Wahre Verbrechen I Cold Case: Das Rätsel um Paula Ofner T
Wahre Verbrechen I Cold Case: Das Rätsel um Paula Ofner
Er hat dann gesehen, dass die Türe unversperrt ist, hat sie aufgemacht, ging in die Wohnung und fand dann am Bett seine tote Schwester. Mord und Paul Ofner wurde eigentlich immer rätselhafter, denn bei dieser armen Frau war eigentlich nichts zu holen. Ich würde gerne Warum hören, warum meine Mutter mir weggen, wom ich sag mein Kind die Oma weggenommen worden ist.
Das will ich gern hören. Wien am Abend des 22. März 1980. In der Nähe des Praters will ein Mann nach seiner Schwester sehen. Als sie ihm nicht öffnet, betritt er ihre Wohnung mit einem Nachschlüssel. Kurz danach steht er vor den Spuren eines Verbrechens. Der Journalist und Autor Philip Wagner rekonstruiert noch einmal das Schicksal der 41 Jahre alten Wienerin Paula Hofner.
Als Journalist begingen einem viele menschliche Schicksale. Dieses ist aber doch etwas Besonderes, denn wenn man das Opfer anschaut, Paula Ofner war ein Mensch, der es wirklich sehr, sehr schwer im Leben hatte. Sie war schwer gezeichnet durch Krankheiten und ist so recht und schlecht durchs Leben gekommen und niemand konnte eigentlich verstehen, warum diese Frau Opfer eines Verbrechens wird und das Motiv ist bis heute immer noch unklar.
Paula Ofner liegt erwirkt auf ihrem Bett. Für ihren Bruder, der sie im Schlafzimmer findet, ein furchtbarer Moment. Er ist dann sofort zu einer Nachbarin hingegangen, äh hat äh hat diese gebeten, die Polizei anzurufen und hat dann gewartet, bis die Beamten eintreffen. Das Interessante war, wie der Bruder zur Nachbarin gekommen ist und sie gebeten hat, die Polizei anzurufen, hat die Nachbarin gelesen, ein Krimmi mit dem Titel das Rätsel um die Nachbarin und das sollte jetzt sie dann innerhalb kürzester Zeit
in in die Realität umsetzen, denn der Mord und um Paulo Ofner wurde eigentlich immer rätselhafter und das begann schon mit der Suche nach dem Motiv. Man hat zuerst vermutet, möglicherweise ein Sexualmotiv, äh war es aber nicht. Ja, wie dann spätere Obduktionen ergaben. Äh Raub schied auch aus, denn bei dieser armen Frau war eigentlich nichts zu holen.
Paula Ofner lebte vor ihrem Tod in der Lasalstraße 20. Das sogenannte Stuberviertel in der Nähe des Braters war damals Hotspot der Wiener Unterwelt. Damals war das eine Gegend mit sehr alten Häusern, wenig Sanierungen. Es gab sehr viele Leckeörstuben, sehr viel Straßenprostitution. Das ist heute komplett verschwunden.
Es ist zentrifiziert und vor allem es hat sich auch der Brater gewandelt. Der Brater hatte Anfang der 80er Jahre noch eine Wintersperre. Es war dort nichts los im Winter. Es war äh ja eine triste Stimmung. Heute ist es ganz anders. Seit einigen Jahren gibt schon ein ganzjahresbetrieb. Man ist mehr auf die Familien fokussiert und man kann es daher überhaupt nicht mehr mit der damaligen Zeit vergleichen.
Paula Ofner verlässt das Stuberviertel kaum. Aufgrund von chronischen Gleichgewichtsstörungen kann sie sich nur schwer fortbewegen. Auch deshalb fällt sie in ihrer Nachbarschaft und in verschiedenen Lokalen immer wieder auf. Deswegen ist sie meistens, wenn sie ihre Wohnung verlassen hat, in Lokale gegangen, die in der Nähe waren.
Und da hat sie ihre Bekannten gehabt. Da ist immer wieder auch von Leuten eingeladen worden, die sie näher gekannt haben. Und das perfide war irgendwie aufgrund der Gehbehinderung wurde sie besoffene Paula genannt. Dabei hat sie eigentlich kaum Alkohol getrunken. Äh es war nur ihr durch ihre Krankheit war der Gleichgewicht sind gestört.
hat eigentlich überhaupt nicht zugetroffen. Paula Ofner leidet vor ihrem Tod unter mehreren körperlichen und psychischen Erkrankungen. Ihr Bruder unterstützt sie, wo er kann, bringt ihr unter anderem immer wieder Lebensmittel vorbei. Es hat sie das Leiden aber eigentlich nie verbessert, sondern immer verschlechtert.
Sie konnte dann auch keine Arbeit mehr nachgehen und war deswegen Invaliden Rentnerin. Äh von dieser kleinen Rente hat sie sich nur eine kleine Wohnung leisten können. Also, sie hat wirklich in sehr einfachen und sehr schwierigen Verhältnissen gelebt. Auch privat ist es ihr nicht so gut ergangen. Zwei en sind gescheitert. Sie hatte eine Tochter, aber aufgrund ihrer Erkrankungen konnte sie für diese Tochter nicht selbst sorgen.
Und das Mädchen musste deswegen in ein Heim und hat auch die Mutter nur eher selten gesehen, meist am Wochenende. Philip Wagner besucht die Tochter von Paula Hofner. Karin K ist mittlerweile 59 Jahre alt. Bis vor kurzem hatte sie nicht einmal ein Foto, das ihre Mutter in den letzten Jahren ihres Lebens zeigte. Ich habe von früher einige Fotos noch, ein paar halt ganz alte, wo man meine Mutter aus Junger sieht mit dem Kinderwagen und mich als Baby sieht, aber von meiner Mutter persönlich hatte ich nie ein Foto und Gott sei Dank ist der Herr
Wagner dann mein Leben getreten und die hat mir von der Zeitung ein Bild von meiner Mutter geschickt und seitdem ist sie verewigt bei mir einen begollenen Rahmann. Mein grobes Bild ist zu meiner Mutter, wie am Tischsitzung mit dir Kartoffelgulasch ist. Das ist so mein Bild von meiner Mutter. Ja, war liebevolle Mutter, aber sie hat mir für alleine lassen.
