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Der tragische Tod von Anja H. aus Magdeburg T

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By sonds1
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Der tragische Tod von Anja H. aus Magdeburg 

  Crime, dein True Crime Podcast   mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region.  Ja, und damit herzlich willkommen auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime Time. Schön, dass ihr diesmal auch wieder mit dabei seid. Ich war jetzt glaube ich eine Woche inaktiv, lag aber auch daran, dass ich im Urlaub gewesen bin und ein bisschen viel um die Ohren habe privat aktuell.

 Und ja, jetzt bin ich wieder da und ich hoffe, ihr freut euch. Ähm, was mich aktuell nicht so freut, ist, dass es einen YouTube-Kanal gibt, der, ich glaube, jetzt 20 Videos schon komplett von mir übernommen hat mit Profilbild, meiner Stimme, meinem Text, also eins zu eins das kopiert, aber als seinen eigenen Podcast ausgibt.

 Ein sehr, sehr kleiner YouTube-Kanal. Ich verlinke den euch in der YouTube Beschreibung, genauso wie auch auf den Podcast Portalen. Und ich würde euch bitten, diesen Kanal zu melden bei YouTube oder auch die Videos zu melden. Ruhig auch zu kommentieren. Ähm, ich werde mich da jetzt auch hintersetzen, dass dieser Kanal hoffentlich bald gelöscht wird.

 Ich bin da aber auch kein Profi. Falls mir da jemand irgendwie Hilfe leisten kann, meldet euch gerne. Ich finde es wirklich eine Dreistigkeit. Ähm ja, wollte ich mal drauf aufmerksam machen. Also, wenn ihr mal Videos von mir seht, die wirklich von mir sind, in meiner Stimme, bitte immer mir direkt per Instagram schicken oder bei YouTube mir einen Link schicken, wie auch immer.

 Das wird mich echt freuen. Ja, aber jetzt kommen wir zum heutigen Fall und das ist ein Fall, den ich auch gefunden habe, als ich das Aktenzeichen XY Archiv, so nenne ich es ja immer, durchgestöbert habe. Der Fall ist allerdings aufgeklärt, aber dennoch möchte ich an den Fall und besonders auch das Opfer Anja H erinnern.

 Und ich fand diesen Fall auch wirklich grausam und heftig und die Strafe hielt ich auch nicht für angemessen, aber ich bin kein Richter, deswegen muss man die Strafe letztendlich am Ende so hinnehmen. Aber ich würde sagen, wir beginnen wie immer von Anfang an. Anja war damals im Jahr 2005 21 Jahre alt.

 Sie lebte in Magdeburg in einer kleinen Wohnung im Stadtteil Neustädterfeld zusammen mit ihrem Freund, den ich an dieser Stelle Dennis nennen werde. Dennis ist aber nicht sein richtiger Name. Die beiden lernten sich 2001 kennen in Anjas Heimatstadt Badeborn bei Quettlenburg in Sachsenanhalt. Schnell verlieben die beiden sich ineinander.

 2003 zog Anja erst zu ihm nach Dresden. Als Anja aber 2005 den Studienplatz in Magdeburg erhielt, zogen sie dorthin. Zunächst studierte Anja an der Uni in Magdeburg Biosystemtechnik. Sie wechselte aber dann im August 2005 zu einer privaten Bildungseinrichtung, um sich als medizinischtechnische Assistentin ausbilden zu lassen. Anja hatte einen großen Freundeskreis.

 Sie war durchaus beliebt, ging gerne aus oder ins Kino. Sie genoss ihr Leben. Auch hatte Anja tolle Eltern. Sie finanzierten für den Neustaat in Magdeburg. Anja und Dennis, den sie wie einen Sohn aufnahmen, neue Möbel und zahlten sogar die Miete für die Wohnung. Auch schenkten sie den beiden einen Opel Corsa, um von A nach B zu kommen.

 Dennis arbeitete als Schlosser. Er war zur damaligen Zeit immer nur am Wochenende in Magdeburg und hat sonst wohl in Berlin gearbeitet. Anja beschäftigte damals laut ihren Freunden das abgekühlte Verhältnis zu Dennis. Sie überlegte sich auch, sich von ihm zu trennen. Im August schlägt sie eine Auszeit vor.

