuche. Das hat den Mike F. Dann doch wohl arg zu denken gegeben und er hat sich gegenüber seiner damals aktuellen Freundin [seufzt] geäußert, dass er weiß, wo Anja ist. Aber er hat er ich habe sie nicht umgebracht.

 So der Tenor auf Anraten der Freundin und deren Eltern ist dann der Mike F zur Polizei gekommen und wurde dann am 29.03. nach seinem Freiwilligen Erscheinen dazu befragt. Dort hat er angegeben, dass Anja auf dem Grundstück auf dem Gartengrundstück seiner Eltern vergraben ist. Sofort macht sich die Spurensicherung auf den Weg und tatsächlich machen die Beamten eine Entdeckung.

 Sie finden auf dem Grundstück seine Eltern zehn menschliche Körperteile abgetrennt, zerlegt und in schwarzen Plastiktüten verpackt. Schnell wird durch die Rechtsmedizin Magdeburg klar, es handelt sich tatsächlich um die sterblichen Überreste von Anjaha. Eine Todesursache kann nicht mehr festgestellt werden. Und dann gibt Mike F.

 folgende bizarre Erklärung für die Leichenteile ab. Er hat ausgeführt, dass er am Wochenende nach Hause gekommen ist und die gemeinsame Wohnung wäre aufgebrochen. In der Wohnung hätten überall Klatterschü rumgelegen, sodass der Anschein einer Durchsuchung entstanden wäre. Und beim weiteren Durchsuchen habe er dann Anja in der Badewanne aufgefunden, sie wäre tot gewesen.

 Und dann hat er sich Gedanken gemacht, ja, wenn ich jetzt die Polizei rufe, dann bin ich ja vielleicht ein Mörder, also muss ich die Leiche verschwinden lassen. Und dann ist diese abstruse Idee gekommen, sich eine Kettensäge aus dem Baumarkt zu leihen und damit den Körper zu zertrennen. Aber gerade dieses Verhalten überzeugt das Gericht von seiner Schuld.

 Niemand würde eine Leiche, die er findet und mit deren Tod er nichts zu tun hat, zerstückeln und verschwinden lassen. Mike F. Wegen Mordes angeklagt. Zu seiner Verurteilung führen folgende Indizien: Keine Einbruchsspuren an der Wohnungstür. Die verschickten SMS, um Freunde, Familie und Polizei zu täuschen und natürlich die Zerstückelung und Entsorgung von Anjas Leiche.

Er wird zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, doch der 24-jährige geht in Revision und das Urteil wird vom Bundesgerichtshof abgemildert auf 11 Jahre wegen Totschlags. Gerhard Bene konnte den Fall zu den Akten legen. Sein Mitgefühl aber gilt bis heute den Angehörigen des Opfers. In diesem Abstellraum fand man die Leiche von Fr.

 Rander, die auf dem Rücken lag. Daneben ist dann festgestellt worden, dass ähm Frau Rü gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden sein dürfte. Es hat ja zum Teil gereicht, wenn man nur eine Hautzelle äh untersuchte, um eine vollständige DNA ähm herauszufinden. Um den Spermafleck auf dem Rock von Frau Rüader erklären zu können, hat der Angeklagte seinen Verteidiger erklären lassen, lange Jahre zu verrüder tatsächlich eine ähm sexuelle Beziehung gehabt zu haben.

Bremen 17. Oktober 1987. In einem kleinen Tante Emma Laden wird die Inhaberin Annelise RüDer ermordet aufgefunden. Die 73-jährige Frau steht noch täglich hinter dem Tresen und bedient meist Stammkundschaft. Heute befindet sich dort ein Pizzabringdienst. Uwe PK war lange Zeit Staatsanwalt in Bremen, hatte mit dem Fall Jahre später zu tun.

