Wahre Verbrechen I Der arme Hund und der grausame Mörder T
Wahre Verbrechen I Der arme Hund und der grausame Mörder
Am Abend des 3. November sagt er geht zu einem Treffen und ab diesem Abend ist er wirklich spurlos, man muss es wirklich sagen, spurlos, verschwunden. Er er war immer noch für seine Schlagkraft und seine Stärke gefürchtet und er wusste das auch, dass er jetzt praktisch hinter dem Rücken die Todsünde begeht, def Geld wegzunehmen.
gleichzeitig im die Überzeugung zumindest im Raum stand, dass er ein Spitzler oder ein Verräter ist, hat in einer Besprechung im Büro von DLE dazu geführt, dass sie übereinkamen, dass Hans sterben muss. Dann musste er knien und Willly sagte ihm, wenn der nächste Zug kommt, dann bekommst du einen Kopfschuss.
Karlsruhe, November 1994. Der ehemalige Profiboxer Hans S. verschwindet spurlos. An einem Novemberabend verlässt er die Gartenhütte im Stadtteil Neurud, in der er gewohnt hat. Er kehrt nicht mehr zurück. Sech Jahre lang gibt es keine Hinweise darauf, wo der Mann ist. Doch dann meldet sich plötzlich der Anführer einer brutalen Verbrecherbande bei der Karlsruhe Kriminalpolizei, detlef.
Im Büro von Mordermittler Wolfgang Metzgerzählt der Mann, der vermisste Hans S sei tot und erkenne den Mörder. Als DCL sich angekündigt habe, er käme zu uns, um über diesen Mord zu sprechen, war das schon eine sehr spannende Situation und ich hatte noch keine Vorstellung, welche Dimensionen der Fall annehmen wird, wie spannend es werden würde und es war einer der längsten Ermittlungsfälle, die wir bearbeitet haben zusammen in einem Team.
Detlevk ist selbst ein Berufsverbrecher ohne Skrupel. Offiziell führt er einen Handwerksbetrieb, doch tatsächlich verdient er sein Geld mit Raub, Betrug, Diebstahl und Prostitution. Gemeinsam mit einem Komplizen Willly B. führt er eine Bande mit mafiösen Strukturen. Jahrelang ist die Polizei hinter den beiden her, doch nur selten können sie dem Duo Straftaten nachweisen.
Umso mehr war jetzt die Überraschung im Raum, dass er von sich aus ähm sich entschieden hat, zur Polizei zu kommen, um und das war noch die Sensation ähm mir ankündigte dazu beitragen zu können, den Mord an Hans zu klären und dann wise, wer es war und wie es passiert ist. Schnell ist klar, DLEFK hat nun selbst Todesangst.
Der Verbrecher hatte seine damaligen Geliebten im Laufe der Zeit etliche Immobilien überschrieben und findet dann aber heraus, dass sie ein Verhältnis zu seinem Blutsbruder Willi B hat. Und in diese Situation hinein hat ihr anderer Geliebter, der Blutsbruder, zu ihr gesagt: “Hör zu, wenn der jetzt nicht mehr ist, gehört uns alles.” Detlef K befürchtet also von seinem ehemaligen Blutsbruder Willly umgebracht zu werden.
Deshalb verrätt er ihn jetzt bei der Polizei. Aus Angst hatte er seine unglaublichen Aussagen zuvor sogar in einem Brief niedergeschrieben. Ermittler Metzger kann Dlev überzeugen, ihm dieses Schreiben auszuhändigen. Für den Polizisten ist es ein wichtiges Beweismittel, denn er, der Detlev hat das zuvor im Stillen für sich mit eigener Hand zu Papier gebracht, ohne dass er gefragt wurde oder die Polizei dabei war.