Das war ja Krankheit schon. Wir sind sehr viel spazieren gegangen, viel unternommen. In ihrer zweiten Ehe bekommt Paula Ofner ihre Tochter. Doch das Leben mit ihrem Mann wird für sie immer mehr zur Qual. Ich war so vier Jahre, vier Jahre in der Richtung und da hat meine Mutter bluttig geschlagen.
Also mein Vater schwerer Alkoholiker und wir sind dann auf die Polizei gelaufen ohne Schuhe im tiefsten Schnee. Paula Ofners Ehemann wird allerdings nur kurzzeitig festgenommen. Später zieht er nach Deutschland. Zeitgleich verschlechtert sich der psychische Zustand der Frau zu Hause hab wir dann am Tisch gesessen gesagt da die Hörn zu so da hat man es einfach gemerkt ja sie ihre Stimmen gehört von ob ja das junge hat mir abgeholt wie ungefähr so um die bis sechs war 5 se Jahre ca.
Und bin dann in den Kinderheim gekommen, wo es aber sehr schön war. Da war ich bis zu mein 14. Lebens ja mit Unterbrechung dazwischen, aber es sind wir dort sehr gut gegangen. Am 22. März 1980 erfährt Karin K von ihrem Onkel, dass ihre Mutter umgebracht wurde. Die Schwester hat mir dann runtergeholt in diesem großen Saal und dann ist mein Onkel gekommen weinend und hat mir das erzählt.
Ja, die Polizei ist dann ins Heim zu mir gekommen und hat Fingerabdrücke von mir genommen. Der Abgleich von Fingerabdrücken aus der Wohnung von Paula Ofner bringt die Mautermittler vom Sicherheitsbüro Wien nicht weiter. Das einzige, was dann später noch von Bedeutung werden sollte, ist, man hat ein Haarbüscho des mutmaßlichen Täters gefunden.
Es ist wahrscheinlich, dass Paula Ofner ihren Mörder in einer der Gaststätten in der Umgebung kennengelernt hat. In der Übststraße besuchte sie am Nachmittag vor ihrem Tod am 21. März 1980 das damalige Lokal Mödridsch. Zurelben Zeit waren dort auch zwei Arbeiter, die dort bereits das Wochenende oder den Feierabend, wie man sagen würde, gefeiert haben.
Und Paulo Ofner ist diesen beiden Männern aufgefallen. Ihnen hat die Frau Leid getan. Sie haben sie dann auch auf ein Getränk eingeladen, sind aber mit ihr nicht näher ins Gespräch gekommen. Paula Hoffner hat dieses Getränk dann ausgedunken und äh hat dann das Gasthaus wieder verlassen und ist zurück in ihre Wohnung gegangen.
Um 20:30 Uhr ist Paula Ofner wieder zu Hause in der Lasalstraße. Ein Nachbar sagt der Polizei gegenüber aus, dass ihm um diese Zeit auch ein Besucher aufgefallen ist. Ein junger Mann um die 30 Jahre alt. Er soll stark alkoholisiert gewesen sein und hat sie gebeten hereinzulassen und hat das irgendwie auf Wienerisch gesagt, Mause, mach mal auf.
Das heiß die Nachbarn haben auch vermutet, dass die beiden sich kennen und der Mann ist dann ca. glaube eine halbe Stunde später noch einmal gesehen worden, wie das Haus wieder verlassen hat von einem anderen Zeugen. Paula Ofner hatte immer wieder auch Kontakt zu Männern, die sie im Stuberviertel kennengelernt hat, doch die meisten waren älter.
Das Besondere war, dass nun offenbar ihr letzter Freund ein junger Mann war. Zumindest hat sie das ihrem Bruder erzählt. Sie hat aber diesen Freund nie ihren Bruder vorgestellt und deswegen weiß man bis heute nicht, ob dieser junge Mann nicht vielleicht der Täter war oder ist. Mit Hilfe der Zeugen wird ein Phantombild des unbekannten Besuchers angefertigt.
Er war etwa 30 Jahre alt, 1,80 m groß und hatte rötliches leicht gekräuseltes Haar. Das Sicherheitsbüro Wien befragt die Gastwirte im Stuberviertel und tatsächlich in den Lokalen der Umgebung ist der Mann kein Unbekannter. Man ist dort auch auf diesen mysteriösen letzten Besucher gestoßen. Man konnte sich zwar nicht dran erinnern, ob er mit der Paula Ofner dort war, aber man konnte sich an ihn erinnern, dass es ein junger Mann ist äh mit österreichischem Dialekt möglicherweise aus Wien oder Ostösterreich, aber man hat den dann eigentlich nach
der Tat nie wieder gesehen. Man hat dann vermutet, es könnte sich vielleicht um einen Gelegenheitsarbeiter gehandelt haben. Damals gab es sehr viele hier, auch bedingt durch den Brater und das könnte vielleicht auch ein Grund gewesen sein, warum sich der Mann relativ schnell aus Wien abgesetzt haben könnte. Hat der Täter nach dem Mord an Paula Ofner nicht nur Wien verlassen, sondern auch Österreich? Um auch mögliche Zeugen in Deutschland und in der Schweiz zu finden, wenden sich die Wiener Ermittler an die
ZDF Sendung Aktenzeichen XY umgelöst. Dort wird der Fall Paula Ofner. am 5. Dezember 1980 vorgestellt. Das Schicksal von Paula Hofner ist im Film eigentlich sehr gut in Szene gesetzt. Man sieht die Frau, die sich so mehr schlecht als recht durch das Leben kämpft und es wird ihr letzter Lebenstag gezeigt und das hat beim Publikum sicherlich sehr große Emotionen und sehr für Empathie ausgelöst.