 Er rekonstruiert den Morgen der Tat, ein Samstag. Die Ladenbesitzerin wird am Wochenende früh um 7:30 Uhr mit Brötchen und Kuchen beliefert. Der Bote, der Bäcker, der das vorbeibrachte, hatte an ihrer Wohnungstür geklingelt und es wurde nicht geöffnet. Dann daraufhin hat der Mann eine Nachbarin äh benachrichtigt, die ihrerseits dann die Polizei anrief.

Die eigentreffenden Polizeibeamten sind dann zur Wohnung gegangen, haben die Wohnung öffnen können. In der Wohnung wurde festgestellt, dass das Radio lief, das Licht war aus. Zwischen ihren privaten Räumen und dem Laden befindet sich eine Verbindungstür. Sie ist offen. In dem Geschäft schauen die Polizisten nach Frau Rüer und machen eine schreckliche Entdeckung.

In dem kleinen Laden gab es noch einen Abstellraum, etwa 1 m x mal x 2 m groß und in diesem Abstellraum fand man die Leiche von Fr. Ryland, die auf dem Rücken lag. Unten herum ist aufwig gewesen, dass die Beine gespreizt waren und der Schlüpfer heruntergezogen war. Um den Hals des Opfers ist ein Geschirrtuch geschlungen, ein Teil davon zerrissen.

 Und auch ein Gummiband, mit dem Container zusammengehalten werden, findet die Kripo um ihren Hals gewickelt. Einbruchsspuren: Fehlanzeige. Hat das Opfer seinem Mörder die Tür selbst geöffnet? Auf dem Fußboden liegt ein Fetzen des zerrissenen Tuchs und die Brille. Dies deutet auf einen Kampf hin. Auf dem Tresen steht eine Flasche Schnaps.

 War der Täter ein Kunde? Bald liegt der Staatsanwaltschaft das Obduktionsergebnis vor. der älteren Frau wurde auf den Kopf geschlagen. Dann sind festgestellt worden schwere Verletzung im Kehlkopfbereich, die wahrscheinlich nicht von den diesem Spanngurt in dem Schirtuch hervorgerufen worden waren, sondern wohl durch Erwürgen mit bloßen Händen.

 Daneben ist dann festgestellt worden, dass Frau Rüanda gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden sein dürfte. Es haben sich entsprechende Verletzungen auch im Genitalbereich finden lassen. Nun untersuchen die Ermittler die Kleidung der Toten genauer und sie finden Spermaspuren am Rock des Opfers. 1987 gab es noch keinen DNA Abgleich.

Man konnte damals im Labor lediglich herausfinden, welche Blutmerkmale der Verursacher des Flicks hat. Die Untersuchung hat ergeben, dass es äh an einem äh Mann stammen muss, der die Blutgruppe AB positiv hat. Das ist eine relativ seltene Blutgruppe. Statistisch gesehen hat nur einer von 200 Menschen diese Blutgruppe.

Es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Anhaltspunkt für die Kri damals, die Schuldenzettel von Annelise Rüer. Von diesen Kunden wurden Proben genommen und einige haben tatsächlich diese seltene Blutgruppe. Darunter war dann ein damals 57 Jahre alter Mann, der einen hohen Betrag bei ihr äh anschreiben ließ, also ihr schuldete.

 Dann war er bekannt dafür, dass er reichlich becherte. Ist hier die Schnapsflasche ein Indiz? Hinzukommt, der Mann hat kein Alibi. Er wird festgenommen, leugnet aber die Tat. Das Landgericht erhebt Anklage, doch zum Prozess kommt es nicht, denn die Polizei will noch eine andere Untersuchungsmethode versuchen. Die Ermittler schneiden den Spermafleck aus dem Rock und schicken die Probe in ein Labor nach England.

 Dort ist man bereits in der Lage, molekular genetische Daten aus der Spur herauszufiltern. Aber die britischen Experten schließen den Mann als Täter aus. Er kommt aus der Uhrhaft frei. Der Fall bleibt erstmal ungeklärt. Wird der Mörder jemals gefasst? 2007, 20 Jahre nach dem Ort, rollt Staatsanwalt Uwe Pik den Cold Case erneut auf.