Und es war mir von Anfang an ein Wunsch an dieses Schreiben zu kommen, so als Pfand. Deadlef K schildert im Gespräch und in dem Brief, dass Willi den ehemaligen Profiboxer Hans S. Der war jahrelang die rechte Hand der beiden Verbrecher. Hans S lebte damals in einer Kleingartenanlage in einem kleinen Gartenhäuschen.
Das Opfer war der Handlanger von Detle und Willy. Er war ihr Fahrer und Geschäftsführer in einigen Bordellen, die den beiden gehört und die Bandenchefs fanden heraus, dass ihr Handlange in die eigene Tasche wirtschaftet, offenbar Geld für sich abzweigt. Es kommt zu einem Treffen im Büro von Detleff.
Hier soll über die Zukunft des ehemaligen Boxers entschieden werden, dass er jetzt praktisch hinter dem Rücken die Todsünde begeht, Dadlef Geld wegzunehmen. gleichzeitig im die Überzeugung zumindest im Raum stand, dass er ein Spitzler oder ein Verräter ist, hat in einer Besprechung im Büro von Detlev dazu geführt, dass sie übereinkamen, dass Hans sterben muss.
Detlev K räumt ein, in den Mordplan eingeweiht gewesen zu sein. Er habe Hans S auch auf das Firmengelände gelockt, als ihm dort eine tödliche Falle gestellt wurde. Er selbst sei aber nicht dort gewesen, hätte sogar ein Alibi. Willi soll die Tat im Hof der Firma mit jemand anderem erledigt haben.
Während Willlie auf das Opfer gewartet haben soll, hätte sich sein Kumpel mit einer Pistole in der Hand hinter einem Auto versteckt. Als dann Hans das Gelände betrate hat, einen Schlüssel, hat Willi ihn gerufen, soll mal nach hinten kommen, um ihn zu helfen bei seiner Arbeit und worauf ihn er nach hinten gegangen sei.
Und bei dem Erreichen der Plane hat dann der Kumpel, der hinterm Wohnmobil lauerte, sofort das Feuer auf ihn eröffnet und hat auf ihn geschossen und zwar das ganze Magazin leer geschossen. Doch Hans sei wieder aufgestanden und habe sich dann Richtung Ausgang geschleppt. Seine Mörder hätten ihn eingeholt und zurück auf die vorher bereitgelegte Plane geschleift.
Dann musste er knien und Willly sagte ihm, wenn der nächste Zug kommt, dann bekommst du einen Kopfschuss. Die Zuglinie führt unmittelbar neben dem Gelände vorbei und er musste angeblich noch ein Lied singen. Und als der Zug kam, aber man ihm hat Willi in den Kopf geschossen. Jetzt wollen Metzger und sein Team wissen, was will B zu den Vorwürfen sagt.
Er sitzt zu diesem Zeitpunkt wegen einer anderen Straftat im Gefängnis. Seine Reaktion verplüfft die Ermittler. Als mein Kollege dem Willi eröffnet hat, dass Detliff über den Mord an Hans gesprochen hat, dann hat er reflexartig reagiert und sagte, das war nicht ich, das war Detli. Merken Sie die Besonderheit? Er sagt, ich weiß nicht von was sie sprechen.
Der Hans ist vielleicht auf Morca. Der hat also diesen Mord gar nicht in Frage gestellt, sondern hat ih sofort seinem Blutbroter in die Schuhe geschoben. Jetzt brauchen Metzger und sein Team handfeste Beweise. Sie können in Erfahrung bringen, dass das Firmengelände nach dem Mord aufwendig saniert wurde.
Wollten die Verbrecher so ihre Spuren verwischen? Metzger gelingt es Zeugen aufzutreiben, die damals eine interessante Beobachtung gemacht haben, nämlich dass über die Eingangstür gesprochen wurde, dass man da noch lange Zeit so ähnliche Spuren sah wie Einschusslöcher oder den wenn sie von Schüssen stammen. Metzker und sein Team nehmen die Eingangstür genauer unter die Lupe.