Und ich glaube das Resultat war ja am Anfang durchaus positiv, denn es kamen sehr viele Hinweise, sowohl aus Deutschland, Österreich und auch der Schweiz auf den Täter, weil man hat ja vermutet, dass er Wien verlassen hat. Leider hat’s nicht letztlich zum Täter geführt. Trotz einer Belohnung von 10 000 Schilling, der entscheidende Hinweis auf den Mörder von Paula Ofner bleibt aus. Der Fall wird zum Cold Case.
Karin K macht später eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. Mit den düstersten Stunden ihrer Kindheit wird Paula Ofners Tochter jahrzehnte später noch einmal konfrontiert. Ich war auf Kurfenthalt in Österreich. Genau. Wegen der Lunge und bin dann dort zu einem Psychiater geschickt worden, wo sie nicht sehr ernst genommen hab.
Der hat mir gesagt, ich soll was zeichnen. Ich kann maximal Strichmäner zeichnen, kann ich nicht zeichnen und irgendwann mal dieses Strichmandel mein Vater, das ist immer mächtiger und mächtiger worden und geholfen hat das dann das zu verbrennen. Das hat man dann geholfen, dass ich das wegkrieg. Also ich kann heute drüber sprechen.
Es tut man sicher nur immer weh sehr, aber ich fange jetzt nicht gleich zum weinen an. Ja, viel sprechen kann ich da immer nicht drüber, ne? Aufgrund der Weiterentwicklung der Kriminaltechnik um die Jahrtausendwende nehmen sich die Wiener Mordermittler den Coldase Paula Ofner dann noch einmal vor.
Da ist die Polizei Anfang über 2000er Jahre auf dieses Haarbüschel gestoßen. Man hat es analysiert und konnte daraus äh eine DNA Spur gewinnen, die man für Vergleichszwecke einsetzen konnte und die Polizei dann begonnen, frühere Verdächtige zu überprüfen, aber bis dato war leider noch kein Treffer dabei. Sollte der Täter noch am Leben sein, müsste er heute etwa 70 bis 75 Jahre alt sein.
hat er sich vielleicht in den Jahren nach dem Mord irgendjemandem anvertraut? Es gibt immer wieder Täter, die irgendwann ihr Gewissen erleichtern wollen. Auch das ist schon vorgekommen. Es gab ja Hinweise darauf, dass der Täter aus Wien geflüchtet ist, aus Wien verschwunden ist. Möglicherweise hat ihm dabei jemand geholfen. Diese Person äh hat heute übrigens nichts mehr zu befürchten, denn jede Form der Fluchthilfe ist schon längst verhrt.
Das heißt, vielleicht könnten auch von dieser Seite noch Hinweise kommen, um diese Tat zu klären. Äh denn den Angehörigen wäre es wirklich wichtig zu wissen, was an diesem Abend passiert ist. Karin K hat inzwischen ihr eigenes Ritual. mit dem sie sich an Paula Ofner erinnert. Jedes Jahr am 21.
März gedenkt sie ihrer Mutter, die mit nur 41 Jahren aus dem Leben gerissen wurde. Also, wenn meine Mutter Todestag hat, zünde ich jedes Jahr eine Kerze an für sie. Ist mein Kind macht es und ich macht es. Es ist so beides. Ja, es ist so schön und grausig so gleichzeitig, aber irgendwie ohne diese Kerze anzündede mit meiner Mutter.
Ich würde gerne Warum hören? Warum? meine Mutter mir weggenommen ist und mein Kind die Oma weggenommen worden ist. Das will ich gern hören. Da geht’s nicht um Rache Gefühle einfach so um abschließen zu können. Glaube ich. Er hat die Kampfkensschule betreten, gab einen Schuss auf AM ab und verließ dann die Kampfkensschule wieder.
Er hat zumindest die beobachtet werden konnte sie in den nächsten Tagen dann mit Personenschützern umgeben, der privat angeheuert hatte und nur noch mit Personenschutz auf die Straße begeben. Es war eine der ersten Ermittlungshypothesen, dass da möglicherweise diese beiden Taten in einem Zusammenhang stehen, dass quasi jetzt diese Autobungexplosion der Racharak gewesen sein könnte.
Er passt da also überhaupt nicht in irgendeinem Profil, weil der halt ähm mutbar nicht ähm dann zumindest eben tatsächlich angeheuert worden ist, um das zu machen. Und dann war auch da wieder die nächste Frage, warum ist ausgerechnet er angeheuert worden? Berlin, 1. Juni 2015. Ein Mann trifft Vorbereitungen für ein Verbrechen.
Er tarnt sich mit einem falschen Bad und macht sich auf den Weg in den Bezirk Charlottenburg. In seiner Umhängetasche eine Pistole mit Schalldämpfer, ist an diesem Nachmittag ein Profikiller in der Hauptstadt unterwegs. Der Berliner Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner rekonstruiert für uns das damalige Geschehen.
Das besondere dem Fall ist, glaube ich, einfach diese Mischung aus Dilitantismus, diesem bizarren Auftreten mit angeklebtem Bart auf dem Damenfahrad des Täters, diese ganzen kuriosen Umstände, die noch eine Rolle spielen, die ganzen Geschichten, die dabei erzählt wurden, als Ausreden angeboten worden sind und eigentlich sozusagen ein absolut skurüder Sachverhalt, wenn es nicht letztlich um einen versuchten Mord gegangen wäre.