 Inzwischen hat sich die DNA-Analyse in Deutschland weiterentwickelt. Der Rock des Opfers ist noch vorhanden. Doch von dem herausgetrennten Spermafleg ist kaum noch eine verwertbare Spur erhalten. Nur am Rand. winzige Partikel. Es hat ja zum Teil gereicht, wenn man nur eine Hautzelle äh untersuchte, um eine vollständige DNA ähm herauszufinden.

Und wir hatten das richtige Nächen dafür und aus dem herausgeschnittenen kleinen Teilchen konnte noch eine DNA gewonnen werden, doch die muss nun einem Täter zugeordnet werden. Jetzt untersucht Uwe Pik, wer 1987 mit dem Mordopfer zu tun hatte. Er findet Namen in einem Geburtstagskalender von Annelise und stößt wie die Ermittler damals auf Schuldenzettel von Kunden.

 Zahlreiche Personen geraten dabei ins Visier. Der Staatsanwalt ordnet eine Reihenuntersuchung an. Männer werden aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Das Ergebnis: Der Anfangstatverdächtige kann nun endgültig ausgeschlossen werden und es gibt einen Treffer. Die DNA eines damals 29-Jährigen ist identisch mit der der Spermaspur.

Der Mann ist Polizeibekannt. Kil Holger K ähm ist verurteilt worden wegen ähm sexueller Nötigung in Tatinheit mit gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil einer Prostituierten. Äh hat die Frau bis äh nahe an in die Bewusstlosigkeit hineingewirkt. Deshalb muss er 1997 Jahre ins Gefängnis.

 Auch bei der jungen Frau war es Gewalt gegen den Hals. So wie die Ladenbesitzerin 10 Jahre zuvor umgebracht worden ist. Im Herbst lebt Kai Holger K. zusammen mit seiner künftigen Frau in einem Hochhaus, nur etwa 300 m von Annelise Rühlan das Laden entfernt. Er ist öfter in ihrem Geschäft, hat Schulden bei der älteren Frau. Der Verdächtige schweigt zu den Vorwürfen und seine DNA auf dem Rock der toten Ladenbesitzerin bedeutet nicht automatisch, dass er sie umgebracht haben muss, wenn er gesagt hätte, ich bin Spurenleger, weil ich in den Laden kam

und die Leiche von Filander in dem Zustand gesehen habe und ich habe dann sexuell äh erregt, masturbiert bis zum Samen Margus, dann hätten wir ein Problem gehabt. Hat vielleicht ein anderer die Frau getötet und Kai Holger K sich an der Leiche nur sexuell erregt? Das erscheint Ufe Pik unglaubwürdig.

 Deshalb vernimmt er ihn nochmals. Er will ihm den Mord nachweisen und stellt schließlich eine entscheidende Frage. Ich habe ihn gefragt, sagen Sie mal, Herr K. Haben Sie überhaupt äh die Leiche von Frau Rüanda gesehen? Wie kommen Sie denn darauf? Ich habe Rüer nicht tot gesehen. Ich habe damit nichts zu tun. Ich war zu Hause.

Damit wird die Version, dass er vor der Leiche nur masturbiert hat, endgültig ausgeschlossen. Der Schwärmerfleck äh ist von ihm sodass Kuger K. Hier gelogen hat. Für den Staatsanwalt ist nun endgültig klar, er ist der Täter. Im Herbst 2008 muss sich Kai Holger K vom Landgericht Bremen wegen Mordes verantworten.

 Er soll die 73-jährige getötet haben, um die Vergewaltigung zu verdecken. Uwe Pik erinnert sich. Im Laufe des Prozesses macht der Angeklagte eine überraschende Aussage. Um den Spermafleck auf dem Rock von Frau Rüader erklären zu können, hat der Angeklagte seinen Verteidiger erklären lassen äh lange Jahre zu vor Rüander tatsächlich eine ähm sexuelle Beziehung gehabt zu haben.