Sie lassen sie ausbauen und in die Polizeiwerkstatt bringen. Dort machen sie eine Entdeckung. Dort wurde die Tür dann abgebeizt, alles Farbe, Lacke, alles weg und es kamen tatsächlich ähm Einschussspuren zutage, richtig nachweisbar. Also die hat auch ein Sachverständiger dazu stellung bezogen, dass das von einem Aufbrall von einem Projektil stammen könnte und nicht nichts anderes erklärt.
Das war letztendlich das einzige Spurenbild, dass wir gefunden haben, was mit Schüssen auf dem Geländen auf dem Gelände zu tun hatte. Detlev beschreibt in seinem Brief außerdem, dass Willi und sein Kumpel die Leiche im Wagen des Opfers an die Rheauen bei Mannheim gebracht haben. Dort hätten sie Hans Es dann vergraben. Das Auto wurde damals tatsächlich dort gefunden und im Kofferraum sogar ein kleiner Blutspritzer, der dem Opfer zugeordnet werden konnte.
Metzger ist sich nun sicher, dass Hans mit dem Wagen transportiert wurde. Die Suche in den Rheinauen aber verläuft ergebnislos. Die Leiche von Hans S wird nie gefunden. Allerdings taucht wenig später eine weitere wichtige Zeugin aus dem Umfeld von Willi auf. Sie behauptet, sie habe kurz nach dem Mord die Tatwaffe entsorgt.
Sie hat uns ungefähr gesagt, wo sie ist und dort haben wir dann eine große Suchaktion gemacht und der Zufall war wirklich und das leg uns holt, dass ein die ein Stück Draht, an dem die Waffe befestigt war, der schaute aus dem Boden und als mein Kollege an dem Faden an dem Draht gezogen hat, hing daran äh die Waffe von Willi, die dort schon Jahre lag und entsprechend äh eben kaputt war, aber sie war da.
Doch eine Sache beschäftigt Mordermittler Metzger immer noch. Während der gesamten Geschichte hat er das Gefühl, dass Detle selbst an der Tat beteiligt gewesen sein muss. Doch er will zur Tatzeit in seiner Wohnung weit entfernt vom Tatort gewesen sein. Der Kommissar findet Erstaunliches heraus und so wird aus dem Zeugen Detlevk ein beschuldigter.
In unseren Ermittlungen haben wir erfahren, wie def sich dieses Alibi verschaffte. nämlich er hat bei sich zu Hause in der Wohnung, die weitweg ist vom Tatort, ähm einen Schwächefall in der vorgetäuscht und hat dann einen Arzt hinzugerufen, der im gleichen Anwesen wohnt und ihm gebeten, ihm zu helfen, weil es ihm so schlecht geht und hat ihn auch bewogen, die Uhrzeit auf dem Attest zu notieren und das hat der Arzt dann auch gemacht. Was der Arzt nicht wusste.
Detlev hatte zuvor in der Wohnung die Uhr eine Stunde zurückgedreht und hat sich damit die Uhrzeit und das Alib verschafft. Der Mordfall ist geklärt. Der Staatsanwaltschaft reichen die Indizien, die Wolfgang Metzger und sein Team zusammengetragen haben. Willi B und DLE K werden vor dem Landgericht Karlsruhe angeklagt.
Beide werden zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Betlef K stirbt im Gefängnis. Willy B kommt nach 12 Jahren Haft wieder auf freien Fuß. Die ehemalige Geliebte der beiden Verbrecher, wegen der die ganze Sache überhaupt ins Rollen kam, zog weg aus Karlsruhe mit einem Großteil des Vermögens der beiden Verbrecher.
Der Passant fand in dem Müllsack einen weiblichen Frauenoberkörper, dem die Gliedmaßen und der Kopf fehlten. Man kann sich vorstellen, wie schwer das ist, wenn man nicht richtig Abschied nehmen kann von seinem Kind und wenn aufgrund der mehrfachen Beerdigung, weil immer wieder neue Leichenteile gefunden werden, wie sehr man immer wieder aufgewühlt wird.
