Wahre Verbrechen I Spurensuche nach dem Axtangriff T
Wahre Verbrechen I Spurensuche nach dem Axtangriff

Wir wurden alarmiert, dass es hier zu einem Raubdelikt, Tötungsdelikt, Sexualdelikt gekommen sein könnte. Ein Motiv war gar nicht zu erklären. Das einzige, was sofort feststand, dass es zu einer schweren Schädelhhirnverletzung gekommen ist, vermutlich mit einem stumpfen Gegenstand. Die Geldbörse war weg und nach langen Suchen konnten wir auch ausschließen, dass das Opfer noch sein Handy hatte.
Am Dienstag nach der Tag war es, dass die Meldung reinkam, dass die SIM-Karte ist in einem anderen Handy, einem polnischen Handy. Wir haben dann hier auf dem Parkplatz ein polnisches Auto gefunden mit einer Person männlich besetzt und konnten gerade noch sehen, wie dieser Mann aus seinem Handy die Karte des Opfers hier aus Braunschweich entfernte.
Braunschweig, 17. Februar 2012. Mit einer Axt wird eine Frau auf offener Straße umgebracht. Wer ist für dieses kaltblüttige Verbrechen verantwortlich? Es ist ein Freitag, als die Frau gegen 18 Uhr auf diesem Verbindungsweg im Norden Braunschweigs lebensgefährlich verletzt aufgefunden wird. Ihre Überlebenschancen gering.
Kommissar Winfried Kessler von der Gripo Braunschweig ermittelt in dem Fall. Wir wurden alarmiert, dass es hier zu einem ja Raubdelikt, Tötungsdelikt, Sexualdelikt gekommen sein könnte. Wir waren so eine Stunde nach der Tat vor Ort, haben hier dann alles mögliche abgesucht nach Tatwerkzeug und irgendwelchen Spuren.
Auf dem Schotterweg waren Blutspuren zu erkennen und auch medizinisches Material vom Notarzt, der hier eingesetzt war. Ein Tartwerkzeug konnten wir nicht finden. Wir haben natürlich viele Zigaretten stumme Flaschenreste, Taschentücher zunächst mal sichergestellt und die gesamte Umgebung hier abgesucht. Bei dem Opfer handelt es sich um die 53-jährige Angelika E.
Sie kommt in ein Krankenhaus und ringt dort um ihr Leben. Im Krankenhaus ist sie in ein künstliches Koma gefallen oder gelegt worden nach einer OP und der Zustand wurde mehr als kritisch, also lebensbedrohlich bezeichnet. Wir selbst gingen dann davon auch aus, dass das Opfer möglicherweise diese Tat nicht überleben wird.
Die Frau verstarb dann etwas später an einer Lungenentzündung. Diese hatte sie sich zugezogen aufgrund einer künstlichen Beatmung im Kuma, einer eitirigen Bronchitis. Ja, und dann wurde der Verlauf während einer Obduktion ganz klar so dargelegt, dass sie nicht gestorben wäre, wenn sie nicht die Schlachverletzung auf den Hinterkopf bekommen hätte.
Wer hat Angelika eh das angetan und vor allem warum? Ein Motiv war gar nicht zu erklären. Das einzige, was sofort feststand, auch laut Notarzt und nachher Ermittlungen, die sich ja gleich im Krankenhaus angeschlossen haben, dass es zu einer äh schweren Schädelhhirnverletzung gekommen ist, vermutlich mit einem stumpfen Gegenstand, sodass wir dann auch nach entsprechend größeren Tatortwerkzeugen gesucht haben, sprich Stein, Metallrohr, Ast, aber es war nichts dergleichen hier zu finden.
Und wie gesagt, das Motiv war völlig offen. Wir konnten nicht sagen, ist es eine Beziehungstat, eine Raubtat oder wie gesagt möglicherweise eine schiefgelaufene Sexuat. Was die Ermittler zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, die 53-jährige wurde mit Hilfe einer Axt getötet. Was die Beamten früh ausschließen, ist ein persönliches Motiv für das Verbrechen.
