Die unglaublichste Entführung… | Der Fall Denise Huskins T
Die unglaublichste Entführung… | Der Fall Denise Huskins

Es ist der 23. März 2015, 13:53 Uhr. Bei der Polizei in Waleche und Kalifornien geht ein Notruf ein. Am Telefon ist ein Mann namens Aaron Quinn und das, was er erzählt ist unfassbar. Aaron berichtet, seine Freundin Denise Haskins sei gerade zu Besuch bei ihm. Das Paorabend ganz normal schlafen gegangen.
Um etwa 3 Uhr am Morgen hätten sich plötzlich Männer Zutritt zu seinem Haus verschafft. Aaron berichtet, die Einbrecher hätten ihn und seine Freunde Denise betäubt und gefesselt. Jetzt 10 Stunden später sei Aon wieder zu sich gekommen. Von seiner Freundin Denise fehlt jede Spur. Offenbar wurde sie entführt. Eine Polizeistreife macht sich sofort auf den Weg zu Aaron Quin Adresse.
Das Haus sieht einladen und ordentlich aus. Die perfekte US-Vorzeige Immobilien. Ihr Bewohner macht allerdings einen desorientierten Eindruck. Aaron erklärt den eintreffenden Beamten noch mal, man habe ihn unter Drogen gesetzt und seine Freundin Nie sei entführt worden. Auf dem Küchenboden kleben Reste von einem roten Tape.
Aaron erklärt, dass eine Markierung für ihn gewesen. Die Einbrecher hätten ihn gefesselt und dazu angewiesen, den rot abgeklebten Bereich nicht zu verlassen. Auf einem Tisch liegen noch die Kabelbinder, mit denen er gefesselt wurde, sowie eine Schwimmbrille, die Aon sich aufsetzen musste, um seine Sicht einzuschränken.
Er zeigt den Polizisten auch eine kleine Kamera, die in der Küche hängt. Die hätte der Einbrecher mitgebracht, um ihn zu überwachen und sicherzustellen, dass er in seinem Klebebandbereich bleibt? Für ein paar Vorstadtkops, die auf eine ruhige Mittagsstreife gehofft haben dürften, sind das wahrscheinlich ziemlich viele ziemlich absurde Infos auf einem.
Also lassen sie sich von Aaron Quin noch einmal alles ganz von vorn erklären. Now they said from the start detectives did that Mr. Quin story was simply to fantastic to hold up to be believable at all this point. Bei mir stand gerade der etwas verspätete Frühjahrsputz an und da war ich froh, dass ich währenddessen weiterlesen konnte, also weiterhören dank Bookbeat, denn da kann ich lesen ohne wirklich zu lesen.
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Regeln, die sie bricht, denn einer der Gefangenen ist jemand, den sie kennt. Jemanden, der wegen ihr im Gefängnis sitzt. Viel mehr will ich nicht verraten. Wirklich extremst spannend. Sollte euch das Buch nicht zu sagen, könnt ihr natürlich auch einfach auf Bookbeat durch die verschiedenen Genres stöbern, einen Titel gezielt suchen oder euch etwas vorschlagen lassen.
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Er und seine Freunde Denise Haskins sind seit etwa 7 Monaten ein Paar. Die beiden haben sich bei ihrer Arbeit als Physiotherapeuten in einer Klinik kennengelernt. Den Vorabend den 22. März 2015 verbringen Denise und er entspannt bei ihm zu Hause. Die beiden trinken ein paar Bier und Whisky und sitzen zum Fernsehen auf der Couch.
Gegen 1 Uhr nachts ziehen die beiden ins Schlafzimmer um. Dann, so berichtet Aaron, wird er gegen 3 Uhr am Morgen des 23. März uns geweckt durch das grelle Licht einer Taschenlampe direkt in seinem Gesicht. Im selben Moment hört er ein elektrisches Sen. Das klingt als Chem es von einem Elektroschocker. Viel kann Aaron im Gegenlicht nicht erkennen, sagt er später.
nur, dass ein fremder weißer Typ vom Bett steht. Er spricht sowohl Denise als auch ihn mit ihrem Namen an und fordert sie dazu auf, sich auf den Bauch zu drehen. Dann musste nie Aarons Knöchel und Handgelenke mit Kabelbinder fesseln und den großen Kleiderschrank im Schlafzimmer öffnen. Der Einbrecher packt Aaron und zährt ihn in den Schrank.
Dort setze ihm die abgeklebte Schwimmbrille sowie ein paar Kopfhörer auf. Über diese Kopfhörer hört Aaron leise Musik, seine Art Entspannungsmusik. Dann erklingt eine aufgenommene Sprachmung. Die Stimme aus den Kopfhörern sagt ihm, er soll jetzt ganz ruhig bleiben und sich hinlegen und werde ihm gleich einige Fragen stellen. Außerdem werde man ihm gleich eine Droge verabreichen.
Sollte Aon sich Weigern die Substanz zu sich nehmen, würde man sie ihm intravenös verabreichen. Sollten sich Aaron oder seine Freundin in Anweisungen widersetzen, würde man die jeweils andere Person verletzen. Sollte also Aaron etwas falsches tun, würde Denise leiden. Würde Denise dem Einbrecher keine Folge leisten, würde Aaron leiden.
Aon, der sich im Kleiderschrank nicht mehr bewegen, nicht sehen und hören kann, spürt, wie ihm ein Blutdruckmessgerät angelegt wird, während er diese Audiobotschaften anhören muss. Dann ist die Aufnahme zu Ende. Aaron kann nun wieder hören, was im Haus passiert. Anhand der Geräusche vermutet er, dass seine Freundin Denies vom Einbrecher in das Nebenzimmer gebracht wird.
Es klingt, als würde der Einbrecher jemanden etwas zuflüstern, vielleicht einem Komplizen. Aber Aon kann keine Antwort von ihm. Der Einbrecher unterhält sich über die Räume hinweg mit Aaron. Er sagt, er wisse viel über ihn, dass er ein Bankkonto bei Wells Fage und der Chasebank habe, dass er im kleinen Ort Penron in Kalifornien aufgewachsen ist und dass bis vor ein paar Monaten eine ganz andere Frau mit ihm in diesem Haus gewohnt habe, eine Frau namens Andrea. Und das stimmt auch.