 In der gemeinsamen Wohnung könnte man ja aber trotzdem erstmal weiterhin zusammenleben. Anja und ihre Freunde schrieben sich aus Kostengründen weniger SMS, sondern sie kommunizierten eher über das Internet, über den damaligen Messenger ICQ oder auch die Seite Unihelp. Das wird noch wichtig für den Fall sein. Und auch wenn Anja die Beziehung scheinbar belastete, so versuchte sie mit ihren Freunden Spaß zu haben, auszugehen und vielleicht ein bisschen die Sorgen zu vergessen.

Am Donnerstag, dem 6. Oktober 2005 hatte Anja am Vormittag noch Unterricht in ihrer Ausbildungsstätte. Den Nachmittag nutzte sie, um zu lernen. Auch chattete sie immer mal wieder mit Freunden über Unihelp und bekam eine Einladung ins Kino. Am Freitag, dem 7. Oktober, dann nahm Anja gegen 15 Uhr so angenommen die Straßenbahn, um von ihrer Ausbildungsstätte nach Hause zu fahren.

Kurz vor 16 Uhr schrieb sie dann noch einer Freundin, was die denn am Abend so machen würde. Die beiden wollten sich dann am Samstag treffen zusammen mit einem weiteren Kumpel. Die wollten zu dritt nämlich Minigolfen gehen und man wollte sich aber wohl direkt am Minigolfplatz treffen. Dennis war anscheinend nicht mit eingeladen.

 Er wäre ja am Wochenende eigentlich auch dann in Magdeburg gewesen und was natürlich auch schon so ein bisschen die er distanzierte Beziehung gut wiedergibt, aber Anja erschien auch nicht am Minigolfplatz. Ihre beste Freundin und Anjas Kumpel entscheiden sich zusammen zu ihr zu fahren und ja mal nachzufragen, warum sie denn jetzt nicht gekommen ist oder ob sie keine Lust hat.

 Vielleicht hatte sie ja die Verabredung auch einfach vergessen, denn auf dem Handy und auf dem Festnetz hat auch niemand abgenommen. Als sie vor dem Hauseingang stehen und klingeln, öffnet ihnen niemand. Die Fenster waren aber auf Kipp. Das kam den Freunden schon so ein bisschen komisch vor, dass die Fenster eben auf Kips sind, aber scheinbar niemand zu Hause und ja, Dennis aber wohl auch nicht in der Wohnung war, sonst hätte der ja vielleicht auch mal die Tür geöffnet.

 In den nächsten Tagen hört auch niemand etwas von Anja, bis eine SMS ihre Freundin erreicht. Anja schrieb: “Ich habe gehört, ihr habt mich vermisst. Mir geht’s gut. Ich hatte ein schönes Wochenende. Ihre Freundin antwortet ihr dann auch, bekommt aber keine Rückmeldung mehr. Auf ihrer Ausbildungsstätte erscheint Anja in den nächsten Tagen auch nicht mehr und wird von keinem ihrer Freunde mehr gesehen.

Und das sorgte Anjas beste Freundin schon, denn wieso meldet sie sich nicht mehr? War sie doch sonst so häufig auch im Internet aktiv, wenigstens über Unihelp zu erreichen, wenn kein Geld für eine SMS da gewesen ist. Am fünften Oktober hatte Anjas Freundin sie zuletzt gesehen. Tage später am 15.

 Oktober 2005 feierte ein guter Kumpel seinen Geburtstag. Aber auch dort taucht Anja nicht auf, sie war aber eingeladen. Am Abend allerdings erreicht den Kumpel dann auch eine SMS. Anja schrieb ihm: “Steht deine Party noch? Kann ich meinen Freund Robert mitbringen?” Ja, ihr hört ein neuer Name, Robert. Und der Name Robert war für die Klicke aber komplett neu.

Niemand konnte mit diesem Namen irgendetwas anfangen. Und es machte für alle so den Anschein, als hätte Anja sich nun komplett von Dennis getrennt. Aber wieso sollte sie deswegen dann nicht mehr zur Ausbildungsstätte gehen und sich bei niemandem melden, außer kurz mal mit einer SMS? Zu ihrer besten Freundin bestand ja auch ein sehr guter Kontakt und sie hätte doch vielleicht wenigstens ihr erzählt, wenn es da jemand Neues gegeben hätte.