Das war ein reines Zufall auf das hätte jeden treffen können. Wobei man auch bei jedem immer sagen muss, ob er das mit einer männlichen Person gemacht hätte, stelle ich mal ganz groß in Frage oder hätte vielleicht auch mit möglicher Gegenwer rechnen müssen. Allerdings, wenn man von hinten niedergestangen wird, ist es eigentlich auch egal, ob Männlein oder Weibleidin.
Angelika E hat Zeitpunkt der Tat gerade einmal 20 € dabei. Trotzdem hält die Polizei ein Raubdelikt für wahrscheinlich. Klar ist, das Opfer ist nach dem Überfall bestohlen worden. Uns wurde dann auch mitgeteilt, dass das Opfer ein rosafarendes rotes Kleid für die Enkelin besorgt hat, denn am Sonntag danach war hier in Braunschweig der Karnevalsumzuch 2012 und das sollte ein Geschenk werden.
Das Kind hat sich drauf gefreut. Das war glaube ich ein Prinzessinnenkostüm. Das war auch am Tatort nicht auffindbar. Die Geldbörse war weg. Und äh nach langen Suchen konnten wir auch ausschließen, dass das Opfer noch sein Handy hatte. Das Handy war ausgeschaltet, es konnte nicht gefunden werden, auch in der Wohnung des Opfers nicht.
Dann konnte man ja vielleicht davon ausgehen, dass es auch vergessen worden ist, als man zur Arbeit ging. Dort wurd nur noch das Ladegerät gefunden, aber das Handy nicht. Nachdem es keine andere heiße Spur gibt, setzt die Polizei ihre ganze Hoffnung in das geraubte Mobiltelefon des Opfers. Mit dem Handy kamen wir dann auch mit unseren Technikern überein, dass wir bei den Providern die Handy immer E-Mailnummer und auch die Kartennummer des Opfers, die wir auch durch die Wohnungsdurchsuchung beim Opfer beides gefunden hatten, eben dazu bringen konnten, dass wenn
dieses Handy angeschaltet wird oder auch die Karte in Betrieb genommen wird, es einen Signalton gibt an den Provider, der das natürlich sofort der Polizei oder uns übermittelt und wir dann lediglich den Standort dieser Karte oder des Handys bekommen. Am 21. Februar 2012, vier Tage nach dem Verbrechen, kamt Hoffnung auf.
Am Dienstag nach der Tat gegen Mittag meine ich war es, dass die Meldung reinkam, dass H die SIM-Karte ist in einem anderen Handy, einem polnischen Handy und es wird eine Verbindung nach Polen versucht herzustellen und es kam die Standdortdaten mit der Borsichstraße und sofort sind natürlich Polizeieinheiten dort hingefahren.
Die SIMK-Karte des Opfers wurde auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes im Südosten von Braunschweig geortet. Wir sind dann sofort hierher geeilt und da eine polnische Nummer angewählt werden sollte, gingen wir davon natürlich aus, dass es sich um einen polnischen Staatsbürger oder irgendeine Person, die in Polen zur Bezug stand handeln müsste.
Wir haben dann hier auf dem Parkplatz ein polnisches Auto gefunden mit einer Person männlich besetzt. Die Kollegen sind herangetreten und konnten gerade noch sehen, wie dieser Mann aus seinem Handy die Karte des Opfers hier aus Braunschweich entfernte. Der Mann wird festgenommen. Es handelt sich um den polnischen Staatsbürger Mai M, 33 Jahre alt.
Sein Auto wird sichergestellt und gründlich durchsucht. Unter dem Sitz findet die Polizei die Tatwaffe, eine Axt. Und die Ermittler finden im Wagen auch das Geschenk für die Enkelin von Angelika E. Was interessant war, dass oben auf dem Kofferraum in auf dem ja seinen persönlichen Sachen das rot rosafarbene Prinzessinnenkleid lag.