Der Verdächtige hat sich optisch nach der Tat verändert. Er hat die Haare geschnitten. Er hat ist nicht mehr in Diskotheken gegangen, obwohl er das vorher sehr viel gemacht hat. Die Herr Frank zeigt, dass auch nach Jahrzehnten Täter Reue empfinden können, dass sie das Gewissen plagt und dass sie irgendwann dann ihre Schuld auch loswerden wollen.
Ülsen, Anfang Oktober 1996. Über Nacht verschwindet die 18-jährige Schülerin Jasmin S. Sie will mit dem Zug in eine Disco nach Braunschweig fahren. Am frühen Abend verlässt sie ihre Wohnung im ersten Stock. Als ihre Mutter sie am nächsten Tag nicht erreicht, meldet sie Jasmin als vermisst. Fächelde bei Braunschweig mehr als eine Woche später.
Ein Mann will am Bahndam Gartenabfälle entsorgen und findet einen vergrabenen Plastiksack, etwa einen halben Meter tief im Erdreich. In dem Sack befinden sich Leichenteile. Christian Wolters ist Oberstaatsanwalt in Braunschweig. Er geht mit uns fast 30 Jahre später an den Fundort und rekonstruiert die damalige Entdeckung. Als der Kleingärtner mit seinem Sparten auf den Sack stößt, ahnt der Mann noch nichts Schlimmes.
Er hat ih zunächst dann weiter ignoriert. Das hat ihn dann aber keine Ruhe gelassen und er ist dann tatsächlich äh einige Tage später noch einmal hier zurückgekehrt, hat dann diesen Sack geöffnet. Der Passant fand in dem Müllsack einen weiblichen Frauenoberkörper, dem die Gliedmaßen und der Kopf fehlten.
Man hat dann eine DNAUtersuchung durchgeführt und konnte dann mit Sicherheit sagen, dass es sich um die Überreste von Jasmin gehandelt hat. Die Ermittler zeichnen den Abend ihres Verschwindens nach. Um etwa 19 Uhr macht Jasmin sich für die Disco fertig. Offenbar will sie mit dem Zug nach Braunschweig fahren. Ihr Ziel: Die Diskothek Atlantis.
Vor dem Bahnhof Ülzen wird die junge Frau zuletzt gesehen von einer Freundin. Erziehungssache. Na ja. Und was hast du so vor? Ich will nach Frunschweig ins Atlantis. Soll eine super Disco sein. Habe ich schon von gehört, aber selber war ich leider noch nie dort. Ich bin mal gespannt, ob Jasmin tatsächlich im Braunschweig angekommen ist, bleibt ungeklärt.
Die Ermittler versuchen unter anderem herauszufinden, ob die 18-Jährige die Disco erreicht hat oder schon vorher getwitchet worden ist. Direkt im Atlantis suchen sie mögliche Zeugen und verteilen Flugblätter. Und zwar geht es um den Mord an einer jungen Frau aus Ülzen, die genau heute vor zwei Wochen diese Diskothek hier besuchen wollte.
Und ihr könntet mit dazu beitragen, den Typen zu finden, der sie umgebracht hat. Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen vor allem, dass Jasmin aufgrund ihrer auffälligen Kleidung gesehen worden ist. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie eine Kufelljacke. Eine Polizeibeamtin hat dann eine ähnliche Jacke besorgt und ist dann mit dieser Jacke in die Diskothek Atlantis und auch in andere Diskotheken in Braunschweig gegangen in der Hoffnung, dass jemand diese Jacke wiedererkennt und uns möglicherweise dann sagen kann, ob diese Person am fraglichen Abend am
-
Oktober in der Diskothek Atlantis oder in einer anderen Diskothek gewesen ist. Doch niemand meldet sich nach der Aktion. Auf der Suche nach den anderen Körperteilen von Jasmin durchforstet die Polizei weiträumig das Gebiet rund um den Bahndamm, unter anderem mit Spürhunden, ohne Erfolg. Kurze Zeit später finden Spaziergänger rund 50 km entfernt am Ricklinger Kießsee bei Hannover im Uferbereich ein Bein.