Es war für alle etwas komisch, denn das Verhalten war sehr untypisch für Anja. Ihr Kumpel äußerte an seinem Geburtstag dann via SMS, dass sie Robert gerne mitbringen könne, aber Anja erscheint nicht auf der Party. Später entschuldigt sie sich noch per SMS und sagt für den Abend dann ab. Und ein Monat nach Anjas Verschwinden erst, warum so spät, kann ich euch leider nicht sagen, meldet ihr Vater sie dann auf dem Polizeirevier oder auch die Eltern in Quettlenburg als vermisst.

 Und es war noch vollkommen unklar, was geschehen sein könnte. Aber dass Anja einfach so eventuell mit einem Robert verschwunden sein könnte, wie gesagt, passte nicht zu ihr. Die Polizei befragt standardmäßig damals ihre Eltern, ihre Freunde und auch Dennis und wahrscheinlich auch die Arbeitskollegen bzw.

 die Kollegen, die sie da hatte in der Ausbildungsstätte. Und ja, Dennis gab an 7. Oktober 2005 am Universitätsplatz in Magdeburg mit dem Auto abgesetzt zu haben. Sie wollte zu ihrem Ausbildungsplatz und er wollte zum Arbeitsamt. In den Befragungen soll Dennis wenig Anteilnahme gezeigt haben. Es sorgte ihnen wohl nicht so wirklich, wo Anja jetzt ist, was mit ihr geschehen ist und wo sie sich die ganze Zeit vielleicht aufhält.

Ihre Freunde stimmten die SMS von Anjas Handy teilweise noch positiv in dem Sinne, dass sie wahrscheinlich lebt, dass ihr nichts passiert ist, wobei die Ermittler da schon skeptischer gewesen sind und auch nicht alle Freunde davon ausgegangen sind, dass die SMS überhaupt von Anja stammen.

 Man fragte sich, was für Probleme es gegeben haben könnte, die zu diesem Verschwinden geführt haben könnten. Und da die Ermittler von Anjas Klicke erfuhren, dass sie Probleme mit ihrem Partner Dennis hatte, blieb die Theorie, dass vielleicht etwas vorgefallen sein könnte. Natürlich sehr, sehr laut. Immerhin lebte Dennis unbehelligt weiter in der Wohnung, die Anjas Eltern finanzierten.

 Er nutzte weiterhin das Auto, ohne sich aber dann anscheinend große Sorgen, um seine Freundin zu machen. Während die Ermittler Dennis skeptischer gegenüber wurden, ist es für Anjas Eltern damals nicht vorstellbar gewesen, dass Dennis mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun haben könnte. Sie habe ihn so sehr gemocht.

 Er war wie ein Sohn für sie und besuchte die Eltern auch ohne dass Anja mal dabei gewesen war. Auch in der Zeit, wo die Beziehung schon krieselte. Man hatte wirklich ein sehr inniges gutes Verhältnis zueinander. Erinnert mich so ein bisschen an den Fall Rebecca Reusch gerade. Ja, man ermittelte dann aber weiter und leitete vier Monate nach Anjas Verschwinden ein Verfahren wegen Verdachts des Totschlags ein.

 Ich glaube aber jetzt noch nicht gegen eine konkrete Person. Ein Jahr später, als sich immer noch nichts eindeutiges in den Ermittlungen getan hatte, aber die Ermittler immer mehr von einem Verbrechen ausging, wurde der vermissten Fall von Anja H. in der Oktoberendung 2006 bei Aktenzeichen XY ungelöst gezeigt.

 Die Ermittler erhofften sich den entscheidenden Hinweis, wo Anja sein könnte oder was mit ihr geschehen ist. Für die Eltern und Freunde von Anja war die Wartezeit unerträglich und es war so unerträglich eben auch nicht zu wissen, was passiert ist, was ist los, wo ist Anja, geht es ihr gut? Ja, das müssen alles so Fragen gewesen sein, die sich die Eltern wahrscheinlich immer wiedergestellt haben.

 Martin Knopf von der Kripo Magdeburg sprach in der Sendung mit Rudi Zerne damals über den Fall auch über die SMS, die an die Klicke versendet wurden, wurde berichtet. Martin Knopf äußerte, dass dieser gewisse Robert nie ermittelt werden konnte und man nicht mehr daran glaubt, dass dieser Robert überhaupt existiert.