Es war schon ein bisschen gruselig zu diesem Zeitpunkt. Im Auto des Mannes findet Kessler weitere Gegenstände, die ihm zunächst Rätsel aufgeben. Beim Aufziehen des Aschenbechers vorne konnte ich sehen, dass sich dort drin ja irgendwelche Papiere befanden. Nachdem ich sie herausgekramt hatte, war es sich handeltte es sich um einen Personalausweis, meine ich, eventuell noch Führerschein oder andere Papiere.
Alle ausgestellt auf eine 49-jährige Frau aus Hannover. Darauf konnten wir uns natürlich noch gar keinen Reim machen. Kommissar Kessler ruft seine Kollegen in Hannover an. Die sind erstaunt und wollen wissen, wie er an diese Papiere gekommen ist. Als wir das dann mit dem polnischen Auto festgestellt haben oder mitgeteilt haben, kam dann ganz schnell heraus, dass die 49-jährige am Tag zuvor, also am 16.
Februar einen Tag vor unserer Tat im Bereich des Niedersachsenstadions auf gleiche Art und Weise von hinten niedergeschlagen wurde mit einem stumpfen Gegenstand. Die Krankenschwester war in Hannover auf dem Weg zur Spätschicht, als sie hier in der Nähe der Fußballarena überfallen wurde. Offensichtlich vom selben Täter wie in Braunschweig.
Auch sie wurde mit einer Axt angegriffen. Im Gegensatz zu Angelika Elebt die 49-jährige den Angriff schwer verletzt. Jetzt werden Mat zwei brutale Angriffe innerhalb von 24 Stunden zur Last gelegt. Als der Täter festgenommen wurde, hat er im ersten Angriff gar nichts gesagt. Wir brauchten ja auch einen Dollmatcher.
Äh hat dann auch einen Anwalt sofort zur Seite gestellt bekommen, mit dem er sich natürlich dann auch beraten hat. äh aus der anfänglichen Ablehnung oder Nichtzugabe der Tat wurde dann ein umfassendes Geständnis auch dank des Anwaltes äh sass im Endeffekt keinerlei Fragen offen blieben, außer die Frage natürlich, warum macht so ein Mann solche Taten? Wenige Wochen zuvor hatte sich in Polen seine Lebensgefährtin von MJM getrennt.
Das gemeinsame Kind blieb bei ihr. Er kam nach Hannover, war zuletzt mittellos. Nach dem Geständnis schien es mir so, als wenn er doch erleichtert war und seine Reise hier nun an Ende gefunden hat. Die Ursache wird sicherlich in seiner Beziehung im Polen gefunden legen haben mit seinem Kind und auch möglicherweise in seinem Alkoholkonsum.
Das ist alles kumuliert und hat ihn dann möglicherweise zu so einer Tat getrieben oder zu solchen Taten getrieben. Zwei Angriffe mit einer Axt, Gesamtbeute etwas mehr als 100 €. Ohne die Ortung des Handys hätte es möglicherweise noch weitere Verbrechen gegeben. Hätten wir nichts gehabt, um diese Tat hier im Branche zu klären, äh hätten wir die Hannover Raner Tat ja auch nicht geklärt.
Und wenn es dann rauskommt, dass möglicherweise eine Serie ist, wo einer mit der Axt auf Menschen einschlägt, dann wird das für die Bevölkerung sehr, sehr schwierig. Dann ja wird es auch für Polizei schwierig, Maßnahmen zu treffen und zu finden, zumal es ja auch zwei Tatauto aus zwei verschiedenen Städten waren. Äh, wer weiß, wo es dann wiedergekommen wäre und bis man dann die ja Parallelen ziehen kann, dauert es doch immer einige Tage und Wochen.