Der verwirrte und verstörte Aaron bestätigt dem Einbrecher seine Ex-Freundin Andrea sei im September 2014 ausgezogen, also ein halbes Jahr zuvor. Der Unbekannte fragt, ob er denn findet, dass sich Andrea und seine neue ähnlich sehen. Aaron lenkt ein, sie hätten halt beide blonde lange Haare. Der Einbrecher kommt nun zu Aaron zurück, der noch immer im Kleiderschrank liegt und sich nicht bewegen kann.
Der Fremde sagt, er werde die Frau, also Denis, mitnehmen. Er gehöre zu einer Organisation, die Schulden eintreibt. Er werde im ganzen Haus Kameras installieren, um ihn zu überwachen. Er dürfe sich nicht außerhalb des Wohnzimmers, des Badezimmers, der Küche und des Schlafzimmers aufhalten. Würde er dagegen verstoßen, bekäme der Einbrecher das über die Kameras mit und man würde Denis weh tun.
Außerdem sleon über das Telefon erreichbar bleiben. Man werde ihm eine Lösegeldforderung in Höhe von 000$ überstellen. Würde er der Forderung nicht nachkommen, würde Denise vielleicht nicht überleben. Sobald der Einbrecher mit Denise weg ist, soll Aaron sich telefonisch bei der Arbeit krank melden und alle Verabredung für die nächsten 48 Stunden absagen.
Weithin soll er von Denis Handy eine SMS an ihren Arbeitgeber schicken und sie so ebenfalls krankmelden. Zudem wird Aon aufgefordert, all seine Bankdaten und E-Mailpasswörter herauszugeben. Auch das Passwort für seinen Laptop, den der Entführer mitnimmt. Aaron wird ins Erdgeschoss des Hauses gebracht, wo er sich auf die Couch legen soll.
Man legt neue Kleidung und eine Schere für ihn bereit, damit er seine Fesseln später lösen kann. Er dürf aber auf keinen Fall die mit rotem Klebeband abgezäbten Bereiche verlassen. Zu diesem Zeitpunkt ist Aaron schon total schwummrig. Es ist mitten in der Nacht. Sein Irt da gerade in seinem Haus und hat ihn und Denise überfallen und dann wurden ihm ja noch irgendwelche Drogen eingeflößt.
Als Aaron unten auf die Couch gelegt wird, ist er völlig zugedröhnt. Kurze Zeit später verliert er das Bewusstsein. Als er wieder aufwacht, löst er seine Fässer mit der bereitgelegten Schere. Seine Freundin Denise ist nicht mehr da. Ansonsten fehlen Aons Laptop und sein Auto. Aus dem Fenster kann er sehen, dass auch Denise Auto bewegt wurde.
Ihr Honda war am Vorabend noch vor der Garage geparkt, in der sein eigener Wagen stand. Nun steht der Honda auf der anderen Straßenseite. Der Einbrecher und Entführer muss das Auto umgepackt haben, um Aarons Toyota als Fluchtauto nutzen zu können. Und mit diesem Fluchtauto ist er nun über alle Berge, gemeinsam mit Denise, die sich in der Gewalt dieses Mannes befindet.
Die Handys von Denise und Aaron sind noch da. Aaron sieht eine neue E-Mail in seinem Account, eine Mail von sich selbst. Die hat aber nicht selbst geschrieben, sondern sie ist vom Entführer. Der hatte ja die Passwörter für die Mail und Bankkonten verlangt. In der Mail befinden sich zwei Zahlungsaufforderungen in Höhe von jeweils 8500$.
Dazu derusat, wenn jemand ihn nach dem Grund für die hohen Abbuchung fragen würde, soll er sagen, er würde sich ein Wasserschiboot kaufen. Aaron, noch immer total durch den Wind, ruft als erstes bei seiner Bank an und versucht an das Geld zu kommen. Dann ruft er bei seinem Bruder an, der bei den Justizbehörden arbeitet und fragt ihn um Rat.
Der Bruder hat nur einen einzigen. Aaron solle so schnell wie möglich bei der Polizei anrufen. Und das tut Aaron Quin dann auch am 23. März 2015 um 13:53 Uhr. Damit sind wir wieder am Anfang der Geschichte und bei den Streifenpolizisten. Das Ganze klingt von vorn bis hinten abenteuerlich, wie direkt aus einem Thriller.
Fakt ist für die Polizisten aber auch, Denise Haskins ist tatsächlich nicht da und auch von dem Auto fehlt jede Spur, genau wie Aaron es gesagt hat. Doch die Polizei findet auch einiges im Haus ziemlich komisch. Im oberen Stockwerk, wo sich auch das Schlafzimmer befindet, riecht es stark nach Reinigungsmittel. Die Teppiche wirken wie frisch abgesaugt.
Das Doppelbett ist nicht bezogen. Der Kleiderschrank steht offen. Dafür befindet sich auf der Matratze ein winziger Blutfleck. Bei den Polizisten klingeln erstmal alle Alarmglocken. Ein frisch geputztes Haus, fehlendes Bettzeug, ein Blutfleck und eine fehlende Frau. Ein Mann, der eine total wirre Story erzählt von Betäubungsmitteln, Schwimmbrillen und vorbereiteten Audiobotschaften und erst 10 Stunden nach der angeblichen Entführung seiner Freundin einen Notruf absetzt.
Für die Polizeistreife ist diese Sache einige Nummern zu groß. Aaron Quinn muss mit aufs Revier und da alles noch mal erzählen. Und das tut Aron dann auch. Er ist in der Mittlern gegenüber kooperativ und schildert alles bis ins kleinste Detail. Unterdessen leitet die Polizei eine Fahneung nach Denise Husk und auch nach Aarons Toyota ein.
Den Wagen findet man recht schnell. Um 18 Uhr wird der Wagen auf dem Parkplatz der Department of Veterans Affairs Mare Island Clinic gefunden. Das Auto wurde feinsäuberlich eingeparkt und abgeschlossen. Die Autoschüssel wurden auf dem linken Hinterreifen platziert. Auf dem Fahrzeug findet man abermals rote Klebestreifen, ähnlich zu denen auf dem Küchenboden bei Aon Quin zu Hause.
Jetzt gilt es erstmal das Auto forensisch zu untersuchen und natürlich Aaron weiter zu befragen. Er wird bis spät in die Nacht auf den 24. März vernommen, denn die Polizei glaubt nicht, dass Denise Haskins entführt wurde. Sie glaubt nicht mal, dass sie das Haus von Aaron lebend verlassen hat. Denise ist weg.