 Und wenn doch, hat er damals eben in der Sendung darum gebeten, dass dieser sich doch bitte melden soll. Auch ging man mittlerweile nicht mehr davon aus, dass Anja die SMS an ihre Klicke selbst schrieb. Sie hielten jemand aus dem Bekanntenkreis für den Schreiber, gleich wen auch immer, und dieser muss mit dem Verschwinden zu tun haben, denn jemand Fremdes kam dann nicht in Frage, denn derjenige, der die SMS absandte, der ähm hatte gewisse Kow Wörter für die Freunde von Anja genutzt, die jemand komplett fremdes einfach so nicht hätte wissen können. Zuletzt wurde Anja damals

sicher, berichtet Martin Knopf, am 7. Oktober 2005 gesehen in ihrer Wohnung in der Georg Singerstraße. Wer hat sie damals war die Frage vielleicht in Begleitung aus dem Haus gehen sehen? Es wurde eine Belohnung von 5000 € ausgelobt. Anjas Eltern steuerten ihrer Verzweiflung die Hälfte dazu bei. Die Hoffnung mehr über das Schicksal von Anja zu erfahren, war groß.

 Dennoch lieferte die Sendung leider keine neuen Hinweise zu ihrem Verbleib. Es vergeht noch mal einige Zeit bis ins Jahr 2007, als die Staatsanwaltschaft sich sicher ist, dass ein Verbrechen vorliegt und sie halten Dennis für den Täter. Dieser verstrickte sich immer mehr in Widersprüche. Sie erwirkten einen Durchsuchungsbefehl für das Haus und Grundstück seiner Eltern in der Nähe von Dresden.

Seine Eltern informierten ihn über die Spurensuche auf dem Grundstück und daraufhin äußerte sich Dennis, der mittlerweile sogar eine neue Freundin hatte. dass er wisste, wo Anja sei, sie aber nicht umgebracht habe. Auf Anraten seiner Freundin und seiner Eltern ist er dann auch zur Polizei gegangen. Da ja, kann man sich vorstellen, hat das Herz wahrscheinlich ein bisschen schneller geschlagen und dann äh ja, hat man sich dann doch mal aufgemacht zur Polizei.

Am 29. März 2007 hat die Staatsanwaltschaft Magdeburg Haftbefehl wegen Verdacht des Mordes gegen Dennis K erlassen. Er wurde dringend verdächtigt, seine zur Zit 21-jährige Freundin Anja H am Abend des 7. Oktober 2005 in der gemeinsamen Wohnung getötet zu haben, weil sie sich von ihm trennen wollte. Auch äußerte Dennis, daß er Anja auf dem Grundstück seiner Eltern vergraben habe, aber er sagt immer noch nicht für ihren Tod verantwortlich sei.

 Als die Ermittler und Spurensicherer vor Ort waren und nun wussten, wo sie nach Anja suchen mussten, fanden sie aber keinen kompletten Leichnamen. Nein, es wurden zehn menschliche Körperteile gefunden, zerlegt in Plastiktüten. Ah, also da muss ich immer schlucken, wenn ich sowas höre. abgetrennt, der Kopf, der Rumpf in Ober und Unterteile, die Oberschenkel getrennt, die Unterschenkel getrennt, die Arme getrennt.

 Hatte also Dennis seine eigene Partnerin, mit der er einst so glücklich gewesen war, zerstückelt? Und wieso behauptet er nicht für ihren Tod verantwortlich zu sein? Er äußerte dann gegenüber den Ermittlern, dass er am Wochenende nach Hause gekommen sei in die Wohnung in Magdeburg. Als er die Wohnung betreten wollte, sei diese aber aufgebrochen gewesen.

 Überall sollen Kleidungsstücke verteilt gewesen sein und im Badezimmer soll dann das Unglaubliche geschehen sein. Anja soll Tod in der Badewanne gelegen haben. Aus Angst als Mörder seiner Partnerin zu gelten, ließ er ihre Leiche verschwinden und brachte diese zu einem Waldgrundstück seiner Eltern eben in der Nähe von Dresden, wie ich eben ja schon kurz erzählte.

 Außerdem besorgte er sich als Leighgabe dann eine Kettensäge aus dem Baumarkt, um die Leiche besser transportieren zu können, laut seiner Aussage. Also deswegen hat er dann eben Anjas Leichnam zerstückelt. Bei der späteren Obduktion des Leichnamens ließ sich eine Todesursache wohl nicht mehr genau festmachen. Ein Erwürgen wurde aber stark angenommen, wobei es einen Bericht gibt, wie immer alles in den Quellenangaben verlinkt, der wiedergibt, es sei festgestellt worden, an sei erwirkt worden.