Im Juli 2012 beginnt vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess gegen Magiem. Im Prozess ist er auch äh ja mehr oder weniger zusammengebrochen. Er hat sich bei den Opfer äh bei den Angehörigen der Opfer und bei dem anderen Opfer entschuldigt. Das ist schon mal eine Menge wert. Äh selbst die eine Tochter des Opfers hier in Braunschwei hat eben sogar noch ein Taschentuch gereicht.
Ähm, ich denke, er hat das schon eingesehen, dass da passiert ist und der hätte vielleicht auch alles dafür gegeben, dass es nicht so gekommen ist, aber es stand dann so und eben ist ja für die Tat in Hannover zu 8 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Für die Tat hier in Braunschweig hat der Richter angenommen eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Es ist die besonders schwere der Schuld festgestellt worden, was für den Täter ja bedeutete, dass er nach 15 Jahren nicht freikommen kann. Die Verbrechen des Axtmörders MJM. Mit Hilfe eines Mobiltelefons und einer SIM-Karte des Opfers konnte Kommissar Winfried Kessler den Fall aufklären. Expartner gestockt worden und zwar in immer intensiver werdendem Maße.
Er konnte die Trennung nicht verkraft oder wollte sie auch nicht akzeptieren. Zum damaligen Zeitpunkt war es jedenfalls so, dass der Täter sie unbedingt umbringen wollte und dann konnten die Behörden sie leider auch nicht mehr schützen. Sie wurde von einer Nachbarin aufgefunden, Blut überströmt. Allerdings kam für die Geschädigte jede Hilfe zu spät.
München, Antibrandes ab sehr ähm penibel war mit äh also schon an ihrer Schrift hat man das gesehen und sie hat da sehr ordentlich geschrieben immer mit Tinte und mit Füller. Anfang hat sie versucht äh diese dieses Nachhaken des Täters als noch normal, aber einfach verletzte Liebe, verletzte Eitelkeit abzutun.
Steigerung, die wir beobachten konnten vom zuerst, sage ich mal vorsichtig verbal, dann kommen nonverbal E-Mails, Social Media, dann wird’s doch wieder verbal mit Telefonkontakt, ich will die Stimme hören, dann kommt der nächste Schritt, diese Körperlichkeitzer zerstochen Fahrradschloss unbenutzbar gemacht.
Es ist wahrscheinlich, dass diese Person sich als nächstes an meiner Wohnungstür oder meinem Kellerabteil zu schaffen macht. Daher möchte ich Sie um folgendes bitten. Keine fremden Personen ins Haus zu lassen, stets darauf zu achten, dass die Haustür geschlossen ist, mich zu verständigen, wenn Ihnen etwas Verdächtiges auffällt.
Ich danke Ihnen für Ihre Mithilfe. Und es wurden insbesondere mehrere anwesende Zeuginnen vernommen. Eine Nachbarin erinnert sich nach der Tat. Man hat schon gemerkt, dass sie sehr ängstlich ist, gell? Das hat sie aber auch zum Ausdruck bracht, dass sie Angst sehr Angst hat die und deswegen kann ich nur jedem raten, m wenden Sie sich an irgendjemand, holen Sie sich Rad, lassen Sie das von außen beurteilen, ob das schon richtig gefährlich ist und schwierig ist.
Heinz Kern war ein österreichischer Tanzmeister und Tanzlehrer. Nach der Beendigung seiner aktiven Karriere 1969 machte er eine eigene Tanzschule in Graz auf. Heinz Kerner hielt am 14. im September 1972 per Post ein Paket eines im unbekannten Absenders zugestellt. In diesem Paket befanden sich Lebensmittel unter anderem ein Fleischaufstrich, wir sagen auf Steirisch verhackert.
Heinz Kern hat dann als Symptome einer Lebensmittel Vergiftung bekommen und wurde dann ins Landeskrankenhaus Graz eingeliefert, wo er kurze Zeit später dann infolge dieser Vergiftung verstarb. Wie kommt man überhaupt zu diesem Giftstoff Assehen? Wer hat Zugang zu seinem Giftstoff? Graz in Österreich im Jahr 1972.