Auf dem Bett ist Blut. Aons Auto und die Bettdecke fehlen. Die Melds des angeblichen Entführerskampf von seinem eigenen Account. Er hat 8 Stunden lang nicht den Notruf gewählt und hat am Abend zuvor Alkohol getrunken. Für die Polizei in Walecho sieht das einfach nur nach einem ziemlich verzweifelten Versuch aus, ein Verbrechen zu verzuschen.
Also fangen sie an Aon suggestiv Fragen zu stellen. Also Fragen, die so formuliert sind, dass sie eine bestimmte Antwort nahlegen oder provozieren. Aaron wisste doch ganz genau, wo Denise ist, oder? Er wüsste doch sogar, dass sie gar nicht mehr am Leben sei, nicht wahr? Und er sei sich doch im Clan, dass er ein Lügner ist, der seine Freundin umgebracht hat und nun nicht einmal dazu stehen kann.
Das Verhör zieht sich über den gesamten Tag bis in die Nacht. Aaron stellt sich freiwillig Lügendetektor ihm wird erzählt, dass er ihn nicht bestanden hat. Ironischerweise ist das eventuell eine Lüge, denn im Polizeibericht wird später stehen, das Ergebnis des Tests sei unbekannt. Als die Eltern von Denise Huskens von der Polizei kontaktiert und über die Entführung ihrer Tochter informiert werden, sind sie natürlich entsetzt.
zum sie Denis Freund Aaron noch gar nicht kennengelernt haben. Die beiden daten sich erst seit 7 Monaten. Für ein großes offizielles Kennenlernen war da einfach noch nicht die Zeit. Und nun erfahren Denis Eltern, dass ihre Tochter ausgerechnet aus dem Haus ihres neuen Partners entführt worden sein soll. Kann wohl sagen, ein guter erster Eindruck sieht anders aus.
Die Polizei macht sich daran, sich ein externes Bild über Aaron zu bilden. Er hat ja selbst gesagt, die Entführer hätten ihn nach seiner Ex Andrea gefragt. Also wird Aaron nicht nur zu Andrea befragt, die Polizei lädt Andrea kurzerhand auch direkt zu einer Aussage ein. Aaron und Andrea waren nicht nur zusammen, sondern sogar verlobt bis zum September 2014.
Da soll Andrea ihn betrogen haben, woraufhin er sich getrennt hat. Das Drama ging danach aber noch weiter. Aaron hat direkt darauf ja selbst mit Denise angebandelt und wie das Leben so Spiels haben Aaron, Denise und Andrea alle zusammen in derselben Klinik gearbeitet, sogar auf derselben Station. Andrea berichtet in ihrer Befragung, sie habe sich noch nach der Trennung oft von Aaron bedrängt gefühlt.
Er habe noch immer etwas von ihr gewollt. Das sei auch Denise auf der Arbeit aufgefallen. Aon bestätigt das selbst ebenfalls. Erst ein paar Tage vor der Entführung gab es zwischen Aaron und Denise einen Streit. Aaron hatte SMS an Andrea geschrieben, die ziemlich vertraut bis sehnsuchtsvoll klang. Denise hat ihn dabei erwischt.
Klar, dass sie von einer sentimentalen SMS an seine Ex nicht gerade begeistert war. Die Polizei glaubt hier das Motiv zu erkennen, weshalb Aaron Den nie etwas angetan haben könnte. Wenn sie sich am Vorabend noch mal über die Dreieckssache mit Andrea unterhalten haben, kann es doch gut sein, dass es dabei zu einem Streit gekommen ist, zu einem Streit, bei dem Aaron ausgerastet ist und Denise umgebracht hat.
Das Blatt wendet sich erst, als die Polizisten auch die Eltern von Denise zu einer Befragung dazuen. Die Ermittler wollen wissen, ob es irgendetwas in ihrer Vergangenheit gibt, was ungewöhnlich sei, irgendetwas, was die Ermittler wissen soll. Erstmal wissen die Eltern nicht so recht, was sie sagen sollen.
Ihre Tochter ist eine erwachsene, selbständige und erfolgreiche Frau. Aber da ist doch etwas aus Denis Kindheit, das die Eltern schließlich erzählen. Denise wurde als Mädchen missucht. Für den Ermittler, der die Befragung leitet, ist dieser Umstand offenbar ein gefundenes Fressen. Der Ermittler erklärt den Eltern nämlich folgendes, und das sind ausdrücklich die Worte des Ermittlers und von niemand anderem.
Wenn Mädchen werden, sei es nicht ungewöhnlich, dass sie sich später wieder intensiv an die Ereignisse zurückerinnern, um wie er es sagt, diese Aufregung noch einmal zu erleben. Es ist entweder maximal unglücklich ausgedrückt oder einfach nur pietätslos. So oder so impliziert das aber klar die neue Theorie, die die Polizei jetzt spinnt.
Vielleicht ist Aaron, der seit mittlerweile 24 Stunden standhaft bleibt, ja wirklich unschuldig. Vielleicht ist gar nicht er verdächtig, sondern das Entführungsopfer selbst. Den er Mittlern fällt jetzt eine mögliche Parallele zu einem Film auf, der erst ein Jahr zuvor für mehrere Oscars nominiert war. Den Namen nenne ich jetzt nicht, damit ihr nicht gespoilert werdet, aber der Plot vom Film ist, dass eine Frau ihren Mann beim Fremdgehen erwischt, so wie Denise Aaron dabei erwischt hat, wie er SMS an Andrea geschickt hat. Die Frau im Film fak dann
ihr eigenes Verschwinden, um ihrem Ehemann als Rache für den Seitensprung einen vermeintlichen Mord anzuhängen. Und dieser Film und Buchplot bildet die Basis für eine neue Theorie der Polizei. Es ist inzwischen schon der 24. März 12:30 Uhr. Denise Huskens ist seit etwa 30 Stunden verschwunden. Der Zeitungsredakteur Henry Lee sitzt an seinem Schreibtisch und hört das Signal seines E-Mailpostfachs.
Lee arbeitet bei der Zeitung San Francisco Chronicle und ein guter Journalist ist eben immer offen für eine neue Story. Und an diesem Tag hat Henry Glück. Der Zeitungsredakteur hält eine Mail vom Account von Aaron Quin, obwohl der gerade seit fast 24 Stunden bei der Polizei sitzt und immer wieder erklären muss, wie seine Freundin Denis aus seinem Haus entführt wurde.