Es treibt im Wasser. Eine Nachsuche der Polizei am nächsten Tag hat dann auch zum Auffinden des zweiten Beines geführt. Die Beine waren noch in relativ guten Zustand, weil sie offensichtlich durch das Wasser konserviert worden waren. Möglicherweise waren sie auch in einem Müllsack oder ähnlichem verpackt und das Ganze hat sich dann unter Wasser gelöst, sodass die Beine nach oben getrieben sind.
Eine Untersuchung der Beine hat dann letztlich Gewissheit darüber gebracht, dass es sich um die Beine von Jasmin S gehandelt hat. An den Beinen finden Kriminaltechniker keine relevanten Spuren, aber am Abfallsack, in dem der Torso verpackt war. Aus zwei Haaren kann eine DNA gewonnen werden. Die Ermittler entschließen sich zu einem Massengentest.
In der Grundschule von Fächelde werden im Dezember 1996 etwa 1300 Männer aus dem Ort zu einer Speichelprobe gebeten. Es konnte leider keine Übereinstimmung erzielt werden. Es hat sich dann Jahre später durch verbesserte Untersuchungsmethoden rausgestellt, dass es sich vermutlich um Haare von Jasmin gehandelt hat.
Was ist das für Im März 1997 berichtet Aktenzeichen XY ungelöst über den Fall. Man erhofft sich Hinweise, vor allem wegen der auffälligen Kleidung des Opfers. Des weiteren hatte Jasmin einen solchen schwarzen Lederrucksack bei sich. Auf der oberen Klappe ein buntschillernder Aufkleber mit dem Schriftzug Licht und Liebe.
In dem Rucksack könnten sich unter anderem ein solcher Häkelpulli mit kurzen Ärmeln und dunkle Jeans befunden haben. Auch diese Gegenstände fehlen. Brauchbare Hinweise gibt es jedoch nicht. Zwei Monate später im Hämelwald, etwa 25 km vom Fundort des Torsos entfernt, stoßen spielende Kinder tief im Unterholz auf einen Schädel.
Untersuchungen ergeben, es ist der Kopf von Jasmin. Er lag über ein halbes Jahr in einem Loch im Waldboden. Die Polizei entdeckt noch andere Spuren. Sie führen zur Antwort auf die Frage, wie Jasmin zu Tode kam. In diesem Loch konnten weitere Knochen der Wirbelsäule gesichert werden. Eine Untersuchung dieser Knochen und auch des Schädels haben dann ergeben, dass Jasmin S durch Gewalt gegen den Hals ums Leben gebracht wurde.
Das heißt, erwürgen oder Erdrosseln als mögliche Todesursache feststeht. Der Kopf im Hämelerwald, die Beine im Badesee bei Hannover und der Oberkörper am Bahndamelde. Die Hände von Jasmin bleiben verschwunden. Christian Wolters hat zwischenzeitlich immer wieder Kontakt zu Jasmins Mutter. Sie musste ihre Tochter dreimal zu Grabe tragen.
Man kann sich vorstellen, wie schwer das ist, wenn man nicht richtig Abschied nehmen kann von seinem Kind und wenn aufgrund der mehrfachen Beerdigung, weil immer wieder neue Leichenteile gefunden werden, wie sehr man immer wieder aufgewühlt wird, das ganze Geschehen noch mal an einem vorbeizieht. Fast ein Jahr nach der Tötung von Jasmin S.
gibt es vom Täter immer noch keine Spur. Deshalb entscheiden sich Kripo und Staatsanwaltschaft für eine außergewöhnliche Aktion mit Plakaten, auf denen das Opfer den Täter direkt anspricht. Der Kopf im Helmeler Wald, der Torso in Fächelde, die Beine in Hannover, die Hände. Können sie damit leben? Die Plakate werden in dem Ort verteilt, in dem der Rumpf gefunden wurde.