 Leider gibt’s hier also unterschiedliche Aussagen. Mal wird’s angenommen und mal wird’s festgestellt sozusagen. Im September 2007, also fast 2 Jahre nach dem Verschwinden von Anja Ha, startete dann der Prozess am Landgericht Magdeburg gegen Dennis K. Dennis K wird von zwei Justizangestellten in den Saal A23 geführt.

 Seine Arme sind mit Handschellen hinter dem Rücken fixiert und er wirkt ja recht unscheinbar. Als der Oberstaatsanwalt die Anklage verließt, wirkt Dennis gelassen. Ihm wird vorgeworfen, aus niedrigen Beweggründen gehandelt zu haben. Eine Mordanklage. Er habe Anja getötet, weil diese sich von ihm trennen wollte. Er habe Anja erwürgt und die Leiche zerteilte er mit einer Kettensäge und vergrub diese auf dem Grundstück seiner Eltern.

 Um die Tat auszuführen, nahm er sich laut Anklage vom 1. bis 14. Oktober 2005 Urlaub. Am 7. Oktober 2005 erwirkte er anj zuvor soll er auch Abdeckfolie aus dem Baumarkt besorgt haben. Die Leichenteile soll er erst später in einem Brunnen dann auf dem elterlichen Grundstück versteckt haben und später dann vergraben haben. Zum Prozessauftagtakt ließ Dennis K durch seinen Anwalt mitteilen.

 Er sei geschockt gewesen und habe sich in einer ausweglosen Situation gefunden und beschlossen, den Tod seiner Freundin zu verheimlichen. Als er am 9. In Oktober 2005 nach Hause kam, lag Anja halb bekleidet und tot in der Badewanne mit Chump vor dem Mund. Und wie eben ja schon sagte, die Wohnung sei durchwühlt gewesen.

 Er war schockiert und durcheinander, dass er zunächst mit Freunden, die kurz darauf klingelten, etwas essen ging. Und denen hat er wohl gar nichts davon erzählt. Wenn ich so geschockt bin, dann rufe ich doch die Feuerwehr oder auch meine Freunde oder wen auch immer an. Aber das hat er nicht getan.

 Anschließend habe er alleine eine Flasche rumgetrunken und beschlossen, die Leiche zu beseitigen. Er hat sie dann also zerstückelt im betrunkenen Zustand und bleibt aber dabei, er habe Anja nicht umgebracht. Sie war schon tot. Er ließ dann auch durch seine Verteidiger mitteilen, sich im weiteren Prozess nicht mehr äußern zu wollen und auch keine Fragen zu beantworten.

In der Rekonstruktion der Tat soll Dennis nun wird es ein bisschen makaber, erstmal zu Anjas Eltern nach Badeborn gefahren sein, auch weil er noch häufiger bei den Eltern, die ihre Tochter ja so schmerzlich vermissten und auch suchten, obwohl er ja genau wusste, wo sie ist und dass sie nicht mehr am Leben ist.

 Das Verhältnis war, wie ich ja eben schon sagte, sehr, sehr eng. Anjas Eltern waren aber als Nebenkläger dann natürlich auch im Prozess mit dabei. Und Anjas Vater zeichnete ein ganz trauriger Blick, dem Dennis aber konsequent ausgewichen sein soll. Anjas Mutter starrte wohl nur so von sich hin und ganz selten hat sie wohl mal zur Anklagebank geschaut.

 Bereits die ersten Zeugen im Prozess belasteten Dennis K. aber schwer. Sein Verhalten schien mir suspekt, sagte eine Polizeibeamtin. Nadin G hieß sie. Sie hatte den Angeklagten im Dezember 2005 befragt, als Anja Jan noch als vermisst galt und Nadin G äußerte dann im Prozess, sie habe mit ihm zusammen versucht, die Gründe für das Verschwinden zu analysieren.

 Ihr berichtete Dennis dann, dass die Beziehung seit August in einer Krise steckte. Man habe eine Auszeit vereinbart und Anja sich bis Februar 2006 entscheiden wollte, ob sie nun zusammen blieben oder nicht. Am 10. Oktober 2005 habe er sie dann mit dem Auto abgesetzt an der Uni Magteburg und einen Tag später so Dennis damals zu der Polizistin habe Anja noch im Badezimmer irgendwas gemacht, das habe er gehört und dann hatte er auch nur noch SMS von ihr bekommen und Nadin geh im Prozess dann weiter.