Aber ihr erinnert euch, der Entführer hat ja Aarons Mailpasswort und offenbar hat er über sein Account eine Mail an den Redakteur Henry Lee gescheckt. Darin steht folgendes. Betreff Denise Huskins. Wie gesagt wird Mes Lee morgen sicher zurückgebracht. Wir werden ihn den Link zu einem Ort schicken, an dem sie abgesetzt wird.
Sie wird bei guter Gesundheit und in Sicherheit sein, während sie wartet. Jeder Verstoß gegen uns oder unsere Partner würde eine gefährliche Situation für Denise Huskens schaffen. Warten Sie, bis sie sich erholt hat und gehen Sie dann vor, wie Sie es für richtig halten. Wir werden bereit sein. Zudem befindet sich noch ein Link in der Mail.
Der Link führt zu einer Audiatei. In der Datei ist die Stimme von Denise Huskens zu hören. Den Husk genannt. Sie sagt, sie kann beweisen, dass es wirklich sie ist, die diese Botschaft aufnimmt. Ihr erstes Konzert war Blink 182. Das würde jemand, der sie imitiert, nicht wissen. Zudem hat sie ihre Entführung überlebt.
Das kann sie beweisen, weil sie wüsste, dass in den französischen Alpen ein deutsches Flugzeug abgestürzt sei. Damit meint sie den Lufthansa Todesflug am 24. März 2015. Der Flieger crashte um 10:40 Uhr unserer Zeit nach der Zeit in Kalifornien um 1:40 Uhr. Die Leute in den USA haben also erst am Montag von dem Absturz erfahren.
Dass Denise in der Audiobotschaft Kennis von diesem Fall hat, beweist, dass sie wirklich noch lebt. Der Zeitungsredakteur Henry Lee leitet die Mail an die Polizei weiter. Die Anschuldigung gegen Aaron Kün sind damit haltlos. Die Audio beweist endgültig, dass er Denise nicht ermordet hat, obwohl die Polizei den ganzen Tag damit verbracht hat, ihn zu genau diesem Geständnis zu zwingen.
Aaron bekommt in diesem Zuge auch sein Handy zurück. Ihr Mittler haben es an sich genommen, um es auszuweren. Und das ist ein Problem. Wir erinnern uns, der Einbrecher hatte Aon ja aufgetragen, er sollle telefonisch erreichbar bleiben. Als Aaron das Handy jetzt wiederbkommt, sieht er tatsächlich zwei entgangene Anrufe vom Vorabend auf dem Display.
Einer am 23. März um 20:31 Uhr, einer 2 Minuten später. Beide kommen von einer Prepaid Nummer, die erst am selben Tag aktiviert wurde. Das ist der Entführer von Deniswa liegt auf der Hand. Das ist dem Verbrecher wahrscheinlich nicht gefallen wird, dass Aon nicht wie versprochen erreichbar geblieben ist.
Auch immerhin kann das FBI schnell rausbekommen, von wo die Anrufe abgesetzt wurden. Sie kam aus Lake Tao in Kalifornien etwa 270 km von Valecho entfernt und das bemerkt man jetzt erst 24 Stunden später. Die Chance, den Entführer und Denis jetzt noch an Ort und Stelle anzutreffen, ist verschwindend gering, zumal die Polizei immer noch nicht glaubt, dass es den Entführer überhaupt wirklich gibt.
Die Theorie, dass Denise Huskens ihre Entführung selbst inszeniert hat, ist für die Ermittler fast schon Fakt. Sie warten nur noch darauf, dass sie endlich aufliegt. Und genau das passiert vermeintlich. conur this Random act. Es ist der 25. März, 9:48 Uhr, zwei Tage seit der Entführung von Denise Huskins. Der Vater der Vermissten ruft bei der Polizei an.
Er hat Neuigkeiten, bei denen sich die Ermittler wahrscheinlich erstmal fragen, ob er sie auf den Arm nehmen möchte, denn Mr. Husk berichtet, dass Denise ihn gerade angerufen habe aus Huntington Beach, wo er Denise Vater wohnt. Der Entführer habe Denise dort abgesetzt. Sie sei zu einem Nachbar ihres Vaters gegangen und habe von dort aus bei ihrem Papa angerufen.
Im Wesentlichen deckt sich die Geschichte, die Denise Husk erzählt mit dem, was Aaron Kün seit anderthalb Tagen ununterbrochen der Polizei zu erklären versucht. Denis sagt, die Entführer hätten ihr von vorne herein gesagt, sie müsse für 48 Stunden mitkommen. Danach werde man sie wieder gehen lassen. Die Täter haben mir auch gesagt, dass eigentlich nicht sie entführt werden sollte, sondern Aons Ex-Freundin Andrea.
Offenbar wussten die Täter weder von Arons und Andreas Trennung noch davon, dass Denise Arons neue Freundin ist. Das ist ihnen erst im Haus beim nächtlichen Einbruch aufgefallen. Trotzdem haben sie Denis mitgenommen und sich ihr als eine Bande vorgestellt, die auf dem Schwarzmark aktiv ist und Leute entführt, um Lösegeld zu erpressen.
Genau wie Aaron wurde auch sie betäubt und dann in einen Kofferraum verfrachtet. Denise wurde in ein Haus gebracht und dort in einem Schlafzimmer mit Kabelbinder und einem Fahrradschloss an ein Doppelbett gefesselt. Wann immer einer der Entführer zu ihr kam, musste sie eine abgeklebte Schwimmbrille aufsetzen, damit sie niemanden erkennen konnte.
Erst sei nur ein Mann da gewesen, später habe es eine Art Ablösung unter den Tätern gegeben. Sie habe die Männer zwar niemals zu mehreren in einem Raum wahrgenommen, aber gedämpfte Gespräche gehört. Bevor die Ermittler sie nach Huntington Beach gebracht haben, sei Denise wieder betäubt worden. Deshalb wisste sie nicht, wann und von wo sie und einer der Entführer losgefahren sei.
Unter den Anweisungen der Entführer sei sie dann mit verbundenen Augen aus dem Auto gestiegen und habe gewartet, bis sie hörte, wie sich das Auto entfernt habe. Dann habe sie sich die Augenbinde abgenommen und erkannt, dass sie in der Nähe der Adresse ihres Vaters war. Für die Polizei ist nun endgültig klar, das kann nicht echt sein.