Das Ziel des Täters liegt in der Uandstraße. Hier betreibt der 42 Jahre alte Aram M. eine Kampfkunstschule. AMM war gelernter Krankenpflege und hat sich mit dieser Kampfkunstschule einen langieften äh Lebenstraum erfüllt. Er ist sowohl mehrfacher Deutscher als auch europäischer Meister im Tekondo gewesen und wollte jetzt eben hier in der Kampfkunstschule sein Wissen weiter vermitteln.
Aram M bietet in seiner Schule auch zahlreiche Kurse für Kinder und Jugendliche an. So ein Kurs ist an diesem Montag gegen 18 Uhr in vollem Gang, als sich der Täter dem Studio nähert. Für die Jahreszeit dick eingepackt mit einem Rudi kam auf einem Damenfahrrad hier angeradet und öffnete kurz die Tür der Kampfkunstschule.
Der einzige Schuss, der auf ihn abgegeben wurde, prall der Theke ab und hat ihn dann eben am Arm getroffen. Es ist unklar, warum es nicht zu weiteren Schüssen gab. Möglicherweise lag es daran, dass die Pistole dann verklämt war nach der ersten Schussabgabe. Wahrscheinlicher ist aber eigentlich die Variante, dass Arm relativ schnell reagiert hat und hinter der TK hervorgestürmt ist und äh auf den Angreifer losgegangen ist, der darauf in die Flucht ergriffen hat.
Vor der Kampfkunstschule hat dann anschließend eine Zeugin eine Brille gefunden, die mutmaßig dem äh Täter letztlich zuzuordnen gewesen ist. Sie ist mit der Brille erstmal in den gegenüberliegenden Friseursang gegangen in der Annahme, dass ein dorter Kunde verloren hatte, wurde dann aber von dorusschrank an die Kampfsschule verwiesen, hat die Brille dann dort abgegeben.
Nachdem der Täter die Flucht ergriffen hat, ist Aram M zunächst um Schadensbegrenzung bemüht. Er bricht den Kinderkurs ab und bittet seinen Angestellten die Blutspuren am Tresen zu beseitigen. Ahamm ist durch die Schusshabgabe nicht lebensgefällig verletzt worden, sondern trug nur einen Durchschusswunde ähm davon.
Er hat auch überhaupt keine Anschaltung gemacht von sich aus die Polizei zu rufen oder irgendwie einen Arzt aufzusuchen s hat sich erstmal darum gekümmert sein Studio aufzuräumen. Ein später hinzugekommener Freund hat dann ins Krankenhaus gefahren und dort haben dann die Ärzte bei sie eben die den Schusswaffengebrauch festgestellt haben, von sich aus die Polizei informiert und wo ist das Ganze überhaupt erst trupptik geworden.
Eine Mordkommission des Berliner LKA übernimmt die Ermittlungen. Die Spurensicherung untersucht den Tatort. Die Aussage von Aram M zum Tatgeschehen überrascht die Polizei. Erzählte von einem Raubüberfall mit einer Schusswaffe und erst als er sich dann quasi gegen diesen Raubüberfall gewährt hat und auf den Räuber losgegangen sei, habe sich dann versehentlich der Schuss gelöst.
Von einer bewussten Schussabgabe auf ihn und einem Mordversuch war seinerseits überhaupt keine Rede. Die Ermittler halten die Aussage von Aram M zum Tatablauf nicht für glaubhaft. Es gab aber auch noch einen Zeugen, der in der Kampfkunstschule eine Kinderklasse zu dem Zeitpunkt unterrichtete und das Ganze eben auch gesehen hat und der dann eben auch bekunden konnte, dass es eben keine Schussabgabe auf die Theke war, sondern dass eigentlich eben eine direkte Schuss Abgabe auf Oberkörper und Kopf von ARAMM beabsichtigt gewesen ist und daraus da
gab es dann jetzt auch der Rückschluss auch die Tötungsabsicht. Nicht weit vom Tatort entfernt machen Zeugen eine entscheidende Entdeckung. Wir sind hier am Esmannahnhof Savineplatz. Das heißt, der Tatort, die Kampfkunstschule liegt etwa 200 m zurück und hier wurde an einem Fahrradlenker eine Tasche gefunden, in dem sich verschiedene Sachen befanden, eben insbesondere auch die Tatwaffe.
Es handelt sich um eine Selbstladepistole des belgischen Herstellers Lepage, die mit einem Schalldämpfer versehen wurde. Die darin vorgefundene Munition hat das Kaliber 7,65 Browning, dasselbe Kaliber, das auch am Tatort im Kampfkunststudio sichergestellt wurde. Die Tat zu haben war natürlich hilfreich.
Zum einen konnten natürlich die ballistischen Untersuchungen stattfinden. Zum anderen konnte eben auch festgestellt werden, dass sich hier eine Kugel im Lauf verhagt hatte. Das eine weitere Schussabgabe nicht mehr möglich war und es gab eben Fingerabdrückung insbesondere DNA Spuren. Zu den DNA Spuren von der Brille und dem Kaugummibläster gibt es zunächst keine Treffer in den europäischen Datenbanken.
Während das LKA weiterwegen Mordversuchs ermittelt, ist das Opfer für die Beamten plötzlich nicht mehr erreichbar. Aramm gibt nach wie vor durchaus eher unkooperativ. Ähm er hat zumindest die beobachtet werden konnte sich in den nächsten Tagen dann mit Personenschützern umgeben, der privat angeheuert hatte und nur noch mit Personenschutz auf die Straße begeben und hat sich dann abgesetzt.
Er ist seitdem nicht mehr für die Strafverfolgungsbehörden auffindbar. Insofern haben wir auch keine weiteren Aussagen für den keine Erreichbarkeiten und ähnliches. Es besteht die Vermutung, dass sich nach Russland abgesetzt hat. Weiß Aram M, wer hier einen Mordanschlag auf ihn verübt hat? Geht es um eine Auseinandersetzung im kriminellenmö? Fragen, die auch der Täter beantworten könnte, nachdem das LKA unter Hochdruck verandet.