 Ich hatte das Gefühl, dass ihn nicht interessiert, ob Anja was passiert ist. Die Atmosphäre war sehr locker und ruhig, aber sagt sie auch, es war zwar locker und ruhig, aber Dennis hatte Schweißperlen auf der Stirn. Er soll sehr stark geschwitzt haben und das ist ja immer so ein Zeichen, dass da innerlich doch was arbeitet und auch bat sie ihn damals die SMS von Anja doch mal zu zeigen, die sie ihm noch geschickt hat.

 Er erklärte dann aber einen technischen Defekt seines Handys und dabei seinen alle Mitteilungen und Anrufe bis 18. in Oktober gelöscht worden. Auch sei sein Verhalten nicht im Einklang mit den Aussagen gewesen. Ähm ein weiterer Kriminalbeamter sagte auch im Prozess, sein Verhalten war nicht im Ansatz mit dem Verhalten der Eltern vergleichbar, die sich natürlich übelste Sorgen um ihr Kind gemacht haben.

 Und da dieser Fall ja vor fast 20 Jahren verhandelt wurde, gibt es leider nicht so wie heute oft ganz detaillierte Prozessberichte. wurde damals äh gesagt, es gab neun Verhandlungstage, die angesetzt wurden, 31 Zeugen und zwei Sachverständige, die damals gehört wurden, bis es zur Urteilsverkündung kam.

 Und ich hätte euch da gerne noch viel intensiver über den Prozess berichtet, was einige Aussagen angeht. Jedoch gibt’s darüber leider keine großartigen Berichte. Im Dezember 2007 wurde Denis K zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt. Auch Anjas Eltern in der Nebenklage forderten eine lebenslange Freiheitsstrafe.

 Genauso auch die Staatsanwaltschaft. Und Dennis K ging mit seiner Verteidigung aber in Revision und tatsächlich hob das Gericht die lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordestern auf. Es stand also erneut vor Gericht, weil der Bundesgerichtshof im Juli 2008 die ihm vorgeworfenen niedrigen Beweggründe nicht ausreichend belegt sah.

 Damit war das Mordmerkmal also entfallen. In der erneuten Verhandlung des Falls am Landgericht Magdeburg konnte Dennis K nach Ansicht der Richter nicht nachgewiesen werden, dass Anja heimtürkisch aus Habg oder niedrigen Beweggründen ermordet wurde. An der Tat aber bestand auch nach erneutem Richterspruch kein Zweifel. Dennis K erwirkte Anja am 7.

 Oktober 2005. Da war man sich einig, nicht eben hingegen seine Aussage, dass man sie eben leblos in der Badewanne fand. Er wurde damals wegen Totschlags zu 11 Jahrenhaft verurteilt. Das war das neue Urteil. Die Tat sei laut Auffassung des Gerichts auch nicht im Fekt geschehen. Zweifel, daß er sie tötete, gab es keine.

 Danach lebte er sein Leben weiter, als sei nichts geschehen. So der Richter. Dennis K machte wie im ersten Prozess keine Aussage. Die Eltern von Anja sowie die Staatsanwaltschaft hatten in diesem Prozess wieder lebenslangehaft wegen Mordes gefordert. Das Gericht wertete es als positiv, dass Dennis K keine Vorstrafen gehabt habe.

 Ertrage jedoch eine erhebliche Mitschuld am Schreitern der Beziehung. Da er aber zu den Umständen der wirklichen Tat schwieg, seien alle Umstände natürlich jetzt nicht gänzlich aufgeklärt worden. Also was wirklich am Tattag geschah, denn seine Version mit der Badewanne und dem Einbruch, zu dem es übrigens auch keine Einbruchspuren gab, war ja gelogen.

 Und ich denke, jeder normale Mensch, der eine aufgebrochene Wohnungstür und eine durchwühlte Wohnung und dann auch noch eine Leiche auffindet, würde ja wohl so sofort die Polizei informieren und nicht eine Kettensäge im Baumarkt sich ausleihen. Also das äh ist sehr schwer vorstellbar und er recht nicht, wenn ich meine Partnerin doch liebe und vermutlich vor Schmerz durchdrehen würde und vielleicht noch irgendwie versucht hätte, sie zu retten, zu reanimieren oder irgendwas.