Das klingt einfach zu absurd, zumal Denise nach ihrem ersten Gespräch in Huntington Beach nicht mehr mit der Polizei sprechen will. Stattdessen verlässt sie die Stadt und geht den Behörden komplett aus dem Weg. Für die Ermittler ist das nur ein weiteres Schuldeingeständnis. Mr. Quin and Huskunded valuable resources away from our community and has taken the focus away from the true victims of our community whileing fear among commun so anything is Mr.

and Husk that community and apology was die Polizei und die Gemeinde, die dir so wichtig zu sein, scheint nicht ahnen. Denise Huskens hat zu diesem Zeitpunkt noch immer Todesangst. Nichts von dem, was sie oder Aaron gesagt haben, war gelogen. Denise wurde wirklich entführt und ihr Albtraum ist noch lange nicht vorbei.
Ihr Foto Name waren den Medien im ganzen Land zu sehen. Nun, da sich die Polizei öffentlich gegen sie gewendet hat, hat es nicht lange gedauert, bis Leute ihr Facebookpil gefunden haben. Sie hält rund um die Uhr Nachrichten und Drohung und das alles, während sie das Gefühl hat, sich niemanden anvertrauen zu können.
Dass sie nicht noch mal mit der Polizei geredet hat, hat einen Grund, denn die Entführer haben etwas gegen sie in der Hand. Während sie in der Gewalt des Täters war, hat er ihr gesagt, er brauche eine Sicherheit, dass Denise nicht mit der Polizei über das Geschehene sprechen würde. Dafür haben sich die Verbrecher einen grausamen Plan zurecht gelegt.
Einer von ihnen veraltigt Denis und filmt das Ganze. Sollten die Verbrecher mitbekommen, dass sie bei der Polizei auspacken will, würden sie das Video davon im Internet veröffentlichen. Denise hat das alles unter Todesangst durchgestanden und leider hat sich das Ganze noch mal wiederholt. Der Täter behauptet, das erste Video sei nicht gut genug gewesen.
Den slehalten, als wären sie Freund und Freunde, so als würde sie das alles wollen. Sollte die Nies der Polizei etwas sagen, würde man nicht nur sie mit dem Video von der Verung fertig machen, sondern auch nicht davor zurückschrecken, ihrer Familie etwas anzutun. Und jetzt steht sie unter dem riesigen Druck der Polizei und der gesamten Öffentlichkeit.
Dabei ist die 29-Jährige selbst noch total überwältigt. Das, was sie in den letzten Tagen erlebt hat, ist ein wahrer Albtraum. Und deshalb tut Denise genau das, was in ihrer Situation verständlich ist. Voller Angst und frisch gezeichnet von einer traumatischen Situation tut sie erst einmal gar nichts. Und das gefällt der Polizei überhaupt nicht.
Sie halten die Filmtheorie noch immer für absolut plausibel. Auch Denise wird schnell bewusst, dass die Ermittler nicht für sie ermitteln, sondern gegen sie. Und wenn sie nicht ihre gesamte Zukunft aufs Spiel setzen möchte, muß Denis etwas dagegen unternehmen. Das tut sie step by Step. Erst einmal kontaktiert sie einen Anwalt, der in San Francisco sitzt.
Der Anwalt glaubt ihr, bitte Denise aber erst einmal nicht mehr auszusagen und so schnell wie möglich nach San Francisco zu kommen. Dort angekommen bringt Denise die Kraft auf dem Verteidiger alles zu erzählen von vorn bis hinten. Anders als die Polizei glaubt er seiner Mandant in die ganze Geschichte von der Entführung über den bis zu der Freilassung.
Er sagt Denis aber auch offen, dass sie keine andere Wahl hat als mit der Polizei zusammenzuarbeiten, auch wenn sie schreckliche Angst vor den Drogen der Entführer hat. Aber entweder lebt Denise von nun an ein Leben in Angst und mit dem Label einer durchgedrehten Lügnerin oder sie kämpft gegen die Leute, die Schuld an ihrer ganzen Misere sind.
Denise entscheidet sich für Letzteres. Sie willegt sogar ein, sich im Rahmen der Ermittlung untersuchen zu lassen, damit man denen Missbrauch feststellen kann. Ein ziemlich verletzlicher und mutiger Schritt, der von der Polizei aber null honoriert wird. Von dort heißt es nämlich, Denis soll erst noch einmal eine vernünftige Aussage machen.
Erst dann werde man die vorgeschlagene Untersuchung durchführen. Das muss man sich mal vor Augen führen. Man hatte eine Frau, die sagt, sie sei Opfers Gewalt geworden und sie könne und wolle es beweisen. Und die Polizei stellt in dieser Situation trotzdem so ein Ultimatum. Also macht sich Denise auf den Weg zurück nach Waleo mit der Polizei zu sprechen.
Immerin ist ihr Anwalt die ganze Zeit mit dabei. Auch wenn das Denis nur bedingt geholfen haben dürfte. Obwohl sie immer noch schreckliche Angst vor den Drohungen der Entführer hat, erzählt sie nun gegenüber der Polizei alles, was passiert ist, inklusive der zwei Verigung. Denise wird nicht angeboten, vorher wenigstens erst einmal mit einer Psychologin oder einer weiblichen Polizistin darüber zu sprechen.
Stattdessen muss sie das Ganze direkt im Verhörraum gegenüber männlichen Polizisten erzählen und die reagieren nicht gerade mit Einfühlungsvermögen. Immerhin kann Denise nach ihrer Aussage endlich die Untersuchung über sich ergehen lassen. Allerdings gibt es hierzu unterschiedliche Aussagen. Denise berichtet in Interviews bei der Untersuchung seinen Mikrolesionen an ihrem Gebärmutterhals festgestellt worden.
Das wäre ein klarer Indikator dafür, dass sie kürzlich Geschlechtsverkehr hatte und der erste physische Beweis dafür, dass Denise Huskins die Wahrheit erzählt. In einem Polizeibericht heißt es allerdings, die Untersuchung wurde in Anwesenheit einer Spezialagentzin des FBI durchgeführt, die berichtet hat, dass Denise Huskens keine körperlichen Anzeichen für nicht einvernehmlichen Sex aufwies.