 Kurz vor der Tat sei es zu solchen einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen. Er habe dann vor Rüanda verlassen und es sei ein ihm unbekannter Mann dann in das Haus gegangen, der soll die Frau dann umgebracht haben. Mit dieser Version überzeugt Kai Holg Richter nicht. Zudem wird seine angebliche Liebschaft zur Analyse auch wegen des großen Altersunterschieds in Frage gestellt.

Die Einlassungen des Angeklagten sind nicht glaubhaft gewesen, weil Zeugenvernehmungen ähm ergeben haben, dass Frau Rüanda sexuellen Kontakt zu anderen Männern überhaupt nicht äh gesucht hatte. Kurz vor Weihnachten 2008 wird Kai Holger K. wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Staatsanwalt PK ist im Gerichtssal mit dabei.

 Den Schuldspruch findet er angemessen. Ich meine, dass der Herr Vorsitzende das Urteil der Kammer sehr feinfühlig auch begründet hat gegenüber dem Tatopfer Frau Rüer und sie und andere im Himmel werden heute wahrscheinlich Gelegenheit haben auch wegen dieses Urteils zu frlocken. Kai Holger K. 15 Jahre in Haft, dann stirbt er 2023 im Gefängnis.

 Die Tat hat er bis zuletzt bestritten. Für Uwe Pik ist die Klärung des Falls ein wichtiges Zeichen, dass auch ein 20 Jahre alter Coldase noch gelöst werden kann. Man steckt ja eine ganze Menge Arbeiter rein und man stellt viele Überlegungen an, wie man ähm bestimmte Schritte im Ermittlungsverfahren dann vornimmt und was man macht natürlich.

 Und wenn das dann nachher zum Erfolg führt, dann ist das schon ein schönes Gefühl, dass dieser brutale Mord noch geklärt werden konnte, zu verdanken ist es der Hartnäckigkeit der Ermittler, vor allem Staatsanwalt Uwe Pik. Er ist dann näher gegangen, hat dann gesehen so etwas wie einen Fuß bzw. lackierte Fußnägel.

 Dachte zunächst auch, das könnte auch eine Puppe sein. Dort wurden dann letztendlich auch im Wasser unter der Wasseroberfläche noch Leichenteile und auch Zerteilungswerkzeug gefunden. Wir konnten relativ schnell dann äh feststellen, dass das auch ein Polizeibekanntes, das Opfer auch Polizeibekannt ist und zwar auch aus dem Drogen und Prostituiertenmilieu.

Wir sind natürlich zunächst erstmal im Dunkeln getappt, wie man so schön sagt. Und ähm es in dem Zusammenhang wussten wir auch halt wussten wir weder Details zum Tatort noch zum Tätern. In der Wohnung wurden umfangreiche Spuren gefunden. Dazu kam, dass wir auch in der Wohnung inem Wohnzimmerbereich dann sogar noch eine Fingerkuppe gefunden haben, die dann auch zum Opfer noch gehörte.

Oktober 2012. Mitten in Hannover liegt der Maschsee, ein beliebtes Ziel für Spaziergänger. Einem Passanten fällt etwas ungewöhnliches auf. Er sieht etwas Verdächtiges im Wasser treiben und verständigt die Polizei. Matthias Hilse wird in seiner Funktion als Kriminalhauptkommissar diesen aufsehen ererregenden Fall bearbeiten.

Am Nordufer befindet sich eine sogenannte Promenade, wo es auch einen Treppenabgang zum Wasser hingibt und dort in diesem Bereich ist ein Passanten aufgefallen, dass dort etwas auffälliges im Wassertrieb. Er ist dann näher gegangen, hat dann gesehen, so etwas wie einen Fuß bzw. lackierte Fußnägel dachte zunächst auch, das könnte auch eine Puppe sein.