Aufgrund des ungewöhnlichen Aufwendeortes des Torsos ist man davon ausgegangen, dass der Täter sich hier am Bahnhof Fächelde einigermaßen auskennen muss. Deshalb hat man dann auch sich dafür entschieden, im Raum Fächelde nach dem Täter zu suchen und deshalb wurde hier dann großflächig plakatiert, um an das Gewissen des Täters zu appellieren.
Doch auch das bringt nicht den gewünschten Erfolg. Der Täter meldet sich nicht. Die Ermittlungen geraten ins Stocken. Die Gripo fragt sich, wie die Leiche transportiert wurde und macht sich deshalb im näheren Umkreis des Bahndams unter anderem auf die Suche nach Klein LKWs. Ende 1999 stoßen die Ermittler auf ein Fahrzeug, das zu einer Messebaufirma gehört.
Am Tag nach Jasmins Verschwinden sollte ein Mitarbeiter von Fächelde aus nach Duisburg fahren. Der 30-jährige Heiko gerätt Visier der Polizei. Der Verdächtige ist viel viel viel zu spät an seinem Zielort angekommen. Er war total verdreckt. Er hat mehr Kilometer gefahren, als eigentlich musste. Er hat sich optisch nach der Tat verändert.
Er hat die Haare geschnitten. Er hat ist nicht mehr in Diskotheken gegangen, obwohl er das vorher sehr viel gemacht hat. Hinzukam, dass er noch die Scheibe seines Fahenschreibers vernichtet hatte. Auch da fragt man sich, warum. Und noch etwas fällt der Polizei auf. Die Fahrtrutee des Mannes Richtung Duisburg verläuft genau entlang der Fundorte der Leichenteile von Fächelte startend über das Waldgebiet bei Lehrte und den Kieseig bei Hannover.
Und in der Firma, in der Heiko arbeitet, werden die gleichen blauen Säcke verwendet, mit der auch der Torso eingepackt war. Doch all das reicht nicht aus für einen Haftbefehl. Die Tat bleibt ungeklärt. 8 Jahre später, Polizei und Justiz rollen den Fall im Jahr 2007 neu auf. Nun bekommt auch Christian Wolas die Ermittlungen direkt mit als junger Staatsanwalt durch seinen Ausbilder, der für den Fall zuständig ist.
Sie nehmen sich den einstverdächtigen nochmals vor, wählen aber eine neue Vernehmungsstrategie. Sie führen Heiko K zu den Leichenfundorten. Am Fundort der Beine hatte man künstliche Beine wieder im See treiben lassen und am Fundort des Schädels hatte man eine Perücke in ein Erdloch gelegt. Man hatte dadurch gehofft, dass man den Täter emotional so erreicht, dass er von dieser Situation quasi mitgerissen wird, sich wieder in die Zeit 1996 begibt.
Das hat man also durch die Körpersprache vor allen Dingen gesehen, dass ihn das Ganze irgendwie bewegt hat. Heiko wird noch mehrfach vernommen. Dabei überrascht der Verdächtige mit seltsamen Aussagen. An einer Stelle hat er angegeben, er würde die Tat gestehen, wenn man sie ihm nachweisen könne.
Die Verdachtsmomente, die es ohnehin schon gab, die wurden dadurch natürlich erhärtet, weil wir eben hier keinen Verdächtigen hatten, der irgendwie sagt, ich bin unschuldig, habe damit nichts zu tun, sondern wir haben hier jemanden, der so ein bisschen rumeiert und der irgendwie möglicherweise doch was mit der ganzen Sache zu tun hat.