 Also ganz ganz äh komisch und auch ist ja das Abtrennen der Körperteile ein so brutaler Vorgang, auch das Abtrennen des Kopfes. Ich könnte doch auch niemals meiner geliebten Partnerin ja Körperteile abtrennen, aus Angst als Täter zu gelten, weil gerade die Abtrennung eines Kopfes ist ja so ja mit einer Kaltblütigkeit auszufühlen würde ich fast schon sagen.

 Also das spielt für mich Kränkung oder vielleicht sogar Hass in dem Fall eine große Rolle, dass er dazu überhaupt fähig gewesen ist. Auch soll Dennis K ja auch nicht nur immer wieder bei Anjas Eltern gewesen sein. Nein, er soll wohl auch Presseinterviews teilweise gegeben haben und wohl ein bisschen die Suche mit unterstützt haben, was viele aber als Ablenkungsmanöver gewertet haben und auch die SMS sollten den Eindruck erwecken, Anja lebe noch.

 und sie musste sterben, weil sie sich vermutlich ja dazu entschied, die Beziehung mit Dennis gänzlich zu beenden. Und das ist für mich mal wieder ein ja Fall, ein klassischer Femizid, wie so häufig in unserer Gesellschaft leider passiert. Fast jeden Tag stirbt eine Frau in Deutschland, habe ich mal gehört, durch die ähm Gewalt ihres Partners oder zumindest erfährt sie Gewalt durch ihren Partner.

 Und ähm ja, für mich ist dieser Fall wirklich ein klassischer Femizid. Sie wollte sich trennen oder hatte vielleicht auch schon vor, ähm, dass er vielleicht auch die gemeinsame Wohnung verlässt äh für immer und damit konnte er vielleicht nicht leben. Er hatte auch Vorteile äh von der Beziehung, natürlich die kostenlose Wohnung, das Auto, eine gute Beziehung zu den Eltern und das wollte er wohl dann irgendwie nicht verlieren, aber hat am Ende dann ja doch alles verloren.

 So, für mich wirkt alles zusammen an dieser Tat auch eher wie ein Mord, aber man muss eben festhalten, verurteilt wurde er am Ende wegen Totschlags, nicht wegen Mord. Das muss ich hier halt noch mal ganz klar so sagen. Und Dennis Familie, die soll zu ihm gehalten haben, so die damaligen Aussagen. Beim Prozess jedoch kam niemand aus seiner Familie, um ihn z.B.

im Gerichtssal ein bisschen zu unterstützen durch Anwesenheit. Vielleicht das äh ist nicht geschehen. Wie die Familie da heute zu steht oder damals äh zu gestanden hat, zu der Tat von Dennis, darüber habe ich leider keine Kenntnisse. Ja, die Verurteilung ist jetzt 17 Jahre her, zumindest aufgrund dieses Verbrechens müsste Dennis K heute wieder in Freiheit leben.

Ob er sich später noch mal was hat zu Schulden kommen lassen, das ist mir nicht bekannt. Da er seine Strafe abgesessen hat, habe ich für diese Folge auch seinen Namen geändert und auch Anjas Foto verpixelt. Mich hat der Fall von Anja teilt so ein bisschen an den Fall von Frau Celebs oder auch Tanja Mühlinghaus erinnert, wobei es bei Tanja ja nur Briefe gewesen sind, die sie an ihre Eltern schrieb.

 Im Fall Frauke gab es ja Anrufe und auch SMS, die aber auch anders geschrieben wurden, wie jetzt z.B. im Fall von Anja. Auch im Fall von Mendy Müller gab es ja teilweise SMS meiner Ansicht nach, um wie auch im Fall von Anja vom eigentlichen Verbrechen abzulenken. Und ich finde es in diesem Fall auch so schlimm, dass ich der Täter, auch wenn ein gutes Verhältnis zu den Eltern bestand, noch immer mit den Eltern von Anja traf, obwohl er genau wusste, ich habe sie umgebracht, ich habe sie sogar in Einzelteile zerlegt, um das jetzt mal

so deutlich zu sagen, und auch vergraben. Und dann setze ich mich dahin und spiele ja den guten Schwiegersohn, sage ich mal. Die Eltern, die sind mit ihren Nerven am Ende. Also ja, und das Schlimme ist ja sogar, die haben dem Mann vertraut. Also, sie haben Dennis K in Anführungszeichen Dennis K vertraut und ähm ja, er hat das Vertrauen schamlos ausgenutzt scheinbar und hat sich dann trotzdem immer noch wieder bei den Eltern blicken lassen.