Der Mann, den Zeugen beschrieben hatten wir 1,5 groß, schlanke Statur, schwarze Haare, hatte einen angeklebten Bart von 7 cm Länge, so eine Art Ziegenbart, hatte für die Jahreszeit ungewöhnlich dicke Kleidung an. auch ein Hoodie kam mit einem Damenfahrrad und hatte möglicherweise auch sonst eine solche Affinität, denn es wurde auch noch eine Damenbrille gefunden, die dann, wenn sie eben dann tatsächlich zuzuordnen wäre, den Schluss zugelassen hätte, dass er weitsichtig gewesen ist.
Monatelang gibt es keine Spur von dem Täter aus der Uandstraße. Am 1. März 2016 stellt das LKA den Fall in der ZDF Sendung Aktenzeichen XY ungelöst vor. Doch der erhoffte Erfolg bleibt aus. Ende 2016 meldet sich schließlich ein Vaordermittlern. Er behauptet, der Mordanschlag auf Aram M stehe im Zusammenhang mit einem anderen Verbrechen, das Monate zuvor bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte.
Am 5. März 2016 gegen 7:45 Uhr ist eine Autobombe in der Bismarchstraße hochgegangen in der Nähe der U-Bahnstation Deutsche Oper. der Berufsverkehr auch entsprechend gesperrt und ein 43-jähriger ist dabei zu Trode gekommen. Bei dem Opfer handelt es sich um Messut. Gegen ihn wurde in der Vergangenheit wegen Drogenhandels und Falschgelddelikten ermittelt.
Wir haben natürlich in dem Bereich der organisierten Kriminalität relativ geschlossene Medis. Das heißt, wir haben da grundsätzlich niemanden, der es von sich aus bereit wäre, mit den Ermittlungsbah zusammenzuarbeiten oder ähm ganz aussagewillige Zeugen. Die Verbindung hier ist hergestellt worden auch dann tatsächlich durch eine Vertrauensperson, also einen Faumann in der Szene, der auch durchaus der Polizei schon bekannt war, der auch schon häufiger mit der Polizei zusammengearbeitet hatte und von der Polizei als vertrauenswürdig auch
eingeschätzt worden war. Und er war derjenige, der gesagt hat, die Autobombe war der Racheakt für den Anschlag. ähm in der Kampfkunstschule. Es gibt den Verdacht, dass Messut T Verbindungen zu russischen Drogenhändleringen hat. Ein ähnlichen Verdacht gab es gegen den Inhabe der Kampfkunstschule, s dass man dann letztlich die Idee hatte, möglicherweise sind das quasi zwei rivalisierende Gruppen ähm hier in der Drogenszene, bei denen das der Streit dann letz eskaliert ist.
Objektive Beweise für die Theorie, dass der Bombenanschlag in der Bismarckstraße ein Racheakt für den Mordversuch in der Kampfkunstschule geworden ist, werden nicht gefunden. Und Aram M ist weiterhin untergetaucht. Bis heute konnte er zu dem Bombenanschlag nicht befragt werden. Im Dezember 2016 führen die Gegenstände, die bei dem Mordversuch zum Einsatz kamen, dann zu einem Treffer in der europäischen DNA Datenbank.
Die DNA gehört dem 40 Jahre alten William C. einem Kolombianer, der im spanischen Alikante lebt. Insofern eine sehr bizarre Konstellation, weil wir den noch überhaupt nicht auf dem Schirm hatten, also noch überhaupt nicht klar war in welchem Zusammenhang der irgendwie stehen könnte, dass der war irgendwie äh gelernter Koch zieht durch Aushilfsjobs ähm ähm über Wasser hat mit irgendwelchen Sachen, die er verfendet hat und irgendwie in Pfand genommen hat, dann äh versucht zu überleben.
Der passt da halt so überhaupt nicht in irgendein Profil, weil der halt ähm mutmaßlich dann zumindest eben tatsächlich angeheuert worden ist, um das zu machen. Und dann war auch da wieder die nächste Frage, warum ist ausgerechnet er angeheuert worden? William C wird festgenommen und nach Berlin ausgeliefert.
Angaben zu möglichen Hintermännern für die Tat in der Kampfkunstschule macht er nicht. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen ihn wegen versuchten Mordes an Aram M. Im Prozess behauptet William C. Er hätte ein Alibi für den Tattag. Er sei in Alikante wegen eines ein Jahr zuvor erlittenen Unfalls in physiotherapeutischer Behandlung gewesen.
Er ist am 28. Mai 2014 als Fahrradfahrer von einem äh Lastwagen angefahren worden und hatte damit dann erhebliche Verletzung, also insbesondere äh eingeschränkte Beweglichkeiten des linken Arms, die dann eben auch erforderlich gemacht haben, dass er sich eine physiotherapeutische Behandlung begeben hat nach mehreren Operationen.
William C präsentiert ein Attest seines Physiotherapeuten José F. Doch als der von der spanischen Polizei von den Vorwürfen gegen seinen Patienten erfährt, gesteht er William C gar nicht behandelt zu haben. Damit war dieses ganze Ain an dieser Stelle erstmal zusammengebrochen. Änderte allerdings nichts daran, dass William C dann im in der Hauptverhandlung gesagt hat, ach, das war dann doch einfach nur eine Verwechslung.
Er war nämlich gar nicht bei José F in Behandlung, sondern bei José S. Aber das war an dieser Stelle schon unglaubwürdig, abgesehen davon, dass wir auch schon Erkenntnisse aus der Telefonüberwachung hatten, wo er mit seiner Lebensgefährtin auch schon genau gesprochen hat, dass sie doch bitte den Physiotherapeuten anhauen soll, damit er ein entsprechend falsches Attest ausstellen könnt.