Doch ein Geständnis bleibt aus. Auch die Firma, für die Heiko K 1996 gearbeitet hat, wird nochmals durchsucht. Auf dem Dachboden des Betriebs stoßen die Ermittler auf mehrere Sparten. Einer von ihnen wird besonders wichtig für die Polizei. Das waren soweit interessant, weil ja der Sack vergraben wurde. An diesem Sparten befanden sich auch noch Erdreste und ein Abgleich mit den Erdresten vom Fundort des Torsos hat er noch eine Übereinstimmung gezeigt.
Außerdem hat dann eine neue Probe hier am Torso Fundort einen kleinen Lacksplitter zutage gefördert und diesen konnte man dann auch zweifelsfrei diesem Sparten zuordnen. Neben dem Sparten wird auf dem Dachboden auch eine Bügelsäge gefunden mit starken Gebrauchsspuren. Die Schlinge um Heikoka zieht sich immer fester zu.
Der inzwischen 42-jährige wird festgenommen. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage. Wenn Sie so wollen, ist dann der Sparten mit den Bodenproben und mit dem Lacksplitter im Boden an dem Fundort der des Torsos ist dann im Grunde der letzte Tropfen gewesen, der uns dann die Möglichkeit eröffnet hat, eben einen dringenden Tagdacht zu begründen.
Doch dann die Überraschung. Das Landgericht Braunschweig entscheidet sich im März 2009 gegen die Eröffnung eines Strafverfahrens. Nach einem halben Jahr untersuchungshaft kommt der Tatverdächtige wieder frei. Trotz der vielen Indizien reicht es nicht für einen Prozess. Es gab keine unmittelbaren Tatzeugen.
Ähm der Beweis mit dem Sparten ist für sich genommen auch nicht so richtig greifbar, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Lacksplitter nicht schon 1996 an diesen Ort gelangt ist, sondern vielleicht auch erst später. Und inoweit war das alles insgesamt für das Landgericht zu schwach, um tatsächlich einen hinreichenden Tatverdacht zu begründen.
Der Fall Jasmin wird zum Coldcase. Bislang gibt es keine weiteren Ermittlungserfolge, aber vielleicht melden sich mögliche Mitwisser oder der Mörder selbst sogar aus eigenen Stücken. Die Herr Frank zeigt, dass auch nach Jahrzehnten Täter Reue empfinden können, dass sie das Gewissen plagt und dass sie irgendwann dann ihre Schuld auch loswerden wollen.
Wo wurde das Opfer getötet? Warum musste die Schülerin sterben? Christian Wters kennt den Cold Case nun seit fast 20 Jahren und hofft, dass er noch aufgeklärt werden kann. Der Fall begleitet mich im Prinzip schon seit Beginn meiner beruflichen Karriere. Mein Ausbilder hat damals diesen Fall federführend bearbeitet und bei seiner Verabschiedung äh war eines der wenigen wehmütigen Worte äh dass er tatsächlich diesen Fall nicht aufklären konnte, weil ihm das Schicksal von Jasmin so am Herzen lag, weil er eben auch insbesondere der Mutter gerne erklären
wollte, warum Jasmin sterben musste. Polizei und Staatsanwaltschaft setzen weiter alles daran, dass der Passanten bemerkten das Feuer, verständigten die Feuerwehr, die hier den ersten Löschriff auch unter Atemschutz fuhr. Zunächst war für die Polizeibeamten nicht erkennbar, dass das die Beine eines Menschen waren, die aus der Truhe ragten, sondern es wurde zunächst von einer Puppe ausgegangen.
stellte sich die Frage, wie die Täter zum Tatort gekommen sind. Der Fahrzeughalter selbst war ein bekannter Straftäter. Über das Bundeskriminalamt erfuhren wir dann, dass Stefan K dort einen niederländischen Oberst als Geisel genommen hatte.