Heinz Kern ist hier als erfolgreicher Tänzer bekannt. Ein angeblicher anonymer Bewunderer schickt dem Mann dieses Päckchen mit Lebensmitteln. Doch das Essen im Paket ist mit Asen vergiftet. Heinz Kern ist davon und stirbt wenig später. Wer ist der Absender des tödlichen Geschenks? In den späten 1960er Jahren ist Heinz Kern äußerst populär in seinem Heimatland.
Als österreichischer Meister gewinnt er gemeinsam mit seiner Partnerin auch zahlreiche internationale Turniere, unter anderem den Weltcup der lateinamerikanischen Tänze. Staatsanwältin Patrizia Weber kennt die Umstände rund um den Tod von Heinzkern ganz genau. Nach der Beendigung seiner aktiven Karriere 1969 ähm machte er mit seiner späteren Ehefrau Helger Deisel eine eigene Tanzschule in Graz auf die Danzschule Kernteisel.
Beim Mordfallheinz Kern handelt sich um einen der wohl spektakulärsten und ältesten ungelösten Mordfälle bei der Staatsanwaltschaft Graz. Der Tänzer ist äußerst beliebt. Das gilt auch für seine Tanzschule mitten in Graz. Sein Erfolg weckt auch Neid bei der Konkurrenz. Im Herbst 1972 wird im Postamt am Grazer Hauptbahnhof ein Paket aufgegeben.
Adressat Heinz Kern, der gerade einmal 400 m entfernt wohnt. Heinz Kern erhielt am 14. im September 1972 per Post ein Paket eines im unbekannten Absenders zugestellt. In diesem Paket befanden sich Lebensmittel, unter anderem ein Fleischaufstrich, wir sagen auf Steirisch verhackert, ähm eine Stelze und drei Dosen Bier.
Im Fall Heinz Kern war das nichts ungewöhnliches, dass er derartige Pakete erhielt eben von Tanz Schülern ähm nachdem er eben eine Tanz einen Tanzkurs gegeben hat, dass er dann eben als Dankeschön auch solche Pakete erhalten hat. Deshalb werden weder Heinz Kern noch seine Frau beim Anblick des vermeintlichen Geschenks misstrauisch.
Das Bier im Paket ist noch original verpackt. Der geöffnete Fleischaufstrich allerdings ist hochgiftig. Heinz Kern hat dann am 14. September 1972 eben ähm unter anderem von diesem verhackert ähm gegessen und ähm hat dann äh eben eine also Symptome einer Lebensmittel Vergiftung bekommen und wurde dann auch in weiterer Folge ins Landeskrankenhaus Graz eingeliefert, wo er kurze Zeit später dann in Folge dieser Vergiftung ähm verstarb.
Toxikologische Untersuchungen ergeben, dass der 32-Jährige an einer hohen Dosis Aren verstorben ist, die im Fleischaufstrich gefunden wird. Die Polizei geht von einem gezielten Anschlag aus, weil das Paket an Heinzkern adressiert war. Es wurde also vor allem im näheren Umfeld ähm ermittelt, wer hätte noch mit diesem Paket in Kontakt kommen können.
Das heißt, die Ermittlungen haben sich jetzt nicht äh nur auf Heinz Kern als tatsächliches Mordopfer fokussiert. Durch sein Vorgehen hat der Täter in Kauf genommen, dass auch die Frau von Heinz Kern vergiftet wird. Sie ist zu diesem Zeitpunkt schwanger und möchte nichts von dem Fleischauffstrich. Die Ermittler versuchen über den Absender des Päckchens den Täter zu finden.
Der Name auf dem Paketschein lautet Heinz Pizza aus Ramsau. Doch in Ramsau gibt es keinen Mann mit diesem Namen. Die Experten analysieren darüber hinaus das Begleitschreiben aus dem Päckchen. Der Verfasser wünscht Heinz Kern unter anderem zynisch einen guten Appetit. Angeblich ist der Brief in Schlatming verfasst worden.