Daß nicht jede körperliche Anzeichen wie etwa Verletzung hinterlässt, wird in dem Bericht nicht erwähnt. Nach der Untersuchung darf Denis zum ersten Mal auch endlich Aon wiedersehen. Zwar denkt die Polizei nicht länger, dass er es war, der die Entführung von Denise inszeniert hat, aber jeder sagt ihm jetzt, Denise hätte ihn verraten und habe ihn als Mörder frame wollen, indem sie ihre eigene Entführung fakete.
Aber Aaron vertraut Denise. Er kann einfach nicht glauben, dass Denise ihm jemals so etwas antun würde. Er hat die ganze Situation ja hautner miterlebt. Kein Mensch würde so etwas vortäuschen. Da ist sich Aaron sicher schon gar nicht Denise. Und tatsächlich kommt jemand nun Denise gewissermaßen zur Hilfe und dieser jemand ist ihr eigener Entführer.
Während Denise und Aaron sich erstmals wiedersehen, sitzt der Journalist Henry Lee wie immer am Schreibtisch. Der Fall Denise Haskins beschäftigt ihn seit Haken, zumal er ja der Journalist gewesen ist, der die Mail von den Entführern mit Denise Sprachm bekommen hat.
Irgendwie hängt Henry Lee also ein Stück weit auch in dem Fall mit drin. Kein Wunder, dass er in diesen Wochen ununterbrochen darüber berichtet. Die Öffentlichkeit, die in Denis Geschichte noch immer in perfiden Hawes sieht, geht nach immer neuen Details und die landen abermals brü bei Henry Leim E-Mailpostfach. betreffenise Huskins.
Absender: Denise [email protected]. In der Mail heißt es unter anderem: “Ich spreche für die Gruppe, die Frau Huskens entführt hat. Wir sind eine Gruppe von, wie man wohl sagen würde, professionellen Dieben, obwohl wir das noch nicht so lange machen und uns selbst nicht als solche bezeichnen würden.
Wir sind mehr als zwei und weniger als acht Personen. Und weiter. Die Operation ist furchtbar schief gelaufen. Nachdem wir den Sprung von Eigentumsdelikten zu dieser Tat gemacht haben, empfinden wir tiefe, Reue und Bedauern aufrichtig, dass wir in die Kriminalität abgerutscht sind. Insbesondere sind wir beschämt über die Auswirkung, die dies auf das Opfer Denise hatte.
In einem Fall, den man wohl als umgekehrtes Stockholmsyndrom bezeichnen könnte, waren wir und insbesondere derjenige, der sie während der Operation festhielt, sehr beeindruckt von der Stärke, die sie zeigte und von ihrer Persönlichkeit, während wir uns mit ihr unterhielten. Wir sind wohl Kriminelle, aber wir haben ein Gewissen.
Als wir sahen, welche Auswirkung unserer Handlung auf jemanden hatten, hat uns das tief bewegt und dazu gebracht, unser Leben zu überdenken. Als wäre das noch nicht absurd genug, geht der Absender sogar noch weiter. Man wolle Denise dabei helfen, zu beweisen, dass sie die Wahrheit über ihre Entführung erzählt.
Der Täter schreibt: “Was uns aufgerüttelt hat, war die Phas die die Reaktion der Polizei auf Frau Huskens darstellt, die nicht nur entführt wurde, sondern zuvor bereits Opfer mehrerer schrecklicher Verbrechen war, deren den Zeits wir nicht weitergeben werden, da sie uns in einem vertraulichen Moment, als sie unter Drogenstand anvertraut wurden.
” Frau Huskens wurde eindeutig entführt. Wir haben es getan. Wir werden dafür unwiderlegbare Beweise vorlegen und die Chronicle wird darüber berichten. Wir werden uns nichts stellen und unsere Identität nicht preisgeben. Selbst nach unserem Aut glauben wir nicht, dass es irgendwelche Hinweise geben wird, die es der Polizei ermöglichen würden, uns zu identifizieren.
Aber es ist dennoch riskant und so wie die Dinge derzeit stehen, könnten wir offenbar mit allem davon kommen. Wir gehen lieber das Risiko ein, die Wahrheit zu enthüllen, als in einer Welt zu leben, in der jemand wie Opfer F erneut zum Opfer wird und wieder. Am Anang der E-Mail befand sich ein Foto von einer Waffe, an der mit Klebeband eine Taschenlampe befestigt wurde.
Das soll beweisen, dass der Absender wirklich der Entführer ist und es scheint ihm wirklich wichtig zu sein, denn zwei Tage später bekommt Journalist Henry Lee erneut eine Mail von dieser Adresse. Wieder behart der Absender darauf, Denise Haskins habe nicht gelogen. Sie sei wirklich entführt und für Lösegeld gegen ihren Willen festgehalten worden.
Der Absender kritisiert sogar ganz direkt die Medien und die Polizei dafür, wie Aaron und Denise als Aufmerksamkeits suchende Weckos dargestellt werden. In der Mail heißt es unter anderem: “Wir sind Menschen, wenn auch schlechte. Wir können es nicht ertragen zu sehen, wie zwei gute Menschen von der Polizei und den Medien in den Fleischwolf geworfen werden, obwohl Frau Huskins und Herr Quinn nur Unterstützung und Mitgefühl verdient hätten.
Es folgen seitenlange Ausführungen zum Tathergang aus Sicht der Zäter, zum persönlichen Hintergrund der Zäter und so weiter. Es werden auch Fotos angehängt, die den Raum zeigen sollen, dem Denis festgehalten wurde. Außerdem werden Fotos von diversen Gegenständen angehängt. Die seien zuvor bei mehreren Einbrüchen auf mehr Island geklaut worden.
Man sle veröffentlichen und Einwohner von Mer Island fragen, ob sie Dinge darauf wiedererkennen, die sie vermissen. Der Redakteur Henry Lee leitet die Mails natürlich an die Polizei weiter. Die kann bestätigen, dass das Diebes gut auf den Fotos wirklich zu einbrechen auf M Island gehört. Und Mer Island, die ganz in der Nähe von Walecho, wo Denise verschwunden ist.
Aber sind die Serieniebe wirklich auch verantwortlich für die Entführung von Denise Huskens? Oder versuchen sie vielleicht einfach nur sich durch einen populären Fall Aufmerksamkeit zu verschaffen? Die Digitalforensiker der Polizei stoßen jedenfalls an ihre Grenzen. Die Mail wurde über einen anonymen E-Mailienst versendet.