 Hat ist hat dann aber gesehen, als er näher gekommen ist, das ist keine Puppe, sondern da handelt es sich um Teile eines menschlichen Körpers und hat dann den Notruf gewählt und so kam der Fall dann ins Rollen. Die Polizei macht sich direkt auf den Weg zum See und stellt fest, es handelt sich tatsächlich um Leichenteile. Matthias Hilse und seine Kollegen beraten sich über die ersten Ermittlungsmaßnahmen.

gleichen Teile im Wasser aufzufinden. Ähm, das ist schon ein besonderer Fall. Insofern waren wir erstmal gespannt, was jetzt die erste Tatortaufnahme äh ergeben wird und haben wir dann demzufolge haben wir dann auch relativ zeitnah ähm Polizeitaucher äh in in Kenntnisgesetzt. Die erste Entdeckung des Spaziergängers entpuppt sich als rechtes Bein.

 Die Polizeitaucher untersuchen weitere Abschnitte des künstlichen Sees. Dort befanden sich auch diese blauen Mülltüten, die da im Wasser trieben und dort wurden dann letztendlich auch im Wasser unter der Wasseroberfläche noch Leichenteile und auch Zerteilungswerkzeug gefunden. Bei dem Zerteilungswerkzeug handelt es sich um einen sogenannten Trennschleifer.

 Das Kabel ist um die Arme geschlungen, die aufgrund des Gewichts untergegangen waren. Die gefundenen Leichenteile werden obdiert. Hilse und seine Kollegen erhalten den Bericht der Rechtsmediziner. In der Rechtsmedizin konnte im Rahmen der Obduktion klar festgestellt werden, dass der ähm dass der Leichnah eine Stichverletzung im Brustbereich aufwies und eine Verletzung des Aortenbogens und die Zerstücklung erst nach Todeseintritt, also postmortal erfolgte.

Wichtigste Frage ist jetzt für die Ermittler: Wer ist das Opfer? Am Leichenfundort gibt es keinerlei Hinweise darauf, keine Kleidung, keine Ausweispapiere. Doch die Ermittler finden auf diese Frage trotzdem eine Antwort. Wir konnten Fingerabdrücke nehmen. Wir konnten relativ schnell dann feststellen, dass das auch ein Polizeibekanntes, das Opfer auch Polizeibekannt ist und zwar auch aus dem Drogen und Prostituiertenmilieu.

Bei der Toten handelt es sich um Andrea B. Zur Tatzeit 44 Jahre alt. Sie war erst kürzlich nach Hannover gezogen, hatte alle Verbindungen zu ihrer Familie abgebrochen. Routinemäßig überprüfen Hilse und seine Kollegen ihr Bankkonto und machen eine Entdeckung. Das war’s dann. Ja. Okay. Und da fiel uns natürlich ins Auge, dass noch am selben Tag äh äh am Abend eine Geldüberabhebung in einer Bank hier in Hannover im Linder Stadtteil erfolgte und das ja nicht vom Opfer passiert sein kann, sondern von jedem einer Person,

die Zugriff auf diese Karte hatte. Hier ist eine vermumte Person auf der Überwachungskamera zu sehen, die die Abhebung getätigt hat. Die Aufnahme ergibt nur wenig Ansatzpunkte für die Ermittler. Dennoch ziehen sie ihre Rückschlüsse. Zunächst war uns nicht klar bei dieser Person, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, weil die Person trägt eine dicke Jacke, Mütze, Schal bis vor dem Mund und auch eine Sonnenbrille.

Und ähm beim Rausgehen aus der Bank kann man den Schuh sehen, den die Person trägt. Und wir haben dann ausmessen lassen anhand der ähäh Linien, die da auf dem Teppich sind, welche Schuhgröße das ungefähr sein muss. Und wir sind auf eine Schuhgröße gekommen zwischen 44, 45. Das lässt die Ermittler eher auf einen Mann schließen.