Als nächstes versucht der Angeklagte in der Hauptverhandlung zu erklären, wie seine DNA Spuren auf die Tatwaffe gelangt sein könnten. Hintergrund soll ein Waffengeschäft mit zwei Männern aus Deutschland sein. Er erzählte dann erstmal eine Geschichte, dass er diese Waffen ursprünglich angekauft hätte b eben in Pfand genommen hätte und sie dann später wieder an zwei Personen in Dienstenbach in der Nähe von Frankfurter am Main hätte weiterverkaufen sollen, hat dann aber auch diese eine Waffe beschrieben, die
er da weiter verkaufen sollte und selbst da war das Ganze schon fragwürdig, denn die Waffe, die er beschrieben hat, sah eben ganz anders aus. Die beiden Geschäftsmänner, mit denen das ominöse Waffengeschäft bei Frankfurt am Main über die Bühne gehen sollte, können nicht ermittelt werden. Vermutlich haben sie nie existiert.
Im Mai 2018 fällt am Landgericht Berlin das Urteil gegen William C. Wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung wird er zu 10 Jahren Haft verurteilt. Ob der Grund für den Mordanschlag auf Aram M tatsächlich eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu war, kann nicht geklärt werden. Man konnte es nicht feststellken, man kann es auch nicht ausschließen.
Und diese Zweifel begründeten sich vor allem eben aus der Person Willm C, weil es überhaupt keinen Sinn ergeben hat, warum möglicherweise eben russischstämmige ähm Drogenhändler einen ähm gelernten Koch aus Spanien, der bislang nie in dieser Art und Weise in Erscheinung getreten ist, anheuern sollten für einen Auftragsmord in Berlin, wo er sich nicht auskennt und wo er sich vor allem auch relativ diletantisch angestellt hat.
Aber umgekehrt auch da wieder, wir haben auch keine Idee, was jetzt William C dazu hätte veranlassen sollen, diese Tat zu machen und dass er sie getan hat, hat das Gericht ja festgestellt. Ein Mordversuch ohne eindeutiges Motiv, ein Geschädigter, der noch immer untergetaucht ist und ein Bombenanschlag, der nicht aufgeklärt werden konnte.
Auch nach dem Urteil gegen William C. Suchen Polizei und Staatsanwaltschaft in diesem Fall noch immer nach Antworten. Der wurde ja zerstückelt. Also man hat man hat schon gewusst, dass er erschossen worden ist, ja, weil er auch der Schädel da war. Also Wen ist immer ein schwieriges Pflaster für Künstler jeder Art. Hier blühen Intrigen und auf einmal ist eine riesengroße Bedrohung, die nicht mehr lösbar ist, sondern nur beseitigbar.
Es ist war ja eine vollkommen irre Geschichte. Ja, also es wurde ja da eine Legende aufgebaut um das Verschwinden, also dieses angebliche Verschwinden dieses Fritz K, also war schon eine eine Hollywood Reife Leistung. Budapest, 22. Mai 1992, ein Freitagnachmittag. Ein Obdachloser ist im Arbeiterbezirk Chipel unterwegs.
Er sucht in Mülltonnen nach Essen. Dabei macht er eine entschreckende Entdeckung. Eine menschliche Hand in einer Plastikt verpackt. Martina Prewein, eine der führenden Kriminaljournalistinnen Österreichs, rekonstruiert für uns einen Fall, der in Budapest begann und in der Wiener Filmbranche gelöst wurde. Also, der Fall hat sicher einen besonderen Stellenwerten in der österreichischen Kriminalgeschichte.
ähm alleine aufgrund des Täters und ähm auf seiner Karriere, die er hatte und dieses Bild, das er immer von sich vermittelt hat, ja, äh war ja in im krassen Gegensatz zu seiner zu den Dingen, die er da bei seiner Tat getan hat. Ja, der Obdachlose alarmiert die Polizei und die Beamten finden in den Containern der Umgebung weitere der Überreste.
Wenn man da eben gesehen hat, dass da wirklich Leichenteile drinnen sind, ja, äh hat man eben dann äh verschiedene Müllkontainer in der Gegend bzw. in ganz Budapest und äh untersucht und hat dann 17 Leichenteile gefunden und ähm die halt alle zu einer Person gehört haben. Doch der Körper des Toten ist nicht vollständig.
Die Identifizierung erweist sich als überauschwierig. Dr. Sikron Rosmanit ist forensischer Psychiaterin, hat viele gefährliche Straftäter untersucht, auch solche, die ihre Opfer zerteilen. Immerhin kommt es häufig vor, dass Menschen, die getötet haben, die Gedöteten in Teile zerlegen, was einerseits pragmatische Gründe hat, weil man kriegt das ja nicht so leicht los.
Und andererseits sehen wir es immer wieder bei Menschen, die auch gern die Grenzen überschreiten, dissozial sich verhalten, emotionslos jetzt dieses Werk zu Ende bringen und immer schwingt auch ein bisschen etwas mit der Persönlichkeit des Täters, dass nämlich dem Gedöteten die Identität komplett genommen wird.
Einen Vorteil haben die Ermittler. Sie haben den Kopf des Toten, wenn auch in Einzelteilen. Die Mordkommission gibt eine Rekonstruktion des Schädels in Auftrag. Ein Fachmann modelliert den Kopf nach. Es war dann so, dass so eine Art Gipsabdruck gemacht wurde von dem Schädel und dadurch natürlich das Gesicht rekonstruiert werden konnte und äh diese also Bilder von diesem Gesicht, also wie dieser Tote wahrscheinlich ausgesehen hat.