Die angehängten Bilder wurden aller identifizierenden Metadaten bereinigt, aber so oder so wird die Spur nicht sonderlich ernst genommen. Stattdessen prüfen die Behörden weitere rechtliche Schritte gegen Aaron und Denise. Wenn sie wirklich die Polizei belogen haben, ist das eine ernsthafte Straftat. Möglicherweise müssen sie nicht nur für die Kosten der ganzen Polizeimaßnahmen aufkommen, sondern könnten sogar eine Haftstrafe erhalten.
Denise und Aaron verbringen diese Tage und Wochen in großer Angst. Gleichzeitig sind sie entschlossen, das Ganze gemeinsam durchzustehen, auch wenn sie keinerlei Vertrauen mehr in die Polizei haben. Sie finden nur zufällig heraus, dass Aon und ein leitender Ermittler in dem Fall eine gemeinsame Bekannte haben, nämlich Aarons Ex-Freundin Andrea.
Andrea war ja das eigentliche Ziel der Entführung. Das hat der Täter sogar noch einmal in seiner Mails an Henry Lee erklärt. Er hat Denis nur spontan entführt, weil Andrea eben nicht mehr bei Aaron gewohnt hat. Andrea hat alles gesagt, was sie weiß, darunter auch Dinge, die am Ende Aaron verdächtig gemacht hat, zumindest in den Augen der Polizei.
Eine Sache tauchen den Unterlagen zu dem Fall und den Befragung aber gar nicht auf, nämlich, dass Andrea nicht nur die Ex-Freundin von Aaron ist, sondern auch die Ex des leitenden Ermittlers. Das könnte vielleicht erklären, warum man so grob mit Aaron umgegangen ist. Und diese Verstrickung steigert nicht gerade die Hoffnung, dass das Misstrauen gegen Denise und Aon bald ein Ende nehmen wird und das, obwohl sogar der Entführer auf ihrer Seite steht.
Wir sind inzwischen im Juni 2015, drei Monate nach der Entführung und anschließenden Freilassung von Denise Huskins. Wir sind nicht im kalifornischen Walecho, wo Denise und Aaron sich von dem Überfall erholen und dafür kämpft, dass ihnen geglaubt wird, sondern in Dublin, einer kleinen Stadt etwa 65 km entfernt.
Mitten in der Nacht geht ein Notruf bei der örtlichen Polizei ein. Am Telefon ist eine Frau, die sich aus dem Haus ihrer kleinen Familie meldet. Die Frau hat sich im Badezimmer versteckt, um den Notruf abzusetzen. Sie erzählt, dass sie dadurch geweckt wurde, dass sie ein Laserpointer ins Gesicht gehalten wurde.
Jemand ist in ihr Haus eingebrochen. Dann wurden sie und ihr Ehemann angewiesen, sich auf den Bauch zu drehen und wegzuschauen. Doch das Paar hat sich gewährt und der Einbrecher hat nun die 22 Jahre alte Tochter der beiden in seiner Gewalt. Während die Frau die Polizei kontaktiert, kämpft der Mann gegen den Eindrängling und mit Erfolg.
Als die Polizei einsrifft, ist der Vater der Familie zwar blutvschmiert, aber die Tochter ist in Sicherheit. Der Einbrecher ist schon über alle Berge. Nach dem Kampf mit dem Vater ist er durch die Hintertür des Hauses abgehauen. Allerdings hat der Täter etwas Wichtiges im Haus der Familie vergessen. Sein Handy.
Die Polizei kann schnell herausfinden, zu wem die Handynummer gehört. Bei den Daten des Providers ist eine zweite Nummer angegeben. Als die Polizei dort anruft, geht eine ältere Frau ran. Da die Polizei natürlich nicht direkt raushaut, dass es um ein Handy geht, das zu einem gewalttätigen Einbrecher gehört, sagt die Frau auch direkt, wem es gehört, nämlich ihrem Sohn Matthew.
Und auf den ersten Blick ist das für die Ermittler erstmal eine Ernüchterung, denn Matthew Müller hat nicht den klassischen Lebenslauf eines Verdächtigen, der ins Profil passt. Ganz im Gegenteil. In den 90ern war Matthew vier Jahre lang beim US-Mitär und hat den Marines gedienst. In den 2000ern folgt eine Jura Studio in Harvard.
Aber ein paar vermerkert Matthew Müller doch in seiner Polizeiakte. Angeklagt oder gar verurteilt wurde er nie, aber die Unterlagen zeigen, dass er schon ein paar mal als Verdächtiger bei Allstraftaten gehandelt wurde. Und so ergibt sich für die Polizei ein deutliches Bild dessen, was der Täter bei seinem Einbruch bei der Familie vorgehabt haben dürfte.
Zum Glück konnte der mutige Einsatz der Eltern verhindern, dass die 22-jährige Tochter noch weiter verletzt und traumatisiert wird. Die Mutter von Matthew weiß ja nicht, warum die Polizei sie kontaktiert. Also erzählt sie den Ermittlern freimütig, wo sie Matthew finden können, um ihm sein Telefon zurückzugeben. Er hält sich damals an einer Ferienhütte der Familie am Lake Tao auf.
Dort kann die Polizei ihn auch verhaften als Verdächtigen im Einbruchsfall in Dublin. Neben Matthew selbst findet man in der Hütze Klebeband und Kabelbinder. Beides konsistent mit sichergestellten Beweismitteln Dublin. Außerdem Spielzeugpistolen. An eine von ihnen ist ein Laserpointer angeklebt. Die Frau aus Dublin wurde ja genau dadurch mitten in der Nacht aufgeweckt.
Die Sache ist also ziemlich schnell, ziemlich klar. Aber irgendwie scheint da noch etwas in der Luft zu liegen. Alle Fenster in der Hütte sind abgeklebt oder verbarrikadiert. Im Schlafzimmer findet man eine Spritze sowie ein starkes Schlafmittel. Die ganze Szene ist merkwürdig genug, dass sich die Polizei nach der Abführung von Matthew noch einmal genauer im Umkreis der Hütte umschaut.
Mit Erfolg unweit des kleinen Hauses packt ein gestohlen gemeldeter PKW. Einer der Polizisten öffnet den Kofferraum des Autos und schreckt erst einmal zurück, denn im Kofferraum befindet sich ein menschlicher Torso in einer schwarzen Stoffjacke. Zumindest sieht es auf den ersten Blick so aus. Beim zweiten Blick stellt sich heraus, dass es sich um eine aufblasbare Gummipuppe handelt, inklusive einem angeklebten Plastikgesicht.