 Also, da fehlen mir wirklich die Worte. Ich weiß, dass es solche Fälle ja auch zu hauf schon gab, aber wenn man das immer mal wieder dann hört und euch auch präsentiert, dann finde ich es immer wieder unglaublich, wenn man das so erzählt. Und die Eltern haben sich ja sowas von auch in ihm getäuscht. Am Ende hätten ihm das ja auch niemals zugetraut, weil er wie ein Sohn für sie gewesen ist.

 Und das erinnert mich so an den Fall Rebecca Reusch, ob sich da die Familie nicht auch in dem Schwiegersohn eventuell täuschen könnte, aber das scheiden sich ja auch die Geister und es gibt unterschiedliche Meinungen zu diesem Fall. Ich werde den Fall wahrscheinlich auf meinem Kanal nicht präsentieren, es sei denn, ihr wollt das auf jeden Fall, dass ich das mal mache.

Ich habe es mir allerdings jetzt nicht unbedingt vorgenommen, aber ihr könnt ja sonst gerne mal in die Kommentare schreiben, ob das interessant für euch wäre. Aber Rebecca Reusch ist ein Fall, der natürlich auch schon von sehr, sehr, sehr vielen Kanälen behandelt wurde. Ja, auf jeden Fall der Fall Anja hat mich sehr schockiert, wie gesagt, gerade auch aufgrund der Tatsache, dass der Freund sie getötet hat, so grausam zerstückelt hat dann noch und bei den Eltern dann eben den braven Schwiegersohn gespielt hat, der von nichts weiß, um

eben diese Vorteile sich immer noch rauszuziehen. Zahlung der Miete Auto konnte er nutzen und ja sich vielleicht so ein bisschen ins gemachte Nest setzen konnte, am Wochenende dann auch bei denen vorbeischauen konnte und vielleicht bewirtet wurde dort. Ich weiß es nicht, wie man sich das vorzustellen hatte, aber ähm ich find es einfach nur unglaublich.

 Und ähm was Anja auch durchstehen musste. Sie hat ihn noch mit in der gemeinsamen Wohnung äh wohnen lassen und wollte ja über die Beziehung nachdenken, ob es da ein Ende gibt oder nicht und hat am Ende dann aber mit dem Leben bezahlt. Und das finde ich immer so traurig. Also wie gesagt, für mich ist der Fall ein ganz klassischer äh Femizid.

Ja, das war jetzt die Geschichte von Anja H. Wir sind jetzt ungefähr bei 30 Minuten. Ist für einen geklärten Fall relativ kurz, aber mehr Informationen habe ich jetzt zu diesem Fall nicht. Es ist wie immer eine Tat, die absolut tragisch und wie immer absolut nutzlos gewesen ist. ähm Anja hatte ihr ganzes Leben noch vor sich und wurde ihr das so grausam genommen und ja, sie hätte mit Sicherheit noch einen guten neuen Partner finden können und ihren Weg ins Leben finden können.

 Sie hatte ja jetzt eine neue Ausbildung, die sie da angefangen hat, die ihr wohl besser gefallen hat und hatte Pläne für ihr Leben und dann passiert sowas. Das finde ich wie immer ganz ganz traurig und die Eltern tun mir auch unglaublich leid, dass sie ihre erst so junge Tochter verloren haben, denn 21 Jahre ist für mich wirklich kein Alter, wo ein Mensch sterben sollte.

 Ich denke, das seht ihr wahrscheinlich ähnlich. Ja, ihr Lieben, ich beende jetzt die heutige Folge und freue mich schon euch die nächsten Folgen präsentieren zu dürfen und wieder aktiver zu sein. Und äh ja, schreibt gerne ein Kommentar für den Algorithmus. oder gerne auch ein Abo da lassen.

 Ist vollkommen kostenlos und ja, wie gesagt, ich bin auch bei Instagram, Facebook und TikTok zu finden, wo ich auch mal so kleine Reels dann poste oder ja, Beiträge zu Kriminalfällen oder ähnliches. Also, wenn ihr mögt, abonniert mich da auch gerne und wir hören uns dann zu einer nächsten Folge. Bis zum nächsten Mal, eure Lia.  Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast.

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