Gleichzeitig waren auch in österreichischen Zeitungen Berichte über einen Vermissten und zwar über den Fritz K. Der 34 Jahre alte Filmemacher und Produzent Fritz K ist seit mehreren Wochen aus Wien verschwunden. Allerdings hat er sich zwischenzeitlich bei seinen Freunden noch mehrmals gemeldet.
Er habe seine große Liebe kennengelernt”, teilt er mit und wolle nun mit ihr ein neues Leben beginnen. Fritz K streut diese Infos breit in seinem Umfeld am Telefon, in Briefen und auch per Telegram. Die Freunde vom Fritz Khammer dieses Abdauchen von ihm und mit einer Frau irgendwohin überhaupt nicht gedacht. Ja, weil die haben das auch nicht geglaubt, weil es nicht zu ihm gepasst hat.
Ja, also er war ein vollkommen anderer Mensch. Ja, also und er hätte sich auch verabschiedet oder hätte auch äh sonst also vollkommen anders agiert. Fritz K gilt als erfolgreicher Geschäftsmann. Unter anderem betreibt er in der Modezenterstraße im dritten Wiener Gemeindebezirk ein gutgehendes Tonstudio.
Warum sollte Fritz K all seine Unternehmungen Hals über Kopf aufgeben für eine Frau? In einem Brief an seine Freundin heißt es: “Wir werden die schönsten Plätze dieser Welt besuchen und das gemeinsame Erleben wird im Vordergrund stehen.” Die liegengelassene Arbeit bleibt unerwähnt. Es mag brutal klingen, aber sie interessiert mich nicht.
Die Zeitungen in Österreich berichten über das Verschwinden von Fritzka. Gleichzeitig veröffentlicht die Polizei in Budapest die Bilder ihres unbekannten Toten. Eine Frau, eine Ungarin hatte sowohl die ungarischen Zeitungsberichte als auch die österreichischen Zeitungsberichte gelesen und hat dann sozusagen den entscheidenden Tipp gegeben.
Also es war dann möglich also den Toten zu identifizieren wirklich als Fritz K aufgrund von Fingerabdrücken. Damit steht fest Fritzka wurde umgebracht und zwar vor dem 22. Mai 1992. dem Tag, als die Leichenteile gefunden wurden. Doch Nachrichten an seine Freunde werden auch an diesem Tag verschickt.
Wer behauptet hier der Getötete zu sein? Auch bei Tötungshandlungen ist ein szisch kreatives Moment drinnen, nicht? Das muss auch jemand sein, der das kann. Das ist ja eine schauspielerische Qualifikation im Grunde, dass man in diese Rolle schlüpft, aber natürlich auch für Täter eine Genussrolle, weil damit Macht verbunden ist.
Und man entscheidet zu welcher Zeit man jetzt was vollführt. Niemand weiß, dass ich das bin. Es ist so so eine Macht auch, die man fühlt, dass der schon lange nicht mehr lebt und auch nicht mehr leben wird. Der vermeintliche Fritz K taucht sogar in London auf. Er checkt in ein Luxushotel ein, erscheint außerdem in der österreichischen Botschaft.
Dort legt er seinen Ausweis vor und unterzeichnet eine Vollmacht, in der ihr die Kontrolle über sein Studio und sein Vermögen abgibt. An den Steuerberater Gabor P. Zeitgleich spürt die Polizei in Budapest durch eine Anwohnerbefragung die Wohnung auf, in der Fritz K zerteilt wurde. Der Mieter der Wohnung ebenfalls Gabor P.
Angeblich sollen dort noch immer ziemlich viele Blutspuren gewesen sein und das soll das wirklich nicht gut ausgesehen haben. Ja. Ähm und diese Wohnung wurde ja eben bewusst für diese Tat angemietet. Die Freunde von Fritz Kennen Gabor P. Er gilt als enger Vertrauter des bekannten Journalisten und Filmemachers Helmut F.
Der Helmut F war ja vorher quasi in ganz Österreich bekannt. Ja, weil er war wirklich ein Fernsehstar. Ja. ähm hat eine Jugendsendung mit aufgebaut. Er war immer in aller Munde. Also, das heißt, es war schon irgendetwas Besonderes, was er da getan hat. Ja, und Menschen, die mit ihn da auch damals gearbeitet haben, also wir sind alle eigentlich bis dato gut im Geschäft und wirkliche Fernsehstars und er war damals eben wirklich ein Fernsehstar.
Helmut F gilt außerdem als der Hauptkonkurrent von Fritzka in der Branche und weitere Ermittlungen ergeben. Es war tatsächlich Helmut F, der auf der Botschaft in London aufgetaucht ist und sich als Fritz K ausgegeben hat. Das ist wirklich also alles ja sehr sehr gut gelungen eigentlich vorerst ja in auch in Großbritannien, weil offenkundig hatte eben der Helmut F also also wirklich ein, obwohl er ja dem Fritz K überhaupt nicht ähnlich sah, aber wirklich ein sehr sehr gutes schauspielerisches Talent, also also wirklich also den auch
nachzumachen, so wieer wirklich sich benommen hat, ja oder wir die Gesten von ihm, die Stimme von ihm nachzumachen und der sich natürlich verkleidet, aber dass das dass das so gut gekl gehabt hat, also war schon eine eine Hollywood 3 Leistung. Helmut F und Gabor P werden in Wien festgenommen.