Zudem liegt im Kofferraum eine Schwimmbrille, eine mit abgeklebten Gläsern und einem blonden Haar, das sich im Klebeband verfangen hat. Woher das kommt, ist zunächst unklar. Aber die Schwimmbrille wird eingetütet und als Beweismittel mitgenommen. Als die Polizei den Fahrzeughalter des gestohlenen Autos informiert, sagt sie auch direkt, dass der Wagen zu einem Einbruch gehört, in dem aktuell noch ermittelt wird.
Der Fahrzeughalter ist nicht nur froh, dass sein geklauter Wagen wieder aufgetaucht ist, er ist auch aufmerksam und zählt eins und eins zusammen. Er erzählt vom sogenannten Meer Island Creeper. 2014 wurden dort mehrere Studentinnen von einem Mann belästigt, der sie gestalkt und die Jungenfrauen durch ihre Schlafzimmerfenster fotografiert hat.
Sie haben den Spieß eines Tages umgedreht und den Mann selbst bis nach Hause verfolgt. Sie konnten nicht nur rausfinden, wo er wohnt, sondern auch, dass er ehemaliger US-Soldat und Anwalt ist. Der Meer Island Creeper ist Matthew Müller. Und vielleicht habt ihr euch den Namen Meer Island aus dem vorigen Kapitel noch gemerkt.
Der Entführer von Denise Huskens hatte geschrieben, für mehrere Einbrüche auf M Island verantwortlich zu sein. Mer Island selbst ist durch eine Brücke mit Walecho verbunden, wo Denise und Aon überfallen wurden. Der Besitzer des Autos, das Matthew Müller gestohlen hat, könnte glatt Selbstermittler werden.
Er stellt nämlich noch einen weiteren Zusammenhang her, der für die Polizei unfassbar wichtig ist. Der Meer Island Creeper hat Anfang 2015 aufgehört, jungen Frauen der Gegend nachzustellen, etwa zum selben Zeitpunkt als der Fall von Denise Haskins so groß in den Medien war. Und wie sich herausstellt, gehört das blonde Haar, das in der Schwimmbrille sichergestellt werden konnte, zu ihr.
Damit hat zumindest dieser Zeil des Albtraums von Denise Huskens ein Ende. Man glaubt ihr endlich. Sie wurde wirklich entführt und über Tage von Matthew Müller festgehalten, denn als er mit dem Vorwurf konfrontiert wird, gesteht er direkt. Weshalb erre führen wollte, hat Matthew nie verraten.
Auch nicht, warum er stattdessen einfach Denise mitgenommen hat. Matthew hat immer bestritten, dass es mehrere Täter gegeben hat. Auch wenn das in seinen Mails an die Zeitung ja anders klingt und auch Denise und Aaron beide von mehreren Tätern ausgegangen sind. Man geht heute davon aus, dass Matthew vielleicht diese Gummipuppe aus seinem Kofferraum bei seinen Überfällen dabei hatte, sodass es im Dunkeln nach dem Schatten einer zweiten Person aussehen würde.
Wenn man von einem Laserpointer oder einer Taschenlampe angestrahlt wird, sieht man alles andere ja eh nur schämenhaft. Wein hat man in seiner Hütte Tonaufnahmen von flüsternden Stimmen gefunden. Womöglich hat er die einfach abgespielt und Selbstgespräche geführt, um die Illusion von mehreren Tätern zu erwecken. 2017 wird Matthew Müller verurteilt.
Wegen Entführung, Raub und Ver bekommt er eine Freiheitsstrafe von 40 Jahren. Inzwischen hat er auch weizere Entführung, Einbrüche und Verigung gestanden. Wie sich herausgestellt hat, ist Matthew Müller schon seit 1993 immer wieder straffällig geworden. Obwohl die Polizei in mehreren Fällen als Verdächtigen erfasst hatte, ist sie ihm offenbar nie so ganz auf die Schliche gekommen.
Das Schlimme ist, das wäre ja klar möglich gewesen. Das Verbrechen an Denise Huskens wäre sogar direkt vermeidbar gewesen. Die Polizei hatte durchaus Kenntnisse von mehr Island Creeper. Die Betroffenen haben den Täter selbst verfolgt und als Matthew Müller identifizieren können. Sie haben ihn auch bei der Polizei gemeldet, aber es wurde offenbar nie ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet und das, obwohl er mehreren Frauen nachgestellt und sensible Fotos von ihnen gemacht hat.
Und weil er als mehr Island Creeper nicht überführt wurde, konnte er im Februar 2015 Denise Husk entführen. Denise erzählt in einer Netflix Doko, dass sie in ihrem Leben dreimal missbraucht wurde. Zum ersten Mal mit 12 Jahren, dann noch mal als junge Frau und schließlich als 29-Jährige von Matthew Müller.
Sie erzählt, dass sie immer Misstrauen begegnet ist, wenn sie über das geredet hat, was ihr angetan wurde, als wehrloses Kind, als junge Frau, die Hilfe bei der Polizei gesucht hat und dort abgewiesen wurde, weil ein Polizist ihr gesagt hatte, man würde ihr eh nicht glauben. Und selbst als sie im wahrsten Sinne des Wortes aus ihrem Leben gerissen und von einem Straftäter entführt wurde, hat ihr niemand geglaubt.
Das ist nicht nur unfassbar grausam, sondern führt auch noch zu einer wichtigen Frage, die Denise Husk stellt. Was muss einer Frau passieren, damit man ihr glaubt? Sowohl die Beamten, die die Berichte über den Meer Island Creeper ignoriert haben, als auch alle, die Denise und Aaron öffentlich der Lüge bezichtigt haben, sind auch heute noch im Dienst.
Konsequenzen hat es für niemanden von ihnen gegeben. Dass die Ermittler die Verbindung zwischen Matthew Müller und Denise Huskens machen konnten, ist übrigens einer Frau anzurechnen. Mysti Carosu, einer Polizistin in Ausbildung. Sie war es, die die Schwimmbrille in der Hütte von Matthew gefunden hat.
Sie war es, die sicher war, dass das lange blonde Haaren der Brille bedeuten muss, dass Matthew eine Frau gezwungen hat, diese Brille aufzusetzen, während ihr wahrscheinlich unvorstellbares angetan hat. Und es war Mistti, die die Tipps vom Fahrzeughalter des Ford Mustang hinsichtlich des mehr Island Creepers ernst genommen hat.
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