 Nachdem das Opfer aus dem Drogen und Prostituierten Milieu stammte, ergibt das weitere Ermittlungsansätze. Die Beamten veröffentlichen ein Foto der Toten, doch auch das bringt sie nicht weiter. Wir sind natürlich zunächst erstmal im Dunkeln getappt, wie man so schön sagt. Und ähm in dem Zusammenhang mussten wir auch halt wussten wir weder äh zum zum Details zum Tat noch zum Tätern.

Und so geht es den Ermittlern etliche Wochen, bis sich plötzlich eine Zeugin mit einer sehr ungewöhnlichen Aussage bei der Polizei meldet. Sie sei drei Tage vorher mit der Straßenbahn unterwegs gewesen im Bereich Linden und ihr seid dort an der in der an der Haltestelle eine Frau aufgefallen, die stark nervös gewirkt hat, gezittert hat und so den Tränen nah gewesen sei.

 Sie hat den seid mit der Frau ins Gespräch gekommen und die Frau habe ihr erzählt, dass sie jemanden von jemand gezwungen worden wäre. eine Frau, die dieser Mann zuvor getötet hat, zu zerteilen beim beim Zerteilen zu helfen und auch letztendlich dabei zu helfen, die Leichenteile zu entsorgen. Die Aussage für die Ermittler endlich ein neuer Ansatzpunkt.

 Die Zeugin berichtet, die Frau, die ihr das gestanden hat, sei ebenfalls im Drogenmilie unterwegs. Die Ermittler recherchieren jetzt aufgrund der Beschreibung wieder im Bahnhofsbereich von Hannover. Sie können eine Frau ausmachen, auf die die Beschreibung der Zeugin passt. Camilla W. Aufgrund der Personenbeschreibung haben wir relativ schnell den Schluss gezogen, dass es sich bei dieser Person mutmaßlich auch um diese Geldabheberin aus der Bank an am Tag des Findens der Leichenteile handeln könnte.

Ist die vermummte Person Camilla W? Hat sie Geld vom Konto des Opfers abgehoben? Und was genau hat sie mit dem Mord zu tun? Es gelingt den Ermittlern Camilla W. Sie zu vernehmen. Sie hat aber während der Zeit letztendlich die Aussagen, die sie dieser Frau an der Straßenmannhaltestelle gemacht hat, bei uns nicht bestätigt.

 Sie hat äh auch dazu gesagt, nach Vorlage der Bilder von der Volksbank oder von der Bankfiliale, dass ähm sie da, dass ihr das egal wäre. Doch die Ermittler sind überzeugt, dass Camilla W. mehr weiß. Sie überprüfen ihr Umfeld. So gerät ihre engste Bezugsperson Alexander K. in den Fokus. Der allerdings sitzt gerade in Haft.

Dort wird er zum Mord befragt. Der Polizeigenüber ähm wirkte er äh uninteressiert oder quasi schon lustlos äh mit uns da zu reden. Jetzt beantragen Hilse und sein Team einen Durchsuchungsbefehl für die Wohnung von Alexander K. Sie liegt in diesem Hochhaus, nur wenige hundertmeter entfernt vom Leichenablageort.

In der Wohnung wurden umfangreiche Spuren gefunden. Ist schon nach erstem Augenschein war klar, dass in der Wohnung der Tatort liegen muss und sofort sichtbar war, dass in auf diesem Laminatfußboden oberflächlich solche Schleifspuren waren, die natür nachdem wir das dann analysiert hatten, passend waren zu dem Trendschleifer, der aufgefunden wurde am Ablageort.

 Wir haben dann diesen Laminatfußboden letztendlich auch hochgenommen. Wir haben den ausgebaut aus der Wohnung und äh obwohl erstmal oberflächlich keine Spuren zu sehen waren oder Blut zu sehen war, konnten wir dann unter den Laminat umfassende Blutspuren, die auch zum Opfer gehörten, finden. Dazu kam, dass wir auch in der Wohnung, in diesem Wohnzimmerbereich dann sogar noch eine Fingerkuppe gefunden haben, die dann auch zum Opfer noch gehörte.