Den Ermittlern wird jetzt klar, Helmut F ist die treibende Kraft hinter dem Verbrechen. Er wollte seinen Hauptkonkurrenten Fritz K aus dem Weg räumen. Ja, der Fritz K hat sehr viel über ihn gewusst. Er hat gewusst, dass er manche Menschen bestochen hat, äh um eben an gewisse Aufträge zu kommen, also auch im Zuge so der Filmfirma, also vor allem im Zuge der Firmfirma und und der hat eben er hat das alles gewusst und und er hat ihm wahrscheinlich auch eben wirklich damit gedroht, das Ganze auflegen zu lassen. Wobei diese
Bedrohung gar nicht real sein muss. Das kann ein Gedanke sein. Dieser Gedanke heftet sich an etwas an. Es sammeln sich wie Staubfäden rumherum und auf einmal ist eine riesengroße Bedrohung, die nicht mehr lösbar ist, sondern nur beseitigbar. Um Korruption zu vertuschen, entwickelt der Regisseur Helmut F.
einen Filmreifenplan, um Fritz K zu beseitigen. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei die vermeintliche neue Frau im Leben von Fritzka. Weitere Vernehmungen zeigen, das hat sie tatsächlich gegeben. Ja, der Fritz K und der Helmut F haben sich ja doch ganz gut gekannt und daher wusste der Helmut vom vom Fritz K, also offensichtlich ist er ein guter Psychologe.
Also das heißt, er hat er hat wirklich also offensichtlich den Menschen ganz gut lesen können, also sein späteres Opfer ganz gut lesen können und hat ähm gewusst von ihm, also dass er dass er sehr unglücklich war. weil eine Beziehung zerbrochen ist, also zu seiner Traumfrau, vermeintlichen Traumfrau. Und er hat auch gewusst, wie diese Frau ausgesehen hat, ja, und der hat äh dann eben diesen Lockvogel eingesetzt, also die da kennengelernt, das war ein Model, hatte ja selbst mich ja angeblich ein Verhältnis äh und hat
diese Frau dann soweit manipuliert auch, dass sie diesen Moklockvogel spiel. Bei der Frau handelt es sich um die 30-jährige Bliana N. Sie wird von Helmut F detailliert angeleitet. Er dürfte ja auch wirklich gesagt haben, wie sie sich genau zu verhalten hat. Also, dass sie nicht nur, also sie hat dieser Frau eben sehr ähnlich gesehen, aber nicht nur das, ja, sondern dass sie auch sozusagen sich so verhält wie diese andere Frau.
Also da ging’s ja nicht nur ums Aussehen, sondern da ging’s auch, dass die sozusagen auch charakterlich irgendwie ein Ebenbild dieser Frau war. Ja, und dadurch ist es wirklich gelungen, also dass der dass der Fritzka ähm so angesprungen ist. Bei Opfern, die verführt werden durch Fallen oder durch Frauen, sind das meist psychopathische Frauen.
Von den psychopathischen Frauen können könnten alle Frauen etwas lernen. Die Kunst der Verführung, die Kunst des Schmeicheln, des Zuhörens, des Bestätigen. Vielfach haben Menschen, die mit psychopathischen Personen zu tun haben, das Gefühl, endlich verstanden worden zu sein. Endlich ist es die einzige, die nie eine ist es.
Tatsächlich verliebt sich Fritz K in Miljana N. Bereits nach kurzer Zeit überredet sie ihn zu einer Reise nach Budapest. Dort übernachten sie in einem Hotel. Am nächsten Tag, dem 22. Mai 1992, will sie Fritz K ihrem Onkel Benisch vorstellen und sie sind dann gemeinsam zu dieser Wohnung hingegangen. Ja.
Äh, und das sehen wir wieder. Also, also, also es ist wirklich also ein total arg ausgeklügelter Plan gewesen. Ja. Äh, es hat dann der gab P diesen Onkel gespielt. Ja. Und und das ganze dürfte aber nur ganz kurz gedauert haben und dann hat er eh schon die Tat begonnen. Gabor P bietet Fritz K Speisen und Getränke an, die mit einem Schlafmittel versetzt sind.
Als das Opfer das Bewusstsein verliert, betritt Helmut F die Wohnung und tötet seinen Kontrahenten mit vier Kopfschüssen. Anschließend wird die Leiche von Fritz K zerteilt. Ein ungarischer Polizist zeigt später die Säge, die in der Wohnung gefunden wurde. 17 Körperteile werden in Plastiktüten verpackt, in ganz Budapest verteilt.
Den Rest der Leiche zerkleinern die Männer mit einem Hächsler. Miliana N macht nach der Aufklärung der Tat eine MSEkrankung öffentlich. In Interviews beteuert sie nichts von den finsteren Plänen von Helmut F gewusst zu haben. Die Staatsanwaltschaft kann ihr das Gegenteil nicht beweisen und sieht von einer Strafverfolgung ab.
Der Prozess gegen Helmut F und Gabua P beginnt Ende 1993 am Wiener Landesgericht. Die Täterdynamik, die zwischen den beiden Männern entstanden ist, spielt auch in der Verhandlung eine wichtige Rolle. Das ist fast so wie eine Symbiose, könnte man sagen. Ja, und manchmal ist es auch so eine parasitre Ausnützerart dabei.
ist einer, der den anderen manipuliert, äh vielleicht auch abpr, wenn du nicht mitmachst, dann sage ich das oder jenes, was halt dein Vertrauen gesagt oder als Geheimnis war und der kommt nicht mehr raus aus dem ganzen und oder fühlt sich verpflichtet, weil er abhängig ist von dem. Also diese Asymmetrie sehen wir da gab mit dem habe ich dann einm Interview gemacht auch nach seiner Freilassung.
Ja, also der hat noch immer gesagt, er ist da irgendwie herineingezogen geworden. Er hat gar nicht gewusst, um was es da wirklich geht, was da wirklich geschehen wird und so. Also die Hintergründe ähm warum überhaupt der Gab Peder mitgemacht hat, die sind sowieso sehr mysteriös, weil äh der hat eigentlich überhaupt nichts davon gehabt.
Ja, für den Mord an Fritz K werden Helmut F und Gabor P vom Landesgericht Wien zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Filmreife Plan der beiden Männer hat Fritz K das Leben gekostet und Anfang der 1990er Jahre ganz Österreich erschüttert