Der Ort liegt nur wenige Kilometer von Ramsau entfernt. Unterzeichnet ist das Schreiben von einem Josef Mautner. Die Namen auf dem Paketschein und auf dem Begleitschreiben sind nach Überzeugung der Ermittler frei erfunden. Also, man hat hier sehr umfangreiche Ermittlungen geführt. Man hat sich beispielsweise angeschaut ähm die Schreibmaschinentypen ähm ob das zum Begleitschreiben passt.
Man hat sich angestatt, wo kommen die Lebensmittel her? Also kann man die Herkunft der Lebensmittel irgendwie nachvollziehen? Die Aktion bleibt ohne Erfolg. Klar ist, der Tote hatte in Schlatming, wo der Brief angeblich verfasst wurde, Tanzunterricht gegeben. Es gibt Gerüchte über angebliche Affären von Heinz Kern in der Region.
Bewiesen ist allerdings nichts. Ist das Mordmotiv dennoch hier zu suchen? Unglab bleibt auch. Wenn der Täter tatsächlich aus dem Raum Schlattming stammt. Weshalb ist er zwei Stunden nach Graz gefahren, um das tödliche Paket hier aufzugeben? Die Ermittler befragen die Frau, die die Sendung im Postamt entgegengenommen hat.
Die wurde natürlich einvernommen, hat auch ähm beschrieben äh diese männliche Person, die das Paket abgegeben hat. Äh bislang konnte aber nicht ähm erforscht oder herausgefunden werden, äh wer diese unbekannte Person war, die dieses Paket ähm aufgegeben hat. Es konnte al bislang auch nicht geklärt werden, ob es sich um einen Mitwisser handelt, um den tatsächlichen Däter oder eben allenfalls auch um eine unbeteiligte Person, die nur gebeten wurde, das Paket aufzugeben.
Die Postbeamtin kann sich nur Waage erinnern, wer das Päckchen aufgegeben hat. Es handelt sich demnach um einen Mann. 30 bis 35 Jahre alt, unauffällig. Sie habe ihn noch darauf hingewiesen, dass die Adresse nur 5 Minuten zu Fuß entfernt sei. Doch der Mann habe darauf bestanden, das Päckchen per Post zu schicken.
Die Polizei rätselt weiter über das Motiv für die Vergiftung. War es Eifersucht? Wurde Heinz Kern seine Berühmtheit geneidet? Der Erfolg seiner Tanzschule? Das kann man äh sozusagen zum jetzigen Ermittlungsstand ähm nicht konkret sagen, welches Motiv erz tatsächlich dahinter äh steckte, weil man eben hier in alle Richtungen ermitteln musste oder ermittelt hat und ähm sich hier sozusagen einfach in keinen dieser Richtungen ein tatsächlicher Datgt erhten ließ.
Die Behörden wenden sich jetzt an die internationale Verhandlungssendung Aktenzeichen XY ungelöst. Und nun meine Damen und Herren, bevor wir Ihnen den ersten Fall hier aus Deutschland vorstellen, kurz noch einmal nach Wien. Dort bewegt ein rätselhafter Giftmord seit einer Woche die Öffentlichkeit. Ja, meine Damen und Herren, viele von Ihnen kennen den Fall vielleicht schon aus den Zeiten.
Im Aufnahmestudio bei Peter Nindki in Wien werden die Reste aus dem tödlichen Paket und der Begleitbrief gezeigt. Lebens. Sollte jemand unter Ihnen, meine Damen und Herren, die Verpackung wiederzuerkennen glauben bzw. eine Ahnung haben, wie diese Lebensmittel verpackt wurden und von wem sie verpackt wurden, dann bittet Sie die Polizeidirektion Graz um Mitteilung.