Außerdem finden die Beamten den Kassenbong zu dem gefundenen Trendschleifer bei Alexander K und über den 25-jährigen können die Ermittler zusätzlich noch folgendes in Erfahrung bringen, dass er sehr prominent in den sozialen Medien war. Er war hat halt etliche YouTube Videos mit Raptexten gedreht. Sehr auffällig war halt, dass diese diese Texte, die er schrieb, sehr von Gewaltfantasien, von Drogenexzessen, von solchen Dingen durchsetzt waren.

Alexander K wird im Oktober 2013 wegen Mordes zu 12 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er wird in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sein unfassbares Motiv für die Tat. dieses Gefühl zu haben, wie es ist, einen Menschen zu töten. Das hat er auch schon anderen Personen gegenüber äh offenbart aus dem Milieu, dass er das mal gerne wissen möchte, wie das dann sich so anfühlt.

Mord aus reiner Mordlust, so einen Fall hatte er Mittler Hilse zuvor noch nie zu bearbeiten. Eines daran macht ihn besonders nachdenklich. Na, das Besondere an dem Fall war sicherlich die Tatsache, dass der Täter schon seit Jahren mit diesen Gewaltfantasien und diesen Mordfantasien, das geht aus diesen ganzen Texten hervor, die er veröffentlicht hat, ähm sich beschäftigt hat und letztendlich dies dann, dass es da keine gesellschaftliche Institution oder irgendein Regularien gab oder im bekannten Freundes Familienkreis, die da

im Prinzip irgendwie dieser ganzen Sache oder dieser fatalen Entwicklung äh äh Einheit geboten hat, denn dann wäre der Mord vielleicht nie passiert. Ermittler Matthias Hilse wünscht sich mehr Aufmerksamkeit der Menschen untereinander. In diesem Fall wäre das möglicherweise die beste Gewaltprävention gewesen.

Hallo Leute, guten Tag. Mein Name ist Kaskuse von Bose Park Productions. Wir sind die Produktionsfirma von Serienkiller und hier im Studio 1, wo auch Dian und Maximer aufnehmen, haben wir einen neuen Podcast aufgenommen, den ich euch unbedingt mal vorstellen wollte. Guck mal, wenn ihr jetzt Video seht auf Spotify, dann könnt ihr auch mal unser Studio sehen.

 Ähm, wenn ihr Hunde liebt oder ihr habt selber ein Hund, dann ist das auf jeden Fall ein Podcast für euch, den wir aufgenommen haben und der jetzt draußen ist, den ihr jetzt wohl die ersten beiden Folgen hören könnt. Ich möchte euch Steffi vorstellen und Sheila ist auch heute da. Wo ist den Sheila? Hier, hier unten. Hallo Steffi, erzähl bitte, worum geht’s in der ersten Doppelfolge, die online ist? Also müsst gar nicht nur unbedingt einen Hund haben oder Hunde lieben.

 Ihr müsst einfach spannende Geschichten lieben. Und gerade die erste Doppelfolge, oh mein Gott, die besten Geschichten. Schreibt nämlich gar nicht Hollywood, sondern das Leben. Stellt euch vor, eine äußerst abgelegene Stadt am Ende der Welt. Es gibt noch keine Flugzeuge, keine Straßen, gar nichts. Die einzige Möglichkeit, um den Ausbruch einer tödlichen Krankheit zu verhindern, sind Schlittenhunde, die ein Medikament transportieren müssen durch eine riesige Eiswüste.

 Aber Zeit haben sie eigentlich nicht. Das ist die Geschichte von Balto und Togo, unsere erste Doppelfolge und ich würde mich mega freuen, wenn ihr einschaltet. Wir würden uns freuen, wenn ihr einschaltet und Schila. Na toll. Mega. Yeah. Heldenhunde, den Link findet ihr in den Shownotes und jetzt viel Spaß mit Serienkiller. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.

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