Nach der Ausstrahlung der Sendung gehen zahlreiche Hinweise auf die Lebensmittel und auf den Absender des Briefs ein. Auch mögliche Motive werden vermutet. Ein Durchbruch bleibt jedoch aus. Die Polizei fragt sich, woher hatte der Täter das Gift, das per Lebensmittelpäckchen an Heinz Kern geschickt wurde? Und man hat sich hier natürlich auch angeschaut, wie kommt man überhaupt zu diesem Giftstoff Ersehen? Wer hat Zugang zu so einem Giftstoff und auch hat man hier natürlich geschaut, wo kann man den erwerben oder äh bekommt man den
womöglich in Apotheken etc. Das war alles am Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei erfährt von einer Apotheke in Kapfenberg, 60 km entfernt von Graz. Einige Wochen vor dem Anschlag will ein Mann hier Asseen kaufen, ohne den dafür notwendigen sogenannten Giftschein vorlegen zu können. Die Ermittler fahten noch einmal mit Hilfe von Aktenzeichen XY ungelöst.
zu den Fragen. Dieses Mal nach Kunden, die zurelben Zeit in der Apotheke waren. Sie hoffen auf eine konkrete Beschreibung des Unbekannten, aber auch diese Spur führt nicht zum Ziel und zur Aufklärung des Falls. Im Jahr 2001 geht dann ein anonymes Schreiben bei der Polizei in Graz ein. Darin heißt es, Heinz Kern sei aus Eifersucht vergiftet worden.
Es gehe um eine gewisse Krankenschwester aus dem Raum Schlagming. Doch auch hier lässt sich nicht klären, ob der Verfasser wirklich den Mörder kennt. 2013 gibt es dann eine vielversprechende Entwicklung. Unter einer Briefmarke auf dem tödlichen Paket wird eine DNA Mischspur entdeckt. Eine DNA Mischspur ist eine sogenannte biologische Datortspur ähm die DNA von zwei oder mehr Personen enthält.
Das heißt, man kann diese Spur dann auch keiner konkreten Person zuordnen. Die Ermittler in Graz haben nun wieder Hoffnung, den Mörder zu finden. Nach dem Fund befragen sie zahlreiche der damaligen Tanzschülerinnen und Tanzschüler von Heinz Kern, die in den Monaten vor seinem Tod von ihm unterrichtet wurden. Im Jahr 2013 hat man dann die Ermittlungen ä wieder aufgenommen ähm und hat eben diese Zeugen Befragungen im Umfeld durchgeführt.
Das waren insgesamt 36 Zeugenbefragungen, die hier durchgeführt wurden von der Kriminalpolizei. Aber auch diese Zeugen Befragungen haben dann letztenendes nicht zur Ausforschung des Däters oder der Täterin ähm geführt. Man hat eben vor allem versucht jetzt mit neuen technischen Möglichkeiten auch neue Ermittlungsansätze zu bekommen.
Den Ermittlern läuft die Zeit davon. 1972 soll der Mann, der das Paket im Postamt aufgegeben hat, etwa 30 Jahre alt gewesen sein. Heute müsste er demnach über 80 Jahre alt sein. Die Hoffnung, den spektakulären Fall doch noch zu klären, hat die Staatsanwaltschaft Graz aber dennoch nicht aufgegeben. Die Kriminalpolizei ähm hat jedenfalls von sich aus, aber auch auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen wieder aufzunehmen, wenn sich eben wieder irgendwelche neuen Kenntnisse, irgendwelche neuen Beweismittel ergeben,
die eben zur Aufklärung des Startverdachtes dienen könnten. Rein rechnerisch ist es natürlich möglich, dass der Mörder oder die Mörderin heute noch am Leben ist. Ähm und deshalb ist es natürlich auch möglich, dass hier jedenfalls wieder die Ermittlungen aufgenommen werden, wenn sich neue Anhaltspunkte und neue Ermittlungsansätze ergeben.
Der Giftmord an Heinz Kern kann er jahrzehnte nach der Tat vielleicht doch noch aufgeklärt werden?